Indiana Tribüne, Volume 15, Number 307, Indianapolis, Marion County, 24 July 1892 — Page 3
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Ein Verbrechen. LenZsüvkiSrrszi, von Reginsld Asrnet. (4. ForlsehilNJ.) Für die Beamten, welche mit der Sache beschäftigt waren, war dies eine Zeit der SurwaHifj. Das Publikum Derlangt stets ungestüm, daß alle Verbrechen, so c;eheimnivoÄ und rathsel hast sie auch sein mögen, sogleich aus geklärt und die Schuldigen " sofort er griffen und bestraft werdrn sollten. Aber in diesem Fall war nichts fest gestellt, als da;; ein brutaler, abscheu licher Mord verübt worden war. Die Polizei hatte keine Beweise, kannte selbst die Vergangenheit der Ermordeten nicht und wußte auch nicht einmal, ob der von ihr angegebene Name Äadelcink Fern ihr wirtlicher war. Wie gcniöhn lich spottet? nun übe? die Ullgn'chillte unl irriges lUjrtc Polizei. Unter den aus d.".n '.'iiUhhuis Versammelten siel ein liochgc.achsener Herr mii scher seil All gen uns einer langen Rase, in nachlässiger 'Kleidung auf. Saijuar der Detekiivsergeani Brusel von 'cotlanö ?)ard, ein Beamter von großer (rsahrung. welcher gewöhnlich mit fallen betraut winde, welch? Ausländer betrasen, da er mehr als eine fremd: Sprache geläufig sprach. Mister Brusel hatte schon verschiedene schwierige Fälle mit Glück gelöst und stand bei seinen Vor gesehen in lioher Achtung. In Sandhaut erschien er in Begleitung von zwei anderen TctcktiveI von Scotl'an) Vard. welche jedoch schon vor der Stunde der Verhandlung auf dem Ratühaus von ihm mit verschiedenen Austrägen abge jandt war'n. Nach Besichtigung der Leiche kamen die Geschworenen zurück und nahmen mit ernsten Mienen ihre Sitze ein. Die meisten derselben waren ältere Männer, respektable Familienväter und konnten den schrecklichen Anblick der Leiche einer jungen, schönen Dame nicht ohne un willtürliche Befürchtung für die Zukunft ihrer eigenen glücklichen Tochter zu Hanse ansehen. Bei der Eröffnung der Verhandlung ivics der t'croner auf die peinlichen Umstände des Falles und auf das Ge Keimniß, in das er gehüllt war, hin. Es wird Ihre Pflicht sein.- sagte er zu den Geschworenen, ..die Zcugenaussagen anzuhören, und dann sich ein Urtheil über den Fall zu bilden. Unglücklicherweise waren die Anstrengung gen der Polizei, die Spur des Verbre chens zu verfolgen, bis jetzt fruchtlos. Ehe Sie Ihren Spruch abgeben, schlage ich vor. die Verhandlung auf eine Woche zu vertagen, zuvoc aber die jetzt vor dem Gericht anwesenden Zeugen zu ver nehmen." Diese Zeugen waren Fu Grcgory, ihre kleine Nichte Marie Sutton. der Zimm-7rmann Wales. Sergeant Power, Doktor Allen und verschiedene andere, Frau bircaory war die erste Zeugin, welche vorgerufen wurde. Sie vergoß reichlich Thränen und ungeachtet der wiederholten Ermahnungen des Eoro y.crs verlor sie sich immer wieder in bnsterische Klagen über das Mißgeschick, daö ihrem Pcnsionshaus widerfahren sei. Der Schatten des Verbrechens, der über demselben lag. verursachte ihr schweren Schaden. Sie unterhielt das Ckri mit der Beschreibung ihrer EJe fühle b'im Schlafengehen und mit der Beschreibung des stets vor ihren Augen deiindlichen Bildes eines bösen Weibes, doZ mit blutigem Messer vor ihr stand. Ihre Aussage wurde durch eine sorgfällige Schäpmg des Geldverlustes fcc reichert, den sie erlitten, durch den Schaden. den das decgosiene Blut in dem Zimmer, auf dein Teppich, dem Bett und anderen Möbelstücken verursacht habe. Abgesehen von diesen Abschwei fungcn jedoch stimmten ihre Angaben in allen Einzelheiten mit dem überein. roas sie vor dem Inspektor Gadd ausgesagt batte. Wales, der Zimmcrmann, und die kleine Marie Sultsn hatten wenig, mit zutheilen. Der Erstere erzählte, wie er die Zimmerthüre in der Villa aufgcbro chen hatte, während die klein? Marie, welche Frau Gregdr? im Hause behilflich war. die Auslagen ihrer Tante über das nun; Wesen Ser ermordeten Dame bestätigte. Dnn wurde Robert Power aufge rufen. Er machte seine Angaben in klarer, bestimmter Weife, beschränkte sich aber aus bereits festgestellte Einzel Keiten und berichtete über die Lage, in elchcr Madeleine Faure von ihm ge fi'Nden worden war. Er gab feine Gründe für die Vermuthung an. daß sie vor dem Schlafengehen' überfallen worden war. und lieferte eine gen ane Beschreibung der Szene fast unmittel . bar.näcy der Entdeckung. Er erwähnte das Stück des Briefes, 'das er aufgeho den hatte, sowie die verschiedenen Toilettengegcnstande. welche