Indiana Tribüne, Volume 15, Number 245, Indianapolis, Marion County, 22 May 1892 — Page 6
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Thee. .Amerikaner haben qar keine ? tumg davon, wie Thee zubereitet wer, den 'muß, wenn es wirklich Thee fein soll", sagt Dr. Bcdloe, der amkrika nische Consnl zu Amoy, in einem jüngst dem Staatsdepartement übermittelte Berichte. DaZ zarte Blatt sollte nie rnals mit Metall in Berührung tont wen. Thee muß in hölzernen, Glas teer Porzcllangefäßen ausbewahrt wer den. Beim Bereitendes Thees soUtk eine geringe Quantität in nne Porzel lantässe geschüttet, dann kochendes Wasser darüber gegossen und die Tasse? mit der Untertasse' bedeckt, drei Minu ten stehen gelassen werden. Das ist das Recept für Epikuräer", wie Con sul Bedloe sich ausdrückt, welche nur die obere Schicht des goldigen TrankcZ schlürfen und den Rest wegschütten. Aber einige andere Winke dürften fm unsere Hausfrauen Interesse haben. So sagt Tr. Bedloe: Vor allen Dingen koche man den Thee nicht. Die Hitze vernichtet den Dust, verdirbt den feinen Geschmacj und entzieht dem Thee das Tannin. Wird der Thee in einem Metalltopf ge kocht, fo greift die Tanninfäure daZ Metall an und färbt den Thee schwarz. Die Flüssigkeit ist dann weiter nichts, als verdünnte Tinte und schmeckt auch so. Niemals lasse man den Thee so chen, es ei denn in einem dichtverschlos senem Porzelkan-Thectopf. Uebcrhaupt, wenn man ihn zu lange stehen läßt, wird aus einem wohlschmeckenden ge funden Trank eine unangenehme bitten Brühe. Man bereite ihn lieber in kleineren Quantitäten und öfter. Unter allen Umständen aber hüte man sich vor grünem Thee ! Dieser Thee ist gräulicher Betrug. Zunächst verwendet man zur Herstellung dieser Sorte die unreifen TheeMttcr. Diese werden dann künst. lich gefärbt, indem man sie auf schmus zigen, grünspauhaltigen Kupferpfan nen mit allerhand Unkraut und Färbstossen, Indigo und Chromgelb, Gras Saft und Chlorophyll, dörrt. Fast jeder grünfarbende Farbstoff ist schön frooiri worden (ausgenommen Pariser Grün), um diese von Vielen bnvnn dcrte, aber höchst gefUNdheitsschädliche Thcesorte. zu produciren. Dr. Bedloe ist der Ansicht, das; der Thee von Formosa der beste der Welt sei, und viele Theehündler in Japan, Indien und Ceylon, fo sagt er. ahmen die in Formosa übliche Verpackung nach, um ihre schlechteren Produkte als For moia-Thce passiven zu lassen. Der größte Theil dieser Nachahmungen geht nach den Per. Staaten, wo man zwar ! viel auf den Namen giebt, aber nur verhältnißmäßig geringe Preise bezah leu will. In Rußland und namentlich in China sind die Thceliebhader sehr eigen in Bezug auf den Th:e, welchen sie trinken, vielleicht in höherem Grade als Ward McAllifter hinsichtlich seiner braunen und weißen Saucen oder be züglich der Burgundersorten und Ma dcira's. pelche bei den großen Diners aufgesetzt werden. Der Gouverneur Mn Formosa z. B. bezahlt $10 bis $20 pro Pfund für seinen Thee. Das ex qmsite Aroma und der unvergleichlich feine Geschmack, den dieser Thee besitzt, lind allerdings dem DurchschnittsThectrinkcr, der sich mit gewöhnlichem Thee begnügen muß, etwas gänzlich Unbekanntes. Die Thccernte von 1891 war ertragörcichcr und die Qualität der genntctm Theeblätter besser als je luoor. Cm großer Theil davon wird nach den Ber. Staaten gehen, wo man in 1892 etwa sn.000.00 für Thee der ausgaben wird. Von diesen S1 1,000, 000 erhält der Pflanzer $3,000,000, der asiatische Tbeehändler $2,500,000, der Rest geht in die Taschen der Zwi schenhändler. Man kann daraus sehen, daß Thee, für welchen eine Hausfrau beim Grocer 150 Cents oder $1 pro Pfund bezahlt, kaum etwas werth sein kann, ja es ist überhaupt kein Thee. Es ist das der Stoff, den in China die mim trmken, und welcher an die Insassen der Gefängnisse ausgeiheilt wird. Solcher ..Thee" tostet in China 15 bis 20 Cents pro Pfund, aber von den besser situirten Chinesen und Auslän dern würde keiner weniger als $1 pro Pfund für Thee bezahlen. Die Theepflanzunqen in Ceylon, Japan, Eorea und Indien haben im legten Jahrzehnt besonders zuqenom nicn, vornehmlich in letztgenanntem Lands, wo der Export von Thee von 25,000 Pfund m 1373 aus 61,000, P und in 1891 gestiegen ist. -i.iuyiiuiijc ii jcyt $uu. -um besten kommt sie an einem Bergabhang fort, wo eine mittlere Temperatur herrscht; sie verlangt trockenen Boden, aber häufigen Regen und Thau, dabei sind solche Plätze vorzuziehen, welche möglichst lange Sonnenlicht, und fo sagen die Chinesen viel Mondschein haben. Ter Äodcn muß locker und frei von Unkraut gehalten werden. Es giebt Farmen auf der Insel Forniosa jowie in der Provinz Fo-Kieu und an deren Theedistrikten, woselbst diese 23e dingungen sämmtlich zutreffen und die Thce-Ernken sind dort fast unabänder lich reichlich und von tresslicher Dualität; sie haben einen Namen wie man che Weinsorten am Rhein oder in Süd Frankreich. Tiefe Thcefarmen, welche ungeheuren Gewinn abwerfen, befinden sich im Besitz einzelner Millionäre und die ganzen Ernten sind auf Jahre hin aus' im Voraus verkauft, d. h. gewisse Handler haben ein Vorkaussrecht zn dcn von den Eigenthümern alljährlich nach Maßgabe der Quantität und Qualität festgelegten Preisen. . Wann Zuerst die Blätter der Thee staude zur. Bereitung des aromatischen Tranks verwerthet wurden, ist nicht be kannt, sagt Consu! Bedloe. Aber in den chinesischen Jahrbüchern ist schon umdas Jahr 2000 vor Christi von der Kultur dcrStaude die Rede. ,, Cine ' alteiLegenbe hesagt. daß , ein . Kaiser Namens Schen Nung 4000Jahre , fei Christi Geburt zufällig voi bey oi. k,ss... : r f.- äs
