Indiana Tribüne, Volume 15, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1892 — Page 3

Sergins Dänin. Rtaan von G eo rg eö L h N t.

03. Fortsetzung.) Ich danke, Herr Marechal, " antivcnr tut Susanne gerührt, aber ich ziehe es rer. mir die" Zeit durch Plaudern zu vertreiben; mir ist gr Nicht heiter zn Muthe, Sie kSnuen eS n:ir glauben, und nenn ich heute hergekommen bin, so geschah eS nur auf den Wunsch der Frau Tesvarenncs. Meinem Gefühl nach irtirc ich lieber zu Hause geblieben. Weines Bakers Geschäfte ständen un günstig, hab? ich mir lagen lassen; denn ich selbst weiß nie, aS in den Comptoirs vorgeht, und ich bin weit mehr zum 33 inen als zum Lachen aufgelegt. Nicht, daß ich den Verlust des Reichthums ü dauern würde. Sie wissen, wie wenig Werth ich darauf lege, aber weil mein Vater in Verzweiflung sein wurde.Marechal Härte Susannes Worte ruhig an, er getraute sich nicht, ihr seine Meinung über Herzog zu sagen, und refpektirte ehrfurchtsvoll die wirkliche Unkenntnis oder die absichtliche Verölendung des jungen Mädchens, da? an der Rcchtfchaffenheit ihres Vaters nicht zwei feite. Die Fürstin hatte soeben am Arme Csyrcls den Rundgang durch die Säle beendet. Sie bemerkte Susanne, oer. ließ den Bankier, und ließ sich bei dem jungen Mädchen nieder. Viele Gäste blickten sich bedeutungSosll an und flüfterten Worte, die Micheline nicht hörte und die sie wohl, falls sie sie gehört hätte, auch nicht verstanden haben würde. Ta3 ist heldenmüthig!- sagten die cinrn. e3 ist der Gipselpunkt dcrScham, lofeit! tntgegneten die andern. T ie Fürstin plauderte mit Susanne und Izköbzchtete dabei ihren Mann, wie cr. argen eme Thür gelehnt, Jeanne mit den Älicken versslgtc. 51a f ein Zeichen VayrolS hatte sich W.rccha! entfernt. Der Sekretär suchte Arsu TZvarennes auf, welche mit Pierre gekommen war und sich in Can; rols Kadinet cushi:lt. Inmitten diese? fienc wurden großartige Interessen verljsitMt und es war unter den Haupt ietheilizten die Abhaltung einer Konferen; beschlossen worden. Als die Prinzipalin Marecha! eintreten sah, sagte sie daZ eine Wort: danrolV Hier ist er, - antwortete der Se'retär. 1 ayrol eilte zu Frau DeSvarenneZ. Nun, sagte er angstvoll, haben Sie Zchricht?.Prerre kommt sieben uZ London, " erwiderte die Prinzipalin. WaS wir befürchteten, ist geschehen, Herzog !at, r,m Differenzen seiner Spekulation, welche er gemeinsam mit meinem Schmie, ozeriohn machte, zu decken, die zehn Mil, lienen Franken in Aktien der .Europaischn Kreditbank hingegeben. " .Glauben Sie, daß Herzog wirklich aus der Flucht ist?- fragte Marechal. .?eiit, dazu M!t er sich zu stark,sazre ('L?ro1, er wird wieder kommen, denn er weiß sehr gut, da?, indem er den Fürsten blosstellt, er die Firma TksvcrenneZ kompromitirt; er ist daher vollkommen ruhig. " Kann man den einen retten, und den andern im Stich lassen t" fragte die Prin;ipalin. . .DaS ist unmöglich. Herzog hat de5 pursten Interessen mit den seinigen so gut zu verknüpfen gewußt, daß man entweder leide befreien oder beide zu runde gehen lassen inikrj. ,Jiiin, dann mag meinetwegen auch nsch Herzog mit drei gehen ! sagte Fran DrsoarenneS kaltblutig, aber auf welche Art solle wir vorgehen?" folgendermaßen. erwiderte Cayrol: feie Aktien, welche Herzog, durch des Fürsten ttnterschrist gtdeckk, entführthat, sind rin Depot, welches den Aktionären gehört. lj der .Unioersalkredit sein Ge?chZfts!okal wechselte, wurden au? Versehen auch die Aktien mitgenommen. 154 genügt daher, dieselben zu ersehen, gebe dann dem Fürsten seine Quittung zurück und jede Epur dieser bkdaue?nserthen Angelegenheit wird damit Bttwikcht sein." Aber die Nummern der Aktien wer den nicht stimmen, sagte Frau Tesva rcimä, .welch? an die genaueste geschast llch? Crdnnng gewöhn: war. - Man erklärt den Austausch durch eine:: Verkauf beim Steigen der Papiere und durch eben Aückkauf beim Fallen. Man Zeizt den Aktionären einen Gewinn und sie werden nichts weiter einwenden, ttebrig! behalte ich mir vor, - wenn meine Aktionäre darauf bestehen sollten, Herzogs Vetruz in der Sitzung des VerMaltungZraths aufzudecken, ohne den Fürsten zu komprsmittuen. Ferner können Sie daraus rechnen, daß ich Herzog bei einer anderen Gelegenheit zur "ölechenschaft ziehen werde.' Mein einfältiges, unerschütterliches Vertrauen in diesen Menschen ist zum Theil schuld an diesem Mißgeschick; aber ich mache Ihre Angelegenheit Zu der meinigen und werde ihn schon zur Herausgabe seines SsubeS zu zwingen wissen. Heute Nacht 10$ reise ich nach London; der Zug, mit dem ich fahre, geh! um ein Uhr fünfzig Minute ab; schnelles Handeln ist , in solchen Fällen die erste Bedingung des lirsclgS.- ',.;r .Danke. CTönroI! sagte die Prinzk. palin einfach. Sind der Fürst und mkiue Tochter gekommen?' .Ja; SergiuZ sieht gesaßt au 5; er tat mehr Gemalt über sich, als ich ihm Sich! Was kümmert ihn da? alles? rief rau .esoarennes. . .ji erfes etsa. der betroffen wird? Nein. Er weiß sehr gut, daß ich weiter arbeiten erde, um ihn in seiner Faulheit zu er ' lullen und sein Bedürfniß nach LuruS zu befriedigen. Ich muß mich noch glück, lich schätzen, wenn er, durch diese harte t Lektion belehrt, nicht ' abermals fremde Kassen antastet, denn ein zweites Mal

