Indiana Tribüne, Volume 15, Number 287, Indianapolis, Marion County, 3 July 1892 — Page 3
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Sin Verbrechen. 7Ktw.lxma an Reglnals Baruttt. 1. Am fechsundzwanzigflen October deZ JabreZ 1837 erschien in den Londoner Zeitungen folgende Nachricht: .Gestern Morgen- zwischen neun und jeljn Uhr wurde 'in der Villa Rob Roy m der Hamilton'Streße in Sandbank eine schreckliche Entdeckung gemacht. TaZ Hsus ist an eine Dame, Frau Gregory, vermiethet, welche dort eine Pension hält. Seit einigen- Tagen wohnte daselbst eine junge Dame, eine Französin. Namens Fort oder Fori, in einem Zimmer im ersten Stock. Ge stern Morgen, alZ sie nicht, wie ge wöhnlich, zum Frühstück herabkam uns lautes, wiederholtes Klopfen an ihrer Zlmmerthüre unbeantwortet blieb, er wachte bei Frau Gregory Verdacht. Sie wartete noch kurze Zeit und ließ dann die Thüre, welche verschlossen war. auf brechen. Den in daZ Zimmer (Erntn tenden bs! sich ein schreckliche? Anblick. Man fand die junge Dame todt, mit durchfchnrttmcm Hals. In verschiede nen Theilen des Zimmers sah man große Blutlachea. Der Anblick der Leiche toax entsetzlich. Obgleich dieselbe Lus dem Bett gesunden wurde, ist doch Grund zu der Annahme vorhanden, das; sie noch angekleidet, plötzlich über fallen und ermordet worden ist und daß sie erst nach dem eingetretenen Tod von dem Mörder aus das Bett gelegt wurde Wir erfuhren noch, daß die Ermordete em Abend vorher den Besuch einer fremden Frau erhielt, welche das Haus verlassen haben muß, als die Bewohner desselben schon im Schlafe lagen. Der Verdacht weist natürlich auf diese Person hin, und die Polizei ist eifrig bemüht, in dieser Richtung nachzuforschen." Das war die erste Nachricht über das entsetzliche, von tiefem Geheimniß umgeben? Verbrechen. Das Geheimniß von Sandbank" oder der Mord in der Hamiltonsiraße", wie das Ereignitz ge nannt wurde, erregte das öffentliche Interesse in höchstem Grade und Millio nen von eifriger. Lesern warteten gierig auf jede ncne Einzelheit, welche darüber bekanntwurde. Aber das Geheimniß schien ein Ge heimniß bleiben zu wollen, welches der Energie und allen scharssinnigcn Nach forschungen der Polizei unzugänglich blieb. Nach und nach verschwand der Gegenstand aus den Zeitungen, da an dere Vorfalle das öffentliche Interesse in Anspruch nahmen, wie zum Beispie! ein schrecklicher (ZisendahnunfaL, der bald daraus stattfand, und dann später die Aufregung, welche die neuen Wahlen zum Parlament hervorriefen. Abee es gab einen Mann, der das schreckliche Ereigniß nicht vergaß und geduldig und entschlossen an der Arbeit blieb, im das schwierige Räthsel zu lösen, um Licht zu wersen auf das, was in Dunkelheit lag. und aufzukla un, was unbegreiflich schien. o Am Morgen desünfundzwanzigstcn zber. einen Tag, bevor die oben erwähnte Nachricht in den Zeitungen stand, hatte sich eine Menschenmenge vor dem Eingang zu der Villa Rob Roy angesammelt. Die Villa Rob Roy ist ein einfaches, aber gemüthlich aussehendes, zweistöckiges Wohnhaus. An der einen Seite desselben steht ein eben solches neugebautes Haus, wäh rend die andere Seile von einem noch freien Bauplatz begrenzt wird. Die HäAiUonstraße. in' welcher diese Villa liegt, ist eine halb städtische, halb land licheRcb.'nZirsgc. kleine Gärtchni, welche vor den lu'lbschm Laudhaujern liegen, verleihen der Gegend einen mehr länd lichtn Charakter. Frau Gregory, die Mieterin der NovRoy. die ziemlich gewichtige Wittwe eines ebenso stattlichen Zollbeamten, stand vor der Hausthüre, umgeben von eine? Gruppe von Leuten. Auf ihrem gewöhnlich gutmüthigen Besicht lag der ÄnÄruck von Schrecken und Anfre bim. ??coen ihr stand em Mann in Aroeüsk leidern, welcher m der Hand einige Z'.mmerinannZwerkzeuge hielt und seh? ernst aussah. .Ach Gott", rief Frau Gregory, was soll ich thun, was soll ich thun? Der Wachtmeister kommt noch immer nicht, auch der Tocto? nicht! Armes Ding, und noch so jung! Und so etwas konnte in meinem Hause vorkommen, das seit vielen Jahren von der besten Gesellschalt besucht wird! Es ist entseslich." lja ist ein Mord verübt worden, da. ran ist kein Zweifel," sagte der Zim mermann. ich wußte es von dem Augenblick an. wo Sie nach mir fand iC um. die Thüre auszubrechezi." Frau Cregory antwortete mit einem lauten Seufzer. In diesem Augenblick erschien die blaue Uniform eines Polizcibeämten m der Entfernung. Der Beamte-wurde von einem jungen Mann "in Arbeits kleidang begleitet; und Leide eilten so rasch, als ihre Füße sie zu tragen vermochten, der Villa zu. .Hier,, ist. die MoMlss' rief die, iiYY i!l "' ,;' 'li!h,:i'ii 'f - iDlCXKXt ' - ' : it fiieTcSny ttcf !3cinanb; be? die weißen Streifen am Arme des Aeamken bemerkt hatte. 