Indiana Tribüne, Volume 15, Number 164, Indianapolis, Marion County, 2 March 1892 — Page 2

Zndiana Tribüne.

Erscheint Täglich nnd Sonntngs. TietSölickie.Tritünc kostet durch den TrLger I2Cenl5 per TZocke. die SokttasZ-,Trtbüne" 6 IScbi her Woche. S8ibe aufatmn 15ettS der SS Cents perVionat. Per Post zugeschickt in Vor, zuSbezahluns p'per Jsbr. Ossice: 130 Ost Maryland Straße. Ikidianapolks, Ind., 2. März 1892. Nenttthksrs sür Lllaöka. l?Z ist wahrscheinlich, daß sich der 52. Congrch nöch während der laufenden CiKungspiriode mit dem Vorschlage beschäftigen wird, in Alaska die Nenn tfvrp,t einheimisch ;u machen. Tie Bewohner von Alaska befinden sich ge v.ixi in derselben Lüs't, wie die Lapp länder. Tie Rauhhnt des KlimaZ, die lZrtragZunfähigkeit d.Z BodenZ weift sie namentlich während der kalten Jahres zeit an, chren Lebensunterhalt einzig durch Jagd und Fischfang, zu , suchen. Hausig genug müssen sie dem Wilde auf weite Entfernunzen nachgehen; die Hüt?en müssen abgebrochen werden. Weiber. stint und alle H.-bselkgkei!en muffen auf Schlitten gepaßt und der Stamm wandert, b:Z man eine ergie bige Fischducht oder wildi eiche Gegend entdeckt hat. TaI einzige sich zum Transport eignende Zugthier ist das Rennthier. Ohne dasselbe wären die Nomaden dem Verhungern ausgefegt. Toch dZ ist nur ein Thcil feiner viel zeitigen Nuhlichkeit. Für die Familie b.3 Lappen ode j:n;iuii (der richtige Name der alaskanifchen Estimo) ist die wohlschmeckende und kraftige Milch des Rennthiers unentbehrlich. Aus dem Fell des Thieres fertigt man die wasserfesten Wände der Jur ten. Aus dem breit verästelten Geweih werden die mannigfaltigsten leräthschaften gefertigt. Aus Sehnen und Flechsen macht man Zwirn und Riemen. Aus der Haut gerbt man ein weiches und dauerhaftes Leder. Dabei ist das Renuthier sehr genüg fam. Im Winter scharrt es mit seinen scharfen blauen zwischen Schnee und Eis Vloo$ nnd Kryvtozamen hervor, namentlich das bekannte Rennthier moss. Tiefes Moos gedeiht gerade in Alaska ausgezeichnet und in großer Menge und gibt schon an sich (sarantie genug für die Turchwinterungdes nütz lichen Thieres. Ter Congreßabgeordnete Henry Teller jür Colorado legt ein großes Jnter esse für die Errichtung von Versuchs stationen für Rennthier;ucht an den Tag. Auch will man seitens der Regierung verfuchen, , Ackerbau stationen anzulegen, um zu ermitteln, welche Art von Getreide der kurze, aber heiße voom iner der Halbinsel zu zeitigen und für .menschliche Nahrung zu reifen im Stande ist. Bekannt ist, daß selbst in Jrtutsk, also demjenigen Theil Sibi riens, in welchem lm Winter oft genug C a4v i (ij ., nat.iMi .1 :if UÜ :,, Wii iii WU3 iU(.altVl4 l,ltll4t, -WCijCU im Sommer zur Reife gelangt. Na türlich ist das nicht unser Weizen, sondern eine akklimatizche Sorte, welche eben sich den abnormen klimatischen Eigenthümlichkeiten angepaßt bat: Nach der allgemein anerkannten Theorie Tarwins üb Anpassung und Vererbung ist übrigens anzunehmen, daß alle un sere Eetreidearten aus nördlichem Klima stammen. Darauf deuten mit Bestimmthelt ihre sparrigen. horizontal sich streckenden Wurzeln, die kaum l Zoll senkrecht in's Erdreich dringen.. Tiefer thaut nämlich im hohen Norden das Erdreich kaum auf, und um zu gedeihen, mußten sich die körnertragenden Gräser, aus denen der Mensch seine Nahrung zieht, anpassen. Taher die sparrigen Wurzeln unserer Getreide arten. Toch zurück zum Rcnnthier.' ,', Gene-, ,'ralpostmcister Wanamaker verspricht sich , von d.'r Zucht derselben, auch viel für den Alaskanischen chostdienst. tllnDM.i der That ist eine Rennthierpost auch die einzige Einrichtung, welche einem regelt mäßigen Tienst während der Schrecken des Arttischen Winters versehen könnte. Wie die New Z)ork Sun" in einer witzig sein sollenden Besprechung an führt, würden allerdings die Eingebö? renen Alaskas diese Post wenig benutzen, da Eorrefpoudenz und Schreibkunft überhaupt unbekannte ' Tinge für sie seien. Toch -wäre diese Post von größter Wichtigkeit für die Verbindung der Behörden und Bundeszgenturen untereinander, Verbreitung von Zeitungen und allmählicher Färderung der Bildung unter den Bürgern zweiter Klasse, wenn man die Älaskaner so ' nennen