Indiana Tribüne, Volume 15, Number 309, Indianapolis, Marion County, 26 July 1892 — Page 2
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Tie iZzttche .Tribüne-kostet durch fern Träger IZ CentS per Weche. die SonntagSTridüne & rntS per Woe. BeiÄ zusammen LSCeutS oder SS Cents perMonat. Per Post geschickt tn Bor zusbezahlung s.' per Jahr. Osßce: 130 Ost MaryZaud Strabe. Jlldmnapolis, Snd., 20. Juli 1892. Das Deutsche Haus". TaI Deutsche Haus" auf der Weltausstelkung in Chicago, als Centralund NepräsentationZhaus des Deutschen Reiches, wird auf einem zu diesem Zwecke überwiesenen Raume von 32,000 Quadratfuß hart am See und in nächster Nachbarschaft des englischen Repräfentationshauses errichtet. Ter Entwurf rührt vom Negierungsbaumei fter Herrn Radke her; der in Chicago seit längerer Zeit angesessene Architekt Herr Fiedler leitet gemeinsam mit dem deutschen- Consul Bünz die Ausfiihrung. An das Haupthaus schließt sich ein Kapellenbau ln fpätgothischem Stile an, m dem Ausstellungsgegenstände der kirchlichen ttttnst Unterkunft finden. Ter Hauptbau enthält die Diensträume und wird als Sammelpunkt für die die AuZftelluug besuchenden Teutschen dienen. Er hat auch Platz für Mim ders herragende Gegenstände deutscher Kunst. Industrie und Erfindungsgabe. Ter Bau wird vornehmlich aus Holz aufgeführt, das bereits geschnitten aus Deutschland her transportirt wird. Einige Firmen haben kostenlos geschnit tene Hölzer geliefert. Die dekorative Ausschmückung des Deutschen Ansstellungsraumes wird Herr Architekt Hoff' acker in Gemeinschaft mit Herrn Baumeister Radke übernehmen. Die Ulu strikten Zeitungen werden in Kürze in der Lage sein, die Plane zu veröffent lichm. Heim5ehr der,,Trave." Aus London schreibt man der Franks. Ztg.- vom ersten Juki: Gestern Morgen um sechs Uhr traf der Dampfer Diave" des Norddeutschen Lloyd in Southampton ein. Die Ankunft dcZ Echisses erregte ungemeines Interesse, da einige Rettungsgnrtel des Dam pfers nicht weit von New Z)ork aufgefischt worden waren und man deshalb befürchtet hatte, es möchte der Trave" ein Unfall zugestoßen sein. Folgendes war palsirt: Am 22. Juni um sechs Uhr früh rannte die Trave" mit voller Wucht gegen das Segelschiff Frederick B. Taylor". Kapitän Herbert, welches sich mit Aallast beladen auf der Reise von Havre nach Nework befand. Unmittelbar vor dem Zusamntenstoße hatte sich ein dichter Nebet über das Meer gelagert. Der Frederick B. Taylor" wurde in zwei Halsten zerschnitten und mna. sofort unter. Die Besamung des Segelschiffes bestand aus 22 Köpfen. Kapitän Herbert befand sich auf der Brücke und wurde schwer an den Beinen verlebt. Ter erste Steuermann wurde in seiner Kajüte zermalmt, indem der Bug der Trave" mitten in dieselbe hineinfuhr. Ein finnifcher Matrose ertrank. Die übrigen Seeleute wurden sämmtlich gerettet. Keiner aber konnte etwas von feiner persönlichen Habe retten. Die Stewardeß trieb lange im Meer wnhtt. ehe sie aufgefunden wurde. Kapitän Herbert klaate über arone Schmerzen. Nach oem Zusammenstoß Kielten die ttabraäste der .Trave" eine Versammlung unter dem Vorsitz des Obersten Martin ad. Die Passagiere zollten dem Benehmen der Offiziere und der Mannschaft der Trave" hohe Anerkennung wegen des Eifers, den sie mit Gefahr ihres eiaenen Lebens bei der Rettung der Schiffbrüchigen entfaltet hatten (Sin? 9ffi?hrtit h?r , ; pw w -W W Y j V : lichen Beschlüsse wird dem Norddeut schen Lloyd überreicht werden. öln ü i N n. Paris, im Juni. In einigen Tagen kommt vor dem hiesigen Schwurgericht ein Proceß gegen eine Verbrecherbande 'i pi Verhandlung, die sich in dem Vor orte Neuilly einer großen Menge Ein druchsdiebsthäle und auch eines Mordes schuldig gemacht hat. Der Fall an sich ;; bietet nichts besonders BemerkenswertheZ.. doch hat die lange Muße der Un tersuchunqShast einem der Hauptanqe klagten. Paul Andre, die Zei und die A nre gung g e ge den , fe i n e L e be n s g e sch i ch te zu schrttden. die in geradezu packender KWeise den unerbittlichen Kampf um'S Dazein schildert, wie er nnr auf Grund kage der modernen großstädtischen VerhaltmlZe gedacht werden kann. Im nachstehenden halte ich mich streng an die Darstellung Andres, die ich tiftenen rttlÜ irtvll M (i rrt .ifttTt... uh? iiuumtiiuktiii jiuii ui'iuiji. ' Ich bin. so schreibt Andre, im Jahre 1865 in Tours geboren, wo mein Va. ter ein Modegeschäft hatte. Zwei Jahre nach .meiner Geburt siedelte er nach Paris über, wo er ein Hemdengeschäst gründete, das viele hochgestellte taiserliche Hofbeamte zu Kunden hatte. Diese wurden durch den Krieg zerstreut, mein Vater erlitt große Verluste, mußte sem Geschäft aufgeben und eine Reisestelle annehmen. Ich besuchte die Volts" jchule, wo ich, durch Ehrgeiz und Ei genliebe getrieben, bald eins? der besten Schüler wurde. Ich war immer der erst in meiner Klasse und erhielt bei den Wettprüfungen, die zwischen den verschiedenen Schulen des Bezirks Neuilly und sämmtlichen Schulen der Ctadt Paris veranstaltet wurden, den allerersten Preis. Bei dem Wettbewerb um die Verleihung einer Freistelle zum Besuche der höheren Schulen wurde ich öder ungerechterweise nicht berücksichtigt, und da mir dadurch die Lust am Arbei ten verleidet war, mochte ich mich keiner ziveiteu Prüfung unterwerfen. Da ich großes Talent zum Zeichnen hatte, trat ich mit 13 Jahren !n das Bureau eines Ingenieurs ein. der sich damals mit den Vorarbeiten zu dem Pariser cc ittnal bescdäftiZe. Hier war ich fast immer auf Reisen, und da mein Vater
fand, daß ich hierzu zu jung fei. so de sorgte er mir eine andere Stelle im Bu
