Indiana Tribüne, Volume 15, Number 168, Indianapolis, Marion County, 6 March 1892 — Page 7
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L sag grauer Vorzeit so beginnt e int, nlte, Vergilbte Handschrift ohne ZiitW blatt, die ich einst in Jugendtagen in tU nem ttoderbedeckten Dachbodcnniinkcl Te5 Cliernhanses gefunden tjate aus graizc? Borzcrt ,?ird vom Könige Misgmi in Lusitama berichtet, der hoch zu iahrM gekommen und Willens war, ßteich und Herrschaft en seinen Sohn, bcn Prinzen Philgyn, zu geben. D.ii:tit er aber mit ruhiger Anoersicht das Ccrptcr in des Prinzen Hände legen und 1 ew:ß fern mochte, derselbe mit Zve;sseit regieren und den glücklich? Zustand des Volkes aufrecht erhalten erde, so refchZöj) der eile Ksng, daß sein Thronfolger vorerst cineS der großen Meer schisse bcfl eigen nnd eine mitt Reift Iljun, die Welt befchcn nnd fremder Läu Ux Sitten kennen lernen sollte. Der Tag der Abreise war unter Fest' lichkeztcn und Vorbereitungen aller Art berangekomkncn. Am Gestade stand ein prächtiges Zclt, mn dasselbe die Großen des Reiches; im weiten Halbkreise aber lagerte dsS Vclk unter den rauschenden Snkonioreu ; Alle waren an den Strand gefo&unrc, um den künftigen Herrscher tox er Abfahrt nach einmal zu schcFund ihj Gluck- und SegenZwünsche -zuM rufen Zur die lange Reise. In: Sclte aber fast der greife König L?kisgyn und richtete Abfchiedsn?orte voll Örtlicher Liebe an den bischenden Jungking; der knikte zulegt vor ihm nieder und empfing dcZ Greifes Segen. Zum letzten Mal schloß der König den Prinzen in die Arme; und da dieser d,Z Boot bestieg, irni zu:n großen Schiffe zu salncn, rief er noch mit lauter Stimme: Es sind überall die Nämlichen, Phil gint, überall t Nämlichen!" Dann mischte sich tausendstimmiger Furuf der Menge in's Nudergcxlätscher und Tau:verkknarrcn, und langsam zog öer, Drcidcckcr mit gefchwelltcn Segeln ia$ dem Haftn, boqnm das Vorgebirge und en! schwand den Blicken der Zurückbleibenden. Tage waren hingegangen ; der fugendlicht Prinz hakte bewegten Herzens die väterliche Küste im blauen Meere versinke;i, manches lachende Eiland, manch' tzruneS Gcftadc dem eilenden Kiel seines seetüchtig: Fahrzeuges sich nahen und wieder fliehen gezchen; endlich umgab nur Himmel und Wasser fein kleines, schwimmendes Reich. Oft stand er in der stillen Sternennacht am Vordrand des Schiffes, hörte das leichte Rauschen der leuchtenden Welle und überdachte die Tag: der Kindheit, die kommende Zeit, die wesenlos vor ihm lag wie die :'!ebclg?b:!de auf der brauenden Waffe?stäche; und unverstanden, wie in der ölbfchicdöstunde, klangen ihm die letzten Worte des greifen Vaters wieder: ES sind überall die Nämlichen, Philgnn, überall die Nämlichen!" : Noch unberührt war dcS jungen Scc sahrcrö Herz von Lnst und Leid der Liebe. Unter Männern war, der früh Mutterlsfe am heimischen Hof groß geworden. Den Speer und das Schwert' hatte ' er führen, den Schild handhaben, ein fenrigeS ötoß tummeln gelernt, geheimnißvolle StaatsweiSheit war ihm gepredigt worden aber wie man mit Weibern umgehen muffe, ihre G'.uift gewinnen, ihren Ränken begegnen könne, davon katte sein jugeudlicycÄ Gemüth Uizt Einmal lehnte er, da die Sonnen-
schcibe sich zum Niedergänge in die Flu'then neigte, am Mast, die Äugen aus die Wolken gnkchiet da kam'ö ihm vor, als tanche 'in weiter, weiter Ferne ein festes Gebilde euö den Wogen; grün schimmerte, eS durch denAether, wie Palmenwlpfel meinte er es zittern zu fchen ; ht der blauen Luft, und der Windstrom.
