Indiana Tribüne, Volume 15, Number 297, Indianapolis, Marion County, 14 July 1892 — Page 2

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ff'- Erscheint Aügtich und Sonntngs. TietSgliAe .Tribun?-kostet durch be Träger CentS er Woche, die Sonnt ags-.Triküne- 6 kntS per Woche. Beide zusamuten ISCents ober ß SS Cents per Monat. Per Post zugeschickt in Vor. Ausbezahln, 5 per Jahr.

'i r Office : 130 Ost Maryland StraZze.

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I Indianapolis, Ind., 14 Juli 1892. !;;8::- ; ' " I LadenLündenbS?e. I Vom Laden-Tekektive, vom Laden' D Kellner und anderen Einrichtungen des !.LadengeschZftes weiß bereits Jeder mann; über eine Spezialität aber, von K der die Meisten noch nichts gehört haben dursten, plaudert ein Blatt in Colo ;;: rado: Eine neue Industrie hat seit Kurzem m der Stadt Tender Eingang gefun den. die a stets die Bedürfnisse der Zeit mit schnellem Blick erfaßt hat. Man weiß, daß in jedem bedeutenden '". Kleinverkaufsgefchäft eine unzählige !? Menge Beschwerden und Schimpfereien : von Kunden einzustecken sind, vor 1 Allem von dem schönen Geschlecht. Wahrscheinlich kannte man auch früher diese Erscheinung als steher.de Kapitel: ! ; oberen unserer nervösen Zeit und bei l der märchenhaften Erweiterung d?s Ladens p einem jederzeit lockenden Ge : fellschaftspalast ist dieses Kapitel eben länger geworden, als je. Eher noch r wird daZ Goldmachen erfunden, als die Kunst, es Allen recht zu machen: aber irgend etwas miib den tickenden" ; Kundinnen geboten werden. Da ist nun hier ein Oberladendiener auf einen amoken Gedanken gekommen. Worin - dieser besteht, läßt sich am bestm an , einigen Beispielen vlrnscha ilichen: Eine Tame kommt herein. Bline aus p ihren mehr odcr weniger schönen Allgen schießend, und schier athemloS vor Aufregung. beschwert sie sich, daß einige Waaren, die sie gekaust hatte, nicht das seien, wofür sie ihr gegeben wurden. Bitte, nehmen Sie Platz. Madame." sagt der Geschäftssübrer im allerver- , südlichst? Tone, ich werde sofort den ;; Schuldigen hclen lassen." Er drükk auf einen kleinen Knops an seinem Pult, und der Eash Bo'V erscheint. Sag einmal Jackson, er soll sofort hierher kommen." beneblt ihm der Geb'.eter. Jackson, ein stattlicher junger ' Mann, kommt denn auch bald und zeigt eine Aufregung, die aus ein schlechtes Gewissen deutet. Der Gefchästsführer herrscht ihn an: Tiefe Tam.' hier erklart. Sie hatten ihr gesagt, diese Stoffe seien ganzseidn ": Wie kommen Sie dazu ?" Aber ick glaubte - Sie hab.' eZ besser gewußt. TaZ ?! ist schon das zweite Mal. daß Sie eine - saliche Angabe gemacht haben, und ich werde aus Ihre Dienste verzichten müssen. Nehmen Sie diese Waaren zurück, lassen Sie sich Ihr Geld geben und machen Sie. daß Sie fortkommen!" - Jackson verbeugt sich, stammelt noch Ii; klnige zerknirschte Worte und geht. Ich glaube aber nicht, daß dieS der Verkäufer war." bemerkt die Dame. .Soviel ich mich erinnere, hat mir ein f Mann mit einem Bart die Sachen ge geben.fs Beruhigen Sie sich. Madame", er widert sebr freundlich der Geschäftst führer, Jackson ist für alle Irrthümer verantwortlich, die in seinem TeparteS ment vorkommen. Wir sehen streng darauf, und ich habe ihn gern entlauen." I Tie Tame entfernte sich mit mitlei' A dkgen Gefühlen für den jungen Mann. 5 welcher durch sie seinen Pla verloren. zugleich aber auch mit einem großen Respect vor der strengen Ordnung in Mem Geschäfte. WM lang? darnach kommt wieder ! eine Tame hereingerauscht und beginnt: Ich habe für drei Eklen von diesem j; Glnghan! bezahlt und habe nur etwas über zwei bekommen. Ich laß mich r, nicht betrügen. Es ist nur eine Klei ! nlKkeit. aber ich will mein Recht." I Bitte, nehmen Sie Platz. Madame, ,; irnd wir wollen sofort Alles richtigste!Im. bemerkte begütigend der Geschäftsführer, lind wieder drückt er aus den Knopf an feinem Pult, wieder erscheint Mder Eash Bon", und wieder wird der unglückselige Jackson herbeicitirt. abge kanzelt und entlassen, trotzdem die Dame selber für ihn bittet. . TaS wiederholt sich wer weiß, wie vst! Jackson ist nämlich ausschließlich n als Sündenbock, Prügeljungk oder ' Kundenwuth Blitzableiter angestellt. Er hat weiter nichts zu thun und darf sich nur nicht sehen lassen, wenn er nicht gerufen wird. Die Einrichtung bewährt sich bis jetzt vortrefflich! 3iir Vrforschung Hochast, nS. Die Durchguerung Tibets von West nach ' Ost ist nunmehr dem englischen Eapitan Bower. Stäbsd'stcier in der indobritischen Armee, und seinem Be gleiter Vr. Thorod gelungen. Bower hätte Leh am Oberlauf des Indus am n; Juni vorigen Jahres verlassen und am Lanakma Paß die tibetanische Grenze überschritten. Oestlich vordringend, traf er auf eine Reihe von Salzseen, von denen einer, der den Namen Hor-Ba-Tu führt, in 7.700n,. Mcereshöhe liegt und also, der höchstge legene der ' Erde ist. Nordwärts von sem Reisewege sah man eine von West nach, , Ost streichende, mit Schnee be deckte Bergkette über welche ein befon vers hoher Gipfel hervorragte, welcher vielleicht der Tfatsa Tawan der Ehine sen ist. ; Der Weg führte über wüste, waiferlose Hochflächen, die bis zu 5000m über dem Meere liegen und völlig inen schenleer zu sein scheinen. Am :i. September wurde das RordUser des.Ten gri zoor erreicht, von wo aus der Weiter inorsch in südlicher Richtung auf Lhasa beobstchtigt war. , Indessen gelang es zuch dieser Expedition nicht, die hei Nge" Stadt zu betreten, da die tibeta " uischen Beamten d!e Reisedorthin durch aus nicht gestatteten. Infolge delsen ,, zog Bower in nordöstlicher Richtung auf

