Indiana Tribüne, Volume 15, Number 249, Indianapolis, Marion County, 26 May 1892 — Page 2
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Erfözcint ligitch und So n n u g s. D tägllZie TridZnc' kostet durÄ den Träger CcS per Wocke. die OonntajzKTrtbüne" b Crn:Z prrWocr?. Öaüe juftranxen ISCcntS oder 63 Gent xcrMonst. Per Psft jwgtfäiit in Vsr. SLsbczshluNZ IV per Jahr. Office: 130 Ost Maryland Strahe. Indianapolis, Ind., 26. Mai 1892. Va?l schürz a::?d!??nJsl:rttatt?!ett' ' Bankett. Auf dem . Van?ett, welche kürzlich 'gelegentlich der Tagung des NationalirerbandeZ deutscher Journalisten in Mth tyoxt gehalten wurde, hielt Carl !Schurz eine Rede über die Dentschen in Amerika. Wir entnehmen derselben !fo!gmde KrastMu;: ?lbcr die große Mehrheit tt Eingeborenen, die aus verständigen fund großherzigen Menschen besteht, ist jbra Teutschen nicht nur gerecht, sondern sZhnen wahrhaft freundschaftlich Aesinut. Duke von unZ erinnern sich der Zeit. der eingeborene Amerikaner bei zcder Gelegenheit und mit großem ÄcdefchÄnnz alle Mühseligen und Belabcnm dieser Welt einlud, diese Ne ipaölik zu ihrem Zufluchtsort und ihrer Reiten Heimath zu machen. Die Mühseligen und Beladenm sind nun tauch gekommen, und zwar in solcher zZahl und so bunter Gestalt, daß es ivielen von denen, die sie früher geru ;fen, jetzt darüber 'angst und bange wird. Laut ertönt der Ruf, daß die 'Cmwande?ung b:fchran!t werden müsse. Aber wenn t: Amerikaner, der um tote Zukunft der Nationalität besorgt ist, die Elemente der Einwanderung aufzählt, tan Ausschließung wünschenswerth sei, so rechnet er niemals d:e Teutschen dazu. Ter Teutsche bleibt willkommen, wie er es immer war, etwa mit Ausnahme der wenineu Anarchisten. Warum? Weil der y, Amerikaner die Teutschen für fleißige Leute bUt. die zur Entwicklung de NationalreichthumZ ihren vollen Antheil beigetragen haben; für friedliche, ord nnngs liebende, ehrliche Leute, die auf den Feldern ersprießlicher Arbeit und auch an Orten des Aeranüaens in Massen zu finden sind, aber unter den Tramps und in der Zuchthäusern wemg; für patriotische Leute, die, wenn ihr ueueS Baterland in Gefahr ist, mehr als ihre Quote in die Reihen feiner Vertheidiger stellen; für durchweg intelligente und bildsame Leute, die sich unschwer in daZ amerikanische Wesen einfügen und im Ganzen und Großen in der AuZsibungihrcrpolitischen Rechte die Interessen dcs Landes zu fördern suchen mit einem Wort, für Leute, die gute amerikanische Bürger sind oder gute amerikanische Bürger zu werden versprechen. Leider muß ich hinzusehen, daß ich znwcilm auch von amerikanischen Poli tkkern Bemerkungen gehört, die meinem deutschen HerM nicht wohl thaten. Es ist meines Wiffens vorgekommen, daß bei ähnlichen Gelegenheiten, wenn Schlimmes geplant wurde, der Politiker sagte: Vielleicht machen unsere Teutschen yoch mit. Se5.en wir nur einen kräftigen Spruch über die Trink frage in unsere Plattform, das wird unsere Teutschen schon sefthaltcn." Wenn ich Aehnliches hörte, so empörte sich etwas in diesem deutschen Herzen. Beifall.) Lassen Sie uns der Sache . in'Ä Gesicht sehen. Es ist das Zeichen eines intelligenten Bürgers, daß er in der Politik das Wichtigere von dem minder Wichtigen zu unterscheiden weiß. Es ist das Zeichen eines guten, vatno tischen Bürgers, daß er das minder Wichtige dem Wichtigen unterordnet. Äun bin ich. wie Jeder von Ihnen, lehr für einen heiteren, vernünftigen Lebensgenuß und Alles, was dazu gehöit. Bier ist an und für sich gut das heißt, wenn es gutes Bier ist. Aber ich erkläre seierlich:'Bicr ist nicht das höchste Erzcugniß des germanischen Geistes. Donnernder Beifall.) Und BiertriN' ke ist nicht das edelste Ziel germani. schcn Strebens. Ich bin sehr für persönliche Ire'cheit" und gegen alle will kürlichen und engherzigen Befchränknn. gen. Ich kenne daher durchaus die Vcrechiigunq der Trintfrage auf ihrem : Matz in unserem öffentlichen Wesen an. - Aber es gibt politische Fragen, die an Wichtiakcit vor der Trlntrrage uWchtt d:n den Vorrang verdienen. Und ich sage Ihnen, der Deutsche verUerk lern sittliches Gewicht in unserem öffentlichen Leben in demselben Maße, wie er sich ," unfähig oder unwürdigzeigt, Wesen Bor .. rang zu erkennen und ihm gerecht zu werben. n meine? önentlichen Laufbahn bin ich häufig gewarnt worden, daß ich durch . nt - . r f i T' . r. . . . p ; die Äeuerung 10119er pcinnunßcn uu nieine VovulariMt bei den Teutschen. ' wenn ich