Indiana Tribüne, Volume 15, Number 287, Indianapolis, Marion County, 3 July 1892 — Page 5
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Es eue, FreT Noch einen Augenblick, bat Frau von Vruger. Sie könnte sich nicht satt sehen an d?m n?undkrben Spiel, zu elchem sich die Farben zusammenfanden. Dazu nar das Gewebe so fein, daß die Finger or dentkich eiue Lust emrfasden, sich an das' selbe schmiegen zu dürfen. Echtes oftindisches Gewebe-, erklärte der Kaufmann Sie finden in anz Wien kaum einige Stück von gleicher Güte des Stoffes und Anmuth des Mu sters. Derlei kommt selten zu uns nach Europa, da der Orient in seinen Harems ftlber eine Nachfrage groß zieht, welche viel bedeutender ist, als das Angebs?. Es ist nur ein glücklicher Zufnll, daß ich den Shawl auf Laer habe. Eine Dame unserer böchsten Aristokratie bat mich, ihr ein solches Gewebe zu verschaffen, und da sie eine sehr gute Kundin von mir war, gab ich mir die erdenklichste Mühe, sie zufrieden zu stellen. Meine Agenten in 'ennjnia uyd Konstantinoxek hatten den Austrag, das Geschmackvollste und Beste zu schassen, was nur auszutreiben sei. Zwischen Auftrag und Kauf ereignen sich jedoch manchmal Dinge, roelche kein Mensch vorher ahnt. Denn gerade als das Packet, welches den Shaml brin gen soll, in Wien eintrifft, höre ich. daß der Herr Gemahl meiner Auftrazeberin finanziell so stark mitgenommen sei, daß ich es für bedenklich halten muß, ihr einen verhältnismäßig hohen Kredit für die nächste Zeit zu gewähren.Was kostet der Shawl?" Zweitausend Gulden! FrkU von Bruger erstickte ein leifeS Seufzen. Sie zog die Finger von dem Stoff zurück, mit welchem sie bisher ge kost hatten, hüllte sich entschlossen in ihren Radmantel von tiefblauem Satin Damast und verließ das Gewölbe des Herrn Wer kenthin. Zweitausend Gulden für einen CHswI l Was ihm nur einfiel! Für ein Gewebe, welches knapp groß genug war. den Ausfchnitt in einem Ballkleide zu bedecken l Wenn der Preis nicht viel zn hoch ge grifsen lvar, verstand sie überhaupt nichts von den Fragen, roelche die Toilette be trafen. So dachte Frau von Vruger. Sie wollte damit nur den Wunsch tod tcn, welcher so machtig in ihr anat facht wr. Im Grunde mußte sie sich lagen, daß zweitausend Gulden für ein solches Meisterwerk der Webekunst nicht zu viel seien. Selbst wenn der Preis aber hoch gegriffen war, sollte. man nicht damit fr . .', N .ie Schönheit, wenn auch mit: .: .' 5!!enelGegenstSndell, niemals aui ' (f& .mtt "Summe tarnt und d.?. .1 uui i.:?mals zu theuer bezahlt kr- ' kanu. ' Wandlungen hatten die Gebäl: m Frau von Vruger schon durch l. cht. als sie einige wenige E bv-'l!' gegangen war. ich gestand sie sich unverhohl '. . iir .'kn Shswl unter allen Um: f vjfh würde, wenn sie die dazu .', jt:y .1! V Summe bejqße. 1 ;13 ob sie oder vielmehr ihr ' .x uf sinancieller Vkdrättgnjtz kejanöen ! krr von Vruger konnte über Summen verfügen, welche ein Anderer, iik baare klingende Münze umgesetzt.nicht so lercht zu Gesicht bekommt. Aber er führte die Sassenschlüssel stets selber, indem er van der Au ficht ausglug. daß eine Frau mit dem Gelde gerade so gut um zugehen wisse, wie ei Mann mit dem Strickstrumpf. Daz kam, baß Herr von Bruger geroisse volkswirthschafkliche und politische Ideen-, welchen er huldigte, hartnäckig auf Haushalt und Ehe übertrug. Er war Absolutist im enlschiedcnstrn Sinne des