Indiana Tribüne, Volume 15, Number 251, Indianapolis, Marion County, 28 May 1892 — Page 1
o O rO faO O I 00 A kV I A 0 . ikl ' "1 s. ," "fA .Nütf S8 s 3. . .. ßrf M Hv V l UA U W ä W . ,XW ?AVV Office : No. 130 Oft Maryland Straße. Jahrgang Z iZ. No. SW Indianapolis, Zndiana,. Hmnstag, den 28. Mai 1892
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l o l Editorielles. Ein Prediger in New Zork, ein Reverend' Rainsford, hat einen Vorschlag zur Bekämpfung der Trunksucht gemacht, der, wenn man bedenkt, dap eS der Vorschlag eines Predigers ist, allerdings überraschen muß. Nach seiner Ansicht sollten die Kirchen gleich, sam mit dem Saloon in Concurrenz treten und in ihren Rebenraumlichkeitcn und andern bestimmten Plasten in dichtbesiedelten Stadttheilen Zimmer einrichten, in welchen die Besucher nicht nur Unterhaltung und Lektüre finden würden, sondern in welchen ihnen auch auf Verlangen Bier, resp. Wein derabreicht würde. Er glaubt, daß auö den Einkünften durch den Verkauf der Setranke sehr leicht die Kosten zur Un erhaltung der Lesezimmer gedeckt werden könnten. Natürlich würde in solchen Plätzen auch auf das Strengste darauf gesehen werden, daß sich Nie mand betrinkt, so daß diese KirchenVerkaufsstellen von leichten geistigen Getränken zu angenehmen, anziehenden Aufenthaltsorten für Jedermann würden, besonders für diejenigen Schichten der Bevölkerung, welche ihre Zeit fönst an der Bar" zu verbringen pflegen. Ja der Prediger Reinsford geht sogar so weit, zu erklären, daß diese Plätze auch am Sonntag zu bestimmten Stunden" offen fein sollten. Es giebt, wie eS scheint, denn doch noch Wunder auf Erden. Ein amerikanischer Geistlicher, der den AuSschank eichterer Getränke von Seiten der Kirche zur Verdrängung de5 Schnapses empsiehtt und damit den Wirthschaften Konkurrenz machen will, ist ein Wunder. Allen Respekt vor der Eourage des Mannes. ODie Volkspartei hatte gestern ihre Convention und nahm eine Platform an, welche ein merkwürdiges Gemisch von fortschrittlichen und rückschrittlichen Ideen ist. Die Leute mei nt es offenbar gut und wollen den Fortschritt, aber sie sind noch nicht so weit, genau die Ursachen ihrer derzweifelten Lage zu verstehen. In der Einleitung erklären sie die Mittelklasse als das Bollwerk bürgerlicher Freiheit, und deshalb wollen sie dieselbe schühenZ Abgesehen davon, daß das historisch nicht richtig ist, muß eine wahre Reformbewegung darauf gerichtet sein, die Klassen abzuschaffen, nicht sie zu schuhen. Daß die Partei in den Irrthum verfällt, die Silberprägung zu empfehlen, das ist zwar bedauerlich, aber bei dem Mangel an Verständniß für die Wirth schaftlichen Zusammenhange, bei dem Farmer sehr begreiflich. Bei diesem UnVerständniß sieht er die Wirkung für die Ursache an, und weil es ihm stets an Geld fehlt, verlangt er eine große Vermehrung der Eeldzirkulation,- vor aussehend, daß dieses Geld den Weg in seine Taschen sinden wird, und nicht bedenkend, daß es wahrscheinlich in dieselben Kanäle fließen wird, in welche eS jetzt fließt. ' . Dagegen sind andere 'Forderungen der Partei wieder fortschrittlich, z. B. das Verlangen der Verstaatlichung der öffentlichen Verkehrsmittel, die Ein führung einer progressiven Einkom mensteuer, Abschaffung des Gebühren.systemS und , Einführung fester Ge halte für alle Beamte u. s. w. Vernünftig ist der Beschluß, den die