der Dame gehört hatten, und- beschrieb auch geitau, aus welch? Weise es außer Frage gestellt war. daß die geheimnißvolle Be suchen nicht durch die Hausthüre der Villa, sondern durch das Fenster ent flogen war. Ein erfahrener Beobachter hätte be rnerken können, daß die Angaben des Beamten von einem gewissen Herrn mit scharfen Augen und langer Nase mit großem Interesse angehört wurden. Dieser Herr war kein änderer, als der DctektivZergeant Brusel aus London. z? nickte gelegentlich beifällig, als ober ngenehm überrascht wäre von der ra scheu und scharfsinnigen Austastung. Don welcher die Mittheilung des jungen Äeamten- zeugte. ' Hierauf folgte Doktor Allen, welcher die Verlekung beschrieb. Seme Aussagen riefen besonders Aufregung her vor, als er von dem viereckigen Stück Fleisch sprach, welches unter dem rechten Ärme der Ermordeten . ausgeschnitten worden war. augenscheinlich. , um die Untersuchung S zu erschweren. Die Frage nach der Möglichkeit eineZ Selbstrnordes wurde von dem Eoroner der garm wegen gestellt, aber von dem
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Zeugen als außerhalb aller Wahrfchein lichkcit liegend, verneint. ; Die Wunden feien so beschaffen gewesen, daß der Gedanke an einen Selbstmord nicht auf kommen konnte. Parkins. der Besitzer des Koyalho tels in Sandbank, sowie Elisabeth Baker, das Dienstmädchen in diesem Etablissement, und verschiedene Perso nen, welche in der Hamiltonstraße wohnten und die Verstorbene vom Sehen kannten, sagten auZ. was sie über dieselbe wußten, jedoch waren ihre Angaben ohne Bedeutung. ,.EZ sind keine weiteren Zeugen zu vernehmen." sagte der Inspektor Gadd. ich kann jedoch hinzufügen, daß die Polizei im Besitz verschiedener Anzei chen ist. deren Erwähnung im jetzigen Augenblick nicht rathsam wäre; wir bitten daber um Vertagung." Da der Eoroncr einwilligte, wurde die Sitzung aufgehoben. Als Eergeant Power nachoenklich die Menge betrachtete, welche sich nach dem Ausgang drängte, fühlte er. wie eine Hand vertraulich auf feine Schulter gelegt wurde. Er wandte sich um und sah. daß cs der nachlässig gekleidete Herr mit den scharscn Augen und der langen Nase war. Gut gemacht, alter Freund." sagte der Letztere. Sie haben sür einen Neuling in solchen Angelegenheiten die Sache nicht , schlecht angegriffen. Ent schuldigen Sie meine Aufrichtigkeit, aber, wie zum Teufel, kommen Sie dazu, ein gewöhnlicher Polizist zu werden? Nehmen Sie das nicht übel, es ist nicht meine Sache. Familienangclegen heilen auszuspüren. Mein Name ist Brusel. Detectiv-Sergeant in Scot land Vard, und ich habe schon zu viel in der Welt gesehen, als daß irgend Jemand nöthig hätte, mich zu lehren, wie man Eier aussaugt. Sie haben Unglück gehabt, wie? Nun. nun. es geht mich nichts an und ich will nicht weiter darüber sprechen. Aber bei im serer Sache werden wir Sie nöthig ha den. denn Sie wissen mehr darüber, als Sie ausgesagt haben, das kann ich 'n Ihrem Gesicht lesen.XI. Auf den Wunsch des Jnfpcctors Gadd nahm Sergeant Power nach der Verhandlung an einer Art von Kriegsrath Theil, welcher bei dem Inspektor abgehalten wurde, und bei welchem natürlich' Mister Brusel zugegen war. Es siel bei diesem Herrn angenehm auf, daß die gewöhnliche Eifersucht und Zu rückhaltüng nicht zu bemerken war. Die Detectivs ziehen es gewöhnlich vor. die Sache aus ihre eigene Weise zu behandeln, ohne Leute der uniformirtcn Polizei in ihr Vertrauen zu ziehen. In diesem Fall aber war. Herrn Bruseks Entgegenkommen auch der That sache zuzuschreiben, daß er für irgend welche Nachweise dankbar zu sein Ur sache hatte. Er war am Morgen aus London gc kommen, und obgleich der Inspektor sich nach besten Wisten bemüht hatte, ihn über die Sache zu unterrichten, hatte die Unterredung mit ihm doch wenig zur Aufklärung beigetragen, auch die Untersuchungen des Eoroners hatten nichts ergeben. Aber Brusel hatte wenigstens gesehen, daß die Poli zei in Sandbank einen sehr fähigen Beamten in der Person des Sergeanten Power zu den Ihrigen zählte. Mr. Brusel hatte sich natürlich eine eigene Meinung über den jungen Erdöktor gebildet. Es war keine sehr hohe Meinung und kam der Wahrheit sehr wenig nähe, aber daran war Mr. Brusel nicht schuld. Die Sphäre, in der er sich gewöhnlich bewegte, war nicht geeignet, ihn zur Ueberschätzung seiner Mitgeschöpse zu veranlassen. Er hatte gehört, daß Power ein sehr reines Englisch sprach, und die Klarheit und Deutlichkeit des Ausdrucks in der Erzählung