Indiana Tribüne, Volume 15, Number 261, Indianapolis, Marion County, 7 June 1892 — Page 2
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Jndittttn Tribüne. Erscheint Abglich nnd Äonntngs.
MFtt tZßliK, IrifcBar- kästet durch den TrZgrr 12.t3cnt3 per Woche, iie SoantaßS -.Tribüne" S iicnt.3 pcrWochc. aicifce zusammen iSCentS edrr 65 CctttS perMsnat. Per Post zugeschickt tn Vvr M'huZbczzhIunZ fc per Jahr. Cfficc: 130 Ost Maryland Strafe. . 1 i Knd.ianapoliS, Ind., 7. Juni 1892. vituiit SWülQt derVretter. Nicht etn?a von LumbcryardM!l lio::ärc:i soll hier die Ncd? sein die 3lufföTifl könnte leicht irreleiten son. dcrn von ben Beherrschern der Bretter. Z die tit Welt bedeuten, von den Priestern jirns Priesterinnen der Muse Thalia, den Rittern und (ZdeZfrulcin vorn Z Thespiskarren. Fast jede? Beruf hat seine Millionäre auszuweisen, so dünn auch diese Menschensorte im Ganzen scMi ist. Adoocaten. Aerzte. Pzlitiker. Zeistlich? u. s. w. haben ihre Vertreter unter fc:w auZerwähtten Häuflein der Millioneier. Ab und zu bringt eZ so. gar ein Zeitungsmensch so weit, wenn er als Unternehmer mehr als gewöhn U& Glück hat ; aber der Schriftsteller als solcher schreibt sich nicht leicht einen HgrJp:n RechthuN zusammen (Fälle, .vi: der d.'s ungan chen Schriftstellers MaurnZ Jokai sind nur höchst seltene Wusnahnzm). Noch seltener aber kommt 1 Me3 im Whnmberuf vor. Kein Schau Mpleler, keine Schcnpielerin der neuen üiloder tikn Welt hat je ein: Million ihr iS'Bgen genannt. Dem Mimen flicht j.tfe Nachwelt keine Kranze." wie der Z Dzchter so schön aeiaat bat. aber die Vtttwelt thut es meist noch weniaer man münte denn die Dirnen kränze mit anrechnen , und zur Zelt, als des "deutschen Volkes LieblinzSdichttt jenes geflügelte Wort sprach, waren die bofcn Gonn:r der g?sch:nintten Kunst ,noch nicht ganz so rar. J:n:N.'rh.n ad.'r hat dieser Berns eine stattlicbe Anbl Vriester und Vriegerinnen aufzuweisen, die bei der Theilung der Ixroc" etwas beffer gefahren sind, als jener unglückliche Poet. Mit - sehr wMM Ausnahmen sind die wohl ; habenden Mimen in u n s e r em Lande :: zu treffen (das andererseits auch wohl , die größte Anzahl schiffbrüchiger (Zxistenzen dieser Klasse auszuweisen hat.) ? Vor 39 Jahre konnte man unsere l Buhnengenicss welche es auf $100,000 oder gar darüber gebracht hatten, bequein an hm Fingern der einen Hand herzählen. Hcutzntage fcht man die derer, welche der Diese t'irne ge liegen sind, auf rnnd hundert. Wer ist der reichste Schu später Amerikas? ocrden jetzt sofort wicd:? Manche fragen und Wetten daraus eingehen; doch 'laßt sich diese Jrege noch weniger betarnt beantworten, als die nach dem reichsten Mmm der Welt. , Eins aber ist gewiß und ist zugleich eine bezeichuenJe Thatach: alle unsere Dausesprschenm Kräsujse der Buhnen- ;,.; welt, mit alleiniger Ausnah ine von K .Zdwln Asoth. haben ihren Mammon durch Crregnnz ber Lachmuskeln und nicht der Thränenörüfeu erwarben, linser Publikum mag vom Tragiker jeh? hoch denken, es füllt ihar aber höchst selten den Beutel. . iy " Obenan unter den jeg'n reich -n Schauspielern Amerikas steten Joseph Jefferson und Joseph Murphn. " Letzterer hat cs nach b.'schc;dker Sch ch'kn z llZls S430F00 gebracht, welche Summe, ii; vohl Von keinem seiner Mitst.ebenden Mlberstlgtt oder erreicht wird. Iesferson steht eher einige Stu.'en tiefer, als MZHec. er hat stets fürstlich gelebt irnd zaö Geld mit vollen Handen ausgegeben wie die meisten Speculanten, Jenen auch er mit einem Theil seines WWesens angehört uns seine Plantage in Louisiana sowie seine ViUa in New " Ittsea verschlangen jährlich einen gro"sen Theil seineZ Verdienstes. K Äkurphy dagegen ist in den 53 Jal 1 ren seines Lebens allezeit sparsam bis ß zurnanserigkeit gewe en; im Sommer , .berlch.v:ndet er sebr unauWiq aus vsr geschminkten Welt, holt seine alten , leider hervor und p.'kegt sich dem Verznügen des Forellenfanges zu ergeben; 'tm Winter reist und spielt er. und ! man weih sehr wohl, daß seine Hotel D kosten durch den Verkauf seiner Lieder P'bücher allgemein gedeckt werden. Sein Müberftülsiges Geld legt er ausschließlich Ww MgierungZsbkigationcn auf sicheren !A'MnIm an, und wenn er noch lange genug lebt, wird c? vielleicht der erste DMilllonZtr unter den amerikanische 'Schauspielern werden. Jefferfon 'scheint es kanm mehr in den Sinn zu komme, seine irdische Habe noch lreiter zu vermehren; er lebt wie ein Prinz s dahin, ist stets nobel gegenüber den von ,h ihm bediensteten Kräften gewesen und ; hat ebenfalls sehr anständige Gagen bezahlt; die dahingegangene Florence Mah bekam von ihm S!Ä)0 oder darii der per Woche, das Höchste, was je 1 in Amerika einer Hilfs-Bühnenkraft be zahlt worden ist. Er wird immerhin seinen drei Söhnen eine sorgenfrei Aussteuer hinteclaffen können. Wie reich eigenttich der große Edwin Böoth ist. das läßt sich schwer nachrechnen. und er selbst könnte es wahrschein lich in einem gegebenen Augenblick nicht ; sagen. Seine Bekannten denen er übrigens nie von Geldsachen spricht tariren ihn auf rund $300,000. 0k wiegte Auwllte sind ihm behilflich ge weienMein Geld vortbeitöaft in lieaen. dem Eig'Nthum anzulegen; auch hat ihm ein guter Freund in'der Wall'Str , i."- .Y . . .. ? (... - . ir erwas unrer oic .'rrae gegrincn. zooiy persönlich zeigt ein sehr nachlässiges Intfreüi an der "lüeürunz seines BenkesI dessen Einkommen wohl größtentheils feiner verheirakheten Tochter in Boston, Frau Edwina Aroß'.nan, zugute kommt iobwobl matt davon umntelt. dan die selbe sich ueuerdingZ mit ihrem Vater Überworten nabek. Unter denen, die : immerhin noch $100,000 und mehr zusammengesp:cit i: und -s pe u l i r t ,z h a ben," Geleit ' S ! ü a r t Äobzon, ,;mr braue, vceil Aur Biklo- öharlen Evans Nat" Goodwin. Sol Smitb. Edwar!
