Indiana Tribüne, Volume 15, Number 214, Indianapolis, Marion County, 21 April 1892 — Page 2

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- Tie tZglrqe Tribüne- kostet durch den Träger HSexUS per Woche, die EsntagSTribüne 5 CcntS per Woche. Beide iufama? ISCentS der 65 Cent per Monat. Per Post zugeschickt t Dr , susdezahlun, $? per Jahr. Ossice : 130 Ost Maryland Straße. Indianapolis, Ind., 21. April 1892. I Amerikanische Crlmlnaliustkz. iBekanntlich verdienen amerikanische Gerichte vielleicht am wenigsten von allen civilisirten der Welt den Vorwurf, daß sie vorschnell über die Schuld eines Angeklagten urtheilen, und ein Justiz , niord gehört bei unZ zu den atlerseltensten Ereignisse. Dem Grandjury System lassen sich allerdings manche Vorwürfe nicht crfparen. wohin na mentlich die völlige Jgnorirung, des ,Angettag!m und seiner etwaigen ,Ver- ; theidigung gehört. Das Motiv ist in i ,d&i Bestreben zu suchen, dem Ange klagten nichts von der gegen ihn schwe benüen Anklage zu verrathen. Des halb die Geheimhaltung der Verhand- . , .lungen der Grandjury. Tiese? 35 stcckspiel ist noch em völlig veraltetes .Ueberblcibfek der alten Jnqüisitions' mazime, in dem man lediglich bestrebt war, Schuldbeweise gegen den Jnqui siten zu sammeln, um ihn dann im ge eigneten Moment mit einem erdrückenlj den Schuldbeweis zu überraschen und aus der Fassung ZU bringen. DaZ ist durchaus unwürdig. r Es drängt naturgemäß den Staatsanwült in eine schiefe Stellung, die des unter aLen Umständen gegen den An gellagten Partei nehmenden öffentlichen Anklägers-, während es doch nach freierem Aechtsbewußtsein seine Pflicht ist, die Wahrheit zu ermitteln. Ter englisch amerikanische (lriminalproceß hat sich eben nai nicht aus den Bänden . dcs mittelalterlichen Formalismus? zu der Idee von der freien Ueberzeugung durchgerungen, wozu auch das sinnlose Gaukelspiel mlt dem Schuldig"- und, Nichtschuldlg'' j Pladlren des Auge. , . klagten gehört, das er nach Belieben ändern kann, wie er Lust hat. In Deutschland, wo die Boruntersuchung gegen der! Angeschuldigten 1 allerdings dem strengsten Ämtsgehe'imt niß unterliegt, ist gerade umgelehrt die t ! verantwortliche Vernehmung d.'s Ange ' klagten das Allererste und Nothwen diaste. und etwaiger Gefahr, daß der , , auf freiem Fuße befindliche Angeklagte , , Verdunkelung des Thatbestandes durch ; Zeugenbeeinflussung. Vernichtung von Urkunden oder gar einen Fluchtversuch , unternehme möchte, .kommt man eben sehr einfach durch seine Verhaftung zu . vor, die übrigens nur vom Unter- ,'" fuchungsrichter selbst angeordnet werden "darf und später nur aus besonderen ' ,,, Gründen durch Beschluß der Strafkammec ausgehoben werden kann. Tas lächerliche VersteZspiel. welches 1 hierzulande zwischen Anklage und Ver theidigung durchgeführt wird, erreicht übrigens mit der Hauptverhandlung. dem Jrud", noch keineswegs sein Ende. y Tenn ebenso ängstlich, wie vorher die , Anklage ihr Material vor , der Verthei. ' digung versteckt hat, bereitet diese ihren , (ntla'stungsbeweis vor. Natürlich tappt ' der Vertheidiger, dem in Teutschland. , Frankreich und England nach Abschluß , der Boruntersuchung unbedingt die Akteneinsicht geivährt wird, vollständig b'i uns im Dunkeln; seine einzige In formation ist sein häufig ungcbikdeter. ängstlich, verstockter. verlogmerWent. der aus Angst, sich zu vcrathen. selbst dem Vertheidiger gegenüber mit der Wahrheit zurückhält. ' So ladet denn der .Vertheidiger" in aller Heimlichkeit, womöglich erst am Vorabend der Haupt Verhandlung, seine Zeugen, um dann, wenn die Vornahme des Verhörs an ihn gekommen und der Ankläger mit den -.'inhaltsschweren Worten' Tue peoplo rosts" seinen Beweis abge . tchlossen hat. um einen volksthümlichcn Ausdruck zu ' gebrauchen, dem überraschten Ankläger mit seinem BerlheidigunÄeweisk jn'4 Gesicht zu sprink;eu". TicseS alberne Bersteckspiel das mix zur Herbeiführung ganz überflüssiger und unsachlicher persönlicher Gehässigkeiten .zwischen Beiden' führt, findet seinen schneidenden Gegensatz im euro väischen Strafprozeß, wo heute durch gängig die Bestimmung existirt. daß der . Annäaer in der Amlaaeschrlst seine Zeugen genau benennen muß und der Vert'heidlg.er lit Einigen dem Ankläger schriftlich'mindntknS drei Äage vor der Hauptverhanvluna. Ist die Frist nicht gewahrt, fr muß auf Antrag Vertagung erfolgen. Es ist nicht zu verwundern, daß bei uns der Vertheidiger bei diesem System baufia genug zu rabnlistischen Kunst griffen seine 'Zuflucht nimmt, die ihm namentlich daS wirklich fein juristisch entwickelte "Iaw ok evidenco", die Beweistheorie. in allzu reichlicher Fälle darbietet. Namentlich die Bestimmung. dak Thatsachen, sowohl Aeußerungen wie Handlungen., hei denen der Ange,, klagte nicht selbst zugegen war, niemals Gegenstand der Bewelsausnahnle vor i . - rrt . 1. 1 t ' .. " v n IC T'L." dem eriennenoen erir jnn ourirn. lökt sich von einem gewandten Vertheidiaer bäusia aenua so ant verwerthen. daß er damit den werthvollsten Thri! deS SchuldvkwkljeZ lodttchlägt., , - In dieser Rabulistik. dank welcher h viele wirkliche Verbrecher den Maschen des Gesetzes entschlüpfen: ist auch der Keim der scheußlichen- Lynchmorde zu suchen, welch.' dem amerikanischen Volle ,n den binnen Z anderer Kanonen ein unauslöschliches Brandmal ausdrücken. DaS Volk sieht nur den Erfolg, nämlich fcafc so und so viele Mörder 1re,ge sprochen worden sind --aus Mangklan Beweisen. Mit plumper Hand sucht eS Remedur zu schassen u. wird selbst zum Mörder, vielleicht mit der dunklen Idee , - der alten Abschrrckungstheorle. welche den Vkrvrecher bestrast, nicht um seine - Tbat iiu sühnen, sondern um Gleichge sinnte abzuschrecken. oz:e zu bedenken.

daß t den Minquenten damit zum Werkzeug herabwürdigt, zum elenden Priigeljüngen der beleidigten Gesell schast. Die Bevölkerung Preußens nad Koufesflonen. .