des jungen Beamten war ihm aufgefallen. Brüfcl kannte Polizisten jeder Art und wußte, was von ihnen zu erwarten war. Nachdem er sich überzeugt hatte, daß er einen Mann aus gebildetem Standen vor sich habe, rrwog er die Ursache, welche Power in diese paärc herabge bracht haben könnten, und mit den Wechselten des Lebens wohl bekannt, blieb er bei der Vermuthung stehen, daß Wettrennen und sonstiger Sport die Glücksum stunde dieses Herrn ruinirt hätten. Niedergedrückt von dem Gesühl seiner großen Verantwortlichkeit, hatte der Inspektor seine Mütze abgenommen und wischte die Stirne mit dem Ta schenk uche. Nun. mein? Herren, was soll jetzt geschehen?" sagte er. die Geschichte steht so schlimm, wie man sich nur den ken kann.'' Man mutz nicht ans Sterben denken, wenn noch Aussicht zum Leben vorhanden ist", bemerkte Mr. Brusel. Sie sind unschuldig daran! Wir müssen jetzt unser Bestes thun. Außerdem sind wir hier, um Ihnen zu helfen, nicht wahr. Sergeant?" Power gab keine Antwort, er sah sinstcr und unmuthig aus. Seine Nachforschung am vergangenen Tage hatte ihn in einen Zustand verfetzt, welcher der Rathlosigkeit nähe kam. Es gab Augenblicke, wo ihm Alles klar erschien, und dald darauf wurde feine Ansicht wieder von Zweifeln erschüttert. Nun. meine Herren." bemerkte der Herr von Scotland Pard. dies ist kein Leichenbcgängniß. Wir sind hier zu sammen gekommen, um etwas zu thun, nicht um Gebete zu sprechen. - Ich kann Ihnen sagen, was ich gethan habe. Ich habe meine Leute auf Kundschaft aus geschickt und ha sie, gewandte Bursche sind,' so hoffe ich, etwas Brauchbares von ihnen zu erfahren. Mit dieser ermordeten, französischen Dame deschäs ., , , ' .i1 li'J iy". 'A '""'K jfi-''" "z V ;:' V tlgt man sich bereits in London, und ich habe an einen Bekannten in Paris telegraphirt, der seine Cache versteht und uns vielleichtihren ganzen Stamm bäum b'Z zu den Troubadours hinauf
angeben wird. Solche Sachen werden in ' Frankreich meisterhaft behandelt. Man hat dort ein Register und es ist sehr leicht, etwas über Personen zu er fahren, die man sucht." .Vorausgesetzt natürlich.daß Sie zu vor irgend eine Grundlage baden.- dc merkte Sergeant Power, aus feiner Glerchgiltigkeit erwachend. Aba wer beweist uns. daß dik Dame nicht unter falschem Namen reiste? Diese Annahme scheint mir ebenso wahrscheinlich als das Gegentheil." .Sehr richtig, mein Freund, sehr richtig! Und das müsien wir heraus bringen." crw)erte Brusel. Und was ist's jetzt mit dem anderen Untcrrock? Was wissen Sie von die. ser?" Sergeant Power zuckte mit den Achseln und sagte: Sie wissen darüber so viel wie ich." Es ist eigenthümlich," bemerkte der JnfpectOr '..ich habe Ihnen gesagt, was der Sergeant gesunden hat. Man bat von ihr aus den Bahnhöfen nichts g sehen, sie muß also schon srülicr in der Stadt gewesen sein und ist vielleicht noch hier. Die Ermordete :var ausge gangen, um mit ihr irgendwo in der '?tadt zusammen zu treffen, und ist aus keinen der Bahnhöfe gegangen." Was ich gerne wisjen möchte, ist. was der Sergeant denkt", sagte Mister Brusel mit einem freundlichen Blick nach Robert, ohne auf die Auseinander setzung des Jnspectors zu achten. FDer Sergeant sieht aus.'als ob er in seinem dicken Schädel eine richtige An ficht hätte! Also seien Sie nicht zu deschaden, heraus damit!" Robert Power blickte den Herrn mit der langen Nase etwas stolz an. als ob ihm seine Vertraulichkeit mißfallen hätte. Der Sergeant", sagte er. hat mit der Sache nichts zu thun! Es ist Ihre Aufgabe, den Fall zu verfolgen, und ich bin sicher, daß man dies einem Manne von Ihren Talenten und Ihren Erfahrungen ruhig überlassen kann." In Roberts Wesen und in dem ruhi gen Spott dieses Komplimentes sür Herrn Brusel lag etwas, was diesen Herrn ein wenig aus der Fassung brachte. Ich wollte Sie nicht beleidigen", murmelte er. es ist nur meine Art so." Dann fügte er hinzu: Wir wünschen Alle, die wlr hier sind, diese Ausgabe gemeinschaftlich durchzu führen. 'Ich bitte um Ihren Beistand. Ich habe bemerkt, daß Sie die Sache mit ungewöhnlicher Umsicht eingeleitet haben. ' Habe ich Ihnen das nicht be reits gefagt, Jnsvector? Und ich dachte, Sie werden vielleicht noch etwas mehr wissen." Ich habe Ihnen Alles mitgetheilt, was ich ermitteln konnte", sagte Sergeant Power kühl. .Ich habe meine