yarrigan. Den" Tdom!on. Ollver Binon. James 'Äaklack. Richard ManZficld (..Prinz tfad") und Roland Recd (Humbug") hervorgehoben. Maus sield konnte schneller reich werden, als er es wird, wenn er nicht, so ost er et was beisammen hat, vom komischen Fach in's tragische überspränge, wodurch er iinu'.cr ioieder verliert. Die reichsten lebenden Bühnensür fiinnen Amerikas sind die lächelnde Lotta. Fanny Davenport, Maggie Mitchell, Clara MorriA. Annie Pirleq und grau John Dresv. LottaZ Besid,. dessen Verwaltung übrigens stets unter Aufsicht ihrer Mütter steht, dürste nicht uuter $100,000 betragen. Am höchsten wurde das Vermögen der jüngst verstorbenen Emma Abbott nämlich aus 3 bis 4 Millionen in Grundstätten -tarirt.
vropäifche Streiflichter. Die Russificirungsmaszrcgeln in den Ostseeprovinzen werden mit wachsender Schärfe angewendet. Eine Anzahl deutscher Lehrer, welche in der gestellten Frist die russische Sprache sich nicht in dem gewünschten Umfange aneignen konnten, wurden ausgewiesen. Die Fristen werden so kurz bemessen, daß die. Leute ihre Habe verschleudern müs sen; Mittel-nnd mulhlos überschreiten sie die Grenze. - Unerträglich ist der Druck, welcher auf den Deutschen lastet. Der Leiter einer Privatschule ist. ob gleich er das russische Bürgerrecht be sitzt. anZgewiesen worden, weil er snn Privatzimmcr mit den Bildern der deutschen Kaiser geschmückt hatte. Im Zusammenhange damit gewinnt die Thatfache an Bedeutung, daß der 3. Mai. die 100jährige Erinnerungsfcier an die polnische Verfassung, von den Polen allgemein gefeiert worden ist. Alle StSnde wohnten zahlreich den Festgottesdicnsten bei. In geheimen Ver sammlungcn wurde der patriotische Eiser durch glühende Ansprachen ge weckt. Es geht ein gewitterschwüles Schweigen durch die polnischen Gauen, der Glaube an einen nahen Krieg zwischen Teutschland und Rußland 6efestigt sich immer mehr. Die Polen er hoffen von ihm den Wiedergewinu ihrer nationalen Selbständigkeit. Ihr Zorn qeaen das Mo'skowiterthum verschzrst sich von Tag zu Tage; denn auch die Polen werden von ' den Russen als winde betrachtet, zu deren Niederhal lung jedes Mittel erlaubt ist. Wenn die Anarchisten in lekter Zeit auch die Stadt Paris in Ruhe lassen vielleicht aus Dankbarkeit gegen die vortrefflichen Geschworenen , so ver geht doch kaum ein Tag, an dem sie nicht in der Provinz ein Lebenszeichen von sich geben. Alltäglich findet man mehr oder minder gefährliche Sprenggeschosse, uud zumeist ist es nur einem lückllchen Zufall .zuzuschreiben, dati sie kein Unheil anrichten. Ist doch auch ein Provinzverbrech'n nur als ein hal bes anzusehen, das nicht den Anspruch erheben darf, Paris in Bewegung zu bringen. Wer aber nicht aus diesem einseitigen Pariser Standpunkte steht, kann sich nicht verhehlen, dn die anarchlltische Krankheit noch immer anhält. Die Anarchisten sagen, daß das Verbrechen Ravachols und die ungeheuere Neckame. die sich an dieses knüpfte, die Zahl der Anarchisten verdreifacht habe, und es ist allerdings wahrscheinlich, daß unendlich viel mehr Leute, als früher. sich jcht mit anarchistischen WahuvorsteUungen beschädigen, und daß diese auf manche schwache Köpfe nicht ohne Eindruck geblieben sind. Mit einigen Mkspkelen kann das letcht nachgewiesen werden. So melden jetzt die Blätter, daß ein neunzehnjähriger Diener die Frau pes portugiesischen Eonsuls in ?ii,z,za schwer verwundet habe. Der Thäter konnte sich der Verhaftung durch die Flucht entziehen, doch geht aus den Aussagen der andern Dienstboten hervor, daß er seit einiger Zeit dnrch eifri ges Lesen der Berichte über die Thaten der Anarchisten in große Aufregung ae rathen war und wiederholt geäußert hatte, man muzzte die Reichen todten, um sich ihres Geldes zu beniächtigen. Ganz ähnlich lag es mit einem Morde, der vor einigen Tagen bei Grenoble von eimm Diener begangen " wurde. In diesem Falle konnte man sogar noch deutlicher sehen, da der Diener, der sich nach der That selbst erschoß, einen Brief zurückgelassen hatte. AomJnlänse. ' Kirchen cj lacken werden seh, bald durch (Elektricität geläutet wer den. Etwa 00.000 bis 120.000 Haare wachsen aus einem menschlichen Schädel. Durch di e A nwe nd u n g de: Elektricität für Veleuchtigungs unk Betnebszwecke haben fünf Millionen Menschen Beschäftigung gesunden. Um Fliegen zu tödten. kochi -man Kartoffelschajen in wenig Wass eine Stunde lang, nehme dann di Schalen heraus und koche das Waffe, bis auf einige Eßlöffel voll ein. versüßt es mit Molässes und thue es auf Tel ler. Es ist tödliches Gift sür Fliegen. Die kleinen r, o t h e n Ameiser. ...'s i t ' et rt ' . r lonncn NM uver ouen- uno .'um peN'Teppiche kriechen. Bedeckt man di Regale in Speisekammern mit Flanell. so wird sich keine Ameise finden lassen. Vertreiben kann man dleAmeucn auch, indem man Zucker in Schwämmt sprinkelt und sie in heißes Waffe, wirft, wenn sie mit Ameisen gefüllt sind. ;v;. -:':- . ?: . Das Te st a ,nt e n t des f r ü h e cen Präsidenten James K. Polt wurdl m Nazhome Tenn.. vom Kanzler Alll son für Wgi!st!g,Dlär,t. ,Po!kver machte sein aus Liegenschaften bestehen' des .Vermögen seinereJräüWittzde, Klausel, daß dasselbe nach "deren Tode demjenigen seiner Verwandte zufallen soll, welcher den Namen Polk trägt und vom Gouverneur als ocr wurmgüt Erbe" ' bezeichnet wird. 1 , Nachdem die Frau des Er-Präsidenten im vorige:. Jahre .starb. . beantragte Tasler Polt von Nord-Earolina, daK Testament für ungültig zu erklären, welcbem Antraa jetzt willfahren wurde. Das Vermö gen. welches ca, 8300,000 beträgt, wirli nun an die Jnstetat Erben der Polk , scheu Eheleutc vertheilt.