Wortes. Nicht als ob er sein hübsches kleines Weib rauh oder auch nur unlktbenswurdtg behandelte. Aber er duldete keinen Widersvruch und nicht den mindesten fremden Willen neben dem fernen. Vor Allem aber hatte er über die Vergnügungs- und Toilettebedürfnisse einer Frau geradezu spartanische Ansichten. Mit den Mitteln, welche dazu erforderlich waren, hielt er mit einer Sparsamkeit Haus, v:e mitunter gn Geii aremte. ssrau von Vruaer bev saß weder an Schmuck- noch Kleidungsuuaen meyr, aip geraox ncirocnsig war; in die Lage, mit einer guten Kreundin in dieser Hinsicht zu wetteifern oder eine kleme intime Freundin durch eine glttzernd DiamantiBroche, eine be sonders geschmackvolle Nobe zu überbieten, konnte sie darum überhaupt nicht kommeu. Frau von Vruger rergoß manche Thröne darüber. S hakte ihrem Gatttn so viel !n die Ehe gebrecht, daß sie wohl ein Recht darauf besaß, sich einmal eine Außerzersöhnlichkeit in solchem Punkte zu gestatten, llnd sie vermaß sich doch niemals, Herrn von Bruger auch nur kine Andeutung von Vorwnrf zu machen, wenn er sie die langen Klubabende hindurch mutterseelenallein ließ oder für seinen Msrflall Summen aus gab, welche er ihr für erwgkge Vedstrfisse gar nicht zugestandeu hatte. Alles in Allem, Herr von Bruger war eine Art Tyrann, , nur daß er seine kleine Frau nicht mit Thatfachen mißhandelte, sondern mit Grundsätzen; ein Despot in des Wortes nacktester Bedeutung, der stets nur a seine eigene Wohlfabrt dachte, ohne zu erwägen, daß ein junges, schönes Weib da Bedürfniß verspürt, den Reiz ihrer blendend weiß n Schul tern durch ein Halsband zu erhöhen oder den schlanken Wuchs mit einem kostbare Stoff zu bramen. Pas waren etwa die Gedanken, welche gratz ?ort Vruger beschastigten, indem sie sich nach Haufe begab. Die Einsamkeit, die hier herrschte, mußte dazu beitragen, diese Stimmung zu erhöhen. Sie war allein allein, wie gewöhnlich, wie beinahe stets! Herr oon Bruger hatte hinterlassen, daß mm mit dem Abendessen nicht aus ihn warten möge, da er? sich verpflichtet habe, eine'n Ä ortrag seines Freundes über die M,ß stände der Lzndwirkhschaft beizuwohnen. .Ich würde Dich mitgenommen, haben, wenn ich nicht fürchten müßte baß Du Dick langweilst schrieb er in dem Bill,t imi(heZi tte vorfand. : .Außerdem weiß ich. daß die Vorbereitungen zu der ' pLNdaWredsute. !Ke!Sel Du hoch
fs gern theil nehmen wiUjt, Drch vollauf beschäftigen. Da wird es Dir ganz gelegen kommen, wenn Du freie Zeit sinbest, Dich auf das Eingehendste mit Deiner Toilette zu beschäftigen." Das waren die Pbrafen, mit welchen er sie stets bgefpeift, eine der vielen orn'Znde, hinter welchen er sich so au
B'tft in verschanzen verstand, ,obad eö sich darum handelte, einen freien Abend zn aeniinnen : Die junae Frau nahm ein Buch zur Hand; aber sie ertappte sich bald genug tabei, daß sie die Buchstaben nrirnmdfr reihte, ohne den Sinn zu verstehen, wel ckrn sie ergaben. Sie ging um Viano, aber die Hände fuhren lnechaniich ülr bic Tasten, ohne nur die winzigste Mtloi'ie zusammen zu stukupern. lurmr defchastlgten jtch ihre Gedanken mit dem Shawt, welchen sie heute aeseden: er hatte sich wie ein Schleier zwischen die Buchstaben geschoben, als sie las, zwicyen die Noleu. als u spielte. Die junge Frau ging einige Mal im Gemach auf und nieoer. Sie brauchte einen ishawl l Ihre To'kette war nicht so reich ausa'stattet, daß