überhaupt welche hätte, in die SSanze Ichlaaen werde. Meine Popu : " laritat, wenn sie so verloren werden könnte, wäre mir dann spottwemg werth ' Aber ich fühle mich durchaus nicht hcro ' ifch. ih riskire nichts dabei. Wenn ich , mich nicht irre, so denken Sie und die . große Mehrheit der Teutschen gerade 10. (Beifall.) Tle jayl der L.'eurzcyen s in Amerika, vie Wirthshauspolitik tret V'fcen, ist allerdings für die Ehre deS deutschen Namens immerhin noch viel ,u aroß. aber sie bttdet doch nur eine sehr kleine Minderheit des gesammten Tcut'chtbums des Landes. Meine, Qerren Journalisten! Tie deutsche Presse dieses Landes hat die Ausgabe. Nicht etwa die unter lyren e fern vorbrrschenden Meinungsströ mungen nur wiederzuspikgeln. sondern der NÄ lmmer erneuernden Menge ibrer Lelcr die aus mehr oder minder frischen AnlömmlinAen besieht, die erste Untcnveuunq tn thrm Rechten und Pflichten als Bürger dieser Republik zu geben. Tit Wichtigkeit diese? Ausgabe für das Wohl des Landes wie für die Ehre des deutschen ?amenS kann nicht 111 boÄ aesckäkt werden. Latten e michhnenZeiiimaldaS Ideal vo len von dem!,a
d'.e'em groß? Freistaat der neuen Weit fein sollte. Hier ist in ihrer Bildung begriffen die große Sammelnation der Zukunft, nicht einem einzelnen Stamme entsprossen, sondern hervorgehend aus dem Zusammenfluß der leöenSsühigen Elemente aller civilisirtcn Völker de' Welt. In diesem kolofialen Mischungspro ceß wird der deutsche Sauerteig mächtig mitzuarbeiten haben, um der amerika nischeu Nationalität der Zukunft ihren Eharakter zu geben. Was werden die Teutfch-Amerikaner sein und thun, um ihre Mission in der Republik der neuen Welt würdig zu erfüllen? Sie Pflegen in sich das Beste, was sie aus dem alten Vaterland mitgebracht, und ergänzen es mit dem Bezten. das stc hier finden, und das ihnen nicht eigen war. Sie bewahrheiten in sich Alles, was man von deutscher Redlichkeit und deutscher Treue sagt und singt, und von deutscher Gründlichkeit, deutscher Gedankentiefe, deutschem Freiheitsdraug. deutfchem Forschungsgeist und deutschem Arbeitsgeist. Sie eignen sich an amerikanische Findigkeit. Thatkraft, Energie und Großartigkeit des Gewinnzeiste? und des UnternchmungsmuthZ. Schöpfend aus dr Quelle des deutfchen Gemüths, deutscher Naturfreude und deutscher Poesie, verschönern sie das amerikanische Leben mit ihrer heitern Lebenslust und liebevollen Kunst pflege. Sie halten an der guten Sitte fest, ohne Andersgesonnene in ihrer Lebensanschauung zu verletzen oder zu mißachten. Sie streben nicht hier ein, Union für sich zu bilden, sondern blei ben sich stets bemußt, daß die Interessen der Allgemeinheit auch die ihrigen sind und daß ihre höchste Pflicht darin be steht, ein nützliches Glied des großen Ganzen zu fein, sie mögen Parteileute sein, aber niemals Parteiknechte. In der Ausübung ihrer politischen Recht und im Dienste der Allgemeinheit wer den sie nicht einer und derselben Mei nung sein, aber jeder von ihnen bildet sich selbst seine eigene Meinung, indem er gewissenhaft die Wahrheit zu erken nen strebt, und darin vertritt er die so gewonnene Meinung mit dem unbeug
samen und opferwilligen Muth wahrer Ue.berzeugungstreue. Aber einig sind sie. emlg blS zum letzten Mann, wen? es gilt, Unrecht und Korruption zu be kämpfen und mit der Hingabe von Gir und Blut die Freiheit und das Vater land zu schützen. Dies ist der deutsch, amerikanische Bürger, wie er in seine? Vollendung meinem Geiste vorschwebt Wahrheit über russische Juden. Während eine kleine aber eifrige Clique außerhalb Rußlands eifrig be müht ist, die Maßregeln des Zaren ge gen die Juden zu rechtfertigen und sonar als durchaus nothwendig für das Wohl des russischen Bauernstandes Anzustellen (zu diesen Zarenaposteln zählt namentlich die bekannte Madame kowikow). hat es der Statistiker Arnold White m einem Aufsätze der letzten Eontcmporary Review".ur.nommen. das gerade Gegentheil zu beweisen, d. h. daß die Verbannung d.'r jüdischen Einwohner für die gedeihliche indu striclle und kommerzielle Entwickelung z-cunlands verhananißvolle Folgen ha ben muß und als ein schwerer Mißgriff zu bezeichnen ist. Bekanntlich zerfällt Rußland in Be zug auf die Judenfrage in zwei dmi nistrative Hälften; die eine umfaßt diejenigen Gouvernements fünfzehn an Zahl in denen ihnen die Nicderlafjung gestattet ist, officiel! der sog. Ansiedelungsbezirk. die zweite den Ueberrest des gewaltigen Reiches, wo ihnen der