Prof. Swift g la u bt , da ß der neue Komet acht Millionen Jahre t gebraucht habe, um hierher zu gc-1 langen. Dr. Nagle v o m B u re au der Statistik, über GeburtI und Sterbesä'.le sagt. New York sei in den letzten Zahren so kosmopolitisch geworden, oaß hundert Dialekte und Sprachen in der Stadt gesprochen. werden. Prof. McEook vom Trinikh College glaubt, daß von den 166,000 Wählern in Connecticut mindesten' ü5,JiJ0 käu st ich sind. Die e r st e F l u fc u n d H a f e nverbesscrungZ - AewilligungZvorlage wurde vom Eongrcß im Jahre 1800 angenommen. Die darin verlangt? Suvi?ne betrug $25,000. Ober st S hep a?d behaup. tet. daß beinahe 400,000 RhodeJslan' der eine Petition zu Gunsten der Schließung der Weltausstellung am Sonntag unterschrieben haben. Nach Portec's Census hat Schode Island eine Bevölkerung von 315.500 Seelen. Eine l schmächtig g e d a ren, Jahre alten Engländer. Ao bert Leivis mit Namen, der kürzlich mit seiner Gattin Elisabeth en New York auf dem Dampfer Aurania" ankam, sah man nicht den Beruf eines Schlan genbandigers an. Der unterneh. mungslustige Mann, der über fünf Jahre in Afrika geweilt, führt vier große Riefenschlangen mit sich, die er im dunklen Welttheil erjagt hat. Im Zollhaus wurden die Schlangen als zollpflichtig zurückgehalten. Lewis will eine Rundreise durch Amerika machen und sich mit feinen Schlangen zeigen, die er und seine Frau um Hals, Arm und Bein wickeln. Jumbo", das längste der Ungethüme, mißt 15 Fuß. die übrigeu 12, 10 und 9 Fuß. . Der englische Schlangenbändiger betrachtet die Reptilien als sein Handmerkzeug und weigert sich, Zoll dafür zu Zahlen. I n Harrowgate, Pa., starb kürzlich nach dreitägigen entsetzlichen Leidender fünfjährige George Pickering, Sohn eines Färbers. 1 Bor acht Monaten hatte er mit einem mehrere P!o nate alten Neufundländer Hunde.eines Nachbars gespielt und wurde von dem Thiere in die rechte Wange gebissen. Der Knabe stieß gellende Schmerzens ruse aus und es kostete große Mühe, den Hund von seinem Öpser, dessen rechte Wange ganz zerfleischt war, wegzureißen. Die Wunoe wurde ausgebrannt und.derHund.getödtet. DerKnabe hatte sich anscheinend ganz erholt, alZ plötzlich die Symptome der Wasserscheu auZbrachen. Er spie aus dem Mund
Schaum und einem HundegedeU ähnlich, i-chmerzenZruse aus. Er hätte vielleicht gerettet werden können, venn er rechtzeitig dem Past:ur-Jnsti' tut in New Vork überwiesen worden wäre. In der Konferenz der far bkgen Methodisten, welche dleer Tage in Omaha stattfand, legte ein Dr. Ehas. H. Payne eine Statistik vor welche bewies, daß im letzten Jahr in en Ver. Staaten 150 Neger von Weißen gelyncht worden sind. ' Sieben dieser Neger wurden lebendig verbrannt. einer zu Tod? gepeitscht und einer in stucke gcnisen. die übrigen gehängt oder erschossen. In den letzten Wochen ist fast kein Tag vergangen, an welchem die Zeitungen nicht Lynchmorde beuch tet hatten. Und dies nicht etwa blos in abgelegenen Ortschaften, sondern sogar in Städten wie Nashville. wo weoer der Gouyecneur, noch der Mayor und ohei',N ernstliche Versuche mach ten. den Mord zu verhindern. Es ist kaum nöthig, hinzuzufügen, daß auch licht in einear Falle der Ver,uch ge macht wurde, die Lyncher zur Vera'nt wortung zu ziehen.. Der Prediger F. W. Vriig.. gemann in WiNow-Zprings' Jlls.,' hat sich beim Tünchen der Küche einen rostigen Draht -in den Daumen der (inten Hand gestoßen. Obwohl die Wunde ihn ansang sehr schmerzte, achtete er doch nicht darauf, sondern ging noch am nächsten Tage in die Familiengemeinde) um dort Eonsirmanden-Unterricht an zufanzen, besuchte auch noch Kranke. Aber schon im Verlause dieses Tages merkte er, in welcher Gefahr er schwebe. Als er nach Hanse kam. war fein Arin bereits stark geschwollene Seiner Frau, die an Gesichtsrose schwer krank darnie derlag. rjef - er bei seine? Heimkehr zu: .,Mama ich"' habe ' Llutoergistüng.'' Obwohl nun bald ein Arzt geholt wurde, nahm die Krankheit in den fol g.'uden Tagen noch immer mehr zu, und der , Ehrw)ige Herr i ging ' mit Tode ab Dir Virstorbene em llgegeinein hochgeachteter Mann, erreichte nur ein Alter von 45 Jahreil. Di t h S n gen d iV Äärten in Madison Sqaare Garden in New Bort iverdm von der N. Z). Staats.' zeitung" folgendermaßen , geschildert ; Leim Betretttl des überaus geschmack doll angelegten und schon in buntem Lichteglanze strablenden GäUens fühlte man sich uuwillkürlich in die Stadt der kriegerischen Semiramis mit ihren hän genden lArten zurückversetzt. Zu Füßen des großen Thurmes mit seiner elettrisch beleuchtenden Diana-j und um geben , von den kleinen Thürmchen mit ihlk . kostze Nischen, gewähren die zahllosen Blumen- , und Blattpflan-zen-Gruppcn einen überaus maleri schen und eigenartigen Eindrucks Zwischen. diesen und ' m'tNderz Äüsncht auf eine geschmackvoll , hergerichtete kleine Bühne