der von den undeutlichen Umrissen des Gebildes immer merklicher gegen das Schiff weütc, schien ihm Wal'desdüfte und Vlüthcnhanch zu führen. .Tie Insel 5tourone!ra, Prinz ! sprach der'bärttgeI,LWeh:shaber tx SchifZsmannsckaft ; sie liegt in einem GürteMurmW SMk Schiff mag ihr nahen wenigstens ist von den viclen, die hier verfchwanden, Verbleib und Schicksal nie bekannt geworden. Wir steuern vorüber, -.nnr oußer -dem, Bannkreise der zornigen Wellen fahrbare und fährdelosc See 'zu bchalten ! " Indem der Seemann sprach, klappte und rauschte es befremdlich über dem Deck. Die, Raaen schlugen an die Maften, die Segel sanken fchlasf herunter, die Wimptl, die noch soeben lustig im Winde flatrertcn, legten sich an die Staugen. Die Luft wurde schwer und farblos, rm 2'estcn berührte die Sonne ohne , Glanz und Schein die Fluthlinie das , - Schiff stand ' ft-i IC ii'jlisiilliiiiihi'i1"" ' ;.:!!:::li.i":::li;Jiiii,,, :1 Umsonst begannen die Ruderkncchtc die langen, mächtigen Ruder mit gleichmäßigen, festen Klagen' zu handbaben; es war. als ob eme 'unsichtbare Strömung ihren Anstrengungen entgegenarbeitete; des Prinzen kleines, schwimmendes Reich ?ar festgehalten wie' von 'Zaubermacht, und gespenstig drohten an der einen Sch ujöz'eite, immer unverrückt an gleicher Stelle, die sormlofen Massen der um ?j:v- heiinlichen, Infel Kouroneira. " ' , , ,, Nachdenklich stieg der Prinz Zn " den Schisisrauzn, während der Befehlshaber Zle Seeleute aus ihre Posten rief,, die Wachen verdoppelte, un für die böse , Nacht, die mm zu fürchten war, seine , .V, , W ' : ' 1 '
Setzungen gao. -.;: 1 - Daß Schreckliche an der Lage de? K 4 Schiffes bestand darin, daß be! jeder Ae- ! , mühuug. die unheimliche , Stelle zu ver- ' lassen, Getöse und Aufrnhr im Meeres-f-fchooßc und Sturmgeheul !n den Lüften entstand, wcchrend alsbald, wenn dieNnZZi derer die Hände sinken ließen, Grabesstille eintrat. ls , , ,,:": :': m, .Ich fürchte,",, sagte der Befehlshaber zum Steuermann, .wir sind der schlim- , men Insel zu nahe gekommen und könuen vor dem Morgen ihrem Bann nun nicht x;$$ty . " ., Indessen . war die Nacht hereingevro-. chen. , Eine bange, schauerliche Nacht. r'''ch ! 5 frige Ermüd ung hatte sich aus , der ; duuftigkn Luft auf alles Lebende gesenkt.' , ' Wer nicht am Deck durch .Pflicht und Furcht vor der aus PflichtverleHung gesetzten Todesstrafe wach gehalten wurde, 1 1 sank alsbald ' in bleischweren SchlumHWmfSs V M 4 tg$:0M
Prinz Philgnn aber empfand einen unwidersichlichcn Drang, dem ersten Abenteuer, das sich ihm auf der Reise zu bieten schien, mit Augen cntgegenzugeHeu. Der Lenker des 'SchrffeZ' zwar verwehrte ihm ehrerbietig, doch fest daZ Actreken des Decke? ; desto eifriger spähte ker Prinz, den die!! Leute oben wohl gleichfalls längst. ekngcfchtunlmert wähn iin oder un:er dem Einflüsse eigenen 'Schreckens nicht weiter bcach'teken, durch hie Lücken der dem Eiland zugekehrten Schiffswand hinaus in die 3!acht. Immcr mehr gewöhnten sich seine Äugen an bas Dunkel, immer beutlicher glaubte er die Umrisse der Insel zu erkennen, ja, manchmal war es ihm, als leuchteten farbige Feuer an verschiedenen Punkten ihrer Küste ans, und immer mächtiger ward in ihm die Sehnsucht nach dem rathselhaften Eilande. - :Gab es kein. Mittel, dasselbe zu erreichen? Wieder leuchtete es drüben ans und, weit aus der Lücke gebeugt, gewahrte der Prinz über seinem Haupte das" kleine Boot, welches während her Ryse oft? mals ausgesetzt worden war, um an paf senden Stellen in Küstennahe frisches Wasser einzunehmen. Diese Wabrn-b-
rnnnz brachte i fernen eudammerndci Pla zur Reife: Ihr hkcr! sagte n lcifeu sicb. möit ' schlafen : Ibr obcii
mögt auf Mittel? sinnenAcr Gefahr z,, entgehen ; Ich will die Gefahr suchen, denn ich bin der Erste am Schiffe und daheim nach meinem Latcr der Edelste ; mir ziemen Thaten!" Unter diesem Selbstgespräche hatte sich der Prinz euö der Lücke in das Boot geschwungen und mühte sich nun, daS Tcuwcrk zu löfen, en dem cS hing. Als hätten ihm unsichtbare Hände geholfen, gab das letztere aümühlich nach, und sanft senkte sich der Nachen auf die fchwar, Waffcrslach?. Vorsichtig löste ihn der Prinz vollend von den Banden, ergriff daS Nnder und tauchte es lantloS in die kräuselnden Wellen, die ihn so gleich vom Schiffe,, abtrieben. Immer Mehr schrumpfte der dunkle Rumpf zusammtn' bald sah er nur aus weiter siernc mehr das Licht auf der höchsten Mastspitze; jcj?t verlosch auch dieses und während im Osten der Tag zu granen A II. Jn 'ssegreicher Prackn entrang sich der Connenball dem eigen Gewölke, das wie ein Hauch dcö Himmels auf der blauen Mcercsflache ruhte, und im Uebermaße von Licht und Farben jauchzte das All. dem hehren Gestirne entgegen, mit harmonischem WcUenraüschcn, inft dem Jubclliede zahlloser buntgestedcrtcr Vögel und mit dem Wehen mächtiger Vaumwipfel ; leuchtend erschlossen die prächtiMn Blumen, die der ewige Frühling des weltcntlegcnen EilandeS entfaltet, ihre duftigen Kelche; schimmernde ,Schmctterlingeblivcnhe Llbcllen umgaukcltcn Die Älütheukttöfpen, welche balsamische , Dü f te , a n L strömten, i Ein silberheller V a ch v crmä h k te seine' geschwätzig m uraicludcn Wasser dem ehernen Meeres- ' urpu r I m h o hen , U ferfchilfe, halb rn's Land gezogen, ' ruhte , ein , kleiner ZZachcn im bleudcnd:n Kiesetjande, nnd wf schwellendem Mooskissen ausgestreckt inter'm Schattendachc vreitblätteriger Palmen schlummerte der Königssohn aus ;m fernen Lande Lusitania. Mit ernstem, wehmüthigen Lächeln Zbe? ihu gebeugt, lautkos, ohne Regung Wie ein Marmorbild, stand neben dem üben Schkäser ein Mädchen. Starr itmklammerte die wcii;e Hand den gle:endc.t Schaft deö Wurfspeeres; die tinkc lag am silberfchuppengepanzerten öusen, daS blonde Haar siel in reichen Wellen unter dem Silbcrhclm auf den blendenden Nacken. Am Palmennamme ch loste ein schwerer Seufzer ihr Schweigen. ..Beweincnswerther Jüng ling, sprach , die ,Wattcng!Änzende, ach, daß T ich ein grausames Geschick an unscren Strand führen mußte!- Vom Wohllaut der Mädchenstimme erwachte der Sckläser und wurde gewahr, daß er nicht allein sei. Erstaunt! betrachtete et die fremde Mädchengestalt, den blitzenden Waffenschmnck, die berückende, Schöne bcS edlen GesichtchenS, das Ebenmaß der fugendlichen Glieder. Eine gebieterische Handbewegung der Jungfrau fordert! ben Prinzen auf, sich zu erheben und ihr zu folgen. .Wer bist Du, schrecklich Schöne?" kam es von seinen Lippen. Bin der Speerjnngsraucn Eine, vom Eiland KOuroneira. der drei uselkömginnen Gesellin, kundig, wie sie, der Sprachen und Geschicke , der Menschen nach der Göttin Willen und Ordnung. Du bist Philgvn, Misgyns von Lusitaaia königlicher Sprob o, daß Du der Iungsraueninfcl Strand betreten! Jetzt folg' ! 11 1 f 1 1 C;l - l f i p i s Mit wachsender. Verwundentng glng irr Prim an der Seite seiner Führerin, 5 cien Schönheit Verzückung, deren Würde ScheN in ihm h:rvorr!ef. Sweigend wandelten , die Beiden landeinwärts ; durch Palmenhaine und verschlungenes Dickicht fremdartiger, Ge- , wachse, führte sie der sammettvelche P fad endlich auf eine freie Lichtung, deren ertt,i .r crn --rx..r...t.. .: UiitiiC ;rL'illlC llll : U.'IUU11U(UUICUVUU U(U aold nraü lender Kuppelkrön te. u m eben j ?an weißschimmernden Gezelten ; , ein k öecrlaaer, voll . starrender Sveere. , die vor den Zelten in der Ecke staken, deren Silberfpitzen das Sonnenlicht gleißend zurückwarfen ; neben jedem Speer ein silberner Rundschild mit goldenen Spangen und funkelnden Edelsteinen, dabei der blinkende Helm mtt welßer wallender, erzte ;Sfiri!!:Lljr i. MV';i!:r.!.i f:"J-;fr2'4'''-n - .Dcr Koniq,en Wohnstatte ivrach mit weisender Gcderde des Prinzen Führerm, ,nnd um ste daS Lager lyrer Gefolg?chaft. , Hier laß Dlch nieder unter öen Agaven; warte meiner Wiederkehr denk' nicht an Flucht. Kein menschlicher ivieß, der diese Insel betritt, entgelzt den Äädchen, welche sie beherrschen., Armer '''' ' j 4 "" " ''''"'l am :'-niV..;::,i-:. !(!'.' :ii li!! i! ,, ' W oremdllna!" -a : , ; ,, , --r ,. , J , , .; .r;!!v'i.,!;i: : .: i! !;: f p;;! sif 'liij;., g, Damit enteilte die Gewappnete und fi a lo entzo gen sie die Säulen des M norbaucö den Blicken des Prinzen. l i:, - . , ,,,,, , l 1 ES wa"jüm i cd och keine Zeit vergönnt. ?Mlter und Httma an Schiff n
anfing, Hlitt oas rtcme Fahrzeug mu öem Prinzen zanft,wic amSpiecl dcö Heimathlich?:rTaguZgcgen dieJn'.el Kouroneira.
lehnte das glänzende Schild; ,, y S'iWfl ftvVt'i di FWX'hXytri ritlitrt
vv"v iuh vuv wtHVUfV tT) luyiijk Antlitz des schlafdesanger.cn Prinzen.
Endli
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Vesahrten,'an scin'rollkuhneS Wagestück, an Flucht und ?!cttung zu denken. Ein rauher, metallischer Ton, wie ihn her eherne Hamuier dem hohlen Erzbccken entlockt, brachte Leben in deS Prinzen Umgebung. . - Von allen Seiten traten panzerumhüllte Mädchen aus den gelten, erariffen die Speere, fetzten die federgeschmückkcu Helme aus 01c wallenden Haarmahnen. nahmen die Schilde auf und reihten sich um die Stelle, auf welcher der gefangcnk Prinz des Ansganges feines unseligen Abeureuers harrte. Auf der Freitreppe des siulcnum: fchlossencn Rundbaues wurden weiß Gewänder sichtbar; dienendeJungfraucu schritten die Stufen lierunter und stellten drei aoldpranaendc Schemel in den Na: fen. den ein kostbarer Teppich bedeckte. Nun folgten, aoldacpanrert und strab: lcnd im golddurchwirkten Purpurüberr würfe, Goldreifen .im freiwallenden Haare, drei hehre Fravengestalten von überirdischer Schönheit, als wären sie die Töchter- einer anderen, unsterblichen ÄSelt. Die nehmen auf den Scbemeln Plab. nnd ans den Wink derer, die den Mittel, lteil Sltz ernaenommen hatte, wurde Prinz Philgqn von zwei Jungfraneti dc t T t C ''C . .'esvlges vor ore orel onkglnnen ge? führt. , - ' -;r Die übriaen zoaen sich im weiten Halbkreise von den Gebieterinnen zurück, und da stand nun der arme KöniaSsobn. der nie in seinem Leben mit Weibern ver ker.rt, Frauen und Mädchen kaum ;e?ehen Hütte, vor einem Tribunal werblicher Schönheit menschlich und göttlich zugleich an Liebreiz und bezaubernder ?lnmuth. dämonisch an Macht und Hoheit. und ein Heer von ähnlichen Wesen um? nngte ,yn reHts und tenks und im Nucken. Und gelänge es ihm, aus diesem Zauber; kreise zu entkoinmen, so brandete, ms immer er die Flncht hinlenken wollte, der Ocean ihm entgegen; welche Macht konnte lhn retten Da wurde es dem Prinzen von Lusilänla!. schwül untcrj to 5amm?. e. r III. AtbemloieS Sckiwciaen wenn wir der Enäblnna meiner verailbten Kandickriit glauben wollen herrschte in fcer Persamnttung der wcyryastcn u.eadchenj bis l M f AI. A V A lllffil.. . V..I iiiui vin'itt, vii iititiitic vn A;iiv Jungfrauen betreten nnd nach alter, un- ",! m S"- . . y-. C mio?utaer sai,:tttg iiarr oclncr cc: ov c f. v cfr..:i!. v ,,,B ine S aenoen, liunakrar fchaust, betrauern Dein Geschick, d'. abzuwende nicht in nnferer yn:id" liegt. Yiltr 4t s t A1 1 1 t-f AÄ tviv iULiiut luiii u utuyj wie Du, sterblicher Eltern Töchter, doch durch Götterspruch alle aus der Priesterlichen Heimath im heiligen Pendschab auf diese Insel versetzt, dauernder In: gendbluthe froh, so lange wrr uns von fealichen Manne Ber-übruna frei halten. Der Zorn der Göttin, welcher wir dief . . C t" ' ! . " t l. L nen uno geyorazen, wuroe uns unz oie ses blühende Eiland vertilgen, wenn Du lebend die Stätte verließest, dieDn besser nie geleyen yattejt. Deln BIut muj; der Bod'en nuserer Jnfsl trinken, 'damit uns ferner ewiger Jugend Krast ans ihm ströme. no, trefsen. Und da wir Erbarmen mit Dir wohl empsindcn, so sei zum Zeichen unleres MitneinZilS in, LNmmii &'rr eh Wunsch gewahr dcn als bcgehrenSwerthestcn Dcin ,Adt cndcnfr, eh' sie zu ven eyane rketjt. riues, nur mcyroas Leben magst Dn verlangen. Drei Tage Frist dürfen wir Dir zur Erwägung schenken; so lange magst Du ungehindert unsere Haine durchwandern ; Du entfliehst uns nimmer. Und nun geh' ober bleib', todtoerfallener Jüngling, wie eS Dein Herz Dir eingiebt!" Nach diesen Worten erhoben sich di: drei königlichen Schwestern und gingen, oher sie gekommen ; ihnen folgten die gewappneten Jnngsrnnm biZ auf wenige, die sich an .;, verschiedene Stellen des Strandes begaben, um andere abzulösen, die dort Ausblick hielten über das weite blaue Meer. Prinz Philgan stand allein. Ihm schwindelte von. dem, was er geHort. Seine junge Lebenskraft sträubte sich gegen das empfangene Todesurthett. Er warf sich in'S Gras und weinte. 'Lange mochte er in dumpfem Hinbrüten gelegen haben, als ihn wieder jene Stiinme zum Bewußtfein rief, die ihn am Morgen aus dem Schlummer geweckt hatte. Die f6)öne Jungfrau stand waffenlos vor ihm. SU führte ihn in eine duftende Laube, wo Speise und Trank in goldenen Gefäßen bereit stand. Ihr freundlicher Zuspruch vermochte ihn, von dem Geboteilen zu genießen. Nach dein Mahle verließ ihn die Jungfrau und er streckte sich auf die weichen Kissen des bereitstehenden Lagers und dachte an den greifen Vater, an die ferne Heimath. die, er nimmer wiedersehen sollte. Traurigkeit und Ermüdung, marterndes Sinnen, wie er dein Verderben entgehen' könnte, gaben ihn bald wieder dem unruhigen Schlummer der Erschöpfung anheim. " Der nächste Tag nur war der Prinz ruhig und gefaßt geworden,' als wäre Ergebung in's unverm eidliche Schicksal oder hoffende Zuversicht der Rettung in seine Brust gezo3'"-'' !:' " " V Mm'' -!"!':''::, äW, Am Morgen des dritten TageS erhob er sich heiter und oollkräftiz vom Lager; er eilte an den Strand, wo sich die Infel am weitesten in'S Meer erstreckte, isusch sich beim Sonnenaufgang in klarer Ouellfluth und breirete dann die Arme N a ch d er R ich tu n M o d ie ferne ' Heimat h lag. Dabei sprach er. leise vor sich hin: .Dank Dir, mein weise? Vater, daß'Du mir im Traum den Weg der Rettung geoffenbart ; wenn sie wirklich überall die ?!ämlichen. dann sollst Du Deinen Sohn noch umarmen. Gesegnet sei der Wunsch, oessen Gewährung Miaiphone mir verbieß!M', ? Munter und gesprächig genoß hierau f der Jüngling die Gastfreundschaft des lebten Taaes auf der Todesiniel. ia daü
schertnncn, da? Wort nahm und alo zr dem Vrinren svracü: .Sobn dcZ t'klz
genswcrthen Migyn! Mit fi.olr.i Muthe hatt Du die aeheiliate Insel der
- Doch zolljt Du nicht rn wchmer:
Quak ocm Leben scheiden, in süßer Betäuönna soll Dich unser schneller Stahl
l die blonde Jungfrau, die wie gestern und :iiiif '!'-!,:!..;,' ,,,,., ,, f ,.: - . ' - ..,
