Indiana Tribüne, Volume 15, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1892 — Page 3

Sergrns Vanin. !3ictaa doii QeorgeS OHKet.

(12. Fortsetzung.) n?a- in der That ein prächtiger "Anblick, wie Herzog tue Geschäfte leitete und Die er mit eiHer wunderbaren Ge schick!lchket je nach Bedürfniß mit den Millionen umfprang. Sein Operation! feld war wirklich sehr ausgedehnt. Die Politik, die großen Interessen' der Völ ker, waren die Tritdfedein, welche den Berechnungen als bewegende Kraft dien teil, PNdaZ Spiel gewann dadurch ein diplon'ällfche Größe, einen finanzwirth schaftlichen Umfang. Die Reichthümer der ganzen Welt standen hier auf dem Exiel. ES schien, als ob in der THL tizkeit dieser Schiedsrichter des Welt -rkichthuzntz eine souveräne Kraft und Macht steckc. AuS seinen, Kabinet gab Herzog seine Ordres, und war nun sein Scharf blick in der That so anßerordent lich, oder blieb ihm das Gluck so un andekdar treu fein Erfolg war unfehlbar. Bereit in den ersten Wochen kannte SergiuS einen ganz bedeutenden Gewinn einheimsen. TieS glänzende Re snltat brachte ihn vollend? von Sinnen. AUeS, was ihm Herzog sagte, war für ihn iefct Evangelium. Er sah, wie die Welt sich dem Joche fügte, daß ihr jener auflegte. Die Völker, welche gebeugt unter der Last deZ TageS arbeiteten, mähten sich ausschließlich für ihn ab. Ihm waren sie tributpflichtig und im Wahne feiner Verblendung bildete er sich ein. wie einer von jenen Koni gen. welch; die Welt unterjochten daß die Schatze der ganzen Erde zu seinen Füßen ausgebreitet seien. Von nun an hatte er das Gefühl für Wahrheit und Gerechtigkeit oer lsren. Das Unwahrscheinliche hielt er nr möglich und das Unmögliche fand er ganz natürlich. Er ward ein gelehriges Werkzeug in Herzogs Händen. Die höheren Finanzkreise begannen nun wirklich über Herzogs ehrgeizige Pläne in Zlufregung zu gerathen. Tiefer fo plötzlich aus der großen Menge auf getauchte Spekulant erkühnte sich, seinen i?a auf jenen Gipfel zu fetzen, auf d?nr jetzt nur fünf bis sechs Halbgötter ihroi;te:i, welche den PretZ der öffentlichen Werthe bis in absoluter MachtvJÜkoinrneuhcit bestimmt hatten. Die Anmaßung deS kühnen Fremdlings hatte diese gebietenden Machthaber gegen ihn in Harnisch gebracht, sein Sturz war im geheimen bereits beschlossen. Eine' ganz unbegreifliche Takt, lssigkeit Herzog? war eS. daß er eZ verschmäht hatte, die größten Pariser Bankhäuser an 'feinem neuen NRterehm zu betheiligen; und von den: Augenblicke an. wo seine Sptku: Urienen für die Matadore der Börse nicht mehr gewinnbringend waren, war euch sein Untergang von ihnen besiegelt. Als die Pariser eines Morgens er.achten, erblickten sie an allen Mauert ihrer Stadt riesige Plakate, welche die Emission der Aktien des UuiverfalkreditS ankündigten. Die Anzeige schloß mit einer Liste der Mitglieder des Ver wattungsraths, unter denen sich viele dekannte Namen befanden, auch der deS Zürsten Panin glänzte darunter; ferner waren Großkrcue der Ehrenlegion, Etaasräthe a. D. und ehemalige jetz'. vrisatisirende Präfekten dabei, kurz eine Vereinigung von gewichtigen Persönlich kciten, di? das Publikum