eigene Meinung über die Sache, wie te richtig zu vermuthen scheinen, aber ich ziehe vor, sie sür mich zu behalten. Meinungen zu äußern, ist ost aefübrlich und sührt zuweilen in böse'Verlegenheiten." ..Gut. thun Sie. wie es 5ibnen beliebt", erwiderte Mister Brusel, aber bemerken Sie wohl, Sie thun Unrecht, wenn Sie sich von mir abwenden. Ich bin ein bischen eigenthümlich, das weiß ich, das ist so meine dumme Art, aber ich bin nicht bösartig. Sie können überall danach fragen, ob 'jemals Tom Bruse! einem Kollegen schroff begegnete oder sich fremdes Verdienst anzueignen suchte." Mit seinen scharfen Augen und buschigen Augenbrauen und feiner langen Nase sah 'Tom Brusel wirklich so aus, wie er sich selbst beschrieb. Er ließ sich vielleicht zu sehr gehen und war in seinem Benehmen gegen solche, die er für seinesgleichen oder für seine Untergebenen hielt, ungeniert,aber sein Wesin hatte einen Hauch von Ausrich tigkeit und Gutmüthigkcit. Er wollte niemand beleidigen und hatte nur die Unvorsichtigkeit begangen, Robert Powers Empfindlichkeit und nieöcrgedrückte Stimmung zu verletzen. Der Letztere jedoch machte sich bereits Vorwürfe über fein abweisendes Verhalten. .Es ist schon gut, ich habe keinen Groll gegen Sie," sagte er. Ich 'glaube nicht, daß ich Ihnen viel helsen kann, denn bis jetzt bin ich selbst ganz im Dunkel, aber wenn ich Ihnen irgendwie nützlich sein kann, bin ich gerne bereit dazu." Ihre Hand daranf, .a Sie können auf Tom Brusel als auf einen Freund rechnen!" rief der Detectiv leb haft. Und erlauben Sie mir zu fagen, daß ich stelz darauf bin. mit einem Mann Ihrer Art verbündet zu sein." Nun zur Sache!" sagte Robert Power lächelnd, aber merken Sie wohl, ich weiß wenig Zuverlässiges Sie haben die Leiche gesehen?" .Jawohl." Sie sahen diese beiden schrecklichen Wunden und den Einschnitt unter dem Arme?" ,Ja." Sie haben gehört, wie der Derbre cher entflohen ist?" .Ja. Was dann?" Nun." sagte Sergeant Power, während sein Blick sich aufheiterte, meine Ansicht ist, daß der Mord über Haupt nicht von einem Weib, fondern von einem Manne ausgeführt worden ist." Wäre eine Bombe im Zimmer zerplatzt, so hätte die Aufregung nicht größer sein können, als 'sie Robert Powers Bemerkung hervorrief. Der Inspektor blickte auf. um sich zu überzeugen, daß fein Untergebener bei vol lem Verstand sei, während der Detectiv ein langes Pfeifen hören ließ, welches sein tiefstes Erstaunen ausdrückte. Gerechter Himmel!" sagte der Inspektor, was in aller Well sprechen Sie da. Power? Hat denn nicht Frau Gregorn selbst das Weib aeleben? Frau Gregory sah die Kleider der iirau," erwiderte Pswer. nicht aber
tbr Gesicht, und hörte nicht ihre
Stimme. Es kann sein, daß ich mich irre, uud was ich sage, beruht nur auf c:ner unoenimutten ermuiyung. Aber hören Sie mich an. Ich lenke Ihre Ausmerkzamkeit zuerst auf das Verbrechen. Was finden wir da? Eine Dame mit durchschnittenem Hals, zwei lanae Wunden, wie von dem Mencr eines Ehirurgen. Würde eine Frau aenügenö Kraft dazu beseuen haben? Das bezweifle ich. Würde sie dei! Muth gedabt haben, darauf noch im Zimmer zu bleiben, in Gegenwart ihres Opfers alles zu durchwühln, ihre Hände zu waschen und dann schließlich noch diejen Ausschnitt unter dem rechtcn Arme zu machen, die Leiche halb zu entkleiden und nachher sie wieder anzu kleiden, daraus, ohne irgend eine Spur u hinterlassen, durch das Fenster zu entfliehen und es dann hinter sich wieder zu verschliefen, um uns auf salfche Spur zu sülzren ? Gibt es irgend eine Frau, frage ich Sie. roelche alles das hätte tbun tonnen i" Was das betrifft, so bin ich nicht so . . . . sY1 4 V lidjcr". vemerlle '.'.'er. Bruski Zwelseino. ..ich habe Geleaenbeit gehabt, weibliche Teufel kennen w lernen, welche zu Allem im Stande waren." ..Das ist möglich", erwiederte Sergeant Power, aber noch eins: Wer hat diese Frau gesehen? Niemand. Frau Gregore konnte nur aussagen. sie sei groß und dunkel und in einen langen Sdawl eingehüllt gewesen. ie hat nch o viel als möglich verdorgen und war die Treppe hinauf gegangen, ohne ein Wort zu sprechen." Das beweist nur", bemerkte der Jnspeetor. den Kopf schüttelnd, was für eine schlaue Person sie war. Sie war mit Mordgedanken gekommen. und wollte deshalb nicht mehr von ihrem Aeußeren sehen lasten, als durchaus nöthig war. ES rst eine seltsame Ansicht, die Sie da ausgebrochen haben. Power, aber ich fürchte, Sie werden mich nicht überzeugen können." Aber lassen ie ihn trotzdem aus sprechen". sagte Mr. Brusel, wir haben noch nicht Alles gehört." Nein. Sie haben noch nicht Alles gehört", bestätigte Robert Power. Der junge Mann wurde warm. Es ge währte ihm nach einem langen, pein lichen Zustand des Zweifel's Erleich terung. seine Gedanken auszusprechen. Erinnern Sie sich", fuhr er fort, zu dem Inspektor gewendet, jenes Papierschnitzels mit den französischen Worten darauf, den ich Ihnen gab?" Ja", erwiderte der Jnspector. ich habe ihn bei mir in meinem Taschenbuche." Gut. Damals hielt ich es noch sür unnütz, Ihnen zu sagen, daß ich die Handschrist als die eines Mannes erkannte, den ich kenne." 