Indiana Tribüne, Volume 15, Number 307, Indianapolis, Marion County, 24 July 1892 — Page 6
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y t ö m o n S a. li&St von JoIeS WlaKeU. An bcn Gitter des Vorgartens einet sehr eleganten Villa lehnte ein cltet Mann in so nachlässiger Haltung, daß uilin deutlich sehen tonnte, weder die Weitere Musik, noch die anderen Laute eines fröhlichen Festes, die aus den offenen, hellerlenchteten Fenstern in die Frühlingsnacht herausdrangen, mkx essirkn ihn sonderlich. Nur von Zeit zu Zeit, wenn die Hausthür sich öffnete Und aus dein statuengeschmücktm Vor saale Gäste in's Freie traten, verander itn sich die fcharsgeschnittenen Züge ocl VII teil ; er richtete sich auf, musterte einen Augenblick die Heraustretenden und fiel wieder in seine lässige Lage zu rück, wenn er sich von Neuem getauscht sah. Endlich trt mit jenem raschen Schritte, wie ihn nur die Jugend und eine fcsttich gehobene Stimmung ver leiht, ein hochgewachsener Mann aus 6cr U5iUa, und ihm ging der Alte ent gcgcii. Sie hier, Kolowsky?" rief bet junge Äann sehr überrascht. Was führt Sie zu so später -.'iachtstunde l;cr Ich wollte nur seh?n, in welche Ge f-üit 8ij die schöne Eirce verwandelt hat, k:m deren Zauberfest Sie eben lommcn?" antwortete Kolowsty mit so spöttischer Stimme, -daß der Andere zmlich v'-rlczen erwiderte: C. ich bin leider ganz unverändert, gan; der eil;, ebenso arm, als optimi 1:i,ch. das; ich bei Ihrem Anblick annahm, Sie brachten mir die Zusage Ihres DireetorS daß er meine (Bhil lnonda auffuhren wolle.Was ailt Ihnen ein, die Ihisznonda an unserem elenden Vorstadtjheatcr einzureichen! Hben Sie das wirklich eihan, Heinrichjcn?" .Warum nicht ?" lachte dieser.; Wenn :eii: Hostheater sie annehmen 113 i II ! Uebrigens hoffte ich start auf Sie, lieber KoöloVZty, Sie hätten nzit Ihrer blendenden Charakteristi! den !:en (laudio. der eine so wichtige Rolle Imi, ganz prächtig gespielt. Ich habe die Rolle eio.entli für Sie geschrieben, Sie zuln Borbild benutzt!" ..Sie spotten wohl! Ein schönes Vor. "bild, dieser alte, einäugige KolmvUy. dicic arikatur von einem Menschen, die, den lottern danken kann, im Vors:dtt!zcater den Possenreißer machen zu dürfen, um Nicht zu verhungern." Mit plötzlich aufbrechendem (Stimme ballte er die Hinde und rief: Huten Sie sich vor den eitlen, gUin senden rii:cn d'r großen Welt, Hein richscn! Hätte mich nicht wegen eines solchen Weibes ein Pistolenschuß halb geblendet, was wäre ich jetzt! Ein gror.cr Künstler, das weiß ich! Und." kr schüttelte dem jungen Freunde herzlich die Hand, ..Ihre Ghismonda wäre laage aufgeführt, müßte nicht bei elenfc?n' Vor!tad:bühncn um das Auffüh rungsrccht betteln, dessen hätten Sie sicher sein tonnen, mein lieber, lieber Junge!" Tann aber, als schäme er sich seiner Gefühlsregung, änderte Koslowsky Z'kötzlich den Ton und sagte wieder spättisch'. Ghismonda! Wie das klingt! Dai. ganze Mittelalter wird wach, wenn man das hört. Wann soll denn diese Tame aelebt haben?" Heinrichen lächelte und sagte dann r.x lencm lled?nswürdigen Vatcrstolz, wie ihn junge Schriftsteller stets für die ersten Erzeugnisse ihres Talentes ha den: Wenn Sie nichts dawider haben. so hat sie im fr elftes 3e$rfciufetrt "t! iKöiunig: sconnic mirs ocg sen ken! Nichts ist Euch jungen Dichtern I entlegen genug und doch kann Euch l eine Frau aus dem zwölften Jahrhun k der! nicht mehr sein als ein unverstan den er Begriff, ein Schemen, das sich mühiam und gedruckt durch eine Welt l archäologischer Kenntnisse hindurch schleicht." Sie trauen mir nicht viel zu. Koskowsky!" Unterbrechen Sie mich nicht, mein Junge. Sie wissen Alles aus dem zwölften Jahrhundert bis auf das Eine: wo damals eine Frau ihr Herz hatte." Ich dachte doch!" Lieber Heinrichscn. Sie wissen das auch heute noch nicht. Oder können Sie mir vielleicht sagen, wo die Frau, von der wir. kommen, ihr Herz hat? Haben Sie je eine Spur davon ent deckt?" Was für GewissenZfragen stellen l;-' sagte der Junglmg verwirrt, Wie komme ich dazu, zu wissen, wie
c3 in dem Herzen Eugeniens aussieht, l daß Sie bei der geistvollen Dame gegendieser seltenm, geistvollen Frau " 1 wartig sehr in Gnaden stehm. Wollen
Der tzste Ihr ebenes Herz lelder mehr als billig geweiht haben. Und .geistvoll" nennen Sie dieft Dame? Sie dauern mich! Koslowsky!" ' Sie brauchen nicht so aufmsabren. Kein Theurer. Ich weiß, was ich rede. Diese Frau ist eine rasfinirtere Kokette als andere lhrer Mltschwestern. Sie kaust stch chren Geist, wie die anderen sich Schminken und Salben taufen..Aber wir Alle kaufen ja unteren Geist eigentlich auch beim Buch! Händler." Gut. er liefert uns das Material, aber wir müssen denn doch auch arbei ten, ehe wir daraus unsere Bildung! aufbauen. Frau Eugenie kaust sich dieselbe fertig, wie eine Fabrikswaare. Ihr ganzer Antheil daran ist rein mt chemisch, ein bischen Gedächtniß arbeit." ..Wenn Sie es so nehmen wollen, so ist ja euch unsere Vernunft nur Ge dachtnW ache. Wir merken uns emsach die Gedanken, die Andere vor uns a dacht haben, und sind dann stolz aus diese Errungentchüst. ohne zu bedenken. daß eines Tages ein strenger Kos
lowsls kommen werde, der sie achscl!nen. und besonders Ihre Ghismonda
zuckend mechanische GedachtnlßarbeitI , 51 i 11 I ennen ionn:e."
