Indiana Tribüne, Volume 15, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1892 — Page 5

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Die Wiener Dienstboien-Mörder.

Wien, 22. Januar. Tie neuere Geschichte der Criminal statistik dürfte nicht viele Fälle aufweisen, die grauenhafter und scheußlicher wären, als der Fall, der vor den Wie ner Geschworenen zur Aburtheilung ge langen wird. (5s handelt sich um Verbrechen, die, als sie entdeckt wurden, ungeheures ?lufsehen weit über die Grenzen der Residen,; hinaus erweckten, und die jetzt, wo die Ergebnisse der gerichtüchen Untersuchung vorliegen, ein überaus peinliches Bild menschlicher Verworfenheit gewähren. In diesem schaurigen Bild ist auch nicht der kleinste Lichtstrahl, fern einziger menschlicher, tein noch so geringfügiger versönk icher Zug zu entdecken, nichts ist, da als die nackte thierische Nohbeit, uubeg?en;te Bestialität. Und soch fehlt es dabei nicht an gewissen psychologischen Räth' feln, die unlösbar erscheinen, die man sich nicht zu deuten, nicht zu erklären vermag. Im' Juli des verflossenen Jahres tauchte plötzlich die Nachricht auf, die Polizei habe sich eines Ehepaares in Wien bemächtigt, welches gewobn heits- und gewerbsmäßig den TienstboteN'Mord betrieb. Tie Kunde stellte sich bald als richtig heraus. In der That hatte ein solches Ehepaar hier gehaust. Tie Beiden hießen Franz und Rosalie Schneider. Er war ein oft mals vorbestrafter ehemaliger Fleischer gehilfe, der seit einer ganzen Reihe von Jahren nur noch durch Verbrechen fein T asein fristete und erst im Frühling tts vorigen Jahres nach abgebüßter längerer Kerkerstrafe seine Freiheit wie dergewonnen hatte. Seine Gattin war unbescholten: sie erwarb sich als Köchin ihren Lebensunterhalt und hatte an ihren verschiedenen Tienstorten keinen Anlaß zu besonderen Klagen gegeben. Da stehen wir auch schon vor dem er üen Rätblel. Eine vierzigjährige Per son, die sich immer ehrlich fortgebracht, wird im Handumdrehen zur vielfachen Verbrecherin, zur Mörderin, die hinter einander in rafcher Folge mehrere Per sonen tödtet und kaltblütig beim Er drosseln oder Vergiften hilfloser armer Mädchen mitwirkt. Roch furchtbarer erscheint uns dieses Problem, wenn wir erfahren, daß diese gutbeleumdete vier zigsährige Person, die mit einem Male zur Mordgenofsin ihres Gatten sich ver wandelt, diesen Gatten verabscheut und fürchtet, daß sie von ihm entlaufen war, daß sie mit ihm nichts gemein haben wollte, feine verbrecherischen Pläne an sangs verwarf, seine Anträge auf ihre Mithilfe zurückwies, dann aber, sobald er vor ihr stand, gleichsam willenlos seine Weisungen befolgte, seine Helferin ward, gefügig Alles vollbrachte, was er von ihr heischte. Und abermals steigert sich das Rätselhafte, da wir sehen, daß diese beiden Bestien in Menschengestalt, nachdem sie mitsammen erschreckende Thaten vollbracht, m wildem Hag gegen einander entbrennen und sich gegen Zeitig vor Gericht in Enthüllungen ihrer Niedertracht, in Anklagen gegen einan der förmlich überbieten. Franz und Rosalie Schneider hatten sich im Frühling des vorigen Jahres nach der so und so dielten Trennung wieder vereinigt. Nachdem sie ihre geringen Ersparnisse aufgezehrt, beschkos sen sie. sich wieder Existenzmittel durch Beranbuug von Dienstboten zu ver schaffen. Sie legten sich dazu einen einfachen" Plan zurecht uud gingen in der Folge regelmäßig