Der Aeichsanzeiger" veröffentlicht eine sehr interessante tabellarische Ueber ficht über die Bevölkerung Preußens nach dem Religionsbekenntniffc. wie sie durch die Volkszählung ermittelt wurde. Zum Vergleich werden die Zahlen aus dem Jahre 1671 herangezogen. ReliaisnSaemem scdaften: 1371 Evangelische Kirche. 16.040.63: Ka:k?lifcbe Kirche-, 8.265.30! 189 19.230.376 10.257,477 Erieckisch-ka!ho!ijuze Kirche Brüderkircbe (Her renhuter) Mknnon tcn BapiZfle? EiiglischeHochkirche Weihodten. Apsstoli'che Kirche Temjchkakholische freireligiöse... Dissidenten - Sonstkge Christen. '3ubii Bekermer' anderer RcligZonen. Mit undestüttmten Angaben deSBe kennwisseA' Ohne Angaben deS -- Bekenntnisses..

1.388 1.360 1.G01 4,514 13,950 13.833 8,818 23.969 904 2,175 792 3.232 1,710 16,081 1,800 929 3,651 6.304 19,433 20.273 54 3.039 325.604 372,058 72 32 16 2.871 4.389 1,492

Zufanwien.. 24,693.171 29.960.31 1 Vom ,.r!zona.icker". Heimgegangen. Wie man aus einer Todesanzeige. welche an einer anderen Stelle in dieser Nummer abgedruckt ist, ersehen., kann, hat Mazor Dayton. einet unserer ältesten Pioniere, dieser Welt Valet gesagt. Whiskey hat ihn umgebracht, obwohl der Leser des ihm gewidmeten Nachrufs schwerlich auf diese Vermuthung kommen wird. Er war kill ehrlicher. Pokerspieler, doch machte er dies wieder wett durch Neigung zu .Händeln, Unmäkigkeit und Revolverschüssen ohne Ansehen der Per-son.-r Wir können nicht sagen, daß wir seinen Hingang betrauern oder daß er durch 'den ' Tausch mit einem andern ttlima viel gewonnen hat. Er war der erste Mann in diesem Ort. der auf uns geschossen hat. und war so ziemlich der einzige, der nicht umfiel, als unser Gewehr losging. Noch zwei Tage vor seiner letzten Krankheit ließ er uns sagen. daß er unZ auf der Spur sei und unser zweites Ohr mit einer ttuge! spalten würde. Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen. Es hat leinen Zweck. Eine Theatertruppe, die unter dem Namen Die Madison Sqnare Uncle Tom SEabin Companys reist, eröftnete am lchten Freitag ein Gastspiel vor übersülltem Hau,e. . Wührend das Stück vorwärts schlich, stellte sich heraus. daß - kein , Onkel Tom. keine Hunde.' kein Legree vorhanden waren. Fünf elende" Mimen mühten sich ad. alle Rollen zu spielen; die einzige Decoration bestand in römischen Nui neu. Die zahlreichen nnd kritisch gesinnten Zuhörer hielten still bis zur Mitte des zweiten Acts, dann aber ging der Tanz los. Man stürzte sich aus die öühne. Die, römischen Ruinen ivur den für, immer -ruinirt und Mit den Mimen wurde derart umgesprungen, daß zwei von ihnen sich noch heute im Ufergestrüvv des Flusses versteckt halten. Tas Eceignik ist ein neuer Beweis dafür, daß unsere Stadt sich in Thca-tersachen-nicht Nasführen - läßt. Wir wollen e5 ebenso gut' haben, wie die New Vorker. oder gar nichts. Nichts darf ausaelassen werden. Gibt es dn Rollen im Stück' so wollen wir auch zehn Schauspieler auf der Bühne sehen. Kommt ein Maulesel , drin vor, so soll man ihn auftreten lassen, und er soll hübsch ' lebhast, sein und brav hinieu ausschlagen. Wir sind ein Helles Bölk chen. Wir zahlen brav und wollen was für unser Geld Haben: wir ver stehen uns. aus'S Ertrafeine und las sen uns mit Trödelwaaren nicht heim schicken! Natürlich werden wir! - Unsere Kollegin versteigt sich zu dem Vorschlages den nächsten Vierten Juli nach althergebrachter Weise zu feiern. und verlangt zu wiffen. ob man nicht den Gouverneur veranlanen konnte. herzukommen : und die Festrede zu hal ten. Wir glauben nicht, daß er Ber anlaffung, dazu. hat.. Wir denken zu hoch von temem Verstände, um anneh wen zu können, daß eS ihm überhaupt nur einfallen wird.' Wenn eine solche Feier stattfindet, so werden wir als Bürgermeister unterer: ptaoi an der l-lime stehen. Wir werden dabei sein Vir werden die Festrede halten, den Festzug anführen, und wahrscheinlich auch das "Abbrennen des abendlichen Feuerwerks befehligen. Unser Amt ist ein Ehrenamt ohne Gehalt. Man hat nns erwählt, um uns damitrine Ehr? zu erweisen und , wir sind gnolllt. die alte Maschine bis auf den legten Tropfen auszuquetschen. Es mag Mayors in diesem Territorium . geb.'n. die sich mit dem Amtstitel zufrieden geben, aber wir wollen Alles haben, was damit in Verbindung steht. Sollte unsere Kol legin mit einer Auflage von 4(30 beabsichtigen, eine kleine Schießerei herbeizusühren. so mag sie nur fortfahren. ihren eben gedachten Plan weiter aus zuHecken! Ist Deeming der,,ipper"? (Londoner Correspondenj.) . In dem in Perth in Westaustralien verhafteten. Teeming, mit seinen Tut zend anderer Namen, ist offenbar einer der gefährlichsten Verbrecher dingfest ge macht worden. Jeder Tag bringt neue Großthaten- dieses. Maffenmör ders. Schwindler und Betrügers' an'S Licht, die es ganz unbegreiflich erscheinen lassen, wie- er so lange sein Hand werk - betreiben konnte, ohne in die Hände der strafenden Gerechtigkeit ge fallen zu sein. Die ursprüngliche Ver muthung. daß Deeming mit den White chapler Morden in Verbindung stehe, ist durch ein Gcüändniß des Verbreckers

serrangl worden, wellyes er am sonn ibend'in Perth feinem Rechtsbeistand and später auch einem Polizeibeamten ! zegenübet abgelegt hat. ' Teeming hat nicht nur den, an seiner Frau und, sei nen vier hindern in Rainhill begange nen Mord - eingestanden,' sondern, sich

