Indiana Tribüne, Volume 15, Number 253, Indianapolis, Marion County, 30 May 1892 — Page 2
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Undiana Tribüne. 1p - Crsqeint Mi: glich und Äonntngs.
k Die tLgZiche .TribSne-, kostet durch de Träger M CentS per füoiie, bie SontagJ'Tribane- S 5r,l3 per Woche. Beide zusagen ISCentS oder ; 33 Cents per Senat. Per Psft zugeschickt in Vor,ii,AÄs bezahl unz W per Jahr. Ossice : 130 Ost Maryland Straße. J.idianzpolis, Ind., CO. Mai 1892. Der Zrdbeb,THreren Im M gemeinen kann sich der Mensch ' an Alles gewöhnen, aber im Besonderen 1 diM es doz verschiedene Ausnahmen. " Mit dem Schreckgesühl. düZ unZ beim Erdbeben befällt können wir nie durch Wiederholung vertraut werden. Manche, die blos leichtere (Zrderschütte. rungcn mitgemacht haben, mögen daZ in Abrede stellen; wer aber wirklich der hängntßoolle Erdbeben auZ eigener Er fahrung kennt, und namentlich wer in . Erdbebengegenden zu Hause ist oder : lange Zeit gelebt hat, der wird bestäti,gm daß es ein Sichgewöhnen an d i e : ses Gefühl nicht gibt. Jungen?, eö ist merkwürdig äu sierte eines Tages Oberst' Bailey Deyton. welcher eine Zeit lang amerika irischer Gesandter in Chile gewesen war, zu einer Gescklschast von Freunden aber wir können uns mit allen anderen Gesühren eher vertraut machen, als mit der eines Erdstoßes. Ich habe Kugeln . pfeifen und Kanonen donnern hören, und mein Herz ist mir nie in die Schuhe gefalken, aber in Chile bin ich wahr ! haftia. zu? Memme geworden. Man wiro durch wiederholte Erfahrung mit dem Erdbeben, sobald man es in jeimr vollen Furchtbarkeit kennen aelernt hat, nicht nur nicht gewöhnt daran, sondern noch empfindlicher dagegen, sodaß man auch bei harmlosen Wiederholungen sofort die Courage verlier i. AlZ ich erst wenige Tage in Santiago war und gerade in einem der bedeutend sten Läden stand, rannten plötzlich zu - meinem größten Erstaunen der Bester und etwa 20 Eommis gleichzeitg 'in größter Hast nach der Thüre und auf die Straße. Als sie nach einigen Minuten langsam zurückkamen, erlaubte ich mir die Frage, was denn eigentlich los gewesen sei. Haben Sie es denn nicht' gefühlt, die Erderfchütterung?" erwiderten sie. Ich hatte kaum eine lichcre Andeutung davon gespürt und , Dar sehr gleichgiltig dagegen geblieben. R nri darnach sah ich ein ähnliches Schauspiel, als ich dem diplomatischen RorpS in Santiago ein Festessen gab. ... .Das find die grohten Hasenfüße, die mr noch je vorgekommen sind." sagte ch zu mir selbst, aber Jungens. als - ich drei Monate im Lande war, da rannte ich mit jedem dieser Hasenfüße im die Wette davon, wenn cö von unien herauf zu rumpeln begann. Und Die vielen Anderen ist cZ nicht besser 'rgaugen! White Caps" oderWhit,. eapö"? Die Namen haben, ebenso wie die Bücher, ihre Schicksale, und der UrsprÄtg so manchen Namens, welcher in der Neuzeit in Aller Munde ist. hat sich bereits im Nebel der Vergangenheit verloren oder verwischt. Beinahe wäre kS auch mit dem Namen, jener Vehmge j'ellschaften so gegangen, welche mehr, all alle ähnlichen, mährend der letzten Jahre in unserem Lande von sich reden gemacht haben. Zum Glück ist in der Person von Hiranr Berry in New York ein GeschichtSsorsch.r" aufgetaucht, welcher uns Folgendes mitzutheilen hat: Bisher haben die Meisten den obigen Namen von der Farbe der Mützen oder Tschakos abgeteilet, welche die Regu , latoreu in Jnöiana tragen, wenn sie ihre 'Unthaten vollbringen; aber diese Aunaüuua ist ebenso falsch, wie sie weitverbreitet ist (obwohl vielleicht ge rade sie es war, die jene Vehmbrüder bewog, weiße Spiwnützen als OrdensZeichen cinzliführen.) Der Ausdruck ist überhaupt nicht m Amerika entstandet, sondern in der vielqenannten irländi scheu Grafschaft Kcrry, und zwar schon vor beinahe emem Jahrhundert. Ta mals war Irland noch viel bevölkerter, als heutzutage, wo sich fast das halbe Volk in anlerikamlche Politiker. PoUzl' sten und PlumberS verwandelt hat, und in uctxii icoic eme groe uns nniiB reiche Familie Namens Whitec ap. deren Einfluß auch durch die britische Herrschaft dazumal wenig gestört wurde. Diese Familie und rhre t$t folgschast pslegte, so oft emer der 'Nach barn unmoralisch lebte oder sich irgend &e anstößig machte, ihn oder sie des NachtS zu besuchen und mit der na: schwänzigen Katze- gottsträflich durchzu. hauen, als ZJarnung für Andere und für die Gezüchteten selbst. Nach und nach bildete sich auch in andere Theilen Irlands solche GehmgeseUschaften. und sie alle wurden, nach jener ersten be nannt; man schrieb' indeß den Namen - stets hitecaps" nnd nicht, wie später n Amerika. .Whüe EapS". t isxttxu mw Ein Buch, daS iuteressiren wird durch 1 die Person der Vcrfan.erin wie durch den Inhalt, ist inBerlincrschlcnen. schwer ,, krank kam vor längerer Zeit Frau 1 F. v. Raconntza-Schcwitsch nach Berlin, ihre Freunde und Verehrer glaubten, 'rnstc Beiürchtungen hegen zn miisscn. ' und setzt schickt sich diese merkwürdige . 