Indiana Tribüne, Volume 15, Number 293, Indianapolis, Marion County, 10 July 1892 — Page 4

Sndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntngs.

Tie tägliche .Tribüne' kostet durch den TrSger 12 Cents per Woche, die Sonnt gATr i bä ne - L LentS per oerje. Beide zusammen ISCentS der es Ce:s per Monat. Per Post zugeschickt in Vor. zusdejählung $ per Jahr. Office : 1 30 Ost Marylend Stra&c. JndisnapoliS, Ind., 10. Juli 1892. Zutdt di Zeitung. Seh? mißmuthig kehrte Nuosxh von seinem Besuch in der Familie des Herrn Hanow heim. Frida Hanow gefiel ihm ganz und gar nicht. So hatte so etroas (gekünsteltes, GezsunzeneS in ihrem Wesen. Es schien, als habe sie sich je des Wort, daö sie mit ihm sprechen würde, vorher zureckt gelegl. sich jede Miene vorher am Spiegel einstudirt. Und nichts war ihm js verhaßt, als Zwang und Unnatur. Freilich, er war sich bewußt, daß auch er sich ihr gegenüber nicht so gegeben hatte, roie er war. Auch er war voll vsn Förmlichkeit nd Gezwungenheit gewesen, auch er hatte leere Phrasen und Redensarten gedrechselt, anstatt unbe sangen und, wie ibm der Schnabel wachsen war. zu plaudern. .Aber auf ihm hatte lähmend und erkaltend daI Bewußtsein gelastet, daß ihm Frida Hanow zur Frau bestimmt war, bestimmt von seinem Onkel, dem er, jung zur Waise geworden. Alles zu verdanken hatte und dessen ansehnliches Vermöge? er dereinst zu erben ausersehen war. Ob auch sie, die einzige Tochter des alten Freundes und Compagnons seines Onkels, von dieser Lieblingsidee des letzteren wujzte? Fünf Jahre lang hatte er sie nicht gesehen, fünf Jahre lang war er ablesend gewesen, uf Neisen im Auslande. Und nun hatte er Frida, die damals, als er fortgegangen, ein reizender, übermüthi ger, lustiger Baösijch gewesen, so sehr zu ihrem Nachtheil verändert gesunden. An Stelle der sorglosen Heiterkeit war ein herber Ernst getreten, die einst so schelmisch blickenden großen blauen Augen sahen ihn mit so abweisender Strenge an, daß es ihn förmlich kalt durchschauert htte, die frischen, kirschrothen Lippen schienen das Lachen gänzlich verlernt zu Kaben. Und ebenso steif und langweilig wie ihr Wesen war ihre Unterhaltung. Was hatten die Pensionsjahre aus dem herzigen, naiürlichen, liebreizenden Kinde für em sischblütiges, unleidliches Wesen gemacht ! Am liebsten hatte er ein für alle Mal der Familie Hanow den Rücken gekehrt, aber er kannte seinen Onkel, er wußte, wie zähe er an dieser seiner. LieblingIdee hing! Der war im Stande, ihn zu enterben, wenn er sich eigene, ihm den Willen zu thun und Frida Hanow zum Altar zu führen. Aergerlich stampfte Nudolph mit dem Zvuße us. Verwünschtes Dilemma da ! Auf der einen Seite Armuth und eine entbehrungsoolle Zukunft, auf der onde ren ein freudloses Leben an der Seite einer ungeliebten, unlicdenswürdigen nrau k Was war das Schlimmere von teiden? Jahrelang beschäftigte dZese Frage den jungen Mann und so sehr er auch hin und her grübelte, er konnte zu keinem festen Entschlüsse kommen. So entschied er sich denn, vorläusig die Dinge gehen zu lassen, wie sie gingen, weder .ja" r.och min zu sagen und seine Besuche in der Familie Hanow weder ganz eiuzustellen noch auch mit besonderem Elfer zu betreiben. Eines