Indiana Tribüne, Volume 15, Number 297, Indianapolis, Marion County, 14 July 1892 — Page 1
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Editorielles. Wir hattten schon kürzlich mitgetheilt, daß Bundessenator Palmer von Illinois betreffs der Vorgänge in Homesteab eine bemerken werthe Rede hielt. Wir geben hier einen Auszug dieser Rede : Ich behaupte, daß diese Bürger (die Arbeiter) im Rechte waren. Nicht nach dem Geseh, wie es gewöhnlich verstanden wird, sondern nach dem Recht, wie es von jeht sn zur Verhütung fol cher Ereignisse gelten muß. Ich beHaupte, daß sie ein Recht auf Beschastigung daselbst hatten, daß sie das Recht dazu erworben hatten ; daß diese großen Fabrik-Etablissements in Zukunft in gewissem Sinne als öffentliche Etablissements angeschen werden müs seit; daß die Eigenthümer derselben künftig die Rechte 'derer 'Merkenncn musjen, ohne welche ihr Eigenthum ganzlich wcrthlos wäre. Die einzige Concession, welche ich ihnen mache, ist die eines angemessenen Profites von dem von ihnen angelegten Capital. Ich behaupte weiter, daß die Arbeiter, welche dort engagirt waren, ein Recht auf dauernde Beschäftigung und angemessenen Verdienst haben. Wir sprechen vom (kivildienstgeseh für die Regierungsbeamten. Ich beHaupte, daß es ein höheres Geseh giebt, welches den Arbeitern in Fabriken und Eisenbahnen . da Recht auf Arbeit giebt, ein Recht, dessen sie nur durch schlechte Aufführung verlustig gehen können. Dies ist der einzige Ausweg aus der Schwierigkeit. Ihr mögt die Miliz des Staates Pennsylvania aufbieten und die Arbeiter jener blühenden Stadt massakriren. Aber waS ist dabei gethan? Die Arbeiter des Lan des sind sich des Rechtes bewußt, das ich dargelegt habe, deS Rechtes auf Arbeit, und werden fortfahren sich zu widersehcn, und der soziale Krieg wird über Euch kommen. Deshalb ist es die Pflicht christlicher, republikanischer Staatsmänner, einen Ausweg zu sinden. Während meiner Lebenszeit habe ich wunderbare Veränderungen gesehen. Einstmals war der Jndividualismus Alleinherrscher und die Leute lebten beinahe abgeschlossen, weil jeder sich so erhalten konnte. Heute ist es anders. Die Welt ist getheilt in Unternehmer und Arbeiter. Die organisirte Arbeit ist eine Macht im Stagfe, Ihr müßt sie beachten und was wollt Ihr thun? Mit der alten Phrase. daß Jeder das Recht habe, sein Besitzthum nach Belieben zu gebrauchen, ist nichts gethan.. Die Frage kann, nicht mit der Redensart erledigt werden, Carnegie habe daS Recht zu ,befchäftigen, wen er wolle. lZnter den heutigen Verhältnissen haben diese Redensarten keine Bedeu.tung mehr. Ihr könnt weder dem Kapitalisten noch dem Arbeiter ein absolutes Recht "zugestc hen ; man muß ihr Recht: auf einer gemeinschaftlichen BasiS adjustiren. WaS ist das, ? daß die Fabrik, ine öf fentliche Institution ist, wie die Eisen bahn; öffentlich, weil sie für das Volk arbeitet z öffentlich, weil sie baS Volk beschäftigt z ' öffentlich, 'weil die Leute in ihrem Dienst unbrauchbar für andere Arbeit werden z öffentlich, weil v üV i i , ' . t' ii " '' i.auzenoe sur lyren umeryall von ly abhängig sind. So erkennen wir das Recht des ' ,'5? i Mit ' ,;)!:! 1 " - - " I7 ' I !
