Indiana Tribüne, Volume 15, Number 277, Indianapolis, Marion County, 23 June 1892 — Page 1

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SctlMt n krätt'q r dcu!s. r ,Vir7'-js xt 103' ttsle 1s, sJJ40m0Na, t cgsge des Schutzzolls, was na- .... :,i ,uu,Jl Campbell 2, Whitney 1, Stevenson tikttch ganz und J falsch ist. Der SiS.fiU,iJtt- 1- Somit war Cleveland nominirt, sste ParaaravK svrickt ck aeaen die

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t&lC, Editorielles. Cleveland wurde bei der ersten Abstimmung nominirt. O, " - " Die Chicagoer Convention dertagte sich heute Morgen um 4 Uhr bis heute Nachmittag um 2 Uhr, wird also erst wieder beginnen kurz ehe wir zur Presse gehen. Es ist uns vollständig unbegretsllch, wie die demokratlsche Aatlonal-

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convenhon Cleveland nomintrenkdel. Tarifrekarm. Zinanttarik und

konnte, da doch der Telegraph" sein Gegner war. Noch unbegretfltcher ist, wle sich sammtllche Delegaten von Sndwna so weit vergessen kennten, ohne Elnwllllgung des Telegraph" für Cleveland zuIunmen. . ' Heute Morgen um 3 Uhr 20 M. gelangte die demokratische Nationalonvenl.on zur ersien o,l"n'un

und dieselbe ergab folgendes Resultat: Verfahren als unpraktisch bczeich?Z Cleveland 10, Hill 112, Gorman 36, t und der fünfte bezeichnet die Trusts

er hatte 18 Stimmen mehr als zu einer welorllielmeyryeir noiywenoig i . u.i it. . I waren. Die C h icag o e r A rbeit er zei tu n g" in i.i rtiifriAHn in hrtn 9.nirfiin Nlcyr auf nojng in tyrcn emerlUN ur" sou wiumwu, wu :mm rtt f?rtnfrrtH?rf(rt itt s. M AM . M 4 Öki! fr A M jfttt T fr M X v " ' f Arbeiterzeitungen und haben sie immer vermieden. Wenn die Cytcaaoer r . . . . Ai -r r AkbölterzeltUNg" daraus den Schluß r f f ziehen will, daß wlr le besser von lhr ' F r i r i r . r i gedacht, W l!t lhr das UNverWehrt. 1 rtt, 4. Cv i i U ÄdeNN dlk Ch. ArbelterZeltUNg" " ' " T kick darauf bekckrankt bätle die betret11 Hl VUMMr WIUIIIIIIII WM.lt, V .V V I " . ' . II , t . I fenden bxti Zunder, isabor, Tuhauer ' mf . . f , . . ' 9 f 7 -r 1 1 f t r t v 1 1 und Höhne ZU tadeln, 10 hatten Wlk 1 . '1 darüber Zweiter kein, Wort verloren. Was wir tadelten, das war die bei der (ih. Arbeiterzeitung" seit Langem gebrauchliche Manier, die Handlung des Einzelnen dem Ganzen zur Last zu legen. Und sie ist wiederum .in so fern unausrichtig, als sie so thut, als , hätten wir das Benehmen der Drei , gutge h'eißen, was doch nicht der Fall war. Wir bedauern, unsere Aeußerung aufrecht erhalten zu müssen. Die persönliche Bemerkung der A. Z. ist kleinlich und kindisch. Carnegie hat sich auf einen Streik vorbereitet, und zwar auf ganz eigenthümliche Art. Es scheint, daß er einen förmlichen Krieg befürchtet. Die Rew Iorker Evening -Post" M richtet darüber Folgendes : Die, Unternehmer, .ist Erwartung emer lusetnanJer enung mtt ihren ä. t fc Leuten in iJolge dieses Fehlschlages des McKinley-Tarijs, das Gkück yller zu sichern, haben Maßregeln getroffen, die ätt eine Rückkehr zu der Knigsfüh rung des MittelalterS erinnern. Die 400 Acres, auf denen die industriellen Anlagen von Carnegie, PHZpPS 6: Co. gelegen sind, sollen mit einer Elnzau nung von neun Fuß Höhe versehen werden. Diese gegen die Außenwelt abschließende Einzäunung !! ist verstärkt oura) rayle, oic ooen aus oerletven . ' fr . "i i1'' !.''":' w- t. ..'Bis: t .. ?' r '"' ' 1 entlang laufen und dje mit Elektrizität geladen sind. Diese Zwingmauer, wie man diese Einzäunung wohl nennen kann, wird mit der Eisenbahnstation! durch einen bedeckten Weg in Verbin - dung stehen. Ob nicht diese Festung

