Indiana Tribüne, Volume 15, Number 254, Indianapolis, Marion County, 31 May 1892 — Page 1
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Jahrgang 15. ; : Office: No. 13 Ost Maryland Strafe. m0t 354, Indianapolis, Zndiana, Dienstag, Den 31. Mai 8)2 m . ' -TTIILiL immmmmmmmmmmmmmmmmmm , n i 7i'"MiMWWWMWM
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Neue Frühjahrshüte
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Edrtorielles.
Gestern wurde in Nochester, N. A. ein Sokdatenmonument eingeweiht und Präsident Harrison wohnte der Feier bei. Da heißt es nun in einer Depesche : Das Local-ssomite hat Detectives engagirt, die ständig den Präsidenten bewachen müssen. Dieser ist von dieser Aufmerksamkeit jedoch wenig erbaut, da er sie für unnöthig halt." Man weiß wirklich nicht, waI man dazu sagen soll. Wollen die Leute dort vielleicht ein Bischen Anarchistengruseln erzeugen ? Was soll denn )errn Harrison geschehen und wer soll hm etwas zu Leide thun wollen ? Die Amerikaner benehmen sich zuweilen wirklich recht kindisch. .O, Wie bekannt, hat die belgische Kammer die Revision der Verfassung beschlossen, soweit dieselbe das Wahlrecht betrifft. In Folge dessen erfolgte die Auflösung der Kammer und Neuwählen müssen vorgenommen werden. Das schreibt in solchem Falle die Verfassung vor. Selbftverständich finden die Neuwahlen nach dem alten System statt, und die Kammer, welche die Revision vorzunehmen hat, wird nicht viel anders sein, wie die aufgelöste, welche sie befchloh. Nun ist aber feit dem Beschluß Angst und Schrecken in die Glieder der Bourgeoisie gefahren. Beiden Wah en zu den Brüsseler Gewerbegerichten haben nämlich die Sozialisten einen sehr großen Sieg errungen. Ihre Kandidaten wurden mit einer vier Mal so großen Stimmenzahl gewählt, wie die 'ihrer Gegner, und das giebt dem konservativen ' Element einen Vorgeschmack von dem, was das allgemeine Stimmrecht bringen kann. Es st unter den Umständen noch sehr die Frage, ob die nächste Kammer so weit gehen wird, das allgemeine Stiminrecht einzuführen und ob sie es nicht bei einer bescheidenen Ausdehnung des Wahlrechtes bewenden lassen wird. In Sanford Florida, wurde die ser Tage ein Mann verhaftet, von dem man annahm, daß er an dem Ueberfall des EisenbahnzugeS betheiligt fei, bei dem der Expreß - Angestellte Sauderi getödtet wurde. Zeitungen berichten über diesen Mann nun ohne ein Wort der Entrüstung das Folgende. Der Verhaftete hat seine Schuld eingestan den, nachdem derselbe mit Daumen schrauben (twisten.) und glühenden Kohlen gemartert worden war". Die Kultur, die alle Welt beleckt, erstreckt sich offenbar nicht auf den Sü den der Ver. Staaten. j".'.-1 m .in M m Ms rftvfe. In oer tzonserenz oer farbigen Me thodisten, welche dieser Tage in Omaha stattfand, legte ein Dr. Charles H. Payne eine Statistik vor, welche bewies, daß !m letzten Jahr in den Ver. Staa ten 150 Neger von Weißen gelyncht worden, sind. Sieben dieser Neg e r w u r d e n l e b e n d i g derbra n nt, einer zu Tode gepeischt und einer in! Stücke gerissen, die übrigen gehängt öder erschossen. 3n den lehten Wochen ist fast kein Tag vergangangen, an welchem die Zeitungei nicht einen oder einige Lynchmorde berichtet hätten. Und dies nicht etwa bloS in abgelegenen Ortschaften, sondern sogar in Städten -wie Rashville wo 'weder der Gouverneur, noch der
Mayorund Sheriff ernstliche Versuche
