Indiana Tribüne, Volume 15, Number 185, Indianapolis, Marion County, 23 March 1892 — Page 1

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SGöN in dieser Spalte kssten 5 öents Per Zeile. Anzeigen in welchen Stellen gesucht, oder offerirt toerfcen, finden unentgeltliche Aufnahme. Diselbell Lleüen I Tage steh,, können chtr ur?5f fc5r2nft erneuert werden. Lzeizen, reiche !:Z MttNgs 1 Uhr abgegeben ro erden, finden ch ern seligen Tage Aufnahme. Verlangt. verlangt ein juriger Wn vrnsa Z bis LJah' ren um au? eier Gärtnem der Sarin ja ai ci ren. ?!achzm,ken No. il Eheld? Strase. 26mj 4 t x a n 2 1 ein Hausknecht, tftvenae. L4Z Judiana mz "erlanftt: Tie Zradll McKine (5o- tu ade. d,e rüt .' btrfarnt wird, arantirt. da 3 sie edi aul in jeder Hmsickr ist. wie lioo Wcktnen. Referenzen verlangt. ba B e r n q t ein erfahrene bentfAei Mädckea. 3 Nord Iceritia Zrrave. xa Vertan t ein gnrerMann um auf einer Mttch erei zu, arbeiten. Sck,z,sragen bti fcucflö Hat ding. ?!s. 474 Süd Meriöiau rrase. zw. 10 uns 1tUhrorminagS. S5mz Verlangt in junges dentickrI Madien z.r Httfe der HauZkrsu. vlo. lt Qarnron Skr. Verlangt ein gnteA Mädchen für al'zemkine HauSarbeir. 347 Oft Market S trage. Um Verlangt ei Mann, um in der ?)ari zu, arbei ten bei Ufa,. Tödwcnzer an der Blun Road. äl Verlangt einMädckeu für aUqemetue HauS arbeit. 4? Oft Lafhingla Strau?. Umi Vert a n at: lin deut icher Junge, itt. S.',5. Virginia oenue. a A erlangt ein deunckeÄ Mädckeu für gewöhnlitt Hausarbeit. iS Oft Waidingt Str. t-im B e r l a g g t ein gutes Äsdcbe für eewSSulickr Hausarbeit: Koher iohn. :7 Park ve. Verlangt: Ei vsUständ g erfahrener Mann, um die Le,turg einer öournier Tckneieemühie tn einer blükrnven Etadr Wisconstn'S zu über nehmen, "iiiuii ein xrattjkcder gsurnierichnelder uns tm Stande sein, eine grone Zakzi Ärvetter zu dirigiren. Man adressire Mit Angabe von Ae?e renzen uni SrbattöasxrÄ ii. iTi Staudolph Srr llhicag. Jll. ba Zu vermiethen. ermtethen: Uine Gartenfarm von IQ cker, gute Hau und Ballung, ein halb Meile südlich von der ürteidatzn, nah der liburct en' Pike. e,nah die Hälfte davon ist in Fruchtdäumen. Weinreben. Erdbeeren und an Seren Irückren: Rente billig. tm.Qu ver Jahr, elchediegrüchte allein beatzten. Ter Platz ist bekannr unb geeignet vsn Herrn Sstzrbach. welcber noch auf btzi ül&fi wohnt, vaus o. tiÄXaughertvskrage. zwetuscrig mit &i9 liO.w. HauS ili.iS'J -3üo Dclawarestr. t!Ä.5. Ü verkaufen: lS cker mit gu:?m Hse und großen SraLngen an der lLhurme' Pike, eine Uckile vn der ürrelbakn: nehM nwa Sradteigenthum flla Anzahl, ianzirr Ternil. Hau a.VZZ Unionskr.zgure nui : tcr denen vage an West IkKiauapoU auf msnailise Zkh' lang: serner das Han M sdurnnr. &, . Sraler. WA Oft Walhtnaion Str. Verschiedenes. iu leiten g ei uck t: tÄ werden gea? erste HSZ!l leifcen flejeett. Ädreffen wS man i5 der Ospce v. Bl. hinkerlafze. Dr. I. A. Sutcliffe, ?Ün!zt sich auSsckjliikttch mit wunb!r,,lttche Üaan und mir lHeschlechrs und Ui1n?ran?i.tien. p. S Oft Market Gtraft. . Offce-Btunden : 9 di, 10 Uhr Borm. i bi 3 Uhr Nacdm. SonMag asögenomme. Tele Ks V4t. ' ftftAMg tttraAt ri 0 s y "TTED Jr . f .V. V ? 0PTICI.XN' &bSTU2Ö ckJ ms XT Jti CO-ORS siVTlFlC St e u e Frühjahrshttte sind angekommen bei Zs,niberZer, R. W. Ecke Pennsylvania und Washington Straße. Lleorso Leirmluin Office : 20 Süd Telavareslr. 