Indiana Tribüne, Volume 15, Number 307, Indianapolis, Marion County, 24 July 1892 — Page 7

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i uetc ! tvCoa etasij NssA Te war ein: der vvrzüzlichsien G5n ffrtnncn dieses J.chrguufcertä. XU unstgschich:e ha: ihren Namen mit gataern Griffel ans iüre Tasela verz?ichi,et; curci Jn&rJutnöerte wird er c!3 ein Etem erster GlöLe leuchtend helvoc ragen. Jbren Namen ;n nennen, verbietet dre Vrczär vor t:n genialst: Weibe. Ja, iTur 311 sehr cereient sie tiefen letzteren Titel, obgleich sie uuoennächlt geblieben. Sie war dennoch ein echtes Weib, mit dem vollen Pulsschlaz der titU und Leidenschaft, vclche ja stets ein UNN läßlicher Besti'.dtheil be5 großen weiblichen Kunst lerthums sind. Hoch und voll von Wuchs, einer Juno vergleichbar, edel in ihren Bewegungen, war sie am bedeutendsten in den hochora inzkischen Rollen: . Sonnn, FiSelio, Valentine, Necha, JsabeLa. Elsa, Leonore vor allern aber die Lucrczia Borgia senA und spielte sie, wie es keiner vor ihr gelungen, keiner nach ihr gelin gen düffic. Lucrezia SSorepal Welch' anderes Weib sonnte nne sie die Qualen verskeh?n, die der Dichter in das Herz dieser Butter gelegt, elcher anderen Dagän r?ar t-j be schieden, ihre eigene Leibenszeschichte vor den Augen des Publikums s?:elen zu müssen, den Schmerz, der ihr Inneres zerriß, in Tönen auszuhauchen, ihn mit Applaus belohnt, zu sehen? Sie genoß den Ruf ein- Veftalin sie verdiente ihn n-icht, aber wer wagt es, auf das Haupr einer solch' gottbegnaeten Künstlerin den Stei des VorvurfZ ;u werfen, nenn eZ sich in erster Jugeuds Ute: uns VMiucf-3)(i?K)iict statt des Lor beerS der Miethe beugte? Wer wird es nicht tief beklagen, datz der Hohepriester, der den Alrar ihrer Verehrung betreten, einUnsärdiger war, der frevelnd den Schleier vorn AUerheilizster, ris; und ihr statt des reinen Göt terbildes die Fratze der Liebe zeigte? Zu frei erkannte sie ihr Unglück sie kuschte mit ihren Thränen das Feuer auf dem entrveidten Altqre, sie n jj die Myrthe vom Haupt: und umflocht es mit Dernen und rinnyenfchlangen, aber ans den Dornen sxropten Jcoien, auSden Schlsnzenleibern gstterschöe Glieder eineS sgeS hielt sie -unter Küffen und Thränen kin holdes Knädtkin am Herzen. Die Thränen errette:en sie vom Irr sinn. Tagelang hatte sie mit trockenen Zlugen immer nur dieselben Worte bald gemurmelt, bald verznieisluttsvoll laut zeschricn: Weib, üo ist Dem Gatte, I?ind, wo ist Dein Vater?" Der sie Thränenstrom löschte die Qualen der Schmoch, sie wußte, das sie jur das neugeborene Wesen leben und streben mußte sie wollte eö ! Aber nie siel ihrem hohe Sinn ein, daß sie selbst das Opfer des gewistens Zofen Mannes geworden; sie klagte stets ur sich selbst an. Sie hatte gesündigt, h rollte büßen. Und weU sie vr der Welt sich den Nimbus der Reinheit geahrt, verlangte ihre parteilich Gerech tizkeitsliebe, die nur streng gegen sich Zelbft, sonst milb gegen jedes fremde vergehen war, eine grausame Buße. Wohlhabende kinderlos Leute des Nittelstandes adoptirten ' den kleinen Knaben, ohne daß icharn der Mutter Kamen bekannt gegeben wurde. Alljährlich erhielten sie, stets von einem inneren Orte aus, eine beträchtliche Summe für die Erziehung desselben, sie mußten alsdann in dm Times das köohlergehen Roberts so war das Kind benannt anzeigen. Nicht Leblosigkeit, nein, übermenschliche Buße, sie sie sich auferlegt, hielt sie von allen näheren Beziehungen ab. Robert wuchs heran, ein bleicher senkimentalcr Knabe, dem der Weltschmerz geboren war, dessen siehende seelenvvlle äugen sich nach einer besseren Heimath umzuschauen schienen. Er lernte schwer, oeil er ewig träumte. aber schon als kleines Kind bemächtigte er sich mit Eier Scr Erlaubniß, am Klavier träumen zu dürfen. Ehe seine Begriffe den Sinn er Noten faßten, spielte er bereits wie in Künstler. Mit achtzehn Jahren war er es in der hat. Seine Mutter erfuhr nicht von seinem Lebensgnge, sie lag die brillanten ?!eeensionen über d Triumphe deS ju geldlichen Klaviervirtuose, sie ahnte ajcht, daß es ihr SchmerzenSttnd sei. dem sie Welt zujauchzte denn er halte auf senRath seinec Pflegeeltern einen Pseuds' KJnstlernamen gewäyk. In London führte der Zufall sie zusammen, Beide emandn völlig irnbc kannt. Ahnungsvoll weihte sie sich einander jene zuneigende Verehrnng. welche zwei wehrhast groß? Knstlernaturen stets für einander fühlen. Der bleiche Traume? wurde in ihrer NZHe gesprächig, den sie verstand jede 5iegung seiner hohen Seele ihr gestand er zuerst den Wunsch, seine Bega feurig für Gesang auch auf der Bühne zu erproben. Mit Erfvr ergriff sie diese Gedanken, sie gab ihm Unterricht im Vortrag, in der Buhnentech!?, sie rieth ihm der Routine wegen zu kleineren Partien. Er befolgte ihren Rath, und, mit er Rolle eines Choristen beginnend, überwand er feine erste Schüchternheit, dann folgten kleinere Partien und eines Abends nach fast dreimonatlichem Zeitverlauf t;at er zum erstm Male in der 5colle des Gennaro tn der Oper Lucrez,a Borgm" ans. Sie hatte die Titelrolle gefangen, be geistert, inspirirt wie nie zuvor, er war ein (Sennaro, wie ihn der Pvtt vielleicht nicht gezeichnet, welcher, melanch ollscher, aber unendlich ergreifend und ruhrend. und seine jugendlich helle Stimme drang in das Herz der Hörer mit zwingender Wacht, glng em Nausch über das ganze Haus, den man begreiflich sind et, da man den berühmten Pianisten auch als bedeutenden Sanger rennen lernte. Nach der Vorstellung fand er sich wie selbstverständlich neben dem Wagen Lucrezias ein ; sie fuhren zusammen nach der entlegenen Vorstadt, wo sie !n ländlicher Slille wohnte.. Er hatte ihre Hand ergriffen welche sie ihm ließ, und zum ersten Mal im Leben sprach er von seinen Familltverhältnlfsn. Er klagte ihr das seltsame Gefühl, lches ihn aus den Armen freundlicher Eltern getrieben, um ein unbekanntes, nur geahntes Gluck zu suchen, welches er eder.in der Ausübuna seiner Kunst,