7 ' ' xtt eMant trat rasch naher, -cme ruhige -valiung rcinic ocrum ..K- .. ';v . ' . . r - : Mnd'uf Sie!chwanoe uno aufgeregte - Äcnge, die chauptzächlich aus Frauen ' ' bestand. : ' 5.;:;. . Was ist geschebcn meine Dame? '.i'r.Zw. AlJ.ffiiÄii S4,.t .! ITttrtifitrtrtfrrr'1 li.ll lk Lti u, WUUWil 'I jm lV.i,r . I V-4 UU. r Z t ItÄl ilJ: liiL Li,L 1 L it. iLliLkL K I UU1 UllUbU. :" mJ L If l 'grau. Gregory begann zu sprechen. aber noch ehe ne drciorte yeroordrin gen 'konnte, brach, sie seufzend zusam M,bk ' :ifji. iri:,'ti:'Ui .-' lilCll. ' ..CC: CUV-tUil k lliait l!UJ U L. u;n ' uneno klimmen eraooen iiai su qleich5Äm1hmMttheilünäc,nM,Aachcn. rind nur NÜk großer Schwierigkeit ge lang ts ihm ' endlich, ' die ' redielie,
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wüssuü dienstfertige Menge bringen. zur Ruhe zu Hat nicht Jemand dieser Dame auf ihr Verlangen Beistand geleistet?" Ich!" rief Meister Wales, der Zim. mirmann. Dann kommen Sie her. mein Bester", sagte der Sergeant, und sagen Sie mir rasch, was Sie wissen." Diesen Morgen, etwa um zehn Uhr, sagte Wales, war ich an der Arbeit, als das kleine Mädchen von Frau Gregory gelaufen kam und mir sagte, ich möchte hierher kommen und mein Hand werkszcug mitbringen, es sei nicht rich. tig mit der einen Pensionärin, sie komme nicht herab nn antworte nicht auf das Klopfen an ihrer Thüre. Ich ging sogleich hin. und auf Verlangen der Frau Gregory schraubte ich das Schloß los und öffnete die Thüre, wo rauf wir Beide ein junges Mädchen auf dem Bett in seinem Vlu'te liegen sahen. Ein Gemurmel des Entsetzens erhob sich in der Menge. Frau Gregory. fuhr Wales fort, .sprach von einet fremden Frau, welche von der Ermordeten erwartet wurde. Tiefe Frau sei dann gestern Abend auch gekommen und bei der Ermordeten geblieben. Ich sagte zu Frau Gregory: Hier ist ein Mord verübt worden, und rietö ihr. die Thüre wieder zu fchlienen. nichts anzurühren und sofort nach der Polizei nftd nach einem Arzt zu schicken." I ? r?t i m t w r - m I ui." iaie oer crgeanl, ai 0 nur Sie und rau Gregory lmd in dem Zimmer gewesen c F!ur ich und Frau Greg derte Wales, und rau nes Mädchen." ttn rphfl tpfef in hrtS niritS rtWtt u I sagte der Sergeant ruhig und in keiner j .WkVV ! tt WV W)t4V U.UV, I kstzkü'vtzO rtiii hortrjffirf tirtti im 1 WVIJ VfcVl4 VVV VVIVIlfcl Wil VV 141 V C I trttrife htie fttU 11mft(inhm tn ritt IJ M VI- Vfc l I lieber der Aukreauna verlekt batte. " : ' " - ' '' : i K(h? htm flliirilittmint t V4 r V V-tr V j 4f V- I riifit aetithen. welcker sacikeick mit einer Anzahl von Leuten kommen wird, un ' : - & - ' 7 " i ' n n den Platz zu bewachen. Inzwsichen kleine Seele, welche nicht ins Haus ge hört, lassen Sie ein; nehmen Sie keine enlscyutoigung un uno ruzen micy, falls irgend Jemand hartnäckig sein s'te." Gesührt von Frau Gregory, welche sich inzwischen wieder erholt hatte, trat der Sergeant in das Zimmer, in dem die rmoroele lag. Der Anblick war. so furchtbar, dan jeder Andere, als dieser mit eisernen Nerven begabte Beamte, den nichts aus der Anye vringen lonnu, tmm m rückgewichen wäre. Auf dem Bett lag ein schönes, junges Mädchen, dessen bewegungsloft Augen mit einem wilden Ausdruck von Schrecken dem Sergean ien enigegennarrien. . -ajiz z:eicye war vollständig angekleidet; die mit Blut überströmten Kleider zeigten keine aus. ?rtftirrMt fftaiirn tinrr ITnnrhmm hrtS I r v.. 'w . v . w 3k der Endckn jedoch lose herabgefallen. Die Stel kung, in der sie lag, ließ sofort zwei tiefe Wunden an der linken Seite des Halses erkennen; eine derselben war wenigstens drei Zoll lang und die andere fast vier Zoll. Das Blut war in Strömen aus den Wunden geflossen uno yaile oen ooeren .yeii oer iei duna der Todten ganz durchdrungen; auch in der Mitte des Zimmers und an berschiedenen anderen Stellen fanden sich Blutflecke. Nichts deutete darauf hin, daß ein Kampf stattgefunden habe und man konnte glauben, da sie piö lich aus dem Schlaf erwacht fei und den . , , st . . .. - . f n ir -1. . I .'ingcdrungenen Mörder erblickt habe. Sie stand aufrecht, als sie ermor oet wurde," dachte der Sergeant, erst 2ls Leiche ist sie auf das Bett geworfen Worden." Mit acuWem Auze Anblickte er,die Zanze Szene. Ter äußere Fenstervorüii.i .i - 'u-.. hrt .rtTrrtftn unts hrtawn IfUill IVUl lyt lf 'VVWil UIU vvt zeschloffen. Das Zimmer sei liomlt.