Indiana Tribüne, Volume 15, Number 300, Indianapolis, Marion County, 17 July 1892 — Page 4
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und 5 onntn g s.
Tie tSKliche .Tribüne" kostet durch den Träger CentS per LZocbe, die SsnntagSTribüne" Cit per Wsche. Beide jufaBtmn ISCentS oder S5 Cents per2.snat. Per Post jugeschiZ: in Vor zusbezahlunz $' per Jahr. Office : 130 Ost Maryland Strahe. Indianapolis, Ind., 1. Juli 1892. fünfzig SoI. fi &cxtottilt ch demFkjbstlche . Clcti. Cnen wir nachsichtig mit Jen, velche txr Roth oder der Versuchung unterlugen, denn welcher Gerechte könnte von sich behaupten, daß er niemals gefehlt, daß er sich kein einziges Mal, kvenn auch ur in ganz winzigem Matzftabe, an dem großen, weltregierenden Prinzipe von Mein und Dein versündigt hätte? Und wie dies einein sonst sehr anständigen Menschen passiren kann, das will ich hier erzählen: Mein monatliches Einkommen rourbi erst den darauffolgenden Tag fällig. Ich SurchforZchte also alle Fächer meiner Lkrse und legte einen der Silberfüchse ix dem anderen, welche mir in ihr-r Ge fammtherk über die vierundzwanzig Wnden hinweghelfen sollten, die mich soch von dem Augenblicke des ersehnten Jncaffo trennten. Nach genauer FestStellung der unterschiedlichen Valuten sagte ich mir, daß ich gerettet war. Gerettet aus dem einfachen Grunde, weil eine liebenswürdige Einladung mich gecade jenen Abend der Mühe überheben sollte, mein Souper selbst zu bezahlen ad mir noch außerdem fünf volle Francs für mein Dejeuner übrig blie ben. Sehr sonderbarer Weise verspürte ich an jenem Morgen einen wahren lZolfsappetit u?:d beschloß zu Brsbant zu gehen, mit dem unerschütterlichen Lorpye, meine fünf Francs bis zu dem letzten Centime aufzubrauchen. Ich rollte eben meine Wohnung verlassen, lU an die Thüre gepocht wurde. Das Lerhängniß trat in Gestalt eines meiner Kollegen ein, der sich in dem beseligengen Irrthume gewiegt hatte, der Moaal, in dem wir lebten, zählte nur sreißig Tage; den einunddreißigsten satte der Bedauern swerthe eben ganz sergessen und ersuchte mich deshalb. . . . Also wir theilten uns brüderlich in einem Vermögensreste und mir für eine Person, blieben das Nechenzxempel ist wahrlich nicht schwer Änfzig Sous. Ich entsagte Brebaut sammt seinen berühmten Omelletten und schlug schniermüthig den Weg nach einem iutzerst bescheidenen Restaurant ein. Schon hatte ich dcsien Schwelle erreicht, tU ich mich ganz unerwartet von zwei starken Armeu umschlungen fühlte und eine fröhliche, mir wohlbekannte Stimme in mein Ohr schlug: Uj, das nenne ich ein glückliches Zu kammeutreffen Der es sprach, war ein liebenswürdi zer Däne, welchen ich während meines Aufenthalts in Kopenhagen kennen gelernt hatte und der mich damals milder herzlichsten Freigebigkeit bewtrthete, ir eine so auserlesene Gastfreuudschaft angedeihen ließ, daß ich mir inszeheim gelobt hatte, seine zahllosen Uuftmrttamkeiten einstens in gleicher Münze heimzuzahlen. Und dieser freuöige Äugenblick war nun gekommen ! Ja, aber Schicksalstückc. ich besaß nur fünfzig SouS! Freilich hätte ich eine ningende Audienz im Ministerinmoder sonst etwas vorichützen können, ader an zlücklicher Weise hatte mich überrascht. Die meine Hand bereits die Klinke der Lestaurationsthür erfaßt hatte. .Sie gehen da hinein?" fragte mein anischer Freund in dem gleichgiltigsten Tone der Welt, während Mich eine Höllenangst packte und ich mit heuchlerischem Lächeln entgegnete: Es würde mir eine