Indiana Tribüne, Volume 15, Number 280, Indianapolis, Marion County, 26 June 1892 — Page 7
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ii :i :MX2SS !rMi w tfms - . . . . Unartige Kinder. "'i . Von Mark gauSm Kinder im Allgemeinen sind eine Got reszabc, unartige Kinder insbesondere ne der Hzupcheschwerden des täglichen kLebensö, Tas gestchen mit' Seufzen a'UftHi vcn geplagten' Müttern und von noch geplagteren unglücklichen Frau leins? ; das wissen dieHausgenoszen und Bctucher der stressenden Familien, in denen man es mit dtm werthen Sxrößtlngcn Nlcht aushalten" kann, oder je er anderen, deren .reizende Kinder doch I eine Landplage für ihre gesammte Nmgedunz bilden.Ks'Kochte fast scheinen,
li'ilil li'iM!!!t!li!ii''li:i:' .llinl-.j.
eis ob aller ErZlehungsmelsheit tin In- h.alte unerschütterlich daran fezt. ersten ein Geheimni, zu Grunde läge. 8) Kinder sind kein Spielzeug. BeEs gibt Kinder, die sich schwer, und an- hndle sie nicht als solches, und foä sie
dere, :die sich leicht erziehen lassen; es g,bk Häuser, ur denen die größte Strenge nicht ,n:ii .iele führt, und solche, in de? nen sich ' 'Alles von selbst zu machen : i. . ...... ' , ' r ! t e t.. t ichemt; es g'.dt hochgebildete, tüchtige, ekzrglsche Dränen, ,-denen die Kinderer kMuA nicht gsslcken will, und andere, ric! eiiksächcre, viel weniger vortreffliche, die verstanden haben, das Näthfel in 15 sen. Nückcrt spricht ein , hartes Wort.
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jj,., ii . Du schiltst Dich selbst, wenn Du Wein Kind nennst unaezoqen, denn to- . etest Dn es erst, so war' es nun gezogen." Lcr wollte es aber unwahx nennen? Ear cft, wenn ein Kind, an dessen Erziehung scheinbar nichts verfämnt . . : . ... . w . . ! rzurvc, inqr ein anen cn win. Uffll oer begangene Fehler in den allerer.sieu LebensZahren.' Man hat ihn nicht bemerkt und langst vergessen, aber die Übeln Fol gen machen stch geltend unh sind Nicht I ..ilV ,chH imnlll h k . . i IVi, 1 V Hl llil.i ' " I' ' I Wollte man nachfraaen, welche Kin-! derfehler wohl die meisten Klagen über . . . " , i -t JM ' P ;. unarrlge Zilnoer" yervorrufen, zo wur- ! den, glaube ich, sich drei Kategorien her ensstellen: 1. Unachorfam. 2. irrcacle! ' teter Thakiakcitstrieb und 3. Fehler deS k Betragens, wie Unverträglichkeit, Unbe- k "schcidenheit, Launenbaftiakcit u. dal. I WsS die letzteren betrifft, , so sind sie
manchmat iache des emperanlents und sMdanll natürlich schwer xn beseitigen, " soll
ten aber darum um so sorgfältiger bcobs achtet und ron frühester, Jugeno an be Hkämpflwc ' In den meisten anderen Fallen sind die
Fehler des KindeS eigentlich Fehler der ' Eitern oder der sonstigeil' Umgebung. 0$$ Maiiniitn Damen leider i:icht rerkcylcn, daß ich in diesem Punkte mit Zuckert aain elnoerstandcik ' bin.
jSfiiJlf Kin ist I deutlich an den Tag! eleate , Vewnnde rung, durch eigene Launenhaftigkeit nd inattgelndeSelbstbeherrschuna den Grund daz,l gelegt haben. Oder Ihre Kleinen stirb unruhig, lärmend, weinerlich, zu llen möglichen und unmöglichen Strei ! chen aufgelegt: Ich wette Zehn gegen Eins, dai) es ihnen an richtiger Beschäf ligunz und an geduldiger Anleitung I jchlt. f , I
riii'äUS i'ur ' rtt luirehlhnrer Ctaerhfit I ysßilraitenr m vierne niit iiitfriiilit I
t f;;:,r.Mi ä" krih sk,.,!.. och geholfen werden. Sie sehen, d
(i 'VP'"I HJ "WH- "'I I 1, O Wiv vhvh. vw vw t fl . -,,t , 7. .. es ' zum Gehorsam zu erziehen.' Es ist haben." , ii?,"L-" X - ? i: VmrÄrtfi w;?.-;!,. ?.,...kk.. I t,ki:vs : f.: I v varum .oitie
HWHiHyiw, uvk uiivii. laiiuuu u t -vyiivti rf4uv ;nifc iw i iuiu will I CV S f 1t..V . SA I.. X kX5 Ttnken Ei'.?..stllch'ch.'ob Ei. nicht -' b'! MeIche,7xemm,ig l . Er 'l-Ud ' r KIkck. N.Kk,l?. KnnK kk? k, I Mk r M '
M.-Sinoer und ein Spiegel, in dem fremde I
. Bezucher ein Abbild des Hauses, diel Eltern aber ihre eiaenen Febler erkennen. I !.....L ff... ,rn .: .1 1 ;f,wimi jic iuuuui. s! juic cjgciicii jvin,ütr i wyu.z. .1. t ic r w . .' z rx. TiGjnn zil ceunocuen, i i eine u i . ii . r ... t ' c ".V , I Veloi:erlennlNlkZ ,uno .mag oesalv ja schwierig wie selten sein. Andererseits ! iifi ix. cn . t or "t I j;itt$ schwer Regeln und Anweisungen ::' r - t . ., t r n n t i sj! s ur vi e,,i l n y xre rz ic y un g, auszuieuen, os Hlelch man alle !age erleben kann, dag dieienigen, die am wenigsten davon ver stehen, die besten Vorschriften zu geben wissen. Es ist eben eine Sache, in der f. irr .. rttir TN.iArf I iki luiiiu 4;vuvui wage ,ch es, ,n den nachstehenden Sätzen, t einige allgemein giltige Winke zu geben, -.'!, rt r r t yv 1 sit aus zeooachtung uno rtayrung ge-1 gründet, mir hoffe ich nicht den I r.t .. !. t;;i . I otöiiij jujKcii creen, iu rauc wie der Blinde von der Farbe aeredet oder über grauen Tbeorien hie Praxis deö Lebens aus den Augen verloren. 