Indiana Tribüne, Volume 15, Number 175, Indianapolis, Marion County, 13 March 1892 — Page 4

Jndiana Tribuns Erscheint füglich und Sonntngs.

Tie tSgliche .Tribüne' kostet durch den TrSger ISCenkS per Woche, die EonntagSTribüne- 8 XStnt per Woche. Beide zusammen 15 Cent der 63 Cents per Monat. Per Post tugefchtckt in Vor. ausbeishlunA per Jahr. OMce: 130 Ost Maryland Strafe. Indianapolis, Ind., 13. März 1892. Jtter Vestnnatte?-. Der xraktkfche Arzt, gleichmel welch:? Ratt eher Konfession er angehören mag, fühlt sich nicht berufen, an seinen Patien tcn Versuche mit Arzneimitteln zu machen, deren Wirkungen nicht bereits vollkommen, klar und unumstößlich festgestellt sind. Oönehm wird zur Genüge von den Pro fesioren der medizinischen Kliniken erperMentirt, welche sich freilich durch die Absonderung ihrer Pflezebefohlencn Ins, Krankenhause vor störenden Einflüssen zu schlitzen wissen und bei der sorgfältigen, ununterbrochenen Beobachtung durch eisrie Assistenzärzte, die mit zehr kostspiellgen Wissenschaftlichen Instrumenten ansge-üstet sind und denen roieder ern tüchtig geschultes Wartepersonal zur Seite steht, eine Summe von genauen Beob achtungen sammeln können, die von die sen Fachmännern ersten Ranges gesichtet, geordnet und oermerrhet, dann zum Se zen für die leidende Menschheit und zur 'crmkhrunF des eigenen Ruhmes ver ösftnllicht werden. j)er Praktiker würde der Unrecht thun, wenn er alles Das, km 3 ira der medizinischen Welt gesprocben, geschrieben und gedruckt ,n?ird ledig iich auf die Nukorität eines noch so ht lühmten Professors hin, fürbaareMunze kleinen wurde. Bei solchen Veröfient klchnngen spielen mitunter gar wuitderliche Beweggründe eine ziemlich bedeu, tende NoUe. Ja, es gibt Persönlich feiten, die der medicinischen Elite ange Hren und sich trotzdem dazu halben, industrielle Gesellschaften, die aTis die 'oeraerihftng unnützer Abfälle ausgehen, t;iii dem Glorienschein der Wissenschaftlichkeit zu umgeben. So hat man vor Siiürjeni die anderweitig unbrauchbaren i',!ustände bei der Fabrikation der Karbolsäure, mit Harz gemengt , und mit Soda verseift, als Kreolin um lächerlich ls ohen Preis in den Handel gebracht. Dieser ordinärsten Harz seife wurden alle erdenklichen desinfektorrschrn Tugenden zugeschrieben. Kreolin wurde für de e septischen Verband von Wunden tm psohlcn, ja als Heilmittel gegen Tuber kalose gepriesen, während es in Wirk lichkeit nichts weiter vermag, als die Lasche des Karbslsäure-Fabrikanten mit VolÄ zu füllen. Dsr praktische Arzt liest .demnach und fcög. Was die Professoren gethan oder 'ilncht gethan haben sollen. Erscheint i:?:n dann daS Mittel der Mähe merth, einer eiteren Prüfung gewürdigt zu werden, fs geht er auf die Klinik und überzeugt sich dort durch den Augenschein, ane man mit dem neuen Arzneimittel lkörgeht