Indiana Tribüne, Volume 15, Number 289, Indianapolis, Marion County, 6 July 1892 — Page 2

JudlttttS Tribüne.

Erscheint TAgNch und öon'ntngs. Die tägliche .Tribüue" kostet durtS de Tröger Cents per Woche, die So ntagS .Tribüne" b EentS perWsche. Bnde zufauZM ISCentI oder S3 Lenk perMsat. Per Psst zugeschickt in tßox Ztuödezahlung p per Jahr. Ofsice : 130 Ost Marylanv Strafe. Indianapolis ?no 0 3i?Ii 12. Steimnetzen und Schwindsucht. Mit de? Vcru'Z:rankk?eit der Steinarbeiter beschäftigte sich kürzlich der Vertrauensarzt ; der Berliner Innung der Eteinmepn und Steinbildhauer. Tr. Sommerfe!dt. in der SiZung der Berliner Teutfchm Gesellschaft Zur öffentliche Gesundheitspflege. Wie der Vortragende aussührte, ist es eine be kannte Thatsache, daß tzteinarbelter lungenkrank werden. Die in den Lun gen vorgefundeneMeng? an Meselstaub, betrug k.ei Steinmetzen bis zu 3 Gramm. Bei jedem Menschen findet' sich bis zu einem Gramm Kieselstaub das aber wenig schadet. Erst wenn die Quantität betrachtlicher wird und eine lanze Zeit eingeathmet wird, kommt n 'zu einer Erkrankung aus dieser Grundlage. Den gefahrlichsten Staub liefert der Mühlstein, der einen so seinen, reizenden Staub abgibt, daß die Arbeiter alle der Lungenschwinosucht auZgeseßt sind. 40 pCt. der Arbeiter starben in einer englischen Fabrik an Lungentuberkulose:' das Durchschnitts' alter der gestorbenen Arbeiter betrug nur 24 Jahre.'. Die Marmor.Arbcitcr sollen nach Sommerfelds Meinung am wenigstens leiden. In Jtasien. wo ' mir, 'Marina? verarbeitet wird, gibt eZ keine Berufskrankheit der Steinmetzen. 'Hiernach -kommt an Gefährlichkeit der Granit und dann der Sandstein. Der Sanoftein ist bezüglich der Ge fahr derschieden. Die Durchschnitts zahl der sächsischen Steinmetzen, die ausschließlich Sandstein bearbeiten, soll 47 Jahre alt sein. Doch ist das sicher zu hoch gegriffen; man kommt bei gcnauer Rechnung nur auf 40 bis 42 Jahre. I Wer mit dem 15. Lebenjahre in die Steinmeharbeit eintriti. mun sich darauf gefaßt machen, nach 2021 Jahren an Lungenschwindsucht zu stec'ben. während die Gesammtheit der übrigen Bevölkerung noch 41 Jahrs sich bei Lebens erfreut. Von 100 Steinkmctiu sterben 3 4z Mal so viel, wie von der gesummten übrigen Bevölkerung; 83 Procent erliegen der Lungenschwindsucht: in anderen Fabriken sind eZ 91 7j10 Procent; nach einer Stati sti! von Riesa starben sogar 100 Prorent an Tuberkulose. Woran und wann erkranken nun die .lebemen Steinmetzen gewöhnlich? Dr. ' Sommerfeld hat die Berliner Steinmetzen darailfhin untersucht und nolgendeZ konstatirt; die Lehrlinge, 130 an der Zahl, wurden gesondert 's' i , rv. m ? . deruauHttgr. wommer. pflegen 500. im Winter, wo die Unterfuchunl:en angestellt wurden, 340 Steinmetzen zn arbeiten. 240 wurden untersucht. Ihr Durchschnittsalter betrug 20,2 Jahre. ' Sie standen meist im Alter von 1833 Jahren. (5m Theil der Steinmetzen, die über 35 Jahre alt waren, hatten eine Arbeit, bei der s'.e den elaentMen Getaoren weniaer aus gesetztjmaren: andere hatten zehnJahre lana oefciert. Eine seltene Wider standSfahigkeit beweift ein Arbeiter, der 51Z Jahre alt ist, trotzdem er' über 30 Jahren mit Sandstein, Marmor (20 Jahre) und Granlt beschafttgt iL Häufiger noch, als die Lunge wird der Kehlkopf von der Affektion ergriffen, und zwur in 72 pCt.; nur ein Viertel aller Steinmetzen verfügt demnach über nnen normalen Kehlkopf. Auch die Stein-Bildhauer sind dielen Gefährten ausgesetzt, nur durch die bessere Lebens läge sind sie etwas günstiger gestellt. Der traurige Beruf der Steinmetzen verdient demnach 'Unsere ganze Theil nähme und fordert dringend zu Maßnahmen heraus. d Personen' mit nur schwachem Brustkörbe und die. erblich belasteten, d. h. die von lungenkranken Ottern flammen, sollten sich von jenem Berufe überhaupt fernhalten, und ge? fünde Leute dürfen sich nicht vor dem 10. Jahre dem Beruft widmen. Alle diese Personen sollten erst vom Arzte untersucht werden, dessen Urtheil für die Berufswahl entscheidend sein müßte. Der Alkohol spielt gleichfalls eine schädliche! Rolle;' nur 2.5 Procent sind , Nichttrinker, die übrigen genießen ' w nt .. cynaps uno Vier. ;m$ eroecvlicyne ist und bleibt aber der Staub. Das Hauptziel bildet daher, das (findnngen von Staub in die Lungen zu vermei den. Das kann auf v:rsch:coenem Wege geschehen. Zunächst ist das Material regelmäßig zu beleuchten, dann, fallt"" der! 'schwere- Staub zu Boden. Ferner könnte, durch Bentilationsvorrichtunaen der Staub entfernt wer den; allerdings ist das nur m lustigen Arbeiterbuden, nicht in geschlossenen Räumen angängig., Am zweckmäßig ftenVsind Respiraloren vor- ?!ase und Mund, um den Staub von den Einathmungspforten fernzuhalten.- Sie destlhcr? aus einem Mund- und Nasen ', theil uno einem beweglichen Verbin dungsftl!cke zwischen beiden. Die Luft DvhuZH" Wattebäusche filtrirt. . merikantsche Kokosnüsse. rVag'' nahrhafte Riesennuß, um deren praktische Kenntniß bei unserer amerikanischen Jugend sich nament lich 'die .Tagos- der, Okraßenbuden große Verdienste erworben haben, ge. deiht auch im südlichen Florida üppig; doch ist wieein Correspondent neuer dingS auZ Lake Worth. Fla., schreibt der KokoSnußbaum kein Eingebore kier des LandeS) und ! feint CultUr! bei nns ist eine verhÄltmßmSßig nochsehr neue; sie hat eine interessante kleine Ge schichte. -tectm Vor etwa 16 Jahrm ging ein Fahv zeug , von Itn BahamaJnseln in der NSbe der mit tsn MdMörida un