U wäre tq auger ?lanoe, ,yn zu reiten. sNachdem er uns in's Unglück gestürzt, wird er,un3 schließlich noch mit Schand lies e cki: sterben, lassen- J'l ; M

27iit blitzenden Augen erhob sich Vrinzipalin und ging mit großen Schrid ten im Kabinet auf und ab. j,h, der Elende!" sagte sie. Solltt meine Tochter jemals aufhören, sich zwi, schen ihn und mich zu stellen . . . . " Eine fürchterliche Gebärde bildete der Schluß des Satzes. Eayrol. Marechal und Pierre blickte? sich an. ES war der gleiche, düsteri und schreckliche Gedanke, der sich ihr bemächtigt l:atte: Diese schreckliche Mutter. dieses energische und leidenfchastlich, Weib, war imParorysmuS ihres ZorneS im Stande, einen Mord zu begehen. Si ehnteu es, ja. sie wußten es gewiß unt wie eine Vision erschien PauinS blut uberströmteZ Bild vor ihren Augen. Erinnern Sie sich noch, was ick Ihn.., einst sagte flüsterte Marechal'. der sich Eayrol genähert hatte. Sehe? Sie jetzt, wie Sbirren. Dolch und Kanal Orfano zum Vorschein kommen." .Lieber die Feindschaft von zehr Männern, al-Z den Haß dieser Frau' erwiderte Eayrol. Cayrol!" begann Frau TeZoarennel nach einigem Nachdenken wieder, ich! wahr, von Ihnen allein hängt die Auö, führung des Planes ab, den Sie unS soeben erklart haben?-

Von mir allein..Setzen Sie sie also rasch in'S Wert, was es mich auch kosten, mag. Dlc Sache ist doch nicht ruchbar geworden? Niemand ahnt etwas davon, mit keiner lebenden Menschenseele habe ich davon gesprochen, das heißt außer meiner Frau," sügte er mit einer Naioü tät hinzu, die Pierre ein Lächeln ab zwang. Aber, " fuhr er fort, metne Frau und ich. wir sind eins." Und was sagte sie dazu?" fragte Frau DeSvarenneS. Cayrol fest an: blickend. .Sie hätte nicht erregter fein können, wenn e sich um mich selbst gehandel' hätte. Denn Sie liebt Sie, Madame, und alle Ihre Angehörigen so sehr' Sie bat mich inständigst. Alles aufzubieten, um den Fürsten aus dieser Klemme zu befreien. Sogar Thränen hatte sie in den Augen. Und ich versichere Sie, wenn ich nicht ohnehin, durch große Dankbarkeit verpflichtet, Ihnen zu Diensten sein mochte, so thäte ich eZ, blos, um ihr eine Freude zu machen. . . . Ich war sehr gerührt, ich muß es ge, stehen... wahrlich, dieZ Kind hat ein Herz'..." Marechal wechselte einen raschen Blick mit Frau Desvarrennes, welche aus den Bankier zutrat, ihm die Hand schüttelte und sag:: Eayrol, Sie sind ein sehr braver Mann!Ich wech e," sagte Cayrol lächelnd, um seine Rührung zu verbergen, und Sie können auf mich zählen. " Da erschien an der Schwelle des Kabinets Micheline. Durch die halbgeöffnete Thür sah man. wie sich die Tänzer vorve:vewea:en. uns eme ntuly von Musik, Lichkerglanz und der Dunst des Tanzsaals drang aus den benachbarten Räumen herein. .Wo bleibst du denn, Mama?- fragte die Fürstin. .Man sagte mir, du seiest schon tit einer stunde, hier!" .Ich besprach geschäftliche Angelegen heiten m:t diesen Herren, antwortete Frau DeZvarennes, indem sie durch die Macht ihres Willens die Spuren der Sorge von ihrer Stirn verscheuchte. Ab du, liebes Kind, wie fühlst du dich? AlZt du mcht ermüdet?.Nicht mehr als sonst, erwiderte Micheline lebhaft und blickte sich um. die Bewegungen ihres Mannes zu verfolgen, der sich Jeanne zu nahern suchte. .WeZhalb bist du zu dieser Soiree gekommen? Das war nicht sehr oernünf tigrondir." .Sergius legte Werth darauf, herzu kommen, und da wollte ich ihn nicht j.. ue:n geyen tauen." .Mein Gott! So laß ihn doch thun, was ihm gefällt! Die Männer sind grausam. Wenn du krank wirst, wird nicht er darunter zu leiden haben. .Ich bin nicht krank, Mama, und will nicht krank sein:- sagte Micheline fi t i . peoeryasl aufgeregt, .neorkgens rotu len wir jetzt nach Hause fahren. Sie gab dem Fürsten mit dem Fächer n Zeichen, und Pantn kam naher. .Wollen Sie mich nach Hause bringen, Sergius?.Gewiß, liebes Kind, antwortete der Fürst. Jeanne, welche dlefe Worte gehört hatte, gab ihm von weitem ein Zeichen? sie legte einen Finger an die Stirn und deutete damit an, daß er sich nicht binden solle. Auf dem Gesicht des jungen Man ne3 war Ueverraschuna zu lesen: er ve griff nicht. Micheline hatte aufgepaßt und alles gesehen. Ihr Gesicht war todtenblaß; der Schweiß perlte auf ihrer Stirn und fie empfand ein solches Weh, daß sie fast laut aufgeschrieen hätte. Seit der fürchterlichen Entdeckung, in Nizza sah sie SergiuS und Jeanne heute zum erstenmal bei einander. Sie hatte jede? Zusammentreffen vermieden, weil sie sich selbst mißtraute und sich fürchtete. in einem Moment leidenschaftlicher Aus wallung den traurigen Vortheil einer monatelangen Verstellung zu verlieren. Jetzt aber, in Gegenwart der beiden siebenden, die sich verzehrende Blicke n arsen und sich durch Zeichen verständigt r. 1' t. !f. ... - it . r-t len, oracy riona lyrr wuiyenoe vrirer sucht los und eine unsinnige Naserei zer fletschte ihr Herz. CeraiuZ, -oer.. entschlossen . ' war. Jeannes dringendem Zeichen Folge zu leisten, wandte sich an seine Frau und saate: .Ich erinnere mich soeben, meine liebe Micheline. daß ich erst noch I deit Klub gehen mun, bevor ich nach Haus fahre. ,,, Eine Verabredung . : . ich darf. ausbleiben. Entschuldigen Sie mich also und bitten Sie Ihre Mutter. Sie zu begleiten.- ' .Gut," antwortete Micheline mit be tender Stimme. .Fahren Sie noch nicht ich?.M?.?M c ; ii Nur n o ch e i n en Moment .So werde auch ich noch einen Mo. vent bleiben." Die, sunge Frau ollte keinen Tbeii