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le wollen mich nicht verstehen!" sagte KoskoivZkv bitter. Sie wollen nach Art jedrs (Gläubigen ihr Idol nicht zerstört seh.'u. Wenn Sie hundert Gc danken nachdenken so wird sich Ihnen ein neuer Einfall herau-gcstalten. fixaii Eugenie kennt das nicht; sie merkt sich von hundert Einfällen nur einen. Und mit dem verblüfft sie Leute Ihresgleichen ehrliche, liebe Jungen, die bei Anderen auch Ehrlichkeit voraus' setzen." Ich habe bei Frau Eugenie schöpfe rischcs Talent auch nie vorausgesetzt, aber ungewöhnlichen Geist besitzt sie deshalb doch. Sie hätten heute hören sollen, wie treffend sie die eben erschie nene Broschüre Ter Zukunftsstaat" besprach! Ein blendender Einfall ver drängte den anderen wir Alle hör ten mit Bewunderung zu." Koslowsty lachte spöttisch, trat dann aus dem Schatten der Häuser heraus auf die grell vom Monde beschienene Straße und jagte gebieterisch: Sehen Sie mich an, Hei nrHlf'MI ' istfit ick? aus wie Jemand, d:r sich in eitler Sclbsib.'wunderung berauschen könnte? Nein, dieser alte, einäugige Poffenrcißcr aus dem Vorstadtthcater besitzt die jämmerlichste aller sogenannten Tugenden : die Selbsterkcnntnin. Und die macht mich sehr bescheiden. Und doch will ich seht unbescheiden sein. Ich beanspruche die Autorfchast aller der blendenden Einfalle, welche Sie heute an Frau Eugenie bewundert haben ich habe sie geliefert." Sie sprechen in Näthseln, sagte Heinrichscn mit zitternder Stimme, die dem alten Manne verrieth, wie tief das Gespräch dem Gefährten an's Herz ging. Da will ich deutlicher sprechen. Ich l fr t liefere Frau Eugenie ihre geistvollen Elnfaue und zwar sehr bllllg. So bil lig, wie es eben ein armer Mann thun muß. der dankbar für jeden Erwerb ist. damit er sein theures Weib, fein Kind vsi Noth fernhält. Ich bin der Vor leser dieser geistvollen Eugenie das heißt, ich muß das Neueste für sie lesen und meine Randglossen dazu machen eine scharfe Lauge habe ich ja. Ich bckomme das betreffende Buch mit nach Hause und muß es da präpariren, das Wisscnswerthcste unterstreichen, eine Bemerkung dazu an den Nand schreiben, kurz, Frau Eugenie das Stu dium der Bücher erleichtern." wie sie es zu nennen beliebt. Sie hätten nur das Exemplar des Zukunftsstaates" sehen sollen, das ich ihr vor drei Tagen brachte. Ich kann Ihnen versichern, es standen noch mehr blendende Einfälle" darin, als Sie heute zu hören vo kamen das Gedächtniß dieser modcrnen Sappho ist nicht das beste!" Eine lange Pause folgte nun. Lang fam schritten die beiden Männer dahin; der junge ganz in Sinnen verloren, das Haupt auf die heftig athmende Brust geneigt, der alte, seiner Aufre gung ein besserer Meister, scharf beobachtcnd wie immer. Endlich blieb Koslowsky stehen und sagte mit sehr milder Stimme: Sie leiden, mein guter Junge, und durch mich, der wahrlich ein guter Freund ist. Aber es ist besser so, als wenn Sie einst durch jene Frau noch mehr leiden müßten. Sie wissen, wa rmn ich Ihnen den Schleier gelüstet habe, der einer geistlosen Puppe einen gewissen Reiz verliehen hat. Ich schätze Sie, ich weiß. Sie werden einmal ein Schriftsteller sein, von dem man mit Achtung spricht, darum will ich nicht, daß Sie Ihr jugendfrisches, für alles Größe und Edle empfängliche Herz an Jemanden verlieren, der nur Ihre Verachtung verdient. Frau Eu jßenic witkerS m Ihnen die künftige mw, oarum zeigt sie Ihnen jene Auf merksamkeit, die Ihr unaeprüstes, ver trauensseliaes Herz leicht für mehr neh men kann'. Lassen Sie mich hoffen. daß Sie einmal auf Ihrem Lebensweee ein Madchen finden werden, schön und gut, Ihnen an Geist und Herz ebcw bürtig, ein Mädchen, das sinnig Ihrer en Worten lauscht, dessen Gemüth durch keine raffinirten Künste verdorben ist. ein blondes, sues Klnd, das Ihnen erst die rechte Tichterweihe geben wird!" Sie kennen ein solches Ideal?