9 :, fjrait an, ein neues vuru zu puvttziren. Ererb!eS Blut heißt ein zweibändiger Roman von Helene von Racowiha, der bei Hugo Steiniß, Berlin, erschienen ,st Di? Verfasserin von Meine Be nebuuaeu zu Ferdinand Lasiale" und ..Gräfiu Vera"., tritt in diesem Werke ai eines der tiefsten socialen Probleme der S.'euzkit heran. Die Wirkung des Er erbten, des Unbewußten auf die Schick sale deS cin;elnen Menzchen will ' sie nackzweiten. den Antheil iaen. der diefem Element., im Eonflicte mit dcm ' . . "':.". . . willen, mit den äuvcren edensoeryätt. nisien und Grunds' ?7x der Bilduna
es EharacterS und der 'Ittdividuattlal zufällt. Tiefer Leitgedanke wird an der Hand a vielbewegten LebenSfchickfale der seiden Heldinnen des RomanI. Marje :nd Tamara Ä)!utter und Tochter ia her ausgeführt. Die Eine, die im eheliche Tochter des eisernen, despoten Kaisers Nicolaus I. von Rußland und einer frivolen, genußsüchtigen russischen Aristokratin mit all' den widerstreben sen Trieben, Leidenschaften und Ehacakterzügen der Eltern ausgestattet; die Andereauch ein Kind der Liebe von früher Kindheit belastet von dem Fluche ihrer Geburt und ihrer socialen Stel lung. und allmählich, mühsam, durch tiefes Leid und heiße Leidenschaft sich emporarbeitend zur lichten Höhe grifft ger. wissenschaftlicher Thätigkeit, als weiblicher Arzt in Amerika; diese bei-
den. mit vubt und dramatischer Kraft gezeichneten Hauptgctaltcn des Romans hen im Mlttelpuntte einer bewegten Handlung, die zu einer Reihe färben cher Ander ans dem socialen Leben der verschiedensten GezelllchattIttas en ZuropaS und Amerikas Gelegenheit ge Vn soll. General resserS Laufbahn. Nach der Ermordung deS vorletzten Petersburger Polizeichefs Sudejkin durch den Nihilisten TegaZeff so chreibt man aus eingeweihten", d. h. wohl nihilistischen Kreisen der N. Volkszeitung- kam der kürzlich unter so rathselhasten Umständen verstorbene General Gresser auf die Bühne, nach dem ihn der damalige Polizeiminister Graf Tolstoi dem Zaren als geeignet sten Nachfolger Sudejkins empfohlen hatte. Bis dahin war Gresser eine unbekannte Persönlichkeit gewesen. Früher als Gouverneur von Pultawa hatte er sich nur als Lebemann und als LiedHaber galanter Abenteuer einen Namen gemacht. Später als Gouverneur von Charkow hatte er sich zur Zeit Loris MelikoffS als Polizist gegenüber den tudenten hervorgethan. Die ofsiciellen Kreise rühmten ihm nach, daß er in aller Stille mit den politisch Verdächtigen ein Ende gemacht habe, ohne daß die öffentliche Meinung viel davon er fuhr. Gressers Politik dem Zaren ge genüber bestand darin, daß er diezem einredete, die ganze revolutionäre Be wegung in Rußland sei von den Juden angestiftet, und die Russen würden nur als Werkzeuge derselben bcnut. Es werde im rechtaläubiacn" Rußland eine Revolutionäre aeben, wenn man nur mit den Juden fertig werde. In Verfolgung dieser Politik wurden alle Studenten'demonstrationen der nächsten Zeit als von jüdischer Seite ausgehend bezeichnet, und die Juden unter den verhafteten Studenten als ..Führer" genannt, und als solche bestraft, fodazz von den Petersburger Hochschulen bei nahe alle Juden verschwanden. Greiser war der Urheber jener Maßregel, durch welche alle Juden aus Petersburg vertrieben wurden und er handelte in Aussührung derselben mit der größten Brutalität. Gresser war eS, der anordnete, daß politische Gefan gene o lange als möglich in Untersuchunashaft nehalten wurden, so dan dieselbe bis zu drei und vier Jahren ausgedehnt wurde. Er war es. auf dessen Anrathen die bisher übliche admi' nistratlve Verbannung erfekt wurde durch administrative Einzelhaft aller politilch Verdächtigen; ein Verfahren, das gewöhnlich mit dem Wahnsinn und der Schwindsucht der Betrosfeuen endigte. Gresser ioar es, der die Jnstitution der Dworniks (der Hauspor tiers) derart ausdehnte und umänderte, daß jeder Dwornik in Petersburg ein Potizeispion wurde, der jede Bewegung der Jnsasjen des ihm zugewiesenen Haufes zu bewachen und darüber an die Polizei zu berichten hatte. Das war aber nicht alles. Gres er dehnte die bisher schon übliche Tortur gegen politische Gefangene weiter aus, und Zteute die WiNenschast in ihre Dienste. Ein berühmter Ehemiker und Vrofenor der Universität Namens Trapp leistete ,hm dabei hilfreiche Hand. Schon bei dem Attentate Solowien hatte Trapp dadurch, daß er denselben chemlich'lnedicmilchen Torturen unter warf. Geständnisse und Namen von ihm erpreßt. Diese