machten, den Mord zu verhindern. Es ist kaum nöthig, hinzuzufügen, daß auch nicht in einem Falle der Versuch gemacht wurde, die Lyncher zur Verantwortung zu ziehen. In den meisten Fällen wird vehaupet, der dem Strick der Weißen verallene Neger habe einen unzüchtigen Angriff auf ein weißes Mädchen oder Weib begangen oder versucht. Die Weißen im Süden behaupten, daß ihre weiblichen Angehörigen ohne diese summarische Abschreckungspolitik nicht icher wären. Die große Zahl der Lynchereien laßt annehmen, daß die Abschreckungstheorie in dieser Hinsicht o wenig einschlägt, wie sonst im Allgemeinen. Gelyncht aber werden Neger sonst wegen kleiner Diebereien oder "oh general principles" wenn ihre Lebensweise ihren weißen Nachbaren nicht gefallt, und mindestens in einem Fall (in Tennessee) sind die Führer" treikender Feldarbeiter auf Anstiften weißer Pflanzer auf dem bequemen Weg des Lynchens unschädlich gemacht worden. Im Mittelalter machte man den Leuten, die man auf's Schassott oder zum Scheiterhaufen führte, wenigstens erst den Prozeß. Unsere südlichen Kavaliere machen die Sache schneller ab. Dafür haben wir auch eine Nevublik. Die Republik ist freilich nicht schuld daran, aber sie kanns auch nicht hindern. Drahtnachrichten Inland. Wette raus sichten. Für Jndiana: Wahrscheinlich ein Gewitter gegen Abend, am Mittwoch anfklärend. Joseph B a r o n d e ß. R e w A o r k, 30. Mai. Eine allgemeine Bewegung ist unter den hiesigen Arbeiterorganisationen im Gange die Begnadigung des Joseph Barondeß zu erwirken. Barondeß war im vorigen Jahre der Führer bei dem Streik der Mäntelmacher. In dieser Eigenschaft hatte er bei der Abmachung mit einem Fabrikanten eine Summe Geldes als Beitrag zu den Kosten des Streiks erhalten und er hatte diese Summe auch richtig in die Kasse der lnion abgeliefert. Die betreffende Firma ließ ihn dann wegen Erpressung verhaften, und er wurde zu einem Jahr und neun Monaten Zuchthaus verurtheilt. Bei der Appellation an die Supreme Court wurde das Urtheil umge'toßen, worauf der Staatsanwalt weier an das Appellatisnsgericht appellirte. (In New Aork giebt es drei Instanzen). Inzwischen begab sich Barondeß nach Boston und sing dort ein kleines Geschäft an. Er war nach Umstoßung des Urtheils ohne Bürgschaft entlassen worden. Vor einigen Tagen entschied das Appellationsgericht den Fall und bestätigte daS erste Urtheil. Barondeß, der sich in Boston außerhalb der Jurisdiktion der New Aorker Gerichte befand, kehrte sofort nach New Zork zurück und stellte sich freiwillig. Er befindet sich zur Zeit im Gesangniß. Sturm und tt n w e t t t e r. Webster City, Mo., 30. Mai. Gestern Abend ging hier und in der Umgegend ein heftiger Wolkenbruch nieder. Hier stand das Wasser in den Straßen 18 Zoll hoch und alle Bleiund Zinkgruben sind überfluthet. Der Schaden ist sehr betrachtlich. W i ch i t a, Ks., 30. Mai. Zwei verschiedene Wirbelstürme, welche auö Südwesten nach Nordosien zogen, haben gestern Abend nördlich von Cald well Alles in ihrerBahn vernichtet. Ein Mann ist umgekommen und der an Farmen angerichtete Schaden ist sehr groß. Die trichterförmigen Wolken konnten in Ealdwell und Eonway Springs deutlich gesehen werden. N ewport, Ark., 30. Mai. Hier und in der Umgegend wüthete geftern Abend ein furchtbares Gewitter mit heftigem Regen. In Auvergue wur den die Methodistenkirche und das Ge baude der Akademie umgeweht, wöbe die Frau deS Präsidenten Peasley der letzteren tödtliche .Verlegungen , erlitt Der , anderweitig durch den Sturm angerichtete Schaden ist bedeutend. , 1 . Wellingt on, KS., 30. Mai.
