Indiana Tribüne, Volume 15, Number 164, Indianapolis, Marion County, 2 March 1892 — Page 1

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Editorielles. Die Straßenbahnangelegenheit ist in eine so merkwürdige Phase getreten, daß sie einer ausführlicheren Besprechung werth ist. Die Thatfachen de Verfahrens des Richters TaylorInd bekannt, und wir brauchen dieselben nicht zu wiederholen. Der Redakteur dieses Blattes huldigt sozialistischen Anschauungen, das weiß man. Es ist deshalb auch seine Ansicht, daß öffentliche Verkehrsanstalten nicht in Händen von Privatkorporationm, sondern in Handen politischer Korporationen, wie der Stadt, des Staates u. s. w. sein sollten. Run, wenn das Verfahren des Michters Taylor richtig ist, dann haben wir ihm dafür zu danken, daß er einen ganz neuen Weg zur Ausführung dieses Prinzips gezeigt hat, denn Eisenbahnkorporationen wären dann zur Unmöglichkeit geworden. Nur differiren wir. mit Richter Taylor ein klein wenig in Bezug auf die Methode, wie öffentliche Verkehrsanstalten in öffentlichen Besitz gelangen sollen. Wir sind nämlich der Ansicht, daß dies auf dem Wege wo möglich friedlicher EntWicklung, durch Aenderung der Versassung und der Gesetze herbeigeführt werden soll. Richter Taylor'S Verfahren zu diesem Zwecke ist dagegen das der gerichtlichcn und gesetzlichen Sanktion der Gewalt. Wenn Richter, Advokaten, Geschäftsleute und Fabrikanten das aushalten können, so ist's ja gut. Die Arbeiter können es aushalten und können mit Richter Taylor, zufrieden fein. Wir stellen uns aber bei der Kritik des richterlichen Versahrens auf den Standpunkt der heutigen GefellschaftsOrganisation, denn vorläusiz leben wir erst heute. Wohl wissen wir, daß! wir in einem Klaffenstaate leben, daß unsere Gesetze zu Gunsten der Kapitalistenklasse gemacht werden und daß eine Aenderung kommen wird und ,!"":!''..,. ! : M-'i' 11 ' . W'J ,,;,!! - - o,. " ...,!; 'I "!i!m 'i i1! lü". ii'" ",;!:''-.' h:üJ:"äi muß. Deshalb bleibt es aber auch nicht minder wahr, daß der Richter berufen ist, die Eigenthumsverhältnisse der Gegenwart und nicht der Zukunft zu schuhen, und die Gesetze auszuführen wie sie sind. Wcnn nun Richter Taylor Aecht hätte, waS müßte die Folge fein ? Jede Eisenbahncorporation, Ezpreß Eo. u. s. w. könnte durch die Gewalt der An gestellten in die Hände eines MassenVerwalters gebracht werden. Die Leute brauchen nur zu streiken, ob sie im Rechte sind, oder nicht, hat mit der Sache nichts zu thun, sie brauchen bloß eine Zeit lang gewaltsam den Betrieb zu verhindern, und dann setzt einRichter einen Massenverwalter ein. Oder der Präsident einer Compagnie will denDirektoren einer anderen Eompagnie'eitten Streich spielen, hetzt deren Leute auf zu streiken, und Gewalt anzuwenden, und ein ölichter besorgt dann daS Uebrige zur mitternächtlichen Stunde. Man sieht die Lage ist köstlich, und