noch heute Abend auf 'der Dühne gefunden, und als die hohe Frau ihn freundlich neckte und sein Schnen dem Dränge nach Liebe und Glück zuschrieb, sank er laut weinend zu ihren Füßen und bekaunle ihr seine leidenschaftliche Liebe. Sie war erschrocken, betrübt das hatte sie nicht erwartet. In ihrer bewußten Unnahbarkeit für die Gefühle der Liebe hatte sie in reiner, Menschenfreundlicher Güte den talentirten Jüngling zu ibrem Freunde gemacht. Die Heftigkeit seines Geständnisses schreckte sie aus ihrer iliuhe. Daß ein so tief angelegtes Gemüch, wie das seinige, nicht durch Nevensatten zu besänftigen war, begriff sie. und sie beschloß, ihn wie ein krankes Kind zu behandeln und zu heilen. Ohne ein Wort des Widerspruchs horte sie ihn an, hauchte eiuen Kuß auf feine bleiche Stirn, dann sprach sie sanft? .Sie lieben mich, Robert ich bi stolz oarauf, daß meine Kunst Sie ergreift und fördert. Sie sind ein Jüngling, fast noch ein Kind, ich bin eine alte Frau, die bereits die Mitte der Dreißig erreicht bat. Wir olle treue Freundschaft

nach wie vor kialtm. und NKmandem alZ nrir dürfen Sie sich anvertrauen, wenn die wahre Lieöe, die Ihnen endlich das erahnte Gluck bringen lrd, in Ihr ge fühlstiefcs Herz einzieht." Er erstand sie und seine Verrhrnz war groß qenuq. um dem Wund ferner Schweigen zu gebitcn. Doch seine Blicke sprachen um so deutlicher, die Blässe feiner Wange wurde täglich un hemilicher, er schwaud zu einem Schat tenbllde. Nur noch Vühnenangelegenheiten. GkfpraÄe über chre Kunst führten sie fammen sonst uued er sie. Dennoch traf sie ihn allüberall auf ihren Wegen. Er lauerte ihr auf, glücklich, s:e von ferne zu jehen, scheu vor ihre vorrsurss?sllen Blicke fliehend. Sie siand iu hoch, da üble Nachrede sich an sie gewagt hätte, dennoch war feme wahnjinntge Leidenschaft für sie. die er schlecht verbergen konnte, bald in Aller Munde. Man bedauerte ihn und die keckste und hübscheste aus dem Chor versuchte sogar seine Qualen zu lindern, indem sie ihm deutlich zu erkennen gab, daü er aus keine Widerstand stoFen würde. Sie hätte ebensouut daS Holz der Ksulissen erweicht, als ihn. Er reistsud sie nicht einmal, den sein gau:es Ettlpsinden concentrirte sich für sein auqeöetctcs Joea4. Zum zweiten Male sollte er den Gen naro ungeu. Wie gesackte seines ernen Auftretens m dieser und denen nolgen. und m der unndlracn Gute ihres grosteu Herzens suhlte sie Erbarmeu mit de Qualen seiner Liebe. sagte ihm et tttge recht freundliche, ausmterde Worte doch seufzend wandte er sich ab. Er htte ur zu deutlich i ihren Blicken gelesen, daz; fte Mtleid, aber kerne Lieb i - r( ' . fttiiijKfxyif. Wihrknd der erstm Scenen zog sich Lerezick in ihre Garderobe zurück. Sie las imucer witder in de Timei. welche ihr Nchricht von ihre Kindes Ergehen brachte. Heute zum erste Male siU zwzkg Jahren war ixivt Abweichung von der stereotypen Form dieser Anusme bemerkbar, sie zeigte ihr statt des Wohlergehens nur a, daß ein Brief in du Bureau öer Zeitung ihrer harre. Unruheocll sah sie diesen Nachrichten entgegen. Die Furcht, ihr Kind von einem lw glück bedroht zu sehen, löste plötzlich alle unnatürliche Zurückhaltung, sie war entschlossen, endlich ihrem Herzen seine Rechte zu gewähren sie wollte ihr 5tid aussuchen, ihm sagen: .Du bist tu! Ihre alte Kammerfrau, die einzig Vertraute, welche um das Geheimniß wußte, brachte ihr den Brief in demselben Augenblicke, als sie von dem ReaifZe.r gerufen wrde, der sie, ihrem Wunsche zuf,!ze, immer schon früher als nöthig cutren mutzte, weil sie em ruhiges .Sich sammel- liebte. S hinter den Coulissen stehend, die MaSke vor dem stolzen Gesicht, entral tet sie rfch den Brf und durchstiegt ihn. Mit Mühe unterdrückt sie eine Aufschrei, dann, als ob sie nicht recht gefehe, liest sie noch einmal, daß die br,e Leute nicht langer elne Untersrut zuna annehmen wollen, d ihr guter Seh feinen reichen Berdienst mit ihne theilte und dieser, ihr Sohn Robert, ist identisch mit dem berühmten Künstler Nerk .... Wilder Jubel durchbraust ihre Seele. Mem Sohn er. rnet Soh! Erlöst, qerettet! Fahre hin, falscher Stolz ! Ä)cein geliebtes Kind, Du wirft eilest von Deinen Leiden, noch hte sollst Du erfahren, wer ich bin, wer Du bist ! So jauchzt, so fiebert eS durch ihr Hirn: Den Brief im wildklopfende Busen verborgen, stürzt sie auf die Scene. Sie selbst ist ja Lucrezia, das ist ja ihr eiener Sohn, um den sie weint, um de sie s namenlos gelitten, den sie in arUssn'.er elbstqual von sich gebannt. und de? trotz aller Hindernisse sie ge. sunoe unv sie tlcvr. Er erwacht, er klagt ihr seine Ver lessenheit, er gesteht seine anbetende Äeraotteruna der unbekannten Mutter. Welches Spiel sie entwickelt, welche TragiZ der Verzweiflung, dejauSzenden Seligkeit! Bor solcher Meisterschaft verstirmmt der Applaus. Todesstill lauscht das dichtgedrängte Auditorium mir Auge, y? und Herzen. Auch Genuaro ist elektrifirt durch die Magie ihrer Blicke. Nein, das ist nicht Spiel, das ist Leben, das ist Wahrheit. Wie sie ihn ansieht, wie sie seine Hand preßt es benimmt ihm fast der Athem. Er singt mit Anstrengung, alles Blut pulsirt und droht t Bande den Adern zu preuaen. . Erlöst athmet er auf, als baS Finale Ve5 Actes d,e Gcnozsen herbeifuhlt. Nach dem Acte findet sie sich allein in ihrem Ankleldecavmet. Ihrem ersten Impulse treu, befestigt sich ihr Borsak. jede andere Rücksicht schwinden zu lassen und durch das Gestandnm seiner Ge burt die Leidenschaft snner Gefühle für f .. t. . ' r . . en r . 1 . sie ,n Sie rillge Vayn zu ienren. ,, Ost hat sie Orakelspruche durch zu fälliges Aufschlagen irgend eineS bcdeu tenden Werkes gesucht. Auch heute will sie es thun, z, .z,'"M-q. Ihre zitternde Hand greift nach einem der gleichfarbig gebundenen Bande, die

