Indiana Tribüne, Volume 15, Number 269, Indianapolis, Marion County, 15 June 1892 — Page 2
'!(!?"
'II feil!
1 k ; . : ' : ' :; v :-'",!- sjil : i ; 'iiü : ;!':. n.viJiVl -r'-Wik "M.fi c ' ':M J ß ..!,.- I IE s l ' L : r ; .i i! ff :? , !... I .11 i ' ; !
d :lf s. . I!l . i:6 ':':..':!;
M r-v V I '::vYt!!
'iii.U' M W ' pt 7i ) - "M
jt
Jttdiana Tribiwc. Erscheint Wägt ich und Sonntngs.
Tie tSsliche, Tribune kostet durch dea Trage, MGentl per Woche, die SonotagSTribüne" 6 Cents per Wose. Beide zusammen IS Cents oder ?SS IXcntl perMonat. Per Post zugeschickt in VorZusbejählung tper Jahr. Öfter : 130 Oft Maryland Strasze. Indianapolis, Ind., 15 Juni 1892. , Sie Gesundheit t ttlavierS.
i In unserer jungfräulichen amerika Welche Civilisation ist zwar das Kla. lli aerade zum Gemeingut
Äller geworden, aber doch so weit ver , breitet, daß eS sich lohnt, einige Winke Dber seine Pflege , zu geben, auch wenn iman niHt. ausschließlich sür , Geheim xatfß uM, BänkierstSchter schreibt. Mach folgende gute Rathschläge gründen M aus einen neuerlichen Vortrag eines ., Äeworker Sachverständigen : (; ! .Tte Sorge für da5 Klavier raufe t'rne ... stetige sein pnd von dem Augenblick an beginnen, da dasselbe in'S HauZ kommt. Ast es ein .Upright-, so stelle man e5 Richt ganz nahe an die Wand, wenn man nicht haben will, daß der Ton ge dSmpst und getrübt wird; am besten stellt man ein solche quer über eine Qdt des Zimmers.' Im Winter halte mandaSk Klavier im .kältesten, aber nicht dem Frost oder der Feuchtigkeit auZgesetzten Theil der Stube. Die heiße Sonne, besonders wenn sie durch . Glas ans das Klavier scheint, verdirbt manchmal den Firniß. Auch soll das' Klavier nicht in einem dunkeln Theil der Stube stehen, da sonst die elfenbeinernen Tasten leicht gelb werden, und " außerdem die Mottengesahr größer ist. ! Tie bedenklichsten Schäden des K laviers S kommen aber unbedingt von der Temperatur. ' ? J Der unverständige Klavierstimmer und leider giebt es hierzulande so viele Pfuscher in diesem Fach! kann gewiß viel Unheil anrichten; aber den größten Schaden verursacht doch über mäßig heiße oder feuchte Luft. Neunzig -Procent der Klaviere in den kalten ß Breitengraden haben dadurch schon nach dem . ersten Jahr einen oder mehrere Sprünge im Resonanzboden. Tiefer i aber ist die Seele des Klaviers, und selbst wenn er unter diesen Umständen nicht schlaff und sprüngig wird, verliert j der Ton seine Resonanz. " ' Dem kann indeß leicht vorgebeugt werden. Man halte eine wachsende vMrfnw in der Stube, und so lange diese gut durchkommt, sollte es das Kla j,!! vier auch, oder. eS ist etwas an demsel den nicht richtige Es ist intereffant, zu bemerken, wie viel . Wasser mehr eine IM einem solchen Zimmer braucht, als in einem, wo kein Klavier steht:, Manche halten sich, so lange sie ihre Wohnung heizen, unter dem Kla W vier z oder in, nächster .Nähe desselben eine große Vase oder Urne mit einem tupfnancn - Schwamm darin. Plötz. ! liche .Temperaturveränderungen sollten . unter ' allen Umständen abgeschwächt werden. Jeder Erfahrene hat schon, nachdem er ein neues Klavier gekauft, beobacht 1,11 '; tet, daß dasselbe bald ein trübes und !,i i rauhigeS Aussehen bekommt. Um dies zu l beseitigen, nimmt man am besten .m einen feinen Schwamm, lauwarmes Wasser und cästilische Seife; meist aber ' ' ' thut es ' schon Wasser und Schwamm V allein. - Zum Abtrocknen nehme man I ein Stückchen Hirschleder, so trocken, wie y. man es irgend aus dem Wasser aus. winden: kann. Alte Klaviere macht man rein und glänzend mit einer 'M schung von zwei Theilen Leinöl, einem .: Theil Alkohol und einem Theil Csstg . bester Güte, mit weichem Baumwollftosf j aufgetragen aber ja nicht zuviel aus einmal. Tie Tasten reinige man - mit gleichen Theilen Alkohol und Wasser. M.J in Allgemeinen sollte ein Klavier !' jährlich etwa viermal gestimmt werden. Wund Sparsamkeit- in dieser Hinsicht ist ganz besonder? übel angebracht. ! Allerdings gibt es leider derartige ... Mängel und Mißstände bei manchem Klavier, daß selbst die sorgfältigste Behandlung sie nicht verhüten und be j seitigcn kann. Der Grund ist einfach . ' der. daß diese Mängel bereits beim An kauf (vorhanden waren, aber geschickt vom ' Verkäufer verschleiert wurden, und daß i dieser den vertrauensseligen Käufer genau ebenso schlau 'hinters Licht geführt hat, wie ein verschmitzter Roßtäuscher em Bäuerlein auf dem Pferdemarkt .mit einem spathlahmen. i. störrischen oder scheuen Gaul, oder gamit einem Krippensetzer. ..:,,!1Dk Gefahr, beim Ankauf eines Kla. diers hineinzufallen ist nämlich für den Laien hierzulande außerordentlich groß. Nicht Versal 'nurbet'Ät und .adge brauchte, aber immer noch lohnende Kniff wird angewendet, alten und abge takelten Instrumenten durch Aufwichfen und Auspoliren ein sunlelnagelneues Ansehen zu geben. In den ' meisten dieser Fälle ' ist'nämttch der alte Kasten höchstens als Brennholz verwendbar. denn durch das diele und rücksichtslose Stimmen sind die Lager der eisernen Pflöckchen, welche die Saiten halten, so ausgeweitet und DuSgeleiert. , daß sich die Saiten schon nach wenigen , Tagen ganz von selbst wiever verziehen unddi gräulichsten Tmonanzen erl.mgen. Die Qauvtaefabr sür den Käu fer H liegt oimFolgWenNLeider ist hierzulande der lebenZmerthe Ehrgeiz der - vcdeuttnden . europal chen lavier baun, nur gute und des Rufes der ' Firma würdige Instrumente aus' ihrer Werkstatt?! hervorgehen zu lassen, nur der wenigen großen Firmen zu finden. Vor Allem herrscht im Kapitel Ae o na nzboden ein abscheuliches i dnect ! auf Humvug adzzelendes Aersayren. Ju nächst sollte das für Resonanzböden be i stimmteKehirgslanNenholz auf'S Sorg : fältigste . ausgewählt werden. Das geschieht fast nie. Dann sollte es acht ?. . .. c .t. w x::r:x... o ä 015 zeqn zuyir uiiii nuiummc JLtoa nunasvrozeß unterwarfen werden, d. h in einem luftigen Schuppen, der jedoch völlig trocken und möglichst hoch bei cm. etwa auf dem Boden eines Ge
vauv7S. tein mun. aufbewahrt werden.