Morgens erwachte Nudolph matt und abgespannt aus einem unerquicttichen, unruhigen Schlummer. Sogar tis in den Traum hatte ihn die be? teutunasschwere Frage verfolgt. Nach einer Ableitung von seinem verdrießlichen Gedanken suchend, ergriff er die Morrienzeitunz. Ohne sonderliches Interesse tWchflog er den Leitartikel. Etwas Oederes, Langweiligeres als diese politU schen Salbadereien konnte es gar nicht sieben. Die Lokals und vermischten Nachrichten, unter denen d!e Meldungen ron verschiedenen Verbrechen die Hauptrolle spielten, erregten ihm fast Uedelkeit, den RomLnschnipZel unterem Strich alle Tage einen Eßlöffel ve las er grundsätzlich nicht. So kam er endlich iu dem Annoncentheil, ohne daß sich leine schlechte Laune auch nur im Genngsten gebessert hatte. Da leuchtete auf einmal sein Auge auf und mit In'resse las er nachstehendes Inserat: .Correspondcnz :it einem geistig feinzebildeten Manne sucht eine junge Dame, die sich in ihrer Familie und in ihrem Bekanntenkreise nicht verstanden und nicht befriedigt fühlt und die gern mit einem ernsten, regsamen Geist ihre Ansichten und Emxsindnngen über Fragen der Kunst und des socialen Lebens austauschen möchte. Eine eventuelte spätere persönliche Annäherung nicht susgeschlossen. Gefällige Zuschriften wolle man an F. 20 postlagernd Postamt Königsttaße richten. Mehrere Male hintereinander laS'der junge Mann die merkwürdige Annonce durch. Plötzlich sprang er lebhaft auf, ging mit hastigen Schritten in seinem Zimmer auf und ab und setzte sich endlich entschlossen an den Schreibtisch. Ja, er willte es einmal versuchen. Antwortete sie nicht, nun, so war nichts verloren. Erwiderte sie aber sein Schreiben, so fand er da vielleicht eine geist- und gemülhanregende Zerstreuung, die ihn für die steifen, langweiligen Abende bei Hanows enkschadlgte. In keinem Falle riskirte er etwas, da er sich vorlausig ebenfalls in. undurchdringliche Anonymität hüllen würde. . Gedacht, gethan! Erst langsam,' doch nach und nach immer schneller glitt feine Jede? 'Iber daö Papier Er schrieb: Verehrtes Fräulein! , Ob i$ den hohen Ansprüchen, die Sie m geistiger Beziehung an Ihren Correspondenten zu stellen scheinen, entsprechen werde, weiß ich nicht, nur das erscheint , rr gewiß, haß ich hl im Stande bin, 3dr,Seine uflh Verengen Ihnen na ch -

zuNly.en. rann es mir vsrfteken, vie sehr Sie geistig und seelisch in einer xhantasielecren, an 'geistigen Interessen armen Umgebung leiden mögen unter Larven dieeinzige fühlende Brust. Ich kann es Ihnen nachempfinden, denn auch ich bin in einer ähnlichen Lage. Auch ch fühle mich unbefriedigt, ja, angewidert von dem Verkehr, den ich. nicht aus Nrigung, zu cultiviren gezwungen bin. Besonders ist es eine Dame meine? Bekanntenkreises, welche ich aus Grün den, d?e für Sie. verehrte Unbekannte, nicht von Interesse sein dürften, höusig zu "sehen veranlaßt bin, deren Wesen mick mit Unmuth, ja, zuweilen mit sörmlichem Widerwillen erfüllt. Denken Sie sich eine ewig bochmiikhige, thnlnahmlose Miene, eine Unterhaltung, die sich meist zwisch n ,Ja" und ,Nein bewegt. E ist entsetzlich, sage ich Ihnen jedes freiere Wort erstirbt einem auf der Zunqe. alle geistige 'Regsamkeit versiegt . nrn'i 2w .