und welche Nesultare man dabei erzZelt. Sind alle diese Studien zu seiner VefriediAung ausgefallen, dann ist er sohl berechtigt, das neue Mittel zunächst i:i jenen verzweifelten Krankheitsfällen k??zuwenden, in welchen alle bekannten an alterprsbte Heilmethoden bereits serfagtcn und der Kranke selbst mit dem versuch, der ihm, ohne feinen Zustand $ zefährden, Aufsicht auf Besserung, za Genesung bringt, einverstanden ist. Mit dem falzsauren Cocain sind die praktischen Aerzte wohl ziemlich vertraut, ifm nur mit ter Anwendung desselben ,uf die Schleimhäute, seitdem im Jalzre 1884 Dr. Karl Koller auf dessen schmerzstillende Eigenschaften zunächst für Zwecke Hz Augenheilkunde aüfiuerksam gemacht Sitte. Die Le?inselnz. respektive Sin, trSpftuttg einer zweir bis zmanzkaprocen l" rr. . : t t r ngcn iapi:; von zmziaurem uacorn aus Sie Schleimhäute der Äugen, der Nase, m Mundes, Nachens dder KehlkM br niest nämlich eir in sehr kurzer Zeit Antretende Unempsind lichkeit der benetz tra Partien, welche von fünfzehn Miuu, ten bis zu zwei Stunden anhält. DaZ jalzsanre Cocain wurde daher mit Jubel begrüßt und da t äußerlich ange, ccnbrt ganz unschädlich ist, bei den verschledenzten Zufällen verordnet, so in der ilzenheilkunde gegen Schnlerzen und Lichtscheue der Augen, bel Entfernung an Fremdkörpern aus dem Auge und rnderen operativen Emgrissen, dann, bei Operatioen im Nasen,, Rachen od:r Kehlkoxfraume, um die Schmerzen zu serhuten und es den Patienten zuirleichter, sich dek den verschiedenartigsten MaipÄkationm auf diesem sonst so heiklen Vebiet ruhig zu verhalten. Ebenso be ziächciijen sich die Ohren- und Zahnärzte dieses Mittels. Endlich wurde Cocain liich bei heftig schmerzenden oder juckenden Hautleiden und nach Verbrennungen m Al'wendung gezogen. Durch die ae slinde und unverletzte Haut wirken aber zis Eocainlosungen wenig oder garnicht, hier muß eine andere Änwcndungsmechode platzgreifen, indem mau unter lie Haut spritzt. :eu Nutzen und ihre Beoeutung viele Barte zu verlieren, ist wohl überflüssig. &i gibt ei Anzahl wohl nur k nne $eit' währender, aber trotzdem sehr! :chmerzhaster chirurgischer Eingriffe, bei' icnen es der Kranke alt ein großes Glück betrachten würde, wenn man ihm ene Minuten, die sich durch die Marter , icr chirurgischen Arbeit zu Stunden dehen, ersparen könnte. So auch bei Er iraktionen von Zähnen, bei velchendurch ttoße Einpinselung oder Einreibung des Zahnfleisches der Akt des Zahnziehen licht gaiij naslfcminrti schmerzlos nacht wird,' und selbst bei unbedeutenden Operationen, wenffWkn ?vk p sind l i ch e n Sti rp erste llea sraenom mn werden müssen. Die lokale Narkose mit subkutane Eocaininjektionen wird Zber auch anzezeizt sin, - wo Ehlorakör Qitt ZiinßM&,ßui fihrtar sind, weil sie der Kranke nicht kttrS.st. ode? wkU leine Mitrsirkm