der fürchterlichen Scene verlieren, welch.

sich vor, ihren Augen abspielte., Sn blieb, um das Geheimniß von Jeanne Drangen zu belauschen, um den Griml! zu erfahren, weshalb Jeanne den Für: sten zurückhielt. Da SergiuS sich nicht beobachte! glaubte, so näherte er sich semer Gelieb ten und fragte sie mit gezwungenem Lä: cheln: .Was gibt eS?Es seien wichtige Neuigkeiten: Itanne mußte heute Abend noch ihrer Geliebten sprechen. Und als Eergiu? erstaunt nagte: .Aber woe" Antwortete Jeanne .Hier!" .Und Ihr Mann?" entgegnete de Fürst. .Wird in einer Stunde abreisen, Unsre Gaste bleiben nicht mehr längs hier. Gehen Sie in den Garten hinunter und bleiben Si: im KioSk. Die Thüt Der tlelkien treppe, wetcye zu meinem Toilettenzimmer sührt, wird offen' sein. Wenn alle fort sind, kommen Sie her, ans." .Nehmen Sie sich in acht, man 6? obachtet uns!- sagte SergiuS unruhig. Nun singen beide an zu lachen und sprai chen laut von gleichgültigen Dingen, als ob nichts Ernstes zwischen ihnen verhan delt worden sei. Eayrol erschien wieder; er näherte sich der Frau DesoarenncS, welche mlt threr Tochter plauderte unl sagte in seiner unbesonnenen Geschäftig-. seit i .Sobald ich l.n London ankomme, sende ich J.hnen ein Telegramm." Sie wollen retsen?" rtef Micheline. deren Geist plötzlich vön einem Licht, strahl erhellt wurde. ..Ja. Fürstin." sagte Cayrol. id; habe eine sehr wichtige Angelegenheit zu besorgen. - .Und wann reisen Sie?- fragte Mu chkline mit eincr so verandcrtenStimme. daß ihre Mutter sie erschrocken anblickte. .Sofort." antwortete der Bankier. .Gestatten Sie daher, daß ich Sie ver lasse, ich habe noch einige Befehle zu ertheilen. " Er verließ das Boudoir und ging in den kleinen Salon. Micheline. die mit starrem Blick und krampfhaft geballten Händen dastand, sagte sich: .Sie wird also allein mn und sagte ihm, -daß ei kommen solle. Er log. als er mir von seinem 5! lud erzählte; zu ihr geht er! Sie strich nnt der Hano über ihre Stirn, als ob sie einen lästigen Geda: kcn verscheuchen wollte: dann stand sie da, betäubt, .außer ttch, vernchte. .Mtcheline. was hast du?" rief Frau DesoarenneZ und ergriff ihrer Tochter Hand, welche eiskalt war. .NlchtS!" stammelte die Fürstin mit zusammengepreßten Zähnen und wie eine Wahustnnige vor sich hin starren?. .Du bist krank, ich sehe es, wir inü. fen fort von hier, laß unS nach Hause faaren! Komm, gib Jeanne einen Kuß .Ich?" rief Micheline. schaudernd und unwillkürlich zurückbebend, als ob sie einer unreinen Berührung aus, weichen wollte. rau DesvarenneS ward plötzlich kalt und ruhig; sie ahnte, eine fürchterlicht Enthüllung und sagte, indem ie ihn Tochter beobachtete: .deshalb wueerp du dich, wenn ich sage, du möchtest Jeanne einen Kuß geben? WaS ist denn rasnrt?Mlchellne packte krampfhaft den Arm ihrer Mutter und rief, indem sie auf SergiuS und Jeanne deutete, welche, von einer Anzahl Menschen umgeben und dennoch getrennt von ihnen dastan' den und lachten: .Aber sieh sie doch nu, an:.WaS willst du damit sagen?' fragt die Mütter angstvoll; sie fühlte, daß ih, der letzte Nest von Sicherheit ab: Handen zu kommen drohe, sie las in der n -i'l. Itl. .jfc . i .J' v i J 'i i c Jl errx' . ugcn 191er ccier vi ganze vayrtzell. 0W " ji: 1 '!: ir: wt VUllil .Daß er ihr Geliebter ist!- rief Mi, cheline. .Aber siehst du denn nicht, dar ich daran sterbe:- fugte sie mit verzweif lungsoollem Schluchzen hinzu und sank in die Arme ihrer Mutter. Die Prinzipalin hob sie wie ein Kind empor und trug sie schleunigst in Cay: rols Kabinet, vesfen Thür sie verschloß. Dann kniete sie vor dem Sosa. aus dem ihre Tochter ausgestreckt lag. nieder unk überließ sich ganz dem' Ungestüm ihres Schmerzes. Sie beschwor Miche: line, zu sprechen, erwärmte ihre Händ mit Küssen, und als , die junge , Frau eiskalt und leblos blieb, da gerieth dik Mutter in Angst und wollte lum Hilfe rufen. .Nein, fei still!" .flüsterte Micheline. , , , ,,,, , d:e wieder zu, sich gekommen war, .Nie mand soll etwas erfahren!' Ah warum konnte ich, nicht schwelgen; aber Ich! litt zu sehr, ich konnte es nicht langer ertra gen. Mein .Leben ist vernichtet, führe mich fort von hier, entreiße mich dieser ÄmächHkÄeanne.-i meine i Schwester. und er! O, hilf mir.- daß ich vergesse! Habe M ttleid mit m vc,mym a m a, i d ie : d u so stark bist, du, vor deren Willen sich alles beugt, nimm alles Leid aus meinem Herzen, was stch darin angesammelt hat ' ? " li ini1 l!-.. i- i;"4 y:'!i ,-n j ,, I vrau DesvarenneS, cic Unter der Last dieses Herzeleid? ganzlich niederge schmettert war und deren Herz blutete. verlor den Kops; sie stöhnte und weinte: ,O Gott! M ichelln e. m ein armes Kin d. du littest so sehr und sagtest mir nichts! xj, ich wuttte wsyl, day du kein Ver trauen mehr zu deiner alten . Mutter hattest! Und ich Einfältige errieth deinen Kummer nicht! Ich sagte mir: .Nun, wenigstens we,g sie mchts!' Ich that alles, was ich nur konnte, um dir das Unheil zu verbergen. Weine nicht, mein Engel, , habe Mitleid mit mir, du zer reißest mir das Herz. Alles auf der Welt hatte ich yingegeben, um dich glück lich zu sehen! O, ich liebe dich zu sehr! Wre hart dm tch dafür bestraft! - ! ,,:,.7iein, mich trifft die Strase.' - de gann Micheltne. schluchzend, .ich bin da für beN rast . d aß ich dir nicht aehorch te. Ach! Wenn doch die Kinder ihrer Mutter stets folgen würden! Sie ahnt diee fahr! Ist es nicht fürchterlich. Mama, daß ich, die ich ihm alles opferte, nun sehen muß, daß er mich nicht liebt, daß er mich nie lieben wird! WaS soll jetzt. ohne Vertrauen, ohne Liebe, ohne See lenruhe. , au meinem 1 Leben erden?