'M I) Erziehe deine Kinder selbst. Keine I trw ki ( 'ÄVi t ii. v; - I l i.i.v t.rkii.. , iv V Vi lll 9 ilJUU9 Nimmst, kann dir ,n Wirklichkeit dazu, helfen. Wer Kinder mit Erfolg erzie, hen soll, muß übe? ihnen stehen, d. h. ,n ihren Auaen volle Autorität beiltzen. Du willst und kannst diese natürlich einer Anderen nicht abtreten wohl, so ist eine mittelmäßige Mtter. dem oortrefs ?lichsten .Fräuleins vorzuziehen M 2) Beschäftige deine Kinder., Laß sie spielen oder arbeiten, aber nie müßig ;' aehert. Ein müßigeS Kind ist verdrieß lich, launenhaft und unartig, ein in der rechten Weife bcichaftlgtcs llebeuSrourdig, . gut und glücklich. ZWMW ü) x.wä oie jtincer i usrooen. : e; ilange nicht; daß es bei ihrer Beschäftig quna immer still und geräuschlos zuaehe. r ,- . .. t. . . r rn iSoll ein :!Äfnblssitt)Ta Geist und Köirper ge sund en t w i ckel n , so mu n es seine" Glie der nach Gefallen regen, sein Stimme sprechend, lachend, singend und gelegen! lich wohl auch einmal schreiend übei können, seiner Phantasie spieleud aenua thu fund die Dinge dieser Welt nicht nur .anjeyen-, ynvern aucy anfaue'. ha?,, WrttiirltÄ mflfS. rill Um fr Uni ,nieyen", sondern auch .anfassen .wi ! im V. . rA,. )M V ... f.! rsi. i?. :'Kiä':;.,.;it und an seinem Ort. Darum 4) Laß die Kinder in der Kinderstube, wenn du Besuch , hast. ! Für dich mag c4 recht angenehm sem und deiner mut terlichen Liede (resp. Ekteikeit) schme, cheln, die Kinder den Gästen vorzusüh ren. sie ihre Kennwisse und kleinen Talente vroduciren zu lasse und sie'lo den und bewundern zu hören. Für dnne Besucher ist es aber nicht ganz so angenehm und für die Kinder jelo st ganz und aar verderblich, sc-it erden eitel. eingebildet, gefallsüchtig; sie hören in der Gesellschaft der Erwachsenen Man. cheS, was sie lieber nicht chören sollten. Sie können im Salon und in Hege art der Gaste vernünftiger und schick ! icher Weise nicht arbeiten oder spicken und sitzen müßig umher, was ihnen im er 10119 und w mqi 5N dulden t. Äüsicn sie sich aber den f t - c 0 r ll rr. c. v . r äst.n ,i, f. u hl Zeit geschehen und dulde Nicht, daß sie
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ist. weil es vr allem aus die In. .Ich kenne ja Ihre Menschenkenntnis, ffi S S !: dbÄHtSr teTinbcTiirifiihütf-5af eVMartba Mat:t Ü&Zr Benutzung feiner guten Anlagen aus uigstens Den nicht, den ich sur sie be. 's'Kö k! h i !l I sorgfaltige Bekämvsung seiner Fehler stimmt habe. Denken Sie. Fritz, das r?'fc ,.nd weil, was dem Einen' gut, fürdaS dumme Mädel schlagt den reichen Mats.... n..s f.. x .(..p ' 7 - leicht den itel oder gar wenn ,ch ldm
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rfxrx'3pri i:m Mttelxnnkt der allgemeinen 'Aufmerkz am kett irKtti&V -, , ' 5) Lobe m d tadle die Kinder nie int Beisein von fremden. Die zartesten Fühlsädcu des jungen Gemüthes werden dadurch verletzt. unumaanali ch ito th ist ! i st. ! 7) el konicquenrnnd vervlnde vadkl die ! unentbehrliche trenqe m:t richtig angewandter Milde. Tasle und' strafe klndllchc Bersthen iutl Irrthümer nicht, - nrr i" als ob es roße Fehler waren. Wirklich TadelnswertheS dulde ober niemals, und vor Allem hast Du ejzvaS verboten, ss niemals von Anderen dazu gebrauchen Sie sind mcht aus der Wett, um lernen raunen zu gc: i i ige i i , jo chic, mm z schmeicheln und Dir oder sonst Jemand die Langeweile zn vertreiben, sondern um iürer selbst willen. Daraus folgt: n ...x.' m.:.'i.;tiir. . ' ,( (.' , ' r :r ' '"'!. S) tnoer nno IN gklvliier kZlkung die Hauptpersonen im Hauze, aber y 10) Sie dürfen eö tucjt merken. , Inkognito ramir0!t$titrl4Sat. jlj1' .Mer ist das dle Möglichkeit, Fnh .Na, Sle rvlen doch; Herr Jordan daß Seine Hoheit inkognito umherreist. um der llntertkan. kennen :u lernend II Wlllld VVU jfc v-i .Ja, fa, es stand im Kreisanzeiaer. . , a ': tt..v t . ... ... JL?. m - rt I.. lii. !' , uiiv o i;, rvlrs er jtauau V0iy rnui links liegen lassen bei unsern öcaturlchonyellen. I, CV 1 I ' Ul . '.. ' i . ,h illic. . ,! .Und ,nalen soll er. w!en Professor. .Ja, aber " .U : . .'.'ca, waSsvenn Hier ,yat ,erlns Fremdenbuch geschrieben: Georg Herzog, Maler das ist doch keinAnderer. als unser nener Herzoa Geora verlassen Sie sich darauf; Sie wissen, ich besitze Mettschenkenntni!P ia ritz, aber wenn man -nur winen konnte!" Der dicke Bentzer des Hotels zur Krone" kranke, sich hinter dem rechten Ohr, als wolle er, von dort das, was er Ntcht wu ete, , heraus kratze. tr . r- . ' . - ' ' .. . im ann jiigie er ylnzn: , .nver man mun:e voa-ven Znraer meizter " Um Gotteswillen nicht. Herr Jor dank- warf der Kellner ein. Seine Hoheit würde möglicherweise sofort ausziehen, wenn sein Inkognito hier vexrathcn wurde, und dann bliebeJhrWunsch, schrieben er müssen wir, ihn als sol chen behandeln, daber aber immer mit dem nöthigen Reipekt." k i ftiii ..;r.