Art von Joltcr wurde unter Greer in ein System gebracht und bedeutend ausgedehnt. Unter Lei tuna von Trapp wurden bei den politi schen Gefangenen aus künstlichen! Wege leberDel,rien erzeugt, damit siegin ihrer Bewußtlosigkeit verriethen, was sie etwa an Geheimnissen zn verbergen hatten. Durch künstliche Nervenzerrnt ttlng, herbeigeführt auf medicinischem Wege, schwächten diese moderneu Tor luemadas ihre Opfer derart, daß sie ihnen keinen Widerstand entaeaenzu fecn vermochten und verrietheu. was te etwa zu verrathen hatten. Gemisch von Katzenkammer und Selbstbewußtsein. Es hat sich schon wieder ein Um fchwung auf einem wesentlichen Gebiete studentischer Bitten vollzogen, bemerk ten die Burschenschaftltchen Blätter Deutschlands in einer witzigen Be trachtung über den Couleurgigerl-, man nimmt schon wieder die Mütze an ders ab. So groß nun auch der Ge gensatz zwilchen den Korps und den anderen Couleuren- ist in der äußeren Form folgen diese jenen doch ohne Weiteres, Aber freilich, wenn die Couleuren- glücklich den neuesten Tric des Korps krannen und erfaß und in sich einverleibt haben, dann lfl dieser für die Korps zumeist schon wie der Schnee vom vorigen Jahre. Das ist die Tragik der Unselbststän dlgleit, die es dahin bringen kann, daß ein bunlbemützker Vereul strebsamer Theologen noch immer die Mütze am Schilde vom Haupt (dem viel zu man anhakt liriurteu!) herunterzieht, wah rend der Korpsstudent sie bereits an jenem Theile der Peripherie ersaßt, der dem Hinterkopfe am nächsten ist um sie dann in einer Bahn, Nicht unähnlich i der d.'r Ellipse, langsam vor und rück . i . . .11 i . . , . . . waris rreiien zu iatn. ,Die. Nineilen dieser Menkurtt
wird natürlich ein Rtchtscorpsstudent niemals begreifen. Das Höchste, was er erreichen kann: das Princip zn ah nen. Wie man in Tempo. Schwung und Ausdehnung der Kiirwnbah gemessene Ächtuug. Hochachtung und schließlich ritterliche Zuneigung awh drückt, das bleibt ihm stets ein Buch mit
sieben Siegeln. Der augenblickliche tand dr corpsstudentlichen Mützen löflichkeit ist aber in München jetzt sol gender: Man ergreift die Miitze. welche durchweg etwas Faltiges. Eingeknicktes. Dekadentes. Fin de Siecle"iges hat, vorn oben (ich bitte um Gotteswillen: licht am Schilde!), etwa in der Rm ung einer senkrechten zur Nasenspitze. znd beschreibt mit ihr von rechts nach lnks. indem man die Hand nicht mit nach unten führt, einen legeren Halb reis. Der Grundcharaktcr dieses ÄrußeS ist ein Gemisch aus Katzenjam nzer uud Selbstbewußtfein. ES gehört n ihm. für den seittsühllgen Harmonie er des Geschmackes, in der Linken der bekannte etwa mannsarmstarke nalur indige Knüppel, den man wie eine inerträgliche Bürd schleppen muß, und in Ucberrock von sackartigem, durchaus en Begriff der Taille mißachtendem schnitt. Die Hole natürlich breit, chl otterig. der Kragen hoch, die Schuhe niedrig; wer in seiner Augengegend glücklich genug gebaut ist. um ein ty?o nocle emschnippen zu können, soll diese Naturgabe auszunützen nicht verabsäu -nen. Vorn Jnlande. $n plöklicher Todesfall kommt unter Frauen zwischen je achl Fällen unter Männern vor. Ein qeistesabwefendkl Barbier legte einem Kunden, der rasirt sein wollte, nne Morgenzeitung um sein Kinn uud reichte ihm ein Handtuch zum Lesen. Die von E h e m i k e r n d e Staats-Ackerbauschule in Iowa vorgc nommene Analysirung der in jenem wtaate gebauten Zuckerrübeu haben 14.41 Procent Zuckerston. ergeben, was nicht oft in den besten Zuckerrüben Industrien- Europas der Fall ist. Die Eingeborenen vot. Vera Eruz machen ein großes Geschäft ln Feuerfliegen, welche sie fangen, m dem sie am Ende eines Stockes ein. leuchtende Kohle hin und her schwin gen. Lie nselten fnegen nacy dem Lichte und werden in Netzen gefangen. Präsident Harrison wird während der Dauer der republikanischen Nationalconvcntion telegraphische Ver bindung zwischen dem Weißen Haüse und Minneapolis, Minn., haben, so daß er zwei Minuten nach der Nomina tion das Resultat erfahren kann. Frau Homer R. Baldwin. welche am Weihnachtsabend bei dem furchtbaren Eisenbahnunglück auf der New Pork Eentralbahn in der Nahe von Hastliigs so schrecklich verletzt wurde, ist dem Tode entrissen und am Leben erhalten worden. Sie hat bekanntlich neben einer schweren Schädel verlekunq ihr 7lugenlkcht und ihre beiden Hände verloren. Der l ü n g st e B a h n z u g. w e h cher in diesem Lande jemals von einer einzigen Locomotive gezogen wurde, be stand uns zweihundertundfünfzig lee ren Güterwagen, welche dieser Tage auf der Reading-Bahu transportlrt wur oen. Dieser Zug war ein und eine vier tel Meile lang. Präsident H a r r i f o n v?rlicr, nicht leicht die Geduld in Staatsangelegeuheiten. Als