reau der Suezgesellschast, wo ich 30 Franken monatlich erhielt, aber chon nach einem Monate, da man mit mei nen Leistungen zufrieden war. auf 50 Franken erhöht wurde. Auf deu Om nibusfahrten. die mein Vater damals täglich zwischen Paris und Neuilly zu machen hatte, war er mit einem kleinen Beamten des Finanzministeriuins be kannt geworden, der ihm ununier krochen die Vorzüge des zwar ärmlichen, aber sichern Beamtenlebens rühmte. Mein Vater, eine schwache Natur, die immer dem zuletzt Redenden recht gab. veranlaßte mich nun, mein Examcn für diese Lausbahn zu machen. Ich bestand es glänzend, wurde angestellt, aber nur damit beschäftigt. Zinsscheine zu zählen und nach der Nummerfolge zu ordnen, eine Thätigkeit, die mir so zuwider war, daß ich diese Stelle rasch wieder aufgab und eine bescheidene tellung bei der Panamaaefellschaft annahm, wa ich zum Kleben von Streifbändern h nutzt wurde. Bis dahin hatte ich alles Geld, da; ich verdiente, stets meinen Eltern adge resert, die mnr dafür nur ein ganz de seidenes Tafchengeld gaben. In zwischen war ich achtzehn Jahre alt geworden und da meine Stellung schlecht bezahlt blieb, ich außerdem in meiner Familie Schwierigkeiten hatte, so ver ließ ich eines Tages mit sieden Franken in der Tasche das elterliche Haus und begab mich auss Gerathewohl aus d:e Wanderung. Auf dem Wege nach Rouen begegnete ich zwei Kesselflickern, die ihre Nahrung mit mir theilten, aber in Rouen gelang es mir nicht. Arbeit zu finden, und so wanderte ich denn weiter nach Havre. wo ich als Schiffsanstreicher Beschäftigung fand und ein hübsches Geld verdiente. Leider wurde ich krank und mußte in ein Krankenhaus ausgenommen wer den, wo man Mich nach meulkr Gene' sung als Krankenwärter behielt, aber nur'auf kurze Zeit, denn als ich einmal über Nacht ausblieb, jagte man mich weg und ich wanderte wieder nach euilly. wo ich be, einem Architekten beschäftigt wurde. Zu jener Zeit sing ich an. auf die Wettrennen zu geh.m. und da das Glück mich begünstigte, so lvuröe ich mit dem gewonnenen Gelde Luchmacher und hatte mir bald 13, l)00 Fr. erworben. In diese Zeit fiel ine unglückliche Liebesgeschichte. die mich so erregte, daß ich mich auf das Trinken verlegte und einmal in einer ?inzigen Nacht mein ganzes Geld verspielte. Dielen chlag konnte ich nie vermut öen und ich beschloß, von nun an mei nett Lebensunterhalt als Handardeiter iu verdienen. Ich wnrde Handlanger )t einem Bau und dort lernte ich einen gewissen Nenoux kennen, der Jnsp.tor der (laisss d'Gparue des familles war, unter welchem Namen sich ein Ge. schäft zum Vertriebe von Losantheilen verbara. Renour sagte mir. er könne es nicht begreifen, daß ein Mann von meiner Bildung sich mit niedriger Handarbeit beschästige, und er ichlug mir vor, als Agent in sein Geschäft ein mtreten. Ich nahm das Anerbleten an und setzte meine Auftraggeber bald aurch die grose Zahl der von mir adge schlössen! Geschäfte in Erstaunen. Fi nanziell ging es mir hier sehr gut, aber bald erkannte ich was ich vorher nicht wußte , daß unser Loövcrtrieb :iaeutlich nur ein großer Betrug war Trotzdem setzte ich ihn fort und das hatte zur Folge, daß ich zweimal hintereinander wegen Betrug? verurteilt wurde. Im Gefängniß machte ich die Bekanntschaft eines gewissen Garus, der grade 6000 Fr. geerbt hatte, und ,ls wir beide m Freiheit geietzt wurden. fing ich mit ihm und seinem Gelde auf ngene Hand ein osgefchäft an. das aber nicht ging und bei dem Garus sein bleld zuzetzte. Diele und andere Be kannte, die ich im Gefängniß gemacht hatte, verleiteten mich nun. mich an Tiebstählen zu beteiligen, und H wurde ich ein Mitglied der gesürchteten Bande von Neuilly. Mit den anderen Genossen sehe ich jetzt meiner Bestrafung entgegen. Wie sie auch ausfallen möge. sie ist verdient, aber leider trint üe nich nur mich, fontern auch eine Uuschul' bige. die ich g.heirathet habe zu jener Zelt, als ich ren Losehandel annnz. bo die Bekenn niste Andres, der kürz (ich erst das 28. Lebensjahr erreicht hat Vom Jnlande. Neber die in der Gegend von Utica. New York, zu erwartende diesfähriae Hopfenernte sprechen sich Sachverständige dahin aus. daß sie keine reiche, sondern nur zwei Drittel einer Dnich'chmttsernte betragen dürfte. Da? vorübergehend heiße Wetter im Monat Juni hat das Wachsthum der Pflanzen sehr geschädigt, doch haben diese nch später wieder beträchtlich er holt. Niemand erwartet eine so reiche Ernte, wie im vorigen Jahre, doch rech net man auf eine gute Qualität des Hoptens. Der schwarzeMethodisten Prediger, welcher am Sonntaqsmorger von einer Hühnerdiebstahks-Espedition zurückkehrt und direct aus die Kanze eilt, ist in McDonough. Georqia. über troffen worden. Dort verließ ein schwarzer Lämmerhirte nach gethaner -V ! 1 . tt si l Drevigr mn zwei laronen die seiraze. sie holten sich ihre in der Nähe versteckten. Gewehre und schössen den Dr. Sloan, der um die geit des Weges kommen mußte, meuchlings todt. Der schwarze Mörder ging dann in seine Kirche zurück, hörte gerührt zu. wie die Gemeinde das' ergreifende Lied von der goldenen Himmelsleiter" sang, auf welcher der Pastor,,, soeben einen Mitmenschen mit Pulver und Blei hinauf gejagt hatte: der Pastor sprach seinen Segen, und die Gemeinde ging hocherbaut von dannen. )as tzenzusamr hat tu Bulletin über die Bevölkerung wr Ver Staaten nach Geschlecht, Hautfarbe und Geburt veröffentlicht.,, Die Gesammt bevölkerung hat sich m dem Jahr'ehn von !630 bis i800 um YIAWMW oder 24.86 Procent vermehrt: die Zahl der Bewohner männlichen 'Geschlechts von 25.513.820 in 1660 auf 32,067, ft.c0 in 1890. also um 0.549.000 edei
25.66 Procent, die Veohner des weib lichen Geschlechts von 24,636.963 in 18L0 aus 30,554,370 in Z890. also um 5,917,407 oder 24.02 Procent. Von den Bewohnern im Jahre l 890 waren
