Indiana Tribüne, Volume 15, Number 159, Indianapolis, Marion County, 26 February 1892 — Page 1
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Editorielles.
Die Depesche über die Berliner Vorgänge scheint aus zwei aus verschiedenen Quellen kommenden Mittheilungen zusammengefeht zu sein Wir enthalten uns bis zum Eintreffen weiterer Nachrichten jeden Commen tars. Seine Majestät, der Kaiser WilHelm hat wieder eine Rede gehalten. Er hat sich über die Nörgler beklagt, und versteht darunter die Liberalen, welche vom seinem Schulgesetz nichts wissen wollen. Natürlich erklärte er auf dem eingeschlagenen Wege beharren zu wollen, denn derselbe sei ihm von Gott vorgezeichnet. Einer Kritik bedürfen diese Aeußerungen wirklich kaum. AuS ihnen spricht nicht nur der Geist des Absolutismus, fondern der fanatische Glaube an die göttliche Mission des Herrschers, und es dünkt uns, daß dieser Fanatismus ansängt, dem deutschen Volke gefährlich zu werden. Interessant ist folgende Stelle der Rede : In Folge dieser beständigen Nörgeleien sind viele Leute von der Idee erfüllt, daß unser Vaterland das unglücklichste und am schlechtesten regierte in der Welt und das Leben in einem solchen Lande eine wahre Plage ist. Daß dies nicht der Fall ist, wissen wir natürlich sehr wohl, aber würde es nicht besser sein, wenn die ttnzufriedenen Deutschlands Staub von ihren Füßen schüttelten und sobald wiemöglich sich nach einem Lande zurückziehen würden, wo so erbärmlich elende Zu stände nicht vorhanden sind ? Sie würden sich selber damit nühen und gleichzeitig uns einen großen Gefallen erweifen." Man könnte beinahe meinen, man hörte den amerikanischen Knownothing., Wenn es aber des Kaisers Wunsch ist, daß die Unzufriedenen sich drücken, warum will man denn die Auswanderung verbieten? Die Zufriedenen wandern doch nicht aus. Der Mann ist noch jung, und er kann noch etwas erleben. Nachträglich : DaS Erleben hat schon gestern angefangen. Die St. Louiser Conferenz hat mit der Aufstellung einer Platform und Aufstellung eineö Comites zu? Ernennung von Kandidaten für die Präsidentschaftsmahl, also mit Gründung einer neuen Partei geendet, pb sich die Vo'.kspartei damit zufrieden geben und in dieser neuen Part aufgehen will, bhibt abzuwarten. Die Platform ist ein sonderbares Ding. Nachdem darin die gegenwärtige Lage des Volkes als die denkbar schlechteste, die Regierung und die Parteien als die denkbar korruptesten geschildert! werden, nachdem von der Beraubung der Arbeiter, den Uebergriffen der Korporationen und Kapitalisten, dem Bestehen von Klassen, den Gefahren, denen die Freiheit des Landes ausgesetzt ist, gesprochen wird, nachdem gesagt wird, daß der Reichthum demje" nigen gehört, der ihn - schafft, daß derjenige, der nichts erzeugt, auch nicht essen soll und daß jeder Dollar, der ohne Aequivalent genommen .wird, Raub sei, werden folgende Mittel Pir Aenderung dieses Zustandes borgeschlagen: Die Regierung soll die Geld-Zirku lation biS zum Betrage von $50 per Kopf vergrößern und Geld zu zwei Prozent nach dem von der Farmers Allianz vorgeschlagenen Unterschatz-amts-Plan'ausleihen. Ferner wird vorgeschlagen : Progressive (Zinkommensteuer, freie Silberprägunz, Postsparbanken, und Verstaatlichung der öffentlichen Verkehrsanstalten. Es ist nichts weiter als ein klein - bürgerliches Programm. Das Demagogenthum machte, sich auch, noch dadurch geltend, daß. man die Besinnmung in die Platform aufnahm, daß den Soldaten du Differenz zwischen Gold und dem Werthe deö,,Geldeö, in dem sie ausbezahlt wurden, bezahlt werde., $fV' : : T-''f"-Das Programm zeigt daß diese Leute nicht den geringsten Begriff, von den in der wirthschaftlichen 'Bewegung wirkenden Kräften haben. Es 'st ein Konglomerat von Sinn und Unsinn, mit dem man keine Reformen herbei führt. Der ganze Vorgang ist höchstens
als eine Rebellion gegen die alten Par teien von Interesse. ' : tt '.'.:. yi' -' .i-;.' ""'7'
Drahtnachrichten