auch noch durch Gräben und Zugbrükken und Fallthüren verstärkt werden wird, ist nicht gesagt, obgleich sie natürlich sowohl ein Hauptthor als auch Cchildwachen hat.

Im Inneren sind GaS- und Wasserlcitungen gelegt, und Kuchen und Restaurants errichtet'.-... Elektrizität und Gas sind natürlich Erscheinungen der Neuzeit, sonst wäre der allgemeine Charakter der mittelalterlichen Kriegsführung gut wiedergegeben". . . . So weit die Evening Post" : Dieses Blatt schreibt natürlich so von seiJ , ( y"V A . Ai.....!!, nein sreiyanoierucyen ranoounne ans, da die Produkte Carnegie's durch einen hohen Einfuhrzoll geschützt sind, interessant ist darum aber das Versahren Carnegie's doch auch für Andere, welche längst die Bedeutungslosigkeit Tarissrage für die Arbeiter auf dem heutigen lstanopunlte unserer Industrie eingesehen haben. Diese Kriegsmaßregeln sind selbstverstandlich zum Schutze der Scabs getroffen, mit denen Carnegie im Falle eines Streiks zu arbeiten gedenkt, aber sie bekunden eine Jntensivitat der sozialen Gegensähe, wie sie vor wemgen Jahren Viele sicherlich nicht geabnt haben. -- Die von der demokratischen tionalconvention angenommene Plat form spricht sich nach alter Tradition im Eingange für die Grundsähe Jef fersons aus. Der zweite Paragraph enthält eine Erklärung gegen die Bun descontrolle bei Wahlen. Der dritte Paragraph handelt vom Tarif. Der seih, ist ein Mischmasch von Freihan Schuhzoll. Es wird darin gesagt, daß Ht Zölle niemals höher sein sollten, als um den Unterschied im Arbeits zghe auszugleichen, daß der Tarif so xeformirt werden sollte, daß die schad lichtn Ungleichheiten entfernt werden, ! dak durck eine Reduktion der'5!ölle ie bfl& hit tlnBeiinlf4e Industrie nickt schädigt werden solle. 3m 4. Paraaravk wird das aeaenwärtiae Revron, ...... h n.berlassuna 7 ' r " " großer Ländereien an Eisenbahncorporationen aus, und der siebente Parapraph ist der Silberfrage gewidmet. Von Silberfreipräzung ist keine Spur. Aehnlich, wie in der Platsorm der Republikaner wird die Verwendung von Silber sowohl wie von Gold für die Münzprägung verlangt, jedoch soll der Silberdollar so diel Metallwerth haben, wie der Golddollar, wogegen natürlich kein Mensch etwas einzuwen den hat. Der Standardpreis des Silbers soll durch internationales lleberCMPil'. C .&li einkommen festgeseht werden, was tros . r ' ' V . . , 9 der bevorstehenden lnternattonalen Cönferenz nicht geschehen wird. und auch nicht für die Dauer geschehen kann, wenn der Silberdollar gleichen Metallwerth mit dem Golddollar haben soll. Der Paragraph ist, wie auch der in der republikanischen Platform ' so abgefaßt, daß Jeder etwas für sich darin finden kann. Nach diesem kommen wie in der republikanischen Platform Freundschaftsbezeigungen für die russischen Juden und für die Soldaten und Matrosen. Die Platform spricht sich für Durchführung der Gesetze gegen die i inivanoerung oou Paupers uns gefatL . gen den Import von Contraktarbeitern aus, erklart sich aber gegen jede weitere Beschränkung der Einwanderung, Bestimmter als in der rcpublikanischen' Platform ist der Paragraph in Bezug auf die Temperenzsrage Derselbe bautet kurz dahin: Wir sind I w j-. , m h- W . " gegen aue lse eöe zur Ae chranruna der I Genußmittel (sumptuar hws und gegen jede Einmischung in die indivi l duellen Rechte des Bürgers." Schade nur, daß die Legislaturen die Partei platformen stets auS dem Auge verlie Iren. Die Erklärungen' in Paragraph 20, nämlich: Wir sind dafür, daß daS Schwltzsystem durch Staatsgesehe abgeschafft wird, ebenso dieSträslings arbeit unter Contrakt und daß die Be schästigung von Kindern unter fünf I 'j. " 'r: J 1 'iM':; ."': . ' -rVzeyn a?ren ,n gaoxlren peroosen wird," sind sehr gut, ob sie aber die Partei ausführen wird und kann ist eine andere Frage. Die Platformen der alten Parteien l in diesen Dingen haben sehr wenig j praktischen Werth.

