Indiana Tribüne, Volume 15, Number 192, Indianapolis, Marion County, 30 March 1892 — Page 1
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Editorielles. TaS Obergericht von Illinois hat vorgestern entschieden, daß daS Gesetz, welches Ablöhnung der Arbeiter
auf Grund' des Truckiystems verbletet, verfassungswidrig M... Vor' einigen Jahren hat das Obergericht von Penn sylvanien eine' ähnliche Entscheidung abgegeben. Das Trucksystem ist Haupt sächlich in den Kohlenbergwerks-Di stritten zu Hause. Die Compägnkeen haben dortselbst Läden, in welchen ihre Einkäufe zu machen, die Arbeiter gezwungen sind, und wo ihnen, daS ist ja selbstredend, stets sehr hohe Preise angerechnet werden. würde uns zu weit führen, die Begründung der Entscheidung vollständig anzuführen, aber einige Punkte derselben sind doch wohl erwähnenswerth. Da heißt es: Die LegiSlatur hat keine Befuzniß, ein Gesetz zu schassen, welches die Eontrakt-Jreihcit aufhebt." , Die Herren Richter haben offenbar bloß Verständniß für das was in ihren schweinsledernen Scharteken steht und haben kein Auge für die wirklichen Borgange in der Welt, das heißt, wenn man nicht geneigt ist, anzunehmen, daß sie dieselben absichtlich schließen, 'denn waS den Arbeiter betrifft, so ist doch die Köntraktfreiheit praktisch für ihn nicht da. Für den Arbeiter ist sie längst zu einem bloßen juristischen Begriffe geworden. Die Kontraktfreiheit ist doch für den, welcher unter dem Zwange Ökonomie scher Verhaltnisse bei Gefahr der Arbeitölosigkeit Arbeit unter den vorgeschriebenen Bedingungen annehmen muß, eine leere Illusion. Wenn eine millionenreiche Grubencompagnie sagt, wir nehmen bloß Arbeiter unter dem Trucksystem, nun dann steht wohl hinter den Arbeitern kein Büttel, der sie mit der Peitsche zwingt auf eine solche Bedingung einzugehen, aber nun Wcib und Kind wollen essen, brauchen Schuhe, es giebt so diel Hände auf der Welt und so wenig Bergwerksbesitzer nun ja, man flucht wohl, aber waS bleibt übrig man geht auf die Bedingungen ein, denn vom öandsireichen kann man ja nicht leben. Ein gelehrter Jurist nennt das nun freilich einen freiwillig eingegangenen Contrakt, aber .man muß eben ein dertrockneter Jurist fein, um hier noch eine Spur von Freiheit zu sinden. Ferner sagen die Richter : Klassengesetzgebung, wie dieses Verbot sei höchst verwerflich, weil wir in diesem Lande- nur einen Unterschied zwischenwahlberechtigten Bürgern und' nicht wahlberechtigten Verbrechern kennen. DaS vorliegende Gesetz aber theile die wahlberechtigten Bürger erstens in Gewissenlose, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob eS wirklich lauter schlechte Menschen sind, und zweitens in Furchtsame und Schwächlinge,, die eS nicht unternehmen können, einen Kontrakt einzugehen." In der That, man weiß nicht, ob Man über die Dummheit dieser Richter lachen, öder sich übe? deren Heuchelet und furchtbaren Cynismus argern soll. Klassengesetzgebung ! Als ob, unsere ganze Gesetzgebung etwas anderes wäre, als Klassengesetzgebung, als ob nicht unsere ganze Gesetzgebung vön A. bis Z. daraus eingerichtet Ware, derbesitzenden und arbeitgebenden Klasse alle möglichen Vortheile zu sichern, als