-r.x o....,? I oi,A)vtv I dem nöthigen d'tejpekt. Ich getraue mich u .. r jr. i i.' si. -.j I rni Hui ma)i . Ach. überlassen Sienr Alles mir , meiner Menschenkenntnin-ich saae und Ihnen, wir werden Hoflieferant ! Nun ja, Fritz, ja, machen Sie nur! Die Ehre für unser Haus wir werden Hoflikse ferant! -Und - Herr- Jorda versuchte einen Z?reudensvruna. cm: .r ... . i rt 11 MUcu aoer oaiur zorgen, vagv x .c ; r r . .. . i oer yoye err nca oel uns uoer nienis zu ' 7 '7m . w veriagen habe, datf ;hm nichts abgeht; Sie müssen auch auf dem Posten " tryi- i .'...". . uctjtijr jei icuici im jtppj yerum; das Mädel. die Martba as jt denn mit dem Früuleln?5 r- ' ii '' :i " m . 'M- 1 "'iUi"' iC. L.U it . m. Tlmmi-. m m -' Seh e; ii üvchiiSäru iu iiiu vciii ..muHtciii .j i siiucH iwic, niiv mochte sie gern verheirathen. erhirnifs'rt fc utr uu-a. .rNaunllch!" antwortete ffntej; lächelte aber heimlich so verschmitzt dabei. . . . ' u als renne er den (örund von Martha 4 Weigerung. .Vielleicht gefällt ihr Herr rin . . . . . . r.n . L '!' .aiiyes uiqr mir j einem S3iiaei Ach, das bischen schiefe Schulter, da aleicht doch sein Geld auö." . ! . .Aber Herr Jordan' S brauchten aus Geld doch, glicht ziUZ,sebe5'inn soi reis UIV X'lUiUli ;;,.,'' Oi, 3; - .,."',,,,,' ,,' ''.. f t ?.... i m ' '-w TiZ- ' : s ,!! . i .Papp.'rlapaop! Sie alauben also. I ich n:rde mein sauer erworbenes Hat und Gut dem ersten besten Bettler schen lru k izznos ,u:, ei . ioh r o ftuoTern ger Cbes in Gesicht. .Fällt mir nicht ein ! Sie heirathet den Mattbes. basta!" und damit kleulinie er sein Embonpoint durch bie Thur des Nestaurati,nszim. . f... ; v . j rtf.f i n . . c ' mirs, ,,ui vem oas ?cipraly slaitgesunoei' und zog dieselbe heftig hinter sich zu. fi .Warte n ur, Alterch n. Du wirst wie. dann ging er die aufaestellte rd! ü'kote entlang, um dieselbe mit geübtem Blick zu besichtigen. Er wurde es sich niemals vergeben haben, wenn auch nur eine Kleinigkeit nicht an ihrem Platze qe wesen wäre, wenn einer der Gäste nach her etwas zu erinnern gehabt hätte. In den sechs Jahren, in denen er das .Hotel zur Xrone' unter Zemer Oberleitung . 1 '" mm P 1 t - ' y atte, erfreute sich dasselbe eineS s ausgezeichnetek Rufes, uud daS war fem 1 sääj'i ,r-.:-:.i'i.M 1 rn i j , ';:,!! : , .-: . . - i: ,1,'!,,"! M. . - y. .... I " ' " 1 ' 'l;,'::!" . '' ' fäSte'i Herr Jordan wußte, was er an seinem fu..n . ' ... . licunii er enrie 19m oas ttlhmtnti Tl-vj... ! 1 tiX. ! -I. unbedingteste Vertrauen, hätte er aber ...l.i iw.l ).:i. f.i . r- i ... gcrung war, den reichen Freier p heirathen, er würde ihn mit Schimsf i Schande fortgejagt haben. Er hätte es m einer BejchranNtzeit als eine rode Beleidigung angesehen, daß ein .armer Kenner- trotzdem er selbst es ja auch gewesen eS gewagt, die Augen zu sei ner eigenen Tochter zu erheben: , Sem Kind sollt einen reichen Mann heirathen: der-buckliche Matches hatte bereits ZemZort! Der neueste Gastdek .Hotel zur Krone war am Morgen mit seinem Skizzenbuch in kie Agr zangen und hatte vcr. tlt Jbla d'h6te Lriicf tu jrja - ' a - - - '
Jtmm-'tr'-YttZrttZ JCZ:tSiJA3. ' T -rr-r - ,.n FrTr5.:! . -, ' ;;: !.-;;
0) Halte an MbediNZten Gehorsam. . 2 ..?,"' 'T
.... - j. - - I 7.71. Anttiti
V;ll ttlWk ; I4 . V : V : . "..rilf t 'J,- i rv' 1 a p . i ' ' o,. ... k -.-..s'lst ,s I iw er in pas JDOHi'
rt.l&trrf MM ,,"?,K yVlUM iH. 'ifen, , .'.
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v. yu 1 ..a.er oazu, 1 sen, wemi er jlch nur hier als Jncognito D-VF7r! mW ,;,B 1 ! ' lachte ivntj ! hinter ihm drem. I ?a su i& mth(,nnr .ff:,?..
P r.V "S ,c,ner oazrer em s Martha heimführen.erbaltntß .anzebandelt- habe, und da- .O. ich wußte es ja. der Herr begrün, her d,e Hau,tr,ache von Martha Wei. det unser Klück. O. ick, babe Men.cken.
wohl 3!iemand im Städtchen von ihni Notiz genommen, wie erstaunt war er nun, daß er bei seiner Rückkehr der' Gegen stand allgemeiner Aufmerksamkeit wurde ; man bildete in den Straßen, durch die er gehen mußte, fast Spalier
mit der nessten kam und sich an die Täble cl'döte setzte, glaubte er schier, in ein Irrenhaus gerathen zu sein. Alles stierte nach ihm hin, und es schien so, als getraue sich Niemand in ' seiner Gegen? wart ein lautes ort zu sprechen. Das Essen blieb ihm in der Kehle stecken, so unheimlich wurde ihm dabei;' er stand auf und begab sich aus sein Zimmer. Aber auch dort lien man ihm keine Ruhe, denn kaum hatte er die Thür hinter sich gclchlosien, als Fritz dieselbe schon wieder cfsnete und, , tausend Entschuldigungen stammelnd, sich erkundigte, ob dem gna digsten Herrn Herzog" das' Essen - nicht gemundet habe, das doch heute mit ganz besonderer Sorgsalt " zubereitet gewesen sei. ' ' ' -.. nß u,j das;iU roar mpty. gut, nur schien mir, b ic 2lt t s es c Clfcr; a f c t rii cf t ! !!Las will man denn vyn lnir? Für' wen hält man mich? !". , : ; . ;(ynadiocc Herr Herzog vernihen. aber Ehre wem Ehre gebührt! O, mir hftfen WutfAnif fit hilf s?m il $ CA. v. ij, ., -!: HJV ,mi -k i 1 '-a. -.5 h y tlllZJ t . 