Meze Anwendungsart deS CocainS ist ,ber nicht nur den Laien, sondern auch Utt Aerzten wen! aelaufla. Ueber ib

VÄrend der Operation erfs erlich ist, . , rr . . 5 cn.x .

serner oer lngrren rm inaen, z. u er Entfernung der Mandel im Kehlkopfraume, ja selbst bei . der Tracheoto nie dem Kehlkövfschnitte. ber welchem Surch Herabsickern von Blkt in der Lust, röhre narkstisirte Patienten in Erftrk' kungsgefahr gerathen können. Der Kranke bei dem die' subkutanen Infektionen mit einer Lösung von salzA saurem Cocain in destillirtem Wasser zum erstenmale in Anwendung gebracht werde sollten, hatte .selbst im vollen Verständnisse der Sachlage seinen Arzt sarum gebeten. Er hatte ähnliche Operationen, wie die diesmalige schon oft vornehmen lassen mit der Resignation ses Mannes, der sich in S Unvermeid iche fügt, wenn es ,h auch peinllch ist. Dieses Mal konnte er kaum die stunde krwartm, zu welcher de? Versuch mit ihm lngestcllt werden sollte. Begnügte er ich sonst mtt der Hofznung, dazz von der Operation eine Minderung feine? Leiden, eine Besserung seiner Gesundheit zu er warten sei. ss fühlte er sia jetzt von dem Bewußtsein gehoben, durch daS .Erperi, ment' nicht nur sich selbst für künftighin Trost und Hilfe esSaffen zu haben, sondern-auch durch seinen Opfermutz zum Wohle zahlrer Lndensgenö ssea beizutragen mit an den Stufen bauen zu helfen) über welche die Heil kunst zum Besten der Menschheit fArtschreittt. ., Wohl inselae der leicht 'begreiflichen Aufregung fühlte daS Versuchs sbsekt'. kaum de Snch der scadet der zuvruta . . n . c . . n' nen wpnye, mlneltr wezcyer sie tjit Partie der Lösung unter die Haut ge bracht wurde. Auch unter kormalen Jerhaltnissen wurde man hlernon nicht, titl empfunden haben. Der Stick einer 'lmgierig'en Mücke schmerzt mehr als :e .Einführung einer wehlgeschlistenen ?.id polirtea JnsektionSnadel. Nach in Minute erfolgte der vveite Ein stich. Siehe da k Daß Cocain hatte beren ekngewirk!. der zweite Stich wurde nicht m'?5k aefühlt. Mit beiden mären zwei volle, t' ein Gramm Flüssigkeit haltende spritzen eiuer süns pro centigen Losung, also in Summa ein Decigramm salzsau res Cocain unter die Haut gebracht war Sen. Schon wenige bekunden spater fühlte der Opnirtt. dag lekne.Auttegun'z dem angenehlüen Gefühle deö allgemei nen WohlbehaAens Play machte. Er war sebr redelunia. seworden und erzählte in behZbiger breite, welcher Erleichterung er. sich gegenwärtig erfreue, und daß, nachdem in den letzten Wochen ihm sein Leiden den Humor bemahe gänzlich ge raubt hatte, feine Lebenslust wieder wache, sonderbarer Wette hatte nch auch seine Sehkraft bedeutend gesteigert. In normalem Zustande kurzsichtig, war er nun im Gkande, sehr entfernte Qbjecte qenau zu erkennen und alle Farben e? kchieneu ihm lebhafter, frischer intensiver, freudiger. Da stellte sich etwas O hrenkUngen und Schwindel ein. so daß mxn nicht wohl einsieht, wie manche Bergsteiger anrathen können, bei sehr attstreugendett Hochtoü ren Cocain zu nehmen. Man