Indiana Tribüne, Volume 15, Number 305, Indianapolis, Marion County, 22 July 1892 — Page 2
JndZana Tribüne. Erscheint TAgiich und Äonn t n gs.
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In unserer Zeit des immer l lebhafteren und innigeren Volkerverkebrs ist die Frage der raschen und praktischen Bewältigung von Sprachen du der That eine brennende, und wir !in Amerika sind gewiß fo stark, wie nur Jemand, an ihrer Lösung interesfirt. Aicht umsonst haben sich die berühmte' sfen Sprachlehrer und Kenner seit Jahrzehnten dieser Aufgabe gewidmet, jinit hat ein System das andere gejagt. Die Lösung, welche Gouin bietet, ist eigentlich 'nur eine vollkommenere Ausgestaltung dessen, was man bei uns l längst als natürliche Methode" kennt. Qt will, daß jeder Ä!ensch eine fremde ,-Sprache im Wesentlichen fo lerne, wie das kleine Kind leine Muttcrfprache, nämlich mit dem Ohr. und nicht, weiNigstens nicht direct, mit dem Auge. In gelungener Weise schildert Gouin feine eigenen Erfahrungen mit einer der allerfchwersten Sprachen sür den Nremden. der deutschen nämlich. Gouin hat eine ungewöhnlich rasche Auffassungsgabe und ein riesiges Gedächtniß. dazu einen außerordentlichen Fleiß, und wenn bei irgend Jeman dem. so mußte bei ihm das Sprachen lernen aus Büchern von glänzendem Erfolg begleitet sein. Aber gerade durch diese Versuche ist Gouin ein Todfeind vielleicht ein etwas übertriebener dieser Methode geworden. (5r kam von der Universität Caen nach Berlin, nachdem er eine deutsche Grammatik in dem fast unglaublichen Zeitraum von neunTaen vollständig in feinem Kopf ausgenomm.'n hatte. Ab'r die Grammatik nnyte ihm gar nichts; ebmlo die Wörterbücher und StammeVerzeichnisse, d.e er nun mit einer wahren Wuth verschlang: ebensowenig die neueste Ausgabe von Ollendors; ebenso wenig die Versuche. Goethe und SchikZer zu übeneken. Er wurde ausgelacht und konnte den Vorkefungen der Pro fessoren niemals folgen. Da merkte er zufällig, dan eines seiner Cnkekchen. ein Kind von 3 Jahren, das vor 6 Monaten noch gar nicht hatte sprechen tön.im, nunmehr fließend über alle Tinge sprach (ausgenommen vielleicht die Hegel'sche Philosophie). Da ging ihm auf einmal ein Kronleuchter auf. So. und nicht anders, wie die Kinder sprechen lernen, muk jede Sprache gelernt werden," sagte er sich. Er beobachtete das Kind und guckte oder vielmehr hörte ihm seine ganze Methode" ab. Dann ging er bei einer deutschen Familie in Pension und veranlaßte die Leute, ihre kleinen Kinder ihm in Obhut zu gebm. Von diesen ließ er sich nun Deutsch beibringen, während e? ihnen auf dieselbe Art ' Französisch beibrachte. Er entdeckte, daß die mündlichen Veschreibungen von Dingen, die man einmal ge sehen hat. sich schneller und fester, als alles Andere, einprägen, daß man in Sätzen viel schneller kernt, als in un zusammenhängenden Worten, und die Kinder sich stets eine Reihe Sätze in die lrinnerung rufen, indem sie sich die entsprechenden Vorgänge in ihrer na türlichen Reihenfolge vorstellen, und daß die Aufmerksamkeit mehr auf die Zeitwörler. als aus die Hauptwörter zu concentriren ist. Schon binnen vier Wochen konnte er eine gewöhnliche deutsche Untechaltung führen, und setzt kam er ganz wunderbar vorwärts. Sehr naheliegeiw ist der Gedanke, daß ihm dabei doch feine früher erworbene Aücherkenntnisse sehr förderlich gewesen seien. Er weist aber 'diesen Gedanken weit von sich. Im Gegentheil.- ruft er aus. geschadet hat mir dieser Wust, und 'ich mußte ihn erst vergessen, namentlich da' er mir eine ganz falsche Aussprache angehängt ,ba!te Um nach Gouins Methode, eine Srache vollkommen zu lernen, sollen 300 Lectionen von je 3 Stunden erforderlich sein: dann soll man 100 i00 Sähe bilden können? Für gewöhn, liche Bedürfnisse aber, einschließlich des Zeitungslesens und des Verstehens aller 1 landläufigen Unterhaltungen, reicht ein Hörstudium von sechs Monaten mit täglich zwei Stunden, als im Ganzen etwa M Stunden, völlig aus. Er selber hat diel schneller gelernt, aber das soll nicht maßgebend sein. Ohne Zweifel wird dieser Rousseau der Sprachlehre in weiten Kreisen Schule