Indiana Tribüne, Volume 15, Number 262, Indianapolis, Marion County, 8 June 1892 — Page 1

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Der Tcharsftntt des Chemikers hat es erreicht, die Quintessettz des (5astoröls, das 'ZMelol AKlM .. .., ' '.l'l" . 1 .','! " ' 1 ' ,':!: zu ertmhiren, Es ist süß wie Zottig und besitzt alle Medizin!' schen Eigenschaften des Castor-Oels.

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CJtJCU in dieser Spalte kosten 5 Cents per eile. Anzeigen in welchen Sollen gesucht, oder osser:rt .dk, finden unenlg.'ltliche Aufnahme. Dieselben ftUi&m 3 Tage stehen, können aber unbeschränkt erneuert werden. Anzeigen, welche bis Mittags 1 Uhr abge, geben werden, finden noch am selbigen Tage Uuftrahme. - " Verlangt. Ver langt ein dut?chr "Pmr. isr.Mon rniigrir.lfiic JZisos Ohis Strasze. lli Berigt ein VkäÄcke,, für Hiiusarbcil. -ilo. ! M in nt vta Srre . , Ber l an a t ein i'iäilen für S.ua.jvbcit. i! Waicken oder Bligrln. S'riAltastr. lf B e r a n g k ein gureA Mödcken iix iiüumnnt tocuiiarbm tu fieiaer iiulic. i&uier VkIiii. K TseA B!ichiM Stvaize. ivi Ker langt ntut deutsche txtu, um t'mtiu Will tot die I attung z fuhren. $u crnazen nn UtÜt iivin enaäe. 'y-i Verlangt ein rutsch er luner Man, der m Pferde , zugehen wi. ZÄi Broadwaq. i Ber langt: (Sin utti Madchen. (ScU-r Votjn. Union Straße. v Stellegesttche. Gesuch: teU:irsji al4 artender, Ixmcr vdrr dergle ckea su einem juugen Teiicken. vjAs iitiraaen in der Critce des lägt. Irtestiaph' le at. iietiliiM. Gtjucbt: ttltjnt irftcnö weiter ct! in emcin iuituti, kvö?ligen T etlichen, bei- &.wtiLiu.iö utptnA nt. sreistre sior H,ghmUe. Zu verkaufen. Zu verkaufen: Ei latte Pi?r! und Piietu fv 3u erfraqcn bei SKobe H'N'et. Ltalt in ÄSKaih Str., nahe )ltiv Jer,evSr. 11) Zu verkaufen: refham Strae. BiUig eine, ßLrvcer. Wi Mu er la äs e n-feiaia. 5tn .vwetfiöÄi an . . - T . e- j j j . . - ji . i.uk l t iß, t l 1 andere eschiifre: dringen frei billiger Keme i, per-Iah?. S62 nion,'traKe, HanÄ mit 5 Ammern, tallung, Laster und Naturgas.- .Lot üv bei Ii5. krsnlSd- zwei Strafen, devöakzt mir Weinreden, Lbüdaumen :c. BiUiq, ntee Bedingungen, wie xe anderes Eigenthum an der Crrage gekauir werden kann. !n vr k a fcht k: IS sderLS Äcker an der Curchlnantke, Haus mir s Ammern, und einer '-ibeune i$ bei 75 guß, und anderen nötkigen Lta '.langen. Acki Nord Pine Strafe. Vor it bti !,,': das dcstewgericbttte Eszemh.ua zum vermietden, dringt .t Rente, li Prozent über Taren und Reparatur. . .Wurgler. m Ost WaMnato Etr. v Verschiedenes. Bad Tenkewalter. bei Spencer. Ind.. Wilbbad, Kiietpft'sche Wasj erbet ttlanttalt. unkurorr :c.. wird Lriöeuden bestens empfohlen Preiie mä,g. da Dr. I. A. Slttclisfe, ßefchästigt sich auösckiUMtch mit wundärtlit? allen und mit ichleckt' nd Urikrankveikea. Mo. 0S Oft Market Strasze. Office-Slundea : v bis lü Uhr Vorm. Uhr ackm. Sonntag ausgenommen. 941, 5 6ia3 Tele 3 m im i ' 5' W: - ? . Todes-Anzcigc. Freunden und Bekannten tie traurige Rach richt, daß mere liebe Mutter Virginia Fahrbach, gestern Abend um 6 Uhr, im Alter von Jahren 7Vonate und 1! Tagen nach tsngem Leiden ge starben ist. 4 , .; ; i,; ' Tie Beerdigung findet Tsnnerstag, dru S. Juni Nachmittags S Uhr, Trauerhause. ?ko DU ord MUsttftppi Trrabe, au statt. Nm Theil ahme bitte z i 1; Tie Hinterbliebenen LoS.Balent!ne.Philiv.tSeorg.Oöhne üau, (Praran. Laura, trgluia. Töchter. ' ' LtsorL üeii'mnnn mm ixk f& V&r 'pC-i'i' VK WMGMZzW TV-ISrfwK , 1 Ssichettbeftatter, Office : 26 Süd Telawareskr Lt5lle: m, 122, 121, 12d, 128 Ost Pearlstr. W;:nCn. Offfn Tsz und Nacht.