- fragte Heinrichsen. rasch aufblickend. Dann sühren Sie mich hin, ich sehne mich da nach, in ein reines Auge zu blicken! Kommen Sie!" Nein." antwortete Koslowsky rauh. .Vergessen Sie, was ich sagte. Und was Ihre Ghismonda betrifft, so bitte I ich um ein Eremvlar. Zrau Euaenie hat mich heute früh gebeten, es ihr zu k verschanenlnd wr den salongebrauch I herzurichten. Dadurch erfuhr ich auch, l ösle das präparnte Anch vielleicht jehen. ehe ich es abliefere? Ich bitte darum." Gute Nacht, mein lieber Junge!" Gute Nacht, Koslowsky und meinen Dank!" Eine Woche später trat Heinrichs! ! wieder aus der erleuchteten Villa herI aus, aber es war noch zu sehr früher 1 tunde, und trodem Frau Eugenie I dem jungen Schriftsteller eine Fülle 1 von Schmeicheleien über die Ghismonda gesagt hatte, war seine Haltung nicht 1 von zener Sieges sreudlgkeit, mit der er I letzthin die Gejellichait der geistvollen I Frau verlassen hatte. Unwillkürlich flog sein Blick nach der Stelle am ! Gitter, wo Koslowsky neulich auz ihn gewartet hatte. Dann warf der junge "Mann hin Kopf zurück, all schüttle er Alles, was er eben gehört, weit von Isich ab. und schritt eilig der fernen I Borstadt zu, wo Koslowsky wohnte. I Ein liebreizendes blondes Mädchen ösfnete ihm die Thur, errothete holdjrng, I als Heinrichsen seinen Namen nannte. l und sagte dann mit einem entzückenden I Blick naivster Freude: Sie stnd Hern I richsen? O, ich weiß schon viel von Jh gefällt mir sehr. Und Papa schäht sr?" ? w f!i t j-. nsic ungemem; er mi9 y sreuen, 1;
hier begrüßen zu können. Sie sind willkommen!" Willkommen!" rief nun auch Kos lowsty, der aus feinem Stübchen her austrat und Heinrichscn eilte zu das Herz des alten Mannes, mit dem Gefühl, hier eine neue Heimath gefunden zu haben.
Lluch ein Idealist. Weißt möcht'?- -denn?" s?w -v--1 i Alte, was ich jetzt Nun. was möchtest Du Drei Maß Bier, eine halbe Gans und eine Schüssel voll Kartoffel salat!" O Du Idealist'.Beides, lieber Ln?cl! Was soll ich Dir kaufen? Einen Kasten mit Handwerkszeug oder ein unzerreißbares Bilderbuch?" Beides, lieber Onkel! Wenn ich ein unzer reißbares Bildcrbuch'kricge, dann muß ich doch auch ein Handwerkszeug yo ben!" Tie Erfindung der Postkarte. Wie wenige unter den Millionen und aber Millionen, die sich in ihrem Ver kehre des so nett und handlich geschnitjenen Steifdlattes bedienen, das unter dem ?Zamen Postkarte derzeit eine so wichtige Stellung im Wcltpostverkchre einnimmt, denken daran, wie auch die ses bescheidene Blättchen seine Geschichte hat. Von dem Sklaven, von dem Hcrodot erzählt, daß man.)hm den Kopf glatt adsHor, die Kopfhaut mit Zeichen beschrieb, hieraus die Haare wachsen ließ und ihn sodann als Bo ten absandte, bis zu der Postkarte von heute ist ein weiter Weg. Die Idee, ein der' heutigen Postkarte" verwandtes Verkehrsmittel einzuführen, war von dem damaligen Oberpostrath und derzeitigen deutschen Gencralpostdircctor Stephan zuerst im Jahre 1865 auf der allgemeinen deutschen Postconfercnz zu lkarlsNihe in Vorschlag gebracht wor den, ohne Zustimmung zu finden. Vier Jahre später (Januar 1869) trat ein österreichischer Gelehrter, der National Skonom und Professor an der kaif. österreichischen Militärakademie zu Wie ner-Neustadt, Dr. Ema.nuel Herrmann, ohne Kenntniß