Inland. Wet terau ssi chten. Für Jndiana : Heute ein wenig kälter aber schön, morgen schön und beständig. Zur Weltausstellung. Chicago, 25. Feb. ' Das Aner bieten der japanesischen Regierung, au der künstlichen Insel im Jackson Park ein dauerndes Gebäude für 560,000 zu errichten und es mit japanischen Gartenanlagen zu umgeben, welche 510,000 kosten sollen, ist von den Parkkommissaren angenommen worden. 3n dem Gebäude sollen japanische Kunsiprodukte ausgestellt werden. m Die dritte Partei. St. L ouiS,23. Febr. Der Ezekutivausfchuß der Volkspartei bat heute beschlossen, den Nationalkonvent desselben zur Aufstellung von Kandidaten für die Präsidentschaft und Vice-Prä-sidentschaft am 14. Juli in Omaha, Neb., abzuhalten. mm Ausland. Aufruhr in Berlin. Berliner Arbeiter rebelliren. Heftiger Kampf tu 1 1 der Polizei. Berlin, 25. Febr. Gegen zwei tausend unbeschäftigte Arbeiter hatten heute eine Versammlung zur Besprechung ihrer Lage und zogen nach Schluß derselben durch die Straßen, die Marseillaise singend. Bei dem Denkmal Friedrichs des Großen angekommen, wurde Halt gemacht und ein sozialistischer Führer hielt eine Rede und veranlaßte die Menge, welche inzwischen noch bedeutend gewachsen war, bis vor das kaiserliche PalaiS zu ziehen. Wieder wurde die Marseillaise angestimmt und die Menge zog weiter. Vor dem kaiserlichen Palais angckommer, stellte sich ihnen zahlreiche Polizeimannschaft entgegen. Die Menge schob jedoch vorwärts, und die Polizisten machten schließlich von der blanken Waffe Gebrauch und hieben wüthend rechts nnd links. Schließlich rief Einer in der Menge, man solle. sich zurückziehen, und am nächsten Tage l.00,000 Mann stark kommen, um den Schlächtern des Kaisers zu begegnen. Darauf begann die Menge den Rückzug, der bald in Flucht ausartete. Die Polizei hatte während des ganzen Vorgangs Verstärkungen erhalten, andernfalls wäre es ihr übel ergangen, denn sie wurde im Anfange zurückgedrängt und die Menge von denen Keiner eine Waffe hatte, kämpfte tapfer. . Während dieser Vorgänge stand der Kaiser am Fenster blaß und zitternd vor Aufregung. Er sah aus, wie ein Mann, der eben von langer Krankheit genesen. Er beobachtete die, Leute, welche die Polizisten soeben seine Schlachter genannt, und welche kein anderes Verbrechen begangen hatten. als daß sie bei ihrem Monarchen die Gerechtigkeit suchten, die sie nirgends sinden konnttn. Als die Menge er fuhr, .daß der Kaiser am Fenster, stehe, erfolgten laute Rufe des Mißfallens und des Beifalls zugleich und dies rief sicherlich bei dem Kaiser große Unbehaglichkeit hervor.- Er hätte es in seiner. Macht gehabt, durch einen Wink mit der Hand, oder durch ein paar be? ruhigende Worte an die Arbeiter dem Kampfe ein Ende zu machen. , Er that eS nicht und der Kampf wurde fürtgeseht. ' : Nachdem die Menge zurückgedrängt war, zog sie in einzelnen Hausen heimwärtS, und kleinere Kämpfe mit kleineren Polizeiadtheilungen kamen an verschiedenen 1 Stellen vor, wobei letztere fast überall den Kürzeren zogen. WA Um halb sechs Uhr Abends ging es wieder , los. Gegen drei hundert un i beschäftigte Arbeiter hatten sich im Friedrichshain ' versammelt, uud nach und nach wuchs die Zahl der Anwesen- . ' . ; . , ?tr ,:!: yi.i'-n1. oen aus meorere rauzeno. Mehrere heftige Reden wurden gehalten,?. und Einer rief : " Laßt uns nach Berlin gehen, der Kaiser muß unS sehen". Sofort wurde, der Rath befolgt und ein Zug formirte sich. (Die Depesche ist hier etwas konfus. ES scheint, daß dieS nicht ein zweiter Zug, sondern derselbe Zug war, von dem ober' die
Rede ist). Vor dem Schlosse ange-
