Indiana Tribüne, Volume 15, Number 287, Indianapolis, Marion County, 3 July 1892 — Page 4
i
iW:0MMl!Smk lü. : v .. ;; -i .Mi i t il! y ?M!tM'Si :II:Sä!:iliif6f;;fi am MW bmtm -.
I iÄ::3f';:' g;-1 -;
t
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntngs.
TietägliSe.TriSänk" kostet durch den Träger 12 Genus per Woche, die SonntaeJ'TrtbSne- L Senil per Wore. Beide zussmWe l5Ccnts der 33 CetS per Monat. Per Post zuzefchickt w Vor. isdezah!s per Jahr. Ossice: 130 Ost Maryland Strasze. JndranapoliS, Ind., 7.. Juli 1692. xtt Ernährung. S 0 Tx. VZ WNZl. . , tm, Mechanisch geht die Athmung badurck vor sich, daß wir unsern Brustkasten er, rreitern und verengk, ähnkich wie eis Blasebalg traf und zugemacht wird, nur, daß wir nicht, wie bei einem Blasebalg, an einen einzigen hohlen Raum denker dürfen, sondern hier sind es zwei schwam, rnige, rnit einer Röhre verbundene Or, gane, welche in der rechten und linke? Seite der Brusthöhle liegen und Lunge genannt werden. Durch das Erweiter? und Zusammenziehen der Brust wird ab auch das Blut des 5körpers eingezogen und nach anderer Richtung wieder hin ausgedrückt, also in Cirkulation versetzt, wobei das Herz eine pumpcnartige Thä ligkeit enthaltet, bald wie eine Saug-, bald wie eine Druckpumpe wirkend. So mit hat der Athmungsproceß noch cim zweite Aufgabe zu erfüllen, denn er ist d?r Motor, der die Blutbewegung mit hervorbringt und dadurch erst das Blu! in den Stand setzt, feine Aufgabe ;u et füllen, d. h., wie vorher beschrieben, überall hinzudringen und sowohl an alle Theilen unseres Körpers die guten Bc, standtheile, die eö mit sich führt, abzm sehen, als auch alle Gewcbfchlacken abzu holen und mit fortzuführen. Durch freiwilliges, tiefes EinAuSathmen können wir also willkllrlich nicht nur den Athmungsprocetz, sonder dadurch auch die Blutcirkulation fördern und damit sehr wesentlich und vertheil, haft auf den Stoffwechsel, bezw. auf du Ernährung unsnes Körpers überhaupt einwirken, ein Umstand, auf den bei vie Im Rekonvalescenten und besonders bei der Erziehung der Kinder, deren Orga, nismuI uoch in der Entwickelung be griffen ist, noch immer nicht Sorgfull genug verwendet wird. Dieser Umstand ist um so wichtiger, all die bei Beginn des Lebens sofort mit Luft gefüllten Lungen, so lange das Leben dauert, niemals wcder ganz leer davon werden, wodurch ein Theil der in unserem Körper gebildeten Kohlensaure in dcnfel den zurückbleibt, und diese zurückblei, bende Kohlensaurcmcnge wird um so grö ter fein, je flacher wir athmen. In 2i Stunden athmet der Organismus eine! Erwachsenen ca. 867 Gramm Kohlen, sä.rre aus und ca. 746 Gramm Sauer stoff ein; da aber, wie vorher bereits er wähnt, dem Gewichte nach in 100 Ther len Luft nur 23 Theile Sauerstoff vor. banden sind, so betragt die eingeathmett juftmenge rund 3250 Gramm. Aug dieser Menge ist ersichtlich, wie nothwen dig es ist, unsere Wohnräume mit gute? Luft zu versehen, und wie werthooll eine Ventilation derselben überall dort ist, w z. 33. durch Ansammlung Zieler Menschen so große Luftmengen, als verbraucht werden, nicht von selbst in die betreffen, den Raume dringen. Noch schwerwie, gender ist dieser Umstand für gemisst Ärbeitsräume, in welchen durch Erzeui gung von schädlichen Gasen und Staub die Luft für die Athmung verdorben wird. Diese Betrachtungen üb die Athmung können nicht geschlossen werden, ohne die sog. Hautathmung oder .Perspiration" zu erwähnen. Wie die Lunge, so nimmt aucldie Haut Sauerstoff aus der at mosxhärischen Luft auf und giebt Kohlen, fäure und Wasjerdmps an dieselbe ab; T , f .. r - -m M dieser Gaswechsel ist aber von sehr aerin-. ger Bedeutung, weil er gegen denjenigen der Lungen nur. sehr klein ist. Die Koh-lensaure-Ausdünstun der Haut eines Erwachsenen betrügt rn 24 Stunden nur A 0 Gramm ; al)o ist dies nur der hun ö?rtste bis dreihundertste Theil derjenigen der Lungen. ' . Anders verhält es sich mit der Abgabe von Wasserdampf der Haut, mit welcher der Schweiß vollständig identisch ist, da sich der Schweig dann bildet, wenn die Haut so viel Waffer abgiebt, datz.es nicht mehr verdunsten kann. Die AthmungSorgane der Haut sind die Poren, es ist daher von der allergrößten Wichtigkeit, durch fleißiges Waschen und Baden die Poren stets rein und offenzuhalten. Da !s sich hierbei nicht nur um die Hautfiäs che am Gesicht und den Händen handelt, sondern um diejenige des ganzen Körpers, is ist ein regelmSßrges Baden in gewissen Zeitabschnitten durchaus geboten, und es muß entschieden als ein Äißstand bezeich aet werden, daß die minder gut situirten Classen, aus Mangel an Zeit und Geld, gewöhnlich seltener baden, als die besser, sttuirten, denn gerade die ersteren rufen in Folge ihrer körperlich anstrengenden Thätigkeit eine viel größere Hautausdünstung hervor und müssen daher um so sorgfältiger auf die Reinhaltung der Psren achten. Aus diesem Grunde ist es mit Freuden zu begrüßen, daß nicht nur die Verwaltung der größeren Städte von Jahr zu Jahr mehr für billige Volksbader sorgt, fondern auch bereits Großindustri:lle in menschenfreundlicher Weise auf ih, ren EtaSlissements Bäder für ihre Arbei, ter einrichten. Es wurde vorher erwähnt, daß das Blut alle jene Bestandtheile in flüssiger' Form enthalt, aus welchen unser Korper .usammengefetzt ist, und sehr bezeichnend ist daher das Blut flüssiger menschlicher Korper" genannt worden. Wie werden lbcr die in ihrer Zusammensetzung so ?ertH!edenen Nahrungsmittel in jene, srnfern Körper ergänzende Stoffe - umge? Vandelt uns in eine flüssige, zur Auf: aahme geeignete Form gebracht ? T iese Aufgabe lost eine Thätigkeit unseres Körpers, wele wir Verdauung nennen. Auch zu dieser Thätigkeit, wie yt jeder nderen, bebarf unser Korper einer ge, wissen Änstrenauna. und je weniger von dieser Anstrengung ein Nahrungsmittel Zirlanst. um verdaut vx werden, desto 1
telchic? verdaulich nennen wir 'es, roä cend schwer verdauliche Stoffe mehr von dieser Anstrengung erfordern. Hieraus ergiebt sia schon von selbst, daß unversauliche Stoffe zu genießen, nicht nur TUs dem Grunde unrationell ist, weil der Körper sie nicht aufnimmt und sie unaus genutzt wieder abgiebt, sondern auch da mm, weil sie dem Körper, der ja immerhin den Versuch macht, sie zu verdauen, eine unnütze und zwecklose Thätigkeit aufbürden. Somit kommt es bei der Prüfung eines Nahrungsmittels auf seinen Nahrwerth nicht nur darauf an, zu untersuchen ; ob und wie viel Näbrstosse dasselbe enthält, sondern ebenso wichtig ist eö, die Verdaulichkeit derselben zu bcrücksichtigen. Die Nahrungsstoffe in Heu und ötroh z. B. sind durchaus nicht unbebeutend, aber von Hüllen umgeben, clche wohl der VerdäuungSapparat der Pflanzenfresser auftulofen vermag, aber nicht derjenige des Menschen, für welchen also Heu und Stroh trotz ihreS hohen Werthes an Nahrungsstofsen niemals Nahrungsmittel sein können. Noch viel bezeichnender dafür dürfte folgendes Beispiel sein. Der Nährwerth des Mehles der Hülsen fruchte ist bekannt, und unbestritten ist die Ansicht, daß die stickstoffreichsten und somit für die Ernährung merihvollsten Bestandtheile des Kornes sich so dicht unter der Schale desselben befinden, daß sie be!