Drclhtnclchrichten

;-y-lf - . Inland. v Wettetau Sfichten. Für Zndiana : Viel Regen in Aussicht. Stürzte aus dem Fenster. Chicago, 22. Juni. Fred. C. Blacher, ein Mitglied des 3oel Parker Demokratie Club von Newark, N. 3., welcher sich hier besindet, um' in dem demokratischen Circns theilzunehmen, stürzte heute früh unM Uhr aus einem Fenster im 4. Stock des Tremont House und war sofort eine Leiche. Es heißt, daß derselbe sich auf das Fenster sehte und dort einschlief. Blacher war ein Prominenter" und ein großes Licht unter den Demokraten Ncwark's. - Wa ssernot h i n V e r in o n t. Richfor d,Vt., 22. 3uui. Diese Gegend wird augenblicklich durch eine Überschwemmung heimgesucht, wie sie seit 1869 nicht gesehen worden ist. Der Missouri-Fluß ist furchtbar angeschwollen; lausende von Baumstammen, Eigenthum verschiedener hiesiger Holzhandler, sind fortgeschwemmt worden; der Schaden ist ein sehr großer; außerdem wird befürchtet, daß die eiserne Brücke noch einstürzen, wird, indem sie bereits sehr stark durch die Baumstämme mitgenommen wurde. ; Der A u s st a n d in Clev e la n d. Cleveland, O., 22. ? Juni. Heute griffen die Streiker an der elektrischen Bahn nach Newburg mehrere neue Arbeiter an und vertrieben sie. Später erlangte die Bahngesellschaft einen gerichtlichen Befehl gegen die Streiker, worin denselben verbotest wird, den Betrieb der Bahn zu stören. Ausland iiii,.'SiMt "!'' 6 3,000 Mann mehr. Berlin, 20. Juni. Die Post" sagt, der neue Militär - Entwurf sehe eine Vermehrung der Präsenzstärke um 63,000 Mann bei allmähliger Herabsehung der Dienstzeit vor. Die hierdurch bedingten Kosten werden mit 60 Millionen Mark veranschlagt. Es' handelt sich bei den geplanten Neue rungen nicht um die Errichtung neuer Armescorps oder neuer InfanterieRegimenter, sondern um Formation von vierten Bataillonen, welche gleichfam eine Art Stammcadre bei denMegimentern bilden sollen. ' ' , - D i e Cholera in Frankreich. Paris, 22. Juni. Die Cholera ist in den industricreichen Vororten der Hauptstadt ausgebrochen. In Aubervilliers, fünf Meilen nördlich von Paris, sind gestern fünf Menschen der Seuche erlegen. Großer Unterschleif. Paris, 22, Juni. Die Direktoren Artou und Legary vom Syndikat der Dyngmitfabrikanten sind nach Unterschlagung von tz 1,000,000 durchgebrannt. O Die Wahlen in Belgien. Brüssel, 21. Juni. Die Nach wählen von Mitgliedern des Senats und der Deputirtenkammer sind beendet. Im Senate siben demnück 30 Liberale und 46 Klerikale und in dir Kammer 60 und 92. " ... . '. ... .. !' ii ." - Getheert und gefedert. Belfast, Me., 22. Juni. Ganz barbarisch hateineAnzahljunger Leute von Hier einem 19 Jahre alten Mulat ten, Ernest Richards, mitgespielt, weil dieser ein Liebesverhattniß mit einer Weißen, der 30 Jahre alten Lizzie Kellen unterhielt. ' Gestern Abend, als sich der Mulatte im Hause , der Kelley befand, drangen die jungen Burschen in das HauS ein, zogen Richards aus, strichen ihn mit Theer an, wälzten ihn in Federn und warfen , faule Eier und übelriechende Vegctabilien, nach ihm. Der Mißhandelte eilte nach der Bai, wo er sich von einem Theil des ihm anr r ... it 1 -tr a i i i' , . ' lteoenoen nnratyes reinlgle. ls, er zurückkehrte fielen die weißen Burschen abermals über ihn her, und beftrichen ihn nachmals ! mit Theer. Richards wird eine EntschSdigungsklgge für eine hohe Summe gegen feine Quäler anhu'öMcheWWKWM Mehrere ' von diesen haben den Ort verlassen, da sie die gerichtliche Verfl f rt ''.;. ' rryy , , ! ! olgung furchten. Vlk Qeiße unt der