machen. Franktsmus und VerfotgungG i;!f-"." Wahn. Manche schauerliche SensakionZcha. rattere der neuesten Zeit, in der neuen sowohl wie in der alten Welt, könnten Einen fast zu dsr Ansicht bringen, daß unser Zeitalter reicher, als jedes frühere, an geistigen und sittlichm Mißgeburten sei. '. Wahrscheinlich behält auch hier Ben Akiba mit seinem JVM schon da gewesen" Recht; man denke nur an die uns noch heute zugänglichen und offen dar (infolge der mangelhaften Ent Wicklung der Preß und'sonstigen Aus Zunitsverhältnisse :, im Vergleich zu Anseren Tagen) sehr , dürftigen Erimi natberichle aus früherer Zeit. Immerhin ist es interessant, sich mit nianchen. gegenwärtig zahlreich hervor
tretenden geistigen Abnormitäten zu befassen. Unser Land scheint einen besonders günstigen Nährboden ' ''für Eranks" aller Grade und Sorten zu bieten, und unter dies? wieder machen sich, nächst den verkannten Genies, die an Verfolgungswahn Leidenden, die
meist aus ersterer Klasse hervorgegangm j sind, stark bemerklich. Dr. p. S. Williams. Superintendent der Hospitäler von Randalls Island, dat jüngst eine bemerkenswerthe Arbeit über diefe Art von Wahnsinn geliefert. Die Anlage dazu führt er aus ist gewöhnlich eine vererbte und beruht auf überkommener geistiger Unstatig icit; sie ist schon beim Kinde zu erkenneu. das eine krankhafte Empfindlichkcit und großen, wenn auch ihm selbst gar nicht erkennbaren Egvismus zeigt, meist in Verbindung mit stellenweisem, nicht unbeträchtlichem Talent, das schon z.'itig hervortritt. Bei verständnißvoller Behandlung könnte diese Veranlagung genügend cvntrollirt werden, um das Kind vor dauerndem Schaden für sich und Andere zu bewahren. Leider aber ge schieht meist das gerade Gegen theil! Die thörichten Eltern stellen solche frühreifen Kinder bei jeder Gelegenheit zur Schau (mitunter dabei noch von den Lehrern unterstützt), zu Hanse muß sich diesen keimenden Ge nies" Alles unterwerfen, sie werden auf Kosten ihrer Geschwister (wenn solche da sind) zu etwas Besonderem förmlich gezüchtet, kurz, ihre krankhaften -tlllC't lUHUlll UU UUl itll entwickelt. Geht ein solches Kind endmA.K.M I ? Wf4 htidti.i lich in die Welt hinaus, so wundert es sich, nicht die bisher gewohnte Beach tung und Geltung zu finden. Na türkich" müssen sich Neider und Ränke spinner gegen es verschworen haben! Das ist die erste Staffel zum Verfol gungswahn mit allen seinen Schrecken selten; liebevolle Einschränkung wird dieses Ende verhüten, ohne ein wirtli ches Genie zu zerstören ! Ein deutsches Tia.(5ßlar. Ueber den Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht in Eleve, wel cher bekanntlich mit der Freisprechung des jüdischen Schlächters Buschoff endete, bringen die deutschländischen Zeitungen spalienlange Berichte, ähnlich wie ei nerzeit über die ungarischen GerichtsVerhandlungen über-, den angeblichen Aitualmord der! Esther Solymosfy -zu Nyiregyhasa. Eine Frage, die vielfach erörtert wurde und von der antisemiti fchen Presse mit der größten Hartnäckig keit immer und immcr wieder bejaht wurde, betras die'Zulassigkeit des söge nannten Ritualmordes nach den Lehren des Talmud. Die Vernehmung, des darüber als Sachverstündigen vorgeladenen Dr. Nöldecke, Professor der semi tischen Sprachen an der Universität Straßhurg ergab folgendes Resultat: Vertheidiger Rechtsanwalt Gammersdach: Die Vertheidigung hat den Herrn Professor geladen, weil die Behauptung aufgetreten ist, der Mord sei geschehen, weit die Juden zu ihren rituellen Zwek kett Ehristenblut brauchen. Der Herr Professor ist nun in der talmudischen Wissenschaft eine Autorität ersten Ran ges. Ich. richte'deshalb die Frage an den Herrn Professor, ob' in den Reli gionsSüngeKWk. Juden etwa die Blutabzapfung AndersqlSrbiger gebo teil Ist? Prof.Hr. NöldeM Ich habe genau den Talmud nach elner solchen stelle durchforscht und kann mit ziem licher Sicherheit sagen, daß eine solche Satzung nicht in demselben enthalten ist. Präsident: Man sagt, es gebe Stel len tm Talmud, die erlaubten, Anders gläubige zu betrügen und zu todten. Dr. Nöldecke: Ich habe keine solche gefunden. Der