die ganze anarchistische Welt wird Beifall klatschen. Richter Taylor und die Advokaten der Broad Ripple Eo.scheinen von d:m rissigen Widerspruche zwischen, diesem Verfahren und der heutigen Gesellschaftsordnung gar keine hnung zu haben, und scheinen gar nicht zu begreifen, daß sie, die Gewalt als einen gesetzlichen Faktor proklamiren. ES ist wirklich spaßig' zuzusehen, wie die Herren jetzt ihren ganzen Witz anstrengen werden, um, und daS ist daS Gelungene dabei im ?!amen der öffentlichen Ordnung und der össentttchen Ruhe durch juristische Gewalt, die physische Gewalt zu rechtfertigen. Eine solche Komödie ist noch nicht dagewesen und ist übrigens nur einBeweis dafür, daß die gegenwärtige Gcsellschaftsordnung die Elemente ihrer Zerstörung in sich selber trägt.' ES ist mehr als unterhaltend zuzuschauen, wie eine Korporation versucht, der andern den HalS abzuschneiden, und wie Richter,, und Advokaten dazu helfen, und im Namen deS Gesetzes daS Resultat , der ' Gewalt zur Grundlage ihreS 1 Verfahrens '""'v ,:- ' ... . ; :''( ! machen. -: -:: ES ist mehr als komisch, wenn sogar Vertreter der Kirche dazu , rathen, Gewalt zu gebrauchen, Leute, welche sonst nicht laut genug Iaw and oräer pre digen können, und wir wurden lachen über diese tollen Gaukelsprünge,, wenn wir nicht die klare Empfindung hätten daß diese Leute das gerade Geaentbeil gesagt hätten, wäre der Präsident der SitizenS Co. nicht deutscher Ahkunst.

Es ist aber gar nicht komisch, sonderN'traurig zu sehen, wie eine rivalisirende Korporation, Advokaten und Politiker mit den armen Arbeitern Ballspielen. Es wäre ja möglich gewesen, daß nachdem durch Richter Buskirk wieder ein Weg zu neuen Unterhandlungen angebahnt war, die Sache am nächsten Tage geschlichtet worden wäre. Wenn so, dann hätten die Herren von der BroadRipple Co. aberkeineGelegenheit mehr gehabt, ihren Trumpf auSzuspielen, und darum mußte die Sache sofort geschehen, im Dunkel der Nacht, wie ein mittelalterliches Vehmgericht. Die Welt wäre untergegangen, wenn der Nichter bis zum nächsten Tage gewartet hätte. Nein, die Wett wäre nicht untergegangen, aber ber Streik zwischen den Leuten und der CltizenS

Co. wäre dielleicht geschlichtet worden, und das durften Shaffer, Mason, Claypool und die anderen Arbeiterfreunde" der Broad Ripple Co. nicht zugeben. Die Situation wäre zum Todtlachen, wenn den Arbeitern nur geholfcn wäre, denn eS ist ja selbstverständlich, daß der gegenwärtige Zustand nur kurze Zeit anhalten kann, und wenn die SitizenS Co. wieder in Besitz der Bahn kommt, waS dann ? Jedoch, es ist nicht