blenden soll, im, deren Namen jedoch meistens schon eiwsZ anrüchig oder wurmstichig waren. Unter dem ofsiciellcn Glänze konnte man mit scharfen Augcn den Makel erkennen. Eine nngehmre Gährung entstand in der GeschSstSwelt; Fürst Panin. der Schwieersehn deö Hauses Dcsoarennes. war ÄiSziied dcS Verwaltungsrathes vom Unire?fal?red:t ! Folglich mußte die Spekulation dach gut sein 7 E5 kamen Änsragcn bei der Prinzipalin und diese war in der a.räszten Verlegenheit; entwe9er mußte sie ihren Schwiegersohn vet leugnen, oker sie mußte fein Unter,hmen rühmen. Sie zögerte übrigens seinen Au.'nblick, und da sie vor aäc Dingen ehrenhast und loyal nur, s erklärte sie ollen, die eZ wissen wollten, daß sie daZ betreffende Ge schÄst nur für mittelmäßig gut halte. Sie bot alles auf. um diejenigen, welche ihr nahe standen, davon abzuhalten, und widerrietb ihnen, sich auch nur mit einer grrittZrn Summe zu bethciligen. Die Emission mißlang, - denn die ?.roß;n BankhZuser hatten sich feindlich und die Kapitalisten mißtrauisch da gegen verhalten. Herzog hatte' nur wenige Millionen von kleinen Subfkri bentsn eingenommen. Portiers und 5: Schinnen hatten ihm ihre Ersparnisse gebracht, die ganzen Ertrage der SchwZnzclpsennkge waren in seine Kasse geflossen. Vergebens bemühte er sich, durch massenhafte Anzeigen und öZcttamen in den sinanziellen Blättern den Erfolg zu forciren; es schien eine Verabredung getroffen zu sein, welch? daß Gelingen deS Unternehmens parslizftltc. Dann verbreiteten sich un günstige Gerüchte; die Bankiers machten Anspielungen aus Herzogs deutsche Ab: kunft und flüsterten leise, daß der Unirersalkredit- eigentlich ein ausschließlich, polnisches Unternehmen sei. Sein Zweck bestehe darin, in der ganzen Welt finan zielle Stützpunkte zu schaffen, um die lranSrhenanische Industrie zu begünsti, gen. Auch fei dabei in Aussicht genommen, daß an einem gewissen Zeitpun?t und im Hinblick auf die Möglichkeit eircZ Krieges, Teutschland das Bedürf: ci& haben könnte, eine Anleihe zu rna chen, und da würde dann der Uniocr fzNredit" dazu dienen, um die nöthigen Hilfsmittel für den Ebrgei; der , großen Militärma6)t herbeizuschaffen. Herzog gehörte jedoch nicht zu denen, welche sich widerstandcloZ erdrücken lassen ; er machte ungeheure Anstrengungen,! um sein Unternehmen wieder empsrzu bringen. Erließ eine beträchtliche An zhl'von nicht subscribirtcn Aktien an der Äörse verkaufen und sie dann von Ver trauenSmäiin:rn ieder aufkaufen, unx

ans diese Weise eine künstliche Nach frage hervorzurufen. Die Aktien stiegen auch wirklich 'nach einigen Tagen über Pari; eine wilde Agiotage, die Herzog inscenirt hatte, trieb sie in die Höhe. Der Fürst, welcher sich nur ungern belehren ließ und zu seinem Associe ein blinde; Vertrauen hatte, ahme gar nichts. Er war in einem Zustande ab, solukcr Sorglosigkeit; seinen Haushall hatte er noch lururiöfer gestaltet und lebte nun au? einem wahrhaft königlichen Fuße. MichelineS Sanftmuth machte, daß er immer kühner wurde, er gab sich gar keine Mühe mehr, etwas zu oerheim lichen. und behandelte seine junge Frau mit völliger Nichtachtung. DaS Häuschen