bekannte Professor Rohlina be hauptete feiner Zeit in Wien, daß wohl nicht im Talmud aber in Sohar und Seser Halkutim der Ritualmord vorgeschrieben sei. Wenn auch diefe Bücher nicht von allen Juden anerkannt werden, so gelten sie doch der emem Thäte - der , Juden noch aks heilig. Ich habe , nun im Schar und Sefer Halkutim nachgeforscht, aber auch nichts gefunden, was auf unen Rttualmord hindeutet. Ich kann es nür 'als durch m . ' 1- " M 'j.. ' und durch snvol bezeichnen, wenn man behauptet, die Juden brauchen zu ritu ellen Zwecken Ehristenblut. Ebenso frivol ist es. wenn diese Beschuldigung immer und immer wiederholt wird. Ich füge hinzu, mit derselben Sicher hcit. wie ich behaupten kann, im Tal mud steht nichts vom Eisenbahnwesen, mit derselben Sicherheit kann ich be Häupten, daß im Talmud nichts vom Ritualmord enthalten ist. Der ver stor den e Professor Dr. Dclitzsch in Leip zig. einer der größten Kenner des Tal mud. hat die Mutbeschuldigung auf's Bestimmteste widerlegt und dieselbe ebenzall als rnvok bezeichnet. Pros. Dr. Eisenmenger, der kein Juden freund, aber tm zehr ehrlicher Eharak ter war, hat ebenfalls bekündet, daß er keine Dtelle gesunden darauf hindenkel dasz den Juden der Ritual' mord vorgeschrieben .sei. Zur Gefchtchte der Cholera. Aufs Neue aebt durch die Eultur welt der Schreckensruf : Die Eholera kommt!" Jeden Augenblick können auch aus amerikanischen Häfen Alarm gerächte kommen, und dann wird man wieder nach strengen Sperrmaßnahmen rufen ; sogar die KnownothingS werden den Eboleraschrecken ausdeuten. Sa viel Aufbcbens. wie in anderen Zeiten, wird' Ällerdingsjvön'HiiWens 3.. . ". :.. .ii' . fatwn woyi Nicyr gemacyr roeroen, rs t . !l-v 'Vi-s?? .i:'.!.i: A': ' (l DCNN,-oaß oic aucyc löirmui ücuiuy lich wird: denn heuer beschäftigen n viele wichtige Tagessragen das Land) und m einer echten Sau regn rkenzei scheint eS dieses Jahr gar nicht kommen zu wollen ; die gze Wett schein sich die üblichen Sommerferien zu ver kneifen. ' Immerhin dürfte einiges Gefchicht liche über jenen unheimlichen , asm schen Würgengel augenblicklich nich unaeleaen kommen. Es ist merkmür dig, daß aus Asien. ' der" Wiege des Menschengeschlechts", auch so, ziemlich alle die!, furchtbaren keuchen kommen, welche geeignet sind, die Menschheit zu vernichten '.jader 1 pafo vi decimiren.
Davon macht auch die Eholera iwohi zu unterscheiden von 'der Ebolerine oder einheimischen Eholeiü. die eigent lich nur ein verzchlimmerter Turchsall ist, übrigens vielfach von amerikani schen Aerzten fälschlicherweise chojera niorbua" genannt wird, ein Titel, welcher gerade die asiatische E holern bezeichnet!) keine Ausnahme. In dem gesegneten Ostindien hat sie ihre Heimath. und obwohl sie wahrscheiulich schon in älterer Zeit da und dort auf-g- - .?n ist. gehört sie .ossiciell" erst kk'.i Jahrhundert an. Soweit be konnt, war es 1817 das erste Mal, daß sie in Indien weithin auftrat und sich auf b nachbar't Länder, die Flüsse und Landstraßen entlang, ausdetnte. Erst im Jahre 18J erreichte sie das Mittel!ä:aijche Meer und stand an den Pforten Europa, und nicht vor I2l
schwang sie m europaischen Grenzgegen gen, nament'ich im tu sisch n Gou vernement Orenbur. die Todes ense. Im nächsten Jaln wüthete sie in ganz Rußland, und e n '.iteres Jahr darnach verbreiteten dcuk.che Eholera-Epidemien (in Wien. Berlin u. s. w.) gewaltiges Entfeken. 1832 kam die Eholera das erste Mal nach London und von da nach Amerika, nämlich nach Quebec. Direct nach den B:r. Staaten gelangte sie erst 1843: damals wurden cew y&xl und New Orleans von ihr bedrohlich heimgesucht. In den zehn Jahren vo.ber war Europa ganz frei von ihr geilieben. und damit auch Amerika-, auf direc tem Weae. über Den Stillen Ocean, ist die (sholera nie zu uns gekommen. 