O, ich bln zu unglücklich; ich inochtk

an? liebsten sterben!" .Sterben! Du! rief die Prinzipalin. deren thränenfeuchte Augen plötzlich wie durch ein inneres Feuer getrocknet wurden, .sterben? Sprich nicht so mahnsinnig! Etwa deshalb, weil dich diese? Mensch verschmäht und dich ver räth? Sind es denn die. Männer werth. daß man ihretwegen stirbt! ( i Nein, du wirst leben, mein Engel, wirst mtt del ner alten Mutter leben; man wird dich von deinem Manne scheiden." Und er. er wird dann frei sein 1 rief Micheline zornig. .Er wird fort fahren sie sie zu lieben ! Oh, ich kann diesen Gedanken nicht ertragen. Sieli. d ist fürchterlich, waö ich dir s sa will. aber ich liebe ihn so sehr. daß ich ihn lieber todt, als untreu sehen WUlLS. - , Frau DeSoarenneS schwieg betroffen. Sergius todt ! Dieser Gedanke war ihr schon einmal, wie ein Traum der Befreiung, gekommen. Und nun kehrte er, unabweislich. unwiderstehlich, ungestüm zurück. Mit Gemalt mußte sie ihn von sich weifen. , . , ,Jch werde nie anders an ihn denken, als an einen verächtlichen und hassens werthen Menschen, sein Betragen wird von Tag zu Tag seiger und feine Heuchelei nichtswürdiger. Siehst du, Mania vorhin lachte er; weißt du, wes halb? Weil Eayrol verreist und weil er diese Nacht in dessen Abwesenheit hier, her kommen wird..Wer sagt dir das?0, ich las es in seluen srendestrah. lenden Augen. Ich liebe ihn ja und daher kann er mir nichts verbergen, - erwiderte . Micheline. .Er ist ein Ver röther nicht nur mir gegenüber, sondern auch gegen seinen Freund! Und dieS ist der Äkann, den ich zu meiner Schande Uebe!" .Nimm dich zusammen, eS kommt jemand,- sagte Frau DeSoarenneS, als sich die Thür öffnete und Jeanne, gefolgt von Marechal, hereintrat. Sie waren unruhig geworden, als sie Mutter und Tochter so lange nicht zum Vorschein kommen sahen. ,Jst Micheline unwohl?- fragte Frau Eayrol, näher tretend. .Es ist nichts von Bedeutung, nur etwas Ermüdung,- sagte Frau Des vareuneS. .Marechal, geben Sie met ner Tochter den Arm und führen Sie sie zu ihrem Wagen. Ich werde gleich nachkommen. - Dann faßte sie Jeanne oer der Hand, um sie von Micheline, die eben fortging. fernzuhalten. .P leib da, ich habe mit dir zu reden." Die junge Frau blickte die Prinzip lin erstaunt an. Frau DeZoarenneö schwieg einen Augenblick. Sie dachte an SergiuS und daß er diese Nacht hierher kommen würde.- Sie brauchte Eayrol nur ein Work' zu sagen, um deizen Abreise zu verhindern. Das Leben jenes Elenden war also in ihrer Hand. Aber Jeanne sollte sie auch diese verderben? Hatte sie das Recht. sie . zurernichteni Jeanne, die gekamxst, dte sich gewehrt hatte! ve-, wäre ssry uyqereqk. ie war ja wider ihren willen verfuhrt worden. Iedenkalls mu;te man sie anhören. Litt das arme Weib, zeigte sie Neue, so mußte man die Nache ausgeben, mußte sie verschonen Als Frau TeSvarennes ihren Entschluß gefaßt hatte, wandte sie sich an die war teude Jeanne und sagte: .ES ist rechl lanae her. dzz; ich dich nicht gesehen habe, meine Tochter, und ich finde, , daß du heiter . und vergnügt aussiehst . . . . Seit deiner Verheuythung sehe ich zum erstenmal, daß du glücklich zu sein scheinst. - Jeanne blickte. d:e Pnnzipalltt schwel oend an. In den an sie gerichteten Worten ahnte sie eme fürchterliche Ironie. Hast du deme Nuhe wiedererlangt? fuhr Frau DeSoarenneS , fort und hielt das junge Weib unter dem Banne ihrer durchdringenden Blicke. , .Du siehst M.-l 1 . ; . ailQ, mein lno, wenn, man ein ruylge Gewissen hat . . . .denn, nicht wahr,,-du hast dir nichts vorzuwerfen 1 Jeanne, welche diese Wbrte nicht als die Konstatirunz einer Thatsache, son dern lalS eine Frage ansah, antwortete klar und deutlich: Nichts ! .Du weißt, dag ich dich liebe und dag ich nachsichtig fein würde,- fuhr Frau Tesvarennes milde fort, .daß du also ohn? isiixdß rnir vertrauen kannst.a tch nichkS zu gestehen habe, habe ich auch nichts zu fürchten,- sagte daS sunge Weib. ' . "' , ' t , wiederholle , die Ti ''si ii JT'i r tnrl'rtä '''' . ,,,I, Vf 4 IIUHIIJ. .Nein doch, bestätigte Jeanne,' .gar ntS ;, FraueSoarettneS.bl''ckte,, Mtt, Adop, tivtochter noch einmal en und suchte bii in die innerste Tiefe ihrer Seele elnzu, dringen, aber eS regte sich nichts tn ihr. ,Nuu gut!- sagte sie schließlich, stand auf und wollte sich entfernen. - . ..... ' ; . n ' , 'J1 , .te ge y e n 5 5 , t ra a, ! e e a n n c, u n 0 n 5 "! j . i'vl'11 '-! ,-.. ' ' iH 'iv r' f- 1,111 L : 1 " ,IM' hsrte ihre t:rn, den Lippen der Frau DeSvarennks.""" -' , ,,,,, ,,. ,J4 . . .. adieu!" sagte diese und 'gab ihr einen eiskalten Kuß. " : -. Jtaiz. aj- n:ul?.::iS .!. ' iijnc iqicn jopi uinjuraenuen, ging 'tanrieWUri'ßaU -J, I m , i nämliche n . M oment ,1 rat Ca? ro l im Neisean zu z i n'S Kadinet, und h in ter i. '"' "'' m :' ' ' " ; et "I ' .." ;(; !,' V "" ' . iin steile. ,: wism;;Ä.ft;:Ji,. 1 :y.j .Ich bin bereit! sagte der Bankier zllFrauADesokrenn mir weiter nichts auszutragen, mir sonst ni.c t 3.: Ui ;;a 3 cn'V i;';1--;'; i "'t;-;; :!;:-: ::i -j'-p, l-lill!!!!!,!'! ' 5''.Doch!- antwortete Frau 'Desoaren neS rauh, so daß Eayrol zusammensuhr. T)a,in sagen Sie eS schnell.?! denn ich habe keine Minute mehr zu verlieren; Vie wissen, der Zug wartet auf nie Zk. Sie. "werden, nicht .reisen! KMWMi Eayrol ries erstaunt: Wie? Ist tl möglich? Es handelt sich dort um Ihre Jntereffen!-Z.z'Wss?Z .Hier handelte sich um Ihre Ehre! - rief die Prinzipalin aufbrausend. .Um meme Ehre?- wiederholte Ea? rol zurückprallend. Madame, bedenk Sie auch, vzl Si: da lagen?-