mt der Jupiter-MchZ zu runde. Die Wogen ipülten bald darnach den C arg o an den Strand, und darunter befand sich auch eine bedeutende Anzahl' siotos nüffe. Damals aad es 'nicht viele Be

wohner in der Gegend Wer sie wücen' fu unternebmend. wie die Umqebuna eS mit sich brachte, und in ' Alles, was j Wind und Wogen lhnen guilg" zu führten, theilten sie sich so ehrlich, wie einst die Anhänger deS sogen. Strandrechts an den Küsten Englands und Frieslands. Sie kamen zu der Ansicht, daß die Kokosnüsse großen künftigen Werth für sie hätten, und pflanzten sie sofort an. .Und sre hatten eZ gut ge. troffen. Der Boden schien wie ge schassen für die KokoZnußbäume, und dieselben gediehen so üppig, als wären es eingewänderte Jrländer. So wurde die Cultur der KokoZnuß auf dem nord amerikaüischen Festlande heimZsch. und heute gibt eS im Countq Dade, dasein Küstcnentwickcluttg von 150 Vieilen hat. bereitZKokosnukhaine von groher Schönheit, mit je 100 viZ 00!?0 Ball' men. scklanZen Bäume werden bis zz. i'-f - V 10: ft 'sm. " Qtfih 'fStäJ ftstt äutk jl P r ; t" ' if hrr rtffiirlirfipn (SriÜhfilTtfi ?lnkap gegeben, daß Einaehorene von auttrali' jchen .Inseln die Nüsse nur dadurch er langten, daß sie Affen, die behende von Wipfel zu Wip'el huschen, mit Steinen tpilrfen worauf' diese ein Oecnbom- , . , .i o),'. st.. -tL ii,M kt?t . DaroCMCIIl UIU Jlliin 0 lUiiyr iyit;i ten. als sie nocb iraendwelche RNne cv den Bäumen linden köimtml Jur Temperatur der Sonne. Während über die Größe, Cntfer .rung und Masse der Sonne sowie über , ...'t..' i..r L.l. rui... oic cqcmucyr uiuiiiiuruiruii . zurrr glühenden Umhüllung keine wesentliche Unsicberbeit mebr herrscht, aehen die Ansichten über die Temperatur der Sonne noch außerordentlich auseiu ander. Die Meinungen schwanken in dieser Beücbuna zwischen mehreren Tausend und! 5' Millionen fö'taV Und ßr . . i'n'- r? -0? v rJ t1! J.'.e . nur soviel irx oau oie aus ser Sonne herrschende Gtuth bei wettern alle Sidearade übertreffen muß. welche wir künstlich "hervorzürüfcn int Stande sind.. Der Grund, weshalb wir über die wahre Temperatur der Sonne noch so wenig unterrichtet stnd, liegt m itn serer Unieontniß des Strahlunzs aekedeS bei hohen Temveratüren, födüß die zrechnungsgcmäßen Sgebiiiffe je ...! kiH K1rt iyfyyiiv itUflr Ytot OillArni iXUiif vcu iutiuijjiaiti uvu um ujum' mcnhzng , zwischen Temperatur und Strahlung verschieden auslallen. In jüngster Zeit hat der französisch, Physiker Le Cbatellier Versuche übet das Verhältnißvön Strahlung unö Temperatur hei Hitzegraden von 70C bis 1800. Graden angestellt und eine Formel abgeleitet, um, aus der, Stärk der' Strählung auf die ,mcheratür der WÄmequekle'zu fchlieuen iese Forntel ist anscheinend die genaueste.' welche zu, Zntetännl -Isturid 'indeni Le Cha tellier sie auf die 'Sönnerstiahlüng r an. wandte, kam er zu dem Ergebnisse daZ die wirkliche Temperatur der glühenden Sonnenatmosphäre höher äls ' 7600 Grad sein müye. Die glühende At mosphSre der innere des onnenballese,uen ttder jede Borstcllung hinaus höheren Hitze grad besitzt. Der Zudrang im Städte Wo wäre die Menschheit hente. wenn sich die Prophezeiungen der Im akücksraben auch nur zu einem sehr ist scheidenen Theil erfüllt hätten? ls ist schon lange her, daß Prosessor Lieber m t , i. .