Indiana Tribüne, Volume 15, Number 283, Indianapolis, Marion County, 29 June 1892 — Page 2
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g, Erscheint ZNglich. und Sonntags. Tie tägliche .Tribüne" fastet durch teil Träger 12 Cents per Woche, die SsnntagK.Tribüne" S EentS erWoche. Beide zusammen 15 Grat der 65 Cent perMonat. Per Post ,ugefchickt in Vsv auTÄezshlunz per Jar. vsßre -130 Ost Maryland Strähe. ' - Indianapolis, Ind., 29: Juni 1892. Deutsche Arbeitslöhne u5 90G Städten und 924 Vereinen slnd für die soeben erschienene Arveitsstatlstlt der deutschen Gewerkvereine für das Iah? 1891 Antworten auf die seitens der Anwaltschaft der Gewerk vereine ergangenen Anfragen einge gangen, Ta diese SMte sich über ' das ganze Reich vertheilen und die An gaben nicht weniger als 16 Berufs, puppen umfassen, so kann man wohl, ohne ; Widerspruch erwarten zu dür 1'en. behaupten, daß hier ein Material gesammelt worden ist das ein klares und anschauliches Bild von der Lage der deutschen Arbeiter cibt. Allerdings 1daZLiiö"fehr wenig erfreulich: die absteigende Tendenz der Löhne ist bei der herrschenden Arbeitskrisis fast allge. mein, denn nur in sieben Städten sind die Löhne steigend, in 229 sind sie sal MmdM 670 stehend. Stehende Löhne bedeuten aber einen Niedergang der wirthschaftlichen Lage, wenn die Le benZmittelpreise gleichzeitig wie 1891 steiaen. - - II , Neben der Höhe des Lohnes und der ttauskrast seines GeldeswertheZ .kominen bä der Beurtheilung der wirth sckaftlichen Lage aber noch andere fyaU Jh in Betracht. Ta ist zunächst die VLlmäKigkeit des Lohnes bezw. ArblsndiensteZ. Auch damit sah es fim $iic 1891 schlecht aus. In 210 " Städten von den 906 in die Enquete einbegriffenen Orten herrschte mehr oder weniger lange andauernde Arbeitslosigkeit bezw. Arbeitsbeschränkung. Nur in zwei Orten sind die Löhne gestiegen, in 72 sind sie gefallen, in 232 sind sie stehen geblieben. Die Leveridttelpreise sind durchweg gestie gen. die Känfkrast des Lohnes ist also überall heruntergegangen. Andauernde Arbeitslosigkeit, Verkürzungen der Arbeitszeit compliciren die Lage noch mehr. 1 die aerade in den bekannten Industriecentren am - schwierigsten erscheint. Denn Aachen. Berlin, Breslau, Buckau Magdeburg, Dortmund, Düsseldorfs! Duisburg, Erfurt. Essen. Heilbronn, Leipzig, Magdeburg. Nürnberg. Oberhausen. Steele, sämmtlich Plätze, die, durch ihre, Mafchinenindustrie hervor ragen, weisen ein Fallen der .Löhn- ':.;!; jmi '"j , KzWürl2l1?Otle von den 306 Städ. ten, aus denen Berichte vorliegen, hat ten andauernde Beschäftigung. Die zeitweisen Arbeitsbefchränkungen und ,. die vollständige Arbeitslosigkeit gewin '? nen eine bedenkliche Ausdehnung. Es werden Arbeitsbefchränkungen für 20, M.,. 24, 26. 50. ja für 52 Wochen, also für das ganze Jahr gemeldet, und in 30 Orten trat zeitweife vollständige Arbeitsläsigkeit ' ein. Nur in - einem Falle waren Arbcitsstreitigkeiten deren Ursache. Bei den weiteren 15 Berufsarten der , Statistik! lagen die Verhältnisse nicht besser, sondern schlimmer. Denn N von ! den 16 im Ganzen behandelten Berufsgruppen hätten überhaupt kein Steigen der Löhne zu verzeichnen. - Am trau rigsten sieht es bei den Berg- und Grubenarbeitern aus. Von 2t Ortsvereinen konJatiren 16 ein Fallen. 8 ein Stehenbleiben der Löhne. Auch der große Gewerkverein' der Fabrik und Handarbeiter' der Berichte aus 129 Ortsvereinen verzeichnet, konstatirt ein Steigen der Löhne in 2, ein Fallen in 23, ein. Stehenbleiben in 104 Fallen. Daß die Stimmung , der Arbeiter bei diefec Sachlage keine rosig? ist, erscheint selbstverständlich: ) Sie kommt in, den beigefügten allgemeinen Bemerkungen zu 'theilweise drastischen, in den meisten Fällen mit genauen Ziffern belegtem Ausdruck. So schreibt ein Berliner Maschinenbauer: Eine Familie von fünf Köpfen braucht die Woche KoMeld 15 Mark. Miethe 5.50 M.. Kasten. beiträgeIM7M.