Indiana Tribüne, Volume 15, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1892 — Page 7
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Ver erste Panenr. . ltzvmoresk ! Kein wöbnlicher Sfufecntloar Leve recht Besense'lder. Wit de? Theologie hatte er angefangen, weil n auf eine dereinstige beschauliche Thätigkeit als Landgeiftlicher große SMZe hielt und zu timm strei'baren Gottesmann auch die passende Nawr' hattet Das war eine Weile gut gezasgen. bis nach etlichen SeMestttN seine innere Stimme ihm u raunte : Zum Pfarrer, Leberecht, fehlt dir doch wehl die nöthige Beständigkeit ; wie wär's, wenn du eS mit der Juriste rn verZuchtist? DaS ließ fich Leberecht nicht zweimal sagen. Xtin er hatte einen hellen Kopf uns die Dsttesgelahrcheit war ihm schon lange nicht mehr nach dem Sinn. Eo vertauschte er denn die Hin chenväter mit den Pandekten und suchte seine Befriedigung im Oorpus juns. Aber .uch d muhte er nicht gefunden haben, was ihm Noth that, denn al er unterschiedliche Semester diesem Stu dlum obgeleFe Hatte, wollte es ihm euch hie? nimmer gefallen. Das ist 'zt recht nichts ?ur miq, ig:e er zu "sich ; wozu soll, ich denn meinen Be ruf verfehlen? Vielleicht glückt mir's mit der Medicin So schwenkte er denn unverdrossen in die drttte Fakultät ad hier hatte er wirklich Glück, denn er tonme Kcj?f und Arme gleichmäßig regen, und was :r lernte, dünkte ihm so gut, wie baar Geld in der Tasche. Und nun hatte er sein erstes medizirasches Examen bestanden, zwar nicht rit Auszeichnung, dennLebenchl örängte 'sich nirgends vor, aber doch immer noch beg als mancher Andere. Bevor er .aber den zweiten Theil seine Studiums begann. ,der den Krankheiten des mensche wichen Leibes und ihre Heilung gewidmet war, gerachte er sich in den bevorstehen .den Ferien redlich auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln. Deshalb fetzte er üch chin und schrieb an feinen Vetter, der sich vor Kurzem im Thüringischen ein Gut gekauft hatte und daselbst seine JunggeZellentage verlebte, er sei willens, ihn demnächst auf etliche Wochen beimzuwchen, und waS dazu ' sage? Darauf hatte "der Vetter geantwortet, er sei's zufrieden.; an Kurzweil und UnterHaltung solle eS nicht fehlen: auch erwarte -er in den nächsten Tagen sein Mündel, die Anna zurück, die sich im verwichenen Jahre auf dem Gute eines Bekannten der Erlernung der Land wirthschaft beflissen habe ; die könne er bei dieser Gelegenbeit kennen lernen. .Die Bereitwilligkeit des Vetters war Leberecht angenehm; was die Anna be.traf, Zo war ihm deren Bekanntschaft gleichgiltig, denn er hatte sich bisher nicht sonderlich um die Weiber geküm wert. Er schrieb also seinem Vetter zurück, er könne seine Eintreffens in nicht sllzuferner Frist gewärtig fein, packte seinen Koffer, nahm Abschied von seiner Wirthin und begab sich auf die Eisen bahn Nach einer reichlil langen, .aber im terhaltenden Fahrt hielt der Zug vor der kleinen Station, von -welcher aus daS Gut des Vetters vermittels einer mehr stündigen Posttour zui erreichen war. EinMeilen aber hatte, er keine Lust, sei' nen Stab weiterzusetzen, ' denn es dun feite schon und er sehnte sich nach einer Herberge. Deshalb nahm er sein Ge pack zur Hand und schritt munter in den kleinen Ort herein. t Bald blinkte ihm euch schon das traditionelle Emblem der Post" an einem der stattlichsten Häuser entgegen und ließ lhn seine Schritte dorthin lenken. Der behäbige Wirth dar nicht sobald des ankommenden Ga steS gewahr worden, als er ihn auch schon mit geziemendem Kratzfuß in das Herrenzimmer nöthigte und ohne große Ättche von, Leberecht ersuhr, defc er bei ihm zu nächtigen und am andern Mor gen die Post nach Schulzendorf zu be nutzen gedenke. Das war dem Wirth lieb zu hören und er ermangelte nicht, seinem Gaste mitzutheilen, dch zur Zeit die Wege sehr gut im Stande sen, und haß er angenehme Reisegesellschaft haben werde, da eine halbe Stund früher eine zunge Dame von ungewöhnlichem Lieb reiz bei ihm abgestiegen sei, die gleich falls des anderen Tages , mit der Post weiterfahren wolle. Leberecht hörte nur mit halbem Ohre zu ; und als der Wirth femen Bericht zu Ende geführt und am Schlüsse .ioch bemerkt hatte, daß die Dame, von der Reise ermüdet, sich fcho auf it?Z'mmer zurückgezogen habe und zum Essen nicht erscheinen werdend erinnerte er sich, daß er seit geraumer Zeit die Pflichten gegen seinen Magen gröblich vernachlässigt ha be, und erwiderte auf die Auseinander setzungen deS Wirths weiter nichts, als aß er Hunger verspüre und zu Abend zu speisen wünsche. - Nach kurzer Frist stand denn