.Und Sie, entgegnete Fraä DeS

varennes, .haben Sie etwa vergessen,' was ich Ihnen versprochen habe i Ich sagte doch, daß ich selbst an dem Tage, an welchem Ihre Ehre bedroht se würde, Sie warnen wolle." .Nun?- fragte Eavrol, der leichen, blaß ward. .Nun, ich halte mein Versprechen! Wollen Sie Ihren Nebenbuhler kennen 1 . , . t r . ot lernen, so reyren vsie nocy viezen iott nach Hause zurück! - Eayrol stieß einen dumpsen Schrei, ein qualvolles Gestöhn aus. .Ein Nebenbuhler in meinem Hause! Jeanne schuldig! Wissen Sie auch, daß ich, sollte eS wahr sein, alle beide todten werde!" .Thun Sie. was Ihr Gewissen von Ihnen fordert, ich handle nach meinem Gewissen. Pierre, der vor heftiger Gemüths? bewegung kein Wort hervorbringen konnte, war Zeuge dieser kurzen Scene. Endlich ermannte er sich von seiner Be stürzung, trat auf die Prinzipalm zU und ries: .Madame, das ist fürchter llch, was Sie da thun ! .Wieso? Dieser Mann ist vollständig in seinem Recht, ebenso wie tch in dem meinigen. Ihm raubt man sein Weib. mir tobtet man meine Tochter und ent ehrt mich ! Wir vertheidigen uns. Wehe den Verbrechern l" Eayrol sank, wie vom Blitz aekroffen. in einen Sessel; stumm, mit rollenden Augen, saß er da, ein grausiges Bild der Verzweiflung. Frau DeSoarenneS, Worte klangen in seinen Ohren, wie ein verwünschter Refrain, den er nicht los werden konnte. Immer wiederholte er den Gedanken, von dem er besessen war, ohne ihn verscheuchen zu können: .JeanneS Geliebter ist diesen Abend bei ihr.Er glaubte wahnsinnig werden zu müssen und fürchtete, daß er nicht Zeit genug haben werde, um sich zu rächen. Dann machte r eine fürchterliche Anstrengung, stöhnte vor Schmerz und sprang aus. .Nimm dich in acht! - sagte ihmPierre, .deine Frau kommt. - Eayrol blickte Jeanne an, welche sich näherte; heiße Thränen benetzten seine Augen, er flüsterte: .Sie, mit diesem reinen Blick, mit dieser ruhigen Stirn! Sollte es möglich sein'.....Pierre und Frau DesvarreneS, die sich zurückgezogen, nickte er ein oerzmei felteS Lebewohl zu, dann zwang er sich, ruhig zu scheinen, und trat Jeanne ent gegen. .Sie reisen? sagte die Zunge Frau. .Wissen Sie auch, daß Sie keine Zeit mehr zu verlieren haben' - Eayrol schauderte; sie schien seine Ab reise nicht erwarten zu können. .Einige Augenblicke noch darf ich in Ihrer Nähe bleiben, -sagte er in größter Erregung. , .Wissen Sie auch, Jeanne, daß ich betrübt bin, allein reisen zu müssen. Es ist das erste Mal; daß ich Sie verlasse Nur ein Moment noch, und unsre Gaste sind fort.... ich be schwöre Sie.. ..kommen Sie mtt mirlJcanne lächelte. . v .Aber bedenken - Sie- doch, lieber Freund, ich bin a m Aalltsilette!.An unsrem Hochzeitsabend entführte tch dich such auf diefe Weife ouS Eer nay,- erwiderte Eayrol dringend. .Hülle dich in deine Pelze und komm! Gib mirdicsen Beweis deinerZuneigung ich verdiene ihn. Ich bin kein böser Mann.... und ich liebe duh so sehr!-. Jeanne runzelte die Brauen. DaS Drängen ihres ManneS reizte ihren Zorn: .Das sind Kindereien, - sagte sie; .übermorgen sind Sie wieder hier . . ... auch bin ich müde, haben Sie doch Mit leid mit mir " ' .Sie weigern sich also?-fragte Eayrol ernst und düster. Jeanne streichelte ihrem Manne die Wange mit ihrer weißen Hand und sagte heiter: Nun, nun, . seien Sie mcht so böse. Sie werden mich schwerlich ver missen, denn Sie werdenden ganzen Weg verschlafen, j Auf Wiedersehen also!Cayrol gab ihr einen Kuß und sagte mit erstickter Stimme; .Adieul- ; Dann reiste er ab.' ! Einen Moment blieb Jeanne regungS. loS stehen und horchte. Sie horte, wie unter dem Thorweg der Wagen, der ihren "Mann 'entführte, davon rollte, dann stieß sie erleichtert einen Seufzer cui und flüsterte: .Endlich!ceunzehnteS Kaptte l. V:'iifi i,' tKlAflArttAn ttitnVk jt. y i-vi -Uivyi jviuiu. vujituvi; Zimmer eintretend, legte Jeanne. ihr L vi. ,it. -i 1 ' 3j " v . '! .. 7 aurieio ao uno zog einen mu gianzen den seidenen Blumen aus orientalischem Stoss gestickten Morgen rock an dann " .9J.ysMs0. 5T ' ; ' : wartete sie, an den Kamin gelehnt, mit verhaltenem Athem. , Die, Kammerfrau trat ein und brachte eine zweite Lampe. D aS stärkere Li ch t i, ließ., nun den rubin, farbenen : Plüschfloff und die Gold, stickerei der Tapeten , Heller, erglänzen, und da? ' von einem Baldachin mit langen Draperien verhüllte, mit Spitzen bedeckte, bisher: im! Schalten' besindliche Beti ward sichtbar. ' Wk , ' .Sind alle fort?" f fragte.Jeanne und that, als ob sie ein Gähnen unterdrücket & ':iDi e Herren Le Brede und du Trem bl ay wäre n di eh letzten, I' foeben zogen si e ihre' Ueberzieher an, aber Herr Pierre Delarue ist w ieder zurü ckgeko mmen. Er lä ht fragen, ob Madame ihn .mx f angen k.ittN? - !'"':"-''' "'-VA &$MW'S V V '': ''.!.' ? !.: r" '!!:;. ' ' "! Herr Delarue?- miederholte Jeanne erstaunt :i ' ' ; '' ' ' ,f lUlWll. , . .. . . : -i , ij !i! ,.'.,.,! IfA " !! r ,i! ,c , : ' :" j' " ' J : t 'i, ;D"'i " '! f:. , .Er sagte, daß er Madame eine sehr wichtige Mittheilung zu machen habe. - ;,iP''n -'iifilik-i'i:::'"'-;!;:!;" ,,,!,.. H0 ll rr 1 .,, .,, ; . ,,, ,,.,,; .:Ü:!;. .Dort., in der Gallerie; im Salon Pd?bereitdte.Ltchtt N u n, I a ss en S ie ihn eintrete n,Ä,MH MDlMKamm Jea.nne war sehr begierig zu erfahren, wag das wohl für ein Anlaß sein könne, der Pierre bewogen hatte, zurückzukeh ren. Es mußke doch wohl ein wichtiges Ereigniß eingetreten sein. Sie suhlte, dafk sie aufgeregt sei; Pierre hatte ir stets imponirt. Der Gedanke, gerade jetzt diesem jungen Mann gegenüber zu treten, verursachte ihrein außerardeutlich