- .' ' T." . uno Proieisor oe viguvu oic DNl sammluna hn zmerilanischen Bevölke rung in Städten als eine sehr drohende le?ahr für die Sicherheit der Republik crüärtcn. (Andererseits gibt es in Europa Leute, welche in den großen Städten' eine ebenso drohende Gefahr für die Sicherheit der Monarchie sehen.) Was würden sie erst jetzt -lagen, da unzere städtische Bevölkerung bereits sechsmal so groß geworden ist. wie zur Zeit, als sie enes Urtheil fällten i (5in Viertel der Bevölkerung der Ver. Staaten lebt "aeaenwZrtig in Städten. I WO - gab Zetz ' in unserem Land 23 Städte mit wehr als 100.0W Einwoh nern. Unter den t 10.000 Seelen, toelche dör Staat Connecticut von 1830 bis 1800 aewonncn bat. entfielen 105; OOO auf die Städte. Im gleichen Zeit räum ahm die ' Bevölkerung von Jlll nois um 740,000 s und davon sackten die Städte Über 7OOIO0O ein. Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Da bleibt herzlich wenig für das Wachsthum der Landbevölkerung übrig, auf dnen Erhaltung i soviel Werth in mehr als einer' Hinricht gelegt wird. Und nicht nur durch auswärtige, sondern auch ae rade durch' einheimische .Zuwanderung vom Lande schwillt die Bevölkerung der MetropolenMn dermaßen, daß es mit dem Bauernstände bereits Matthäi am Letzten sein wurde ohne bestandigen Zu zug kerngesunder ländlicher Elemente ker alten Welt. Es ist d es, a eine oft beklagte Thatsache. 1 und ' unaufhörlich entwickelt sich unsere Eivilisation in die ser Richtung weiter. Vkan möchte manchmal beinahe' glauben, dar. wieder eine Zeit kommen werde, wie diejenige vor Beginn des Ackerbaus. , aber durch manche moderne Uebel noch wehr ver sch!iminert. und daß wieder der Dich tcr die 'Göttin Ceres ausrufen lassen könnte:Gaben wir ihm zum Besitze Nicht der Erde Götterschooß, llttd auf seluein KSttigssitze Schweift er elend, heimathtos?. . . . Daß der Mensch zum Menschen werde. Stift er einen e w g en B u n d Gläubig mit der fronimelr- Erde,. m;m,r;-f. vi.uitii niainiiu;iii - - Aber die Weltenuhr läßt sich nun kinmat nicht rückwärts drehen: höchstens gelangt,, ,die, Welt 'Mch bestündiges Fortschreiten nach dem Gesetz des Kreislaufe vielleicht wieder an ihren idylli scheu Anfang und , tritt in eine zweite, durch Erfahrung vervollkommnete Igendzcit ein. Muß denn der ewige Bund mit der rpe, gerade in einer veralteten Form weiterbestehen, welche so Viele veranlaßt, ihn zu brechen ? Ist das ländliche Leben keiner 1 anderen Reformen mehr fähiq, als der Verbesse

Sonne MUJ eine ctwa

niednaere Temperatur vesl.en. wöyrens

das

ruug MywlrlZzZchattttcher Gerüthe '( Und kann üicht das großstädtische Leben w redst noch eine Menge Reformen vertragen? 'r Äaner oder sein Sohn, welcher in die Stadt übersiedelt, weiß recht gut, warum. Geht es ihm schlecht, so ist er allerdings in mancher Beziehung übler dran. a!s auf dem Lande; geht es ihm abtt einigei maßen gut womit ei doch rechnet so hat er eine große An zahl Borth.'ile vor d.'m zuriickgedliebe ncn Ländler voraus. Er kann einen höheren Lebensgenuß Pflegen, das Herz der Weit sozusagen stärker schlagen bvrcn. stch niit Äiem besser auf dem Laufcid'n nhalten. Literatur mid Kunst in ungleich größerem Maße ge niesen, sei nc Arbeitskrast unmittelbarcr und financieZl lohnender (wenn auch ot weniger verläßlich) verwerthen, inchr Comiort und Unterhaltung auf Schritt und Tritt haben, manche Er