in der Avenue MaiÜor wurde täglich von Jcanne und SergiüS besucht. Eayrol. der sich ausschließlich mit der Situation deschäftigte. die ihm der Miß, erfolg von Herzogs neuen Schwindeleien geschaffen hatte, ließ seiner Frau voll, ständige Freiheit. Uebrigens halte er auch nicht den leisesten Verdacht; denn Jeanne überhäufte ihren Mann mit Zuvor kommenheit. wie es heuchlerische und treulose Weiber zu thun pflegen, und Eayroi hielt diese Liebenswürdigkeiten für Zeichen von Liebe. Die unselige Leidenschaft, welche SergiuS im Herzen dieser jungen Frau entfacht hatte, nahm immer" größere Dimensionen an, und daS ehrlose Glück, welches sie in PanmS ?lrmen genossen

hatte, wollte sie letzt rnmmer ntiijeit. Um ihren Geliebten an sich zu fesseln, war sie zu allem bereit. Stundenlang schlössen sie sich in da? dämmerige Stübchen des kleinen Hauses ein und verbrachten daselbst die Zeit mit süßen LiebeStändeleien. Jeanne hatte bereits die eutsetzlichen Worte: .Oh. wenn wir doch frei wären!- ausgesprochen, . . Sie machten schon Plane an die Ufer des LuzanerseeS zu gehen, in ine unter dichtem Laube, in kühlem Schatten Ist gende Villa zu ziehen, um dort das Glück, untrennbar vereint zu sein, in vollen Zügen genießen zu können. Im Ausmalen solcher Phantasiegebilde deS Glücks war sie noch eifriger als er und sie sagte zuweilen: WS hält unS denn ab? Lücisen wir dpch!" Aber SergiuS war sogar in den leidenschaftlichsten Mg: menten vorsichtiger und klüger als sie und brachte Jcanne auf praktischere Gedanken. Wozu denn einen öffentlichen Skandal xroooziren? Gehörten sie sich denn nicht . ohnehitt schon an? DaS junge Weib machte ihm dann wohl Vorwürfe, daß er sie weniger liebe, als sie ihn, daß er es ertragen könne, ihren Besitz mit Cayrol zu theilen, und daß ihm dieser Gedanke nicht unerträglich sei. Sie dagegen wäre es müde, sich länger verstellen zu müssen. Ihr Mann sei ihr zu einem Gegenstand des Abscheues geworden, sie fei geno thkgt. ihn zu belügen, und seine Liebkos sunzcn. die ihr Ekel einflößte, zu das den. SergiuS beruhigte sie dann schließ lich und fein Kuß ließ sie alles vergessen und alles ertragen. Während dieser Zeit hatte ein ziemlich ernstes Ereigniß stattßesun, den. Pierre, der erfahren hatte, daß Herzog den Fürsten auf die schlüpfrige Bahn der Börsenspekulationen geleitet hatte, wurde unruhig, verließ sein Bergmerk und kam nach Paris. 'Die Briefe, welche Michelme c.i ihren Jugendfreund, den unwillkürlichen Zeugen ihres Unglücks schrieb, waren leiben schaftSlos und resignirt. Diese stolze junge Frau hatte ihm die Steigerung ihrer Leiden sorgfältig verheimlicht. Er war der letzte, von dem sie bemitleidet sein wollle, und in ihren Briefen er zählte sie ihm von SergiuS, daß er be, reut habe und auf besser? Gedanken gee kommen sei. Aus ähnlichen Beweggründen hatte auch Marcchal seinem Freund von den neuesten Ereignissen nichts mitgetheilt. Er befürchtete, Pierre könne sich bewo gen fühlen, einzuschreiten, und er wollte Frau Tesoarennes den Kummer erspa ren, ihren Adoptiofohn im. tödtlichen Kampfe mit bei Schwiegersohn liegen zu sehen. Die Anzeigen, welche die