Convention mit überwältigender
Mehrheit in der Temperenzfrage Passirt hat. Er lautet dahin, daß übergroßer Reichthum und äußerste Armuth die Ursache der Trunksucht bilden und daß bei besseren wlrthschafttichen Verhältnissen die Unmäßigkeit bedeutend abnehmen wird.' Wenn die Volkspartei sich weiter in der Richtung deS Fortschritts entwickelt, dann kann sie noch groß werden, andernfalls wird sie untergehen. Vorlausig aber begrüßen wir sie immerhin als ein Symptom der gewaltigen Gährung, welche überall vor sich geht als ein Zeichen deS überall vorhandenen Dranges nach Aenderung und Besserung der Zustände und wünschen ihr besten Erfolg. m ,, Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana: Wärmeres, trübeS Wetter, wahrscheinlich Regen und Gewitter am Sonntag. Wirbelsturm in K a n s a s. Kansas City, Mo., 27. Mai. Eine Depesche aus Wellington, KS., meldet : Heute Abend wüthete hier ein furchtbarer Wirbelsturm, durch welchen ca. 100 Menschen umgekommea oder verletzt worden sind. Der Sturm zog direkt mitten durch die Stadt und vernichtete Alles in seiner Bahn. Unter den Trümmern brach Feuer auö, das jetzt heftig brennt. Ehe die trichterförmige Sturmwolke heranzog, war der Wind eine halbe Stunde lang ziemlich heftig. Kurz vor 9 Uhr Abends brach der auS SüdWesten kommende Wirbelsturm los, ohne daß'sein Herankommen allgemein bemerkt , worden wäre. Washington Avenue, die, Hauptgeschäftsstraße, ist auf beiden Seiten ein Trümmerhaufen. Bei dem Brande der Trümmer kam Frau Susan Asher um. Mehrere i Leichen wurden bereits unter den Trümmern gefunden. Hunderte von Wohnhäusern ,sind entweder gänzlich zerstört oder stark beschädigt. Da die Gasrohren gebrochen sind, mußte daö Gas abgedreht werden und die Stadt ist ohne Licht. Unter den "! "St .0 c r t . ... t s r . . trummcra, cc Py,upps voujc var man sieben Leichen gefunden. Zwei Mitglieder der Heilsarmee wurden todtlich verletzt. 3n dem Hause deS Friedensrichters Smith sind sieben Menschen mehr oder minder schwer verletzt worden. Die Straßen sind durch Balken und Trümmer bedeckt. Die genaue Zahl der Umgekommenen läßt sich heute Abend noch nicht feststellen. Das Opernhaus und viele Geschäftshäuser sind dem Einsturz nahe, die Schulhäuser und Kirchen sind ruinirt und der angerichtete Schaden geht in die Hunderttausende. Aus der Umgegend liegen noch keine Berichte vor. Um 11 Uhr wußte man, daß 50 Men schen umgekommen waren, doch hatte man um diese Zeit kaum mit der Aufräumung der Trümmer begonnen. An Jesseson Avenue wurden die Kirchen zerstört, die Wohnhäuser aber nur abgedeckt. Die größte Verwüstung wurde in vier Straßengevierten angerichtet, in welchen auch kein Gebäude stehen blieb. ,, ,O, , mm, 111, Die Wassersnoth. St. Louis, Mo., 27. Mai. Seit gestern ist der Mississippi einen halben Fuß gefallen und ist jetzt 34 Fuß hoch. Die Post-Dispatch" hat dem UnterstützungSfond die von ihr gesammelten tzll,000 übergeben, wozu Joseph Pulitzer von der N. I. World" tzlv00 beitrug. Die Züge laufen jetzt alle wieder fahrplanmäßig. Arkansas C ity, Ars .,27. Mai. Der Fluß steigt , noch immer und sieht jetzt 49,6 Fuß am Pegel. , AuS der ganzen Umgegend laufen noch immer Berichte von Verheerung und großer Noth durch Uebcrfchwemmung ein. , D e S M o i n e s. Ja.. 27. Mal. DaS Staatsdepartement hat einen Auf ruf an alle Kameraden der G. A. R. um Unterstützung der überschwemmten Veteranen und ihrer Familien erlassen und einen Ausschuß ernannt um Beitrage entgegenzunehmen. Verh angniß v oller I rr- , "i-;i. ! ii:,..' 