Zwischen 2 und 4 Uhr heute Morgen
hat es hier ungemein heftig geregnet und in zehn Minuten waren die Straßen in reißende Bäche verwandelt. Die vom Wirbelsturm am Freitag abgedeckten Laden und Wohnhäuser wurden überfluthet, wodurch die Noth in Folge des Sturmes noch bedeutend vermehrt worden ist. Die Obdachlosen bedürfen dringend der Hilfe, da viele von ihnen nicht blos müteriille Noth leiden, fandern auch in Folge der Entbehrungen krank sind. Mexiko, Mo.', 30. Mai. Gestern Nacht hat ein Wirbelsturm den nördichen Tbeil dieses EountyS verheert. Häuser und Scheunen wurden umge weht, die Saaten vernichtet, Obstgären zerstört und viele Baume entwurzelt. Dem Sturm folgte ein Wolkenbruch, welcher die verheerte Gegenö überschwemmte. Pin e Bluff, Ark., 30. Mai. Nachdem es gestern und heute anhalend stark geregnet hatte, folgte heute Abend ein heftiges Hagelwetter, welches bedeutende Verheerungen anrichteie. Columbia, S. E., 30. Mai. Gestern zog ein furchtbarer Wirbeltürm durch Orangeburg Eounty und richtete dort große Verheerungen an, ndem er Bäume entwurzelte und Hauer, sowie Ställe und Zäune umriß. Der größte Schaden ist in Orangeburg wo kein HauS unbeschädigt blieb. Der hohe Thurm der Methodistenkirche stürzte ein und jede andere Kirche wurde mehr oder minder stark beschadigt, ebenso viele Wohnhäuser, von denen die meisten abgedeckt wurden. Blihschlag hat einen Speicher mit vieen Ballen Baumwolle eingeäschert. Eine alte Negerin ist vor Schreck geiorben. D t jt. ai. o.;iin sta g. f; R o ch e st e r , 9kl S. 30. MaDer heutige Tag wird in der Geschichte oer Stadt stets denkwürdig bleiben. Nie zuvor waren so viele Menschen und so hervorragende Vertreter der Nation hier. Die Zahl der Theilnehmer an der Feier des heutigen Tages wird auf 250,000 geschätzt, von denen 100,000 auö der Umgegend, kamen. Der Präsident wurde überall mit größter Begeisterung empfangen. Die Geschäfte ruhen vollständig und die ganze Stadt betheiligte sich an der Enthülung des Kriegerdenkmals im Washington Square. Alle Straßen prangten im schönsten Flaggenschmugg und die Dekorationen waren zahlreicher als je zuvor. Der Präsident und seine Begleiter, sowie der Gouverneur Flower standen früh auf und fuhren mit der elektrischen Bahn nach der neun Meilen entfernten Ontario-Beach, wo sie von Schulkindern mit patriotischen Liedern begrüßt wurden. Nachdem sie dort gefrühstückt hatten, besuchten sie Col. Greenleaf's Farm und fuhren dann nach der Stadt zurück, wo der Präsident und der Gouverneur in Powers Hotel einen längeren Empfang abhielten. Vor der Enthüllung des Denk mals fand ein großer Umzug statt, an welchem ca. 8000 Menschen theilnah men. mt erne Tnomon venano aus Veteranen, dann kamen 2000 DeutschAmerikaner, 2000 Vchulkinder und 2000 Mitglieder anderer Organisationen. Der Präsident, der Gouverneur und die anderen Ehrengäste fuhren in Kutschen nnd stiegen an der Tribüne vor dem Gerichtsgebäude aus um sich den Zug anzusehen. Die Tribüne war schön dekorirt und über ihr wehte die Präsidentenflaßge, welche das Nationalwappen im blauen Felde führt und gewöhnlich nur auf Kriegsschiffen aufgehißt wird. Die Feier in Washington Park begann, sobald die verschiedenen Organisationen