nach dem festgestellten Schema vor. Wie die Unter suchung ergeben hat,',, war das Schema ein solches nach welchem Schneider be. reits früher gearbeitet." Schon im Beginn der achtziger Jahre lockte er unter den mannigfachsten Vor wanden Dienstmädchen mit dem Ver sprechen, ihnen in der Umgebung der Residenz bei Herrfchaften gute Posten zu besorgen, an sich, führte die Mäd chen in die bewaldeten Gegenden im Westen Wiens und vergewaltigte sie dort, um sie hernach ihrer Werthsachen zu betauben. Daß er, damals seine Qpfec auch ermordet habe, wie er dies ipatcr gethan, konnte ihm nicht nachgewiesen ' werden. Noch so langer Zeit zu ergründen, wie es sich damit verhalt, wär nicht möglich. Es waren Dienst mädchen, um die sich Niemand küm mert," wie Rosalie Schneider in der Untersuchung zur Erklärung des Um standes sagte, daß sie und ihr Mann gerade ' solchen armen Geschöpfen sich zuwendeten. In der That, wer küm mert sich um den Dienstboten, der sei nen Pla verlaßt, wie, viele von ihnen verschwinden und bleiben verschollen, ohne daß irgendwer fragen würde, wo hin sie gerathen seien ? Franz und Rosalie Schneider wand' ten -sich -also im vorigen Jahre dem Tienstbotcnfang , zu. Die Methode stand, wie schon gesagt fest. Die ver gemaltigten und beraubten Dienstboten aus dein Beginn der , achtziger Jchre hatten nicht; tmnidliai-txobiii Eine allerdinas batte es actban: nach dem , Schneider - ihr -die 6hrc und das wenige Geld, das sie besessen, gerauht, ging sie zu Gericht. , Sie war qanz unwiend, unerfahren.' Bei Gericht hatte mas ihr nicht geglaubt, Schneider ver. mochte die A.yklage zu entkräften. Und es ging auch bei der Wiederaufnahme des', alten ..Geschäft)," diesmal zu zweien, im Verein mit dem Weibe, des sen Mitwirkung die vertrauensseligen Dienstboten vollends fteruhigteHAllcß gtattonfilStattcu Schneider überredete das Dienstmädchen Marie Hottwazner, ihm zu folgen, um einen guten Dienstplatz bei einer Baronin : in Neulengbach anzutreten. Im Dreiföhrcnwaldelwurde schändet, beraubt und ermordet. Den nackten Leichnam fand man später durck 'einen'Zufall5Wß:iZ H Ganz ebenso geschah es bald darauf mit der Dienstmagd Rofalie Kleinrath und weiter mit dem aus Hermannftadt zugerejsteq Stubenmädchen Frieda Zaufar. Mehrere andere, in der An klage namhaft gemachte Wdchenwaren

glücklicher: es gelang tynen, oen Zilüuen de? MörderpaartS im letzten Augenblick wieder zu entkommen. Eines der tcren Mädchen verbrachte eine Nacht mir Schneider im Walde wachend mit Beten, während der Mörser ruhig schlafend auf dem -Boden lag. ES sind in der fraglichen Gegend dichte, höchst selten beschrittcne Wälder, die auch von Einheimischen gemieden wer den. und aus denen nur wenige Kun dige einen Ausweg finden können. Drei Opfer sind gefunden, wie viele oas Mörderpäar noch auf dem Gewissen hat, konnte nicht eruirt werden. Man vermißt noch mehr Mädchen, deren Schicksal bis zum heutigen Tag unauf geklärt ist. die Anklage konnte indeß mir die drei hier aufgezählten Mordthaten dem Ehepaar Franz und Rosali, Schneider nachweisen. Das Verbrecherpaar hatte aber von vornherein auch die Entdeckung in seine Berechnung gezogen. Für die sen Fall war zweierlei verabredet, erstens: Wer erwischt wird, begeht ?inen Selbstmord, werden beide ge sangen, so entziehen sich beide der Strafe durch freiwilligen Tod; zwei ten?, wenn ein Selbstmord vereitelt wird, dann wird Alles