3i? "Xtfo rieten odt 'iuainoö n an-l,utt. Der wahrscheinlich der Oberlauf des Mekhong ist. Hier wurde die Erpedilion von den Tausenden Mönchen feind lich empfangen und verdankt ihr Ent kommen nur der vortrefflichen Bewaffn mlng, welche den Fanatikern von Tsia'mdo Furcht einflößte. Am 10. Februar erreichte Bower die Stadt Tarschindo, wo er zwei französische Mijstonare traf und dann den Jantsekiang. auf dem er am 20. Marz in Schanghai eintraf. Fürst OdeScalchi. Mit Dynamit erschreckt man nicht alle Reichen, wie der Fürst Baldassare Odescalchi in Rom bewies. Der Frkf. Ztg." wird darüber Folgendes berichtet: Fürst Baldassare Odescakchi erhielt vor einigen Tagen ein Briefchen, in dem ihm in liebenswürdigster Weife die Alternative gestellt wurde, entweder eine halbe Million an einer bestimmten Stelle der Via Nonnentana zu hinterlegen, oder sich seinen Palazzo mit Dynämit in die Lust sprengen zu lassen. Don Baldassare konnte über Diejenigen, die ihm diese Alternative stellten, nicht recht böse werden, denn der Brief war in fast brüderlichem Tone gehalten. Die Anrede lautete Lieber Baldassare" und das Briefchen schloß mit der herz erquickenden Versicherung, das die Anarchisten und Dynamitarden von

Rom" den Empfänger herzlich grüben. Es ist nicht zu leugnen, in liebenswürdigerer Weise können derartige Geschäfte nicht eingeleitet werden, und vielleicht hätte sich der liebe Balthasar" in Wür digung dieses Umstandes dazu verstan den, mit den Briesschreibern in Ber Handlung zu treten, wenn er sich nicht so entsetzlich schwer selbst von dem kleinsten Partikelchen seines Besitzes trennte. Don Baldassare gilt für den reichsten Mann in Rom, aber auch für den sagen wir ökonomischsten. Er ist Fürst des h. römischen Reiches, Magnat von Ungarn, Herzog von Syrmien, Besitzer von. glaube ich. vierzig Ortschasten. Seine Standesgenosten schätzen ihn auf 100 Millionen andere gehen darüber noch hinaus und treffen damit vielleicht das Richtige, denn fei nen Besitz zu mehren, bildet den Inhalt seines Lebens. In diesem Streben hat er unter Anderem in seinem Palazzo am Eorso ein Geschäft etablirt, in dem er die Wei ie seiner ungarifchen Besttzungen verkaufen läßt lind zwar von einem feschen Wiener Mädel, das früher in uttgarischs Nationalkostüm gesteckt war. Für einen solchen Mann ist das Ansinnen, eine halbe Million zu opfern, kein Spaß mehr. Wenn ihm ftir einen wohlthätigen Zweck zehn Lire abgeknöpft werden, leidet Serenissimus ?inen Tag lang an nervöser Verstim mung und deshalb läßt er sich auf solche Dinge am liebsten gar nicht ein. Er scheint immer in der Furcht zu le den. durch solche außeretatsmäßiae Ausgaben eine Zerrüttung seiner Ver-' mogensverhältnille, wie es vor fünszlg Jahren schon einmal im Hause Ödes-.-alchi der Fall war, . herbeizuführen. Damals war ein Theil des Grundbcfitzes der Odes.alchi den Torlonia ver pfändet und konnte nur durch die heirath des Vaters 'von Don Baldassare mit einer Bränicka, die, fünfzig Millio nen Heirathsgut hätte, kurz vor dem Verfalltag ausgelöst werden, Vielleicht stammt auch aus jener Zeit )ie Passion zu möglichst ökonomischer Lebensführung. Kurzum, Fürst Ödes :alchi trug den Brief der römischem Anarchisten zur Polizei, welche vier Mann in der Nähe der verabredeten stelle verbarg, an welcher der Sekretär )-s Fürsten ein Päckchen, natürlich ohne si V 5. stl . M. fl . L!ictv. vrrvurg. vmcy längerem harren kamen zwei junge Leute angefahren, )ie genau an der im Briefe ängegedeen Stelle Haltmachten und nach dem Zelde zu suchen begännen. Die Poli lä hatte wenig Mühe, ihrer habhaft zu uerden, sie versuchten zwar, sich mit Revolvern zu vertheidigen, wurde aber rechtzeitig entwaffnet. Auf der Quästur erklärten sie, Anarchisten zu sein und gestanden, d.'n Brief im Interesse ihrer Partei geschrieben zu haben. Interessant ist. daß die. Beiden zu Denen gehörten, welche vor dem erskrn Mai auf Befehl des Ministers als anarchistischer Anwandlungen verdächtig verhastet, aber mit den übrigen we nige Tag? darauf entlassen wurden, veil zu ihrer Verhaftung kein Anlaß var' Sie sind natürlich auch heute .'eine Anarchisten, sondern dumme Teusei, die sich einbildeten, Baldassare Odescalchi werde sich durch ihre Troinng veranlaßt fühlen, sich von einer zalbm Million Lire zu trennm! f Eduard Herdst. t Nach den Niederlagen des Jahre) 1866 sab man in Oesterreich ein. da nur auf dem Wege ernster Reformen ver vorlveltand des Reiches, welches stt nen Halt an Delitickland verloren batte und der Habsburgischen Monarchie zu erregen war. o entstand das Ministerium, Auerspeeg. , welches sich unter dem Namen Aürgerministerium' einen bleibenden Vlad in der Geschichte des österreichischen Versassungslebens gesichert hat. Einer der Männer, wel cher wohl als der bedeutendste diesen Ministerium angehört hat, ist kürzlich aus dem Leben aeschieden. Eduard Herbst ist am 25. Juni in Wien einer schleichenden Krankheit im noch nicht vollendeten 72sten Lebensjahre zum Opfer gefallen. Am neunten Dezember 1 820 in Wien geboren, widmete er sich nach oeenoeiem Studien m S;. Vedens akre denk Staatsdienste. Nack weniaen ?tab ren jedoch wendete er sich dem Lehrfache zu. In der Folge Zehen, wir Herbst al Professor der Rccdtsvbllosovbie und de Strafrechts an den Hochschulen von Wien. v'emberg undPrag wirkcn. Da mals bereits begann er auch seine fach wissenschaftliche' lilerärlsche Thätigkeit die reiche Früchte trug. Herbst war als Lehrer wie als Fachschriftsteller hervor ragend und errana sich in beiden Eiaen schasten großes Ansehen.Nach Erscheinen des Febru arPatentes s!66I) begann für Dr. Herbst ein neue? LedensaSschnitt. , Dle, Lnd gemeinden von Schluckenau in Böhmen wählten ihn bei den ersten Wahlen in

