Indiana Tribüne, Volume 15, Number 187, Indianapolis, Marion County, 25 March 1892 — Page 1
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Editorielles
Im Congreß debattirte man geftern bis Mitternacht über die Bill zur Einführung der 'Silber-Jreiprägung. G Mit der Abschaffung der Prohi bition in 2'owa ist e einstweilen nichts. Die Republikaner haben dortselbst noch immer rlicht genug'Schlage erhalten. Lord Salisbury will sich noch immer nicht dazu verstehen den Rob benschutz bis zur schiedsgerichtlichen Entscheidung aufrecht zu erhalten, und will sich dazu nur verstehen, wenn den kanadischen Robbenfängern Schadener sah versprochen wird im Falle die Ent scheidung zu Gunsten Englands ausfal len sollte. Die Beziehungen zwischen den beiderseitigen Regierungen sind darob sehr gespannte. .,. Sowohl in der Bundesderfassung, wie in den Versassungen der Einzelstaaten befindet sich so etwaö, wie eine KarÄntie der Rede- und Preßfrei heit. Natürlich ist die Möglichkeit ei ner beschränkten Anwendung der be treffenden Paragraphen durch juristi sche Wortklauberei immer möglich, und eS ist den herrschenden Klassen noch immer gelungen, nicht trotz des Gesetzes, sondern auf Grund, des Gesehes Unrecht zu thun, denn die Juristerei hat es noch immer verstanden, Worte in das Gegentheil dessen umzudeuten, was sie ursprünglich bedeuten sollten. Wenn es sich um daS Recht der freien Rede und des freien Meinungs ausdruckeS handelt, so kann nur das Recht darunter verstanden sein, bestehende Zustande zu tadeln, Gesetze und Behörden zu kritisiren und Meinungen auSzusprechen, welche mit den landlausigen Ansichten in Widerspruch stehen. Denn das Recht, alle bestehenden Einrichtungen und Gesetze gut zu nennen und alle Behörden und Obrigkeiten zu loben, das hat natürlich selbst der grimmigste Despot noch nie verweigert. Zu diesen Bemerkungen veranlaßt unS ein Fall, der sich soeben in Philadelphia zugetragen. Am letzten jüdischen Versöhnungsfest, dem sogenannten langen Tag, also im vergangenen Herbst feierten freisinnige jüdische Arbeiter den Tag nach ihrer Weise durch Reden, Musik, Tanz, , Essen und Trinken. Im Jahre vorher hatten es jüdische Arbeiter in.Brooklyn ebenso gemacht, waren dafür von den Orthodoren verfolgt worden, welche ihnen dadurch, daß sie die Leute als Anarchiften und Aufwiegler denunzirten, die Polizei auf den HalS hetzte ; wenn wir uns recht rinnern, erfolgte aber damals keine Verurthellung. AnderS in Philadelphia. Die Versammlung war zwar ohne die' geringste Unruhe und Störung verlaufen, aber "als dieselbe zu Ende war, da verhaftete die Polizei vier Manner beim Verlassen deS HauseS, drang dann in den Saal und , nahm Fahnen," Bilder und Cm bleme fort. - Erst vor ein paar Tagen kam die Sache zur Verhandlung, die Anklage lautete auf Verschworuug, oder Aufreizung, oder sonst derartiges, und auf Gottesläfterung. ' Bei dem . Prozesse wurde eine Tafel vorgezeigt, auf welcher stand : Kein Gott, , kein Herr !", und es wurde bezeug daß ein gewisser . ii 1, 1 f' Brenner eine Rede gehalten hahe; ,in welcher er gegen den Gottesglauben sprach, und die Ansicht kund gab, daß die soziale Frage nicht ohne Anwendung von Gewalt gelöst werden könne. Zu bemerken ist noch, daß der HauptbelastungSzeuge ein schmieriger derwildert aussehender Zunge war, und daß sämmtliche Entlastungszeugen scharf auf ! i hren G otteSglauben inquirirt ., .. ' ! -ff ! -''Li : -V'lü": Vi. ' -'f w '5 :-: ' i''r"' h wurden, unter den Geschworenen befanden sich sieben Arbeiter, und nach kurzer Berathung erfolgte ein Wahrspruch auf Schuldig. Daö Urtheil hat der Richter bis 6ato noch nicht gespro;V ur7t j,!,: ! ,.:!,,;:; 't)pe; "t i ?' '''S'.. r " ',. r;; ' V : ; l ;i: k-nj ü A.it : .rf' , ji; iüii ; ';;;! : Cytn.:..:l:M:r;!!i? ? y H ier h a b e n w i t ; nu n'; ei n en Fa llä 1 n v ' 3 .'4m 111 ;,i!t 'i-U r'U: , ' ÜjiSJtä 'iiiisäiX fVfVw: , "5 : t! 111 't dem kern Mensch an Leben, Gesundheit oder Eigenthum im Geringsten geschädigt wurde. Auch in seinen Gefühlen wurde Niemand gekränkt, denn eS war kein Mensch gezwungen hinzugehen, und eS läßt sich annehmen, daß diejenigen, welche zur Versammlung gingen, wußten waS ' jie zu erwarten hatten. ES handelte sich also um weiter nichts als um Worte; Worte, welche von gar keinen direkten Folgen begleitet waren. Aber eine Jury setzt, sich über bat Recht
der freien Rede hinweg und wirft sich zum Retter GotteS und der Gesellschaft auf. Und darunter sieben Arbeiter. Wie furchtbar versklavt doch noch die Gesinnung deS amerikanischen Arbei-terSist.