Subskription aus den .Universalkredit" ankündigten waren auch in die Provinz gedrungen. und emeS schonen .agei sah Pierre cn der Wand seines eignen Fabrikgebäudes einige von jenen Plakaten, auf denen die Namen det VetwültungSräthe der ''neuen Gesellschaft prangten. Als Pierre PaninS Namen unter , ihnen entdeckte, EayrolS Namen aber nicht daraus fand, erschrak er. Die nämlichen unHeim, lichen Gedankan, welche ex früher hatte, als Herzog in daS HauS TesvarenneS eingeführt wurde, kamen ihm jetzt wie der in den Sinn. Er schrieb an die Prlnzipalin und wollte wissen, waS sich dort zugetragen habe. Als, er ober keine Antwort erhielt, zauderte er nicht länger und setzte sich sofort in die Eisen bahn. Er sqnd Frau DeSvarenneS kn furch terlicher Aufregung. Die Aktien des Universalkredits waren am letzten 502 fr fentage um hundertzwanzig Franken gefallen. Tarauf , war eine Panik entstan? den; daS Unternehmen wurde als voll, ständig gescheitert angesehen und die Aklionäre verschlimmerten noch daS Uebels indem sie den Verkanf ihrer Papiere überstürzten. Soeben war Savinien bei ber PrinzipaZin gewesen. Er wollte sich an dem Anblick deS Schiffbruchs des Fürsten weiden, den er stets gehaßt hatte, da er ihm zur Last legte, ihn um das 'tesoarennes scye vermögen ge, bracht zu haben. Als er sich anschickte, der Prin:ipalin sein Mitleid zu bezeigen. wurde er von ihr, barsch , abgewiesen und ölanbte nun dem SterbehauZe?, wie er sich höhnisch ausdrückte, den Rücken kehren zu dürfen. '&&fft$ Earol. mehr noch' um PaninS Am Zelegenbelten als um seine (tarnen bc sorgt, war beständig zwischen denStroßen ?t. TomlNlque und Taitbout unter wegZ ; er w rastlos, erregt, blaß, aber klaren Sinnes und hatt nicht den Kops verloren.. Die Europäische Kre ditbank rettete er dadurch, daß er sie eor sechs Wochen vom Unlvkrzalkredtt

.ttn

getrennt hatte, trotz der Prinzipattn Bitten, welche beide , Unternehmungen gemeinschaftlich. aufrecht erhalten wollte in der Hoffnung, das' eine würde das andere stützen. Aber Eazrol war praktisch, entschlossen und unerbltt lich ; er weigerte sich ' zum ersten Male, Frau DesvarenneS zu gebor chen. Mit der Energie eines Schiff? kapitäns. der einen Theil der Ladung in's Meer wirft, um den Rest der Waaren und die Bemannung zu retten, hatte r erbarmungslos die Operation vollzogen. Die Europaische Kredit! bank" war . i Sicherheit. Der Kurs ihrer Aktien war alHirdingS ein wenig gesunken, aber eine kleine, günstige Reak tion war bereits eingetreten. Cayrol hatte., als Leiter deS Unternehmens, durch seinen Namen das Publikum de. ruhigt und die Aktionäre eng und fest um sich geschaart. Nun war der Bankier auf'Z Eifrigste mit der Aufgabe beschäftigt. Panin zu retten, während dieser, im HauSchen der Avenue Maillot, dem rechtschassenen' Mann sein Glück und damit auch seine Ehre raubte. Pierre. Eaorol und Frau Desvarennes waren in MarechalZ Kabmet ver sammelt. Pierre erklärte, man müsse energische Maßregeln ergreifen und mit dem Fürsten sprechen.. ES sei die Pflicht d er P r i n z i p a l i tij. P avi l de r a u gen sch ein, lich von Herzog ausgebeutet werde, aus' zuklSren.

