Indiana Tribüne, Volume 15, Number 260, Indianapolis, Marion County, 6 June 1892 — Page 1
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M? W ! ! "MW wird fabrizirt von der rüg mm Editorielles. Die englischen Zeitungen Xnm heute Morgen haben ganze Zeiten voll Berichte über die Vorgänge in Minneapolis. Dieselben enthalten jedoch nichts als gänzlich werthlosen politischen Klatsch. ist da nichts als die Weisheit der verschiedenen liervorragenden Politiker auSgekramt. Die Weisheit der Anhänger Blaine's giebt sich in der festen Behauptung fund, daß Blaine nominirt wird, wahrend sich die der Freunde Harrisonö in dcr eben so sicheren Behauptung kund giebt, dast Harrison nominirt wird. Im Grunde weih Keiner von den Leu ten etwas, und wenn man den langen Klatsch durchzelesen hat, ist man nicht um eine Ädee klüger als zuvor. Urtheile über Blaine'ö Resigna tion sind zahlreich und billig wie Brombeeren. Daß seine Resignation gleichbedeutend mit der Kandidatur für die Präsidentschaft ist, darüber ist natürlich keine Frage. Was aber die plötzliche Sinnesänderung bei ihnl hervorgebracht, nachdem er.wicderholt er klart hate, daß er sich um die Kandidat tur nicht bewerbe, das ist vorlausig nicht bekannt. Es scheint, das; zwi schen Harri son und Blaine ein ernsthasteS Zerwürfnis; stattgefunden und die Plötzlichkeit des Schrilles, sowie der Styl und die Kürze des Schreibens Blaines lassen darauf schließen, daß dasselbe im Zorn abgefaßt und abgeschickt wurde. Ächnliche Schlüsse läßt der Umstand zu, daß Harriso n ohne die geringste Säumniß mit kurzen Worten die Resignation annahm. Wer neugierig ist betreffs der Natur und der Ursache des Zerwürfnisses wird wohl vorlausig cme Neugierdc bezähmen müssen, denn die beiden Aetheiligten beobachten Stillschweigen. Drahtllachrichteli Inland. Wetterauöfichten. Für Indiana: Schönes, kühleres Wetter mit zunehmender Bewölkung am Dlenstag. Wasser und Fener. Furchtbare Berheerlingen und Verlust an M e n s ch e nt t it. P i t t s b tt r g, U. Juni. Das Hochwajser im Mahoning Thal hat unge heueren Verlust an Menschenleben und Eigenthum angerichtet. Sine Depesche aus Meadville, Pa., meldet, der dort verursachte Schaden lasse sich noch nicht abschätzen. ,. Die halbe Stadt ist überfluthet. Heute Morgen um halb Fünf lief eine Depesche ein, welche den -Bf?' tust an Menschenleben dort aus 15 angab. Die Hochfluth traf ganz plöh lich vom Oil (5 reck ein und überschwemmte die Stadt. Bald darauf wurde die Äcme Oelrafsinerle. durch einen Blihschlag in Brand geseht und das Feuer verbreitete sich mit Niesenschnelle und bald standen die Häuser in fünf Straßengevierten in Flannnen und wurden vollständig eingeäschert, wobei sechs Oelrassinerien in Rauch aufgingen. Biele Leichen sind bereits i! VW 'fü 'l j. 5!,. "-li.K'Ä f gesunden worden, uud die Suche nach den anderen wird eifrig sortgeseht.
