Indiana Tribüne, Volume 15, Number 292, Indianapolis, Marion County, 9 July 1892 — Page 1

Cn a a A n Vf K ia vs vi j ! i i -1 r i i i i i 4 . ' 1 i ' - W V l V vy ky W o v y V Jahrgang 15. Office : No. 130 Ost Maryland Strafze. ; ) Illdianapolis, Jndiana, Samstag, den 9. Illli 1892

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besitzt alle Eigenschaften des 5astvr-.Oels, bat aber einen guten Geschmack. Es ist das beste AbZnhr-Miitel. Die Schwierigkeit, Kinder zum Eknnebmen von CastorOel zu veranlttssen, besteben nickt mehr. Das Melvl werden die Kinder gerne nehmen.

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ist e'nsacb (5astor-Oel, dem der widerliche Geschmack ge-nommen.

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l o l wird fabrizirt von der ornpany. Editorielles. Stoff zu langen Leitartlkeln haben die Vorgänge in Homestead den Zeitungen wohl genug gegeben, aber es wird wenig Vernünftiges darüber geschrieben. Die demokratischen Zeitungen suchen politisches Kapital cuö der Sache zu machen, indem fie alles dem Tarif zuschreiben und die republikanischen Zeitungen ergehen sich in langen Eiuerseits- und AnderseitsBetrachtungen um zu beweisen, daß auf jeder Seite ein Theil der Schuld zu suchen ist, Carnagie's Schuld hauptsächlich in Herbeiziehung der Pinkertons findend. Letzteres nennen sie natürlich bloß einen Fehler, denn das Recht sich Leute zur Bewachung feines Eigenthums anzustellen, können sie ihm nicht wohl bestreiteNf zumal die Versuche der Behörden in dieser Richtung fehlgeschlagen waren. Betrachten wir die Situation in aller Ruhe. Die Carnegie Co. kann sich mit ihren Leuten betreffs des Lohnes nicht einigen, sie entläßt daher ihre Leute. Vom Standpunkte des Gesehes aus kann man ihr das nicht verwehren. Sie sucht andere Leute anzustellen, wozu ihr das Gese das Recht giebt. Die entlassenen Leute belagern die Fabrik und lassen keine anderen Leute hinein, dadurch den Betrieb der Fabrik hindernd. Vom Standpunkte des Gesetzes aus haben sie dazu kein Recht. Das Gesetz ist in allen Stücken ganz und gar aus Seite .der Compagnie. Nun betrachten wir die Lage der Arbeiter. Sie wollen sich die vorgeschlagen? Reduktion nicht gefallen lassey, und die Einstellung des Betriebes erfolgt. Wenn sie jetzt keine anderen Rechte geltend machen, als die ihnen gesetzlich zustehenden, wenn sie sich ausschließlich auf den Standpunkt des Ge setzeö stellen, was folgt ? Die Compagnke holt sich auS allen Winkeln deS Landes Arbeiter herbei, es giebt ja deren genug in kurzer Zeit hat sie soviel sie braucht, die Fabrik ist wieder in vollem Betrieb und die Arbeiter haben ihre Beschäftigung verloren und können sich nun ihrerseits über das Land zerstreuen, um irgendwo Beschaf tigung zu finden, oder zu Landstreichern zu werden. Man sagt, der Gewaltausbruch sei nur gegen das Pinkertongcsindel gerichtet gewesen. Gesetzten Falls es kamen nun andere Sichcrheitswachter, Deputy Sheriffs oder Milizsoldaten. Wenn die Arbeiter dieselben friedlich einziehen lassen und gestatten, daß un ter deren Schutze Andere, sogenannte Scabs, ihre Stellen besetzen, so ist es ganz klar, daß ihr ganzer bisheriger Widerstand vergeblich war, und daß sie klüger gethan hätten, wenn sie sich die Lohnreduktion von vornherein hatten gefallen lassen. Ihr ganzes Versahren ist zwecklos, wenn sie nicht auch den Behörden Widerstand leisten. Thun sie dies aber, dann stellen sie sich außerhalb deß Gesetzes. Thun sie es nicht, dann ist ihre Sache einfach perloren. Klar genug, sollten wir denken, geht aus dem allen hervor, daß das Gesetz ganz und gar auf Seite der Compagnie ist. Und da es in allen ähnlichen Fällen genau ebenso ist, so ist daraus ersichtlich, daß zur Beilegung oder Beseitigung der Kampfe zwischen Arbeit