will. Wohlgemerkt stehen diese nämlich nicht auf. dcv!, ,tufe, der, auf ihre Äkfervationen beschränkten' Jndia'. ner, sondern sind den Bürgern der an heren Territorien durchw.'g ebenbürtig. Nebel und elektrisches Llcht. , Der Schissbruch der Eidex" biete: Professor TyndZll, dem berühmten eng" lischen Physiker. Anlaß, sich,, in einem Schreiben an die Times" mit der Frage der Wirkuna . des " elektrischen Lichts auf den Nebel zu beschäftigen. Er schreibt: Während meiner Serbindung mit, dem Trinity-House und dem Handelsamt wies ich häun'g darauf hin. wie außerordentlich wichtig es sei, plötzliche und mächtige Lichtstrahlen auf den Nebel zu werfen'. Ich halte eS für nicht unwahrscheinlich, daß, ,! wenn an Stelle des gleichmäßigen' elektrischen Lichts. nt(vt Kft fitrhitl-ViftHhHm v mtt v m w mm t '"ar wm viv : jGebrauch M, Das Bltckluer ,Mr. V,?:- :t. s.ttl Tt 44I Hm rtn ß ,uiu7 i.t (itnu . (juviit V Anwendung gekommen, .die WirX i)icf3 letzteren auf den Nebel wohl wahrnehmbar gewesen wäre. Ich be zweifle nicht, daß in vielen Füllen, wo ein von dichtem Nebel uuigeben.'S gleichmäßiges elektrisches Licht unsichtbar für daS Aus? bleibt, ein verändertes Licht, wie da des Blickfeuers, dem Matrosen deutlich wahrnehmbar erscheinen würdet ES ließe sich so z. B. bei St. Eatherines durch das plöZlie und gleichzeitige Er Elchen wie durch l?2 äcls r44ili:

uns gleicyzemge Zieoeranzunsen emer Änzahl mächtiger Vrenner hervorrufen. Tie plötzliche periodische Bedeckung des elektrischen Lichtes mit einem dunklen Schirm ino die plötzliche Entfernung desselben würden ein lebhaftes Streiflicht auf den Nebel werfen und sich wahrscheinlich. akZ ein wesentlicher Fortschritt gegen das gleichmäßig scheinende Licht bewähren.

iStnln in OaJwIal. Endlich sind directe Nachrichten von dem in Wadelai angelangten Emin Pascha eingegangen, und zwar in Ge stakt von Priesen, die der kühne Forscher an den bekannten Reisenden Tr. iitttsch in Sansibar hat gelangen lassen. Wir entnehmen denselben folgendes: Mswa fWestufer des Albert-Nyanza) Ans. August. Auf meinen jehigen Märschen habe ich reiche ornithologische Ausbeute gehabt: Zwei unermeßliche Lasten mit Bälgen sind niir in Usongara inördlich vom Albert Edward-Sce) verloren gegangen. In Uganda und Unyoro sieht eS recht traurig aus, die muselmännische Partei macht sich die ewigen Fehden der christlichen Eingeborenen zu Nutzen. Nördlich um .Usongara. zwischen dem Gordon-BennettBerg' und dem Ru wenzori-Gebirge haben die arabischen Sklavenjäger furchtbare Ernte geha! ten.. . .Wie am, Tanganjika-See die Waga. sa; Wabruda und Wafipa, so sind hier die Waganda die Treib?? derselben. Auf meinem Marsche nach dem Albert Nyanza habe ich Furchtbares vernommen und auch gesehen! Die Fährte eines dieser Räuber, Omar ben Chalid, verfolgte ich sechs Tagemärsche und zählte 51 bis zum Skelett abgemagerte jrifche Leichen, darunter 39 mit zer schmcttertem Schädel. Nur 3 Tage früher hier angelangt, wäre es meinen braven Leuten wohl gelungen, solche bestialische Greuelthaten zu verhindern, oder zu bestrafen. An Ketten zu 20 bis 30 beiderlei Geschlechts gefesselt, so sollen etwa 1200 Menschen nach Mengo (? Die Red.) geschleppt worden sein. 27, darunter 4 Frauen, stießen halbverhungert auf uns; ihnen war es gelungen, zu entfliehen; sie schlössen sich meinem Zuge an. 2 Tagereisen vom Albert-See ' entfernt suchten uns bei Masinde Wagandas mit Waffengewalt am Durchzug zu hindern. An die blu tige Lehre, die sie von uns erhalten, werden sie lange denken. Leider ver lernt wir durch vergiftete Pfeile 2 der braven Sudanesen.' Kibiro, (Ostufer des Albert-Nyanza). Wie vorauszusehen, so ist es uns hier gelungen. Boten zu finden, die diese Zeilen über Uganda befördern. Ein erlebtes Erdbeben veranlaßt mich, dem schon geschlossenen Brief darüber etwas beizufügen. 