-fi npriiiimi TOstfiffmmt tttlft iiimiu uviuhuiiui .iuvmuii uv "VI ..... . k; isi fnT.t im. (illUlUmilli viw ivuyv.i O"nttrn htmtmm ilfiftmi mort iah dm"? K nmc JfSonf hiil M i, ;.;r:: rrrr Z . tTfrnr nnn 'rniTmTP!T nipii. "tn nprn Zimmer stand eine breite, eiserne Bett. c v---- - -f - - - - - - reelle, eine Kommode, ein Waschtisch, :in Toilettentisch mit Spiegel, verschie )ene Aohrstühle und etwas abgenutzter, mit Leder bezogener Lehnstuhl. Mit dem Notizbuch in der, Hand be-1 zann der Sergeant eine genaue Unter lucknma. Er ließ die Leiche unberührt, bis mt Ankunft seines Vorgesetzten oder 'mes Arztes, aber er konnte sich nicht :nlhalten, die Gestalt! aufmerksam zu betrachten, die so todesstill vor ihm lag. .Die Acrmste ist höchstens fünsund" iwanua Jahre alt," dachte er, und nun auf so gransame Weise crmordeil Eine der Wunden wäre genugend ge- . t.t : . . ici zoeien. as uconac in caimcnicmi Jetzt bemcrZte er, dav das Bett noch .' i,:,'!!'1:;;,; ..,... unberührt war; ; : .Augenscheinlich. sagte er zu sich selbst, .hatte sie sich noch nicht entkleidet. ': Sie ist' überfal len worden, während sie ausrecht stand, oder vielleicht sitzend, " und dann erst hatte man! sie auf, daMett geworfen." Diese Meinung wurde durch andere Beobachtungen bestätigt. Au dem Toilettentisch stand eine : Ocllampe, deren Lehältc? noch zhaloWit cl,? ge füllt war MM Wenn diese Lampe gestern Abend gebrannt hat", dachte der Sergeant, .wie ich sast mit Sicherheit aus dem Vlcruch im Zimmer .schließe, so konnte sie nicht von selbst vcrlöi'chen. denn es ist noch genug Del arinz sie muß also ausgcblaWjeD mir saaen können, ob dieampe geliern Abend voll war.- qS:: ';"';! l . Wahrend der Sergeant seine Unter' suchungen fortzetzte. fand er. dan der Wäerkrug'zzüÄ'Theil'gkleert WMcb scfcüilcl::roci'r:!!:icöo eimae röthliche Flecken auf dem Bcden , . n '-tiZ L tijtZz: i .: t (L ia:., ' it . . i i DerieiDcniOcrainutjifii lyu iiiMg iifnie 'J1Jrhiiili;r:i,r:,-..iili:f';!':,'0s'irC,V-.i-'' 0f..:s . ZU lucaen. aia miutica -iucii ' Waschtisches stand! ein. metallener Ei ; wer, in dem er bei genauerer, Bcsichti ; gung blutig gefärbtes Waner land.
saSMTMötöSE
yoho-, tagte der Sergeant, mit sind kaltblütig genug gewes. unsere Hände noch zu waschen! Und wie'ehen die Handtücher aus. Diese ließen keinen Zweifel übrig; sie waren beide mit Blut befleckt und das eine derselben zeigte tiesdunkle Streifen von mchrerenZollLänge.welche darauf schließen ließen, daß die Klinge der blutigen Mordwaffe sorgfältig daran abgewischt worden war. Das kann nützlich fem", dachte der Sergeant, indem er diesen Umstand sorgfältig in seinem Buche verzeichnete, Die eifrige und geschäftsmäßige, wenn auch rasche Untersuchung der übrigen Gegenstände im Zimmer er gab, daß die der Ermordeten gehörigen Sachen durchwühlt worden waren. Ein großer Koffer von ausländischer Arbeit, der in einer Ecke hinter dem Bett lag, war aufgebrochen und durchsucht worden. Kleidungsstücke aller Art waren herausgenommen und unordentlich wieder hineingeworfen Vll f V IV V V J V V j worden; Schmucksachen und Kleinigkei. ten lagen umher, einige auf dem FuH hr, numA fcrttin 'mnrm rürffiAte k los Ztttreten worden, Garn besonders stW w wfmT?fmnf?t RMm. M-vvfa- v v . w-r 1 ten eine kleine, unscheinbar aussehende Sckreibmavve ans um. d e au dem Tische lag. Sie war geschlossen, aber nicht mit einem Echlünel, und der Scrgeant bemerkte, daß dieselbe ebenso, wie l . . i. . . - -r l . . r . 4 . c . oie anoeren Vacyen ourcysucur woroen war. Noch nicht gebrauchtes Scareib i hnhti g ,..vv... I Indem er jedoch die Schreibmappe rtttthrth htfrtpvfi Ts&v tOrrtttf trt I V M IjW V , Vt4HVtV VWfc "W V . Vj VV V I CtstfAftf irni4 YnritpZ "Jlhr I - V V-V V V JJV mf V , 1 Es war der Tbeil eines Briefes und . . . - i rnutt ftsnnit nmne Wtrit hslrnni erfen I V V Vj "V j w nen. &r .Mttete das Stück und be r x-- hv v v trachtete es'und plötzlich begann dieser unerschütterliche, ruhige und taltblü. tiae Beamte ui zittern und taumelte, 3. Schwere Schritte, welche von unten schort wurden, erweckten den Sergeanjen aus dem Zustand von Erstaunen nd Betäubung, in den er gesallen var. Der Chef der Polizei von SandbanZ, begleitet von einigen Schutzleuten, war aekommen. Der Seraeant börte. wie er mit Frau Gregory sprach, und eilte ihm entgegen die'Treppe hinab. Der Chef war ein sehr hoch gewachst, ner, hübsch aussehender Mann von mebr als sechs Vim Sööe. mit einem schönen, sorgfältig gekämmten und schon etwas ergrauten Bart, unbefangenen, blauen Puppenaugen. Er er. widerte den militärischen Gruß des Seraeanten durch ein freundliches nyiijnutn, I Mn schlimmer all. 