de3 Stephan'schcn Prosccts, mit einem dem vorerwähnten ver sandten, doch in feiner Vereinfachung noch weiter entwickelten Vorschlag an die Ocffcntlich'eit. Er hatte das Glück, in dem damali zen Leiter des österreichischen Postwe icns, dem Generalpostdirector Frciherrn oon Maly, einen Mann zu finden, der von der Wichtigkeit dieser Neuerung sogleich durchdrungen und auch unstUV reich genug war, sie ungesäumt in die Ä,hat umzujeken. Dr. Herrmann arbeitete, eben an der Darstellung des Gesetzes der Specialisirung und forschte nach Belegen. Da siel ihm auf. daß 0 viele Briefe geschrieben werden, die ihrem Inhalt nach weder eines Siegels noch eines Eouverts, noch der vielen Titulaturen und anderer Förmlich! ten bedürfen, und daß dennoch sür diese Specialität von Briefen noch mcht die eigenthümliche einfachere, bequemere Form gesunden sei. Wie ein Blitz durchsuhrihn der Gedanke an Post! ken, die, schon mit der Marke versehen, ausgegeben werden und nur mit Tinte oder Bleistift beschrieben zu werden . r 1 . cw brauchen, nun versage er einen rn likel für die Neue Freie Presse" mit der Aufschrift Ueber eine neue Art der Eorrespondenz", der einige Tage nachher fam 26. Januar 1L69) erschien. Bon diesem Augenblick ab ist sozusagen die Geburt der Posnarte"zu datlren. Poesie und Prosa. M AI: Was gäb ich nicht darum, könnt' ich in diesem Augenblick an Earo s Stelle sein!" Ach was danken Sie lieber Jh rem Schöpfer, daß Sie's nicht so nöthig haben, wie der arme ml"
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i$in Aauerntheatcr. Lsn Heinrich Lce. Nicht weit von München liegi ein bübfckes Dorf mit Namen Smllcrlee. Grüne Berge rahmen es ein und zu I chren Füßen breitet sich ein See. Die Häuser sind schmuck und sauber und dik flachen Dächer zum Theu schon inii Steinen beschwert, das Zeichen, daß eZ in's Hochland hineingeht. Die Männer L-m A M ! A ACltkjbt4 Ault stA CV" MM jm j
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tt.f.t r: s..,. rui ev..-it.:rtr. I hölzcrncr Ban. otin fortan d ni.ir .rta is so ..n,iiMn. sonders durch die herumziehende Truppk ees ?)!ünchener Gärtuerplat; -Theaters fS i; I wr L , - L in Dechland bekannt du, . ,md. ? neu. ?eu aber ist, da eine ganz, Gattung der modernen dramatischen Literatur, amlich dZ Di,e,!stück. n .wSrtv-n-n nlfrHvelfr, un tJn n eingeborenen Interpreten und an einer ständigen Bühne zur Aufführung ge langt.' Dle Oberleitung hat der bekannt! Münchener Komiker Konrad Drehn übernommen. Am Sonntag. 19. Juni.. fiwu iz viiMiimmuuMituurnj jurn, i I as s w M . . a t ft 1 1 i14 vorläusig nur mit einem kleinen und dicktcrisck arade niÄt besonders aelun1 tt,is iKrt rthov ,e (virtW,1 I M ' . . - . , , , . . 1 I Ulllllt 7TIIJIUIV, UUV UVll Vlltltl ülllU in die Sacdc- und auch in die Jähigkei' ten der Darsteller schon völlig ge, wahrte. Der Inhalt des Fcstp'els ist der. die Scene ist Schlicrsee. In einem Wirthshaus sihen eine Anzahl Auas und Diarndl zusammen und trinken und singen halt lustig. Da kommt aus München ein Theaterdirector und kündigt eine Vorstellung an. Di rector geht wieder ab und nun kommt einem Bua d:r Gedanke, ob sie, du Bauern nicht selber Komödie spiele? könnten. Nun wird dafür und dawu der geredet. Endlich sind Alle mit dem Vorschlag einig, ein Schützcnzug kommt, Büchsen lrachcn, der Schuhplattler Wirt getanzt und unter ansehendem Jubel fallt der Vorhang. Zur Ehrenrettung der Männer von SÄliersee sei übriaens bemerkt, daß sie an diesem Testspiel sonst unschuldig find, und daß es ein Münchener Dichter auf dem Gewissen r)at. Die Et ftehung der