Das können ildi natürlich nur reiche und alte Firmen erlanbm. Die meisten it'.. et:: i- .. Ijaoiiiuiiicn ooer igrc iciccuiucu irpu nm das Soli auf .künstlichem Wme mittels heißer Luft; je heißer, je fchne! ler. Der technische Ausdruck laute' "bakincr tlio wood". Die Folae ist. daß das Holz zwar ebenso trocken wird, als das mühsam und lanawierra ant naturlichem Wcae getrocknete. Aber auf wie lange? Tie Holzfaser büßt nämlich bei dem Vack verfahren keineswegs ihre Elastizität ein, wie dies bei dem regulären Versah ren der Fall ist. Die Bretter sind des. halb rn hohem Grade hygroslopttch, d. h. sie saugen schnell jede Feuchtigkeit aus der Lust mit Begier auf; der ganze Resonanzboden quillt dann auf. die Saiten verstimmen sich sofort und ver Ton wird dllmv, und ma!t. Meistens ist das Holz an verschiedenen Theilen auch verschieden empfänglich sür die Feuchtigkeit; dann wird der Ton ungleich, und dies ijt der lnmo dat.ur, woran der, Kenner auch sort ein schlechtes Klavier erkennt daß wrltaus die Mehrzahl der billigen Klaviere meist in der Mtttellage gar lernen gejangvoi len. d. b.' sofort nach -dem lAnschlaaen verschwindenden, Ton! haben, dagegen in den höchsten Oktaven unangenehm gellend schreien. Leider scheuen sich selbst viele Firmen, welche einen guten Namen haben, kei neSwegS, solche "inisdts" oöer mljz rathene Klaviere in den Handel i geben, und 'namentttch die Läden von Agenten, die in der' Geschäftswelt all Urne ducks"-schlcchie Zahler be kannt sind, bestreiten. ihren Borrath fast auSschlienlicdmit t solchen ''"mZsnts". Der Läufers thut ? daher , wohl, i beim Aussuchen. eines JnurumentZ einen erfahrenen.'aber, zuverlässigen Musike, zu Räthe zu ziehen. : Hat er aber ein gutes und solides Instrument gekauft, so kann er nicht sorgfältig genug mit demselben Versahren und sollte die Ein gangs gegebenen Winke aus'S Genaueste beachten. mm,rsaOeschichte Schon stehen wir mit einem Fuße fct der gähnenden Sauregurkenzeit.und die selbe brütet auch heuer wieder, trohdem wir eine Präsidentenwahl vor uns haden, und die ganze Natur stellenweise an den Sinke gegangen zu sein scheint, ihre Lieblingsgcschöpfe aus. Die Schlangen Ernte scheint besser zu gerathen, als so manche andere Ernten, und Schlangen von allen Nummern tauchen schon seit einigen Wochen zu Lande und zu Wasser unter den sonder barsten Umständen aus. Der Osten und der Süden unseres Landes liefern getreulich ihre unentbehrliche Ration derselben, und aus dem Staate New Z)ork wurde jüngst ein Schlangenaben teuer gemeldet, gegen welches sich die berühmte altgriechische Laokoott Sage bescheiden verkriechen" muß. Während nämlich . im letzteren Fall sich die Schlangen , blos außen um Laokoon herumringeln, waren dem biederen New Yorker Farmer, .als er aus dem un glückseligen alten Brunnen gezogen wurde, .außerdem manche Reptt lkn in den Leib hineingeschossen und ouckten, je nachdem sie alt oder jung waren, zum Munde oder zu den Nastn löchern grüßend heraus. AllerneuestenS aber macht der große Westen dem Süden , und Osten auch darin erfolgreiche Eoncurrenz, und jene New Yorker Geschichte ist an Neuheit und Kühnheit noch gar nichts im Ver gleich zu dem, was m aus einem ab gelegenen Theil "von SüdTakoia er zählt wird.' Man höre und ersterbe in Bewunderung.ES gibt.halbzahme, wenn aus cnm. frei umheckreuchende Schlangen, welche wunderbar orejNrt stno und in dann bestedelten Gegenden die Feuerwehr ersetzen. Kam da vor Kurzem ein Far mer, frisch in eine solche Gegend und ließ sich nieder, ohne eine Ahnung don diesem Localwunder zu haben. Eines TageS gerleth ihm, während er abwe send war, sein Wohnhaus in Brand, und auf dem Heimweg gewahrte er das Entfekliche. Als er aber näher hinzu rannte, war er sprach und regungslos vor Erstaunen: denn er bemerkte emen langen Schlauch, welcher hoch übe? das Dach wirksame Wasserstrahlen sandte, und dieser Schlauch entpuppte sich als eine' ganze Reihe lebendiger, mit den Schwänzen aneinander hangender Schlangen, deren unterste au dem be nachbarten Bach das Wasser einsog und durch , ihren. . Leib , direkt , weiter in ihre nächste Eollegln bctorderte, und so fort. bis endlich ' die letzte und .berste die Schlauchmünduna darstellte .und. das Wasser - in kolossalem Strahl aus die Flammen schleuderte! Die Schlangen hatten, sowie sie die Feuersbrunst bemerkt hatten, ohne Weiteres von dem Bach an Kette !ge bildet" und so die berühmten intelll gentcn i Feuerwehrpferde noch weit in dcn . Schattm 6 gestellt. i Wer's'' nicht glaubt, der frage nur den Farmer UU ver, dessen Namen , uns leider entfallen ist. ilnd der in seiner schlichten Einfalt noch immer nicht ganz sicher weiß, ob er etwas , Wirkliches geschaut,' oder nur ungewöhnlich schlechten ProhlbitlönS Schnaps getrunken hat.' ES ist übn gcns Aussicht vorhanden, daß er, sobald er sich von seiner Verblüffung vollends V :"'"'"... ' i. .ii r m nyoil yaocn iviro, oen Nlicyiuiz sav!. Mit einer Gruppe lolcher unabhängig zahmer, Jeuerwehr'Schlangen aus die Ehicagoer Weltausstellung zu ziehen und Prodevor tellungen zu veranstal ten, zumal eö auch dort Verschiedenes zu löschen geben durste. Damir für heute genug. Wenn eS verdaut ,st, vielleicht nächstens mehr. . ii . - y i ine neulich i n L on d o i berry ftattaehabte Schlägerei zwischen den Mannschaften des in Irland aar nisoniertmNord'Läncashire.RegimentZ und der Artillerie Mrlkz scheint ernftli cherm Charakter aeweien zu fein. 300 Mann haben an iix theilgenommen, 20 wurden verletzt und 6 mußten ins Hof , 1 - '' v . T .j. , . piiai georaml verven. später gingen die Mannschaften mit aufgestecktemBa ionett gegen einander vor, wurden aber durch daS Einschreiten von Offizieren . .i v . . ; ..... ixuvx auscmanoer geirieven.
