Indiana Tribüne, Volume 15, Number 293, Indianapolis, Marion County, 10 July 1892 — Page 5

t ts LAWMzzA

Die etfatungdesVlu tts für den WMWW. 8,1,40 w KWKM .schliche rr: yi Liorrcrö ist fifmmmf Jedermann MMWMWW, Mrni. Es MWWWWMM braucht da. Wi'iÄÄ her kaum erst rctsichert zu werdrn. rajr cCe l'erSn derunzen drö Blutes Eir.stuß auf die fSe sundheit haben. T ie Grundstoffe zu Hessin CrZNzuugömatcrial sind natürlich den fcsten und flüssigen ??ahrunJömitteln entnommen, welche der Mensch genicßt, die aber zu ihrer Verwendbarkeit besondere Beinlischunz von Körpersäften erfordern. Die Verdauung, und mit ihr die rlchtize Zusammenfttzung des Blutes für die G ftlntheit des Körpers spielt eine wichtige Rolle, und das durch eine mangelhafte Verdauung, eine sehr greße Anzahl von nieistsehr langwierizen, die Gesundheit untergrabende Leiden hervorgerufen wer den kann. Ist dieser Zustand eingetreten, U wähle man zur AbHülse ausschließlich solche Arzneimittel, welche den Verdau ungöapparatzu größerer Tbatigkeit milde anreizen und die überflüssige Qatle entfernen, ebne für den 5iörper f.bädllche Folgen zu haben. Aus rein veMtablifcke Stoffen bereitet sind Dr.ÄNAuS Königes Hamburstkr Tropfe gerade das Mittel. welchcF mir Elfolg angezrendet rrereen kann, da eö alle jene Anfordekzen in sich schließt, die man an ein wir.'famcö, tsntscheö NttingungZmittel ftsöes kann. Tei, inzlge Weg, verloren ManueZkrattwiedekherzusieVen. sri? frische, tftcltctc mt selbst onfljcL end uuheM FÄe vsn SchkchiZ, k:ae!?!ten jlt neb tauend ja hiilea; sern?, gnaue AufNIrunz übn Mana taikit l ÖitliJ?t;it I Ehe HlutersiIe terkelb? ad iiuuj, zeit tal ge-, fcltaMte 24 : üttttuna mt:t4 25, Kuflf, 25g Seiten, fj mU vle kkneicha lölltfra. $Lxtr In keutsther 6xr.d gegen Eia srtuaz roa 22 Cents in Pcsttuarka, t einem unberruckten UmsLiaz toet ttt$i, frei versant t. Adresjire: DEUTSCHES KEIUNSTITUT, '1 1 11 CHaton Placi Höw York, K ?. MdäMLm ' Y'T!'' itfrffraVfaWiTitli Der ,AtetluustKÄnker" tft atut tiadc in fetanapoltg, sd.. tet . u. Brandt u B fcub Deware Strafe. WWK K.'?AswJ .TiSSÄis! k-- fti, ?otäg& Sfc4CT Mmm ?&Wft5 xA.,iAryt rfiijnk. i yfm i Wunderbare Erfahrung? Wrooklyz. N. I.. Juli 1337. Im Monat ZüXoliX Txrt ich a. Medicin zu stu . j a i vA . . . tXttn no eCTaiw Nllü,, X'wij u umt w chen: während bitUt üv.t habe ich nun mit fc'cl In teietle olle Werke ittier Sirrvenleiven ftudirt vnd vi umjomkhr davon Lberz-ugt. dak ti nur Gzu?s HUks end Pastor US zn d?rdanken izabe. datz ich iilfi nicht ii elender hynnnnasioser Invalide bin. T irstnr Anteils voa faujucht zme ftch bei mir in ?,asr la62 ; der Arzt, wrlüir? mich dainalö dehan 7 .. . t. r . . v li . . 4 . tau. etuane vl'JZ sur unqueur. t. benfa andere Aerzte iini auch ein ptuasv aoex lich iteandeue. sann orie ein ahm. hstte iq eine Anfall und dann noch nirm&l ?kakz 1884. a irnei Wack? irsattT. avrr KUDcni cad im anen niai tni EerinzüiN noch eta4 davon gespürt und Ziihle jetzt int 3 Iah qs nw 1 vorder. ' :.dr dankbarer 4J2?Ctr2be. AJ. . CffUjml KKtwouMtfiii t3rwtiu eLreLwd & l r- - m .. I ttOe:Q MEDICINE CO., S3S Bandotph e., ?ttk?.tttt. !: rob 1.7S, v ü $9.00. ' j 3 ftuft9u in den deuttche Apvtl,kkcn ,a K. Will. ner. M ffiett afUng er. nd öe Süd Ea S:r. und vwc ane. dsu Srr Dr. Wagner, Office: Zlo. 60 Gol Shio Z?tr. Ofeetunden : Ubr VormittazA. A-4 Uhr NachmUrass. Wohnung: k?cke Broadwah ad öwe-kn ve Telepisn 8tS. .. Dr. Patthcr, llzirurg und Frauenarzt. 5)eilanftalt und OZsice : im Ost Michtgan Strafe, iEck, Massachusttts Ave.) Täglich von kiö 4 Uhr. . Sonntags auS genommm. Telephon ' 1 '" 'i. ,. '" fferd. 21. Müller,. (Nachjolüer von iSees MüUer.i ApotAeköV. Tie nfertiKuug ho Rezepten efchiedt tr zuverlSssiger. sachverständiger W,ise. - " SüdwestMcke der Og Wasblngtou und Oft Str. XT Telephon 870. Dr.WilhMpMc, Dentschcv Arzt. Office: bei Pantzer's Apotheke. (Tel. mj Sub (fast 5traKe und Lincoln Lane. , Lprestunden: US,vvrn.r,S,Mr M.hV, nö k Udr AbrndO. . ."" . , ' " , ; Wehnurg : t?JJ AzJison Nvcnu'. 3:eUtl0u 1ICS. . "' ' ! '! !' J.l v.i.. .''' i :: . - ,1 4iia 2eklk.aUer, fcc S :ncer. Ind., W i i l b l d. S n e i p p ' i ck e ÄS a s ljerbensuftalr. vu,t!urort c. wrrd Veiöenöcn tt'fienl nixiohteu. ..1ieu au3. da au ,, ?m , . i", :!: : ' m ÄÄfi Mm fsM