unsere Sache, diese Frage zu beantworten. Einen Lichtblick freilich gewährt diese Komödie, und daS ist daS Zufammenhalten der Arbeiter und ihr energisches Auftreten. Wie könnte man sich freuen darüber, wenn das immer so wäre und wenn für große. ernste und edle Zwecke die Arbeiterklaffe in sich einig wäre, waS leider nicht der Fall ist. Trotz alledem können die Ereignisse, welche soeben vor unseren Augen sich zugetragen dazu dienen der Gesellschaft, welche in ihrer satten Tugend und zahlungsfähigen Moral sich sonst kaum darum kümmert, was in jenen unteren Schichten der Menschheit vorgeht, ' einen 'Vorge schmack von dem zu geben, - wäö kömmen kann. Denn trotz all der Fehler, Irrthümer und Lächerlichkeiten, welche vorgekommen sind, so bleibt doch die Thatsache bestehen, daß aus dem untersten Grunde dieser Vorgänge als Ursache der Umstand liegt, daß eine unterdrückte, ausgebeutete, praktisch rechtlose Volköklasse anfangt, sich zu fühlen, das Unrecht, das die Gesellschaft an ihr begeht, zu begreifen und Anspruch auf Anerkennung ihrer Menschenwürde und auf gerechtere gesellschaftliche Einrichtungen zu erheben. Und so gewiß wie jeden Morgen die Sonne aufgeht, werden diese Ansprüche sich geltend machen, und ebenso gewiß wird eine schönere und bessere Zeit kommen, in welcher die Schöpfer aller Reichthümer auch die Früchte ihrer Arbeit werden genießen können, und in welcher nicht mehr Tausende und Abertaufende ihre Geistes- und Korperkräfte um der bloßen Ezistenz Willen verkaufen müssen, während eine kleine Klasse in Lu;uS schwelgt und ihre ganze Kraft in dem Streite um die Beute vergeudet. Das Streben nach einer solchen Zeit ist gerecht und die Gerechtigkeit wird siegem' Drahtnachrichten - Inland. Wetterausfichten. 4; Für Zndiana ; Heute etwas wärmer abe? trübe ; morgen wärmer und schon..' . . ' .. . " ; .1'.' n; . Eisenbahnunglück. MNwaukee, I. März. Cm Personenzug stieß in der Nähe,,, der Stadt mit einem ConstruktiönSzug zusammen, aus dein sich eine Anzahl Arbeiter befand. . Sieben derselben' sanden sofort ihren Tod. - t ' , , - 7 i :!'!ü;i::- : :.;:;::! 'XSi '. "' 11 r iM; i C 0 n st ! tu t i o n e richte? Blodgett gab heute in einer von mehreren Importeuren anhängig gemachten Klagesache die Entscheidung ab, daß daS. McKinleyGesetz konstitnän?ti,'jf l::.1;;:''!-::;;:;;:; Gegen den W h i S ke y - T r u st. ,Boston, 1. März. Mitglieder deS Whiskey Trusts, find unter dem Sherman - Gesetz vor der Grand Jury verklag: worden, eS wird sogar behauptet, daß weitere Anklagen wegen Versuche, die Grand Jury zu bestechen, erfolgen werden.