nach dem Umzug dort Aufstellung genommen hatten. Sie wurde mit Gebet eröffnet, worauf Gen. Reynolds eine kurze Anspruch hielt und das Denkmal von fünf jungen Mädchen Töchtern von Veteranen und MitgUedern der, hiesigen Ä.A. R. Posten, enthüllt wurde. Nach einer Ansprache des Präsidenten Hilt von der hiesigen Univerfität verlaß Samuel H. Löwe ein Gedicht, worauf der Präsident Harrison und der Gouverneur Flower Reden hielten. Ein gemischter Chor von 100 Stimmen der hiesigen Gesangverein trug mehrere Leider vor. ' , Heute Abend fuhren der Präsident und seine Begleiter nach Washington i jttTUffföfli SIP
Aus Verdacht verhaftet. C o u nc il Bluffs, Iowa, 30. Mai. W. F. Sones, Vertreter der Sandwich, Jll., Mfg. Eo., welcher seit mehreren Tagen betrunken war und viel Geld bei sich trug, wurde gestern Abend aus seinem Hause nach dem Ogden House gerufen. Heute Morgen fand man ihn mit
zerschmettertem Schädel und einem Schuß in dem Unterleib in einer Gasse nahe dem Hotel. Er lebte noch, konnte aber nicht sprechen und hielt einen Revolver in der Hand. Einen Block weiter lag die Leiche von Jack Wade mit einem Schuß in der Brust und finem Revolver in der Hand, nahe einem mit Blut befleckten Methwagen. Dessen Kutscher Tom Crogan und ein gewisser James Mayer sind auf den Verdacht des Mordes verhaftet worden. Ausland. Kamen an den Unrechten. Berlin, 30. Mai. In Speyer kamen heute drei Offiziere des dortigen zweiten Pionierbataillons zu dem Redakteur der dortigen Zeitung, um ihn zu züchtigen, weil er einen von ihnen, der einen Civilisten angegriffen und mißhandelt hatte, in seiner Zeitung in absprechender Weise beurtheilt hatte. Der Redakteur aber vertrieb sie mit seinem Revolver und wird sie noch obendrein wgen Hausfriedensbruchs verklagen. -M(l4 H e i n r i ch H e i n e's Briefe. H a m b u r g, 30. Mai. Nach dem Fremdenblatt" hat Baron Emden, ein Enkel Heinrich Heine's, eine bisher uubekannte Sammlung von Briefen des selben an dessen Mutter und Schwester hierher zur Veröffentlichung gesandt. ffMWnachxichjen. M. Angekommen in: New Zj o r k : Amsterdam" von Rotterdam, Ethiopian" von Glasgow. Antwerpen: Noordland" von NewÄork. Q u e e n s t o w n : Vritannic" von New Zork. M o v i l l e : ..State of Nevada" von New Jork nach Liverpool. Um nltutster, wie er sein ,oU. An dem am 9. Mai in Budapest dersto'-venen Gabriel Baroß verliert Ungarn nicht nur einen Minister, des sen Verstand, Energie und Thatkraft es einen ungeahnten Aufschwung feines Verkehrswesens zu danken hat, sondern auch einen Staatsmann, dessen Selbst losigkeit, Ehrenhaftigkeit nnd Vatcrlandsliebe an die Eharüktcrgröße eineZ Aristides erinnern. Ungarische Blättei bringen die Mittheilung, daß stink Leiche in dem Geburtsort Jlava von seinem Vater und seiner Mutter erwar tet werde ; beide sind hochbctagt. Der Vater ist dort Bezirksrichter mit einem Gehalt von 1500 fl. Nichts ist bezeichnender für Baroß. als daß er zu, Zeit seiner höchsten Macht nie daran dachte, seinen Vater in ein höheres Richteramt zu bringen, wie er über Haupt nicht einen einzigen Anverwand' ten förderte oder in'S Amt. brachte. Der Mann seiner einzigen Schwester blieb nach wie vor Aufseher des Gefan genenhauses in Jlava. Da