aber kürzlich Hajan Ben Ali. der Weltausstellungskommissär von Marokko, in einer Unterreduug mit ihm in echt orientalischem tm ad iolut kein Ende finden konnte und sitzen blieb, bis der Präsident das Zimmer omte&, va war lym oer eoulossaoen doch ausgegangen. Stints sind massenhaft in einigen Flüuen im Siaate Washington zu finden und Taulende von Pfunden werden herausgefischt. Fischer stehen am User der Flusse und schöpfen in we nigen Minuten mlt einem kleinm Schuppennetz mehr dieser klein: Fische heraus, als sie fortschleppen können. Große Quantitäten davon werden in verschiedener Weise eingepökelt, aber srisch sind sie Glst auf dem Markte. In der pennsylvanischen lutherischen Couferenz fand eine erregte Debatte über die Frage statt, ob ein Sonntagsschullehrer, ohne in Conflikt mit seinem Gewissen zu kommen, Kar ten, Billard oder Bau spielen könne. Pastor I. E. Kunzman von Pittsburg argumentirte mit großer Wirkung, daß selbst ein Sonntagsschulmeister kein Un recht begehe, wenn er sich solchen Er holungen hingiebt, vorausgesetzt daß er nicht spielt, um Geld zn gewinnen. S t a a t s m i n i st e r B l a i n e s jüngste Tochter Hattie wird nun auch bald unter die Haube kommen. Sie heirüthet den zur Zeit in Washington weilenden Gesandten der Ver. Staaten in Pcrsien, Truxton Beale. Dieser is der Sohn des Generals E. F. Veal; von Ealisornien. welcher unter Präsi dent Grant Gesandter in Australien war, und ein Enkel des verstorbenen Eommodore Trurton von der Bundes marine. Er wird nach feiner Ver. mahlung auf seinen Posten in Persien zurückkehren, aber nicht allein. Die Verlobung des Paares ist vor einem Jahre angekündigt worden, als Beale tur seinen jetzigen diplomatischen Po sten ernannt wurde. Aus Ellenwood, Britisch. Eolumbla, wird eine Geschichte erzählt welche den Stoff zu einem interessanten Eriminalroman abgeben könnte und theilweife an die jüngsten Deeming'schen Mordlensationcn erinnert. Allen Hart ley, der jetzt beinahe 70 Jahre alt ist. zwei Termine hindurch in Ellenwood als Mayor amtirte, ein" bedeutendes Vermögen zusammenrastte und sich vor vier Jahren zum zweiten Mal vcrhei rathete, als scheußlicher Gattinmör der entlarvt! Vor fast eineMi halben Jahrhundert heirathete AUenHartley in Oswego. im Staate New7)ork, die an erkaunt schönste junge Dame deS Stadt chens., Eines TaqeS im wunder schönen Monat Mai" erklärte er sei nen Freunden, daß er mit seiner Gattii im Westen sein Elück luökn wolle. , Die
Beiden verschwanden auch, der Vitt mand hatte sie abreisen sehen. Man munkelte böse Dinge, hatte aber keinen bestimmten Anhaltspunkt. Lange darnach, als daZ HauS umgebaut werden sollte, fand man in Cement eingemauert, gerade wie bei Dceming's
Opfern, die verstüminelte Leiche der Frau Hartley. Ungeheuer war die Aufregung darüber. Ein Neffe Hart" lkiS. und ehemaliger ersoigloier An be er der Frau, schwur, den Morder auf zutreiben, und wenn eS sein Vermögen und die ganze Lebenszeit koste, er hat jetzt endlich sein Wild erjagt! Geheimpolizist W. E. Gardner in New )ork, der kürzlich wegen einer Verbindung mit den Parkhurftchen Skandalen als Detectiv der ..Geellscha'st zur Verhütung von Vcrbrccheil" von sich reden machte, hat an dem abei erlaiigten Ruhme" noch nicht zenug gehabt. Er hat sich zetzt aber mals ans billige Weise zum Stadtge präch gemacht, indem er nch in dem hohlen Kopfe der Jrciheitsgöttin auf Bedloes Island trauen lien. Von New tyoxt wird darüber berichtet: Iniierhalb der letzten Tage verlobte sich Garduer mit Frl. Floren Col lins, einem hübschen. 18jährigen Mäd chen. bei deren Eltern er in No. 207 West 18. Straße logirte nnd deren Fa Milie er Zeit nahezu fünf Jahren kannte. und theilte ihr sofort seinen Plan mit. Veln? Braut ging aus seinen Vor schlag, sich an jenem für eine solche Ceremonie etwas ungewöhnlichen Orte trauen zu lassen, heroisch ein. Es wurde beschlossen, daß nur die Eltern der Vrant, nno der Advokat Stephan V. Branqe der Trauung als Zeugen beiwohnen sollten. Als Geistlicher suugirte Dr. Claflin. der Pastor der in Fornzth wir. benndtichen Presbyterianerkirche. Um Nhr erreichten die beiden Kutschen mit Gardner und feinen Begleiter die Bärge Ossice undsuhren hinüber nach Bedloes Island. Dann kletterte man Mit Ach und Krach, mit Aechzen und Stöhnen, die schmale und hohe Treppe hinaus und als man sich oben im Kopse der Statue verschnaust hatte, wurde gewissenhaft die Trau ung der hübschen Brünette mit dem De tectiv in aller Form Rechtens vorae. nommen, worauf man den Heimweg naäi New Mrl antrat. Hin repudlltanlkwer Beteran aus dem Bürgerkriege, der mit Quay von Pennsylvanien unter einem Eommando gedient hat. behauptet, daß Quay im Ganzen nur sechs