den böhmljchen andlaz iund tnchas Abgeorznetenhaus. In dem letzteren sollte ihm'bald Gelegenheit geboten werden. sich auszuzeichnen. Es warAm Jabre l.8ü2, als Kardmal Dchwarzesl derg den Versuch unternahm, kauf Grund des Konkordats die' Verwaltung aller Kirchen- und Stüdiensonds "dem Staate zu entziehen und dem Episkopat zu übertragen. Hiergegen trat Herbst sehr energisch auf.

Herbst wirkte tm böhmischen Land tage und im Reichsrath in gleicher Weise fort, und insbesondere muß ihm als Verdienst angerechnet werden, daß er namentlich im böhmischen Landtage die Interessen der Deutschen in Böhmen mit ungewöhnlicher Energie und mit gutem Erfolge verfocht. Dieses mann hafte Eintreten für dieDeutschen machte Herbst volksthümlich und verfchante ihm einen sehr großen Anhang. Genau ein Jähr nach der Ernennung d.'s Buraermlmneriums. welches die ererbten Uebelstände" beseitigen sollte. am 30. December 1867, wurde Herbst, in dieses Ministerinm berufen, ,und zwar übernahm er in demselben das Jnstizportefeuille, das er bis zum 12. April 1870 verwaltete. Er schuf als Justizminister eine ganze Reihe von Reformen im Justizw'efen, von weichen insbesondere die Aufhebung der execu. tiven Echuldhaft und die Einführung der Schwurgerichte für Preßdetikte her vorzuheben sind. Aber so dankenswerth solche Thaten auch erscheinen, so haftete doch, namentlich an der Einführung der Schwurgerichte für Vreßdelikte. der Fluch der Halbheit und Engherzigkeit. Schmerling hatte wahrend feiner Regie rung die Pressein seiner Weise, gekne' belt, nd Herbst, der die Nothwendig teil der Befreiung derselben allerdings einsah, hatte doch nicht den Muth, eine ganze That auszusühren.' Jeden Widerstand der Liberalen gegen seine bezüglichen Einrichtungen ... i ... rr i i v . s. ä !' enlwaslneik er nm ver roynng. das das alte Preßgesetz unverändert in Geltung bleiben müsse, wenn man seine Reformen verwerfen wollte. Er ließ eben nur die Wahl zwischen zwei Uebel standen onen. und da wählte man na türlich das kleinere Uebel. Zu erklären ist diese Haltung HerbftS einzig und allein durch seine übergroße Scheu vor den anderen Nationalitäten. Er that eben Allesaus dem Gesichtswinkel der Wirkung der Gesetze auf die Nichtdeut scheu. Den Deutschen allein hätte er gewiß gern das liberalste Preßgesetz gegeben, aber er nahm Rücksicht auf di Slaven. Allein Herbst blieb nicht wahrend der ganzen Dauer des Kabinels AUersperg an der Spitze der Regierungspartei. Dieses Kabinet entpuppte sich später als ein pselldoliberales und aus dem Schoone der Versassungspärtei heraus entstand eine Opposition gegen dasselbe, der auch Herbst sich anschloß, und zu oeren Führer er sich alsbald aufschwang. Die Schneidigkeit HerbstS kehrte sich von da . an gegen das Kabinet Auersperg. Es sind nicht etwa blos Gegner Herbsts, welche behaupten, daß er das Meiste zum Sturze des KabinctS Auersperg beigetragen, ja sebr Viele schrieben ihm Aie Hauptschuld daran zu. daß man an maßgebender Stelle sich dazu entschloß. ktnen lVystemwechsel eintreten und die Deutschen im Parlament in die Min veruelt drängen zu lassen. Wahrfchem lich schrieb man Herbst gerade hierbe' rine allzu große Rolle zu.' Aber unleugbar ist, daß HerbstS Thätigkeit eine zersetzende Wirkung auf seine eigene Partei und in den Reihen seiner eigenen Volksgenossen ausgeübt hat. Einer seiner größten Verehrer schrieb in jener Zeit von ihm: Für her.bst ist daS Parlament feine Hochschule, der Sitzungssaal sein Kollegium, sie Abgeordneten sind seine Zuhörer, Die Tribune ist feine Lehrkanzel." Das ivar als Schmeichelei gemeint, schließt aber auch eine zutreffende Kritik in sich, herbst war eben auch im Parlament stets mehr Professor, als Staatsmann, mehr rechthaberischer Gelehrter, als Politiker. Es lag ihm auch mehr an einem zlänzenden rednerischen, als an einem politischen Erfolg. So kam es. daß sein Ansehen und seine Bedeutung in öer polttlschen Welt abzunehmen began nen. Es blieb immer ein EreianiK" wenn Herbst im Parlament sprach aber man hatte in den letzten Jahren auf gehört, mit ihm als mit einem Faktor zu rechnen, der in Oesterreich wieder zu :mer leitenden Rolle gelangen könnt vom Anlande. Im letzten Jahr wu rden in Mckine 350 Bären getödtet. Prä sident Harris on. Whitelaw Reid und Bundesfenator Bric studirten an der Miami'Univertttät. In. der Münze in Phila delphia lagern 2000 Tonnen Silber in Barren. 55 Millionen , SilberdollarZ und LZ5.000.000 in Goldmünzen. Die wohlhabenden Ehine sen schlafen in wundervoll geschnihten. kostbaren Bettstellen, aber das Lage, besteht stetsauseinsachen. harten troh matten. Soweit sich ermitteln läßt. werden Pferde erst -seit dem Jahre 1066 be chlagen; Wilhelm der Erode rer wird als Erfinder des Hufeisens betrachtet. Weißkohl soll ernüchternd aus Berauschte wirken. Deshalb viel leicht die Vorliebe unserer Milbürgel von der grünen Insel für Rauchfleisch mit TSeißkohl. Ein junges Mädchen . i m Schatzamt in Washington zählt taglich 75.W0 Geldstücke und erkennt jede falsche Münze am Gefühl, ohne die selbe anzusehen. Aus Ma in e w ird e m eld et. daß ein 81jähriger an einem Tage, viez Füchse geschossen hat. Das ist nicht se sehr bemerkenZwerth.-Wenn ein Vierjähriger 84 Füchse ge schössen hätte; das wäre doch noch etwas. , Der größte Verschwender ist ein Waisenknabe gegen eine moderne Riefenkanone, die in einer Minute über 2000 in Rauch aufgehen lassen' kann? indem sie zwe; wchüsse abfeuert, deren jedep ,nehr alstMZostet. i:mi , Eine nie d in d e n i u n gen Stier bat kürzlich ein Fischer auf Stone I Island 'bei Norsott in Virginien an ' ttatt eines Fisches im Wasser gefangen.

