Indiana Tribüne, Volume 15, Number 162, Indianapolis, Marion County, 29 February 1892 — Page 1
o x I w OO c svO "MtV i v y w v w y y y v Office : No. 130 Oft Marhland Straße. Jahrgang 15. Ro. 102. Indianapolis, Zndiana, Montag, den 2g. Febmar 8)2.
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Die Berliner Unruhen. Berlin, 28. Febr. Der Um stand, daß Bürgermeister Forkenbeck die Forderungen der Maurer, ihnen an städtischen Bauten Arbeit zu verschaffen, aus triftigen Gründen ablehnen mußte, soll die Veranlassung zu den Unruhen gegeben haben. Forkenbeck verwies die Bittsteller an den Superintendenten für öffentliche Bauten. Dieser erklärte den Leuten, er würde seinen Einfluß zu ihren Gunsten bei den Unternehmern verwenden. Es wird übrigens bezweifelt, ob der Nothstand auf solche Art beseitigt werden kann; denn derselbe ist zu groß und zu allgemein verbreitet. Die Arbeiter hielten später in Friedrichshain eine Versammlung ab, bei welcher durch einen Beschluß erklart wurde, daß es die Pflicht der Regierung sei, für die ?kothleidenden ans irgend eine Art Fürsorge zu treffen. Der Bericht, daß die Arbeiter ihre Forderung in drohenden Redeweisen kundgaben, ist ganzlich falsch. Der Beschluß trug eher den Charakter einer Bitte, als eines Befehls. Die Arbeiter hatten mit den ersten Aufstanden nichts gemein. Diese wurden von der Hefe des Volkes und den zahlreichen Sträßensirolchen der Hauptstadt in Szene gcsehi. Auf der anderen Seite kann nicht in Abrede gestellt werden, daß der Kaiser durch sein taktloses Benehmende! verschiedenen früherenGclegenheiten, und insbesondere durch den ungehobelten Ausspruch, die Unzufriedenen möchten den Staub von ihren Füßen streifen und dem Vaterlande den Rücken kehren, selbst die größte Schuld an den unliebsamen Vorfallen tragt. Der Nothstand unter dem Arbeiterstande ist, mindestens in Preußen, allgemein. Nicht allein in Berlin, sondern auch in Danzig, Breslau, Hamburg und Braunschweig tritt grenzenloses Elend zu Tage. An dielen Orten waren während der lehken Zeit Arbeiterausstände an der Tagesordnung. Die Kassen der Arbeitergenossenschaften sind infolge der häusigen Ansprüche leer geworden und das Ende vom Liede war, daß die Arbeitsherren in die Lage kamen, mit den notleidenden Arbeitern nach Belieben unterhandeln zu können. Die Mitglieder der Negierung beschuldigen die Sozialisten, daß sie in der gegenwärtigen Krise eine Doppelrolle spielen ; auf einer Seite, sagen sie, wollen dieselben die Regierung glauben machen, als wären sie Befürworter der Ordnung, während sie auf der andern Seite im Geheimen wühlen und den Haß der Arbeiter gegen die Regierung zu nähren suchen. Dieser Anschuldigung sehen die Sozialisten einen großen Trumpf entgegen, indem sie behaupten, die Regierung lasse das Volk durch ihre Polizeibeamten zur Thorheiten verleiten, um es dann später besser unter die Knute bringen zu können. Heute herrschte ominöse Ruhe in der Stadt. Von den Predigern wurden die Vorgänge der legten Tage kaum erwähnt. Man erklärt sich dies damit, daß die protestantischen Geistlichen in böser Stimmung wegen des Schulgesehes sind, das vor Allem den Katholiken zu Gute kommt. 3n den von Arbeitern bewohnten Stadttheilen war heute eint doppelte Polizeiforce im Dienst Und wo vier oder fünf beisammen standen, forderte die Polizei sie auf,' aus eZnanderzügehen. Ein Mann ersuchte die Polizei ihn zu verhaften, da er sonst irgend ' j-rm V 1 1 f A & . ine wewamya! ocaeqen weroe, er könne nicht länger seine Frau und seine Kinder hungern jehen. Eine Untersuchung ergab, daß die Familie des Betreffenden dem Hungerkode nahe war " ' .Tausenden abergeht es nicht besser Ergreifende Szenen trugen sich heute Vormittag im Gefängnisse Mals' den Frauen erlaubt wurde, ihre Männer, welche am Donnerstag verhaftet wor den waren, zu besuchen. Die meisten der Männer geben ihre Brod Ration , -. - j -. .ff i1 .;: a-.'f.; -,! - ,!!!? ihren Frauen. Einer hatte thätsächlich seit Freitag ; sein Brod zusammenge spart und versteckt und hatte gehungert, um das Brod seiner Frau Izu geben. Der Gefängnißwärtcr, der an Manche? gewöhnt ist, war so gerührt, daß er dem Mann eine Extra Ration und der Frau ein paar Pfennige gab., " Diese Vor fälle erklären die Ursache des Ausbruchs. Da Elend ist in diesem Winter größer als seit Jahren.