der Bereitung des Mehles dadurch oerZoren gehen, weil sie in der Kleie bleu den Diese Erfahrung veranlaßte, die 5Ne!e bei der Bereitung des Brodes mit zu verbacken, rief alsa die Herstellung des sogenannten Klciebrotes hervor, welches von manchen Seiten nsch heute für sehr nahrhaft gehalten wird, weil es jene stick, stosfreichen Äestandtheile mehr enthält, als das gewöhnliche Weißbrod. Die Aus nützungsversuche nun haben aber erge, unser Nerdauuna5a?w7rat nicöt lm Stande ist, diese an und sur stch 9 werthoollen, aber von Hüllen umgebenen Nährstoffe zu verdauen, ähnlich, wie es von Heu und Stroh vorher erwähnt wurde, und unausgenützt verlassen sie wieder unseren Körper. Sie haben diesem also nicht nur keinen Dienst geleistet, sondern ihn noch unnothig angestrengt und die auf sie zwecklos verwendeten Verdauungs fäfte der Verdauung anderer Nahrungs Mittel entzogen. Ein solches Kleiebrod ist daher, trotz des hohen Nährwerthes, den es theoretisch hat, nicht zu empfehlen. Aehnlkch wie diese unverdaulichen Nahrungsmittel verhalten sich von den vcrbaulichen diejenigen, welche zuviel ge, nommen werden ; auch sie verlassen den Körper unverdaut und beanspruchen auf dem Wege durch denselben eine Arbeit von ihm. Es muß also bei einer ratio, nellen Ernährung auch darauf geachtet werden, daß bei der Zuführung selbst der besten Nahrungsmittel jedes Zuviel" vermieden wird. Andererseits giebt es aber auch HilsZI Mittel, die Verdauuna zu unterstützen und den einzelnen Organismus zu befähigcn, eine möglichst große Menge guter Nahrungsmittel zu verdauen; solche Hilfsmittel sind dieZubereitung der Spei, sen, die Abwechslung in der Auswahl der Speisen und die Genußmittel. Die wesentlichsien Nahrungsstoffe selbst theilen wir in drei Gruppen, in Eiweißltoffe, Kohlenhydrate und Fette, ein. Die Ei weißstofse sind stickstoffhaltig und haben ihren Namen von dem Hühnereiweiß erhalten, in welchem sie in ausgesprochenster Form enthalten sind ; die Kohlenhy? brate sind stickstofffreie, nur aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff in ihnen gerade in dem Verhältniß enthalten, wie He sich im Wasser finden, d. h. 2: 1, was ju der Bezeichnung Kohlenhydrate VerZulassung gegeben hat. Außerdem sind aoch Wasser und gewisse Salze als NahmngHstosse zu nennen. Würden wir nun diese Nahrungsstoffe in einem für denAusbau unfcres Körpers eigneten Verhältnisse zu uns nehmen, so würden wir uns damit doch nicht erähren können, weil wir dieselben, von äußersten Nothfällen abgesehen, mit einem vidrigen. an Ekel grenzenden Gefühl zurückweifen würden. Diefen Uebelstand eben wir dadurch auf, daß wir diefe Nahrungsstoffe in Form gewisser Geenge, d. h. als Nahrungsmittel zu uns hmen, ferner durch die Zubereitung der vpeiscn und wir fördern die Verdauung ioch erheblich durch Zusatz von Genußnitteln, z. A. von Gewürzen, während ne Abwechslung in der Auswahl der Zpeisen dafür sorgt, daß uns selbst die :'o hergerichteten "Speisen nicht mit der Zeit zuwider werden. Aus dem Vorstehenden ergibt sich die Erklärung für die Begriffe Nabmngsstoffe, Nahrungsmittel und Spelen von selbst. Alles, was im Stande st, den Organaufbau oder Spannkräfte m Körper zu erzeugen, sind Nahmngs'toffe, z. B. Eiweiß sto sie, Kohlhydrate ms Fette ; ihre für die Ernährung geugnete Zusammenstellung in gewissen K'cmcngen denfcnlben sind die Nahrungsnittel z. B. Milch, Fleisch u. f. w.,und 'eren geeignete Zubereitung nennen wir peifen. Die Genußmittel, z. B. Gevürze, alkoholische Getränke, Kaffee u. k. w. sind nicht im Stande, uns direkt