rundweg und konsequent abgeleugnet. Jeder hat nun in der Untersuchung die Hälfte der Verabredung eingehalten; Rosalie Schneider beging einen Selbstmord versuch und Franz Schneider beharrte beim hartnäckigen Leugnen. Der Frau gelang es, vom Ekosetraum des Poli zcigefangenhauses sich von einem Fen ster des dritten Stockwerks aus zur Erde zu stürzen, sie siel jedoch auf ein vorspringendes Dach und dann erst zu Boden. Der Fall war dadurch so gemildert worden, daß die Frau als bald von den erlittenen Verletzungen wieder hergestellt werden konnte. Der Mann war zu einem Selbstmord zu feige. Rosalie Schneider ließ sich nach ihrer Genesung zu einem theilwei' sen Geständniß herbei, d. h. sie erzählte, daß ihr Mann die Dienstmädchen er mordet habe, sie schilderte alle betreffen' den Einzelheiten, wie er. allein die Opfer in das Waldesdickicht gelockt, sie dort er würgt und beraubt habe. Sie, du Frau, habe von der Ferne nichts mit eigenen Augen davon sehen können, sik wisse Alles nur aus ihres Äcanncs nachträglichen Mittheilungen. Sie gat schließlich auch dir Punkte an. wo sick die Leichen der Ermordeten befänden, sie begleitete eine Gerichtscommissior, sogar an den Fundort, und thatsäch' kich wurde mit ihrer Hilfe eine der Leichen entdeckt, während die beiden an deren schon vorher aufgefunden wordep waren. Man bemühte sich begreiflicher Weise, auch den Franz Schneider zu einen? Gcsttndniß zu bringen. Von eine, Eonfrontirung der beiden Angeklagten wurde, nach reiflicher Erwägung abge sehen, aber man theilte dem' Iran; Schneider mit, daß seine Frau nack ihrer Wiederherstellung von den Folgen eines Selbstmordversuches in sich gcgangen und zu einem Geständniß ge schritten fei. Franz Schneider hielt oics jedoch für eine Finte, für einen ihm gelegten Fallstrick, dazu bestimmt, ihn darin zu fangen. An den Selbstmord versuch und an die Wiedergenesung seiner Frau glaubte er schlechterdings nicht. Er war der festen Ueberzeugung, seine Frau habe in Ausführung der obenerwähnten Verabredung einen Selbstmord begangen und sei todt. Ei rechnete mit dem Tode seiner Frau als mit einer feststehenden Thatsache und leugnete nun erst recht jegliche Schuld, während er dasjenige, was er zu leug nen angesichts vorliegender Beweist nicht me!zr vermachte, eoen auf die oer meintlich todte Frau schob. Und dabei blieb er stehen. Die Staatsanwaltschaft mußte sich demgemäß dazu bequemen, auf Grund der Erhebungen und des Geständnisses der Rosalie Schneider die Anklageschrift festzustellen. Dies geschah. .Die An tlage wurde am 9. December v. I. er hoben und trägt diefes Datum. In der selben wird der dreifache Mord dem Franz Schneider zur öast gelegt, wahrend Rosalie Schneider blos einer entfernteren Theilnahme an den Verbrechen bezichtigt erscheint, und zwar in dem Maße, haß nur eine zeitliche Strafe über sie verhängt wexden könnte, während ihr Mann den Galgen zu erwar ten hat. Thatsächlich ' wiegte sich Rosalie Schneide? in dex Hoffnung, mij einer dreijährigen Kerkerstrafe davon;kommen, und sie äußerte auch ihre .Freude" (!) darüber, .das Scheusal von einem Manne" hingerichtet zu wis, sen, wonach sie nach Abb'ißung ihrer drei Jahre" wieder in der Lage sein werde, einen ehrlichen Menschen" ) zu heirathen. . - -:, Es sollte inoeß anders kommen. H Frönt Schneider die Anklageschrist zu