- Steuer 0.46 M.. Zeitung und sonstige Lektüre 0.35 M., Letleidung und Unkosten 4 M., zusammen 26.99 M.. für das Jahr 1403.43 l;j M' iTic Einnähmen betrogen bei an dauernder Arbeit 1040 M. , , Ein BerlinerBauhandwerker schreibt: Gin Maurer öder' Zimmermann vcrdient abzüglich der Regens und Frosttage im Jahre 1050 M. Eine Familie von sieben Köpfen verbraucht jährlich: Lebensunterhalt 832 M.. Miethe 270 M.. Steuern und Beiträge 49 M., Kleidung ?c.' 100 M. (nothdürftig) 1250 M. Der Aussall rnuß durch Vec dienst der Frau, , Nähen oder Aufwarte dienfte gedeckt werden. . Die beiden Genannten' bleiben, und das ist gewiß höchst charakteristisch,' in ihren Ausgaben trotz der Großstadt hin ter einem Erlanger Maurer zurück. Derselbe 1 schreibt:' Ueber Lohn ' und Verbrauchsverhältnisse führe ich genau Buch. Meine Familie besteht ' außer m: und meiner Frau aus fünf 'Jft'ii dern im Alter von 3, 5, 7. 9 und 12 Jahren. Durch Arbeiten in einem Steinbruch verdiene ich 965 Mk. (Andere Arbeiter verdienen 750 bis 780 M.) Gebraucht .WeNchNm'VblK I ah re für sammt licht Lebensrnittel 989 M., und da lebten wir' noch genau. Für Kleidung und Wäsche brauchten wir 236, , für Schubwaaren 122, für Bier 116, für Brennmaterial 49. für Miethe 120 M., das find zusammen 1632 MarkH Um den Ausfall von 667. M. zu decken, mupen meine Frau und Kinder noch jährlich sö viel dazu ! derdienen. Ebenso wie im Norden und Süden, kann ün Osten und Westen der Arbeiter ellein seine Familie nicht ernähren. So löreibt ein Maschinenbauer aus Dan zig 7 Durch die im vorigen Jahr f " (1830) In der königlichen Gewehrfabrit if- ii tn .As i i. .1 ". vorüknommene unnaijuna liignirnr
Arveuer (ta. souo aller Beruky wur den die Löhne, die an und für sich in den PrivatwerkstättenAmM standen, durch das Massenangebot von Arbeitern noch mehr heruntergedrückt.' Zu den immer noch steigenden Lebens mittelpreisen steht das in keinem 'Ver-
hältniß. Den durchschnittlichen Ver brauch einer Arbeiterfamilie von vier Köpfen kann man für Lebensmittel auf 14 Mark wöchentlich festsetzen, und eine einigermaßen anständige Wohnung kostet 15 bis 16 Mark Miethe pro Mondl. Das macht für Lebensmiikcl und Wohnung im Minimum 900 Mark, der Verdienst wird im Maximum auf 675 c. angegeben. Und im Westen? Aus Essen berich' tet ein Maschinenbauer: Eine Fami lie mit 4 Köpfen verdient jährlich 1123 M. und zahlt für Miethe 165 M., iie bensmittel 790800 M.. Kleidungs, stücke und Haushaltunqsgegenstände 200 M.. Steuern 27 M., Versichc. rungsbeiträge 78,42 M. Ergibt ein Defizit von 127.42 M. bei der Be schränkung aller nicht absolut nothwen digen Ausgaben". Eines Kommentares bedürfen diese Beispiele nicht. Ter Nothstand, " den Herr von Eaprivi im vergangenen Jahre nicht finden konnte, ist hier zip Ermäßig nachgewiesen. Llbenteurerund Einsiedler. Die fonnenumglänzten Söhne des Glücks, die in tollem Wetten und Jagen die goldene Braut gefreit haben, sie werden von aller Welt begafft und von Vielen mit Neid und Aerger über ver fehlten eigenen Beruf angestaunt. aber die ungleich größere Zahl Jener, die rechts und' links 1 von Fortunas Günstlingen auf der Glücksjagd vom Pferde stürzen und den Athem verlieren, lange ehe sie das heißersehnte Ziel er reicht, wird vom großen Haufen nur auf, Augenblicke gewahrt und ist schnell genug verschöllen! Einer dieser Leyteren war Joseph Underwood, dessen Leiche kürzlich in einer elenden Hütte -unfern der Mündung der Talton-Thalschlucht im nordwestlichen Theile des californi" fchen Eountys Pomona von einigen Jägern gefunden wurde, eine Beute unzähliger' Fliegen. Underwoods Leben war eine Kette merkwürdiqer Wechselfälle. An seiner Wiege wachte der Reichthum und sandte ihn in goldener Nüstunq hinaus zum großen Wettkampf. 