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wird fabrizirt von der Editorielles. Joseph Barondeß ist vom Gouvcrnör Flower von New Aork bcgnadigt worden. August Bebe! ist vor einigen Jahren todt, vor wenigen Tagen todtkrank und neuesteus gar irrsinnig gcsagt worden. Äuch die letzte Nachricht wird bereits vom Vorwärts" deinentirt.. Möge Vebcl der Cache des Volks noch lange erhalten bleiben ! Spalten lange Berichte kommen von Minneapolis, aber sie sind weder des DruckcnS noch des Lesens werth, is ist immer dieselbe Geschichte. Jede eite behauptet Köpfe gezählt zu haben, und sicherlich zu gewinnen. ÄuS allen Depeschen aber geht hervor, daß sich in der Convention ein Element besindct, von dem das Resultat ab hängt, und welches nur einer ganz bestimmten Art der Argumentation zugänglich ist. Dieses Element sind die Negcrdelegaten aus dem Süden. Sie halten sich vorläufig beiseite und lassen sich suchen. Wer mit ihnen argumeniren will, dcr muf; es verstehen, seinen Argumenten einen guten Klang" zu geben, und wer das am besten kann, der wird als Sieger hervorgehen. Auch werden sie versuchen, unter allen lmstanden auf der gewinnenden Seite u sein, denn sie hoffen außerdem auf eine Entlohnung Seitens der künftigen Administration, falls solche in die Hände der Republikaner fällt. An bitteren Beschuldigungen und Anklagen fehlt es auch nicht. Die tem porare Orgauifation befand sich in Handen der Blaine Leute und dic Harrison Leute beschuldigen dieselben, daß sie alle Eontcstsälle ohne Rücksicht aus Recht und Gerechtigkeit zu Gunsten Blain's entschieden haben. Die Stimmung ist in Folge besten eine sehr bittere. Es wird auch gesagt, daß viele der Harrison Leute, welche instruirt sind, für Harrison zu stimmen, sich nicht an die Instruktion halten wollen, weil zur Zeit aiS dieselben gegeben wurden, Blaine nicht im Felde war. Nun wir könnens abwarten und diele mit uns. l i . Endlich hat das Repräsentanten Haus des Eongrcjl es etwas gethan. Es hat eine Bill zur Unterdrückung der Spekultttion in Lebensmitteln passirr. Nach öekanntemMnster (Henry George) soll durch dieö Gesetz das Uebel der Spekulation durch Besteuerung der nichtet werden. Ob das möglich ist, das ist freilich eine andere Frage, oder für die Herren im Congrep vielleicht gar keine Frage, denn sie müssen doch etwas thun, um ihre Sorge für das Volkswohl in bekunden. Wenn's dann nicht hilft, so haben sie doch ihren Wil len gezeigt, und können gelegentlich der Wahlcampagne auf das hindeuten was sie thun wollten. Als Stimmen' köder ist das ja gut genug. Unler dem, vorlausig bloß vom Re präsentantenhause angenommenen Ge setzt sollen Spekulanten (6m!ers in kuture) eine Lizensgebühr von bezahlen' und außerdem bei jedem Handel eine Gebühr von 20 Cents per Bushel.. Getreide,, oder 5 Cents per Pfund Hopfen,- Baumwolle, und Schwelneprodukte. , ," ' ' Der Unsinn dieses Gesetzes liegt auf