zu rnährcn, denn sie haben oft gar keinen, der nur einen sehr geringen Nährwerth ; rotzdem sind sie keine Lurusartikel, und hre Bedeutung für die Ernährung ist ,ne so hohe, daß sie bis zu einer gewisen Grenze durchaus unerläßlich sind. Lir theilen sie ein in eigentliche Genuß nittel, M , denen z. B. Kaffee, Thee, Min, Vier. Branntwein und Tabak geören, und in die Gewürze, wie Köchsalz, Vfeffer zc. Hierher gehören aber auch inigc erst bei der Zubemtun von Speien erzmgte.Ktop .bleHleHfalls den SeschmaßMin'MrkerttWilfe zu errezen vermögen wie j. B. dli .Kruste des öratens, die Rinde des Orchess und des luchens. ' " , , In der Werkftstt ver Natur. ildn auZ dr atki2.Gbirzka v T3. Sunbtach. Der CauierSkill .Wasser : " -v fall. . ' ' Bevor das Publikum für seine Dübm gebildet ist, dürfte wohl schwerlich die Buhne ihr Publikum bilden Es war kein Geringerer als Schiller, welcher diesen Satz vor mehr als hundert Iabren nledersckriei. und wenn eö uns
auch bebünkt, daß er nicht ganz" reckt hatte, so wolle wk darum heute nicht streiten mit Denen, welche ans feine: Seite stehen. Schiller's Worten wollen wir vielmehr einen Satz zur Seite stel len, der mit gleichem Recht lauten konnte: Bevor das Publikum für die Bühne der Natur gebildet ist, dürste wohl schwerlich diese Bühne ihr Publikum bilden." Ebenso wie Schiller aus der Thatsache, daß das Publikum im Theater sitzt, um die Zeit todtzufchlagen, um den schlanken Wuchs und die netten Füßchen der Schauspielerinnen zu bewundern und um seine Toilette zu zeigen was ja alles noch heute zutrifft , seinen obigen Schluß zieht, ebenso könnten auch wir darüber klagen, daß das Publikum die mit Naturschönheiten gesegneten Gegenden besucht, um ganz andere Dinge zu treiben, als sich an Itn Schönheiten der Natur zu erbauen und zu bilden. Ma chen wir nur eine Reise nach den Cakökill: Gebirgen, so können mir alle die von Schiller beklagten menschlichen Schwächen dort finden. Aber ebenso wie trotz all dieser Schwächen die Bühne seit Schiller einen großen Einfluß auf die Volksbildung ausgeübt hat, so übt auch im Großen und Allgemeinen die Schaubühne der Natur einen vortheilhaften Einfluß aus die Bildung der Menschen aus. Es ist unzweifelhaft, daß die Bühne als Bildungsanstalt mehr leisten würde, wenn die auf derselben dargestellten Handlungen und Charaktere jeden Zuschauer zum Nachdenken über sich selbst und seine Handlungsweise veranlassen würden ; aber so schnell geht es nicht mit der fortschreitenden Entwicklung der Menschheit, und darum auch trösten wir uns, wenn wir bei dem Anblick großer Naturgebilde nicht jeden Menschen über seine Kleinheit ihnen gegenüber seuszcn hören, ode? wenn sie nicht stolz sich auf, richten in dem erwachenden Bewußtsein ihrer Öiröße, welche sie in ihrer Theil, habcrschaft an der unendlich großen Na-
lur errennen. ouen wir aver, vag der Anblick der Naturbauwerkeden Menschm bilden und seine Kenntniß von den Naturkräfte bereichern soll, so dürfen wir es uns nicht verdrießen' lassen, unferem Publikum die Einzelhelteii der Naturoorgänge wieder und wieder zn erkläi fv ' t . ren. Darum wollen wir mit den vielen Besuchern der Catskills und auch mit den Naturfreunden, welche noch nicht bort gewesen sind, ein paar Viertel stünsen verplaudern, um uns über die Sehenswürdigkeiten selbst, sowie über die Kräfte, welche dieselben dort geschaffen haben, zu unterhalten. Da steigen nnr zunachtt hinab rn die Schluchz in welche der CauterSkill WasZerfall sich ergtelZt. Aus beträchtU cher Höhe sehen wir, einem silbernen Streifen gleich, ein