Vermuiollch war das Thier von, dem

Decke eines Schiffes chinweqqeschwemmt und von den Wögen an die Insel getrieben worden.. Es war,' als der Fi scher ' es fing, ganz' erschöpft und halb todt.? 'erholte sich, indessen- schnell, so bald eS festen Boden unter den Füßen fühlte pnd gut gefüttert' und gepflegt wurde. Eine Brieftaube nimmi während des Fliegcns niemals Futter zu 'sich.., selbst nicht bei, der längsten Strecke, nach welcher' sie dann abgema gert. erschöpft und scheinbar dem Ver enden nahe in ihrer Heimath eintrifft. Wird ihr jetzt Gerste u. dcrgl. angeböten. so verzichtet sie noch immer darauf und begnügt sich mit ein wenig Wasser, woraus sie längere Zeit schläft. Erst nachher beginnt sie sehr mäßig zu fressen und fällt darauf noch ein mal im Schlaf. Ist die Flugstrecke sehr lang gewesen, so gebt das wohl 48 Stirnd:it lang in gleicher Weise fort, ehe die Brieftaube. wie sonst gewöhnlich, Futter Nlmnit. Pach de m staki.stisHen Vor bericht. des Cenfusamtes über den Tele phonbetrieb im Kalenderjahre 1690 be stand im Landein 1880 143 Telephongesellschaften, in 1890 deren aber nur 53. Ja diesen zehn Jahren stieg daS Anlage-Kapital von S14.605.737 auf e72.341.736, die Brutto-Einnahmen von S3.098.08! auf S 16.404. 583, die VrUtto-Ausgaben von S2.373.703 auf S1 1,143.871. die Rein-Einnahmen von S724.383 auf S5,260.712. die Zahl der Umschalteplätze von 437 auf 1241. dle der in Gebrauch befindlichen Tele phone von 103.633 auf 467.350. die Meilenzal der Drähte von 34.305 aus 210.412. die Zahl der. in den Tete phonämteru Angestellten von 3333 aus 8645, und die der ' Telephonmielher von 48.414 auf 227.357. Im Iahn 1890, wurden mittels deS Telephon? 452.200.000 Gespräche geführt. Die in Mi n n e s o t a a m,M i s fissippi belegene , blühende Stadt Winono ist jetzt mit Wisconsin durch drei über 'den Strom führende Brücken verhunden. Die erste wurde im Jahre 1871 .von der Chicagos Northwestern Eisenbahnqesellschast gebaut, und schon da !ma!s tauchte der Pkan auf. mit dersel den eineMagenbrücke zu verbinden, der jedoch am Köstenpunlk, scheiterte. Eme zweite Eisenbahnbrücke wurde iin vor! gen Jahre von der Wlnona Brücken'ge sellschast gebaut, welche von der Ehi cago, Burlington fe Northern-, der Green Bay, Winona & St. Paul-Und der Äinona Southwestern-Bahn de nutzt wird. Die dritte, erst in diesen Tagen vollendete Brücke wurde von der Stadt Winona erbaut und soll dem Personen- und' Wagenverkehr djenen. Sie ist 1055 Fuß, die Auffahrt aus der wisconsin'schen Seite 885 Fuß und auf der 'Seite von Minnesota 20 Fuß lang. Sie hat fünf Pfeiler und vjer '-..1 . ' JLi.iL.. 2V. t.!l. pailne, einen acyizeyn orcricu Fahrweg undeinen sechs Fußbreiten Fußpfad. Der Bau begann am 21. September 1891; am I. Juli d. I wurde die Brücke zum ersten Male von Fuhrwerken befahren. Der Brückenzoll ,st für Fuhrwerke aus zehn Eents.. für Fußgänger auf fünf Eents festgesetzt. Tiefes Bedauern wird bti zahlreichen Liebespaaren die schwere Erkrankung des Friedensrichters Mafsie Beasley. des wohlbekannten Gretna Green"Sguire von Alberdeen, welches an