der Hand. Er richtet sich gegen Käufe und Verkäufe auf Cpäter-Lieferung. Bei der Spekulation wird nämlich die Lieferung gar nicht beabsichtigt, sondern nach Ablauf der Frist wird die Preisdifferenz bezahlt. Da aber auch

ehrliche Geschäfte auf Lieferung, nicht zum Zwecke der Spekulation abge schlössen werden können, man aber unmöglich 'inem Menschen die Absicht aus dem Herzen lesen kann, so werden solche ehrliche Geschäfte aus Lieferung ebenfalls unmöglich gemacht. Mit welchem Recht ? 3e nun, daS mögen die entscheiden, welche für persönliche Freiheit schwärmen, von dem sozial!stischen Staate ein tyrannisches Eingreisen in die Machtsphäre des Individuums befürchten und sich für den Individualismus begeistern. Schließlich aber, wen geht es etwas an, wenn Leute aus Differenz spekuliren und wenn die Spekulanten sich gegenseitig die Hälse abschneiden ? Das Publikum wird nicht im Geringsten dabei assizirt. Da die betreffenden Produkte gar nicht hantiert werden, so ist es gerade so als wenn zwei Leute mit einander um die Differenz in Bezug auf den Preis des betr. Produktes wetten, und es kann dabei dem Publikum ganz gleich sein, wer von den Beiden verliert oder gewinnt. Das wirkliche Uebel der Speukülation Wirts durch dieses Gesetz gar nicht berührt. Dasselbe besteht nämlich nicht in der bloßen Disserenzspekulation, sondern in dem Aufkaufen, wirklichcr Borräthr, um den Markt zu beherrschen, in der Eorner"-Bildung. Das Anhäufen von Lebensmitteln in einer Hand zu dem Zwecke, den Preis in die Höhe zu schrauben, das ist es was das Publikum schädigt. Aber es braucht doch wohl kaum erklärt zu werden, daß dagegen kein Gesetz etwas ausrichten kann, denn man kann doch wirkliche Kauf und Verkauf nicht verbieten oder beschränken. Wo käme denn da unsere vielgerühmte individuelle Freiheit hin ? Die ganze Geschichte ist also wirklich nichts als bloßes Geflunker. Getreideund Lebensmittel-Spekulation ist derhaßt, nicht so sehr, weil die Leute die Wirkung der Spekulation genau kenneu, sondern weil sie sehen, wie oft Leute dabei ganz mühelos große Vermögen gewinnen. Maßnahmen dagegen sind populär' obwohl, den Fall der Corner" Bit biina, ausgenommen, die Spieler gewohnlich nur das Geld einander selber abnehmen. Und für den Gesehgeber, der doch zunächst Parteipolitiker ist. handelt eS sich jederzeit weniger darum, das wirklich Gute zu treffen, als das Populäre zu thun. Das Amüsante bei all diesen Versuchen der Zähnebrecherei am KapitaismuS von Seiten derjenigen, welche auf Grund der individuellen Freiheit, der BewegungS und Contraktfreiheit daS heutige gesellschaftliche System vertheidigen, ist der Umstand, daß sie allemal zur Einschränkung dieser Freiheit greifen, daß sie niemals anders zu reformiren wissen als dadurch, daß sie zu Vcrräthcrn an ihrem eigenen Prinzip werden und so gleichsam Freiheit durch Vernichtung der Freiheit schassen wollen. Es ist lächerlich. iM 1 1 1 1 Drahtnachrichten Inland. Wetterauösichten. FürÄndiana: Trübe; wahrscheinlich Regen. ' Amerikanischer Mais in Deutschland. Chicago, 7. Juni. ChaS. 3. Murphy, welcher im Auftrage unseres Landwirthschafts - Departements für die Ginsührung von amerikanischem Mais in Deutschland thätig ist, berich tet in einem Briefe auS Berlin, daß in Deutschland 13 Mühlen zum Mahlen von Mais eingerichtet sind. Die meisten von ihnen arbeiten Tag und Nacht, ohne dem Bedarf ganz tntspre chen zu können. Mehrere andere Mühlen werden deshalb demnächst in Betrieb gesejt werden. In Dresden verkaufen mehr als die Hälfte der Bäcker Roggenbrod, dem ein Drittel Maismehl zugescht ist. Die dortige Militärbäckerei liefert 1000 solcher Brode taglich. Die preu ßische Regierung richtet in ihrem Pro viantmagazin in Magdeburg eine große UmülY'eiii , '. , ;i" . , :!!: v ,u : i;, ;u j :: ' "iNU V! J& ' . . :

