Indiana Tribüne, Volume 15, Number 163, Indianapolis, Marion County, 1 March 1892 — Page 1
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1300,000. 40,000. Editorielles. Der Stand der Straßenbahnangelegenheit fangt an, uns zu amüsiren. Keine der Morgenzeitungen scheint auch nur die blaffe Ahnung von der Tragweite des Verfahrens des Richters Taylor zu haben. Wir werden morgen Verschiedenes darüber zu sagen haben. -.G Der Aufruhr in Berlin entstund so urplötzlich, dap es fraglich ist, ob man über die Art und Weise, wie derselbe ansing jemals das Richtige erfahren wird. Sicher ist nur Folgendes : daß die abweisende Antwort, welcher der Oberbürgermeister einer Delegation beschäftigungsloser Arbeiter gab, eine erbitterte !Stimmnng hervorrief, daß die ganze Sache nicht geplant war, daß Sozialisten nichts damit zu thun hatten, sondern daß imGegentheil einige derselben abmahnend wirkten, daß der Kaiser, als er den Vorgang vor dem Schlosse vom Fenster' aussah, der Sache durch ein freundliches Wort hatte ein Ende machen können, daß er die? freundliche Wort aber nicht ausspracht daß in Deutschland, speziell un ter den-Bauhandwerkern eine furcht bare Noth herrscht, daß die Stimmung gegen den Kaiser in Folge seiner Redenund seiner Handlungen eine sehr bittere ist, und daß drei Viertel der Nachrichten, welche über die Unruhen herüber telegraphirt wurden, zusammengelogenes, dem Hirne sensationell lex Berichterstatter entsprungenes Zeug !?. ' Speziell sensationell aufgebauscht ist der Bericht über den Ausritt des KaiserS. Dabei verstieg sich die kühne Phantasie des Berichterstatters sogar I so weit zu erzählen, daß die Leute auf der Straße weinten. Ebenso phantastisch war die Beschreibung des Kaisers bei dieser Gelegenheit aufgepufft. Es wurde da geschildert, wie maiestatisch er zu Pferde saß, wie er weder rechts noch links schaute, sondern mit außerordentlicher Kühnheit voranritt und nonchalant eine Zigarette rauchte, wie alle Leute auf der Straße bei seinem Anblick in ungeheuren Jubel ausbrachen u. s. w. Spätere kühler gehaltene Berichte ließen erkennen, daß an dieser phantasiereichen Erzählung nichts weiter, war, als daß der Kaiser einfach auSritt, und daß einige getreue patriotische Bürger Hurrah riefen. Es ist ferner offenbar, daß der Aufrühr von keiner großen Bedeutung war, daß er im Anfang furchtbar aufgebauscht wurde, daß es sich thalsächlich um .nichts weiter, als um eine jener Demonstrationen !,,von .Arbeitslosen handelte, wie sie in London schon oft vorgekommen sind. Bedenkt man ferner, daß in Bezug auf die Preß-Dc peschen sofort ,! strenge Zensur geübt wurde, ,d, nur regierungsfreundliche Depest'n burchgelassen wurden, 1 so begreift sich , der Inhalt jener phantasievollen, , an das Herz guter KaiserPatrioten appellirenden Nachrichten sehr ! tut n? !'i iliii'111'! iiL.il'1? 's iiihiiii PS;!1: :;,:,!!;! !;?,!'!;:;!.:!!:!!:; !,!! , "I,:;4' Trotzdem braucht man die Sache I nicht so ganz leicht zu nehmen. Unter allen Umständen zeigen diese Vor gange einen tiefen Groll in einem Theile der Bevölkerung und lassen ahnen, was bevorsteht, wenn die Verhättmffk im alten Geleise bleiben.
Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndianü : Heute kalter und trübe, morgen schöner und fast bestän dige Temperatur. ! ' Wie zu erwarten war. Washington, 29. Feb. Die Supreme Court hat das Habeus CorpuS Gesuch von Fielden und Schwab verworfen und entschieden, baß bei. der Entscheidung einer Appellation die Angeklagten nicht anwesend sein müssen. Eine solche Entscheidung sei keilie Nrtheilsfällung, sondern bloß die Be. statigung eines früher gefällten Ur tbeils.