Wässerchen von einem herüberhängenden Felsen herabfließen, und zwar weit genug von der Felswand entkernt, daß man dahinter stehen kann, ohne von dem feuchten Staube benetzt zu werden. Diese Felswand bildet eine halbrunde Grotte, welche Aehnlichkeit bat mit der Ruine eines aroßen Dome. ie nocy zwei uverernanoer zregenoe lerien enthält. Aber kein erdgeborener Kunstler hat noch je einen Dom von die ser Größe zu Stande gebracht, und stau end stehen wir da vor dem Werke deS qroßen, ewia schaffenden BaumelsterS Da sind keine getünchten Wände mit schönen Wandgemälden; aber Tannen und Birken wachsen aus den Spaltendes großen Tempels hervor, und die wildzerrissenen Felswände schmückt ein saftiggrüner Pflanzenwuchs, dessen Farben, pracht durch einen bunten Blumenflor erhöht wird. Den Beden dieies malestätischcu Tempels hrt die Natur mit mif ii beieat, mcht 10 alatt und eben. wie es die Menschen thun, sondern in wildromantischer Schönheit hat sie die Blocke dort umyeraettreut. Und von da unten überblicken wir den öatnrtettkpel in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit. Der aul der Höhe herab .allende Cilberstreisen fallt zunächst auf die oberste Galerie, dann aus die untere, , m- e i , : und eis er dort anlangt, yat ex na) rn feinen Diamantstaub aufgelöst, welcher bei strahlender Sonne in den herrlichsten Spektralfarben funkelt. Vor der unterett Galerie befindet sich ein mit Bruch stücken des Felsendoms ausgefülltes Bekken, über dessen Rand das Wässerchen m die Tiefe rinnt, um einen zweiten Fall zu bilden. Indem wir fo da unten uns auf ein als Bank dienendes Brett Niederlassen, können ww uns inmitten aller Natur poefie nicht erwehren, auch an die Prosa des Lebens zu denke. Dort oben hatten wir unseren Oöolus entrichtet, um in die Unterwelt gelangen zu können. Unser Charon war aber kein mythischer Fähr mann, sondern ein von der Gicht aeplaater, ganz gewöhnlicher Erdenmensch, der die Pforte zu dem Heiligthum der Natur erst öffnet, nachdem man seinen Quarter qeopfert hat. Jetzt kamen noch eine Anzahl Bewunderer- hätte ich fast p sagt, nein Zuschauer, und die Beiträge waren zu solcher Höhe angefchwollen, . . .ITfc ff vag es tm tvyme, ven Waerzau anzn drehen. Ein fernes Brausen perkündet das Herannahen der Wassermasse; roo zuvor das Wasser rieselte, da beginnt es zu rauschen, ' stärker und stärker,' Und mit machtlaem Töjen stürzt sich die Wasser masse,. die nunmehr zu einem wirklichen a?.r:ctt ,,?..,v. in. r . iajjcnau uiigeiryucn iit m ic ,icjc Dem oberen folgt alsbald der zweite mit gleichem Getöse, und unten sucht sich das Wasser rauschend und schaumend zwischen den Felstrümmern seinen Wea nach wei ter und tiefex gelegenen , Theilen der Schlucht. , Das warmem Oraelklang in dem herrlichsten Tempel per Natur, wie das Ohr ihn nimmermehr in den von Menschenhänden errichteten Domen Hort. ES klang, als waren tausend Register geöffnet,, von her. pieMßigen Lktavflote bis zum zweiunddrcißigfüßigen Suddaß, und die Kizklopen des Alterthums schlus gen die Tasten und traten die Balge. Die Orl schweigt, bis der Dhuchüter wieder 'uarters in genügender Menge eingeheimst hat, und bis dahin wollen wir uns einmal u erklären suchen, wie der große Baumeister es angefangen hat, diesen mächtigen Dom zu errichten. ' , , Wenn nur die massiven Felsgalerien, us welchAPMasse' trachten, lo baben wir S mit den Ueber-
T ( ah st C lv rm n r- y$
tmtSxxrsiTac7tj Utlsers Zlltswahl von Unterkleider für Herren zznd Spitzell uud Stickereien,
lnerkfam. Nnfcr Schukzwaarenwger ist vollständig.