'Wahrhastig?" rief der Jnspector, griff nach seinem Taschenbuche und zog den Papierschnitzel heraus. Derjenige, der diese Worte hier geschrieben hat", fuhr der Sergeant fort, ist ein alter Bekannter von mir, aus der Zeit, bevor ich in den Dienst trat. Er kannte die Ermordete, und er ist in diesem Augenblick hier in der Stadt. Ich habe ihn mit eigenen Augen ge sehen, und so sicher, als ich hier vor Ihnen steht, wenn wir es auch noch nicht beweisen können, ist er der Mann, welchen Frau Gregory als Frau verkleidet sah, und welchen wir wegen des Mordes in der Villa Rob Roy suchen." XII. Sowohl der Jnspector, als auch der Detectiv sprangen erstaunt auf. Was habe ich gefagt?" rief der Letztere triumpbirend. Habe ich eS nicht in Ihrem Gesicht gelesen, daß Sie noch etwas wissen?" Nachdem Sergeant Power feine geheime Ueberzeugung in so entschiedener Weife ausgesprochen hatte, fürch tete er nun aber doch, zu voreilig gewe scn zu sein. Aber merken Sie wohl", fügte er hinzu, ich habe nur sehr wenige wirk lichc Beweise. Ich erkannte die Handschrift aus diesem Papier und erblickte gestern Abend ganz zusällig den Mann, der diefe Uöorte geschrieben hat. nachdem ich ihn seit Jähren aus dem Gesicht verloren hatte. Dies führte mich endlich auf diesen Schluß. " Wie heißt er?" fragten Beide w einem Athem. Sein Name ist Samt Alban", erwiderte Robert Power. Saint Alban!" rief Mr. Brusel, das ist ja merkwürdig!" SaintAlban, wenn es derfelbe ist. ist einer der reich sten Leute in London, sein Name ist an der Börse gut für jede Summe. Wie in aller Welt haben Sie ihn kennen gelernt?" Sergeant Power zog seine Stirn zusammen. Vor einigen Jahren lebte ich in Manchester", erwiderte er, dort habe ich ihn kennen gelernt. Damals war er noch nicht reich, ich hatte sogar allen Grund zu glauben, daß er sehr weit davon entfernt war." Ich will gehangen sein", rief Mr.' Brusel in seiner ungenirten Sprechweise, wenn ich weiß, wie das alles zu verstehen ist. Aber sprechen Sie Ihre Meinung ganz aus. und dann wollen wir sehen, was wir zu thun hate.L Meine Ansicht ist folgende", sagte der junge Sergeant. Wir wissen nicht, wer die unglückliche Dame war, aber es ist bekannt, daß sie hierher kam. um mit irgend Jemand zusammcnzutreffen oder.Jemand aufzusuchen. Sie war eine Französin und Saint Alban. welcher sagt, er sei ein Engländer von ausländischer Abstammung, hat früher, wie er einmal sagte, in Frankreich gelebt. Kann er sie nicht dort kennen gelernt haben? Das ist der eine Theil des Falles. Dann ist auch der. Umstand zu berücksichtigen, daß der , Brief, welchen die Fremde erhielt, von hier kam, wovon wir uns durch die Zeit iner Bestelluna übeneuat baden.
Wir wissen auch, daß der Mörder die Villa Rob Roy genau gekannt haben , muß, um durch das Fenster zu ent.
fliehen. f Das Uebrige, die Kraft, Vntt4ct Xt 4rtXsiA ftTit.Xa ftamtft Vit l unu;i uiv twitiui .juaut lultfi, wi( Ueberlegung und Sorgfalt, mit der alles ausgeführt wurde, dient nur zur Bestätignng meiner Vermuthung. Ich habe die gane vergangene Nacht darüber nachgedacht, aber ich kann zu keinem j anderen Schlüsse kommen." Aber was kann der Zweck gewesen sein?" fragte der Jnspector. aus we! chen die Mittheilungen des Sergeanten großen Eindruck mächten. ! Der Zweck ist für mich so dunkel, als für Sie. Der Mörder muß die Dame gekannt haben, das ist sicher, und sie kam, um ihn aufzusuchen. Sie wissen, was ich über ihre Fragen nach dem feinsten Hotel der Stadt von dem Zimmermädchen des Royal Hotels erfuhr. Die Dame muß augenicheinlich von den verbesserten Umstünden Saint Albans gehört haben und glaubte dem nach, ihn am ersten in dem theuersten und vornehmsten Hotel zu finden. Stimmt das nicht Alles zu meiner Annähme?" Inzwischen hatte der Detectiv das Stück Papier des Briefes ergrissen und betrachtete es aufmerksam. Es ist eine ganz merkwürdige Hand schrift", sagte er. Ich habe etwas der Art schon srühcr gesehen. Es sieht aus. als wenn jemand versucht hat. seine Handschrist zu verstellen. Ich