geht wohl unter dem Aanne dej CocainS leichter, sie gefamnlte Muskelsthätigkeik. erhöht; man ist phustsch leistungsfähiger, aber man hak nicht die volle Verläßlichkeit und Sicherheit der Mnökelu, wie im tornia lenZustande. ' 1 Unbedingt gesteigert durch das Cocain werden aber auch die geistige Lebens fähigkeik, die Selbstbeherrschung .und die Willenskraft, fs daß der Entfchknß, sich schmerzhaften Eingriffen unterziehen zu wollen, bedeutend erleichtert wird. Es handelte sich darum, am Halse eine an drei Centimetek brette Hattplbkücke durchs zutrennen und dann den gefammten iZruns der Wunde mit Aetzkalk z zen stören. Der cocainissirte Patient gab an, den Schnitt nicht empfunden zu ha den. nur das Knirschen der Klinge, als sie die Haut theilte, - habe er deutlich ae hört. Ebenso wenig empfand cr die nachfolgende Aetzung, die sonst durch mehrere Stunden heftige Schmerzen zu verursach: pflegt. Nach angelegtem Lerbaude beab sich der Operirte zu Fuß nach feiner eme Stunde Weges entfern" tcn Wohnung in der heitersten Stim mung und so geistessrisch, ja gehoben, daß erfosort eine ziemliche anstrengende, geistige Thätigkeit .ausnehmen konnte, während er fönst nach der Operation in Her peinlichsten Stimmung, von. Schmer zen gequält, die Ätundea träge dahin schleichen sah. Vieie behaupten, baß auch: daß. Nah rungsbedlrfniß nach Cocain herabgesetzt sei. Dies scheint nicht richtig zu sein. , ... L . V . . . . um i uqr wuroe oas uocain nge, spritzt und um halb l Uhr schmeckte dem Operirlen sein Mittagsmahl ganz präch tig. Ueber den weiteren Verlauf ist nur wenig, aber Gutes zu berichten. Am selben Abend schl!efder Coca!nlsirte etwas unruhig, doch mit angenehmen Träumen. Am anderen Tage war jede Wirkung des Cocains vollständig verwischt. Das außerordentliche Wohlbehagen hatte der norinaltüäßigen' Stimmün Platze ge macht. Der HeilüngSproceg der Wunde verlief genau wie in den früheren Fällen, ohne 'dag irgend ein Einfluß deö Co eainS, weder rm günstigen, noch im un günstigen Sinnes sich bemerkbar gemacht hatte. Ungerecht w5re es, wenn wir vom Cocain Abschied nehmen würden, ohne uch die Kehrseite der Medaille betrach tet und erfahren zu hen, welche Nach theile der Mitj6rauch 'i lcls nach sich zieht. ',s'j,WuÄer! Morphinisten verordnet, um . ihuen die Einspritzungen mit diesem Giftc abzuge wöhnen. , Da, geschieht? eS Ächt, selten,' Saß solche Kranke jede Mißstimmung, jedes UnbetzägeN jeden auch noch so u bedeutenden Schmerz, so wie frühe? durch Morphium, jetzt durch Cocain beseitigen (vollen. Bald gewöhnen sie sich an daS neue Mittel, stumpften sich gegenseitig b und find gezwungenUm einen Effekt yi erzielen, zu immer h Shere a Gab zu steigen. Dann stellen sich Störungen der ZZunktisnen der Seh, Gehör nd Riechnerven ein. Zittern der Glieder, endlich Wähnvorjtt Säuserwahninln frappante Aehnlichkeit haben. Lelzedllb hat den Teufel ausge trieben, aus dem Msrphiniftea ist ein Csinist akwsrdeV?'WC ,,, ,! ::.-,'. l.,r-.:'i:i ' - - " . D e. O LZSY.