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werthvollen Eigenschaften des Theeblat tes ttenntnisz erlangte; ein Kessel Was ser kochte über einen von Zweigen der Theestaude genährten Feuer und einige Blätter sielen in das siedende Wasser. Ter aromatische Duft, welcher dem Kessel entstieg, erregte die Aufmerksamkeit des göttlichen Ackerbaues" wie Schen ?!ung in den Annalen genannt wird, weil er der Pflege der Landwirthschaft sich in hohem Maße befleißigte, und er kostete das duftige Gebräu, welches dem alten Herrn so genußreich erschien, dan er das Experiment wiederholte und seine loyalen Unterthanen mit dem Geheim niß der Thccbereitung beglückte. Der Gebrauch Wcidenblätter und Unkraut für Thccblätter zu substituiren, ist eine Neuerung, welche China der kaukasischm Rasse verdankt; sie hatirt erst von der Einbürgerung europäischer Civilisation in den 'chinesischen HandelsPlätzen. Der Thee war in alten Zeiten über all in China hochgeschäht, und die Herr scher des Reiches der Mitte pflegt! da mit Geschenke zu machen, die als eine ganz besondere Auszeichnung galten. Manche dieser kaiserlichen Geschenke müssen ehemals einen enormen Werth gehabt haben. So heißt es in den An nalen von einer solchen Gnadenbezeu gung eines chinesischen Herrschers an einen Sultan von Ceylon: Die Sen dung wog vierzig KattioS" sttws fünf zig Pfund), und ein jedes Blatt war vollkommen in Farbe, Größe und Reise. Die Blätter waren in Packete von je einer halben Unze abgetheilt, ein jedes derselben in feines weißes Papier eingeschlagen, diese wieder in echtes SU der-Staniol eingewickelt und in Säck chen von heller Seide eingenäht. Hun dert solcher Säckchen waren in eine dichtverschlosscne Porzcllanvase einge packt und jede Vase in eine aus Kam phcrholz gefertigte mit silbernen Griffen und Zierrathen geschmückten Kiste ein geschlossen." Gewch ein kaiserliches Geschenk. Zu Buddhas Zeit erfreute sich China eines bedeutenden Thechandels. In Dschunken wurde der Thee nach Japan, Korea, Tonkin, Anam, Cochinchina, Burma, Siam, Indien, Ceylon. Per sien und Arabien versandt. Aus einer Bemerkung ist ersichtlich, daß auch eine Ladung Thee nach einem großen flachen Lande westlich von Arabien, darin nen ein Fluß fließt" versandt, womit wahrscheinlich Egyptm gemeint ist. Karawanen mit Thee beladen durchzo gen das Innere Asiens und brachten die werthvolle Waare nach der Mand schüret, Mongolei, nach Tibet, Persien und dem nördlichen Indien. Dieser Handel blühte Jahrhunderte lang und erreichte seinen Höhepunkt ungefähr um das Jahr 1600 christlicher Zeitrechnung unter den Dynastien Hung-Fung und Tung-Tschi. Seit jener Zeit ist der chmepsche Thechandel standig m der Abnahme begriffen und besonders hat sich dies in den letzten' zwanzig Jahren bemerkbar gemacht. Heute betragt der Export kaum ein viertel der Quantität, welche noch in 1870 ausgeführt wurde. Die ThceJndustrle ,n Chlna ist durch Wucherer, welche die Theepslanzcr aus gesogen haben, nahezu ruinirt worden: dazu kommt, .daß dieselbe von der Re gierung schwer besteuert wird, und daß die Chinesen allmältg ansangen, an Stelle des früher einzig und allein ge nosscnen Thees anderen Getränken zu huldigen. Nach der Trauung. Er: Was bist Du denn mit einem Male so betrübt. Weibchens Sie (ticsscufzend): Ach, nie werde ich die Aufgabe erfüllen können, die der Pfarrer in feiner Predigt mir so ein dringlich an Herz legte: ..Das Weib soll in Freud und Leid zu ihrem Mann emporbücken und sich dem Epycu gleich an ihm emporranken!" Boshafte Abfertigung. fjV -. HWMM,'! I pal " ?ifer -k swh , 'Fräulein lieben gewiß auch den m v;x.:) - W I t r ' " ' !''! Ja aber nur am Himmel!" 0ttvl,tt
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Ländliche Idylle. Herr Progelmann, Privatie', Js reich und geht auf d' Jagd. Natürli', a' Erholung braucht Ja Jeder, der st' plagt! Nah' bei der Stadt is sei' Revier. Koan' Hasen gibt's, koa' Reh, Und koft't's aä' Geld, was liegt eahm d'ran, Er is a' Privatie'! Herr Progclmann is sieißi' d'rauß' Ä' Nimrod möcht' er sei' Und in an' lloana Landwirthshaus Kehrt er da jedesmal ei'. Weil's Bier fo matt is aba, zahlt Er glei' a' frisches Faß; Er trinkt a' Halbi, 's ander' schenkt Die Bauern er zum G'spah.