gestellt erhielt, konnte er nicht länger der Meinung nachleben, daß seine grau todt sei, ;; Zum..erftenIMal,st-. feiner Verhaftung . begann - seine Zuversicht und sc!ne Frechheit zu wanken. , Von seinem Vertheidiger, mit dem er sich besprach, niußte er die Bestätigung vernehmen, daß Rosalie 'Schneider . lebt und ein Geständniß abgelegt habe. Da gerieth er in maßlose Wuth uird er, klarte, er wolle sich jetzt an seiner Frau rächen ' Und die : .volle Wahrheitf ' ' - - - 'ynvr:i-fr--ipilf:: sagen. ----:i:mp:mm Und er erzählte, daß d,e eigentlich; Urheberin der Mahchenm,orde Rysqlie Schneider sei, daß sie hie Opfer an sich gelockt, die Dinge vorbereitet, geregelt und deren Ausführung angeosdnej chabeSi gegeben, um mit dessen Inhalt das erste Opfer zu betäuben ; dasselbe sollte der Verabredung gemäß hernach be raubt und liegen gelassen, aber nicht auch umgebracht werden. Das Mäd chen wurde aber, als Schneider ihm das Jlüschchen unter die Nase gehalten, nicht allein bewußtlos, es blteb todt, in dem Fläschchen sei kein BetSubungs Mittel, sondern ein furchtb'ares, rasch wirkendes Bist enthalten uewelen.

Er, Schneider, hätte "seiner Frau dann schwere Vorwürfe gemacht, 'sie habe ihn beschwichtigt, und die Leiche selbst entkleidet. Auf solche Weise schob Franz Schcidcr die Hauptschuld seiner Frau zu, und obgleich seine Aus' sage stellenweise einen allzu romanhaf ten Anstrich hatte, um wörtlich geglaubt zu werden, ergaben sich doch auf der anderen Seite verschiedene gewichtige, nicht von der Hand zu weifende Am haltspunltc dafür, daß Rosalie Schnei der wirklich direkten und thätigen An theil an den angesührten Raubmorden gehabt habe. Manche Indizien fpra chen sogar dafür, daß Franz Schneiders Geständniß in vielen Punkten umfaj sender und richtiger sei als jenes der Rosalie Schneider. ' Ohne auf die be züglichcn Details näher eingehen zu können, sei hier blos der eine Umstand erwähnt, daß es nicht möglich war, in absolut zweifelloser Weise festzustellen, ob die ermordeten Mädchen durch Erwürgen, wie Rosalie Schneider, an gibt, oder durch Gist, wie ihr Mann bchaup tet, aus dem Leben gelchafft wurden. Nach Franz Schneider Geständniß mußte die Staatsanwaltschaft einen Nachtrag zur ersten Klageschrift brin gen. Tarin wird Rosalie Schneider gleich ihrem Manne direkt dcS Raub mordes beschuldigt. Mann und Frau werden nun vor den Geschworenen buchstäblich einen Kampf um Leben und Tod führen, die zwei Mordgenossen werden mit einander ringen, um sich gegenseitig die größere Schuld zuzuwäl' zen, Mann und Frau, zwei Mordgcnos. sen, die reißenden Thieren gleich erbar mung.slos Menschenleben vernichteten und jet nur darauf sinnen, in schiel unmenschlichem Haß einander destr gründlicher zu verderben. Noch ein kleiner Strich zu dem grau, envollen Bilde. Wir sagten oben, daß die Frau bis zu ihrem vierzigsten Lebensjahr unbescholten war und dann unter dem dämonischen Einfluß ihres Mannes zur Raubmörder! wurde. Der Man, der sein Weib in solcher Weise beherrschte, trägt stets eine la chendc A!iene zur Schau. Er lachte beim Morden, lachte bei seiner Verhaf .itng, legte lachenden Mundes sein Ee rälchniß ab und wird lachend zum Gal zen schreiten. Ein nervöses Leiden läßt ihn ununterbrochen derart die Ge lichtszüge verziehen, daß man glaubt, er lache immerfort. Ein unheimliche; Eindruck! Bekanntlich endeten die Gerichtsver Handlungen mit der Verurteilung bei der Angeklagten zum Tode. a - M, Tonnen flecken und Wetter.