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Ewe Portiere nMdk zurllckgeschlage nd Pierre erschien. Unbeweglich und Verlegen blieb eram Eingänge stehen. Seine Zuversicht hatte ihn total verlas sen. Der Anblick diese großen BetteS störte ihn, er konnHseine Blicke nicht deson abwenden. .Nun!" fikKle Jeanne, scheinbar hochwüthig, roai gibt et denn, lieber Freund? .Meine liebe Jeanne, begann Pierre, eS handelt sich darum, daß . . . . - Die Mittheilung schien ihm nicht leicht zu werden, er hielt inne und konnte nicht sorksahren. .Daß?.. .." wiederholte Frau Cans rol drängend. .Verzeihen Sie, begann Pierre wie der, .ich bin in der äußerten Verlegen, heil. Als tch hierher zurückkehrt, ge horchte ich einem unwillkürlichen Im, puls; ich dachte nicht an die Worte, mit denen ich Ihnen ' dasjenige ausdrücken wollte, was ich Ihnen zu sagen habe, und nun bemerke ich, daß es mir viel Mühe kosten wird, mich verständlich zu machen, ohne Sie zu verletzen. - Jeanne fleckte ihre hochmüthige Miene auf und sagte: .Nun lieber Freund, wenn daS, was Sie mir mitzutheilen haben, fo schwer ouZzuspreche ist, so sagen Sie eS nicht..Unmöglich,- erwiderte Pierre er regt, Mein Schweigen würde ein Un glück herbeiführen, 3 nt-c nieder gut gemacht werden könnte. Bitte, Jeanne, erleichtern Sie mir meine Aufgabe! Suchen Sie mich aus halben Worten zu verstehen.. ..Sie haben Pläne für heute Abend, diese Pläne sind entdeckt worden und Sie sind in äußerster Gefahr. . nehmen Sie sich in acht?Jeanne erbebte, unterdrückte jedoch ihre Erregung und antwortete mit, ner vijfem Lachen: .Was erzählen Sie mir da für kitte Räubergeschichte! Ich bin in meinem Hause, von meinen Leuten umgeben, und habe nichts zu befürchten, Sie können mir das glauben." .Sie leugnen alfo?- rief Pierre. .Ich war daraus gefaßt, aber Ihre Mühe ist" vergebens. Bedenken Sie Jeanne, daß ich Ihr Jugendfreund tnr von dem Sie nichts zn befürchten haben; mein einziges Bestreben ist, Ihnen nütz lich zu sein. Sie werden doch begreifen, daß, wenn ich jetzt hier bin. ich folglich alles wisse muß .... Jeanne, hören Sie mich an !- .Sie scheinen wahnsinnig zu sein!unterbrach ihn daö junge Weib mit hoch müthigem Zorn, .oder Sie geben sich zu einer nichtZwürdigen Komödie her 1 .Ihretwegen ist eS mir leid, daß ich vollständig bei Sinnen bin,- sagte Pierre barsch, als er wahrnahm, daß ihn Jeanne nicht verstehen wollte. .Auch von einer Komödie ist leider keine Rede, alles was ich sage, ist wahrhast, ernst, fürchterlich. Und da Sie mich zwingen,