1 Dom Anlande. Das g rö ßte Kind, was jemals ln diesem Lande geboren worden ist, war der Sohn des Kcntuckicr Riesen Bates und seiner Frau, der Riesin von Neu Schottland. Dieser Knabe Her cukcs wog dreiundzwanzig und drei
vieltel Pfund bei seiner Geburt, A r ni e il h a ii s - S u v e r i n t e n vent Kincyan von Madison Eounty in Jndiana hat eine Katze, ivelche eine Brüt junger Kaninchen säugt. Ihre eignen Kätzchen sind ihr weggenommen und ersäust worden. Um ihren Kum , mer zu niiicn, neur ic kbi oie iicinen Kaninchenauf. T. Jefserson Cool idae. der neue amerikanische Gesandte in Paris, ist ern voüendeZer Sprachkundiger, so daß er im Stande ist, mit anderen Di plomaten fertig zu werden, wenn biete zusammen lammen, um Skaatsangele gcnheiten zu besprechen, die sie vor anderen gebeinr halten, wollen. Ein Schläkchen droht für Kongreßmitglied Elover von KansüS vtthängmsM zu werden. Erver schlief die Abstimmung über die Silber bill und die Farmer behaupten, er habe dies absichtlich gethan, um nicht für, die Bill stimmen zu müssen. Die Mühlen in Minneapo. is stellten, einem dieser Tage verössent ichtm Ausweis zufolge, im Jahre 1891 nicht weniger als 7,434.098 Faß Mehl her, wovon 2,576,545 Faß nach andern Ländern ausgeführt wurden. Die üb rigen 4,857,553 Faß fanden einen Markt in den Ber. Staaten; ein gro Ver Theil des Mehls wurde nach Neu England und Nttu H)ork gesaiidt, aber auch der Süden verbrauchte eine be trächtliche Vkenge. Der einzige S)ltbtii buhler, welchen Miiineapolis jetzt noch in der Mehlfabrikation hat ist die Stadt Budapest in Ungarn. In jener Stadt belieben elf Gesellschaften, welche vierzehn Mühlen in Betrieb haben. Minneapolis producirte im Jahre 1873 nur erst 940.786 Faß Mehl, während die Ziffer sich für damals auf 3,502. 509 stellte. Aber nach und nach ist Budapest zurückgeblieben, d. h. seine Mühlenilldustrie hat bei Weitem nicht den Aufschwung genommen, wie die feiner jüngerin Rivalin in den Ver. Statten. So wurden in Budapest im Jahre 1891 etwas über 5.000,000 Faß Mehl hergestellt, dagegen ist Minnea pölis mit nicht weniger als 7.434,093 auigesuhrt. Die Baptisten in New York haben ihre chinesischen Sonntagsschulcn geschlossen. Seitdem die heiraths lustige Lehrerin em:r der Schulen, Frl. Lizzie Field, sich den Zopsträger Lee Whig so weit HerangebildetHatte, daß sie ihn zu heirathen beschloß. chütteiten die Ehmetensreunde schon bedenklich die Köpfe, denn fo weit ging die Freundschaft der Meisten nicht, und gegen eine kommende Generation von Halbblut-Mongolen sträubte man sich denn doch noch ein wenig. Als dann noch eme Lehrerin einem ihrer mongolischen Schüler die Hand zum ewigen Bunde reichte, steigerten sich die Befürchtungen vor ähnlichen Ueber raschungen unter den Baptisten so sehr. daß es nicht mehr gelingen wollte, die nöthigen Lehrkräfte zu beschaffen, ura so mehr, als Frau Lee Wing mit dem Re ultate ihrer Lehrtätigkeit so be rie digt zu sein schien, daß sie sich weigerte, weiterhin außer ihrem Lee" für die Chinesen Lehrerinnendlenste zu leisten. ?!uch von Seiten der Chinesen machte sich eine plötzliche Abneigung gegen den Besuch der Sonntagsschulcn geltend, denn sie merkten wohl, daß diese kein HeirathsvermtttelungZ'Büreau bleiben solle, und blieben fern. Nachdem kürzlich die zahl, .eichen Einwanderer, welche mit der Alesia" in New York eingetroffen wa ren, das Schiff verlassen hatten, degan neu die Matrosen mit der Reinigung desselben. Diese für gewöhnlich nicht sehr angenehme Beschäftigung bot die ses Mal den Theerjacken eine kleine Ab wechselung in einem ' sonderbaren Funde, den sie machten. In einer Ecke des Zwischendecks entdeckte nämlich einer der Matrosen Unter einem Haufen zu rückgelassener Lumpen etwas scheinbar Lebendes. Bei der sonstigen Kaltblü tigkeit des braven Seemanns war ihm die Sache dieses Mal denn doch ein we nig unheimlich, umso mehr, als sich un ler den Lumpen ein ganz eigenthüm liches schnarchendes Geräusch , hörbar mächte. ; Erst- als die anderen Theer sacken hinzugekommen waren, "beschloß man, in Corpore gegen da5 unheimliche Wesen vorzugehen. Mit kräftigem Ruck wurden die Lumpen entfernt, aber statt eines UngethümS entwickelte sich ein schmucker Italiener-Knabe von etwa fünf Jahren, der sich nur verschlafen und verwundert die Augen rieb. ! Er nannte sich Alexander Grecco und 1 behauptete, mit seiner Mutter die Reise über das Weltmeer? gemacht zu haben, die den Knaben wohl überall anders, als unter den Lumpen gesucht haben mag. , ' - Wie die New Yorker Han dclszeitung berichtet, ist der! deutsche Rcchtsschutzverein in New York mit ei nem Falle von weißer Sklavenarbeit beschäftigt, der. wenn sich die bis jetzt darüber gemachten Erhebungen bestätigen, zu den ' baarsträübendsteDseiner!! Art gehört. Im ' Dezember v. J. wurden in New .Bork 25 , Deutsche, meist eben eingewanderte Leute, von einem Agenten angeworben, um in den Pon Pon Phosphat-Gruben in Colle ton Eounty, Süd-Carolina, k gegen einen Tagelohn von Slx50 zu arbeiten. ')!ach ihrer Ankunft dort wurden sie von bis an die Zähne bewaffneten AufseHern 5 in elenden Ouartiren untergebracht und am folgenden Morgen zur Arbeit in die Gruben geführt, in denen bereits:! eine Menge Griechen und Jta liener beschäftigt waren, Anstattdcö ver sprochenen TagelohneS erhielten sie per lkubikfußPhozphat 5Ets. vergüten ;da es aber selbst dem Kräftigsten und Gewandtesten unter ihnen nicht ,! möglich war, mehr als 3 Kubiksuß per Tag zu fördern, so belief sich , der Tagesverdienst im besten Falle auf 75 EentS; dabei waren sie genöthigt, ihre Lebens mittet aus der von einem Cvntraktor aebaltenen Catine zu beziehen und da-