Aufenthalt unbedingt verboten ist. Bekanntlich leugnet noch heute die Re gierung des Zaren mit sophistischer Spitzfindigkeit ab,, daß irgend welche Bedrückung oder gar Austreibung der Juden stattfinde. Wörtlich ist das allerdings richtig. Tenn diese admi nistrative Theilung des Reichs besteht schon seit vielen Jahren, ist aber bereits lanae in Vergessenheit gerathen. TeS halb hatten sich die Juden unbehelligt von den Behörden schon lange m den eiaentlich verbotenen Bezirken mederge lassen, aus denen sie nun plötzlich aus aetrieben worden. Darin lieat die Grausamkeit und Härte. Arnold White hat nun nach amtll chen russischen Anaaden einen Vergleich zwischen der wirthschastlichen Lage der Bevölkerung in den erwähnten beiden Reichshälsten angestellt, indem er lene. welche den Juden von altersher zur Ansiedelung überwiesen wurde - jene fünfzehn Gouvernements schlechtweg den Bezirk (pale) nennt. Nach der Beweisführung der Ma dame Nowikow und ihrer Berliner Nachbeter müßte nun eigentlich die mo ralifche und wirthschastliche Verkam menheit in dem Bezirk ohne Frage ganz erheblich sein, im Gegensak zu dem üdciaen Theil doS Reiches. Arnold White kommt jedoch zu folgenden Er gebnissen: Zunächst ist die Sterblichkeit in nerhalb des Bezirks bedeutend als außerhalb, mithin auch die Aevö! kerunaszunahme stärker. Tie Vermeh rung dcS Rindviehs ist doppelt, die der Pferde zehnmal so stark im Bezirk als außerhalb. Tas Vermögen der Dorf gemeinden als solcher beträgt im Bezirk auf je 1000 Seelen 681 Rubel, außer halb 403 Rubel. Wohlaemerkt han delt es sich hier nicht um das Vermögen btx einzelnen Bewohner, sondern das jenige de? Gemeinde als jurisüscher Per son. Allerdings ist der Schnaps oder Wutki.Verbrauch im Bezirk etwas stär ker. als draußen. Dafür aber sterben draußen fünfmal mehr Menschen im Säuferwahnsinn, als im Bezirk Ter Volksglaube, die böswilligen Brand:Nttungen seun meist durch Juden verschuldet, wird dadurch widerlegt, daß im Bezirk nicht halb soviel Schadenfeuer vorkommen, als draußen. Man hat den russischen Juden oft den Vorwurf geinacht, daß sie den Ackerbau hassen. Tas ist, wie Arnold White bemerkt, ae nau so richtig, als wenn man Jemand den Vorwurr macht, er wolle nicht fchwlmm.'n. wenn man ihm streng der boken hat, in S Wasser zu gehen. In Rußland verbietet nämlich das Gesetz den Juden, ein Bauerngut zu besitzen.
darf er ks nicht selbz; bestellen. In den Ansiedelungen des Chersonschcn Gouver n-mentS dagegen, wo eine Ausnahme vi'n diesem Verbot zu Gunsten der Ju den besteht, find sie sehr fleißige und tüchtige Landwirthe. Selbst im Bezirk, wo sie auf Handwerk und Kleinhandel beschrankt sind, betrögt daS Kapital, welches die Juden drin stecken haben, 437. 000. 000 Rubel. Ter Werth ihrer Fabrikate betrug 47, 800.000 Rubel. Allein aus drei Produkten Brannt
wein, Zucker und Tabak zahlen die Juden 50.000,000 Rubel an Steuern an die Regierung. Tie Vertreibung der Juden aus dem Bezirk bedeutet niQ der genauen Berechnung Whites einen jährlichen Ausfall von 100, 000,000 Rubeln für die russische Re gierung. 3m Ganzen würde der xo s der 5.250.000 Juden ür Rußland eiue Verringerung des russischen Ratio i.'.lwohl!:andeS um die ungeheure S:nnlne von 2,000.000,000 Rubel bedeutest und damit nach White den Staatsbankerott unausbleiblich nach ich ziehen. Dein Vorwurfe der Feigheit und Auglt vor dem Heeresdienst, der den Juöen gemacht wird, begegnet Arnold White mit dem Nachwelse. da& jährlich 15,000 Mische Rekruten in d:e ruf i'che Ar nlee eintreten, und der That ache, daß die russischen Generäle der Tup'er'cit der jüdischen Soldaten bei den blutigen Kämpfen nm den Schipka Paj im letzten türkischen Feldzuge hohes Lob zollten. Bam Tckepkion. Paradiese. Von einer Revolution im Telephon wcsen berichtet die Stockholmer Börf. Ztg." wie folgt : ..Nirgends hat das Telephon erneun Verhältnis; zur Volks menge so kolossale Abonnentcnmenge wie in Schweden, nirgends gibt es bes sere Apparate w:e hier, nirgends ist das Telephon so billig wie hier.' Was den Preis betrifft, so dürften viele unserer Leier sich erinnern, daß, als die B?U gesell ichaft" ihre Wirksamkeit in Stock Holm begann, die Telephonabgabe für das Jahr in dem größeren Theile der Stadt 240 Kronen (270 M.) betrug, obgleich das Netz nur circa 1000 Abon nenten umfaßte. Jetzt kostet das Recht. sich mit den b000 Abonnenten der Allgemeinen Gesellschaft" zu unter halten, 80 125 Kronen (90 140 M.). Ab?r