eine der zierlichen Etageren füllen, sie öffnet ihn hastig und erlösend quillt die Thräne aus ihren breuneudeu Au-

gen Seltsam, daü aerade die ttrrisseuste aller Dichterseelen, Grabbe. ihrem wun1. A rw n i n . l . . I oen herzen verujcu Traa,i?o der Natur lehrt. I läluzer Du die edlen, reinen Gesuhle In Dir darnieder ringst je mächtiger . . t f,"C9"B '15 7 . . 'entt ole -kunoe scylagr s'.c? wie - üit roiipie, vöseTuguc es in aucn ta fern ihres Skil, daß ihre Stunde geIrinnen rR jyv jioijc nj. oSÄinGKu unabweisbar seine Rechte forderte. Welch' ein Abend, welch' ein Erfolg! und so, uno ooea, er ersnuie inie Erw.rti.nzen nicht. Ihr Sohn hatte sie nicht rers.anden und sie hatte ihm 2 r iV b-nt "lufför hc C ruurun, un oenl AUsscyrel cer er l. jr. ; mr:j. :x tii- 1 ;rn8 v "U1 "I . I :cr.. 7, . . cvj. ... rr.:. er.., i Er hielt es aber für die Worte ihrer 3oIe Endlich derf ich, dem Zuge memes Herzens xslgens, den geliebten Mencheu lXl fmlta cn.ke. (n, I ÄABSS: ' 1 1 7? I I V An Gedanken versunken. Hatte sie nicht bemerkt, daß er, der völlig Uneingeweihte, ... r . . . 9 diese Zutraulichkeit mit it dem Entzück -v r r m I eines Berllevte aufnahm. Das Licht, welches us kbren Augen brach, blendete ibn. der volle Athem, der liebkosendseine nrn uveslzanqte, enrzunoere eas eurr 1"" rMn,cw. I iPj imo , IN "er?a "rtung, kloptte er an die .hure ihres Toilettenzintmers. Luccrezla ossnet, sie stürzt ihm enrge

.rosl uns Bai,am zu spenoen ovra) oeren tnwescnqctt er seme an

tlt; batj fcte unnatürlichste aller ständigen Gäste belästigt oder den Ruf

en ihr wieder die wahre Sprache seines Lokals aefabrdct alaubt. er der

Freilich, wie konnte er den wahre Zum Glück gehören solche Berwechse- sragt mich rnt! lem. das las; ich ntt

Zusttmhang ahnen! lungen zu den Seltenheiten; Daß em ngeq?n, Da iap ;cn nit: Wie mei Einen Augenblick dachte sie daran, Irrthum dieser Art jedoch vorkommen Geld hast denn kriegt für sie? ihn lanqsam vorzubereiten, aber das kann, beweist ein Fall, der in Budapest nur. gmizcu Hcuiren!" flüsterte bei - M .t . r f! :ii i . . - - v v t:iUkf!.JjL .1 5Vit 4Cf 1. rtf h r l itviS

sturnttsqe verlangen, oen eolen, ralen- siaz zugeirugin uuu vori uuzuuj ua vumiiai iuuu viijwyivvMm uu tirten Jüngling, der sie anbetete, Sohn Nachspiel vor Gericht gehabt hat, ein dabei macht er ein verdammt verschmilz, zu nenuen, ihm zu sagen, daß er sie lie? Fall, in den eine Tame verwickelt ist, tes Gesicht. den dürfe mit allen Kräften feiner Seele, die Operettensoubrette Frl. Aranca von ..Aber wie denn? Wie denn, um unterdrückte jede langwierige Erklärung. Hergcr. Am 30. April d. I. hatte Gotteöwillen?" rief sie. Sie sah wie eine Verrückte vor sich hi. im Sveisclaal des Grand Sotel Nach der Meß." so erzählt er. ..ach'