Zeugnisse, wie Cbzt und Gemüse sogar billiger, als aus dem Land bekommen , (nenn er leine verlorene Zeit mit in Veracht zieht) und in viel größerer Auswahl, nnd feinen Kindern eine weit bessere Ausbildung angedeihen liiiicn. Solche Gründe ziehen beim ... t?i .. , 1 1 : nc-.rn ir fiicni uiaiuiia uno rcrun"! i' a ' -T-,. lassen es nur zu leicht, das Lebrn zu sehcn und M Tod zu umarmen", wie sich Max Vorbau so gruselig übr die Fischt vom ande in die Städte aus spricht. Aber wehe, wenn dies schließlich dahin sichren soUle, das; dr Bunft mit du trde geradezu gelöst würde! ' 0'.0lvöhn!lch sorat die Natur ichon da für, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Immer schlimmer macht sich in den großen Städten Uebervölke rnng geltend, und in Verbindung mit ?ohnunsnoth und nnskcherem ü.'er? dienst; Lust und Licht sangen an. spär lich zu werden, das Wasser verschlechtert sich, und die Gesundheit wird von vie? len Seiten zugleich bedroht oder unter graben. Dabti hat die Erde noch im wer Raum genug für Alle, und die Flucht so Vieler aus den großstädti sehen Centren nach der Peripherie, d. q; nach den Vorstadgebieten und den Nachbarorten auf der Suche nach einem gesunderen, gemüthlicheren und billige reu Heim wobei moderne Berbesse rungen ihnen aus dem Fune folgen, ja ost ichon vorausgegangen pno deutet bereits die Aichiüng ail. in welcher der Genensa!'. zwischen Stadt und Land sich einst befriedigend lösen dürste, wenn auch nicht gerade buchstäblich nach dem Recept die.es oder jenes RcsormerN Vom Inland,. ie größte Ba u m wolle n ernte in den südlichen Staaten vor dem Nedellionskriege wurde im Jahre 1800 4,990,770 Ballen emqelMMfl. In 1871 wurden 4,352.317 Ballen producirt und im Jahre 1891 erreichte die Produktion 8.052.597 Ballen und 605,691 Ballen dieser Produktion mur den m südlichen Fabriken verarbeitet. Es hat dem Staate O h i o über $7,000 gekostet, den Mörder W-fl E. Elliott in EylumbuS des Mordes zu überführen, der Proceß gegen den MSr der Van Losn hat 85,161 und o:r gegen Patsu Elliott $3,025 gekostet, sö daß man die durchschnittlichen Kosten eines jeden Mordproccsses in Ohio auf S5.000 chätzcn kann. Ein neuer Casper Hau ser wurde kürzlich auf dem Hafcndamm in Toronto. Canada, an Händen und Ofiiseii qcfenelt. geknebelt und im be wußllosen Zustande gefunden. Der etwa zwanzigjährige Bursche war nur mit einem Nachtkittel, einem Paar Älriimpfen und chlas schuhen bekleidet. Polizist Ward nahm sich seiner an. be freite ihn von den Fesseln und brachte ihn zum Bewußtsem. Darauf erzählte ihm der lunge Man folgende Ge schichte: Er erinnere sich, in feiner Kind hcit in Reichthum nnd Ueberflaß gelebt zu habern Dann aber fei sein Vater aestorbcn und zwei M.inner. welche sich Martin nannten, hätten ihn als! dann weit hlnweggesührtundlnetn klei nes Zimmer gesperrt, in welchem er ,ahtt lang gefangen gehalten worden ei uud keinen anderen Menschen als die MartmS zu Gesicht bekommen habe. Als er herangewachsen war. sei er alle! Morgen in einen Raum gebracht wor den, wo er den ganzen Taz eine Kur bei habe drehen mimen ; dzs Trieb werk, zn welchem sie gehörte, habe sich in emcm anderen, ihm nicht zuqangU chen Raume befunden. Dieser Theil f einer Angaben witrde durch das schwie lge Aussehen feiner Hände bestätigt.! l Vor etwa vierzehn Tagen sei er in eine sargähnliche Kiste gelegt worden, deren Teckel seitaeschranbi wurde: durch eme kleine Oesfnung in demselben sei er yon den Martins qciuttert worden. Eines AbendS fei er chloroformirt worden; als er aus der Betäubung erwachte. habe er sich mit einem der Martins und vier Anderen in einem Boote befunden. Die Männer seien mit einander in Streit gerathen, wobei Martin zwei derselben getödtet und in tiefeZ Wasser geworfen habe. Darauf sei. er noch malö chloroformirt worden und wisse nicht, was seitdem, bis er auf den Ha fendamm gefunden wurde, geschehen und wie er dorthin gekommen sei. Der Bursche, der seinen Namen nicht kennt, alaubt. dak sein Vater in Enaland ae lebt habe, weiß aber nicht wo. Bei seiner Vernehmung durch den Polizei richter Denison wiederholte er genau dieselben Angaben, welche er dem Poli zisten Ward gemacht hatte und lieg sich darin, auch durch keine Kreuzfragen irre machen. Dem Director der Jrrenan statt, dem Gefangmß-Director und den Polizisten ist der junge, Mensch 'gärnL L fl f "'' " !.. lich unbekannt. . Die H e ? r e n h u tle r von BeZhlehem, Pa., feierten kürzlich das 150jährige Jubiläum de5 Bestehens der von -dem Grasen von Zinsendors ge gründeten Niederlassung der Mühri schon Brüder". Hunderte von aus wärtigm Gästen hatten sich zur Feier ekttgesnnden und die Stadt hatte em festliches , Gewand ungelegt. , Gouver neur Battison wohnte mit seinem Stäbe der Enthüllung von dreißig Ge denkläfeln undeinic;cnMönumenten kei; die lirchliche Feier' wurde vom Bischof I. Mortimcr geleitet. ; Der musikalische T beil war mit großer Sorgfalt vorbe reitet, ein großes Orchester wirkte mit