sich auch nur der mindeste Ueb:rftug d rtn vorfand. Seit der Aussteuer, roel che sie bei ihrer Vermahlung von Hause bekommen, war kem Zuwachs htnzuge treten. Wegen eines jeden neuen $to stüms hatte ne ja einen kleinen Kamps m t ihremEattcn zu bestehen! K. u n daß er sich bereit gezeigt hatte, ihr zu der Opernhausredoute die nöthigen Geld Mittel zu bewilligen! Wenn sie ihm nun gar damit käme, ihr diesen Shawl zu rausen Die iunae Frau mochte nicht zu Ende denken. Sie sah schon im Geiste ihren gestrengen Herrn Gemahl, wie er, die weine Stirn gerunzelt und die Spit' zen des hübschen blonden Schnurrbarts Fi r t ' l . c sireicykino, vor sie rrar, um iyr ore rekannte Predigt über Sparsamkeit und Einfachkeit zu halten. Mtt Gemalt, mit Eigensinn, mit Schmollen und Thränen ließ sich, das rußte sie. gar nichts bei ihm erreichen. Vor Allem aber hatte er eine tiefe Abnei gung gegen Schuldenmachen. Davon wußte sie in ihrer, wenn auch noch fo ju t gen Ehe ein Lied zu singen. Sie hatte ' ein einziges Mal versucht, beim Juwelier die kleinen Lücken in ihrem Schmucköestände eigenmächtig zu ergänze, und die Rechnung dafür dem Herrn Gemahl zuschicken lassen, r bezahlte sie natürlich. wm man einmal auch dem größten Sünder verzeihen muß. Aber die Art und Weise, wie d.s geschah, die Straf predigten, welche sich daran schlössen, die Bevsrmundunaen, welche sie daraus zu erdulden hatte, verleideten der . ?gen e 4 m r s i-w r L 1; . i jjrau ylttiangilc? sie LUsr, oyne usttm- t mung des Gatten jemals einen Kauf zu wagen. Zu der Erregtheit, ,n welcher sie sich befand, gesellte sich noch ein fernerer Grund, diefelbd zu steigern. Es war fchon früher Morgen, als Herr von Bruger endlich helmkehrte. Er muute sich außerordcnklichunter halten haben ; sie sah es durch die hakbgeschlossenen Lwer setnem Gesicht an. welches keine Spur von der gnädige Strenge zeigte, die sonst dev Zügen ausgeprägt zu sein pflegte. Die iunge Frau grübelte darüber, ob ein landwirthfchafllicher Vortrag wohl bks in den frühen Morgen reichen und solche heitere Stimmung hinterlassen konnte, wie sie ihr Gatte ohne Zweifel mit nach Haufe gebracht hatte. Daran rnhtcn sich andere GedankenVermuthungen, welche schon öfter in ihrem Haupte aufgetaucht waren. S,e wies dieselben auch heute mi! aller Entschiedenheit zurück. Nein, nein! Ihr Gatte liebte sie. wie sie ihn ! Seine 'Eigenheiten mußte sie nun einmal mit in den Kauf nehmen. Er war der Mann, und sie hatte ihm zu gehorchen. lleberdieS liebte sie ihn auch viel zu sehr, als daß sie die Stirn be' säße, sich gegen seinen Willen auszulehnen. Wenn etwas von ihm zu erlangen war, fo konnte das auf gutem Wege, durch Nachgiebigkeit geschehen. DaS hatte sie js oft' gesehen, daß sie ach gerade davon überzeugt fein mußte. Allenfalls durste sie eine List zu Hilfe uebmen! Am nächsten Morgen zählte Frau von Bruger den Bestand ihrer Kasse. Es waren keine Schätze darin, jedoch ein Sparpfenmg. welcher sich ganz anfehnlieh ausnahm, die Frucht der Lehren, roelche sie yon ihrem Gatten zu hören bekommen und die sie, wie Alles, was er ihr sagte, gebührender Weise sich zu Her? zen genommen hatte. Sie steckte die Summe e!n und begab sich in das Gewölbe des Herrn Wer kerthin. yAh sagte diese? erfreut, Sie kom men gewiß wegen des Shamls. Allerdings! Er gefallt mir und ez ist meine Av licht, ihn zu kaufen. Pur handelt es sich