-w jr.' ' -v eS. jK&ilv M MOÄ M ES&te$J

2t. Ä

"S.- 'X2 rltfl:".-;; rr

Mv1 v.vr.wnwcK jx tgv3 v 9f?r '&t-ysx'ri ..vyOif Menun und ZungliNke ! W

vhjCvc&tvJ&.

-xi'?.ri sjf&Sw Ü- '-1 fK

5J-

V

tivem. ölzmimea yaue, wr cnn ouco xnxni tootoeb Sti; rsir erfuhren durch dieT ans. dug sie durch Pastor iönis Wedicm kurirl irurd : wir drMiltcn desizaib auch dlefe nd ?ar rhne vkl Hoffanng. Im Ankanz bei ?kakttS 1884. a:rade alZ fei erste von drr HSttU

Maröitfa Sphinx. (2a8 der Lpx, tiaei PaliindcsLlKn.

rson I. kler. Unsere Pslizeidirectiork war in siebe? after Aufrequna. WaS das bedeuten will, kann nur Der ermessen, welcher selbst einmal ls Glied dlesem großen SicherbeirZapxarat angehört hat. Vom obersten Chef bis zum letzten ?ln:tödiener hat keiner mehr eine ruhige Stunde. Die Luft ist rsie vor einem beftigen Gewitter mit Eleetricität erlüUt. Vliye zucken, dumpf rollt der Donner, und Jeder iüdlt, daß nur unhcilschwangere Wolken über seinem Haupte schweben. rrt t j j t . r l. r? 'orgeieyre uno nmergeoene oerlnven iic unausgesetzt in nervöser Erregung ; keiner vermag den Andern zusredenzustellenz Tadel nach unten, Murren gegen oben. Wenn ein aroneS Verbrechen beaangen wird, bringt die Anzeige desselben wohl ebenfalls große Aufregung hervor; dieselbe ist aber vorübergehend, sobald die ersten Erhebungen gepflogen, die Dispositionen ertheilt sind, arbeitet der Apparat regelmäßig weiter. .Die Polizei fahndet nach dem Thäter, oder ist demselben auf der Spur," berichten die Tagesblätter. Anders aber ist es, wenn dieselben Verbrechen n gleicher Weife wiederholt. also zweifellos von denselben Thatern ausgeführt meiden und der Slcherhelts behörde deren Entdeckung nicht gelingen will. Da tritt dann jener unleidliche Zustand ein, den wir oben geschildert haben. In elnem solchen pralle befanden wlr uns. z$ war uns eine Ru lum Ausknacken gegeben worden, deren Härte selbst den spitzigen Zähnen unserer oerlaszlichjten Poilzet - Qrgane widerstand bet. Seil einigen Wochen waren m unserer Stadt falsche i?!otenscheine, auf fünfzig und hundert Gnlden lautend, in Zirkulation a 'letzt worden. Aueror: deutlich gelungene Falsifikate, deren Ent deckung nur dem geübtesten Auge mög: lich war. Dadurch war . es begreiflich, daß sie bei dem regen Geschäftsverkehr unserer großen Stadt durch verschiedene Hände tiefen, ehe sie beanstandet und uns vorgelegt wurden. Zu Beginn wa ren nur einzelne Eremplare aufgetaucht. dann aber mit jedem Tage neue und in größerer Zahl, so daß wir zur Ueberzeu: gung gelangen mußten, daß die Erzeugungs- oder doch die Ausgabsslelle dieier Fälst sikate sich in unserer Stadt befinden müsse. Die Nachricht von dem Auftauchen der falschen Notenfcheine aelangte selbstverständlich in die Oesfentlichkeit, das Publikum, speciell die Geschäflsmelt, ward, als d Menge desselben bekannt wurde, lebhaft beunruhigt, die Presse verlangte energisches Cinschreiten der ,cherheitsbehorde. Unser Entdeckunas-Bureau arbeitete mit Anspannung aller Kräfte. Bei den nrfprunallchen Recherchen hatte man den durch die Natur des Verbrechens gewiefenen Pfao eingeschlagen, sobald ein Falsifikat vorgezundeu wurde, hatte man tB-.t. Vkj. (l il ii V . B' iC-irfÄ ma uiiiiu v