jzrau DeSoarenneS schüttelte beküm. mert den Kopf, sie fürchtete. Sergius sei nicht der Betrogene, sondern der Mit, Zchuldize Herzogs. WaS u?ürde,man ihm übrigen auch sagen können? Daß er sich zu Grunde richte? Er würde es nicht glauben; sie wußte ja. wie er Natb schläge und Warnungen auszunehmen pflegte. ' ., . ; l-v Zwischen ihr und SergiuS war eine Auseinandersetzung unmöglich. Ihre Intervention würde des Fürsten Sturz in den Äbgrund nur noch beichleurngen. 3iun, dann werde ich mit ihm spre ch?n," sagte Pierre entschlossen. .Nein?" erwiderte Frau DesvarenneS, nicht du; nur einer von unS kann ihm dasjenige, was er hören muß, auf eine wirksame Weise sagen, nämlich Eayrol. Wir andern dürfen unS damit nicht befss sen, fondern müssen vor allen Dingen unsere Worte und Mienen hüten, damit Micheline nichtS ahnt! Diese Mutter war al,o. selbst in der ernstesten Stunde, wo ihr Vermögen. vielleicht sogar ihre Ehre auf dem Spiet stand, nur mit der Sorge beschästiat. die Seelenruhe ihrer Töchter zu; behüten. Eayrol ging also zu Panin hinauf. Der Fürst, der soeben, nach Hause ge: kommen war. befand sich tn seinem Rauchzimmer, öffnete Briefe und rauchte seine Eigarrette. Etne hur selnes Kabincts, die durch einen Vorhang ver deckt mar.mündete aus eine kleine Treppe. welche direkt in den Gesindehos de Hauses führte. Vermittelst dieser Treppt gelangte Cayrol in deS Fürsten "Woh nung. da er auf diese Welse einer Be gegnung mit Micheline ausweichen konnte. Als ScrgiuS den Manu seiner Gelieb ten einNeten sah, erhob er sich rasch. Er fürchtete. Eavrol habe alle? entdeckt. und trat daher instinktiv einen Schritt zurück. DeS Bankiers Haltung bfr nahm ihm jedoch sofort feinen Irrthum. Cayrol war wohl ernst, ober nicht zor. mg; augenscheinlich kam er blos in Ge Ichastsangelegetthelken. .Nun. mein lieber Eayrol,- b?gann SergiuS heiter, welchem glückUchcn Zufall verdanke ich Ihren Besuch ; . .Wenn es auch ein Zufall ist, so ist es doch keinenfalls ein glücklicher." er widerte der Bankier ernst. Jch möchte gern mit ihnen reden, mein Fürst, und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich geduldig anhören würden." .), o," rief SergiuS. ;da$ klingt ja recht feierlich. Mein Bester! Steht Ihnen eine' schmierige Abwickelung bet vor? Brauchen Sie Hilfe Ich will mit Herzog sprechen. " Cayrol blickt: den Fürsten, erstaunt an; er ahnte also gar. nichts! ? Diese Sorg losigkeit. dieser Leichtsinn t erschreckten ihn. r WaS war das für ein Mensch! Der Bankier beschloß, entschieden und rücksichtslos vorzugehen; um bet einer solchen Verblendung etwa auzurichten, dazu gehörte ein Donnerschlag. ' -i .ES handelt' sich hier nicht um meine Angelegenheiten', sondern um die Ihr,, gen. Der' Uulvsalkredit- steht vor einer Katastrephe. Noch ist cS Zeit für Sie., ,auSz? diesem Schijjbruch heil und unversehrt 'zu " entrinnen. Ich 'will Ihnen die Mittet 'dazu an die Hand jtthtr yWi , , i1 l H' 1 t J M. i. .. ? ., 'V ' , f.lMl, :l! IS.,:!! ff erglus s'vg vn zu tacyen. Danke, Eayrol. -Sie sind wirklich sehr freundlich, mein Bester, und ich bin Ihnen für Ihre gute Absicht sehr , ver. bunden. Ader ich glaube kein Wort von allem waS Sie mir da sagen.' ' Sie kommen von Frau DeSoarenneS? Sie sind mit ihr im Einverstandniß und wollen mich von Herzogs vortresslichem U nternkh men abwendkg machen, aber ich werde Ihrem Trangen nicht nach; geben; denn ich weiß. waS ich thue, Sie können ganz ruhig sein." r E r zündete 4 sich m x uhig eine i n k ue Eigarette an und, blies graziös eine Rauchwolke gegen die Decke. Eayrol g ab si ch n icht e inm a l d ie Müh e, ,z i hn z u überreden. , Er zog eine Zeitung aus der Tasche, gab sie Panin und sagte bloß: Lesen Sie !" ES stand einer von den Artikeln darin, welche seit gestern , in den besseren i i. Finanzblättern vcrössentiicht und .in denen durch unwiderlegliche Ziffern dü stere Prophezeiungen begründet würden,! SergiuS nahm 1 die Zeitung, blickte hinein ward blaß und zerknitterte sie vor Zorn. Was für eine Niederträchtigkeit'?, rief er. Man erkennt daran die Wuth unserer Gegner. Ja. sie wissen recht gut, daß unsere jüngsten : Maßnahmen sie mit der Zeit erdrücken crden. und bieten nun alleS aus, um sie zum Schei tern zu bringen. Eifersucht, Neid sind die, alleinlgkn Motive aller dieser Ge?