'oton" b. iHCiiiCL iüii iuUui u3 iuyc yu . .ft. ciit- i Uory CTrtA rtf Stt HS I Wil, Vli WUMI UU Vfcil VtUUV U IVUl" men, und haben keine Zeit zu ver lieren." Sergeant Power machte ihn in wc nigcn Worten mir ocn wicyugpen Ergebnisicn seiner Untersuchung be kannt. Wir müssen zuerst Erkundigungen über die Person der Ermordeten ein ziehen," sagte der Chef. ,Wir wollen versuchen, die Tetectivs von diezer Sache fernzuhalten und uns selbst d!e Ehre einer erfolgreichen Nachforschung vorbehalten. "'.v ,u jWu,uVu v 4 fTjni Sttft tviAitjlf&ACl A II , Ml 4 1 I i AM fe undhkW uch r s '.mach. mch..k. inneronwit einraung. uc loigre chmeiaend dim UM die Treppe hinab w ..u. -v . . m das USohnnmmer und b iev neren f ihm tthen W.ihrftih Kt S'eHifir 1 ttti PAritfi!?i!rt itttS NnliTPr fi I vwuvjh tir -w,v uovv1 j r r ' i FtvA-fiti I vv. SJraii ffirmnrii imh Males, der Qtm. wermann. wurden Win.ieriiren und . ' . " "7 ' . ' . " " i rni liinilii:ii rnr rntr zu iirnnnrn I - - - w ' - - r i ;) Kirm erstand, ftdte sch hin, um die uiuin. ii umv Verhandlung rnifzu; ftmitPlt juuyutii. Nun, Frau Gregory," sagte der Polwichef mit einer etwas geräuichvol len Mruichielt, beantworten Sie alle meine Fragen so kurz, als Sie können. und achten Sie wohl darauf, daß Sie nichts vergessen, was für uns von AcI deutung sein könnte. Es ist ein schreck sicher Fall, und Sie werden die Verantwortlichkeit fühlen, welche auf uns Allen liegt." Frau Gregory war etwas verwirrt durch die Anwesenheit aller dieser uni sormirten Beamten und schien nahe I daran zu sein, sich einem neuen Aus I c... x. ""-...... . es,.. i oruai von Neuner ninmcrcDcn. :in i. . , ' 1 . v " besten überwand sie diesen Ansatt Der Zimmermann stand schweigend V . ' 0 und düster daneben. I Die Ermordete, welche oben liegt. war Ihre Mletherm?" fragte der Chef. .Wie war ihr Name?" Frau Gregory nahm ein Stück Pa pttr aus der Tazche und reichte es dem Beamten. .Dies hat sie mir aeaebm. MNer Gadd. als ich sie nach ili c:n Namen sragte und ihn nicht vustch?:r konnte. 1 da er einer fremden Sprache angehört." ',,Der Beamte -Mtt auf-däI Payler. In hübWr, wAblicher Handschrift stand darauf g.-sch neben: Madelcine Faure. Paris." , 1 .tzine. Fremde, augenscheinlich eine sagte der Ehes. --Sie lange war sie im Hauie? Wann kam sie,'Züust-'zn,,,Jhncn "' -:- I , .Vor vier Tacn. Milier Pcrlins vom Myyül 5o:c! hat sie nur wnue ran, wenn er G.legenheit h:it, mir Je I - e:k tu l'df: , ' maud zuzuweisen. Gregory trank cin G las rcgelmäsng im Nou al Hott! :.J: , .I a, j a. aber das habe, ich jetzt nicht f i . : m'TT - ju '1 4. :" L ' ' noiyig zu iPiijen,- unicroracy oer'ye obne Umitände den. Strom ih eicli
Papier lag in einer der Abtheilungen -vv rv" inb
ory," erwi. neben einem Stück rothem Siegellack. m o Beamu wuroe ungeomoig.
Gregorys klci aber die zweite, größere Abtheilung war , ri4 a ov ' I v . ' ' r . 4.-ka A
ganz leer, nicht ein Papier chnitze! war m uu-.
chen Erinnerungen. Vor vicrTagen, sagen Sie? Das war am 21. Oktober. Notiren Sie das Datum," sagte ZU seinem Schreiber. fl?rn truiUfen (C;; mir" fntVi tr
j fr j t- -J I w fcfe f ft i-w A . t t V -t so?!, ,.Aucs, was im fiel uns vlttvm Sie bei tet Sache Gut, mein Herr", begann die Wittwe. Sie kam in einer Droschke mit ihren Konern und Sachen ange fahren, es war am Montag Mor gen sie sagte, sie sei vom Royal Hotel zu mir gewiesen, und fragte mich, ob ich ihr eine Wohnung geben könne. Sie sprach nicht fertig englisch, konnte sich aber ziemlich verständlich machen. Ich erfuhr, daß sie hierher gekommen war, ummit einer anderen Person zusammenzutreffen, die sie erwartete. Sie hatte em sehr angenehmes, ruhlges Wesen und machte einen vortheilhas'ten Eindruck. Ich hatte noch eine Menge Zimmer frei, denn Ende October ist Die Saison langst vorüber, und ob gleich ich Herren den Damen vorziehe. , , "l M C . . da jene weniger Umstände machen, nicht u u1yjii w wachen, war Ne Mir doch sehr wlllkom nien. Ich sackte ihr, sie könne das Zimmer oben im ersten Stock haben. C l L Y 1 W a r V wo sie zetzt liegt, da arme Wcsen und ueqc irc u, m aura m otuwi unten aufzuhalten. Sie war , mit meinen Bcdinaunaen einverstanden. welche billiger sind, als in irgend einer anderen Pension in unserer vtadt". Obgleich die Dame schnell sprach, so . rt.'i JLl. W V " 1 uzre tt ß??? uno oann mn tfltll Vüi UCl WtlUJlUJiC f "1 ClTI " wie war die ruylgtte Mietherin, m rt , . . , f -f t Mr eine ame die ich mich je gehabt ... r. ?tt V yuuvii timnuc, itunytiit wie iu. W . " f we. ..Sie sprach Nicht Viel Mit Mir, tr t A a t f x wahrscheinlich weil ihr schwer fiel, IlH englisch auszudrucken, und c ist nlcht mnnc Art, mich Zlcmand aufzu. jeden Tag etwas aus und schien' ganz melancholisch zu sein. Ich hielt sie für eine ausländische Gouvernante, welche ihre stelle ausgegeben hat und sich nnn an der See etwas erholen und kräftigen will, ehe sie eine andere Stelle sucht." 