Office : No. 130

Indianapolis, Zndiana, iNittwoch, den 8. Juni J892

D a mmb r u ch. Quincy, Zll., 7. 3uni. Die Hunt Levee wurde vom Hochwasse durchbrochen. Der Bruch befindet fich 24 Meilen nördlich von der Stadt und daS Wasser strömt , mit fürchterlicher Gewalt hindurch, die ganze Umgegend überschwemmend. Die Bewohner dir Gegend hatten sich schon seit einig ey Tagen auf diese Eventualität. vorhereitet und Verlust an Menschenlben entstand daher nicht. -- Die Katastrophe in Penn sylvania. ' Oil City, Pa., 7. Juni. Der Mayor hat heute, durch eine Prokla, matian alle Geschäftsleute ersucht, heute ihre Geschäfte zu schließen, und bei dem Aufsuchen der Leichen zu helfen. Gouvernör Pattison kam heute hier SVm MC J 4 an. vranoenl arri on anoie zuu ür den Unterstützungsfond. Da 80) Personen für mindestens acht. Wochen erhalten werden müssen, so sind wenigstens tz50,000 nothwendig. , : Die furchtbare Kätastrophe hat fast gar keine Kinder zu Waisen gemacht, da in fast allen Fällen die ganzen Familien umkamen. ' Darf Horses." Minneapoli S, Minn., 7. Zum. Von Dark Horses" wird jetzt vielach gesprochen. Die Delegaten erhalten aus ihrer Heimath Depeschen, welche solch einen Schritt empfehlen. Am hausigsten wird McKinley erwähnt. Die HarrisonLeute haben zuerst in günstiger Weise McKinley besprochen, da er aber ach von den Blaine -Leuten in Erwägung gezogen wurde, haben sie ihn verlassen und sind zir Rusk übergegangen. DieS ist die erste Antwort auf die Bemühungen des konservativen Elements, Harmonie herbeizuführen. Der Besuv. V Neapel, 7. 3uni: Der seit einiger Zeit vor sich gehende AuSbruch des Vesuvs ist heftiger geworden. Die Lawa strömt in großen Massen aus dem Krater. Heute Mittag verspürte man in San Sevoo heftige Erdstöße. Die Bevölkerung floh erschreckt, kehrte aber wieder zurück als sie bemerkte, daß kein Schaden angerichtet worden war. 332 Menschenleben verl 0 r e n. P r a g, 7. Juni. Bei dem Unglück n der Birkenberg Silbermine wurden von 807 in der Grube Befindlichen nur 475 gerettet. 322 Menschenleben gingen zu Grunde. Znr Silberkonferenz. Paris, 7. Juni. Der Minister deS Auswärtigen Ribot empfing heute Nachmittag den amerikanischen Gesandten T. 3. Coolidge und sprach mit hm über die beabsichtigte internatio nale Silberkonferenz. Zum Turnfest in Naney. N a n c y , 7. Juni. Präsident Carnot schickte heute einen Ossizier seines Stabes nach Contreville, woselbst sich Großfürst Konstantin gegenwärtig aushalt, um demselben den Besuch zu erwidern, welchen dieser ihm in Naney abgestattet. P ari s, 7. Juni. Eine ungeheure, enthusiastische Volksmenge war heute Abend aus dem Bahnhose versammelt, um den Präsidenten Carnot bei seiner Ankunft von Naney zu begrüßen. . Als er aus dem Wagen stieg, wurde ihm eine stürmische Ovation gebracht. ' i r ' ' Zar und Kaiser. K ! el, 7. 3uni. Um 9 Uhr heute Morgen fuhr Kaiser Wilhelm auf der Jacht Hohenzellern dem Zar entgegen. Eine Stunde später kam die Sacht in' Begleitung der russischen Jacht Polar stern zurück, an deren Bord sich der Zar befand. Am Abend fand im Schlosse großer Empfang statt. Die Presse be zeichnet die Zusammenkunft als Frledensbotschaft. Heute Abend um halb Zehn ist der Zar von hier nach Kopenhagen abge fahren. Als seine Jacht den Hafen verließ, donnerten ihr die Kanonen der Kriegsschiffe ihre Abschiedögrüße nach und ih e elekr.schen Scheinwel fer stral l ttn auf die Jacht. Der Kaiser hat den s Zaren zum Admiral der deutschen Ma