ob nicht stets aufö Peinlichste darauf geachtet würde, die . Bewegungsfreiheit deS -Kapitals zu sichern.' In dieser Beziehung merken unsere Richter nichts von dem Klassencharakter , unserer Gesetzgebung. Das ist ja der ungeheure Trug, der in unserer sogenannten Freiheit liegt. . Weil : . die 1 besitzende Klass e !, wirklich frei ist, Kontrakte zu schließen, darum behandelt das Gesetz Alle so, als gehörten sie zu dieser Klasse und besüßen diese Freiheit, mit anderen Worten die , besitzende Klasse macht die Gesetze für sich, legt densel ben ihre Interessen 'zu Grunde, und sobald einmal die praktische, wirkliche Unfreiheit der anderen Klaffe auch nur im Geringsten gemildert werden foll, dann schreit sie über KlassengesetzgebMB?ZNWVMAM ,' Weil die große, geschästtreibende Kredit beanspruchende Mittelklasse Schutz vor dem Großkapital braucht, macht man Wuchergesetze. Ist dieö kein Eingriff in die C ontraktfreiheit? Wenn Einer ein Geschäft verkauft und sich versuchtet, kein ähnliches Ge
schäst wieder anzufangen, so erklärt das Gesetz einen solchen Contrakt für ungiltig, weil er gegen daS öffentliche Wohl verstößt das ist kein Eingriff in die Contraktfreiheit, o nein ! die Con-
traktfrciheit wird bloß mit Posaunen stoßen verkündet, wenn man versucht, den Arbeitern zu nützen. , Im Uebrigen beweist dies Alle nur, was wlr' schon oft gesagt haben, daß auf Grund-der heute geltenden Recht?anfchauungcn keine Gesetzgebung zu Gunsten der Arbeiter möglich ist. m ,, m Drahtnachrichten Inland. Wette raus sichten. Für .Zndiana': Kälteres, klcreS Wetter! D ie Falschungenin C l e v el a n d. Eleve land, O., 29. März. Die Vertreter von John Huntington suchen noch immer nach Wechseln von Paige, Curey & Co. in New Jork, welche sein gefälschtes Jndossement tragen, und haben bereits solche zum Betrage von mehr als tzZ00,000 ermittelt. A. C. Hord, Huntington's Schwiegerson, ist nach New Aork gereist, um Paige über die Fälschungen zu befragen. ' B u d e l e i i n Te rre Hau t e. Terre Haute, Ind., 29. Marz. Die hiesigen Bürger haben einen Fond aufgebracht, um die städtischen Beamten strafrechtlich zu verfolgen, welche sich bei der Vergebunz städtischer, Kontrakte bestechen ließen. Die, Untersuchunz gegen dieselben wird energisch betrieben werden. mm Ausland. N a chr ichte n v o n E mi n : " Pascha. Berlin, 29. März. Der Korrcspondknt der Voss, Ztg." meldet auö Sansibar : Emin Pascha rückt von Wadelai vor. Er hat die Truppen unter seinen früheren Offizieren, welche sich gegen ihn empört haben, geschlagen und nach Lado am Weißen Nil verfolgt, wo er die rebellischen Offiziere gefangen nahm und erschießen ließ. B o in deutschen Reichstag. Bert in, 29. März- Im Reichstag erlitt heute die Regierung eine Auffehen erregende Niederlage, indem der wieder in den Marine-Etat eingestellte Posten für eine neue Korvette abgelehnt wurde, nachdem dieö. schon vor längerer Zeit geschehen war, trotzdem damals der Kanzler entschieden dafür eingetreten war. Es war verrinbart worden, daß der Posten heute angenommen werden sollte, bei der Abstimmung aber wurde er mit 177 gegen 109 Stimmen nach langer Dehatte verworfen, indem die Ultramontanen. Freisinnigen