'S !!! W 'i'fi , " .HabaHa!" der Gast lachte ans rollem Halse. .Hoheit?! ich fange an zu "Si,' - ' H iiäioum innnncj beu Herzog. Georg, mellikS Namens r ; .;r;, , .. .... ... . . 'mZ., .sjr weaen!" Vjw. gnaden Uno wirklich Nicht der Herr Herzog -1?ZM Gewlg bin ich das, aber der Her zog bin ich nicht." Und als Fritz ihn 9 i ,, i r , : , , I, iL.' !! ;; , V . . unglcultna anstarrte, setzte er hinzu: .Haben ie denn noch re,n Allo vom neuen Herzog gesehen? Hier ist seine Photographie nd-da lesen Sie, mein Lieber, das i scheine Handschrist: Seinem lieben Freunde Georg Herzog Herzog 'PX$"i-J:i?:.rr ,., ":,.. A h , d er an a o l g e Herr sind ein Freuild Seiner Hoheit? !. Da kann vielleicht doch1 ' hl1 ' " ' " 1 " ' " ' )!un, ; was denn t Heraus i mit,, der Sprache ! Ihr hattet hier den Herzog um etwas bitteii ollen und Eure Hoffnung ljtlzu Wazzer geworden, nicht; 's : ' " .Ja, iaivcbl! Ich hatte meinem Eyes versprochen, das; ich, durch die alltc erösite Ausmerkzamkeit in der Bedlenuni Veiner Hoheit, ihm den Titel Hofltef rant er schwärmt für emen Titel verschaffen awollte Er ' schwelgte scho V w..t."ii i : m i;i ver Zlusiii oaraiis. Nun vtellelt kann dem Mannedoq n ,Ztvare intr auch ganz lieb. Aber aj hatten Sie denn davon?" rX t:i !X Ci.l 0rs-. ii V (ia" . v-nU lii vyu, iöj oauc rnii iiirin v5 chen so schon ,urechtoedacht nun ist ei nichts damit " ? ' Ji iwi vuirni. ijV , ,i,i.,J,.i(i,n t;'!,. -crr sN. ,s ft',e 3 Narfaa ;na V:,Ä -, Vu) nein, Q youj verneige tt'.u, nicht aber nein, , nun ist's doa nichts." X- ),tt':0 J . .Vielleicht kann ich Ihnen noch helfen, erzählen -Sieeinmal:' rxr" -tr Nun, der Herr ist so . gemuthlrch x... c.i v.-' Qs war's schon bei der Ankunft und'! alt ich den Einfall bekam, daß der Herr Her, zog der Hcrr Herzog sei -f. 2 i , .Also i von Ihnen kam die Veschee, nniö - ; .Ja ! ; O, ich habe Menschenkenntniß-. m t p-szss?. YaSf ... u:., m.x x Cl.i.tr... cx l""v " " 7 vl V iVU Herr Jorban, getraut lich ,Mit einen, - ,"' .. ( . ik. 1 :'. '..), i hatte sagen können legt er ein Wort für, mich bei Herrn Jordan ein wegen du Martha. die - ,. ' -' ' " " : ' .Eine Martha? Ah ; 1 i I.J l, Herrn Jordan's Tochter." .4 '.Niltt, der Alte will wohl nicht I ' .Nein Ich darf auch gar. nicht wa: gen, mich ihm zn erklaren, er nimmt kei; nen armen Schwiegersohn; die Martha so ll i den : b ucklichen Matthes heira l Heu, weil er viel Geld hat.AGi. W- k- l , I'ISÄJS; hübsch V .:;:.!! iillijiiii;;! : f. t ; I ift iiik i f " .Ein Engel neunzehn Jabre alt!' .Aber sind Sie denn wenigstens mii dem Fränlein einia? f.. :- y:t:::'-'i SSOsiaJjeh.Das. ist Alles recht schon und ich mochte Ihnen jcni helfen, aber wie den Alten hernnikttegen ? Wäreich der Her zog, ja., so einige Tausendmarkjcheine .Der Herr kann mir auch anders hel tenkPatent fälfchen ? , Ei, das geht doch ,Mt."MVzK.W!M ' .Nein, nein ! Ich sage Herrn Jordan, daß das Jncognitö durchaus gewahrt erden muß und daß er in diesem Falle . . . . : 1 - l; . ";('!!.: ., V,.., , den Titel zanr bestimmt erhältUDe" soll er Habens f das würd mich nur ein Wort koste.-. .Nun ja, wenn Sie ihm im Läufe des Gespräches nur ein Wort von mir sagen wollten, vielleicht so daß ich-DlM Paffen oif rni& warf i iA ! f,hr uri.,ss ,nna in,,!,., I trv"r - durchaus Ntcht Herzog in will. Ih I .1 Ci . r r . :; , Chef wirb feinen Titel bekammea und i .Z . . - . kenntni'ß!.Jetzt schaffe Si mir eine Flasche Wein der, schicken Sie aber den Wirth selbst damit, sagen Sie, ich wolle ihn Ip$m. 5 i Fritz ging und Herr Jordan erschien bald darauf in Frack und weißer Binde und servirte unter hundert Verbeugungen den Wein ,Hoh ach der gnädig Herr ha hen befohlen." .Ich habe bitten lassen Herr Jordan, aber wollen wir denn aus Einem Glase trinken?" Er schellte ; als Fritz in haS "v " . " na wlB9 -
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Der Wirth war, verblüfft ein Her
tog, sein Landesherr, wollte mit ihm zu lanlinen 'iein trinrn? Aber Höh . gnädigster Herr, ich iiik"'!'!; V soll . I Nun sa, . ich bat um Ihre Gesellschaft und will , mit Ihnen , ansto ßen Der Wein, wirdoch rittköat seint will ich rnfinfii!?1'- ',-L . ' " . ...., ,: O. Herr Herzog, der beste, den wir hn Keller haben. Den, bekommt nicht Jeder!' 'Ach. sehr schmeichelbaft für mich. Prosit!, Daö Wcinchen ist gut." Der Maler verstand es, den Alten ge sprkchia und zutraulich zu machen und bald hatte er' ihn da, wo er ihn haben iSißf:. IM - i,., jf,... , ' ' wollte. : - v,iJ Eic glauben also, wie Ihr Oberkell- ... ! ii'-ii'.'