r.nd es gelangten mehrere uralte und nrkräftigcn Kirchenlieder, gesungen von 150 Stimmen, zum Vortrag. Einen ändern, bochinteressantcn Theil der Fe' r il)eten U anf hi tcri'c!,em iÄune ruhenden und eine (Seschichte der Kampfe um Gewissensfreiheit, ,-vclche die Herrenhuter zu bestehen hatten, enthaltenden Gcdächtnißredcn von Rev. Paul h: Schweiniß aus Na ;areth. eines directen Abkömmlings des Krnfen Zinzendorf, des Rev. EhaS. H. Zkaqle von Philadelphia und des Rev. phzs. Moenich von Litiz. Die eisten Anfänge der Brüdergemeinde von Beth lehem datiren in das Jahr 1740 zurück,

in welchem der erste Vlschos der Brü , öerkircke". David Ritchman. nach Pennsglvanien kam. Er kaufte da, wo jcht Vethkehom steht, zuerst 500 Acker Land I an. Im Jahre 1771 erhielt die neue j Niederlassung durch den Grafen Zinzen ' darf ihren Namen Bethlehem. .Neben , diesem entstanden bald die Filialen' d?r i Lrüdcraemeinde : Nazareth.Gnadenlhal. I CH'r'istiattsbrünN und Friedensthal. Im Jal re 1844 wurde, die HanptUiederlafm der mährischen Brüder Bethlehem, nach 103Zährigem Bestehen zum orouah erhoben. ' Von da an ent Wickelte sich Bttblebn. das auf beiden Usern der Lctba gelegen ist. sehr rasch. EZ zihlte schon lm Jahr I8oo dreizehn lirchen. worunter drei VrüderArchen. ie aUeste 'davon hatte damals schön 160') Mitglieder. Unter alleit Kirchen loareu zu jener Zeit nur 4 bis 5, in wetcheil nicht in deutscher Sprache gepredigt wurde. Einen r specifisch deut schen'Eharakter trägt besonders der alte" tadttdeil in dem Vaue seiner Hau ser. ' Bethlehem macht überhaupt' den Eindruck eitter deutschen ladt. Es besteht dort, eine ihrem Wesen nach deutsche Mädchen-Pcnsion unter der Leitung der mährischen Brüder", welche 83 Jahre alt ist und mehrere hundert Zöglinge aus au.n Tseile der Ber. Staaten zählt; eine Tagschule der Bethlehemer Brüderkirche mit vielen hundert ZSg tingen; ein theologisches Seminar der Arüderlirche,' das 1807 gegründet war den : ist. ' Auch befindet sich dort die Lehiah ilniveriity. die im Jahr !366 durch Richter Asa Parker gegründet und von diesem mit H5,000 beschenkt wurdet Die deutsche Sprache wird in Bethlehem noch von :phr Vielen mit groß.'?' Reinheit gesprachen ; auch zeichnet sich die tavt im Ailaemeinen durch ihre vortrefflichen' Schulen und allge meine Bildung und durch sorgfältige Pflege der Vciisil ans. Inder letzteren thut sich besonders die BethsehemerPhil harn-oalsche Gesellschaft hervor. Wahrend der Revolutionszeit hat sich das G-'neralhospital der amerikanisch: Ar mee zwei Mal m Bethlehem befunden und alle hervorragenden Männer der Revolutionsperiode haben zu einer oder der anderen Zeit in Bethlehem der ivcilt, wie Washington, Adanis, La fayette SteUben, Gates, Schuyler, Uno? und Andere.' Bethlehem hat sich auch nach und nach zu einem bedeuten den Fabrikorte entwickelt, wo man große Hüttenwerke üNd andere Etablissements findet. Eine bedeutende Industrie des Ortes ist die Fabrikation von Eisen bahn