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khegestern seiner' wartete, däroö' erstaunt war. So ward eS Abend. Als die Sonne Himniel uild Wasser in ein Feuermeer wandelte, als wieder deS ErzbeckeuS raus her Klang durch die Infel zitterte, da reihte sich der waffenblinkende Kreis der schönen Silbcrschildnerinnen vor dem fäulengeschmücktc Paläste. Die Königinnen standen in dcZ Kreises Mitte, angethan mit Gold und Purpur, und zwischen ihnen und dem Prsntn trug ein wcißgedecktcr Tisch aus old'ner Platte den Äechcr, aus dem der Jüngling den betäubenden Trnklk thun sollte. Miaiphone reichte ihm den Becher. Dic Stunde ist gekommen sprach sie ernst. , Leere, diesen Kelch und schlummere dem Leos entgegen, das unser Stahl besiegeln muß. Doch Deinen Wunsch?" Erhabene Königinnen," . erwiderte sanften Tones der Prinz, ich füge mich mit männlichem Muthe in daS Schicksal, welches Eure Satzung mir bereitet. Doch nicht in des Schlummers Armen will ich Eurem Recht den Zoll bezahlen, nein, offenen Auges, wie cö einem rtttcrlichen Manne ziemt, empfängt der Königsfohn den Todesstoß. Und da Ihr mir denn einen Wunsch gewährt, so hört meine Bitte, mag sie gleich Euch fe!tm scheinen: von königlicher Hand will ich sterben. Ich stehe vor drei Königinnen, einander gleich an edlem' Sinn nnd göttlicher Schönheit. Wenn etwas einer von ihnen Vorzug zu gewähren vermag, so ist kS höchstens der Unterschied in der Zahl der Sonnen, die mit der Pracht Eure? Schönheit wetteiferten. Hier biet' icb meine Prust ; die Aelteste von Euch map sie durchbohren!" Hier wo die Erzählung interessant zu werde anfangt, fehlen mehrere Blätter meiner vergilbten Handschrift; ich muthmaße cö wenigstens, denn daS ist doch kein Ende der Geschichte, wenn ich a:n oberen Rand deS letzten BlattcS von der Hand dcS unbekannten Verfassers die abgedroschene Märchcttphrase siude: ,Der König Phila.nn von Lnsita'iia aber, wenn er inzwischen nicht gestorben 'st, so lebt er. noch heute. ... ' Dr. E. v. Müllern. Kometettprogramm für 1892. In diesem Jahre ist ws Wiedcrcr scheinen mehrerer Kometen durch die Verechnunam vorausacsaqt. davon Ut eine auf allgemeines Interesse AnsprNch hat, zumal er mit unbewafsnetcm Aüge sichtbar sein wird. Es kommen zunächst in Betracht der von Tempel im Jahre 1867 llnd der als vierter Komet' dcZ JahxeZ 163 von. dem amerikanischen. Slstronomen Brooks enidcckie Könür. Der Tempcl'fche Komet hat eine Um laufszcit um die Sonne von etwa Jahren. Er ist 1873 und 1879 beoüachtet worden und wird nach den Ne6 nungcn von Ganticr diesmal feine Sonnennähe am 30. März. d. I. erreif 3jcn. ' Er kommt baun der Sönne auf 41 Millionen Meilen nah:, während feine größte Entfernung von ihr, 93 Millionen Meta beträgt. Seine Bahn fallt in den Gürtel der kleinen Planes ien, liegt, also zwischen . den (großen) Planeten MarS nnd" Jupiter. ' Sie nähert sich in ihrcr Form dem Kreise, ist also sehr verschieden von den sonst bei Kometen gewöhnlichen, lang ge streckt eliptischeu Bahnforme: ' Für den Broo!s'fchcn Kometen hat Oppcu h:im in Wien eine ttmlaufszcit zwischen 5 und 6 Jahren berechnet, sodaß also auch d'.eser Himmelskörper in diesem Jahre zu crtvartcn istH. . Der interessanteste der Kometen die ses Jahres, der zur Icit . schon am Himmel ,, steht. , ist , freilich zunächst nur für die mit mächtigen Jnstruknenten bewaffneten Astronomen, sichtbar. Es ist dies der sogenannte' Winnecke'sche Komet. Derfelde ist schon im Jahre 1819 zn Marfeitle von Pons entdeckt worden, war aber dann -lange Jahre, tro der rechnerischen Bemühungen unsereS großen Encke, verloren" gegangen. bis es im Jahre 1858 Winneckc gelang, ihn wieder anzufinden. Grade um dieser seiner Geschlchte" willen, ist dieser Komet für die Wissenschaft sehr wichtig geworden und hat zn verschiedenen werthvollen Untersuchungen Anlaß gegeben, namentlich über die Frage, ob im Weltenraum ein. widerstehendes Mittel" . vorhanden sei.,, ?!cuerdings bat Herr von Haerdtl in Innsbruck sich eingehend mit diesem Himmelskörper beschäftigt. Nach diejen Rechnungen erreicht der Komet seine Sonnennähe am 30. Juni d. I. ; im Juli ist er der Erde auf 2 Millionen Meilen näher. Der Komet wurde schon am 24. December v. I. in Wien vonSpitaber gefunden. Jett ist cr in mittelstarten Instrumenten zu sehen. Im Juli wird seineHelligkeit tausendmal so stark sein, so daß er dann wohl auch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann. Scdlcki al slvtei. n i" u k " " ? l $ ' j-1 m M DaS echi(kal schwang wie scherzend s::ne we JA$4 1 -4 K5ule, ' j 1 Und schlug vom Baume einen Apfel loZ. Er sauste nieder auf ein Kinderpaar. " Das ahnunaHloZ, im Spiel begriffen , i vwi . nn-' W Tnj. V:.., ii,, liiij ,, f. ;';.: -.i, -t : Nar. , m.x Dem Einen siel der Apfel in den Schooß Dem Attdem aber schlug er eine Aeule. I ,Sr , " ' . ' ,. ., ',. ..S! " : I rt j, er m a n e n z e r k l a r t. ; .Aber wann kann ich l denn endlich auf Bezahlung meiner Rechnung rechnen? .; Ich kann nicht jeden Tag zn Jhnen laufen !Zk .Welcher Tag würde Jhnen denn am Besten passen'"., Sonnabend ; da ich hab' gerade nichtsBejondereZ vor !" ut, kommen Sie jeden Sonn' i.,;;,',',!;i
, . ?jy j . . 0 ' f . ' 't & t c W i ch tl gf fu r2 yrike r u n d N ed a k t i o n e n. Um den unverbefserlichen Lyrikern das meist vergebliche Niederschreiben der Lieder ller Art zn ersparen, hat die viel unter diesen Liedern leidende Redaktion dieses Blattes einen geräumigen Papierkorb ausgestellt, in welchen die Eedichte direkt j hineinzu-bcflcmirc-,unbiii!l!:;
Der Mörder wider Willen.