Kapitalisten auf die Benützung seines Eigenthums und einen angemessenen Gewinn an; so beanspruchen wir für den Arbeiter das Recht aus Beschäftigung, so lange er sich gut verhält. Es ist festgestellt worden, daß die Eisenbahnen nicht willkürlich Frachtraten festsetzen können, dasselbe Prinzip muß hler zur Anwendung kommen. Ich wünsche also, daß dem Comite erlaubt wird, der Frage auf den Grund zu gehen. Wir sehen zwei bewaffnete Mächte in Schlachtordnung einander gegenüber stehen, und gestehen uns, daß wir nur das Recht zur Untersuchung haben und kein anderes. Warum untersuchen ? Warum die blutige Geschichte nochmals erzählen, wenn nichts geschehen kann ? Wenn dieser Krieg fortdauern soll, warum mischen wir uns ein ?" Wenn die Fabrikanten das Recht haben, über die .Üöpfe der Arbeiter die Ruthe der Entlassung zu halten, dann ist es mit der Freiheit in Amerika vorbei und der Stimmzettel wird in Wirklichkeit von dem Herrn abgegeben, der das Brot für die Wähler in Händen hält. Wenn der Wähler unabhängig sein soll, dann müßt Ihr ihm die Beständigkeit der Arbeit garantiren, so daß er dem Unternehmer trotzen und ihm sagen kann : Meine Beschäftigung hängt nicht von meinem Votum ab, sondern von meinem Verhalten, meiner Treue, Ehrlichkeit, meinem Fleiß." Daß diese Rede Aussehen gemacht hat, daß Palmer wegen derselben von einem Theil der Presse heftig angegriffen wurde, läßt sich denken. Wie man sieht, steht Palmer zwar nicht auf sozialistischem Standpunkte, seine Ideen sind höchst unklar und verworren, wenn man aber so weit ist, den individualistischen StandPunkt anzugreifen, wenn man Fabriken als öffentliche Institutionen betrachtet und das Recht auf, Arbeit anerkennt ist man jedoch Ms dem bcßen Wege zu sozialistischer Anschauung.
Drahtnachrichten Inland. Wctteraus sichten. Für Ändiana: Schönes Wetter bis Freitag Mittag. -- Aus H 0 m e st e a d. H o m e st e a d , Pa., IX Juli. Von hier ist gar nichts Neues zu melden. Die Soldaten dürfen jept nicht mehr einzeln in die Stadt, sondern nur in Abtheilungen unter Führung von Offizieren. In Folge dessen wird nicht mehr so viel getrunken. DaS Comite des Congresses setzt seine Untersuchung fort. Frlck ist beharrlich in seiner Weigerung, die Herftellungskosten seiner Produkte anzugebeck Die Arbeiter erklären, daß Schiedsgerichte ihnen nichts nützen. daß dabei Fragen zu entscheiden seien. von denen andere nichts verstehen. Der Bürgermeister von Homestead sagte in seinem Verhör, daß der Zoll aus die Produkte der Werke durch den Einfluß Carnegie's und der Union Pacific Eisenbahn Co. aus McKinley und Andere herabgesetzt worden sei, um Carnegie Veranlassung zu geben, Preise und Löhne herabzudrücken. Einige der Zeugen sagten, daß sie in staatlichen Schiedsgerichten die einzige Lösung der Frage sehen. Es stellt sich bei der Untersuchung heraus, daß Carnegie diejahrliche Feststellung der Lohnliste quf den Winter verlegen wollte weil viele der Leute in der heißcn'Zeit an den' großen Feuern nicht arbeiten können, also eine Uneinigkeit in der Periode der Arbeit für die Leute von größerer Bedeutung wäre. MH Verunglückte W a s s e r f a h r t. P e ori a, 25, 1$. 3ulU Gestern Abend ist der Dampfer Frankie Fol fom", auf welchem sich ca. 40 Men schen befanden, durch Sturm aus dem Peoxia gekentert und man glaubt, daß 28 Menschen ertrunken sind. ' Da zur Zeit auch viele Ruderboote, von hier auf dem See befanden, so fürchtet rnji, daß die Zahl der Dpser noch weit gro ßer sein wird. Bis jetzt chatswan neun Leichen aufgefunden. 6' Ein Schlag f ür die Silberleute. ' 'tv W ash ing t n, IZ.Iuli., Heute Mittag stellte Catching den Antrag,
die Silber - Freiprägungsbill vorzunehmen. Eine Debatte folgte, indem die Silber-Leute wohl wuötcn, daß wenn der Antrag verworfen würde, das Schicksal der Bill besiegelt sei.