um einige Maßnahmen bezüglich dieses Geschäfts ! Ich verfüge nämlich heute nicht über diese ganze Summe, mochte den Shawl aber auch nicht mein Eigenthum nennen, bevor er baar befahlt ist. Daran liegt mir um sg roemger, als ich ihn erst auf der Opernhausredoute zu tragen bcabsichtige, bis zu welcher, wie Sie wissen, noch ein voller Monat Zeit ist. Ich zahle Ihnen nun heute fünfhundert Gulden und dieselbe Summe noch dreimal an dem heutigen Wochentage. Jnzwlfchen kommt die Wiederkehr meine HschzeitstageS. welcher gerade auf daS Datum nach dem Redsutenabend fällt. Wie alljährlich wird mich mein Mann auch diesmal beschenken. Er pflegt mich um meine Wünsche nicht direct zu befragen, sonder er sieht eS gern, wenn er dieselben allmälkg aus meinen Worten herausliest. Ich meinerseits habe nun schon eine gewisse Gewandtheit darin erlangt,- daS anzudeuten, was ich gern besitzen mochte, Diesmal werde ich meinen Gatten einlach in Ihr EsWplbe schicken, als den Dct, wK nwn öm heften berathen ist und am preiLperkhesten einkauft. , Et4u pfehlen nun diesen Shswl, für welchen Sre natürlich nur noch die fehlenden fünfhundert Gulden verlangen dürfen. Ganz wohl rief Herr WerkenthZn begeistert, indem er sich vergnügt die Hände rieh. Eine ganz , vorzügliche Idee, auf welche Sie da gekommen sind ! - .Aber Sie müssen sehr vorsichtig zit Werke gehen! HeriTvon Bruger ist schwer zu überlisten. Am besten. Sie sage
nicht, daß mir an dem Shawl so vier liegt oder daß ich ihn überhaupt fchon ge, sehen habe!Verlassen Sie sich ganz auf mich, meine gnädige Frau! Sie sollen in jeder Hinsicht mit mir zufrieden sein ! Die Zeit bis zu der Opernhausredoute verlebte Frau von Bruger in steter Span-nn-r. Sie freute sich auf den Shawl mit ....er Naivetät, welche ihr gantz prach.ttg zu Gesicht stand. Jetzt machtest? das Sparen geradezu ein Vergnügen. Wo cs nur anging, erübrigte sie einige Gulden, so has; sie die Raten, welche Zahlung sie sich verpflichtet hatte, ohne die mindeste Unbequemlichkeit erlegen konnte. Dabei malle sie sich die Vorgänge auf der Akedonte aus. Welches Aufsehen der kostbare Shawl unter ihren Freundinnen erregen würde. Wie sollte man sie an staunen, wie bewundern! Im Triumph wollle sie ihn gewissermaßen tragen. Alle Wrlt mußte auch wissen, daß sie ihn als Geschenk von ihrem Mirnn erhalten hatte. Da würden doch endlich einmal die Klatschschmestern zum Schweigen kommen, welche wiederholt mit hämischer Anspielung gesagt hakten: Meine Liebe, Ihr Herr Gemahl scheint Sie denn doch ein wenig zu knapp zuhalten! Es kam der Tag, aber nicht der Shawl. Der Abend kam. Und wiederum war Frau von Bruger rstaunt. daß der Shaml noch nicht an sie gelangte. Sie stand schon in voller Toilette, ohne daß sie in den Besitz dep selben gekommen wäre. Sie hatte immer gehosft.daß ihr Gatte ihn überbringen oder Herr Wcrkenthin idn im Auftrage desselben schicken würde. Aber weder das Eine oder das Andere war eingetreten. Sie sann nach, ob sie vielleicht einen Fehler gemacht, als sie Herrn von Bru ger in das Gewölbe des Kaufmanns schickte. Aber sie war sich bewußt, mit der Vorsicht zu Werke geganzen zu sein, welche bei einer so heiklen Angelegenheit nöthig war. Sollte vielleicht Herr Werkenthm un, ehrlich gegen sie handeln? Sie besaß keine Quittungen in den Händen für die immerhin beträchtlichen Summen, welche sie ihm angezahlt hatte. Fieberhaft, nervös, schrieb sie ein Bittet an den Kaufmann, in welchem sie ihre Lage schilderte vb um sofortig Aufklärung bat. Sie erhielt umgehend d'e brieflich Antwort, in welcher dieser sich überaus wunderte, daß sie noch nicht im Besitz bei