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und Kapital das Gesetz nicht die allergeringste Handhabe bietet, auSgenomwen, daß es durch Anwendung oer öffentlichen Gewalt die Rechte des Kapitals schützt und die Arbeiter zur Un-

terwerfung zwingt. Aus alledem folgt, daß den Arbeitern zur Wahrung ihrer natürlichen Rechte nichts anderes übrig bleibt, als entweder diese natürlichen Rechte durch Aenderung der Gesetze und gesellschafllichen Einrichtungen zu wahren und zu schützen, oder diese natürlichen Rechte dem Gesetze gegenüber mit Gewalt zu behaupten. Zu letzterer äußerster Konsequenz führt naturge mäß die ausschließliche Gewerkschaftsbewegung, wenn das auch die Herren Gompers und Consorten nicht zugeben wollen. Trotz ihrer stetigen Ordnungsund Friedensversicherungen werden sie Vorgänge, wie die in Homestead nicht verhindern können, denn solche sind die Logik der Thatsachen. Sollen aber und das ist unbestreitbar daS Richtige, Gesetze und Einrich tungen so geändert werden, daß nicht alles Recht auf Seite des Kapitals ist, dann ist dazu der Weg felbstständiger politischer Aktion nöthig, und das ist es, was wir befürworten. Dra htllach rich ten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana: Milde Temperatur; leichter Regen über Nacht und am Sonntag. I n t e r v e n i r t nicht. P i r t s b u r g, . Juli. Auf eine Kabeldepesche an Carnegie, er möge dem Trubel in Homestead ein Ende machen, antwortete derselbe, daß er sich nicht einmischen könne. Frick habe vollständige Vollmacht. ' . '. Von H o m e st e a d. Homestead, 8. Juli. Die Si tuation hat sich wenig verändert. Ein Comite hatte eine Zusammenkunft mit dem Sheriff verabredet, statt zwanz'g Mann stellten sich aber nur sechs ein. Thatfache ist, daß man auch dem Sheriff nicht traut. Dr. Stadden, der als Sprecher auf Seiten des Comites fungirtc, erklärte sich bereit, einer Mannschaft des Sheriffs Zutritt zu den Werken zu gestatten, wenn Frick und andere Beamte der Compagnie, die doch das meiste Interesse daran haben, sich ebenfalls als DeputieS cinschworen lassen. Darauf gmg der Sheriff nicht ein. Vorläufig sind die Leute ganz entschieden abgeneigt, dem Sheriff Zutritt zu gestatten, sie fürchten, daß ihm Pinkertons und Scabs auf den Fersen folgen. Die Situation ist eine sehr untröstliche. Von eimem Schiedsgericht will man auf beiden Seiten nichts wissen. Wenn der Sheriff nicht zugelassen wird, wird wohl Miliz kommen. Die Milizen aber werden nicht bloß zur Parade und müßigem Umherstehen kommen. Es wird ein Versuch gemacht werden, die Fabrik vermittelst nicht zur Amalgamated Association gehöriger Arbeiter in Betrieb zu setzen, die Streike? sind aber fest entschlossen, sich dem zu wiedersetzen. Wie das ohne Kampf und ohne Blutvergießen möglich sein wird, ist nicht ersichtlich. Inzwischen gleichen die Zustände in der Stqdt ganz und gar den im Kriege herrschenden. Ans allen Seiten und den Fluß entlang sind Wachen ausgestellt, so daß sich Niemand unbeachtet der Stadt nahern kann. Die Civilbehörden sind außer Funktion, ein Comite der Amalgamated Association leitet Alles. Der weitaus größte Theil der Einwohner besteht aus Arbeitern, welche zu der Organisation gehören. Jeder ankommende Fremde wird über seine Jndentität und seine Absichten inquirirt. Ein Reparier der Pittsburg Dispatch, welche den Streikern unfreundlich ist, wurde auf einen Eisenbahnzug gefetzt und nach Pittsbürg geschafft. Alle möglichen Gerüchte sind in Umlaus und es heißt, daß die Streiker beabsichtigen, die Brücke über den Monongahela peruzittelst Dynamit in die Lust zu sprengen. , . . , f i 5, : " . " P ittsburg, 8. Juli. , Der Sheriff ist außer Stande, eine Mannschaft zusammenzubringen. Die Bür ger lassen seine Vorladungen gänzlich ' unbeachtet. :, ,; . -s.- i, GeneralJdjutant, Grcenland ,, kam