1849 und waren skr deutsch, land schlimme Eholerajahre. während 1852 Berlin die äußerste westliche Grenze bezeichnet. Mit stellenweisen Unterbrechunaen zog sich die er Berhee rungszug bis in's Jahr iS'M hin. Dann konnte Europa ausatymen in ihrer Heimath erlosch die mörderische Seuche nie wieder ganz bis 18t55; in diesem und im folgenden Jahre wur den viele Tyere Deutschlands und Oesterreichs wieder schlimm von ihr mitgenommen, zumal ihr auch der X5er Bruderkrieg forderlich war. l u,:; wurde wiederum, von Galizien aus. Deutschland heimgesucht, uno zuletzt hielt die EKolera 1884 und '85 in Frankreich. Italien und Spanien große Ernte. Die Ver. Staaten sind inzwischen so gut wie gar nicht mehr von ihrem To desbauck aeltreiit worden. Eine neue größere Eholeraseuche könnte auch für die nächste Weltausstellung Unheil ormgen, auch ohne die amerikanischen G stade unmittelbar zu berühren! Vom Jnlande. Senator Hill trägt, wie die! New York World schreibt einen kurzaeschnittenen Rock, einen Strohhut und ein blasses, abgehärmtes Gesicht mit emer traurigen Mune. Joe Howard spoltert zu weilen über eine große Thatsache. So sagte er zum Beispiel: Dieses Land rann viel euer vle ganze Vrur von Astors als einen Eyrus W. Fuld ent behren.Billy" Pinkerton wird jetzt wahrscheinlich verstehen, weshalb bei der Enthüllung des Tempels Salomon der Ehrensitz nicht dem Silber und Gold schmidt und anderen Künstlern, son der dem rauhen Eisenarbeiter einge räumt wurde. Ein einqewandertes deut sches Mädchen, die 21jährige Louise Ricker. verheirathete sich dieser Tage in Wilkesbarre. Pa., mit dem Neger Jsaak Gould. einem Z0lähnaen Kutzcher. Die Trauung wurde von dem farbigm Prediger M H. Roß vollzogen. Der steugebackene Ehegatte feierte das Er elgmß. indem er sich viehisch betrank. Nachdem der Farmer Wood wart .n e wra, Eak., wochenlange rdereltutigen zu einer Ballonfahrt nach New Vork getroffen hatte, stieg er vor einigen Tagen in Anmezenheit einer Volksmenge in seinem Luftlchm auf. Dieses schoß wie eine Rakete bis zu einer bedeutenden Höhe empor, bis es in eine Luftströmung geneth, in welcher es der See zugekehrt wurde. Um aus dieser Strömung herauszukommen, warf Woodward seinen Ballast, .seine m Waaren und alles Andere aus. ausge iiommen seinen Anker. Schließlich ge tieth das Luftschiff in eine andere Strö mung, durch welche es mit reißender Schnelligkeit landeinwärts geführt würde. Man hegt ernstliche Besorgnisse um Woodward und glaubt, daß man schwerlich je wieder von ihm hören wird. Ein bedau erlicher U nfal! ereignete sich kürzlich beim Aufsteigen eines Ballons in Providcnce, Rhode Island, in welchem sich außer dem Lustichister Allen und seinem Assiften ten ein Trapezkünstler und ein Zei kungsberichterstatter befanden. Die Gondel des Ballons verfing sich' an mehreren Telegraphendrähten'und Allen wurde in einer Höhe von t0 Fuß aus pm Ballon auf die Strafe geschleu dert. Er erlitt einen doppelten Bein brach und andere schwere Verletzungen. Er hatte das Seil zum Oeffnen ' des Ventils in den Händen, und durch, den plötzlichen gewaltigen Ruck trug der Ballon einen Riß davon und klappte Unmittelbar über einem Stallaebäüde zusammen. . Die anderen drei Männer stürzten auch aus dem Ballon und tru gen schwere Verletzungen davon. Eine Tochter des Lustschisjeri Alleü, welche W,,'T,,In! h f0l4rtiiian (ZXt-irtm MUViljVUV)il VI k VVViV(ttll WIUI war..' fiel vor Schrecken in eine mehrere Stunden andauernde Ohnmacht. , Ein I ehr lnter es s ä n t er üM sehenSwerther Theil der columbischen Weltausstellung wird die Bibliothek im Frauenpavillon werden. Dieselbe wird eine Sammlung aller von amerikani schen Frauen geschriebenen Werke ent halten und ' geschmäckvoll eingerichtet werden. Die Räumlichkeit . hat eine Größe von 50 bei 53 Fuß und ist durch Frau' Potter Palmer, der Vorsitzerin d:Z Boards der weiblichen Ausstellung? direktoren. speziell den Frauen des Staates New i)oxt überwiesen. , ', Man wird dort auch einen Ueberblick über Alles gewinnen können. ! wä; Frauen des In und Auslandes auf dem Ge biete der Wissenschaft. Kunst und In dstrie jemals gtleistet haben. Der Raum für diese .Ehrengallerie" hervor ragender Frauen und ihrer Leistungen
st beschrankt, wird aber so viel wie