der Mulatte das Verhältniß hatte, ist eine in den Polizcigerichten bekannte Person nicht etwa ein Tugendmuster, welches des Schutzes der weißen jungen Herren bedurft hatte. T e l e g r a p h i st e n st r e i k e n. Madrid, 22. Juni. Nahezu sämmtliche Telegraphisten in ganz Spanien sind heute an den Streik geg nzcn. In Folge dessen herrscht große Vorwirrung in Geschäfts- und Regierungskreisen. 3n Madrid sind die militärischen Telegraphisten zum Civildienst herangezogen worden. Eine Republik über Nacht entstanden. London, 22. Juni. Nachrichten aus St. Paul de Loanda, Hauptstadt der portugiesischen Kolonie Angola in West Afrika, sagen, daß ein starker Trupp Boers das Gebiet der Kolonie betreten und dort eine unabhängige Republik proklamirt hat. Die portugiesischen Streitkräste sind nicht genügend, um die Invasion zurückzuweisen, und wenn dieselben nicht von Portugal her Verstärkungen erhalten,, werden die Boers das Gebiet behalten und die Portugiesen von demselben vertreiben. ',- ,M 9 E i ne wahnsinnige Wette. Par is, 22. Juni. Drei Arbeiter

in einem Gypsbruch bei Argenteuil, elf Meilen von Versailles, wetteten heute, wer von ihnen das meiste Wasser trinken könne. Der eine trank 12, der an- ' ; '. ' dere H und der dritte 7 Quart, doch erkrankten alle drei in kurzer Zeit und waren inwenigen Stünden todt. - iAebtssSnachrköbten. ::'. ' Angekommen 'in : Dew1H''r? : . Cali fvrnia" - von i is.-ij,-.: -' ' " -' Hamburg) Havel" von Bremen, City of Paris" von Liverpool. Böston: Roman" von Liver Pool, Galileo" von Hull. S o u t h a m p t o n : NewAork. Vpree" von Glne vierzehnjährige Stktmischei ritt. Das Dienstmädchen Louise Heyer ix Berlin trat am 1. December v. I. bei dem in der Thurmstraße wohnhaften Kaufmann Wolff in Dienst. Das erst 14 Jahre alte Mädchen kant am Morgen zu ihrer Herrschaft und ging all abendlich zu ihrem in der Nähe wohnen den Schwager, bei dem. sie ihre Schlaf stelle hatte. Ihre Herrm hatte nun über einen gehler des neuen Tlenftmödchens zu kluaen,' die Heyer' war nicht reinlich genug und zog sich deshalb manchen Vorwmf zu. Dies war auch am 21. December Abends