Mrvui. uii uiuutuiuiii iik ' . n i. t.t. ... L.ii. lo.ai. in cer es ita oeruncen oai.e. selbe verlief aber entweder im Sande eder endete bei Persönlich l:iten, die we: gen ihrer Stellung und ihres gesellschaft llchen Ganges uder ledem erdacht er haben erschienen. Mir ttel es zu, unserem ,gef darüber betaillirten Bericht zu erstatten, und auch er schüttelte sein im langjährigen Sicher, Heils die'! sie bereits ergrautes Hzupt. .Es scheint geradezu unmöglich - un. sere Organe muffen stch aus falcher Fahrte befinden. Es läßt sich gar nicht denken, dos; bei so vielen inhibirten Fal sisikate nicht die ursprüngliche Ausgabestelle constatirt werden könnte.'' Entjchuldiaen, Herr Director. wit Sie gehört, ist diej ja in einer nicht aeCW R O- ? tr r nncen Aiuagi von ttuen aeiunarn. mt .enet niufHnt bn welchen b:e cachsor chungen geendet." .Baron 5.. Graf Z)., von noch hoher gestellten Per'vnlichkeiten gar nicht zu Ti. Herren werden doch selbst nicht glauben, daß wir in dieser Sphäre die Falscher lU suchen haben." Jv ' . ar;. s . Ich zuckte die Ach eln. .WaZ ich znen berichtet, Herr Directer, basirt auf Thatsachen. Um noch weiter zu ehen, mujzen wr allerdings Ihre besonderen Befehle bwarten. .Aber dies ist eine heikle ache, Herr (5ommifZär. Ein einziger Fehltritt kann mir Alles kosten, wahrend Sie und Ihre Herren College nichts riskiren, da Sie ioi eben nur aus mune Weijuna be rufen. - Ich habe keine Lust, mich nahe dem iZnr.e einer bisher, Gott sei Dank, ehrenvollen Lausbayn zu komprontttttren. Schajzen Vie mkr Äewnje oder doch An haltspuulte und lch werde dann sehen, waS zu urnchen ist. Bls dayiN aber bleibe ich bet meiner Annckt, daß unsere Or; gane die rechte Cxur verfehlt und so alle Recherchen in einer Weise erschwert ben, welche nur mit grsßer MZHe wieder zu,sanlren se,n nd. Es war ein hitterer Vorwurf, der da mit unserem Bureau, das stets mit arg ßem Pflichteifer und peinlicher Eraklheit arbeitete, gemacht wurde, und traf mich um so tiefer, als ich am besten ermessen konnte, bau er kem verdienter war. Um dies zu beweisen, galt es nun, mit er peuertcr Anspannung lltr Geisteskräfte wieder an das Werk zu gshen. Alle Recherchen wurden von vorne be. gönnen, Jedem die vollste Unbetangen Keit zur strengen Pflicht gemacht. Das Resultat über blieb dasselbe, nur hatte zich die Zahl der yalle noch vermehrt. rvelche aus lene Ge eulchaslsiphare wie sen, vor der unser Chef seine Scheu s unverhohlen zum Ausdruck gebracht hatte. Dies veranlaßte mich, meine Nachfor schungen, ohne weitere Instruktionen einluholen. auf eigene Verantwortung aus , dehnen. Ich wendete mich dihex in streng ksnsidentieller Weise an einige mir ' e- t m . K. .. f - xerzonilcy oeianiuc zerren nnierrr c-o eikta. deren Namen in Verbindung mit den in Circulation . gesetzten Falsisikaten auf unserer Liste standen. Das Resul tät wer ein merkwürdiges beinahe Alle gaben !e Möglichkeit zu,, daß sich diebe: lresfenben Totenscheine in ihren Handen befunden ha'ten, Keiner wollte sich aber erinnern von wem er dieselben erhalten habe. ' Teträge von fünfzig und hundert Gulden seien keine so hohen, daß ma ihrer Provenienz irgend welche Beachtung schenken lu rnüffen alauite. wurde mir 1; 'ifi!:.;