Nun könnte man hier wohl dersuchen, zu beweisen, da die Ansicht, daß in dieser Republik Rebe- und Elau bensfreiheit herrsche, eine Illusion sei, in dieser Beziehung stehen aber solche Vorfälle doch sehr vereinzelt da. ?n Philadelphia, so guk wie anderwärts kann ein Jngersoll, oder können bürgerliche Freidenker so viel Atheismus predigen, wie sie wollen, und auch revolutlonäre Gedanken nach Herzensluft äußern, eS wird sie kein Mensch darum belästigen. DaS Urteil ist ein Klas senurtheil und die traurigste Rolle spielen die sieben Arbeiters der Jury, welche das nicht fühlen und nicht be greifen. Denn wie stimmt ein solches Urtheil juristisch z. B. mit dem Urtheile überein, daS Richter Woods hier in dem Dudley Falle abgab ? Man erinnert sich noch der "blocks of 6ve".Briefe, in welchen Dudley dlrekt zum Wahl betrüge aufforderte. Der Richter wies die Anklage zurück, weil daS Anrathen oder Aufreizen zu einem Bergehen oder Verbrechen nur dann strafbar fei, wenn der Rath befolgt, wenn daS. Vergehen oder Verbrechen wirklich verübt wird. Wenn dieser Grundsatz in dem einen Falle richtig ist, warum ist er es nicht im andern ? Giebt es zweierlei Justiz ? Die Antwort ist nicht schwer. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Zndiana : Heute warm und schön, morgentrübe und regendrohend. "i n ,,;:;,';, " ', Ein archäologischer Fund. Phoenix , Ariz., 24. März. Bei der Ausschachtung für den Santa Cruz Kanal wurden Ruinen einer Aztekenstadt in 20 Fuß Tiefe hier bloßgelegt, welche in Folge deS Alkalis im Sande sehr gut erhalten waren. DaS erste HauS war dreieckig,, etwa 200 Fuß lang und 200 Fuß breit. DaS Dach war eingestürt, die Balken aber zeigten sich noch vollkommen fest. Sie wurden herausgenommen und sind jetzt in Tueson ausgestellt. In dem Gebäude war langS der einen Seite ein aus verschiedenen, durch eine Art Cement zusammengefügten Abtheilungen bestehender steinerner Trog, sowie 18'e!ngetrocknete Leichen mittlerer Große. Z u rH i n ri ch tu ng eing e l a d e n. Sing Sing, 24. März. Der Zuchthausdircktor Brown hat 27 Einladungen zu der am Montag stattsindenden 'Hinrichtung des italienischen Lumpensammlers Michael Cotto aus Brooklyn erlassen welcher einemLandsmann von Italien nach den Ver. Staaten folgte, und ihn bei Fort Hamilton ermordete, um in den Besitz seines EigenthumS zu kommen. r mm - - NuSland " Die ,A na r ch ist e n in F r an kreich. -: Paris, 24. März. Journal des DebatS" enthält heute einen grufelig en Bericht, wonach die Anarchisten mit der Wirkung von Dynamit zur Verwirklichung . ihrer ' umstürzlerischen been nicht zufrieden sind und versucheN, ibre Ziele durch Gift ohne Gefahr der Entdeckung zu erreichen. Danach hat die Polizei gestern drei Anarchisten verhaftet und bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen eine unbekannte Substanzt vermuthlich Gift gefunden, welche jest'analisirt'"wird., ! kt - v ' ., . , :f i äß' fe:: ?- ' Äff Be: einem Anarchisten wurden Dokumente in Chiffreschrlft gefunden, als er 'heute verhaftet wurde, wahrend er ch um aristokratischen Familie hier 1 bewarb, durch sein Benehmen aber Verdacht erDgtIatKKs' entziffern und ihr Inhalt bestätigt in hohem Grade die vom Journal des DebatS" heute gebrachte Geschichte. Danach hat sich die Familie, in deren Dienst der Verhaftete treten wollte, den Haß der Anarchisten zugezogen und war von dem geheimen Rath derselben zum Tode derurtheilt worden. Mit Vollstreckung , deS Urtheils wurde der Verhaftete betraut, welcher die Speise und (Zetranke im Hause bei der ersten
Indianapolis, Zndiana,