selbst 80 Nroncn sind noch eine viel zu fchmcre Jahrcsausgabe für den weniger Bemittelten und für den. der nur ausnahmsweise Veranlassung, hat, das Telephon zu benutzen. Indes; die gronariige Erfindung des Telephons laini doch nicht eher als voll ausgenützt betrachtet werden, bevor sich nicht ein Telephon in jeder Wohnung findet. Die AUgemeineTelephongesellzchast" hat auf Grund dessen beschlossen, das Tclephon-Abonnement zu dem Preise von H) Kr. (gleich 11 Ms.) das Jahr abzugeben. Gegen diee unbedeutende Jahresabgabe wird die Gesellschast die Telephonverblndung emsührcn und den TcZepho!lAvparat bei Jedem ausstellen, der öics wünscht. Für jedes Gespräch duich einen Zchn-KronenApparat ist eine Gcjprächsabgabe von 10 Cere (11 Pzenuig) zu erlegen, und es ist der Apparat hiersüx mit einem Zählapparat versehcn, der die Anzahl der gehaltenen Gefpräche angibt. Hingegen kostet es natüilicherwei?k nichts, ein Gespräch anzunehmen. Für diese ZehnKronenApparate sollen beioikdere Ecntralstellen eiugenchtet und S!o.!ho!m deshalb in 14 Tistricte eingeibeilt werden, jeder mit seiner Eenträlstation. Durch eine geringere Anzahl Tiahte welden diese Stationen unter sich uud mit der Haupt statioil verbilndkn. Es liegt klar zu Tage, ivclchc großen Vortheile ein Eckllnd.r-Ielephonnetz im Gefolge ha ben wild, nicht nur für dessen Äbon mntcn. sondern auch jü? die Mitgliedes d?s Om'vtnekes Ss Asnlands. In einem Paar handgti uähter Schuhe befinden sich durchschnitt l ch 3000 Stiche. In Amerika haben, wenn es dicht bevölkert ist. 1,400,000,000 Menschen Platz. In Spanisch Amerika ist mehr Gold gefunden worden, als in U' gcnd einem anderen Theile der Welt. Richter Wellhausr von Tremont. tts., hat den größten Obst garten der Welt. Derselbe umfaßt 1078 Acker. Unter 1000 Personen find durchschnittlich 602 unverheiratet, 345 verheirathet und 53 entweder Wittwer oder Wittwen. C 0 l. oger E. Cool v on Washington County in Maryland hat unlängst seine fünfundzwanzigste Com Mission als Friedensrichter erhalten Er ist 83 Jahre alt. Frösche soll eS während eines heftigen RegenfturmeS bei Meriko, Mo., geregnet haben. Auf einer Farm von Phil. Shcarer sollen nicht weniger als 8000 bis 10.000 Frösche zur Erde gekommen sein, lebendig und von den verschiedensten Größen. ' Der Schwindel mit ameri konischen Doktorendiplome scheint sich über ganz Deutschland ersteckt zu haben. Dieser Tage erhielt Gouverneur Chase von Jndiana ein Schreiben von Henry Waters aus Berlin, in welchem Aus lunft über das Medical College, in Fort Wayne verlangt und mitgetheilt, wird, daß Doktorendiplome diefer Anstalt in ganz Deutschland um Verkauf aüsge boten werden und m großer Anzahl d.e reits an junge Aerzte und Studenten der Medizin verkauft worden sind. . Der Gouverneur hat geantwortet, daß die betreffende Anstalt überhaupt nicht er fiirr, der Agent ein Schwindler ist und die Tiplone werthlos sind. Beim Bohren eines arte sischen Brunnens ist man in der Nähe von Mineola in Texas vor Kurzem in der Tiefe von 640 Fuß auf eine Lignit. Schicht von 40 Fuß Mächtigkeit gesto ßen, welche eine! Braunkohle von sehr guter z Beschaffenheits! enthält; lschön! 60 Fuß unter der Erdoberfläche war vor der ein Laaer von 5 Fuß Dicke ünd in
der Tiefe von4407Fuß , ein 18 Fuß mächtiges Lager "gefunden worden Wie mitgetheilt wird, wird sich jetzt eine Actien.GesePcaft zum Zweck der Ausbeutung dieses unterirdischen Schat zes bilden. Auch die reichen Sleinkoh
leN'Felder in Voung County werden, sobald die Bahn bis Graham fertig ge stellt ist, in Bearbeitung genommen werden. Das vom landwirthschaft! lichen Departement in Washington ver öffentliche Farmers Bulletin No. 8" enthält eine Uebersicht über verschiedene in den letzten Jahren gemachte Versuche, Schweine durch Impfung vor Cholera zu schützen und außer einer Menge Be richte über Privat-Versuche auch einen vollständigen Bericht über die unter der Aussicht einer aus Farmern znsammen gesetzten Kommliiion in Lac?alle County, Jll.. im vorigen Jahre angcstellten Jmpsunqsversuche. Der Berfasser des Bulletins. Dr. D. E. Sal mon, Vorsteher der Abtheilung für Viehzucht, gelangt zu dem Schlüsse, daß Impfung als VorbeuaungSmittel gegen Schweinecholera von allen in Frage kommenden Gesichtspunkten aus ein Fehlfchlag ist. und er warnt die Farmer vor derselben, weil sie seiner Erfahrung nach mehr Todesfälle herbeigeführt hat. ülS die keuche, welche sie abwenden soll. AlS Beispiel