per Fall. Am folgenden Abend sollte, nachdem sich die Heycr etwas wle früher als sonst und in aussüMqer Eile entfernt hatte. in Am Wolff schtlt Hausstand Thee getrunken weiden. Nrau Wolff pfleate auch des Morgens Thee zu trinken und es gehörte zu den Obltegenhelten des KindetMüdchcnS, jeden Morgen die Kanne zu rnnlaen und rn den Schrank zu stellen. An jenem Abend brühte die Köchin den Thee auf und brachte den Ausguß in die Stube. : ' Als Herr Wolf die Kanne in die Hand nahm, fiel ihm ein eigenthümli cher Geruch auf. der mit dem Dampf aus dem Ausaun strömte. Er lüftete den Deckel,: und nun war der Geruch ein so durchdnngender daß man denselben als von Phosphor herrührend erkannte. Hierfür sprach auch der Umftend, dan die Flüsstglelt im Dunkeln den weißen leuchtenden Schein von sich aab, der den Phosphor' kennzeichnet. Genossen wurde von ' dem Thee nichts, Herr Wolff überzeugte sich ; nur durch eine Probe von der Üngenießbarleit der Flüssigkeit. Am folgenden Morgen wurde die Heycr gefragt, was sie mit der Theekanne gemacht habe. ' Jhr Be? nehmen war dabei ein so sonderbares, daß jetzt, erst der Verdacht eines VergiflungZvcrzuchZ austauchte. Cs wurde Anzeige erstattet, und nach anfänglichem Leugnen gestand die Heyer ein. sie habe sich an ihrer Herrin rächen wollen weil diese ibr wegen Unreinlichkcit Vorwürfe a.em acht. Äm 21. December Abends habe sie in einer Ecke der Küche eine Masse von der lÄröße einer Vogelkirsche gesundet, die ihr nicht bekannt gewesen. Sie - habe hincingebissen und bemerkt, daß die Masse abscheulich schmeckte. Da sei ihr die Idee gekommen, dieselbe zu einem Racheakt gegen , ihre Herrin zu benuen. , Sie, habe am folgenden Morgsu wie gewöhnlich die Theekanne gereinigt und in den Schrank, gestellt, vorher aber die von ihr mitgenommene Masse in die Kanne gethan.' Ihre An nähme sei gewesen, daß die Köchin am folgenden Morgen den Thee, hineinthun und ausbrühen werde, ohne vor her einen Blick in die Kanne zu thun. Dies sei denn auch geschehen, nur mit dem Unterschiede, daß die Kanne VfcM ;' VHV Ul WV, : vup ! V !: ITVUltllV bereits am Abend desselben. Tages be-