1820 in England von reichen Eltern geboren, die es ihm im acwöhnlichen' Sinne des Wortes an nichts fehlen ließen, studirte er eine Zeitlang an der Universität Eambridge und kam 1343 mit einem schönen üa vital nach Amerika. Hier erönnete er in Bussalo, N. das damals noch . e. f u..f;jt. ?V.k , eme eor unairauiiazr luvi ivur. StlefelfabrikationSgeschäft. und mehrere Jahre lang gmg es flott mit ihm aufwärts. Er genoß die Freundschaft von Männern.' wie der Präsident Millard illmore und Dean Richmond und war in der Palafiwohnung von Lewis Allen, einem Onkel von Grover Eleve land, ein häupger und gern geteyener Gast. " Aber Gott Amor pielte zweimal m seinem Leben eine verhängnisvolle Rolle. Um 1849 herum hatte Under: Wood in Buffalo eine LiebeSassaire. die nicht , nur ''ein Ge chäft. sondern auch seinen gesellschaftlichen Nuf vernichtete.! w! " . i.'- v r:x i uno uoer vie er anoersivv uumui, auch den bestens Freunden gegenüber. aussprechen wollte. Er wandte sich nach Ehicaqo. das ebenfalls noch eine jungfräuliche, und sehr regsame kleine Stadt war verlegte sich anz dieaustellen'Sveculation. und doch stieg wieder die Waqschale seines Glückes. Wer weiß, was in der Gartenstadt noch aus ihm Geworden wäre, wenn ihm nicht etwa das große ZVeuer oder das schlechte Wasser oder Willie Tascott oder die Kabelbahn den Lebenssad.'n vorzeitig durchschnitten hätte! Aber damals packte ihn, wie so manchen Anderndas Goldfiebcr. und er machte sich nach Ealifor nicn auf. Schrecklich hatte er in den Wocben seiner Reise über die Prärien an HUnger und Dürst zü leiden, bis er seinen Bestimmungsort erreichte, und yvei Jahre hindurch war er krank von den ausgestandenen Beschwerden. - Indeß erzielte? er mit Goldgräber binnen 4 Jahren 875,000; diese verlor er. aber wieder binnen drei Monaten, gleichfalls beim Goldsuchen. Nun ging er nach San Francisco, warf sich wie der cm Grundeigenthumsgeschäste und hatte 187! ein Vermögen von mehr als ß150,000. Also wieder stand er auf der ersten Staffel zum Millionär. Er " fand es angezeigt, sich einen Augenblick auf sei nen Lorbeeren auszuruhen, und mächte . . rr . ni..f r.'.-.Jmüii.t.j eine uropareise. mu seiner nualuarz verliebte er sich Knall und Fall in eine junge Wittwe und heirathete sie in New ftext sofort: ' der Priester bekam 8900 Trauungsgebühr. 1 Nach vier Monaten sedoch hatte das Paar einen schrecklichen Streit und Underwood gab seiner Gat tin S 10,000, damit sie ihn verließ. Sein übriges Geld legte er in Bergwer km in Nevada an und verlor Alles. Zwei oder drei Jakre lang lebte er als Bettler von der Wohlthätigkeit seiner znglischen Freunde. Wieder erwarb er :twa S15.000 mit Grundeigenthums zeschäiten in LoZ Angeles - es war )as lehte Lächeln des Glückes. Er ver lor Alles? wieder mit Bergwerken in Tom bstone..Ar.. daß sich thatsäch. lichls der Grabstein-, seiner Earrirre zrwies. , :..y-j-.ri Verbittert gegen die Welt und die Menschheit, führte er in den letzten 10 Zähren sem Leben als umpter Ein Zedler mit dem Verkauf von zuiammen und vor zwei muchtem Brennholz. fahren machte er sich seinen eigenen Sarq. Er. ist nur aus einem 'roßen Heere ! Preisschwankungen Das statistische Amt , des Ackerbau. Departements der Ver. Staaten giebt eine Uebersicht des enormen Aussalles den die Farmer an den hauptsächlichsten Erzeugnissen erlitten haben. Ein kurzes Summariu m m ag hier folgen :Vonl 870 biZ 1839 sank der Preis deö BufhelS Weizen von S1.00 auf 69 Eents. Korn von 54 auf 23 Cents. Safer von
40 auf 22 EentS. Immerhin fliegen ' mindestens die Gesammteinnahmen, der weit größeren Produktion zufolge, be! j Weizen- von 245 auf 342 Millionen. Dagegen :: brachten 2112 Millionen Bushel Korn um 4 Millionen Dollars weniger ein. als 1094 Millionen im Jahre 1870. Ebenso erlösten die Far mer von 741 Bushel Hafer im Jahre 1889 blos 172 Millionen, während sie 1870 für 247 Millionen Bushel 102 Millionen Dollars erhielten. Im Jahre 1970 brachten 114 Mil lionen Bushel Kartoffeln 82 Millionen Dollar? ein. im Jahre 1889 dagegen 202 Millionen blos 81 Millionen Dol lars. 22 Millionen Tonnen Heu brachten im erstgenannten Jahr 351 Millionen Dollars, dagegen 46 Millionen in 1889 nicht mehr als 403 Millionen; 724.000 Pfund 'Tab'äl waren im Jahre 1870 werth. -41 Millioneni Dollars. 965.000 Pfund im Jahre? 1689 43 Millionen Dollars. An diesen Proben mag rs genügen. Im All, gemeinen beträgt der Rückgang der Preise 40 bis 50 Vrocent. !