Vielfach trägt der Oberbürgermeister Forckenbeck die Schuld, der statt Hilfe Unterdrückung bot, und Gesuche um Unterstützung mit Drohungen beantwertete, und alle Hoffnung, daß die
Behörden etwas sür die Arbeitslosen hun würden, vernichtete. Berlin, 28. Febr. Einer Berliner Depesche nach behauptet die Polizei einer sozialistischen Verschworung auf der Spur zu sein. Die sozialdelnokratische Partei steht jedoch mit derselben in keiner Verbindung, sondern die Leute, welche bei dem lehten Pareicongreß ausgeschlossen wurden. Die Sozialdemokraten betrachten die e;tremen Anarchisten als ihre bittersten Feinde, worauf, auch die heftigen Angriffe des Vorwärts" auf die Tumulanten zurückzuführen sind. Auf der anderen Seite wird gesagt, daß der Regierung die Vorgänge sehr gelegen amen, weil sie dieselben zur Veranlassung scharfer Maßregeln auch gegen die regulären Sozialdemokraten nehmen könne. B erlitt, 23.Febr. Der soziali stische Vorwärts" fordert die Mitglieder seiner Partei dringend auf, für Aufrechterh'altung der Ordnung zu sor gen. Bezeichnend ist, van em Vurzche welcher ein lautes Hoch auf den Sozialismus ausbrachte, von einigen Sozialisten dafür weidlich durchgeprügelt wurde. Daö Mörderpaar. Wien, 27. Febr. Seitdem Mazinilian der Bruder des Kaisers auf daö Urtheil eines Kriegsgerichtes in Meziko hin erschossen wurde, hat der Kaiser kein TodeSurtheil mehr unterzeichnet. Die Verbrechen beS Mörderpaares Schneider sind zedoch so entsetzlich, daß nan glaubt, der Kaiser werde seine Einwilligung zu der Hinrichtung desselben geben. Ein neues Ministerium. Pari s, 27. Febr. Herrn Loübet ist es gelungen, ein neueS Kabinet zu bilden, doch hat man wenig Vertrauen zu demselben, weil es aus denselben Elementen zusammengesetzt ist, wie das frühere. QchiffSnachrichten. Angekommen in : Boston: Kansas" von LiverPool. London. 3n Sicht: Scrdia" von New Jork. New Jork: Aurania" und Nomadic" von Liverpool; ,La Champagne" von Havre ; Rhaetia" und Ludwig" von Hamburg. Lizard. 3n Sicht: Bohemia" von New Äork. Rotterdams Veendam" von New Jork. Wetteraussichten. Für Jndiana : Kälteres trübeS Wetter heute. Kaltes schönes Wetter morgen. vom Auslands. Der Seconde - Lieute. nant im Äkcgiment der GardeS du Corps, Graf Ncidh'aidt von Gneisenau, macht im Potsoamer Jntelligcnzblatt" Fol zendes bekannt: Meine zwei 4- und ZähritM galizischen Vollblut-Jucker, rauzchimmel, garanirn sehlersr nebst Geschirr, muß ich unglücklicher Umstände halber sofort dilligst vertäu fen. Ebenso stehen meine Selbstfahrer, nit und ohne Gummirüder, und mein Isoupee, beide Wagen erst wenige Moaate im Gebrauch, zu äußerst niedrigen Preisen zum Verkauf." In Potsdam zerbrach man sich ' den Kopf . darüber, worin wohl die unglücklichen Umstände sie den so begüterten Grafen Gneifenau pim Verkauf seines Fuhrparks nöthi zen, zu suchen sind.,, Ein Potsdamer Korrespondent hat darüber, folgende. Einzelheiten erfahren, -die wir ohne kine Bürgschaft