auch als Thäter der letzten zwei: Jack pem AuZschlier zugeschriebenen White chapler Morde' bekannt. Da nun der lete der sogenannten Wbitechapler Morde, der am 13. Je bruar d. I. begangen wurde, nicht mit Gewißheit auf Jacks Konto gescht wird, müßte also Deeming den 8. und 9. Mord auf dem Gewissen haben. (Mary Kelly ward am 9. November 1883 in Doffet-Street. Alice McKenzie am 17. Juki 1889 in Castle Alley um gebracht.) Im Februar 1891 verbüßte Deeming eine ihm zugemessene Strafe.' zu welcher er wegen verschiedener in Bcvcrky verübten Schwindeleien ver urtheilt war. Ist es nun Prahlerei Deemings. daß er sich die Mi letzten Whttcchapcl Morde zuschreibt, oder spricht er die Wahrheit f Auffallend ist. dak bei der Entdeckung der Leichen in Rainhill sofort die Be. merkuna aemacht wurde, daß der Schnitt durch den Hals bei jedem Opfer -auffallend an die von Jack geübte M? thode erinnerte: dieser Umstand gab ?zu erst zu der Vermuthung Beranlaffung. daß man es mit dem solange vergeblich gesuchten Whitechapel-Mörder zu thun habe. Auch die Leiche der Frau Dee minq war ähnlich verstümmelt, wie die Lcie der Kelly und anderer der abge schlachteten unaluasengen Frauenzim mer, und dies spricht für die Annahme, daß Dccminqs Geständniß auf Wahr heit beruht. Ein weiterer verdächtiger Umstand ist. daß Deeming vom April 1883, wo der erste Rippermord verübt ward, bis gegen Mitte November desselben Iah reö für alle Welt verschollen war. Nach dem Morde der Kelly war jedoch ,die Polizei aus der Spur des Mörders, und da tauchte Deeming plötzlich bei seiner Familie in Birkenhead aus und schiffte sich alsbald nach Australien ein. Im Juli 1889 kehrte er zurück.' landete m London, nnd zwei Tage später wurde Alice McKenzie ermordet in der Straße aufgesunden. Der Mörder hatte aber nicht Zeit gefunden, eine Verstümmelung an der Leiche vorM nehmen: die Polizei war zu wachsam geworden, und er mußte eS selbst a!S nn Wunder betrachten, daß er bei der Vcrübnng der That nicht in deren Hände gefallen. Aber sie hatte ihn verscheucht, und Jack der Aüsschlitzer hatte anscheinend London verlaffen. Dics fällt auffälliger Weise mit der Rückkehr Deemiugs nach Birkenhead zu sammen, und es fragt sich nun. wenn er die zwei Morde zugestanden, ob er nicht auch die anderen sieben Morde auf seinem weiten Gewissen hat? Gerade während der Zeit der Rippet' Morde war er für alle Welt verschol len. Warum sollte er Nicht in London gewe'cn seini lr hat bisher nicht nachgew'.escn, wo er sich da aufgehalten, und nach dem Urtheil der Sachverständigen waren alle Morde von derselben Hand und mit einem haarscharfen Nlesser vollführt. Deeming besaß nun ein gekrümmteS Messer, 'mit elfenbeinernem Griff und in einer kunstreich geschnitzten Scheide aus Nilpferdhant, welches er vom König Ketsdurayo erworben haben will. Es war unstreitig echt afrika nische" Arbeit, die Klinge war von vor trenlichem 'tam und scharf wie ein Rasirmesser. Deeming führte es immer bei sich und zeigte es vielen Personen mit der Bemerkung, daß dieses Mcffer wunderbare Geschichten erzählen könnte. (5S war offenbar das Werkzeug dcS Maffenmörders. der Armen das Leben und Reichen das Geld abnahm. Die bisher bekannt gewordenen Be trügereien, Diebstähle und Schwindeleim TecmingS würden schon einen beträchtlichen Band lullen, der eine ganz interessante Lektüre abgeben würde. Seinen Hauptnschzua machte er in Südafrika, namentlich auf den Dia mantseldern. in Johannesburg und der Kapstadt. Wildfremd kam er dort als Mr. Smith an und gewann binnen einigen Wochen das unbedingte Ver trauen ' von einigen Juwelieren und Diamantenhändlern, die ihm Gold und Edelsteine zum Verkauf in der ikapjtadt im! Werthe von mehrerer Taufend Pfund übergaben. Natürlich sahen sie von diesen und von Mr. mith nichts wieder; aber nicht genug daran. schwindelte er einem derselben durch Fälschung von Telegrammen 2309 Pfund und der Bank von Südafrika, bei der er sich Mit gefälschten Papieren als Vertreter angesehener Firmen und als Befitzcr weiter Ländcrstrecken in Natal legitimirte. 3800 Pfund ad Sein viermonatlichcr Besuch der süd afrikanischen Kolonie trug ihm. soviel bisher bekannt, über 8000 Pfund ein, und wahrscheinlich ist tr auch der Dieb emer wcrthvollen Tramantsendung. Augenblicklich befindet sich Deeming auf dem! Wege von Perth nach Melbourne, wohm er in Ketten überfuhrt wird. Von, JNlanoe. Ein frifcher Blumenstrauk wird jetzt jeden Tag aus'S Grab von Iefferfon Tavis aeleat. Das ist mebr als ßrants Grab erhält, während sein Monument noch ein Lustgebude ist. Jodn Calvin Moß. d'e kürzlich in Brooklyn. N. V..' gestorben ist. war der Erfinder des vboto aravi rendw oder ätzenden Processes, durch welchen die Zeltungs'Porlraits fo lchneu hergejteut werben können. ; , f r 7 Der Na t io na lA b aeord n e r Ehapin von Brooklyn, N. Z).. wurde vor einiger Zelt als tzltendahncommij' sär von'Nework mit einem abres geholt von L8000 vereidigt., dabei hält er aber fejt an seinem jährlichen dqIClx von 5tX)0. das er als Mitglied des Kongresses bezicht. Er sagt wie David B. HlU: ch bin ein Demokrat.- , N a h e j u 98.000.000 F u ß Bau boli. das in Aroostook Eounto.' Me. gelchnittcn worden ist. wurde im letzten Jahre den St. IohN'River hinunter geflößt und in den New Brunswick Sägemühlen verarbeitet. Die neue Aangor und Aroostook Eisenbahn hat einen neuen AuSslu? für das auyoiz geschaffen und Dutzende von Säge und Öobelmubken werden errichtet.