53.372.703 im Inland, 9.249.547 im sZln rtWn rtrtn if 47Ä ftjsl 4MVMtV IJVVV4I; MFp m 9 V M V resp. 6.679,043 in 1830. Die Zunahme der im Inland Geborenen beträgt also für das letzte Jahrzehnt 9.896.863 oder 22.76 Procent, der im Ausland Geborenen 2.569.604 oder 33.47 Procent. Ferner gab es im Jahre 1890 in den Ver. Staaten 54.983.890 Weiße und 7.633,360 Farbige, wounter solche von afrikanischer Abstammung. Chinescn. Japaner und civilisirte Indianer zu verstehen find. In der letzten Dekade haben sich die Beißrn um ! 1.580.92 oder 26.60 Procent vermehrt, und die Farbigen um 885.547 oder 13.11 Pro. cent. Ein ekelhafter Eheskanoal hat dieser Tage wahrscheinlich mit einem Morde sein erwünschtes Ende reicht. In Schuylcrsville im Staati New Vork ist der bereits bejahrte Pa. piermühkenbesitzer Daniel G. Bullard einer der reichsten Bürger. Obwohl er verheirathet ist und drei erwachsene Kinder hat, unterhielt er doch in den letzten 15 Jahren einen sträflichen Umgana mit einer Frau McCarthy, deren Äkanu noch am Leben ist und welcher um viele Jahre jünger als seine Frau ist. Dieses unter dem 5!amen Frank bekannte Frauenzimmer wurde kürzlich wegen eines Mordanfalls auf den Beüer des New Vork Hotels in Saratoga, James Bryant. dort verhaftet. Schon seit Jahren pflegte sie im Sommer mit Bullard einige Wochen in ei nein Seebade zuzubringen und im Winter reiste sie mit ihm nach dem Süden. Sie besitzen Rennpferde, die sie auf Rennbahnen zum Weltlaus brachten. Neulich gab Bryant als Preisrichter auf der Rennbahn m Saratoga eine Entscheidung gegen Frank's" Pferd uld zu Gunsten des Pferdes von Bullard ab, worüber sie ärgerlich wurde. Bullards Eifersucht auf Frank- und deren Eifersucht auf sein Pferd vcranfaßten den alten Sünder schließlich zu dem Entschlüsse, mit dem Frauenzimmer zu brechen. Fnmf erfuhr, daß Bul lard mit Bryant berathe, wie er ne am besten los werden könne, und schleuderte am Abend, während Bullard und etwa 40 Gäste vor dem Hotel faLen. Bryant in deren Gegenwart die ärgsten Schunpireden in s Geficht. Als der Beschimpfte auf fie losging, um sie hin wegzuweifen. zog sie einen Revolver au der Tafche und schoß ihren Gegner in das Gesicht. Die Kugel tra ihn bei den Nasenflügeln und drang bis in seineu Nacken. Bryant wurde tödtlich velwundet. das Frauenzimmer verhaf tct. Lucien Bartley, ein Arbei ter in der Welch'fchen Sägemühle in West Bay City. Mich., war mit einer gewissen King verheirathet, ließ, sie aber vor etwa acht Jahren sitzen und lebte seitdem mit Elizabeth Halliday in lvilder Ehe, welcher zwei Kinder, ein jet sechsjähriger Knabe und ein vierkälniges Mädchen entkproisen sind. Obwoizl häufig Zwlstigkeiten zwischen dem Paare entstanden, setzten sie doch das Zuiammenleben fort. Von Zeit zu Zeit verlangte die Halliday. däg Äarlley sie in ge etz:uäf!iger Form ehe '.icheik solle, er versprach dies, hielt aber nie Wort. Jüngst beschloß die Frau cnsperson. ihn zur Eheschließung da durch zu zwingen, daß sie ihn verließ und zu ihren Eltern nach Ällillrow zu lückkehrte. Eines Abends nach der Ar brit ging Bartley zu ihr und forderte u? aus, zu ihm zurückzukehren, erhielt aber einen absch täglichen Bescheid, was ihm auch bei seiner Wiederkehr am fol geuden Abend pajsirte. Bartley kam nochmals wieder, und zwar in der Mit tagsnunde, diesmal aber mit einem Re volver in der Tasche. Er sah seinen Sohn mit anderen Kindern im Hofe spielen, während dessen Mutter und Schwesterchen auf der Veranda famn. Lizie." ruf er derJrau zu, ich möchte wmen, ob Du zu mir zurückkommen wirst, um mit mir weiter zu leben?" Nicht eher, als bis Du mich heiratbest. war die Antwort. Ohne eine Wort weiter zu sagen, zog Bartley den Re oolver aus der Tasche und feuerte einen Schilf; auf sein Hühnchen ab. Das ind brach lilinitten seiner piel genossen schwer verwundet zusammen; die Kugel hatte ihm den Zeigesinger der linken Hand abgerissen und war m den Unterleib gedrungen. Als die Mutter das Kind aushob und in das Haus trug, schickte der Wütherich ihr eine Ku get nach, welche sie in die rechte Hüfte traf. Nachdem seine Schwägerin Nancy den vergeblichen Versuch gemacht hatte. ihm den Revolver zu entreißen, jagte er sich selbst eine Kugel in den Hals. Er ,ank zu Boden un warf in der Meinung. auf der Stelle zu sterben, sein Geldtäschchen aus der Tasche mit der Weisung, es seiner Mutter zu über geben. Ein herbeigerufener Arzt er klärte die Wunde des Kindes für unbe dingt, die Bartley's für möglicherweise tödtlich, während die der Halliday nicht gefährlich ist. wobt aber hätte die Frauensperson in Folge des Schreckt am Abend eine Frühgeburt zu de stehen. Vom Auslande. Den Einfluß e in er ho. b.en Temperatur auf den Gemüthszu stand Nervenkranker haben so schreibt küan.der Berliner Täglichen Rund, schau" die Irrenärzte in den letztver gangenen heißen Tagen mit seiner an dauernden Gewitterschwüle zu beobach. ten Gelegenheit gehabt. An solchen Ta gen befinden sich diele Kranken in einer beständigen Ausregung und zwar meist mit der Neigung zu Gewaltthätigkeiten, die selbst dann plötzlich 'und ost ganz unvermittelt hervorbricht, wenn ein äu. ßercr Anlaß dazu nicht gegeben ist. Das Wärterpersonal kennt diese vom Wetter abhängigen Ausbrüche und ver kehrt deshalb in dieser Zeit besonders vors chtig mit den Kranken., Die letzten Ta, e . haben auch , Fälle,, gebracht, ; i den n unter dem unmittelbaren Einsluv der Sonnenhitze sich plötzliche Geiftes trankheit von , Personen , einstellte, die Ms hahin für, völlig gesund gehalten wurden, und weiter läßt das Vorkam.