1. im ,.i , , ,,, s. i ,,rZiki 1 ' " l i' B ii 'iii'"'"' ' TW - i !5M: ir Ligonier, Pa., 27. Mai. DaS Dienstmädchen von Joseph Nesbitt be
nuiztc heute beim Kuchenbacken ,. irr-
thümlicher Weise Arjcnik statt BackPulver.' Nesbitt, seine Frau,-vier Kinder, ein Kostgänger und daS Dienstmädchen selber, ahen.zu Miitag von dem Kuchen und in kurzer Zeit wären alle schwer, erkrankt. Zwei -der Kinder,, werden wahrscheinlich sterben. . i, in 1 - Ausland. Die Krisis in Italien . Rom, 27. Mai. Das Kabinet reichte heute seinen Abschied ein,' doch nahm der König denselben nicht an. Wie mL allgemein glaubt, wird Hie Deputirtenkämmer demnächst aufgelöst werden. , Der Ministerpräsident Giolottt erklärt'heute in der Deputirtenkämmer die Minister hätten dem König ihre Entlassung eingereicht, welcher diese jedoch nicht angenommen habe. Er ersuche, deßhalb das HaüS um Annahme der dringlichsten untcr den schwebenden Vorlagen und Bewilligung des Budgets auf die nächsten sechs Monate.' ' Diese Erklärung erregte im Hguse das größte .Aussehen und wird allgemein als Vorläuferin der Auflösung der Kammer angesehen. Zweifellos wurde der Rücktritt des Ministeriums durch die knappe Mehrheit von nur S Stimmen bei dem gestrigen Ver-, lrauensvotum herbeigeführt. Dabei enthielten sich 38 Abgeordnete derAb stimmung, andernfalls würde das Kabinct zweifellos eine Niederlage erlitten haben. Dasselbe wurde bekanntlich erst am IS. d. gebildet, nachdem das Kabinet di Rudini am ö. Mai bez dem verlangten Vertrauensvotum. m 8 Summen Mehrheit geschagen , wor den. war. , - D i e C h o l e r a. j :, -rÄ.... 7 ---V.,. ' -""i-:- ff. . . j onoon,2.cal. iiaui nier etngelaüfenen Nachrichlen'ist die Ch ölera in Mefched, Hauptstadt der persischen Provinz Chorassan, auögebrochen und fordert viele Opfer. . Ra vach o l's Prozeß. P a r i s 27. Mai. Geschworene, welche für den Mordprozeß des Anarchisten Ravachol in Montbrison ausgeloost zu werden erwarten, melden sich krank, um loszukommen. Man erwartet jetzt, daß der Prozeß am 14. Juni beginnen dürste. G e st o r b e n. Berlin, 27. Mai. Gestern ist hier Ma; v. Forkenbeck, Oberbürgermeister der Stadt Berlin, gestorben. Er starb am Schkagfluß. Brandstiftung iu Rußland. O d e s f a , 27. Mai. Kürzlich wurde hier der Bankier Baron Mays in einem anonymen Briefe aufgefordert. 80,000 Rubel für die hungernden Pächter und Arbeiter auf seinen Gütern inPodolien herzugeben. Da er dies nicht beachtete, wurden dieGebäude auf seinen Gütern niedergebrannt und seine Pferde, Rindvieh :e. in Freiheit gesetzt. Er hat jetzt um Militärschutz gegen fernere Ausschreitungen nachgesucht. -.