Tage im Felde gedient hat. Für seine öffent. liche Dienste während der letzten dreißig Jahre hat Quay $500,000 erhalten. E ine Fr au. die i n C onc ord. N. C... wohnt, träumte in einer Nacht, ihr Mann sei von einer Cirkelsäge mit. ten durchschnitten worden. Am darauffolgenden Tage wurde ihr Traum zu' Wahrheit. Stählerne Särge für die Leichen von Personen, welche plötzlich auf Seereisen sterben, werden jetzt vo? vielen transatlantischen Schissen an Bord aeführt. Die Leichname werden darin hermetisch verschlossen mm m Vom Auslande. Ueber die Unruhen in Lodz verlauten folgende Details: Die Arbeitseinstellung begann am 2. Mai in acht, am 3. in drei, am 4. in zwölf Fabriken. Die Sinkenden versammelten sich in den Fabrikshöfen und ver langten lärmend Lohnerhöhung und bewarfen einen erschienenen Polizisten mit Ziegelstücken. Am 5. d. betrug die Zahl der strikenden Arbeiter 30.000. An diesem Tage begannen Nachmittags Schlägereien zwischen Strikenden und Nichtstrilcnden. Um 8 Uhr Abends seud.te General Nikitin über Verlangen des Polizeimeisters zwei Compagnien Soldaten, dann ein Bataillon zur Her stellung der Ruhe und Ordnung. Am (3. d. telegraphirte der Gouverneur nach Warschau, daß die Ermahnungen nichts gefruchtet haben und daß mit Rücksicht aus die allgemeine Arbeitseinstellung in der Stadt 'und mit Rücksicht auf die Massenanfammlungen der Arbeiter Mi litür requirirt wurde. Einzelne Abtheil ungen der Arbeiter, hieß es weiter in diesem Telegramme, begehen Gewalt thätigkeiten. demolirten die Gasthäuser und plünderten die Juden, die sie bei dieser Gelegenheit mißhandelten. Beim Herannahen des Militärs zerstreute sich die Menge. Es wurden über 50 Personen verhaftet. Die Menge versuchte die Verhafteten gewaltsam zu befreien, das Militär mußte Feuer geben. Drei Perfcn.'n wurden verwundet, ein Unter osficicr wurde leicht am Kopfe durch ei nen Stein verletzt. Ueber Befehl des General Gouverneurs Gurko ergriff Oberst Boltin energische Maßregeln zur Herstellung der Ordnung. Da dreizehn Compagnien nicht ausreichten wurde Kavallerie entsendet. AusBrandenburg meldet man: Im Geschäftsbetriebe desLombarkontors der Aeichsbank ist ein Manko von 50.000 M. entdeckt worden. Am fänglich glaubte man dasselbe auf grobe Nachlässigkeit zurückführen zu können, nach den bisherigen Ermitte lnngen stellt es sich jedoch als schwere Unt'erfchlagttng heraus. Der im Schuldverdacht stehende Beamte, der Kalkulator Schulz, zu dessen Obliegen heit auch die Vertretung des Vorstehers gehörte, ist verhastct. Er bestreitet zu nächst noch jede Schuld, gilt aber nach Anschauung der Jachkreise als überführt. Drei Knaben. Namens Spremberg. Paul Kriegler und Reus. hatten zwischen Johannisthal und Treplow aus einem Sumpf, in welchem Schilfrohr stand, eine solche Staude herausgezogen, welche sie für ..Kalmus" hielten und darum 'die Wurzel genosscn. Wahrscheinlich hat an dem Pflanzentnollen irgend welches Gift gehästet, denn Spremberg und Kriege ler sind bald nach dem Genuß erkrankt und unter allen Anzeichen einer Ver giftung gestorben. Der dritte Knabe hat die Wurzel, weil sie ihm zu bitter schmeckte, wieder ausgespleen De seiner Zeit wiederholt genannte ehema lige Rechtsanwalt Viola ersuchte von einem hiesigen , Hotel aus durch den Fernsprecher die Kriminalpolizei, seine Verhaftung wegen einer angeblich von ihm versuchten Erpressung vorzuneh rai. .Er wurl-f itvm Wunfie ent
sprechend sitfiit, scheint aber geistig ge stört zu sein uud wird in Folge dessen 1 auf seine Zurechnungsfähigkeit hin beobachtet. Bei dem wegen großartiger Schwindeleien in Untersuchungshaft be. findlichcn Commerzienrath Anton Wolfs ist ein derartiger Verfall der Kräfte ein getreten, daß die Vernehmung in jüngster Zeit nicht fortgesetzt werden konnte, und die Möglichkeit nicht ausgeschlossen erscheint, daß der Verhaftete durch den Tod seinem irdischen Richter entzogen wird. Man schreibt aus Svdney in Australien: Eine interessante Reliquie ist hier an's Tageslicht gezo. gen worden, nämlich ein Rock nebst Weste, welche einst Gustav Was (149 bis 1500) gehört haben sollen. Beide Kleidungsstücke siud aus Seide und verhältnißmäßig noch wohlcihalten Das Gewebe ist sammctartig und zeigt ein sehr kleines. Bienenzellcn ähnliches Muster. Die Farbe des Grnndgciocbes ist krapproth, wogegen die Nngcschnitleite Decke nur ciue in's Röthliche spielende Tcrrakottasärbung rrkennen läßt. Beide. Rock und Weste, sind rcichverziert mit schönen Seidenstickereien in .. . 4 n tw