auch ein einladendes Mahl vor ihm, und in bester Stimmung langte er zu, nicht ohne dem daneben gestellten Schoppen Noien auf, ichtig, Anerkennung zu zollm.' Darnach brachte der Wirth mit ge wichtiger Miene das Fremdenbuch, da mit der Gast Namen und Stand darin verewige und so der Nachwelt überliefere, daß uch er einmal dieses aus sei es Besuches gewürdigt h?.be Leberecht blätterte die Seiten durch r da waren Gutsbesitzer, Beamte, Ossiziere, Kauf leute sogar Leute vom Adel, die wie sich nun der Wirth erwartungsvoll an seiner Seite postirte, um zu erfahren, welchen Namen und Rang die Feder diesmal zu Papier bringen , würde, da schien es Lederecht, als dürfe er, da? bemooste Hauet von zehn Semestern, sich hier nicht als simpler Student präsentiren, zumal M .er proplar barbanl et staturarn langst hätte auSstudirt haben können ; ss schrieb er denn kurz entschlossen ÜDf: WSck.,,lLebereHt, Besenfelder und gab HaI.Äücheinem VitachtunDvöllem Bückling in Empfang ,Kab7A, , ,. . . , '1 ( ,i:i.X . Ohne sich über seine ! igenmachtigk Standeserhöhung einen Scrupel zu ma chen, degab ,)erchsnnNn das GastZimmer hinüber, utn den Rest des Abends a f e l v-.fl! t 6 r i n gen,;!' tfc ar ', f 4 on: eine ganz: Gesellschaft zum " gewohnten Abenösch'oppen versammelt. ' Der , Schullehrer, der Schultheiß JjfamtR Hörster und noch einige andere Wü c.(i i ':. . , c i t r
azer cc& einen uxitz ; uno oa eoe nMM KeM kOMigkei! ; g und
auch mit Niedrigstehendcn den Umganz nicht verschmähte, so veranlaßte er den Wirth, ihn beider Gesellschaft einzusühren. Bereitwillig leistete dieser dem Ver langen folge und stellte seinen Gast als Dr. Leberecht Vesenfelder vor, wodurch die Bauern sich nicht wenig geehrt fühlten. Das angefangene Gespräch über Stallsütrerung wurde fallen gelassen und statt dessen von allerlei Krankheiten und Gebreste deS Leibes zu reden bezonnen. Der Förster erzählte eine Lrausige Geschichte von einem Wilddieb, dem sich jüngst beider Verfolgung eineS ange schojsenen Nehbocks das Gewehr entladen habe, wodurch ihm der halbe Unterkiefer fortgerissen worden fei. und daß der Aermste erst nach drei Tagen noch lebend aufgefunden, darauf aber unter schreckll chen Qualen verschieden sei. Leberecht wurde nun auch redselig, woran der Rothe des Wirths nicht den gcrwgstai Antheil hatte, und behaupte te. solche Verwundungen seien noch ein Kinderspiel gegen das, was man manch mal in Spitälern zu sehen bekomme, und zählte zum Beweise einige Fälle auf, die er frischweg erdichtete, so daß den Juhörern eine Gänsehaut AaH Ver er der über den Glücken lief. Inzwischen hatte sich der vraktische Schulze daran erinnert, daß sein Knecht n einer offenen Wunde litt und that die Frage, was dagegen zu thun fei. Lebe recht wurde es schwül, denn für diesen Fall reichte seine Wissenschaft noch nicht aus ; er hatte jedoch die Geistesgegenwart, darauf zu erwidern, daß er darüber nichts sagen könne, bevor er die Sache beaugenscheinigt habe. Darauf erkundigte sich der Lebrer, ob der Hen Doktor schon eine gute Praxis habe, und als Leberecht darauf erwiderte, daß er sich noch niar desinttiv niedergelassen habe, hat ihn bie Gesellschaft einstimmig, eS doH bei ihnen zu versuchen : auf drei Meilen in der Runde gebe eS keinen Arzt und er werde gewiß lein gutes Auskommen haben. Leberecht mußte seine ganze Redekunst
zusammennehmen, um sich mit Anstand aus der Affaire zu ziehen, und um wer tere unbequemen Fragen auS dem Wege zu geben, schützte er Müdigkeit vom langen Reisen vor, sägte gute Nacht, ließ sich auf sein Zimmer leuchten, wo er es sich im hochgethürmten Himmelbett bequem machte und unter dem Einfluß der genossene Schoppen alsbald selig entschlief. Mitternacht.mochte schon vorüber sein, als er durch Klopfen n der Thür geweckt wmde. Er hörte des Wirthe Stimme, der ihn nufzustehen bat, da das Fräulein von gestern Abend schwer er krankt sei. Es dauerte eine geraume Weile,bis. Leberecht sich deS Erlcbren ent sinnen tonnte und sich bewußt wurde,was man von ibm wollte. Aber hier half kein langes Besinnen; eS wurde ihm mit un heimlicher Deutlichkeit klar, daß er nicht anders könne lS die einmal übernom ene Rolle werterzuspielen: Mit einer unterdrückten Verwünschung auf den Lippen gab er zur Antwort, er wnde so gleich bereit sein und kleidet: sich an, wobei er die unliebsame Entdeckung machte, daß ihm trotz der sommerlichen Temperatur die Zähne hörbar aufein anderschlugen. Muth, LebereHt!" sprach er zu sich, eS wird ja Wohl so schlimm nicht fern" ; aber diese Sslbstermuthigung hatte keinen bemer kenswerthen