von mehreren leiten befchieden. Pik Glücklichen gehörten eben der Klasse der oberen Zehntausend an, welche bestenfalls dort z rechnen beginnen, wo wir, gewöhnliche Sterbende, langst aufgehört haben. Diesen Umstand mußten die Thäter benützt, auf dieser Basis ihr küh, nes Betrugsgebäude aufgeführt haben. Es war dies ein Gedanke, der mir plötz lich wie eine Eingebung gekommen war, welcher mir auch überzeugend genug erschien, um alle meine werteren Nachfor fchimgen davon leiten zu lasten. Ich war mir wohl der Schmierig keiten bewußt, nielche ziolizeiliche Erbebungen in der Iligh-'life der Gefellfchaft boten, aber dieselben schienen mir unvermeidlich und machten mir die Aufgabe besonders iuteressant. Vor Allem war größte Vorsicht und verschwiegenes, taktvolles Vorgeben geboten. Von den mir zur Verfügung stehenden Polizeiorganen wählte ich ein einziges aus, das mir für die erforderlichen Dienste am besten ge-

eignet schien. war e,es em nocy junger, geriebener Bursche Namens ttn. ein ehemaliger Kammerdiener, den "nix über besondere Verwenduna seine Herrn, deS Grafen N., in unser Detett lvcorvS ausgenommen hatten. Ich bej chied Fantin zu mir, vervflichtete ihn ,ur Wahruna strenasteu Geheimnisses und machte ihn dann mit der Sachlage o wxtt bekannt, als es mir unumgang i nStfw (sfirfr Tt rst Wiiff tby V4tU lUftVIlt i O t welche ich stellte, war die Erhebung, ob die von mir bezeichneten Persönlichkeiten nnter sich oder mit einer dritten Person in einer solchen Verbindung standen, welche die Thatsache erklären konnte, daß die falschen Notenscheine in so ausfallen dir Zahl in deren Hände gelangten. Unter Benutzung der Verbindungen, welche er noch immer mit der Diener chaft der vornehmen Welt unterhielt. war dies Fantin nicht schwer. Schon am dritten Tage, nachdem er den Auftrag erhalten hatte, meldete er sich bei mir zum Rapport. . sämmtliche Herrschaften, welche Sie nur bezeichnet haben. Herr Kommisiär, besuchen das Haus der Marchefa Dalla rioa. berichtete er. Und was weiter? Das ist so viel. a!s ob mir sagen würben, daß fämmt liche Mitglieder der Societa ihre Besucht bei Fir'tln Z. machen," erwiderte ich ent täuscht. .Doch nicht so ganz, Herr Kommissär. Zu Marchesa Dallariva komme die Herren mit ihren Damen bei Tage ohne Damen nach der Sperrstunde. Unmöglich, Fantin. Marchefe Dal lariva erfreute sich während der wenizen Monate ihres Aufenthalts hiereines vor züglichen Rufes und wird in den ersten Hausern empfangen. Ihre Mittheilung beruht entschieden auf leerem Dienstbar tcngeschwätz. .Ich war zuerst derselben Ansicht. Herr Eommissär, seit heute Früh bin ich jedoch vcm Gegentheil überzeugt. Es hat mich eine Nachtwache gekostet, dafür aber habe ich mit eigenen Augen gesehen. daß beinahe alle Persönlichkeiten, welche Ci mir bezeichneten, zwischen zehn und zwölf Uhr NachtS die Villa der Marchesa betreten und erst kurz vor Morgen grauen verlassen haben. 