wenigstens für diese Session. Die Abstimmung ergab einen Steg der Opposition. Die Resolution wurde mit 154 gegen 13G Stimmen verworfen. Unter den 136 Stimmen für den Antrag befanden sich 118 Demokraten, unter den 154 gegen denselben befanden sich 94 Demokraten. .O S t u r m u n d U n w e t t e S p r i n g f i c I d, O., 13. Zull. Das südliche Ende der Stadt, wurde heute von einem furchtbaren Sturme heimgesucht, welcher 15 Wohnhäuser zerstörte und gegen 40 stark beschädigte. Eine Familie wurde unter den !rümmcrn begraben und die ganze Polizei und Feuerwehr ist am Platze um die Leute zu retten. i Die Ortschaft sjcllow Springs, Zwölf Meilen westlich von hier, soll ebenfalls zerstört worden sein. Der Sturm kam aus Südwesten. Alle Telegraphenund Telephondrähte wurden hcrabgerissen und die Straßen sind durch umgestürzte Bäume und Trümmer ,vcrsperrt. Die lutherische Zionskirche wurde vom Blitz getroffen und fast vollständig zerstört. Frau Jacob I. Leech jund ihre beiden Söhne Conrad und Jkob wurden schlimm verletzt. Der angerichtete Schaden wird ans ca. $2()(,(K)) geschätzt. Die Wirren in I da ho. W a r d n e r, 13. Juli. Aeußerlich war hier gestern Nacht Alles ruhig, aber es war die Ruhe der Entschlossenheit und Verzweiflung. Die Streiket hatten einen Tag des ununterbrochenen Sieges. Alle ihre Forderungen wurden gewahrt und sie sind jetzt ilm vollständZgenBesitz der,Pochwerke ui.d ll-,'M ...!..p!!'i!!!"' ' ' ' ..!, 11 " ;!! "'jii, " "j Gruben der Bunker Hill, der Sullivan und der Sierra Nevada Mining Company. Die nicht zur Union gehörigen Arbeiter sind vertrieben werden und die Leute, welche über den langen Aus stand verzweifelt und durch ihren Sieg übermüthig geworden sind, reden jetzt allen Ernstes davon, der Miliz und den Bundestruppen bewaffneten Widerstand zu leisten. Wie es heißt, sind mit Dynamit beladene Eisenbahnwagen in der Nähe d:r Eisenbahnbrücke, um dieselbe in die Luft zu sprengen und dadurch die Soldaten abhalten zu können, hierher zu kommen. Viele Arbeiter sind von hier abmarschirt und man vermuthet, daß sie der Kavallerie von Fort Thomas den Weg verlegen wollen. Die Ausregung hier ist ungeheuer. Wallace, Jdaho, 13. Juli. Alle Stampsmühlen der Gruben, - welche nicht zur Union gehörige Arbeiter beschaftigen, sind seit gestern mit Dynamit und Zündschnüren versehen, so daß sie auf einSignal in die Luft gesprengt werden können, wenn die Truppen hierher kommen. Die Brücke bei Mullan wurde heute in die Luft gesprengt und zwischen dort und hier lausen keine Zuge. P or t land, Oreg., 13. Juli. Ein Sonderzug mit 200 Mann vom 14 3 fanterie-Regiment in Vancauver, Wash., fuhr heute von hier nach den Gruben von Coeur, d'Alene ab. Im Ganzen sind 700 Mann Militär dorthin nnterwsgs. Pois? City, N. Juli. Der Gouverneur Willey hat , eine Proklamation erlassen, wonach in Shoshone Cöunty Belagerungszustand erklärt wird. Portla n d, Oreg., 13. Juli. ?Zach Belichten an die hiesigen Beamten der lsnion Pacisic Eisenbahn-Gesellschaft, sind die Brücken auf der ??ord Pacisic Bahn in. Coeur dHsene und große Strecken des Geleises, von den Streikern in die Luft gesprengt werden, uSland. o , Der Aetna. Rom, 13. Juli. Der Ausbruch des Aetna nimmt schnell an Heftigkeit zu und die beiden Krater zeigen große Thätigkeit. Fast ' beständig sinde, große Erplosionen statt .Heute Vor mittag ereignete sich einheftiges. Erdbeben, welches das Dorf Giarre an' der Mste von Tizlllen zerstör4 Stunden vom Vulkan ! helegene Dorf ' : I II.;!!1!!1'!1.' illi.ii ii!. V I. . ; sl i- n, ;i ., . .. , . ! !'! : , . hqtte ra. IM Einwahner und furch
man, daß Viele umgekommen sind. Die ganze Küste wurde von dem Erdbeben schlimm mitgenommen. Ingenieure sind nach den bedrohten Orten gesandt worden, um die Lava von den Brunnen fern zu halten. Die Bewohner in der Nähe des Vulkans sind ruhig und zeigen keine Zeichen von Angst oder Schrecken.