Erfolg. . Nichtkdestoweni ger ließ er sich von dem auf dem Eorri vor harrenden Wirth zur Kranken füh ren. ? K ' ' . Mit seltsamen Gedanken betrat er das Gemach, wo ein züngeS Madchen von etwa 18 Jahren fiebernd und vhanta sirend in den Kissen lag. Vor einer halben Stunde, erläuterte der Wirth, habe sie die Klingel gezogen ; seine Frau sei zu ihr geeilt und mit der Nachricht zurückgekehrt, das Fräulein klage über Kopfweh und brennenden Durst ; es müsse sich wohlauf der Reise -ernstlich erkältet haben. Leberecht erroiderte rnchtk, fondern trat zu? Kranken und fragte nach ihrem Befinden, erhielt aber keine Antwort Er fühlte den Puls, denn daS hatte er schon gelernt ; er kgte die Hand an die brennende Schlafes waS auch ohne be fonderes Vorstudmm auszuführen, ist; aber er kam zu dem Ergebniß, daß er dadurch nicht klüger geworden sei als vorher. ;...,yii,;. ,,;; , .. v. ..,r In dieser, peinlichen Situation kam ihm ein Aeimvers in den Sinn, den er bei irgend einer Gelegenheit gehört hatte, des Inhalts: Wenn nun nicht A weiß wie ? wo? wa rumk Reicht man zunächst' BromkalkuM Der Wirth! stand mit brennendem Licht neben ihm. Haben Sie vielleicht Bromkalium im Haufe?" fragte er diesen, froh, überhaupt ein Wort reden zu können. Natürlich verneinte der Wirth. Ich kann den Knecht auf dem Braunen zur tast schüren, meinte er: tn drei Stunden ist er wieder zurück." Fragend vlvSU er auf Leberecht. . ,, r:,. f Ich will lieber vorläufig noch nichts verordnen," brachte er endlich mit aer i? :'" r :::: KJK n mr preß rer i nnm e ycrvor ; o i c ranl oe nimmt vielleicht inzwischen eine andere Wendung."Sie s können Mch' wieder zur Ruhe begeben," fügte er hinzu, ich werde bei der Kranke wachen." s'gfä ' 1 ":!;3l::23tTi'8tngln nem forschenden Seitenblick auf Leberecht das Licht hingestellt und erklärt hatte, daß mit Tagesanbruch seine Frau den Herrn Doktor a blösen würde. ;;!'; Nun war Lederecht mit seiner Patien tin allein. Noch immer vermochte er sich nicht in d ie ungewohnte S itu atioa ? , i :: ',..''.. r ,: , ' l ,, ,,. -'! li zu nnven; er faßte )ü) an oie ernn, um sich zu übttzeug me, und nachdem er inne geworden war. daß Alles Wirklichkeit sei. überhäufte er nch mlt e :ner 1 luth von Borwürsen wegen feines frevelhaften Leichtsinn. Da lag das junge,Mädchenvo,einntückischen Krankheit überfallen, und er hatte sich angemaßt, hier helfen zu wouen. Wie nun,wenn eS in der nächsten Stunde i$&m;;RAütV& liljjllilil:!: exXirf i n fe r tlt"''!? Seimii,'iefcÄTijE j f trili; jS ot? i t e r;;t on"! fein erriet f b : f 4? cn Studium herjnoch'::! in S der!, Erinnerung hatte, mußte er sich sagW daß seine jet zige Handlungsweise mit den landläusi, gen Wegriffen. xoa.. .SjtW gut" be
denklich' collide.. als Jurist war tx ebensowenig darüber im Zweifel, daß dieselbe mit gewiffett Paragraphen, des Strafgesetzbuches in anfälligstem Wider spruch stand. Wie sollte er sich nun ver antworten, wenn fem frevles Spiel ans Licht kam! Denn eS mußte unfehlbar bekanntwerden, wenndaS Schlimmste eintrat. Es kannnicht fein !" mürmelte er dumpf ; sie darf nicht sterben !" und in apathischer Betäubung sank er auf einen Stuhl. Es dauerte eine Weile, bis er seine Fassung wiedergewann. Er erinnerte sich daran, daß er tatte wachen wollen. Er Pellte das Licht auf den Seltentisch und setzte sich ans Bett. In schnel ken Athemzügen wogte die Brüst der jün gen Dame, deren liebliche?, von einer Fülle schwarzen Haares umrahmtes Ge sicht vom Fieber glühte. Jetzt verlangte sie mit matter Stimme Wasser. Er hielt ihr da gefüllte Glas hin, indem er mit der anderen Hand ih ren Kopf stützte ; sie trank mit , langen durstigen Zügen, Dann ließ er sie sanft in das Kissen zurückgleiten und sah ihr besorgt ins Antlitz. Aus den halbgeoffneten Lidern schauten ihn zwei .sieber glänzende braune Augen fragend , an, dann schlössen sie sich wieder und nur das gleichmäßig Geräusch der Athemzüge unterbrach die Stille. Leberecht war dem Blick der Kranken usgewichen und bis an die Schläfen röthet ; er konnte sich des Gefühls nicht erwebren. daß er der allerjämmers lichste Mensch auf Gottes weitem Erd boden sei;-aber er sagte sich, daß er diese Züchtigung tausendfach verdient habe. Was piagie ihn auch der Hochmuthöteu fel, daß er mehr scheinen wolle, als er war. Nun mochte er zusehen, was da raus folgte. Die Kranke schien in einen tiefen Schlaf verfallen zu. sein,, denn ihren Lippen entfuhren nicht mehr jene abge rissenen Ausrufe, in denen sie zu Anfang phantasirt hatte. Leberecht spürte keinen Schlaf ; unbeweglich starrte er auf das . fi w r . . c! l l. l t-?