Aber diese Erscheinung liegt nicht nur für den Aa'nbau vor. wenn auch bei anderen Gewerben vielleicht nicht so stark. So ist während dieses Zeitraums der Preis des Eisens um fast hundert Procent gefallen, der des Sil lers um etwa 30 Procent, alle Manu facturen haben ähnliche Rückgäilge auf zuweisen. Auch die Zinsrate ist um ungefähr ein Viertel gesunken. Die Arbeitslöhne haben dieselbe Bewegung, wennauch nicht so starf. mitgemacht. Von 1870 bis 1830 sank der Durchschnittslohn in den Ver. Staaten von 74 auf S346 pro Köpf. . Vom Jnlande. Präsident Harriso isteln Freund von körperlichen Bewegungen, wenn er auch nicht die moderne Gymna stik patronisirt. Er macht gern Fuß reisen und in seiner Jugend, wo er aus der Farm seines Großvaters war, machte er häufig Ruderfahrten auf dem Ohio-Fkusse. , Frau Buffalo BillSHeim. stätte ist Seouls Nest", ein , langes niedriges Gebäude, vier Meilen von North' Platte in Nebraska entfernt und umgeben von prächtigen Ställen und Weiden. Mad. Eody wird als eine liebenswürdige und. haushälterischem Frau geschildert, die bei ihren westlichen Nachbarn sehr beliebt ist. , Im P itksburger onvent of Mercy" wurde dieser Tage der fünf zigste Jahrestag der feierlichen Auf nähme der Mutter Elizabeth Strange in die Klostergemeinschaft festlich began gen. In der Grasschaft Wirford in Irland geboren, trat sie 1839 in das Mercy" Kl oster in Earlow und legte am 16. Juni 1842 daZ Klostergelübde ab. Der erm Bilchot von Pittsburg. O'Eonnor. brachte die Mutter Strange mit noch sechs anderen Nonnen dessel ben Ordens, welche sie sämmtlich über lebt bat. nach Pittsburg. Sie ist fünf, undsiedzig Jahre alt. In grauenvoller Weife hat sich Frau Martha H. Beverly in Waltham. Mass., ums Leben gebracht. Sie hatte vor einiger Zett an der Grippe gelitten und war seitdem zeit weiligen Geistesstörungen Unterworfen. Während einer solchen tränkte sie neu lich ihr Kleid mit Petroleum und kroch in den im Keller stehenden großen Heiz osen. in welchem Kohlen brannten. Sofort fingen ihre Kleider Feuer und sie verbrannte bei lebendigem Leibe, ehe ihr Jemand zu Hilfe kommen konnte. Im Gebiete Oklahoma und ganz besonders in der Stadt Guthcie daselbst sind in, neuester Zeit wiederholte Versuche gemacht worden,- die Neger mittels Lynchcns von dort zu vertrei ben. Da Präsident Harrison den Far bigcn aber den Schutz der Bundcsregie rung zugesagt hat, haben die Verfolger dcr Neger In Guthrie große Plakate vertheilt, worin die weißen Bürger aufgefordert werden, zur Vermeidung des Boycotts keine farbigen Arbeiter zu be sckäftiam. Diele Vlakate traaen iedock keine Unterschrist, so daß sie wohl .von geringem Elnflul; sein werden. ' 'Der farbige Richter Perkins welcher kürzlich mit Theeren und Federn bedroht wurde, ist fernerhin nicht mehr belästigt wor dcn. In Halifax in Neu-Schot t. land wi.d gegenwärtig der Schooner Evalma" zu einer Fahrt ln den nörd lichsten. Älzeil von Labrador ausgerüstet, wo er zehn bis zwölf Estimo-Familien, im Gänzen fünfzig bi? sechzig Personen, sammt ihrer Aulrüstilna an Schlitten, Hunden. Fischereigeräthschaften u. s.w. für die Weltausstellung in Ehicago an Bord nehmen soll. Proselsor Reed von dcr Harvard-Univcrsität und der Na tursorscher Dr. Baur werden die Reise nlitmachen, um die anzuwerbenden EStimofamilien auszuwählen, wobei ihnen ein Professor aus Quebec und einer aus Newark behilflich sein werden. ' Sie gedenken in zwei Monaten nach Boston zurückzukehren und demnächst ihre fremd finhJMv itM'ifcTinrt ii4i ßfiirrt.trt in senden. : Die begabteSchrlftstelle ein Louisa Bowman McElain aus Ma imii vi wvy . v ..wm, . v Vj V dison, Ind.. welche zur Zeit mit ihrem Gatten, dem bilchöfllchen Methodisten Prediger McElain in Milton, Ky., an' tiT?'. .' ; n 1 . : it. ..... ..'ix zazzlg in, yai in iyren lungeren ayren einen treuen deutschen Verehrer ge habt. , Vor länger als zwanzig Jahren wurde sie mit einem jvngen deutschen Officier bekannt, welcher . Amerika be reiste und ihr seine Hand antrug, die sie jedoch ablehnte. Der Ofsicier kehrte zu seinem . Regiment in Deutschland zurück, wiederholte ober noch zweimal brieflich seine Werbung, aber auch diese bciden Male blieb Louisa bei ihrer Ab Weisung stehen. Später heirathete sie ihren tzfgegenwärtigenZ,Ä deutsche Liebhaber ward vergessen: die ser aber , gedachte seiner amerikanischen Liebe bis zu seinem Tode. Er starb nämlich vor sechs I ahien und vermachte i h r sein gefammtes Vermögen, fall s sie ihn um sieben Jahre überleben würde. Jetzt hat sie nur noch ein Jahr zu war ten. bis sie das etwa zwei Millionen Touars betragende Vermächtmß ausbe zahlt erhält. Kürzlich teerte in Des Moines. Iowa, efi journaliüifcker