schienen. ' " . , i .in : .11 il , i hui l 1- ' 11 "" ' Vom Auslande. Der Sperialberichter statter d.'S Bureau Reuter ln Berlin hatte dieser Tage mit Miß Kate Mars den, der unlängst aus' Sibirien zurück gekehrten englischen Schwester "vom rothen Kreuz, eine Unterredung Über den Zustand der Aussähkränken in Rußland. ' Miß Marsden entwirft ?inen entsetzlichen Bericht von der Roth und dem Elend, in welchem diese um glücklichsten aller Menschen leben. Von der englischen Königin und der Priw zessin von Wales mit wirksamen Ein führungsbriefen ausgestattet, fand die kühne Reisende auf ihrer Fahrt bei den rufsichen Behörden das bereitwilligste Entgegenkommen, jede mögliche Unter stüßung und Erleichterung. Nach einer langen - und beschwerlichen, Schlitten reise traf 'Miß Marsden zur strengsten ,.W!nterjest N lrz" Iajuftt ein,, ivs'sie so fort' mit ' ihren ., Erhebungen Jegann 'deren Ergebniß sich kurz. 'wie folgt,' zu sammenfMen läßt: ? V.'SDe" AuSfaß ezu U.irtv ' UKrankhiZt "fit iimrn' CZeviet welches sich llbermehrere tausenh Werst erstreckt. Ez'gibi. keinerlei Anstalten oder' Vörkeruügen zür, Linderung der Noth der Leidenden.' Sobald der Aussah an' einer Person zum Ausbrüch gelangt. ' wird ,' das " un glückliche ' Opfer - in die Walder getrieben und darf nie mit der Menschheit wieder in Berührung treten. , Eine 'Zahl elender Hütten, welche den Rainen .Vöiirten itragen ' sind halb erbaut, halb äils der Erde ausgehöhlt worden, ein Obba'.Fst,t?eschendie. Ausjätzigen .fast ohne jede Kkidung . den Unbilden der Witterung, der starren Kälte eines sibirischen 'Winters , und der' tropischen Hiße des Sommers - preisgegeben find. Die ?1ourteki" liegen stets in den entferntcstcn, Theilen der Wälder. .Hün derte Werst von einander, - so daß eine amtliche Uebcrweifüng , gänzlich ausgcschlössen ist..'. Die einzige, Nahrung der Aussätzigen' besteht , in .der Rinde der Bäume und faulen Fischen, welch letz tere ihre Angehörigen von Zeit zu Zeit an . beftimniten , Stellen niederlegen. Viele sind blind,' Hiele wahnsinnig i und viele haben vollstalldig das menschliche Aussehen eingebüßt. 5 So unglaublich cs klingen mäg. 'so habm doch Einzelne sich in diesem elenden. Zustande, welcher den Namen Leben . kaum nochi verdient, langer.'" als zwanzig i.Jahre .'. hinge schleppt,'bis der , barmherzige Tod .sie von ; ihren Leiden , erlöste, i . Die laiserliche Familie und die hohen russischen Kreise nehmen! lebhaftes Interesse an den ' menschenfreundlichen Bestrebungen Miß MarSdens und haben ihr für ihr weiteres Wirken zum Besten der Aus fähigen jeden thnnlichen Beistands verrojjg i., nen Presse" aus Wiesbaden: .Unsere schöne Stadt ist bekanntlich nicht allein das besuchteste deutsche Bad, sondern es lassen sich auch viele Pensionäre, Rent. ner ie. zu dauerndem Aufenthalte hier nieder. Am stärksten sind unter den im Pensionszustande . befindlichen'. Hetten die Ofsiciere' vertrete.' Das Vok'Kut'. ttm erschienene Adreßbuch von WieZba