Bühne verlief in Wirklichkeit natürlich anders. Schon indem benachbartcn Miesbach hatten nämlich seit kurzein unter der Obhut des dorti ! gen Hutmachers eimae Dörslcr Auffüh rungcn veranstaltet. Da war einmal Herr Dreher zugegen, die Leistungen überraschien ihn und so ist das Theater zu stände gekommen. Das nebenbei. Auch ich war von der Aufführung über rascht ganz ohne die Nachsicht ge sprachen, mit der man sonzt dem Dilet kanten begegnet. Das- Spie! war frisch und natürlich. ohne Scheu und Schüchternheit. Ncdl und Gegenrede klappte, Versprechen und Verlegenheitspausen gab es nicht, zwanglos fügten sich die Gruppen zu, ammcn und lö ten nch wieder, die ta. ü icn standen nicht nach beliebter MaNier wie die Klotze da, sondern beqlctte'j ten das Spiel mit lebhaftem und dock mcht vordringlichem Ausdruck, kurz, I n ry Kvlli & Yifl rrditX rtw I iuu itui jvint ii-Ms. u- vimi uiv i em yostheater hätte die tteme wach, besser spielen können. Ter Grund die eS großen Gelingens nach der darstelle rischen Seite hin ist klar. Erstens spricht Jeder tu der kleinftädtlscheli Mundart und wie ihm der Schnabe! aewaanen 111. wann neat eoer m seinen eigenen, ihm gehörigen mdcrn Theatcrtostüme braucht man ja nicht. und was man auf dem Leibe hat, ge. nöqt. Dazu gesellte sich cm üuyerf kräftiges, in der Berglust gestähltes und mit aeuenden Iuchzern herangebll dctcs Organ, so dan die Sprecher mt jeder wilde verständlich waren. Besonders wurde das bcmcrklich. alt der Komödien director auftrat, ein fi.r, aus München, der eben wie ein Staoter ' & vracv. ck trat dann b nter die Eou listen und sah mir die Herrschaften etwas näher an. Erst machte ich die Bckanntfckait des Liebbabers : ein küb, scher und aufgeweckter Bursche, der sonst Buckkalter ist. Lamvenneberbat
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0 11 VDU- .,?u uisuyrung ge ungen , . der Herr Lehrer innen.
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er nur, bewr er auftritt; auf der jeder französische Soldat mit Stolz beBühne fühlt er sich so sicher wie zu hauptm d 'rfte, er trage in seinem Tor Hause. So aeht's auch den Andern, nist schon den MarfchaUstab. so kann
AnaN ba ke n's: d e Rollen crnen w " ..... .zur Nacht", das heißt am Abend nach der Arbeit. Das Lernen ist. wie sie erzählen, auch mcht schwer: auch nicht das Prollen, zum Beispiel hat die Eröff - nungsvorstellung nur zwe: Proben gebraucht; blos das Aufpassen aus das! Stichwort ist ein bischen sakrisch".! Alle spielen ohne Honorar, nur zum Vergnügen, und, wie sie Mit schöner Omnhett gestehen, damit s doch dem rr was einormgl. Dann stellt sich mir die Liebhaberin vor. ein Mädchen aus Miesbach, dann die Alte, die aber in Wirklichkeit eine! r.t :it.t j. r.c i . e I ?cqr iuujtyc jrno sear zunge. si sil
urzem vcryeiraiyeie rau i,r. c? Beim Abschied. Diensttrage ue, ob lhr denn Spaß mache. !,,,.. w? v, Mftfirttn
i . ni t . , . , Ulkten zu spieen, weils doch am mx h lZm Peater Damen gibt, die noch mit itlitrt ''YnTli'f-tT f leinen U7A Sn trrt iuvmu tviiiyui3utiuu;iu iyiuc. ;iu 1 A I , IV f I ll. K .M SteIA rauf erwidert sie: Dö3 is halt, weils nock anen derobern wallen i hab der K S ra. Ticjcuyuiicu sxiuy um ?als. mx roiro von den Anderen viel nebZnselt. sauk aber iebr autmütbi tm ist iinn ha bei. wo was tos ist. Einstmals war er ein kleiner SchwerenötHcr, da kaufte ihm der Vater, um ihn zu veredeln, in einem Nachbardorfe ein Geschäft. Lei' nen- und Wollwaaren. Noch selbiaen Tags aber machte unser Freund, kaum dLö ver ibüttx den Nucken gewendet
hatte, das Geschäft wieder zu Gelde.