Gestatt von Viumenmuiicrn, vercn'otive an das Edelweiß erinnern. Ungemein sauber ist dabei auch die Cchatti rung der einzelnen Blätter ausgcsührt. Quer durch das Blumenmuster läuft ein aus kordonnirter Seide herge stclltes apfelgrünes Band, welches seinerseits wieder von einem ziemlich starken Netzgcwebe in Applique bedeckt ist. Der Sage nach soll die Stickerei zum Theil von Gustav Wasa's Tochter herrMen und von ihr nach Anweisung einer jener Lehrer deS Kunstgewerbcs. wie sie der König verschiedentlich aus dem Auslande nach Schweden berufen ließ, angefertigt worden sein. Die Weste weist auf der Brustseite vom s)alse bis zum unteren Rande des ge stickten Panniers eine Länge von Wz Zoll englisch aus. Die Rückseite ist bis auf ein etwa 7 Zoll langes Stück (vom Kragen ab gemessen) vollständig offen. Jede -der beiden offenen Seiten besitzt 12 Oefen, an denen noch ein Endchen Schnürsenkel hängt, so daß der königliche Träger des Gewandes durch diesc Schnür'vörrichtung im Stande war. dasselbe nach Belieben zu erweitern oder enger zu machen. Auf welche Weise die Reliquie nach derColorne gelangt ist, darüber kann ich leider keinen Aufschluß geben. Auf jeden Fall will aber ihr Besitzer genügende authentische Beweise für die Echtheit seines Schatzes vorlegen 'önnen. In dem Dorfe Molina bei Salcrno spielte sich eine grausige Tragödie ab. Der Bäcker Jelice Alsieri hatte unlängst ein leichtsinniges Mädchen zur Frau genommen, das ihn schon einen Tag nach der Hochzeit betrog und den kurz vorher abgebrochenen Verkehr mit einem früheren Liebhaber wieder aufnahm. Alsieri jagte seine ungetreue Gattin davon, welche zu ihren Eltern zurückkehrte. Am Abend des 0. Mai drang Alsieri, von Eisersucht geplagt, in dos Haus seines Schwiegcr vaters ein und fragte nach seiner Frau. Als ihm der Schwiegervater bedeutete, er möge am folgenden Tage noch einmal nachfragen, da sich am späten Abend mit einem so aufgeregten Manne nicht gut unterhandeln lasse, zog Alsieri ein Messer und erstach den alten Mann. Hierauf riß er seine Gattin und feine Schwiegermutter aus den Betten, mißhandelte ne in brutaler Weise und er stach sie schließlich mit dem noch vom Blute des Greises rauchenden Meuer. Der Schwager Alneri's. ein junger Buriche von 10 Jahren, wollte ihm nun das Mordinstrument entreiLen. E entstand ein furchtbares Handgemenge, schlievlich stürzte der riesenstarke AI sieri wie ein wilde- Thier auf seinen schwächeren Gegner 'Nd ermordete ihn gleichfalls. Nach oiesen grausigen Thaten stellte sich A;iieri freiwillig dem Gerichte. Ein erschütterndes Dra ma spielte sich in Neapel ab. Del Staatsanwalt am Gericht von Nieti. Graf Battista Milano, litt seit einige. Zeit an einer hochgradigen Nervosität. welche, da der Gras fortgesetzt anarchi stische Drohbriefe erhielt, sich bis zu den Symptomen des Versolgungswahw sinns steigerte. Der Graf, welcher ir. Begleitung eines Reisemarschalls crnl Rom nach Neapel gekommen war. um seine Eltern zu besuchen, war am Tagl seiner Ankunft in Neapel noch wohl unh heiter. Plötzlich jedoch, in der Nacht, weckte er seine Eltern, begann zu rasen. eilte wie ein Besessener durch die Gemä cher der Wohnung, zertrümmerte allt Gegenstände, welche ihm im Wege stan den, stürzte sich schließlich auf ein geöff netes Fenster und wollte eben auf die Straße hinausfpringen, als noch im rechten Augenblick die greisen Eliern den Wahnsinnigen packten und imersten Moment gerettet zu haben schienen. Darauf entspann sich jedoch zwischen Sohn und Eltern ein verzweifeltei Kampf, bis endlich der Rasende , die
Oberhand gewann, sich frei machte Und jäh in die Tiefe vom Fenster au? du Straße sprang. Die dedauernsvcrthen Eltern fielen bei dem schrecklichen Anblick beide in Ohnmacht, und Graf Battista Milano lag mit zerschmettw tem Schädel auf dem ' Straßenpflaster. Ueber einen Todesfall durch Schlangengebiß wird der Kgsb. Attg. Ztg berichtet: An einer der 'letz, ten Tage begab sich der zehnjährig Sohn eines KäthnerZ in die Kaporn'. sche Forst, um Reisig zu sammeln. Hierbei trat er mit dem nur mit Holzschuhen bekleideten Fuß auf eine Kreuzotter welche' ihn sofort in den Fuß biß. Nun herrscht bei dem LandVolke der Aderglaube, daß sich die Schlange nach 'dem Bi sse sofort nach dem nächsten Wassergraben begiebt, um sich ,hier zu stärken und neues Gift zu sammeln, wenn aber der Gebissene einen solchen Wassergräben früher erreicht als das Äeptil. so vertiere das Gift in der Bißwunde die Wirkung und bleib gänzlich unschädlich. Der Knabe erreichte auch in der That früher einen Lassergraden, natürlich ohne daß der erwarte Ersolg eintrat; durch die An strengungen des Fußes beim Laufen schwoll derselbe vielmehr so schnell an, daß der Knabe bei seiner Heimkehr die eutsl'sten Säumen litt. feikU ;r"':.! Sniiifj.ji 1 !i;!llia;:;f '. ' " ' ' ' '.' ' '