ror dieser unverwN"en unernpruiai l'chkeit! Da ist jede Geste berechnet, jede Aeußerung sorgfältig überlegt und abgewogen. Form'. Dressur, kein Temxerament, keine Natur! Brrr. mich fröstelt's ! Der nothgedrungene Umgang mit diesem abschreckenden Beispiel einer Seele und Geist verflachenden Pen sionatserziehung läßt mich die Aussicht, mit einer Dame von Urtheil und Ge schmack in einen wenn auch vorläuftg nur schriftlichen Gedank naustausch zu tre? ten. als etwas mir höchst Erwünschtes, mich geradezu Beglückendes begrüßen. Versäumen Sie darum nicht, mein hoch' geschätztes Fräulein, mit einer freund' liehen Autwert zu begnadigen Ihren ganz ergebenen II. 30. Adresse: xostlgernd Postamt Königstrafe." Sehr zufrieden und vergnügt vor sich hlnlächelnd. überlas Rudolph sein Werk cd einmal, couoertnte den Bogen, schrieb die Adresse und warf den Briefs als er bald nachher ausging, in den nächsten Briefkasten. Während der nächsten Tage befand sich der junge Mann in einer gehobenen, freudig erwartungsvollen Stimmung. Tagtäalich fragte er auf dem Postamt Königltraße an. Doch der Schalterbemte schüttelte jedesmal den Kopf: II. 30 nichts da! Endlich am achten Tage wurde ihi ein zierliches Briefcouvert durch daS kleine Schiebfenster gereicht. Rudolphs Gesicht verklärte sich, als sei ihm ein ganz außerordentliches Glück wider fahren. Also doch!- jubelte er innere lich. Spornstreichs eilte er nach Hause. Hastig riß er, in seinem Zimmer ange kommen, den Umschlag ab und faltete mit bebender Hand den Briefbogen aus einander. Mit freudestrahlenden Augeu as er: .Sehr geehrter Herr! Wenn ich von den 99 Briefen, die mn tf mein Inserat zugingen, gerade den Ihrigen beantworte, so geschieht eS aus dem Grunde, weil mein Geschick wunderbar dem Jdren gleicht. ES ist die Sym xathie des Leidensgefährten, die mich zu Ihnen hinzieht. Auch in meiner Be kanntschaft ist es speciell eine Persönlich keie, die mir besonderen Verdruß berei tet. Es ist dies eiu junger Mann, ein Muster von Langweiligkeit und, ich will sagen: Einfachheit des Geistes, der mir von meinen Verwandten zum Latten bestimmt ist. Natürlich ist das ein Grund mehr, mich gegen den jungen Mann zu erbittern. Als ob ich willenlos über mich verfügen ließe! Hoffentlich sindet mich der mir designirte Gatte im ausstehtich. wenigstens thue ich Alles, um diese Wirkung auf ihn hervorzubrin gen. Und das wird mir um so leichter, elS der betreffende Herr, wie gesagt, die Harmlosigkeit selbst ist. Sie würden, sich köstlich amüsiren, wohnten Sie einmal einer unserer Unterhaltungen bei. Er: Wir haben beute ausgezeichnetes Wetter. Meinen Sie nicht, Fräulein? Ich: Gewiß'. Er: Ein selten schöner Frühling dies Jahr. Ich: In der That. Er: So lange ich denken kann, haben wir nicht einen so schönen Frühling gehabt. Ich hülle mich in Schweigen, um ihm zu zeigen, daß ich seine geistreichen 93a riakioncn des Wetter-Themas nicht nach meinem Geschmack sinde. ES entsteht vnt Pause. Nach einer Weile entspinnt sich eine neue Eonoersation, etwa diese: Er: Ich bin heute Herrn N. (ein beiderseitiger Bekannter) auf der Straße begegnet. Ich (gähnend): So? Er: Ja. Denken Sie. ich hatte ihn ,eit drei Monaten nicht gesehn. Ich (zerstreut durch das Fenster blikkend): Jh. was Sie sagen! r: za, or voue conate. zq sinde. er sieht sehr wohl aus. Meinen Sie nicht auch? Ich (gähnend): Wie sagten Sie? Wie gesällt Ihnen diese Probe unserer olhgedrungenen Unterhaltungen, denen bie alltäglichsten .Trivialitäten zur Grundlage dienen müssen?. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre. Doch sprechen wir von etwas Anderem! Kennen Sie das Schauspiel Ein Handschuh- von Bjornson? Nicht? Dann müssen Sie eS lesen! Es ist mein Lieblingsstück. Die Heldin des Siücks, Soava. ist ein Charakter zum Küssen. Arme Soaoa. Ich fürchte, sie wird niemalS den Mann finden, der ihrem Ideal entspricht. Wir armen Madchen! , Sobald Sie das Stück gelesen, theilen Sie mir, bitte, Jbre Ansicht darüber mit. Wie stellen Sie sich zu dem Svavavpus? .. Einer baldigen ausführlichen Antwort .ntgegensehend, bin ich mit Hochachtung Ihre Correspondentin F. 20 Rudolph lachte herzlich, nachdem er ben Brief gelesen. Wie launig sie ihren Verkehr mit ihrem Zukünftigen geschildert hatte! Ihr Schicksal hatte mit dem seinen eine wunderbare Aehnlichkeit. Auch sie sollte s.ch in einer der wichtigsten Angelegenheiten des Lebens bevormunden lassen.' Er konnte ihr ihr Widerstreben dicht verdenken, sich an einen ihr unsympathischen Menschen verkuppeln zu lasse,. ES mußte das, nach ihrer Schilderung, ein, rechter Stockfisch sein, gerade solch ein langweiliger Einfaltspinsels wie die ibm

oon seinem Zanket zur Gattin bestimmte grÄa Hanow einer war. Mtürlich schasste sich Rudolph sofort ein Exemplar on Björnson's Handschuh" an, was ihm, da das Buch in ZZeclam'S Universalbibliothek erschienen war, kein großes Gelbopfer kostete. Auch ihm impontrte die Soava üngemein. Freilich war es mehr em Hfilüfstseln, :in Gefühl starker Ueberraschung, welche )ie Lectüre in ibm erregte. Die schriftliche DiScussion, welche sich äber dem Soava-Tvpus- zwischen den beiden anonymen Correspondenten entspann, . gewahrte Rudolph ein ungemei neS Vergnügen. ES kamen da Dinge zur Besprechung, die sich, Auge in Auge, zwischen einem jungen Manne und einem jungen Mädchen bei den herrschen den gesellschaftlichen prüden Anschauungen gar nicht verhandeln ließen. ES ar für Rudolph jedesmal ein wahrer

Festtag, so oft ein Briefchen von 20 eintraf und mit dem lebhaftesten Interesse vertiefte er sich in ihre Ausführungen. DaS ar doch etwas Anderes, als Fräulein Hanow'S tiefsinnige Bemerkungen öber daS Wetter. Da war Urtheil, Geist und tiefes Empfinden. Wie glücklich ar der Mann zu schätzen, der einst ! Die Gesellschaft Frida Hanow'S wurde dem jungen Manne immer unleidlicher und seine Besuche in der Familie deS Freundes seines OnkelS wurken immer spärlicher. Er lebte und webte ganz in seiner Eorrespondenz mit seiner geistreichen Unbekannten. Nach und nach bildete sich naturgemäß und wuchs in ihm das Verlangen, die inonvme Seelenfreundin von Angesicht ;u Angesicht kennen zu lernen, und immer bäusizer und lebhafter beschäftigte ihn die Frage, ob die äußeren Eigenschafien von F. 20 wohl mit ihren geistigen im Einklang stehen mochten. Von Tag zu Tag regte sich der Wunsch, seine Corresxondentin näher kennen zu lernen, stärker in Rudolph und endlich'beschloß kr. dem inneren Drängen nicht länger u wehren Es war ein wichtiger, folzenschmerer Entschluß, der endlich in ihm leiste Erwies sich, daß die Unbekannte körperlich ebenso seine Sympathie erweckte, wie sie S seelisch und geistig bereits gethan hatte, so nun, s mochte sein önkel sehen, wo er einen Mann für Srida Hanow herbekam. ErRudolph dankte; er hatte keine Lust, sich zeitlebens an ein so unliebenswürviges und llbernes Geschöpf zu ketten. F. 20 ging mit freundlicher' Bereit oilligkeit auf sein Ersuchen, ihm eine Ausamn,enkunft zu bewilligen, ein. DiefeS ungezwungene natürliche Wesen, das keine Prüderie und Ziererei kannte, war es, das ihm so besonders an seiner Eorrespondentin gefiel und daS einen ebenso starken wie wohlthuenden Contrast zu Frida Hannows Art bildete. Es wurde