dafür zu übernehmen nachstehend mittheilen: , Die Angelegenheit hängt damit zusammen, daß der Kaiser dem übertriebenen LuruS, ,der namentlich ' von ' den Officieren ; der Äarde-(5avalleric-Regimente?' mit der ZlnZchanuna von eleaanten Fuhrwerken getrieben, wird, entgegen treten will. Hierauf bezügliche Aeußerungen , soll der mal er zu den ReqlmentS-Uomman deurcn gethan haben, , und Herr voq :n ' v . rr "ii . . .! MUlg, xi ommanour es egl mcnls der GardeZ du Coivs, soll da her seinen Officieren den Wunsch deZ Monarchen nahe gelegt haben. Man erzahlt sich nun. daß trotzdem Grif Gneisenau mit semem eleaanten Fuhr werk zum Dienst fuhr, und alZ ihm dies Seitens seines Commandeurs nn iersagt wurde, sich aulh serner darüber binwegsetzte. Graf Gneifenau soll in golge dessen nach dem Elsaß reiset
Kin, es aoer vorgezogen yaven, den Dienst zU quitliren. Aas einem Bericht über das französische Nniversitätswesen. welcher in der Revue de l'Enseignement . . t ä. i e t . i- .
uperieur- erzqzienen tu, pno soigeuve Daten bezüglich des KraucnstudiumZ interessant : Die weiblichen Studenten, welche tm Jahre 1890 sich auf 152 bei liefen, haben sich während deS l. Jahres zuf 232 erhoben. Nach Nationalitäten gertheilen sich dieselben wiefokat: An )cr medicinischen Facultät ftudiren 18 Französinnen, 6 Engländerinnen, 2 Turllnnm. I nechm, 1 Ameruaner n und 103 Russinnen. An der Facullüt )er AatuttylZjenzchasten zählt man 5 iif:. . m &t..ty v Hrunzv,!llneli uno i- AUsianoermnen. An der philoldphischen Facultät sind die granzösiunen m großer Majorität; ihre rtt)I betrügt dort 2 gegenüber 15 Ausländerinnen. "Tm Fraum, drei Russinnen nämlich, haben das Medici nische Doctordiplom erworben, und tiner von diesen, MLe. Melhac. ist für ihre These (Der Zucker als diuretisches Rittel") sogar eine ehrenvolle Erwäh nung zu Theil geworden. An der philosophischen Facultät hat eine Gciehin, Mlle. (zalllZperi, ,em glänzuideS Zramen zur Erkanauna des icmtiatz abgelegt. . - Ein eigenartiges schwim mendes (Sesängniß befindet sich aus dem Wege von Australien nach England." ist ein aliU bereitZ 1790 erbaute; schiff mit dem stolzen Namen Succeß" und soll, obwohl mehr , als 1V0 Jahre alt, noch heute so segeltüchtig wie' je sein. Die innere Einrichtuna deS Suc-.-ei;", toelcher zu Ausstellunainvecken nach England kommt, ist nicht wenig dazu angethan, schwachnervige Personen ;u erschrecken und zu beängstigen. Der -ch,ssZraum enthält nämllch nicht toi Niger als in Gcsangnizellen, in wel chcn sich in Wachs die getreuen Nach ahmunM der berüchtiqsten australischen -uzchrauver und xyrecher, darunter (zapitam" Mlville. mit ihren nnrkli. Ken Kleidern und Waffen befinden. lrsprünalich im ostindischen Dienst. vvrde der .Euc- im Jahre 1833 oon der Eolonie Victoria angekauft, elche ihn zu einem schwimmenden Ge sängniß umwandelte. Im Princeß. Tb e a t tx in Slackburu entstand wahrend der Vor Aelluua einer Pantomime durch falschen