men zaylreicher Selbstmorde m den heißen Tagen einen Blick in die gehe! menVorgänge thun, welche sich untei dem Süßeren Einfluß des Wetters i
der Werkstatt des menschlichen Geistes abspielen. Der amtliche Polizeiberich' meldet an einem der kürzlichen Hitztag, summarisch vier durch Erhängen der belgeführte Selbstmordfälle, und beson ders bemerkenswerth erschien der Selbst' Mordversuch eines achtjährigen Schul tnaden. den die Sorgen um seine Schulausgaben in den Tod trieben. Das Verhalten nervöser Personen ist unter der Wirkung heißen Wetters ebenfalls ein ungewöhnliches: sie sind reizbar, launenhaft und nicht selten zu Gewaltthätigkeiten geneigt. An einem Tage, der durch seine kühle Temperatur sich gegenüber der Hitze des vorhergehenden' Tages auszeichnete, lagen die meisten derjenigen in der neuen Charite untergebrachten Geisteskranken, die noch am Tage vorher in arger Weise geiobt hatten, in einem Zustande tiefer ErSchöpfung. Die neuste Pariser Se henswürdigkeit ist Fräulein S' Nabon. das Negcrmüdchen, das der franzöfiiche Forscher Mizon aus dem Innern Asn las nach Paris gerächt hat. S'Nabon ist die Tochter des Königs von Jgbode. einer etwa ls.000 Einwohner zählenden, im Nigerdelta gelegenen Stadt. S'Nabon war von ihrem Ba ter der Obhut einer Amme anvertraut worden, die ungefähr 100 Kilometer von Jgbode entfernt wohnte. Als vor einigen Monaten der königliche Vater das schwarze Prinzeßchen zu sehen wünschte, hielt es die Amme für ange bracht, das Kind dem Forscher Mizon anzuvertrauen, der gerade mit einer Karawane an ihrem Kraal vorüberzog und sich auf dem Weg nach Jgbode be fand. S'Nabon gewann den jungen Forscher bald so lieb, daß sie sich gar nicht mehr von ihm trennen wollte. Der König von Jgbode berief daher feinen Ministerrath und ließ seine Doch ter und Herrn Mizon rufen. Willst Du dem weißen Manne überallhin solgen?" fragte er das Mädchen. Ja." iifpelte S'Nabon. Jetzt wandte sich der König an Mizon. Willst Du für meine S'Nabon Sorge tragen und sie mir zurückbringen, wenn Tu wieder kommst? Ach ja! versetzte Mizon. Und S'Nabon zog mit ihrem Mizon durch ganz Afrika, bis sie schließlich mit ihm nach Paris kam. Hier scheint cZ dem schönen Negermädchcn sehr gut zu gefallen, und da die Pariser ihrerseits mit ihm sehr zufrieden find, wird S'Nabon wohl einige Jahre in Frank reich bleiben, um dann als gebildetes Königstind tm de siede nach Inner afrikä zurückzukehren. Die Steuer, welche von dem Wettspiel bei den Pferderennen in Frankreich erhoben wird und deren Er trag zn wohlthätigen Zwecken bestimmt ist. hat im vorigen Sommer mehr als zwei Millionen Francs geliefert; in die sem Jahre wird die Ziffer überstiegen werden. Da die Steuer sich auf zwei Procent der verwetteten Summe beläuft, so ergibt sich daraus, daß in einer . , i r' ? ? t v i nii'' .' vicrmonalliüM ailon uunoeri Aliuw nen Francs verwettet wurden. Der " . . . . f i . r-Vrt emps ' vemerlljoazu: yunoeri'cil lionenl Man kann nicht ohne Betrüb niß daran denken, daß fast all dieses Geld aus kleinen Börsen kommt, und daß diele Capitalien, die in einer lächer lichen Lotterie dahinrollen, durch die Arbeit befruchtet, zur Erhöhung des nationalen Reichthums batraaen könn ten. Unter diesen Umständen wäre es Übertrieben, den Renngeselllchaften länger eine ungerechtfertigte Schonung zu beweifen. Das vorjährige Gesetz über die Wetten wurde angenommen, weil die Regierung versprach, die Zahl der Wettrennen aus eine vernünftige Ziffer zurückzuführen. Man hat da mit nur einen schüchternen Anfang ge macht: der Augenblick ist für die Mini ster gekommen, mit Entschlossenheit z,' handeln. " Der Chan von Bokhara, der Herrfcher des unter ruslischem Pro tektorat stehenden transkaspischen Ge biets. fühlte, sich vor Kurzem gedrängt. an seinem Hofe doch auch einen Wohl thätigleitsbazar zu veranstalten nach dem Vorbilde desienigen, der in Pe tersburq zu Gunsten der Opser der Hangersnoih abgehalten war. Es war nur eine kleine Schwierigkeit zu überwinden: wie sollte man die schlich terdings nothwendige Anwesenheit der Haremsdamcn. die als Verkäuferinnen thätig sein mußten, mit den religiösen Vorschriften in Einklang bringen, die streng verbieten, , daß jene Damen jemals den profanen Blicken eines frembin Mannes ausgesetzt werden? Der Than ist jedoch ein schlauer Herr und nach relsiich-ir Uebcrlegung fand er fol aende einfache Löfunq. Er ließ in iinem der großen Säle seines Palastes eure Anzahl kleiner Buden aufbauen, )ie er auf seine Kosten mit. Blumen. kostbaren Geweben und Schmuckgegen ständen ausstattete. In jede diese Äu )m es waren 250 stellte er eines von semen .morganatifchcn Wei Hern und stolzirte dann ganz allein zwischen den Buden umher, denen er schliche Einläuft , entnahm So konnte denn eine ganz ansehnliche vumme nach Petersburg geschickt wer sen. ' D e r k ü rzl i ch v erst or benß kardinal Augutto Tbeodoll hatte tm Mal das zweifelhafte Vergnügen, zum Anführer einer Räuberbande, ernannt - '.j . ' ... j,r ' l ,' '.- -.' zu werden. Es war im Jahre 1808; Theodoli war, von der , päpstlichen Re gierung zum' Gouverneur der. Stadt Frosinoue ernannt worden, zu welcher auch die' Karthause Trisulti gehörte Als Monsignor Theodoli, der in der Karthause seine Sommerwohnung a if. geschlagen hatte. eines Tages im angrenzenden Laubwalde spazieren ging. wurde er plötzlich von einer Anzahl Bri ganten überfallen und entführt. Die Räuber forderten 30,000 Lire Losegeld. Theodoli. - welcher der , Ansicht sein mochte daß er den Räubern Furcht ein jagen urd sich aus seiner hilflosen Lage befreien 'würde, wenn er sich zu eiken nen gäbe, rief plötzlich auS: Bedenket, was Ihr thut: ich bin Theodoli, der Gouverneur von, Frosinone.7 , Der Gouverneur sind Sie?" fragten die Räuber ganz erLaunl und zogen ehr.