Frau Annie Roush. dievor einigen Tagen in Letart. O.. im Alter von' 106 Jähren gestorben ist und sich im Jahre 1802 'verheirathet hatte, war die Mutter von dreizehn Kindern. Diese fetzten die Vermehrung fort, so daß die

Nachkommenichaft der Frau Rousy bei ihrem Tode nahezu die Zahl von zwei' tausend erreicht hatte. Sie war UrUr Urgroßmutter geworden. Frl. Olna Bull. Tochter des norwegischen Violinvirtuosen Ole Bull ist allgemein beliebt in den gesell? schaftlichen Kreisen von (Cambridge, Maff. Sie hat sich kürzlich der drania tischen Kunst in dieArme geworfen ünd der Julia Markow'schen Theateraesell t t i rs" - . r . schafkangeicyiofsen. ie fou, eine ganz vorziiallche Ballettänzerin sein, neben bei aber auch eine große Thätigkeit im Dienste der Kirche entfalten. Passagiere der südlichen Pacisic-Eisenbahn führten Beschwerde. baß das Wartezimmer' auf, dem Bahn Hofe in Santa Clara beständig geichlof? sen sei. Die Beamten stellten eine Un? tersuchung an und fanden, daß der Bähnhofs'Agent, ein junger untcrneh' mender Mann kamens Auen, das Wartezimmer in eine Tanzschule verwandelt hatte, die , in bester Blüthe, stand. . Er ertheilte des Nachmittags und Abends Tanzunterricht und schloß die Thüren, damit seine Schüler nicht durch Rei sende gestört werden konnten Nach einem soeben erschie nenen Bulletin des, CensusbureauS be, trug die Gesammtbevötkerung der sechs NeüenglandStaatenEonnecticutMas sachufettS Rhode-Island. New Hamp. shire, Vermont und Maine im Jahrk 1890 4,700,745 Personen., . Davon waren 2,313,755 männlichen, 2.386,,, 990 weiblichen Ge chlechts. In Neu lengland geboren waren 3558.406. im Ausland geboren 1. 14L.339. Die Ge. sammtzahl der Farbigen, civilisirten Indianer, Japanesen und Ehinesen.in Neuengland war 4,, 554. Von den dort geborenen Welßen hatten 2,435, 792 Eltern, die im Jnlande, 1,079, 799 Eltern, die im Auslande geboren waren. Mit Ausnahme von Vermont hat in den Neuenglandstaaten die Zahl der im Ausland geborenen Einwohner in dem Zeitraum von 1830-1890 sehr bedeutend zugenommen und zwar in New Hampjhire um 56.26 Procent; in Massachusetts um 48.17 Procent? in Rhode Island um 43.07 Procent: in Connecticut um '4lr17 Procent.' Die Zunahme der Zabl 'der Ausländer in Maine seit 1830 war 34.80 Proc.. in Vermont nur 7.64 Proc. An einem der letzten Tage sind in New York über 2000 Einwan derer angekommen, die von Oberst We ber, dem Vertreter Onkel Sam'S, sämmtlich mit offenen Armen empfang gen worden sind. Nicht ein einziger wurde beanstandet. Da kamen zuerst die Dampfer ..Norge" von Ehristiama und Germanic von Liverpool. Ersterer hatte 623 norwegische, schwedi sche nnd dänische ?lckerbauer an Bord. die meistens , tuit Geldmitteln versehen mären, nach di-in ?!ordwesten gehen und sich dort Land kaufen wollen.' Mit dem Llverpooler Dampfer Geraarntr . welcher 920 Einwanderer brachte, tra fen an zweihundert junge, rothbäckige und'kräftige Jrländerinnen ein, die fast ohne Ausnahme Angehörige, und Freunde in New ork haben' und' sich als Dienstmädchen . ihren Lebeusunter halt , verdienen wollen. Bei der-Herr fchenden Dienstbotenttoth dürste dieser frische Zuwachs den NewVorker HauS trauen sehr willkommen sein. Der Dampfer Rotterdam- von Amsterdam brachte 457 Zwischendecks-Passagiere, so daß im Ganzen, 2005.Elnwanderer an einem Tage ankamen und auf EUis Island gelandet wurden. In eine mindestens sehr unbequeme Lage gerieth neulich der Thierwärter Patrick Äioran im Bären zwinger des Central? Parks in .New Vort.. Im Zwinger befanden sich zwei Gris!i?Baren. ein brauner s und ein schwarzer Bär. Der letztere war krank, und es war ,Morans Auiaabe. ibm Arznei einzuflößen. Zu diesem Zwecke begab er sich, neulich, nur mit einer Harte bewaffnet, in' den Zwinger, jagte . il -jL' iJlVj i : 'v:.' oie: oeioeu )s!S.iourrn aus piz picin platten an den Zwingerwänden. tüm merte sich aber nicht un den braunen Petz, der für sehr gutmüthig galt und Jahre : lang mit' einem Italiener als Tanzbär im Lande umhergezogen war." Moran kniete neben .dem Kranken nie der.' um ihm die Arzuei zu verabreichen. Plötzlich aber packte Meister Braun ihn an ;der Hose über dem Gesäß und schwang ihn in die Lust.. Moran rief um Hilfe; alles Sträuben, und Stram peln hals ihm nichts, denn Petz fuhr fort, mit ihm den Staub im Zwinger zusammenzufegend Als schließlich Bei stand kam, ließ Meister Petz ihn nieder und! verzog ,nch, MoranS osennk alS -iegeSbeute mit sich nehmend, in eine e'chaullche Ecket " .Außer dem Verluste -lies . unerläßlichen ' Bestandtheils der k hatte Moran keinen weiteren Scha ;u betlagen. , '! :: ; Vom nslande. D e r Äeda li enr d eSBer. liner Aktionär-, Emil Freystadt, ist. ! .. . . . i -L v4' ',' t .ivie Zlunmryr oeiannr wiro,, niqr frei willig aus dem Leben geschieden. .Dei plötzliche Verlust deS Augenlichtes her den sonst so lebensfrohen Mann zu derr Entschluß gedrängt, selbst Hand an sick zu legen. - Am 25. März, auf der Rückfahrt von Leipzig, seiner Geburtsstadt., in 'welcher er einige, Tage züir Besuch verweilte, hatte Herr Freystadt das EouptJenster geöffnet und sich im scharfen Luftzug 'hinausgelehnt. In Folge dessen verspürte er sehr bald einen heftigen Schmerz in - den Augen bei sich stetig steigerte und erst in der Nacht zum 26. nachließ. Als Herr F. aber am nächsten Morgen erwachte, machten die furchtbare Entdeckung, ;. daß sein Augenlicht völlig erloschen war. Ein hinzugezogener ,Arzt mußte dem un glücklichen Manne die trostlose Eröff nung machen, daß die Erblindung woh eine dauernde bleiben würden Anfangs trug Herr F. sein Schicksal mit ruhige, Ergebung und suchte Tags über, mit Hilfe eines ' Vorlesers, seine Berufspflichten noch zu erfüllen. In der Nach zum Sonntag mag der Unglückliche sich erst der aanttSchwere seines entsebli

cyen (Veschra? oewutzt woiden sein und dem msolae den Vlan aekakt baben.