2 Tage nach unserer Anunft zu Schisse, es war am 11. August Vormittags, vernahmen wir plötzlich ein furchtbares Getöse. Die Erde erzitterte heftig und in'dem vorher ruhi gn Wasser zischte und brodelte es, als beginne der s zu lochen. Mit gel lendcm Geschrei stürzten sich nuine Leute und ebenso viele derer vonKibiro in unsere Boote. , 3 Stöße , constatirte ich und zwar in der Richtung NNO zu S3W. In Kibiro scheinen übrigens Erdbeben keine aroke Seltenhett zu Hin. Wie mir mitgetheilt wurde, ist das letzte erst am 7. Januar 1891 bemerkt worden, und hat sich durch die Stärke des Stoßes ein großes Stück einer nur etwa 1 Kilometer vom User entfernt liegenden Bergwand in die Ebene hm abgestürzt und 13 Hütten mit Mann und MauS begraben. . In Folge dieses Bergsturzes waren mehrere der bekannten heißen Quellen (Schwefel) versiegte Nach, einigen Tagen kamen diese gegen Hautkrankheiten sehr heilsamen Wasser loieder zum Vorschein. - Von der gestrandeten ,,($ier.'. Aus den Mittheilungen der in Bre-men-auf dem Lloyddampfer, Havel" ein getroffenen Passagiere des ! auf dem Atherfiekd . Riss der Insel Äight , im Englischen Kanal gestrandeten Ocean dampferS' Eider" ist manches von Jn teresse. ' Die. Aussagen der .Passagiere wie der'.Mannschaften stimmen' entschied den darin überein,!! daß dm Eapltän der Eidcr" keine Schuld an dem ' Unfall trifft 'Vom Beginn des' Nebels an hat Eapitän, Heinecke auf der Eommandobrücke, gestanden,, alle , Vorsichtsmaßregeln waren getroffen; allein da der Nebel so dicht war. daß man von der Brücke aus nicht über den Bua des Schiffes hinaus sehen konnte, war das Schicksal des Schiffes nicht zu ändern. Gleich nach dem Ausstößen deZ Schif. fes , klärte sich das Wetter auf und man sah etwa ,1200 Fuß vom Schiff ent fernt Landl ' Die Hoffnung, das Schiff wieder flott zu machen, schwand schon wahrend der Nacht, und am anderen Morgen mußte man an die Rettung dr,Paffagierszdenken.s) tr y l - Die Ninder und Frauen wurden bei hochgehenden Wellen in Säcken in die Rettungsboote hinabgelassen. Für die Andern wurde eine 1 Art Fahrstuhl hergestellt, indem man einen Salonstuhl an einem Flafchenzug befestigte und darin die Leute hinabbeförderte. Gepäck konnten natürlich die. Geretteten nicht mitnehmen, höchstens eine ,Hand lasche und dergleichen. Am Strande wateten Fischer den Booten entgegen und trugen die Passagiere auf ihren Armen ans Land. Die englische Be völkerung that Alles, um das Schicksal der Schiffbrüchigen erträglicher zu ' ge stalten. , Wie bekannt, blieb der Capi tän Heinecke mit 35 , Mann der ' Be satzung an Bord des Schiffes, getreu seiner Pflicht, bis zum letzten Augen blick auszuharren. "Heinecke ist " schon 23 Jahre beim Lloyd in, Dienst. !,Er fuhr früher als , Capitän auf dem Dampfer nach Brasilien und Ostasicn, erst kürzlich hatte er die Führung des Schnelldampfers .Eider" übernommen' Nach einem bis jetzt streng durchgeführten Prinzip , des Norddeutschen' Lloyd verliert jeder Capitän., , dem ein ernsthafter Unfall passirtseinen Postens Heinecke gilt für einen der tüchtigsten Offiziere der Gesellschaft. Verlangt Mucho'ö Best Havanna CigarS."

Vom Inland e. Russell Sage S Einkommen beträgt Slö per Minute. Er gibt täg lich 15 Cents für sein Mittagessen aus nd zicht dusselb: möglichst in die Lange, lim nicht zuviel in ein und derselben Minute zu verzchren. E inen aunerordentkichen Aufschwung hat in der leyten Zeit das iich- und Austerngeschäft an der gan ;!n tcranischen Golslüste genommen änd die Stadt Lavace. welche seit Iah :cn iin:ner mchr und mehr zurückgegan ;n war. fängt an. ein bed?utendcr 1'Zartt- und Verfchifjungspla für diese verthvolle Produkte des Meeres zu verden. Es sind dort an zwei Tagen 10.000 Pfund Fische verkauft worden, zgn welchen et:va -l000 aus ausgesucht 'einen Seeforellen bestanden. Von den ZZslhfischcn hatten viele ein Gewicht von :-) bis 27- Pfund, und wie reich der Zang war. bezeugt die Thatsache, daß in Fischer, welcher nur 18 Stunden -ort war, ebensoviel hundert Pfund der )cstcn Rothfische heimgebracht hat. Zluch das Austerngeschäft ist noch immer in sehr lebhaftes' und wird auf 50,000 ni 100.000 Stück per Tag angezchla. zen. Auf einen ganz schauder zaften Leim ist der nahe Alliance,',O., vohnhafte Farmer Silas Lampfoa ge Zangen. Zu ihm kam kürzlich - ein fremder. Geschäfte halber, wie er sagte,lud wahrend der Unterhaltung be' nerkte er nedenb.'i, er fei der glücklichem Lcsier einer kleinen Maschine in die nan nur ein Stück gewöhnlichen Pa ües zu werfen brauche, um einen .luaeabück später einen echten Kassen chnn zu