Veteran, der verdiente Mitarbeiter am Jowa Staatsanzeiger", Herr I. W. Weippiert, feinen siebzigsten Geburtstag m voller Rüstigkeit. Schwerlich hatte er an eine besondere Feier des Tages gedccht. wohl , aber hatten es seine
Freunde gethan. Um die Zeit des Frühschoppens ntboten ihn mehrere ältere deutsche Bürger in ein benachhar tes SpeisehauS und brachten ihm dort an festlich geichmückter Tafel ' ipre Glückwünsche dar,. Ter Herausgeber, des 'Iowa Staatsanzcigcr" Joseph 5iböck, überreichte dem treuen unver drossencn Mitarbeiter und Vorkämpfer sür perzönliche Freiheit einen mit einem goldenen Knopfe geschmückten Ebenholz, itöck und von anderen Freunden kamen andere Angebinde. Alle aber waren in dem LlZunsche. einig, daß Herr'Weip pert, -wohl der älteste Zeitungsmann in Iowa, noch viele Jahre lang sein redliches Streben und Wirken in ihrer Mitte fortsetzten und datz sein gesunder. rüstiger Schwabenqeist der Sache der Freiheit erhalten bleibe. . - , . Aus Verzweiflung Über seine Armuth hat sich kürzlich in New. Orleans der Sprößking einer einst reichen französischen Familie, Frank Eamidcbät, üuf der Thürfchwelle seiner, Geliebten erschossen., Vor etwa drei. Jahren war Eamidebat mit Frau und Kind aus Lothringen eingewandert. Das , wenige , Geld, welches er mitge, brächt hatte,. schmolz bald zusammen, und nach drei Monaten starrte der Hunger der Familie in die abgehärm! tm Gesichter. Binnen Jahresfrist star-Z hen Frau und Kind. Eamidebat wurde von Nachbarn gepflegt, bis ep wieder arbeitsfähig wurde', und erhielt! dann eine Anstellung als Stallknecht. Um diese. Zeit lernte er das schöne' Dienstmädchen der Familie Larose, Mary Williams, kennen und verliebte sich sterblich in sie. Vor nlchrercn r,-- - 1.. . . 'ionaicn erlraniie er wicoerum uno mußte seine Stellung aufgeben. Er war mit Mary vertodt, der Hochzeittag' mußte aber .hinausgeschoben, wer-' den bis Frank eine neue Bcschaftigiing' finden konnte.- Dienet Tage halte er' mit seiner Braut einen Streit und sie c . f d i ir . c . 'w io;ien oas eryZiiniV aus. urz oaraut aber erhielt Eamidebat von Maryeinen reumüthigen Brief, in welchem sie. ihn ihrer unwandelbun Liebe ver sicherte und ihn bat, sie zu besuchen. Als Mary am anderen Morgen die Hausthür öffnete, lag ihr Liebhaber todt auf der Thürschwelle; er hatte sich eine ' . . , . , ? i ttugei vuraz ven ops gezagi. Der kürzlich verstorbene Cisenbahnmagnat Sidney Tillon war einst ein Laufbursche und verdiente wöchentlich einen Dollar. - Er hat ein Vermögen von S3. 000. 000 hinterlassen. Man behandle die Laufburschen höflich, man weiß nicht, ob nicht Millionäre aus ihnen werden. Der unsinnige Gebrauch des Kohlenöls zum Anzünden von Feuer in Oesen hat kürzlich wieder in Jmperial, P, drei Opfer gefordert. Um neulich Abend im Kochosen schnell Feuer zu machen, benutzte Frau Jules Leroq Kohkenöl. dabei platzte die Oel kanne und das brennende Oel ergoß sich über sie selbst und ihre beiden aus dem Fußhohen spielmden Kinder. Jhrerselbst uneingedcnk, eilte die Mut ter mit den Kindern im Arm, deren Kleider brannten. aus dem Hause und versuchte die flammen an ihrer und der Kind.ic Kleidung auszudrücken. Schließ lich kam Hille. aber erst, nachdem das jüngste Kind, in den, Armen der Mutter gestorben war. Das andere Kind war todtllch verbrannt Uiid die Mutter wird. falls sie das' Unglück über!eben"sollte. zeitlebens vcriruvvclt sein. Bom NuSlandt. Der .Aegierungsbotein Petersburg veröffentlicht eme osn ciöse Notiz.