eine kleine Conditorei in n ver stillen Straße zum Schauplatz des ersten Rendezvous gewählt; außerdem, um jeden Irrthum auszuschließen, ar bestimmt, daß sie ein Vergißmeinnichtsträußchen in der Hand tragen, wahrend kr sich eine Rosenknospe ins Knopfloch Qecken würde. ' dir klopfendem Herzen machte zich Nudolph an dem zwischen ihm uni F. 20 vereinbarten Tage uf den Weg. Ein schrecklicher Gedanke stieg plötzlich in ihm auf. Wenn sie nun häßlich war, eine alte Schachtel? Brr! Doch nein, daö war ja unmöglich! Ihm ahnte, daß sich beute fein Geschick entscheiden würde. Und nun stand er vor der Tbür d l Konditorei. Mit flüchtigem Blick hatt er durch das Fenster etnen Damenhu wahrgenommen. Sie war also schon da Desto besser ! Rasch eilte er durch den Laden, di Dame erhob sich, bei seinem Eintritt. Ein halblauter Schrei ertönte. El blickte auf es war Frida Hanow. Fa taler Zufall ! dachte er im ersten Auqenblick. Doch da siel etwas zu seinen Füßen nieder, er hob eS auf eS war eiu Verglßmemntchittrauß. Da wurde es ihm mit einem Mal klar: seine unbekannte Correspondentin F. 20, war Niemand anderes als Jrid Hanow aeweien. Sprachlos standen die beiden so jäh Ueberraschten einander gegenüber, beide in tiefster Verwirrung. Endlich er mannte sich Nrolph, er deutete auf den Sessel, von dem sich Fräulein Hanow erhoben und sagte: Ich denke, wir ser zen uns. S!achdem sie nebeneinander Platz ge nommen. fuhr er mlt icyneu wieder er runaener Fassuna also fort: -Wunder bar. wunderbar! Und doch eigentlich ganz natürlich ! .' Die Voverbestimmung über unser künstiges Schick); hatte uns aenen einander ausgebracht. Wir waren in unserem persönlichen Verkehr ich wir selbst, sondern wir führten gleichsam vor einander eine Maskerade aus. Wir maskirten unsere Seelen vor einander, Erst in unserem schriftlichen Umgange gaben wir uns ungezwungen, naturlich kehrten wir gegen einander unser eigen! liches Wesen heraus, lernten wir uns eigentlich erst kennen und schätzen Und wenn Sie wollen Fräulein Frida ?- die stimme deS, Sprechenden nahm jetzt einen weicheren, innigeren Klana an .uienn Sie wollen, verkeh ren wir von nun an auch persönlich mit der schonen Ungezwungenheit und Natürlichkeit, der unsrem Briefwechsel einen s, eigenen Reiz verlieh. Die Wetter, gesxräche aber werden einfürallemal ir Acht und Bann gethan nicht?" Er streckte ihr die Hand entgegen,' m die sie, ' schelmisch zu ihm ausiächelnd, bereitwillig ihre Rechte legte. ES mochte mehr als eine Stunde ver gangen sein, als sie leuchtenden Auges, mit gerötheten! Wangen die Konditorei verließen und ' Arm in Arm auf 'v Ttraße hinauttraten. . . ' -: ' 1 ; " : . An demselben Nachmittag erhielt Ru, solph den Besuch seines OnkelS. Der alte Herr war sehr, ärgerlich . und schalt und grollte. WaS da bedeuten sollte? , Warum der Neffe die Angelegenheit mi Frida Hanow so läfsig 'betreibe? , Nudolph hatte Mühe, sein Lache z erbeiben, als er tgeznete: Du thust mir Unrecht lieber Onkel. Ich will dir beweisen, daß dein Wunsch mir Be fehl ist und daß mir deine Zufriedenheil über Alles geht. , Morgen Mittag werf ich mich in Gala und mache meinen An trag. Freilich wenn Frida Hanow mich nicht man -" W -C;

