Indiana Tribüne, Volume 15, Number 291, Indianapolis, Marion County, 8 July 1892 — Page 1

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ir astvr-Oclö, bat aber einen ! o l wird fabrizirt von der ornpany Editorielies. Die Vorgänge in Homestead, einem in der Nähe Pittsburgs gelegenen Plahe sollten zu denken geben. Es ist eitel Thorheit, die Sache mit der Behauptung abfertigen zu wollen, daß die Auftritte nur durch das Herbeiziehen der verhaßten Pinkertons veranlaßt wurden. Am Tage vorher kam der Sheriff des Countys mit einer Mannschaft an und die Streiker verweigerten ihm den Zutritt zu den Werken. Der Sheriff zog sich kluger Weise zurück. GesetztenFalls er hätte alsSicherheitsbeamter den Versuch gemacht, sich den Zutritt zu erzwingen, wozu er doch offenbar ein gesetzliches Recht hatte ? Was dann ? Wie die Sache in Homestead liegt, scheint die Lohnsrage ganz zur Nebensache geworden zu sein. Es ist offenbar, daß es vom Anfang an, von Seiten der Compagnie darauf abgesehen war, die Organisation der Arbeitcr zu brechen, und es ist selbstverständlich, daß diesem Vorhaben die Arbeiter den äußersten Widerstand entgegcnsehen. Die Compagnie hatte ihre Borbereitungen getroffen, um gewalt samem Vorgehen der Arbeiter zu begegnen und da ein gewaltsames Vorgehen nur für den Fall zu erwarten war, daß die Co-mpagnie Leute heran zog welche nicht zur Organisation gehörten, so,kaNn man selbstverständlich nicht anders schließen, als daß die Abstcht d:e5 zu thun vorlag. Unter solchen Umstanden aber ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß den Behörden und der bewaffneten Macht deS Staates ein ähnlicher Widerstand wie dem gemietbeten Pinkcrton-Ge-sindel entgegengesetzt worden wäre und vielleicht noch entgegengesetzt werden wird. Es liegt auf der Hand, daß versucht werden wird, den Vorgang zu politischen Zwecken auszubeuten, weil auf Eisen- undStahlwaarcn ein hoher Zoll liegt, aber dazu ist keine Veranlassung, denn seit im Süden die Eisenindustrie großen Aufschwung genommen hat und da die Negerarbett dort sehr billig ist, hak die Konkurrenz im Lande selbst die Preise sehr heruntergedrückt. In gleicher Weise hat es keinen Zweck, die Sache Carnegie allein in die Schuhe zu schieben, und ihn alö einen Ausbeuter hinzustellen, der schlimmer ist, als alle anderen. Jeder Fabrikant will in seinem Geschäfte Geld verdienen Wenn die Preise so herunleraehen, daß er das picht mehr kann, so wird er suchen die Kosten zu reduziren. und die einzige Möglichkeit dafür ist meist eine Herabsetzung des Arbeit?lohnes. Wer nicht einsieht, daß das in den Verhältnissen liegt und daß nur eine vollständige Aenderung des Systems der, Produktion und des Austausches in'sozialistischem Sinne Wandel schaffen kann, der versteht die Sache eben nicht. Was soll man über solche Vorgänge, wie die in Homestead viel sagen? So lange die Arbeiter sich aus ihre ge werkschaftlichen Organisationen allein stützen, werden solche Vorkommnisse unvermeidlich sein. Sie sind die nothwendige Eonscquenz der ausschließlis chen Gewerkschaftsbewegung. , Sie sind eS ganz besonders in Etablissements, wo die Arbeiter nach Tausenden zahlen und sich der Stärke, welche in der

großen Zahl liegt, bewußt sind. So lange die Arbeiter nicht zur Einsicht kommen, daß sie aus dem Felde der selbständigen politischen Aktion kämpfen müssen, um etwas ErsprießlicheS zu erzielen, werden solche Vorgänge, wie die in Homestead öfter wiederkehren. Die ausschließliche Gewerkschastsbewegung muß in ihrer letzten Consequenz zu gewaltsamem Widerstände führen. Für uns hat der vorliegende Fall nichts Ueberraschendes, wir können uns höchstens wundern, daß dergleichen nicht öfter vorkommt. Das gegenwärtige gesellschaftliche System ist unhaltbar, sein Verfall unvermeidlich. Entweder treiben wir einer blutigen Revolution zu, oder die Arbeiter kommen zur Einsicht und erringen auf dem Wege selbstständiger politischer Aktion die politische Macht. Was das Vernünftigere ist, braucht wohl nicht erst erklärt zu werden.