i v rn vi i," gegen den Tkrector des Yotels, öierrn rcroronn ijar, wegen Mund mit zärtlichen Kussen bedeckeu, Kfa. u h eworden war. Recht dcnö. Und weil mir

orz Ye":e.rl.nte icoc dci. sm t was so traurig enden Neustadt auch ein

mnj iy otn j se.ne wumix, er isi c - tr'slUri silich schließlich für bat. neu. so Hab' I si-r: - er. rx.; f.. I Tirtfii niv

gen, sie schliuat beide Arme um fenwi Hals, und heiße Küsse, mit Thräne vermischt, rennen auf seinem Munde. aus s Wangen, t0, m. Gennaro! Nein, mein R.iert. mein Liebttna. ier ist alle,. I sl! lauernde Gesicht des Jispicieten. der durch die Hll herbeigelockt, iu die halb - fr rt-c - t :..Lf!.i I 9at qur 9crcinouf. nichts, als das rasende Verlangen, wie der ihre Küsse zu fühlen, ihre zärtliche kbmei ...rr... sonst I stolzen Angeirdennithig senkend. Er n.bm , surÄebattlandni. und ' ' ' v T-jy"v 1-7 7 " . ""I . a . V , , tin. V. L. Mi. - It-. JU 19 FI ' - " ' . - " ' Hände aus Dl Und tnt verfchlun ruhten sie He - - - an Herz, in stummer Wonne, bis sie endlich leise wieder feaate: .Hast D schon früher geahnt" da jene Frau nur Deine Pflegemutter, ar, mei Ee ""1 . ter na nd plötzlich ausemen ugc 04 aomsreno mir rttoeyanven a soranze , , ifm 11.1 aufl HrtzrrUO MV 910 er A n ettrv. m CTfltfrtmlt v. ... WT---7 . ?' , Kr flirrt A ra.Ff ftrf .i.rr. " i. .'AI. v vnjiivi iiiiiuvvuj, u-j vua tvtut ÄrnMut leiuem Munde unaurbaktf.m Ach, man stirbt nicht so leicht, wem man zwanzig Jahre zahlt! Sem Tsendlich pr letzten Ruhe gebettet. Sie hatte wahrend dieser langen Periode der Wuhne entsagt, dann trieb die aanz verwatste Seele sie gnvaltssm zu neucw Wassen, zu neuer. 'rveir. daß sie es uerinflÄie. mtefeer hit S'ucrn'm in maen. als er erlolt von allem IJibU ? , - o scheu, .fern an Neapels Strande", dem jüngsten Tage entFegenschlummerte. ile selbst ist jungst unter EngrandZ alker Nebelhülle dahingeschieden, filsto? risch ist die Thatsache, daß ihre letzte :: . i r n w ökoue nie ucrezia Aorgla war. i M -ks i noeroar. oan m an einem llebel, von dem man getroffen zu wer zen fürchtet, zu begegnen sucht.

lles aut. Dein Hertz. Dein edles, für die Zlltumi mu yrem Msum zu ,ur zuqien. k u, nuiay

treei'Hrz. hat Dich nicht getäuscht, verschonen, da dies für Ihre Absichten durchs Dors heraus geh, schreit imr mir all gehörst Du an, denn sie ein verbotenes Terrain ist. Budapest, der Fleischhackcr nach, ob ich nicht ein stsckte plötzlich, ihr Anae fällt auf das 30. Avril 1892. .Grand Hotel Hun- fettes Schwein stehen hätt' im Stall!

ry; r r I Necynnng UNO enlsernien NCO. m I Uluic, unv ,VN uuu) ,lil vttvpir,rui-. bltbet sie lene. Er taumelt hinaus, der Nkstibule des .sintels verlnaten sie den etzt vor den ZZeiertaaen brauÄ' ich

(i.kkt.fi rK rmA.t. Tl i CxAttf I

Js?ttt sieht chm kopMuttelnd nach. Direktor Jllits zu sprechen, doch der Fleisch. Zwanzig Thaler aus die Kellner meinte, der Direktor sei heute Hand dasür. unbeschaut. Ist recht, unnatfta. Nach den namenlos n Len 5efchafttat. Tie junge Dame. m. sag' ich. den der unerwiderten Ltbe machte diese j . . or? : c.., m1( f. K plötzliche Umwandkmq ihn völlig ver. a v. Hcrger. klagte Herrn Jo es dn. epp. "l Du sie den wirrt Seine Pulse floaen das Blut llüS wegen Ehrcnbeletdtgung. Am Kirchenwirih hast verkauft! rief da wallte zum Hirn und Herzen,' er war b fraglichen Abend-so sagte sie vor dem Weib. simmnZslo4, wie ein Fieierk!anker. Rlchter aus-hatte sie erst, als die Un- .,'Vcrobcn beim Sttcgelkreuz. erI diesem Zustande lief er de lange tcrhaltung am Nachbartlsche einen gar Mt der Ännkisler weiter, ,.M der Weg nach ihrer Villa hinaus, zu Fuß, ;n lauten Charakter angenommen, die albcltreibcr von der Neustadt. Das obgleich mehr als ein leere? Wagen sich Wahrnehmung gemacht, daß sie den ui Umherlaufen ,n so einem Patschwcttcr ifici darbot. Er lab. borte und Mit beabsichtigten Äiittelpunkt der Unter hätt' er schon satt, bei seinen gichtischen

Worte z hören. Lokal zn verlassen, als em Kellner mit ;d) weis; eins, sag' kü. denn was soll Endlich stand er keuchend, nach Athem m Briefe erschien. ich unsere Alte verleugnen. Der Speck ringend, vor ihrer Thür. Lisette Sffite Da sie im Vestibüle des Herrn Di. Ücin zwe: b'entner, sag' ich. und hab' chm,.af der Zimmerfchwelle mit an4. tor Jllits nicht sprechen konnte, cnf der Stell' vierundzwanzig Thaler aebrntete Annen stand Lucretia, Er .:,t, um Am SAsten nx enen aus der and.