erhalten. Lampson wünschtevm Wunderding zu sehen, und der vreikide brachte auch wirklich die kleine Naschine znm Vorschein, der Farmer .Uitlerte" sie mit einem Stück Papier lud siehe da, ein $3,Schem spazierte zeraus. Lampson war sprachlos vor Erstaunen und bot dem Fremden $500 ür das Kinderspielzeug. Nach eini ;ent Zögern ging derselbe auf das An :rbicten eiu und Lampson ist jetzt um :ine Erfahrung reicher und S495 ärmer: . -n L5-Schein, der aus dem Spielzeu'g zerans spazierte, hat' er nämlich" zum -Zeschnk erhalten. Einen reichen Silberfund at ein armer Goldsucher Namens Brandt im BatchelorMountain unweit 'on Erecds in Colorado gemacht. Er .!tte eine fast senkrechte Felsenwand er kommen und beinahe en Gipfel er eicht. a!S er einen mit einem Felsblock 'ersch!ossenen .Spalt entdeckte. Er

iiM b den Stein bei Seite und fand da. runter eine Oeffnung. groß genug, um Einlaß zu gewähren. Durch den palt gelangte er. nachdem er einig schritte vorwärts gethan, in eineHöhl'e, on deren gewölbter Decke Tropsstein :psen heruntcrhingcn und in deren '?estein reiches Silbererz eingesprengt var. dessen Ergiebigkeit Brandt auf. -10,000 von der Tonne berechnet. dieser Höhlenraum ist 50 Fuß breit. llld 200 Fttß tief und enthält an leinn Ib.-.släche g:nug Silber, um seinen ge. zen:varitgen Eigenthümer zum Mmio. tär zu machen. Diese Höhle enthält iber auch noch Geräthschaften, Skelette lud Ucöerbleibsel aus einer lüngstver zangenen Zeit, welche offenbcir'don 'k iff bewohnern h.rrühren. Brand machte, n Crecde von sein-r Entdeckung Mit Heilung und versetzte damit den Ort in iine gewaltige Aufregung. - Hundert', von Mniazen uromien sofort nacy .Eliff Dmeller- Claim". Brandt und ein Compagnon Col. .Morton habnki zereitsAngebote von öl00.000 für den .Elakm" abgelehnt. Seit mehreren .Monaten zat in dm religiösen, musikalischen und zesellschaftlichcn Kreisen von Grand !hptds ln Michigan .beträchtliche Auf. guug geherrscht, die durch das Aner ,:etm der. dortigen Oratorien Gesell chast. den Meisias" im Lause des winters an mehreren Sonntag Aben tu unentgeltlich aufzuführen, hervor ;erufen wurde. , Tie genannte Gesell Schaft soll eine der,, besten .Musikgesell. .'chasU'ii des Landes sein, sie Heht aber icht darauf aus,' mit ihren Concer en finanzielle ..Erfolge zu erzielend )as Anerbieten,, den MesfiaS- aufzu führen, wurde .gerade zu der , Zeit ge acht, als bedeutende Anstrengungen puiacht wurden,- Sonntagsvorstellün. .zen in den Theatern zu unterdrücken, 'vob:i es an allerlei Verhaftungen nnd rkachfolgcuden Processen nicht fehlte. i Pästorcnconfercnz nahm das An. erbieten der, Oratorien Gesellschaft uicht beifällig auf und sprach sich, in .'inem Beschlusse gegen dasselbe aus. MS nun' am 3U Januar die crstl ölufsührung des Messias" ' stattfand, war bereits zwei Stunden vor Oeff nung der Thüren die Straße vor d.i Halle mit Menschen. , die Einlaß' be .zehrten: - dicht besetzt. ' , Tie - Thüren wurden erst geöffnet., als der Abend zottcsdienst in den verschiedenen Kirchen )er Stadt vorüber war'. Um diese Zeit konnte man auf dreihundert Fuß nicht an den Eingang herankommen. 1 Daj Oratorium wurde mit großartigem erfolge zur Aussuhrung , , gebrachte fcho t,000 Menschen wohnten der Auf. führung bei und Tausende konnten sei nen Z ut ri t t er l an gen i 1 Einige geriebene Schwind ler treiben seit Kurzem in kleinen Dör fern des südlichen Indianer ihr Unme ien. und , die Besitzer von .Conntry Stores" gehen aus den Leim wie die ftuiipd. Zuerst erscheint ein Gauner ttiid gibt vor. aus der suche nach Hai ö'n und viertel Dollars seltener Prä gung zu sein. Der Ladenbesitzer hat keine, imd' der Gauner gibt ihm nun eine Preisliste, auf welcher verzeichnet ,teht was aeivtsse Stucke werth sind. mit dcr Bitte, ein wenig AuSfchau zu Haltens ' Einige Tage daraus erscheint o.r zweite Gauner und zeigt wie durch Zufall einen halben Dollar auS einem bestlin.iitcn Jahre. Der Ladenbesitzer wiid auslnerksam und schlägt seiner Preisliste" nach: ..Halbe TottarS auS dem -ah c , werth S65," lieft er iiiid im nächsten Augenblicke beginnt er im! leinem Bezucher eine Unterredung, bringt das Gespräch alsdann auf der dewuuten halben Dollar, und der aut