WlnSland.

Eine Niederläge C aprivis. B t xii n, 1; Marj. .Troder Befürwortung CavriviS, daß den Voranschlagen für die Marine die Posten für die Herstellung mehrerer Corvetten und j Kreuzer wieder . beigefügt erden, siel doch die Abstimmung' deS AerchktageS dagegen äuö und die Bewilligung urde . . i- . L ' :- r!i ,-Ä" f:. 'i.iT: iy , ' ' verweigert. - k.- . .. , :,'- , A-l'... j , Unruh e'n ' in' -GriechenlA b. -.. . i JV ' '"ifl -,Ki f; 'I - . ''.: - , . Ai t n,l, :'Daafif1pe rium ist vom Konig aufgefordert Hörden abzudanken, dagegen - passirte die Kammer dem Ministerium einstimmig ein Vertrauensvotum. Der MiniMPräsident hielt von seinem Balkonerab eine Ansprache.an die vers Volksmenge. Die Wachen' vor. dem königlichen Palaste wurden - verstärkt.' Die Situation ist kritisch.,, y$y HungerSno i.h. W"-)f4". t:, iP esth, 1. März. Sri der Provjnz Arva herrscht ' HüngerSnoth. , . Viele Menschen nähren sich von Baumnnde. Die Regierung hat Hilfe versprochen. . -, , ' .,G,, Brodvertheilung. , . :. !! ..' i-i, liS.i.i! Wien, 1. März. Bei der Brod v. vertheilung durch die sozialistische Volkspresse kam es heute zu Unordnungen.' 8000 ' Laibe - BroN wären' vorhanden, aber 12,000 Münner und Frauen hatten sich eingesundcn, und alS bekannt wurde, daß der, Vorrath nicht ausreiche, kam es zu Angriffen von Seiten derjenigen, welche leer auSgegangen waren auf diejenigen, welche glücklicher waren. Zehn Frauen wurden in dem Gedränge verletzt und die Polizei hatte große Mühe, die Orhuug aufrecht zu erhaltend j?$Jkj .... m . -m. . M luk ' 4li " p!''l''i! '' V J . Oftjtlggf Berl in, 1. MärHHOiH!b deutsche Zeitung veröffentlicht als Peweis der Loyalität der Berliner Ar, oeiter einelAuzahtMn welche von Arbeitervereinen angenommen wurden, und worin dieselben ihre Treue zu Kaiser und Reich auSfprechen; AS,M,ußlan'd. London, 1. März. Ein englischer Korrespondent schreibt von Saratow, daß Verbrechen in dem Wolga? Thal ein tagliches Vorkommniß'sind.. Häu - ser werden erbrochen und, die LeHen Beraubter auf der Landstraße gefunden. ES ist sehr gefährlich in jener Gegend zu reisen. Die Bevölkerung nimmt stetig ab. 3n einem Dorf ist die Einwohnerzahl von 7356 auf 27LS gefunken. Die Abwesenden sind fortgewandert. Der Hunger verwandelt die rt...t. . :.. . cn-i'.'- -.i"' reule in jociicn. viin mann versuchte seine Tochter umzubringen, weil sie keinen Erfolg beim Betteln hatte. Ein Bauer, der einen Laib Brod bekommen hatte, verschlang dasselbe mit f.rr r' c '. r. .. . r.' il ' '" olcyer ler oap er eruiale. - : Der 8 2. G e burtS ta g.t R o m, 1. , März. Der 82 Geburtötag deS Papstes wird morgen mit großen Feierlichkeiten , begangen werden. ;C ' -!. . . i'.". "',,.,.,;:, :,. . r Eine Re volte. t:---L o ndon , 1. März. 3n Folge eineS FirmanS deS SultanS, daß auch Eingeborene zur ' Konskription verpflichtet seien, ist eine ernste Revolte auSgebrochen. Die Europaer fliehen. .' l'f ' ' ., '11 .' .. -,.. ' " i: !'.' ttuirottutta it Thiere. .i i f ; Cs ist eine traurige, ab.'r nicht weg' uleuanende - schneidende Ironie dcr Thatsachen, daß die : gänzliche Vernich tungZ welcher lein großer Theil der pelz tragenden und befiederten Thierwelt entgegengeht, durch ; die gedankenlose Eitelkeit d.S weiblichen Geschlechts ver schuldet wird. ' derselben Frauenwelt, welche doch ihrem Wesen nach zu Erbarmen und Schonung berufen wäre. Man lese und staune! ; Da fand kürzlich in LondöneinelBerftelanuMvon Zhierhäuten und Vogelbalgen I statt, vy 30.000 Affen. 250.000 australische Bkutelthiere. 400.000 Kolibris, 6000 Paradiesvögel und 360,000 verschieden' artige oftindische Vögel dem VZeistbietenden zugeschlagen urdenö Bei tinrm anderen Händler PMderselbe',Stadj wurden in drei Monaten 404,464 westindische und brasilianische und 3ÄZ,389 oftindifche und in einem dritten Geschäft im Jahre 1889 über 2.000.000 assor tirte Vogelhälge verkauft. In Paris führt ein einziger Händler jährlich un gesähr l0y,000 Vögel von Afrika und 40,000 auS Amerika ein. Cm einer Loge! auf Leng Island hei New York lieferte einer dortigen Firma in vier Monaten 70,000 Vögel, und ein amerUamf&K Taiiderm itopkt durÄÄniU-