raendwie möglich ausgenützt werden. Es werden in der Bibliothek auch voll tändiüe Listen aller zur Zeit im In und Auslande bestehender Vereinigul.'' zen von Frauen aufgelegt werden. Eapitän Patrick Woods vom Schooner Madeline Downing beschwort bei Allem, was ihm theuer nd heilig ist, daß er auf der Fahrt oon Bnfialo nach Toledo im Eriesee eine leibhaftige eeschlange beobachtet hat. Wie die Theerjacke behauptet. wurde plötzlich bei ruhigen Wellen das Wasser zu Schaum gepeitscht, was so ort seine Ausmerksamkelt erregte. Alle an Bord waren dann erstaunt, eine groe, mächtige eeschlange zu erblicken. velche sich im Wasser wand, als hätte sie es mit einem unsichtbaren Feinde zu hun. Bald daraus beruhigte sich zedoch oas Ungethüm und streckte sich zu seiner vollen Länge auf dem Wasser aus. D.e Schlange war von dunkelbrauner Farbe und' nach der Berechnung von uapitän Woods mindestens 50 Fuß ang, und hatte einen Umsanq von 4 Fuß. Ten häßlichen Kopf mit großen. techenden Augen, hatte dieielbe vier Fuß über das Wasser erhoben. Man onnte das Monstrum genau beobach ten, uild sehen, wie es sich mit Flossen m Wasser fortbewegte, bis es schließ ich den Blicken der Mannschaft ent schwand. Von großem Interesse ist die kürzlich vom Eensilsamt veröffentlichte Verbrecherstatlstik. Danach be fanden sich am t. Juni 1890 in den Gefängnissen der Ver. Staaten im Ganze,i 82,889 Personen, von denen 7.386 oder 8.97 Proccnt der Tödtung (Todt schlag oder Mord) angeklagt waren. vcach Abrechnung von Z5 Jndi viduen. die noch andeier Verbrechen schuldig waren, befanden sich unter der genannien Zahl 6956 Personen männ iichen und 3! Personen weiblichen Gechlechts. Das Verhaltnin der Ge schlechter war also 94.05 z,i 5.35 Pro ;?ut. Unter der Gesammtzahl besän den sich 4425 Weiße. 2739 Neger. 94 Chinesen, 1 Japanese und 92 Jndiaaer. Von den Weißen waren 3157 in den Ver. Staaten und 1213 im Ausland gcboren. B.i den anderen Weißen konnte das Geburtsland nicht genau festgestellt werden. Das Alter se. der Tödtung angeklagten Personen i ariirte von l I bis 8'Z Jahren. Fast sie Hälfte der Gesammtzahl war unoerh i rathet, nämlich 3015 und mehr als vier Fünftel drr Gefammtzahl h itte kein bestimmtes Gewerbe, Unter der Gesammtzahl befanden sich 253 Perso nen oder 3.44 Procent mit gelehrter B.ldung. 01.73 Pro ent konnten lesen und schreiben und 33.4 Proceiit koun ten weder len noch schreiben. 483 hatten als Soldaten im Bürgerkriege e)ient. Zum Tode verurtheilt waren !58 und warteten ihrer Hinrichtung: zu leben kanglicheui Gesanzniß vcrur theilt waren '2406. zu 20 Jahren Ge fängniß und lehr 845. zu 10 bis 19 uhc.n 1438. zu weniger als 10 Iahrm 1395. Die Zahl der Fälle, die als .Nord ckassisicirt wurden, war 5548. in ker Hälfte der Fälle lautete das Urtheil auf lebenslängliches Gefängniß. Di? Zahl der Fälle von Todtfchlag war i704; in nahezu der Hülste der letzteren Zälle lautete das Urtheil auf mehr, als i hn Jahre Gefängniß. Ein ents etzllches Bervre chen ist kürzlich in Buffalo. N. Y., von einem Apoth.'keclehrllng Namens Ri chard Powers verübt worden. ,Eine Abends spielte die zehnjährige Laura Snyder vor ihrem elterlichen Hause in der Perrystr.. als sich der genannte. eine Blcchkanne tragende Junge ihr näherte, ihr Kleid mit Kohkeuöl begoß und ihr ein brennendes Zündhölzchen darauf warf, so das; das Kleid in Brand gerieth. Im nächsten Augenblick war das Kind von Kops bis zu Fun ,n Flammen gehüllt; die h.'rbeigeeilten Nachbarn vermochten nur mit chwie rigkeit die Flammen zu löschen. Sie brachten das entsetzlich verbrannte Kind in das elterliche Haus und in das Bett. Die Polizei verhaftete den Apotheker kehrZing. welcher durch das Lesen von Schundblättern, in deren einem jüngst ein ähnliches Verbrechen geschildert war. zu der Schandthat veranlaßt morden war. DtUtsche Loealnachrtchten. Provinz Bra n d e n bürg. f Infolge einer Blutvergiftung, die zurch den Stich emes Insekts herbeige führt war. der amtirende Superinten dent und Pastor an der St. Paulskirche in Brandenburg a. Rudols Hembd. -Unvermuthctcn Reichthum hat ein dieser Tage, verstorbener 81jähriger Mann, Friedrich Reichenkron, der seit Jahren in Eharlottenburg in einem dürftig, eingerichteten Zimmer in der Wallstraße in anscheinend ärmlichsten Verhältnissen lebte, hinterlassen. Aller