lunge Mavcyen uno meme nicyr, oay das Licht herunterbrannte und der Tag verettö ms Zimmer schten. Der Eintritt der Wirthin ließ id, aufschauen. Mit der ihrem Geschlecht eigenen Redseligkeit wollte sie sich nach dem Stand der Dinge erkundigen, aber leberecht schnitt ihr da Wort ab und bedeutete ihr. daß ihre Gegenwart unnö thig feDie Gefahr se vorüber; werde selbst von Zc:t zu Zeit nach dem Rechten sehen. Jede Störung solle sorg fältig ferngebalten werden.Die Frage ob er Frühstück wünsche, verneinte kurz. f Er begab sicb auf sein Zimmer zu rück, um seine Toilette zu dervollständlgen. Erleichtert athmete ex auf ; eS konnte ja noch Alles gut werden ; was in seinen Kräften stand, wollte er thun, wenn er auch nicht hoffen durste, sein mangelhaftes Wissen dadurch ersetzen zu können, verfugte er sich denn ftl bald wieder auf seinen Posten' und ver sah getreulich daS Pflegeramt; kaum r i. O.!. .ii i.. gonnie er q vt eu, was zu genie ßen. Als der Postillon Unten zur Ab fahrt blies, dachte er nicht daran, daß er hatte mitfahren wollen; er war entfchlossen, nicht vom Platze zu weichen, bis er Gewißheit hätte, daß seinePatientin au ßer Gefahr sei. . Es wurde Mittag; die Kranke schlies noch immer ; aber es dünkte Leberecht, als fei der Puls ruhiger geworden, als habe das Fieber nachgelassen, und diese Wahrnehmung erfüllte sein gequältes Herz mit namenloser Freude. Und als die Strahlen der Nachmittagssonne schräg in'S Zimmer sielen und einen Licht schein um das Haupt der Schläferin wo ben, da erwachte diese. Mit klaren Au gen'blicktesie verwundert umher, als ronme ne jtq in ver ungewoymen um aebuna nicht zurechtfinden: als aber Lebe recht sich über sie beugte und mit einer Stimme, die Besorgniß und Verlegenheit zugleich verrieth, sich nach Kren Wünschen erkundigte, da bat sie, vaß man ihr etwas zu essen ormge. Leberecht hatte aufjauchzen mögen ; er slog die Stiegen hinab zur Küche und kehrte bald mit einem trsftigm Süpv, chen, welches unter seiner persönlichen Assistenz zubereitet worden war, zu seiner Pflegebefohlenen zurück, gefolgt von der Wlrthm, ot ihrer Freude über den glück lichen Ausgang der Krankbeik in einem schier endlosen Wortschwall Ausdruck ven. lieb. AIS aber Leberecht ihrem Nede fluß einen Dämpfer aufsetzen wellte mit dem 'Bemerken, das die zunge Dame noch sehr der Schonung bedürfe, erhob dleie, welche rmwlschen mit bestem Jp Petit das Gebotene verzehrt hatte. Ein spruch : sie fühle sich wieder ganz Wohl und gedenke sogar auszustehen. Dag'egen wußte Lkderecht nun, nichts vormL -s.C iTt fC .SS -if." ingcnuno ou ,rvrr ujfnung entern - tt er sich daS Weitere der Wirthin üb. lassend. , ,,,,, , , Wäbrend diese nun der Genesenden ?lTf iiVw iTTd w ll4VfcVfcl VVyifcjHU AVilUU, nicht Wott enug zum Preise fe Hrnit Doktor Aesenfelöer finden, indem sie schilderte, w:e er oenbar sornnigenAn theil an ihrem Schicksal genommen, und daß er die Post habe ohne sich abfahren laffc. :mm Dann trat Leberecht wieder ein. Das junge Mädchen saß am geöffneten Fen ster und athmete die erquickende Luft des SommerabendK in vollen Zügen. Wie 'sie'nun'AerbeiseinemEi hob l und ' ihm entgegenging, ihm die Hand reichte und sich in bcro ten fu r seine Müh waltung und Ausopferung bedankte, da wäre er ihr fast zu Füßen gesunken und hätte Uhr Alles bekannt ; aber er faßte sich noch bei Zei ren und stotterte nur soviel hervor, daß er als Arzt niqtS als seine Pflicht ge 'n,;fabe. :fiDataüs;!ud Erröthen ein. ihr Gesellschaft ui leisten, und sie saßen zusammen und plaudertm, und Leberecht war so glückselig wie noch niemals. Und als er aus ihrem Munde erfuhr, daß auch sie nach Schulzendorf zu fahren beabsichtige, da war er doppelt froh; denn er hatte gefürchtet, schon so bald wieder Abschied nehmen zu müssen! von ihr, die ihm in den wenigen Stun den so theuer geworden war und deren Anmuth und Holdseligkeit ibn so über die Maßen entzückten. Jcdcch blieb er seiner ärztlichen Pflichten, die ihm 1 lMr memn,lMnMung in so kürzet
Zelt geläufig geworden warn, eingedenk und drang bald darauf, daß feine Pa-