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&m 1 - um a i tjr. ai U'mjji A VI ii PpöXi hiSm m rUJ- ü ) Guter Rath. Freundchen ich rathe Dir noch heute Nacht, ehe du zu Bette gehst, eine Dosis Carlsbader Salz zn nehmen, und eine rvcitere Dosis morgen früh wenn du einen klaren Kopf morgen haben willst. es wird dir gut thun. Aber nehme nur das echte natürliche Salz du würdest keinen küust lichcn Wem trinken? Dann mußt du auch kein nachgeahmtes Carlsbader Salz nehmen. Eisner & Mendelson Co.", Agenten und Jmportäre aller Bcineral Wässer, 6 Barclay St., New Jork. nun für die sosortlge ärztliche Hilfe zu sorgen, begann man jetzt mit Haus. Mitteln den Fuß zu behandeln, die natürlich gleichfalls ohne Wirkung blie ben. ?Zach achtzchnstündigem quäl vollen Leiden hauchte der j?nabe sein Leben aus. . In Velilla am Ebro wohnte eine Deutsche Namens Maria Groß, die sechzig Jahre glt war und vom Volke für eine Hexe gehalten wurde. Es hieß, daß von ihren Launen und Gelüsten die gute oder bösartig? Ent' Wickelung von Krankheiten abhängig .sei, daß sie die Zukunst vorhersagen und sich mit den Geistern unterhalten könne. Dieser Volksabcrglaube wurdk der armen deutschen Frau verhängniß. voll. Ein neunzehnjähriger Jüngling, ein gewisser Manuel Tella, war der Ansicht, daß die Krankheit seines Vaters, der schon Jahre lang bettlägerig war. auf die Zaubereien und geheimen Vor schläge der Hex? zurückzuführen fei. An einem der letzten Sonntage nach dem Kirchgange eilte Tella in die Hütte der Maria Groß nnd forderte sie auf, sei nen Vater gesund zu machen. Als die angebliche Hexe erklärte, daß sie nicht im Stande fei, irgend einem Menschen ein Leid zuzufügen, noch ihn von einem solchen zu besreien, zog Tella einen Re volver und schoß auf das unglückliche Weib, das schwer verwundet zusammen brach. Einen zweiten Schuß gab der rasende Jüngling auf den 64jährigen gichtbruchigen Gatten der Zauberin ab. der im Lehnstuhl sitzend. ' der ganzen schrecklichen Scene beigewohnt hatte. Als Tella verhastct werden sollte, nahm das Volk für ihn Partei und suchte ihn zu befreien, was jedoch nicht gelang. Die Erden Garibaldis haben geg:n die italienische Regierung einen Proceß angestrengt, der nicht verfehlen wird, gerechtes ?luffehen zu erre gen. Vor einigen Tagen wurde gemeldet. daß der italienische Fiscus von den Ga ribaldischen Erben die Insel Eaprera um 300,000 Lire käuflich erworben hibe. Die Rechtsnachfolger des bcrühm ten Freischaarenführers hatten sich zu dem Verkauf erst dann verstanden, al ihnen mit dem EnteignungSverfahrcn gedroht wurde, denn der Mariuemini' ster hielt den Erwerb von Eaprera mit Rücksicht auf die RegulirnngSarbeiten am Maddcla.Archipel für durchaus nothwendig. Das Küufgeld, 300,000 Lire, wurde in der Depositen- und Darlchns lasse in Rom hinterlegt. Jetzt behaupten jedoch die Erben Garibaldis, daß sie üdervortheilt worden seien, da die Insel Eaprera einen zweimal so großen Werth besitze. Sie suchen daher den Kau ver trag rückgängig zu machen und haben den Anwalt Pitzolo aus Sassari mit der Vertretung ihrer Interessen betraut. Der Rechtsstreit wird voe dem Gericht in Tempio zur Verhandlung gelangen, zu dessen Gerichtsbarkeit Eaprera gehört. A u s Am ster,da m w i rd d e r Köln. Ztg." geschrieben, es gehe ans dem Familienregister der Gemeinde Hccrlen (Limburg) hervor, daß schon der llr' und der Ur-Urgroßvater Rava chols an genanntem Platze ansässig wa ren, sodaß also trok des deutschen Namens Königstein und die niederländische Abstammung des Dynamitmannes mehr als geügeud belviesen ist. Aus diesem Register geht aber noch weiter hervor. daß der Ur-lirgroßvater Ravachols der Pächter einer der Domänen des Grafen V. Unsel und zugleich mit seinem Sohne ein wirkendes Mitglied der berüchtigten Vokkenrijdcrs", einer in größcrem Ätil elnaerichtetenTttbes und Räuber bände in der Mitte und gegen das Ende des vorigen Jahrhunderis, gewelen ist, wählend beide auf Befehl des Drosten auf der Heide bei Hcerle gehängt mit den. Als in den letzten Wochen dai frühere Tetcntionshaus in Amsterdam zeraumt wurde, fand man auch den Galgen, an dem die beiden Körngstein gestorben sind. Henry Rochefort, der nch, ach so gern seinen Landsleulen wie der ins Gedächtniß rufen möchte, erklärt in seinem Blatte, dem Jntransigeant": Mehrere Zeitungen, darunter einige, die keine anderen Informationen haben, als die von ihnen selbst erfundenen, melden, ich gedachte London zu verlassen und ! nach der Schweiz überzusiedeln. Ich werde aber in London bleiben und dies aus verschiedenen Gründen: Erst lich befinde ich mich da wol; zweitens kann ich nicht nach der Schweiz reisen, ohne durch Frankreich zu fahren, w. ich sogleich festgenommen, würde, oder durch Elsaß Lothringen, wo ich der französischen Polizei infolge eines Aug. tieserunqs-BegchrenS überzebLn würde, welches Eonstans. dem die, Deutschen, seine guten Freunde, nichts vnWZMn konnten ' und können, schon vor langer fteit für alle Fülle einsandte." ; , Verlangt Mucho's Best Havanna Cigars." :Vcf ' l $30001 A TEA IS I J I nnd.rl.ke 0 fcritfty :e.ch im InjrlT iiitelhct ! iwrxntos itttcr i, Im c rnd end rlte,.id ho, aftf lo.truc tion, will work inihiktriootl?, In to Mm TMM Tfc.i m Unllua . Terln thrtrm hxtiiiM.wbrrrf tbcr llr.l will .UorurnH th. siUtatiMrmktoaMit Uidb yon cratitMnaa.t Ko tmtmt sir tut malr tKxrsat M fttMr. tMüjni quick j hrnl. 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Eisenöähn-Tabelle