6t23c: 120, 122, J24, 128, 123 Ost Pearlstr. Xelevhn 911. Offen Tag und Nacht. Neuer FlciZchladen Der Uterzeichete zeigt hiermit', daß er kintn neuen öltischlabe in Zlo. 258 Süd Selnrvnrs Sir. eröffnet hat. 2m dle besten Sorte frische -und gesal'ene gleich, sowie alle Arte Warft an Hand. SessklgkkochteS Schmalz eine Lvezwli tlt. Str seine Snaikwurft. Um Zuspruch bitt Anton Kauslnänn. !IEVii'to Saloon u. Billiard-Hall Ro.L2 Ost Washington Str. - " 1 ' iiiÜ'il!;-,," . i.i ' " :"' ' ' : ' ' : :. l A o l! n Wz?i! ttcher, ljzkntbümer

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Editorielles. Kaiser Wilhelm kann mit seinem Lohne nicht mehr ; auskommen, und verlangt eine Erhöhung desselben. Bei Kaisern nennt man es freilich nichtLohn, sondern Civilliste. Sollte die'Erhöhung nicht bewilligt k erden, was freilich kaum zu erwarten ist, so wird er trohdem wohl schwerlich streiken. Die Forderung der Erhöhung der Cidilliste zu einer Zeit, in der die Noth Tausende zur Verzweiflung treibt, ist übrigens, von allem Anderen abgesehen, eine Dummheit.

"Sie .volo, sjc jubeo". So will ich, so befehle ich". Es ist nur ein wahres Glück, daß man Willen und Befehl ändern kann. Als Moha med einst einem Berge befahl, zu ihm heranzukommen, und der Berg gar keine Anstalten machte, dem Befehle Folge zu leisten, da erklärte der schlaue Araber, daß dies jedenfalls ein Zeichen sei, daß Gott wolle, daß er zum Berge und nicht daß der Berg zu ihm komme. Und Mohamed ging zum Berge. Die Z : :l des Selbfiherrscherthums sind in dcn Kulturstaaten denn doch vorüber. In Süd-Dakota, schreibt der Anz. des Westens", sind nicht weniger als 1500 Bundeslizensen für den Verkauf berauschender Getränke ausgestellt worden, und das, trohdem dort bekanntlich ein strenges ProhibitiynsGesetz beheht. Man macht also in Süd-Dakota mit der Prohibition die nämliche Erfahrung wie in Iowa und Kanfas und in den NeuenglandStaaten. Da Süd Dakota nur 430,000 Einwohner zählt, so kömmt auf je 280 Erwachsene Und Kinder schon eine Wirthschaft. Das ist sicherlich ein ungeheures Verhältniß für ei neu Staat, der noch so. dünn besiedelt ist und keine einzige große Stadt aufzuweisen hat. Bier wird dort übrigens nur noch wenig verkaust, desto mehr aber Schnaps. Es ist das ein neuer Beweis dafür, daß die Prohibition, statt die Mäßigkeit zu fördern, nur dem Schnapdsuff Vorschub leistet. In Chicago liegen sich die Anarchisten und die Polizei schon wieder in den Haaren. 'Für letzten Sonntag hatten die Anarchisten eine Communefeier arrangirt. Daraufhin stellte der Polizeichef den Leuten die Bedingung, daß sie entweder kein Bier verkaufen, oder daß keine Reden gehalten werden dürfen. Die Leute entschlossen sich, aus das Bier zu verzichten. 2n der Halle war eine große Menschenmenge versammelt, darunter sehr diele Frauen und Kinder. Mehrere , hundert Pottzisten drangen in den Saal, .während andere sich am EingangWusjiellten. Sie. geboten daS Entfernen aller rothen Fahnen, geboten die Entfernung mehrerer Bilder, die auf der Bühne angebracht waren und drohten bei dem ersten aufreizenden Worte die Verfammlung zu schließen. Viele der Frauen entfernten sich beizeiten mit ihren Kindern, aus Furcht, daß die Polizei Thätlichkeiten heraufbeschwören würde. Glücklicher Weise gelang ihr dieS nicht und das Fest verlief ruhig. Aus Allem aber 'scheint hervorzugehen, daß die Polizei in