besondere Freude sereiten, Sie zu cinein kleinen Dejeuner nnkaden zu dürfen.Leider habe ich schon gesrühstückl lnd zwar in sehr ausgiebiger Weise, wie ch Ihnen versichern kann.Bei diesem unzweideutigen Korbe ath ete ich erleichtert auf und er fügte zutmüthig hinzu: Aber ich will Ihnen gerne Gesell' Schaft leisten und wir plaudern ein oeuig, wahrend Sie Ihr Essen verzehr reit." Nunmehr von dem größten VerTauen zu dem bereits gefättigtenFreunde ?rsiM, betrat ich mit ihm das Speiselocal. Er erzählte mir allerlei von seiier Heimath, bis die von mir bestellte Cotelette gar gebraten und von den Händen einer drallen Kellnerin . servirt vat. Ich begann eben meine Portion zu zerschneiden, als der Däne plötzlich ein bisheriges Dhema fallen ließ und in ,en schrecklichen Ruf aus brach: (ri, ei aS sieht ja recht appetitlich aus!Bei diesen Worten gab es mir einen Zußerst schmerzhaften Stich in die Herzhegend. Ich brauchte gar nicht aufzuchau'.n, um zu errathen, welchen (Int 'chluß das Antlitz meines Freundes beundete. Te? Klang seiner Stimme getilgte mir, damit ich die traurige Gevißheit besaß, er werde sagen was er tun chatsächlich sagte: .Ich könnte eigentlich auch noch ein Stückchen Fleisch essen." .ES itt xtwaZ schwer nach Ihrem kompakten frühstücke rieth ich ab. .Bah, ich habe eine Verdauung wie ritt Strauß .Und etwas zähe," fügte ich hinzu. Ich kaun Eisen zermalmen," versetzte mitemem fröhlichenGelächter,das zwei Zieihen starker und vorzüglich gefügter 'gähne bkoßlegte. Mein Widerstand war besiegt rniV vahrend er die KeÜAerin heranrief, um daö Eewümcht nnZchsSs sachte i
m aun uut j.uijc:ii;w juuuuy . Cotelettes 24 Der Wein 8.... macht 32, und 6 Sous Brot macht 33, Zso hatte ich noch einen Spielraum von
ici. i-'. ,..... ir .t4.ri ..... .it-.-.jt 12 Sous. Eigentlich war meme Lage keineswegs trostlos und mit einer Geberde stolzer Zuversicht rrgrisff ich das R!aS meines Freundes, um ihm von einem Weine einzuschenken, doch :r hielt mich davon zurück, indem er erklarte: .Danke, nein! ich trinke niemals Bein zum Frühstück." . Einen Augenblick lang gab ich mich der trügerischen Hoffnung hin. erwürbe öaö klare Quellwasicr den oftmals ver fälschten, geistigen Getränken vorziehen, zbcr er versicherte mir mit der unschulSiesten Mi?ne der Welt: Ich trinke um diese Zeit liefest Vier" und bestellte solches gleichzeitig. ivälzrcnd ich schweren Herzens meine Zicchuung von vornherein wieder ausnahm. 33 und 7 Sous sür das Bier macht 45 ! Ich w:r also noch immer im Stande.för das.was wir genossen hatten, zufzukommen. aber dessen ungeachtet, wollte ein Gefühl unle'timmbarerFurcht m meinem Innern nicht aufhören. Ich zß ungcmein langsam, langsamer als irgend ein Wiederkäuer, weil ich die Hoffnung nährte, ich würde innen Freund doch endlich ungeduldig machen tnb er vor mir das Lokal verlassen, umsomehr, als snne Cotelette so rasch !vie eine Husteapastille vcrschwundeu war. Das Verhängniß wollte eS jedoch an ders. Ohuc daß ich oder mein dünischer Freund auch nur ein Wort gesagt hatten, kam die Kellnerin und stellte in ihrer kinfältigm Aufmerlsimkeit, in ihrem ibertriebeneu Diensteifer, ein dreieckiges Stückchen Käse auf den Tisch. Es war -m i.? de Brlo ! kch sab die ikryphe'?vmmen, teoHse auch rnfängn dieser neuen Verluchuna nnderftehen. aber erstens verführte mich mein seq neter Appetit, und zweitens flüsterte mir das Gewissen zu: 45 und 3 Sous! Käse macht 43! Es langt ja gerade,! konnte ich mir neuerdings