. Ausland. Der Nothstand in Wien. Wien, 29. Febr. Die hiesigen Behörden sind endlich gezwungen worden, die Nothwendigkeit von Maßnahmen zur Abhilfe der herrschenden Noth unter den Arbeiterklassen anzuerkennen, und gestatten jeht dem sozialdemokratischen Ausschuß, Gaben zu sammeln. Bei der letzten Vertheilung von Brod, vor dem Gebäude der Volkspresse" an 6000 Menschen kamen Ruhestörungen vor, welche von der Polizei unterdrückt wurden. Man schätzt, daß 5000 Schuhmacher, 3000 Zimmerreute, 1500 Metallarbeitern, 7000 Maurer und 25,000 Taglöhner arbeitslos sind. Ein Berichterstatter, welcher heute den Unter-stützung-Ausschuß auf seinem Rundgang begleitete, sah Fälle von entsetzlichem Elend, wie sie in London nicht schlimmer! sein können. Angeblich in Folge des amerikanischen Zolltarifs sind 12,000 Perlmutterarbeitet beschäftigungslos und müssen als Tagelöhner arbeiten, da ibnen das LandcSgesetz ein! anderes Giw:rbe nicht gestattct, solange sie dasselbe nicht in regelrechter Lehrzeit erlernt haben, was ihnen in Anbetracht ihrer zahlreichen Familien unmöglich ist. Die Handelskammer und der Gemeinderath haben tzlZ,000 für den Verein zur Beschaffung billigeren RohMaterials bewilligt, dies aber kommt nur denjenigen zugute, welche sich mit 5 Gulden an dem Verein betheiligcn können. Än Folge dessen wird die Nothlage der Knopfmacher dadurch nicht gebessert. Ganze Familien derselben wohnen und arbeiten häusig in einem Zimmer, sie verdienen höchstens einige Gulden die Woche und leben in beständiger Furcht vor Exmission wegen Nichtbezahlung der Miethe. Ifl einem Falle erklärte ein Vater, er würde Selbstmord begehen, wenn seine Familie es auch thun würde. In der als -,Bienenkorb" bekannten Miefhskzserne wohnen 700 Menschen in 215 Zimmern. Hungrige, abgezehrte Kind:r balgten sich vor der Hausthüre in den Zimmern war die Luft schlecht und in vielen fehlten die Möbel, welche zur Beschaffung von Brot versetzt worden sind. Allen Bewohnern sah man die bittere Noth an. Viele Fälle von der entsetzlichen Wirkung des Schwitzsystems wurden entdeckt. Ein Schmied, welcher 00c für die Anfertigung von 1000 Schrauben oder Muttern erhielt, verdient wöchentlich .p.00, wovon er $1,45 für Miethe und jährlich $7.50 Steuern an die Regierung zahlt. In einem anderen Falle zahlte ein Schwitzer" lle per Dutzend Bürsten. In vielen Fallen verdienen ganze Familien trotz ange-, strengker. Arbeit nur von $2.25 bis $3.15 per Woche und Wittwen mit Kindern gar nur 25e täglich. Da Frauen auch im Baugeweike thät'g sind, haben die Tagelöhner nur geringen Verdienst! Die Armen essen selten Fleisch, nicht einmal Pferdefleisch, das 10 bis 15c per Psd. kostet. ... li1 M . "!.r'It:, J .. ' ' ' "M$ D i e B e r i n g S m e e r f r a g e. Die Unterhandlungen zwischen den Ver. Staaten und Großbritannien über ein Schiedsgericht zur Schlichtung der Streitfrage wegen deS BeringSmeereS wurden heute zum Abschluß gebracht und der Vertrag daüber vom britischen GesandtenPauncefote und dem Stacktssekretär Alaine unterzeichnet. Der Vertrag bedarf jedoch noch der Bestätigung seitens des britischen Parlaments und des amerikanischen Senats. Von dem Inhalt desselben ist noch nichts weiter bekannt, als daß das Vchiedsge-
richt aus sieben Mitgliedern bestehen wird, je zwei für dir Ver. Staaten und Großbrikännien (darunter ein Canadie?) und hrei als Vertreter von FrankreichSchweden und Italien. "' ' ",:,',' i...".'-.ir:Wi: " . J .-. " l:l ''!; , Hu n o e iiji oth in Ungarn. : ß ö n.6'o n, 2 Feb .Z.m nordlichen Theil von Ungarn herrscht-Hungers noth' und im Komitat Arva befinden sich 20,000 Menschen in ebenso schlimmer Lage,' als die in den HungersnothProvinzen Rußland's. .Die Regierung thut nichts .zur ' Linderung der Noth, weil' die Bey?ohne'r nicht Magyaren, sondern meist Slovaken- sind, welche mit Mäusefallen und Drahtwaaren Europa durchwandern. . Die deutschen Zeitungen in Pest Protestiren, gegen diese Inhumanität und verlangen daß Maßnahmen zurAbhilse getroffen würden und den Leuten Saatgetreide gelie -fertwerde. - V' ' " '. $0fM. ' ' """ ." ' ' :'';''",'J:,:t!llij;::1Ochiffö Nachrichten.