'sie sagte Ihnen also nicht, wer sie var, oder was sie hier that?" Rein, und ne erhielt auch niemals einen Brief, bis gestern Morgen." Ah," sagte der Ehes, während seine Miene sich belebte, sie erhielt einen Brief! Sie nahmen ihn in Empfang und baden ihn naturlich genau angese Hai?" krau Gregory achtete nicht auf die Ironie in Mister Gadds Frage, welche auf eine wohl vekannle Neuglerde der ZZensionswirthinnen anzuspielen schien. Ran, erwiderte sie, das arme v T rx. ri , illl0!? LÄ2.??'k" ,;ff . ,,m :fim cs.,-, - oiic uuiui uu uit -ptüiic uium, uuu zu öffnen. Während ich aus der Küche hinausellte, sagte sie mir, der Brief sei für sie. Ich habe denselben nicht in die Hand bekommen." Hm", murmelte Meister Gadd. au llenscheinlich enttäuscht. In diezem Augenblick fragte der iunge Sergeant, welcher mit großer Aufmerksamkeit zuhörte, in respektvol lem Tone: Darf ich mir erlauben, eine Frage zu stellen. Sir?" wewin. emeant Power", erwi derte der Chef, was wünschen Sie? A m stjttöürn ZU tränen MT J T W U . , J k I .1 Ä Z& d rrmZ Bit 5 tu Sracant -,s t,mf mm,r is u . '" rii "nk im ii i 1 1 in ii it in ( i t i ii ii ii ii . ,h"kimm i'z.lZ, Zm L hm I ' ' n " " ' i . . es. i ' - r jt 1 r,.. hnv llhv (rm i6i M kMinv i ow -i - a y .Xf Its v.,,,. wo laB c ach zwölf Uhr war, denn das MlttageM war schon beinahe fertig." I arauZ ist m Mi?nen. Sir. , -, - ftvv ' i.fi i . " . ' ' w ," ' S Bn " W; I UUP w "WVIU WIUVIVUI i f f; . rc . ... gewesen sein muß. Er kann nicht von London oder überhaupt von auswärts Mommen fein, denn nach den frühen Morgenstunden kommen bis zum Abend keine auswärtigen Briefe mehr IN." .Sehr richtig," sagte der PoliieiInspektor Gadd beifällig, notiren Sie öas, Thomas, um welcheZeit der Brief gebracht wurde." A. Sergeant Pywer hatte durch seine rechtzeitige Frage ein Anzeichen festge stellt,, welches von Werth sein konnte. Wenn dem Inspektor Gadd jener Scharfblick fehlte, welcher wichtige Ein I i.fcn. r.;, i n t.it zclheitcn sofort mit Sicherheit erfaßt, o besaß er doch Erfahrung und wußte die Bedeutung, welche olt auch unscheinbare Kleinigkeiten besitzen, wohl zu schützen. i , .Dieser Power ist kein Dummkopfs dachte er. .es ist mir lieb, daß er hier anwesend ist. er kann sich gelegentlich nützlich, inachen." - Ohne dm anten Eindruck zu bemerkcn, den, er auf. feinen Vorgesetzten ge- .. t: 4. i ii .A .r.. ''..ä .- .. ' "1 MUH! ijuue, iiucnieis ks oer Zunge cr geant, dem Inspektor,, bie Untersuchung fortzulegen, und nahm wieder sein zu rückhaltendes Wesen ast. " ? ' ' , Nuii, Ihre Midherrn : erhielt ao den 'ricf." fuhr, der Inspektor, fort, V ... ilil ' . r -:- ws gezMu oairnr ' ,,icht ;53esöndcre3f:, .;mHnsrr?j:-;::fö: diel ich weiß. Ich ging wieder in die Nüche und sah nicht, wie sie den Brief las, doch bald nachher, als ich das Mittagcffen brachte, sagte sie mir. ' sie habe Nachricht von der erwarteten Person er-KalteD?V.WM-'' MArMMWs .Ah." unterbrach sie der Inspektor eifrig, nnn. was fagte sie Ihnen von vieler" , 1 1 , 1 , ' Sie , sagte, sie werde des Abends
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ausgehen, um mik der Erwarteten zu. ! fmt1Pt 11 kraüttvt fV Vnv f-oT-d aI.TI ! f )u tuijiu, mu ivumjcuuiuj werde diese mit ihr zurückkommen, um hur zu übernachten." Erwühnte sie die Person als eine
mnU f wind wie sicher, daß sie mchwgebung ergriffen, das hätte sie nicht
eineN" yerrn meinten fragte Bister Gadd iTtit einem forschenden Seitenblick nach Fra?i Gregory. Einen &sxxn1" rief die Wittwe ent rüstet. Nefy mein Herr, wir gestat ten nicht, daß 'die Miethcrinnen von Herren besucht werden außer von ihren gesetzlichen Ehemännertf. Ich würde so etwas in meinem Hause nicht erlauben." Die Aufrichtigkeit der Dame in ihrer Eigenfchaft als tugendhafte Matrone war ;u augenscheinlich und ließ keinen Zwüsel übrig. Außerdem, fuhr Frau Gregory fort, war die Person wirklich eine Dame, das habe ich mit eigenen Augen gesehen." &u haben sie also gejehen?" ..Ja, Herr Jnspector. Spät dcS Abends ging die Mietherin aus und kam mit ihrer Freundin zurück." Um welche Zeit war das " Es war nahe an elf Uhr; ich hörte einige Minuten später die Uhr schla gen." Um halb elf uyr kommt ein Zug aus London an." bemerkte Sergeant Power; das könnte der Zeit nach stim mm. wenn ne zu uß vom Bahnhos kamen." Ja, ganz richtig." erwiderte der Jnspector. Kamen sie in einer Droschke?" Nem. mein Herr, sie kamen zu Fuß bis zur Hausthüre." Und nun," sagte der Jnspectos ernsthaft, überlegen Sie wohl, was Sie sagen, und suchen Sie sich an alle Umstände genau zu erinnern. Es hängt viel von dem ab, was Sie uns sagen können. Sie sahen sie also, als Sie ihnen entgegen an die Thüre gingen?" Ja, Herr Jnspector, ich öffnete ih nen die Thüre; meine Mietherin gin? loran. ihre Freundin folgte ihr." 2Bie sah die letztere aus?" .Nun, es war etwas dunkel, da ich nur eine Lampe und kein Gas habe. aber ich sah, daß sie eine hochgewachsene . . . - f i r jr. . - Ad i ame war uno eine mciieraicye rrug. Haben Sie ihr Gesicht geftym?" Nur ganz flüchtig. Es war eine rostige