lvhamls ser. Man habe ganz genau nach Verabredung gehandelt. Herr von Bruzer fei bereits gestern im Gewölbt gewesen und habe das Gewebe ohne Widerrede erstanden, nachdem er auf das selbe aufmerkfam geworden, zufammen mit ferneren Toilettegegenstanden, mit enen er gleichfalls seine kleine Frau ieschenken wollte. Frau von Bruger gewann einen Theil fer Ruhe zurück. Sie sagte sich, daß sie lfo den Shaw! tm nächsten. Tage erhalten werde, aus velchen im Grunde erst dieWiederkehrdeSt enigen ihrer Hochzeit siel. Ihr Gatte konnte bei seiner Unkenntniß in Sachen les KostumS unmöglich ahnen, wie gern ie das Gewebe schon heute besessen. Aber hrerseits durste sie es gleichwohl nicht 'ordern oder nur die leiseste Anspielung Nachen, da er sonst bestimmt merken vürde, daß ein Einverständniß zwischen hr und dem Kaufmann bestanden habe. An Herrn von Vruger nahm sie nicht ie mindeste Veränderung wahr. Er war wfmerksam, höflich und ein wenig kühl, vie sie ihn eigentlich während der ganzen jeit ihrer Ehe kannte. .Es ist fchon die höchste Zeit, mein Nebe!" Er nahm das Bouquet von mattaelben Kosen, welches er ihr besorgt, reichte ihr n Arm und führte sie an den Wagen. Eine Viertelstunde spater befand sich !e junge Frau auf der Nedoute. Schön, wie sie war, von schlankem, salb kindisch kjungfräulichem Wuchs unj icher in jedem TanzpaS, sah sie sich balil tmworben. Dazu kam, daß sie genug gekannte ihres Gatten antraf, um nicht iner etwaigen Verlegenheit an Tänzer tuszescyt zu fein. Sie hatte eben eine Walzer beendet, ,ls sie, wie vom Schlage getroffen, zui ommenfuhr. .Was ist Ihnen, meine gnädig, ra? fragte der Baron von Skota. vklcher sich gerade neben ihr aufhielt. Nichts! Ich glaube, wir haben z? ange getanzt ! Kennen Sie die Damt tort, tvklche eben zum Platz gesühr! vird?Allerdings Z Es ist eine junge Tän Lrin vom Theater an der Wien! Uebr! tenö eine Schönheit ersten Ranges, selche bekannt ist durch die Ereberuw zen, die sie macht..Ich danke Ihnen ! Vielleicht sen. n Sie mir meinen Gatten einmal her. Der Baron empfahl sich. .Du wünschest, meine Liebe 1 fragt Herr von Bruger, indem er hinzutrat. Sie nahm seine Hand mit den Spitze hrrr weißen, schlanken Finger un ührte ihn ein wenig abseits von de? anzenden Paaren. Nur eir.e einzige Frage, bevor ich len Saal und Sie für immer ver sse. - . Er sah sie erstaunt an, els ob ste irre, preche. Wollen Sie mir vielleicht sagen, ni, lkne Dame zu dem Shaml kommt, wel hen sie eben letzt so kokett um ihre iloßten Schultern schlingt ' Herr von Vruger ward bleich. Ver egen stammelte er einige Worte, weicht eine junge Frau aber nicht vernahm, da ie inzwischen bereits den, Raum vr 'assen hatte. " - . Die OpernhauSredoute verlief so glän send, wie ein Jeder erwartet hatte. I, ten Kreisen per Damen, wo man sich mit ,en Toiletten nachhaltig beschäftigt, er träte besonders ein Shawl qerecht.es Aut "ehcn, welchen Fräulein Razetoss, dl
tllerliebste, ausgelassene Täuzerin des Theaters an der. Wien, getrageu, ' ' Sonst erzählte man sich y?ch dag Frau von Bruger, ?on plötzlichem Un : oohlsein befallen, hinweageeilt sei HuckttMWoC,5iWn -'4 - ''W'!