Angekommen in:"' ' '5! London: The Queen" von Nelq sork. Michigan" von Boston, Ohio" von Baltimore, Manitoba" von Phi ladelphia. , . .v'' ' 1 H a v r e : La Gascogne" von New sork. ' . 'J0lil 9k ew A ork: Persian Monarch,, von London. tr Deutscht in Rio de Janeiro. Tie deutsche Colonie in Rio de Ja Arti besteht, obwohl auch der Stand . e. Handwerker und Gewerbetreibenden ttrcten ist, im Großen und Ganzen ins Großkaufleuten. Hauptquartier DeutjchthumZ ist das von der Rua c-a Älsandega iZollhauSstraße) durch a.nittene Viertel; hier befindet sich auch das vielbcschaftigle und namentlich den Uitglücklichen Colonisten aus allen Thei kt Brasiliens übermäßig in Anspruch genommene Konsulat "und der seit 1321 bestehende deutsche Club Germania, la welchem zwischen U Und l Uhr d mri ften deutschen Kaufleute, eknerlei ob Principale oder junge Leute, zu früh stücken pflegen. ' ' ,, linier der Bevölkerung von Rio. welche nach dem letzten Census vom 31. December 1890 515,559 Einwohne, betrügt, befinden sich nach 'derselben Quelle 1567 Deutsche, 601 Oesterrei. cher und 407 Schweizer. - . V; Seit Vollendung der Zahnradbahn, von Raiz da Serra nach Petropoli? le den die verhciratheten Kaufleute soweit sie dies erschwingen können und ihnen die Strapazen des Hinauf und Herun' terfahrenS nicht zu beschwerlich sind, zu meist in PetropoliS, während die jungen Leute in LaranguraS, auf Santa The refa oder in Botafogg und anderen Vororten zur Miethe wohnen. . Die Kinder werden vielfach zur Erziehung nach Deutschland geschickt. Auch wech seln bisweilen die Chefs der großen Kaufmannshäuser in der Weise ab, daß der eine nach längerem Aufenthalt in Brasilien nun in Hamburg bleibt und der andere auf fünf bis zehn Jahre nach Brasilien hinausgeht. . Obwohl man nun, sobald man von Rio de Janeiro nach PetropoliS hinauf fährt, dessen kühlere Bergluft, gleich einem frischen' Bade empsindet ' so ist doch auch Petropolis noch lange nicht Europa. Wie nahe in solchem Klima Tod und Leben anein andergrenzen, geht aus einem von vielen Beispielen hervor. Ein früherer Diener des deutschen Gesandten saß 1 kürzlich fröhlich und gesund bei seiner Familie, fühlte sich unwohl, legte , sich zu Bef und achtzehn Stunden' später ' kam seine Wittwe von ' seinem Leichenbegängniß zurück. . Aehnliche Fälle sind durchaus nicht selten. Eine der häusigsten Wirkung n deZ Klimas obei europäischen Frauen besteht darin, ! daß sie sehr blut arm werden und bleichsüchtig aussehen. Männern scheint die tropische Hitze viel weniger , zuzusen, . als Frauen, und Kindern. Die Keime des gelben Fie bers müsftn ziemlich widerstandsfähig fein, da in Häusern, in denenFieberfälle aufgetreten n sind, die Krankheit selbst bei sorgsamer DeSinfection häufig wie verkehren soll. , , Um wachen Preis es di? Kaufleute von Aio 'de Janeiro er'aufen, wenn ihre Frauen und Kinder in Petropolis verh.tltnißm.jßZg sicher vor Fieber und Ansteckung leben, vermag man sich nur schw.r vorzustellenwenn man eS nicht selbst gesehen und durchgemacht hat. Wer : in Petropolis ' wohnt und , daran o.u?t. sich in Rio de Janeiro nach einem anderen Bestimmungsort einzuschiffen, muß eine Woche vorher Fürsorge tref sen, daß sein Gepäck auch richtig nach Rio de Janeiro hinunterkommt. Auch ehe die Kaufleute nach Petropolis hin aufzogen, war es schon Sitte, daß ' in Rio de Janeiro bloß während der hei ßesten Tagesstunden gearbeitet würd?. Sobald Abends der von Rio de Ja ncilo kommende Zug in die Station von Petropolis eintauft, erblickt man dort eine Ansammlung von eleganten Privatwagen und Omnibussen. Nach fünf Minuten ist Alles auseinander' eeftöben. und Niemand l verläßt mehr d:5 zum Mämdm Morsen daZ trau