kommen, schrie die Menge nach Brod und der Polizei gelang es nur durch Dreinhauen mit dem blanken Säbel, die Menge auseinanderzujagen. Damit war aber die Sache noch sei neswegS zu Ende, und eine große Men schenmenge zog nach dem alten Schloß.' Das Erscheinen der aufrührerischen Menge überraschte Berlin Es scheint,' als ob sie von dem Geiste von 1843 angefeuert seien, als ihre Väter an jenem denkwürdigen Märztage vor dasselbe Schloß zogen und Friedrich Wilhelm lV. Zwängen, den Hut abzunehmen. Seitdem Hai Berlin keine solche. Szene erlebt. Die Männer sprangen aus den Hausern, gefolgt von Frauen und Kindern, welche sie baten ihr Leben zu schonen. Es gab aber auch Frauen, welche ihre Männer in die Reihen der Aufrührer drängten. Es schien jedoch an einer einheitlichen Führung zu fehlen, obwohl die Menge thatsächlich im Besitz der Gegend der Frankfurter und Weißenburger Straße war. Die ganze Polizeimacht war auf den Beinen. Die Menge aber leistete ihr energischen Widerstand und kämpfte tapfer. Militär wurde nicht aufgerufen. Es scheint, daß man befürchtete, dasselbe werde gemeinschaftliche Sache mit den Arbeitern machen. , Ein Zimmermann schlug mit einem! schweren Hammer mehrere Polizisten nieder, bis er durch einen Pistolenschuß verwundet wurde. Ein Brandenbur-, ger Schmied schlug mit seinen bloßen Fäusten sechs Polizisten nieder, bis er endlich schwer verwundet, selber nach dem Hospital gebracht wurde. Nach einer Weite sing die Menge an, die Bäckereien und die Bierhäuser zu; plündern. DaS eroberte Brod wurde mit einer wahren Gier verschlungen, ein beredtes Zeichen deS herrschenden Hungers. Einzelne Männer trugen daS Brod sogleich nach Hause. Zn der Elizabethstraße hielt die Polizei einen Mann an, der mehrere Laibe Brod trug. Er warf sich auf die Kniee und bat heimgehen zu dürfen, seine Kinder hätten seit zwei Tagen nichts gegessen. Man ließ ihn gehen. DaS Bier regte die Mengenoch mehr auf, und Einige wollten einen Angriff auf die Kasernen unternehmen, behauptend, die Soldaten seien ihre Freunde. Aber kluger Weise ließ man davon ab. Die Polizei ging sehr bedächtig zu Werke. Ihre Instruktionen lauteten dahin, die Führer zu fangen oder zu tödten. Dieses Verfahren verhinderte eine bessere Organisation der Menge. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Meisten wird man wohl wieder gehen lassen, aber die Anführer werden schwer büßen müssen. , Die Behörden waren in Folge der Plöhlichkeit. des Ausbruchs starr vor Staunen nnd fast vollständig demorallsirt. Sie sind geneigt an an eine Verschwörung zu glauben, ein hcrvorragender Sozialdcmokrat aber, der vorlausig seinen Namen verschwiegen haben will, ekklärt, daß der Aufruhr plöhlich und ohne alle Verabredung gekommen sei. Bei den Spionen, welche die Regierung überall hat, wäre so etwas auf Verabredung gar nicht möglich. Die Welt wird erstaunen, daß in Berlin ein. Aufruhr stattfindet, wie man ihn urur in Paris für möglich hielt, aber die Leute sind verzweifelt und fürchten die Folgen nicht. y1 ' Viele Fleischer- und Bäckerladen in dem Köpnicker und Frankfurter Viertel wurden während - deS Abends 'ausgeplündert und die Polizei hatte bis zehn Uhr zu thun, ehe Ruhe' eintrat. . Die Rede des' Kaisers in Brandenbürg hat große Anfrcgung allenthalben erzeugt und man ' hält eine Krisis, für bevorstehend. Die Vossische Zeitung", :! ü! V 'i'V 5'' ;i' ::'-u " rt li; -,! Jji,llit:i '' sa g t, , daß w enn alle Unzufriedinm . :fs i 3Zfttt4fr, .!- ;ir -. -, ..''-;, " Deutschland verließen, wie der Kaiser räth, Bismarck mit dabei sein müßte, und Niemand würde zurückbleiben als MD innert daran, ?,'da ß die Verfa ssun g I e -dem daS Recht gebe, seine Meinung zu äußern. Der Vorwärts", das sozialistische Blatt weist die Einladung des Kaisers, das , La n d ; "zu ! t rlassen, zu rück und sagt, die Ausführung derselben würde z ur Fol ge haben, daß d eH K a l - serluWeV ,L,ti'f'1 ifM'l' !' 1,1 "; wrti'S1- ".ij1 II ' '.i, ! .rifiplifiiS... S.liilSiE!:"1" ji1 ''iEI1' Der Korrespondent der London f, Pmts"Nagt:I Der Eindruck, welchen die Brandenburger Rede des Kaisers in Deutschland gemacht hat, läßt sich nicht beschreiben. Man fühlt, daß der Feh-
dehandschuh hingeworfen wurde, und