und Sozialdemokraten gegen' die Konservativen und Nationalliberalen stimmten. , Die OpPosition jubelte. Die Pariser Dynamiter. : Pari29. März. , Seit langer Zeit hat die Polizei keine solche Ruhrigkeit gezeigt, wie gegenwärtig, da es sich darum handelt, die ' Wiederholung von Dynamitverbrechen, mit allen Mitteln zu verhindern. r Die Wohnungen deS Untersuchungsrichters Alhalm, deS AnalitikerS Tircrrd und deS Polizeikommissärs ClemenS werden ' Tag und Nacht bewacht, da die Anarchisten gedroht haben, dieselben in die Luft sprengen zu wollen. Dem Richter Benoit, in dessen , Wohnung kürzlich ein Dynamitverbrechen verübt wurde, ist die Wohnung gekündigt worden, da sonst die anderen Miether ausziehen würden. , Der frühere Justizminister Thevenet hat einen Drohbrief erhalten. ' Baron Rothschild und andere große Bankiers und Kaufleute haben Drohbriese von den Anarchisten erhalten.' , Die Polizei behauptet auf Grund genauer Mittheilungen, Ravachol habe die Dynamitverbrechcn am Baulevard St. Germain und in der Rue Clichy verübt, während seine Genossen Wache hielten. Eine Maitresse des letzteren brachte die Bomben unter ihren Kleidern nach Paris. 3n der von einem Richter soeben geräumten Wohnung an der Rue Renneö wurden heute Dy namitbomben gesunden.
Ein Frauenzimmer Namens Mariette Soubert soll Rachavöl und seine Genossen der Polizei verrathen habn. In allen besseren Stadtvierteln sind Vorkehrungen- gegen DynaÄlverbre
chen getroffen worden. "Die Kellerfenster find mit eisernen Laden verfehen worden und ' oZeHausthuren bleiben geschlossen. ' Die Dienstboten -'vZn Gerichts Beamten kundigen ihren Herr -! schaften massenhaft, . Die Anarchisten' erklären offen, die Dynamitverbrechen seien die Rache für Benoit'S und Bulot'S scharfes Vorgehen gegen ihre' Genossen Decamp und Darbare. ..:'... v '' Heute Nachmittag fand eine KadinetSsitzung statt, in . welcher die ' Minister di Dynamitverbrechen beriethen. Nach Schluß der Sitzung hatte der Ministerpräsident Loubet eine. Unterredung mit dem Justizminister Ricard, mehreren Richtern und höheren Pölizeibeamtcn, wobei er ihnen die Maßnahmen mittheilte, welche die Regie? rung zur Verhinderung weiterer D? - namitverbrechen beschloßen hat. Allerlei. , General Konstantin von Alvens leben ist in Berlin, 8Z Jahre alt, K starben. - - i : -.' - In Prag ist es gelegentlich. der Feier deS 400. Geburtstages von Iobann ComcniuS zu ernstlichen Ruhes. ' ' .P'-.K ,)! siörungen kommen. Die Regierung hatte die Feier verboten, die Tschechen hielten sie aber doch ab, die Polizei schritt ein, und ein förmlicher Aufruhtz entstand. Die Menge wollte schließlich gegen, die Juden vorgehen, und es gelang der Pollzei nur durch Anwendung t. r nn . .. .. ö . t . . . ' !; o:r vlangen Avasse, ne ausclnanoer zu, . ' -' . 