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dert fottinbr: Du abnir als. nicht, da urz ncyiigie r gar rllcqitotetilren tonne. mmm

ich Deine -Mutter bin?'' sank n nD m.11 pn us mesem Munoever .. . , . 1 I llfirfTTiirl- fi sinkt' flfll llliin Nlt.11k,1 I

mit e.nem suraoaren Msscyrtt z ".7 J' ZI ' fZZZ Schwein v

den.

entströmte. Fünf M nuten später )u '"tL"" l7v.1 x".T'"u,.i ffi r7u,m: stand der alte deutsche Arzt, ihr näckfte, eventuell stnfzehntägigem Gefängmn waren voll Thaler deren f ebenundacht. Nachbar an dem Lager, auf welches si oerürthcilt. Tie beleidigte Operetten. nZ schmunzel e: , Seit lch ihr sterbendes Kind fltbft getragen hatte sängerin hat somit ihre Genugthuung mls der Wirthschaft bm hab ich noch

desrarnpf wayrte fafl zwn volle Jahre. Ein Müllerßrnecht fährt Im herrlichen Süden Italiens chat di mit seinem leeren Mchlagen aus der unglückliche Mutter ihren kranken Sohn Stat kommend heimwärts seinem Dorfe

iLaii Mmmlisch und verklärt, wie ech rlne guie eeie, yau an uno soroerr vik ?. , e . ' . I Qs. ... T: -. ... ii

mütterlich uno tmouch tyre gegenseitige uic uuu uw,f uagni sicigru.

jiieoe aeworoen. errlcke ver lim land.

Die verkannte Soubrette.

Es lst in dm arößeren Städten Eu rovas aebrauchlick, daß wenn der Wirth ewc3 Gast und VcranüauNaSlokals eine von diesen Damen" bemerkt, i. ? r ' ...Kmdrm.,!inain" durÄ einen seiner Augeftcllten unauffällig ein Billet-doux besonderer Art zukommen lüftt, aus dem der Schönen unverhohlen kundgegeben w:rd, dan sie sich unvcrzugücy Zu cntrnen habe. Die also Temas!lrtc verstelzt in den meisten fallen den dml nur ju gut unö verousttt scyleunlgsl, allen Weiterungen twrzubcucl.cn und und sich vor persönlichen UnannehmSicherheit zu bringen, frmliA wenn einer anstäudiaen Dame n solches Billet zukommt, so befindet s . in der fatalen aoe. dcmleldcn otz dcZ Gefühls ilzrcr' Unschuld und it .u h, zch crkliirlicken (wivöruna ab" ihr widerfahr Behandlung tf.,. uft .riu 1 --1 , , ryvui. m g" ! v w. wtnv , sein Hausrecht geltend gemacht hat und i f fiit -f. :is.- ... f;Ä I lc Ftt ÜÜt muac; IU"ul ,lc oer wuorücruiu uiuji uuumiiuc. Lunaaria" m Budapest die Eccne abgpiclt.' auf welche hin Frl. v. Hcrgcr 3t II flJÜHllil UiV UiC vUUUtllU. ienem Mend le lle unler d'en Gästen fc .11 fUkAA crt wa ytvty rv mivsamkeit auf sich. Eine aus mehreren unqen Leuten bestehende Gesellschaft, j; j - , t w I welche am nacyvarnsaze neven oen velm. - r y l. l i 1 den Damen sau, schien durch die AnWesenheit der jungen Dame besonders angeregt gewesen zu sein, denn sie ließ cn gigcuncrn ein Lied nach dem andern offenbar der schonen Dame zu Ehren- au spielen. aute Bemerkungen des sobmeichelhastesten Lobes wurden hörbar und die Stimmung der jungen eute wurde die itn.iMttiimrtmB itS siifprff? 1 denkbar unacuvunaenste und heiterste. als plöklich ein Kellner auf einer Tasse der innacren der beiden Damen einen Änes uverrcMe. VJitm gramem: , , . i . tw .. Ich er uche wie kosilchst. unser Vokal aaria". Mits." Sofort nach Empfang dieses Schrei. , J , ' . Z.' ., . , - 1 bens bealläzen die beiden Tamen ibre 1 ct v 4. . i f i rv. I Haltung bilde. Sie beabsichtigten m weiteres Aufsehen zu vermeiden, das es. in welchem sie ihn aufforderte. -hr die Beweggründe seines Vorgehens gegenüber Mitzutheilen, und um -"'" m? 1 Vi. rauenchre er uchte. Als aus dte en lfiTrthiltftrimrt ihrer I W,rTlPrr(Yjtirl 1 I4 M M W n Ml MI rt ÄVt AI AtA t V T A I .'ILlt LLliiL L l IIU U LLIUILI1L. fcJL 1 LLIU L L. . . . sl. L mcy: zu rechtfertigen. Al der 'itchler um u. A. fragte, warum er slch nlcht nachträglich wenigstens brieflich bei der beleidigten Dame entschuldtgt habe. meinte der Angeklagte: Aufrichtig geI t I f. 1 . . klanoen, .verr .lcyier. Uiö zungveroet' eatb.'tcr Ebemann waate ick nickt, mit f r - J r t r mi anderen Zungen Tame ltt Korrcsl 0,, Was hatte da I l. t i a 1 meine .ro rumi ocißmf (Aiftterieit I r .S7.T" 3 s- uVZ V' m i'iiinirnriiinu aas AsiaiTPrin ne .... ..... 7". ;jNlienstrenge als ualn,eL et g w Sr t wegen Vergehens der Ehrcnbelcldigung krhalten. zu. Unterwegs holt der Wagen ein altes I Mütterchen ein. das eiivn schweren Korb auf dem Kopfe tragend, sich langsam und mühselig auf, der heißen, si.uöißen Land. strafe vavlnieyievpr. er'cuuervllrscye, sTr? F r.?ri . tr.L sCh S LZ nmi! rK agen, klet ert hierauf I Nvmmen. Dik stUC , . . . , ....... en oro aus oen selbst hinauf, seht sick und nimmt dann ihren Kerb wieder auf den Kopf. Der Müllerbursche fragt die Alke darauf: Ohs, Mutter, warum laßt Ihr denn Euren Korb nicht im Wagen stehen?" 0 Du lieber Gott erhält er zur Ant wort, es is ja freundlich g'nua, daß n.r . ' . ' r r L . . r.-. rr J . 1 Ihr mich habt aufsitze, lasse, es wär' I uwisz z mel verlaugt, wenn Ihr auch noch.mein' fchwereIorb iahre müßtet."