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nlerksanl. Uns O, da sei unbesorgt, fiel der Onkel freudestrahlend ein, ein so schmucker Kerl wie du!" Und gerührt von so viel Nachgiebigkeit zog er den braven Neffen an seine Brust. F. Tlt Schreibmaschine. .Im Mittelalter gehörte das Schönschreiben zu .hen Künsten. Die in Zier schuft ausgesührren Bibeln und alten Bücher mit ihren Schmuckmalereien, welche aus jener Zeit erhalten geblieben, werden von den Bibliotheken, wo sie usbewahrt sind, als Schätze gehütet, denn sie sind wahre Wunder der Schreibkunst, ganz besonders die aus den Klö ftern hervsrgegangenen. Schon damals eristirten große Verlagöbäuser, gerade wie im alten Athen und in Rom, doch wurden die Bücher nicht stapelweise, nicht in Hunderttausenden von Exemplaren an gefertigt, sondern nur nach Bedarf, und zwar auf folgende Weise: Ein Verlags Haus beschäftigte etwa ein Dutzend Schreiber. Diese arbeiteten alle in einem Zimmer. Ein Vorleser las das Manu scrixt mit klarer, vernehmlicher Stimme ab und die Schreiber schrieben das Ge lesene ebensoschnell nieder. Durch die Erfindung der beweglichen Lettern ur.d der Druckkunst verloren die Scribcnt'n ihre einträgliche Beschäftigung, aber die Schreibkunst theilte nicht das Schicksal der verlorenen Künste, im Gegentheil, sie wurde bald Allgemeingut der Menfl, heit. Jetzt droht auch ihr Gefahr. ES ist in der That wohl nur eine Frage der Zeit, daß sie von der Schreibmaschine verdrängt . wird. Je mehr die letztere vervollkommnet und ze billiger sie wird, desto rascher wird sie die mühsame und zeitraubende Arbeit der Feder ersetzen. ES ist erstaunlich, welche Fertigkeit der Tupenfchreiber auf seinem Instrument erlangt.. Die Typenschrift ist viel lelerlicher und auf einem Bogen läßt sich m Lettern drein, al mehr schreiben, als mit der Feder. Man spart in einem Jabr an Federn, Tinte, Papier. Couoerts und Porto soviel, als eine Schreibmaschine kostet Außerdem braucht der Brief nicht copirt zu werde, denn auf der Schreit,Maschine wild mit dem Original aub gleich die Copie hergestellt. Jetzt ist die Schreibmaschine fast ausschließlich auf daS Bureau und Comp toir beschränkt und der Verkauf derselben auf die größ ren Städte, auch ist der Preis noch so hoch, daß sie fast nur von professionellen Schreibern gebraucht werden kann, nicht vom ganzen schreibenden Publikum. Auf dem Lande hat sie fast noch gar nicht Eingang gefunden. Aber die Concurrenz wird auch hier bald Abhilfe schaffen, sobald baS Patent k, gelaufen ist. Die Maschinen, welche jetzt tzSS bi tl00 kosten, werden dann für $10 oder $15 zu kaufen fein, und nicht lange wird eS dauern, so wird man eine in jedem Hause finden. Dann wird sich auch im vchül und ErziehüngSwcsen eine große Revolution vollziehen. In erster Linie wird der Schreibunterricht wegfallen. Anstatt de? Schreibens wird man den Kindern den Gebrauch der Schreibma schine lehren. Und sie werden damit auch zugleich die Buchstaben 'und daS Buchstabiren lernen, dem Schulmeister viele Mühe und sich manche Prügel er' iparen. Für das Kind ist die Maschine ein amüsantes Spielzeug. Es macht ihm unendllchen Spaß,' den eigenen Namen und den seiner Freunde schreiben zu konnen. Und seiner Entwickelung wird dadurch ein ungeheurer Vorschub geleistet. Ja es wird behauptet, daß die Schreib Maschine der Menschheit und der Bildung noch größere Dienste leisten wird, als die Druckervresse, und daß ihre Erfindung mit derber Buchdruckerkunst in die gleich' tieihe gestellt werden wird. Bald geholfen. Käsehänd ler: Sagen Sie mal, Herr Doktor, is zen Sie keine? feineren Namen für mein Geschäft als Käsehandlung? Mein Nachbar, der ein einfacher Tischler ist, hat übe, seinem Laden ein schönes Schild mit Sarg. Magazin". Student: Hm, da können Sie genau so machen, wie Ihr Nachbar. Fennen Sie Ihr Geschäft einfach QuargiMazaziu l IFcön iiiittadlliin. ' Saloou u, Billiard-Hall ' No. 92 Ost Washington Str. , ,: I o li n M e l 1 n Ue r.

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