0 .lind zu welchem Zwecke r .Um dort Hazard zu spielen." z,Woher niisien Sie das. Fantin 7" .Meine Quelle sollte ich eigentlich aus Discretion verschweigen. Um aber Herrn Kommissär von der Wahrheit meiner Angabe zu überzeugen, will ich Ihnen gestehen, daß ich der kleinen Iultetta, dem Kammermädchen der Marchesa. als ich gleichzeitig mit ihr bei Gräfin R. in Diensten stand, nicht gleuhglltlg war. .Und d'.eien Umstand haben wie be nützt.Nur rm Interesse meines Dienstes. Es fiel mir nicht schwer, die früheren Be; riehungen wieder anzuknüpfen, gestern ttbend hatte ich im Parke hinter der Villa das erste Nendezvous mit ihr und heute wissen Herr Commissar, was für Ihre eiteren Schritte nicht ohne Bedeutung sein dürfte." .Es ist gut, Fantin, aber Ihre Ent deckung kommt mir, offen gestanden, so unerwartet, daß ich die Sache einer reif? lichcn Erwägung unterziehen muß. Inzwischen bleiben hier und erwarten meine weiteren Dispositionen. Bei Marchesa Dallariva fand sich die Herrenwelt unserer fliglislife, bei dieser frommen, anscheinend so zurückgezogenen Dame der Aristokratie wurde hazardirt? Es schien beinahe unfaßbar. Vor meh reren Monaten schon war sie hierher ge kommen, hatte die Villa Bellaria im Parkoiertel der Stadt bezogen und dann, wie man allseitig gehört, trotz ihrer Schönheit und Jugend sich nur mit mea schenfieundlichen Werken und religiösen Uebungen beschäftigt. Täglich besuchte sie die Mittagsmesie der eleganten Welt' allen Humanitären Vereinen war sie un . r ..t...l-..t... Yr .. l icr Helnung oeoeuienoer Veirage velgi treten und hatte jenen Wohlthätiakeits Anstalten, welche von adeliLen Damen aeleitet und protegirt wurden, lhr veson? deres Interesse zugewendet. Dies hatte ihr auch rasch die sonst exklusivsten Kreise der Gesellschaft erschlossen, man hatte sie empfangen ohne nach ihrem Gemahl zu fragen, der einem Gerüchte zufolge irgendwo in transatlantischen Diensten stehen sollte. Es war wohl ein Geheimniß, an daS man diskreterweise nicht rühren durste ohnedieMarchesa zu verletzen. Daß es trauriger Natur war, dafür sprach der Umstand, .daß -sie sich nur mehr dem Dienste der Menschheit widmete , und auch in.threx schwarzen Kleidung rhren Ah schluß mit den Freuden her Velt zun, Ausdruck brachte. Mer gerade dies, schwarze, so gesucht einfache Toilette war eS, welche ihre Gestalt zu junonischer Geltung brachte und ihrem weißen vom blonden Lockengolbe umrahmten fernae schnittenen Antlitze einen eigenen, wie Neiderinnen behaupteten, aeradezu raffi nirten Neiz verlieh, der durch das ae heimnißvolle Dunkel, welches sie um i bullte, nur noch erhöht wurde. Marchesa wphilir hatte sie Aaron S. ein bekann, jer Spötter der Lebewelt, getauft und dieser Nani.e war ihr als für ihre ganze Erscheinung charakteristisch geblieben. Ich beschloß, die weiteren Recherchen auf eigene Faust vorzunehmen und erst mit dem Ergebnisse, derselben wieder vor meinen Chef zu treten ', :', i An Laufe des Tages erhielt Fantie meine weiteren 'genauen 1 Weisungen und wenige Minuten vor Mitternacht traf ick ihn pünktlich aq dem von mir iq 1 , il' ',( :;(, ": ' -:' i-.-'M teiii i : MfM ii:1' iiiä :. . .'!!" , .