Chicago es darauf abgesehen hat, Aufruhr zu erzeugen. , Die dortlge Arbeiterzeitung behaup tet, die Polizei habe sich mit. Bomb en versehen, um dieselben im Falle von Unruhen als Beweismaterial zu gebrauchen. Ein ganzer Koffer - voll Bomben soll schon am Samstag nach dem! Polize! - Hauptquartier gebracht worden sein, und zwar !n der Weife, daß man zum Sch ein einen Mann verhastete, der angeblich den Koffer gestöhlen haben sollte, den man aber sofort wieder entließ. . ! v ' , Die Arbeiterzeitung theilt ferner mit, daß die Polizei wahrend der Ab- " - ii.,iiirM,r'i tkV i :i' ' . " , f: ' " .iij"-. y"j 'lul. Wesenheit des Agenten der Most'scycn FreihtttMlMde drang,! Koffer und Schränke erbrach und durchstöberte und daß der besagte Agent !elne)Anza seine Abonnentenliste vermißt.' ,:;':: '-:!",! !:;,;' .!:,,, laiii, ,,!'.:,., j ; :!'i, ..:- lili -H'1 Wn . Wenn man sich ; nochl der? kürzlichen Enthüllungen , erinnert daß ein Fond von ungefähr tz 100,000 so nach und nach unter Polizisten vert hei lt 1 wurde, damit diese den Anarchistenschrecken abwend.m, und daß diese Quelle ausge hört hat zu stießen, nachdem man entdeckte, daß der Anarchistenschrecken gar

nicht ezistirt, sondern künstlich von der Polizei aufrecht erhalten wird, bedürfen die oben angeführten Vorgänge weiter keines Eommentars.

."-4 Drahtnachrichten Inland. Wetterauösichten. " Für Jndiana : Schönes Wetter, aber kühl ; Temperatur fast beständig. Am Donnerstag etwas wärmer. , Gegen das EdwaroS-Gesetz. C hicago, 22: März. Die deutfchen Lutheraner verlangen die bedingungslose Aufhebung deS (ZdwardsSchulgesetzes. Gestern Abend fand hier eine Konvention von Delegaten der verschiedenen deutschen lutherischen Kirchen von Cook County und ttmgebung in der Jmanuelkirche an Marshsield Avenue, nahe Zwölfter Straße, statt. Fünfhundert Delegaten waren zugegen, welche 25,000 deutsche Lutheraner repräsentiren. Resolutionen wurden angenommen welche wie folgt lauteten : In Anbetracht deS UmstandeS, baß das gegenwärtige Schulzwangsgesetz von Illinois nicht amendirt worden ist, wie dieS von den beiden Parteien in ihren Platformen verfprochen worden war und in Anbetracht des weiteren Amstandes, daß sich während der letzten Session der Legislatur gezeigt hat, es werde unmöglich fein, das betreffende Gesetz so zu amendiren, daß alle anstößigen Bestimmungen daraus ausgemerzt würden, so verlangen wir die bedingungslose Aufhebung dieses Gesetzes und wir werden diese Förderung zur Grundlage der nächsten Staatswahl im Jahre 1892 machen." Die Sudelei in Chicago. Chicago, 22. März. Der der Bestechung angeklagte Aldermen Gorman hat heute ebenfalls Bürgschaft geleistet. Der Staatsanwalt Longenecker will bezüglich weiterer Anklagen langsam vorgehen und läßt durchblicken, daß Mitglieder der Grand Jury die Budler von seinen Absichten unterrichten. ; - Es bleibt beim Alten. DeS Mo in es, Ja., 22. März. Die Gatch-Bill, nach welcher an Stelle der Prohibition County-Option im Staate eingeführt werden sollte, wurde heute in der Assembly mit einem sinkten Parteivotum unter den Hochrufen der Republikaner auf unbestimmte Zeit vertagt.' Budelei in New Jersey. Trenton, R. I., 22. März. Man spricht hier allgemein davon, daß die Bill, wodurch der Neading Coa! Deal" anerkannt wurde, nur durch kolossale Bestechung in der Legislatur zur Annahme gebracht worden ist. In derAssembly