heute Morgen hier an. Er sagt, da die Wächter Carnegies ungehinderten Zutritt zu den Werken haben, so sei die Firma formell im Besitze derselben und es bestehe keine Veranlassung Miliz herzuschicken. Die" Miliz sei nicht organisirt, Pollzeidienst zu verrichten. Die Leute in Homestead seien anderer Art, wie die in der Coke Region, sechzig Prozent derselben seien Amerikaner, gute Bürger, welche ihr eigenes Heim besitzen und ohne starke Provokation nicht zur Gewalt greisen. Es ist auch bemerkenswerth, daß noch nicht ein einziger Richter sich für oder gegen Verwendung der Miliz ausgesprochen hat. Harris bürg, 8. Juli. Das Comite der Streiker von Homestead sprach heute beim Gouvcrnör vor. Berichterstatter wurden nicht zugelassen. Das Comite sagte dem . Gouvernör, daß die Werke in Besitz der von der Compagnie angestellten Wächter seien, daß nicht die geringste Gefahr für das Eigenthum vorhanden sei, und daß Ruhe und Ordnung herrsche. Gouvcrnör Pattison erwiderte, daß die gesetzlichcn Rechte der Parteien unter allen Umständen gewahrt werden müßten, und wenn dazu die ganze bewassnete Gewalt des Staates 'nothwendig werden würde. Das Eigenthum müsse geschützt und die Ordnung aufrecht erhalten werden. Vorläufig hätten die Civilbehörden die ihnen zuMebote stehenden Mittel noch nich erschöpft, weshalb er zur Zeit dieMbswdung von Militär nicht für am Platze halte. Die Confcrcnz dauerte von halb elf Uhr bis Mitternacht und das Comite schien mit dem Resultat zufrieden zu sein.

Prohibition! st en und R ep u b li kauet. ? D e s M o i n e s. Ja., 8. JuM Das Erekutiv-Comite der Staats ! Temperen; - Aüiance von, Iowa hat einen Ausruf an alle Temperenzler iuSkaate erlassen, worin sie aufgefordert werden, ibre Verbindung mit der repubukarnschen Partei zu lösen, da dieselbe ihre frühere Stellung zur Prohibitionsfrage ausgegeben und in der Convcntion einen prominenten Anti-Prohibi-tionisten, den Hrn. A. B. Cummings, als Elcctor at large mit der größten Majorität erwählt habe. . m Anöland. Zerschmettert und vcsunke n . Queenstown, 8. Juli. In letzter Nacht ist das auf den Felsen von Kinsdale liegende Wrack des Dam pferS City of Chicago" von den dagegen anstürmenden Wogen zerschlagen worden und ist nun unrettbar verlorcn. Die Ladung wird von den Wogen fortgeschwemmt und die Masten sind über die Seiten des Schiffes gestürzt. Die Schleppbote, die in der Skähe des Schiffes lagen, konnten der hochgehenden See wegen, nichts mehr von der Ladung desselben retten, die paar Leute, die noch aus dem Schisse waren, sind alle gerettet worden. Das Hintertheil des Schisses strandete nach dem Auseinanderbrechen deS Rumpfes auf den umlicgendenden Felsenklippen. Als die Masten stürzten, gab es einen Krach, daß man es am Lande hörte. Verletzt wurde Niemand, trotzdem der Kapitän und einige Leute bis zur letzfen Minute an Bord des Schisses blieben. Die Mannschaft wartet jetzt in slueenstown auf weitere Ordre von hex Jnman Line. L ondon, H. Juli. Depeschen von Kinsale melden soeben, haß has heute früh quer durchgebrochene Wrack-der City of Chicago" soeben in den Flu then versunken ist. Tausende von Personen sahen von den Strandhöhcn aus den Kampf der See gegen das Wrack mit an. DieenglischenParla m e n t sWahlen. London, 8. Juli. Heute haben die Liberalen einen weiteren Vorsprung vor den Konservativen, um sechs Sitze erlangt. Außerdem erfreuen sie sich der Niederlage eines Kabinetsminifters nämlich des Präsidenten vom Local Gouvcrnment Board" Ritchie. , Bis heule um Mitternacht, sind, im Ganzen erwählt; ' ,, 141 Ut(::'M ' 19 Merale-Unionisten z 1 110 Liberale, einschließlich der Ar beitervertreter ;

10 Irische Anti-Parnelliten, und 1 Parncllit. Danach stellt sich die Stärke für An-ti-Home Aule (Konservative und Uninisten) auf 100, diejenige für Home Rule (Liberale, Arbeiter und Irische zusammen) auf 127. 3m Londoner Distrikt Battersea wurde der bekannte Arbeiterführer John Burns mit 6G16 Stimmen gegen einen Konservativen gewählt, der nur 4057 erhielt. Dieser Sieg mit 1539 Stimmen ist um so bedeutsamer, als die liberale Majorität 1880 nur 712 und 188 gar 186 Stimmen betrug. Es wird allseitig zugegeben, daß Burns die Erwählung keineswegs den Libcralen zu verdanken hat. Im Distrikt von Middlesborough wurde der Arbeitcrkandidat J.H. Wilson mit 4691 Stimnlen erwählt. Ihm stand ein liberaler Kandidat gegenüber, W.- S. Robson, welcher die nächsthöchste Stimmenzahl 4062 erhielt. Der unionistische Kandidat, Bell, bekam 3333. Mehrheit Wilson's 629.