1 1 zagen. - DaS Defizit Zm italienischen Staatshaushalt wirh für nächstes Jahr auf 65 pittiorich :ntleW3tt. ; j - v OchiffönaHrichten. Angekommen in : SoutHampton: Spree" von New Sork nach Bremen.' L o u d o n : Signalisirt, Siberian von New Sork, Äwltzerland" von Philadelphia. Moville: tzthiopia" van New Aork nach Glasgow. Aus der CöschZchts der Lonlfianae Lotterie. Die Gründer der Lotterieaesellschak es Staates Louisiana,' welche bekannt llch ihr Domizil m New Orleans hat,, finden mit einem Gewinncapital von 830,000 an. Durch irgend welchen Zufall aerttth em Ouackjalber aus dem Elsaß unter die Tirectoren. und dieser Saul entpuppte sich bald als etn wahrer Prophet. Er führte das italienische Lottoiystcm eln. welches ' bekanntlich auch in ganz Oesterreich und Ungarn verbreitet und bei feiner leichten Zu gänlichkeituch für Unbemittelte die Epielwuth' 'zu einer wahren Volks leidenfchaft gesteigert , und unsägliches Elend herbelgeluhrt hat DaS System bewährte sich auch auf amerikanischem Boden vortrefflich. Doch die Gesellschast wurde ehrgeizig, sie wollte nicht nur reich,'' sie wollte auch' respektabel werden. Man trieb richtig zwei ehemalige Generäle der conföderirten Ar mee auf, welche ihre geachteten Namen kls Aushängeschild' für die Lotterie hergaben natürlich gegen klingenden Entgelt. So machte die Lotterie gewaltlAe Fortschritte, und ihr Umsatz er reichte schließlich die hohe' Summe von S2?.000,000 jährlich. - ' , ' Der Umfang ihrer Geschäfte erstreckte sich b:5 in die entferntesten Winkel ' der Ver. Staaten. - Die Post in New Or leans beschäftigte zehn Schalterbeamte ausschließlich, um die Correspondenz der-Lotterie zu bewältigen. - Alltäglich brachte ein hoch beladener Expreßwagen die Packcte und Briefsendungen der Lotterie zur Post., Zwischen 1830 und 1890 stiegen die Aktien von S125 auf $1350.' In den 1 Jahren 1887 bis 1890 wurden 55.250,000 als Tividenden vertheilt, und doch war dies nur die Hälfte des Reingewinns. Den Rest steckten MolriS und Howard als Gene ralpächter zu dreiVierteln indie Tasche,' wahrend ein Viertel als Reservefonds hinterlegt wurde. Ganz natürlich drängt sich die Frage auf: Wie war eS nur möglich, daß die Gesellschaft mit so riesigem Gewinn ar beiten konnte? Und die Antwort lautet eben so kuund prompt: Nur dadurch, daß die Gesellschaft sich nicht entblödete, ihre vertrauensseligen Kunden in der frechsten Weise zu betrügen. Keine Re gierung der Welt würde ein derartiges Ziehungssystem, wie es diese Lotterie Gesellschaft betrieb, geduldet haben. Bereits der Astronom Proctor, der in seinen zerstreuten Aufsätzen mit Vor liebe das Thema der Wahrscheinlich keitörechnung in ihrer Anwendung aus Spiel und Wette behandelt, hat aus döß iksnalotterie w Gründe
liegende, dttrügcrifche Princip htngewlesen. Also nur 52 Procent der einge zahlten Gelder werden danach in Form von Gewinnen zurückgegeben, 48 Pro cent verbleiben der Lotterie. In Eu ropa. soviel , Lotterien auch dort be
stehen, werden 73 bis 85 Vrocent Nir die . Gewinne, ausbezahlt. . Auch: die Vorgänger der LouifianaLotterie wur den in den Ver: Staaten gesetzlich an nfihnUfin fif. V, t VI ic;..tM... 8.,.v, vw HLUll ott XiWUlUyWCH als. Gewinne 4 pcrtheilen. Würde hrtär.Tf. qi.;.: 'fcSi-- o;"!sii Musjuvi yiiuup. uuj vle oliiNuna Lotterie angewendet, so. könnte -ihr Vruttoverdicnst nicht 94.200,000 übersteigen, währcndVdersclbe' thatsächlich fc A mit. -fc. aY. a ' ... i n wie uutjcvcutc umme von S13,4UU, 000 weichte das natürlich unter d: Annahme, da die sämmtlichen Loose verrausrwuroen.' , . , , . Wenn Jemand