sollen dafür $300,000 und im Senat tz200,000 gezahlt worden sein. Nach Annahme der Bill, sagte ein bekannter Lobbyist: Wenn die Vorlage abgelehnt worden wäre, hatten einige dieser Kerle eine Farmaufen können, jetzt aber werden ihnen zwei nicht zu theuer sein." .,, 1 Ausland. Zur Ministerkrisis. Berlin, 22. März. Reichskanz ler Caprivi hat in seiner ofsiziellen Eigenschaft als solcher zahlreiche Einladungen an Diplomaten und Andere zu DinerS ausgeschickt, welche am Mittwoch' und Samstag stattfinden sollen. '. . '' ' ;;V",: .. Nach den neuesten Berichten über die Ministerkrisiö wird Caprivi Reichskanzler und preußischer Minister des Auswärtigen bleiben, den Posten deö Präsidenten deS . preußischen StaatsMinisteriums aber aufgeben. ES mag sein , daß ! der Kan: über die Nothwendigkeit, daß der erstund letztgenannte Posten vereint bekleidet werden sollten, geändert hat, denn unter dem neuen Tlrrangement, wo der Ministerpräsident nicht auch zuglefl'iirn würde, müßte derselbe ein bloßeS Vrnament sein. , Allein diese Gerüchte entbehren bis , jetzt noch der Bestätigung und sind daher mit Vorsicht aufzunehmen, da 1 Bestimmtes über den VerlauAADiÄster Rückkehr deö Kaisers von dem Jagdschloß am Hubertuöstock in der Schorfhaide nicht zu erfahren ist.

Wie eZ heißt, hat Kaiser Wilhelm dem Kaiser von Oesterreich und dem König von Italien mitgetheilt, Caprivi bleibe Reichskanzler. r? -Jr London , 23. Mär;' Dach Äe-

peschen aus Berlin hat der frühere Kultusminister von Goßle? ne .Denkschrift gegen die Schulvortage- aä'den Kaiser gerichtet, welche auf denselben einen tiefen Eindruck gemacht hat. Der e . r. ? " r'.1l't' .v'...' sl lelcysranzler wiro morgen neoer nucu dem Jagdschloß am Hubertusftock sahren, um mit dem Kaiser 'weitertüber die Krisis zu berathen,, deren Lösung noch nicht näher geruckt ist.' r '., 4 r Der Vd rsi ch t wegen. ' Berli n; 22. März. DieWational Zeitang" meldet, der Justizminister habe die Staatsanwälte inftrmrt keine gerichtlichen Verfahren gegen Zeitungen einzuleiten ohne - vorher seine Zustimmung eingeholt zu haben. Man glaubt, daß diese Instruktion dem Umstände zuzuschreiben sei,: daß das Amtsgericht in Köln die Anklage auf Majestätsbeleidigung : gegen - die Kölnische Zeitung" '.. wegen ihreS.Komentars zur Brandenburger Rede -des Kaisers abgewiesen hat. - i .. : t . X. Kaiser Wilhelm'S Ohren 'V4 leiden. ; f; Londo n, 22. März. . Der Berliner Korrespondent deS Telegraph" berichtet : Dr. von Bergmann 'wollte eine leichte Operation zur Linderung des Ohrenleidens .Kaiser Wilhelm'S vornehmen, seine Leibärzte aber gingen nicht darauf ein, weil sie glaubten da durch , würde die jetzt ruhige Krankheit nur verlegt werden. DaS Allgemeinbefinden deS Kaisers ist keineswegs be sorgnißerregend." Der Roth stand in N ng a r n Pest, 22. März. Im. nördlichen Ungarn nimmt der vor längerer Zeit schon gemeldete Nothstand stetig zu und' trotz der Maßnähmen tenS der Regierung breitet sich die Nn. Zufriedenheit immer mehr aus. In Orecho steckten die unzufriedenen Bauern daS HauS deS Bürgermeisters in Brand nachdem sie die Thuren verbarrrikadirt ..hatten.' Die ganze Familie würde in den Flammen umgekommen , sein, wenn nicht andere Bauern- daS Feuer bemerkt und die Insassen gerettet hätten,. nachdem sie nach heftigem Kampfe die Brandstifter vertrieben hatten. - DaS Haus wurde vollständig