für unverschämt ' hohe Pree zu bezahl len. Ihre ' HMceligieiten waren den Leuten nach der Ankunft von den Aufsch:rn zur Aufbewahrung" weggekommen worden. Einige der Leute verlangten dieselben zurück, wurden aber mit barschen Worten und sogar körperliche? ' Mißhandlung abgewiesen. Sie mußten beständig, auch Sonntags, unter bewaffneter Aufsicht arbeiten; mehrere Fluchtversuche, die sie anstcll. tcn, waren vergeblich, bis es endlich zweien der Leute gelang, sich bei Nacht und Nebel und unter urücklassung ihrer öabe davonzuschleichen, nach New
Jork zu gelangen und die Hülfe des deutschen Rechtszchutzverems. in. Anspruch zu nehmen. Der E,o;lverneur von Süd-EaroZina hat versprochen. eine genaue amtliche Untersuchung der iltgelegenycit vorneymcn zu lauen. Vom Auslande. I n einer Berliner Conrthalle besand sich neulich ein junger Mann, ! der 1 die dort' servirenden Kell nerinnen traktirte. Der besagte junge Mann verlangte von einer ihm noch fremden Kellnerin einen Kuß, erhielt aber die'abweisende Antwort: Mie sind mir zu ungewaschen!" Der junge Mann sprang insolge . dessen erregt auf und entfernte sich mit den Worten: Na, Sie werden ja die Folgen sehen!" Bald darauf krachte ein Schuß in der zum Local gehörenden Retirade. Als man hinzueilte, fand man den jungen Mann dort zusammengebrochen mit einer Schußwunde in der rechten Kopf feite. Man brachte ihn nach der Küche, wo er dringend dat, man möge schleunigst ärztlicke. Hilfe herbeiholen, denn er habe nur in der UebereilungHand an sich gelegt. Die von ihm gemachten Angaben über Namen, Herkunft, Wohnung u. s. w., haben sich als falsche erwiesen, so daß man noch gar nicht weiß, wer der jugendliche Schlvärmer ist, der sich wegen des ihm von der Kellnerin versagten Kusses schleunigst T'S Jenseits besördcrn wollte. Bei der Ankunft des russischen Kaiserpaares zu der goldenen Hochzeit deS dänischen Königspaares spielte sich eine heitere Episode ab. Der Zar wurde um 4 Uhr Nachmittags er wartet und zu dieser Zeit sollte der ofsicielle . Empfang stattfinden. Um 10 Uhr wurde ' jedoch gemeldet, der Polarstern" sei in Sicht und werde schon in einer halben Stunde im Ha fen eintreffen. ' Am Landungsplatze war noch nichts zum Empfange bereit und die Nachricht von der frühzeitigen Ankunft des russischen Kaiserpaares rief daher überall die größte Verwirrung hervor Der König wurde in aller Eile benachrichtigt und im letzten Augenblicke traf er beim Landungsplatze em. Er ließ sogleich den Zaren bit ten, die Landung um einige Stunden zu verschieben. Allein der Zar erwiderte lächelnd: Ick bin ja ein alter Kopenhagener, und ich kann den Weg nach Amalienborg (dem königlischcn Schlosse) auch ohne Begleitung finden." Eine Stunde später, während der Zar bereits in Amalienborg frühstückte, irasen die Minister und Gesandten am Landungsplatze em, um den SelbstbeHerrscher aller Reußen zu empfangen. Der jüngst ver storbent französische Musiker Ernest Guirand, der' Componist von Gretna-Green", hat die Kunst verstanden, sein Leben um mindestens vier Jahre zu verlängern.' Den Schlüssel zu seiner Methode giebt Aurelien Scholl im Mätin'mit, Belegen aus dem Nachlasse' des .MeisterS" folgendermaßen: Bei Gui rand hat man zweitausend uneröffnete Briefe gefunden. Uneröffnet legte, er ste in ein Schubfach; war das voll. wanderten sie in eine Kiste, von da karrenwelse in eine Kammer. Zwei tausend Briefe hat Guirand nicht aele sen, die er, hätte lesen sollen, macht, auf den Brief zehn Minuten gerechnet, ein Jahr,, das er feinem Leben abgespart hat; die unterlassene Beantwortung der ungelesenen Briefe gewiß das Doppeltc und Dreifache: sind drei bis. vier Jahre, die er für vielleicht nützlichere Dinge gewonnen, abgesehen, von all' der Langeweile, der Belästigung durch ' ' 1 ' IM , l( l I .':" ," 1!: itnniib ilnfr,rt Xv Mlniiiriiln.iiinA Hiiiiupv. w vvuni uiyiiutiv, der Besorgniß, dem Aerger. die er sich erspart hat. die ihn sonst vielleicht um ein weiteres Lebensjahr gebracht hatten; ;Däs Erstaunlichste ist die Ausdauer der Briefschreiber, die, trotzdem sie keine Antwort bekamen, fortfuhren zu schreiben. Ein. eigenartiges Sie beZdrama spielte sich in Genua ab. Die Schwestern Fortunata und Maria Origone. die in der Balbiflräöe zu Genua ein bedeutendes? Möbelgeschäft besitzen. hatten vor Jahren einen kleinen Bur schen an Kindcsstatt i angenommen, der 17 Jahre ' zählt - und ' seit mehreren Wochen die jüngere der beiden Schwe stern, die 35 Jahre alte taria, mit LledeSanträgen verfolgt Er drohte oft, daß' er -sie und sich selbst tödten wurde, falls sie ihn nicht erhörte. Bor 14 Taaen hatte sich der verliebte üna ling bereits einmal die Pulsadern zu öffnen : gesucht, doch war rtt damals während der Aus übruna mner Se bst mordplane überrascht und gerettet wor denA! Seit dieser Zeit ließen ihn die Schwestern )ngone nicht mehr aus den Augen, aber ällmii hlich ' erlahmten sie in ihrer Wachsamkeit, da Eesare Del sino so heikt der luaendliche, Lieb Haber ruhiger geworden zu sein schien. , Mittwoch, Abend trat er jedoch vor Maria Origone hin, mit der er sich allein i m Haufe befand und ü berreichte ihr einen Zettel, auf dem geschrieben stand: Ich kann solch e,n Leben nicht ertragen und du mut jetzt ; mit mir sterben!" Die Dame wollte stieben. aber als sie sich aus dem ersten Trep penabs atz befand, zagte Iihr Delsino drei Revolverkugeln nach ; dann schoß er sich selbst eine Kugel m die rechte Schläfe und war sofort eine Leiche. Da? iZraulein blieb unverletzt. '! 'V-lkäiWii' itVllfe..! Jl J.i -fH :.l!; ' - : :''' k'i .7.3 "'in e.rBeTli n't ct!:fa dierfabrik wurde neulich vor einer aela denen Zuhörerschaft das Elektrophon des Herrn Dr. Richard Eisenmann er läutert. Der Zweck der ungemein sinn reichen Vorrichtung besteht darin, die einzelnen Töne des Clavierö beliebig
if?!;:!!'!;!'