- Ochiffönachrichten. Angekommen in: New S o r k : Fürst BiSmarck" von Hamburg, Germania" von Liver-' Pool. Philadelphia: Jndiana" von Liverpool. Hamburg: Nörmania" von New Jork. . Q u e e n S t o w n : ' Gallia" von New Jork nach Liverpool. Schiffs -Agentur. Alle Damhfer-Linien sowie alle europaischen' Eisenbahnen haben ihre hiesige Haupt-Agentur in Alex. Metzgers Grundeigenthums - Agentur, WechselBank und Vollmachts -Bureau. Etablirt!863. , ' Nochmals Kaiser ud Gefreiter. In der deutschländischen Presse ttrirt oeS Kaisers Belobung deS Gefreiten Lück. welcher ufHosten einen Bürget erschossen und einen anderen schwe, verwundet hatte, ziemlich allgemein verurtheilt. Ter .Fränkische Courierschreibt: ,, . , Der Kaiser hat das Unglück, durch vielleicht sehr wohlgemeinte Reden und .Demonstrationen aeaen daS Gekübl bei Volkes zu verstoßen. ES läßt sich ja annehmen, daß der Kaiser weiter nichlZ deadsicktiate. als dem Soldaten ' der sich gewiß durch das unglückliche (Leschehniß im Gemüthe belastet fühlen wird, zu
zeigen, oatz tzn, da er nur nach seiner !ftkM R.i s j...fv . i.I
-vi'iu yjiuius, iiiu -üiiuyuiucu Aber warum muß Dieses in einer so außergewöhnlichen Form, durch ein Einclreifen des Kaisers selbst geschehen, Zer m seiner Rede kein Wort fand und vielleicht finden konnte, die traurigen Folgen des Echujjes zu bedauern? Wenn nur ein leileS Wort, eine An deutung dieses Bedauerns, ein Hinweis aus die Abanderungsbedürstigkeit der einschlägigen Bestimmungen eingeflos fen wäre, so würde das Moment, welcheö gegen das Gefühl deS Volkes jetzt in sehr lebhafter Weise verstößt, vielleicht ganz weggefallen sein. Mag man aber die Dinge ansehen, wie man will EinS fleht fest: daS Publikum muß gegen diese Schießerei geschützt werden. Jetzt hat es den Schuldigen und einen unschuldigen Ar beiter betroffen; ein späterer Fall führ vielleicht ein noch größeres Unglück mit sich. Der beißende Witz der Berliner hat neulich sich in der Hoffnung Luft gemacht, daß es dann anders werden würde, wenn einmal ein General oder gar ein Prinz getroffen würde. Aber bis dahin kann man nicht warten. Die Frage wird durch das kaiserlicht Eingreifen nur noch dringender. Di Wachtposten müssen auS den Straßen heraus. Hätte der Wachtposten hinter dem Kasernenthor gestanden, so wäre er nicht gerempelt worden und deshalb nicht in die Lage gekommen, von seiner gefährlichen Schußwaffe den folgen, schweren Gebrauch zu machen. Die Polizei genügt vollständig zur Siche rung der Straßen.Die officiöse .Allg. ReichScorrespon. denz" sagt zur Entschuldigung deS Kaisers: Grenadier Lück hatte sich die Folger. seines Erlebnisses so zu Herzen genom men, daß er moralisch sehr deprimirt war. so daß sich die Folgen davon sogar im Dienste zeigten. .Diesen GeisteSzu. stand mögen anonyme Drohbriefe auch wohl Hänseleien seiner Kameraden, noch verschärft haben. Es ist anzuneh men, daß diese Sachlage durch die Vor gesetzten des Lück zur' Allerhöchsten Kenntniß gelangt ' ist und den dem Wanne gewordenen."-Auszeichnungen dieAbsicht einer. moralischen Kräftigung zu Grunde gelegen hat." i - Daraus erwidert die demorratische .Berliner VolkSzeitung-: - 5 Zunächst, .wenn 'Lück wirklich von den Folgen seiner That .moralisch de. primirt- so beweift das nur, mit welch' ungeheurer moralischer Verantwortung die vielbesprochene, von der öffentlichen Meinung einstimmig verurtheilteWachtposteninstruction die Gewissen der Sol baten gegebenen Falles belastet, welch' ungeheure That dem einzelnen Manne gelegentlich zugemuthet