Orten versteckt, fand man im Ganzen Werthpapiere in der Höhe von 300.000 M. Zu Erben hat der Sonderling, obwohl er nahe Verwandle hat, nicht diese,' sondern ein Eyepaar Hammann, das sür ihn Aufwartedienste verrichtet hatte, während die Verwandten sich Nicht in seine Launen fügten, eingesetzt. Der ll äbriae Knabe Richard Riß mann in Trampe lehnte sich aus dem Glebelfenster nnes ,n Abbruch denndli chen Hauses und beobachtete die über ihm beschäftigten Arbeiter. Plötzlich stürzte eine Steinmasse von oben herab und zerschmettert? den Schädel des un glücklichen Knaben, so daß der Tod augenblicklich eintrat Der dritte Hauptgewinn der preußischen Klassen lotterig der mit 4 inen 150.000 M. nach Forst gefallen ist. hat kleine Leute glücklich qcmacht. Emige Forster haben kleinere Antheile, ein Kutscher hat einen "r.. a Fl .:..,. Tt 1. , größeren Poiien oer wewinnsumine ve kommen. Bei der Abfahrt des Berli ner Zuges versuchte in Luckenwalde der StationSassl tent Voigternen Passagier der den schon in Bewegung befindlichen Zug noch besteigen wollte, von der Mit fahrt zurückzuhalten. ! ! Hierbei stürzte der betressende Fahrgast von dem Wa gen und riß den Assistenten Voigt mit unter die Räder. , Beide wurden über fahitn und sofort gctödtet., , , , " , P r ov i nz West Preußen.', Eine freudige Ueberraschuna wurde
einigen Burgern in Briefen zu Theil, indem ein von ihnen gespieltes Loos der preußischen Staatslotterie ..mit einem Gewinn von '50,000 M. heraus kam. Die glücklichen Gewinner, ein Schneider, ein Restaurateur, ein Ge ,
richtskanzlist. ein Fleischer und ein Kaufmann, erhalten Gewinntheile von 5510 bezw. 5000 M. In Kappe hat sich der Besitzer v. Lupinski erschossen. Herr v. L. war Vormund zweier jungen Damen und hatte deren Vermögen zu verwalten, wovon er 25,000 M. in feinem Nutzen verwendet haben soll. Die eine der Damen ist verlobt, in den nächsten Tagen sollte die Hochzeit statt sinden und das Geld beschafft werden, außerdem war an dem auf den Selbst mord fallenden Tag em Wechsel über 0090 M. fällig. Im Hofe des Gerichtsgefängnisses zu Graudenz wurde der vom Schwurgericht zum Tode ver urtheilte Stromarbeiter Gustav Glu gowko durch den Scharfrichter Reindel aus Magdeburg hingerichtet. In Goral wurde der Böttchermeister Ezerlinski in dem nahen Forst erhängt auf gefunden. Unter dem Verdachte des Lsndesverrathes ist der Maurermeister Alberti. welcher auf dem Eisenbahn Betriebsamte in Thorn als Hilfszeich ner beschäftigt war. verhaftet worden. Derselbe soll staatliche Zeichnungen an ausländische BeHorden abgegeben haben. Provinz Pommern. Durch Zufall erschoß sich der erst 19 Jahre alte Sohn des Besitzers Wendt land in Kammin. Bei der letzten Schöffenwahl in Mohrow wurden auch Frauen zur Wahl zugelassen. Eine Wittwe Otto erhielt dabei 4 Stimmen als Schöfsin. Das neuerbaute städ tische Schlachthaus in Pasewolk wurde unter besonderen Feierlichkeiten einge weiht und dem öffentlichen Betriebe übergeben. Der Briefträger August Vaschellke in Zemmin wurde in einem kleinen Wäldchen an einer Fichte mit; tels seines Packriemens erhängt vorge funden. Provinz Schleswig. Hol st'e i n. Beim Rangiren aus dem Bahnhofe m Apenrade wurde der Weichensteller Autzen-Kolstrutz überfahren und getöd tet. Zur Feier des 600jöhr. Jubi laums Haderslebens waren die Haupt straßen und Hauptgebäude geschmackvoll oecorirt. Die dänisch gesinnten Bürger verhielten sich sehr reservirt. An Ver lretern der Provinzialstädte waren 42 anwesend. Die Einweihung des Her zogs Hans'Tenkmals fand Vormittags statt und Mittags bewegte sich ein impo santer geschichlicher Festzug unter zahlreicher Betheiligung durch die Stadt. Ein großes Schadenfeuer hat in Heide oas Gewefe des Korbmachers Haß und das Wohnhaus der Möbelsabrikanten Gebrüder Ehmke in Asche gelegt. hre goldene Hochzeit feierten der frü here Stellmachermeister Bracker u. Frau in Neumünster. Provi nz Schlesien. Aufsehen erregt in Breslau die Ver Haftung eines 70jährigen Arztes, der beschuldigt wird, in etwa zweihundert Fällen Frauen und Mädchen der besteren und besten Stände in Breslau, in den