Akckunft und Abgang der verfchiedenm Eisen bahnzüze im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug .... 7 ....11 ....12 .... 4 ....7 ....11 .... 3 .... 4 ....10 .... 2 .... 5 30 Srn 50 m 55 Nm OONm 00 Nm ttlÜttn 20 Nm IS Vm 0Vm 50 Vm 20 Bm expreß Expreß Aceomodation Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodatton.... .... Expreß Schnellzug Accomadation 7 45 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und Ct. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 6S0Vm Expreß 9S5Vm Expreß ....11 45 $m Linnted Expreß 3 20 51m Expreß 645Nm Ankunft Expreß . . 7 0033m Expreß ...11 10 Dm Limited Expreß 11 55 Vm Expreß 5 OONm Expreß 1050 Nm Et. Louis Division. Abaans Ervrek 7 30Bm Limited Expreß. 12 05 Nm Expreß 5 20Nm Expreß, täglich 10 00 Nm Ankunft Erpreß täglich 3 25 Bm Expreß S 25 Vm Limited Expreß 4 45 Vm Expreß k20Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 45 Vm Accomodatton täglich 7 05 Sm Accomodation w 57, Vm Postzug 2 55 Nm Accoinvd. (nur Sonntags). 5 30Nm Aceomodation 7 OONm Ankunft Rushmlle Accomodation.10 30 Vm Postzug N SO Vm Jttd'plö Acc. (nur Sonnt.). 12 30 3!m Accomodation KOSNm Accomodatton 11 15 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Ab aana Accomodation 7 10 Vm Schnell'Post 12 01 Nm Lafayette Accomadation. ... 5 28 Nm Schnellzug 12 30Vm Ankunft Schnellma 3 30Vm Lafayette Accomodation . . .10 45 Vm SÄnellvost 2 45 Nm Aecomodstion 21 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 8 00Vm Erpreß 12 06Nm Danville Accomodation .... 5 10 Nm Expreß I125Nm Ankunft Expreß 3 25 Sin Danville Accomodation 10 35 Vm Expreß 2 50 Nm Expreß K55Nm Peoria Division östlich. Abgang Erpreß . . 4 50Vm Accomodation Expreß 3 05Nm Ankunft Expreß 11 57 Sm Accomodatton 00 Vm . Expreß 11 15 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 15 Vm Erpreß 1 20 Nm Erpreß 7 OONm Scknell-ErvreK 11 10 Nm Ankunft Schnell.ErvreK 3 20 Am Expreß 1030Lm Expreß 2 50Nm Expreß , S 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis Diviston, Abgang Expreß 4 45 Vm Columbus Accoinodation.. . S M Vm Expreß 3 OONm Richmond Accomodatton. . . 4 00 Nm Expreß 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation S OO Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß 12 45 Nm Accomodation 3 45 Nm Expreß 6 50Nm Expreß 9 00Nra Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß. Ervreß . . . .1120 Vm H 1 K Sm Ankunft-Erpreß 3 30Vm . W M Erpreß 3 55 Nm Louisville Division. Abgang Expreß Louisville Accomodation... Schnellzug Accomodation 3 40 Vm 8 00BM 4 OONm 4 3J Nm Ankmist Accomodation 10 25 Vm Schnellzua 11 10 Vm Accomodation 600 Nm Spezial täglich lOßONrn Cincinnati, Hamilto und Sndiana polis. AbgangExpreß 345Vm Cincinnati Accomodotisn . . 10 57 Vm Expre Erpre 256 Nm 4 25Nm Erpreß . . 20 Nm Ankunft Accomodation 9 20 Vm Expreß 1125VM Expreß 7 45 Nm Expreß 10 55 Nm Erpreß ....12 35 Vm Indianapolis und BincenneS. Abgang Expreß 800 85m BincenneS Accomodation.. . 4v5Rm Ankunft Vincennes Accomodattonw 55 Rm Expreß S15Rm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß M Dm Expreß 1 OVm Expreß..... 7 VON Ankunft Expreß 10S0Vm Expreß 2 40Nm Expreß... 10 55Nm Indianapolis, Decatur und Weftern. Abgang Expreß 8 30 Vm Accomodation.. 4 20Nm . Echnell-Expreß. 11 OONm Ankunft Schnell Expreß . ....... 3 30 Vm Accomodatton 10 10 Vm . Expreß............ 4 45Bm Louisville, New Albany und Chicago Abgang Expreß . .......... ....12 40 Vm -". Expreß .......... ......ll 35 Vm Monon Accomodation 620 9cm Ankunft Expreß .. 3 25 m Monon Äccomodatüm ..... 10 40 Vm .Expreß 3 20 Km 6a llul ftHinhtnWnntlik worti f..r u, by Amum Auttim. Tnni, aHl Ji. Hon, TvtHu, VMm. : cl. UtlMWtSlwduiimMMiiL WfejP I jrwf ,, in rv oth. Tw r.M de tk. wotk mc4 . fbuicn w tmlj nnlif tnm l M litt di. Ai fr. W il t bW w4 mburt jron. . rerk in tarn awtm r mü tttr im. Hl tmomiy War markt koni. lumir vom ra. twva k m. riu ntaowi mmtmg im, N EW d w drfuL fmlniUn frM.
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