ang sorMmgen und anschwellen zu lassen, so daß eine Fülle von Schatti rungcn und orchestralen Wirkungen hervorgebracht werden, Je . nachdem man die elektrische Einrichtung benutzt, vermag man dem Klavier einen Harmoniumcharakter - zu verleihen. Man ann ledoch auch das gewöhnliche Klavier mit jenen härmoniumartigen Tö nen verbinden und auf diese Weise ganz igenartlge Klangwirkungen erzielen. Schaltet man das Elektrophon aus, dann verfügt man über ein ganz gewöhnliches Klavier. Die Haupsbestandtheile der Vorrichtung sind kleine. an einer Metallleiste angebrachte Elck romagncte, welche über den Klavieraitcn sinen und Eontactstiste. welche !1ber den Dämpscrn an einer Holzleiste Scsestigt sind. Durch ein besonders :onstruirtcs Pedal wird ein elektrischer Strom in den Apparat geleitet. Dlezer Strom tritt nun in diejenigetl beiden Slettromügnete. 'deren zugehörige Ta steu heruntergedrückt werden; hierdurch werden die Saiten durch die Elektrolnagneten angezogen. . Damit nun aber Sie Saiten itl , dauernde Schwingungen . i . . i : . W fr . '.!r' . '. t r t , oerietz! werden, müssen tie aowecyseino, und zwar genau ihren Eigenschwingun Jett entsprechenh, angezogen und abgcstoßen werden. . Dies geschieht vermittelft einer Anzahl von Mikrophonen, welche in ein besonderes Brett eingelassen sind. Solcher." den Ton verstarkend'er Mikrophone sind sechs angebracht, welche je nach der Stellung des ebenerwähnten Pedals entweder insgesammt oder theilweise eingeschaltet werden kön nett. Da? Elektrophon leistet in der That Erstaunliches, und noch ist 'die Reche der Bervollkommnunam de eiben nicht abgeschlossen. Ber Soldat Giovanni Luciano, der am 30. März, während er vor dem Gesangnisse in Trapani, Sicilien, aus Posten stand, einen detrunkenen Arbeiter, der ihn gereizt hatte, niederschoß, ist jetzt zum Gcsrei ten ernannt worden und bat dieTavfer keitsmedaille erhalten. Der Vorfall erregt dort großes Aufsehen, weil die Beförderung Lucianosovom KnegSmi nisterium erft beschlossen wurde, nach dem die Berliner Affaire Lück" be kannt geworden war, DaS wäre ja eine seltsame Wirkung in die Ferne: In einem km Gangebe sindlichen Eisenbahnzuge hat unweit von Chalon-sur-Saone eine Explosion stattgefunden. . Ein Wagen wurde in Stücke gesprengt, der LocomotivsÜhrer und der Heizer wurden umgeworfen. Sie erhöben sich jedoch und brachten den Zug zum Stehen. Der betreffende Wagen war in Trümmern; die sofort eingeleitete Untersuchung führt zu dem Ergebnis, dan die Erploston wahr fchcinlich durch eine in dem Wagen niedergelegte 3 Kilogr. schwere Kiste von unbekanntem Inhalt veranlaßt worden sei. Dieselbe war für einen Schuhfabrikanten inTournuS bestimmt. -Eln großer Brand ist m Troycs aus gebrochen. Derselbe zerstörte ein gro
ßes, zum Schlosse von Anzön gehöriges Pachtgut, dessen Gebäude 1000 Qua dratmeter bedeckten. 600 Hämmel verbrannten. Z. I n der K a l k st ei n g r u b e zwischen Rheinfelden und Magden in der Schweiz, in einer der vertikal lie genden Steiuschichten, ist 15 Meterun ter der Ob.rkläche ein versteinerter Krebs gefunden worden, vollkommen erhalten, als ähnliche Versteinerungen von Scemuscheln, Ammönshörnern :e. Das versteineite Thier. oaS wohl Tausende von Jahren in diesen Steinschichten eingepreßt war. hat genau'die Form und Größe der Krebse, wie solche in den Schweizer Thalbächen heuzutage vorkommen, und ist in der Lage toie iebend Der Kopf, der Rückens der Schwanz mit den Gelenken, beide Scheeren Alles ist ganz deutlich; so gar die beiden Fühlhörner sind im Ge stein durch' zwei leichte dunklere Streif fen gekennzeichnet: Der merkwürdige Stein ist im Gasthof, zu den Drei Königen" in Rheinfelden zu sehen. . ! ' Man wird sich des M o n streprocesses'-gegen- die ,Mitglieder der MaXa. viw entsinnen, der im letzten Jahre in Bari stattgefunden; jetzt steht im selben Orte ein neuer Proceß gegen denselben Gebeimbund vor der Thür.' Handelte es sich damals um 179 Ange klagte und 900 Zeugen, -; so beträgt : die Zahl der Angeklagten jetzt 219. die der Zeugen 600! Ein ' Beweis, daß i die Mala vita"in der niederen Bevölke rung Süd Italiens zu festgewurzelt ist, um von einem zum anderen Jahre ausgerottet werden zu,. können. Auch der weife und . vcrchrungswürdige Meister". wie der Oberfchuftder Bande heißt Würste , diesmal etwas in Behandlung genommen ' werden. ES ist wohl überflüssig hinzuzufügen, daß die Sympathie .' der ? niederen Bevölke rung vollständig auf Seite ! der Angeklagten steht. , , : 1 Ein g roß e r S ch a chW e t t kämpf , wird während des jetzigen Mo nats in Berlin stattfinden.'