z. B.. allmonatlich in einem Jahre die Hülste der Loose auf. kauft und dann das ganze ausgesetzte Gewinnkapital damit gewinnt, so würde er immer noch $3Pö,040 einbüßen. Im Staate ' Louisiana' findet natürlich - die Lotterie ihre wärmsten Vertheidiger, obwohl eö bekannt ist, daß gerade in New Orleans selbst und im Staate kaum der fünfzigste Theil der Loose Abneh, wer findet: Jcht. wo das Autilottcriegesetz des Bundes den schwunghaften Handel mit Lotierieloosen mittels,, der Postanstalt völlia lahm gelegt hat, versucht die Ge sell'chast ihren Schwerpunkt nach Een tralamerika zu verlegen. Doch kann sie dort kaum auf großen Gewinn rech nen; die Masse des Volks, welche bei dem Lottosystem in Frage kommt, ist dort zu arm, um sich am Spiel um die Terne und Qnaterne zu betheiligen., . Hiesiges: ..Die 35jährige Sallie Aard würde heute für irrsinnig erklärt. Heute Abend findet eine Massenversammlung der Carpenter- Unions in der Mozart Halle statt. . - . Ein anständiger Spitzbube ist fin gewisser Geo. Baker. Derselbe stahl ein Paar DnzÜLe von A.' C. OurreU versetzte'' sie und übrrsandte dem Bestohtenen dieHZfandscheine iCX-ltt Board of Public Works beauftragte den' stadtischen Ingenieur, die Dokumente für die Pflasterung der South Straße zwischen Virginia Avenue und Noble und der, Fletcher Avenue von Noble- bis Dillon Straße mit Backsteinen auszufertigen. .,JXT:.: Frank M. . Dell ist gegen Kaution von H8M0 zum Verwalter deS Nachlasses seines BruderS Valentin: gemacht worden ; die Frau des Verstorbenen wurde zum Vormund ihres minderjährigen Kindes Frank E. Dell eingesetzt und stellte in dieser Eigenschaft tzZ,000 Sicherheit. .7 ' " Morgen Abend wird in der Halle der Gewerbekammer eine von dieser und dem Comnitteial Club einberufene Versammlung von Geschäftsleuten stattfinden, welcher auch der Weltauöstellungs-Commissär Habens beiwohnen wird. Der Zweck der VerrtXjiJf'Ä- . . m t , .. . '-''ti:11! summlung ,u vle Beroreuung von )Nteresse für .die Weltausstellung zu Chicago. . ,5 - Es ist durchaus nicht erlaubt. sich unter der Sitte . des Valcntintages Freiheiten herauszunehmen, welche mit den Regeln deS Anstands nicht in Einklang zu bringen sind. Mit dem Uebersenden der Valentines" wird nicht immer die Poefie der Sitte verbunden, sondern manchmal eine recht sarkastische, ja sogar anstößige Ironie geübt. Solche Erfahrung hat Frl. Cora Anderson gemacht, die ein Valentine" erhielt, welches nichts weniger als anständig war. . Sie vermuthet in Calvin I. Mails den Verüber dieser Heldenthat und hat ihn den Behörden ange'V1',;:1',' :'if::,": . ,!; ''. . i '"-'. ' '' $ e i 0 1;:;; e jt i r n:;: t, e ' "'ö 0 1 c tn ',33 ü n : descommissär Van Buren ein Vorver hör wegen Verletzung der Postgesetze ; i Ü''irv1: t ,:yP:,,!'::'V,.'sV'- i? am amnag ? wlro tm Verhör stattfindend' st es r.fef!' 35. r .'TV : Nachfolge? Von W. C. nderson. :;rir:: Abstrakte von Besitztiteln und Grundeigenthum werden in prompter und 1 zuverlässiger Weise ausgeführt.' 1; i!ü rio. 0 Dst Market Strage. Indianapolis, Ind., D Saloon u. Mlliard-Hall No.92 Ost Washington Str. Jokn Weiittcher, Eigenthümer
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