Die Cholera. Paris, 13. Juli. Gestern wurden in Aubcrvittier frnf Todesfälle angemeldet, welche der Cholera zugeschrieden werden. London, 13. Juli. Der Local Government Bord hat Vorschriften über die Einfuhr von Lumpen aus Frankreich wegen der dort herrschenden Cholera erlassen. Nach Depeschen des Standard" aas Berlin, ist dort laut amtlichen Berichten kein verdächtiger Krankheitsfall vorgekommen. Der Times" wird aus Alcrandria gemeldet : Die Cholera ist in Acre ausgebrochcn. Der Gefunöhcitszustand der aus Mekka heimkehrenden Pilger ist ausgezeichnet. Erdrutsch in S a v o y e n. Paris, 12. Juli. Eine furchtbare Katastrophe hat sich in Savoyen bei St. Gervais les Bains ereignet, wo viele Häuser durch einen Erdrutsch verschüttet und ihre Bewohner unter den Trümmern begraben wurden. Bereits hat man 30 Todte und viele Schwerverletzte gefunden und glaubt, daß noch mehr Leichen unter den Trümmern sind. St. Gervais ist ein besuchter Badeort mit stark schwefelhaltigen Quellen und liegt in dem Waldthal von MontJoie, eine halbe Meile von dem Wege nach Chamounis am Bon Nant. Weiteren Berichten zufolge fand der Erdrutsch Morgens um 3 Uhr statt. Es hat sich " herausgestellt, daß ' 'der Bionnay Gletscher an der Nordwestseite' des Mont Blanc in s Rutschen gekommen ist und den Ort sowie das Dorf Le-Fayet zerstört hat. Der Verlust an Menschenleben ist entsetzlich. Die Leute konnten dem über sie hereinbrechenden Verderben nichl entrinnen und wurden von Erde, Felsen, Eis und Trümmern erdrückt öderertranken im Flusse. Mehr als 150 Leichen hat man auS der Arve geholt. so daß mehr als 180 umgekommen sind. Man glaubt jedoch, daß die Zahl der Opfer bedeutend größer ist. ' ' .. Die Parlaments wählen. London, 13. Juli. Gladstone ist in Midlothian allerdings wiedergewählt geworden, doch beträgt seine Mehrheit weniger als 700, worüber die Liberalen umsomehr enttäuscht sind, als, er, bei der vorigen Wahl keinen Gegenkandidalen gehabt hat. Um Mitternacht hatten die Konservativen 232, die Liberal-Unionisten 35, die Liberalen 203, die Arbeiter 3, die Anti-Parnelliten 42 und die Parnelliten 7 Abgeordnete erwählt. Heute kam in Ffestiniag in Merionetshire in .Wales ein großer Wahl, krawall vor. AlS dort der konservative Kandidat eine Rede halten wollte, stürmte der Pöbel die Platform, miß handelte die Polizei und verfolgte dieselbe vier Meilen weit. Der Wagen deS Kandidaten wurde zertrümmert, die Fenster des Hotels dort ebenfalls und viele konservative Wähler wurden schlimm verletzt. Der Tltltan von Ndamaua. Von der Eifersucht und dem Jntrigu .'n spiel der, Engländer in Asiila gegen die ColorniationZversuch? anderer europäischer Nationen wissen guch die Iran' josen ein Lied zn singen. Der Lieutenant zur Sce Mizon ist kürzlich ans Afrika in Paris eingetrof jen. Ter Temvö". halte, ihm einen Berichterstatter hjs. Orleans entgegen, gesandt, und ihm'machie Mizun unter wealänger.e Mittheilungen über seine Veisi. Mizyn bellagle sich bitter über h!e Engländer und behauvtele. . sie hätten zwei Mal den Versuch' aemocht. ihn ermorden zu lassen. Ter erste perzuch se; hercltS dnr cme Hrlkse bekannt geworden, der zweite habe im August vorigen JahreS in Jola stattgefunden. ;; " Die im Lande Handel treibenden Engländer hätt?n. als sie seine Ankunft erfahren, den Sultan von Adamaüa (Adamaua im westlichen Sudan, ist eins der schönsten Länder Afrikas) auf gesucht und ibm gesagt, jti käme sin Weiber in einer Dammschaluppe., um finem seiner Feinde., Gewehre . , und Patronen zuzusühren. mit denen er ihn 'BitKstlit?Knheiehzn und t,eneqen