Schiffsnachrichten. Anzekonunen in: P l y m o u t h : Fürst Bismarck" von New Aork nach Hamburg. Browhead passirt : Runic" von New Aork nach Liverpool. Philadelphia: Judiana" von Liverpool. B o u l o g n e : Obdam" von New Zork. Queenstown: Gcrmanic" von New Zork nach Liverpool. New Zork: Bremcrhaven" von Rotterdam, Rhynland" von Antwerpcn. Amsterdam" von Rottcrdam, Britannic" von Liverpool, Dania" von Hamburg, Island" von Copenhagen. London. In Sicht: City of Ehester", Friesland", Umbria" und ..Canada" von New Aork. Schiffs -Agentur. Alle Dampfer-Linien sowie alle europaischen Eisenbahnen haben ihre hie sige Haupt-Agentur in Alex. Metzger s Grundeigenthmns - Aqentur, WechselBank und Vollmachts-Bureau. Etablirt 1863. Die Oötttlatitttts der Vülow'fchen Expedition. Es bcstatiat sich den deutschen Post. nochrichlen zufolge, daß die Expedition des Lieutenants von Aülow imMoschi Gebiet nahe dem Kilimandscharo-lZe-birge fast gänzlich aufgerieben worden ist. Man wird sich ennnern. das unz lich von englischer Seite gemeldet wurde. Herr o.Bülow habe alle englischen Vh) sionäre ausgewiesen, doch berichtigte der Aeichsanzeiaer" diese Nachricht dahin. daß er dieselben nur gewarnt habe, weil etne Erpedihon gegen Mozchl unternommen werden sollte. Es fehlt aber an jeder Erklärpng dafür, wieso hie Eingeborenen von Moschi. deren fried lichen Charaktex Lieutenant EhlerS und Dr. Peter? wiederholt gerühmt haben, plötzlich so kriegerisch geworden sind, dak eine Straf-Cxpedition gegen dieselben nothwendig geworden sein soll. Die EMdition ist aus Veranlassung des Gouverneurs von Soden, erfolgt, der bekanntlich auch die Straferpedition des Lieutenants von Zeleski gegen die aufständizchnl Wahehe angeordnet hatte und zwar mit demselben traurigen Erfolge. Von dem geringen Aufgebot Zelestis entkam nur etwa ein halbes Dutzend, alle Uebrigen. einschlienlich Zekeskis und seiner Osfi,;iere. sielen unter, den mörderischen Waffen der. Dchwarzen. Es scheint, dab Gouvcrpem von Soden der deutschen Legierung in Ostäsrika Niederlagen übe? Niederlagen bereitet; ob mit oder ohne s?!ne. Schuld, kann yoch nicht enfschie h.'n wetd.n. Die ossizlelle. d. h. also vom Gou. verneur v. Soden selbst übersandte Nachricht aus Tar-es-Salaam lautet : Unteroffizier Bartes, welcher selbst ver wundet ist. und Lazarethgehllfe Wiest melden, daß am 10. Juni bei Moschi ein Gefecht mie Mandaras Sohn Meli stattgefunden hat. wobei Herr von Bü low. Lieulenant Wolfram und zwan zig Sudanesen gefallen sind. Tie Un terofsiziere Wutzer und Wittstock l halten mit 64 Manndie Kilimandscharostation. Die von hier abgesandten !80 Mann Verstärkung sind heute in T'tz ga ange kommen, und von dort in's Innere di rigirt worden. Herr v. Bülow hatte 160 schwarze Soldaten unter sich ; wenn von diesen 0 gefallen sind und 64 sich noch in der Station ' Mo'chi befinden.' so müssen ftwa 76 Mann versprengt sein. Das sind, die Flüchtlinge, welche in Tavetc, hezw. in Gondja angekommen sind. Wie viel? der 64 Mann, die sich noch tn Moschi befinden, verwundet sind, ist jn der Depesche des Herrn v. Soden picht gesagt. Unteroffizier Wuker ist einer der Uederlebendcn Von der e-