dem trostlosen Dasein selöst ein rasches Ende au bereiten. Am Sonntag früh führte der Verzweifelte seinen Entschluß , 4 j. . r'. t " 1 1 . n 's.:"1.' aus, er ergangn? uca nillleifi, seiner Schlafrockschnu'r an der Thürangel, i Ein wahrer Massen mord wurde, wie aus Paris gemeldet wird, durch Ansteckung von-150 Papa geien verübt, welche der Voqelhändler RuboiS kürzlich aus Buenos-Ayres im portirte. Ru bols, hatte sich in. Paris mit sciner Waare bei einem Freunde, dem' Zinngießer 'Lienard7?einquartiert , c VV vi V - V ' " . iimH vi M!a,iI in intftn eivrt Virnrnor UHU VII CVt.t lll Itllllt UUUt IIMIllU gelassen. Die Folgen waren schrecklich. Innerhalb zehn Tacten starben an in sectiöser Lungenentzündung Frau Lie nard., deren älteste Tochter, - ferner ' das der Familie befreundete, Ehepaar rtl . . '4 . , t . f 1 '. . . i aussage, wcicyes einen Vefucy gemaryi hatte, mnd ein im Haufe ttablirtet Weinfchänker, Bernasson,' nebst TochterZ Die Zahl der Opfer ist jedoch noch nicht erfäpft.' Lienard nebst zwei an deren 'Töchtern, sein' Schwiegervater Rentier j Bachers einer seiner Arbeiters sowie . der Juwelier Vasseur welcher von Rubois esnen Papagei gekaust hat, liegen an derselben .Krankheit . hoffnungsloZ darnieder ' und sehen stündlich ihrem ' Tode - entgegen Die Unter fuchung soll . ergeben haben.' daß - die Papageien, ' welche selbst der Mehrzahl nach verendeten, , von, der , Lungen entzündung befallen .waren und dm Krankheitsstoss im Hause verbreiteten. iNach Versicherung der Aerzte wären die 'Fälle .der lusteckung durch überseeische Böget keineswegs -neu. (OD diese Papageien nicht s Enten sind?) ! Dr. Fridthiof Nansen Hat bereits: vier. Begleiter zu der von rhm geplanten abenteuerlichen Fahrt naq vemcoropoi gesunom. Ausser him, schon .früher dazu entschlossenen Napitän Swerdrup nimmt der Marine Lieutenant, Scott Hansen an der Er pedition theil. Dieser hat zu diesem Zwecke bis 1. October 1894 Urlauber halten und wird sich in der nächsten Zeit nach Deutschland begeben, um dort astronomischen Studien obzuliegen, da .'leutenant Scott Hansen die wahrend er Expedition vorzunehmenden astroomischen Beobachtungen leiten soll. Als ein weiterer Thcilnehmer hat sich Eapitän Jngebrigtsen aus Tromsö ge nieldet5 ein kühner und tüchtiger Eis meerschlfser. Die Expedition fou am 1. Januar 1893 abgehen falls sie den Weg durch die Berin'gsstraße einschlägt. Wird daceqen der Weg nördlich um Norwegen in's Eismeer hinein gewählt. so bricht die Expedition einige Monate später auf. r Herr Jlg sprach am 24. März in der Bernischen Geographischen Gesellschaft und berichtete demBund' zufolge vom König Menelik von Abes shnien: Seine Unterthanen wollten an fänglich weder Steine behaucn, noch Holz sagen oder tragend Da griff Konig Menelik. .mit' dem guten Beispiet vorangehend, selbst zu Vcelßel und Säge und half in eigener Person Holz stömme aus dem Walde fortschleppen, Damit bewies er seiuen Unterthanen, was ein Mann leiste könne, wenn er nur wolle. Fortan fugten sich die zur Faulheit' neigenden Abcssynier den er wähnten Arbeiten. Herr Häfllger bemerkte nach Schluß des erwähnten Vvrträges vor A!enelik habe er großen Respekt; derselbe verdiene, zum Ehrenmitgllede der Gesellschaft ernannt zu werden. Dieser unter großer Heiterkeit aufgenommene Vorschlag wurde zum Be chlune erhoben: ' .7 1 Der bekannte Pariser Restaurateur Brcbant, welcher mner zeit in seinem Restaurant die Spitzen der Iltcrarischen künstlerischen Welt ver einigte, der sich auch gesellschaftlich in Baris sehr beliebt ni Macken Ivunte. und so lange er selbst Vermögen besaß. täglich eine- große Anzahl von Armen speiste hi- dieser vorzügliche Mann ; ist infolge schlechtm Geschäftsganges er war eben aus der Mode gekommen in so traurige Verhältnisse, gerathen. ' - - c. ! -' p-t .. . oay die ournailslen xt lyn eine tw i. m ' i arosze voyllyailgretts-orneuung arrangiren. Alle Schriftsteller, Journa listen und Künstlern die je bei Brebant speisten? (zuletzt geschah., es . auf dem Eiffelthurm" Iwo Brebant :auch ein Restaurant hielt),: waren gern bereit. diesmal etwas Außerordentliches zu In sten, und es bildete, sich sofort ein Eo miie. wie so bald nicht wieder eines ge funden werden kann. Das Comite be steht nämlich aus den drei .Akademikern: Alexanoer umas, Bictorlen Wardou und Henri Meilhac; aus den Malern und Mitgliedern des Instituts: Gerome, Bonnat und Jules Lefevre; aus drei Theäterdirectoreni Eugen Bertrand (von der Großen Oper) Jules Claretie (von derMomedle ' franaise) und ' 0ck ning (vom GymnaZe), und endlich aus den '. drei Chefredacteuren: Senator Hebrard (Memps"), Magnard Figaro") und Ar!h. Meyer (Gaulois-)! Unter solchen Umständen ' ist eine Ein nähme, von mindestens s 50- bis 60,000 Francs vorausuiebei Aus Posen wird qemrl det: Der früherePostgehilfeOtto K le.nz stein' von Grütz . wurde wegen Unten schlagung und Urkundenfälschung im Amte zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. Der Mitinhaber einer J der -größten Getreidehandlungen des Ostens.' S. D. Hierselbst, wurde von der Straskammer in Jnowrazlaw wegen Betruges in zwei Fällen und Urkundenfälschung in einem Falle zu 1s Jahren ' Zuchthaus und 1500 Mk. Geldstrafe event. 100 Ta gen Zuchthaus, 7 verurtheilt. Aucy wurde auf Aberkennung der' bürger lichen Ehrenrechte auf 3 Jahre erkannt. Gegen D. schwebt noch die Untersuchung wegen einiger anderer BetrugsfüUe.' Der Wirth Weigelt in Kolankowo hat in Gemeinschaft mit feiner Ehefrau fei nen Schwiegervater, den Altsitzer Wall ner ermordet. , Von der Tochter , in ihre Wohnung gerufen, wurde der alte Mann von dem Schwiegersohne durch zwei Revolverschüsse zu Boden gestreckt und dann vollends erwürgt. Abends trugen Tochter und Schwiegersohn die Leiche nach dem Torfbtuch und versenk ten sie unter die Eisdecke eines zugcfrv renen Wasserloches. Ter Polizei ge lang eS,' daS 14jährige Dienstmädchen ÄkiaeltS und schließlich auch die Ehe