L52gfe Dees ward im Dorf bekannt gar bald Und Jeder freut si' d'ran, Wenn fleißi' jagt und Bier bezahlt Der Herr von Progelmann. Amol as Bier war g'rad recht frisch Kaaft er si' nur a' Glas. Die Bauern sitzen fcho' am Tisch Und warten auf ihr Faß. Und wie's feh'n, daß er bezahlt Hent' seine Halbi nur. Da zeigt im schönsten Licht sich bald Die ländliche Natur. Sie werfen ihn zum Wirtshaus 'naus Und h a u'n ihn, wie nit g'schcidt! Das war für's fönst bezahlte Bier Ter Bauern Dankbarkeit. Die Scheu vor dem Krankenhaus. Von vr.ru e1. Max Korma. Von allen Errungenschaften der rno--sernen Naturwissenschast genießt die Hygieine die größte Beachtung und Be wunderung, sie ist das Schooßkind nn serer Zeit geworden, zu ihr laufen die Fäden der verschiedensten naturwissen schaftlichen Zweige, und Staat und Ge meinde opfern für ihre Bedürfnisse jähr lich große Summen und zwar mit Zu ftimmung aller Parteien von rechts und links. Sie hat mit manchem altge wohnten Schlendrian aufgeräumt und mit der Leuchte der Wissenschaft in die dunkelsten und staubigsten Winkel des Volkslebens hineingeleuchtet, und sauberer, gesunder und heller ist es um untz geworden. Aber bei dem Bruch mit dem Altgewohnten sind doch noch einige kleine Restchen, so eine Art Bodensatz licbgcwordener Gefühlsthorhettcn, üb rig geblieben, und es hält schwer, diefe m'tt der Wurzel herauszureißen. Zu diesen altgewohnten Vorurtheiken gehört auch die Scheu vor dem Krankenhaus uud zwar lind es sonderbarerweise mehr die Gesunden als die Kranken, die dem Wunsche des Arztes zur Benutzung des Krankenhauses widerstreben. Doch schon beginnt es hierin besser zu werden: so haben die Irrenanstalten mehr und mehr in der Bolksmeinung den Ruf von Folterkammern oder Gefängmzien, der ibnen früher anhaftete, verloren; Ange hörige von Geisteskranken wissen.daß die Irren mit einem großen Maße von per sönltcher relhett jich in den Räumen und Gärten der Anstalt bewegen, daß längst die letzte Zwangsjacke aus ihr verschwunden ist, und daß selbst die Tob süchtigen mit Ruhe und Güte behandelt werden. Auch wo es nöthig ist. sich einer umfangreichen Operation mit längerer Nachbehandlung zu ünterzic hm', sucht das Publikum jetzt mehr und mehr öffentliche oder private KrankenHäuser aus .nur bei Kinderkrankheiten stößt der Arzt, wenn er die Kran kenhausbchandlung statt der in der Ja milie anräth, auf einen oft unbczwing baren Widerstand der Eltern: Da heint es: Ach, unzer Kind kann sich nicht an fremde V!cnschen gewöhnen, es will nur von, der Mutter die, Medicin oder die Naorung nehmen; oder es herrscht das thörichte Vorurtheil, daß ?in Kind wohl in's Krankenhaus, aber nicht wieder heraus komme, oder das es dort grob und brutal behandelt würde; oder, man meinte, die Eltern wären moralisch verpflichtet, selber bei ihren Kindern die Wege zu übernehmen und sie nicht Fremden zu überlassen kurz, eine Menge derartiger Einwürse hat der Arzt ln solchen fallen anzuhören. , Aber acht nur , einmal auf die Kin derabtheilung eines Krankenhauses und Überzeugt, euch selber: schon von weitem hört ihr heiteres Schwatzen Und machen, hr tretet in einen hellen, freundlichen, gutgelüfteten Saal, Schwestern in ihrer Ordenstracht aeben aerau chloI von el nem Bcttchcn zum andern, reichen hier kinen Löffel Medicin, die , ohne Widerstreben genommen wird, wechseln dort nnen Ei'sumschlaq auf dem fieberheißen Köpfchen eines Schwerkranken, füttern rnerttnen klemen Tyyyusrelonvalescen lcn. der die schwachen Aermchcn,. noch Nicht selber zum hungrigen Mündcher, eben kann,'uud bauen dort bei einem last Genesenen eine hohe. Steinburg. Ja, warum und wann soll ein Kind iinem Krankenhause übergeben werden? ZZor allem, wenn es an einer gefährlichen ansteckenden Krankheit leidet und noch Geschwister im Hause hat also bei, .Diphthcritis, , echten Poaen , und, schweren Scharlach und Typhusepide viienÄLUNunK?'a,!!! Ä!uttcr und Kind von der übrigen Familie ' ab!" AbeMlMy'öchenlangeS Jsoliren und TesinMren lst lelchtcr be aonnen. als strena durchaefübrt; schon