So brauchte er sich nicht zu placken und lebte von dem Gelde m Herrlichkeit und Freuden, bis der letzte Pfennig davon war, Es sollen iin. laufenden Sommer etwa acy: orlteungcn jtattnnden. Die LLurst ud der Herr Lehrer. Ferkizardeik des HnSche Zurst. Beide oft scharf sind und zuweilen im wft h -r tr' wu ohne Ge im Uebrigen l't i vyi.utf.X lSjItf ti A .4i WATt.t CtrtAAVtf.'-tA V 4 'ÄfllVft tenrn ?rn lt9tl uri oirgl osi ittitt e lM ? tu Beim was vorn und was lsinten ist, bei der Wurst nur dann, tvenn man sie über die UM UUilill, lUlillk IUUII HW I.VH Kl Schulter legt. B dem Hn Lehre hat man immer Respekt. r der Wur wrer urs! nur dann, wenn sie trichinenverdachtig " Die Murlt bat 'ei Mit Öd f 'otut "riM lC"' " V1 iX1 '1 Halste, miedet man die Wurst. 10 geht sie auf, der Herr Lehrer würde unter gleichen Umstanden untergehen; die Wurst ging aus der Selcherei, der Herr Lehrer aus dem vemmar hervor. Die Kinder verehren den Lehrer, die u ir,W X,m QPUrer h' raiirft. : " '.5 'Zw ioiiiii V xlin llt mx ln m m vnTTTll Die Natur-Tlttlage. Jfam, was glauben Sie wohl, wozu unser Jfidor die meiste Natur-Anlage har?" Daß er 'n gcborenerEelliste ist, steht doch Jedermann aus den ersten BlicklAuZ dem Maskenball. MM AM wr $p- , Hl--..A-A$. Lift : - Moses: Nn. Herr Mever. wasstell n Sie denn vor? Mevcr: Aber Herr MoieS. 'n So rolcr! Ich werde Ihnen gleich einen Schuhplattler tanzen." U4).ra. ! .Z . 3 .. S. . ZiÜH3. dJUltll ViiC UUI. UU'Vl doch nur em Plattsüßler werden.Abgeblitzt. w 5gaKfl &-v&gsm -.'1 g'tV Ätz 1 W1 L m . k I cn rau:nn. m oem spiele mek es Redens sind t die erzen dann." Und Sie in demmeimgenderGrün junge l t Historische Parallele. uvie z.ur Zeir vez einen aucrreicyes l f- w i m ir i . oer prenm cye 'votda! veme mcyl mm der stolz von sich sagen: In meiner Pa lroncma,cye eaen ,c?on cie wesre! ltenmopsc. k ,r-s. Im Elfer. Lehrer (zum SHüler): .Wart , m wm Dich lehren. Unsinn zu treiben! Du schreibst zur Strafe hundertmal: Ich bin der größte I Esel" und läßt es von Deinem Vater ! unterschreiben ! Furchtbare Strafe. ....And wie straftest Du denn die unerhörte Kühnheit des Lieutenants, als er Dir einen Kuß raudte?-Ä hab' einfach so gethan, als hätte ich gar . ' . . i r i nichts gemerkt! iiiuwuvii i.wiv vtv jwuu viu mut faaUmt, das habe ich bei Jhen gelernt! Wenn ich einmal eine - P. - . - ffrau bin. dann moaen kicy meme " n Mägde gratulieren. I n u oer a c z n c. unicr WPeteJ .Ich täaatm (ertatie Aus der Kaserne. Unteri z. utürpaß Ale krauen nennt man mit Aecht das schwache Geschlecht, denn man kann sie mcht genug behüten, und beschirmen. Besser als nichts. Sieh' I mal. Mama, der arme Mann muß l betteln. Nun, das ist immer noch beller, als wenn er garmchtt thaie.
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Der silberne Löffel Fs Nichard Jacob. Wer hier etwa eine Anleitung erwar tet, wie man sich im Bedarfsfälle jc genüber dem Vorwurf, silberne Löffel gestohlen zu haben, am wirksamsten vertheidige, wird bitter enttäuscht fein. Ganz kurz sei nur angedeutet, daß selbst über diesen Punkt die Ansichten sehr schwanken. Mein verehrter Lehrer, Statistiker Engel, zum Beispiel behauptct, er würde eine derartige An schuldigung keiner Erwiederung würdigen. Ich bin anderer Meinung. Man nehme sich nur die Mühe, die Anschul digung oft. laut und. wenn irgend möglich, gedruckt zu wiederholen und der Erfolg wird nicht ausbleiben. Natürlich plaidirt der liebe und wohlwol lende Ncbcnmcnsch für den mildernden Umstand der moral insanitj, der Kleptomanie. Nein, hier sei von anderen silbernen Löffeln die Rede. Bekanntlich ist Müia gang aller Lasier Anfang, und wer reist und eine Frau hat, wird neucftens mit de? ehrenvollen Mission betraut, wenn er gerade Zeit habe, Erinnerungsköffel zu erwerben. Das ist nämlich der Aussluß der neuesten Sammelwuth. einen silbernen Löffel aus sedn größeren Orte mitzubringen, der natürlich dessen ureigenstes Fabrikat sein und als solches irgend ein Eharalteristikum ausweisen muß. Wir scbcn