tientin sich wieder zur Ruhe begebe. Tr selbst suchte in der alückseligsten Stimmung sein Lager wieder auf, daß er mit . l. Zm.tr.tl . t.ft t. iiv jg gemizazten seiumen veren ysttr. Frisch und rosig wie der junge Tag trat rbm am anderen Morgen das Schmerzenskind seiner von ihm selbst heraufbeschworenen ' Praxis entgegen ; jede Spur des bösen Fiebers war von ,hr gewichen, und ihre braunen Augen blickten so munter und froh in die Welt, daß Leberecht trotz feines bösen Gewisstns von ihrer Heiterkeit mit fortgeritten wurde. Und als nun der Schwager ein lustig Stücklein zur Abfahrt schmetterte, da nahmen Beide von der Post und ihren Bewohnern Abschiedund in raschem Trab gings zum Ort hinaus. Sie waren die einzigen Passagiere, und. das war ihnen recht, denn so konnten sie un gestört ihre Gedanken austauschen. Aber je näher sie dem Ort ihrer Bestimmung kamen, desto häufiger und länger stockte daS Gespräch, und man sah es den Bei den an, daß ihnen daS Scheiden recht schwer wurde. ' Zuletzt als Leberecht sich zu . der schüchternen Frage an seine Gefährtin ermannte, ob sie vielleicht hier in der Nähe zu Hause sei, oder ob sie nur zum Besuch hierhergekommen, da nannte sie zu seiner Ueberraschung das Gut sei' eS Vetters als ihr Heim. Jetzt siel es ihm wie Shuppen von den Augen; 7-, batte sie nicht ihren Namen genannt: Anna Bergmann, und hatte nicht sein Vetter geschrieben, haß sein Mündel Anna in viesen Tagen heimkehren werde? Da hielt auch schon die Post, sie stieaen aus, und wie sie ihn fragend anschaute, da erttarte er, daß ,hr Weg noch eine Strecke weit auch der feinige sei. So gingen sie mitsammen schweigend nebeneinander zum Dorf heraus j als sie aber draußen auf dem Feldwege dahinschritten und das stattliche ? Gehöft schon nicht allzufern vot ihnen lag, da begann Leberecht mit stockender Stimme zu beichten; und als er geendet hatte und in vollständiger Zerknirschung wegen seines bodenlosen. Leichtsinns um Verzeihung bat, da lachte sie schelmisch und meinte, darüber müsse sie erst ihren Vormund befragen. Leberecht siel ein Stein vom t erzen, als er sah, daß er so leichten aufeS davonkam, und mit gutemHumor brachte er, als sie nun bei dem alten, "jovialen Vetter in der guten Stube faßen feine Beichte noch einmal vor. Der wollte sich hei dem Bericht schier zu Tode lachen, meinte aber zuletzt, eS sei billig, daß der Frevel mit geziemender Buße be legt werde und verordnete, daß der Herr Studivsus sich während feines Besuches in Allem nach der Vorschrift seines Mündels zu verhalten und sich überhaupt ausschließlich in deren Dienst zu stellen habe. DaS dünkte Leberecht eine annehmbare Ponitenz, und er zeigte sich fortan aus daS Eifrigste bestrebt, sich die Zufriedenheit seiner Trauten zu erwerben ; sei es, daß er ihr im Garten beim Bohnenpflücken behilflich war oder ein Geflügel zu weiterer Verwendung in der Küche vom Leben brachte oder auch die Scheunen nach verlegten Eiern durchstöberte oder endlich, was ihm daS Liebste war. abendlich ihren wundersüßen ' Sang auf dem Klavier begleitete. Bei solcher Bethätigung seiner schätzenöwerthen Eigen schaften war eS denn auch kemWunder, daß er, noch bevor er nach froh verlebten Wochen schied, bereits von Annas ro then Lippen die , Gewahr erhalten hatte, daß sie sein Eigen sein wolle fürs ganze Leben. (Schalk.) . Der Herzog von Choiseul lag auf dem Sterbebette. Ein Dutzend Aerzte umstanden im Streit -sein Lager, von dem die Stille verbannt zu sei schien. Plötzlich lachte der Kranke laut auf. Alle sehen ihn erstaunt an, und eS entsteht Ruhe. Man fraat den Herzoq nach dem Grunde feines Gelächters.' Mir ist," lautet die Antwort, in mei-, ner Jugend prophezeit morden, ich werde bei einem Ausstande sterben. Jetzt glaube ich an die Wahrheit. , Sprach's, streckte sich und roar eine Leiche." kl 0 in Thes p i s I a rr ett det PuszM , Zu Lebzeiten , Shakespeares roar man daran gewöhnt, alle Rollen in den Schöpfungen - deS, großen Briten, auch die schmachtendsten Liebhaberinnen, ?on Mannern dargestellt zü sehen, und in puncto Decoration kannte man nichts Anderes als eine Tafel, die ' an einer Schnür j' I) er a 6 getane it roürbe mit ' der entsprechenden Aufschrift: Wald", Thrönsäal Straße" c. I Mit: der Decorationsmalerei ist es heutigen ' Ta? ges selbst in der' kleinen ungarischen Dorfgemeinde Ajka woselbst gegenmärtig die Frau Dircctriee Wittwe Johann y ereszmy Mlü ryrer Veselljcyaft Xiox , stellunaem gibt, besser ! bestellt. - 'Diese l neue Madame Stricse hat nur mit ihrem V Personal große Schwierigkeiten zu überI c. t t Keresztcly mit ihrer Gesellschaft vinden, indem sich in der ganzen Truppe , ' s' r r t l y. lein einziger cann oennoer. 1 e? a -nen der , Frau Keresztcly. kleben llso Cchnurrbärte auf, ,, , reden mit viderfitimmevuns;' , spielen r ytfVS'l . 