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die Anlage und Naumdertheilung bei
modernen Wohnungen bieten selten du Möglichkeit einer wirklichen Jsolirung. und dann wird die Mutter schon durch ihren Verkehr mit der Küche, durch das Betreten des gemeinsamen Korridors u. s. w. die Wahrscheinlichkeit des Aus ' streucns von Krankhcitskcimen bieten. und schließlich ist es nach einem langen Krankenlager trotz aller unserer Desln fektionsmittel kaum möglich, das benutzte Krankenzimmer fc zu desinficiren, daß eine nachträgliche Ansteckunc der Gesunden ausgeschlossen ist. War vermeidet eben am sichersten alle AN' steckungsgefahren. wenn der Kranki ganz aus dem Hause entfernt ist. Ferner giebt es Krankheitszustände, wk eine dauernde ärztliche Kontrole unt ein sosortiaes Herbeiholen des Arzt nothwendig ist. z. B. bei Krankheiten. die eine Erstickungsgefahr mit sich briw gen, bei sich wicwrholenden'Blutungen. bei gewissen Krampfformen nnd Haupt' sächlich bei der Nachbehandlung dei Kehlkopsschnitics slmeKeotomZs) iin Anschluß an Diphtheritis. Hier ist tl tn der häuslichen Pflege, zumal ?!achts. nicht möglich, sofort den Arzt zur Steb le zu haben, und oft muß deshalb cir Kind sterben, das bei rechtzeitiger ärztlicher Hülfe zu retten gewesen wäre. Em KrankenZzaus erfüllt eben durch sev ne zweckentsprechende Anlage, durch sei? ne BentllatlONßelnnchtungcn. sein geübles Pflegepersonal, durch die stete An Wesenheit eines Arztes, durch die Vorzug' l'chen Jfolirräume und Deslnfekttons" apparate. durch ein praktisch ausgestad tetes Opnationszimmer alle Anforde rungen. welche die Wissenschaft erson ncnhat. um sowohl' das Weiterkriccher von Epidemien lm Keime zu ersticken, als auch um die Behandlung des Ein zclnen so zu leiten, daß alle modernen wissenschaftlichen Hülssmittel bei ilnr zur Geltung Zomnn können. Taruw werft alle thörichten unhaltbaren Bor urtheile on nte, und übergebt, wenr es der Arzt empfiehlt, getrosten Herzens Euren Liebling dem Krankenhause; wai die .heutige, weit fortgeschrittene ärzt , "i. w r . . . iicye Sinns! ictsi, imro sie um, um ihn Cuch wieder geheilt in Eure Arme zu geben. Dann erst versteht man den schönen Spruch: Ihr nennt das größte Glück auf Erden. Gesund zusein. Ich sage: nein Ein großres ist's, gesund z u w e r d e n. Bedenkliche Genügsamkeit. .,..önArau Student: Mir geht wie dem Diygenes: meine ganzen Bedürfnisse be -i . r j. scyranien sicy aus eine itoitnc: Humor im NedaetionSvriefkasten. Qbschon der Redacteur mit Arbeit meist überhäuft ist, kommen doch oft genug müßige und alberne Fragen an den Briefkasten der Redaction, die dann von derselben meist in humorvolle, Weise beantwortet werden, manchmal auch nicht ie nach der Laune und Stimmung des Redacteurs. Man höre nur. wie beispielsweise diese Fragen lauten: Frage: Kann man in vierzehn Ta gen eine fremde Sprache erlernen?" Antwort: O, gewiß! Sie brauchen nur an jedem Tag den vierzehnten Theil zu erlernen.- Frage: Wie viel wieg! ein Haar?" Antwort: Bcdancre sehr. diese Frage nicht beantworten zu kön nen, denn unser Redacteur tragt leider einen Glatzkops." Frage: j,Jn Bürgers Leo" steht: ..Tre Todten reiten schnelle!" Können denn die Tod ten reiten?" Antw.: Weshalb nicht? Wenn sie es vorher gelernt ha. ben!" Frage: Können Sie denn den Inhalt Ihres Blattes nicht noch ver größern und noch mehr bieten ?"Antw.; Unbedingt, wir werden Ihnen bei 1$ Mark pro' Monat noch ein Freiabonne mcnt ,zum zoologischen Garten über, reichen." Frage: Wie kann man den Durst vertreiben, der uns Studen ten so sehr anhaftet?" Antw. : Trin kcn und immer wieder trinken und im mcr von