Indiana Tribüne, Volume 15, Number 274, Indianapolis, Marion County, 20 June 1892 — Page 1

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Editorielles. Derselbe fpaltenlange, völlig werthlose Klatsch, wie er vor zwei Wochen von, Minneapolis ielegraphirt wurde, macht jetzt von Chicago aus die Runde durch die Presse. Nur die Namen sind andere. Die Herren Berichterstatter hören da etwas und dort etwas, dann suchen sie die verschiedenen Geschichten so gut wie möglich zusammm zu reimen und machmeinen langathmigen Bericht daraus. Ein anderer Berichterstatter hört zufällig einen Prominenten", den der endere nicht gehört hat, und so schwaht er diesem nach, am Ende aber wissen sie alle mit einander nichts. ' ' Zu einer Nomination gehört nicht wie bei den ökepublikanetn bloß eine absolute Mehrheit, sondern eine Zweidrittelmehrheit, und ob Cleveland sie bekommen kann, ist zwar durchaus nicht sicher, wohl aber wahrscheinlich. Seine Gegner behaupten, daß er den Staat New Iork nicht gewinnen könne. haß aber ohne diesen Staat ein Sieg der Demokraten nicht möglich sei. Diese Gegner Clcvelands sind aber unter sich wieder getheilt. Was aber schließlich all der im Voraus zusam mengetragene Klatsch werth ist, das zeigte recht auffallend daS Resultat der Minneapoliscr Convention. Während die Blaine Leute mitro ßem Geschrei die Wahrscheinlichkeit ihres Sieges verkündeten brachten sie bloß 182 Stimmen zusammen, und während es als zweifelhast geschildert wurde, ob Harrison nominirt werden könne, erhielt derselbe schon bei der ersten '.'lbstimmung die Nomination mit liesiger Majorität. Also behalte man ruhig Blut, rege sich nicht aus und warte Alles geduldig ab. Die ewige Seligkeit hängt ja doch nicht davon ab. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana: Schönes Wetter, abwechselnd mit Regen. Tagsahung des N. A. Tur nerbundes. (Spezialdepefche der Tribüne) Washington, 19. Juni. Die Tagsahung des nordamcrikauischen Turnerbundes wurde heute eröffnet. 253 Delegaten sind anwesend. Zum ersten Vorsiher der Tagsahung wurde Carl Eberhardt von Boston erwählt, welcher dem radika leren Flügel der Organisatlon angehört. Zweiter Borsitzer wurde C. W. Pollner von Cleveland. Zu Cchrijtwartcn wurden gewählt: Hohl von Birmingham, Vogt von Dvlgeville, Stempsel von Ändia Napolis. , . ; 'i':;f.;:-i.y.' Eine zweSüfldZg Debatte sand heute über die Angelegenheit des Wil namsburger Vereins statt. Derselbe ist nämlich ein konservativer Verein und gehörte zum Lang Island uxn bezirk, welcher zum größeren Theil aus radikalen Elementen besteht.! Der Verein trat ohne Einwilligung des genannten Bezirks zum New Sor ker Turnbezirk .über und wurde von diesem aufgenommen. , Die Berechti- -' , ': i), ii, !!:''(( ,n- . "H" . u i"-". ' ''. : ' 'xWvr.,iiUi,'' ' ' , -, i l! gung daz u wu r de v ö n 't h t irr Lona "3 s !" V :;; . i' !i" ,, . ,,, , ' ! ; . ; , I .; , ,,, I , :,V' I : . . . . 1 , .; ,, j J ',,! ., .. ,.;:!' land Turnbezirk bestrittcn. Die An gelegenheit erregte deshalb großes In terefse weil man das Resultat als den

Gesinnungsmesser der Delegaten in der Chieagoer Angelegenheit betrachten konnte. Das Resultat der Abstimmung bot den Chicagoer Abtrünnigen wenig Trostreiches. Mit 310 ge-