Nacht, Sie wissen, es ist schon ehr winterlich, und sie war bis über das Kinn verhüllt und hatte einen dicken Shawl umgelegt. Ich kann nur sagen, daß sie, wie ihre Freundin, brünett zu sein schien." .Aber, sahen Sie sie nicht genauer, als sie herein kamen?" .Das ist es eben das gelang mir nicht. Als sie in den Hausflur traten, sagte meine arme Miethen, soviel ich mich erinnern kann: dies ist meine Freundin, von der ich sprach, sie ist sehr ermüdet und will sogleich nach oben zu Bett gehen, ch redete ihnen zu, in den Salon zu treten und etwas zu speisen, es war noch etwas Hammelbraten da vom Mittagessen und Pickles, aber meine Mietherin dankte mir und sagte, sie hätten nichts- nöthig. Sie gingen dann nach oben und ich habe nichts mehr von ihnen gesehen." Sie haben sie nicht mehr gesehen?" ragte der Jnspector. Das ist sehr atal! Wie war die fremde Frau gekleidet?" .Sie trug einen langen Rciseman tel mit einer Kapuze aus dunklem Stoff und einen Hut; der Mantel reichte bis -zu den Füßen. Um den Hals hatte sie einen Shawl gebunden, der ihr Gesicht halb bedeckte. Welchen Eindruck machte die Dame auf Sie? Sagte sie etwas?" - .Kein Wort. Herr Jnspector, sie stand ganz still hinter ihrer Freundin und sagte nichts, nicht einmal guten Abend, oder gute Nacht. Ich hielt sie für eine Fremde, welche die Sprache nicht kennt; vielleicht eine Gouvernante,yder etwas der Art." .Sie gingen also nach oben?" Ja. Meine Mietherin hatte mir $rs frtsf ?MTt $ftrtrforihmAm 1 treuen, ne hatten kein besonderes Zun I V t t.f... . 5 . fvv v v w vt-wi i sit: .. aMt w. t,.. fiBX r"r i I vviiv jvv!, tmi , I yiiXf, Wtf SW htfxi rtmit.lr richtig, denn das Bett ist breit genug für drei Personen, nicht nur sur zwei!" .Heben Sie darauf noch irgend einen Lautaehörti" Ich war bezchaftiqt, aufzuräumen und Alles für den anderen Morgen in Ordnung zu bringen. Ich schlafe mit meiner kleinen Nichte, meiner Schwe ster Kind, welche bei mir wohnt und mir hilft, oben im zweiten Stock, wenn das Zimmer nicht von Gasten einqe nommen ist. Marie war schon zu Bett gegangen..,, Ich munte an dem Zim mer im ersten Stock vorüber gehen, , um nach oben zu kommen, ich glaube. ; man sprach darin, als ich vorüber cing. aber ich konnte nichts verstehen. : . Der Jnspector hatte sehr gewünscht, daß Frau Gregory , in dieser Beziehung weniger Zartgefühl s cheseffen ' hätte aber er enthielt sich einer Bemerkung darüber. . .Sie : hörten nichts während der Nacht? Keinen Schrei, kein Geräusch's" i .Nein, gar nichts!' - Ich arbeite fast den - ganzen Tag und habe , ein gutes Gewissen, und schlafe deshalb sehr fest, " ,..! 'i'-tri 'V .-- f . i if . -r mein armer gregory oar ucy mi oa "'' !' ' ," l ;i. Vfi :..-!!', i;,-' .;;. ruber beklagt." 7 .. ':- ;, 3; .lind das -kleine Mädchen. Jhrt Nichte, wie sagen, hörte auch Nichts ! : r:M; i:i:it4:'4E;i - llv:!1 . .Nein. Herr Jnspector. sie schlie 'cbcnligfe'si, oben, wo wir schlafen, ' geht nach' der Strafe hinaus und befindet sich nich über dem, in welchem siey die Damen befanden; es hätte ein starkes Geräusch sein müssen, ; wenn wir es hätten hören JollttlE .Das sieht aber sehr seltsam aus. bemerkte der Inspektor. ..Sie müssen m der That einen gesunden Schlas ha den! In Ihrem Hause wird eine Dame ermordet, fast unter Ihren Füßen And die Verlon. welche auaensedeinlia da
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Verbrechen begangm hat, geht die' O-.. . i. 4 . Sff ' l . n . a treppe r)inao, vszncr oik .nnre Nein, mein Herr, Sie irren sich," unterbrach ihn foa Greaorn triumdbirend. wie von einer vlöklicken Cin. thun können, aus nuten Gründen. Gestern Abend verriegelte ich sorgfältig die Vorderthüre und überzeugte mich auch davon, daß die Hinterthür gut verjcyionen war, und heute Morgen, als ich aufstand, fand ich beide Thüren so wie ich sie verlassen hatte. 5. Diese etwas überraschende Mittheilung warf ein neues Licht auf die Sache. Die verschlossene Thür des Schlafzim mers, welche durch den Zimmermann aufgebrochen werden mußte, war also von innen und nicht von außen ver schloffen gewesen. Ter Schlüssel war . . c je w ... -f w r' ganz oerMvunoen, o 003 oer iin mermann, selbst wenn er sich davon hätte überzeugen wollen, nicht sagen konnte, ob er von innen oder von außen umgedreht worden war. Frau Gregorys Aussage gab jedoch der Untersuchung eine ganz neue Richtung. Sergeant Power verließ das Zimmer, ohne einen Befehl abzuwarten, und eilte die Treppe hinauf nach dem Zimmer, wo die Ermordete lag. Das Fenster war geschlossen, wie er zuvor schon bemerkt hatte, und die Jalousie herabgelassen. Aber bei näherer Untersuchung fand er, daß der Haken zu rückgezogen war und nicht in die Oese angriff. Nasch öffnete er das Fenster und sah hinaus. Etwa