In Frankreich ist ein neuer wilder Wetterprophet aufgestanden in der Person des Pfarrers 'Fortin in Ehalette. Da der Mond als Wetterregulator we nig Eredit mehr hat, fo ist Herr Fortin auf die Sonne verfallen, , und der FU zaro" soll ihm ein großes Souuenlele ikop verehrt haben um feini Studien gründlich odcr gründlicher) zu betrei ven. Der französische Pfarrer vcrkün det, um es kurz zu sagen, das kommende Wetter auf Grund der Sonnenfleckm. die er angeblich eifrig beobachtet hat. Wen aber seine Wetterprophczeiungen nicht richtiger sind, als seine Aussprüche über das Verhalten der Sonnenfleckcn, fo ist es übel darum bestellt. Foriin behauptct nämlich, dieselbe Gruppe von Sonnenflecken kehre alle 27 Tage zurück, und wenn es einmal etwas langer daure, so werde 'die Verspätn n.z beim nächsten Male prompt wieder eingeholt Das ist aber nicht wahr. Fortin behauptet ferner, wenn ein Sonncnfleck verschwinde, ohne eine Störung in der Erdatmosphäre herbeizuführen, so dürfte man im nächsten Monat um so sicherer auf eine solche rechnen. Dies ist auch nicht wahr. Fortm behauptet drittens, die Erfahrung lehre, daß die thätigen Stellen auf der'Soune unveränderliche Lagen besäßen, man könn? eine solche Stelle zwei oder drei Tage vorher erkennen. Auch das' ist !eider nicht wahr. Endlich stützt er, sich auf die Thatfache, daß die Menge dn Sonnenflecke in einem Zeitraume von. durchschnittlich 11 Jahren auf und abschwankt. Das ist richtig. Aus diesem Knäuel von Irrthum und Wahrheit zieht Herr Fortin folgende Faden als Wcttcransage für 1892: Januar, Februar, März nicht kalt, reichlich Schnee und Regen - um die Mitte jedes Monats, doch bleibt der Schnee flicht lange liegen. April. Mas, Juni werden sich durch Stürme und Hitze auszeichnen. In der zweiten Hälfte des Mai sind wenig Fröste zu dcfürchlcn. Regen fällt vorzugsweise Ende Juni und Ende Juli. August, September und October werden die schönsten, und wärmsten Monate des Jahres. November wird in der ersten Hälfte Schnee haben ünd der December sehr kalt werden."', Vr ,, . ' Schon eine aufmerksame Durchsicht dieser Eharalterisirungen , zeigt, daß ycrr Fortin weniger Erfahrung auf oem Gebiete der Wetterkunde hat, als gewöhnlich 'tinem Torfpfarrer oder Lauer zugeschrieben wird. Er würde z, B. sonst nicht die Monate April, Mal und Juni in einen , Topf werfen Und den Octobcr als einen der wärmsten Monate ankündigen. ' Was den angeblichen Zusammenhang des Wetters irnl Den Sonnenflccken betrifft, so hat Pfar? rer Fortin läuten gehört, ! weiß ' der nicht," wo die Glocken Pugeil. Die wirklichen Thatsachen - sind, ' slgede: Aus den Beobachtungen in Köln hat sich ergeben, daß in den Jahren mit wenig Sonlic?lflccken auch wenig, Eirrusknollen auftreten, in den Jahren mit zahlreichen Sonnenflccken sind dagegen. aüchdieurrüsiMken Der Parellelismus zwischen beide:, grundverschiedenen Erscheinungen iü so groß, daß es möglich war, aus der Häufigkeit der Eirruswolken in Köln die Häufigkeit im Auftreten der Son. nen flecke zu- berechnen. Eirruswolleu sind aber die Vorboten unruhigen Wet ters, demaemäß ist diese Witterung vor

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