in englisches 6 aunersiücyrn, .

Die Engländer haben vor allen ande een Närionen den Vorzug, daß sie aus nehmend praktisch sind. In industriellen Unternehmungen und Speculationen, die bei einem gewissen Risico auch die Aussicht auf beträchtlichen Gewinn eröffnen, sind sie die ersten am Plätze und gehen mit Vorsicht und praktischem Sinn zu Werke. Jbre Spitzbuben sind allen Collegen ans dem Continent überlegen. Sie verstehen eine Operation von langer Hand vorzubereiten und das zn. ihrem Gelingen nöthige Geld auszugeben ; sie umgeben sich mit aller erdenklichen Vor sicht, und nur wenn von Zeit zu Zeit ein herausfallendes Steinchen den ganzen Aufbau zusammenstürzen läßt, lernt man die Kunst bewundern, mit der er aufge richtet gewesen.Wir wollen in Folgendem von einem Gaunerftückchen erzählen, das in den letzten Tagen in London verübt worden' ist und das mit der größten Kunst und bewundernswerther Vorsicht in Scene ge setzt war. Ein junger Pariser NamenS G., der Sohn emeS der reichsten Kauf leute war in Geldverlegenheit. Da ! e? diesmal 500,000 Francs brauchte, koyn ten seine - bisherigen GeldmSnner resp. Wucherer ihm trotz deS notorisch unae heueren, Vermögens seines Vaters ' ;ic hohe Summe nicht verschaffen. Herr G. wandte sich an einen Vermittler Namens Gall, der nach Londou reifte, nm'dort das verlangte Geld aufzutreiben.' Ja London fand Gall endlich einen Anwalt, der ihm. die Erfüllung seines Wunsches unter der Bedingung zusagte,' daß der junge Herr G. auf ein bis ptt Monate Imch London komme, dort ein großes HauS ausmache und sich überall m der guten GeMAaft" sehen lasse. Der Äame des jungen ManneS wäre in Lon don oekanttt. nun müsse er noch persön lich bekannt merdfn, dann werde er nach Ablauf der genannten Zeit die geforderte Summe unrer güttstigen Bedingungen von eineiü Großgründbesitzer als Dar lehn erhalten. Gall kehrte nach Paris zurück, überzeugte den jungen G. von der Berechtigung deS englischen Vor schlags, ließ jich von ihm für. den- ersten Bedarf einen Schuldschein über fünfzehn taufend Francs unterschreiben und die ganze Gesellschaft reiste darauf nach Lon von ab. Die Neisegesellschast bestand aus dem jungen G., seiner Freundin, Herrn Gall, einem Kutscher. Kammerdiener, Kammer frau, Groom und Bedienten. Pferde und Wagen wollte man bei der Ankunft m London besorgen. Zwei Tage nach ihrer Ankunft besuchte der Londoner An walt Herrn Gall und überreichte ihm fünfzigkauseud Francs mit den Worten: Vielleicht braucht Herr G. noch Geld bis zur vollständigen Abwickelung deS GejchafteS Ich habe erst gestern den Geldman gesprochen, daS Geschäft ist so gut wie abgemacht. Er soll nur daj L . "5." '. .x..1 !J lur ivrnen, va er irr mouilil vn e sehen werde, in Thcatern.in Gesellschaft ten erscheinen und überhaupt seinem Reich tdum entivreckend auftreten. Kur da Uebrige stehe ich ein Gall rieb siH d ände, der junge Mann folgte den Vorschriften auf'L Wort und befand sich wohl dabei. Nach Verlauf eines Monats wurde das Geld bereits knapp; da er schien der Anwalt bei dem jungen Pari ser und erzählte ihm, daß das Geschäft feinrn Abschluß nahe und der Darleiher kein Geringerer als Lord Philipp F. einer der vornehmsten Nameii Englands fei. Der Lord werde dem Zungen Herrn morgen einen Besuch machen, die fer solle aber bei dieser ersten Vorstellung noch kein Wort von Geschäften reden. Am nächsten Tage erschien der Lord, ein Mann von ungefähr vierzig Jahren, und wurde von Herrn G. und dessen ganzem Hauspersonal mit allen Ehren empfan gen. Lord Philipp sprach daS elegante ne Französisch und war so lieöensivürdig nnd herzlich, daß er von. der jungen Freundin Herrn G.'s zum Diner Zurück, gehalten wurde und während der Mahl zeit die beiden jungen Leute vollständig eroberte. Nach dem Diner lud der vor nehme englische Cavalier die junge Dame und Herrn G. ein, den nächsten in der Stadt London zn langweiligen Sonntag auf seineui nicht weit entfernt gelegenen Landsitze zuzubringen. Die freundliche Einladung wurde bereitwillig angenom men. Am nächste Sonnabend wurde daS junge Paar nebst Herrn Gall von einer prachtvollen, mit vier VollblutPferden bespannten Mail nach dem zwei stunden entfernten prächtigen Landsitze abgeholt. ; Man fand verschiedene Gäste vor, die sich nach Gefallen im Park und am See, unterhielten. aS, Geschäft sollte erst am nächsten Morgen "nach der Abreise dieser Gäste erledigt werden. Beim Frühstück, während des Dessert, begarn in der, That Lord Philipp, nach dem er dem ebenfalls anwesenden Anwalt einen Blick zugeworfen hatte: .Lieber Herr G., ich habe in Ihnen den liebenswürdigsten Mann kennen ge lernt; Sie brauchen 600,000 Francs, ich ebe sie JneW "Die AbzahlungSs termine können Sie nach eigenem Gefal len bestimmen, für die Zinsen mag der augenblickliche VankzinSsuß gelten." .In der That, Mylord, man kann einen Dienst cunMzlichHwitöxSßerer! Galanterik und Gromuth ! erweisen, er laubett' Sie mir, Ihnen meinen Dank N5Wchm.?f:;l f 't t 34 geft finA Lord F. wieder an, .daß ich bei meinem enormen Vermögen kein baares Geld habe. ; Aber ich habe hier unter anderem einen Stoß von elsmalbundert tausend . Francs Actiea ersten Ranges, der B snkier giebt Ihnen Geld darauf. Ich wollte Sie sogar bitten, statt sechs lieber siebenhundertsünfzigtausend Franc pt nehmen, eil ich selbst sur meinen Prioatbedarf hundertfünszigtaufend da' von nehmen will.' Paßtk Ihnew " ;:;init;erwiiem Ms sind bie'Wnrpapiere?-:,,? mMiiismms$ I i,rtn Mi?, befahl er diefem. j.daS Packet mit den ! elfmalhunderttau: seIctten'vonIklZW ?'DleIctfen"wW aüf'S Gerathewshl einige davon und 'fiJ0 frefe Oaring und lassen Sie sich das Geld dskür Keben. ; it iftnli) ss Jtty