. Die beiden Gegner sind !, der russische Meister Mi chael Jwanowitsch TschigorinM geboren 1650 in Petersburg, ' und der deutsche Meister Dr.' Siegbert Tarrasch, prak tischer Arzt in Nürnberg' geboren in Breslau 1862. Tschigorin ist ein über aus verwegener, genialer . Angriffs spieler. , Tarrasch dagegeii gehört ganz und gar der neuen deutschen Schule an. Sein Spiel ist besonnen und ruhig; auf Opferkombinationen läßt er sich nur dann ein, wenn sie durchaus cor rekt sind, nämlich bis zum Schluß ge nau berechnet werden können. In ver fchiedenen deutschen Turnieren hat er während des letzten Jahrzehnts sich in hervorragender Art geltend . gemacht, und namentlich im letzten Meiftertur nier des deutschen Schachkongresses zu Breslau- 1889 feierte er den größten Triumph, indem. er 9 Gegner schlug, unter denen sich auch die bedeutendsten englischen Meister Blackburne, Burn. Günsberg. Mason befanden. 1 , 1 WW:D ie deportirte" engtische ttiichenglocke, die jetzt nach fast dreihundertjähriger ' Verbannung in TobolSk nach Üglitfch heimkehrt, hat eine sehr interessante, in der Geschichte aller Kirchenglocken wohl einzig iste. hende Vergangenheit. Ls ist djeselbe Glocke, welche um 1S Mi 1591, als der Karewitlü Dmitri von der ruchlo- ... .r: , ...
'! ES gehört znm gtcn Tou in Carlsbad um früh Morgen? aufznste hcn. Jeder nimmt das Wasser zeitlich morgens. Man kann es auch hier so neh mcn ohne nach Carlsbad zu gehen. Da? natürliche Carlsbader Wasser, sowie das Carlsbader Sprudel-Salz rst hier in allen Apotheken zu haben, und man kann die itnx zu Hause haben. ES wird Hauptfach lich gebraucht bei Hartlcibigkcit, Magen leiden, UnterletbSbcschwcrdcn, Leber und Ricrenkrankhcitcn, Gout, Rheumatismus, u. f. Man hüte sich vor Nachahmungen. DaS Lchte Earlsbader Salz und Wasser hat die Unterschrift von EiZner Mendelson Co.-, Alleinige Agenten . Imports von Mine ral Wassern, 6 Barclay St., Nen Vsch auf dem Hälfe einer jeden Flasche. . . Nuff Kulmann, Carpenters & Contraktoren No. 27 NebraskaStr. Austräge für Neubauten, sowie Ncraratu ren werden prompt und billig ausgeführt. Tnfchen-Ilbrett, HauS-Nbien, Nenege Schmucksachen Gold und platirt,' in großer Aussah! rei. II. Scliiuidt, M ?'on iUstfe Unbn Station aeaenube,
i,:!:V;M::!.ifi.:-ii '!!.
WÄ. v 1 H5?V ,. ,f .' :( V! AfAT " A. l MMW? U jl
len Hand gedungener Mörder fiel, die furchtbare Kunde mit eherner Zunge der Einwohnerschaft von Uglitsch über brachte und die ganze Stadt in Aufrühr versetzte. Es waren ßwei treue Diener des Zarewitsch, welche Alarm geschlagen yaiten: der Kirchenwärter Marim Kusnezow und der Geistliche Fedot, genannt Ognrez. Boris Godnnow verschickte die' Beiden bald darauf nach Pelym. die Glocke aber verbannte er im Jahre 1595 nach Tobolsk, nachdem ihr zur Strafe ein Henkel der Krpne abgeschlagen war. In Tobolls wurde die Glocke wahrscheinlich umgegossen, da oic gegenwärtige Aufschrift, lste ist ein gravirt und nicht gegossen) sowohl der Form der Buchstaben . als auch der Anschaffung nach neueren Ursprungs ist. Diese Aufschrift lautet: Diese Glocke, mit der bei der Ermordung des , recht gläubigen Zarewitsch Dmitri Alarm abschlagen wurde, ist ' üUS der Stadt Uglitsch nach Sibirien in die Stadt Tobolsk verschickt worden sür die Kirche, des Spaß auf dem Torg (Makt), später war sie die Stunden flocke auf dem Sophien-Glockenthurm.-Daß die Glocke echt ist, ist neuerdings vollkommen zweifellos festgestellt. Die Einwohnerschast von Uglitsch war züm ersten Male im Jahre 1349 auf den Gedanken gekommen, die verbannte Glocke aus Tobolsk zurückzuholen, und es wandten sich auch damals 40 Bürger von Uglitsch an den Minister des. Innern, Grafen Perowski. mit einem ent sprechenden Gesuch. Letzteres wurde jedoch abgelehnt, da aus den im arosslawichen Eparchial-Archid vorgeundenen Tocumenten über die VerInnung der uglitsche'r Glocke nicht der Nachweis geliefert werden konnte, daß die fragliche Glocke in Tobolsk die echte fei. Das ist erst kürzlich festgestellt worden, nachdem die Stadt Uglitsch zum zweiten Mal eine Untersuchung hatte einleiten lassen die im; Jahre 1883 begann Und nunmehr zu einem praktischen Resultat geführt hat - V B ei einem Wm Stettiner Z)acht'Elub' veranstalteten Wettsegeln auf dem Dammschen See ereignete sich ein höchst betlagcnswerthcr ' Unglücks fall der in eine geachtete Familie Trauer uiid Schmerz -brachst ! Die Yachten hatten bereits die erste Strecke der Bahn durchsegelt, als fast - plötzlich eili stärker ?!ordwestwind einsetzte, . Die Oberfläche des Dammschen Sees wurde bald heftig erregt. Die Yachten wür den genöthigt, einen Theil ' ihrer Segel zu bergen; einige der Fahrzeuge mußten beidrehen, i andere für kurze Zeit vor Anker gehen. Alle nahmen jedoch außer den pachten Stettin- und Adler", die