rächte, welche dk Beachtung ernste

cunner nicht werth sind." Es fuhrt hier weder Eifersucht noch Neid die Feder; alle dies ist wahr!" erwiderte Cayrol. Sie müssen doch zugeben, daß ich wirklich nur Ihr Bestes wünsche. Nun, ich schmore Ihnen also. daß die Situation furchtbar ist und daß Sie. ohne eine Stunde, ohne eine Mi nute zu verlieren, den Unioersalkredit verladen müssen. Setzen S! nch hm und erklären Sie Ihren Austritt. .Sie halten mich wohl für ein Kind, das man der Nase herumführen kann?" rief der Fürst erzürnt. .Sind Sie wirklich aufr:cht!g. Ea?rol. was ich a glauben will, so muh ich Sie für außer crdentlkch naiv halten. sie begreifen die Sachlage nicht ! Ich soll mich setzt zu rückziehen? Niemals 1 Uebrigen bin ich auch viel zu Nark bethttligt ! .Ach! , Lazsen Sie Ihr Geld, fahren; izrau DesvarenneS wird eS Ihnen zu. rückerstatten. Netten Sie wenigstens Ihren Namen." .Ah. da seben Sie. vaß Ske mit ihr im Einverständuiß sind!" fuhr der Fürst auf. , .Reden Sie kein Wort weites ich glaube Ihnen nicht! Auf der Stelle gehe ich in den .Univerfalkredit' und spreche mit Herzog. Wir werden Maß, regeln ergreifen, um die Zeitungen zu verfolgen, welche derartige verleumde: rieche Gerüchte verbreiten." Eayrol fah ein, daß sich Panin nich', überzeugen lassen wollte. Er hofste, daß vielleicht eine Unterredung mir Her zog ihn aufklären würde; da er mit Ver, nunstzründen nkchtS ausrichten konnte. rechnete er auf den Zufall und kehrte zur Prinzipal, n zurück. SergiuS fuhr rn 5 Bureau deS .Um. ert!kredits". Es war am ersten Tage nach drm Einzug der Gesellschaft in ihr neues, prachtvolles HauS. Herzog hatte ferne Sache gut gemacht; die Eomplolr rkumlichkeilea -mußten den Aktionären eine glänzende Idee vom Geschäfte geben. Wie hätte man auch einem Unternehmen sein Vertrauen versagen können, wenn man diese hohen Säle mit ihren vergol beten Gesimsen, diese breiten, bequemen Ledermobel, diese großen, samtumrahm ten Spiegel sah! Wie konnte man sich besinnen, selr. Geld Spekulanten anzuvertrauen, die so reich waren, daß sie ihre Dielen mit Teppichen bedeckten, in deren weicher Wolle man bis an die Knöchel versank. Wie war es möglich. an dem Erfolg einer Spekulation zu zweifeln, wenn man von Büreau dienern q in rotpassepolierten blauen Fräcken mit der Chissre der Gesellschaft auf den Knöpfen empfangen wurde; Diener, welche das Publikum mit gng diger Herablassung behandelten. Alles. was man hier fay. verhieß den Erfolg, er lag gemissermaßen in der Luft. Man hörte, wie der Kassierer hinter einem Gitter im Golde wühlte, welches sich in einem riesigen eisernen Schrank befand, der die ganze Nuckjeite des Kassenzlm merS einnahm. Die Leute, welche den Unioerfalkredit" auf einem so glänzen, den Fuß eingerichtet hatten, mußten entweder sehr' vzel Macht- oder sehr viel Dreistigkeit haben. SergiuS trat em, als ob er hur zu Hause märe; mit dem Hut auf dem Kopse schritt er