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' ÄniK ÄSTi? Schroem erkaust an den Breiienbichler

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Taö fünZfacqe Schwein. Ein Volks schwank, nacher zählt von A 0 s c g g e r. Heut' hab' ich meine Alte verkauft!' Solckcs waren die ersten Worte dcZ Bauers Johann Birntifler, als er zur Thu? hcrclnging. Sein Weib trat ihm würdevoll cntad gen und saaic: .Mit so dummen Sliäncn ist's mir lieber. Tu gehst hinaus, als wie hercm!" Nahm er sie um den Hals und sprach: Wcibcl. Du hast unrecht verstan den. Dich kann man nit verkaufen. das heißt, einen Menschen darf man nit verkaufen und will auch nit. will nit n mrmp nfU m. hnW i verkauft." .15 fnfcr fi mit hpfr ftnv, den au die Brust: rfet nihi'd. mir i?in fftiA im Spr, v .v -w i ,' ,,. Tie Alie hast hergegeben? Oh l,:..,:.-.. c... . ui;in.nuuu -uuici, tue cjuu t ut u uti kauft! Das ist aus der Weis, das ist i. . (v r. ri n . , San5 luö on ww. sma i i jegx zu nislajcii. eyi ijai er ie vcrivun inic ich zum Kirchmwirth auf mein ü-cidcl, weiizt. das mir der Oberdorfer Bader i mcmes coerlelder Doctor in der Seidel angerathcn ich zwei getrunken. VnrTVItllt fll 'K "V wuui iu,; vvn lleweil nur on den De.ren ra.w l?1rtt ttrtt iltitt 'h rttn rrtltil? ait I I V4 & MlHi ilibll ' " , " , zj r Bkmsch muß auch in der Medicin Man yauen unv vrmgt nur das vierte nV.( -.-V I .f. ' T . . .k f. 1 JL ,rnu unu) v ncwiiüei, vu iui t ! . . i"" ... k . ? - 1". " 1 1 ' CV JS iiiu u;iutui jii tittiiiujcn ijuu . ur hab' aus unserer Alten kein Geheimniß gemach;, und dasz sie schon seit Allerheiligen ni der Mast steht, und daß z Nicht viel nachgeben wird von zwet E entnern. Er legt mir achtzehn Thaler auf den Tisch und ich leg' ihm die Sau auf den Tisch, beint das. schlag iüm sie zu. ..SiMlt kil ist ein Narr!" schr?e seht das Weib, die Nudelrunde. Zccksaistc, um achtzehn Thaler!" it t:rf ' r- M r wnTi lummmc uarmcgi viel um larcn usrus. sonoern fuur Ah. versiebt sich! sag' ich. Ich trau' Dir, Btlntislcr, sagt er. Ist nit das ri gr, r ... fi . ... . . i w sie iZiczazasi. was wir mn cinanoer . x . . . v. x fr jf. vj Beinen. Ob ich ihm kein Schlacht schwcin t?us;t'. Zahlen that' er gut. Das Weib des Virnliflcr ringt .die Hände. Dreimal hat er sie verkauft! dreimal, der schlechte Mensch! der Be I 4-.'; tf.- . lJLt f - O.ll lUii7-V r?1 WUK u"8 Dtu zum Ehrabschne.dcn. Dte Thür ging I . . . t t I. I JT 1 1 1 IlUr Ij iim I ' WW - nicht zuwider," entaegnete der Nachbar und setzte sich an den Tisch. Tie Lauserei zetzt," setzt er bei. ..die wird mt tl säwn zuwider. Meiner Tochter Ebrentaa' am die näM' Wocken. Du ' - . ' ' ' . ' ' welkt ja. Als man Alles beisammen hn für n'i sitfft' ffin vu 1 u v i , nv v v geht mir noch ab. Hab' gehört. Nach dar. Du hättest eine im Stall. Wollt' I -.,. - ' I c:- i , r, ka. S" 1 .tu rctui. cenen roir iie an a ni ni. 1 cvn jli. r;. V , . : " I V Blrnkifler. wenn man dem einen Gefallen kann erweisen. denn nit!" Viertclstund später war das mit seinem Weibe allein war, leerte er keine Mastsau um solchen Preis ver laust." Eingesperrt wirst!" rief das Weib. Sarum?" fragte er entgegen, hat ja Keiner aesraat. ob das Vieb mein gehört. Jeder nur: ob ich nit im Stall eine ictte Sau stehen bätt' was ja wahr ist, und gleich das Geld her. Ein Narr, der nit angreift heut :,,taa'" Aber Todl, alter!" zeterte sie und kam ihm mit ihren fuchtelnden Händen rml Jlh hab' sie z averkauft, die Sau, heut' Vormittag, dieweil Tu . M 0 mxr;fn,?rf,t,A jj, ivvi bvi uivvnwuii;jiui( hüt zu gefragt. Fünfundzwanzig Thaler und fünf ' Silbergroschcn eztra für Ruschgcld." Lachher hätten wir ja weit übe: hundert Thaler gelöst Zür's Vieh!- iu helle der Birntifler. Der Rössclwirthsknccht holt sie in etlichen Tagen," berichtete das Weib:.

intflbireftor tapiiicr, als oer Jvvann strntit!

i . .iir.r r.:... r i rr.