Fahrt wieder aüf5 DerHrn I. Nipprasch gehörige Arion-, der bis. her die Führerschaft hatte, holte jedoch Infolge des übermäßigen SegcldrirckS, dem das Fahrzeug nicht gewachsen war. so weit über, daß es) Wasser schöpfte und gleich " darauf ' kenterte und versank. . Von den fünf Insassen des Bootes vermochten sich' drei, darunter dcr Besitzer der Pacht, zu retten, indem sie dn noch theilweise aus dem Wasser hervorragenden Mast erfaßten' Zwei dagegen versanken in die Tiefe. ' Es siiid . dies der Trgolder I. Erenzien Schwager des Herrn Nipprasch, und ein zehnjähriger Enkel des Herrn Nipprasch. , Ersterer kam zwar gleich wieder an die Oberfläche des WasserS. verfank jeboH fort von ' seinem Schwager ein Rettuugsgürtcl zu gcworsen wurde. Der Knabe kam überhaupt nicht mehr zum Vorschein. Alle Anstrengungen zur Rettung der Verunglückten waren ver Greif" zur Unfall stelle und nahm die drei am Leben gebliebenen Insassen des Arion" an Bord. Die Frau des veriinglückten Herrn Erenzien. dcr eine zahlreiche Familie hinterläßt, b-'uud sich, wie die N. Sett. Ztg." belichtet, während der Regatta auf dcru Bele:tdampferTyrasMD Ä.A u f de m interna t i on a len Muckerverein, welcher in Stuttgart Über Sonntagsruhe verhandelte, ist auf den Vorschlag des Herrn Stöcker auch beschlossen worden, zu beantragen, am Sonntage auch den Handel und AuZschazik von geistigen Getränken Beschränkungm zu unterwerfen nach den Cufrr; der neueren Beschränkungen für Handel und Ce&erfe. 4,;;:;, , , ., " ' '
;ßsßiU)nv, Tcutschcr Arzt. Office und Wohnung: 337 Sud Dclnwarc Straße. OMtt-Ttuden: Uhr Borm.; L- Nlr Nachm.: 7 Uhr Abendö. Telephon KB.
Dr. P a n c r, Ehirnrg und Franenarzt. Heilanstalt und Office : UM Ost Mkchigan Straße, (Eck MasZachustttö Ave.) Täglich von 2 bis 4 Uhr. SonntazZ ausgenoUk'.etl. Telrpbon Ztt. Dr.Wilh.J.Nogge, Dentftj)cu Arzt. Ofsice : Fast Straße u. Lincoln Laue, (früher Dr. Hüberllu'S Ossice.) Sprechstunden: WUHrVona; 2-3.Uhr Nachm. und 7-6 Uhr berdö. . tXf Aelephou 1130. Dr. Wagner, Office : Zlo. 60 Sol Ghio Str. OkflceStnnden : S-IS Uhr Voruitttag. -i Uhr Nachmittag. huung : EckeVroadway ud i?iole. Telkptzon S. Dr.H. S. Cululingham, Ofsice und Wohnung : Süd Meridian Straße. Telephon 1219. Offtce.Ztundeu : 8 9 Uhr Morgen, lit yr ivnrlöz,. ? is uyr Avruo. Dr. Cunningham spricht Deutsch. . C. Woerts, Deutscher Zahil - Arzt, Ro. 8 z Nord Pennsylvania Str. a wird vf Wunsch angewandt. Ferd. 21. Müller, iachsolger on werae Müller.) Apötheliee. Tie nserttgung bo ezepte geschieht U zuderlölstger. sachverftäudtger Welse. Südweft-Ecke der Ost Wasbiitgtvn und Ost Str. tXT Ztmcn 870. fa&M M $f$ßß& t.n. La'. . uad oepe Viarlungsmulei. $1.00 per Flasche. .... 6 Flaschen sür $5.00, -Zu haben in her Deutschen Apotheke von F. Will. Paiitacr, 54 West Washington Straße und Ecke East Vtraße und Lincoln ane. Die ganze Nacht offen I Red Star Line. Ber. Staaten und Königlich Belgische Post-Dämpfer. Regelmäßige Fahrten zwischen Antwerpen Antwerpen und und New Jork Bbllabelpiia Borzuglicke Beköstigung, gute Bedienung nd niedrige Preise. Antwerpen bietet Reisenden do und nach Deutschland, Oesterreich, Frankreich und der Schwri, besondere Bvrtheile, bfahrt von em f)ott jede Mittwoch Z don Antwerpen jede Samstag. Die Dampfer dieser vinte sind alle neuester Konstruktion und ver binden Sicherheit mit Bequemlichkeit und Schnell igkeit bet besonder niedrige Preisen. Näheret bei: ; , . . International Nav. Co., S e n e r a i e n t r. General Agenten, New York und Philadel' phia, oixr:, Fren,e l B ro S., ler. Metzger, Indianapolis. Neue Wirthschaft ! HEMY Vf. BAiS, " No. 1 Madison Ave. No. 1 Nachfolger von Julius Aeller. Die besten einheimischen und iinportirten Weine, Liuöre, Cigarren, Bier u. s. w. Freundliche Bedienung und Lunch. ,., oft per Mahizeit, Tag oder Woche. Henry W.Baas, 1 Madison Ave. eU HDTDS9 Importeur und Händler in k i fremden und einheZraifchen Weinen und LZquören. ' s-'- : , ; 'X fl, 'ii, r-.. I ' , ii t' ' . ''i1'!1 Alle Sorten und beste Qualität. 3st Oixfc ODclatpare Qtraste. !f 1 ,: .: l; i t i ' ji ',.":!, i i ,,, , . f H .. ;,: j , Waaren werden ohue Exrra'Bnech nung proinpt in'S HauS gebracht,. Reine Weine für Kränke Und FamUgebrauch eine Spezialität.' ! MH'öLz. ' ' tt'VU" :: Extra feiner gebrannter &:i$m-,. ; ' :" 0 i iM ,, -'i' Vfii:;fti !,! ... ''S. J j! ' 1,.. ! ,.;:,:. Qsi A 'ssLDÄ , j'jl'li.j, ' ! ' . 'li'i'!' 'iiiji ' '. i 11 'vJ'T'-. .. . ' '' !' 1' :l' "j ' . l?l:fSs''Ä IIUELLER'S Thes-Laden, : jl:;:,:!: !,?;;!!' ; f 'üj lij.'ij; !l ? U; i-f ; , "1) ji!'!::t!:'i;:'i!;;-ii!: '!;;; j :;! 'Ii;;;: . j; .:' :,;iv, ;; l:' ' ' j ''S'li 200 Oft Qskingttu Sttabe. Telephon 532.