Der acht importirte Johann gosssche Nlalz-Ulrakt Mdas gesündeste? diätetische . " ä ' - ,, ! " ' ' 1 ,

Getränk ' i m. rnelfach er probt für Genesende, schwächliche Frauen, Männer, sowie für Kinder. Eisner k Mcndclson Co., Alleinige Agenten und Jmportäre von Mineral Wassern, 6 Barclay St., New ZZork. frau zn einem .Gcftündntfz zu veran lassen. Weigelt entzog sich der Berhaf tung durch die Flucht nach wenigen Tagen jedoch wurde er -als Leiche im Stolqnczyner Walde aufgefunden; fr hatte sich )durch seinen Schuß in- die Schläfe gctödtct. . In der "S tadt Immen Hausen sind , 00 'Wohnhäuser mit 40 Nebengebäuden durch Feuer zerstört worden. Auch viel Vieh ist in den Flammen umgekommen Das Feuer war um Mitternacht ausgcbrochen. Die Löscharbeitcn wurden durch Wasser Mangel, Mangel an Feiter-eimern, Waffertragttn und durch fehlende Or ganisation beeinträchtigt. Eine furchtbare Hitze machte den Aufenthalt auf der Brandstätte fast unerträglich. Ei nen gräßlichen Anblick boten diegcbratenen Kadaver des in den Stallen verbrannten Viehes. Das Feuer entstand Nachts um 12 Uhr. in der Scheune bei dem Gutsbesitzer Bock in der Mittelstraße und verbreitete sich, von einem heftigen Südostwinde angefacht, so ra send schnell über dm ganzen nördlichen und westlichen Stadttheil, daß eine Stunde nachher bereits 00 Gehöfte in Flammen standen Die unter den Dächern liegctOen Getreidevorräthe boten dem Feuer reichliche Nahrung, haushoch loderten die Flammen zum Himmel empor und. setzten einen Tachffuhl nach dem andern in Brand. Die Feuerwehr erwies sich fast machtlos. Nur mit großer Anstrengung gelang es, Kirche, schule und RathhauS zu retten. Die Postagentur mit Telegraph mußte flüchten und wurde vor dem Thor in einem Hause provisorisch untergebracht Im Ganzen sind ungefähr 150 Familien mit 4500 Köpfen obdachlos. Eine f u r cht bare Fe uerS drunst hat, wie ans Kalkutta gemeldet wird, fast drei Viertel der Stadt Man daläi in Asche gelegt. Viele Personen sind in den Flammen umgekommen. Auch die alten Paläste sind niederge brannt. Mandalai, in der Ebene des Trawaddi gelegen, ist bekanntlich die über 100.000 Einwohner zahlende Hauptstadt des hinterindischen Reiches Birma. über das ein Kaiser (Boa, d.h. der.Hcrr des Weltalls), dessen Namen zu heilig ist. um ausgesprochen zu werden-, .despotisch gebietet. Man sagt nur: die Bittschrift hat das gol dcne Ohr erreicht" u. f. w. In Amara pura. der einstigen Residenz, stand der Palast des weißen Elephanten.. In Mandalai hat der Kaiser von Birma erst feit 1859 seine Residenz aufgeschlagern Die ganze Konstruktion der Stadt ist von der Furcht diktirt. Sie besteht aus drei in einander geschobenen Vierecken. Der König wohnt mit seiner Fa milie und den Palastbediensteten im innersten Quadrat, wo er sich außer durch die Mauer noch mit hohen Palis saden umschanzt hat. Das zweite Quadrat enthält die durch Umzäunungen von einander getrennten Häuser der Beamten. Offiziere und Soldaten, und bietet In seinen breiten,, einander recht winklig kreuzenden Straßen einen rein lichen. aber todten' und' langweiligen Anblick. Mne hohe,, durch breite Thürme , flankirte .Mauer, deren vier .massive, Thore Abends . geschlossen , wer den. . umgibt auch diese Soldatenstadt, und wird von außen durch einen tiefen Wassergraben ' umgeben. . Tann folgt in wejtem, Abstände, die äußere Stadt. Ueber seine W anderun gen durch die höheren Gebietendes Hi-malaya-Gebirges hat der als Afrikarcisender in weiten Kreisen bekannte Tr. Vocck in Wien einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Von der' höchsten Sommerfrische, im Kumaon-Hymalaya der Redner legt bei letzterem Worte die Betonung auf die zweite Silbe von dem 12.000 Fuß hoch 'gelegenen Milam ging in Gesellschaft des tiroler Hochgebirgsjührers Hans Kehrer aus KalS d'e Tour im Frühling ,1890 aus und erreichte in dem mehr als 17.000 Fuß hohen Gipfel deS Panchakuri ihren höchsten. Punk t. Wer nicht die vollständige Marschunfähigkeit der Träger eingetreten, so, wären auch beträchtlich größere Höhen erreicht worden, denn mehrfach bildeten dafür die GebirgZformatio nen der Gletscher und Schneefeldcr nicht ungünstige Gelegenheit. Von der vielge nannten Berg- oder Höhenkrankheit ist sowohl Dr. Aoeck. als auch der Führer Kehrer wohl in Folge ihrer tourifti schcn,Ruhe verschont geblieben, ,ihre hastigen, nervösen und furchtsamen Be gleiter jedoch machten alle Stadien dieser Plage z mit.' vom Ohrensausen' und Nasenbluten an bis zu epileptischen An fällen schlimmster ,Art. . Den höchsten Berg? der 'Welt, den Sitz SchiwaS, Mount Everest oder Gaurijankar (etwa 29.000 Fuß , hoch) konnten die ForschungSreisenden überhaupt nicht erreichen da ihnen der europafeindliche Be Herrscher von Neapel den Eintritt in sein Land verweigerte. So mußte sich Dr. Boeck m i t ? einer Photograph schcn Aufnahme, dieses Bergriesen begnügen und mit dem Troste, daß er in der Be steigung des HimalayaS ti wenigstens doch weiter gebracht habe, als i:gend ein Europäer vor ihm. rM, "MMßll Monumente und Grabsteine in großer Auswahl und zu billigen Preisen bei Auguk Diener, 9!o. 242 Oft Washington Straße.