hatte einmal einen Fall mit einem anonymen Brief, welcher mich daran erinnert. Sie sagen also, Sie haben die Hand schrist wiedererkannt?" Sofort!" erwiderte der Sergeant in bestimmtem Tone. Tiefer Saint Alban hat also öfter an Sie geschrieben?" - Ich habe einen oder zwei Briefe von ihm erhalten, worin er mich um eine Auskunft fragte, die ich ihm geben konnte." Haben Sie dieBriefe aufbewahrt?" fragte Mr. Brusel trocken. Nn, ich habe sie schon lange vernichtet. Aber die selsame Handschrist fiel mir damals auf, und als ich diefcs Papierstück sah, lebte meine Erinnerung wieder auf." Es ist sehr schade, daß Sie diese Briefe nicht mehr haben", bemerkte Mr. Brusel, dann hätten wir ihn sofort. Eine verdamn t kitzliche Geschichte", fügte er nach einer Weile hinzu. ..und ich weiß nicht, ob wir es waaen sollen? Was wagen?" fragte der Jnspector Gadd. Nun, diesen Menschen fcstzunehrncn." Sergeant Power schwieg, und der Jnspector sah außerordentlich ernst aus. Sie sehen", erklärte Mr. Brusel. seinen Bart streichend, ich bin geneigt zu glauben, daß unser Freund, der 'Sergeant, den Finger auf die richtige Stelle gelegt hat. Er hat die Sache sehr gut angefangen, und der Teufel hat ihm dabei geholfen, von Anfang bis zum Ende. Ich habe ihm sehr aufmerksam zugehört. Dieses Stück Pa Pier ist nicht viel, aber ich habe Beispiele gehabt, wo viel weniger nöthig war, um einen Mann sicher zum Galgen zu führen." Aber glauben Sie, daß wir es wagen können, mit so schwachen Gründen vorzugehen?" fragte Jnfpector Gadd. Wir'haben nur diesen Papicrschnitzcl, ein Nichts! Wie will Power beweisen, dag er sich in der Handschrist nicht ae irrt bat?" Wer nicht waat,Fgewinni nicht". erwiderte Mr. Brusel. Wenn dieser Mensch einen Brief, wie diesen da, ge schrieben hat. muß noch mehr ocn der selben Handschrist zu finden sein. Wenn wir ihn festnehmen, erlangen wir vielleicht auch noch andere wichtige Beweise zu seiner lleberführung Kleider oder sonst irgend welche Sachen. Sie würden erstaunt sein über die Menge von kleinen Zwlschenfällen, welche oft eintreten, wenn einmal der Stem m s Rollen gekommen izt." Aber dennoch" bemerkte Mr. Gadd, den Kops schüttelnd. Ich gebe zu. daß eS sehr gewagt Wäre, diefen Mann zu verhaften", un terbrach ihn Brusel, zuma! wenn mir seine hohe Stellung in der GeseUfchaft berücksichtigen. Fatal, sehr fatal: Aber was sollen wir machen? Ich glaube, der Sergeant hat Recht, und wenn St. Alban der richtige Mann ist, warum sollen wir nutzlos Zeit verliercn?" Sie werden es am besten wissen. Sie sind erfahrener, als ich in solchen Sachen", sagte der Jnspector. aber ich fürchte, wir können :n abscheuliche Ver legenheit kommen." Das ist richtig", erwiderte Gruscl, und daher muß die Sache forsültig überlegt werben. Eine junge Dame ist ermordet worden und der Mordet ver schwunden. Der Sergeant behauptet. er sei ein Mann, und hat gute Gründe dafür angeführt. Wenn wir nun zu den anderen Zeugenaussagen übergehen und annehmen, es sei eine Frau, wo bleibt dann unsere pur? Eine Frau, welche wie Rauch in der ' Luft ver schwunden ist. Niemand weiß etwa? von ihr, sie ist in der tadt nicht gejehen worden, obgleich sie wenigstens feit einigen Tagen hier gelebt haben muß. sie ist nicht auf den Bahnhöfen bemerkt worden, die ganze Stadt ist in Aufreaung über diefen Mord gerathen. aber kein Mensch ist aufgetreten, um uns die gcrkngfte ?luskunft über sie zu geben. Ist das nicht sonderbar?" Der Detectiv wandte sich um und blickte den Jnspector an, um den Erföla seiner Rede besser zu beöbachkcn. Aber, um aus diefen Mann wieder zurückzukommen", nahm Mr. Brufel wieder die Unterredung ant, hier ha den wir wenigstens etwas. Der Sergeant fand dieses Stück Papier Und erkannte sofort die Handschrift als die eines Mannes. den ' er aus früherer Reit kennt., Entweder ist es sei?eneitZ
ein Mißverstäudniß, oder er hat Recht. Was folgte dann? An demselben Tage begegnete er gerade dem Menschen, an : den er am Morgen gedacht hatte, ob-