wolle". Der Sultan habe b!erauf Befehl gegeben. Mizon zu todten. Durch einen alten Araber sei Mizon von diefern Plan in Kenntniß gesetzt woidcn. und nun habe er mit' dem Sultan, einem sehr intelligenten Manne, dessen Gast er acht Monate lang gc.vcscn. Un terhandlungen angeknüpft.' Die Falschbcit der englischen Agenten fcj schnell festgestellt worden, und der Sultan bade Mizon gesagt: .Du bist mein Gast und in Zukunft mein Freund, bleibe hier, ich werde dir Ländcreien und alles, was du wünzchcst. geben. Ich vcl viele den Engländern, ihren Fnß in diese Gegend z,i setzen, dir wird niemals etwas Pöics widersahren." Ter Sultan habe Wort gehalten.. Andere Unannchmlichteiten hatte Mi. zon nicht zu bcstehcn. und er ist voll dcs Lobes über die Herrlichlcit des Lan des. Es sei äußerst fruchtbar, und die Bevölkerung stehe auf einem Grade der Civilisation, die man nicht vermuthm sollte. Die Armee des Sultans fti 400.000 Mann stark, von denen ein Drittel beständig im Kriege lieg?. Ungefähr ! ('0.000 Mann seien mohame-. dänische Söldlinge, eine Art Fremden, lcgiou. Sie seien über das ganze, bis zum dritten Grad gehende weile Reich zerstreut und ständen unter dem Befehl der Statthalter der verschiedenen Pro. vinzen. Der Sultan halte jede Woche eine Parade ab. Ein Theil der Trup. pen trage mittelalterliche Rüstungen, die im 16. und l 7. Jahrhundert Handler dort an den Mann gebracht hatten. Dese Peulhs seien keine Neger, sondern Wc'ißc. und diese seltsame Erscheinung ertlärt sich Mizon dadurch, daß diese Pculhs mit der mittelalterlichen Ein Wanderung aus EgypZen gekommen seien. Die Vielweiberei sei in diesen Gegen, den allgemein. Der Sultan habe einen gutbesetzten Harem. Die Frauen seien unstchlbar. ihm seien aber als besondere Gullstbczeugung mehrere gezeigt wor den. Der ersten Sultanin stehe, allem muselmännischen Gese entgegen, das Recht der Thronfolge zu. Mizon theilte serner mit. die Peulhs seien Äckerdauer und Vichzüchter, und alle Getreidearten Europa? wiiröen dort gebaut. Reiäze Gutsbsiz'cr halten bis zu 20,000 Stuck Veh. Das Kühnen alö Kur.
Im orrefpondcnzblatt für Schwci. Zcr Aerzte beschäftigt sich der Dr. O. ncgeli mit der therapeutischen Verwer thung des Gähnens und schreibt insbesvnd.rc dcul TiefgZhnen" mannichfa chen Heillvcrth zu. Er schreibt: Das Gahnm ist a!s phijsiologischrs T'cfathmcn die natürlichste Lungengnknastik. Da das grosse Publi'tum kaum je dazu zu bring? sein wird, nach Schrcbcrs System ein und doppelseitig tief zu athmen, so sollen wir Acrzte Jedermann den Rath ertheilen, unbekümmert um sogenannten Anstand,, Morgens und Abends so oflmal als möglich durch Gähnen und Recken die Lungen tüchtig auszulüften und die Athmungsmuslulatur zu üben. Es wird dadurch vielleicht manchem chronischeu Lungenleiden vorgebeugt wer dn können. Gestützt aus die weitere Erfahrung, dafc beim Tief, gähnen die Schlundmuskulatur sich hebt und . streckt und die knorpe lige Ohrtrompete ausgequetscht wrrd. habe ich versucht, das Gähnen, auch therapeutisch zu verwerthen., Zuerst hatte ich wiederholt Gelegenheit, dieZ an mir selber zu thun. Ich leide häufig an Schluckweb. das aewöbnlick von einem plötzlich auftreienden. heftig Nechend',' Ohrenichmerz (Tubenschmerzt begleitet ist und manchmal - mitten in d.r Nacht mich aufweckt. Forcirtes Gähnen, acht- bis zehnmal wiederholt, hat mir stets sofort den Schmerz genommen. Seither habe ich in allen frällen von aaltem Rackenkatarrb. Ent zündung der Ggumenbögen und beginnen dem uvenlatarrh die Gähnkur verordnet, fast ohne Ausnahme mit dem Erfolg, daß Hals- und OhrenZchmerz rajch sich kennte und bald ganz verschwand. Es wurde den Patienten nicht schwer, nach meinen Angaben durch schlürfendes Einathmen, bnrch einfache Autosuggestion, wenn sie für sich allein waren, oder durch Imitation, wenn ich es ihnen vormachte, zu jeder Zeit zu gähnen. . Ich verordnete ihrer, so oft im Tage ls möglich, wenigstens sechs- bis zehnmal nacheinander d es zu thun utt) gleich nachher zu schlucken." ' ttCT Der deutsche Militärverein beschloß den 2Y. Juli als Gründung? -tag des Vereins im engeren Kreise zu selern. V i L T Dieser prächtige Sommergarten ist jetzt eröffnet, und an So n n t a g e n auch für Familien , offen. Jeden Donnerstag und amstaq Abend! IIpWI, PROCRESS BAND 5 !!,!""
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