n.Ulnae Fremde läkt sich aus oeS La

denbesttzersBittcn und Drängen herbei. m die Münze zum Preise von S40 zu rerkausen. S25c verdient,- denkt oer Schlaumeier von einem andontel. .Wieder cinm i Dummen gefunden!" dnitt der Gauner No. 2 und trollt sei , US Gefährten Spur nach zu dem nächsten Dummen. Die in Frage ste hendcn Münzen sind natürlich keinen Heller mehr werth, als einen halben Dollar oder einen viertel Dollar i je m dem und manchmal sind sie auch gar nichts werth, denn in mehreren Fällen haben die Gauner falscheStücke an den Mann gebracht. In wenigstens ?lnem Dutzend Fällen haben die Betro genen. welche sich durch die gedruckt PreiZuste verleiten liefen. Anzeige er stattet, doch ist man der schlauen pitz buben nicht habhaft geworden. - Die Polizei in Racine in Wisconsin scheint aus Furcht vor Zyna mit allen Muth verloren zu haben. Dieser. Tage schritt nämlich eine gutg'e kleidete .Frau die Stufen zum Court Housedaselbst hinaussetzte auf der ober stenStufe ein Jläschchen nieder und ging unbehindert ihrer Wege. , Zwei Po'izi ften, welche ihr Thun beobachtet hatten. konzentnrten sich .schleunigst rückwärts. in der Meinung, die Frau,deabsichtiae, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Nach ner gehörigen Ermahnung des Publikums zur Vorsicht, raffte ein drit . v ri rt r . sv i r . ter PollZlir au zeinen cury zusammen und trug das geheimnißvolle Jläschchen in die Amtsstube des Sheriffs, -Dieser erbleichte zwar, öffnete aber das Fläsch chen. Darin fand er mit einer Schnur an den Kork velejtlgt em kleines rothes. Säckchen, in welchem ein, Zettel des In, Halts steckte: WirdLiebe in einerStuvde heilend Um den geheimnisvollen Sinn dieser Juschrlst zu erfahren, .jucht dtt Polizei jetzt nach der Frau. m Eine ent setz liche Entdeckung wurde dieser Tage in Cazenovia, Wlsc., von einem aus dem Westen ; räch dort zurückgekehrten Manne gemacht. ' Der Vater des Helmgekehrten war kürzlich beerdigt worden; umihnzusehen und zu besuchen, hatte er die Reise hauptsächlich unternommen. Er sprach nach seiner Ankunft den Wunsch aus, die Leiche seines Vaters noch einmal sehen zu dür sen. Der Sarg wurde ausgegraden. uno als vcr ecrei qeonnel wuroe, ooi sich ein grausiger . Anblick ' dar. Die Leiche lag auf dem Gesicht. ,,der Körper hatte sich also ganz herumgedreht und Schrammen ini Gesicht und ausgerisfene Vaare zeigten, welch furchtbaren To deskamps der Unglückliche gehabt haben zluß, der augenscheinlich lebendig be graben worden war. , , Der Leibarzt des Königs von Siam, Tr.,W. R. Lee, ,wa?! noch vor v'.er Jahren Kutscher eines Lastwa acnS in Sprinafield, O. .Vielleicht er tlärt feine Vergangenheit die Beliebtheit seiner Heilmethode bei! dem asiatischen Potentaten.' - -, -iir::-- m-, ;4 ms,, in i ,i ' ,, .lii'v:::':A - , , Vam ai lanö 4 ; Professor Marey in Pa. r!S, dem die AugenblickSphotographi bereits so viel, verdankt, hat, nach '.La Natüre",Z sein Verfahren für die Auf.. nähme der verichledeneu Stadien des JnseeteaflügeS wesentlich verbessert und damit sehr, Schönes erzielt. , Zur Auf nähme d.r Flugbewegunqen einer Taube ist bereits, da der Vogel m der Secunde acht Bewegungen ausführt, eme Auf nahmezcit von Höchstens1tl000ftel Sc tunde, eriorderllch; bei den Jnfecten kommen indessen viel rasche Beweg un gen vor, fo, bei ,der Wespe 110, der Hummel 240.-. der ? Stubenfliege 330. woraus ' folgt, daß die Aufnahmezeit auf 1 l20.000!kl. .It30.000stel unraar auf lUOOOftel Secunde abgekürzt ' " t'i r " rn , '. . f ' t 1 werven Niug..- as ermoqllcyen auer dinas die neueren .Verschlüsse und-Vtat ten; eS reichen' jedoch die laewöhnlichen Lichtquellen nicht 4iuS. und eS vermag nur das directe Sonnenlicht eine aenit gende Helle zu liefern., ' Die Vorrich tungen. Mareys ,,,, sind' deshalb 'der art, , dafe. .das 'betreffende . fliegende -Thier ' sich Uthouettenartlg .von der Sonnenscheibe, selbst ' abhebt. Hinter der Linse,,, welche, die , Sonnenstrahlen zusammengefaßt aus die Verschlug scheide wirst, lagen bei den ersten Ver suchen durch - eine , kleine Zange an dem ern.'n'Bein teztaehaltene Jnsecten. Das Thier suchte zu entfliehen und bewegte hierzu die Flügel., ,', Da das Verfahren jedoch Ergebnisse ,! lieferte, welche der Wirklichkeir nicht ganz entsprachen, so versuchte es Marey mit der Ausnahme frei liegender Jnfecten Diese lagen in einem Kasten dessen Vorderseite von der Seite scharf beleuchtet wurde. Die Thiere flogen nach dem Lichte und ho ben sich!, von dem Hintergrund scharf .hervor. ! , Die veröffentlichten Nachbil düngen von 'fliegenden Bienen und Schnaken laisen allerdings an Schärfe wenig zu wünschen übrig. DaS Ganze ericheint zedoch mehr als eine Spielerei und hat kaum einen anderen Zweck, als , i Cll i i r X . . 