Golden
jjj o jl ixfFoo
Eiscnbahii-Tabelle
Ankunft und Abgang Ut derschicdcnm (Usen bahnzüge im Union Dcpct, Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug . . 7 80 ?nt Am m Am Bm V Vm Tm K rpred.... .um .1255 . 4 00 . 7i Expreß Akkomodation Expreß erpreß ...JUX) AnkunftExpreß .... 3 MO .... 4 ir ....ww .... .... 5 M .... 7 4.'. Expreß Accomodation Expreß Schnellzug AccomadaUon Cleveland, Cincinnali, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Elevetand Division. Abgang Expreß M Vm xpretz Z,35m Expreß 1145 Bin Limited Erpreß 3 20ct Ervrek 6 4S m Ankunft Expreß 7 MV Expreß . . II I Am Limited Expreß N55 Vm Expreß 5 00 Am Expreß.... 10 603h St. LouiS Diviswn. Abgang Erpreß 7 30Vm Limited Expreß 12W Rm Expreß 5 20 Nm Expreß, täglich W0Nm Ankunft Expreß taglich 3 25 Vm Expreß 9 25 Vm Limitcd Expreß 4 45 Bm Expreß 20 Im Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 Accomodation täglich 7 Accomodation W Postzug 2 Accomsd. nur Sonntags). Accomodatlon 7 Ankunft- Rushville Accomodation. !o Postzug ....11 JndxlÄAcc.(nurSonKt.).l2 Accomodation 5 Accomodation 11 Schnellzug .12 45 Bm 05 Bm 55 Vm 55 Nrn 30Nrn 00 Nm 30 Vm SOVm 30 Nm 08 Nm 15 Nm 15 Nm Chicago und Cincinnati Division - westlich. 7 10 Vm 12 01NM Abgang Accomodatlon Scknell'Vott Lafayette AccomadaUon. . . Schnellzug Ankunft Schnellzug Lafayette Accomodation . . Schnellpost . 5 28 Nm .NLOVm . 3 30Vm .10 45 Am . 2 45 Not . K 2l Nm Accomodatlon... Peoria Division westlich. Abgang Expreß 8lVm Expreß.. 12 06Nm Danville Accomodation .... 5 10 Nm Expreß 1125 Nm Ankunft Expreß 3 25Bm Danville Accomodation. ... 10 35 Vm Expreß 2 50 Nrn Expreß. ßL5Rm Peoria Division Mich. Abgang Expreß 4 50 3m Accomodation.. - - Expreß 3 05 Not Ankunft Expreß 1157Bm Accomodetion 9 m Vm Expreß 11 15 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 15 Vm Expreß 120 9cm Expreß 7 00 3cm Schnell. Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell. Erpreß 3 20 Vn, Expreß... 1030 Bm Expreß 2Ü0Nm Expreß. L0Nm Plttsburg, Cincinnati, Chicago und St. öouiS. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Bm ColumbuS Accomodation.. . 9 00 Vm Expreß., v... 3 (X) Nm Richmond Accomodatlon. . . 4 00 Nm Expreß SS0?cm Ankunft Richmond Accomodation 00 Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß ..12 45 Nrn Accomodation 3 45 Nm Expreß 6ü0Nm Expreß V0Nm Chicago Division via Koksmo. Abgang Expreß 11 20 Vm Expreß 1130Nm Ankunft Erpreß 30Vm expreß.. S 65 Nm Louisville Division. Abgang Expreß....... 3 40 Bm Louisville Accomodatlon... 8MWm Schnellzug. ............. 40Nm Accomodation 4 3Nm Ankunft Accomodation .,. 10 25 Bm Schnellzug .11 10 Bm Accomodation 6 00Nm Spezial täglich 10 50 Nm "' , ' ; - ' , t. Cincinnati, Hamilton uud Jndiana- . poliS. Abgang Expreß 2 45 Bm Cincinnati Accomodotisn . .10 57 Vm , y Expreß ,. . 2 56 Nm Exprek....... 4 25Nm :. , xs xpreg . .... .... , - ß 20 Nm Ankunft-Accomodation... . . . ..... 9 20 Vm Expreß....... ..11 25 Vm - Expreß ......... ! . 7 45 Not Expreß ..10 55 Nm - xpreg ,, . ...... .5 ..,12 25 5!m Indianapolis und VincenneS. V.'-S ;: ' -y ;t?Jv- ' Abgang Expreß . .. . ..... . . 8 00 Bm , VincenneS Accomodation 4 05 Nm Ankunft VincenneS AccomodatisnIO 55 Nm Expre ß . , ' fbf ''; ; 6, 15 Nm TmcinnatiWabas ,ö2ttit0criirt&!:.,' .:. ." t,Kii!.7S .00 tta1; PS : f Expreß .,, :t . -1 OQ Bm . . Expreß 7V0Nm Ankunft Expreß . .10 30 Vm -: i Expreg. . ....... . ,-: 2 40 Nm , f t Expreß.. , ..4... UV ;.10 65 Nm ; ;;.! .!:...:.. -;t , . . , ; ij," i,gjt ;:i!-----,!,;;:: Jndlanapo Abgana Expreß ...... .,8 30 Vm" ; . i. Accomodation ..'...,,,..,,',4 20 Nm ' Schnell. Erße....,;U 11 00 Nm Ankunft SchneU.Expreß ,,'..e:r:tz S 30 Vm t . Accomodatis . : ... 10 10 Vm'; ... . - N .. h, , . ... s A tz 4 45 Bm LouisvilleMev Älöanh und Chicago. Z: Ö Abgang Expreß ;:,i;!.li,:;fi. ::'s.t 12 40 Vm C Expreß Vi'Kii 11 35 Bm , Mono Accomsdation. .... 6 20 Nm Ankunft Expreß fkUtftä.- 25 Vm ""!'!! Wonsn Accomodation 10 40 Vm &t (ErpreSv'; S20Rm 'SÄi tmuft tkuVt KK, rk tat u, fc lrS iMdi, , mn im, tmnm, IwmmI, tV. imm n. Ukntm utacaru. t kr m) ihm Mi mwm PHMfc. Tm i-vm ä tm ne ul IM Ihmu, m tHttnr ymt m. Ln to rtaiim it Mu); nikf frrn4t s 1 1 . AU pm. ymm hmr , mmst rm-1 rk Im iw timum Jf rtiM-iii. Us tat V! U-, V.W 'Mdi WMJüI PUMMii.MhM Ct.X2UftJb C.,Ui 1 ittrorUMCUaU
m
"" " i
,f g V
i.ii.fe'!):' . ' ' i l , J i ''!; ., '"'i W f 1 t
Mi