der Nahe der Villa Vellarta bestimmten

Platze. ' .Alles durchgeführt? fragte ich ihn, 1 Jawohl, Herr Eommissär, aber es ist schwerer gegangen, als ich vermuthet. Julietta wollte durchaus nichts von der Aufgabe wissen, welche wir ihr zuge hellt, ste sah voraus, da sie ihre gme Stelle verlieren wurde. .Und auf welche Weise haben Sie elbe dann bewogen, Fantin?" .Durch Anwendung des wirksamsten Mittels, dem kein Mädchen widerstehen kann, ich habe ihr als Preis ihrer Mit Wirkung die Ehe versprochen." .Ah und Sie werden daö Verspre chen auch halten? .Ich glaube ia, Herr Eommissär. Im iette ist ein fauberes und, was die Hauptsache ist, braves Mädchen. Nur j hoffe ich. daß mir meine Vorgesetzten zur Erlangung einer Aussteuer behilflich sein werden. Ich habe ,a auch das Herrathsrersprechen nur im Jnteresie deS Dienstes gegeben. .Sie sind ein Schlaumeier, Fantin, allen sich aber nicht verrechnet haben. Falls unser Plan gelingt, sichere ich Jh nen eine hübsche Remuneration als Aus steuer zu. .Tausend Dank, Herr Eommissär. ! un freut es mich doppelt, Ihnen gute Nachrichten geben zu können. Was mir Julietta als Liebchen nicht vertraut, hat sie mir als Braut gestanden. Im Hause der.Marchesa scheint nicht Alle in Ord nung zu sein, sie hält einen jungen Mann, Namens Baldini, einen Stock Italiener, als angeblichen Sekretär, der hr aber allem Anscheine nach weit näher stehen dürfte. Er ist es auch, der an den Spielabenden die Bank hält, und tm Hände durften dabei nicht rern sein. Die Marchefa hat dem ganzen Spiele einen geheimnisvollen Nimbus gegeben, nimmt an demselben persönlich nicht Ehm, bat aber lyrer Angabe nach den eventuellen Reingewinn der Bank einem humanen Zwecke, dem Bau eines Zu fluchtöhaus'es für gefallene Mädchen, be stimmt. Jeder, der ihre Villa betritt. um sich am Spiele zu betheiligen, muß zuvor sein Kaoalierswort verpfände?, Niemandem dies auch nur durch die lei ,este Anspielung zu verrarhen. I, minf ftrnX riat i fr 6 iift )u liiviti. )ttiwt ja, W D it Fantin eine vorzügliche Wahl ge WM 9 . . " rt f in . ' krönen oaue, vejsere Oieusie ijane mir f t ... wayriicy reine unserer vo.izr.örgunr zu leisten vermögen. Alles war tadellos vorbereitet. Mittelst einer bereltgehalte nen Leiter war es unS leicht, 'den Balkon der Villa Bellaria zu ersteigen, von wel chem Flügelthüren ,n den alon, der als Spielzimmer diente, führten. Die selben schienen geschlossen, JuUetta hatte aber dafür gesorgt, daß sie eS nicht wa ren. Ein Faltenentwurf der schweren Damastportiören war so geschickt arran airt. daß ich bequem den Salon und Alles, waS darin vorging, überblicken konnte. An einem mittelgroßen vplet tische concentrirte sich die Gesellschaft. Auf den ersten Blick sah ich, daß Nou letke gespielt wurde. Ein etwa 30jähri ger. veinahe bartloser, hagerer Mann, mit markanten Zügen hielt die Bank. Dies war, wie mir Fantin zuflüsterte, Baldini. der Secretär der Marchesa. Sie selbst bewegte sich von einer Gruppe der Spieler zur andern. schien sich über die Variationen bei Spieles zu unter Kalten und vielleicht auch zu erhöhten Sätzen anzufeuern. In dem schwarzen, schweren Seidengewande, das ihre höht Gestakt knapp umschloß und ihren ent: blößten Nacken in blendendem Weiß er scheinen ließ, war sie von sinnverwirrend der Schönheit eine Sphinx, wie sie Baron S. so treffend bezeicknet. mMes ieurs, kalte votre jcul t"te es gedämpft aus dem Saale. Die Kugel rollte, der Banquier hatte einen großen Satz gewonnen und strich das Geld vof allen Seiten ein. Dies schien mir ein günstiger Mo. ment. Nasch öffnete ich die Thür und war mit einem Satze neben dem Ban quier. .Im Namen deS Gesetzes erkläre ich dir hier befindlichen Beträge mit Befchlag belegt !" Ein Moment der Aufregung, dann unheimliche Nuhe. 'Der Banquier war ausgefprungen und stierte mich mit verzerrten Zügen an. Er wollte die vor ihm liegende Summe an sich raffen, Fan tin, der mir gefolgt, hielt ihn jedoch avArme zurück. Da rauschte Marchesa Dallarioa stolz, erhobenen Nackens herbei. .WaS berech: tigt Sie, mein Herr, in meine Privatae machr einzudringen 7 Ich erkläre diei für eine Verletzung meines Hausrechtes und fordere sämmtliche anwesenden Herren zv Zeugen auf. .Heber mein Vergehen, Frau Mav cheja, werde ich mich an anderer Stelle zu verantworteü misten, Ihnen muß hier meine ymtliche Legitimation genügen. die verlangte Heugenschaft Dieser Herren betrifft, so bin ich übeizeuat, daß sie mir danken werden, wenn ich ihnen, dieselbe an anderem Orte erspare. Z meinem Bedauern sehe ich mich aber ae zwungen, die Herren einzuladen, diese Raume allsogleich zu verlassen, um mich nicht in einer Amtshandlung zu stören. die ich besser. Frau Marchesa, mit Ihnen allein, und diesem Herrn, den ich als fw .-.- f i. fi.i usianoer sur vrroasler ernare, vormr oehmen hab.; Die ruhig gesprochenen Worte ver fehlten ihre Wirkuna. nicht, sämmtlich He: ren empfahlen hch kurz oder auch zar nicht von der Marchesa, und schnei' ler alS ich gedacht, war der Salon ge leert. .Und nun, mein Hkrr? fragte die Marchesa, bebend vor Ausregung und wüth. .Nun werde ich thun, was meines ZlmteS ist, Sie aber, Frau Marchesa. . .' . . !' k f.f ' ' r. . Nsucye in zorem eigene Interesse, mir keinerlei Widerstand bereiten zu xoU :en. ? Die Ergebnisse, meiner Recherchen übertrafen meine . Ermartunaen. Wir fanden die .falschen Notenscheine xaket weise im Besitze deS SecretärS Baldini, ,cr, als er sich so schwer kompromittirt sah, die Hauptschuld auf die Marchesa wälzte, von der er verleitet worden zu kein vorgab, im , Laufe deS SpizleS dit echten Banknoten der' Mitfpielenden durch die Falsifikate zu ersetzen. Ein jaffinirter Plan dessen Entdeckung durch daß Kavazierwort strengster. Verschwitz aenheit der Spieler beinahe unmöglich schien. Noch im Laufe der Nacht urd Marchesa Pallarjva mit ihrem Tenet r- i - .f:i-!:;S!i::!ii-;:i'j:'