gleich er lhn fett Jahren mcht gesehen hat ist es nicht so, Sergeant? und ein so unerwartetes Vergnügen fich nicht träumen ließ. Das ist merkwürdig! .Was denken Sie davon?" Dazu kommt noch", sagte Robert Power nach längerem Schweigen, daß dieser Saint Alban im Marinchotcl feit einiger Zeit wohnte, alfo gerade an jenem Ort, nach dem sich die Französin fo angelegentlich erkundigte." Richtig", erwiderte Mr. Brufel. und da haben wir sofort, was wir eine gute Spur nennen, wenn wir fre nur zu bcnützcn verstehen. Ich denke. Sie haben dafür gesorgt, Sergeant, daß er Sie nicht gesehen hat, wenn Sie thn beobachteten?" GewiE, er hat mich nicht gesehen". erwiderte Robert, davon bin ich überzeugt." VortrcnllchZ Wlr müssen nun be weisen, daß er die ermordete Dame gc kannt hat und einigen Grund hatte. sich ihrer zu entledigen. Wir müssen ferner feststellen, daß er mit ihr in der Verkleidung als Frau zusammentraf. zufolge beiderseitiger Verabredung. und daß er mit ihr nach Hause ging und ihr den Hals abschnitt.. Es klingt wie ein Roman, nicht wahr? Aber es ist nicht unmöglich, und ich habe oft ge lesen, wie ebenso unsinnige Geschichten passirten, besonders unter Ausländern. welche solche kleinen romantischen Züge lieben. Nun. wie stehen wir jetzt? Unser Mann hält sich für vollkommen sicher, er weiß nichts von unserem Freund, dem Sergeanten, und glaubt, wir jagen Alle einem Frauenzimmer nach. Wer kann sagen, was gcschiecht, wenn wir ihn plötzlich fassen und ihn unserem Freunde hier, seinem früheren Bekannten, gegenüber stellen, während wir ihn geradezu deS Mordes anklagen? ES ist gewagt, aber ist die Sache nicht werth. daß wir'S wagen?" Mr. Brufels Beredsamkeit war überzeugend, aber der Jnspector, ein vorsichtiger Mann, zögerte noch immer. Wir müssen einen Verhaftsbefehl haben, ehe wir das thun können", sagte er, und welcher Nichter, glauben Sie wohl, würde auf solche Gründe, wie Sie sie vordringen, einen Verhaftsbefehl unterzeichnen?" .Unbeforgt!" rief der Detectiv, sie müssen thun, was wir verlangen. Wir haben es mit einem schweren Fall, einem Mord zu thun, und da darf der Richter nicht fo ängstlich sein." Ich glaube, ich weiß einen Mann, der uns hrlfen könnte", sagte Sergeant Power. Wer ist das?" fragte der Jnfpec tor. Mr. Kingsford. Er hat großen Einfluß, und ich bin dessen fast sicher. daß er die Sache wagen wird, wenn er unsere Gründe angehört hat." Mag es gehen, wie es will, das Ende der Welt werden wir doch nicht herbeiführen, daß wir auf diesen Saint Alban losgehen", bemerkte Mr. Brusei. Er ist ein dicker Gelds ack. aber, wenn wir uns wirklich irren sollten, so können wir uns ja entschuldigen und ausdrücken, wie außerordentlich wir bedauern, ihn gestört zu haben. Es besteht doch nicht etwa Feindschaft zwischen Ihnen, nicht wahr?" fügte er hinzu, zu Robert Power gewendet. Ich kannte' ihn nur oberflächlich", erwiderte der Letztere, aber wir standen immer auf freundschaftlichem Fuß." . In diesem Augenblick wurde an die Thüre geklopft. Der Inspektor rief herein, und ein Mann in schäbigem Anzug trat ins Zimmer. Holloh. Johnson, sind Ste'S?" rief Mr. Brufel aus. was gibt's? Sie können vor diesen Herren unbesorgt sprechen. Das ist einer meiner Leute". sagte er zu dem Jnspector und zu Robert Power. Haben Sie etwas Neues erfahren? Johnson?" ES ist Alles ganz vergebens gewesen, erwiederte der Mann, ich hielt es für das Beste. Ihnen das zu sagen. Wir haben Alles versucht und sind überall gewesen, ich oben in St. Cuthbert und Elan in der Stadt. Wir haben keine Spur, S tr!" Und Sie wollen gewandte Burschen sein?" bemerkte der Detektiv sarkaft'lch. Seien Sie nicht ungerecht, wir haden unsere Pflicht gethan, so weit es nach den gegebenen Andeutungen möglich war." Nun denn fort mit euch, ich werde euch später weitere Instruktionen ge-den.-Tcr Detektiv Johnson verschwand, ziemlich überrascht, daß er nicht mit einem Strom von Vorwürfen empfan gen wurde, wie er nach diesem Mißlittgen sicher erwartet hatte. Sobald er gegangen war, stand Mr. Brusel auf und ging einen Augenblick zm Zimmer aus und ab. Das bringt mich zum Entschluß", sagte er endlich zu dem Inspektor oewendet, ich kann mich auf diefe Leute verlassen, sie sind die gewandtesten und schlausten Burschen, die wir haben. Ich habe sie an der Arbeit gesehen und weiß, was sie leisten können trotzdem sind sie mit leerer Hand zurückgekommen. Wir müssen es wagm! Wie man die Sache auch ansieht,' wir sind in Gefahr, hinters Licht geführt zu werden. Verfchasien Sie sich den Ver Haftsbefehl. ich werde, die Verant wortung auf meine Schulter nehmen. iöortsetzüng Zolgt.) UnnöthigeS Bedauern. Dame (zu einem Herrn, der soeben auZ dem Sattel aefloaen): Wie bedauere ich. Sie im . Uebermuth zum Reiten ' . v x. i v:.r. . nimiri unii mirnruj in, oiqc unungc Nehme Lage gebracht zu haben!" -Psem O. das ist nickt so scklimm. al es aussiebt.. icb , versickere Sie. es war mir viel schlimmer, als ich noch oben saß!"