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rine ernannt und dieser dem Staatssc kretär des Auswärtigen, Frhr. Mar schall von Biberstein, den Weißen Ad' lerorden verliehen. ; Allerlei. 1 Ein bedeutendes Feuer hat in AltenburgL3 Häusergedierte, Wohnhauser in der Arbeiter-Colonie, in Schutt und . Asche gelegt. Unter den ihres Obdachs beraubten Familien herrscht in Folge dessen große Noth. Kaiser Wilhelm hat .beschlossen, eine Reise nach Norwegen am 24. 3uni anzutreten. Er wird am 20. August zurückkehren und bann eine Zeitlang in Cowes, einem Badeorte Englands, seinen Aufenthalt nehmen. Als gestern in Berlin zwei Strafinge per Bahn nach Neisse transporirt wurden, griffen und entwaffneten sie den Gendarmen, der sie bewachte, schlugen ihn mit der Waffe nieder und prangen dann von dem ziemlich schnell ahrenden Zuge ins Freie. Einer der Flüchtlinge war nicht schwer vcrleht von dem Sprunge und entkam, der andere aber trug einen Bruch der Kniescheibe davon und war kaum im Stande, sich bis zur nächsten Station, Bosdorf, zu schleppen, wo er wieder verhaftet wurde. . Die belgischen Metallar beiter. Nürnberg, 7. 3uni. Der Verrauenömann der deutschen Metallarbeiter, Herr Segitz, hat von dem Sekketär der Nationalen Vereinigung der Metallarbeiter Belgiens" die Mittheiung erhalten, daß, wenn daS allgemeine Stimmrecht nicht bewilligt wird, die belgischen Arbeiter rntschlossen seien, den Generalstreik zu proklamiren. a nun aus oem nuernanona4 en Metall-Arbeiter - Congreß zu Brüssel im August 1391 zwischen den verschiedenen Metallarbeiter-Delegir-ren die Solidarität unter den Corporatianen in allen Ländern vereinbart worden sei, frage er, der belgische Verreter, on, ob er im Falle deS GeneralftreikS auf finanzielle Unterstützung rechnen könne. Ihre Mittel habe der letzte Streik so ziemlich absorbirt. Nach den Versprechungen auf dem Brüsseler Congreß müßten nicht nur alle Verbandsmitglieder, sondern überHaupt alle Metallarbeiter Belgiens unterstützt werden, deren Zahl sich auf ungefähr 20,000 belaufe. Die Antwort des Herrn Scgih lautet ungünstig. Er erklärt dem belgischen College, daß die Arbeitslosigkeit in derMetallindustrie eine überaus große sei; in Berlin allein seien 10,000 Metallarbeiter arbeitsloS und in Hamburg, Leipzig, Chemnltz, Frankfurt am Main, DreSden, München, Nürnberg und der Rheinprovinz stehe es nicht viel besser. Alles', waS unter solchen Umständen ausgebracht werde, gehe draus für Unterstützungen Arbeitsloser und Gemäßregelter, für Prozeßkosten und kleinere Streiks. Eine bedeutende Untetstühungssumme werde deshalb Deutschland nicht ausbringen. 3n Deutschland, so äußerte sich Segitz noch sei bie3dee eineS Generalstreiks" unpopulär und "undurchführbar. Die Ar-beitSlosin-Armee belaufe sich auf mehr alS ine halbe Million Menschen und außerdem 'seien diele Arbeiter nur theilweise beschäftigt. Diese, hungernden Arbeiter würden nicht einen Augenblick zögern, die Streikenden zu ersehen und die opserwilligen Arbeiter würden aus der Landstraße 'liegen. Die. belgischen Verhaltnisse könne er nicht sicher beurtheilen,' doch erwarte er sorgsame Erwägung. aller Umstände.' Was in ihren, der deutschen Arbeiter, Kräften stehe, würden sie eventuell, thun, diel versprechen könnten sie nicht. ünftige Heit- u rstquelle. Wieder einmal ertönt der Alarmruf. saß. der Kohlenvorrath der ganzen Well erschöpft werdet' WäS die Kohlenlage, von Enaland und Wales betrifft. U wird prophezeit.. daß denselben noch bot nde des nächsten Jahrhunderts keim .schwanen Diamanten-,, mehr abzuae winnen sein wurden. ' AehnlichcS oder -gar noch Bedenklichere? wird von den deutschen - und anderen europäischen Kohlendiftricten , gesagt.' Der Vorrath : v.- cn. m-L :a .ix : rr ui ucii ct. vciuuirii i ivif ri iuiu saler, aber in lumpigen paar Jahr Hunderten soll auch sein Ende gekom men sein, wenn lein Verbrauch in dem selben Verhältniß zunimmt wie in den lezien Jahren. , k$ n; Man bat die Koble aer "auf ftfa schen Lezoeenen Sonyenschein" genannt:

avcr obgleich oie ?onne noa) immer scheint überBöse und Gute, nimmt die natürliche tcinkohlcnfabrikation offen bar nicht mehr ihren Fortgang. Wir zehren daher sou lagen von einem todten Kapital zur Deckuna laufenden

Ausgaben, und die völlige Erschöpfung dieses Kapitals würde demnach bin nen einer Zeit, bei deren Bestimmung es auf einen Rechenfehler von einem halben oder selbst einem ganzen Jahr hundert nicht ankommt mit natür licher Nothwendigkeit eintreten. Sollen wir uns darüber graue Haare wachsen lassen? Ganz und gar nicht. So wenig wie z. B. über die befürchtete Ueber volkerung der Erde. Man kann vielmehr kecklich behaup ten. das unsere Entwickelung für jedes wirkliche oder scheinbare Uebel, das sie mit sich brlnat, auch die Heilunq in ihrem Schooße trägt. ZSoweit d'.e Hilfs. quellen der Natur nicht mehr gesteigert werden können, machen wir m der zweckmäßigeren und umfassenderen Verwendung der Naturaaben Fortschritte, von denen man sich noch vor wenigen Jahren nichts träumen ließ, und Alles deutet darauf hin, daß wir kaum im Beginn dieser Fortschritte stehen! Man denke nur an die bisher erzielten Anwendungen der Dampf kra t, sowohl unmittelbar wie zur Ge. winnung elektrischer Kraft und in der Frage, wie man ein gegebenes Quantum Brennstoff ersprießlicher und voll ständiger verwenden kann, haben wir in den letzten Jahren ganz erstaunlich viel geleistet. Doch das ist noch lanae nicht Alles. Erdöl und Naturaas sind öfter als Ersatz für Kohle genannt worden, un terliegöl aber erst recht der Erschöpfung. Das Holz, soweit e für Brennzwecke verfügbar ist, vermindert sich beständig mit dem Verschwinden unserer Wälder, wenn auch dieser Proceß durch Einschrankung einer geradezu Verbrecher:schen Raubwirthschaft verlangsamt werden kann. Aber kaum hat man begonnen, unsere, Wasserfalle an Stelle des TampscS nutzbar und damit eine ganz gewaltige Menge Brennmaterial überflüssig zu machen. Die ungeheure Kraft der Niagarafülle und die kleineren Krastmengen, die aus Hunderten von andcren Strömen erlangt werden können, werden vielleicht noch über Tausende von Quadratmeilen hin alle Arten Maschinen ,ur ,Besriediauna menschlicher Bedürfnisse in Beweauna setzen. Und welch' unermeßliche Kraft ist bisher in den Winden. Stürmen. Ueberschwemmungen, Strandsluthcn u. s. w. stets nicht nur der loren gegangen, sondern aroßentbeilS dem Menschen als Todseindin entgegen getreten! Gerade die elementaren Er eignisse der letzten Wochen gemahnen wieder besonders lebhaft daran. . Welch' großartiger Triumph des MenschengeisteS wäre es. alle diese Mächte nicht nur unschädlich zu machen, sondern in seinen Dienst zu zwingen! Wenn man zurückblickt auf die Errungenschaften der Vergangenheit, erscheinen diese Gedanken durchaus nicht als bloße Lustschlösser". Und noch Etwas, da wir za doch M Zeitalter der Explosionen leden. Nicht ohne Berechtiauna ist allerneuestens darauf hinaewlesen worden. daß es sehr wohl denkbar sei, gerade die Gasentwicklung, welche beim Ezplodiren der stärksten prenastone entsteht, controlircn und