- in welcher der Zustand der nothleldenden Gouvernements als nun mehr günstig dargestellt , wird. Was in dem Kampfe gegen den Nothstand erzielt worden, sei den. großen hierfür aufgewendeten Summen im Betrage von 150 Millionen Rubel zu verdan ken; dennoch fei die Frage aufgeworfen worden, ob man künftig mit weniger Aufwand von Kräften des Landes sol che: Kampf glücklich zu Ende führen könne mittels zweckmäßiger Organifa tlon der.Verpflcgungsverwaltung.. In . . t 1 k . ... t r ri rv. uoigc oezzcn yaoe oer 'liNijier oes zn nern es für nothwendig befunden. möglichst bald zur Revision des Regle ments ; über die Polksverpflegung zu schreiten. .. ! Ueber verschiedene Sö belaffairen ,resp. Prügeleien zwischen Soldaten und Elvillsten liegen in den Blättern wieder Berichte vor. . In det Nacht zum v. Juni entstand in Ehren breit stc'n ein Wortwechsel zwischen Eivi listen un) Soldaten. , Der Polizei Sergeant Stock wollte einschreiten, er hielt aber ivon einem., Soldaten des Jnfanterie-Regiments Nr. 28 mehrere Stiche mit dein Faschinenmesser in der Brust. Aus Ottcrsweiler bei Zabern wird. der Straßb. Post" geschrieben: U nser sonst . so : stilles Dörfchen war am letzten Sonntag und Montag Abend der Schauplatz ! einer blutigen Schlägerei Sonntag Abend entspann sich in einer Wirth'chast ein trelt zwllchen Solda ten des 99. Regiments aus Zabern und einigen hiesigen Burschen. Aus rrt--i . t: ' ri v.. i c. uci vsitu;c, lournn sicy oer Vireil sorr pflanzte, erhielt ein Soldat einen star ken Säbelhieb über den Kopf. ; der im Gemenge von einem Kameraden geführt fein mußte, -und die Beibringung des Benvundeten in das Lazareth zur Folge hatte. ! : Etwas Aehnliches ist schon, oft dagewesen. Aber daß dieselben Solda ten am Montag Abend hierher zurück kehrtenAdie Theilnehmer an dem Streit aufsuchten, einzelne Häufer umstellten, dem Bürgermeister Trotz boten und ihn beleidigten, unschuldig Vorübergehende bedrohten uud verfolgten, das ist sehr bedenklich. Schließlich 'fanden sie ein Opfer, das sie. mit Säbelhieben und Fußtritten i ! so ! traktirten, daß der Un glückliche schwer darniederliegt. Auch in Bischwejler fand am Psirtgstsonntag eine großartige Schlägerei zwischen Sol baten und Civilisten statt, bei . welcher es auf beiden' SeUm blutige Köpfe sb und daZ Cafe Bertrand dem olirt wurde. Die Erbitterung unter den jungen Leu tm ist noc? je?? cjc?.
Von der Feder zur Kelle. In den Reihen der Arbeiter, die von den städtischen Behörden in Berlin deschäftigt werden, schreibt das Berliner Tagbl.-, hat schon so manche, verfehlte Existenz Aufnahme, gefunden von der
unö Kundige abenteuerrelche Geschichien zu erzählen vermochten. - So ist gegen wärtig bei den Eanalisationsarbeiten an einem neuen straßenzuqe im Nor den der Stadt ein Mann als Maurer beschäftigt, der auch einst die bekann ten ' bezseren Tage"' gesehen hat. Er hatte die Rechte studirt, war Referen dar und wurde dann Bürgermeister einer kleineren, tadt im Osten der Monarchie. Da fiel ihm eines Taaes eine ziemlich beträchtliche Erbschaft zu, die ihn veranlaßte, sein Amt nieder zulegen und nach Berlin zurückzuleh ren. um hier sein Leben zu genießen. Das that er nun in einer so enerai fchcn Weise, daß er sich schon nach wenigen Jahren vollständig auf dem Trockenen sah. Kurze. Zelt wenigsten? noch halfen ihm die bisherigen Genossen seiner Freuden durch, dann ließen sie ihn allein seine Straße gehen und er sah ich dem Elend preisgegeben. Zu einer seiner Vergangenheit ent sprechenden Thätigkeit konnte er sich nicht mehr ausrasten,, er. sank tiefer von Tag zu Tag. Einem " wohlwollenden Manne gelang es endlich, ihn zu über reden es einmal mit körperlicher Arbeit zu versuchen, und .der Versuch gelang. Der ehemalige Referendar und Bürger meiste?, der' seine neue, Laufbahn als Handarbeiter begann, hat sich jetzt schon zum Maurer emporgearbeitet". Er soll ganz Tüchtiges leisten und man ist zufrieden mit ihm. Von, einer Gewöhn heit aus den letzten Jahren hat er frei lich noch nicht lassen können; er hält es mit Jenen, die da sagen: Euch ist bekannt, was wir bedürfen. Wir woll'n stark' Getränke schlürfen." Ein eigenthümlicher' Zufall hat es übrigens gefügt, daß der Arbcitergrup pj, welcher der frühere Bürgermeister angehört, auch ein ehemaliger Bühnen künstle? von freilich, nicht bedeutender Vergangenheit zugetheilt ist. Folgende ergötzliche Spionengeschichte erzählt die Neisser Presse vom 31. Mai: Heute Morgen in der Frühe, als eben der thaugesättigte Erdboden unter den wärmer werdenden Strahlen der Sonne zu . dampfen be gann, rückte eine Compagnie Soldaten in voller Ausrüstung, mit ihrem Haupt mann an der Spitze, durch die unsere Stadt umgürtenden Feftungswälle zu einer Felddienstübung aus. Man zog dicht an einem hohen Walle entlang, der Schall der Schritte wurde durch den weichen, grasbewachsenen Boden ge dämpft. Plötzlich, beim Umbiegen um eine Ecke des Walles, sahen die vordersten