neuem, das hilft schließlich un ter die Erde, und da hört der Durst aus. Frage: Ich habe nur eme Kiste Cigarren gekaust, bin aber bctro gen worden; denn oben Zagen eine Reihe guter Cigarren, unten wurden sie aber immer schlechter. Wie kann dies vermieden werden?" Antw.: Drehen Sie -künftig die Kiste um; dann werden die nigarren nach unten zu immer des ser." Frage: Mein Mann ist stets so aroo zu mir. ich will Mich daher Von ihm scheiden lassen rathen Sie mir dazuL" Antw.: Nein, scheiden ist immer schmerzhaft, denn Scheiden und Meiden thut bekanntlich -weh."' rage: Finden Sie nicht ebenfalls, daß die Welt iebt sehr schlecht und vcr dorten ist? Meinen Sie nicht auch, daß eine neue Srntsluth von Nutzen wäre 5" Antw.: Bewahre! Die erste, hat 'ja gar nichts geholfen." Frage: Gib es im Gefängniß stets Donnerstag auch Erbsen. Pökelfleisch und ,auerioytk Antw.: Wissen wir nicht; kommen Sie aber doch einmal Zu Uns, werfen dann eine Scheibe ein und bald sind Sie an Ort und Stelle, um Ihre Neugierde befriedigen zu können." ragc: ..Ist es rathlich, schon beim , ersten Jungen demselben zu Ehren ein,, Verherrli chungsgedicht. vom Stapel zu lassen?" ?lntw.: ..Nein, beim ersten noch nicht. erst beim Jubiläumsiunaen beim -,,::m 'V' r fi i. " : "t , , -. - -' - -
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Die Rache der Marquise.
Bon Leon do Tiuseau. Carmm de la Vergara war die Toch ter einer reichen, vcrwittwetcn Port giefin, die seit zehn Jahren in Paris lebte. Als sich die Nachricht von der Verlobung des jungen MädcheZs mit Gontran d'Hcristal im Bekanütenkreis des jungen Mannes verbreitete, waren seine intimsten Freunde nicht im Stande, ihre Bedenken zu unterdrücken. Ueber die Braut war kein Wort zu ver z liercn; man konnte sich, was Schön ? heit, Geburt und Erziehung betras, I kaum etwas Besseres wünschen. Aber Gontran bekam eine Schwiegermutter i zur Mitgift, deren unerträglicher Cha j rakter, ein sonderbares Gemisch von Heftigkeit und Eigensinn, vom Park Monceau bis zur Rue Noyale berühmt j war. Man warnte ihn: Schon acht Tage nach Deiner Hochzeit wirst Du Dich durch eine überseeische Reise vor den beleidigenden Zumuthungcn der Mar qnise zu schützen haben. Und da sie im Besitze des Vermögens ist, wirst Du sie noch mit weiser' Rücksicht behandeln müssen; denn das ist die Frau, die zum tollsten Streich sähig ist, wenn sie sich von ihrem Schwiegersohn gekränkt glaubt, gar nicht davon zu sprechen, daß sie noch sehr schön und erschreckend jung ist!" Ich werde mich beeilen, ihre Jugend durch die Großmutterwürde etwa zu dampfen." Sei Du nur vorsichtig, damit sie nicht Deine Verjüngung in Angriff nimmt uud Dich mit' einem Schwager erfreut." Bah. seit Zehn Jahren ist sie Wittwe Wenn sie sich nach einer Wiedervcrheirathung sehnte, hat!e sie' schon gethan. Daß sie keine bequeme Zugabe ist. gestehe ich Euch gerne zu. aber ich habe meinen Schlachtplan. Ihr werdet's sehen! Nein, meine Kin der, ich sürchte eine andere Gcsahr in diesem Augenblick: Nicht Madanke de La Vergara, sondern (oryzandra. das ist die Dame, die mich unendlich überraschen würde, wenn sie, mich ohne dumme Streiche unbehelligt aus der Kirche gehen licne. Und bei Gott, ich habe mich großartig gegen sie denom men!" Eoryfandra war Kunstreiterin im Hippodrom. Sie besaß einen sehr schwierigen Charakter. Sie liebte den Lärm, ja den Scandal, den Ztrieg. Ihr Peitschenducll mit einer Collegin aus dem Eircus in der Akazienallce deZ Bois steht in gutem Gedächtniß. Sie war es, die einst zwei Schweizer sammt ihren Hellebarden aus der Pkatform der Madeleine-Kirche zurückstieß, um dem armen Montrupcrt, der unter den Tönen Mendclssohn'scher Musik mit seiner jungen Frau am Arme feierlich seines Weges kam, ein paar recht unan genehme Dinge zu sagen. Bei der Hochzeit Gontran's blieb ein derartiger