laden bequeme Sitze zum Niederlassen ein, und wer einen guten Trunk und einen schmackhaften Bissen nicht verschmäht, für den sind in 'Nischen und .zwischen Blumenstücken zerstreut einladende kleine Ti'che reservirt. , ,Ei' nen gar malerischen Blick gewährt der tief funken liegende Madison Square, namentlich von der nach jener,Seite ge legene n T hur mm sch e J aus, f : und hoch über dem Straßengcwühl läßt es sich hier ganz ietoriberil:. fconlltrdümenf Reben dem Genusse eines erfrischenden Aufenthaltes wird dem Besucher jenes eigenartigen, Gartens auch in musikali' fcherzBezikhuttgzAttgtt d e nn a ll a b e n d i ich sinden 'Eoncerte der besten Kapellen statt,! unter denen die beliebte Gilmore'sche den Reigen röff nen ot"W:
BomMuSlande. Im Pariser Figaro" finden wir eine längere Petersburger Evrrespondenz Über den russischen Fi nanzminister welcher wir folgende! Stelle entnehmen: Seit einiger Zeit schön hatte W.' selber an sich eine Blut, leere des Gehirns., wahrgenommen und beschlossen, sich , in seiner Behausung durch einen Specialisten, der ihn fast niemals verließ, behandeln zu lassen. Vor etwa 14 Tagen" begab er sich, i Begleitung seines Arztes, izach dem Palast von 'Gatschina. um dem Zaren einen Bericht zu überreichen, als er unterwegs, während er den Bericht nochmals du'rchlas, sich an den Arzt mit den, heftig herflusgestoßenen Meten wandte: Sehen Sie doch, diese Du mmköp'e von ' Beamtem haben jede Zeile doppelt kopirt!- -Im Palast angckomwen, fanden le im Vorzimmer Herrn Sergius von Mittender soeben zum Verkehrsminister ernannt worden war. Da die 'Minister nach dem Alter der Ernennung beim Kaiser eingeführt werden, bat der Arzt Herrn von Witte, trotz seines jüngeren Aünisterpatcnts zuerst einzutreten, um den Zaren über den plötzlichen Anfall zu unterrichten, welcher bic geistigen Fähigkeiten des Finanzministers trübte. So geschah es auch. ' und , als. nun Wyschnegradski in das Empfangs zim mer trat, erhob sich der Zar sofort, glng'ihm entgegen und redete ihn fröhlich 'mit den Worten an: 'Guten Tag. Iwan Alerejewitsch! ' Verschieben wir die Geschichte ans morgen. . heute wollen wir zusammen frühstücken." Doch das Belvus'.tsein, schien den Minister gänzlich verlassen zu haben; die Augen fest auf den Sessel gerichtet, den der, Zar eben verlassen hatte, machte er eine tiefe Verbeugung., wobel er Unverständliche Worte murmelte;, dann .setzte er sich an den Schreibtisch und begann, indem er sich fortwährend an den leeren Sessel wandte, seinen Bericht in englischer Sprache , ztf verlesen, j Tee Zär. auf welchen diese Scene im hohen Grade peinlich wirkte, ließ die Aerzte, rufen.. . Der Zar entfernte sich dann, während Wyschnezradski. den , Kopf auf die Hände gestützt bald einschlummerte.Professor Zacharine,,, einer der, berühmteste russische Aerzte soll erklärt häben, das Leiden Wyschnegradskis. das durch Ueberarbeitung ' entstanden, sei heilbar., aber die letzten Nachrichten gcden nu'r geringe Hognüng. daß die Voraussage, des Petersburger Psychia ters in Erfüllung gehen werde. Die s on st z ie m lich ruhige Univeesitätsstadt Eoimhra (Portugal) ist seit einiger Zeit der Schauplatz auf regender Scenen zwischen Student?: schast und Behörden. Das Endresul. tat ist die von der portugiesischen Re gierung versugte Schließung der Un! versität mit der Aufforderung an alle Studenten, deren Familien nicht in Eoimbra wohnen, die Stadt binnen 2 1 Stunden zu verlassen. Die Ursache der Demonstrationen war ziemlich geringfügig: Es haben , sich an dieser alten Universität mehr als anderswo Gebräuche aus längst vergangenen Zeitcn erhalten, unter denen die'Äißbräuchc keine unbedeutende Rolle spielen.. So
ist es unter Anderem Usus,' den Neuling beim Universitätseingang mit dem sogenannten Eanellar". eine Art Guß' tritt, zu. tractiren. sobald er nicht den Schutz eines Aelteren in Anspruch nimmt. Trotz des, Verhöts vom Recto rate wird der, Unfug weiter geübt. Einen vom Pedell in flagranti ertappten Studenten verurthellte der Recto. zu dreitägigem Earcer. Darüber w.a , die Studentenschaft so empört, daß am ' t ' J- :' I 1 i l'fcs ' l f .''( Avend veszeiven ,,agez dem iapserenEollcgen ein Ständchen gebracht wurde worauf vor der Wohnung des Rcctorö aeaen dielen demonstrirt .wurde. , ES wiederholten sich die Demonstration ii Militär . und Polizei intervenirte- mit i rtt r- v i . w ' ti' t vianier Wasse; oaourq sileg oie ronterung immer mehr, die Studenten verlangten die Demi non des Rectörs Pedells und Polizei-EommissarS.' 'Die Regierung - antwortete - aber mis der f- i t .:. . ' k. . : . r.i'ik. ' . ' raiiCBUng oer universimr. ' .A u s e i ne r z w i f ch e n Frank surt und Sommerfeld an der Bahn ge leaenen Fadrikftadt-. meldet die Berti nec VolkSzeitung eine wissenschastliche" Großthat ersten Ranges. ' An dem Gymnasium besagter Stadt wirkt als crn.ii.. '.i:t .