1 1 X . . - V 1 O- f ! jt i . ? i uic 4cruniujuuiiu;iui uct .resNicyreil unserer Apparate. Aus den Bildern Lehren für 1 die Lösung der Jlugfrage zu ziehen wird wohl selbst Herr Marey aufgeben müzjen. , ; -In -Lahor in Britisch r. ' ' t. t . . i- . kl . ? Mx r . ! J.. nvrcn reglerie emu nn Maysradjay, der Dulep-Singh hieß. Nachdem die ser unumschränkte Herrscher von den Engländern entthront worden war.kam er nach Paris, wo tt herrlich und in Freuden lebte. ' Die Mittel dazu hatte er ja. 1 Tie Engländer hatten ihm eine lebenslängliche Jahreörenie von 185' 000 Francs auSgesetzt.die DulepSingh mit dem Anstand " emeö' orientalischen Fürsten vergeudete. Doch wer einmal auf dein Throne gesessen,-kann das Sie gieren schwer tntbehrm, und so hatte auch der ExM'aharadja von Lahore keinen sehnlicheren Wunsch, als auf -fei nen Thron zurückzukehren. Zu diesem Zwecke verband er sich mit dem in bischen Journalisten Abdul Nassuk, der sich in Paris mehr schlecht eis 'recht ourch's Leben schlug und abgesehen da. von. daß er ein wenig stotterte und sich ewig in Geldklemme befand, ein sehr anständiger Mensch war. Abdul Aassul nahm es sich, unter 5?n Jndiertt eine Empörung , anzuzetteln und n? VerttAbüngber ' CnMnder den snge stammten Mahaiadiah im Triumph iurückzuhzlen. Der :;tfö na n)

sij? cr begonnen, ein ZragltomlWes Ende. Abdul Rassul wurde von den Engländern ergriffen und !n's Gefäng niß geworfen. " Nach Verbüßung einer neunmonatlichen! Haft wurde f er in einem ganz jämmerlichen Zustände tx hatte keinen Sou in der Taschei und

kernen ganzen Rock auf dem Leibe ! nach London transportirt. In feinet schrecklichen Noth wandte er sich an Tu lep'Singh, und dieser schickte ihm durch seinen Sccretär d.'n . General" Carlo Tens, 500 Francs. Damit war aber auch die Freigebigkeit des aus Halbsold gesetzten Fürsten zu Ende. 'Er hielt seine Taschen beharrlich zugeknöpft und warf den armen Abdul, als dieser ihn in Paris besuchte, zur Thür hinaus. Jetzt hat der orientalische Journalist mit dem Zungensehler seinen einstigen A,--. tl .CI.l.J i. f- . 1 ..V j citu unu v-ytuicitt yciiiuiii uiiü ver langt für das Bischen Revolutionmachen", das ohnehin noch vereitelt worden ist, , 400, 000 JrcS. Schadener fatz und außerdem eme lebenZlänaliche IahreSrente von 1000 Pfund Sterling Jüngst sollte' der- interessante Proceß vor der ersten Kammer deö Civilgerichts in Paris verhandelt werden; über den AuSgang der Haupt und Staajsaction ist.noch keineNachricht eingelaufen' Eine vikante Sacbewurdk vom Schöffengericht in AugSourg ah. geurtheilt. ' Der ausgezeichnete Reuter darstelle? Junkermann erschien Anfang dieses WinterS u einem Gastspiel in Augsburg. Große Künstler haben, wie man. weiß, ' ein Recht daran, 'gleich ürsten eingeholt" zu werden. " Herr Junkermann war außerdem durch' seine Amerikareise, die bekanntlich mit einem grandiosen EmpfangSzauber in dem an derartige Reklamen großen StilS schon gewöhnten Hafen von New York be gann, in erwähnter Hinsicht zu erhöhten Ansprüchen berechtigt. Um so tiefer und begründeter war seine Entrüstung, als er bei seiner Ankunft aus hiesigem Bahnhof , nichts von derartigen Veran ftaltungen gewahrte, vielmehr nur ein junger Kunstnovize unseres Stadtthea terS erschienen war, um mit seiner wer then Persönlichkeit mutterseelenallein das EmpfangScomite, die weißgekleide ten Jungfrauen und den ganzen übn gen weihevollen Klimbim zu vertretet. JnSbefondere wurde Herr Junkermann von großem Grimm erfaßt, als er be merken mußte, daß selbst die zu sei ner Verherrlichung quasi verpflichtete Schlaraffia Augusta" durch Abwesenheit glänzte. - Wenn er' angesichts die ser bedauerlichen Thatsache dem bewun dervd zu ihm