Reihen auf dem Gipfel der Wall böschung einen Menschen, in grauer Stoffjoppe, anscheinend in Pumphosen und Gamaschen stehen, der in der einen Hand einen Stock oder Ständer und in ver anderen ein schwarzes Packet trug, das einem kleinen photographischen Apparate oder einer zusammengetlapp ten Zeichcnmappe ähnlich sah. ' Sowie der Mann die Soldaten seinerseits tt blickte, rannte er Hals über Kopf durch das thaubeschwerte Gras hüpfend, von danneii und verschwand hinter einem in den Wall eingebauten " Mil! tärmagazin. Ter Hauptmann beor derte sofort eine. Abtheilung .Soldaten zu seiner Verfolgung und schnitt ihm tclbcr die weitere Flucht ab, indem, er seinem Roß die Sporen gab und im flotten Earriere um das Magazin her umsprengte. Bald war der Flüchtling von allen Seiten umzingelt: hinter ihm ein Piket Soldaten, das Gewehr zur Hand. und vor ihm der Hauptmann auf hohem Rosse, den Degen in der Faust. Ein Entkommen war' nicht mehr mög. lich, die Katastrophe unausbleichlich -oa löste sich in letzter Minute noch diegespannteSituation zur allgemeinen Befriedigung in Heiterkeit auf, denn der vermeintliche Spion war kein Spion, sondern entpuppte sich als ein harmloser .Bürger hiesiger Stadt, der mit bis über das Knie emporgelrempcl ten Hose, den Spazicrstock in der einen und seine Stiefel das verdächtige schwttze. Packet in der anderen Hand, als getreuer Jünger des hoch würdigen Pfarrers Kneipp zur Krästi gung' feiner Gesundheit ein sogenann leS Thaubad nahm, bei welchem man, barfüßig im Dauerlaus durch daS mtt frischem Thau brdeckte Gras latschen:nuß. . . W tt 2 h r ys f 4 m n vv. ... , , Juni, wird gemeldet: Aufsehen erregt in Weferlingen und Umgegend das Verschwinden des Pastors' Berg aus Siestedt. Derselbe hat sämmtliche Wirthschastssachen veräußert und ist Ende voriger Woche abgereist, ohne Ab schied zu nehmen, - ßs sollen uiilieb. same Geschichten vorgekommen 7 sein, und man vermuthet, daß B. .nach Ehile in Südamerika zu den dort lebenden ältern seiner Frau gegangen ist- - Au S dem nör dlich e n Thu ringen - wird geschrieben: In unserer Gegend nehmen zur Zeit zwei 500jäh rige Jubiläen die allgemeine Aufmerk samkcit in . Anspruch. Das erste ist dasjenige der Schuhmachcrinnung in der Salzstadt Artern, , deren Gründung durch den Grafen Bruno von Ouerfurt am 28. Juli 1392 erfolgte, und deren Stiftungsurkunde' sich noch in der .In nungslade! befindet, i Das andere ' ist dasjenige der 500jährigen Erhebung der Kreisstadt Eölleda zur Stadt durch den Grasen Friedrich XI: von Beich lingen. In Artern giebt es übrigens noch mehrere Innungen , hohen ZlterS. So die ö Fleischerinnung , bcstä tigt ; v on Graf Protze von Ouerfurt im Jahre 1405, die Bäcker (1583). Tuchmacher und Leineweber (1689) Scdmiede, Schlossers MaintxWtdStläßit'ti (1691). Tischler und Böttcher (1669). Seiler (1678),' Zimmerleute (1680) u. s. w. Diese Verhältnisse charaktcri siren wohl am besten' das jahrhunderte lange Stillleben unserer thüringischen Landstüdtei1lk!s''''a ,Wü,WSS Durch sieben deutsche Staaten zu Fuß in fünf Stunden zehn Minuten! Um eine Reife zu Fuß durch zwei Königreiche, zwei Herzogthünier und drei Fürstenthümer in der kurzen Zeit von fünf Stunden zehn Minuten cuZiufübren. hrau& man, sie niiJ in
Da? Angenehme mit dem Nützlichen zn Verbindern ist heutzutage sehr leicht macht. Man braucht nicht mehr eme mitt Reise zu unternehmen um die Wässer von Carlsoad zu gebrauchen. Man kann die selben hier zu Hause mitoan; denseibcu . Erfolge verwenden. Die Mineral Wasser -von Carlswd sowie das ächte Carlsbader Sprudel-Salz sind weltberühmt wegen ihrer heilwirkenden Eigenschaften, spenell ' in Magenleiden (Catarrh), Hattleivigkeit Sie befördern den Stoffwechsel in hohem Grade und ist die Wirkung eine ausge zeichnete. ' Man hüte sich vor Nachahmn?,. Sen. . Die ächt importirten Wässer nd das arlsbader Sprudel.Salz"rnüssen die Un-' terschrift von EiSnerck Mendelsohn EoF Agenten und .Imports von Mineral Wasser, 6 Barclay St.. New Jork, auf ' dem Halse einet jeden Flasche haben. . f ein Märchen-Wunderland zu versetzen oder sich mit Siebenmeilenstiefeln aus zurüsten. Unser, deutsches Vaterland bietet viel , mehr Gelegenheit zu- einer, solchen nicht einmal anstrengenden Wanderung. Man wählt, wie , die Verkehrszeitung angibt, als Ausgangs Punkt den zum baierischen Regierung? bezirkObersranken gehörigen