licyc ym,.' seines gartengeschmückten Häilscns. . ,?lußer,dem Teutschen Club atbt es fr Rio de Janeiro noch einen schmelze rischen. aber auffallenderweise keinen englischen. Die Deutsche Zeitung, die früher in Rio erschien, ist trofr ausgie biger Unterstützung durch die Kaufleute selig entschlafen. . Äußer einer deutschvangelischen Ge meinde vou etwa .600 Seelen und einer deutschen Kirche ' gibt es in Rio de Janeiro seit 30 Jahren eine deutsche Schule, die sich des besten Rufes erfreut, an der jetzt sieben Lehrer und Lehrerin' nen wirken und die seit 20 Jahren von dem k Hochverdienten Pastor Dr. Gruel geleitet wird. . Sie hat sechs Classen und unterscheidet sich von einer guten deutschen Elementarschule, vorwiegend dadurch daß außer Teutsch und Por tugiefisch die Anfangsgründe deS Fran zSsischen und Englischen gelehrt werden. Wenn die deutsche Colonie in Rio de Janeiro mit verhältnißmaßig großen Opfern die Errichtung und den Fortbe stand dieser Schule erkauft hat, so spricht anderseits .für deren NochwenMkeit allein schon die eine Thatsache) daß auch Luio-Brasilier (die Brasilianer portu giesischer Abstammung, von Lusitanien. d.'m alt n Namni für Pcrtugal, abgc. leite:) dieselbe den eigenen Schuleinrich tungen vorziehen und daß jene. 150 Knaben und Mädchen, welche die deut sche Schule besuchen, annähernd zu gleichen Theilen deutsch-brasilisch und lusobrasilisch sind 'Damit der Unterricht in den höheren Klassm ausschließlich in deiitscher Sprache erfolgen kann, werden namentlich in der fünften Klasse die luso-brasilischen Kinder im Deutschen ausreichend herangebildet. Begabung undAussassungSsähigkeit der letzteren werden außerordentlich gelobt, weniger dagegen Fleiß und Ausdauer, worin thlien die deutschen Kinder gewöhnlich überlegen feien. Lusobrasilische Kinder. welche alle Klassen durchgemacht hab n. vermögen sich meistens ganz gut in deutscher Sprache auszudrücken, wie denn überhaupt die Zahl der deutsch sprechenden Luso Brasilier durchaus nicht geringtst. , , ? Hiesiges. v f ' " '.:.::';!; . , ;:,, ,'!'. '!r ' .. ' ;:; 7-wi 'i0;riHM Die streikenden Pan Handle-Ma-fchinisten E. B. McKallie, ArchieHall, Thomas Eullen, Harry Sheets und 3ohn F. Kittwell, welche gestern früh über EhaS. Derr Hersielen und ihn ganz unmenschlich behandelten, nur weil er sich den Streikern nicht anschließen wollte, standen heute im Po -lizeigericht. Der Fall mußte aber bis zum 4. d. M. verschoben werden, weil der Zustand Derr'S seine Vernehmung alS Zeuge noch nicht gestattet. , Ebenso wurde das Verhör von Reuben EdmondS, welcher deS thätlichen Angriffs auf Wm. Brice, mit der Absicht zu tödten, angeklagt ist, auf Freitag verlegt. . Am selben Tage wird sich der Wirth Perry Ryan, der an der Süd West Straße seinen Saloon hat, wegen Ausschank nach 11 Uhr verantworten müsmMDDWßMcL. : ' . , Der Bailiff deS , Polizeigerichts reichte heute seinen Bericht ein, wonach im vorigen Monat 409 Fälle durch diesen Gerichtshof gingen. .. Davon endigten 5 Fälle mit einem Urtheil auf Arbeitshaus, 67 wurden niedergeschlagen, in 53 Fällen konnten die Angeklagten . unter verhängtem Urtheile frei abziehen, während in 23 Fällen ganzliche Freisprechung erfolgte; 101 Uebertretungen wurden mit Geldstrafen gebüßt, von denen 14 gestundet wurden, 50 Angeklagte würden den Großgeschworenen überwiesen, 4 Personen waren als irrsinnig und 3 als Sustizslüchtlinge eingeliefert worden. Die 101 Fälle, welche ' aufgeschoben wurden, beziehen sich meist auf Anklagen gegen die streikenden v StraßenbahnlmteWWW!MZ AmaZie Bernlöhr hat gegenDMn Mann Christoph Bernlöhr, der nicht für sie sorgen und sie auch schlecht behandeln soll, eine Scheidungsklage eingereicht. ' . '' il Ebenso kill Nary Vronson rem Manne' Fred. O. BeonsoSZ schieden werden, und zwar wegen grausamer Behandlung. Robert Darneal macht in seiner Scheidungsklage gegen Jane Darneal geltend, baß er seit mehreren Sahren von seiner Frau im Qtich gelassen worden ist. Ferner hat Oeorge E. Varter gxgn Eeorgia Earter die o.lttöunttlsge eingereicht.' Seine Gattin hat ihm vor r j. .-4'fc f ....
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