resten von Gebilden zu thun, welche m der Geologie allgemein als Nicfenkcsicl" oder Riesentöpse" bekannt sind. Sie entstehen, wenn ein Gebirgsbach oder Wasser fall Steine fortwälzt, welche, durch unüberwindbare Hindernisse an einem Ort ausgehalten, durch das Was ser umhergerollt werden. In dem auf diese Weise entstehenden Strudel werden die Kanten der Steine abgestoßen und abgeschliffen, und im Laufe der Jahr taufende sind sie abgerundet und die Unterlage wie ein Kessel ausgehöhlt wor den. Die Steine werden nach und nach kleiner, damit leichter und ihre Angriffs, fläche im, Verhältniß größer, so daß sie durch die Kraft des Wassers üöcr Vn Kante des Kessels gehoben und weit fortgeführt werden. Dagegei? werden durch die Strömung neue Steine in de Kessel gewälzt, welche die Arbeit fortsehen. Solcher, jetzt trocken gelegter Niesen kessel, in denen sich noch die abgerunde ten Mahlsteine besiriden, sind besonders in Schweden, Finnland und der Schweiz in großer Anzahl vorhanden. Eines dieser Löcher befindet sich in dem feit 1372 aufgeschlossenen Gletschergarten in Luzern. Dasselbe hat sieben bis echt Fuß Durchmesser; der darin liegende Stein hat einen Durchmesser von ungefähr vier Fuß und er ist in länglich runder Form geschliffen. In diefen Kessel muß ein Wasserfall gestürzt fein, welcher im Stande war, den dreitausend Psund schweren Stein darin umherzuwälzcn, während jetzt das wenige herabflicßende Wasser kaum für den strahl eines gewohnlichen Springbrunnens ausreichen würde. Der Niefenkessel, dessen Reste die obere Galerle am Cauterskill-Falle bilden, war bedeutend größer und wurde im Laufe der Zeit nicht nur immer mehr vertieft sondern auch, wie der Augenschein zeig mitzunehmender Tiefe mehr erweiter, fo daß der gegenwärtige Nest der Galerie förmlich mit einem eutsprechenden Theil eines Gewölbes überdacht ist. Mit der Zunahme der Tiefe vergrößerte sich auch die Gewalt des Wassers des in früherer Zeit bedeutend mächtigeren Bergstromcs und die Arbeit wurde' mit fortschreitend verstärkter Kraft ansgeführt. Sicher wäre der Kessel immer tiefer ausgehöhlt worden, wenn nicht unter dem festen, schicferartigm Gestein sich eine leichter lösbare Masse befunden hätte, welche durch das eindringende Wasser ausgewaschen wurde, wodurch sich unter dem Kessel ein Hohlraum bildete. Nachdem im Verlaufe langer Zeitraume der Niesenkessel immer tiefer ausgearbeitet wurde, konnte sich die dünne Bodenschicht nicht mehr halten und sie brach zusammen, indem sie an der festen Felswand einen Theil ihrer Masse zurückließ, welche jetzt die obere Galerie des NaturdomcS bildet. Nunmehr , stürzte sich der mächtige Wasserfall auf das herabgefallen? Geröll und von Neuem begann die frühere Arbeit. Es entstand weiter unten ein Niesenkessel, welcher dieselben Phasen der Entwickln dnrchliej, wie der obere, um dann gleichfalls zum Theil zusammen zu brechen. Keine von Menschen verfaßte, aus jener Zeit stammende Geschichte könnte uns diesen Vorfall fchildern, da unser Geschlecht vielleicht noch gar nicht aus der Erde cristirte ; aber die, Steine fprechen zu uns. Sie sind ein Alatt des großen Geschichtswerkes, das die Natur mit steinernen Lettern gedruckt U?t und das alle von Menschen verfaßten Büchrr überdauern wird. ; Während wir fo das wunderbare Werk o?s großen Meisters betrachten, ergießt sich aus's Neue Ue Wasscrmasse über die Felsen herab und unsere Phantasie ver, scht uns zurück in jene Zeit, da' der aewaltige Bergstrom noch tagaus taqeiu w t, . ": r r t t, ., i , . d:n nie cnie ei cniao minie, um nut andächtige lich, wett solche Nätmbetrachkungen nicht ,... ..ar-k - je c l ikimai, jinamcii, ocr yar nie- jc forscht in der großen Bibel, welche ge, schrieben ist für Alle, die, statt am blin. den Glauben an eine übernakürlichk Macht die Wunder der Natur zu betrach ten, ln, ilr eine unwaudelbare, nach ewigen Gezetzen wirkende Schöpferin tp kennen. .' u. Vittiard-Hall Ro.92 Ost'Washington Str. ' Iol:n M oi 1 crche
stlner Zerstörungsarbeit den gigantischen Dom ' zu errichten, welchen wir jetzt mit
rn Staunen bewundern. Wabr,
l-i - :,! ; , I . J, wwrKtr. s ; wit-w, ftini.liliit':1'i;.yna, .-zmr- - ----- tv i t - ; ' !i;llg "i"' Z ,(1 1 U t v p t , ' V U ' i z ?