gen 40 Stimmen entschied die Tagsatzung daß das Verfahren deö New Zorker Turnbezirks nicht gesehmäßig gewesen sei. Nettelhorst und Stern von Chicago erschienen vor der Tagsatzung und suchten um das Recht nach, appelliren und die Chicago Turngemeinde vertreten zu dürfen. Sofort wurde ein Antrag auf Vertagung gestellt, welcher mit Zweidrittel - Mehrheit angenommen wurde. Unter den Delegaten herrscht wegen dieser Angelegenheit große Aufregung. Es herrscht auf der Tagsahung eine entschiedene Stimmung zu Gunsten der Verlegung des Bundcsvororts von St. ouis nach Indianapolis. L. U. S. (In letzter Angelegenheit fand ein Depeschenwechsel zwischen den hiesigen Delegaten und mehreren Mitgliedern des soz. Turnvereins statt, und in hiesigen Turncrkreisen verhält man sich dem Vorschlag gegenüber ablehnend, weil man befürchtet, daß die mit dem Vorort verbundenen Arbeiten die Kräfte des Vereins übersteigen.) Washington, 19. Juni. Das Empfangs-Konzert gestern Abend war ein großer Erfolg. Ein brillantes Programm wurde zur Ausführung gebracht, wobei der Sängerbund und die Solisten Frau Thompson-Berry, Herr Emil Heler und Herr Panl Miersch mitwirkten. H. H. Bergmann, Svrecher des Columbia T. V,; begrüßte die auswärtigen Delegaten, worauf L. W. Habecorn im Namen des DeutschenCentral-Vereins" die Delcgaten und Gaste willkommen hieß. Distrikts-Kommissär John W. Roß von Washington hielt eine beachtenswerlhe Ansprache, in welcher er auf den Kampf zwischen Kapital und Arbeit hinwies und den Arbeitern empfähl, den Stimmzettel als Mittel zur Verbesserung ihrer Lage zu bcnützen. Hermann Boppe von Milwaukee antwertete im Namen des Turnerbundes in längerer Rede. Jakob Hcintz von New Zork hatte sich die Mühe gegeben, ein anti-sozialisti-sches Gedicht zu versassen, das er bei dem Empfang heute Abend vorzutragen drohte, später ließ er aber diese Idee aus Gründen" fallen. Der Turnerbund zählte am 1. Apr,l 1892 34 Bezirke, 308 Vereine und39810 Mitglieder, gegen 35 Bezirke, 299 Vereine und 39,397 Mitglieder im Vorjahre. Aktive Turner giebt es im Turnerbunde 7629, dazu kommen 75 Alters riegen mit 1358 Mitgliedern, 39 Zöglingsvcreine mit 1063 Mtgliedern und 118 Damensektionen mit 2751 aktiven Mitgliedern. 3m Bund ertheilten 151 Turnlehrer von Beruf 16,962 Knaben und 8568 Mädchen Unterricht. Im Besitz von eigenen Turnhallen sind 184 Vereine, deren Gesammtwerth nahezu 4,000,000 beträgt. In den Vcreins-Bibllotheken besinden sich insgesammt 52;123 Bände. Die Zahl der Turnvereine, welche dem Turnerbnnd nicht angehören, wird auf 79 geschätzt, mit einer Mitgliederzahl von 6242. Elementar- und freisinnige Sonntagsschulen unterhalten 54 Vereine, in welchen von 156 Lehrern 4672 Kinder unterrichtet werden. Um die Kosten des in Milwaukee erbauten Turnlehrer Seminars zu decken, fehlen noch tz3,500. Die Tagsatzung soll jetzt Mittel und Wege sinden, das Gelb aufzutreiben. Die Ko sten wurden soweit durch freiwillige Äeitrage aufgebracht. Im Seminar besinden sich zur Zeit 12 Seminaristen, darunter Wilhelm Hesse von Brooklyn. C h i c a g o, 20. Juni. , (Sp-'zialdepesche der Ind. Tribüne,) . Als heute das Gesuch der Chicagoer Turngemeinde'um Zulassung zur Be sprechung gelangte, protestirte Boppe heftig gegen die Gewährung , erklärte sich aber dafür, dasselbe aus Höflich keit einem Spezialcomite zu überwci sen. : Vahlteich hielt eine brillante Rede, worin , er erklärtes dleAüm meinde habe den Versuch gemacht, den Bund zu zerstören, man sei ihr deshalb keineHöflichkeit sch üldigUEineAsW , ': I ' :. 1 . v ;,;!;;' f rt-"' :i;;uii ' ..'"tyi-.. ,,: , ; . , V!,..-;- , Debatte entspann na,, an welcher ', " 'n''1 ':C ! i'i" ; ''.';;! , ,,, ,., ;. r--.r- , , ; h i. ,-. -i Sewards, Großmann, Münch, Tons feld, Henig und Stempfel betheiligten. Metzner stellte den , Antrag, die Ange

legenheit der Chicagoer Turngemeinde dem Konnte für Klagesachen zu überweisen was mit 192 gegen 165 Stimmen angenommen wurde. Heute Abend werden die Delegaten