O il t i t y , Pa., ö. Juni. In der beschichte der Oelregion von Pcnnsylvanien steht die hier stattgehabte Katastrophe ohne Gleichen da. In der (sentre Straße waren etwa 1000 Menschen nahe der Brücke über den Oi! Creek. Plötzlich floß eine große Ouantität Petroleum in den (5rek und in wenigen Minuten daraus schoß eine inächlige Feucrsaule aus dem Wasser zum Himmel empor. Im panischen Schrecken wollten die Menschen cntfliehen, als plöhlich zwei furchtbare (5 rplosionen fast zu gleicher Zeit erfolgten und der ganze 6 reck ein Feuermeer zu sein schien. ?n dem wilden Gedränge wurden gegen 20 Frauen und Kinder schwer verletzt. Ein mit Gasolin gefüllter Tankwagen stand auf dem Geleise der Western, New ?)ork & Pennsylvania Bahn, etwa eine halbe Meile von dem Postamt. Zwei junge Leute sahen, daß der Tankwagen leckte und als eine Nanzirlokomotive vorbeifuhr, erfolgte ein? furchtbare Esplosion, wobei der Lokomotivsührer und Heizer umkamen. Die Flainmen verbreiteten, sich mit Blitzesschnelle über den ganzen oberen Stadttheil, welcher durch das Hochwasscr übcrflnthet ist. Manner, Frauen und Kinder, welche ihre Häuser räumten, sielen den Flammen zum Opfer oder ertranken. Heute Nachmittag hatte mau sieben Leichen gesunden. Der Bewohner hat sich ein panischer Schrecken bemächtigt und die große Kalamität spottet aller Beschreibung. Längs der Ereck ist eine Meile weit jedes (Gebäude an beiden Usern niedergebrannt und der ganze Horizont ist noch durch Rauch verdunkelt. Der Anblick von den Bergen nahe der Stadt ist furchtbar. Der Schaden wird ans mindesten tzlMOMound der Verlust an Menschenleben auf ea. 50 geschaht. ' Die hiesige Miliz ist aufgeboten worden, um. die Nacht über Wachldienste zu thun. Die Zahl der niedergebrannten Hauser betragt fast zweihundert. DerVerlust an Menschenleben wird aus fünfzig bis sechzig geschaht. Venaue Angaben lassen sich bis jeht noch nicht machen. Ein Mann hat seine ganze Familie von Frau und sechs Kinder vcrloren. Das Hans, in welchem sie sich befanden, wurde von Flammen umzingelt und sie konnten nicht gerettet werden. Um 2 Uhr Morgens waren 4 st Leichen gefunden worden. T i t ü s v i l l e , Pa., 5. Juni. Die Stadt ist in den letzten 24 Stunden von einer der verheerendsten Feuersbrünstc und' Ueberfchwcmmungeu in ihrer beschichte heimgesucht worden. Der Oil Ereek stieg über, seine llfcr und überschwemmte die Gaswerke, wodurch die Stadt in völliges Dunkel gehüllt wurde. Eine große Anzahl kleinerer Wohnhauser an der Mechanicsstraße und Umgegend sind fortgerissen worden. Dutzende von Menschen sind umgekommen, einige von ihnen verbrannten zu Tode, die tneisten ertranken. Als der Morgen anbrach, standen Hunderte von Menschen auf den Dächern ihrer Häuser und warteten sehnlichst auf Hilfe.
Tapfere Manner vermochten mit Hilfe von Booten und Stricken eine Anzahl Personen in Sicherheit zu bringen, sobald dieselben eine sichere Stellung gefunden hatten. Um die Schreckensseenen zu steigern, goß der Regen in Strömen herab und gcricthcn die Rafsinerien in den verschiedenen Ctadttheilcn in Brand. Das brennende Oel schwamm den Strom hinab und steckte eine Anzahl weiterer Fabriken in Brand. Durch den Dammbruch bei Spartansburg ertranken 35 Menschen. S o in m e r w e t t e r. St. Paul, 5. Juni. Depeschen melden, daß in Süd Daöta, westlich vom Missouri ein furchtbarer Schneestürm wüthet. In Deadwood schneit es seit zehn Stunden und der Schnee liegt zehn Zoll hoch. Der Verkehr ist fast ganz unterbrochen und die Temperatur hat den Gefrierpunkt erreicht. -i Ausland. Allerlei Politisches und Nichtpolitisches aus Deu tsch tan h, tf mi rfr " 'V w ' .? B t t l i n, o. uni. , an osnzieuen Kreisen sucht man die geplante Zu , .'':!: ': ! ;! "' '-, :' e: '' ; ' ':' ii -" : " : ' ;i -,.;:i'i .11 smmenkunft d?s Zaren mit Kaiser ! Wilhelm so darzustellen, als ob die-