dasür sührt er die That säche an. daß in Nedraska im vorigen Jahre 10 v. H. geimpfter Schweine und nur 4 v. H. nicht geimpfter Schweine gestorben sind. Exemplare dieses Berichts können von dem landwirthschaft lichen Departement in Washington bezogen werden. Ueber die in Astoria in Oregon am 11. Mai stattgesundene Feier des 100sten Jahrestages der Ent deckung des Eolumbia-Stromes durch den. Kapitän Robert Grau vom Bosto ner Schiffe Columbia" wird Nachtrag lich Folgendes berichtet: Vormittags um 9 Uhr fuhr die anläßlich der Feier in Columbia" umgetaufte Barkentine Chehaliza", mit den älteste Ansied lern aus dem Staate und den Vertre tern der Presse an Bord, denselben Weg. welchen die ursprüngliche Colümbia" zurückgelegt hat und warf 17 Minuten nach 11 an derselben Stelle Anker, wo die Columbia" geankert hatte. Indianer mit'bemalten Gesich tern kamen in Canoes herbei und boten Lachs zum Kauf an. Eine Menge vor überfahrender Dampfer ließen zum Salut für die Barkentine ihre Dampf pfeifen ertönen. Um 11 Uhr 30 Mi nuten wurden die Anker gelichtet, wobei die Damen auf dem Schiffe die Ankerwinde bedienten. Auf der Rückfahrt nach Astoria salutirten sämmtliche der Columbia" begegnenden Schiffe und in den Lärm der Dampfpfcifen und das Jauchzen der Zuschauer mischte sich Ge fchützdonner von den Kriegsschiffen und den Batterien. Nachmittags fand ein Umulg von bürgerlichen Vereinen, dem un)-s:ililitür aus Fort Cauby, See zoloatcu. Matrosen, alten Ansiedlern, der Feuerwehr u. s. w. statt. Der Zug war anderthalb Meilen lang. Ueber die Größe von Texas schreibt dle in Fort Worth erscheinende wazette": Flächeninhalt von Teras übertrifft den Flächeninhalt von ganz Neu.England, New $ork, Penn sylvanien, Ohio. Jllionis, New Jersey und Telaware zusammengenommen. Texas ist mehr als viermal sogroß, als ganz Neu-England. Texas würde 241 Staaten von der Größe Rhode Islands, nahezu sechs Staaten von der Größe Süd-Carolinas oder fast sieben König reiche von der Größe Portugals geben. Te,:as ist so groß, wie Großbritannien und Irland, die europäische Türkei, Portugal. Griechenland und die Schweiz zusammengcnommen. Texas würde mehr als drei Staaten von der Große von .Zansas ergeben. Texas ist so groß, wie das Teutsche Reich und Alabama zu sammengenommen. Das Land, wel ches jetzt' in den Ber. Staaten jhatsäch lich mit Mais, Weizen. Hafer, Heu und Baumwolle bestellt wird, beträgt 2a.000 Quadratmellen. Die ge. sammte Weizenernte der Ver. Staaten könnte auf vorzüglichem Weizcnlande, das in dem Theile von Texas, um we! chen dieser Theil das Teutsche Reich Übertrifft, ausgewählt wirö, wachsen. Die gegenwartige Gesammtbaunnvol lenernte in der ganzen Welt könnte aus einem Stück Land gezogen werden, das ur 7 Procent des GedletcZ von Texas ausmacht. Der Mann ist noch nicht geboren, welcher auch nur annähernd nch die zukünftige Gröge dieses Riesen staates ausmalen kann, aber die Wahr icheinlichkeit ist da, daß nach dem Cen slls des Jahres 2000 TexaS mehr Na tionalabgcordnete im Congreß haben wird, als eder andere TItaat m der llnion. Ein Riefen. Wasserbecken soll in Arizona gebaut w.'rden, und zwar in der BoSchlucht. vierhundert PzrdS unterhalb dcr Mündung des Tonto-Baches in den Salt'F!uß.' " Der Tumm wird 200 Jutz hoch werden und ein Becken schaffen, das 103.053,040. 800'Kubikfuß Wasser fassen kann. Da Steine und Holz in der Gegend reichlich sind, glaubt man den Riesendamm sü? anderthalb Millionen Tollars herstellen zu können. Das Becken ist groß genug. um alles bestellbare Land in den Thä . , ' t . r." r . r? 1 lern oes all- uno Glianu es o:s nacy Numa hin zu bewässern. New 7)orker Kapital steckt hinter dem Unternchmen.' OSM UWkckSds. Ueber den SelSmor kSeler Berliner Kaufleute, zweier Brü der, dte unter der Frrma Victor Fagev' ström er Export.'! CommissionS' und EngroSGkfchäft in Kurz, und Tricot Waaren betrieben haben, meldet das .Berl. Tageblatt": Victor.Fagerström '. .l &im. Il t-!..T - uvi ci ouytt Biii innern vm atxtn Bruder das erwähnte Geschäft oe gründet daS. dem Anschein nach,? ganz guren Fortgang yatke und besonders in Schweden' lebhafte' Verbindungen 'et hielt: ' Vor fünf Tagen war Victor ff. von. einer längeren Geschäftsreise : wieder aus Schweden heimgekehrt.'.und auch Einkäufer von dort waren . ein getroffen.' I Jüngst nun verließen beide Brüder -fohne nirgend,' tzwelche,'Ver fügungen zurückzulassen, dsS HauS und blieben , seit dieser Zeit yexkswnden.