.". c ... o-? . . t. f. . Mff':; ner mir zagie, vag oer amiv eines opics seranten Ihnen im Geschäft förderlich sein würde!" " ': : 1 .Jawohl. Ew. Ho ach Ew. Ou,VV v. V UVf . "C'M' Gnaden.besonders für den Weinhandel.' Ich gelte etwäs.bei Hofe, das heißt, ich bin mit dem Herzog bekannt und konnteJbnen .dalu. bebilfüch sein: aber ich muß Garautieen bringen, daß 'das Geschäft nicht etwa einmal an den Erst? besten verkauft wird oder sonst, übergeht. Haben le denn einen ohn, der einiilal nach Ihnen das Hotel übernehmen konnte?" . i ,, .., " I ,;, ,. Nein leider! Aber mein Scbmieaer, l.7'T J J T " ,,, .p i, W JOljll r.Also eine verbeirathete Tochter? , Nein, nein, ich will sie erst oerheira, then." Ab, sie ist verlobt l Wann ist deniv CLLJ-'lLmH '": fei1 1 ' ywuin , ;,;f J'!l'"'i, rr sr : t. :i st , tn n I Ew. Gnaden, nein, die Velobuna r' ij" "'ii'-i ur Ü ' " ic 'ei c - I soll erst stattsmden, der Freier ist aber I schon da, ein reicher Mann." I tt..? :..x.MÄ , I tx ; OS W iermufbOTapn ! ". . C ... ',- .j' 7, il fönittti; ten kS tzt Ha,? Lem Hcrjoa miisse iaiV. MW den." Fachmann ist er eigentlich nicht, aber mit Fritzens Unterstützung, der ist sehr tüchtig" Ei, sä geben Sie doch dem Ihre Tochter!" . ? Enticüuldiaen Herr Herr Herzog.' aber der ist arm " . ? .Haben Sie denn so auf Geld zu se, keil ?1 ; . j; , . s t . ; ,V , ... .! .,. :- 1 , f . J . f - ;Ncrn, nelnj Hber ich weiß doch nicht -ob meine .ochter- " f j. Fragen wir sie einmal! Das klang wie ein Befehl ' und bar. stand Martha im Zimmer zupfte verle-1 gen an chrem langen blonden. Zopsc und wagte kaum, ;die ellchenaugen aufzü eineii Titel, den ich ihm verschaffen kann, Dieser Titel soll aber auch auf den Nach, ifftmr im ... i At.l A t iifi.rA.ti. Vii.t solger . im 1 i Geschaht, : übergehen, diefer Nachfolger, den er mir genau genannt, gefällt mir jedoch nichts es fragt sich - ob Sie darauf verzichten woll, die Gat tin. jenes reichen Herrn zu. werden oder können Sit nicht von ihm las. sen?" Är.,Ä; . ; i Herr Jordan stand wie auf Kohlen, er hätte gern dazwischen gesprochen, doch der Respekt erlaubte das nicht ' Auch Martha wußte nicht, was sie sa ' r rr. . f 1 '"'.'" gen 10 Ute, 0 verwtrrk war aoer u f rc .vr; i;s.r. . r? MBH MW IHVIIW, MHV..V .V tUf VVVf iil Q;.u.t7ir, "' -' mr ihr LlebeSgluck. , UUl ll.9UH. .Hoheit!"' platte sie . heraus, .den Matthes mag ich überhaupt nicht, lieber aebe ich in's Wasser!" Ader warum denn nicht qxit ihr Vater.'allen Nesvekt veraeuend. sie an. Jch kann ihn nicht leiden " ' ' .Unsinn ein so reicher Mann! .Oder liebt das Fräulein , vielleicht ek. nen Anderen?. He? ;S wird doch nicht! . -'" .Ei, warum denn nicht? Kind, Ai antworten Sie doch, ist eS so!" Und bei diesen Worten ;og er die Hände, mit des nen sie die Glutb ibrer Wanaen verdecken wollte, herab. .Antworten Sie doch!" n.. st.'r. crni. rst r a cv P t wi ' - veaea einem rurlen zramvte uieu ear. tha ein festes: Ja. es ist so !5 hervor. und auf die Frage, wen sie denn liebe, antwortete sie: z. Den Frifc'.U, , - r . .Die Dirne ist toll, daraus wird nichts!" .,;" ' 1 "": '.' 1 . I" "' ''I l "' 1 m 1 rt ' ' !I! !i 11 1:11 " .Und das nur deS Geldes wegen, Herr Jordan?" Der Fritz ' wäre die beste ntie, die ich dem Herzog bieten lonure, er iqeim vocy em lucyllger jacy. mann zu sein, außerdem werden Sie in M ''' ! iL ' : .".: . 'r- r' erster Reihe ihm den Tttel zu verdanken aben' 'MW i f$M'l v V cy V. ?!:. i.snchmVß"ch)bi friaen ob er will - - 'r 1 Jk '. a : :s . l'-fj n& ,p :u UrT W strih s;r ?knr -k., fc-W W,r !; rtr ' m -fc r w - M ui w i V! mr i. :., . w r hatte und stürzte sich an den Hals seines Chefs such Martha umarmte den Va ter stürmisch, sbdaß diesem beinahe der Atheuiveraina.,.!..'.:!! .Laßt mich nur loS ! Da habt Euch l " tt i.' f . ' C ,;- c " r ; wmo ü) graluilre uno laoe mlcy zur Hochzeit tin," sagte der Maler, dessen Anwesenheit man beinahe : vergessen fl!!teOT :; f-Mm !!, ,vr3 wird eine große tzhre sur nnS sein, gnarigster Herr. Aber die Hochzeit darf erst stattfinden, wenn das herzog . ! lich- Wappen über meiner Thür hängt." I ',;;!!:, Cf. . f W ' 1 ' L ' sV t 'u der Hochzeit er uyr Herr Jordan i.t . a ri-r s":.t jeooc9. oag oer herzog aus , einen Neigen ainu wer iiq n,qt veruyrk yatte. m?'r zog oer ai ?err me Brauen !,, i K..IK InAf Ah. M.V. cJr.r r. .".7" " ! SxE S!: 52? i.,. Hand. .Fritz. Du bist eine Perle ! Ich babe ? . . r "V f m . nm icei wirriiaz reiperi vor oeiuer hjuxu schknkenntniß! Der a o l d e ne TOiti rn sns eingehalten, führt zur GfaralieS wiiainr. ,:!,. , nJCt i;; Z,,,, ! r-i i j .! C?ln nrstftllAÄ t? k ? hrnrnr Deiches drei Opfer forderte, spielte sich neulich in Florenz ab. Der Koch Be nedetto Eanaiacci ermordete sein zwan sigjähriges Weib Thcrese geb. Lambrick aus Paisau, hieraus deren Kind, emen ualma. und lauerte dann dem Lieb Haber seiner Frau aus, einem jungen lkommis NamenS Atinarl, den er nie verschoß. Dann stellte er sich dem Ge richte und wies durch Briefe nach, da dir ermordete Säugling das Kind Ali nart'S war Die Lambrick war Sprach. ledrerin ' .