Wf':MMiÜ

in unsere QntersuchüngZarreste emgeli,, sert. . """ Die gerichtliche Untersuchung fordert, noch überraschendere Thatsachen zu Tage. Der Gatte und daS Adelödiplom de, Marchesa lagen im Monde, sie entpuppt sich als eine ehemalige kleine Schauspiel lerin des Apollo-TheaterS in R., welch, mit ihrem Liebhaber, dem angeblichen Secretär Baldini, in unserer Stadt als Hochstaplerin debüttirt hatte. Daß das saubere Paar mit einer großen intern tionalen Gauner;., kellschaft, von welche, es das unbedeutenoe Kapital zur Jnseenirung der Komödie behufs leichtere, Verbreitung der Falsifikate erhielt, in Verbindung stehen mußte, lag auße, Zweifel, konnte aber nicht erwiesen wer den. da die Angeklagten hartnäckig leug, neten und auch eine Spur, die nach de, Schweiz wies, kein bestimmtes Resultat ergab. Für uns blieb die Hauptsache, daß die geheimnisvolle Ausgabsstelle i unserer Stadt entdeckt und unsere Beolkerung und auch unsere PolizeiDi rection von einem schweren Alp besre war. Was der Herr Director dazu sagte? .Seien wir froh, daß die Affaire einen so günstigen Ausgang genommen, sons' Nun. für die Polizei ist nur Eines maßgebend der Erfolg, und diesen ha: ben wir glücklicherweise für uns. Fanti hat sich übrigens findig und verwendbar erwiesen, ich werde ihn dafür für ein außerordentliche öcemuneration in Vor schlag bringen. Und die Gefellfchaft? Ah, t-out 1e monäe war im Geheimen längst darüber einig gewesen, daß bei Marchefa Dallarioa irgend ein dunkler Punkt vorhanden fein müsse. Ihr gan zes Auftreten habe darauf hingewiesen und Baron S. nicht umsonst den Name Marchesa Sphinr erfunden. Eh dien, was lag weiter daran? Wenn man in der Gesellschaft lebt, darf man nichl skrupulös sein Und muß mit Voructhe len brechen. Marchesa Sphinr endlich? Sie wußte den Zauber ihrer berücken, den Schönheit auch noch voi den Sckran ken des Gerichts in vortheilhafter Weist auszunützen. Ihr Nechtsfreund hatt einen leichten Stand, der Ankläger selbst sprach zu ihren Gunsten und die Richter zogen alle MilderungSumstände in Be rücksichtigimg, während gegen den Se cretär Baldini die volle Strenge des Ge setzes angewendet wurde. Wenn es aber auch nur wenige Jahre Zuchthaus waren, zu denen Marchesa Sphinr verurtheitt wurde, fand damit doch ihr Debüt als Salondame für immer seinen Abschluß. AuS der Strafanstalt entlassen, wird sie voraussichtlich nur mehr eine unwürdige Rolle in dem traurigen Boulevardstück spielen können, dessen Schauplatz so nab n die Gosse grenzt. Er meint e S gut. Neuen, gagierte Sängerin (bei der Probe): Aber, Herr Kapellmeister, accompaznieren Sie doch nicht so stark, es hört mich ja Nie: mand! Kapellmeister: Seien Sie unbe sorgt.das geschieht nur zu Ihrem Besten! I m Eisenbahnwagen. Herr: .Gleich kommen wir durch einen Tunnel. Sie fürchten sich doch nicht 7 Fräulein: .O, nein wenn Sie sich etwas mit der Cigarre in Acht eh men wollen!