T-gs earaus gegen fünf Uhr kamen zwei Männer in daöF.'sche Geschäfts local. und brachten ' dorthin die üderra schende Mittheilung, daß die beiden Brüder Fagerström . in der Jungfern haidc zwischen Cpandau und Ch'arlot tenburg Selbstmorde unternommen Hütten. Victor F. hatte seinem Leben durch Erschießen ein gewaltsames Ende
bereitet, während sem lünoerer Bruder die selbstmörderische Absicht durch Er hängen zu erreichen gesucht hatte. Er hatte den Selbstmord indeß nicht vollenden können, denn er war, mit der Schlinge um seinen Hals, von dem Baume, an welchem er sich aufgeknüpft, hcrabgestürzt und war, wenn auch bewustlos. so doch noch lebend von den beiden die Mittheilung überbringenden Männern, welche zufällig hinzugekommen waren. aufgefunden worden. Tlelelben er statteten Anzeige von dem Vorgänge bei der nächsten Behörde, welche die Ueberführunq des noch lebenden jüngeren Bruders nach dem städtischen Kranken Hause in Moablt veranlaßte und die Leiche des Victor F. in Verwahrung nahm. Die beiden Brüder galten allge mein als sterbsame und solide Kaufleute, und da, wie erwähnt, auch ihr Geschäft zu prospenren schien, so sind me isrunde für ihre verzweifelte That noch nicht aufgeklärt. Auf der Lyoner Eisen bahn wurde zum ersten Male in dem Zuge nach Marseille ein von dem In genieur Cros ersonnenes System zur Anwendung gebracht. Es hat zum wecke, den Reisenden, welche auf einer Station momentan ihren Wagen ver lassen haben, dieWicderaufsindung des selben zu erleichtern, m der Nacht so wohl als am Tage. Ein Jeder weiß, wie wenig die Wagennummern hierbei, besonders des Nachts, diesen Reisenden behilflich waren. Um nicht in einen falschen Wagen zu gerathen, war man genöthigt, sich die Gesichter der Mitrei senden oder die Anordung der Gepäck stücke zu merken. Das Crcs'sche System ist so einfach wie das Eides Columbus. Es besteht darin, daß über der Thüre jeder Wagenabtheilung eine weiße Metallplatte angebracht wird, auf welcher irgend ein klares, einfaches, leicht er kenntliches Bild eingefchnitten ist. Am Tage tritt dasselbe schwarz, Nachts vom Innern des Wagens aus beleuchtet, hell hervor. Man hat eine Sammlung von 5000 solcher Bilder, die dem Thier und Pflanzenreich entnommen sind, oder Ge rüthe, Möbel, Werkzeuge, Waffen u dergl. darstellen, angefertigt. Unter der Spitzmarke Von Stufe zu Stufe" schreibt man der Berliner .Täql. Rundschau": Unlängst betrat ein Mann das WirthsHaus von Wolss, Neue Königstraße 24. Sein Anzug war fadenscheinig, ließ aber noch erkennen, daß sein Träger n rr f r t . . elnu oenere Tage ge eyen yalle. ökaum hatte der Fremde sich an einem Tische niedergelassen, so pel er bewußtlos vom S"- Jf t L L . t&nitne und : war oaw varaus eine Leiche In dem Todten ist nun der frühere Rittergutsbesitzer Louis Prose erkannt worden. Prose, dessen Eltern frühzeitig starben, wurde in Frankfurt a. d. o. erzogen und erbte ein arones Gut in der Provinz Posen. Er lebte ans seinem Schlosse fürstlich: man sah ihn nur int viersvännigen Wagen sah ren und nannte ihn in der ganzen Ge gend nur den tollen Baron". Die Herrlichkeit hatte aber sehr bald ein Ende. da5 schöne Gut kam unter den Hammer und Prose gründete mit dem aus dem Schissbruch geretteten Rest seines Vermögens ein peditions qeschäft in Posen. Nachdem dieses ihn jahrelang ernährt hatte, zwang ihn das VlliLgeschlck, Posen zu verlassen. Mit dem Stocke in der Hand wanderte er vor einigen Jahren der Hauptstadt Berlin zu. Er sank nun von Stufe 111 Stufe und wurde in der letzten Zeit ein 'häusiger Gast im städtischen Asyl für Obdächlose. Von dieser Stelle aus und aller Mittel baar, befaßte sich Prose mit der Vermittelung von yypothcken und der Be,chanung von Darlehen. In welchen Kreisen er. seine Kunden sowie die Geldmänner gesucht hat. ist nicht bekannt. Bei dem Todten wurde eine Anweisung der Verwaltuua des städtischen Obdachs gefunden, laut welcher er im Krankenhause zu Moabit Aufuahme.sinden sollte. Der ehemalige reiche Schloßherr, wird im Armenwege beerdigt werden. Mit der hiesigen Familie gseichen Namens stand der Todte in keinerlei verwandtschaftlichen Be ziehungen. 