Drahtnachrichten Inland. W e t t e r a u s s i ch t e n. Für Jndiana : Regen in Aussicht. V 0 n H o m e st e a d. Pittöburg, 7. Juli. Heute herrscht so vollständige Ruhe, als ob gar nichts vorgefallen wäre. Das Eigenthum der Firma Carnegie wird nicht im Geringsten molcstirt, der eingerissene Theil der Fenz ist wiederhergestellt worden, und in Wirklichkeit ist Niemand nöthig zum Schutze der Werke Der Sheriff von AUeghcny Eounty hat sich bis jetzt vergeblich bemüht, eine Mannschaft zum Schuhe der Werke zusammenzubringen. Freiwillig folgt Niemand seiner Aussorderung und die Leute, welche er offiziell vorladen läßt, kommen auch nicht. Die Streike? sind außerordentlich befriedigt über die Weigerung deS Gouvernörs, Miliz abzuschicken, und haben ein Eoluite an ihn geschickt, um ihm den gan;en Sachverhalt vorzulegen. Von den Verletzten ist seit gestern keiner gestorben. Drei Begräbnisse fanden heute statt, uxtd der Pastor erregte Sensation über die Heftigkeit mit der er sich gegen die Eigenthümer der Werke aussprach. Gegen Mitternacht ging das Gerücht, daß von Pittsburg aus ein Spezialzug im Anfahren sei, welcher Seabs bringe, mit denen die Werke in Betrieb gesetzt werden sollen. Ein Signal wurde gcgeben und in wenigen Minuten hatten sich Tausende von Leuten angesammelt, viele bewaffnet, um die Seabs in Empfang zu nehmen. Die Aufregung war groß, aber das Gerücht erwies sich als unwahr und bald nachher herrschte wieder tiefster Friede. Die Führer der Streiker sind sehe befriedigt darüber, daß es gelang, die PinkertonS ohne weitere Angriffe auf dieselben fortzuschaffen. Zitternd und zagend verließen dieselben das OpernhauS, um sich m den für sie bereit stehenden Extrazug zu begeben. Einer der Führer hielt vorher eine Ansprache an die Menge und erklärte ihnen, daß es elende Freigheit sei, unbewaffnete Leute anzugreifen, daß viele derselben verwundet, manche sogar schwer verwundet seien, und daß er hoffe, daß man die Leute in Frieden ziehen lasse; und so geschah es auch. Anarchistische Zirkulare wurden heute vertheilt und vier Leute, welche man im Verdacht hatte, dieselben verfaßt und verbreitet zu haben, wurden inetnen Eisenbahnzug gebracht, mit der Weisung, sich nicht mehr sehen zu lassen. Frick, der Präsident und. Lovejoy, der Sekretär der Carnegie Eö. sprachen sich Beide dahin aus, haß sie die feste Absicht hätten, keineUniou-Leute mehr anzustellen. Sie erklärten, daß sie sich von dem Zwange der Amalgamated Association der Cisenarbelter vollständig zu befreien gedächten. Für den Schaden, der ihnen zugefügt wird, würden sie den Staat oder das County verantwortlich machen. , , Was hi ngt 0 n' Juli. ',; Die '! ' y liilin'f '!: ' te ü ji ;!; p Vorgänge m Homestead bildeten heute sowohl im Senate, wie im Repräsentantenhause den Gegenstand' heftiger Debatten, wozu Mntxage eine Untersuchung dieserVorgänge anzustkllen, die Veranlassung gaben. "; ' , 3m Senate , hielt Voorheeö. eine lange Rede, deren "Zweck natürlich le- ! digl'ch der war, politisches Kapital aus

der Sache zu machen. Der Tarif, das Schoßkind der einen und die Vogelscheuche der andern Partei war an allem Schuld. Daneben wurde über die Pinkertons weidlich geschimpft. Eine sonderbare Rede hielt Senator Palmer. Erjagte, man werde, sünftighin die Fabriken als öffentliche Institute betrachten müssen. Die Arbeiter hatten ein Recht da zu sein, wo sie waren. Diese Leute haben den großten Theil ihres LebcnS in der Fabrik zugebracht, davon müssen sie leben, ohne ihre Arbeit könnte die Fabrik gar nicht betrieben werden, sie hätten ein Recht auf beständige Arbeit und die Besitzer müßten sich mit einem mäßigen Gewinne zufrieden geben. In beiden Häusern des Congresses hatte sich eine beträchtliche Zuhörerzahl eingefunden. ' t L e h r e r t a g. Milwaukee, Wiö., C. Juli. Hier wurde heute Abend die zweiund-