dramatischer Angriff von der gesürchteten Seite aus. Als er Nach mittags gegen 2 Uhr die Zimmer der Marquise de la Vergara betrat, konnte er einen stillen Seufzer der Erleichte rung rncht unterdrücken. Aber noch nicht alle Hindernisse waren durch Eorysandra's Zurückhaltung überwunden. Als er aemutbilch sxoxschcn seiner Frau und seiner Schwie gcrmntter saß. ergriff er das Wort. Verehrte Frau Mama," sagte er, Sie müssen selbst erstaunt sein, mit welcher - Fügsamkeit ich auf alle Ihre Forderungen und diese Forderungen fano ich : manches Mal recht hart eingiug?" Wre hatten Sie das anders machen wollen, da; hätte ich sehen mögen," er widerte die Marquise, und betrachtete wohlgefällig ihren kleinen, elegant be schuhten Fuß. Haben Sie vielleicht nicht die Absicht, so fortzufahren?" ,, Nicht ganz! Nicht heute, nicht in dieser Stunde möchte ich Ihnen mein vollständiges Programm anseinander setzen. Es, genügt mir. Ihnen mitzus theilen, daß ich heute Abend mit meiner Frau in die unbekannte Ferne reise." Sie! Abreisen! Meine Tochter hat mir geschworen, keine Hochzeitsreise zu machen! Du hast es mir geschmorcn, CarmenZ Tu weißt es!" Liebe Mama, seit heute hat Ihre Tochter den Schwur geleistet, ihrem Mann zu folgen und ihm in allen Sun ten gehorsam zu sein. Also, liebeZ Kind, umarme Deine Mutter. Der Wagen steht vor der Thür und ein kur zcr Abschied ist der beste." Madanie de La Vergara traf Anstal ten. in Ohnmacht zu fallen, und Gon tran bcnützte diese Gelegenheit, seine thranenuoerstromte junge xau sortzu ziehen...... Eine Viertelstunde später trat das pinge Paar in seine Zimmer im Grand Hotel.' Dort erwartete sie mit dem Gepäck die Kammcrzungfer Carmens, die in den Fluchtplan der jnngen Gat kcn eingeweiht war. , , Die Koffer Gontran sollte der, Eon cierae des Hauses, in dem sich seine Junggcsellcnwohnung befunden, direct an den Blitzzug nach Italien orln gen. ' , Als Gontran sich eben umgekleidet hatte und seiner zunaen ?rau. die rn Reisctoilette aus ihrem Zimmer kam. entgegengehen wollte klopfte es an seine Thür. , : . ' . . " Wer ist, da? fragte er barsch, denn- er fürchtete einen Angriff von portugiesischer oder hippodromatischer Seite. Vielleicht hatte man den Wagen verfolgt und das Geheimniß des gewählten Hotels auf diese Weise ersah renK-'BN MWlWWWG .Ich bin es., Herr, Graf Prosper Ihr Eoncierge," meldete eine bekannte Stimme. Gontran öffnete voll Unrlche. Das Erscheinen dieses Mannes zu dieser Stunde, das bedeutete Nichts Gutes. , Gibt's was Neues?" fraate,, der
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Zunge Ehemann, rasch die Thüre hin ter sich schließend. Nachdem sich Prosper von der Abwe fcnhcit der jungen Gräfin überzeugt hatte, sagte ängstlich: Ja! Herr Graf hatten mir anempfohlen, in diesen Tagen strenge Wachezu halten von wegen einer jungen Dame, di, kommen könnte." Nun?" Nun. Herr Graf, soeben ist dieser Besuch eingetroffen. Natürlich furch tcte icy ihn nicht mehr, da der Herr das Haus für immer verlassen hatte. Ich stand in der Wohnung, um Verschiedenes zu ordnen. Plötzlich, ohne .zu klopfen oder zu läuten, tritt eine Dame ein, läßt sich in einen Sessel fallen und fragt, ob der Graf d'Heristal nicht zu Hause sei. Ich erwidere, daß er nicht mehr hier wohne, daß er seit heute früh verheirakhet fei und daß ich eben im Begriff stehe, seinen Koffer auf die Bahn zu bringen. Das werden wir sehen!" knirschte die Dame und ballte die Fäuste. Ich will sie zur Vernunft bringen: sie zuckt mit den Achseln. Ich stelle ihr vor. daß ich gezwungen fein werde, ihr die Thüre zu weisen. Sie stürzt auf ckne alte Reitpeitsche des Herrn Grafen und stellt sich zur Wehr; meine Frau schreit um Hilfe. Da. um zu vermeiden, daß die Polizei ihre Nase in die, Sache stecke, mache ich kurzen Proceß, ich empfehle meiner Modie Ruhe an. schiebe sie