oen und Umgegend sur 1892102 enthält ein vesonderes Äerzeichniß' der ylcr lebenden Ofsiciere. Sanitätsosficiere. Militärbeamtcn zc., dem wir Folgen des entnehmen: Die Gefammtzahl dieser Herren beziffert sich aus 315 und vertheilt sich auf die einzelnen Chargen wie folgt: Es gibt 4 Generale der Infanterie bezw. Eavallerie. ' IG G.nerallieutenants. 1 General v. d. Armee, 28 General'Mayors, 1 Contre. Admiral. 49 Obersten. 38 Oberstlicutenants, 1 Corvcttcn'Capitan, 65 Mayors. 37 Hauptleute. 7 Rittmeister. 2 Eapitän-Licutenants, 22 Preinierlieutenants, 5 Ofsiciere ohne Angabe der Charge, ferner 1 Generalarzt. 4 Oberstabsarzte, 6 Stabsärzte, 5 wirk-

liche geheime Kriegsräthe. 1 Marines Zahlmeister. I Marme Rendant, 1 Marine-Conirolleur. 1 Marine.NcchnungZrath, 1 Ober-Lazareihinspector, 1 Oberstabsapothekcr. 4 Zahlmeister Und 1 Proviantmeister. Auf dem am. 13. Juni ir Weimar gefeierten Fest der Goethe Gesellschaft hat Professor v. Helmholz in einem Trinkspruch auch die modernt Literatur gestreift und die Meinung! ausgesprochen, daß Mder Jb'en no Tolstoi der Johannes sei, der uns den Messias der Zutunfts-Literatur ver, künden könne." Es heißt, daß dieser Toast nicht von Allen verstanden wor ! den sei. Das glauben wir gern. Wal es an sich schon merkwürdig, in der Versammlung einer orthodoxen Goethe Gemeinde, die ihre starren Dogmen in der Verehrung des Weimarer Literatur' GotteS hat, überhaupt von einem an deren Messias- und dem ihm voraus gehenden Johannes" zu reden, st mußte es auffallen, daß gerade Prof. v. Hklniholi) sich dazu berufen fühlte, den Ausfall gegen den norwegischen und russischen Dichter zu unternehmen. Allk Achtung vor dem großen Physike, Helmholy. seinen Gelehrtenruhm wirr ihm kein Vernünstiger streitig zu mache wagen, er ist in der wissenschüft' lichtn Welt gefestet. Aber eine Autori tat aus litecarischem Gebiet war Hcri von Heimholt) nie und wird es nie sein, trotz seines glänzenden Namens. El spielt hier die;dbe verfehlte Rolle, irelcht irgend ein g'.oßer Literarhistoriker spie len würde, der über ein ihm nur von? Hörensagen dekannteV wissenschaftliche-: Grundgesetz aburtheilen wollte. Schon die Heranziehung der Johannes-Pcr sönlichleit zur ironischen Abfertigung Ibsen's und Tolstoi's ist ein Grundirr. thitm. Beide sind hochbedeutsame LiteraturErfcheinung?n, welche auch du abfällige Meinung Heimholt nicht er kleinern kann, aber eine Johannes-Ra tur hat Keiner von Beiden, weder Jb sen noch Tolstoi ist eine Stimme in der Wüste", sie verweisen nicht auf et was, sondern wollen selbst etwas sein und sind auch etwas. Herr v. Helmholtz vermehrt die Reihe der großen Ge lehrten, welche sich verrennen", wenn sie auf die Literatur, zu sprechen kom men. So erging es du BoisReymond, als er vom Goethe'schen Gret chen sprach, und so dem scharfsinnigen Virchow selbst, als er GrimmelshauscnZ Simplicius" in Acht und Bann thun wollte. Eines schickt sich eben nicht für Alle. Man schreibt aus Lonoon, 15.. Juni: Der glänzende Sieg, welchen Emanuel Laster über seinen Gegner am Schachbrett I. H. Biack burue errungen, bestätigt von neuern die llcberiegknheit. welche Auslande, seit vierzig Jahren im Schachspiel den Engländern gegenüber bewiesen haben, trotz dem man sich hierzulande in sg hohem Grade für dieses Spiel interch sirt. 1840 50 hielt ein geborener Englander Staunton die Champion ship dcr Welt, 1851 jedoch errang sie Professor Anderfcu. Erst 1862 unter lag er dem Amerikaner Paul Murphy. Dann 1865 war es wieder ein Auslan. dir. wenn auch ein in England ansässig gewordener. Steinitz, welcher diesmal 20 Jahre,lang den Ehrenrang unter allen Schachspielern Englands wie der Welt behauptete. Er unterlag Dr. Zuckertort. Erst dieser mußte nun einmal einem Engländer weichen, I. H. Bkackburne. Ihm aber haben feit 1885 mit Erfolg viele den Rang strei tig gemacht, vor allen Günsberg und Stewitz. Keiner indessen hat ihm eine so völlige, überraschende Niederlage bei zubringen verstanden,, wie der erst 23 jährige Lusler. Mit größter Spannung erwartet man nun in Schacherei sen, ob Lasker, der feit einem Jahre in England seinen Wohnsitz genommen, in dem kommenden Schachturnier iv Dresden anch die Championship fi'ij Europa, welche Dr. Tarrafch hält, für sein neues Vaterland erringen wird. Der berühmte indisch Elefanteiijäger und Direktor der Ele-fanten-KH'ddas in Dacea, Sanderson. ist gestorben, als er gerade einen vier zigmonatlichen Urlaub antreten und nach England abreisen wollte. Obgleich nur 40 Jahre alt geworden, hat er doch mehr gcsährliche Jagdabenteuer in den indischen Dickichten erlebt, als irgend ein Anglo-Jndier unserer Zeit. San derson hatte noch nicht dasJttnglingsa! ter erreicht,- als epsefne.Heföhrliche Lausbähn begann. Den größten Theil des Jahres wohnte er mitten im Tick icht, wo , Meilen weit keine menschliche Wohnstätte zu finden war. Ein etazi ger Europäer theilte alle seine Entbehrungen mit ihin. Sanderson war ein bcdiirfnißloser Mensch. Gab ihm eine kleine Hütte Schutz vor Witterung, fo brauchte er nur noch etwas Pflanzen nahrung und eine gute verläßliche Flinte und er sehnte sich nach nichts wei ter. ,, AIs der verstorbene Herzog von Clarence auf feiner Reise nach Indien sich auf der Elcfantenjagd. nur eine halbe Meile weit von Sandersons Hütte befand, wurde er eingeladen, in das Lager des Prinzen zu kommen. Er lehnte es aber ab, sich der ungewohnten Umgebung anzupassen. Herr DrI HanS v. Bülon. )ii wieder eine seiner berühmten poli tisch angehauchten Con.'ertreden gehal ten. Auf dem zweiten , schwäbischen Musikfest in Augsburg hielte? folgende Ansprache: Meine Damen und Herren! ein Opfer war es von mir, wohl ober eine Freude und Ehre für mich, zn Jh

rem so sä'ön gelungenen Müstnen nacy Augsburg zu kommen und bei Ihnen in der Stadt, die unfeien größten