zur eigenen ! Beruhigung sagen, und dann erzählte mein Gast mit solcher Leidenschaftlichkeit von seinen verschiedenen Reise-Erleb niffen. daß er für alles Andere, was um ihn vorging, kein Auge zu haben schien. Ich benutzte diesen günstigen Umstand, zog den Ääseteller ganz leise vor mich hin und sah dabei meinem Freunde mit gut geheucheltem Interesse scharf in's Gesicht, damit fein Blick nicht auf dik Platte vor mir fallen sollte. Ach! Leider hatte ich die Rechnunz ohne den penetranten Duft gemacht, welchen der Käse verbreitete. Im ach sten Augenblicke schon bohrte sich der Blick des Nordländers in das dreieckige Stückchen IZris. und er rief heiter: .Sieh da. was essen Sie nun wie der?" .Oh. ganz gttoöhnlicher BtIq, der bei uns erzeugt wird." .Ist er gut? .So. so" entgegnete ich änistlich und verzog das Gesicht, als ob ich eine bittere Medizin verschluckt hätte. .Um so schlimmer, aber versuchen will ich ihn dennoch, weil man auf der Reise Alles kennen lernen muß." Schneller als der Blitz schob ich den kZäsetcller hin. um mit ihm zu thnlen. ihm den Löwenantheil, ja Alles zu geben, aber dieser unberechenbare Mensch besaß ein viel zu gutes Herz, um ein ähnliches Opfer anzunehmen. .Nein." sagte er verbindlich, .ich will Sie nicht berauben. . .. heda. K ellnerin, noch eine Portion Käse!" .Noch eine Portion Käse." wieder holte ich mechanisch und blickte angster süllt vor mich hin. Mcht Blick versch! eierte sich, und meine OlTren vernähtnen nichts, als die Stimme der unbarmberzigcn Aritbmetik. welche mir zuraunte: .48 und 3 macht 51!" Ein einziger Sou sollte die Ursache sein, daß man mich bei der Cassa wie einen kleinen Jungen zur Rede stellen würde, die Kellnerin mir höhnisch in's Gesicht lachen durste! Ein lumpigst Sou die Schuld tragen, daß ich dem Gaste meine momentane Klemme offen' baren mußte!. Oh, das war doch zu einfältig und ich begann neuerdings dieselbe Addition, welche ich schon unzäh. lige Male im Kopfe gemacht hatte, ohn den verhängnißvollen Einser los zu wer den. der immer drohender vor mir aufstieg! Inzwischen waren zahlreiche Gäste eingetreten und sahen sich nach leeren Plätzen um. Die Kellnerin, welche unferen Tisch von anderen Leuten beansprucht glaubte, wartete denn auch -nicht, bis ich die Rechnung verlangte. Ich fühlte ordentlich, daß sie hinter mir stand und das gefürchtete Zettelchen schrieb. Ich schloß die Augen, um das Schreckliche nicht zu sehen, 'was da mit mathematischer Gewißheit kommen mußte, den Einser, der mein Haben überstieg! Doch wer beschreibt mein freudiges Erstaunen, als ich meinen Gast sagen horte: .Nun, das ist wahrlich genug für dierundvierzig Sous!" .Vicrundvierzig !" und ich langte un. gestüm nach der Rechnung. Oh ja. liebe Leser, es gibt gütige Mächte, die sich des braven Menschen in dem Auaenblicke der größten Roth erbarmen! Die Kellnerin hatte das Bier zu rechnen vergessen! Ich brauche wohl nicht zu versichern, daß ich so schnell wie nur möglich zahlte und forteilte. Als ich die sichere Straße erreicht hatte, gelobte ich mir insgeheim, der vergeßlichen Kellnerin, die mich durch ihren Irrthum aus einer peinlichen Loge befreit hatte, ein hübsches Geschenk in Form eines kleinen Schmuk kes zu machen. Das habe ich nun ftci lich nicht gethan, wohl aber ging ich den nächsten Tag wieder hin und sagte mit der glelchgllttgsten Mlene von der Welt: .Lisette, ich glaube.. Sie haben sich gestern um sieben Sous zu Ihrem chthcile geirrt, hier sind sie."