I, f I J f.!.-. w-.i.vuii cjisAhif .is.r.uti.i jtuiiia,; I , ;: -I ii,:'!' r'.Jl! -., il'ivMV'ii 1 :' 'iv " i'l1 :'i i' '-'iTi l '' I il! '' vi' i; 'I 'ii' . i 1 T-'iipiii i i i ii'ii-5 'il' !'i "'Ir 9 Ah. 'i' ' "'i'i - ili 'v A i' -: in -;;lii- i'ii , niiii , i. -mitt r;2- . - -. A A FAhrictLARs jEdarMo1!: cr StöCt.r. '1
- f-" i- VlHilUUUUltl I ! V, m. .. "LiiiL mmm. i r :;v-., :.y- ,ii, ,,. v-f ., ,,,,,, : IZ " "UT i! , -1,, . :; .L, -mm
i ll c gry ß e
ommer
ist einactkoffc
5tlLidorfwffctt skr den Sommer ist sehr grofj
Tanzen. Solnmerhcmden weiße Ulld schwarze sawus. Zluf o 'V StaatOhio, StadtToledo, ) L u e a s E o u n t Y, S. S. FrankJ. Eheney beschwört, daß er der ältere Partner der Firma F. 5. (s h e n e y & E o. ist, welche Geschäfte in der Stadt Toledo, in obengenanntem Eounty und Staate, thut, und daß besagte Firma die Summe von einhundertDollarö für jeden Fall von Katarrh bezahlen wird, der durch den Gebrauch von H a l l's Katarrh K u r nicht geheilt werden kann. FrankJ. Eheney. Beschworen vor mir und unterschreiben in meiner Gegenwart am 6. September A. D. '8. A. W. Gleafon.. Siegel c - öffentlicher Notar. 'Hall's Katarrh Kur wird innerlich genommen, und wirkt direct auf das Blut und die schleimigen Oberflächen des Systems. Latzt Euch umsonst Zeugnisse kommen. F. I. Eheney E o.. Toledo, O. ZtmT Verkauft von Apothekern, 75 E. Dr. S agner. Office : Zlo. 60 Ssl iShw Sir. Office-Stunden : V 10 Uhr Vormittag. 14 Uhr Nachmittags. Wehnung : 'cke Broadway und Lincoln Ade. FV- Tklepbnn 4. Dr. Panher, Ehirnrg und Frauenarzt. Heilanstalt und Ossice : XM Ost Michigau Straße, (Ecke Massachusetts Ave.) Täglich von 2 bis 4 Uhr. SonntagS auSgenommen. Telephon 220. Ferd. A. Müller, (Nachfolger doVccge Müller.) Apotheker. Die Anfertigung von Rezepten gefchtekt la zuderlafflger. fachdeftSndlgex Weise. Südwest-Ecke der Oft Washington und Oft Str. BXT Televdon 870. Neue sind angekommen bei öcTWbsrZG!'. N. W. Ecke Pennsylvania und Washington Straße. Norddeutscher Lloyd. Regelmäßige DampfschisssaHrszwischen Baltimore u. Bremen. Abfahrtsrage om Baltimore find toit folgt : Oldenburg. April öa. Juni 1. JuU lZ. Dresden. 27. 8. .20. kkarlsrulze. Mai 4. 15. 2?. Ltuttgare. . II. n, ug. 8 Weimar. . IS. 2. 10. Wcra, 25. Juli C. 17. I. Cajüte, $60 bis $90. Zwischendeck $22.50. " Nnndreise Biilete zu gemäßigten Preise. Die obigen EtaHldampfer sind sämmtlich neu. von vorzüglichster Bauart und in allen Theilen bequem eingerichtet. Länge,4!5 Fuß. Brefte 48 Fuß. K. Weitere Auskunft ertheilen die General Agenten ' '' A.Schumachcr Co., Baltimore, No.5 Süd Gay Straße oder deren Vertreter im Jnlance. Alex. Metzger und G e b r. Ire n, t l Jndianavolis. ' j.