Provinzen Schlesien. Posen und Westpreußen Mittel verabreicht oder verschrieben zu haben, deren Anwen oung ein Verbrechen gegen das keimende Leben bedeutet. f Kanonikus Kar ter, Präfes des sürstbischöflichen Eonst storiums und Vikariatsamtsrath. In seiner Besitzung erhängte sich der Gutsbesitzer E. Fischer, welcher vor tur zer Zeit sein Gut verkaufte, aus Aerger über den zu billigen Verkaus. Die Eantoren Scholz in Eharlottenbrunn uüd in Leutmannsdörf, Zmillingsbrüder, feierten das goldene Amtsjubi läum. Unter entsetzlichen Schmerzen verschieden, ist in Landshut die 14jah rige Tochter des Schneidermeisters Reiß und femer schwer krank darrnederuegenoen Ehesrau an den gräßlichen Ver lekungen, welche sich das iunqe Mäd chen durch Gießen von Petroleum in's Feuer und dadurch hervorgerufene Ex plosion zugezogen hatte. In Karls thal erhängte sich der gräfliche Gasthofs Pächter Joseph. Provinz Posen. Der Gutsbesitzer Dickmann-Wilnn neck in Erone a. B. hat sich erhängt'. Gegen den Lehrer Bruno Gerich aus Groß'Glinno, welcher flüchtig ist ist die Untersuchungshalt wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit verhängt und wird derselbe von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich vertolgt. Wahrend das Banasinski'sche Ehepaar in der Kirche zu Zawidewitz war. suchte der 14jahlige Knabe desselben aus dem Schränk das Gewehr des Vaters hervor, welches mit "iLlt: .L.ri.i.iii '" r. . rx.. i Ji'J1 cyroi geluoen wur. rr ?ryus ging los und traf die 10jährige Schwester so unglücklich m den Kops, da sie sofott ihren Geist aufgab. Provinz Sachsen.Eölleda feiert in diesem Jahre das öy0iäbrlge Jubiläum ihrer Stadtge rechtigkeit. Der Ort Eollithe wär seit 80? Eiaentbum ' des Klo'ters HerSfel und seit Anfang des 13. Jahrhunderlt bersfeldischeS Lehen bc; .Grafen vo Beichlingen. ' Graf Friedrich XI. vöi, Beichlingen verlieh dem bisherigen, mii emer Münzstätte versehenen Marktsleckep Eölleda das Stadtrecht und ließ , den Ort mit Stadtmauer nndMtadlgraben ümgeben. ''ÄttalbstadtüidVäß. von der deutschen Lehrerschaft gewidmeli Denkmal ' des verdienten' Schulmann Kehr enthüllt. . Die Festrede hieltHes mer' Aiü" 0tHtrt': !' Tii '1TtiirfitSi iiikt wipyji ,. iv Halle Wird z' ZU von den besucht zu welchen noch 63 bereits ermatrlkullrte mit verlängertem akade mischen Bürgerrecht , und 78 Hörern kommen : Die' theologische Fakultät zählt 02, die uri tische 181,. die medi cinische 283,' die' philosophische 402 Studirende. Dort elbst der' Profes sor der , Philosophie' Johann Eduard Erdmann -2 Aus Eifersucht versuchte der Arbeiter ,Plelert in Schönedeck seine schlafende Frau zu. erschteen. worauf er sich selbst durch einen' Schuß tödtete.Die Frau ist in den Kopf getroffen und schwer verletzt. " ::r K ; --., :;.,!! 3- ! 'i' ,; ... j ,f , :,4l- Jry , : Provinz Hannover, f In Eelle der Präsident des Ober landesauicktS Dr. Bardeleaen. Die
alljährlich zu verleihende :T Ehrengabe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffdrüchigkr (.Preis Emile Robin" in' Hohe von 400 M.) erhielt in diesem Jahre der Eapikän W. Langen vom
Geesteinünder Dampfer Standard". Ei hatte" am 20; Novemller 1890 im Atlantischen Ocean die aus 13 Perfo nen bestehende Besatzung der englischen Bark Elaudine" gerettet. f In Hildesheim der Director der Jrrcnan stalt. Saiiitätsrath Dr. Snell. - Auf der Zeche Perm bei Laggenbeck ist der lkesselwärter Hch. Röttter verunglückt, daß er von einem Treibriemen erfaßt in die Riemenscheiben Grube geschleudert wurde, wodurch er seinen Tod fand. Osterode a. H. hat nn züngst vcr storbenes Fräulein Franke 40.000 M. überwiesen, aus deren Erträgen Mäd chen und Wittwen vorgeschrittenen Al ters versorgt werden sollen. Auch die Kinderbewähranstalt und das Kranken Haus erhielt namhafte Zuwendungen. Während eines Gewitters schlug in Eickenrode der Blitz in das Gehöft dc3 Hofbesitzer Klaqcs und tödtete den Ge nannten, der gerade beim Kaffeetrinken sa. Provinz Westfalen. t Der Professor der Theologie Dr. I. Schwane in Münster. Ein Flü pel des Bergisch'Märkischen Bahnhofes in Bochum ist infolge einer Gas erplosion