TaS mtrt
Me ZlüchNzk VerrachtAnz d? Luvwti Hdicht. ES giebt gar nichts Abscheulicheres als alt werden, und doch giebt es kein anderes Mittel, das Leben zu erhalten; wem es kein Vergnügen macht, mit weißem Haar und welken Wangen und mit allen möglichen Gebrechen behaftet weiter zu wandern, dem bleibt kein anderer Äath als jung zu sterben. Es ist wirklich vom Himmel nicht hübsch ein gerichtet, daß wir Alle diesem Schicksal verfallen; viel reizender wäre cs doch, alt geboren zu werden und der Jugend zuzueilen, was wäre dies für ein verlockender Weg, der zu einem köstlichen Paradiese führte, und doch hasten wir gerade in- der Jugend so ungeduldig vorwärts, als ob wir erst mit dem Acltcrwerdcn dies erträumte Paradies und alle Herrlichkeiten erreichen konnten, um schließlich die traurige Erfahrung zu machen, daß meist das Glück nicht vor, sondern hinter uns liegt und un sere kraukhafte Ungeduld nichts weiter thut, als uns um den Genuß der Gegenwart zu bringen. Schon FranNrn hat mit seiner aulerikanisch nüchternen Verständigkeit behauptet: Die Kinder und die Narren bilden sich ein, daß 20 Frk. und 20 Jahre niemals zu Ende gehen können, und wie rasch ist Beides ausgegeben. Viele hal ten dann das Leben für eine ärmliche Sache, nachdem die Frische der Jugend und die Neugier, was es Alles dringen werde, vorüber und unbefriedigt geblie ben sind, und aus diesen Enttäuschten bildet sich meistens das Heer jener heil losen Pessimisten, die das ganze Dasein nickt heftig genug als e:ue läzrzge und häßliche Würde ausfchreien können, und doch, wie Wenige haben dann den Muth, die Conseau -uzen zu ziehen und diese !iLur?e avLNtverzen. Mit 'iJ Jahren gla'tbt man die Welt stürmen zu können, mit 30 Jahren glaubt man sie gestürmt zu haben, um mit 4 Iahren zur Erkenntniß zu kom men, dav man mit all fernem turm und Drang ein Narr war, und die Welt so ruhig weiter geht, als ob Niemand da gewesen, der mit Aufwand aller Kraft seine Schulter angesetzt, um si aus den Angeln zu heben. Jugendach. ist dem Alter so nah.durch's Leben verbunden. Wie ein bewegliche? Traum gestern un heute verband. Die Wahrheit dieses Dichterioortes eafahren wir zu unserer verblüffenden Uebcrraschung einmal Alle, aus dem übermüthig lustigen Gestern wird ein sehr ernstes, oft mürrisches Heut. Schon Dante ruft aus: .Leben ist Eilen zum Tode"; aber damit ist ja noch lange nicht gejagt, daß wir uns allzusehr belen und auf he freundkcye Gewöhn heit des Daseins rasch verzichten sollen. und so bleibt uns wnklicr, nichts Ande res' übrig, als daZ verdrZeMhe Alter mu m den Kauf zu nehmen. Müssen wir daS wirklich? Da hat ei Professor in Neapel eine einzig große, wahrhaft wunderbare Entdeckung gemacht; der Mann hat glücklich her ansgefundcn, daß all unser Altern auf einen abscheulichen BacilluS zurückzuführen ist, dem wir allein dicfe häßliche und bisher als unheilbar geltende rankhett namuch das .Altwerdco zu danken haben. Also nicht genug, daß diese Bacillen. die sich überall eingenistet haben, uns das Dasein verekeln und verleiden, tragen sie jetzt sogar die alleinige Schuld, das; wir alt werden und zusammen schrumpfen. W?!N wir wenigstens dieses nichts nutzigsten