eingeäschert. . QchissSnachriebten. Angekommen in: London: Teutonic" von New York. M o v i l l e : Circassia" von New Zork. ' .' -::r R o t t e r d a m : Schiedam" von Baltimore. Die armen Kohlenzieher. TaS eeamt zu Bremen hatte sich km Sonntag wieder mit dem Selbstmord lnes H ohZenzieherS : zu beschästi gen, zu dem grausame Mißhandlungen den Anlaß gegeben hatten. Aus dem Dampfer des Norddeutschen Lloyd Dresden- verschwand auf der Reise von Baltimore nach Bremen am 30. October vorigen Jahres der Kohlen zicher Josef Argembeaux aus Aachen. Er war Anfang Qctober nach Amerika LuZgewandert, hatte aber keine Arbeit finden' tonnen u nd wollte sich auf der TreSden" .nach Mropa' hinüberar Veiten." Er war vom Schiffarzt unter sucht und für den schweren -Dienst als Kohlenzieher tauglich befunden worden. Die näheren Umstände seiner That sowie der vorhergegangenen Mißhand lungen stellten sich nach genauer Unter suchung folgendermaßen dar: Während der vierten Wache, die n that, kam Argembeaux zum Oberheizer mit der Klage, er könne die schwere Arbeit nicht aushalten. ; Ter Oberheizer brach ihn in ist Maschi' enraum zu dem zweiten Maschinisten Bock." , Diesem gegenüber äußerte , der Kohlenzieher in bittende? Weise dasselbe und bat schließlich knie fällig um i, andere, etwas i leichtere Ar, beit. Der Maschinist fertigte ihn indessen , kurz ab, und als Argembeaux nicht gleich ging, schlug der rohe Patron dem Aermsten mit solcher Gewalt in'S Gesicht, daß er niederstürzte. Daraus ergriff Bock einen schweren Besenstiel und fiel mit diesem über den hilflosen Argembeauz her, und zwar derartig, daß der Stiel zerbrach. Argembeaur tzing ! so ! gemißhandelt wieder in den yeizerraum. wo er seine Arbeit veiter that, ohne zu klagen, auch ohne die Mißhandlungen zu melden. Abends gegen 7 Uhr wurde er vermißt; er war über Bord gesprungen. Ter NkichScommissar. fällte in der betreffenden Sitzung deS SeeamtZ ein iöweres und Markes UMeU üb d:n

Voraana. 5s Ueae. 1o tüdrte er ans.

eine rohe Mihhändlung vor; solche kämen viel öfter vor. als Man glaube, nur , sagten die Zeugen so selten die volle Wahrheit. Daß so viele Selbst, morde am Bord der Lloyddampfer vorkämen, licae besonders daran, dak der loyo ungengnete Leute anstelle. Utt. erhört sei. einen Menschen, d?r klage, er. könne seine Arbeit nicht mehr leisten. und der weinend und klagend um an dere Arbeit bäte, in's Gesickt ,u sckla. . " . " - - : igen, daß er zusammenstürze. Bei sol cher Behandlung fehle den Leuten der iuty..,pch über Mißhandlungen zu be schweren. Er wünsche, daß gegen die V)hyelt des zweitens Maschinisten straf, rechtlich vorgegangen werde. TaS See. amt bestätigt dann, daß die Mißhand lungen den Kohlenzieher zum Selbst mord veranlaßt hätten. 0w usiands. Die Temperenzler in Schottland find sehr entrüstet über die Sntdeikung, daß zahlreiche schottische LordS . sich im Besitz von Bier und Schnapswirthschaften befinden um aus dem Betrieb derselben ihr Einkommen zu vergrößern. Zu diesen Lords ge hören die Marquis von Breadalbane, Äiljä, Bute, die Carls von Stair, Wemyß. Clgin, Moray, Zetland. Hadvington. Home, Galloway, Rosebery, Lberdeen und die Herzöge von Richmoild und ' Gordon, Hamilton. Athole, Wunderland uno Fife. Ter Haupt zoril der schottischen Temperenzler richtet sich indeß gegen 13 Geistliche, welche sich aus dem Handel mit Spiritussen sereichern, und