günstigen Gelegenheit vergiften und so die Familie umbringen sollte. Die Entdeckung dieses .teuflischen Planes hat die allgemeine Beunruhigung wegen. der Anarchisten .vermehrt und die Polizei zu energischer Thätigkeit, zur Unterdrückung dieser, Verbrecher ver anlaßt.'.,. ,: r;' , ' .... . . h . , i ' - y .w : . Die Krisis in Preußen. Berlin, März Wiifliii Kreuz-Ztg berichtet, hat. der. Kaiser in einem gnädigen Briefe daö' Ab schiedsgesuch des Kultusministers von Zedlitz und Trützschler angenommen und darin die Hoffnung ausgesvkochen, derselbe werde trotz seines Rücktritts stets bereit sein, dem Staate seine. Dienste zur Verfügung zu pellenl Wie es heißt, hat der UnterstaatSsekretar Dr. vonBosse im Juftizministerium das Portefeuille des KultusministerS übernommen. Der ultramontane Abgeordnete Graf Ballestrem . ist , auf besonderen Wunsch deS Kaifers heute zu diesem gereist Nach der Kreuz Ztg." ist der frühere Minister von Puttkamer an Stelle de? Dr. von Bosse zum UnterstaatssekretaMim Justizministerium ernannt worden Der Reichsanzeiger" meldet 'heute Abend : - Der Kanzler von Capnvi ist seiner -Pflichten als Präsident des preußischen StaatsministeriumS enthoben worden, bleibt aber Minister, deS Auswärtigen. Graf Eulcnburg wird Caprivi's Nachfolger als Präsident des Ministeriums. Dr. E. von Bosse' tkt an Stelle' deS Grafen von Zedlitz und Trützschler zum Kultusminister ernannt worden. ' ": : : - . Man erinnert sich, daß Graf Eulen - bürg in 1881 zurücktrat, weil ein wegwerfender Brief Bis'marck'S über" den- ' , ' ' ' .. p - ' ' - ., :' '" - v if -'S selben im preußischen Herrenhause ver lesen worden ro a r . Ulfe i t b n j f Evlenburg bald Eaprivi'.s Nachfolger als Kanzler Werdens 7 Die Hamburger Nachrichten" stellen in Abrede, daß Bismarck wünsche, wieder in das Kabinet Sii treten, oder Banquo'S Geist an der Festtafel des neuen Ministeriums zu spielen. Lond o n, 21. Marz. Der erllner Korrespondent der Times" sagt : Der ReichSanzeiger", hat noch nicht die Annahme des Abschieds deS Kul tusministers seitens des Kaisers gemeldet. Der Rücktritt des Kanzlers von Taprivi als Präsident des preußischen Staatsministerium wird dessen Ansehen als Vertreter Deutschland's im Dreibund sehr beeinträtigen. Die russischen Jude n. St. Pet eröburg, 24. März. Wie es heißt,' werden keine russischen Juden mehr ' über die ostpreußische Grenze gelassen. . Der, UnterstüMgs ausschuß in Königsberg .hat die russi' schen Rabbiner ersucht, der Auswanderung der Juden Einhalt zu thun,' da Amerika ' dieselbe nicht mehr haben will und Argentinien ; zu ihrer Auf nahme noch nicht bereit ist. . , '.) .. -. ' : ;: -V; ,, , Wurden v erurth ei lt. :s R o m, 21. März. Heute wurde der Prozeß gegen die Anarchisten wegen Betheiligung an den Krawallen am 1. MM'ÄWejknKWLlrA Valla erhielten je zwei Jahre' und acht Monate Gefängniß und je 1500 Fres. Gcid Körner wurde zu einem Jahr Gefängrnfjun theilt. Andere wurden zu Geldftrafen und Polizeiaufsicht verurtheilt. Wer erinnert sich nicht noch der sensationellenKabelberichte über den Danziger Brodkrawall. - Danach waren tatiiniöe von halbverhungerte Arbeitern über die Bäcker und Fleischerläd.'n her gesallkn. hatten Unmassen Fleisch und Brod geraubt, aus den Kaiser ge. schimpft, die aufrührerischen Rtdcn geführt, den Oberbürgermeister der sie beschwichtigen wollte verjagt, eine Bäk kcrei in Brand 'gesteckt u. s. w. Die de mo k r a t i s che. Franks. Zeitung jedoch druckt folgenden Bericht ab, den jenes Blatt jedenfalls für glaubwürdig häU:,,.:; :ff Danzig, 5. März. Einem Bericht der ..Danz. Ztg." über die gestrigen Arbcitcrkrawalle entnehmen wir Fol gendes: Früh Morgens gegen 6 Uhr versammelten sich am Bollwerk bei der Anlegestelle des Dampsers,W Arb iter zu den Erdarbeiten auf den Rieselfeldern nach Weichselmünde drin gen sollte, etwa 800 Personen, unter denen sich eine große Anzahl junger Bursche und auch Zuhälter befand? Die Beamten deö Magistrats wählten 218 verheirathete Arbeiter aus, welche den Dampfer bestiegen und abfuhren Bon den Zurückbleibenden entfernten
Freitag, den 25. ZNZrz 1.892
istS Wort das ebenso oft gebraucht und so bekannt ist, wie der.Name des
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gutwaaren oerhaf.e.c, (weil der Store bereit- überfüllt war) hat dieselben nichts SCTiÄltP heile m Steingutwaaren zu offeriren, die je da waren. Ihre Aufmerksamkeit ' 3 B ' 1!
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