und gefahrlichsten Schufte von all dem llcinen Gelichter erwischen unp cntferneu könnten, was wäre es dann für eine Lust zu leben! Was brauchten wir uns dann länger darum zu härmen, daß die Tage unaufhaltsam dahinrollen. denn ftc raubten uns a nichts; wir hät ten nicht nur einen dauerhaften Früh ling in unserm Hcrzeu, sondern auch aus unserm Haupte und m all unsere Glie dern. Ewige Jugend, ewiges Glück Üein häßlich Alten, mehr, keine Run zeln, keine ausgefallenen Zähne, keine weinen Haare, nun kann uns rncht das Schicksat des unseligen Narziß erreichen, für den leider die Göttin nur ein ewiges Dasein, aber keine ewige Jugend erdeten, wir lebten uns jünger, frischer und stürben wie die Helden des Alterthums . , M !t als ewige ungiluge. in em .raum dessen Verkörperung auf's Sehnlichste zu wünschen. .Jugend ist Trunkenheit ohne Wein." Gelingt es also wirklich unserem Pro senor in Neapel, diesen das Alter ver schuldenden Bacillus nicht nur wissen schaftlich festzustellen, sondern auch zu vertreiben, so beginnt am Ende unseres Jahrhunderts eine neue Zeit, und dem Entdecker ist der lebhafteste Dank aller nachkommenden Geschlechter gewiß. Was jind alle Erfindungen und Forzchunaen deren wir uns bisher rühmen können, gegen diese den wahrsten Mcnschheits sruhllng heraufbeschwörende Enwcckuna Erst mit ihr beginnt ein großer Wende Punkt in der Geschichte? nun erst wird das ganze Dasein zu einem schönen Märchen, in dem Jeder die Rolle des Prinzen spielt,' der in ewiger Jugen dahinzchrettet. Vielleicht war schon einmal dieser ab schculiche Bacrllus entdeckt und die Wissenschaft davon ist mit so vielen an deren Schätzen im Strudel der Zeit ver lorcn gegangen. Schon die Helden Ho mers wissen, vom häßlichen Altern mchtö ; dre schöne Helena bleibt nach i ' . , ayrzeunien nocy ticoens uno vegen renswerth, und der edle Dulder Odvi sens kehrt nach allen Kämpfen und Irr fahrten so jugendkräftig zurück, daß er allem noch den gewaltigen Bvge spannen konnte. Das war das bacillealose goldene Zeitalter der Poesie und, der Gesänge; es wird erst wieder zurückkehren, wenn wir des ältmachenden Bacillss glücklich kadkiit aevorden und' nun sorg- und
üS" Da die Sommersaison schon 5icrnsicfj borsteriidft ist, iicdaitfcn wir alle unsere
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32 furchtlos in die Zukunft blicken können, denn nur die Jugend ist wahres Glück, sie allein senkt Sonnenglanz und blauen Himmel in das Herz und weckt darin tausend Wunderdare Blüthenträmne. Das spätere Leben ist nur noch ein matter Abglanz von all der stürmischen, herrlichen Jugendzeit, und das Tragische von all dem bleibt, daß wir in die sen einzig goldenen, süß berauschenden Tagen uns niemals vollbewußt werden, welch ein wunderbares Glück in unserem Herzen ruht, welch einen köstlichen Zauberstab wir iu den Handen halten. So lange wir diesem schlimmsten aller Bacillen nicht zu Leibe rücken und ihn nicht unschädlich machen können, so lange hat das Leben keinen rechten öLerth, müssen wir uns mit der tiefsinnigen Betrachtung über die Vergäng' lichkeit alles Irdischen herumschlagen und uns mit der Vorstellung zu trösten suchen, daß wir schließlich Alle dem