daß der Kampf zwischen der Regierung und der Opposition bis zum bitteren Ende ausgefochten werden muß. Das Schulgesetz, das Trunksuchtsgesetz und andere unpopu lare Maßregeln werden von der Regierung mit allen Mitteln durchge drückt werden. Die Worte des Kaifers haben die Opposition geeinigt. Die Minister stehen der vereinigten Opposition der Nationalliberalen, der Radikalen und der Sozialiften gegen über und die Regierung wird, gebun den an Händen und Füßen dem Cen trum überliefert werden. Sollte das preußische Oberhaus die Schulvorlage verwerfen, so wird wahrscheinlich Fürst Bismarck wieder auf dem Schauplatze erscheinen. Die Zahl der bei dem Aufruhr Verwundeten ist ziemlich groß. Ueber sechzig liegen im Hospital. Es wird gesagt, daß die Opposition gegen den Kaiser eine so bittere sei, daß selbst viele Wohlhabende dem Zug der Arbeitslosen, als derselbe sich durch die Straßen bewegte, Hurrah zuriefen, und daß nur Civil- und Militärbeamte sich höhnische Bemerkgen erlaubten. Niemand vermag zu sagen, ob nicht weitere Unruhen folgen werden, und man sieht den nächsten Ereignissen mit großer Spannung entgegen. - Attentat i n K o n st a n t i n o p el. Konstantinopel, 25. Februar. AlS gestern Abend der bulgarische diplomatssche Agent Dr. Wuekowitsch nach seinem Klub gehen wollte, wurde er von einem Unbekannten angefallen und in die linke Seite gestochen, jedoch nicht schwer verletzt. Der Attentäter entkam und fehlt von ihm jede Spur. 1 Die Verletzung ist schlimmer, als eS zuerst hieß, da daS Messer deS MörderS die Eingeweide traf, waS eine Operation nöthig machte, welche heute kommen wurde. ' OchissSnachriödten. Angekommen in: Bremen: Trabe" von Bremen. Baltimore: American" von Bremen. Southampton: Saale" von New Jork. Bremethaven: Elbe" von New Jork. Boulogne: Veendam" von New Jork. Glasgow: ,Siberian" von New Aork. Ueber Weltausstellungen. Wenige Jahre nach dem allgemein als glänzend anerkannten Erfolge der Pariser Weltausstellung sind nun die Vorbereitungen, in, lebhaftem Gange, ein ähnliches Werk in Chicago zustande zu bringen, und im Hintergründe er scheint die Absicht, auch in Berlin eine internationale Ausstellung folgen zu lassen. "Wie kommt es nun, daß trctz aller Anerkennung für Paris, .trotz der lobenZwerthm Anstrengungen der deut schert ' Regierüngen. :das deutsche Reich mit seinen gewerblichen Erzeugnissen in Chicago glänzend, vertreten zu sehen, die Handelskammern die verschiedensten Ansichten verlauten lassen, die Fabcikan' tin. selbst in großen Bezirken, durchar k kühl, wenn nicht geradezu ablehnend sich verhalten? : : Unzweifelhaft haben die ersten Welt. auSstellungen den größten Einfluß ' aus die eschäststhätigkeit ausgeübt, haben belebend " auf Industrie und anbil mancher Länder gewirkt; indessen fielen sie in eine 7 Zeit, " als die Verkehrs Verhältnisse lange nicht so' entwickelt waren wie heute, als eö noch nicht so einfach war wie letzt, in jedem Laden von Luxusartikeln chinesische und japa. nesifche Artikel in reicher Auswahl, zu finden. ?ff. iT , bel3äbf .!02ufleTtaäerbie,' c$ ffnr'itflriiw; fer gestatten, sich schneller und gründ!,', cher über alles Neue zu - unterrichten, das die Industrie irgend ZelneS ' Landes qebracht hat. als eS in dem Gewühl ei ner Weltausstellung möglich ist. B den unendlich vielseitigen Artikeln, die überall hergestellt werden, ist die Mög lichkcit überhaupt nicht mehr vorhan den, einen Gesammtüberblick zu geben, und das Schicksal einer Weltausstellung wird deshalb unfehlbar in Zukunft immer rnhr v sein, durch die Größe ihres Umfanges unübersetzbar zu werden und gleichzeitig große Lücken auf zu ;'roeitemisB!i Man hat z. B. in Philadelphia der deutschen Industrie nachgesagt, sie habe einen Mißerfolg erlitten. Äeuleaux' geflügeltes Wort Bülig und schlecht" ist bekannt genug; ist das richtig? Lag es nicht vielmehr daran, daß große Gefchäftszweige gar nicht oder ungenügend vertreten waren, weil eme Menge von Fabrikanten sich darüber dollstSndig klar varen. daß für icZlMtlW
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