11 ,! -T..i ilaubllche Hosenrollen . - das ; pikante Gegenstück zu der Gepflogenheit ltersgrauer Thcaterzeiten. In einer anderen kleinen Gemeinde wird man ab sehr deutlich an die mehr als ärmlich Einfachheit Shakespeare'scher BühnenEinrichtung , ennnert, dort gibt die Gefellschaft cm Volksstück, P welchem e!n kunstbegeister ter Dilettant mit seiner Viollne das OrW recht gut, bis auf den einen Umstand, daß der hinter den Coulissen postirte Orche stermann, der als unentgeltlich Mitwir? kender sein ! lndividuclle und Künstlerische Unabhängigkeit zu wahren verstand, consequent minderes spielte, als was er zu begleiten sich erbötig gemacht hatte. DaS Publi cum, dem da s Geh eimniß d er Ue -bercittstimmung zwischen Gesangsoortrag und Accompagnement nicht erschlossen war, merkte nichts und auch die ausgezeichneten , Künstler waren's zufrieden, waS m eniger auf ihren 0 i elleich t nicht ge nuasam entwickelten Musiksinn, als vielmehr darauf zurückzuführen ist, daß sie bis knapp Weinkeller eines anderen patriotischen Macens waren. Apoll schien ihnen besonders l gnädig, da ! sie sich mindestens ziemlich ) fest auf den Füßen zu erhalten
rermogzten.
1, rt '5, Daß zwei Schweden , Mällia den sel ; ben Namen Ericsson (richtiger Erichs? irni) lührcn. ist natürlich eine That sache von so wenia Bedeutung oder Merkwürdigkeit,, als wenn zwei Berlin ner den berühmten Namen Schulhe führen, oder, zwei Londoner Smiths zwei Pariser Tubois oder zwei Chinesen Wang-Lee heißen. Tenn' Erichssons gibt es in Schweden so viel wje Sand am Meer.' Doch aber ist es ein eigenthümlicher Zufall, daß .gerade zwei k., Jh" . il . ri lsriMions ooer . Ericssons, veren Lebenszeiten durch Jahrhunderte getrennt sind für die Geschichte, der neuen Welt und speciell. Nordamerikas von hoher und segensreicher Bedeutung acworden ,md.. Wir meinen Lief Ericsson, dett Viking aus dem Anfange dieses nunmehr zu Ende gehenden Jahrtausends,' uns Joyn ricsjon, den Erbauer des Monitor", jenes kleinen Panzerschiffes, das der Seemacht der conföderirten Staaten, insbesondere den so gefurchteten Merrlma, den Todesstoß versehen und dadurch den gesunkenen Muth der Union wieder kräftigen und neu bcleben sollte. Ja, das war ein wetterhartcs und kühnes Geschlecht, jene . Vikinge. Gleich hier sei bemerkt, daß die Uebersetzung des Wortes Viking" durch Seekönig" sprachlich, salsch ist, denn die Endung kmg" hat nichts mit eunmg", dem normännischcn König" zu thun. AllerdingS waren jene kühnen Seefahrer unabhängig und frei, wie Fürsten. Den tapfersten und klügsten unter den Genossen erwählte man als Führer; sein Ansehen dauerte so lange, bis er eS lelbst verscherzte oder man mit seinen Ersolgen unzufrieden wurde. Dann setzte man ihn einfach ab und wählte einen Andern. Bei dieser streng demokratifchen Verfassung ist es klar, daß der Häuptling sich nach Kräften bemühte, sich bei seinen Leuten beliebt zu machen. Auf Beute, geraubte .Schätze Und schone Weiber, stand ihr Sinn. Wie bei einem kräftigen Volke nicht anders zu erwarten, war die Vermehrung bald den ärmlichen Hilfsquellen des rauhen und unwirthlichen Landes dorangeeilt. Um nicht den Stammesgenosscn zur Last zu fallen, um ferner dem den alten germanischenStämmen eigenthümlichen Wandertriebe und Tbatendrange zu genügen, bauten oie Vikinge ihre wunderbar schnellen und seetüchtigen Fahrzeuge und segelten dann auf das schäumende Meer unbekannten Abenteuern entgegem. Ein Vikwgerschiff. Ja, da mußte den guten, zwar tapse ren, aber doch plumpen und unbehilf' lichen Angclfachsen, wie sie Walter Scott so anschaulich in seinem Ivanhoe" schildert, allerdings angst und bange werden, wenn ste diese ömien, oun len Galeeren, doppelt beflügelt durch schwellende Scael und krästlae Ruder schläge, am Horizont erspähten. Wenn. der Schrcckcnsrus: Der Tän' kommt! erscholl, dann flüchtete und rettete sich. was konnte. Mit wildem Kriegsruf stürzten sich die ' Panzer- und helmde webrten Normannen auf die Sachsen. wenn diese sich? ihnen entgegenzustellen waaten. ' Äoch was half diesen in ihren Leinenkitteln und mit ihren plumpen Waffen all' ihre Tapferkeit gegen den überlegenen Feind? Geschlagen' und gedemuthlgt mußten sie, , schlletzlicy doch schier unerschwinaliche Bußen und Wer gclder an ihre Bedränger erlegen, bis endlich Alfred der Groe die en Brand fchatzungcn ein vorläufiges Ende machte und 