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Eine große Sendung von DamelUHnten

Wir laden die Damen zur Bcsichtignng derselben ein

elsmalhundetttäusend Francs von tity.n Actien nehmen würde, und im bejahen den Falle lassen Sie es mich wissen, da mit ich Ihnen die Actien schicken kann. , Das jnnge Paar reiste ab, die Actiei wurden von dem Bankier geprüft und für gut befunden, und er erklärte sich bereit, die gcwußfchtcn elfmalhundert tausend Francs" aus die übrigen Actien z.u geben. Der Secrctär Lord Philipp's überbrachte die Actien und bat den juu ?;en G., sich dir hnndertundsüllfuzlau end Francs für Lord F. nicht in Checks, sondern in französischen Banknoten yt'3 zahlen zu lassen, weil der Lord sofort nach Paris abzureisen beabsichtige. Das versprach Herr G. und wollte' zugleich mit dein Gelde seinen Schuldschein über fechshundcrttaufend Francs an Lord F. schicken. An demselben Tage unter hielt sich der Chef des Hanfes Äaring im Ctub nlit dem Polizeimmister und sprach über den Leichtsinn der jungen Leute im Allgemei: nen. Als Belag für seine Ansicht enahlte er den Handel des jungen Herr 9. und sagte, daß dieser nach Empfang deö (Zet U iich ni-fct einmal Zeit nehmen w? ruf den Postdampfer zn warten, sondern sofort mit besonderem Dampfer abzunisen gedenke. Der Polizeiminister sand das zehr verdächtig und veranlaßte Herrn Baring schließlich, die Ausjahlung der großen Summe an den Franzgsen nur in Gegenwart eines der gewiegtesten De tectives vornehmen zu lassen. AM nächsten Tage fanden sich - zur Auszahlung fünf Personen im Bankbureau ein: Herr Baring. eia llubekannter von correctem' Aussehen, ungefähr vierzig Jahre alt, Herr G. in Begleitung von Gall, und der Secretär des Lord Philipp, der ein verschlossenes Portefeuille trug. Auf dem Tische 'lagen in franzosischen Banknoten die siebenhun: dertundfünfzigtausend Francs Im Begriff, baS Portefeuille zn öffnen und die Actien gegen das baare Geld ein zutauschen, rief der Secretär plötzlich: Teufel, ich habe den Schlüssel zur Brief tasche vergessen! Ich fahre sofort nach Hause und bringe ihn mit." Er nimmt das Portefeuille unter den Arm und will fort. '.Sie können Ihre Papiere unbesorgt hier lassen," sagt der Bankier, im Hauje Barina. und in Gegenwa,t von vier Per sonen ,st das Geld sicher." .Das geht nicht," antwortete der Se crekär, das Geld ist mir anvertraut, und ich lasse es nicht von mir." ' ,. tT i ? t -Y t , . m p . .as wiro zicy. gielly zeigen, Hagre der correct aussehende Vierugjähriae, .denn ich erkläre Sie insgesammt für veryastek.Mit einem Messer schnitt er da Vor ttfeuille auf es war mit alten, Zeitun gen vollgestopft. Man bemächtigt sich deS Secretars. man führt' die ganze Ge fellschaft zu Lord F., den man in ziem: licher Ungeduld in einer reich ausgestatteten Wohnung antrifft. Auf ' seinem Schreibtisch liegt ein Portefeuille, das elfhunderttausend Francs ,n gefälschten Actien enthält, und daS gegen daS zuerst mitgenommene hatte umgetauscht werden sollend Die Actien waren so vorzüglich gefälscht, daß Herr Varing sie unbedingt wurde in Zahlung genommen haben, besonder wenn, Herr G. sie ihm präsen tirte. ' In einer Schublade deS Schreibtisches fand man wei Flaschen mit Chloroform, zwei Schwämme, einen Dolch und einen Revolver. Diese waren für den Unglück, lichen Gall vorbereitet, der als Ueber bringer des Geldes und des Echuldschei neS nie wieder zum Vorschein gekommen wäre., Am selben Abend würden die Be trüger mit dem Gelde London verlassen habend ' '" "" - '"v ' Der falsche Lord war ein rücksälli Zuchthäusler gewesen. ! ': - -' v'i'i;,.':.,-;;- .t : '' ME'l, n f ei iend er J ü n g e. Mama (am Strande zu ihrem Sohne): Sieh nur.' Karlchen, wie viel schöne Steine ierillege tzr , si ch rund um sieht) r Ach j und nich t ein einjiaeS Fenster zum Einschmei enl"M,'' -if.v:t'i'''"---' f rri'l c rn hosd l 2 the. -' Unter, ofsicier (zu einem Rekruten): Du bist 'emDchandkerPu mir schSmaan Dir muß sich de nant Mäma MD MeisterchSma"M'Du" Schema vom ganzen Reaimenk MP 'BL'iw.'';:ir ' '; !iM'7,L't. 'j"-.;. !k 8n$ glne. Mama: Ader, Emilie, fallt Die den ein. vnferen Hautarzt zu küssen ?,,Tvchter Marna vor einem Doktsr braucht sich? kein junK geZ .Üchsti; tt laiiifif I ; " . T , m '""'",1 . " ' ' Meerschaümpseifen, lange deutsche yseWElgarrempiten ItU ibeiSBrn: ancho, mo, 199 Oft Saftjütgtan etr i!iiy.ii:a! v :; - :':!- 'äf't 'Siii'fjjiiii! :,!,;( ; " ::!'"' f!'ii 'SSI