schlagen; zrano sie voch, wie ,le oermetn diesen Worten crgrincn; es war. als lob te, vor ihrem Landesherr. cin guter Geist ihm zurieZ: , Greis' zu, ! i', Nun,.: Fräulein Ihr Papa möcht, Tobias.? arcis' m: .Duchist ein Sonn
Ein unterdrückttr Ltzrtler. "ll Tob!? Müller -war ein 'Sonntag; kind, und, was noch mehr ist, er hatt: glücklich .seine SindieJ.bcendötfi'nd ferne erste Anstellung erhalten. Nntt ttyue ihm mchls mehr zu? irdischen,, Glück' seligZeit ats eine treue Gesährtitt. ' die ki. H 4fm iUMifi TninÄ ?i!fir 1k 11414 Ikllit 41IVtV. VVIMV batte ein mcickcs.. cmLwnalickics 5cn und eine scbr lebhafte Pbantasie lein Wunder. ' daß er in seinem Leben oft und immer unglücklich verliebt war und, trok vieler TamenbcZanntschasten, noch immer nicht die Rechte gefunden hatte. Was er dabei an Herzens-Glück un Weh empfunden, das lag, in zahllose Gedichte gebracht, in sechs ge bundenenPoeiie-Äuchern vor ihm. cun W? uT WZ Dlchter set! Er hatte bereits den Vcr leger sich herausgesucht, dem er die zar. i mi.it... r-. ii.zti rr..r:v... loute aucy oicen ersllyren, 0UV er ein f rti . t t err t i r . ' :i'..r. ten Blüthen seiner tiefsten Emvfindun gen anvertrauen und durch seinen Band lyrischer Gedichte Reichthum und Ehre . , . t ''::!. .! .."; "v i . i . r n venmassM mouie. : uno xreuie iicn zcyon im Stillen öcs Aufsehens, das die Her ausgäbe seiner Pocsiccn erregen werde. Er genoß in seiner glücklichen Phan i.x-af vl. st f. 4UJIC UU U'vll dllUjili UUU UU II 4ilU ' . . '. , kcnnung voraus, die ihm zu Theil wer t)en wird. Za er sah seinen Namen neben den ?!amcn der ersten Lyriker. Deutsch l m , . k. ' n . . n.. . ...i.'i. lands in den künftigen Literaturaeschich ten durcy ctzottcn acoruat uno freute sich, 'daß) wenn dereinst die, höheren Töchter und Gymnasiasten der Zukunft auch den Namen Tobias Müller ihv, sti(i'i15(sitftifi' Vnrrt inhrrtrton miif xyvwuiuiiu iv tvnvniniiinMMni " u V, "A x rrt La3 mPrm lti , ivitt jiuui l'V i' .., jr' . s - 5. z,,,- , In diesem aluckllchen oracnud Itaf9; taoir iCJÜUe in Hniirn Wihttititni in nir,t ll. ".""" ' TOOTS,Kaffee und las das neueste Abendblatt da siel ihm eine fettgedruckte Anzeige in die Augen, welche also lautete: . ' l ir . . - . ' 1 , V grillt gemeintes peirfliyjgcjucyj Eine junge, unabhängige Dame, an sangs der Zwanziger.' mit einem dis poniblcn Vermögen' ' von 250.00 Mark, sucht auf diesem Wege einen passenden Geführten zum gemeinsamen Erdenwallen. Außer einem tadellosen Rufe wird nur die Bedingung gestellt. daß der Betreffende eine durchaus pocti sche Natur ist und sich hierüber genügend ausweisen kann. Ernste Gesuche sind unter Poesie- bei der Erpcdition zu dintcrlcacn." Wunderbarlich fühlte sich Toblas von tagskind.' und wenn' es Jemanden ge lingk. ' durch seine Poesie Liehe. Glück .. v ftl Alt.. S 1 t'.Tl 7 und Reichthum ZU gewinnen, so' bist Tu es!" , : ..';v' :V.; Schnell' nahm er also Papier und Änte zur Hand - und , begab sich , an's Werk. In glühenden Farben schilderte er der Unbekannten sein liebeoedürstiges, pocsiedurchhauchtcs Ich, legte die sechs Bucher seiner dichterrtchen Erzeugnisse' nebst einem an die unbekannte Geliebte aericktctcn WidmunaSaedichte dazu, und sandte alles durch einen Ell tmi : Vi - t?&4 .f ; nit n fornl I M4i vv- . vlil rt . I Erpeoltlon. W I 11..';- lZY:f ' t'All)! xaqc Dcrqinqcn ouraur, ount daß er eine Antwort erhalten hätte acht lange Tage, .die dem begeisterten Poeten und . Heirathscandidaten in seiner unnennbaren Liebessehnsucht wie acht Monde erschienen. ' Ta, am neun ten Tage, als er eben das bräunliche NachmittagZwasser zu sich nahm, brachte ihm der Postbote em rosa Bnesiem von Tamenhand. Wenig fehlte, so wäre er dem erstaunten Jünger Merkurs um den Hals gefallen, vor Rührung ; und vor Freude, doch er bezwäng Nch noc!, und drückte, ihm nur ein vollwichtiatt Markstück in die brlef'spendende Rechte. worüber der biedere Bote so erschraken war, dan er ganz em .anke" ' vergaß und ob solcher Freigebigkeit kopszchut telnd das Zimmer verlief. Tobias aber war selig! Reunundneunzigmal küßte er erst das Eouvert und drückte es gegen die Stelle seines Rockes, unter dtt er sein Herz vermuthete, dann öffnete er es behutsam und durchflog den Brief. wobei wir ihn denn nicht weiter stören wollen. : mU'i.. Aber, o Himmel, wag war ihm denn uui uirnui iui ui ujuui ,nuiuiuituj w.,sichd Mi. .a,..cm Angstschweiß auf der Stirn sank, et Vttckmäri in spinen P-sirnenfhifil. Jhslti auf einmal nur geschehen? Kreidebleich I ruawaris in icinai vrurujtum. , l , . . - ihn btc Freude o übermannt, oder wa 0 , ' ' ' j 1 ," I" v ci , C f war lhm pa,urt? Da der Brief sei nen zitternden Händen entfallen war fs wollen wir ihn aufheben und so indiscretsein, uns mit ! seinem Inhalte be ianntzü.'machenSMM . Geliebter Tobias!" sö begann er. .oerzeihe mir, mein Vielgeliebter, daß ich, von meinem Herzen getrieben, schon jetzt das vertrauliche Tu für mich in Anlvruck nebme! Dock ick 'kann nickt Inders, mein Herz hat gewählt; Du allein von der Menae der Bewerber um meine Gunst hast cS verstanden, mich I ......, ! . ' '-"!.: - . ' 21, :n ir tiefit mick tnähu I 0" ;-: i-n ' " i ' ''7 1 . r---Liebe Und Verehrung! Vergib wir grum. Geliebter, daß ich l einer Hin ficht nicht ganz offen gewesen bin. I ' . " " . . " f. ' ... l Denn wisse. Tobias. Nichts 1 1 Mir ttruato als ein poetisch schwärmenb Menlck. und nimmer würde ick einen Dichter zum Gatten erwählen. Und weil ich nun nicht wußte, wie ich einen Gatten bekommen sollte, der sei nerlei poetische Ader hat, versiel ich auf die Dir bekannte Anzeige. Aus dem. was TU mir übersandtest, habe ich nun sehen, dan Tu nicht die aerrnaste An läge zum Dichten hast, und darum komm'.an mein Herz, o Tobias! Teint sechs PoesieBücher habe ich aus dem Altare unserer Liebe eopferk, und er warte ich Dich morgen in meiner Wohnung. Deine Drch liebende und stch nach Dir sehnende Theodolinde Ehren traut." Wie. haben wir. reckt lesen? Tobia Müller kein Dichter? Die Frucht feiner I vielsähriaen, mühsamen Arbeit vernich I tet und für immer verloren? Das wa. 1 u vul: das war mcht zu ertragen!