der Grenze von Ohio und Kentucky liegt, hervorrufen. Der Amtssitz des Genannten wird deshalb das Gretna Green" des Südens genannt, weil sich dort zahlreiche flüchtige Liebespaare in HymenS Fesseln schlagen ließen, und zn?ar ' aus dem Grunde, weil dort, die Ehegefetze sehr lar gehandhabt werden und der Platz sehr .bequem gelegen ist Säuire Beasley ist schon ein alter Knabe, welcher seine 82 Jahre auf dem Rücken hat, war aber bis vor seiner jetzt erfolgten Krankheit Tag und Nacht bereit, den bei ihm anliopsenven le bespaaren die Pforten der Ehe zu er schließen. Er. wurde, im Jahre 1870 zutn Friedensrichter erwühlt und hat ert dleier Zett bei nicht weniger, als 6500 Paaren, die bei ihm von allen Staaten der Union, New Ml und Pennsylvania, New Jersey und Eon necticut nicht ausgeschlossen, vorspra chen, den Eheknoten geschürzt. Einen festen Preis für das Ehefchtießen Hai der betagte Squire nicht. Er nimmt die geringste Summe an ist aber auch für grögere Beträge, ohne der Wohlthätigkeit schranken zu setzen", empfänglich. Den höchsten Betrag S40, erhielt er von einem New Yorker Paar, den aerinaften. tn emem orbe AZe,n traizben , bestehende von .einem jungen Bauernburjchen aus eniuay. . 'az älteste Paar, das Squire, Beasley ein , segnete.' war e,n BrSutig.am von 60 Und einekBraut von 52 Jahren, Beide aus Jndiana stammende. Paare, im Alter von 14 bjS 13 Jahren stehend, wurden von ihm viel eingesegnet. Eine Licenz ., )i . c'L i uxtC! 1 ..v Ist fven oorr nicyl noiylg, ,ua urs. was dle LiebeSleute zu beschwören haben. besteht darin, daß sie das nöthje Alter erreicht. Habens Der' Amt-vorganger Beasley), Squire Shelton, soll im Zeitraum von 50 Jahren n.chl weniger alt 6000 slUchUgen Paaren zu iye ver dolfen bäben.' rvit o,es,üdriae. P f i r s i ch. Ernte wird .sich unzweifelhaft als ein Fehlschlilg' erweisen,' da ' die frühere? Berichte über das' Mißräthen dieser Frucht von vielen Seiten bestätigt wer-. T'ä. 'ei, .i. . . ., den; ie urnie in ent-ounty. Md., welche "letztes Jahr' 2.500.000 Körbe betrug.' wird dieses Jahr nicht mehr als 10,000 Körbe betragen, .. Die Pfirsiche fallen, in ünrejfem Zustande, massenhäfr VON! 'den Bäumen" UV. Tkk, Schaden . v'tf-' ...r - nl r wiro yauplsacyllly ouicy ein tijeci vor der Größr.einer Pferdefliege verursacht' dessen Stich die junaenPsirnche ruinirt. In Oueens Ann's Eounty. Md. ws die letztjahrige.Ernte 2.800,000 Körbe war. werden dieses Jahr nicht mehr alZ 15,00y Körbe erzielt werden. ,Akhnlich sieht es mit der Psirsichernte in anderen Thejleil von Maryland aus. nur in den Gegenden deß Marylander Theiles der Blue Awge Mountains verspricht der Ertrag ein guter zu werden, if Pfix. sichernte' am der Halbinsel von Tela wäre die sich letztes Jähx uflZ.000, 000 Körbe bezifferte,- wird Heuer nicht' mehr als 35.000 Körbe betragen.

Bom Auslande. Eine ga pe inlich e Scene mußte die KäniginRegentin von Hol. land in Leeuwardenlder Hauptstadt der niederländischen Provinz Fricsland, beim Empfang einer anscheinend sehr erreglen Arbeitcrdeputation . bestehen. Es spricht jedenfalls für' das Gemüth