abgebrannt.' Baninspector SchMeding aus Essen, Betriebswerk meiste? Fernholz aus Bochum und ein Arbeiter erlitten dabei schwere Verletzungen. In Borken ist eine Klein kinderbewähranstalt in's Leben getreten. t In Werne Kreisphysikus. Sanitätsrath Dr. Hövener. Rhein Provinz. Der Posthilfsbote August Grote vom Postamte Rittershaufen, ist nach Unter fchlaqung amtlicher Gelder im namhaf ten Betrage flüchtig geworden. Ter Notar Beider aus'Erefeld hat sich bei Köln, wohin er gereift war. im Rhein ertränkt. In dem von ihm hinterlassenen Testamente fand sich eine Strafan zeige des Notars gegen seinen Secretar Wilhelm Prinz vor. die zur sofortigen Festnahme des Genannten führte. Auch entdeckte man Unterschlagungen von Depots ?c. in der Höhe von etwa 20. 000 Mark, doch dürfte der Betrag wohl noch bedeutend höher sein. Die Unter schlagungen sollen von dem verhafteten W. Prinz ausgeführt worden sein, doch scheint auch auf dem Notar ein Thei' der Schuld zu lasten, denn er hatte sei Langem Kenntniß von dem Gebühren des weit über seine Verhältnisse auf großem Fuße lebenden Secretärs und besaß nicht den Muth, eine Strasan zeige zu erstatten. Dem Männerge sangverein Eoncordia" in Essen ist aus Anlaß seiner 25jährigen Jubelfeier vom Kaiser eine silberne Medaille mit dem Bildniß des Kaisers verliehen worden. K b n i g r e i ch S a ch s e n. t In Dresden der Schriftsteller Adolf Söndermann und der sächsische Gene ralarzt Professor Roth. In Anna berg beging das Lehrerseminar die Feier seines' 50jährigen Bestehens. Der Arbeiter Nöthig in Ebersbach über fiel seine 16jährige Ehefrau, die er vor Jahresfrist geheirathet hatte, und ver setzte ihr mit einem Bei! drei wuchtige Schläge. Sodann zog er ein Messer, schlitzte sich den Unterleib aus und brachte sich außerdem noch einen tiefen Schnitt am Handgelenk bei, mit dem Vorsatz, sich die Pulsader zu öffnen. Weder bei ihm, noch bei seiner Frau sind die Verletzungen lebensgefährlich. Im Holzbacher Revier ist der Förster Eulenstein von Wilddieben erschossen worden. Wegen schwerer Mißhand lung eines Soldaten wurde der Unter Wachtmeister Donath in Pegan verhaft tet und nach Borna transportirt. In Voigtsdorf fand man den Gemein bevorstand Strauß erhängt vor; jähre kanges- Leiden und die Scheu vor einer bevorstehenden gefährlichen Operation haben den Mann zum Selbstmord be wogen. Inmitten der Stadt Neu städ'el find Wohnhäuser und 5 Scheu nen abgebrannt. Zwölf Personen sind obdachlos. Hesse nD arm st ad t. f Der Präsident der zweiten Kam tner. Abg. Kugler in Darmstadt. Es starb serner: der Hosschauspieler Wlsthaler. Ehrenmitglied der Großher zoglichen Hofbühne. Im Hofe des Prov. Arresthauses wurde der Raub Mörder Kuhmichel vermittelst Guillotine öinqerichtet. Nachdem erst vor rini gen Wochen zwei gut situirten Familien ln Bah-'nhausen eine weit über 100.000 Mark gehende Erbschaft aus Frankfurt a. M. zugefallen ist. hat sich nunmehr Fortuna zwei arme Familien hier i'uS ersehen. Denselben starb vor mehreren Jahren ein Onkel, ebenfalls in Frank Zurt, dessen überlebende Ehehälfte das ganze Vermögen einem ihrer Angehöri eigen vermachte. Die hiesigen Ver wandten legten dagegen Verwahrung ein und haben in dem Processe nunmehr Glück gehabt. - j Oberlehrer Dörr in Mechelstadt. t In Gießen der Bür germeistem Beigeordnet.', Oberamts richte? i. P. und Direktor der Spar und Leihkasse Langsdorff. Der Mil lionär. Rentner Friede. Schön in Worms. wurde von d?r Strafkammer wegen seines Duells mit .Lieutenant Ziemsen zu 3 Monate Festungshast verurthelll. Rheinpfalz. In Arzheim wurde der Steinbrecher Franz Ohmer verschüttet aufgefunden. r In Deidesbcim der frühere Hür gcrmelster Wllh. 'vpindler. Der 13 jährige Sohn des Ackerers F. Rücket in Dirmsteln kam unter mn mit Kies be ladenes Fuhrwerk und wurde übersah en. Der Kaufmann PHI Führmann von Frankenihal hat s im Rhein bei Ludwlgshasen den Tod gesucht und g e funden. i-. Nuff H Kulmann, Carpenters & ContraMoren " No 27 NebraSkaStr. Aufträge für Neubauten, sowie Reparatu rm werden prompt und billig ausgeführt.
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