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JBct zuerst kommt, der mahlt zu erst." Und die Andern? Die vier An dein?" Geh', Alte, laß mich aus!" murrtk er, allemal, wenn man heimkommt, machst Tu so G. schichten. Ich will jetzt Ruh' haben!" Und ging hinaus auf's Heu, wo er sich niederlegte. Am nächsten Tag, als Virnliflcr frisch ausgcschlafcn hatte und ihm der gestrige Handel einfiel, kam ihm die Sache etwas bedenklich vor. Das wäre ja beinahe, als ob er fein Schwein fünf mal verkauft hätte! Indeß nahm er erklecklich viel Medicin für seine kranke Leber zu sich, und diese Medicin war auch ein gutes Mittel gegen das bei ßende Gewissen. Und eines Tages wird es lebhaft bei dem Birnkiflcrhause. Ten Fahrweg herauf kommt der Kirchcnwirth mit einem Stock; den Fußsteig durch den Schachcn her steigt der Fleischhackcr mit dem Hunde. Am Feldrain heran der Kalbtreider von Neustadt mit einem Strick. Turch den Kohlgarten herab trabt der Nachbar Breitenbichlcr mit seinem Kncazt und die Straße her fährt der Rösiclwirthsknccht mit Roß und Wagen. Als unsere Eheleute solch werthe Gäste kommen sahen, ließen Beide die Arme hinabhangen und murmelten ganz gleichzeitig: So, jetzt ist die Sau fertig!" I Der Johann Birnkiflcr aber hatte im' mcr gute Einfälle, so sagte er auch jetzt: Am Gescheitesten ist's, wir geben sie gar Keinem, verleugnen sie und schlachten sie selber." Ich weiß schon, was ich thu'", ver schte sie, ich sag' was wahrst, daß Du verrückt bist worden, das Schwein gehört dem Röffclwirthknecht und Dich sollen sie in's Narrenhaus stecken. Bedank' mich recht schön!" antmortcte er und verneigte sich vor seiner Le bcnsgenosnn. Also, dummer Tepp, was ist sonst zu machen?" schrie sie, denn cincsthcils that er lhr doch leid und die Gcsaar drohte im höchsten Grad. Zum Schlag treffen ist's!" .Ich weiß was!" flüsterte er. als die Männer draußen schon über den HauSanger .gingen, ich weiß was. Mich trifft der Schlag." Er fiel hin auf das Fletz. ..Ich bin schon todt. Deck' mlck zu und sei trauernde Wittwe." Das verstand sie. Es war schreckbar toll, aber manchmal ist die Tollheit das Mügste.. Als sie. einer nach dem anderen zur Thüre hercintraten, hörten sie das herz zerreißende Klagen der Birnkiflerin. Händeringend stand sie vor der verhüll ten Leiche: Bor einer Stund' noch frisch und g'sund und jetzt mausctodt. o ihr heiligen vierzehn Nothhelfer, steht uns bei!" Ledcrleidend ist er schon lange g? wescn," meinte der Kirchenwirth. ,,Die Leber wird angeschwollen sein und wird ihm das Herz zerdrückt Haben." ,,O Gott, der arme Mensch hat schon lang einen Siein auf dem Herzen gehabt!" jammerte das Weib. Dann ist's Weinstein gewesen", warf der Fleischhackcr ein. Und so er gingen sie sich in Muthmaßungen, woran und wieso der Johann Birntifler so plötzlich des Todes verstorben sei. Der Nösselwirthsknecht nahm sich endlich einen Anlauf zu folgender Rede: Es thut sich zwar nicht schicken. Birntiflerbäuerin, daß der Mensch bei einem sol chen Unglück von Geschaftssachen spricht. Freilich könnt' ich ein andersmal kom men, aber der Weg ist weit, und weil ich mein Rößlein schon bei mir hab' heut' weißt, Bäuerin, um das Mast schwein war' , ich da, das ich Dir vor etlichen Tagen abgekauft hab'." Sie wehrte mit ber flachen Hand ab: Gott, ja, nimm's, nimm's, steht eh' draußen im Stall. Laß mich nur jetz mit solchen Sachen in Fried!" Nun rückten aber auch die Uebrigen mit ihrem Vorhaben heraus, das Weib wies gegen den Stall und sie wunder ten. sich baß darüber, daß der Birntifler fünf Mastschweine stehen habe unter seinem Dache. Freiließ erwies diese weligläubige Annahme sich nur zu bald als Trugschluß. Es fand sich ein einziger Stall vor und in diesem nur ein einziges Schwein und als Rest nur noch die Gewißheit, daß die Käufer geprellt seien. Der Fleischhacker wollte Lärm schlagen, allein der sittsame Breiten bichler erinnerte an die Achtung, die man einem Todten unter allen Umstän den schuldig sei. Die Strafe habe ihn ja augensSeinlich schon erreicht und sür sie, die Käufer, wäre es das Klügste. die fette Sau ohne viel Wesens in fünf gleiche Stücke zu theilen, damit Jeder dock wenigstens einen Brocken von ih? habe. Einverstanden. Und als sie mit ihren fünf Brocken abgezogen waren, stand der Johann Birntifler von den Todten auf und schmunzelte. Er hatte in seiner Brieftasche die fünffache Sau und ein Käufer hatte von der einfachen nur den fünften Theil. Ab:r gescheldt muß man sein! Es wird Dir doch schlecht gehen, bis sie erfahren, daß Du wieder munter worden bist!" gab das Weib zu bedenken. Laß' mich nur machen!" sagte der Mann. Mit denen fünf werd' ich schon fer tig. Wenn sie mir nur keinen Gerichts Proceß machen) der wäre mir zuwider. Die Toctors. das sind verflucht ge scheidte Luder!" Was er gefürchtet, trat ein. Als die fünf Geprellten die Auferstehung des fünffachen Schweinevcrläuftrs er fuhren, verklagten sie ihn vor Gericht. Das Wdb. war außer sich und sah schon den Galgen. Der Bauer blieb ziemlich ruhig und rechnete so: Sie haden die Sau unter einand.'r gethcilt, haben sich abgefunden also sind sie abgefertigt. Und meinetwegen?, Auf daZ Wiederlebendigwerden lst keine Strafe gesetzt. Etwas unheimlich' war ihm aber doch, dem guten Johann Birnlil