die Gäste des SchützenvereinS im Schützenpark sein. - St. Louis weigert sich den Vorort wieder zu übernehmen. Die nächste Bundcstagsatzung wird vermuthlich in Louisville stattsinden. , Von Chicago traf eine Depesche ein, dahin lautend, daß die Aussiellungsbehörde 3!aum bewilligt habe, auf welchem die Turner, welche das Bundesturnfest besuchen, ihre Uebungen vorführen können. Die Nachricht wurde mit dem größten Beifalle aufgenommen. 3., . Fürst Michael's" Schick s a k. Ann Ar bor, Mich., 19. 3uni. In dem hier anhängigen Prozesse gegen den falschen Propheten Fürst Michael" wegen Vergewaltigung d jugendlichen Berenice Bickcl sind sehr gravirende Aussagen durch die Letztgenannte und mehrere andere Opfer des berüchtigten Sektenstifters gemacht worden. Die Aussagen der Berenice Bickel waren von einer so skandalösen Art, daß sie sich nicht zur Verössentlichung eignen. Sie wurden von May Webster in vollem Umfange bestätigt. Der Prozeß wurde gestern beendet und der Angeklagte schuldig befunden und zu fünf Jahren Gefängniß vcrurtheilt. Das Verdikt der Jury wurde von den zahlreich erschienenen ZuhöHörern mit lautem Jubel begrüßt und als die Strafe festgesetzt war, wollten sich die Leute auf Michael werfen, dem es wahrscheinlich schlimm ergangen wäre, wenn nicht verschiedene Hitfssheriffö ihn sofort abgeführt und in Schutz genommen hätten. Nach der Verurtheilung Michaels machte sich eine Schaar Studenten auf den Weg, um den Water deö Wähchen Bickel zu ; suchen, dm 'sie einen Theil der Schuld beimcssen. Als sie semer habhaft geworden waren, schnitten sie ihm die Gebetslocken und den Bart ab und jagten ihn unter wildem Tumulte aus der Stadt. - Die Eisen arbeite r. P i t tSbu rg,19.3uni. JnHomestead fand heute eine Versammlung von 3000 zur Amalgamated Union gehörigen Arbeitern statt, um die von Carnegie beschlossene Lohnreduktiön zu besprechen. Die Arbeiter, welche nicht zur Union gehören, wollen am Mittwoch eine Versammlung abhalten. Wahrscheinlich werden sie, falls die Union einen Streik beschließen sollte, sich dem Streik anschließen. Die Stimmung ist entschieden gegen die Lohnreduktion und es ist möglich, daß am Freitag ein Riesenstreik seinen Anfang nehmen wird. Ausland. Allerlei aus Deutschland. Karlsruhe, . Juni. Die Kammer Badens hat das Uebereinkommen mit der deutschen Regierung gebilligt, die Kosten für den Bau einer strategischen Bahn voni Karlsruhe nach Lothringen mittragen zu helfen. Berlin, 19. Juni. 2n Görz drang gestern ein wüthender VolksHaufen auf das dortige Waisenhaus ein und erzwäng sich nach einem längerem Stein - Bombardement den Eintritt in das Gebäudes Ueber die in jener Musteranstält herrschenden 'Zu stände waren schon seit geraumer Zeit allerlei böse Nachrichten in die Oessentlichkeit gedrungen. Die Erbitterung der Bevölkerung erreichte ihren HöhePunkt, als es bekannt wurde, daß in dem Waisenhause mehrere Mädchen in sinsteren Zellen nahezu demHunger tode preisgegeben werden. Gestern wurde das Gebäude erstürmt und" den unglücklichen Geschöpfen die ! Freiheit wiedergegeben. ! : ; ,' V e r l ! n, 19. Juni. ' Der Zar und Kaiser Franz Joseph von Oesterreich werden sich im Laufe des Spätiahres Va-y-'- " j ::;. :"' ii---' '.,.( i,i,j; ,,! 4 r,.f, in Spala lM polnischen theile Ruß land's begegnen. Diese Zusammen kunft ist bei der l e t c ri 33 c s u ch 8 tc i f e b e 3 Zaren in Kiel durch Kaiser Wilhelm ;:, : j Pp ?i. V-. i r . . . '- ;: --;f-.f "J : : -. f "' ' i gepianr wo roen : S'lf i':?, ' Ä !:: M&MtiMSM :!m )M,ien'19J wahrend eines Gewitters etwa 300 ! Wallfahrer in der Kirche in Pilgram