furchtsvou ihre Kappen fa. oann müssen Sie schon 60.000 Lire zahlen, oder Sie werden unser Hauptmann, denn einen Monsignor und Gouverneur haben wie noch nie zum, Führer gehabt. Theodoli verspürte keine Lust umzu satteln" und Räuberhauptmann zu
werden und zog es daher vor. einen auf 60.000 Lire lautenden Ehrenfchein aus. zustellen, den er prompt einlöste. Er überbrachte den Räubern eigenhändig die große Summe, welche dankend guit tirten uud sich auf dem Gipfel des Ber ges Passeggitt feierlich von ihrem Haupt mann n jtfMiKu verabschiedeten. D i e W i e n e r A l l g e m e i n e Zeitung" schreibt: In der jüngsten itzung des 'anitätsrathes für Kram stellte Sanitätsrath Prof. Dr. v. Va. lenta in Laibach den Antrag, es sei den Damen das Tragen der Schleppen auf der Straße aus sanitären Gründen zu verbieten, da durch das Aufwirbeln des Staubes Jnfectionsstosfe den Menschen und den Wohnungen zugeführt werden. Nach längerer Debatte wurde deschlos fen: Es sei der Laibacher Stadt Magistrat auf die sanitäre Schädlichkeit der Schleppen aufmerksam zu machen, damit derselbe in der ihm geeignet schei nendm Weise das Erforderliche zur Hintanbaltung dieses qesundheitsschädlichen Unfugs veranlanen möge." In einem Preßburger Blatte macht ein Leser folgenden heiteren Vorschlag zur Gute: Die Stratzenschleppe. die schon so viel Staub aufgewirbelt hat. schreibt der Mann, läßt die Gemüther immer noch nicht zur Ruhe kommen. Ich habe die Absicht, weder für. noch gegen dlefes überflüfuge Anhängtet zu eifern, sondern möchte einen versöhnen, den Vorschlag machen. Die Schleppe kann ruhig weiter sogar noch etwas länger getragen werden, jedoch müß ten sich die Schleppenträgerinnen fol gendi'n. vom hygienischen Standpunkte aus gewiß zu dilliaenden Vorschlage fügen: Der schleppende Theil des Kleides wird unterhalb mit starkem Gazefutter, oder bei sehr langen Schleppen mit ganz dünnem Drahtgeflechte ver sehen. An dieser Unterlage lassen sich bequem einige Rollvorrichtungen. wie man sie unter den besseren Stubenmöbeln hat. befestigen. Auf diese Weise wird die Schleppe rollend nachgezogen und das Staubaufwirdeln würde, wenn auch nicht gänzlich beseitigt, so doch wesentlich vermindert werden." Alphonse Daudet spricht sich in einem Feuilleton des Figarosolgendermaßen über sein Berhältniß zur Musik aus: Insgemein pflegen wir Litcraten der Musik nicht geneigt ju sein. Man kennt GantierS Ansicht über das lästige Gesumme und Ge hrumme. so man Musik nennt"; Hugo, Leconte de Lisle. Bauville. Saint Vic. tor haben diese Ansicht getheilt. Gon court rümpst die Nase, sobald man auch nur ein Klavier öffnet. Zola be hauptet z ocilen. sich dunkel an dieses oder jenes Musikstück zu erinnern nur weiß er nie. was und von wem es ist! Der gute Flaubert gab sich für iinen , guten Musiker aus aber nur, tim Turgenjeff zu, gefallen, der selbst im Grunde genommen keine andere Musik liebte als die, welche im Salon Piardot gepflegt wurde. Ich aber, ich liebe alles, was Musik heißt, die heitere ebenso wie die traurige und gelehrte Musik, die Beethovens und die der Gpanier von der Estudiantina, Gluck Und Chopin, Massemt und Saint Saens, Gounods Faust" und Ma. rlonette", das Voltslied, die Drehorgel, das Tamburino selbst die Glocken, Musik zum Tanzen und Musik zum Träumen, alles spricht zu mir, alles regt Empfindung und Gefühl in mir wach. Wagners Musik ergreist, erschüttert, hypnotisirt mich, und die Geigenkünste der musikalischen Hexenmei ster. der Zigeuner, haben mich in die Ausstellung gelockt. Jedes Mal haben die verwünschten Gesellen meine Schritte gehemmt man kann nicht von ihmn fortkommen." ' Gelegentlich der Fest, lichkeiten, die zum vierhundertjährigen Jqbrestag der Entdeckung Amerikas in Madrid stattfinden, kommt unter anbei m auch ein historischer Jestzug zur Aufführung. Auf drei großen zu die sem Zwecke erbauten Wagen werden die bertthmlen Caraoellen Nina, Pinto und Sancta Maria durch die Straßen geführt werden, während aus einem vierten Wagen eine allegorische Dar stelln ug der Entdeckung selbst gegeben wird. In getreuen Masken werden im Zuge vertreten sein: De? Maurenkönig Boabdil. von einem zahlreichen Gefolge begleitet, der berühmte Mönch Juan Perez de Marchena mit den Brüdern des Klosters La Aobida, die drei Brüder Pinton, das katholische Herr schecpanr Ferdinand Und Jsabella, In fänt Don Juan und Donna Juana 'Zardinal Mcndoza u. s. w. Der Pariser G emeinde rath bewill'gle 36.000 Francs zu einem Fest der Pariser Staatsschulen, welche hauptsächlich in Kinderbällen im Bois de Vin:enncs bestehen wird. Andere Bewilligungen : je 15,000 Francs zwei Vereinen, welche eine Art Fachunter richt verbreiten ; 18.000 Francs für die von Elisa Lemonnier gegründeten Schu len für weiblichen Fachunterricht? 