selbe keinen politischen Eharaltcr tragen wird ; nichtsdestoweniger glaubt man allgemein, daß gerade in Folge dieser Begegnung der beiden Monarchen viel zur Herstellung guter Bezichungen zwischen Rußland und Deutsch land beigetragen wird. AuS zuverlässigen Quellen verlautet neuerdings, der Zar sei im Ernste bemüht, in gute Beziehungen zu Deutschland zu treten. Den deutschen Zuckerproduzenten ist kürzlich von ihren österreichischen Eollegen der Antrag gestellt worden, sie möchten sich mit ihnen zu einem Syndikate verbinden, um die amerikanische Zucker Trust Gesellschaft zu bekämpfen. Die Offerte ist günstig aufgenommen worden. Man wird später an die französischen Zuckerproduzentcn die Aussordcrung ergehen lassen, sich an der Verbindung zu beteiligen. Das Leipziger Tageblatt" berichtet, der sozialdemokratische Führer August Bebel sei geisteskrank und besinde sich im Hause seines Schwiegersohnes Dr. Simon in Zürich. Freiherr v. Stumm und Freiherr Lucius von Ballhausen sollen vergebliche Versuche gemacht haben, den Kaiser und Fürst Bismarck auszusöhnen, auch die Königin -Regentin Emma von Holland soll in diesem Sinne thatig gewesen sein. Der Kaiser ließ sich bewegen, den Grasen Ranhau, Bismarck's Schwiegersohn, den Gesandten in München, zu empfangen und mit ihm die Situation zu besprechen. Er soll die Wiederanstellung des Fursten (?) wie die des Grafen Herbert Bismarck in Erwägung zu ziehen be reit gewesen sein, aber vor Allein Aushören der Preßangrisje auf die Regie rung verlangt haben. . Das habe Fürst Bismark abgelehnt,,
indem er sagte, der Kaiser müsse nach theil habe werden lajjen, dte Eonsequenzcn tragen ; Gras Eaprivi habe sich als ganzlich unfähig erwiesen und Rußland zur Allianz mit Frankreich getrieben. Er, Bismarck, könne aber nicht gut machen, was der neue Kurs" verdorben hat. D a s große Grubenunglück. Prag, 5. Juni. Die Bruchtheile der menschlichen Körper, welche aus der Unglücksmine hervorgeholt wurden, ergaben drei Wagenladungen. Nur dreizehn der Verunglückten konnten noch lebend ans Tageslicht befördert werden. Von den Rettungsmannschasten fanden 27 bei ihren Versuchen den Verunglückten Hilfe zu bringen, in der Grube auf diese oder jene Art selbst den Tod. Der Schaden, welcher an der Mine angerichtet wurde, wird auf 180.000 Gulden geschaht. Revolte von Sträflingen. M a d r i d , 5,.., Juni. J,n Gesang -niß zu Valencia fand ein Aufruhr von Sträflingen statt, welcher gewaltige Dimensionen annahm. Es war beim Marsch zumMittagcssen, als die Empörung erfolgte, an der sich 274 Gefangene bctheiligten. Es gelang den Sträflingen, die Wachen zu überwältigen. Sie tödtcten drei von den Wächtern und jagten die übrigen in die Flucht. Dann zertrummerten sie alles Mobiliar im Gtsängnißgebaude, und als sie damit fertig waren, suchten sie nach dem Gouverneur der Anstalt, den sie tödten wollten. Dieser, war indessen von den fliehenden Wächtern gewarnt worden und hatte sich rechtzeitig außerhalb des Gebäudes in Sicherheit gebracht. Nun ergriffen die Sträflinge zwei dicke Balken und begannen gegen das Thor des Gefängnisses zu stoßen, um sich den Weg ins Freie zu bahnen. Inzwischen war aber, auf den Alarm einer der entflohenen Wachter hin, die Garnison aus den Kasernen herausgerufen worden, und das Gefängniß war bald von Militär umstellt. General Salerdo, der Kommandant der Garnison, rief den Sträflingen zu, vom Einrennen des Thores Abstand zu nehmen, widrigenfalls mit Kanonen gegen das Thor geschossen würde. Von einer Mauer aus die, er erklettert hatte, sagte der General den Meuterern, daß ihr Versuch, , zu entrinnen, unmöglich gelingen könne. In der Folge entschlössen sich die Gefangenen, sich zu unterwerfen, - worauf das Militär in däS $efaM und die Sträflinge nach ,' den Zellen zurück wfiltfi ES heißt, daß die Führer, der Emeute erschossen werden sollen.
Z - T U2?n d-n von der, Sflnne durchMhten der Behandlung, welche, er-thm ltlMaMiß, Heule beherbergt ' Jeru-
Palästinas Eisenbahnen.