1 Auf einem Umwege, näm lich überStraßburg. durch die Straß burger Post erfährt man folgendes: Eine. SoloatenmiLbandluna. 'die in weiteren Kreisen, hier großes Aufsehen erregt, wuroe voy oem Mdwevel dc! l. Compagnie des hiesigen Grenadier Regiments Kaiser Wilhelm l. Nr. 110 verübt. "Nach" her ' Compagnievorstel lung. welche zur höchsten Zufriedenheit des Vorgesetzten verlaufen war. hatte Seim Sammeln der Rekrut Karg von hier das Gewehr ' auf den Schultern. Dieser Umstand, .welcher zudem völlig belanglos ist. da beim Sammeln jeder ?' L: : V - d-'. . - '. Irin vieiveyr iragen rann wie er wiu, versetzte, den Feldwebel, der Comvaanie tti hcstjge Aufregung., Derselbe sprang "' " k v '1 T ern ' l ' ' xr n . . m Mll oen orien: Willsl u oein sewehr abnehmen. Du Biest", auf Karg zu und brachte ihm mit seinem Degen einen tiefen Stich in die Kniekehle bei. so daß der Mißhandelte in Folge stär. . ' , Mt it. 1 r. ' i ' J :.; w Ti " len ViUlvcrmtes oynmachtlg zusam menbrach und in das Militärlazareth gebracht werden mugte. Bor vier Wo chen , hat ' sich , der ,nämliche Feldwebel schon eine ähnliche .Mißhandlung zu Schulden kommen lassen, damals jedoch llij.v cfi j , .. ' . wuroe oie acoe oerniscyi. . Bezüglich der Verhaf. tung eines, Dresdener. Amtsrichters , ' w !' 1. ii ''s' ' I ' . ' i. " " w - wiro zegr oeianni, ; oay oer. Ange cyul I ftr.;.i,.;ii: " .-v! , h olgir ozt ! lnisruyicr r. ur. opei ckann ist der sich einer grouen Beliebt klzett ersreute., , Ein .von ihm be'eltigteS s.e nameni lou er ourco ein anocres er fetzt haben, in welchem 'angeblich eine n."r t .r. " ( rs1 't " "' ' '"'- - ! Fälschung zu Gunsten , einer Verlvand ten T.'S vorgenommen worden 'ist. Der Hinterleger oes aoyanoen gekommenen Testaments ist bereits durch eine öffent '" - . ' . "'.! ..I; -' s M licher Bekanntmachung zur : Wahrung telner Rechte ausgesordert worden. ,
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7 . ! .4HZj5 r,t !r '! . 4v IXMA "ti : Viii X Eine Anzahl von TysPePtleS schreien und lamentircn nach jeder Mahlzeit. Vl'agenleiden (Dysscpsi,) kommt hauptsächlich von sclilerhzsier Verdauung und kann ernstliche Folgen nach sich ziehe. Es schwächt den ganzen Körper. Es ist daher von yroßem Vortheile den Schien Johann Hoff schen Malz Extrakt zu gebrauchen. Dies ist rncht nur cm stärkendes, sondern auch ein Nähnnitiel, daß der Ver dauung nschhilst, Appetit erregt uud die Epeiscn zu verdauen hilft. Es wird von den besten Aerz:cn verordnet und wurde mit 76 Medaillen seiner vorMlichen, heilwirkenden Eigenschaften wegen, prämiirt. Man hüte sich vor Nachahruunqeu. Der achte Johann Hoff'fche Ä'alEftralt trägt die Unterschrift von Johann Hoff auf dem Halse einer z?dcn Flasche. Eisner & Mcndelson Co.. Agenten und Jmpottäre von Mineral Wägern, C Barclan St., New ZZork. Jul:s Steütt. fixant Keller. Gebrüder Keller, MlKkchkW Indianapolis. Ind., Office: No. 170 Madison Avenue. 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Nicht minder gern aß die Spargeln der mit ihm befreundete Car dinal'Erzbischof DuboiS, und die Bei den hätten ihrer Lust wohl gemeinsam fröhnen können, wenn dem nicht der Umstand entgegengestanden hätte, daß Fontenelle seine Spargeln mit Esstg und Oel, DuboiS aber mit weißer Sauce zu effen liebte. . Eines TageS im Frühjrhr hatte Madame de Ten cin die beiden Freunde zu Tische geladen. Es gab die ersten Spargel, und da die Dame den Geschmack des Herren kannte, so hatte sie dem Koch Jean Orhre gegeben, von den Spargeln die eine Hälfte mit Essig und Oel und die andere Hälfte mit weißer Sauce zu zubereiten. Fontenelle hatte sich zuerst zum Efsen eingesunden und hatte auch bereits erfahren, wie man es bezüglich der Hauptsache, der Spargel, angeord net hatte. Man wartete nur noch auf den Kardinal. Statt seiner aber kam plötzlich die Nachricht, daß der Kardinal einen Schlaganfall bekommen habe und todt sei. Todt!" rief