SB
Die Erforschung LlustralienS. Trotzdem Australien unter allen Welttheilcn der kleinste, geht es doch mit der Erforschung seines Innern verhältnißmäßig langsam vorwärts, und obgleich in den letzten Jahren gerade außerordentlich viel in dieser Richtung geschehen ist, sind wir doch heutzutage von einer genauen Kenntniß die ses merkwürdigen Eontincnts noch sehr weit entfernt. Mau sollte meinen, daß gerade die australische Eolonialverwal tung und die Bevölkerung selbst das meiste Interesse an der Erforschung deS Landes haben sollten. Aber gerade von dieser Seite geschieht am allcrwe nigsten. Die bisherigen Expeditionen sind meist von England aus equipirt worden; auch durch Deutsche, wie be. sonderZ durch den wackern Dr.eich harot, ist viel Licht über das räthsdhaste Innere verbreitet worden. Bekanntlich ist das Haupthinderniß der Erforschung Australiens seine eigenthümliche Bodcnformation und der dadurch bedingte Wassermangel. Australien gleicht einer Mulde; die Höhcnzüge sind auf die Küsten vertheilt, während nach dem Innern zu das Land sich senkt. Anstatt daß die Flüsse und kleineren Wasserläufe in's Meer münden. entspringen sie hier nahe der Küste und wenden ihren Lauf nach dem In nern zu. Tief cingeschnittcne Thäler oft mit herrlicher Vegetation, begleiten den Flußlauf, und oft genug endet die ser aus Mangel an Zuflüssen kläglich im Sande; er trocknet ein. Dieser Gegensatz zwischen rcgenlvser Dürre m Innern und der Feuchtigkeit an den Küsten wird auch durch die Bodenbil dung bedingt. Denn die Feuchtigkeit, welche, die Seewinde vom Meere her führen, schlägt sich an den Bergketten nieder und diese verhindern wie eins ktarke Wand den Eintritt feuchter Lust irömungen in das Innere des Landes. LmdsayS Erpcditkon in Südaustralicn. Im Süden des Continents zieht sich langgestreckt und sichel oder halbmondförmig die Große Australische Bucht entlang, im Westen begrenzt vom Point d'Entrccasteaux,' im Osten vom Kap Otway oder richtiger von der Insel Tasmania? die dem Festlande vorgcla gert als dessen äußerster Ausläufer be trachtet werden muß. Das ganze weite Gebiet, welches sich etwa von der Mitte der Großen Bucht bis zur Wcstfpitze er streckt, hat von jeher als der ödeste und dem Anbau am wenigsten zugänglich? Theil Äustralictis gegolten. Die Aei senden Telisser und Hardwicke stellten fest, daß sich von hier bis tief in'S Jn ncre eine völlig wüste und baumlose Ebene, an Gestalt einem Halbmonde ähnlich, die sogenannte Nullarbor Ebene erstreckt, deren Namen auf ven gänzlichen Mangel an Pflanzcnwuchs hindeutet. Neuerdings hat der cn Iische Reisende Lindsay es gewagt, wnter in das unbekannte Innere vorzu dringen. Ter Weg, den er genommen, ist auf der obigen Karte veran schaulicht. Dieser Theil Australiens ist wohl der wasserärmste de? Eontincnts. Nicht ein einziger Fluß fällt in die Große Bucht. Auch im Innern mangelt es gänzlich an fließendem Wasser. Die weiten Ebenen haben hier, kleine oascnartige Stellen mit frischem Wasser und dem entsprechender lebhafter Vegetation ausgenommen, einen sehr unfruchtbaren, mit dichtem Gebüsch bedeckten Boden, dem es an jeglichen frischen Quellen mangelt. Besonders charakteristisch für diese Region sind die großen Scebccken. öie aber leider nur mit stark salzhaltigem Wasser, eft auch mit salzigem Schlamm gefüllt sind. Sie bilden ein zusammenhüngcndeS System unter sich, ahnlich der Havel in der Mark Branden bürg, die auch kein eigentlicher Fluß, sondern nur eine Kette von i'ceartigen Erweiterungen ist. Von sprudelnden Quellen ist überhaupt in Australien so gut wie gar keine Rede, daher der Umstand, daß die Wche und Flüsse nur nach starkem Regcnfall einen zusammenhängcnden Lauf haben. Auch die EMdition Lindsays hat dies wieder auf's Neue bestätigt. Unter diesen Umständen ist auch der Süden Australiens höchstens sÄr die Zucht des genügsamsten HausthierS, des Schafes, geeignet. Won einer geregelten Landwirthschaft ist überall nicht die Rede. 21' pfiffiger Patient. .Drei Pill'n mußt D' nehma alle,?, t..,' M.'!. 'wiutiw fVV" Da Tocta hat's befohl'n!" .i, sagt der Mann, wenn r dös kunnt' Sollt' ml' der Tcufi hol'n!., . ' Weißt D' was, die G'schtcht', die !Z raa 3 dumm, m'A ff: cfiTwrti LULIL ULil.li llLllli. -LlllLI . I Du machst um jcd's an Knöd'l "rum. Damit i' f 'nunta drma'!"
i SsNiFÄ 1 : ' "i'-is 'i-,'r?i'' tt'ti.'fi.kAvTffKKAA- , !3sAi?5-:-$$m MMMGzWW ! M-l-bf&'ti'-' 3lT(ZiM : MT ' -'5 Trr-i? .(Mj.t.S'niiMj', m, tM&u'M 1 -!f ZsJ&fz-rz .'Mk&H '
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