schlennigst hinaus und der energischen Dame sage ich. daß ich den Herrn Grafen holen werde." Das ist es, was ich will, antwortete sie. Gehen Sie! Das wird lustig werden!" .Verteufeltes Weib", fluchte Gon tran ganz leife. Zu mir zu kommen, an meinem Hochzeitstag!' Von der anderen Seite erklang die Frage Earmen's: Mit wem sprichst Du, mein Schatz?" Fs ist Nichts, Kind. Der Concierge aus der Rue de Marignan sucht einen verlorenen Schlüssel bei mir. Ich mutz nun selbst m meme Wohnung rennen. In einer kleinen Stunde bin ich wieder bei Dir." Nimm mich doch Mit!" , Nein, Liebchen, das geht nicht. Dort ist Alles in größter Unordnung. Ich nehme rasch den nächsten Weg." Unterwegs fragte sich Gontran in seiner Noth, was da zu thun sei. ob er Gewalt oder Diplomatie anwenden. was er mit Eorysandra anfangen sollte. Da begegnete er auf dem Boulevard seinem alten Kameraden, Herrn d'Etigny. den er im Orient glaubte; ein Mann von fünfunddreiszig Jahren, eine aristokratische Erscheinung, fein von der südlichen Sonne gebräuntes Gesicht fiel durch den Ausdruck großer Entschiedenheit auf. Wo kommst Du her? Du bist nicht mehr Eonsul in Aden?" rief Gontran freudig aus. Seit wann bist Du zu rück?" ' ' Seit vorgestern, und in diesem Au genblick beim Frühstück las ich Deine Heirathsanzeige. Hol' mich der Hen ker, wenn ich mir erklären kann, was Du nun heute hier, allem. Abends um fünf Uhr, mit dieser verstörten Miene fuchst?" Dir will ich es saaen und Du wirst mir aus der Patsche helfen. Bei Gott, Dich schickt der Himmel!" Eine Viertelstunde nachher schied d'Etigny von Gontran über alle Details ' bestens unterrichtet. Bem Abschied versicherte er ihm: Jede Unruhe ist jetzt überflüssig. Ich will nicht mehr d'Etigny heißen, wenn Deine Koffer nicht um sieben Uhr an Ort und Stelle sind. Ich war in meinem Leben zu oft auf der Panthcrjagd, um mich vor einer Kunstreiterin zu fürchten." . - I- . as m tro tiicy; aver iro aueoem hüte Dich vor den Krallen Choryfandras. Auf Wiedersehen! Du erweisest mir einen Liebesdienst erster Sorte! Zähle in gleicher Lage auf Mich!" .... Als d'Etiqnc die Wohnung GontranZ im Entresol der Rue Marignan betrat, fand er auf der Chaiselongue des Hochzeitsreiscnden eine wunderschöne Unbe kannte, - die ihm außerordentlich gesiel. Sie fizirte die Koffer und rauchte Eigar retten, um die Zeit zu vertreiben. Er näherte sich ihr auf das Zwang loseste und sagte: Madame,' ich weiß, was Ihnen passirt ist. " Dieser Gontran ist ein elender Wicht und jetzt, da ich Sie sehe, finde ich ihn auch geschmacklos. Sich mit einem solchen Gänschen zu behän gen, wenn man.. . Da haben Sie die Bezahlung für die Sprache, die Sie über meine Tochter führen." Mit diesen Worten stand die Unbekannte rasch auf und beehrte die Wange des Gesandten mit' der schönsten Obrfeige, die eine Portugiesin in einem Zorne, den drei Wartestundcn gesteigert hatten., auszutheilen vermag. Ser Madame, ich verstehe nicht. v ich meinte nur, wenn man das Glück hat, einen solchen Schatz, wie Sie sein Eigen zu nennen," fuhr d'Etigny.' der Unerschütterliche mit einer Bewegung fort, welche die Grenzen deZ Formellen etwas überschritt. 1 Und mit den Worten: '" ' Roch " eine Bezahlung, damit Sie wissen, mit wem Sie sprechen," vergab die bedenkliche Person die zweite schlagende Antwort auf die zweite Wcrnge. Ja, habe ich denn nicht das Vergnügcn Eorysandra zu sprechen?" sragte d'Etigny verdutzt,, und rieb sich dabei das Gesicht. , , ' ' 1 Nein, mein Herr. Ich bin die Mar quise de La Vergara." , ; ', ,,,!' Schlag sieben Uhr traf Pro-pcr mit dem Gepäck am Lyoner Bahnhof ern. Goutran d'Heristal erwartete ihn schon mit seiner jungen Frau und erkundigte yq nicht ohne Unruhe nach den Ver Hältnissen in der Rue Marignan. Nun," fragte er. den Eoncierge bei fette nehmend, gab Z kemen allzu hcf iiaen Austritt?"