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M. E. STYER, SfßehtNo. 430 Wcft Waflzkngton Strafe.

Telephon 393.

Die patentirie Kohlen-Saure Bier-Pumpe ist reprusentirt als von dier Fässern im Keller ziehend mit den Krahnen aus dem Ausschank-Tische. Dak Bier kann aus der Eiskiste oder aus dem Keller gezogen werden. Die Krghnen können auch unter dem Schanktische angebracht werden. '

Dr.H.S.Cünnittgham, Office und Wohnung : IST Süd Meridian Strafe. Telephon 1319. Offiee-Stunden: 8- Uhr Morgen. Uhr Mittag. 7 -l Uhr Abend. Dr. Cunninghäm spricht Deutsch. G. C. Gnerts. Deutscher Zahn - Arzt, No. z Nord Pennsylvania Str. 9tl wird aus Wunsch angewandt. Dr. Wagner, Office: Zlo. 60 Ssl Ghio Str. Offtce-Llunden z Uhr Bormittag. -4 Uhr Nachmittag. ' s Wohnung : Ecke Vrday nd feol X. Telephon m. Lrtra seiner gebrannter 3cporVfnnd. i:'Tll: ij i'i 1 ' sitrii '"jp WZMZWWWV WiWi 200 Ofi csnt83ii;trate; i m'mmmä amm ' .etepyon w iSk L'

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