all gemeinen Menschenscdicksal verfallen uvd verfallen. Das Alterdrücktuns alluiälig in einen einsamen Winkel, wo wir ;ulctzt nur auf nere narv? Gesellschaft angewiesen sind, und wohl Dem, der dann keine Dt scre fordert und braucht. Die korper liche Schwäche, die sich mit den kommen den Jahre u geltend macht, die Leiden fchaften, die sich beruhigen, die großen Wünsche und Illusionen, die endlich ver blassen, machen uns zuletzt das Schaden aus dem Leben leicht. Wir schließen die ermatteten Augen in der Hoffnung, sie wieder aufzuschla gen in einem höheren Lichte, und wür den wir dies wohl können, wenn uns eine ewige Jugend beschieden wäre? Eine neue Jugend ist aber Jedem sicher sie liegt im glücklichen Ringe und Streben, und glücklich derjenige) ' der sich diejc Jugend bis in's höchste Alter zu bewahren weiß! Ach, schon die Er innerungen aus der Jugendzeit verbreiten einen desto frischeren Hauch über die Seele, je älter wir werden; es ist nicht das wirkliche Glück, das wir dain.ilZ getroffen haben, aber es ist nicht mehr. Das ganze Leben soll ein Jugendgedanle sein, ausgeführt durch das reifere Alter. Schelten wir deshalb nicht die Jugend, selbst wenn sie sich noch so wild und un bändig geberdcn mag ; halten wir Alle die Jugend wenigstens in unseren Her zen fest, wenn sie uns auch längst in Wirklichleit entflohen. WeriftBir.'Btgelott'' Wie die Post" vermuthet, ist der amerikanische Journalist Poultney Bigelmv aus Rußland ausgewiesen worden, weil er früher manches den Russen Unangenehme geschrieben bat. Herr Poultney Bigelow, ein Sohn des frühercti. amerikanischen Gesandten in Paris und ein mit Glückgittern außer ordentlich gesegneter junger Mann, lebt in London und hält sich öfters in Berlin aus. wo er, von dem Kaiser häu fig empfangen'wird, mit dem er früher gemeinsamen Unterricht in Potsdam genossen hat. Er ist ein eifriger Freund des Wassersports, und hat als solcher im vorigen Jahre eine Reise zu Boot von Donaueschingen bis nach dem Schwarz? Meere gemacht, worauf er durch Rußland zu Lande zurückgekehrt ist. Dabei hatte er auch das '.Glück", die große russische Lagerfeftung Brest Litewsk näher zu sehen, lieber diese Reise, die er nicht lediglich zu seinem Vergnügen, sondern auch mit einem halbamtlichen Auftrage der amerikani schen Regierung gemacht hat er sollte die Abwülung der Ufer und den SchuK dagegen stuoiren .hat er in der liberalen Wochenschrift The SpeakerEinige veröffentlicht, was nicht gerade dzu angethan war, ihm russische Freundlichkeit . zuzuwenden. Einen gleichen Slufirag der amerikanischen Regierung hatte 'er auch diesmal, und zwar sür die Ufa, der Ostsee, und diese seine Reise ist jeht in einer für ihn se unliebsamen Weise unterbrochen wor txln. Auch ein vor etwa vier Wochen von ihm in New York veröffenttichteß Buch: William II. and Hs Eastern Keigliboara soll wenig russensreunv Ifch sein. Ein S oh n der Zeit. Du, Papa, ich gehe doch jetzt bald in du Schule wie steht's denn eigenUich M dem neuen Volks 'ckuleM? m , " Der beste Pumpernickel ist zu haden bei Bernhard Thau, 81 Hotzbrook Strahe und im östlichen Markt, Stand 122 und in.
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