der Regentin. daß sie keine schwierig leiten machte, eine Abordnung aus Ar beiterkreisen zu empfangen, welche ihr die Noth von arm Friesland- schil dern wollte, wenn von dieser Erlaub niß auch arger Mißbrauch gemacht worden ist. Einer der zugelassenen Arbeiter sagte kurzweg: Madame (nicht Majestät), ich als Arbeiter Protestire gegen die Pracht und den Lurus. den man hier zu Ihrem Empfange entfaltet hat, denn das Volk leidet' Hun ger. wie Sie, aus den fortwährenden Bitten um vilfe ersehen können": ein zweiter Arbeiter ergänzte: Sie haben für die Nötbleidenden in Beets 1500 Gulden geschenkt, aber mit solchen Ga ben ist un5 nichts, geholfen, denn wir alle leiden lmwer noch Hunger:'. Einer der Deputaten hatte einen Topf, mit Mäismehl und ein halbes Roggenbrod mitgebracht, um der .Regentm einen Begriff von der Art und Weise beizn bringen, wie die Volksnahrung befchaf fen sei, er hatte diese Beweisstücke auf dringendes Zureden im Vorder iimmer stehen lassen- und wciaerte sich nachh.'r, sie wieder mi z nennen. Für die Sache dieser in Wayret noth leidenden Arbeiter wäre jedenfalls des ser gesorgt worden, wenn sie andere Wortführer zu ihren Vertretern gemacht hätten. Im Uebrigen war der Empfang, den die, Königinnen in Le'eülvarden fanden, ein glänzender. Der Poss. Ztg." wird darüber aus Amsterdam u. Ä. berichtet: Der Em pfang ließ 1 hinsichtlich der Herzlichkeit und der allenthalben sich zeigenden Be geisterung kaum etwas zu wünschen übrig. Der Friese betrachtet ja das heutige oranische Haus, das von den friesifcheu Statthaltern abstammt denn, mit Wilhelm III.. dem König von, England, starb der oranische Man nesstuinm bereits aus , als ihm. ganz besonders nahe stehend und häufig genug Hort man die junge Königin das irste friesische Edelfrüulein" nennen. Durch freiwillige Beiträge hatte man für die Anschaffung eines kostbaren friesischen EostümZ gesorgt, und al?die Königin Wilhelmlne am Sonnabend ti . t w l. ' . r ft . ? . L oii . ; ver oem großen Proviziai-ellrennen ii dieser Landestrgcht erschien, , erhob sich, namentlich aus-der, Mitte des zahlreich zusammengeströmten LandVolkes unendlicher Jubel. j Ueber den.Schlosser L o renz. der dem Fürst Bismarck in Wiin ein Packet mit Schriften in den Wagen warf, - giebt der., socialdemokratische .Vorwärts". , einige Auskunft. Da? Blatt schreibt: Lorenz ist dem Fürsten Bismarck kein Fremder. Die zur HolzpflasterUng bestimmten Buchenklötze, die vo'nkFriedrichsrüh aus in die Welt geschickt, werden.i.tragen die Bezeichnung Patent Lorenz"..'. Der . Erfinder, des patentirten BersahrenS.ist derselbe öorenz, der eben in Wien dem Fürsten einen gelinden Schreck bereitet hat. Lorenz. das Schicksal aller Erfinder theilend, erhielt sür sein Patent eine winzige Summe, um, welches es in den Besitz des Fürsten Bismarck überging, mährend ein von Lorenz gestelltes Gesuch um irgend eine, und sei es nur untergeordnete Veschästigung bei der Herstellung deS . von. ihm erfundenen Masters 'von Bismärck abschlägig befchieden wurdet Lorenz. der als. echtes Erfinder-Genie eine etwas excentrische atur ist. befindet .sich erst seit Eröffr.ung der Ausstellung für Musik und Theater'wesen in,'Wien und .zwar gefchah die UebersiedelUNg aus Wunsch des in jener Ausstellung fungirenden deutschen ReichS-Eommissars. Lorenz hat nämlich eine neue, Vorrichtung zum Spannen der Saiten an Streichinstrumenteu erdacht, die ebenso' einfach wie ingeniös ist und den Beifall aller Fachkenner gefunden hat. .Dieser letzte Umstand veranlaßte den Reichs-Eommissär, Lorenz von Berlin nach Wien kommen zulassen." Ist das eine prosaische Erklärung für einen anscheinend so poetischen Brauch! Ein völlig neues Streiflicht auf die , indische Wittwen Verbrennung liefert- das, bei Sampfon Loro & Co. in London ecschifnene.Wkrk oeZ GenerülZ Charles Hervey: Loms tteooräs of Criine. Der General hatte Jahre lang die Leitung der Auf spütung und ?lhndung. jener geheimnißvollen unter den Namen Thugee", und Dacoity" bekannten Verbrechen. Er liefert nun eine völlig neue Erklä rUng des Ursprungs der Suttee" der Wittwenverbrennung, nach welcher eine Gattin .sich aus. dem Flammenstoße ih res verstorbenen Mannes selbst den Feuertod geben mußt' Weit davon ent fernt. ' eine sreiwlllkge Handlung der Treue gegen den todten Ehemann zu sein, rührt die Erfindung dieserSjtte von den Ehemännern selbst her. welche, diefes Mittel, exfannen. um sich gegen Vergiftung seitens ihrxr besseren Hälften zu schützen. Sie sahen ein. haß eine Frau weniger leicht zum Gift grejfen würde, wenn sie selbst wenige.Stun den - oder Tage nach dem Tode ihres Mnnes selbst sterben müßte. Angsührt. Im 16. Jahr, hundert lebte auf d?m Schlosse See hurg des Eisleben ejn Graf von ManS selb; dkk ein sehr leutseljger und lustiger Herr war. - Elnst lud er, nach damasj? ger patriarchalischer Sitte . am DZaxtinstage zwölf seiner Pächter und Bauern mit ihren Weihern in's Schloß zur ; Verspeifunz der! MartinZganS. An einem Tjsche saßen die Männer mit Sem Grafen, am andern die Weiber mit )kS Grafen Ehegemahl, Frau Luitgaxden.! .Als nun der Gänsebraten erschien und die Humpen und . Krüge gejüllt .nurden gebot der Graf. eS dürfe feiner der Männer' trinken,' bevor einer aus ihrer ' Mitte ein ; Jubellied gesungen habe, und daS müsse der thun, dex Herr, im Haufe und seiner Frau Meister sei! Zcqch. einigem Rüuspern und Erwägen ermannte sich der Dorfrichter zu einem jSeangder, aber schüchtern und ge dämpft ausfiel, wie ein Trauerlied. Da lachte der Graf, daß ihm der Bauch