zwanzig Fuß darunter lag ein kleiner Garten, der von einer Backsteinmauer eingefaßt war, und fast unmittelbar unter dem Fenster, nur wenige Fuß tiefer, lag das Dach eines kleinen Anbaues. Nun war Alles klar; die geheimniß volle Besuchen hatte das Zimmer durch'das Fenster verlasien, war auf das Dach des Anbaues hinaus aestieaen was wenig Gefchicklichkeit erforderte und nicht sehr gewagt war und war von hier aus mü einem leichten Sprung auf die weiche Erde unten hinabge fprungen. Frau Gregory, eine spar same Hausfrau, welche aus Allem Nutzen zu ziehen wußte, hatte diesen kleinen Fleck zu benutzen verstanden. ie hatte ihn in einen Küchenaarten verwandelt. Der elastische, nachgiebige Erdboden machte einenSprung von dem Dach des Gebäudes herab ganz aefahr os, selbst für eine Frau, wenn sie nur etwas gewandt war. Um sich von der Richtigkeit seiner Beobachtung zu überzeugen, machte der unge Sergeant selbst den Versuch. Mit einem Sprung war er aus dem Fenster auf dem Vordach, von hier aus onnte er mit großer Leichtigkeit das Fenster darüber erreichen, mit der Hand den Fensterrahmen ergreifen und die Jalousie herabziehen. Nachdem er dies shne Schwierigkeit ausgeführt hatte. sprang er aus den Nasen hinab. Der Jnspector war mzwlschen nachfolgt und kam noch rechtzeitig, um Zeuge davon zu fein. Der Sergeant heute ihm seine Entdeckung mit. Suchen Sie setzt nach Fußspuren." sagte der Jnspector, .auf diesem weichen Grund müssen solche sicherlich zu finden ein. Doch dies war nicht so leicht. Man önnte wohl mit einem Blick sehen, daß der Grund niedergetreten war, aber das war Alles. Ter elastische Erdboden zeigte den Eindruck von Füßen in Folge des Sprungs, aber jeder bestimmte Umriß war verschwunden, als ob man n Sand oder Schnee qezchrieben hätte and dann darüber hingefahren wäre. Zkur hier und da sah man den tieferen ömdruck von einem Absatz, aber Fuß spuren von bestimmteren Umrissen wa rcn nicht zu finden. Ueberdies waren rnezelben aus die Stelle unter dem Anbau beschränkt. daneben war ein Kiesweg, welcher sich am das Haus und bis zur Pforte hmwg. Augenscheinlich war die fremde irau diesen Kiespfad entlang geganien, welcher keine Spur hinterließ, und war dann durch die Vorthür hinaus gegangen, die nur mit einer Klinke verschlössen war. M Wir haben es Mit einer sehr schlauen Person zu thun," sagte Sergeant Power fu dem Jnspector, sehen Sie, nicht me einzige be timmte Spur ist zu finden. Alles ist sorgfältig ausgeführt vorden. Mister Gadd ließ den Kopf hängen. .Die Sache ist doch schwieriger, als ich zedacht habe; ich fürchte, sie wird uns viel zu schasten machen. Ich sehe, es wird ohne Tetectivs nicht gehen, und ich zlaube sie werden auch keine leichte Arbeit baden." .Der - junge Sergeant, schwieg einen Augenblick, weniger in Folge der Be merkung des Jnspector, als weil er in Bedanken versunken war. 1 .Eins fallt mir auf," sagte er. wai Sie ohne Zweifel auch schon- bemerkt haben, der Verbrecher muß - mit deck pause wohlbekannt gewesen sein. Ein Fremder würde von -dem Anhast und von 1 biete leichten Weg, aus dem Hause zu kommen, 'gar' nichts gewußt haben." --v,-.- - ' Es ist zweifelhaft, ob der Jnspector von sich aus die Bedeutung diezer Um stünde so recht erkannt hätte, er war kdoch ' im Stande, eine Sache - zu bezreifen, wenn sie ihm erklärt wurde, und jo nickte er zustimmende " : 1 i .Es w ar auch ein Brief d a," sagte der, Sergeant Power, .dieser muß ,, von irgend Jeni and gekommen sein, der sich schon in der Stadt befand.'- Verlagen Sie , sich darauf, i die Frau. die 1 wir suchen, war schon 1 früher als gestern Abend hierher gekommen und wir müs scn Spuren von ihr finden. Und hier ist auch etwas, was ich oben fand und was ich ynen zeigen muß. lii; '- (vort'etzung folgt.) ' fi Kim Ter Ane :or will Dich heirathcn.. Tochter: Aber er hat mir i noch qar lid &ix
V
Verliner HeiraihSvermtttrer. Ueber die Heirathsvermittler in dez Reichshauptstadt bringen die Ham durger Nachrichten- ein mterefsanteZ Feuilleton, welches sich nicht nur mit zenen dunklen Existenzen beschäftigt, dit in Zeitungsannoncen zahlreiche Millio nm-Erbinncn, u. A auch solche mit sittlichen Defecten u. dergl. in betrügerifcher Weise ausbeuten, sondern auch mit Heirathsvermittlern, die ihr Ge, schast m Glacehandschuhen betreiben und mit den Strafgesetzen nicht m Eon flict kommen. Von der letzterwähnte Spezics wollen wir hier einige .Typen anführen: ....Vor Kurzem erst starb in Ben lin ein Rentier K., ein gemachter Man:!, der zwei schuldenfreie Häuser besaß und mit dem Kuponabschneiden Bescheid wunte. Er war ehemals Ban bier gewesen, und zu seinem Kunden kreise gehörten, da er in der Nahe der Kaserne eines Regiments wohnte, ein aanze Ainabl Offiziere der Garde-n