-.v- rntrif.- -tLi t-st.' yjiuiijemumtT iuiu ijyjuct ein auci lehrer, Dr. W, Tiefer DrW. nun, Präsident des von ihm lnZLeben'aerufenen Vereins, hat ' sich kürzlich nach einem im dortige socialdemokratischen ArbeiterBildungs Verein , gehaltenen Vortragt über die Entwicklungstheö' rie- gedrangt gefühlt, mit dem Dar-winschwindel-'z einmal .arundlich, abzu rechnen. Gedacht, gethanl,,, , Der Herr Oberlehrer für Mathematik und Physik versammelte .eines schönen.' Tages seilte Getreuen um sich und hielt, ihnen Her Darwln'und die .Offenb Vortrag, der. so tiefsinnig er auch im iti" .,.. : " ."'.-. i ,' : f i ' ' Ganzen jern mocyte, oocy seinen potje Punkt . am Schlüsse erreichte, als der Herr Präsident, des, evangelisch-konser vativen .Arbeitervereins !däs? Gemüth seiner,, mehr oder weniger aufmerksam lauschenden Zuhörer.durch die Frage ersazreale: , Aun. .meine zerren. haben gesehen, worauf der , ganze Dar winismuS ' hinaus,, will wer. von I hnen von ' einem ,A ffen ,'a bst ammen i . ij . ... K' mocyie, oen ville icy. oie, recyle s.mno aufzubeben." ' ' Niemand meldete sich. lSehen Sie ' schloß der Redner tri umphirend da hoben Sie den Affen schwindel! 'Kein , vernünstiaer ?Mensch will etwas davon wissen!".... Damit dürfte'wohlIeutenDi und ähnlichen Ignoranten ein für allemal in der Geschichte decWisscnschast der richtige Standpunkt zugewiesen sein Lob und Preis dem ungcnann ten Oberlehrer, der diese Wissenschaft liche Großthat mit so einfachen Mitteln V?brachtchat! t;miu zWz,U n längst ,v e? handelte. wie die ?keißer Presse, berichtet,: das Kriegsgericht zu Neljze gegen den beinahe Z2z ! Jahre alten Viceseldwebel Barthel, Depot Unterofsicier von den Vrückentrains deZ schlesi schen Pionierbataillons No. 0. Er war beschul digt. am 12. November 1891 zur Mit tagszeit in feiner Wohnung seine Ehe frav durch, eine Revolverschuß in. das
yerz getodtct. zu Saiten der Bataillonslasse Unterschlagungen begangen und die MancoZ durch gefälschte, Quittungen verdeckt zu haben, Lieferanten .IbeS Bataillons, an welche er im Auftrage der Bataillonskasse Zahlungen zu Icisten batte. aber;! nicht! geleistet bat.
durch Vorspiegelung falscher Tbatsachen trotzdem zur Hergäbe von Ouittuiigen der den Empfang des (Feldes bewogen ad dadurch an ihrem Vermögen qe schädigt zu hüben, und endlich aus sei mm Ga.rmsonsort defcrtirt zu sein. Die Verhandlungen vor dem Kriegsge richt endeten mit einem vcrurtheilenden Erkenntniß. Ueber die Höhe und Art der Strafe wird , strengstes Geheimniß bewahrt. Das Urtheil wird erst, nachdem es die Bestätigung durch den Kaiser erlangt hat, bekannt gegeben wer den. Auf die russische Ge fängnißpraxis wirst folgendes, einem l . Tl II P. . M A. deutschen Gescyastsyaus nacy dem ,,'or wärts" von einer, Petersburger Firma zugegangenes Schreiben ein eigenartiges Vlcht: 'Herrn ' 'In eittijen der hiesigen Gefängnisse beabsichtigt man.. Belaiischungs-Mikro-phone einzuführen. , und bitte ich Sie, mir postwendend mitzutheilen zu wollen, ob Sie Mikrophone der Art schon gebaut oder ob Sie solche construiren wollten, und im bejahenden Falle bitte ich um Skizze, in welcher Art dieselben sind oder sein werden. Die Mikrophone beabsichtigt man in der Wand oder in der Lage einzumauern und müssen sie so empfindlich sein, daß, von außen mit Papier oder Tapete bedeckt, diese Alles wiedergeben, was von einem Menschen in der , Mitte des Zimmers oder gleichviel von welchem Orte des Zimmers gesprochen wird. Der Auf trag könnte belangreich werden, und lohnt es sich daher schon von 'bst, etwa Neues, in dieser. Art. zu construiren. Etwas in, dieser Art soll schon ezistiren und möchte ich gerne Ihre Mikrophone hierzu benutzen, nur müßten sie zu diesem Zwecke umconstruirt werden. P. 8., Sollten Sie folche Mikrophone zum Belauschen der Arrestanten, schon bauen, so bitte ich um ein Ezemplar sofort per Post. gej. : 3 iner in W ürzburg ftattghabtm Verhandlung vordem Mili tärbezirksgerit bildete eine SoldatenMißhandlung Seitens eines OfficicrS (es handelt sich um 50 Fälle) Gegen stand der Anklage. Angeklagt war der Secondelieutenant des kgl. 8. Ins. Regiments in Metz. Friedrich Vögel, der von seinem Eompagniechef mitAuS bildung der Rekruten betraut war. dieselben mit Ohrfeigen traktirt zu haben. In einem Falle war eine Ohrfeige derart, daß dem Soldaten der Kopf an das Visir seines Gewehres gestoßen wurde, wobei eine blutende Verlegung verursacht wurde. Auf Beschwerde des Mißhandelten wurde Untersuchung ein zeleitet. welche 50 Fälle von Mißhand-, .uugcn ergab. 