'nachdem'lersi'in' der' Stille sein Volk in der Kriegskunst geübt und -gut . . .tt 1 r 1 . r v . . lt..i oemafsner yane. oie remocn unicr drücke? von Albions Feldern versagte. Ihre Namen haben sich erhalten in den von ihnen naeleaien Kolonien, wie Tanby HW' ist das ' nordische bye, Wohnung. Dorf). Tenham Danbury u. A. m. ' ' Die Wahlstatt,' wo die mör derifche- Schlacht aeschlaaen ward, ver ewigt der Name des Ortes Litchsield, Q&r,Ui i . . if,;' r i'iiitiiii aifeHsü.1 $0r m ßinci it)rer lürjnjlert iiter u nb jugletQ msslichsken eesayrer war - Lies Ericsson, ein Vikinghäuptlmg. Bereits Liess Vater hatte sich bis in'S nordliche Eismeer vorgewagt und die MSe 1 Inlands 4 entdeckt. Der
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Sohn, begleitet von seinem Waffen
vruder Björn und einer auserlesenen Mannschaft, wagte sich: noch weiter. Ohne Besik eines Compaffes. aber wohl bewandert, wie alle Vitingcr, in den Sternbildern des nächtlichen Hlmmcls,, segelte .m gen Westen. Im Jahre 1002 landete er endlich auf dem iordamerikaniichen Eontincnt, wahr scheinlich am User der NarragansettBucht im heutigen Staate Rhode Js land. ' : Ohne Zweifel war seine Ueberahrt stürmisch und gefährlich, obgleich eine Kunde , davon erhalten. Ter Grund, warum diese, nordischen See fahrcr leinen südlicheren Kurs einschlugen, war - ihre Besorgnis, Die Sternbilder des nördlichen Himmels aus den Augen und so ihre einzigen Führer in der endlosen Wasserwüste zu verlieren. Auf emen heulenden Orkan auf einen Eisberg mehr oder weniger kam es 'diesen' Gesellen nicht an;-mit diesen Gefahren waren sie aus ihrer nordischen Heimath her vertraut.. So wurde Lies Ericsson der erste Entdecker ' NordäMerikäs, fast , ein halbes Jahrtausend vorEristobal Eolumbus. Es ist gut. hieran bei Gelegenheit der nahen Eolumbusfeier zu erinnern. ; Die Verdienste des zweiten Erusson. des genialen Erfinders und patriotischen Bürgers seines AdopuvvaterlandeZ Amerika, sind noch in frischem Gedächt niß z vor kaum zwei Jahren wurden die, sterblichen Ueberreste des hochbelagt in New Bork verschiedenen Mannes nach seinem Geburtsland? unter Veranstaltuna imposanter Trauerselern in New Aork und Stockholm überführt. Der Monitor-. , Ericssons Monitor". daS Vamerschin. welches nickt nur für deu Kamdf des amerikanischen Nordens und Südens von Bedeutung war, . sondern auch im X.lT7a. ... ä1 rtl-'.-o.i . 1 j.t(.. cyisssoau für atricgiocuc vzi uuw Seemächten eine vomtändiae Umwalzung zu Wege brachte, war auf der Rhede von Greenpoint auf Long Island mit einem Kostmaufwande von L275, 000 binnen, drei Monaten erbaut wor deN7 Ein runder, leicht drehbarer Thurm, denen Inneres zwei Ivb-pfun-dige Mörser barg, war, die bewunderte Neuerung, die dem - Monitor" im Uslrntif mit hem ftpffirÄtelen " Merr! mac" den Sica verschaffte. War der Monitor zum Gefecht klar, so senkte sich sein ohnehin mednger Rumpf fast unter die Wasserfläche, sodaß nur der unangreifbare Dreythurm als $m scheide hervorragte. Der richtige Kündigungögrund. - ! Eines Tages stürzt der Sohn dcS Bankiers Bählämmel wüthend in das Privat-Eomptoir seines Vaters. Papa? ruft er, du mußt unseren Makler entlassen! z Warum? Was hat er gemacht? Er hat auf der ganzen Börse erzählt, daß ich ein' Trottel und Schafs' köpf bin! - ' ' Schön! Wenn du ' darauf bestehst, , werd' , ich ihn entlaffen, aber nur 'wegen, Verletzung, des Geschäfts, deimnisses.' f ,' !' , , i' 3' : ;. - ' - Nur ihm zu Liebe! 'iii t Gatte: Gehst Du heute Abend eigen!? lich zu Fräulein Zwickenbcrrys Gesellt4ll'7''' 'ii-s"!',!!'!' - -..- . - f "jy '- fchaftk " : :jr: ,, .1 ,. ,,.,..;. Gattin: Wie Du nur wieder sprichst! Wie kann ich denn? Ich habe ja nichts anzuziehen! ., ,rV .'. - ,, ,, z., Gatte: Was? ' Warum trägst Ti denn nicht dasselbe Kleid, wie bei ihrem letzten Thecabend? - . ':r ;;' Gattin: Aber siehst Du denn nicht ein, daß ich damit Deinen Ruf ruinircn würde? Die Leute müßten ja denken, daßDubWRänbe des Bankerott? ehst!) ÄW nach1 6f:::SürgäSfc5üt0Q5I zu E. hielt Frau Liebig, die Gemahlin ! eines der' zahlreichen i durchgesallencn Candidaten, eine Kaffcevisite. Dort wurde u. A. auch von dem Ausfall der Bürgerausschußwahlen gesprochen, undFrau :' '' ' ": i,t: Im k. '., n ",!!' ..t , : ievlg meinie: a, es iji eigentiiq unerhört: so viel Dummköpfe sind ae ! . . H . CWl . j wayik, nur mein 2.'luiili nicyxi Die Menschen sind, wie manZewcrden : lät. sMiyiffM.