EiZenhayn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen ; bahnzügk im Union Depot, Indianapolis. Vanöalia. Abgang Postzug Expreß Expreß 7. Accomodation Expreß expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodatkon Expreß . . Schnellzug... Accomadaüon .. 7 80 53m ..11 Ä)Bm .. 1W?!M .. 4 00 91m 7 w Rm ..IlMNm .. 3 30Nm .. 4 15VM ..lOWVm .. 2.Vm .. 5 20 $rn .. 7 47, Am Clcveland, Cineinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clevelsnd Tivisisn. Abgang Expreß 6 L0 Tm Expreß 9 35 Wm Erpreß 11 45 Wm Limited Expreß 3L0Nm Expreß 6 45Nm Ankunft-Expreß . 70Vm Expreß . . . 11 10 Vm Limited Expreß 1155Vm Expreß 6 00 Am Expreß .-1050 Nm St. LouiS Division. Abgang Expreß 7 30Vm Limited Expreß. 12 03 Nm Expreß . . . . : b 20 Nm Expreß, täglich .......... .10 5 Nm Ankunft Expreß täglich. ........ 3 20 Vm Erpreß.. 9 25 Vm Limited Expreß.:.. 2 55Srn Expreß lr. jJi .... 20 Vm Chicago und Cincinnati , Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täglich ...... 705Vm Acconrodation : .... : 10 55 Vm Postzug 3 00 Nm Aceomsd. (nur Sonntags). SOONm ! Accomodation 6 45 Nm Ankunft- Rushville Accomodation.10 35 Dm Postzug.' .....1150Vm Jnd'plö Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodation K V0Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodatida .. . . . 7 10 Vm ' Scknell.Post.: .... 12 01 Nm ' LasayetteAccomadation K 15 Nm Schnellzug..... 12 30Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2o0Nm Accomodation. 615 31m j Peorla Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß ...12 03Nm ; Danville Accomodation. . . . 505Nm ' Expreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodation. ...1040 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß 6 35 Nm 1 j Peoria Division östlich. Abgana Expreß 3 35 Vm ; Accomodation 530Vm - Expreß. 3 05Nm Ankunft Expreß 11 45 Vm Accomodation 9 00Vm i . Expreß....... .10 30 Nm Lake Erie und Western. Äbaana Expreß 715 V Expreß. 120Nm Erpreß...... 700Nm Schnell. Expreß ..11 10 Nm Ankunft Schnell-Expreß 3 20VM Expreß 1030Vm Expreß.... 2 50Nm Ervre 6 20 Nm Pittsburg, Cincinnat! Chicago und St. LouiS. Indianapolis Division. Abgang Erpreß 4 45 Pm . ' ColumbuS Accomodation.. . 9 00 Vm Expreß..... 3 00 Nm Nichmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß... K 30 Nm Ankunft Rickmond Accomodation 00 Vm ' Schnellzug........ 1140Vm Expreß.. 12 50 Nm. Accomodation 3 45 ?cm Expreß . 50Nm Expreß.... 9 00Nm Chicago Divisisn via okomo. Abgang Erpreß.. 11 05 Vm ! Expreß.... 11 30 Nm nrunft Expreß . 3 30 25m ;,.v ' Expreß;;. 3 45Nm ; '' - LouiZville Division. Abgang Expreß . . . . ..... 3 40Vm ' -; Louiöville Accomodation... 8 00Vm Schnellzug. 355Nm 1 j ; Accomodation. .......... . 43)Nm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug.. 11 00 Accomodation 6 00 Nut ,, Spezial täglich 10 50Nm Cincinnati, Hamilton und Jndisnapoliö. T! t . . . . Abgang Expreß S55Vm Cmnnnatt Accomodotisn . . 10 45 Vm . : Expreß.,.. 3 00 9cm Expreß....... 3 so SKn , Expreß... 30Nm Imnft Aexsmodation.. 9 15 Vm Expreß,........, 11 15 Vm -:v Expreß:........ 7 45 Nm ! Expreß.;.... 10 55Nm Erpreß.. 12 35 Vm 0 Indianapolis und VineenneS. Abgang Expreß 730Wm VineenneS Accomodation... 4 10 Nm Ankunft VineenneS Aceomodatiönll 00 Nm y.-it ' .E-rpTenti..V., 505Nrn Cincinnati, Wabash und MichZgan. Abgang Expreß . 630 Vm t'-U ; Expreß...... .......11 45 Vm i Exprcß. 6 45 Nm Anknuft Expreß 11 10 Vm i,' t: ' Expreß KOO Nm : Expreß . .10 60 Nm Indianapolis, Decatur und Western. Abgana Expreß l . 8 30? ; Accomodation;......... 420 Nm Schnell, Expreß ... ....... 11 00 Nm kwkmft Schnell. Expreß ! . . . .. . . 3 30 Vm yir.f. ettmsdattoi i.;. ....10 10 Vm Grrnrek . . " A AK LouiSville, New Albany und Chicago. Wgang Expreß ..............12 40 Vm ;"'!; Expreß ii ,M . ..11 35 Vm Monon Accomodatisn . . . .. 5 20 Nm AnkMft Expreß . 3 25 Vm y i Nomm Accomodtion .....10 40 Vm - : '"' -.'li - i Erpreß . . . . ;;,. fli , . 3 20 Nm wwrk t ... b. Amu r, Au.tia, ?,. ,, j. lol.do, V-ttim. p w ni. uim mtt tidmg tt tu. i Wut JM1 Uw. .mrm . U. . H. Tm Cm war mmt koiiM, bm ftm mn. Em brhMnmi!lrwiiir frm i i f fi H A U rf. ihow jrM br M ttmn r. . otvrk. I, ttmm rt r.W ,, x tkM, rwrw. mb.. ,M wubii tat mt . i , r " rruir nw, U&a&0&C.iUrrtlA,lJimXmm