'In der Verhandlung wollen öl der Soldaten durch die Mischandlung Schmerzgefühl nicht verspürt haben, wogegen li) dies bestimmt behaupteten. Tie Mißhandelten, be fragt, warum sie sich nicht beschwert hätteu, gaben an, sie hätten sich nicht getraut und geglaubt, bei den Rekruten sürfe das sein.,. Der Angeklagt. ist zeständig. will aber im Diensteifer und in Erregung gehandelt haben. Während )erStaa smwalt die Anklage unter dem Ausdruck des Bedauerns (wen derZHerr Ätaatsanwait bedauerte, ob den Of liier oder die Mißhandelten, geht aus zieser Fassung Nicht, hervor. Red.) aufrecht erhielt, bat der Vertheidiger, hauptmann v. Scanzoni. die Geschwo eeneu, bei Bejahung der Schuldsraae )en Zusatz , zu machen, jedoch ohne ?a)merzgesuhs verursacht zu haben, .? velchem Antrag entsprechend auch das Berdiit der Gefchworenen anskiel. Vozel -erhielt 4 Monote Festungshaft.' Den. Vorsitz der Verhandlung fübrle Ge neralmasor v. Asch, .die Berhandlunz leitete der Direktor des Militärbezirks. zerichtZ StabZauditeur Glück. ; -.f- Im War schau T Körner Silzug wnrden am 19. November 1890 )ie Bankkassirer Schmidt und Kuznicki erniordet und beraubt. Die beiden Raubmörder. Pawlak und Wyorstüe' anez, welche 150,000 Rubel erbeuteten. mtkamen in's Ausland und . sind bis etzt noch'nicht ergrissen worden? Dafür . C ... vf. v r " . '' oiiiiicu aver oie Personen, weicyt oen Raubmördern Beihilfe aeleistet bezw. dieselben bei sich verboraen aebalten und ihnen die Flncht in's 'Ausland' er möglicht hatten, ermittelt und verhaftet 1!.f. n .f. iPcccH. , -ticjc cireräyciser, weicye 'pawlak und Wyorstkicwicz 13.000 Äu. hel vom Raube abgegeben hatten, stan. den der Danz. Ztg." zufolge am 12. und s UZ. .Maiz vor, dem .Warfchauer Kreisgerichte. .Dasselbe verurteilte diese Personen insgesammt 9 zu r 'w i. i;. . i I1 '" -!, ,: ' ' ': vzesangnlmtrasen. von L Monate ,.bi tu 15 Jahren ndUheilMsezUr'An kiedlung in Sibirien. ,' .:' Mr- Bei Geleaenhtit. d es Baues eines kleinen Hafens für die , 'a ri-'l-- ' - 1 l- ' . . ' . aus .sirien xommenden tetnquaoern Schiffe ' würde in der ' Nähe 1 Venedigs aZ Vochändensein 'eine großen auf dem' Meeresgrundes ruhenden 'chisss körpe.s, entdeckt. , Durch Taucher wurde sestgestellt) daß es sich um ein machtiges 5.. .J ' f - " " 1 l-i " ' . 1 1 lyuijrjcug. oijcnüar ,,uni : erne .1 Xiiier Seeschlacht zu Grunde aeaanaene venetianijche Galeere. ' handle. ' Die Breite dieses ,, aus hartem Holze erbauten Schiffes wurde mit sieben Metern, festgestellt während dessen- Länge noch rf'Vi, i V"rf: iti k'i't l! i' c :!' i M nj ,.:; Nicht ermittelt werden, konnte, da ein großer Theil derselben von Erde und and bedeckt Das Alter des Fahr zeuget wird auf etwa vierhundert Jahre geschätzt. Man ist mit der. Bloßlegnng ' . (!j il .... T i i. ' ' V -r t V Ni2tIhitt hXmiMi, uriK iiiIdi. UV3kllUI lkUUlll, WilW jUl, iuilklm sante 11 Reliquien an's Licht fördern zv könMOgf.?...? vtit ; Weibliche ' Unterneh. mungslust will sich jetzt auch im großen Ein und Ausfuhrhandel bethätigen. In London hat sich vor Kurzem eine aus Damen, bestehende Theehandelssirma gebildet Es gehören ihr sieben Frauen an. genau das vom Gesetz vf.rlangte Minimum. Denn in Englanr wird jede Verbindung von. sieben Per, sonen, und betrüge das Einlaaecapita' ! eines Jeden nur einen einzige Silber'
Der ächt importirte Johann gofssche ZNalz-Elilrakt ' . ist das gesundeste diätetische
Getränk vielfach erprobt für Genesende, schwächliche Frauen, Männer, sowie für Kinder. Eisncr & Mendelson Co., Alleinige Agenten imF Jmportäre von Mineral Wässern, e Warclah St., New Bork. schilllng. als Äctlennnna anenanni. Jene sieben Damen haben auf der In fel uevlon. deren Theeproducte den chinesischen weit vorgezogen werden, eine große Theeplantaae angekauft. In ihrem Londoner Gefchäftshause werden nur weibliche Wesen angestellt: eine Ausnahme macht ein einziger Werksüh rer, der die fast durchweg dürftigen aber gebildeten Familien anqehörigen Arbeiterinnen im Sichten der Thcesor ten und ihrer Verpackung unterrichten muß. Damen werden auch in Stadt und Land als Agenten beschäftigt wer den. Thceqesellschaften aristokratischer Kreise sollen sich über den Geschmack der verschiedenen Ergebnisse aussprechen; als fernste Art ihrer Mischung preist jetzt diese Tamensinna Nw Ladiea Own an. das heißt: Der Damen Eigenstes". Es heißt, daß auch in Ehina und Japan Theeplantagen für eine zweite, demnächst in London zu bildende Damensirma" angekauft wer den sollen. An Eapital fehlt es nicht solchen Unternehmerinnen in einem Lande, das reicher als jedes anxt an unabhängigen Hagestolzmmn müMo ßen Revenuen ist. Ein Geschenk an den Prinzen Georg von Griechenland ist )ieser Tage aus Odessa nach Athen abgeschickt worden. Es besteht aus einem prachtvollen sikbervcrgoldeten Tafel fervice mit den mit Kronen geschmückten Initiale des Prinzen und wird ihm von der odessaer griechischen Eolonie zum Andenken an seine Theilnahme an i i. '. tr r r . ci ? oer rrenuna oes russiscyen &m sürsten Thronfolgers : aus drohender Lebensgefahr in Japan dargebracht. i n Miß erst ändn I ß. 5 kwer eestadt sitzen