5000 Francs für den durch die Groß loge ertheilten HanhelZunterricht ; , je 1000, 1000. 800 und 500 Francs für ebenso viele Bereinewelche die Bestre düngen der christlichen Schutzvereine be kämpfen. . Der österreichische Gene, ralmajor v. Kodolitsch, der Gewinner des deutschen Derby, der nebenbei eine Nichte Heinrich Heines zur Frau hat, hatte sich einen der englischen Favorit' Jockeys Gred Webb nach Hamburg für ..Efpoirs Start kommen lassen.' Das Honorar für diesen Ritt betrug, gleichgiltig. ob 6)rf," siegt oder nicht, die Summe von, 9000 Mark. Nach dein g t ü es lic e n; S r f o f pi e f ? (5 f p oi 1 3 " ist zu diesem Honorar noch ein entsprechen des , EZtrageschenk :de!ommcrt;t.fo da Wedd etwa 15.000 Mark erhielt. Nie! mehr wird Heinrich Heine für seine ge. sammelten Werke nicht bekommen badeu. - "" ,, '' ii'.i-i'i i.nv'; . "!- Monumente und Grabsteine in großer , Auswahl und zu billigen Preisen bei August Diener, No. U3 Ost Washington Straße.
Erfinderische atte. m, J Unendlich schlauer, als . jener der liebte Häring, welcher bei dem Versuch, feiner angebeteten Auster einen Kuß z rauben, von ihr so gransam gmlloti nirt" wurde, haben sich vor Kurzem eine Ratte und ihre College gegenübe, einer Verwandten der Auster gezeigt.
So erzählt wenigstens ein östlicher! Sportsmann, und das amüsante Ge schichtchen hat gerechten Anspruch darauf, in den Hundstagea unsterblick' gemacht zu werden: Ich wollte am nächsten Tage fischen gehen und hatte mir deshalb etwa eine Metze Venusmuscheln (clams) zusammengesucht, weil ich mir hatte sagen lassen, daß dieselben ein vorzüglicher Köder für Katzeuhaififche und Aale feien, auf deren Kundschaft" i Hauptsächlich zu rechnen hatte. Die Muscheln legte ich neben einander auf einen kühlen Rasengrund hinter dem Haufe. Ich setzte mich dann auf eine Hintertreppe und besserte mein Angelgeräth aus, in fröhlicher Erwartung des kommenden Tages. In nächster Nähe gab eS viele Ratten, deren Hauptquartier eip Welschkornschober war. Nun haben die Rattk.i eine unge meine Vorliede für daS Fleisch der VenuSmufchel; dabei haben sie meist nur selten Gelegenheit, sich diese löst. liche Telicatesse zu leisten, welche ihr Geruchssinn ihnen schon auS einer ge wissen Entfernung verräth. ES dauerte denn auch nicht lange, so sah ich eine große Ratte sich den Muschelthieren nähern, welche ihre Schalen etwas geöffnet hatten und sich die neue Umge bung vorsichtig betrachteten. Holla! dachte ich. da gibt es einen großen Spaß. Denn ich wußte, daß diese Muschelthiere häufig Feinde, die ihnen unter solchen Umständen zu nahe kommen. tödten oder fchlimm zurichten, indem sie ihre Schalen rasch und schneidig" schlicken. Arme Ratte ! dachte ich. du wirst jämmerlich 'reinfallen ; dein letztes Stündlein hat wohl geschw' gen! Die Ratte ging nahe an eine Muschcl heran, deren Schale halbwegs offen stand, und schnopperte den frischen Fleischqerucr ein. Schon schien ne anbeißen zu wollen. aber sie besann sich eines Besseren, zog den Kops zurück und dachte offenbar auf eine Kriegs list. Plötzlich drehte sie sich um und hielt ihren Schwanz in die Oeffnunz der Schale. Klaps! schloß sich diese, und die Ratte quietschte vor Schmerz; indeß lief sie mit der Muschel am Schwanz davon. Nun. sie hat wenig stens ihr Leben geschützt, dachte ich; aber w,e will sie ihren Schwanz aus der fürchterlichen Zwickmühle losmachen und an das Fleisch der Muschel kommen? Ich brauchte nicht lange zu sra gen. Dir Ratte lies an eine Ecke des HoseS, wo sich die Steinmauer reichlich 4 Fuß über den äußeren Weg erhebt. welch' letzterer mit Steinfliesen belegt ist. und sprang hinnnter. Ich hörte Etwas zerfchellen und gewahrte, daß d,e Muschelschale beim Aufschlagen auf das Steinpflaster in stücke gegangen war. und die Ratte mit sichtlicher Wollust den Inhalt verschlang. Das imponirte mir gewaltig, aber ich sollte noch viel mehr sehen. Die Ratte zog sich in ihr Hauptquartier zu rück, kam aber sehr bald wieder, und zwar a!S Führeriu von einem Halb dutzend Collegen. Sieben Rattenschwänze wurden nun in sieben Muschel malen ge leckt und aelNlNen. ' man hörte sieben Schmerzensqüietscher. sie ben Ratten liefen mit der zwickenden Beute davon und thaten genau dasselbe, was erst die Fübrerm allein ge than hatte! Nach Verzehrung ihres Schmerzensschmauses traten ne gemein schaftlich den Rückweg an. Na. dachte ich, wenn ihre Schwänze es aushalten können, holen mir die am Ende noch meinen ganzen Köder. Aber e i n mal will ich noch zusehen. Und ich hatte es nicht zu