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Feuer

Alarm - Signale 4 Pennsylvania und Market. o EttglifhS Opernhaus. 6 East. und New )ork. 7 Noble und Michlgan. 8 New JerZeystr. und MassachusetS Ävs 9 Pine und North. 10 Market und Pine. 11 Hauptquartier deS Feuer.Depsrt'mtS. 12 Ct. Clair und East Etr. 12 No. 2 Spr'nhs, Mass. Ave. nahe Noble. 13Delaware Str. und Fort Wayne Ave. 14 New Jersey Sir. und Fort Wayne Ave. 15 Peru Str. und Massachusetts Ave. 16 Ebriftian Ave. undAsh Str. 17 Park Ave. und Butter Str. 13 Columbia und Malott Ave. 19 Arcker und 9ckn &it. 123 No. 9 SSlauckba. M und 7. Str. 124 Alabama und Siebente Str. 125 Eentral nd Lincoln Avenue. 128 2)anbc3 Str. und Lmcsln Ave. 127 5olumbia und Hill Ave. 123 Central Ave. und Achte Str. iz LluSstellungS'Gedäude. 131 Alabama und Morrison Str. 132 Nohampton und Achte Str. im College Ave. und Zehnte Str. 135 Home Ave. und Telamare Str. 13 Alabama und Nortb Str. 137 Nemmann und Achte Str. im College Avenue und Irwin. , 21 JllinoiS und St. Joseph Str. 23 Pennfulvannka und Pratt Str. 24 Meridian und Zweite Str. 25 No. 6 Svr'nhauS, 6. nahe JlllnoiSftr. Lg Mississippi und St. Clair Str. 27 JllinoiZ und Michwan Etr. ,23 Pennsylvania und Fünfte Str. 29 Mississippi und Vierte Str. 212 Tennessee und William Str. 213 Pennsylvania und Michigan Str. zi Aiunois uns Dervert Str. 215 WattenKe matb für Starb iae. 218 enneffee und Gritt Str. 217 Meridian und Siebente. 218 Cllssord und Jesferson Avenue. 31 No. 1 Spr'nhs.. Ind. Ave. .Mich. St. L2 Meridian und Walnut Str. 34 California und Vermont Str. 35 Blake und New York Str. 36 Jndiana Ave. und Et. Clair Str. 37,Stadt.Hospital.' . 33 Blake und North Str. 89 Mickiaan und AaneS Str. 312 Wett und Walnut Str. 313 West und Dritte. 614 Siebente und Howard Str. 315 Torbet und Paca Str. 316 Tennessee und 1. Straße. 41 No. 6 Lvr'nhaus. Wash. nahe West Etr. 42 Geißendorf und Washington Str. 43 Missouri und New ?)ork Str. " 45 Meridian und Washington Str. 46 Illinois und Ohio Str. 47 Tennessee und Washington Etr. 43 Kingan's Schlachthaus. 49 Jndianola, 3 CquareS vom Fluß. 412 Missouri und Maryland Str. 413 Mississippi llv Wabash Str. 413 Morris und Ehurch Str. 421 O. J.u. 33. Rundhau3,roeul. vom Fluß 423 Jrren.AM. 424 Miley Ave. und National Road. öl No. 4 Spritzenhaus. Illinois u. Merrill. 6 Illinois und Louisiana Str. 53 ShJet und McCarty Str. 54 Weit und South Str. 56 Mississippi und Henry Str. 57 Mendian und Nag Str. öS No. 10 Schlauchhs, Morri5 u. Mad. Ao. 63 Madison Ave. und Tunlap Str. K12 West und Rockmood Str. 513 Kentucky Ave. und Merrill Str. 514 Union und MorriS Str. 516 JllinoiS und KanfaS Str. 517 MorriS und Takota Etr. 513 MorriZ und Church Str. 51 Tennessee und McCartv Str. 521 Meridian und Palmer Str. 523 Morris Etr. und Gürtelbahn. 524 Madison Ave. und Minnesota Str. 61. No, 2 Haken, u. Lciter'Haus. Southftr. 2 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 63 Telaware und McCartv Etr. 64 East und McCarty Str. 65 New Jersey und Merrill Str. 67 Wira'mia Ave. und Aradshaw Str. 63 Eazt und Coburn Str. 69 Pcnnsyloama Str. und Madissn Ave. 612 McKernan und Douaherty Etr. 613 East Str. und Lincoln Lane. 814 East und Beccher Str. 613 Noble und South Str. 71 No. 3 Spr'nhau, Wirg. Ave. u. Hun. 72 East und Georgia Straße. 73 Cedar und Elm Str.. 74 Benton und Georgia Str. 75 English Ave. und Pine Etr. 76 Dillon und BateS Str. 73 No. 13 Spr'nhauS, Prospekt u. Dillou79 Fletcher Ave. und Tillon Str. 712 Epruce und Prospekt Str. 713 English Ave. und Lauxel Str. 714 Willow und Olive Str. 715 Shelby und Bescher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurel Str. 721 Lexington Avenue und Linden Straß. 723 Fletcher Avenue und Spruce Straße. 724 Tu6er und Dorsey's Fabrik. 81 Market und New Jersey Str. LZ Washington und Delaware Str. 83 East und Pearl Str.' . 84 New Dork und Davidson. 85 Taubjtnmmcn-Anstalt. 86 Ver. Staaten Arsenal. 7 Orients! und Washington Sto 89 Frauen-Reformatorium. 812 No. 8 Echlauchhaus, Ost Wash. Str. 313 Market und Noble Str. 814 Ohio und Harvcy Str. - 815 Arsenal Avenue und Ohlo Straße. 821 Pan Handle Eisenbahn, ShopZ. 823 Walcolt und Earter Str., öl Na.7 Cpr'nhaus, Maryland nahe Merid. V2 Meridian und Georqia Str. 9.? Meridian und Süd Etr. 94 Pennsylvania und Louisiana Str. V5 Alabama Str. und Virginia Ave. Spez ial Signale.' Ersten 2 Schläge, zweiter Alarm Zweiten 2 Schlaqe, dritter Alarm. - -Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 12-1 Feuer aus und Schlauch eufgeViSeli 3 Schläge, weniger Wasserdruck. - 33 mehr Wasserdruck. - 12 Schlage, 12 Uhr Mittags. : ;: "r ST Die ersten 12 Signale werden voll. ständig ausgeschlagen,' bei den folaend, werden die Hundert-, Zehner.' und Einers Ziffern getrennt gegeben. Die kürzeste und direkteste k l r Route l : 1 1 ,", .", ,.. ?' ' :' ..: I Sst, West, Pord, Süd. Vestibül Züge mit den feinsten Parlor., Lchnftühle und Speisewagen, mit Dampf geheizt und mit Elektrizität beleuchtet... Die schönsten Eisen badnzüge in der Weit. ' Die vcnüalicbe Bescbaffenbeit der t?.,Znl

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und der Maschinerie ßcitattm z die k größte Echnelliakeit bei größter Eichcrbeit. ' Die einzige Linien welche ibre PassaZlere nach dem Grand Central Bahnhos in New Aork bringt und ihnen dadurch zwei Stun den Zeit spart. 'H :r"f; Die Einfabrt in C h icaao ermöglicht einen Ueberblick über den Michizan Avenue Boulevard u. die schönsten Straßen der Stadt. Die Züge lausen in den Central ; Bahnhof von Cincinnati, die Union-DevctS den , Cleveland, Buffal o und Äldanv, ferner S t. L o ui s. P e vri a,'t,.: Die Office in Jndianapolti befindet flch i: (o; l Ost Washington Straße, ' f . No. 138 Süd Illinois Straße, und ' dem Aniön'BaÄoWo'Tickkts? allen Theilen der Per. tasten, Canada und Mexiko zu dm niedrigsten Raten zu bekcmmm sind, und alle gcvünfchte AattuVst ertheilt wird. ;; " iiii'iiii-iHi':.! .liiiili;;"!1!::!:!:-; -: :-: ! 'Vy:;, .; : ::' '. Oscar G. Murray, Verkehrsdirektor D. B. Martin, Gen. Paff. Agt H. M. LroQ8Ori.Hilfs Cen.Pess LAdiPSttS. Jn.

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