in Böhmen befanden, wurde plötzlich

d.'r Ruf laut, der Blitz habe in die Kirche eingeschlagen. Sofort brach eine furchtbare Panik aus, Alle stürzten nach den Ausgängen und rücksichtslos' warf jeder Einzelne allcö nieder, was sich ihm in den Weg stellte. Die Ermahnungen der wenigen Besonnenen verhallten ungehürt in dem wilden Lärm, wie auch die Worte deö Pricsiers. Eine Menge von Pilgern, namentlich Frauen, erlitten schwere Verlctzungcn, und eS ist sehr wahrscheinlich, daß sie einer Anzahl davon das Leben kosten werden. Wer den Ruf ausgestoßen hat, ist nicht festgestellt worden. ' Russische Plän e. Petersburg, 19. Juni. Nowoje Wrcmja" ist der Ansicht, daß im Falle eines SiegcS der Gladstone'sehen Partei England einer russischen Flotte gestatten werde, deutsche und österreichische Häfen zu blockiren, so daß im Falle eines Krieges kein Getreide aus Amerika eingelassen werden könne. Sollte Gladstone diesem Wunsche Rußlands nicht nachkommen, dann werde letzteres Indien angreifen. Aus Italien. Rom, 19. Juni. Die Tribuna" räth der Regierung, sie möge über die Affaire in Seattle, Wash., bei welcher an vier Italienern von der dortigen Bevölkerung Lynchjustiz geübt wurde, genaue Nachforschungen anstellen lassen. Sollte" es' sich, fügt das Blatt weiter bei, hierbei ergeben, daß diese Morde gleich jenen in New Orleans anf muthwillige und unprovozirte Art ausgeführt wurden, so möge man nicht länger zögern und gegen diese faulen Vorgänge energisch Protest erheben. -- SchiffSnacbrlcbten. Angekommen in: Y'N e w AorkzM rania" von Liverpools Ludgake Hill" von London, Chicago" von Antwerpen, City.of Chicago" von Liverpool, La Touraine" von Havre, Columbia" von Hamburg. B r o w n H e a d : Passirt, Servia" von New Bork. Hamburg: Augusta Victoria" von New Jork, Scandia" von Baltimore. ' Havre: La Bonrgognc" von New Aork. L i z a r d : Passirt, England" von New gork. Glasgow: Ncstorian" von Philadelphia. . London : Persian Monarch" von New Jork. Der Cyklon von Mauritius. Der in Port Louis, der Hauptstadt der französischen Kolonie aus Maritius. erscheinenden Comnlcrcial Gazette" vom 2. Mai entnehmen wir folgenden Bericht über die seiner Zeit telegraphisch gemeldete Cyklon-Katastrophe vom 29. April: ' ' .; . - ; Unsere Kolonie ist von einem jener Unfälle detrossen . worden, " deren ihre Geschichte nur wenige auszuweisen hat. In kaum sechs Stunden ist die Kolonie vollständig zerstört worden zerstört in solchem Grade, daß es fast zweifel haft scheint, ob sie sich jemals von dem Schlage wieder erholen wird. Die halbe Stadt , Port , Louis, ist, ein Trümmer Haufen. Tausende von Verwundeten. Sterbenden und Todten sind schon nn tcr den Ruinen der Gebäude hcrvorgezogen, und wahrend wir diese Zeilen schreiben, - werden immer mehr Todte und Sterbende - aus den Steinhaufen hervorgesucht. Die Todtenglocke läutet ununterbrochen, und Wagen mit Todten und . Verwundeten ' begegnen - Einem fortwährend in allen Straßen. In ganz Mauritius ist keine Familie, die nicht in Trauer versetzt und thcilweise ruinirt ist. , ,Trei Viertel der Zuckersabriken liegen ili Trümniern. , und die herrliche Ernte, welche wir erwarteten, i st jetzt gleich N ull. Alis den wenige n Gütern, wo die Mühlen stehen gebliebeii :jrifcvrp!tb'"iiion;tdHni auf eine halbe Ernte zn rechnen lzaben. . Ganze Dörfer - sind vcrschwnndm. , Tausende sind drod-, und,, obdachlos geworden. Ganze ' Familien liegen zerschmettert unter dei Ruinen "ihrer Behausungen. Wei.e: ' Schon ; ' seit mehreren Tagen hatte man. aus verschiedenen Anzeichen ersehen können, daß aus der hohen See rauhes Wetter war. Freitag, den 29. April. Morgens setzte Ästiger Wind ein. Aber da das Observatorium keine Warnung erlieW beunruhigte man sich nicht weiter. 1 Erst um 11 Uhr Vormittags wurde ein Trlegramm des Observatoriums an mehreren Punkten der Stadt angeschlagen, wonach ein heftiger Sturm aus Qst-Nordost mit einer Schnelligkeit von vermuthlich 56 Mei n in der Stunde im Amua sei.