auch hier die glückliche Fortmtwicklung des staatknl of lifo der Menschheit im elterlichen Hause war die größere Sorge, womit der Lösfel zu füllen, nicht festzustellen, woraus und von welcher Form er sei. Man verdankt diese glückliche Neuerung den Amerikanern. Jedermann muß seiner Frau von überallher einen Löffel heimbringen, und die Juweliere in den großen Städten der Union wissen diesen Sport weidlich zu nutzen und fertigen zum Theil wahre Prachtstücke, insbesondere der New Porter Tiffany, der übrigens auch in Paris eine Filiale hat, ' liefert eigenartige Kunstwerke in diesem Genre. So kam der Zug nach dem Löffel übcr's Meer her, die Engländer schlössen sich der neuen Modetorheit begeistert an. und nun trifft man sie auch bei uns in allen Schattirunqcn. von der Suppenkelle bis zum Salzlösfclchcn. Was wäre eine tüchtige Fahrt ohne Löffel? 0s u& femrne veui, Dien !e veut. Und ss ging ich denn auf die .iirhfi rrtii m tt 5i sinn m mnrrtf tfrM-H kM 1X4 VllbVVfcVttll l kll.Vl chcn Löffeln. natürlich nur wenn ich Zeit hatte. Wer wagte, m solchem Falle nicht Zeit zu haben? In Kairo begann ich mrt einem, der als Grissende den fcinciselirten Namenszug des Khedive trug. Aha, sagte ich mir, das ist eingeboren und charak crrstisch und griff ins Portemonnaie, doch wie wurde mir, als der Verkäufer kimUeberrcichen felbstgesällig bemerkte. die cnduna sei erst, acuern aus Paris angekommen. Damit war mein Schicksal besiegelt. und nur ein freuudlicher Stern lächclts mir noch, um kurz darauf in ewige öcacht zu tauchcrr. Der Silberschmiev m der CH5atta nwne in Neapel, ein unvergleichlicher Künstler, ließ ein Gebilde vor nnr cnt iehen, so zart und duftig, wie ich es vorher nimmer geschaut, blühendes Laub um den schlanken Stamm ge rankt, oben zu einem gebrochenen Zweige sich verjüngend und unten mit einem geöffneten Blatte schließend. Der unscheinbare Meister rn der anzpruchs losen Werkstatt erinnerte mich unwill kürlich an Bnrvenuto Cellini. Er nahm einen sicrliamschen Thaler mit dem Kopfe Carlos des Dritten zog ihn in einer Walze vamerdünn. und bll dete daraus vor meinen Augeu nach seiner freien Phantasie. In Rom erstand ich ans der Piazza di Spagna einandcrs Exemplar, mit den gekreuzten PetersschlüsseZn tm Knäufe und dem Beliefportrait des hei ligen Vaters auf der unteren Fläche. Freimüthig nannte mir der Kaufmann als des Löffels UrsprungssÄte Mai land. Die kunstfrohe Mcdicäcrsssdt Jlo renz schien mir besondere Sicherheiten zu bieten,, und da ich wunderlicherweise den erwarteten San Giorgio des Donatello Nicht vorfand, nahm ich am Lun garno ein reizend mit Putten und Ant besken verziertes Löffelchen. Der Nach-, bar, bei dem ich Filigran kaufte, wies mn mt glnche Waare vor und bewies aus seinen Büchern, das sie aus Berlin komme. In Boloana. wo ick natürlich ein Stück mit der Bonia erwarb, erzählte der Händler aus freiem Antriebe, er beziehe diese Dinge auslonnz. Fich lende Herzen werden begreifen, daß in jenem Momente Peter Schcmihl ein Glückspilz in dem Vergleich' zu mir war. So kam ich nach Venedig, wo ich den Schlauen spielen wollte. Der freundkiche Leser wird sofort hören, mit wel chem Ergebniß. Ich ging unter den PcyZuraticn in einen Läden, suchte einen echten Scudo vom Dogen Gio vanni Mocenigo mit der Jahreszahl 1478 aus, den triefende Taucher aus dem Canal gründe gesischt. und ließ, praesentd c&dvere, den von Markuslöwcn gekrönten Stiel anlöthcn. Nun habe ich doch einen echt venetianifchen Löffel." frohlockte ich zu dem Inhaber Gttviß", antwortete der Biedere, nur der Stiel stammt aus, Pia cenza!"" , Nach diesen, herben, Enttäuschungen athmete ich erleichtert auf. , als die schwarzgclben Grenzpfähle überschritten waren,, wo mir , altem , Wcltendummler" auf der Station Pontascl passirtc, daß ich den Bahnhofsportier ausgcrcch. net mit Herr Stationsvorsteher" an redete, bis, der Betreffende , mich auf meinen beharrlichen Irrthum hinwies. Und was das Dümmste gewesen, die eit bis zur Ablahrt war nun zu Zurz.