in einem Restauran eine Anzahl Herren zusammen, welche sammt and sonders der Tabakbranche Ingeyören. An einem Tische in ihrer Nähe, dicht am offenen Fenster, sitzt ein Seeofsizier mit einem seiner Bekannten. Da in diesem Augenblicke ein schmuckes Z)!adchcn am offenen Fenster, lmgesehen von den TaVakherren, aber sehr deutlich vom Seeoffizier gesehen, vorübergeht, so ruft der letztere plötzlich laut: .Donneretter eine gute Prise wenn ich die bekommen könnte ! Im Nu erheben sich die sämmtlichen Herren am Neben tische mit ihren Schnupftabaksdosen in der Hand uud xrascntlren sie dem Of fizier, der erst verdutzt dreinschaut, dann ber, als er das Mißverstandn,ß merkt. : hellauflacht und die Herren total verblüff mit den dorten: Melne Herren, eine gute Prise geht mir über alles, aber ich schnupfe nicht!- Einer der Herren, der mit Geld zwar selr, uut ZsiZitz dagegen am so weniger gesegnet war, beschloß, sich den Witz deZ Offiziers zu merken und zu gelegener Zeit als den eigenen auSzü i geben., Diese Gelegenbeit sollte bald ikommen.. Aer eulcr Gesellschaft, die er esücht traf es sich, daß er plötzlich der Mlttelpuilkt cines' Kreises war, in dem stustlge Reden ym, und hersch wirrten '.Meine Herren !" rief er plötzlich, .jetzt komme ich an die Reihe! .Passen Die mal auf: Ich mochte gern eine f rassige Prise haben!" Alsbald wurden 'ihm natürlich nur Anzahl Doien dargereicht .Danke, meine Herren sagte er, indem er behnisam eine. Menge Schnupftabak zwischen die Finger nahm und an die Nase suhrte: .Aber ,ch schnupse nichts Der Herr soll sich entsetzlich gearaer haben, daß Niemand über seinen Wip lachte! . Der Khalif Mahadi und der naive Bauer. Der Khalif Mahadi vurde von zwei Leibeuschäften,' der Jagd und dem Trunke. beherrscht. Als er sich einstmals bei Äersolguuq eines Hirsches verirrt hätte, kam er zu einer Bauern hutte ' Die Hitze war grog; er forderte eiiien Trunk frischen Wasser. Nachdem er den ersten Becher geleert hatte, fragte L.1 ''t'J'Jl'XIl L 'Li '.. il -'t'f . 't'L'-.. " ii vtn dinier, um wem . et 10091 ju pif chen meine? Wag fann ich nicht wis sen l". , versetzte der, Bauer. Ich bin einer aus .dem , Gefolge deKhaiifen,5 sagte Mahadr. DaS kann wohl fein antwortete der ' Bauer, .so habt Ihr e besser als ich. Der Khalif ließ sich den zweiten Becher geben, und wiederhol te die vorige Frage. Ihr habt mir ja schon gesagt," erwiderte der Bauer, .daß Ihr aus dem Gefolge des Khalifen seid.? Ich bin' noch mehr ich bi der Großvezier." Der Bauer sah ihn verwundert, an, ohne ihm, jedoch mehr oder weniger Ehrfurcht zu erzeigen. " 1 Der Khalif ließ sich "den dritten Becher einschenke, und fragte abermals, wofür ihn der Bauer halte? .Unmöglich ist es nicht," antwortete dieser - '..daß Ihr der Großvezier seid." Jch bin noch mehr, ich bin der Khalif selbst !" Der Bauer nahm ganz kaltblütig seinen Krug und Becher und kehrte dem Trinker den Rücken' zu, um nach seiner Hütte zugehen. Wo willst Dahin?" ! 7,Die Gefäße wegtragen! denn" setzte der.Bauer hinzu Khalif seid Jkr schon; wenn ich Euch noch mehr ein schenke, so würdet Ihr Euch zum Mo. hammed oder gar zu einen Gott trinken." Diese naive Antwyrt gefiel dem Mahadi so sehr, daß er den Bauer für sein Wasser mit'zehn Goldstücken belohnte. t e rf ch u l e. Also sagen Sie mir, 'Fräulein Emmy, den Unterschied vo Raum und Zeit. Schülerin (zerstreut) : Raum ist.... in der kleinsten Hütte und Zeit ist.. .. Geld, Letztere ist nie i der kleinsten öütte iu kndAK? iStf , l WM 1 Verlangt Mucho'öBest Havanna CigarS."
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Ankunft und Abganz der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandglia. Abgang Postzug .... 7 30 Bin ....11 kXlVm ....I25Nm .... 4MNm .... 7 00 Nm ....llwNm .... 3 30Nm .... 415Vm ....10 00 5 2 50VM .... k 2 Vm .... 7 45Nm expreß. Expreß Accomodation Expreß . Erpreß . Ankunft Erpreß Ipreg Accomodation . Erpreß.. Schnellzug Aecomadation Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 6 30 Vm rprev V35Vm Erpreß 1145Bni Limited Expreß 3L0 Nm Erpreß , 45Nm Ankunft Erpreß 7lBm Expreß 11 10 35 Limited Expreß 1155 8 Expreß 5 0091m Expreß .....10 50 Um St. Louis Division. ' ' Abgang Expreß 7 20 Vm Lumted Expreß ....i 5Nm Expreß 5 20Nm Erpreß, täalicb.. ...1000Nm Ankunft Ervreß täalick 3 25Vm Erpre n ' n . ...... . zs Wm Limited Erpreß.:.: 4 Vm Expreß! if n f H .,, 6 20Bm Chicago und Cineinnati Division östlich. Abgang Schnellzug Accomodation täglich . Accomodation Postzug Accomsd. (nur Sonntags). Accomodation Ankunft-7 Rujhville Accomodation. Postzug , Jnd'pls Äcc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation Schnellzug 3 45 Vm 705Vm 10 5s. Bm 2 55 Rm 5 30NM 7 00Nm 1080Vm 1150VM 12 30?tm 5V3NM 11 15 Nm 12 15 Nm Chicago und Cineinnati Division westlich. Abgang Accomodation I .. .. . 