es ist allerdings sehr bezeichnend, daß die Mehrheit dieser Geist.ichen der Staatskirche angehört. Zwei Zigeunerinnen trafen in Britzenheim vor einigen Tagen m einem Hause eme Frau,, welche gerade von heftigem Zahnweh gequält wurde. ' Mutterchen, wir können hel fen",' erklärten sofort die Zigeunerinnen. nind die mau im nch denn auch folgende Manipulation gefallen: ES wurde ihr ein großer eisener Topf über den Kopf, gestülpt und sodann derselbe vermittelst nes Feuerhakens so gewal !ig angeschlagen, daß der Frau Hören, Sehen und Fühlen, also auch das Zahnweh verging. Letzteres stellte sich nalürlich bald wicd ein.'" Was , aber verschwunden blieb, daS waren in der ffüche die schönsten Würste. . De r v v o r:;;: c in i gen Monaten verstorbene Ferdinand Praeger erzählt in seinem jüngst in London er schienenen Werk Richard Wagner as l knew liun", daß der Meister eine eigene . Lebensbeschreibung hinterlassen hat. Praeger schrobt: Wagner und seine Frau gingen auS und ließen mich allein in Tribochen. Vor dem Gehen händigte er mir einen Band zum Lesen ährend seiner Abwesenheit ein. Es ist meine Autobiographie, sagte er, nur LiSzt hat ein' Exemplar. Sonst lat sie noch Niemand gesehen und sie oird niht veröffentlicht werden, ehe nein Siegfried seine Volljährigkeit erangt hat.- Jetzt ist Siegfried Wagner 21 Jahre alt. Die Veröffentlichung därste demnach nicht lange auf sich warten lassen'. ' -DaZ Neue Wiener Tag. blätt schreibt: - Zu einem als wohlthätig bekannten Finanzmann kam jüngst ein an Geldmangel leidender Studiosus und erbot sich, demselben gegen ein Ho norar'einen " vollkommen frei ausbeut baren: Sllbervorrath im Werthe von mehr als 1200 Billionen Silbergulden nachzuweisen. Der Andere ging 'auf den Scherz ein und sagte lachend die Bezahlung zu, wenn die Sache auf Wahrheit beruhe; Schon vor hundert Jahren entdeckte der Chemiker Proust Silber im Meerwasser. Malaguti und Andere bestimmten den Gehalt des See wasserS an Silber quantitativ und fan den, daß I Kubikmeter 10 Milligramm, omitJOAQOQ Kubikmeter 1 Kilo Silber enthalten. . 1 3 Kubittilomrter mit 1000. Millionen Kubikmetern enthält demnach 10.000 Kilo Silber, aus wel. chen ,9).000 Silbergulden ö. W. geprägt werden können. Das Weltmeer hat 374 Millionen Quadratkilometer Oberfläche bei einer durchschnittlichen Tiefe von 4 Kilometern, also rund 1500 Millionen Kubikkilometer Inhalt, in welchem 1350 Billionen Silberaul, den gelöst sind.- Hier Ihre fünf Gulden und : außerdem sollen Sie die Hälfte des Reingewinnes haben !" WbeiteV'challe ! ' ! (ftüher Turnhalle.) liii:.:!,. Vereine und Logen werden darauf aufmerk sam gemacht, daß obige Halle sich sehr gut zur Abhaltung von Versammlungen, Kränzchen, Unterhaltungen u. s. v. eignet und für solche Zwecke billig zu miethen ist. Vlan wende sich , Ue Office di. LltZ. ' ?"i"-if:iii, :- UM'-';.. Jijn! mQgeuto vKlWgt .bRmUche Vbglb de gr,ge Un stritten . Ozrmania'KW Jwz ! Jh tlcht fitUnt. Cn Äodsnn Cfim. htm arvken deutschen HiJorik. Vtit nahe, drrkbundert splmdideu Sra dürr) eine dollftäud,ae Oilver-Sallerie der denk fctflstr Genien. Perne nd Begebendetten in da eichicht d akrrlade. Jeder Dtsche ivlltk et lilchei bade, iedr im kreise, vnikuit nl der Ktelle. Wir Kellen gute Vedingungen. Eine seltene elegmdrkt kör jed ntelligente deutsch Dame

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