bereuen. Die sieben Ratten kamen bald wieder. Indeß eilte es ihnen diesmal nicht so sehr damit, sich eine neue Portion des geliebten Rattenleckerbissens mit Ach und Weh zu erobern; die Schwänze mußten doch eklig schmerzen! Während sie noch zögernd dastanden, schien plöd lich die eine Ratte auf einen neuen Gedanken gekommen zu sein. Die ande ren bildeten eine Gruppe um sie. und eine regelrechte Conferenz wurde abge halten. Schließlich liefen Alle weg, und ich dachte fchon, sie hätten auf lange Zeit genug mit dem Pflegen ihrer Schwänze zu thun. Aber yein, da sind sie ja fchon wieder! Und was ist denn das? Jede trug ln ihrem Munde ein ahgebissenes Stückchen Welschkornkolbe, etwa einen Zoll lang und Verhältnißmäßig dick. In jede Muschelöffnung wurde nun an Stelle des Schwanzes ein solches Stückchen geschoben; die Schale wollte sich wieder schließen, blieb her zum Theil aufgesperrt, ohne daß es den Ratten wehe that. und diese konnten jetzt in aller Gemüthsruhe die Muschel sofort herausziehen und derzehren. Bj Jingo! Jetzt fand ich es aber doch gerathen, meinen noch llbrigen Vorrath anderSwo in Sicherheit zu bringen. Meine Hochachtung vor den Ratten war aber um mindestens 99 Procent gestiegen. John M. Eorns . Eyrttcher Jöhn" genannt, ist seit zweiundzwanzig histteeinander folgenden Jähren Mayor von Jronton in Qhio. !S e n a i o r B r i c e Hai das alk ?, rüchtige Corcoran Haüs irt Washing on für $10JM per Jahr gemiethet And er wird S25,000 für Aerbesserun. aen ausgcbcr. , , , - I n ihrer H ü tte a m In. dian Ereek. 3 Meilen oberhalb Towus. end l in Montana, wurden in einer der letzten Nächte die drei Goldsucher David Barnett. Peter McDonald und Daniel Walläce durch die Entzündung . von Sprengpulver in Stücke gerissen: 'Die Pülverkiste stand zwischen den Pritschen auf denen die Männer schliefen, und uf einem oberhalb befestigten Brette brannte allem Anschein nach ein Talgn'y- .i at , r v t1''1 :.rj' . !! viij i.. licht, 'vayrzcyeiniicy , ii ein toiu.t glimmenden Dochtes in die Pülverkiste gefallen und ,,, hat ) das Pulver, enttfndet
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UttlfrA ilan MtAh? Maanlfckwscke stiehlt kneAoie von mancher Dame Wanaen uv fcietAt manche Männer i gesich,. i BEECH AM'8: m I I I O mervr de Taufieuickts de r IbUw Weg sperren, n , drit. ftrait und Farde uteder inftrUrnz fit wkrde Kigraue teile a. indem sie leich Zauber ; ; aus fKcftt. Kcfeer uud Niere tolrfta. rei , 25 Htm be Schachtel. tn , . . l .i . I -er il.... r fi n i Will einer geiivmallllZiru uno Burniii' v i iihmnam. tflorr ISeTPOf. SCS Üanal tk. i r Dr.H. S. Ettttningham, Office und Wohnung : 3ST Süd Meridian Straße. Telephon 1319. OfftceStunden : 8 9 NKr Moraen. Ul hr Mittag. 7 !0 Uhr Abends. Dr. Cunningham spricht Deutsch. Dr. Panher, Ehlrurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office : 191 Ost Michigan Straße, (Ecke Massachusetts Ave.) Täglich von 2 bis 4 Uhr. Sonntags auS genommen. Telephon 22. Dr. Wagner, Ofsice: Zlo. GO Svl Shw Str. Okstceeikudt '. 10 Uhr Vvrmittak. 5-t Uhr achulttrag. Wohnung: cke Bruadwa mp Kirol de. t& Tkledbon Ui. Dr.Wilh.J.Nogge, Detpcher Arzt. Office : bei Pantzer'S Apotheke. (Tel. 1 im Süd East Straße und Lincoln Laue. Sprechstunden: Uhr Borm.; Z Uhr Nachm und 7 Uhr Abends. Wohnung: 4&3 Madison Avenue. Telephou I iZ. Dr. I. Wühler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße Ossice-Slunden: Uhr ,tm.; 2 3 Ut r Nachm.; 7-9UhrAdeuds. Telephsn ö. C. C. Gveris. Dcntschcr Zahn - Arzt, ?o. B$ Nord Pennsylvania Str. wird .f Wuuzch Keadl. Ferd. A. Müller, Müchsölge, don Ä.,,'ge Äüuer.', Apotheker. Dt, useisu do Rezepte schtrbt t SavulMTiitr, sachdcxttLndtger Welse. Südwest-Ecke der Ost Wasbiugtvn und OS Str. sxr tm'mi mo. h M M WM Das beste Stärlungsmittel. tzl.VO per Flasche 6 Flaschen für tz5.00. Zu habe hi der Deutschen Apotheke von F. Will, Pantzer, . 54 West Washington Straße und Ecke Eaft Strafe und Lincoln Lane. Die aa,e Nackt offen ! Theodore Stein, Nachfolger von W. L. Anderjo. Abstrakte von Besitztiteln und Grundeigenthum werden in prompter und , zuverlässiger Weise ausgeführt. Sto. m Ost Market Straße. Ind tanavolt. Jd Julius eNrr. grask eller. j Gehrüder Keller, WdsMi?WZl!M5 Indianapolis. Ind., Ossi: No. 170 Madison Avenue. Wir empfehlen uns für die Heriiellu von allen Arie LementÄrbeiten für ller. stSUe. innen, Randsteine, HausthürZreppk,MssatkArbeite .sc. Cement-Seikenwege eine Spezialität. Sämmtliche von un ausekukrt? lr beiten werden garantitt. OedrNäsr IvvUer. 170 Madison Ave. S i JLEmY W. BAA8, No. 1 Madison Ave. No . 1 , ; : ' ' Äafolger vonBuNuZ Äell ,1 V- . I ' j. -: , , i-tfl , ,. i'i ' , "i' W" : "" -: 1 ' - Die besten , einbeimlschen und importirten Weine. Liquöre, Cigarren, Bier u. f. w. - Freundliche Bedienung und Lunch. ', .;X7. '$0$ per Mahlzeit, Tag oder Woche. Jenry W. Baas. 1 MbWK! Täfchen-Nbren, HauS-Ubren, ' , 1 iit ' mtfS wf "ü:;! li'i Neuette Qchmucksachen, ,. !'' iiii' !''!" j "' . ' ;!;-ii-'"!;;'. r " Gold und dlatirr, in großer Auswahl. . .. : ' : Züik '0: s-f t:: ;,, , MWWM 34 Jackfsn ?laee. Uis StJttsa eezene,