aufschauenden Jüngling das gewaltige Wort zu schleuderte: Sa gen Sie den Mitgliedern der Schlaraf sia,' sie seien Flegel- wer wollte da3 dem großen Künstler verdenken? Die Augsburger Schlaraffia", bekannter maßen eine über Deutschland verbreitete Vereinigung von Künstlern. und Kunst? bezw. , ttünstlersreunden, welcher hier iL A. Beamte, Aerzte,' Fabrikdirekto. ren, Kaufleute angehören, erhob Klage auf Beleidigung;: und. das schönen geeicht verurtheilte Herrn Junkermann zu einer Geldstrafe von 50 M., ev. S Tagen Haft. . - J.l Geryville (Depar tement! Oran)' wurden ' zwei Deutscht Namens Kober und Schwarz, die im 2. Regiment , der Fremdenlegion dienten. hingerichtet. Sie waren desertirt . un hatten dabei ihre Gewehre nebzt Pajro nen mitaenominen. Auk iürem Streik zug erschossen sie zwei arabische Hirten, die Bezahlung für ihre Milch verlangt hatte.,, Am ,26. August wurden sie eingefangen und dann vom Kriegsgericht zum Tode verurtheilt. Wie die algcri fcheneBlätter melden,, begaben sie' sich singend nach dem Richkplatz und ' ließe sich weder anfesseln, noch die Augen ver binden.., , . - , :.;, v. Großes Aussehen erregte ihrer Zeit die 'Nachricht, daß-in der Mineraliensammlung des Wiener Na turhistorischcn Museums sich ein Wann vermuthlich in der Absicht versteckt hatte, die Sammlung iu bestehlen Man war aber dieses Mannes ' während' des üblichen Rundganges vor Schluß det Museums rechtzeitig habhast geworden. Er. nannte flch .Maler, und Schrlftftel ler Huao Kroni aus, Riga, ist aber thatsächlich der in Malerei und' Schrift stellerei dilettucnde 24jährige - Karl Oskar Kahn und er stammt aus einer guten Berliner ffamilie.', Jünast stand er, ein auffallend schöner, Men'ch, , vor Gericht unter der Anklage ,des Dieb stahls. Er erklärte sich nichtschuldiz. Er erzählte. 1 wie er im Juli vorigen Jahres, von künstlerischen Neigungen getrieben nach Italien ging; er wan berte. wie - die' vorliegenden Hotelrech, nungen zeigen, über Pyrmont vi. Ba sel nach Mailand, Nizza, Areccio und zwar überall unter seinem ttünst lernamen Kroni Sein Künstlerthum läßt er sich nicht nehmen, er ist Poet, und zwar Dramendichter; , er hat meh rere Stücke eingereicht. -unter Anderem eines auch dem Deutschen VolkSthcater; aufgeführt wurde eS jedoch noch nicht. Der Präsident? bemerkte? namentlich be treffS - des letzterwähnten Stückes: Glauben Sie denn, daß es annehm bcr und aufführbar ist?: , , Sie müssen eine, sonderbare Vorstellung von , dem Geschmacke des, Wiener, Publikums ha ben, wenn Sie'ihm eine Arbeit vorfüh ren. wollen, die, soviel mir bekannt, nichts als LaSziviaten enthält.", Ber lin hatte er. nach einem galanten Pisto

lenduell verlassen, von dem, ihm , eine Narbe geblieben ist.: Der Angeklagte erklärte-sich als Morphiomann und be hauptet, im Morphiumrausch in's Mu seum gegangen zu sein. WaS er dort gethan, wisse er nicht. Bei dem Ange klagten hatte man auch überaus werth volle Mineralien gefunden. . Der Prä sideni constatirt, daß dieselben mit den Steinen identisch sind, welche am 2. August v. I. aus dem städtischen Mu seum in Mailand entwendet wurden. Zluch ein in seinem Besitz gefundener Alu niniumschlüssel rührt von Mailand von einem der dort geplünderten Schränke her. ES wird konstatirt, daß der An zellagte einmal im Kölner und ebenso auch einmal im Straßburger Dom übernachtet habe. Der hierauf als Zeuge vernommene Direktor des natur historischen Museums, . Brzezina gibt an, daß der Angeklagte gerade in jenem Saale entdeckt wurde, wo geradezu un lZ;bar,e Wertheegen. Nebenbei k &v' ääm Mämi. mmMM

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Ankunft und Abgang der verschutenen Eisen bahnzüge im Union Depet, Jndisnapolw. Vandalia. AbgangPostzug....'. 7MPm ii m Vm 5?reg Cxxreß Accomodatio.. .... 1 tt V!m .... 4 00 Nm .... 7 w S!m ....llVNm .... 3 30?!ci .... 4 15 Vm ....IttMVm Expreß . . . Erpreß . . . Ankunft Expreß Expreß Accomodation . . Erpreß 2 50 Vm 5 20 BN 7 45 Tm Schnellzug Aecomadation Cledeland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clevelanb Division. Abgana-Erpreß 6 30 m Expreß.. 9 35 Vm Erpreß. 11 45 Vm Limited Expreß. 8 80 Nm Erpreß.. S45Nm Ankunft Erpreß 7 00Vm Expreß.: .11 10 Vm Limited Em6 11 53 Vm Expreß 6 00 32m Expreß....... 