Es ist ein seltsames, aus Freude, Reue und Wehmuth gemischtes Gefühl, das den reifen Mann' beschleicht, wenn er die Statte seiner Nindheit. seiner Jugend nieder betritt. In den mei sten Fällen sind auch inzwischen große Veränderungen mit den alten liebge wohnten Plätzen vorgegangen. Eisen bahn und Industrie haben sich des seil her weltabgeschiedenen Fleckchens Erde bemächtigt und ihm das moderne Gepräge unseres eisernen Zcitatters aufgedrückt. Fast ähnlich ist das Gefühl, wel' chcs wohl Jeder empfindet, wenn er die überraschende Kunde vernimmt, dan die Stätten Palüstinas, welche uns auZ unserem Iugendunterricht als die Wiege der Religion bekannt nnd vcr traut geworden sind, jet auch dem allgewaltigen Zeitgeist Unterthan a worden sind, daß das Dampfroß mit schrillem Pfiff an den Ufern des Jordan vorübcreilt, daß das Thal Joscphat heute dem Eentralbahnhof von Jernsalcm Raum gewährt. Von Joppe nach Jerusalem ist der eine Schicncnstrang bereits gelegt, wah rend der zweite von der Hafenstadt Akkon nach Damaskus führt. Im Geiste werden wir in die Zeiten Adrahams. des ehrwürdigen Nomadenscheichs, verfemt, dessen ehrlicher und anhänglicher Verwalter Elieser aus Da mas'us stammte. Joppe ist der imAlterthum als Handels- und Rhcderci plah hochberühmte Hafen, von wo aus Prophet Jonas seine denkwürdige Fahrt unternahm, deren wunderbare Abenteuer bekanntlich den Inhalt eines kur zen. aber interenanten Fragments des Alten Testaments bilden. Und nun gar Jerusalem! Es ist der Anfangs- und Ausgangspunkt zweier Weltreligionen. :!ne Stadt, an dessen zerfallenen Mauern die Gedanken von Millionen mlt Sehnsucht und Ehrfurcht noa heute hängen. Ein schriller Pfiff der Loeomotivei derZug höl. ..Station Jerusalem!" tönt der Nuf des braunen Schaffners im weiden Burnus, und Hunderte von Pilgern ans allen elltheilen rntpei jalem etwa 50.000 Juden in feinen Mauern. Möglich, daß der vermehrte Fremdeubeluch. mächtig von der neuen Eisenbahn begünstigt, der allen Hiero solyma, welche sich von der Zerstörung des Titus vor 1883 Jahren und den Wirren der Kreuzzüge niemals erhalt hat, zu neuer Blüthe verhilst. Die andere Bahnlinie hat am Mittel meer zwei Endpunkte, Akko und Haifa, öeren Seitenstränge am Berge Karmcl mfammcnlaufen.' Von dort geht die Bahn direkt nach Jesrael, läßt Naza reth und Nain südlich liegen und überschreitet dann nach kurzem Lauft am restlichen Ufer den Fluß Jordan etwas südlich vom See Genczareth. Darauf nlt die Bahn nach Damaskus, nachdem sie vorher El Hamma. Khissin und 5cawa berührt hat. Diese 'Bahn ist von der höchsten Bedeut,' für den zanzen syrischen Handel, dessen Mittel. ?unkt bekanntlich Damaskus ist. Deutschlands Bevölkerung !. I. ,U0. Dem soeben erschienenen Hest 1. Jahrgang 1892 zur Statistik deö Deut' schen Reiches ist über die Bewegung der Bevölkerung Deutschlands im Jahre WJO Folgendes zu entnehmen: Nach den im Laufe des Jahres 1L90 erfolgten Anmeldungen wurden im Gebiete des Deutschen Reiches (bei einer mittleren Bevölkerung von 49,239,000 Einwohnern) !, 759. 253 Kinder lebend geboren, davon 153,652 (9 Procent) anßerehelich. Todtgeboren wurden zu gleicher Zeit 01,011 Kinder, darunter 7020 (11,5 Proc.) außerehelich. Von je 100 geborenen Kindern sind demnach 8,26 eheliche. 4,24 uneheliche als todtgeboren gemeldet, ä'öeitaus die wenige sten Geburten (tägllch 4302) entfielen ausnahmsweise auf den Monat Okto der. was der Influenza Epidemie, welche im Dezember und Januar vor her ihren Höhepunkt erreicht hatte, zugeschrieben werden mutz. , Die meisten Geburten (täglich 5338) kamen im Dezember vor. Es starben im Jahre Z890 (ausschließlich der Todtgeborcncn) 1,199,000 Personen, und zwar am mcisten (täglich ca. 4074 im InfluenzaMonat Januar, demnächst im Februar (8555) und Mär; 1.35! 7), die wenigsten im Oktober (2830) und November (2658). Der Ueberfchuß der Geborenen belüust sich für das Jahr 1L90 auf 560,247. Aus je 1000 Einwohner kr. wen während des Berichtsjahres im Teutschen Reich 35.7 Lebendgeborene, in Frankreich nur 21,9, in Großbritannien 29,0. in Irland 22,5, in Italien 30,0; cZ starben (ausschließlich der Todtgeborenen) auf ze 1000 Einwohner . im ' Deutschen Reich 24.3, in Frankreich 22,9, in Großbritannien 19,2. in Irland 18,4, in Italien 26,5. Der Geburten-Uebcrschuß war also am Beträchtlichsten im Deutschen Relch (gleich 11.4). demnächst in Grobbrltannien (10.4). wahrend in Frank reich 33.446 Sterbcfälle mehr als G burtcn vorkamen. . ; Das Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. Schmedel'S Bürsten die besten sind. 423 Virginia Ave.
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