e da? stetS seil hatt - sie khm das Nicht nnmal oritgetheilt, eil sie ihn, der ei o großer Freund des TanzcS uud det Geselligkeit, in seinem Vergnügen nicht Koren wollte. Aber war nicht z 'alten gewesen unh ihr, wie von Wahn Zinn erfaßt, sofort nachgeeilt. Glückliherweise hatte daS Unwohlsein der Fras xon Bruger keine ernstlichen Folgen, löährend einiger Tage, an welchen sie )!iemanden empsing, mußte sie freilich as Zimmer hüten, um dann aber blü jender und in Schönheit und Munterkeit prangender als je zuvor, zu erscheinen. Vlil Herrn von Bruger jedoch ging wäh kend dieser Zeit eine Veränderung vor. welche kein Mensch für möglich gehalten jatte. Senst stets im Club, ohne jeden Sinn für Häuslichkeit, fcheint er wah rend des Unwo lseins feiner Frau die Annehmlichkeiten eines tränten Heims trst eigentlich kennen gelernt zn haben. Seine Gattin aber überschüttet er mij iüebenswttrdigkeiten, wie wenn er eben kn die Flirterwochen gelangt sei. Ei steht nicht von ihrer Seite, er liest ihr du Wünsche von den Augen. Erst neulich schenkte er ihr einen Shawl nach de Lorbilde desjenigen, welchen du kleim Ziazetoss auf der Opernhausredoute ge, tragen; nur daß er denjenigen, welche Frau vön Bruger von ihrem Gatten er kalten hat. weder an Geschmack der Far benzufammenstellung, och an Feinhei' HZ Gewebes erreicht. Die schneidige Wittwe.
Wir faßen im Schatten des Sta. tionsgebäudes plaudert ein Corre. fpouvent aus einem ländlichen New Borker County und warteten auf den nächsten Zug. Ein mit zwei Och' fen bespanntes Fuhrwert kam daher, gelenkt von einer etwa 50jährigen. bar süßigm Frau, die einen Mannshul trug. Es war eine Lust zü sehen, mit die Frau mit den Ochsen umzuspringen verstand. Gerade als sie abgestiegen war. und auf uns zuging, um den StationZagmten nach einem Salzfaß zu fragen, machte ein junger, vorwitzige, Weinreisender die ziemlich laute Bemer kung: Jch Hab's stets gesagt, wenn ich je heirathen sollte, würde ich eine Frau heirathen, welche Ochsen treiben kann." War das auf mich gemünzt?fragte die Ochfmtreiberin, während sie sich kerzengerade, die Arme in die Seite gestemmt, vor dem Weinreisenden aufPflanzte. .Sind Siedenn Wittwe, Madame?fragte dieser. Jawohl, seit vor neun Jahren ein Sägebock über Jim gefallen ist. Und würden gelegentlich wieder heirathen?.Jawohl. Jim hat mir selber ge sagt, als er im Sterben lag, ich'solltk wieder Einen nehmen, wenn ich Staat mit ihm machen könnte." Hm, könnten Sie einen zweiten Gatten lieben?