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Oct Präsident der LZePubl!. Chttt)
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Jörge Mvntt. . . : Die Umstände, unter denen Jörge Montt die höchste Exccutivgcwalt aÄ erwählter Präsident der Republik Chili ergriff, waren äußerst schwieriger mß verwickelter Art. Im Innern des San des waren die noch blutenden Wunden die der mörderische Bruderkrieg gcschlam gen, zu hcttcn; me besiegten Anhaz ge? Balmaceda's versuchten heimlich ur offen durch Jntriauen und Ränke da Ansehen der neuen Regierung zu schW gen; am schlimmsten von allen Wider wärtigkciien war aber die VerwiZclum mit den Ver. Staaten anläßlich dcS ttrawaus vcZ Podels von Valparaiso gegen die Matrosen der Baltimore. Hier stand Präsident Montt einer un. bedingt schwer zu beseitigenden Schwie rigkeit gegenüber. War er zu nachgiebig gegen die Forderungen der Ber. Staaten, so setzte er bei der httrschendeu feindlichen Stimmung her Chilenen gt gen die Ver. Staaten seine Regierung der Gefahr des Sturzes und das Land einem neuen Bürgerkrieg aus. Weigerte er sich, den Ver. Staaten Genug thuung für die Unbill zu leisten, so was eine Kriegserklärung als Antwort (in. wie gewiß. Daß Jörge Montr chließlich glücklich dieses Dilemma !n. riedlichcr Weife gelöst hat, muß, ihm m großem Verdienst angerechnet werdD und eine hohe Meinung von feinem staatsmännischen Fähigkeiten gcraäh ren. ' , Jörge Montt wurde L 3. 1848 zu Casablanca bei Valparaiso als tÄ? Sohn armer Eltern geboren, steht also setzt im 44. Lebensjahre, Er schlug schon als Knabe die Seemannslansbohn ein. in der er sich durch Tüchtigkeit und Pflichteifer bald auszeichnete und vor Stufe zu Stufe stieg. Während des Salpeter? und Guanokriegcs gegen Peru befehligte er die Eorvctte O'Higglns. In dem Vürgeraufstande gegen Balmarcda war er der Anführer der Congrcß Partei, welche bekanntlich nach mehrere glücklichen Schlachten den Bedrücker zur Flucht zwang. Ter neue Chedlw. AbbaS Pascha. . ' Durch den unerwartet schnellen Tcv seines Vaters, des erst 39jährigen VicekönigS Tcwsik Pascha, ist dessen ültcstcr Sohn Abbas Pascha auf den egyptischea Thron berufene Egyvten ist ein Väsallenstaat der Türkei, weshalb sein Herrscher auch nur den Titel VicckömF (Ehediw) führt und vor seiner Thron bestcigung dcr Vestätigung durch einen, besonderen Firman des Sultans bedarf. Diese Bestätigung ist für Prinz AbbaS überraschend schnell erfolgt, und so hat denn dieser unter großem Gepränge, dem üblichen Volksjubcl und den Glück wünschen der auswärtigen Mächte in Kairo, die Zügel der Regierung ergriffen. . Der neue Ehediw' ist am 12. Zi(ft 1874 geboren, also noch nicht 18 Jahre alt. Er hat demnach noch nicht dasdurch Vertrag mit der Türkei festgesetzte Alter der GroßZährigkeit 18 Jahre erreicht. Abbas Pascha ist unter f u ropäischem Einfluß erzogen und Hüt sich eine ! gediegene abendländische Bildung angeeignet; er spricht fließend deutsch, französisch und englisch, daneben n atür lich arabisch und türtilch. Weil sein erster Erzieher, Butter, ein Engländer ist, will man daraus schließen, daß Ab bas Pascha dem englischcu Einfluß gün stig gesinnt ist. Doch muß man abwar , ten,' bis sich eine Gelegenheit bietet, . bc! welcher der junge Herrscher mit seinen.! Gesinnungen hervortreten kann. i irr& nch noch genüg e n b!:::! !i Gattin:" Der Doktor Erenier hat un ilub erzählt Du habest vorgestern mit zwei Tänzerinnen soupirt." Gatte: Ach was. l'jj mich zufrieden; von dem, was der alte Schwätzer sagt, izl immer nur die Hälfte wahr." Aus dem juristische Examen. Herr Kandidat, waS wissen Sie vz der Bürgschaft?" Daß man oft lange hcrumsprinn mutz, bis es Einern gelingt, endlich eine solche aufzutreiben!" Grund zumJubel. Jung? (nach Hause kommend): Juchhe, der Lehrer hat gesagt, ich habe geerbt !" Mutter : Was denn V Junges ,T'it Kurzsichtigkeit von meim Vter!'
p'i'Ä - WA fe?r, i ij j2&iJ f V M irJ '5? ß0H J f'&liiA jJcTs f&:'0 MM,kiK
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