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Kurz nach 1s Uhr Nachmittags brach der erste Stos; des Sturmes los. Das Wasser ttberflnthete die Werften und den Kascrnenplatz. Im Hasen sank ein Dutzend Barken, und einige Schiffe wurden auf den Strand geworfen. Da plölich trat vollständige Windstille ein, der Regen hörte aus, und die Sonne brach durch die Wolken. Schon hoffte man, das Wetter würde sich ganz aufklären, undie Geschäfte wurden wie der ausgenommen. Das dauerte im aefähr anderthalb Stunden. Da brach der Orkan mit verdoppelter Heftigkeit aus entgegengesetzter Richtung von Neuem los, vorher aus Nordost, jetzt aus Südwest. Nun bestand kein Zweifel mehr, wir befanden uns inmitten eines furchtbaren, beispiellosen Cyklons. Solid gebaute Häuser wurden umgeweht. Balken, Bretter, Dachziegel, ganze Zinndächer wurden nach allen Richtungen durch die Luft gewirbelt. Der Cyklon dauerte ungefähr änderthalb Stunden, und in diesem kurzen Zeitraum wurde die halbe Stadt zerstörte Die Pflanzungen wurden entwurzelt, die meisten Zuckermühlen umgeweht, der größte Theil der Schiffe im Hafen auf'S Land geworfen. Dann kam das Schrecklichste. Wäh rend man sich mit Laternen und von dem Stöhnen der unter den Trümmern Begrabenen geleitet, zu retten suchte, färbte sich plötzlich der Himmel , roth. An verschiedenen Stellen war gleichzeitig Feuer ausgebrochen. Erst bei Anbruch des folgenden Tages ließ .sich die ganze Ausdehnung der Katastrophe übersehen: von einem Ende der Insel bis zum andern Alles Verwüstung, Trümmer und Tod. , Die Katastrophe vom 29. April ist in mancher Hinsicht geradezu beispiellos. Nie zuvor ist die Insel Mauritius von einem Cyklon in der Zeit zwischen dem 12. April und l. December heimgesucht worden. Bis jetzt hat man stets ange nommen, daß die Orkanzeit mit dem 1. December beginne und mit dem 12. April aufhöre. Der- Cyklon vom 29. April bildet die erste Ausnahme von dieser Regel. ; , Die Insel Mauritius, gefeiert durch die Rciseschilderungen des berühmten deutschen Seefahrers Forster und als Schauplatz des Romans Paul Virginia" , von Bern ardin de St. Pierre, gehört zu den herrlichsten Flecken der Erde Wie man Cuba ie Perle der Antillen- nennt, so verdient Mauri tius den Beinamen die Perle des Indischen ; Oceans" mit vollen Recht. Ein herrliches Klima ; lind eine wunderbar reiche und fruchtbare, Vegetation ' stem. pcln Mauritius zu einen' Paradies im Kleinen. ) r - " ; - :i ;', Js '''.xm :' ' " :J! ' '"" yie : yi n rich tung des Blaubaits Dceming in Melbourne war auf einen Montag 'Morgen 10 Uhr festgesetzt. Als nun in London an dem selben Montag die Zeitungsjungen in aller Morgenfrühe ihre Zeitungen aus brüllten mit dem Ruf: Hinrichtung Dcemings. ,' , Genaue Einzelheiten der Hinrichtung" schüttelte Mancher den ttopf und lauste sich sein Blatt nicht ohne Mißtrauen. AberNsZMMTll rilit - die alte bekannte Geschichte. Melbourne liegt 145 Grad westlich von London, dies macht 9 Stunden 40 Mi nuten. Zur Zeit also, da es in Mcl. bourne 10 Uhr war, hatten die Londo ner erst 20 Minuten nach Mitternacht. Das Telegramm erreichte London Nachts 1 Uhr 45 Minuten und so konnten die Morgen bla tter bereits um 7 Uhr in der Früh ihren Lefern die Nachricht von der Hinrichtung bringen, die 14,000 englische Meilen von London entfernt an )em selben Tage um 10 Uhr Borp. laaS stattfand. . ,

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