euer'.arm eine Zurchbare Punik TaS' Theater, welches ernen Sltzraum für dreitausend Personen hat, war vollge zzropst. Hunderte verließen in wiloer !5ile daS Theater, im Gedränge wurden lahlretche Kinder und krmach'ene derlebt, eine Bank zertrümmert. Die Pa ntt hätte unzweiselhaft ernstere Folaen zehabt. wenn nicht die Schauspieler ihre eistesg:genmart bewahrt, 'die Vorstel, kung sorigeseht und das Orchester weitergespiclt hätte. EardinalManuina. der Frzbischof von Westminster und Primas der katholischen Kirche in England, hat noch weniger hinterlassen, als anfänglich angenommen wurde. Sein ganzes ermoaen bet zein.': Tode bestand nämllch aus 2l Sh. in Baarund emem Guthaben von 6j Sh. bei seinen Verlegern. Dabei hatte er ein JahreZeinkommen von 2000 Pfund Sterling. daS er b.'l seinen aerinaen persönlichen Bedürfnissen zum größten Th:il für mildthätige Zwecke zu verwenden pflegte. Hiesiges. WaS Pastor PeierS sagt. Herr Pastor Peters hatte für gestern Abend gelegentlich eines Gesangsgöttesdiensts in der Zionskirche einen Vortrag über die Frage angekündigt: Hat die Kirche'ein Recht, in Arbeiterangelegenheiten eine Entscheidung abzugeben?" Herr PetcrS beantwortete diese Frage weniger im Allgemeinen, fondern mehr in Bezug auf einzelne Vorkommnisse und ganz speziell in Beziehung auf den Straßenbahnstreik und die von amerikanischen Geistlichen in der Tomlinson Halle gehaltenen Reden. Er sagt : Als Botschafter an Christi Statt hat der Prediger ein Rechtfalls Grund des Worteö Gottes Stellung zu nehmen , zu den Tagesfragen, aber die Kirche hat nicht daS Recht, in einzelnen Fällen Partei zu ergreifen für Diesen oder Jenen, indem sie Urtheil fallt. ' ; " DaS komme dem Staate ni, der nicht minder göttliches Institut ist als die Kirche. ' Hier heißt eö : Dem Kaiser, was des 1 Kaisers ist." Die Kirche proklamlrt durch ihre Diener : Gebet Jedem, was ihr schuldig seid." Die Obrigkeit entscheidet über den Be trag'derHchuldZ Die Kirche lasse Allen sagen, daß sie einander Liebe schuldig seien, weiter gehe sie nicht. Gehen die Prediger weiter, so kann es ihnen Passiren, daß sie statt Liebe Haß predigen, wie es im erwähnten Falle geschehen, in welchem kirchliche Beamte in einer öffentlichen Versammlung Stellung zu dem Streik 'der Straßenbahnleute nahmen und
m 1k r theile erlaubten, in der Meinung dazu berechtigt zu sein. , NuS deu GerlchtSbösen. Criminalg e richt. , Der Prozeß gegen Herman Wolf, welcher auf den Polizisten Fred. Kurz geschossen hatte, ohne ihn indessen zu treffen ist in Verhandlung. Frank CombS und Charles Rodgers, die beide wegen Einbruchs in das Haus deS Farmers White zu Warren ?ownship eingelieferten Bursche erhielten heute drei Jahre Zuchthaus. Super! or Court. Zimmer Ro. 1. Annie Birk gegen Frederick Borst; Notenklage. 