durch die Reihen der Aktionäre, welche, nachdem sie die Ae richte der Zeitungen gelesen, angstvoll hergeellt waren und nun, alS sie du Pracht und den ' Nejchthum, die hier herrschten, bewundert ' hatten, ver ttaucnzvoü da' Haus verließen. Der Fürst richttke seine Schrittenach Herzogs zrav'nct. ?lls er toen im Begrlkl war. dir Thür zu öffnen,' traf das Geräusch zweier lebhaft sprechenden Stimmen sein Obr.' Der Finanzmann sprach mit si'.em seiner Vcrwaltungsbeamten ; , Pa, nin horchte. ' '. , .Diese Spekulation ist wundervoll und cher", sagte' Herzog, .ich weiß, daß die Aksien gejällest , sind, aber das kommt nur daher,, well tch ausaebort habe. ihrcn'PreiS zu halten. Ich werde in London. Wien und Berlin Ordres geben, alles, was angeboten wird, zu kaufen; damit lasse ich die Aktien steigen und wir realisiren einen kolossalen Ge winn.' DaS ist ebenso großartig, wie einfach." 'i -: nii' .- .Aber n'cht besonder? gewissenhaft , erwiederte die andere Stimme. 1 Wlesö denn? Ich vertheidige mich m!t den nämlichen Mitteln, wonilt man I mich ongreist. ' Die großen Bankhäuser wollen meine Aktien entwerthen, - ich 44t:i;e sie auf und ' lasse meine Gegner ihr Geld ixrlieren, ist daS etwa unrecht, it pas nicht erlauvtV ' Panin athmete auf; er mar beruhigt. DerKursfall war also von Herzog selbst herbeigeführt, er hatte , eS selbst gesagt, folglich war nichts zu besürchten. , Der gkschickte Fin anzman 0vo a r i m Begri sf den Börsenspekulanten inen Streich zu spiele N n d da r in 1 to a if '''er ": Meist er. Binnen Kurzem würde der Universal Kredit" die Bühne derSxekulalion auf'S Neue ,nnd zwar mit noch alänzenderkm lfm ii i, ,-, .w i ?' Erfolg als sruher betreten. , r . SergiuS trat ein. : Ah! Sieh da. Fürst Panin! , rief Herzog erfreut. .Fragen Sie doch ihn, was er von unserer Lage hält, möge er sein , ll rtheil ab t)köen,A A,,) fe f ir r th'lß ch will von gar nicht S wissen," sagte SergiuS, .ich habe volles Vertrauen zu Ihnen, lieber Director; unsere An, gelkgenhkiten sind bei Ihnen in . den besten Händen.' Uebrigens kenne ich die Manöver unserer Feind und mir scheint jedeS sinanzielle Mittel recht, um ihnen f.. ,, 1: ,!,.;-"!. , 'r.. :: ' '(' "i,;;!' ; r " y- ' " zu begegnen. , . .Nun, waS sagte ich Ihnen?" rief Herzog, lndm er sich triumphirnd an seinen Widerpart wandte. .Lassen Sie mich nur machend , und Sie werden den Erfolg sehen. UebrigenL hakte ich Sie nicht gewaltsam zurück", fügte er kalt, blutig hinzu. .E steht Ihnen voll, kommen frei, uns jederzeit zu verlassen," Der andr ' sing nun ; an, lt Lauterkeit seiner Bedenken zu Ut theuern. Er erklärte, daß ihm nur daSZ!,Jntere)zollc Cr dke gar nicht daräa sich 'Mn'der, Gestllschast zu trennen, im Ggenthkil, WkönnB'üDffthn' lh.i'li '''.'., '' " '!, 'i:-: ' '!, , !, !,! " 'l " . I ' .. "I,,1 ii ,:, , . i:-1