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Eisenbahn 'Tabelle
Ankunft und Äbgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Llbgang-Postzug 7Z??m crrpreB j Exvrefl lL55 Rm Accomodatioa 4 00 3irn Erpreß .. .... .... .... 7 00 3im Erpreß II tXt ötm Ankunst-örpreß 3 30iKrn GrPB Accomodatwn 1000rn Crrreti 2fiOStn Schnellzug 5 20 in Aceomadatwn 7 45rn Cledeland, Cincinnati, i5hieago und St. Louis. JndianaveliS und Clevelsnd Division, Abgang Expreß. 6 30 3?ra Srvreß m 11 45 95rn 3 20 mm ,. 6 45 9lm .... .. 7 00Bm II 10 Am , I155Wm , SVONm Expreß Limited Expreß. Erpreß Ankunft Expreß Expreß Limited Expreß. Expreß Expreß.... WSOÄm St. Louis Division. Abgang Expreß Limited Expreß Expreß Expreß, täglich Ankunft Expreß täglich. .. Expreß. ... 7L0Vm ....!2V5Snn 5 20 Rm ....10 00 Kni .... 3 25Vm .... S25BM .... 445Vm Limited Expreß Expreß S20Vm Thicago und Cincinnati Division östlich. Abgang-Schnellzuz 3 45 S3rn Acromodation täglich 7 05 S5rn Accomodatwn 10 55 Vm Postzug L55Nm Accomsd. (nur Csnntags). K 30 Nm Aceomodation 7O0Stm Ankunft-Rushville Äcromodutisn.I0 30 Vm Postzug 11 50 Wm Jno'M Are. (nur Sonnt.).12 30 Nm Accomodation 5 08Rm Accomodation 11 15 Nm Schnellzug 12 15 Rm Chicago und Cincinnati Division roestlich. Abgang AccomodLtion 7 lOVm Schnell.Post 12 l Rm Lafayette Accomadation 5 28 Rm Schnellzug lSSOVm Ankunft Schnellzug 3 30Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Echnellpost 2 45 RM Accomodation 21 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 3 00Vm Expreß 12 0Nm Tanville Aeeomodation . . . . K IO Nm Expreß 11 25 Nm Ankunft Expreß Z 25 Vm Danville Aeeomodation. . . . w 85 Wm Expreß SöONm Expreß 55Nm Pevria Divisien östlich. Abgang Erpreß 4 50 Vm Accomodation Expreß Ankunft Expreß Accomodation Expreß S05Nm 11 57 Vm .... 9 00$ 11 15 Nm Lake lZrie und Western. AbgangExpreß 71SVm Erpreß !20Nm Erpreß 7 00 Rm Schnell.Expreß U lONrn Ankunft Schnell.Expreß 3 20 m Expreß lOSOVm Expreß 2 50 Nm Expreß SORm Pittsburg, (.UncZnnati, öhiesgs und St. LouiS. JndiunapotZi Division. Abgang Expreß 4 45 Vm Columbus Accomodation.. . S OO Wm Erpreß 3 00 Km Richmond AecomsdstuZR. . . 4 lm Expreß 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 00Bm Schnellzug 11 40 Sa Expreß 12 45 Nm Accomodation 3 45 Nm Erpreß 6 50 Nm Expreß OONm Chicago Divisisn via Äökomo. Abgang Erpreß. Expreß Ankunft Erxreß Expreß..., ..IILSBm ..USONm ZSOBm 3 55NM LouiZville Division. Mzana Expreß 340Vm LouisviUe Accomodation.. . 8 00 Vm Schnellzug 4 00Nm Accomodation 4 3) Nm Ankunft Accomodation 10 25 Dm Schnellzug 11 10 Vm Acconiodatiön 6 00Nm Spezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilto und Zndianapolis. Abgang Expreß . 3 45Vm 10 57 tm 2 56 Nrn. 4 25 Nm 620 Nm LOVm Cincinnati Accomodotisn . Expreß Expreß Expreß Ankunft Accomodation... . Expreß II 25 Vm Expreß 7 45Nm Expreß 1.. 10 65 91m Erpreß 12 35 Vm Indianapolis und WincennesIZMz, Abgang Expreß ... ...... 8 00 Vm VincenneS Accomodation... 4 05 Nm Ankunft VlncenneSAccomodationIO 55 Nm Expreß , , , .... -p 5 15 Nm Cincinnati, Wabäst'kd5Michigan , ,,, "'i,!.'- :!' ' -lim. ii-uih ' ,, 'Sj:;;. :SttJgangE-npre 5jfiMKOTCsi ! - Expreß .... ..... .ii.;!.! 00 Cst Expreß . ,, . ..... ,,7, 00 Nm I Ankunft Expreß..,, . 4S 'lo 30 Vm ''ii Expreß i i4Jh 2Mj$- 2 40 Nm Expreß , ... . vi'....!!1 10 55 Nm Indianapolis, Decatur und WeKern. ' . h '-'..AS'iL ' IfBrti;! , I Aecomodarion Schnell.Ex?reß?li!k Ankunft Schnell. Expreß ? Sccomodstionk:?. K- Q 's!- rr .-x, ;'i iiii.,,, 8 SO tat 2or:n noor s 30 Dm ; 10 10tci 4 45tn 4ftp .. .... Louisville, Aev Albany und Cbicszo. - 'ItiKlki!1 ''.;ii!:l!!!l!!'',HII:ilJlt.?S!!ill!::i i ,11;, ': ..:,,,!. .1 ' ' i ; i J ;, sf , i r$fif: -1 : i Abgsng-Expreß ':j-r.irpteBrt-'i:iTi ? Monon Accomodation . . . , AnruNftxpr?ZD'..7klK'. MononMcsWdarWnDZ':l , Expreß . 12 40 Bm .1125C3 . 5201 3LZL l 10 40 LA . 320111 . " ijini Krcl Mi ur tmr , lt I, 4 a. 4, K. s ma. ikannA-mt u ti. 1 jr w lknnrrf -.. ).!, MMMtl. t im wndthwHi4 mmm, x , , an Mir tior ft-jm t tir. U,. rmm l , a Krt jr, n a .r-ort t t liur BKkno KW Jirw.irfnJ- Fv J llw ltM tno.; f - - .
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