das Ver mögen feiner Frau kaum hinreicht, um die zwei Kinder bescheiden zu erziehen, er selbst aber als völlig mittelloser Mann starb, so wird beabsichtigt, im Reichstag den Antrag zu stellen, daß seinen Hinterbliebenen eine mäßige Jahresrente angewiesen werde. Es ist kein Zweifel, daß alle Parteien diesem Antrage beistimmen werden. Im wohlthuenden Gegensat) zu an dern Staatsmännern kannte die'er selbstlose Mann auch kein Ansehen der Person, sobald öffentliche Interessen be droht wann. Verwandte und Gäste des Kaisers forderten ein Anhalten des Schnellzuges und Baroß weigerte das Ersuchen ' mit der Bemerkung, für Schnellzüge gebe es keine anderen Un terbrechungen, als die im Fahrplan vorgezeichneten. Seine Energie wurde im Jahre 1831 durch folgenden Vorfall allgemein bekannt: Damals hatte er einige Artikel über Unterrichtswesen geschrieben, die einiges Aufsehen erregten und zur Folge, hatten, daß , man .den ehrgeizigen jungen Mann zum Präfi dcnten des UnterrichtS-Ausschusses des Abgeordnetenhauses, wofür sich nur wenige Bewerber fanden, wählte. , Zur Berathung des Mittelschul-Ge-setzentwurfs im Ausschüsse hatte man auch hervorragende Vertreter der Eon sessionen, darunter den Kardinal Hay nald, zur Abgabe von Gutachten geladen Haynald gestattete sich oppositionelle Zwischenrufe und hielt ganze Reden. Nach der Sitzung bat Baroß den Minister Trefort, er möge Haynald aufmerksam machen, daß er nicht Mitglied des Ausschusses sei. und nicht das Recht,,, habe, dort zu sprechen., Doch Trefort fachte dem Kardinal nickits und
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txdlmhtim, Es giebt keinen stärkeren Konkurrenten des Vrautweins als das Vier. Je weniger dessen Genuß den arbeitenden Klassen durch hohe Steuern verkmnmert und unzugänglich gemacht wird, desto mehr wird es den des Branntweins verdrängen, und hier ist der Gesetzgebung der richtige Weg bezeichnet, mit Erfolg und in vollster Uebereinstimmung mit allen Anforderungen der Sittlichkeit, gegen ttamaßigkeit anzukämpfen. Das Bier entwöhnt die VevSlknug allmalig vom Branntweingenuß und vermindert auf diese Weife Vu schweren Folgen des Alkohoüsmus " so wendet sich ein schwedischer
Patriot an seine heimische Gesetzgebung nnd eminente amerikanische Aerzte,' als Resultat langjähriger, wissentschaftlicher Beobachtung, empfehlen gut der-,
gohrene, reine Btere Geiunden und Kranken als nahrhaftes, belebendes Getränk, dessen mäßigem Genuß pe, entgegen fanatischen Zeloten, alle üblen Folgen absprechen.
Di stellt in ihren C. F. Schmidt,
Ind'pls
nur absolut reine, unvcksälschlc, gut vergohrene, abzelagcrte Biere her, hie in Bezug auf Reinheit und Geschmack ttlntm anderen übcrtrvffe werden
und sind es besonders ihre rühmlichst
Lager, Wiener, Pilsciier, Special Brcw,
und vor Allem aber das G o e 1 l e n t e gxt btx cx fc x
welches alle Rivalen neuen und alten
Nicht aus Eigenlob, sondern mit bescheidener Genugthuung weisen wir aus die Thatsache hin, daß namentlich unser Vudweifer immer größere Freundcskrcise gewinnt und den Beweis liefert, daß aus ihren Brauereien ein nicht
nur ebenbürtiges sondern anerkannt geht als irgend ein anderes, durch
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