M..nn zu ihrem Ehrenbürger gemacht hat, die BiZmarck'Sinfonie dirigiren zu tönncn. Schon dies eine Wi,rt, das mein verehrter Freund Schlctterer mir bei unserem ersten Briefwechsel zurief, ist für mich entscheidend gewesen, und ich habe sofort nüt einem offenen und rückhaltlosen Ja. mit einem Qm sana pbnise geantwortet; sür Ihre Stadt Augsburg wird es alle Zeit ein unver gänglichcs Verdienst bleiben, dcki Für sten Bismarck stets richtig ernannt und gewürdigt zu haben, den Mann, bey ich uuier deu: Zischen der Reiäishaupt stad!lihiliste? geehrt habe. eiucm hiess gm Blatte las ich über ih? d)s trefflich.' und geistreiche Wort, das ihn alZ abgchanitcn Genius" bezeichnete, aber meine Herren, uns ist er nach wie vorder Genius unseres Volles und wir scheuen nicht, das öffentlich auszusplechcn. denn wir Deutsche fürchten, wie er selbst ge saat bat. nichts als Golt....Mn soll nicht den Schöpfer über die Schöpfung stellen. Fürst Bisinarck hat Nicht allein das Deutsche Reich geschaffen. Ich habe heute die Eeoka dirigirt und, wie ich glaube, ist es eine gute Auzsührung ge wcfen, aber das ist nicht mein Per dienst, sondern das aller Mitwirkenden. So hat auch Fürst Bismarck Mit arbeiter gehabt. Wer dem Teutschen Reiche die Spitze gab, war Ludwig lt.. Ihr unvergeßlicher großer.König. Die Hohenzollern haben das Reich gebaut. die Wittelsbachcr haben es durch ihre Kunstpflege geschmückt, sie sind das äl. teste deutsche' Jürstengeschlecht und ha. ben dem Deutschen Reiche die Waffe des Geistes und der Kultur verliehen. Dem erhabenen Hause Wittelsbach gelte mein Hoch!In d i e s en T a g e n l a n g t ein jnnger Mann aus Afrika in Mng deburg an, der in der Fremdenlegion gedient hatte und als Deserteur davon gekommen ist. Er ist. wie die Magdb. Ztg. berichtet, zweimal desertirt. Beim ersten Male wurde er, als Araber ver kleidet, gefaßt, beim zweiten Male ist er als spanischer Kolonist und versehen mit Geld und Paß glücklich nach Spa nicii und von da nach Italien entron nen. Er warnt wie auch wir dies schon zu wiederholten Malen in eindringlichster Weise gethan jeden jungen Mann und hauptsächlich Handwerksburschen, die Frankreich bereisen, sich von den deutschsprechenden Gendarmen zum Eintritt in die Fremdenle gion überreden zu lassen. Der Dienst und die Wüstenmärsche sind bedeutend schlimmer als Aehnliches bei uns, eben so die Strafen; die geringste Strafe ist gewöhnlich 15 Tage Arrest, wobei täa lich sechs Stunden auf einem besonders dazu eingerichteten Platz, der mit spitzen Skeinen bestreut ist. ererziert wird' Nach sechsmonatlichem Dienste werden die Mannschaften von Oran aus in Schiffen zu 1200 bis 1500 Mann nach Tonkin gesandt, wovon gewöhnlich nur 20 Prozent lebend, aber auch diese voll ständig fieberkrank, zurückkehren. Der Dienst in Tonlm ist fürchterlich, Mann fchaften in Abtheilung von 150 bis 200 Mann stark, bleiben 20 bis 30 Tag.' unterwegs, müssen täglich 3 bis o Mal durch übelriechende Gewässer bis an die Brnst marschiren und sind der Gefahr ausge'etzt, dabei von Krokodilen gkfres sen oder von Tigern und Piraten über fallen zu werden. Ein geschäftseisrigei Pariser Veerdigungsunternehmer hat, um seine Kundschast auszudehnen, ein Eircular an die Hausmeister verschickt, in welchem er sie ersucht, ihn, sobald nn Todesfall in dem von ihnen ver walteten Hause vorkommt, sofort zu benachrichtigen, und sichert ihnen sur diese Gefälligkeit, außer einem für alle Fälle gleichen Trinkgelde von 2 Francs, noch folgende, nach der Klasse des Be gräbnisses abgestufte Gratifikation zu: für em Beqräbmk I. Klaue (em sol ches bringt' dem Unternehmer über 1000 Francs ein) 200 Frcs., für eines 2. Klasse 100. 3. Kl. 50, 4. Kl. 30, 5. Kl. 20, 0. Kl. 12, 7. Kl. 8 und 8. K. 4 Frcs. Doch damit ist die Reihe der Verlockungen noch nicht erschöpft. Der Beerdlgunasunternehmer liefert auch Kranze, und wenn die trauernden amilien ihre Kränze bei ihm holen lassen, so erhält der Hausmeister wie derum 5 Prozent vom Preise ! (Mit Leichenkrönzen wird hier großer Luxus getrieben ; ein solcher Kranz kostet ost 100 und noch mehr Franken.) Wenn derHauZmelstcr einer gröberen Mlethskaserne das Glück hat, ln einem Mo nate zwei oder drei der seiner Fürsorge empfohlenen Hausbewohner begraben zu helfen, so kommen seine Einkünfte, falls die Leichen einer clwa ergiebigeren K lasst angehören, "denen eines Majors Ziemlich nahe. ?AtV. ZWerth einer Schachtel eine Guinea.' äL. m ii - i.ilri..ii.sLij. i.i ' n (Geschmacklos Wirksam.) Qci Migräne, Gestörter Verdauung, LeberkrankheZten und Frattenleiden. Berühmt in der ganzen Welt. Mit eiiur geschaN,s d tufliSUxt Sülle drrzogk. Verlangt Bckam'K und nekmt keine andm. Gemacht m St. Helena. England. 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