Ort Stein bach, Station der Eisenbahn Gera Sarlfcld-Lichtcnfels. begibt sich , von dort in einer halben Stunde nach Lich tcntanne (Sachsen Mciningen) und weiter in ein und einer halben Stunde dach Reuschengeseß (Reuß ältere Linie.) Das nächste Ziel Gleima (Schwarz-burg-Rudolstadt) ist. in zehn Minuten zu erreichen : nach ferneren dreißig Mi nuten führt der Weg nach Altengeseß (Reuß jüngere Linie) In 1 Stun den kommt MiZn von, dort nach Drognitz (Preußen), um endlich nach gleicher Zeit an den Endpunkt der Reise' Saal that (SachfenAltenbUrg) zu gelangen An a tote de la Farge; der soeben durch Selbstmord geendet hat, gehörte zu den bekanntesten sran zösischen Parlamentariern, obgleich er im Parlament niemals eine hervorra gende Rolle gespielt hat und namentlich als Redner wenig hervorgetreten ist. Dafür gehörte er ober zu den alten Graubärten, die sich aus mehr oder minder sentimentalen Gründen eines großen Ansehens erfreuten. Anatoli be la Forge hatte zwei Sonderheiten: erstens war er der heldenmüthige und siegreiche Vertheidiger von St. Quen tin, und zweitens 'wurde er häufig bei Duell-Augelegenheiten als Schiedsrich ter berufen. Die Eigenschaft eines gro ßen Sachverständigen in Duellsachen soll ihm nicht streitig gemacht werden, dagegen muß man aber doch hervorhe ben, daß es mit der Vertheidigung von St. Qucntin nicht so schlimm gewesen ist. und daß der Widerstand, den uns die Franctireurs Anatole de la ForgeZ leisteten, bei weitem nicht so fürchterlich war, wie man glauben machen möchte. Uebrigens war der Verstorbene auch einmal Vorsitzender der Patriotenliga, legte aber seine Stellung nieder, als sich die Liga mit. Haut und Haaren dem VoulangismuS ergab. ' Auch vor her hatte er in. der Liga keine bcdeu tende Rolle gespielt und den wirklichen Machern nur als . .Fahne" gedient. Ueberhaupt war er sehr decorativ, Ge sellschaften und Vereine schätzten sich glücklich, wenn sie ihn zum Präsidenten oder Ehrenpräsidenten haben ..konnten. In det letzten Zeit scheint sich sein Geist umnachtet zu haben. U eber di e Ein lief er ung JSgerS und den Stand seiner Ange legcnhciten berichtet dieLrankf. Ztg.": Die Behörde hatte über .seine Ankunft vollständiges Schweigen beobachtet. Jäger war mit der Klotz am 4. Juni ln Trieft angekommen? , Beide waren mit der Bahn über Marburg nach Kuf stein befördert, wo sie von einem Frank furter ErimlnalPol!zeicommissar und zwei Eriminal-Schutzleüten über Mün chen nach Frankfurt gebracht wurden! Es waren alle Veranstaltungen getrof sen. daß das Paar hier ohne Aufsehen vom Bahnhof aus. in Verwahrsam wandern konnte. Am Ausgange des Gepäcktunnels der Post auf der nördli chen Seite des Hauptbahnhoss hielten zwei Ehaisen, deren Lenker, feine Ah nung hatten, wen , sie fahren sclltea. In dem letzten Wagen des um 6 Uhr 59 Min. einlaufenden Zuges befanden sich die beiden eingeholten Flüchtlinge, die vop Polizeirath Eckhardt und ver schiedenen Eriminalbeamten erwartet wurden. Sie wurden sofort durch den Tunnel an die am Ausgange halten den Wagen geführt und über die Main zer Landstraße und die Anlage nach oem Polizeigefänaniß gefahren. Jäger trug it''5i einen, gelben Staubmantel, er zeigte gebrochene ' Haltung. Sein nach der Abreise abrasirter Vollbart ist noch nicht nachgewachsen; er trägt nur den Schnurrbart. Die Klotz war guter Dinge, sie lachte, als sie vor dcm Poli zeigesüngniß dem Wagen ent;:ieg. z Zu den bisherigen elf Verhaftn ng.-n in der Jäger'schen Sache sind am Sonnabend noch drei weitere gekommen. , Ein frü. hereS Dienstmädchen der Familie Ja KerMarolineM serner dieses Mädchens verhcirathete Schwester ' u u 0 dere n Man n, lllcus all? ftp. ! -V l'i-.rt f .''' sP '.Vif i'..' .! lN Holheim. sind festgenommen, da sie eine bedeutende Summe zur Ausbewah rung von Jäger erhalten und versteht hatten. Der Mann hat ein Uv;tänbn i -ja b e ätf ba B;;:;;;:e r;;!!!;b iC;,!:;. nr Schwägerin erhaltene Suml.ie. man spricht von 50.000 bis 70.00 )Mart, un Feldes eräm forschen an der von ihm angegebenen Stelle wurde das Geld gefunden. Fei ner soll sich herausgestellt haben, daß Jäger einem in Rußland lebenden Ver wandten eine Summe, die 50.000 M. betrage, zugesendet hat. lll Der beste Pumpernickel ist zu haben bei Bernhard Thau, 81 Hosbrook Straße und im östlichen Markt, Stand 122 und 124. -
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