Von Rudolf Wsnzlcbkn. Es war ein herrlicher Tag. an wcl chem ' meine Frau mit deur Frühzuge abdampfte, um Verwandte zu besnchen während ich, nachdem ich sie glücklich in den Zug geleitet, als Strohwittwer in meine Wohnung zurückkehrte. An diesem Taae feierte mein Freund, ein alter Juncfgeselle, seinen Geburtstags ifn) Hi UH iUm fst n! Hci,4rTii MIIV U4 lUUV UJUi l V I. VkilfiVUW4 4Hi4)? seit, den Abend in seiner Junggesellenwirthschaft zu verleben, worauf ich mich im Voraus sehr freute, denn er hatte mir verrathen, daß er zu diesem Abend ein Fäßchen des allervorzüglichsten ÄiereZ ans legen werde. Zu Mittag speiste ich in einem Ne-, staurant nnd es war mir ganz recht, yas; das Essen gut gesalzen war, woran meistens verliebte Köchinnen schuld sind. - , : Nachdem ich auch zu Abend gnt gespeist hatte, winkte ich einem WurstHändler, um noch drei ..Jauer'sche" in mein Inneres zu versenken. TieseZ letztere halte ich nämlich zur Belebung des TursteZ für vorzüglich geeignet, und ich habedies einmal' gelegentlich einer Reise probirt. wo ich während der Fahrt vor Durst beinahe gestorben wäre. EZ war nun ziemlich acht Uhr und ich machte mich auf die Socken zu mei nem Freunde. Ich traf schon alle geladenen Herren in voller Thätigkeit und sie begänne,! bei meinem Eintritt einen surchtbären Salamander zu reiben. Eine große Ansprache vermochte ich nicht zu halten, da mir die Zunge thatsächlich am Gaumen klebte. ' , Ncd dem zweiten Schoppen wurde es mir prächtig zu Muthe, denn es war eiiij Buchen: wie ich c3 seit Jahren nicht getrunken halte und ich kam in einen ausgezeichneten Redefluß, zu welchem mich auch wohl das Gefühl eines Strohwittmers beseligte. Die Zeit eilte auf elektrischen Schwingen qn uns vorüber, als die alteWanduhr' die zehnte Stunde ertönen ließ. Außer, mir und dem Geburtstaqslinde waren alle Herren von ihren grauen uur bis zehn Uhr beurlaubt und da die Negmtinnett den Hausschlüssel nie heraltsgaben, so spraugen sie eiligst auf und griffen nach den Hüten und Stöcken, während ich mit absichtlichem Uebennuth meinen Riesenhausschlüssel neben mein Seidel legte. 1 Wir öerabfchiedeten uns herzlich, doch sagte mir der überaus kräftige Händedruck deutlich genug, wie sehr ich um diesen Hausschlüssel, beneidet wurde. Mein Freund und ich plauderten nün gemüthlich weiter, als er, Plöhltch aus dem Pfeifenständer eine große leen Flasche nahm und nachdem wir unser Riechorgan angestrengt und zu dem Resultate gelangten, daß nicht etwa früher Steinöl darin gewesen sei, füllte sie mein Freund mit dem göttlichen ?!aß aus dem Fasse. Er verschloß sie mit eiuem langen Weinkorke so fest wie möglich und bat mich.' dieselbe auf sein Wohl am anderen Morgen beim zweiten Frühstück zu leeren. , 51 . I Es war elf Uhr geworden und statt den Arm meiner Frau legte ich wohlgefällig die Flasch an mein Herz. ' Auf der Straße war es noch recht lebhaft, die Laternen waren wegen des Mondscheines in den Ruhestand verseht und der, Mond selbst hatte sich hinter den Wolken versteckt. Ich bemerkte, wie mir ein Liebespärchen entgegenkam und ich philofophirte in meinem Innern über die Frage: Jetzt und cinst!" Das Pärchen war kaum einen Schritt bei mir vorüber, als der Pfropfen meiner Flasche', welche ich in kanpnengerechter Lagt in meinem Arm schaukelte, mit einem furchtbaren Knall aus der Flasche sprang. Ein gellender Schrei, gleichsam wie das Rothsignal r: izt Locomotwe ich werde eS nic vergessen! entrang sich dem Eorfet der Dame, während sie zu, fammenbrach und von ihrem Begleiter aufgefangen wurde. Der Aufschrei der Dame , hatte mich völlig ernüchtert und während ich meine Flasche in die Lage eines präsentirlcn. Gcmchres brachte, war eö ntir.'' alCwärc meine Füße durch eine unsichtbare, Maschine mit der Erde znsammeugenäht.', Wo ist der Mörderi" ' hörte ich .rufen, Licht. Licht '." ertönte es weiter. ' . "JmDlbeii'A tlgenblicke fühlte ich mich von dein Begleiter der Dame, am Arme fant ' und in die' gerade Zwei Häufer tfernt , , liegende , Polizeiwache ge.iii- ' " , ' j . ' rn ist der Nanbmörder!" mich Iu dann, mich erkennend, , legte er, die Hand an den ' Helm. Guten !bend Herr , K nör pel." tief cr, was ist denn vorgefallen?-' ,..Liebster Engel ' meines LcbenZ," f 'V'iS j ' r''t Tt ,j. wf , saM ich ;;:,!; ich war fast sprachlos vor Schreck, ..aber die Sache ist ganz Krii, lofCr'Korf m-"' , lt!i":i,i ."" "", ? n 11 . T! I. . - -r." .''i''-' l''"' "H " fW L'U , Komiueu Sie an dir Vltm ssaiic!".: schrie der Herr. Meine Braut liegt dort leblos!" ' ""'r'l ! " Man führte mich hinaus. Richtig da lag sie noch, die ich "(ctoMct h ii 6eni oll t es1 ;:J ch tvaro:' . nianncr . . . , & . - ...WS';: H'I? ' ! ' . , ., - ,,, ?:! !it;!l! bin kein Mörder lM sz ir, Tjrtvxt" i stZs' hervor ich trug meine Flasche hier -der'Kork.hatich'M , itf-:? P.. !,, '..!,'; . : j ',. 4 i 'ü-V ; Da unterbrach mich ; crn ; chusterifvi" ikiiiyvivivvi'. .t i i") lnngc. welcher den Kopf der .Dame mit ?inem brennenden Wachsterzchen bc:itdieicl!!! Madamcken," rief er, hier aus Ihrer Kohlenschippe von Hnt liegt dec uwrderliche Proppen ; er , hat - gerade dem Bogel an Ihrem Hute eins ausScloischt!75 :- Ein wcithinschallcndcs Gelächter ertönte; -zorn sprühend öffneten sich die Zlugen der todten Dame, flugs stand sie neben ihrem Beschützer und beide such ten der nachjohlenden Menschenmenge I mit ihren faulen Witzen ZU entschlüpfen. ;?; 'a.f'i ili .,,'.!.:::.:, ! af : T;,:ii!:i!;;iiÜ:T 'tiüf mV,: f T 'r,.