7 10 Vm Schnell.Poft 12 01 Nm Lafav.ette Accomadation .... 5 23 Nm Schnellzug 12 30Vm Ankunft Schnellzug ............ 3 30 Vm Lafayetie Accomodation , . .10 45 Vm Schnellpost........ 2 45 Nm Accomodation 621 Nm Peoria Division westlich. Abgana Erpreß.. 8 00 33m Erpreß............ 12 06 Nm Danville Accomodation. ... 5 10 Nm Expreß 11 25Nnt Ankunft Expreß, 3 25 Vm DanvilleMcomodation. ... 10 35 Vm Expreß........ 2 50 Nm Expreß.. ft55Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß Accomodation Erpreß . . 4 50Vm 3 05Nm Ankunft Expreß ....... . Accomodation ' Expreß 1157VM 9 00Vm 11 15 Nm Lake Erie und Western. Abgang Erpreß 7 15 Vm Expreß 120Nm Expreß..... 700Nm Scknell-Erpreß 11 10 Nm Ankunft Schnell Erpreß 3 20 Vm Erpreß 7 10 30Bm Expreß 2 50Nm Expreß 20Nm Pittsburg, .Cineinnati, Chicago und St. Louis. . Indianapolis Divistön. Abgang Erpreß . 4 45 Vm ' - ColumbuS Accomodation.. . 00 Vm Erpreß 3 00Nm Nichmond Accomodation. . . 4M Rm Expreß S30Nm Ankunft Nichmond Accomodation S 00 Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß.... 12 45 Nm Accomodation 3 45 3cm Expreß.. 6 50Nm Expreß 9 00 Am Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß.. ...11 20 Vm Expreß 1130 Nm Ankunft Expreß 3 30Bm Expreß 3 55Nm LouiSville Division. Abgang Expreß 3 40 Vm LouiSville Accomodation... 800 Vm , Schnellzug.- . .......... 400 Nm Accomodation 4 3Rm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug 11 lOVm Accomodation 600Nm Spezial täglich 1050Nm 't , Cincinnatt, Hamiltox und Jndianay poiis. AbgangExpreß 3 45Vm Emcinnati Acco:nodotin . 10 57 Vm ' Expreß:. 2 56Nm Expreß , . ... . . ....4 25Nm Expreß. .,S20Rm Ankunft Accomodation 9 20 Vm 1 "; Expreß 11 25 Vm Expreß 745Nm Expreß ;i .....1055Nm ELpreß , 7... 12 35 V Indianapolis und VincenneS. Abgang Expre ß i VOVm t , VincenneS Accomodation.. . 405 Rm Ankunft VincenneS Accomodationio 53 Nm !. Expreß.......... 515 Nm ' - '- , , -, 'i i Cineinnati, Wabash und Mlchigan. Abgang Expreß......... 6 00VM i4 Expreß....... 100Vm ! - i Expreß., 'i s 7 00 Rm Altkunft Expreß ......... . . ... 10 30 m !! Expreß.... 2 40 9h i Expreß .10 55 Nm Indianapolis, Decatur und Western. ;; l-'Spi,. Ii r; ' 1 ., - -i - " ' . Abgang Expreß . ............. 8 30 Vm ! f " Accomodation . .... .... 4 20 Nm vr: Schnell Expreß-.... -,; .. . 11 00 Nm Rnrunft Schnell Expreß .... . . 3 30 Bm j Accomodation.... 10 10 Vm ;- : Expreß f i. & . . 4 45 Vm LouiSville, Netv Albany und Chicago! angExpreß 7 . .... ... . . Jf 12 40 Vm mi Expreß y i e:. .i . M 1135 V v , , Mono Accomodatio...... SLONm Ankunft Expreß.,. .W, 3 25 Vm nonon Accomodation. . -M 10 40 Vm Erpreß f:';:.'4; it ;- S20Nm U nil fcitmilawWatifc (ur b im !.(. Jkuiimi lajuu, nd Jui. aam, loiaao, Ukia. et. Ottirr.rduirwiL hj o T? m am orut UM.N 0.11k. Ti ua thm r u v bMu, ktimr yum i. Rtm Im r aam tn .iljr iXitn. rw i ti (dajr.AII im Wt.kow x, Im d Mait jruo. t iri tLam ; n U Kl rl i'-t 7 . iriuniM. nf nowjr tut rtl FtUwinlmwa utit. .. ,i i . i t . rm twuf. umr i.niriit. OLUallU- C.,Ux l'orUA&UaiM 5 1 a.JiT..-
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nriiana nbünc ist baö einzige Blatt in Sndwna, ütU HeS tie Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. AIS . . , Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiintereffen kämpft sie unentwegt sir ' 1 :. FreitzMÄ.NM auf allen Gebieten dcS LebenS. ' ... Die Arbeit beS Volkes ist die 1 . i Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Neformen, welche die Arbeit zur freubebringenden Lust, statt zur mederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, ssllte eS als moralische Pfficht empfinde, - ', Leser der Jndiana Tribüue zu sei DaS reichhaltige Sonntags - Vlatt bietet eine Fülle unterhaltenden LeseßoffeS. ' X Der Abonnements PretS 1 , , ;r , bet täglichen Tribüne ist Z.2c, beS SonntagSblattS So, ' l ' . Wfitv zusammen 13 tA.,Per Woche - . s ';t: r-1 .li1:!. v K. oder 03 (7tS. Per Monat. ' Durch die Post versandt, koftt'daS ,, Tageblatt 05, daS SonntagSblatt ,., f 0l A ., i. , . 92 per Jahr, berde zusammen 90 in Vorausbezahlung. -;: . f i' ". I - ' ' "ji ' i ;. , f 4 1 f , aller Art werben rasch unb billig aus i- : !' fr geführt. j '" " . 1 ' t h' ' J ! ! n 11 k ylsi 4 f Eintrittskarten, , ,,.,,,,,Qutttnsten. Gonftltutiontn, NechttnnkU, Gestbäftökarten, $SßM ., ij! y- ! !iif il! W : ' v- ' " ci OriefLöpfe, Zirkulare. ' ;V ; - ; . - .J; i. I, Vrogrse u.s. ts. " :'i : 1,.,.; , f i. k sftvfptesipp' mf:itW'für Geschäftsleute und Vereine werden , geschmackvoll ausgeführt. .f;i':.:j;i M A 4 1 .'" :, ,,'!, k:J'1 'S1 i jilyi!1,1;! ..;': :!' J. .,; 1 !" few'Wipr-'iiSi. :.ifV:'!N'.lilv,i' Jv? .:'!?'! ' t:j!iv;!!:.1ii;:'--N;l: !1Ii!J:Cj3j1 " - ' -! ,4 ! " y-'W-i, . W" " llj..r ' : .!!-. jli-;-::,. :: .; n;. . V !. ' J .!, ; 5 y li, 2
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