rückhaltSlöS zu sprechen, so sage ich Ihnen folgendes: Fürst Panin ist bei Ihnen oder wird zu Ihnen kommen. Ihr Mann, von dem Sie glauben, daß er aßgereist ist, ist nur hundert Schritte weit von .hier entfernt, er wird sofort erscheinen, um Sie zu überraschen. . . . Nun finden Sie jetzt, daß die Geschicht ernst ist?JeanneS Stirn bedeckte sich mit pur, purner Gluth, sie trat einen Schritt vor und rief, um nicht gestehen zu müf, fen, mit wilder, wüthender Stimme: .Hinaus, oder ich rufe!.Nusen Sie lieber nicht, das wäre schlecht!- erwiderte Pierre ruhig. .Im Gegentheil, entfernen Sie Ihre Dome, stiken und lassen Sie den Fürsten hin auS, wenn er hier ist, oder sollte n noch nicht dasein, so verhindern Sie ihn, herzukommen.,.. Während ich jetzt bei Jhnelt. bin, suchen Sie 'Ihre Angst zu verbergen und ergreisen keine Vorsicht maßregeln, ich entferne mich daher. Adieu, , Jeanne! Glauben Sie mir, daß nichts, als der Wunsch Ihnen einer Dienst zu erweisen, mich veranlaßt hat, s, zu handeln, und feien Sie überzeugt, daß, nachdem icb diese Schwelle über, schritten, ich alles vergessen werde, wai ich Ihnen gesagt habe.Pierre verneigte sich, hob die schwer Portiere, - welche die Thür verhüllte, auf und trat ab. Kaum var er verschwunden, als sich bU andere Thür öffnete und. SergiuS in'S Zimmer trat. Jeanne stürzte ij feine Arme, drückte ihre kalten Lippen an das Otsr ihres Geliebten und sagte: .SergiuS, wir sind verloren! - .Ich war hier,- antwortete .Panin, '.und habe, alleS gehört. - ' V . ' - - .ir . "L.tj.ik v.. .c..o i.t fL L, 119 vu lyuui . ui canni ff au Vor allen' Tmaen mich entfernen. Bleibe ich einen einzigen Augenblick län, ger hier, so begehe ich eine Unklugheit. ..Und ich.dwenn ich hier bleibe, waö soll ich Cayrol sagen, wenn er kommt? Dein Mann?- sagte SergiuS bitter, er liebt dich ja, er wird dir verzeihen." . .Ich weiß es; aber dann sind wir aus ewig getrennt. Willst du das?-.,"' : j - .WaS kann ich dagegen thun?- ries SergiuS verzweifelt. - .AlleS um mlck her stür;t zusammen! Der Reichthum. der einzige Zweck aller, metner Anstren; aunqen, ist dahin! x Die Familie, die ick mi l M ißachtung n behandelte, laßt m i d im Stich, die Freundschast, die ich ver rat h e n, ze r malmt M ich.'"?;"1 Nichts ga, mi(4(S tii mir iihrmrifhUtehrn1 . llWtV j j, . V . jjjj w . 1 V . . .Außer meine ; -Zärtlichkeit unl mei ne e usopfernde Liede! s a g te Jean n, leidenschaftlich.' .Glaubst du denn. -: b a b : t "li 'b i. li;'!:;;!' er I a je ' : :!';ru Vr ej Wir müssen flüchten, schon längst da: ch.lch.!.darünM th aoen hö renHhJ e v t' st der M 0 m e n t W k om me HM j;i;.r: uhig ,F,S erglusHF rar ' c sa r n c j;' lr b,.!: l c 'ix1 ri ab jifi' ein er Namen retten. Dafür gi b st du i h r d U Tochter zurück das wird di r n ich: V ' . 1. , . , , ,,, ', ,, ''i''. ' , , ' . . ! ' schwer fallen, denn du liebst mich. Ick. z.binAdkinerechte Frau, bin diejenige. fm lche mit dir dein ' U ben 1 heil t j!J 4 nehme bloß meine Rechte zurück unk bezahle sie mit meiner Ehre; ich zerreiß, alle Bande, die mich hier zurückhalten. Ich bin dein, mein SergiuS! Unser ge, einsamer Sturz verbindet unS enzer, ttt (I die Gesetze vermochten.-

TssOeltndtkCke.