zwanzigste Jahresversammlung des Nationalen Deutsch - Amerikanischen Lehrerbundes eröffnet. Wahrend des Tages hatte die General - Versammlung des Seminarvereins stattgefunden, im Verlaufe welcher die Mittheilung gemacht wurde, daß Herr Charles Psister die Summe von $25,000 für das Seminar zur Verfügung gestellt habe, falls binnen Jahresfrist weitere $50,000 zusammengebracht würden, d iß ferner Frau Psister die nämliche Summe geben wolle, falls abermals $25,000 geschenkt würden. Herr.C. Preusser von Milwaukee zeichnete sofort $10,000. Die üblichen Begrüßungsreden wurden gehalten. Bundespräsident Emil Dapperich betonte, daß die Arbeit deutsrhamerikanikanischer Lehrer darauf hinausgehe, gute amerikanische Bürger zu erziehen. Daj Bureau des Lehrertags wurde durch die Herren C. E. Emmerich aus Jndiana? poliS als Vice - Präsident, Max Griebsch, C incinnat i, 'alS'zweltettSekretär und Frl. Alma Winkler, Mikwaukee ergänzt. MMilwau ke e, Wis., 7. Äuli. Der Abend des ersten Versammlungstages schloß mit einem fröhlichen Kommers. In der heutigen Hauptversammlung wurde nach Annahme des Protokolls ein Ausschuß ernannt, welcher Mittel und Wege berathen soll, ein passendes Bundcs-Organ zu sichern. Diesem Comite gehören die Herren Emmerich aus Indianapolis, Abrams aus Milwaukee und Weick aus Eincinnati an. Dann hielt Herr G. Bambcrer, Direktor der Jewish Trainirg School" in Chicago, einen Vortrag über das Thema Pädagogischer Handsertigkcitsunterricht". Die Rabbiner-Konferenz. N e w Ä o r k, 7. Juli. Die dritte Jahreskonfercnz amerikanischer Rabbiner hat hier unter Betheiligung von 200 Mitgliedern begonnen. Dr. Jsaac M. Wise von Cincjnnati wurde zum Vorsitzenden erwählt. In der ersten Sitzung wurden verschiedene Vorträge gehalten. .G. Älusland. Die Cholera. London, 7. Juli. Nach dem St. Petersburger. Korrespondenten der Times" breitet sich die Cholera in Transkankasien immer weiter aus. Die Messe in Nishnij - Nowgorod ist ve?schoben worden., Beamte wurden dorthin und nach Moskau gesandt, unl mit den Börscnausschüssen über die Tesinfizirung der Waaren und andere Vorsichtsmaßnahmen zu berathen. Zur Bismarck-Fehde. Berlin, 7. Juli. Selbst die Aism""'k freundlichen Zeitungen sprechen ihr Bedauern und ihre Enttäuschung über die persönlich gehässigen Ausdrucke des Fürsten -gegen den Reichskanzler von Caprivi und die Anficht aus, daß bei Fortfetzung der Kontroverse in dieser Weise die Regierung zur Ergreifung von Maßnahmen gegen Bismarck genöthigt sein werde. , h Die Hamb., Nachr." bringen einen weiteren Angriff gegen die Regierung, der augenscheinlich aus Bismarck's FeT;n .1 : . . . . neul eulichen, Besuche, .deö ersteren , in! kir,n UiJ 1 tL 1 ' s.en beftlg angegriifen. n Tann heM L es weiter:

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mx iV'V'f. w mallen? Hauptachlich aus dem d.e angeblichen, Maßnahmen zur Ver- Schlachtfelde, wie Sie mit Rchf er Hinderung der Audienz Vismarck's bei 'wähnten, wo pjr egenfinander, ,ich dem Kaiser Frant Joseph wäbrend desi?lU sogen, 'elsersüchtiaen Stämme kr-

Obgleich nicht mehr im Amte srüchtct Fürst Bismarck den Kampf nicht. Die Drohungen mit strafrechtlicher Verfolgung fechten ihn nicht an, doch dürfte es ihn intcressiren, die An-