regulären zu können und sie alsdann z. A. auf der See an Stelle der Kohle zu verwenden. Das Nitroglycenn hat eine Fortbewegungskrast, welche dem Treihunderttausendfachen seines eigenen Gewichts entspricht, und seine Mindcstkrast beträgt das Dreitausendfache eines gleichen Gewichts der besten Steinkohle! Controlirbar aewor den. könnte man durch eine eimiaeTonne dieses Sprengstoffes die halbe Ladung festen Brennstones ersetzen, welche gcgmwärtig zur Bewegung der größten Dampfer über den Atlantischen Ocean bedurft wird. Und waS ließe sich nl zu Lande Alles daraus machen! Kommen wir noch einen Augenblick auf die Kohle. Schon vor einem Viertelj ahrhundert ist der kühne Gedanke ausgetaucht, die Energie der Kohle u n mittelbar in Elektricität umzusetzen, ohne die Turchgangsstufe des Dampfes, durch welche 90 Procent der Kraft verschwendet werden. Edison und Andere haben diesen Gedanken als diScütirbar erklärt. Das wäre an sich schon eine ganz gewaltige Errungenschüft. Endlich winkt unS auch,' wie schoi. Edison angedeutet hat, die Aussicht. das Sonnenlicht zur unmittelbar ren Erzeugung beliebig großer Hitze und Bewegungskraft zwingen zu tön nen. Ueberhaupt, wie kann man heutzutage noch von Verlust eineS Stosses oder einer Kraft sprechen? Verloren im Sinne de, Verschwinden; geht nichts in der Welt! ES macht nur Vermandlun gen durch, und aus diesen können wieder Rückverwaudlungen werden. Wamm sollte nicht der Mensch als bewußter Theil des Ganzen in diesen ewigen Kreislauf mehr und Mehr mit eingreif sen können? . " Dr: I. Wühler, s Deutscher , Arzt. Office und Wohnung: LS7 Süd Delaware Straße. 1 Osftce-St.nden: 8 Uhr Born,.: 3 U&r Rachm : 7 9 Uhr Abends. Tiephon 2tt,

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Es giebt keinen stärkeren Conkurrcntcn deS Brantweins als das Bier.

Je weniger dessen Genuß den arbeitenden merk und unzugänglich gemacht wird, verdrängen, und hier ist der Gesetzgebung

folg und in vollster Uebereinstimmung mit allen Anforderungen der Sittlichkeit, gegen Uamäßigkeit anzukämpfen. Das Bier entwöhnt die Bevölkerung

allmülig vom Branntwcingenuß und schweren Folgen des Alkoholismus Patriot an seine heimische Gesetzgebung

als Resultat langjähriger, wisscntschastlicher Beobachtung, empfehlen gut derf gohrene, reine Biere Gesunden und Kranken als nahrhaftes, belebendes GM

tränk, dessen mäßigem Genuß sie, entgegen fanatischen Zeloten, alle üblen Folgen absprechen.

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nur absolut reine, unverfälschte, gut vergohrene, abgelagerte Biere her, die in Bezug auf Reinheit und Geschmack von keinem anderen übertroffen werden

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Nicht aus Eigenlob, sondern mit bescheidener Genugthuung weisen wir auf

die Thatsache hin, daß namentlich unser Bttdweiser immer größere Freundeskreise gewinnt und den Beweis liefert, daß aus ihren Brauereien ein nicht nur ebenbürtiges sondern anerkannt besseres, vorzüglicheres Gebräu, hervor-

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