- ' .Jawohl, das geht durch unserk ganze Familie; wir Zangen früh an und fahren fort bis zum Grabe. Fop. pen ist meine Art nicht. Nun. wai haben Sie zu sagen? Heraus damit' ' Ich ich", stammelte der jung, Mann, ..habe jetzt nicht vor, zu heira. then. Ich habe nur aus Aeugierde ge. fragt. .So? Den Teufel auch! Sie haben einen Antrag gestellt, und ich habe am genommen. Wir sind verlobt. Neu gierde? Die Jury unseres Eounty's wird die Geschichte anders ansehen. Tran glauben oder Schadenersatz' Sie dürfen nicht weg. ehe die Sache er. ledigt ist." Der Weinreifende blickt in die Gesich. ter der umstehenden Menschengruppe, und cs wurde ihm auf einmal schwül zu Muth. Keine Ausflucht zog mehr. Endlich fragte er kleinlaut: Wie viel?" .Na, ich will's gnädig machen", war die Antwort. Saginaw-Salz kostet H Dollars das Faß. Zwei Fässer bringen meine Ochsen heim. Sagen wir rund zwei Dollars. (Er zahlt unter allgemeiner Heiterkeit.) Wenn Sie aber wieder hierher kommen, hüten Sie Ihre Zunge besser! Der gewöhnliche Tarif ist drei Fässer Salz und ein Pfund Thee. t4tt''S Pini 1 Werth einerSchachtel eine Guinea. I 9 oüeM tiy r uitu vyuu ü , . ' 0 Frische die Leier aus. Heilen Migräne, Frauenleiden, Entfernen Krankheit und Fordern gute Gesundheit. Mltelner geschmacklosen und aus.I lösbaren kie uoerzogen. , Berühmt in der ganze Welt. ! ! Verlangt Beecham's und nehmt!! keine anderu. Bei silenApothekenu Prei SZe. die Schachtel. ' New Dort Depotk 865 anal Str. , WWfIHW I fr Die H. UEBER. C01IP. Bilder, Nahmen, Spiegel, Maler. .Zeichner, Architekten. Photographen Materialien für 5t nn st -Handl ung. h Süd 1ÄiHfln Sfe Mtt erkaufn: BouplZpe in ilderhardt' Neid Ttre Addition zu billigen Preiien und annehmbaren Zahlungen. Üed Lot ist 40 Fu breit bei VM Hu Vange. iicite iraßen wö AlievS mit Siteiung von V!aturgaS ; krr Aduaskanal an drr Rcidstrene: die einsäen 'okS von dieser Breite iistiia, von der idstratze. tn der Mitte von vro,perr uns ngui o venue Ttrajzcndahnen.. ferner tW M und 18 Biare Str.: Preis kiM bringt enre pro Jahr. IM sxu jxront a n der K. S t tm fee, 1 1) e i I a &u Tiefe an der Carterstre, ein lk östlich von der MtNl!lppttras ns cikitrlMicn trakcn bahn.' mit V'SirzaS au der 2.. straße: billig, muh verkaUN werden. Ticiclbe Car drinqt ie Säufer von ! diejem 'drUlgen Grundstück i i ße fchwind zur Stadt ats wenn er an dr t. nd Vttsstsstppiör. wohnten V , ' ''s ;i:'''ffBft-rtier:: Oft Wtow 6ötr. -"f - 7Bad"DenkewalterM" bei Svencer. Ind., ' Wildbad, Sncipp'sche Was serheilanftatt. Lustkur ort, :c.. wird idendeu bestens ernysghle, Preise mähi ,da
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cröicfw llns yaoen nn,re Zvcaoazcn" lyr oen WonuiZ gegeben, dieser FAIRBANKSCHEN Seife ; drum Zoch soll sie leben! Suß duften die Kleider, hell glänzet das Linnen, DaS Haus schaut so freundlich von außen und innen; Das Alles so rein, so hell und so sauber: , Durch Santa Claus Seife gelang es ohn' Zauber. 0CtCmnBm aco chic,co.
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