wird, wenn er sich zum Gebrauch seiner mör derischen Waffe gezwungen wähnt. Die moralische Depression" in dem Scclenzustande LückS nach seiner cor recten" That wäre eine furchtbare An klage gegen den Geist, aus welchem jene mit den modernen Anschauungen von dem Werthe eines Menschenlebens in krassem Widersprüche stehende Jnstruc tion hervorgegangen ist, sowie gegen den Ce!st, aus dem heraus dieselbe noch immer, trotz deS einmüthigen Votums der parlamentarischen Vertretung deS deutschen Volkes, aufrechterhalten wird. Hat man mit dem Gefreiten Lück in den Kreisen seiner Vorgesetzten um seiner moralischen Niedergeschlagenheit willen das Miigesühl, von dem die .Allg. Reichs-Corresp." spricht, so schütze man sich vor Wiederholungen derartiger Fälle, indem man die veraltete Jnftruc tion, die so viel Unheil angerichtet hat weiterhin anzurichten droht, endlich des .mi. weiter: wenn Lück nach der verhänge nißvollen Nacht, in welcher er den Ar beiter Brand erschoß und den Arbeiter Treber zum Krüppel machte, .moralisch deprimirt" war. so war nach jenem Vorfall in viel höherem Maße das deutsche Bürgerthum moralisch depri mirt darüber, daß so etwas wie die Schießassaire in der Wrangelstraße" bei uns immer noch möglich ist, und es wäre wahrlich eine verdienstliche Maß nähme gewesen, wenn man auch dem deutschen Bürgerthum und den allge meinen bürgerlichenRechtSanschauungen eine .moralische Kräftigung hätte zu Theil werden lassen, was leicht durch die sofortige Beseitigung der unglückse ligen Schießinstruktion oder noch besser undwirksamer durch die Zurückziehung dra militärischen Wachtposten aus dem Verkehr der Straßen hätte geschehen können. M'W'MlWLl.IIO. Saloon u. Billiard-Hall ... . -1 .. . 90. 92 Ost Washington Str. ; I okn Weil a ch e r '.'. Eigenthümer - $3000i TEAK 1 1 I .nArrtak t. briy tmj mriy ttllifrnt pmt af iLhr ko tn ntd .Ml wnu, um ka. Mtnutto, wUl work la4iKriMiT Mr. ttn. ' UHu m Twvla tbxirvwa kxaJHlM.wkmvtrUicIhr.! UI Ui tittuuioa r Mplojrinrat'i wUck you eu atm ttX umm U Ha OM..T tat . iiImi necaatful .!. Baafljraavj tjci.li ImtbwI. I Iwn btu a workar born Mea anzW a rtmmty. I hxf ah-nd, taackt and proTM4 WUa iiluiaitat a iarn Boattm. wh. irt Btktair fWO mrNti It'tK mA mnw an " aM am .a.at.ai. um Wa . mvmAU utrui wnifwiii w a t 1" .vuiw. m
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Ei Meister der Wigcnschaft.
ir. erklärte das Bier als eine nothwendige
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empfahl es nicht nur dem allgemeinen Genusse, sondern auch namentlich alW kräftigende Stimulanz für Schwache und Genesende. H
Er betonte jedoch ausdrücklich,
fälschte Biere, gründlich vergobren und abgelagert, verstanden haben wollte und warnte vor dem Genusse verfälschter, junger Bier, welche demGesunden, mehr noch dem Siechen von absolut schädlicher Wirkung sein müßten.'
Dr. von Llebtg starb leider zu früh, die Produkte der
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namentlich gemacht haben, denn die in den Verkauf gelangenden Biere dieser Ge-!,,! sellschast sind sammt und sonders auö dem besten Matcriale hergestellt nach allen Regeln der Vraukunst vollständig vergohren und nach einem 5 bis 6vjj
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