lich' in einem Jahre 30.000 Vögeldalge

aus, v,e zajt jümmtlich bestimmt sind, Damenhüte zu schmücken. y Früher käm eme Art Papagei , auch in den südlichen Theilen von Nordame rikä bor und verschönerte die Wälder mit buntem Gefieder und erfüllte sie mit munterem Geschrei bis zu 40 Grad nördlicher Brnte hmauf. Heutzutage tritt er nur in Florida auf, wo er von mäßigen -Wintergöften massenweise - erschössen und' zum'Zeitvertreib vertilgt wirdV' . . In einem soeben, in Washington er.schicnenem Buche findet sich folgende lehrreiche Stelle über das AuSsterben und Ausrotten der Thiere" : Von dem in den Handel gekommenen und in Europa verarbeiteten Elfenbein stammt der größteTheil aus Afrika; bis jedt ist eS jedoch hauptsächlich alteS oder söge nanntes todteS, d. h. im Laufe der Jahrhunderte im Besitz der Cingeborenen angehäuftes Elfenbein das nach Europa gelängt. Ein sehr bedeutender Theil rührt auch von den in Sibirien aufgefundenen Ueberresten vorweltlicher Elephantenarten her. Indien hat verhältnißmäßig nur wenig geliefert' Aber vie Vorräthe von todtem" Elfenbein sind bereits erschöpft z weder Afrika noch Sibirien hat vieles auf Lager. Man muß sich also - an die lebendigen Dickhäuter halten und auf die Jagd verlassen um das nöthige Elfenbein zu erbalten. Dem Bericht des Smithfonian Instituts, zufolge werden, wie E. P. EvanZ in der Nation" schreibt, gegenmätig zu diesem Zwecke 100.000 Elephanten jährlich hingeschlachtet. In solcher furchtbaren Weise werden die afrikanischen - Wälder durchziehenden zahlreichen Heerden dieser edlen Geschöpfe gelichtet und gehen dem Untergange rasch entgegen.Dasselbe gilt auch von den, auf Südafnka beschränkten verschiedenen Arten des ' T''gerpferdcS sZebra, Dauw, Quagga) und der sanften verständigen und leicht zähmbaren Giraffe, dem ein. iigen. noch lebenden Mitglied einer langn ausg.nordenen und verftelnerten Familie. Lor 40 Jahren pflegtm die Wagen - Karawanen nach Salifornien Tage lang zwischen großen Bisonheerden , hinzuziehen; heute begegnet man diesem Thier', fast nur in Menaaerien tvnd, Thiergärten. - namentlich im Aellowstompark. wo eS, in ziemlich gennger Zahl unter Schutz der Bundesreattruna stellt, einen sicheren ftnfiuchizsrt t gefunden , und damit ? dal öchiaiai des nur noch tm litauifqn Walde von BialowicSz vorkommenden europäischen Auerochsen erfüllt hat. Noch S in den dreißiger Jahren dieses ilabrbundertS lebte der Äiesenalk in unzähliger Menge auf . Funkinsel bei ewsundland; oder mt aus dieser wegen wüthender Brandung, fast unnahbaren Felseninsel hat der Mensch ihn ' verfolgk und vollständig auSgerottet. ' Dort hat das Smithfonian Jnstitut die Knochen dieses wunderbaren LogelS tonnenweise sammeln lassen und mehrere ' Gerippe daraus gebildet. Diese. Skelette sind sehr selten und kosten ungefähr S600 da? Stück. Nach theurer find die Eier und Bälge dieses Riesenalks, die man kaum mit Gold aufwiegt.' Vor Kurzem ist blos die leere Schale ' eines derartigen EieS für L 1500 versteigert worden. Vor nicht langer Zeit waren die Züge der Wandertauben in Nordamerika so groß, daß sie die Sonne versinsterten und,' wo sie Nachts aufsaßen, die Aefte der Bäume unter ihrer Last niederbrachen. .Nach '. einer von dem bekannten amerikanischen Naturforscher Audübon aufgestellten Rechnung dürfte ein solcher Zug aus anderthalb bis zwel Billionen! Tauben bestehen, und Wilfon hält d'ese Schäkung. als eher zu niedrig als zu hochllAber trotz der an'S Fabelhafte grenzenden Zahlen und der ungemein großen FortpflanzungSfähiakeit dieses Vogels ist eS durch allerlei Nachstellungen und massenhafteSchläch tereien, und noch mehr vielleicht durch die frevelhafte Redung der Wälder gelungen, denselben fast ia vertilgen. Interessant sind die in dem betreffenden ! Werke enthaltenen Mittheilungen über die Ausrottung der Walrosse uckd Seekühe und das räthselhafte Derschwinden vieler Fischarten. In amerikanischcn Gewässern kommt der riesige und schmackhafte Heilbutt stets seltener vor, der. Hummer nimmt jänrlich an Zahl und Größe ab, und . nur durch künstliche Zucht wird 'der Lachs und Maifisch erhalten. ES wird auch die Einwirkung- klimatischer Verhältnisse und ' verheerende Schneestürme aus die Vernichtung . der Thiere, deren ' als Ltt,kä sils" kurz' und treffend bezeichnete Uederrefte norzugSmeise im Dilüvialboden aufgefunden werden, 'inaebend eröriert. ' , chiesigeö:

VrtlZtltttl&U Trotzdem die Klagen gegen die während deS Aufruhrs am Montag Berhafteten erst morgen verhandelt werden sollen, so hat doch der Polizeirichter die Fälle der beiden Neger George Cannon und John Earley, welche ohne irgendwie beiheiligt zu s'in,en Polizist Vmith mißhandelt habcn, ihrer Natur wegen bereits heute dorgenomen und den Cannon unter $1,000 . 5 :; l ) ,, ' ': ' ! j W''!', ll'j; i:!1 !; ;IfilK-: - .4 J'Mi . - ' - - '$M$WUs'-y'' ' if'K?11 1 ii v ; "li!1 ':: '''l"?! : I:' s!: "i.,-.. ' . ' . , . , . '.. '

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