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Sonntag, den 1. Juli 92 - in - - Knarzer's Grooe. Erpreßwagen fahren ab von der Ecke der Delaware und McCarty Straße und von dem Südcnde der MeridianStrabenbahn. Airnsti'ong Park! Sonntag, den 10. Juli 1892. 8 Uhr Nachmittags. Konzert von M M MM Mi Eintritt frei. Man nehme die Nord Jndianavolis elektrischen Cars, welche mit allen anderen Linien durch die Trausser-(5ar verbunden find. Ttiftuugs-Fest des Sozialistischen Sängerbundes, am Montag, den 1 1. Juli 1892, im VllöniX - Garten ! Eintritt 25 Cents. lewskifcken Katastrovbe. ErkreulicdM es. daß die Station Moschi nicht er obert ist : bonentlickaelinat es. sie bis zur Ankunft der Verstärkungen zu hdU l f n'"v :' "3" !' ' r1!!5 .' ::! if''S'! ?fjgr?''s. Ueber die Beweaaründe. wesbalb Neichs.'ommissar Dr. Karl Peters plötz. lich Deutschofrika verlassen nnd sich zur Erholung nach Kapstadt begeben hat. r:.. .f;.i : c. lU LHllUllUC ' JJilUlCtlUlllClI IllUl nack Eurolia aelanat. Die Nacbrickt. er habe am Fieber gelitten und sich er holen lpotlen. ist durch ihn selb? dementirt worden. Dr. Peters besindet sich jetzt wieder in Dcutfchostafrika und zwar in Tanga. Während der Abwe-senh.-it dcs Dr. Peters von Deutschostuscilasind nnnam Kilimandlcharo. also m dem biö vor geraumer Zeit von ihm verwalteten Distri.t. Unruhen ausgebrochen, welche die Straferpedition des Hcrin v. Blilow und schließlich dessen NicÄerla..e zur Folge hatten. Wie Herr Euacn Woll dem Berl. Tageblatt" aus Sansibar schreibt, ist Dr. Peters, welcher bekanntlich die Station am Kilimandscbaro selbst aegründet hat, selbst Knall und Fall und. wie man lagt, oyne m lelbst der Gou verneur es wußte, nack Kavstadt abae reist; sein bisheriger Secretär, Baron von Pcchmann. at den Peter schen Dienst auittirt und ist nccd Eurova ,urückgekchrt. Es scheint, daß Dr. Petcrs ani tllmandzcharo lehr viel Mik fallen erregt hat; u soll so wenig human aufg-treten sein, daß auch die Missio nare ihre Entrüstung äußerten und an ihre Vorgesetzten darüber berichteten. Es soll von Anfang an einen sehr schlechten Eindruck hervorgerufen haben, daß Dr. Peters direct neben dem Flog. zenstyZ. an welchem die Neichskriegs llaqge wehte einen Galgen ausbauen ließ. - Ter in der Depesche genannte Sohn Madaras. Meli, ein noch sehr junger Mann, ist seinem Vater, nach dessen im vergangnen Jahre erfolgten Tode, in ver -Herrfchaft gefolgt und wurde seitens der kaiserlichen Verwaltung aner könnt Der in des Gefecht gefallene Cmnpagnieführer .der Schutztruppe. Frhr. Albrecht v. BäSom. geboren am SI. Juni 1864 in Smyrna, weilt schon seit !835 in Ostairtta und trat bei der Bildung der Schutztruppe durch Major v. Wißmznn in dieselbe ein; früher ge. börte er als Sekondelieutenant dem Königin Augusta Garde-Grenadier regiment an. Lieutenant Wilbelm Wölfram. geboren um 29. Juni 1866. trat als Se'ondeüetenant im . kgl. bayerischen Fuß.AllÜlerieregimcnt im Frühjahr 1 890 in die Schutztruppe ein. Die Moschileute galten bisher als die zuverlässigsten Freunde, der Teutschen. 'Ihr Sultan Mandant sandte vor einiqen 1 Jahren eine Abordnung unter Führung des Lieutenants Eblers mit Geschenken an den Kaiser. Die Leute wurden sofort bei Hose empfangen und brachten auch reiche Geschenke des Kai. scrs an ihren Sultan in die Heimath zurück. Allerdings wurde, wenn wir nicht mm' von dein Afrikareifenden Karl Rcichard m der Presse darauf hin gewiesen, daß der Empfang, den die Moschileute in Berlin gefunden, eher von nachtheilige?, als von günstiger LLirkunq auf dieselbe sein würde. Sie würden dadurch anmaßend und unve; schämt.

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