Aber nein, Herr Graf. Ihr Freund !st über eine Stunde mit der Dame in Ihrem Zimmer geblieben, dann hieß er mich einen Wagen holen und sie sind zusammen abgefahren." Parbleu, " ' dachte d'Heriflal lächelnd, der tapfere d'Engny hat seine Sache gut gemacht." Vierzehn Tage später, in Florenz sagte Earmcn zu ihrem Gatten: Weißt Du, daß mich das Schweigen Mama zu beunruhigen anfängt? Fünfmal habe ich ihr seit unserem Hier" sein geschrieben und nicht eine einzige Antwort." Sie schmollt mit uns; was ist da zu machen? Früher oder später mußte der Staatsstreich ausgeführt werden. Uebrigens, auch ich bekomme keine Nachrichten. Mein Freund d'Etigny, dem ich einen besonderen Auftrag gegeben habe, scheint mich absichtlich ohne Be scheid zu lassen. Aber. Liebste, was kümmert's uns? Vergessen wir Frank reich, da Frankreich uns vergißt." Aber Frankreich vergaß sie nicht ganz. Sie waren gerade sechs' Wochen verhcirathet und eben in Venedig, als ein Bries ankam, dessen Adresse von bekannter Hand geschrieben war. Sein Inhalt : Die Marquise de la Vergara beehrt sich, ihre Verlobung mit dem Grafen Daniel d'Etigny anzuzci gen und bittet Sie u. s. w. Wie." rief die junge Gräsin etwas sehr verdutzt. Mama verheiratet sich wieder! Aber wer ist dieser Herr d'Etigny ? Kennst Du ihn? Ich habe ihn niemals bei meiner Mütter ge sehen." Ob ich d'Etigny kenne?" antwortete Gontran. Das ist ja der Freund, dem ich die Erledigung jener Angelegenheit auftrug, und von dem ich einen Brief erwartete. Ich sehe, er ist auf seine Rechnung gekommen." Die d'HeristalZ haben mit den d'Etignys gebrochen und wohnten der Hochzeit nicht bei. Das hat aber keinen besonderen Essett hervorgebracht. Denn vor nicht allzulanger Zeit überraschte sie eine neue, blau umänderte Zuschrift : Die Gräfin d'Etignay ist glücklich eines Knsbeu entbunden worden. Der Graf d'Etigny beehrt sich. Ihnen sein Glück anzuzeigen." Wie komisch.- sagte Carmcn und. küßte ihren Jungen, der drei Wochen alt war. der Sohn Mama's kam also schon als Onkel auf die Welt." Du findest das komisch?" meinte d.Heristal. ..Ich weniger, denn die Bonbons des Onkelö kosten den Neffen nur ungefähr vierzig wusend Fran ten Rente. O diese chwiegcrmutter!" M Hoffähige Hunde. Nach den Mittheilungen eines kürz lich in England' erschittienen Buches Tlu Queens Dojjs" (Die Hunde der ÄöNiginbctlkclt.erlicßHcittriHVsir. Gemahl der Anna Bolcyn, die, Bcrord
nung, daß gewisse Hunderassen das v "i t ; . j . t Atechl yavcn soucn, oei HMe zugemucn zu werden, wahrend andere ohne Er barmen davon verbannt wurden. . Von diesem Tage an wars um die Gleichheit unter den Hunden der Vereinigten Königreiche" geschehen, und das Wieschlecht der Hunde wurde m Patrizier und Bürgerliche eingetheilt. Unter der geaenwartigcn Regierung sind drei Hunde dank dem Zauber ihrer Geburt und ihrer gropen Mroiensie zu ven höchsten Hundewürdcn gelangt. Die scs edle Trio besteht aus Marcz, Roy und Spol. die die Bewachung der üö nigin bilden, vor ihrer Kammcrthür schlafen und ihre Herrin auf ihren Reisen begleiten. Marco, der am meisten geliebte, gehört einer Aaste an, die man in Eng land mit dem Namen Pomcranian" fpommersche Rasie) bezeichnet.! Sein Stamml''a:im geht weiter zurück, als der mancher gegenwärtigen Herrscher. Er stammt aus einer florcntinizchen Aristokratie. die zur Zeit Lorcnzos des Pracht tigcn blühte. Die beiden anderen (')ünstlinge der Königin sind gleichfalls vor nchmcr Herkunft. Roy ist ein fchaiti scher Schäferhund, ein Eollcy, und Spot ein Jorterricr. Wie alle großen Pcrsönllchlcitcn der englischen ,'lrlstolratie haben auch diese Hunde-Mylords . ihre mit besonderen Namen benannten Residenzen. Die königlichen Handcpaläste heißen: (Jueen's Verariclah öNiAinnen-Ve' randa), Colley Court (Hof der Eo!leys) Und lImdrellä Court (Schirm Hof). Eine Menge Bedienten sind im Dienst dieses Hundeadels angestellt. Der Tisch dieser vielbeneideten Vier füßler besteht aus drei Mngcn: Fleisch. Oicmüse und einer Zwischenipeise. Ter Koch ist angewiesen, das Äkenu so viel als möglich zu wechseln. , Dank,, diesem ruhigen, regelmäßigen. sorgenfreien und durch sonnige Spaziergänge ver schönten Leben erreichen die Hunde Mylords ein sehr hohes Alier. Wenn sie nicht einem Unfall zum Opfer fallen oder sich in einen Kampf mit zu scharf,, zähnigen Rivalen einlassen, so bringen , sie es oft bis zu sechzehn , Jahren.,!,, In Krankheitsfällen werden sie in eine be sondere, in dem Palaste angebrachte? Apotheke geschafft. Das Familienleben in diesen Hundeställen ist im Allgemein nen em , glückliches zu nennen; Miß heirathen werden nicht geduldet. Wenn einer dieser vierfüßigenEdelleute stirbt, so werden seine Ueberreste in einer im Windsorpark angebrachten 1 Familien gruft beigesetzt. Die edlen, Züge deZ Verstorbenen werden der Nachwelt durch die berühmtesten Maler überliefert, und sein Portrait bekommt einen wür , dizen Platz in der Gallerie der Ahnen. Der gute Mann.. Johann, Tei Herr hat Dir a Ohrfeig gebe und Du bist noch in sei'm Dienst?! Was soll e mache. Anders? Im Grund ist er doch a guater Mal Kaum hat ermer d' Ohrfeig gebe g'hat, sa hat er fcho net meh dra denkt'.
V&:U bä M,i Wi ,,, " ti i H' : 7 . ,:! ä"'- ' : ' f mim 4ß mW'im miym- ',, : . )', - s:mf f -ffS'ü ' i F. '
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