nutzt wurde, (eftern stand nun die Heyer vor der 1. Strafkammer, widerriet aber hier ihr früheres Geständniß. Sie wollte es nur abgelegt haben, weil sie hoffte, 'dann auf ' freien Fuß gesetzt zu werden. A3e Ermahnungen des Vorsitzenden, Landqerichts Director Schmidt, die Wahrheit zu sagen, fruch tetcn nichts. Das Ergebniß der Bewcisausnahme deckte sich zedoch mit den Angaben des Geständnisses. Der GerichtSchemiker Tr. Bischoff hat in dem ihm zur Untersuchung ubcrgebenen Thee anderthalb Milligramm Phosphor gefunden. Er war der Meinung. ; die Heyer in der Wohnung eine Rattenpille gefunden und diese in den Thee gethan habe. Rattenpillen würden auS Mehl, Syrup und Phosphor herge. stellt. ' Dar mcdicinische Such -erständige. Mcdicinalraty Dr. Loug, begutachtete, daß die im Thee vorgefundene Menae Phosphor wobl geeignet sei, die mensch liche Gesundheit zu schädiqen, und wenn auch nur ein Theil der Flüssigkeit ge nossen worden wäre. Der Staatsän walt hielt die Schuld des Mädchens für zweifellos, er beantragte ein Jahr und drei Monate Gefängniß, der Vertheidiger plaidirte für ein niedrigeres Strafmaß. Bevor der Gerichtshof sich zur Berathung zurückzog, ermähnte der Vorsitzende die Heyer noch einmal, ein Geständniß abzulegen, und nun räumte die jugendliche Verbrecherin unter Thrä nm die That ein. Zu einer Erklärung darüber, wie sie zu dem Gifte gekommen, war sie trotz des Zuredens des Vertheidigers nicht zu bewegen. Der Gerichtshof trat noch einmal in die Beweisaufnahme ein. Nachdem der Po lizei-Commissar versichert hatte, daß er keinerlei Druck auf die Heyer ausgeübt habe, um sie zu einem Geständniß zu bewegen, fragte der Vorsitzende die Letztere noch einmal auf'S Eindringlichste, wie sie zu dem Gifte gekommen. Jet behauptete Heyer wieder, daß sie überhaupt nichts in den Thee gethan habe, und ließ alle weitere Fragen unbeantwortet. Der Gerichtshof zweifelt.' nicht an der Schuld der Heyer, kam aber zu der Ueberzeugung, daß sie nicht die zur Bejahung der That erforder' liche Einsicht besessen hat. Es mußte deshalb ein freisprechendes, Urtheil ge? füllt werden. Bei der maßlose Verlogcnhcit und Verstocktheit der Heyer wurde aber deren Uederführung in eine ZwangSerziehungSÄnstatt ange. ordnet.

Werth einer SSachtel eine Gukne." 5 wvvyvyvyvvvwwvv WWVVWWVWW 2 TPHTLTLCT keilen M i ii n rr n -l W w 9W VW w y A irnnre es er ic. t . . - erk . r wirre wie auber auf die peniorae. f nlivi. 1 (V knX.MM.M rVH.t iciiuiiic viunviiuniii, vi:uuri( IUIljl verloreue G.sichllfarde wieder hervor, erneu. er den guten vpettt unö trntdrn mit t er Blulhe der Gesundheit die gan,e phyfl.sbe Energie bit menschlutien SSrper. Diese i ?kaiZn tnrkn 1 uf,nde ia N, Schichten der menschUcden Gesellsckaft Zageftau! den. Grökter erkauf in der Wek. I rn i . . 1 . . m 'mit nun iisi Sslbar Hklle ttdrioi ei alle potheker. PreiSeni, die! Schachiet. Rem Port Depot: S5aäl etr VlrVWWWWIWW slSl Stiftungs-Fest des Sozialistischen s, am . Montagden 1 1. Juli 1892, , - im - . , ' Phönw-Garten ! Eintritt . . . . . 25 Cents. Der Home Saloon, 1102 Ost Washingtonstr. 1102 wird allen Freunden eines guten Tropfens und Kennern einer seinen Cigarre bestens empsohlcn. Gottlieb Leuckhardt. ' ''..s Eigenthümer. Große Eröffnung meines auf's Beste eingerichteten Saisons, an der Südost-Ecke der Washington und New Jersey Straße, am Donnorstng, , dsn . 30. Juni. Ein vorzügl icher Lunch wird zu einem Glase Bier ersttr Güte servirt werden Liquöreund Cigarren bester Qualität, 30TLS B.WEINDEL, Eigch. Neue Wirthschaft ! iljf'lii ' i'.:;tt:t :

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