Alles voll Schrei ken. Todt!" rief auch Fontenelle; dann fügte er bei: Jst es auch wahr?" Leider Jan kein Zweifel darüber bestehen," erwiderte der Ueberbringer der Nachricht. Dann kann er also auch nicht zum' Essen kommen?" Natürlich nicht," war die Antwort. Da machte Fontenelle einen Satz an die Thüre, riß sie auf und schrie, so laut er konnte, nach der Küche hin: Jean! Alle Spargel mit Efsig und Oel!" Eine zweite Weitaus stellung soll in Antwerpen im Jahre 1894 in Scene gesetzt werden. Bereits feit längerer Zeit wurde dort viel von diesem Projccte gesprochen, indessen sind die nöthigen Vorverhandlungen eist jetzt so weit gediehen, daß man dasselbe nls ein ernste aufzufassen berechtigt ist. Wie im Jahre 1335, so hat sich auch jetzt zunächst cin gemischtes aus führendes Comite conftituirt. welches sich mit der Stadt über gewisse Börkra gen einigen und von derselben verichie dene wichtige Concessionen verlangen soll. Die neue Ausstellung, welche man auf der nämlichen Stelle, wo diejenige deö Jahres 1885 stattgefunden hat, zu errichten g.'denkt, wird die letzte. an Ausdehnung ganz bedeutend übertref fen, da ihr Umfang ein um 22,000 Quadratmeter größerer werde soll. Der Mittelpunkt derselben wird voraus sichtlich daS jetzige Palais d Plnduatrie bilden, und um den nothwendigen Zu sammenhang zwischen den verschiedenen zu benutzenden Grundstücken rmgS um seneS Palais herbeizuführen, beabsich tigt man unter anderm großartige Brückenbauten zu errichten. Daß die Geschichte sehr viel Geld kosten wird, ist also bereits gewiß, wie sich daS Unternehmen dagegen rentiren wird, das kann erst die Zukunft lehren. Äkan erinnert sich noch des Verzichtes auf die Thronfolge und Stano.'srechte. den Prinz, Oskar Karl August Bernadotte. der zweite Sohn König Oskars II. von Schwedens vor seiner Vermählung mit einem bürgerli chen-Fräulein Edba Munck am 15. März 1833 aussprach. Nunmehr der öffcntlicht daS Luxemburgs Äemorial" einen großherzoglichen Beschluß, wödilrch der genannte Prinz yüt seiner Gemahlin, um dem 'Neffen sK'Vröß Herzogs seinen offenkundige., ÄttvciS von Liebe, und hohen Wc'won zu geben." iu den Adelstand de- .r.'kn'cr zoqthumS erhoben und ihnen h:-: Titel (hraf und Gräfin von Wiöbocg" ver liehen wird, der auf alle ihre rechtsmä ßigen i, Deszendenten ; übertragen wird. r Z w eierle i ,S t an d p unk t. (Nach dem Rendezvous.) - I. Er: Der herrlichste i Abend , meines LebcuS ! Ich hab' sie geküßt, sie hat nichts gesagt ! l I . B äck fi sch : KDer düm mste Ä bend.den ich je erbt! Geküßt hat er mich, hat b;rlqxKiaeZaEt:MWÄ
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ndiana nbüne ist daö einzige Blatt in Jsdiana, totU cheö die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Alk Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit u. Recht auf allen Gebieten des Lebens. Die Arbeit de, DolkeS ist die Schöpferin alle Wohlstandes und da rum wirken tvir für solche soziale Reformen, velche die Arbeit zur freudebringenden Luft, statt zur niederdru- , .ß... . enden Last machen. ! Jeder fortschrittlich Gesinnte, f,?te s als moralische Psiicht empsinde? eser der Jndiana Tribune zu sei Dak reichhaltige Sonntags - Blatt ij r ' Mietet eine Fülle unterhaltenden Lese söffe. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12cr deö .Sonntagsblatts Je, ' , beider zusammen II Etö., per Woche ! oder I TtS. per Monat. t ' r ' . . ' i Durch die Post versandt, koftet das - Tageblatt gI, das öouktagsblat'l t 9 2 per Jahr, beide zusammen $G in Vorausbezahlung. ! l rAttw.d.schdbiM,.u.. geführt. Qintrittökarten, Quittungen. Konstitutionen, x Nechnuugen, weschästskarteu, i ti Dtumpft Zirkuläre, Jr.'HH "f yrograe u. s.rs. für Geschäftsleute und Vereixe werdeK ''v -'. : M f-ii. geschmackvoll ausgeführt. '. i " y 4, iii' I .. , j "! . J k l ' Iii ";!" JE' K ,i 'I Pi mm ' ':!l!51rM,.iiii;ii'-i!!.ii,41,'i: i e !,,. . fl: .(! : INRIfMKi-WHI" t i r -1 " rn r- t ', mÄ m V . .. I. iJ, .J.wUWil
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