janterie. K. machte damals dann und wann kleine Wuchergeschäfte, und der, der am meisten bei ihm in der Kreide saß, war ein junger Graf mit wunder schönem Namen, wunderschöner Figur und wunderschönem Schnurrbart. Aber der Graf war arm. wie eine Kirchenmaus; die Leibrente, die er aus irv'end einer Familicnstiftung bezog, genügte kaum zur Begleichung seiner Handfchuhrechnung. Und eines Tages, als der wunderschöne Graf sich gerade rasiren ließ und seinem Figaro ein Klagelied über die .Melancholie semn leeren Taschen" fang, da setzte K. fein scharfes Messer ab und sagte in über zeugungsinnigem Tone: .Sie müßten heirathcn, Herr Graf!. . . ." .Schön," antwortete dieser, .aber wen und wie viel? " Und nun rückte K. mit sei nem Vorschlage heraus. Er rasirti täglich Herrn nennen wir ihn Herrn N., einen jener ehemaligen Schöneber ge? Bauern, die durch den Verkauf ihrer Landereien immens reich gewor den sind. Dieser halte ein gut er zogencs Tochterchen, und dieses Töchter chen sollte Frau Gräfin oder Frau Ba romn werden. Der alte V- steckte noch mit beiden Füßen in seinen Bauern schuhen und verschmähte es nicht, mit seinem Barbier zu fraternisiren. So ließ sich denn die Angelegenheit leicht und bequem einleiten. Es bau erte gar nicht lange, so war der wunder schöne Graf mit dem reichen Mädchen verlobt, bezahlte seine Schulden, nahm seinen Abschied und lauste sich em Rittergut. Herr K. hatte ein hübsches Sümmchen für seine Vermittlung ver dient, legte Barbierbecken und Scheer messer bei Seite und .wurde Rentier. Aber er hatte Gezchmack daran gewon nen, Anior und Hymen ins Handwerk zu pfus Än, und da sein erster glückli cher Handel bekannt gewordenZ war, so erwarb er sich auch bei seiner neuen Be schästigung rasch einenKunoenkreis. Er hatte in der That das, was man .eine glückliche Hand" zu nennen Pflegt. Er spürte Partien aus, besorgte die einlei tenden Schritte zu einer Annäherung und kuppelte, daß es eine Lust war. ' Ein weibliches Gegenstück zu dem ehemaligen Barbier mit der glücklichen Hand ist eine ältere Dame von Tistink tion, die Wittwe eines Beamten, irren wir nicht, eines Geheimen Rcchnungs raths oder dergleichen, denn sie wird stets .Frau Gehcimrath" genannt, die in einer der elegantesten Straßen Ber lins wohnt, und m deren Salons eine recht gute Gesellschaft verkehrt. Wenig stens die Herrengesellschaft ist stets ta dellos. denn sie besteht aus innaen Ossicieren, Juristen, Künstlern während man unter den anwesenden Damen häufiger dann und wann eine Erscheinung bemerken kann, von der man, wie bei dem .Madchen aus der Fremde", nicht recht weiß, .woher sie kam". Nun also, die Frau Geheim rath gilt offen als eine HeiralhsverMittlerin und sie ist es auch, sie gibt es selbst zu. Sie ist eine sebr kluge, sehr gewiegte und diplomatische Frau, eine Fraii von Welt, die immer die äußerlichen Formen ausrecht zu halten tveiß auch im Geschäftlichen. Kommt ein Zunger Herr zu ihr und sagt ihr brüsk: Meine Gnädige, ich möchte niich gern verheirathen" w zuckt sie die Achseln und entgegnet: .Aber, mein Herr, wer hindert Sie denn daran? Nur bemerken Sie bitte. daß !H dabei Nichts thun kann gar Nichts!" Laßt sich jedoch ein junger Herr formvoll bei ihr anmelden, sagt er, er käme, auf Empfehlung von Diesem oder Jenem und bittet 'er höflich, im Hause verkehren zu dürfen, so wird die :. Frau, Gcheimratym ganz gewiß gnädig erwidern : .Mit Freuden an 5.V; rtvi- .v.ev.iij.j. scoem iciljlug unu uiciiuij vvu i'tutii Uhr ab sehe ich meine Bekannten bei mn. Und bis zll diesem Joursir ist die Geheimräthin genau über die Verhält niste ihres Klienten orientirt und so ganz 'apropos nimmt sie ihn " bei Seite' und raunt ihm zu: .Wissen Sie was,, mein verehrter junger Freund, Sie sind alt genug dazu! Da sind zu .''iij'L . X .' fallig ein paar Zainen vei mir oie und' die oder die die recht gut für Sie passen würden" :t . und nun entMcktftsi freilich nicht immer einen lustigen Abschluß erkält. Von Gebühren" , und von i,,.4;stt.'.Ztt..,.,f,;nK..!K, .Vltulll4Ulik'ii, 1 ; 1 , miiv . vtici . kl Heirathscandida! übergicbt. wenn seine Sache eingeleitet ist. der Vermittlerin in 9srsiht rtnäi-rMilt 1 üh?r i pin i?. iHr. f fri ! 1 ' ' " " " -l,,, wisse Summe, die natürlich immer im Verhältniß' , zst!k der zu erwartenden Mitgift siebt und zahlbar drei Monate nach der Civiltrauung mit Fräulein Soundl o. . In gewisser Wei, e,,,i,st "her' Heirathscandidat demzufolge immer in den Händen der Vermittlerin, denn er .kanniMib t a ü f 1 1 tn brben f e in ro 10 c ii 1 1 i ct fcc c nnwiMMch. ,
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tt&Sik'ii 1 :?h i ,, PSf ' i ! m'i 'if iitiSii .!; iifiÄfiiS'lilf;;: ::!' ;:
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