leuchte
er : . 0.9 , 1) V e ; i l)ri f c itcnö rnrnen ! Er, bat meine Braut erschosien ! ' v Ein S-hukmann svrana sofort ans
während ich mit schlotternden Knieen meiner Wohnung zueilte. In der ganzen Nacht quälten mich furchtbarh Träume, bald, war ich ans dem Schaffst, bald sah ich mich von Gerichtspersonen in schwarzen Talaren umringt. Endlich, endlich ward es Morgen und meiu erster Blick siel auf die Flasche
. tvMlC. aber der Kort und das Bier darin Ich machte nün .Toilette, da meine liebe Ehehälfte mit dem zehn UhrZuge heimkehren wollte. So sehr ich mich auch zwang, meiner Ehehälfte den Vor fall -u verschweigen, so rief sie gleich nach der Begrüßung: Knorpel, gesteh' mal. was ist Dir pafjirt? Ich lese ttw'as deutlich aus Deinem Gesicht!" Während mein Mund r tansendfach betheuerte, daß nichts vorgefallen sei un) - ich mich nur noch nach meiner heben Eulalin so sehr gesehnt hatte. pochte mem yerz wie das cineZ liebeschmachtenden Jünglings, wenn er sich das Je-- o.'t holt. Sieh, lieber Knorpel." sagte meine bessere Hälfte. Du hast mich nie im Leben betrcgeii und ich glaube Tir!" Damit gab sie mir ihren An der nun an der Stelle der gestrigen Bierflasche an meinem Herzen ruhte. Das Wörtchen rnC war ein Balsam für mich. aa.s darauf hatte meine Frau mein Lieblingsgcricht bereitet. Ich cssc näm lieh schrecklich gerne gelbe , Erbsen Znst Stockfisch.' jAIs ich eben den zweiten tiefen geller tn Angriff nehmen wollte. wurde die Glocke gezogen. Ich wollte ir.u jki'm . s s u. l Lk La!m ' T? u Tt im yuuiusiutii utuii ,"Vl" .vjtuii uui nicht frei; aber meine grau drückte mich auf den Stuhl nieder, um selbst zu sehen, ,fvcr da sei. Meine ,Irau ist ein wenig eifersüchtig, was sonst bei Damen nicht vorkommt. Sie öffnete die Eorridorthür: -. Ein Slra' m .n)at über drc: Mark wegen ruhestörendem Lärms V4 schnarrte nne tiefe Baßstimme. .-. i -. ' r t yr -ii". norpez,:- rief meine mm, komm mal sofort her!" Ich stürmte hinaus , und . las das Strafdecrct. Ist schon recht' sagte ich dem Ueberhrinqer, und ließ ihm einen Thaler nebst einem kleinen Trinkgeld in du Hand fallen. Starr und sprachlos folgte mn meine Gattin in das Zimmer. Ät begann nnn die .Gardinenfcr&igt. Aceinc liebe Frau theilt diese uäml'.ch in drel uüglttche Fheue: cme Vorrede den Text und die Nachrede. Die lentere wird von'. Thränen und Seufzern aecompagnirt. Während ich mu Manuesmuty zeder ?ilbe folgte, ruhten meine Augen auf i n Strafmandat. Darunter stand in ;rßen Buchstaben: Schulze, Polizei-Jnspector. nämiich derselbe "welcher mit mir an dem verhängnißvollen Abend bei dem Geburtstagsschmaus gewesen war und der mir so fest die Hand beim Abschiede drückte. Na,;ji ich komme nächstens mal wieder mit ihm zusammen, dann Ich h lbe als Sühne meiner !h:uren Eulaiia ein schönes Kleid gelobt und sie hat mir verziehen, aber nstr unter der Bedingung, das; ich mein Erlebnisse zur Bcherziguug für jed n Ehemann mittheile, und tiefbewegt sage ich noch hinzu: Die Weiber regieren doch über alle Mällncr! DaS Saimwel Miska M im Hoftheoter, Hob'n s' geb'n naies Stück, Miska Hot noch PUty bekommen, Wos is s ozusogen Glück. Olles locht, denn Stück ist lustig. Ober Miska sajfzet laut. Wie von Gollcrie er oben In Parterr' hinuntcrschant. Wie er ficht dos Meer von Glaken. Da beschlajcht ihn stilles Weh: : Muß er denken on die Hajtnoth Und on großen Plattensee. Friedrich DctjenS. Bon der Höflichkeit der Kosacken) die im Jahre 1813 Berlin mit ihrerÄllwesenheit beglückte)!, pflegte eine alte Dame auS ihren Eri nnerlingen folgende tleine Geschichte zu erzählen.. Die Tochter cincS angesehenen Arztes in der Friedrichstadt fipt fpielnid und singend am ' Pianofol tt. : Dies hört ein Kosak nntcrm Fenster. . Wie bezaubert geht er den schmelzenden Tö nen nach, von Treppe zn -Treppe, g langt glücklich ' durch eine Anzahl ; von Zimmern ins rechte, und stellt sich horchend hinter die einsame jungfräuliche Amphione, welche durch einen Spiegel ihren martialischen Besuch crblickt' und, halb todt vor Schrecken, natürlich entfliehen ! will. Der Horcher aber hält ; sie ans,! bittet ". mit unverständlicher Nede. aber freundlicher Geberde, um ein Za. ero und wink! ohne Umstände Freunde von der Strafe her' auf. k Die ! Musik fährt den bärtigen Rittern in die Beine uud inwcnigcn Augenblicken ; beginnt im Musikzimmcr der' schönste Kosackcntanz. Das arme Fräulein muß ihren zitternden Fingern ernstlich zureden, daß sieIn dieser, kriti sehen Stunde den Dienst nicht versagen. Zerknirschten HerzenZ dankt sie dem Himmel, als ' der Tanz endet nnb findet sich nicht wenig überrascht, als die zufriedenen Tänzzr mit den treuherzigsten Mienen ein Goldstück aus Klavier legen. Alles Weigern ist umsonst. Tu Geber schwinden, das Goldstück' aber incloi oa.'mi'TWS !' .Is: We nn m a n Eine n recbt will, leitet man es aewöhnlich mtt Lob cm; man erhebt auch den Gegenstand, bevor man ihn zu Boden schmettert. Es gibt Aevfel un d Wen- ! schen, die erst taugen, wenn sie eine Zeit' j. c t r. 1 - - tl - v f ,!:; h, .:,