isaä'ette. )ierM oefadl . er dem Frauentische, daß diejenige, die Herrin

im Hause sei. ein lästig Liedlein singen t nL' J :i si'iJl-i A.ttA.i". ä. souic, i,a, süjniciicricn plvAucy, giklly Den 'Lerchen, sämmtliche Frauen los. dZß'die Wände zitterten, am lautesten aber lchr,e die Gräfin Lüitgarde. Jetzt lachten auch die Bauern, und der Graf rief einstimmend: Walt's Gott, auch mein Luitgardlein da seht, so 'md die Weibchens alle!" Leu dach erbat und erhielt vom Grasen Herbert Bismarck die Eriaubniß. dessen junge Gemahlin in mitten eines Hains von Marg, eriten, deren Namen sie trägt, malen zu dürsen. Diese? Gemälde wird nach der Heimkehr von der Hochzeitsreise begon nen und Leudach wird eS dem jung-n Vaare im Geschenk machen. A u S K i e w berichten russt khe Blätter folgende Vorfälle: Ein zungeZ Mädchen. Tochter armer Leute, zat sich mit einem Schuhmacher verlobt. Der Tag der Hochzeit wird festgesetzt. Alles ist zum Kirchgang bereit, wer ader licht erscheint, ist der Bräutigam. Man' artet eme Stunde, man wartet zwei zuf den Unpünktlichen, der forlgegan ;en war. um Eiukäufe zur Hochzeit zu nachen. Da er aber nach einer weiteeen Viertelstunde auch nicht erscheint, zerfällt man auf folgenden Gedanken: die Trauung unter allen Umstän en stattfinden muß. soll ein neuer Bräutigam gesucht werden. Man er mnert sich, daß ein Tischler schon früher as Mädchen geliebt, daß das Paar sich iber veruneinigt hatte. Der könnte zushelfen und an die Stelle des ver jeßliche Bräutigams treten. Es wird auch dem Tischler gesandt, , der sofort erscheint und mit der ganzen Gesellschaft zur Kirche geht. Kaum ist die Trau ang vorbei, so erscheint der richtige Bräutigam, der jetzt seine Einkäufe beendet hat. Ats er feine Rechte geltend inachen wollte, schickten ihn die Hoch zeitsgäste mit einer Tracht Prügel nach Haufe. Die zweite Geschichte spielt im Kaukasus. In .Nowo-Stewaki (Gouoernement Tiftis) bestieg einen Waggon zweiter Klasse des nach Poti bestimmten Zuges ein gut gekleideter, jedoch etwas angetrunkener Herr, in der einen Hand eine Branntweinflasche. in der anderen ein Glas haltend. , An der Thür des 'Waggons Ausstelluug nehmend, bot er jedem der ein- und aüssteiqenden Passa giere SchnavS an. Niemand wägte es, diese zudringliche Aufforderung zu rückzuweijen; nur ein junger Mann lehnte es ab. aus die Branntwemlaune öes Reifenden einzugehen, aber das kostete ihm fast daS Leben. Der Trunkene schleuderte ihm die Branntwein, ssasche in'S Gesicht, zog einen Dolch her oor und stürzte sich nf den Brannt Dkinverächter. In dem zwischen bei zen entstehenden Kampfe blieb ersterer Sieger und entwand seinem Gegner die Waffe, worauf derselbe aus dem Wagzon sprang und sich unbehelligt ent iernte. Gewitter und Hagel ha. ben in Solingen und Umgegend große Verwüstungen herbeigesührt. Stellenveise sind alle Garten- und Feldfrüchte zanz niedcrge,chmetten, und viel Obst ist von den Bäumen abgeschlagen. In Aräsrath standen infolge der mit qro ß.'r Gewalt plötzlich herabstürzenden Regeninassen die niedrig gelegenen Ätadtthelle mit einem Male ein Meter hoch unter Wasser, das in alle Keller. Wohnungen und Laden eindrang und viele Waaren - Vorräthe vernichtete. Einen schweren Unfall hatte der Sturm zu Solingen im Gefolge. Das bis aus eine Hohe von zo m genietete Thurm dach am Neubau der katholischen Kirche nurde vom Sturm von dem 31 m hohen Mauerwerk abgehoben. Manns )icke Balken zersplitterten wie ZündHölzchen. Zum Glück war wegen des rasenden Sturmes Niemand auf dem Thurm. Tie gewaltige Holzmasse siel luf einea Platz, auf dem sich gerade ZZiemand aufhielt. Jn Paris gelten'die gro 5en Diners der Frau Madeleine Le aire. bei welchen stets etwas Abfon zerliches geboten wird als die Ereig?isse der Saison. Diesmal lautete die Einladung auf Erscheinen in Papier", and in der, That waren sämmtliche Iäste ohne Ausnahme der Bestimmung nachgekommen. Freilich bot die papierene Vereinigung wenig Erfreuliches zur das Auge, trotzdem die ersten Mo Estinnen und Schneider der Weltstadt mit. dem ungewohnten Stoffe hantirt zatfen. Bei den Damen wax weißes Lapler mit Gold und braunes Papier mit' Silber am meisten gewählt worden; )ie anwesenden Herren machten in ihren steifen Papierfräcken und - Jacken einen kläglichen Eindruck. Ob man vom Papier gegessen oder, ob man gar Pa 'Lt.'i - J-?e'. c. 'j.t t . pier. gegessen aar, wiro ieioer nicyr ds richtet, entspräche aber doch jedenfalls dem sin lf siecle. ; 1677 1892. KH 523 li !! einzig echtes Tafelbier, Wiener Tasel. Olden Tirue Ale, Bock und LagwBier, aus p. LIEBER'S BRAUEREI Speziell gebraut zum Flaschen-Verkauf für JACOB METZGEB & CO., b bfn eit 15 Jahrm den ersten Rang aller Biere im hiesigen Aarkt einaenoirmen und werden ihn auch fernerbin behaurten. 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Mscnbahn-Tabelle