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um durch verdoppelte RücksichtSZosigkeiZ dem Manne gegenüber mein Vcrschcr wieder gut zu machen. Endlich war ich m Wien, die Jagd nach dem Löffel sollte nun bald zu Ende fein, ich hatte u noch ein Wichtcxcm plar -zu erstehen. In diesem kunstge merklichen Empormm mu semen weit berühmten Silberschmuden, die den ganzen Südosten mit ihren geschälten Erzeugmßcn verschen, muß es mt verständlich das fernhin sichtbare Sinn bild der neuesten Großkommune sein der als Wahrze'chen der Stadt auf dem herrlichen gotbischen Rathhause thro r tw n, r - n . . . 4 ue . . JC? nenoe eiserne xcanti. qslano innaucj glücklich als Zicrrath emes Lösttts am Graben. Beim Einwickeln wendet sich der Juwelier mit den verbindlichen Worten an mich, er könne auck mit schö nemZ'schwcdischcn Fabrikate aufwarten. in welches buntfarbiges fcmau durch scheinend eingelassen sei. Schlimmes ahnend, frage ich betreten, warum er denn bei der reichen Gestaltungskraft Wiens fremde Waare führe, worauf mir der Bescheid wurde: Wir find auf diese Fabrikation nicht eingerichtet, auch Ihr Löffel ist nicht in Wien ge macht." Wo denn?" schrie ich den Erstaunten an, und er antwortet, betroffen zurückweichend: In Ha NslU " Wie von Erynnien verfolgt, stürmte ich hinaus, vom Kopffchüttcln des Händlers geleitet. Hätte der Mann ge wußt, was ich Alles mit dem Cha rakteristischen .erlebt, er würde meine ausgegangene Geduld begriffen ha' bcn. Jedenfalls aber ist es charakteristisch, wie wenig charakteristisch silberne Löffel lind. Moderne Damenhüte. Zur Herstellung moderner Damm hüte werden der Wiener !eucn Freien Presse" einige Recepte aus Paris ge--sandt. welche das Interesse unserer Da menwelt in Anspruch nehmen dürften. Man nimmt einen Fond aus Blumen in der Größe einer Männerhand,, bringt an der Stirufeiie ein großes Schmettert lings-Flügclpaar aus lvcißer Gaze mit bunten Flitter Applikationen an, und der Hut?" ist fertig! Oder man stellt aus einigen aufgeblühten Lkosm einen tellcrarrigcn Fond hir, den man vorne mit hochaufragendcn Fühlern aus Jais Ziert die. Stengel der Rosen, welche ungezwungen herabhängen, wer den dann ringartig um den Byzantmi' scheu Löckchen Ehignon geschlungen. Zuweilen macht man ein Häubchen aus weißen Spitzen, aus welchen ein mäch tigcs Hörnerpaar aus Feder oder Jais, rechts und links aujsteigende, je einen Halbkreis beschreibt. Dann wie der guckt ein sanftes Gesichlchen unter einem blviidcn Löckchenhelme hervor, auf dem eine niedliche Strohsocm ruht, die mit kühnen Mcphistofcdcrn einer Französischen Anleihe, aufgenommen im Deutschen, Dichtcrwalde geputzt ist. Wenn die Sonne endgiltig die Früh lingsstürme besiegt haben wird soll es eine Massenvorführung von neuen Strohhüten geben mit sehr breiten, mäßig gebogenen Krampen, deren Fond klein und hoch ist, so daß man seine Ähnlichkeit mit einem Küchcnmodell bald heraus hatte. Diese anheimelnden Kopfbedeckungen verziert man mit mächtigen Elsässerschlcifen. aus Sammt hergestellt,, aus welchen gleichfalls Füh ler oder Flügel ein hochgebundenes Aou quet nach obm sireben. Sehr modern find bronzefarbige Hüte,, noch moderner erscheinen, schottische Strohhüte, die für ' Blumenzier zu bunt befunden worden sind und. mit: Traubcnbüschcln. Vogel beeren. Kirschen, MilliaturPfirsichen und' Aepfelw ''n Zwergansgaden ge schmückt werden. Blumenkränze und Blumcnbouquets sind als Hutschmuck nicht mehr sehr beliebt henr bestreut man, die Hüte mit langstieligm. zwang los vertheilten Blüthen,, so daß es aus sieht,, als ob man eben einem Blumenregen ausgefegt gewesen, ein LuruS. den sich bis jetzt nur me Küusucrmnci' ae statten durften. Gar allerliebst sind auch Hütchen. d cen, Fonds aus Blumenstengeln strohartig geflochten werden, wenn man es nicht vorzog, sie aus Moos oder Haferkörnern zu' bilden. In den Morgen stunden, aber wird au-nahm-lJs die mit ' hohen Sammtschleifen geputzte Toquc aus grobem Strohgeflcchte getragett,, welche die Französinnen so kokett, die (waländerinnen so.unvo?!beilbait auf zustülpen wissen. Die Toque hat ja
manchen bedauernchen Irrthum des männlichen Geschlechtes auf dem Ge wissen. Wie oft schon bezchlwnigie em galanter Sterblicher, getäuscht durch üne auf welligeM öhignon sitzende Toque, seine Schritte, um schmerze erfüllt die Entdeckung zu machen daß zedcs Ding, auch in Frauenkopf,, zwei Seiten habe, die einander ' nicht immer würdig sind, und wie oft auch der schmähte man es schon, die Vorderan ficht einer auf eine platte, engliWIn zur gepreßten Toque zu beachten, die eines jener ideal ictm ßiäiittßim schattete, wie sie nur die Tochter Alb ion wweilen besitzen. ' Aus gieb lg e (5 m p LLH H !u n g en. Gnädige (zur neuen Köchin) : , Sie gefallen mirfoweltLan"?guiI. die Hauptsache bleibt aber für mich, daß Sie vorzüglich köchen?können""MöM chink Dct kann icki jnädije Frau, dar nach können Sie pch-cher, UnserfzänzetI DraMtlnimenderkMdZMWWHH ''MGVHMsDhM bent''ÄW! Hom'MatwachK Me er an einer Straßenlaterne hinaufm klettert. Was wollen! Sie denn da bea?MMöJch.."ich bin ZurAchtizh und Mllte bloß'nachsehLN,! vöFs iton o spät ist. Mtob'ieLaterncnz cho L :M ,vJX, i'-niMsn. 'i: '! ! - " in-!'" ' ' . j !: ;!;, .., . .'
lUi rti'f 'SS Wie unterscheidet sich nnc gute iZrau von einem U guten '' Freunöel: Jcil erfreut uiiS im Gemachs dieser im Ungemaa.
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