3n VerHandlung. Isaae Millhouse, gegen die 3. & V. Ry. Co. u. A. Niedergeschlagen. Sarah A. Gresh u. A. gegen Martha A; Van Scyoe U.A.; Besitztheilungsklage. Herald Taylor wurde als Commissar zur Abschätzung des Eigenthums eingesetzt. . ' Geo. W. Everhart gegen Eva Everhartz Scheidungsklage. Scheidung bewilligt. EN05 W. Hoover gegen Edward E. Cooper u. A.; Hhpothekenklage. Urtheil für und Zwangsverkauf angeordnet. glorence Cline gegen David Cline ; Besitzrechtsklage. Zurückgezogen. Zimmer No. 2. Frank M. Wright gegen ZameS Äuckner. . Schadenersatzklage wegen persönlicherBeleidigungen. Z.r Verhandlung vor Geschworenen. Zimmer Ro. 3. David Fields gegen Henry C. Jackson. Schuldklage. 3n Verhandlung. ' ,, , Wie das Volk handelt, wenn die Fesseln der Ordnung gelockert sind. hat einigermaßen ein Reporter der Dews" erfahren-müssen, der sich in einen Drugstore , in der, Nähe seiner AeitungSofßc flüchten mußte, um den Belästigungen ! und vielleicht Gewaltthaten der Menge zu entgehen. X?Es wird, gesagt, daß die ursprüngliche Ordinanz, in welcher 1863 der CitizenS Straßenbahn Co. der Charter verliehen wurde, ungiltig sei, weil der damalige Mayor Caven sie nicht unterzeichnet habe. Verschiedene Advokaten sind jedoch der Ansicht, daß die Stadt ihre Rechte wegen dieser Unterlassung verwirkt habe, nachdem sie den Bau der Bahnen und Betrieb derselben durch so viele Jahre gestattet habe. 27 Folgende Beamte der Fortschritt Manie No. 66 D. O.H. wurden durch den D. D. G. 0. G. Hofacker gestern Nachmittag in ihre resp. Aemter eingesetzt : E. G. John Merz. S'. G. - Sin. Bornkamp. U. G. G.Manshardt. Finanz Sekretär Rud. Ziegler. Sekretär Aler. Miller. Schatzmeister Carl Kirst., EJ Der Männerchor stellte gestern ein Comite für seine Fair auf. das auö folgenden Damen besteht : Frau Broich, A. R. Kipp, A.Kopp, F. Mummenhoff, Barus, S. P. Frenzel, A. Seidensticker, Recker, Paul Krauß, Christ. Weis, H. Lieber, A. M. Kühn, Anderegg und Heßling. Dieses Comite sowohl, wie alle Damen deS Vereins, welche ihre Hilfe bei dem' Werke reichen wollen sind ersucht, am nächsten Sonntag. Nachmittag 3 Uhr ln der Männerchorhalle zu erscheinen, um daö Weitere zu besprechen. Tlsber Vnitimors? . , Norddeutscher Lloyd. Regelmäßige Dampfschifffahrt zwischen Baltimore u. Bremen Mk?'i !". .- , , . -,- .--.; -,.. ' : '--i..! durch die , neuen und erprobten Schnell ' Dampfer Xannftabt, 1rcltt. , ßarlTtc, ;:l:i!:;!;:!'Wäawg von Bremen jeden Donnerstag, von Baltimore jeden Mittwoch. 2 Uhr 23, Größtmöglichste Sicherheit. Billige Preis,. Vonüaliche Bnvfteaun. Mit Dampfern deS Norddeutschen Lloyd wurden mehr alv 9,580,000 yassagiere , , glücklich über See befördert. , ' , 11 . SalonS und Caiüten auf Deck. Die Einrichtungen für AwifchendeckZvaffa ßiere, deren Scklamellen sich im Oberdeck nd nn venen e denn, nno amrranm vor trefflich. Äettrifche Beleuchwng in allen Räumen. Weitere Auskunft ertheilen die Senerkl Agenten A.SchurzacherüCo., Baltlore,ld. oder derm Vertreter im Jnlande. Aler-Ntzgr und Gebr. Jrenzel, 5i!fefH 4li..Wr..J.
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