'Bi K ' ;,.i!.,,:v,i- :p!;i!:5'.,ja!.f'' . e-;:i".,i;'ll- '' 111.1 . .1,.., ein zum Tode Verurtbeüter san er da und wußte nicht.was er beginnen sollte. Endlich griff er mit einem tiefen Senf' zcr nach der alten Trösterin aller seiner
Veiden. naä) der maarre und qualmtk wie ein Ausbruch drohend:? Vulkan. cn r f"'-!: . i:.W....Vtl NUYIN uno vtvfit ais yrncr waren o ' -v . " '- n . "" .- " : -. 1 ir; : rnn nur lcrdl Cf " i v . r :t ' . I 2!t4'w annehmbarer Tausch war. Als er die zweüe (z iaarre an der ersten anzündete, war er schon halbwegs cntchloiicn, und nachdem diese derpantwar und ihm .nun - voller Schrecken einfiel, daß er dem Stephanssünger seine letzte Mark gespendet hatte, da war er' cnt' schlozi.cn. Thcodollnden aufzusuchen. ) 1 Und siehe da. nach sechs Wochen war Tobias ein glücklicher' Ehemann; 'die ir. 1 . .' . -. .." . . . . ' r - tf'il ' ! f Vi . littcrwochen . peramaen, ohne, oan er 1 istTI f k uuch nur cm emzigeMal daran ge1 SflJÄJ I besteigen. Später machte er allerdingZ einmal einen schwachen' Versuch doch Thcodolme merkte 'es noch "rechtzeitig und die Folge war. daß sich binnen 2 l Stunden Mama Ehrentraut bei unsc rem jungen Pärchen cinfand. Welches Mittel sie anwendete, wer kann es errathen? '. Wir wissen nur so viel zu berich' ten: Tobias dichtete nimmer wieder! ; ''' ofmann Erinnerungen. - - - l ' Karl Voat erzählt in' der Wiener N. Fr. Pr. daß der jüngst vcrstor. bcne Chemiker Aug. Wilhelm Hosmann der letzte seiner Schulkameraden gewe, sen sel. Aus dem Gymnasium ' ln Gießen habe, man Hofmann für einen ebenso schlechten ' Schüler erklart, wie emst ln Tarmstadt Liebig. den die Lch l ' 4. 1 . i. "" CK. ei i ' ') Wilhelm l,e ,ch SIcn SVÄ? das Orru za sag e 'h nicht zu Ze mehr er sich damit - vertraut machen sollte, desto mehr stieß es , ihn ab. Er trieb nebenbei Allotria", wie die ac strengen Hirten ' sagten. ' die ihn viel? lelcht bcsckSlt:ätcn7adcr w nickt? !uh ren konnten. Der Zwiespalt in seinem Innern .unrde Zimmer, arörcr und schllenllch war - der Iunae anz ver zweifelt". Der Vater, mit Licbiq'cng befreundet,' klagte d:e?em seine' Noth. Gib ibn mir. sagte 'Liebig. Jch will sehen, bü sich etwas aus ihm wachen läßt. Er ist ja ein utcr Bursche., und dumm ist er, auch nicht. .Vielleicht haj er nur setneu richtigen Weg mch! ge iunden!" ' ' ' 'ijl :. ; i.T - - . C - - Es zeigte sich bald daß Wilhelm zetzt 4 w " -rt ! i .. f:. w . , i J . , . . i - oen ricyi gen ca gexunoen yanr. ama' mit Mezenichritten vorwärts. Licbig selbst, hat mir , dies wer leuch. lcndcn Augcs er-äh. l :!m war : 1 1 ' . . t . r, ' - i; ... . ,. :'i :! '. . : 0 wcii, jciDiiiaiioi9e ?iiDeun rorncy men zu können. Liebig machte ihn zu seinem Asmtcntcn. Seine Unter tUchun gen über Steinkohlentheer und Indigo sanocn allgemeine Aneriennung. irr habilitirte sich im Jahre IBib im Alter von 27 Jahren in Bonn als Privat doctnt. Diele Ucberuedeluna war tr Wendepunkt in seinem Leben. Hier machte die Königin. Viktoria be: hrer Rheinrcise seine Bekanntschaft und gewann einen so großen Respekt vor seinem Können und seiner Bcrcdtsam kcit daß sie nicht ruhte, bis er als , Lei ter.des Royal. College os lZhemistry' nach , London veruzcn war. 5oq seine lnnncrung?n mit folgen den Sitzen: ' , ' sahen - uns vor vier Jahren zum letzten Male in Boloana bei jener schrecklichen , Säkularleicr. , d.'rcn ganze Organisation darin bestand. , daß man die. Vertreter der Unlvcrlitätcn w,e merkwürdige Thiere bei glühender Son. ncnhitzc durch, die Straßen führte und !" , .X . , I L I n 4t . '" Iie Aveuos mu einer orpcuung von Tristan. und Jzcult", . labte. . Nach dem ersten Akt brachen alle Teutschen aus Wohin geht Ihr?'! fragte Wil hat mich bttlen lassen ich muß wohl blnacden!" : Ader am anderen Taae holten wir es ein. Da saßen 'wir zu 7 , .- : ,'V 4 'Ii .31!' . f. III".!'.'! ..:. ' ' C 41 V.'"..ammen Mit unserem freunde Bumil ler, dem gemüthlichen Schwaben, bei kühlem Chiantl und plauderten zum Abschiede von den alten Zeiten und den alten Freunden, so traulich und herzlich.
Helm, n s lcrnaus. , jromm,: Xii Wasten eines geliebten Wesens, die be mitNMAch! seufzte echZch lhäte ks stehen in dem ewigen Crescendo: Bitte. gerne. ' Aber die Königin Margherita Kuß, Schmeicheln und Grollen! langweilt sich gräßlich in ihrer Loge. i. Und so kam's , denn , natürlich. , wie Der König ist nicht gekommen. Sie Dictrick es nickt wollte . und nicht ac-
daß wir fast den Zug versäumten, der Fibern in ihm dem endlichen Besitz seiuns wegführen sollte. Wilhelm hatte ues Bräutchcns cntgegenschlugcn. s, nL..ti.- n..v!i rh- ... . 1 ' a a -..S .. -
cm diuiui. in ?vtviill ,iuvltl. vv er durch die Pflege seines gefährlich "til krankten Vaters znrückgchalten wurde. Als vor wenigen Wochen ein interna. tionalcr chemischer Cngreß in Genf abgehalten wurde, fragten Franzosen und Italiener nach Hosmann. Ich hatte gehofft, ihn bei dieser Gelegenheit .t ... t.c r- : .... rz-c.f..--wkvcx zu.,rultti.,M'i,r m zur lyvtuil nach Italien gegangen,- sagte man uns. kl!. .. . vtiiS (.!. jww, uv ui'wwv. V)ttUlt4V'(l i Thätigkeit wurde er plötzlich abberufen. Seine Freunde werdrn ihn nicht veraej.