10 5091m St. Louis Division. Abaana Ervrek . . . , .. 730Vm Limited Expreß Expreß.. , Expreß, täglich Ankunft Expreß täglich Expreß . . .......... Limited Expreß Expreß.... ..12 03Nm .. S20Nm ..10 55 31m .. 320V:n .. S 25 Vm .. 2 55Vm .. S20V m Chicago und Cincmnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täalicb 7 5 Vm Accomodation'. 10 55 m Postzug... 3 00Nm Accomsd. (nur Sonntags). S OO Nm AccomodatZon 645Nm Ankunft-Rushville AccoModation.lO S5 Vm Postzug .....1150VM Jnd'pll. Aec. (nurSonnt.).12 35 Nm Accomodatlon 5 0091m Accomodation. 10 45 Nm Schnellzug.. 12 15 Nm Chicago und Cmcinnati Division westlich Abaana Accomodation : 7 10 Vm . Schnell.Post..... 121Nm Lasayette Accomadation 515 51m Schnellzua 12 30 Vm Ankunft-Schnellzug 3 20Vrn .Lafayette Accomodation . ..10 45 Vm Schnellpost 2 50Nm Accomodation. 615 91m Peoria Division westlich. Abgang Erpreß. .... .,. 7 45 Vm Expreß... 12 03 Nm Danville Accomodation 5 05 Nm Expreß 1052Nm Ankunft Expreß 5 15 Vm Danville-Aecomodation. ... 10 40 Vm Expreß. 2 40Nm Expreß c. 5 Nm Peoria Division östlich. Abgang Erpreß 3 35 Wm Accomodation... 5 30Srn Expreß . . ... i 3 05 Nm Ankunft Expreß ...Ii 45 Vm Accomodation 9 00Vm Expreß 1030Nm Lake Srie und Western. Abgang Expreß . . . . .. j. 7 15 Vm 120NM 700Nm - xprey . Expreß SchnellExpreß . . Ankunft Scknell'Erpreß Expreß ' II 10 NM ... 3L0WM ...10 30VM ... 2 50NM Expre Exprej .. 6 20 Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis Division. i Abgang Expreß ...... ....... 4 45 Vm Columbus Accomodation. . , 9 00 Vm Expreß..... 3 00 Nm Richmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß......... 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzug., ...II 40 Vm Erpreß...... 12 50 Nm Accomodation.. 3 45 3i'lst ........ 650 Nm 9 00 Nm Exprek Expref Chicago Division - via Kokomo. Abgang Expreß..... Expreß. ...1105Wm ...1130NM nrunlt Expreß .. Erpreß.... 3 30Vm 345NM Lomsville Division. Abgang Expreß..... 3 40Vm Louiöville Accomodation.. . 800 Vm Schnellzug: 3 55 Nm Accomodation 4 31 Nm Ankunft Accomodation ......... 10 25 Vm Schnellzug 1100 Vm Accomodation ... .. .... 00 Nm Spezial täglich ..10 50Nm Cincmnati, Hamilton und Jndiana's-"'' P PoliS. Abgang Expreß . .. . .. .. 3 55 Wm Cmcinnati Accomodstn . . 10 45 Vm Expreß.......... 3 0 Nm Expreß.................. 3 30I!m Expreß.................. 6 30Nm Ankunft Accomodation.... . . .... S 15 Vm , Expreß ....... ...........11 15 Vm -" Expreß:: ............. 7 45 Nm Expreß .............. ....10 55 Nm r,'.. , ,, Effreß . . , . . . , 12 ,35 Im Indianapolis und VineenneS. l AbganMExpreß . . i 7 30 55m VineenneS Accomodation.., 4 10 Nm Ankunft VineenneS Accomsdationll 00 Nm , i. , Expreß .' . . . ... .".". . 5 0S Nm Ciueinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß . . ......... . . . . 630 Vm !!,j!!" Expreß . . . . ... .1 1 4o Vnt 't:- Visr Expreß j, . . f . 6 45 Nm AnkunstBxpreß,. r 1 1 10 Vm Erpreß v". f i ."i.". , "' '.'Ii ' Vi & uu ?m i: Expreß . t . . ..:.:;,. ip.i:- 10 50 Nm Wm JnbianaM 'üv S. ,, .i?.," :Tiifi,!f ! .'' i.';':;:,!:;:, - ' ! ' 4': H, ' 'f Ab gana Exp re ß S . '"'8 30 Vm rjiifeta , ' Schnell, Expreß -i I '00 'Nm' Lnkunft Schnell.Expreß iS 3 30 Vm ,Mtz!Z,Acmodation SG,HWNV1010,Vm !MDlMAH.4V LouiSville, New Albanu und Chicago. !:, .ii, i,'!,.1!,,,:! ; iar::,,'' '!. .ii1,,:..:) .'':!iiu:: 5: i ,: 1,1 .,,,;" i : ,. :: : : t'k.lif Abgang Expreß 1 1 ri j : ! j ! ! i ! 1 1 ! ! fi ' ' : : : ' i r 1 ' j ''IM'. r i IM, . . . .... ....12 40 Vm uflhi.MAb .i.1' ' ! !.:. ----.. .-ir .; 1 mwr-. Expreß.. ... .11 35 Vm UmmVtonßn Accomodatisn 5 20 Nm Ankunft Expreß 3 2S Vm ; Nonon Skunnodstion ! : . 10 40 Vni ? mm m f i i!:"-i,,ni ! -i'.hiii 'i!;iii,ih 'i;!', ''i,:'1!': O AA eW r?ß 20 Nm still um li wnAt fw tut ki, Aaum lf. Akü, 1 1 V., fMl WfCM. , t. MmuttofUinll kf t fm turn nm wwr "ull. Tsv fmmma tit wrk o ji i bomiy K jMawwjr r, :ifc- , rtmi ijr a,rIr ln Oi d iisd.,.. AHafMk CImm rabw 4 Hat rtt. t t V Itmf J :i lt.. lilf m&1 tut mrm , ':?:: V f I dlnn aknow amoar , - .. i ) W wi4w-f.t- Ffcröc'.i.fr.. CiC,. x. )'rtjwt Ju-t ci.:

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