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ler, also ging er hin in die Neustadt und nahm sich einen Advocatcn auf. Der Herr Doctor Schlauchet war ein erfahrener Mann, hatte schon viele Gcfctzparagraph Häklein, an denen Leute hängen geblieben, gcradcgebogen, allein dieser Fall war ihm doch etwas bedenklich. Bauer!" sagte er nach tiefem Nach' denken, Ihr habt Euer Schwan wis scntlich mehrmals verkauft. Es ficht schlimm um Euch, Ihr werdet sach. fällig! ' Daß der Teurcl.. ..!" knurrte bei Bauer. Ich habe jedoch eine Idee", sprach der Advokat. Wir wollen es versu chen, vielleicht gelingt's. Aber klug fein, Birnkiflcr." Oh je!" machte dieser, als wollte er sagen, an Klugheit sei ihm Niemand über. Ihr werdet vor Gerickt stehen." be lehrte der Advokat Dr. Schlauchet. Da wird viel -herumgeredet werden. Und was Ihr auch antworten möget, es wird nichts nutzen, es wird für die Katz' .sein. Deswegen merket Euch einmal das : Was sie auch fragen mögen, thut nichts desgleichen, saget nur: abgepfifsen! Bei der ganzen Verhandlung nicht ein einziges Wort, nur alle Mal: abgepfiffen!Der Bauer lächelte pfiffig und sagte: Bedank mich recht schön, Herr Doctor, das will ich thun." Und auf dem Heimwege bringt Ihr mir meine Gebühr von dreißig Tha lern." Also der Doctor und der Jo hann Birnkiflcr gingen zum Gericht. ?ca. da gab's Leute! Da waren fünf Ankläger, zwei Richter, zwei Schreiber und . der Gerichtsdiencr. Zehn gegen Einen! Und erst noch die Gesetzbücher in Hausen, die waren ja auch gegen ihn. Der Bauer stellte sich recht dernü4hig hin vor den grünen Tisch und zer nullte seine Hutkrempe. Ihr seid der Bauer Johann Birn kifler. so und jo alt. bisher uiibefchol ten und habt an Schwein verkauft. Ist es so?" . Abgepfiffen," antwortete der Ange klagte rubig. Was meint Ihr?" fuhr der Richter fort. Und seid beschuldigt, ein und dasselbe Schrein an mehrere Käufer verkauft zu hawn. Was sagt Ihr daO" ' Abgip listen." antwortete der Bauer. Wollt Ihr cS vielleicht leugnen? Hie? stehen fünf Zeugen, chrcnwcrth: Männer. Nun?" ..Abacpsiffcn!" schrie der Bauer hell auf. Seid Ihr verrückt? Wisset Ihr. dan Ihr nur durch sofortige Vergütung und reumüthige Abbitte Eure Strafe wescntlich verringern könnt?" Abgepfiffen." antwortete der Bauer mit traurige? Miene . Der Richter wurde stutzig. Und als er auf weitere Fragen von dem Angc klagten immer das Wort abgepfiffen", das manchmal wie ein Hilfe- oder Drohruf ausgestoßm, dann wieder wie im Strnnpfsinn hingelallt wurde, wen dete der Richter sich zu den fünf Anklä gern und sprach im Tone des VorWurfs: Wen habt Ihr denn da hercinge bracht? Das ist ja ein Unglücklicher.' ein armer Irrsinniger! Wohl auch epileptisch, woran Ihr scharfsinniger Weise seinen Tod gesehen habt. Und mit einem solchen Menschen schließt Ihr Geschäfte ab? Wohl kaum in einer anderen Absicht, als den Schwächstem gen zu übervortheilcn? Ich finde zu urtheilen, daß dieser arme Mann nicht aus unlauterer Absicht das Schwein wiederholt verkaust hat. sondern aus reiner Vergeßlichkeit. Ich spreche ihn frei und Ihr möget Euch merken, daß' lein vernünftiger Mensch mit einem Narren keinen Handel macht. Ihr könnt heimgehen, Johann Birnkiflcr." Dieser verneigte sich ein wenig und tappte blöde zur Thür hinaus. Auf seinem Weg nach Hause kam er durch die Neustadt. Die Gaffe führte am stattlichen Hause des Herrn Doktors Schlauchel vorüber. Der Herr Doktor schaute zum Fenster herab. Er hatte ein blaues Hauskäppchen auf und ein , langes Pfeifenrohr im Munde und in Gold gefaßte Brillen auf der Nase. Da her sah er den Johann Birnkifler schon von weitem daherstiefcln. Nun, ich sehe,Jhr seid ja ganz mun ter auf freiem Fuße, Birnkiflcr!" riek er herab. Der Bauer nickte mit dem Kopfe, a, er wäre munter und auf freiem FußeEs ist also g.ut gegangen!" Der Bauer nickte vergnüglich mit dem Kopfe und trachtete weiter. Mein Rath hat also geholfen? Hat er? Na schön, das freut mich. Nun kommt aber einmal zu mir herauf, Birnkifler. und bringt mir meine drei ßig Thaler?" Abgepfiffen!" sagte der Baue? und trottete gelassen feines Weges. S ch n e id e r l og i k. Ein SchncZder sagt einem feiner Kunden mit der kindlichstem Lächeln: Ich fordere meine feinen Kunden niemals zur Zahlung auf; sie können zahlen, wenn sie wol len." Ah!" macht der andere cnt zückt. Aber," fährt der Schneider fort, wenn einer mit der Zahlung zu lange auf sich warten läßt, so denke ich mir, das ist kein feiner Kunde und schicke ihm die Rechnung!" Zuviel verlangt. Hunde Verkäufer: Sie glauben gar nicht, wie gescheit de? Dackel ist so 'was gibt's nimmer mit dem können Sie Alles reden, was Sie wollen, gerade wie mit einem Menschen!" Herr: Ja, ja., ob er's aber auch versteht?!" Hunde Verkäufer: Verstehen soll er'Z auch noch? Jas Zu viel müssen Sie von th nem Hund auch nicht vcrZaugcn!" Ar vtneid. Köchin: Sag 'mal, Robert, wceßt Du mch'n Schay sör unser Stubenmädel?" Soldat: Na. hat 'mal. bet bikiken. wat bei eiifi j übrig bleibt, dar lricje ick man janzzul alleene 'runter!"