Thlnksische OpiumschmugöZer
- Die Gesännißbeamten in Sen Fran ciseo hab?n einen schweren Stand mt den verschmitzten chinesischen Gesangel nen. Denn Opium gehört zu dnz streng verbotenen Dingen innnhalt der Gefängnißmaucrn, und ein Ehinest fastet lieber den ganzen Tag. aks daj er auf feine tägliche Opiumration ver zichtct. Die Leidenschaft, mit der et dem betäubenden Mohnfaft fröhnt, iS unbezwinglich. Doch die Strenge dc? Schließer und Aufseher ist unerbittlich. und bald sieht der Chinese, doch ih:J nur seine sprichwörtliche List und Ver schlagcnhcit zu dem ersehnten Genüge verhelfen kann. Jeder Chinese gehört zn irgend einer mehr oder weniger geheimen Gesell'chaft, deren Mitglieder zur gegenseitigen Hilft durch Rath uud That verpflichte! sind. Besuche unverdächtiger Personen beide Gefangenen können billig nicht zu rückgewicscn werden, und' es ist ganz natürlich, daß Ah-Sin oder Sam-Lci kürz nach seiner Einlieferung in's Un. tersuchungSgefängniß die Besuche do? schlitzäugigen Freunden empfängt, bis sich teilnehmend nach seinem Blinden erkundigen, ihm juristischen Rat?, tu theilen u. f. w. Darin kann lnan nuH nichts Ber sangliches sehen, und da dn Unterredung stets ein Beamter beiwohnt, so war auch nicht die Ncdc davon, das der Besucher dem Jnhastaten irgenc welche verfängliche Dinge, wie Saften SAosscrwerkzeuge, Strickleitern, zustc! ken konnte. Mußte sich doch ttberditZ jed:r Besucher einer vorgängigcn Bist . tation unterwerfen, ehe er in eine Zelle gelassen wurde. Fand man in feinen Taschen nichZZ Verdächtiges, so ließ man die beiden Zopfträger ohne Bedenken die erbelent Eouferenz abhalten. Bald aber machU man die Beobachtung, daß von da a der Arrestant aütägüch in Opiumrausch verfiel, ohne daß es gelang, der rerbO tenen Essenz habhaft zu werden. End 'ich gelang es. den Thäter in flagranti n ertappen. Einer der Besucher übergab nämlich seinem gefangenen Freunde ein paaz gauz harmlos aussehende Eigarren. Diese wurden später untersucht, und richtig fand man in der einen ein Quantität Oplum im Werthe von $2. Von nun ab hztte man ein m& fames Auge auf die chinesischen Be sucher. Die oberflächliche Untersuchung der Taschen genügte nicht mehr. Sie mußten sich entkleiden, und die Kleidn wurden ganz genau durchstöbert und befühlt, verdächtige äume aufgetrennt und oft genug fand man die Contra bände, die natürlich ccnsiScirt und voni Polizeichef Hadeler seinem Archiv" einverleibt wurde. So kam man den rnästcn Durchsteckercien auf die Spur. Nur bei einem Ehinescn scheiterte der Scharfsinn seiner Wächter. Hop-Wah hatte alle Tage feinen regelrechten Opiumdusel, obwohl selbst die genaueste körperliche Untersuchung nicht das geringste Resultat hatie. Da fiel dcnr einen Schließer der stattliche schwarze Zopf de Mongolen, den dieser wie üb lich aufgerollt trug, in's Auge. Der Zopf wurde aufgeflochten und siehe da! in d:n Flechten künstlich versteckt fand sich Opium für etwa $50. In einem - anderen Fall gelang e erst nach längerer Zeit, dem Opium schmnggel hinter die Schliche u ioni tnincnV Ein Gefangener war häusig sinnlos berauscht angetroffen worden Häufig genug hatte man ihn Durchsuchte seine Kleider ausgetrennt Alles fcer geben. Endlich entdeckte man fein Ge heimniß. - 9ach einer neuen, aber wie gewöhnlich nsultatloscn Untersuchung erlaubte man ihm, nach dem Ankleide zimmcr zu gehen und seine Kleider, an zulegen. Als er mit nackten Sohlen die Schw.'lle überschritt, stolperteer und siel hin. Anscheinend war war er an einem - Nagcl hängen geblieben. Wie Jemand mit der bloßen Fußsohle an einemNagel hängen bleiben könne, schien verdächtig. Man untersuKte seine Fuß sohlen, und fand, daß er das geschmug. gelte Opium in der Höhlung der Sohle mittels ; fleischfarbenen englisches Pflasters verdeckt hatte. "In d cn V e r. Staaten gib. es 11,500,000 stimmberechtigte Bür ger. wovon 3.100,000 im' Auslande g:boren und 1.500,000 asrikanischer Abrittst sind Won Letzterer, kann, ' wie behauptet wird, eine ganze MiHiofr weder lesen noch schreiben. ,j' 0: wwfi W- H 'V- -ii ,eyif?i '- - , S e n a t o r.-M c xxii 1A;. st t a 2B a s in cj t o :i b c r ri 1 1 c t )t c r !j t m :,5B ift--' spiel. Wenigstens einmal in dcr Woche bat er eine LlMvarlie in seinem 2nZe. .1 J. ".'.'AVJL.. :s , 1 1 ' ' .V v )U Ul I1,: ai4ii?t,V4l.tl !:: i.U4A.41 Ii werden, oicj' wie er ; selbst Meister ins ep:ere.nnyi!l!li;
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