Ankunft und Äbgang der verschiedenen Eisen dahnzüge im Union Depot, Indianapolis.'. Vandalia. Abgang Postzug ... ... 7M?m ...tt MVm ... Z2K5,M xxreg Expreß Accomodatlon expreß Ervren ...... 4 00 m 7 00 lim ...ii myim ... Ä 3 Rm ... 4l5$ro ...WWVm ... 2 Tu Am Ankunft Expreß . . . Lpreg Accomodation Expreß Schnellzug Accomadation.... ..... si 20 Ihn 7 45 Am Cleveland, Cineinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 6 30frn Expres 9 m t m Erpreß 11 45 Im Limited Expreß S L0Nm Expreß 6 45 9irn Ankunft Expreß 7MVm Expreß ll 10 Pm Limited Expreß. II K5 Vm Expreß 5 00 32m Expreß . 10 50 Sfm St. LeuiS Division. Abgang Expreß 7 30VM Limited Expreß. l205Stm Expreß S20Rm Expreß, täglich ll)00Rm Ankunft Expreß täglich 3L5Vm Erpreß Ä5Vm Lunited Expreß 4 45 Vm Expreß L0 Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug Accomodation taglich Accomodation Postzuz Accomsd. tnur Csnntags). Accomodation ... 3 45 Bm 705 Bm WÜ5Bm 2 r Nm 530 Nm 7 0092m Ankunft Rushville Accomodution. 10 30 tu 11 50 Bin 12 30 9cm 5 08V!m 11 15 Rm 12 15 S!m Postzua.. Jnd'pls Are. (nur Sonnt.), Accomodation Accomodatlon Schnellzug Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post 12 01 Rm Lafayette Accomadatio. ... 5 23 Nm Schnellzug 12 30Vm Ankunft-Schnellzug 3 30Bm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2 45Nm Accomodation S 21 Stm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 800Vm Expreß I2 06Nm Danville Accomodation 5 10 Nm Expreß N25Nm Ankunft Expreß 3 25Bm Danville Accomodation. ... 10 35 Bm Expreß 2 50 Nni Expreß ft55Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß Accomodation Expreß Ankunft Expreß Accomodation Expreß .. 4 50 Pm V. 305 Nm .1157 Vm .. WBm ..II 15 Nm Lake Crie und Western. Abgang Expreß 7 15 Bm Erpreg 120Nm Expreß 7 00 Nm Scbnell.Expreß .11 10 Nrn. Ankunft-SchneExpreß 320 35m Expreß 10 30B,n Expreß 2 50 Nv, Expreß K20Nm Pittdburg, ttincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45Vm Eolumbus Accomodation.. . 00Bm Erpreß 3 00Nrn Richmond Accomodation. .. 400 Nm Expreß 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 M Vm' Schnellzug II 40 Vm Expreß 12 45 Nm .Accomodation 3 45Nm Expreß 6 60 Nm Expreß 9 00 Nur Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß 11 20 Vm Expreß 1130 Ankunft Expreß Ä30Bm Expreß 3 5? Nm Louisville Division. Abgang-Expreß 3 40 3m Louisville Accomodatlon. .. 00 Vm Schnellzug 4 00 Nm Accomodation 4 3) Nm Ankunft-Accomodation 10 25 Vm Schnellzug N 10 Vm Accomodation 00Nm Spezial taglich 1050Nm Cincinnati, Hamilto und Jndianapolis. Abgang Erpreß 3 45Vrn Cincinnati Accomodotisn . . 10 57 Bm Expreß 2 56 Nrn Expreß 4W Rm Expreß 20 Nm Ankunft zrcconwdation 9 20 Vm Expreß 11 25 55m" Expreß 7 45 Nm Expreß 1055Nm Erpreß 1235VM Indianapolis und Vincennee. - ana-Expreß. 8 00Vm . Amcennes Accomodation.. . 4V5Rm Ankunft-Vincennes Accomodation 10 55 Nm Expreß 5 15 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. AbgangErpreß 00Dm Expreß Z VOBm Expreß 700Nm Ankunft Expreß . : 10 30 m Erpreß t...,.; 2 40Nm . Expreß .10 55ÄM Indianapolis, Decatur und Western. Abgang-Expreß.. S30Vm uvinoooiton , Am ßchnett.tSmrjt 1 1 m ai ft- 'AI "tt" .4 W VkMi nrunft--SchneL.ErprkK S30Vm Wi'MwnU.' Irt m i mhimiVWUHI1, ... .... .... tJ IKJ XUl Expreß.... 4 45Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang-Expreß 12 40 Vm xprrft . ... ii W Vm Vlono ScfDrnßtietiait K 9f . "'"MW...!! . . . . tf ... . Ankunft Expreß , 3 25Vm VkononAccomsdation 10 40 Bm Expreß.. 3 20 Nm . i . ":- !'' Ammm ll.il iLrtM'l. k . . ii il n z k. ::i.;; - " !,4 iüi! wr w , . im rr, r"., mm Jh.1i, TmJ.4'W. Ockrraantwf 5 ! rrm wn AM.O Mitk. Twr.4k WOTaa4il Imhm kMtm Jim ra. Cm fc. tf nmmnä;Hni( tmliM s- d... ah .r. MriMnr 4 Man m. Caa wrk la vmam tiaa r al) I Im etwa. Ut aM.jr tut mm,k . Failuta uIk mmtamf '- r-nm mniaraii.nre.'.'witM, antu.tt ä o.ixl rrtiM. w

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