sen, sie werden' ihm ein treues Andenken' Aennfte. 1 1 lxJißA "... bewahren, und in dem Buche der Wis. Aber darüber mxSnAisenfchaft steht fein Name mit unauö. weit voraerückt, er mußte sich höchlichst
schlichen Zügen." Ueberboten. Erster Bassist: .Ich sang einmal, daß daS Publikum )on einem i heftigen Gewitter nichts hörte, das während der Vorstellung über fle hinzog'." Zweiter Bassist: .Und US ich einmal hinter der Scene einem Kollegen etwas in s Ohr sagte, da wur den die Leute ängstlich, weil sie ein fr mtter heranzunahen vermeinten!" P r a t S. A: Nun, wie ist'S feilt dem complicirten Geldschrank, den Bit sich vor einigen Monaten ange 'chaffk hatten: 'wissen Sie jetzt besser da. vit fertig zu werden 7" B. ifeuf end): Leider, leider, inzwischen habep ja zwei meiner Töchter geheirathet! Ein Unglücklicher! EsiS Zchrecklich! Gar keine Freud' hab' ich l. .. ClVk . I 1 , ... w ' im oer üjcji rici mal zum Ar taten!'
israaszKaasr; '
ile mit Nelle. "ii AiHLmoristiZchk Sci;;e vcn H. Narvtzk. Er hatte sein ganzes Leben ikz .zweierlei Tuch" gctraacn: zuerst lang? Jahre des Königs. Aoa, dann die um l tt , VV . VVV , tmmm. mam vor allem aber der Schlott", me Esse"', iencs glänzende Ungethüm von Scidenhur, das uns .die launische Mode aufs Haupt, gestülpt hat und nun zäher daran festhält, als an allen an deren Dingen, der gräuliche Eylin der war ihm da verabscheuunaswür digste Ting aus der ganzen weiten Got teswclt. ' ' Aber die schmucke grüne Tiensimühe M4kV Ml"" fc v. ct....... hPutrtr wr VVMV'HV 5 V w V,j V Gelegenheiten der funkelnde Gala-Hclm, ja. das war etwas anderes! Die straffe Zt Uniformhose,, der enganschließende Äo.t ach warum gab - es nicht ein Gcscr, die Menschen .vom SäugUncl, cn bis zum Mannesgrcrse zu uniformiren. Besftr wäre jedenfalls nach der Mei nuna unseres, Dietrich Prahcmann zur die ganze Menschheit gewesen.' Kern Gott könne rhn zemals m das verhaßte Civilgcwandzwingetto schwur er. Und doch brachte es der kleinste von allen,- das Bürschchen Eupido. der ja alles erreicht, was er nur will:' fertig. Unter Dtctnch bekam eines Taas einen Liebpscil tief 'n's Hcrz geschncllk -Qti Uniform hatte wi nicht davor schützen können.. .Der Pfeil dran aus Tortchen Meyers hellen klugen, Augen und das hübsche frische Kind - mlt den runden Wangen und . den runden vollen 5 ifrn t.4iiff ttrmo 4 si n r jTUlUtVit IJUMV .3 (UUt, lUlllU 4ittiyUil dk nicht ruhie und icstcjk. liZ er Ntiqng und Ä. Mag. ihrc7 iZItcrn ei n-st halk.. Abcrebe da- vr'äötia die lciden zusammenpaßten so sehr sie mit cinan der hannomrlcn m klnem glnqcn :hre Ansichten weit, auseinander. . Dortchen fand einen qutsikendm Frack als da! schönste und vornehmste .MewünaSstück und. ein sauber gebiz:s!ctcr, rlindcr hatte für ne nicht nur keine Sqrcien, sondern ne saud ihn gar hübsch unÄ staülich. Und von dieser Ansicht vermochte sie auch nichts abzubringen. , .Sag mir m aller Welt, was hast Du amen das Feltäewand aller Vräutigamz t fragte sie einmal. Das Wort traf ihn wie ein Stich. ,Doch noch aller Bräutigams.' hfa I C '" "rvf '"iw ' p eilte er sich , erwidern, 2B!e viele Ire 1 " . 1 ? - ten vor den Altar in schimmernder Uni sorm!"- , - . ' r,- . ' . Was kümmern uns Jene." gab das rosige Mädchen heiter zurück., Ein so ernster und weihevoller Moment, wie der ist, in dem Du Mich aus des Prie sierS Hand sur das ganzeLeben em pfängst, will auch ein jeierlichcs (fc anDi Ich dachte. stotterte er. - , Was dachtest Du?'' . Ich wollte mich in Uniform trauen lassen Q, das wirst Du mir Nicht anthun! ij. tt. !jl X- ...e w cicii , iuj :1)jlvz imtüio uui ccn iiuutn blick gefreut, und Du wirst so gut aus sehen im Frack und, in dem hohen Hute, nein, lieber Dietrich, , das kannst Du nicht wollen, daß die Freude mir so veraällt wiro!" Ach,' Dietrich hltte es nur zu, oerne gewollt,. , allein ,man weiß ja, wieviel Recht im Leben junge Bräute bcsitzcn, und' wie wenig davon diejenigen sich anmaßen, die diele Braute zu iunacn Frauen machen wollen. , ,. Eenna. alle Kamvkk. d-e Dietrich Zur feine Uniform kämvfcn bereit war, wurden qegcn ihn entschieden I j.. . P. " '. . 7 ' noch ehe es recht zum Kämp,en kam. Denn was vermögen alle Vernunft, gründe, alle Wagen der pberzeugungs vollen Rede aeaen die, unwiderstehlichen wollt hatte. , . Der KchneiderHaktc "ihm den Frack, der Hutmachcr den SeidenHut gebracht. ' -4 - v Stumm und wehmuihsvoll schaute er ant die blanken Knopfe der Uniform und au s die -umsponnenen des Frackes es war doch cin. großer Abstand. Ter schöne Tag kam. t So sehr alle mcqmuiyiz niacyle.. er lcy an oie Toik?! ': -V!: "m Da stand er nun eine halbe Stunde schon vor dem großen Spiegel seiner Junggesellen-Wohnung und beschaute sich von allen Seiten, in allen erdenklichen Positionen im Frack! ' ' Und dabei schielte er i von Zeit zu ii .j'lr.-t,'--'rr: -': rL- ; , en rocymurqig n an gendcn. blinkenden Unisorm; und dort I c v o:;jl. 1 f.. v. u.... - ' i uu v( in 4. i ) uut ii , uvii dciu icyiua z?n Cylinder, der Helm in aoldiqem Schimmer Tantalusqualen litt der beeilen, wollte er sein Bräutchen neckte zeitig noch am Ciizgange des ! Gottes hauseö empfangen. ' Darum schnell be. deckt das elegant fnsirte Haupt, hm aus. HalS über Kops stürzte er zu den unten wartenden Eine dichtgedrängte Menschenmenge belagerte den Eingang zum Dome. , , Jetzt ezeht ein Murmeln durchie Menge, die Equipage des Bräutigams', kommt daher gerollt. Der elegante,,, Verdeckwagen hält, dienstbare Hane reißen die Thür auf brausendes Ge lächter ringsum. Da steht der Bräutigam in tadellosem Fracke auf dem Haupte le uchtet und blitzt em funkelnagelneuer "sHelmH Mo ra?WMMW In übergroßer Eil' merk's wohl, sis thut me gut: Gar Zeicht nimmst Du den Helm, cn Patt vyllnonhut.