tit Verwerthung des Del5 zur Glätiung der Mcereswogm ist bekanntlich eine Frac. welche die öffentliche Aus mcrkfammt seit eiucr Reihe von Jay. ren wieder lcbbaft befckäft'.at. Aucb die .Gartenlaube" hat ihren Leser im Jahrgang 1683, Halbheft LI, über den Stand der AngelegeNlMt Bericht ctstav td. Neuerdings hat ein Franzose Hfla pens Silas ein Gei'cdon conttruirt.' welches vor allem dcnr Zweck dienen soll. me DändiguNa der gcsährllchen Mce rcswogen auf längere Strecken vor dem fahrenden Schiffe her zu bewerkstelligen. Dus Geschoß, welches unsere neben stehende, dcnr neuesten, wieder äußerst reichhaltigen und ennzmde Bande des Neuen Universunl" entnommeus Abbildung wicderFlbt, ist au Holz, 46.5 cm. lang, besitzt eine innere Höh lung li. welche mit 300 g Oel gefüllt ist, urX trügt bei A eine starke Garn unn?icklung. Vermittelst eines kleinen Mörsers ode? auch einer Schleuder wird es in der gewünschten Richtung in- da5 Wasser eworsm. wo eö sich alsbald irr der Weise, wie unsere Figur zcigt. gvl recht stellt. Am Boden der Patrone befindet sich nÄmlich ein Blechbeschlcg nebst eincc weiteren Beschwerung, während oben bei L ein Korkring ringsum läuft. Hat da Geschoß diese Lage erhalten, wobei die zur Oclkummer führenden Mündu n Akn 0 unter Wasser zu licgm kommen, so dringt nach Durchweichn nz einer leichten Ldschpapierumwicklung ' durch jene Mündungen Wasser in die Ocl iaminer, sinkt vermöge scineZ größeren spezifischen Gewichts zu Boden und ver drängt ein entsprechendes Quantum Oel. welches- alsbald seine beruhigende Wirkung aus die umgebende Wozxsfläche aüZübt. ,gi, Noch ist eine besondere Vorrichtunz am Kopfe der Patrone zu erwähnen. Dieser enthält nSAilich bei B eine Höh lung, welche mit PhoSphorcalciun: ge füllt ist. Durch eine unter Wasser Ire gende Ocffnung, in der Abbildunst links unter dem Kopf sichtbar, kommt da Pho-Zphorcalcwm mit Waffer iu Berührung, es entwickelt sich Phosphor Wasserstoff, der in der durchlöcherten Aöhre P aufsteigt, sich an der Lust ent zündet und mit hcllleuchtcnder Flamme brennt, die im Winde nicht erlöscht. Man kann also vom Schiffe au auch bei Nacht ßmau verfolgen, wo da Ceschoß schwimmt. TröNttH. Dame: Ich darf mich doch Ihrer Führung zuversichtlich anvertrauen? Herr :' , Gnädiges Fräulein dürfen ganz ruhigscin, tch iiabe schon so manche 'unge Tamc aus' MZ geführt. ' ' , ! ' ' ,. De r O be rco m ni an dire n )e dcc ruszischcn Schwarzmccrflottc hat tincn Tagcsbcfchl erlassen, durch wc! chen bic Cjncifre gewarnt werden, litscn cittzugelicu. die'den Anstand ver lc&cii ! könnten. ..Eine lelchtfertia m schlossene lfljc hei ßt eS in deinz Tages, beschk. nachts den jungen Mann un glücklich und öffnet zugleich den In tritt zu iilijercu Marincsamilien solchen Pcrsoncn. die- von 'Unsercu grauen, Schwestern und Töchierit fern gehalten ivcrdetl sollen. '' Nicinand hat daö )Ziecht. den Herll-ncizuttgen einc-Z Anderen kutgcqenzulrctcil aber das Gcsck giebt '''"'r ' .-!,!'- r'iiil ' ' '': i ! ' 'i1 ' uns anck die Mittel:! dieieillaeir aiil

r"v''3,"'-""'"'"v'' " x- " '1!V." ' - -,' . ' ' HDMM . s 'r Sir'' ( .'. : , '' r ' i2 t ry? , ' i' ! v , 5 .1 1 feir: i:MI? . , ; i , 'iiiSt t ! 1 i , Y'.'' i ... -V . u' y4 5 ' 'i ' 1 '. VS.' ,- 3--f-fr: ,, ," C i,', 1 V -,.. .":! " i & gO-v.--C MvO t Vv- f ä. -"'v--LÄf'.IOj -A J' ,V -- '.t; -'r-; ( O, :ltz&.fff& l&am4m i i ?, t- 'WSW-' " W M fHi ? 1 k2J "iB m : m M n M m O M M y-iii 1 v,Vf : t. ' yti t ' ! 5 ! i j S J ü H.k ;.. 'iii a-i- :. i 7a 2' 2 t m A tn - w'? n M : 10 1- p.i ; wffi 4 Hffj9 H'....k, i mi m4 t H 'Vfc t.r'i wA M fytLr-xm $J2l"u''V2ii I 1 fß&üf ' lhi'JFn't-A

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unserer Mitt? zu cntferncu, mit denen ; Ivii tii' i ,l I,r ,,l!,,f 'rf : V ' C. .V y ' :!",:"!,. ' " !- X unsere Kamillen nicht verkehren können. WereiiiIdcZAnstan rath eingchcn will braucht eben nur ,öie,', Echwaizincermarine zu verlasiin. In ; .I lt.i i ffl ! N m i.S X . Asir.t rt' ''iiil.lii

iiiiuuiiui (luuui nnu r) iiiili : llllll Ull? V'JilU'. itl d7 vrlllllCl IVUl" rntf4 lind dptt Tii rer tnren hrä sii?nrtn e ! Clubs t bestehenden Juru entschieden werdend .W'; imi Mfil: " s:: 6.'5li st zum e i st angenehmer. !!l';3st!:' bet cincr Bitttel-wanS zu utzen, alö bn il.::,'. ; li!.-: .": : , ., .- .;. , ;:.. . : . . . - : . ,

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