1 CrC TrnTy-n
t 3 rr j ii i ii.ii ii
Frühlahrshüte
" vmZ 1 ' C A SSjCW H mm'itAUT T-, , . ,s
WW w'.' .tz .k LS.' X el i '.'H ! ckWM?.:m tjte
m.. imnn.in m huinvmuf k TaK v r rs -v"v n i ä 1 - at me 'X. uuu ii . .1 . ' ii , ü,..., ''v . r t t t" t ? .1 n r - ' ' !!
ife ttrWÄWMWUd h7Mm&fl fMM
im -r r- 4.4rn.nra. rw m i)auat't htim. I- SiVC DU ''V J-i.-. WXZI I l V5Wt:4.1iW'W-i ik '(.StiiAmU -yi -ßtiZi
rm jf Hat il Tu- iiue.ü.pr fci. t..ui oi,(i (ij I stiUJ ilU.t' ' W 4-11.12' . '' ...v.p.r
.' '5WtU..wrk.s,All...w blL.l., . .?i!! Z! iZS! W??.Z. i : ' Q ''tl, . ! ZZi!! !!? '
Sendung
Wir für Männer.
unsere dünnen Aleider für Herren machen wir besonders auf.
- Südwest-Ecke Coburn No. 1 S
(S0o9
l -.1 r 11 1 " ' M j"'rü"- "B-- - ÄlW umyd :.--' j " aSBSs--'. 3s-- gttjim. ssti Viei ' W'Äw'.iSt'?-.- S -.:..3r -sr.-r--- - REUE. BROTHEBS.
Europäisches Departement. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa's. Schifssscheine nach und von Europa. An und Verkauf ausländischen Geldes.
Kr den
Feuerwerk, Flaggen, Laternen,
En gi-os und cn des all.
CHABLES
v M 29 und 31 West
Mute NomMiii Ice Crearn Freezers, Die. besten im Markt. Draht-Thüren- und Fenster. Eisenwaaren aller Art für Bauten.
m No.
i
EI IS ILo cn JLd i ' - : . - , f : .i , - ,! ' : .:. ! besitzt alle Eigenschaften des Castor-Oels, hat aber einen guten Geschmack. Es ift das beste Ubführ-Mittel. Die Schwierigkeit, Kinder zum Einnehmen von EafforOel zu veranlassen, bestehen nicht mehr. Das Melol wer' den die Kinder gerne nehmen. '
ift einfach Castor-Oel, dem nommen.,' ' ijsxrisro -ia ;. '" ".. - . .
I 3 j
1 i n rn n ' vüi n
j ,i --Xl- ; - L 1 W (Ll U VI .; ' ; WUWKWM ',WM,DMsüd Meridian Str. ' -vrT itrTv. ... ,- !!.,." & v l W A , n ,a iüsi . " .. -
i :- X, - ' l - : 1111 II II ,11 lllt II
i Al U 7U 1A1-S l,:;! !t, l It I i : - .; '-. ' ' .3 i !i '" 'i "i"? . i- .
aaren
enlpfehlen unsere leichten und East Straße.
cft Washington Straße, (Merckants National Lank.)
Wierten Juli Z
& IS. Washington Straße. Annn f4 i mm 64 Ost Washington Straße. e l i der widerliche Geschmack ge- , ' . - ...;: , , - WMDW: WI ist m Süd Meridian Srr Hauptquartier für r-i- S f-4 .'-hifc1. i i;'-'." " Die besten Fabrikate " für Damen, derren und Kinder 'pt dr wigften" rttsnt. 'h:ü; -JS5iäroiti6tto5l;i Kinderwagen in der Stadt. h. l!'ii::ivn,,,i." 'rii.-.iiii'i'nr'ü ;i s.. " : .1 -t i. ." i " ..''.'-!:-
Tß 0
En.
) 11 HL
n7? 17V kl
: MPi
.;m MBsiff'
''MWMM'"!'" -lüii'iii-,-! ''"'-'-: !
Itfl-lf j- -'-" ! ' '" - l'"-''- ' ' "'. V 'i - .. ;. - . - - . ..