5 Werth einer Schachtel eine Guinee". nmim Dem allgemeinen Verlangen ent 'Isprechend, werben in Zukunft nr.FxiiAjrs pills 'l sür die Vereinigten Staaten mit einer ncsckmacklosen und auflösbaren Hülle 5 j überzogen sein, den Geschmack der Pille 2 vollstanvig verbergend, yne zeooch in irgend einer Weise ihre Wirksamkeit zu l beeinträchtigen. Pret 25 Cent? die Schachtel. New Pork Depot: 365 Sana! Str. Norddeutscher Lloyd. Regelmäßige Dgmpfschifffahrt zwischen Baltimore u. Bremen. Abfahrtstage von Baltimare stnd wie folgt : Oldenbnra. April 2, Juni l. Juli 13. DreKden, 27. Mai . . N. . IS. . s. . 8. IS. 2. . 29. Juli 6. . 20. 27. Aug. . I. . 17. Karlsruhe. Stuttgart, Weimar. Gera. I.OÜto.S00l,!sS90. 2visckenSeek K22.S0. Rundreise . Billete zu ermäßigten Preisen. Die obigen Stahldampser sind sämmtlich neu, von torzüglichster Bauart und in allen Theilen bequem eingerichtet. Länge 415-43.) Fuß. Breite 48 Fuß. Elektrische Beleuchtung in aUm Räumen. Weitere Auskunst ertheilen die General, Agmten A.Schumacher & Co., Baltwore.Md. - No. 6 Süd Gay Straße. oder deren Vertreter im Jnlan'oe. Aler. Metzger und Gebr. Frenzel JndianavoUS. Aug. Renner's gi jq. tü n u tam Viavukt.) ' No. Gii H 68 Virginia Ave. Vorzügliches Bier, hochfeine LiquSre, Weine unoigarren. Warmer Lunch jeden Vormittag. Eingang such von der Zvtsrykand Ttratze, der Turnhalle gegenüber. Alle, die zum Zrummeq Äeyer konznien Werden imme Zreu,ndt.ich, aufgenommen. ',, : Gutes Bier,, sowie den bchen Wein Schenk' ich meinen Urthen Gästen ein. ,. ' Auch hab" ich früh und spat 1 c guten Lncharai. ' ; "-

John H. Meyer,

301 üb Telaware Strafet. : -; : ;:s :t :? ; : ; i1? ;!f : ':; 'r : : . :

mta

' " FAIRBÄNK'S

Jtmr "

tl

ist die beste für alle HanshaZtnngszweöe. Zu haben bei allen Handlern. Nur falrizirt von K K. FAIRBAM & CO., CHICAGO.

0 r U KJ

Im

ist jetzt der Preis für Sommerröcke und Westen, die vor dem 4. Juli $3, $G und

$9 kosteten.

Gehen Sie jetzt bestimmt ttach No.

10 West Washington Strasze.

mmmm

Mt

00 billiger

wir nehmen am . August einen Umbau unseres Gebäudes vor.

DasLager muß reduzirt werden

um Raum Um die Rosten des U)eg.

und Beschädigungen zu vermeiden, ziehen wir es vor bis zum . August alles zum

" Rostenpreise

zu verkaufen. Ganz neue Waaren, welche seit Tlenderung der

,lrma am 6. 2Nai gekauft schlössen war. im 0 UU 0 (Nachfolger 115 & 117

1111

J?k a . ja

IMn

' " i" ' -.r g 11 i i kM. m i 1 '. Hft ..f:-.,. . . . -MiZ

: ?m07S OL-r. V: rs XVX ,, ,iC

AeAv's- T"mmmm

MWk. O,M'MSMShM?5coZk TtZKmV$&iJZ JlAs '." - ." 'rrrr,M?. , ?1 z ncllMlclpOl 3. r

rm i i & u nii m 4 yni

Hopp hopj,,' hopp ! Hferbchen lauf Galopp, nach Chicago, der Wcltßüdi, hinein, berühmt schon durch

öat3 Seile

allein, da Waschen und Putzen mit ihr leichte Ännst, so sieht sie gar hoch in drr Hausfrauen Gunst.

M mm s

in irn r iLi ilil L

nx ns r i als je. zu schaffen. und Zurückschaffens zu sparen

wurden, und ehe der Umbau be-

Wmsw

n m

11 ii VIU;11UUU.Q 1 1 1 1 i h von H. Frank & Co.) "i Ost Washington Strasze. ÄaiibcheVMÄ fr. prcpriebn : .. ,.. . .. , :ij'li3iiiüiiiii!!'ä;;s:'j''' '-ä! imtX"m'v'

:!0"0Mk,

i MäilwMiii'ii

. . . : , ' ! "l'r'ijf' 1 ; i:;1!"; I'':-1 ; ''jv 0 ' " i ii. I "1,1 "..M f : 1 M 1 1, 'i, ! ii? imFki:

i