klagen näher kennen zu lernen, aus Grund welcher nach Ansicht derNordd Allg. Ztg." und ihrer demokratischen sozialistischen und klerikalen Freunde die strafrechtliche Verfolgung eingclei tet werden soll." Bismarck in Dköden. Von den vielen wichtigen Moment der Triu mphrcife des Fürsten Bismarck durch Sachsen, Oesterreich und Baiern ljt besonders leine Erwiderung auf die Begrünung durch die städtischen Bchör den und das tfeucomn? in Dresden bemerkenswerth. Fürst BiZmarck sagte u. A. in seiner Antwort - an den Oberbüracrmeister Stübel: Ich danke Ihnen, geehrter Herr Oberbürgermeister, von Hcrzen für Ihren warmen Empfang. Es ist für mich ja schon eine hohe Auszeichnung. Ehrenbürger einer Stadt von der Be deut'ing Dresdens zu sein. Diese Ehre sur mich wlrd aber erhöht durch Ihren wohlwollende Empfang. ES ist ja für mich eine große Genugthuung, w'nn ich in meinen alten Tagen derartige Zeichen wahrzunehmen Gelegenheit habe. Wenn Sie nkeine 77 Jahre bedenken, so werden Sie mir das nachfühlen. Als ich zum ersten Male noch Dresden kam. war meine Fahrt hier zählte der Fürst eine Anzahl damals durchfahrener Statioucn auf) eine weitere. Wie die Ocrtlichkeit. sind auch die Herzen einander nühcr gerückt, und ich habe gefund.n. daß es nie so böse gemeint war, als es aussah, sondern daß Alle ehrlich national gesinnt waren. Es ist. für mich beruhigend, daß ich bei dem Abschluß meiner Thätigkeit auf ein solch.-s Ereigniß freudig zurückblicken kann. Es ist mir freilich in meinen alten Tagen manche bittere Pille bereitet worden. Ich danke Ihnen, meine Herren, von Herzen, daß Sie mich in so feierlicher und liebenswürdiger Weife begrühen und, ein wohlthuend Gefühl ist es für mich, zu erkennen, wie viele Freunde ich habe. Meine Betheiligung an un serer nationalen Politit jst noch heule von?bcrselbew Lebhastigkeit und von derselben Tiefe, wie sie es in den 60er Jahren gewesen, obwohl es nicht mehr mein Beruf ist. Ich bin in das Privatlebcn zurückgetreten, aber ich kglge ollen unseren nationalen Angelegenheiten, als wenn es meine eigenen mitbe träfe. Ich habe kein andere Interesse, cls das Gedeihen des Vaterlandes.Die Ansprache des Festcomites (Acker-mann-Zimmermann) beantwortete der ehemalige Reichskanzler mit folgender Rede: Meine Herren! Ich danke Ihnen für Ihre ehrenvolle Begrüßung und ich bin bewegt, aber angenehm, durch die sen glänzenden Empfang, den ich hier erfahren. Der ging vom Herzen, also geht er auch zum Herzen und umsomehr, als ich in meiner heutigen Stelzung annehmen darf, daß er lediglich nur meiner Person und meiner Ver gangenheit gilt. Ich bin in keiner amtlichen und autoritativen Stellung mehr, und was mir heute an Ehre er, poiesen wird, ist das Ergebniß der Beziehungen, die sich in der Vergangenheit zu meinen Mitbürgern und mir gcbiltet haben. Ich stehe vor Ihnen als Vcrtleter einer abgeschlossenen Zejt, der weder r der Gegenwart noch in der Zukunft eine Mitwirkung an nnseren weiteren Verhältnissen erstrebt. Aber sie ist mir von höchstem Werthe, wie von per höchsten Instanz, von der öffentiichen Meinung meiner Mit' bürccr, die Vergangenheit, die ich Ihnen gegenüber vertrete und die Sie in meiner Person die Güte haben, onznerkenucn, wie sie beurtheilt wird. Wir haben gemeinsam gearbeitet, um der deutschen Nation den Rang zu verschassen, auf den sie in Europa nach iörer Geschichte und nach jhrer B?gq hung einen Anspruch hat. Dgzu war nothwendig, daß wir uns hem Drucke pcg Nctzc? entzogen, daZ in schnfer ölcccntuirnNz der inneren Landesgrcn zen in Deutschland über uns geworfen wurde, und daß wir Dem gemeinsam aegcnübertralcn, an unseren äußeren öl'eichsgrenzen und Europa den neuen politischen Begriff lehrten, daß es eine starke deutsche Macht in Europa gebe, anstatt des früheren Preußens, das den S.'amcn einer Großmacht führte, ohri die Krast dazu zn besitzen, und tza's, allein, auf seine lgnggestreckte schmale Fläche angewiesen doch der deutschen. Nation in Epropg nicht das Gewicht herschaffen konnte, auf das sie n Ver gleich mit andttkff Nationen gleichhetcchiiat war, Die Franzosen, die Engländer, selbst die Russen waren uns an Gewicht' und Ansehen vorausgegangen, heute sind sie es nicht mehr. ; Wir stehen ihnen voll kommen gleichberechtigt gegenüber; das hat eine schwere Arbeit gekostet. Es waren viele, Vorurtheile unter den deut-' .., h..r.v,l,f , 5M iinK fi 1 1,111 Ullililllll VllVilllll. V V IIIV jv um't haben, daß wir elg tlich Alle l'tl'er nunen und dav wir ,Alle tuch lge mi ;rls waren"dli n ;r sich kennen lernen brauckten. um lWlliakeiten

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