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uen ijrocijci , eryaven unv er , woll dnrchauS nicht sein Interesse von dem jenigen Herzogs trennen. Er drückte dem Finanzmann hie Hant und empfahl sich. .... -K:. .Sagen Sie mir nur,, wa bedeutr all' dieses Geschrei in den Zeitungen?' fragte SergiuS, als er mit Herzog alleii war. .Wissen Sie auch, daß dieser, offentlichten Artikel äußerst xersid ge. schrieben sind? , ' .Und'zwar um so persider, da sie ou! Wahrheit beruhen. ": .WaS sage? sie da?" rkef Sergius !r größtes, Ausregung. .Ich sage -die. Wahrheit.. Glaube, Sie etwa, daß ich Ihnen ebensolcheFlau seit vormachen erde, wie dem Dumm, köpf, der un soeben verließ? Der ,Universslkredit hat im gegenwärtiger Augenblick Blei in den Flügeln. Ade, nur Geduld, ich habe einen Plan, unl bevor vierzehn Tage vergangen- sind, erden die Aktien ihren Werth verdoppelt Habens Ich habe ein prächtiges Geschäft in Händen, welches die Gasgesellschast tn den Grund bohren wird. ES handelt sich um eine Beleuchtung durch Magr.e: sium. DaS wird blitzartig einschlagen. Ich werde Sensation Artikel in die Londoner und Brüsseler Zeitungen ein, rücken lassen und das Geheimniß der neuen Erfindungen enthüllen. Darauf, hin werden die Gasaktien ganz bedeutend fallen. Ich kaufe sie auf, und wenn ich den Markt beherrsche, dann lasse ich bekannt machen, daß diese Erfindung a die bedrohte Gesellschaft verkauft wird. 'Die'Aklien werden dann plötzlich auf di, natürlichst und unfehlbarste Welse stei gen. Ich realisire und wir heimsen einer großartigen Gewinn ein, den mir zur Unterstützung deS .UniversalkreditS verwenden. DaS Unternehmen imml inen neuen Aufschwung und das Resul, tat wird ganz kolossal sin." .Aber um eine so großartige Sxeku lation in'S Werk zu setzen, werden dir auswärtigen Agenten Deckung ver: langen. " Jch werde sie ihnen schaffen. Ich habe hier, in der Kasse, für zehn Milli. onen Aktien der .Europäischen Kredit, dank", welche Cayrol gehören. Wii geben dem Kassirer auf unsere Vrant wortung darüber Quittung. Die Spe kulation währt drei Tage und sie ist sichrr. Die Papiere brauchen nicht ein mal verpfändet zu werden. Und wenn wir dann unsern Zweck erreicht haben, geben wir die ' Aktien zurück und lassen unS unsere Quittung miedergeben. .Aber," sagte SergiuS. .ist ein solche Benutzung von Werthpapieren, die nicht uns' gehören, auch in der Ordnung?" .DaS ist nur ein Nevierement. sagt Herzog ruhig. Vergessen Sie übrigen nicht, daß mir S mit Eayrol, daS heißt mit unserem Associe, zu thun haben. - .Wenn, wir ih zuvor tn Kenntniß fetzten?" beharrte der Fürst. '.Ja nicht? Den Teufel auch! Man müßte thm alsdann die Operation r klären und er würde sich daran betheili gen wollen. Er hat eine feine Nase und läßt sich kein für in U machen; daS käme ihm gerade rechts Da. unter schreiben Sie dieS und . feien Sie ganz unbesorgt. Die Schase werden in ihren Stall, zurückkehren, noch bevor der Schäfer kommt, um sie zuzählen." V Eine düster Ahnung zog durch.de Fürsten. Geist. Er sürchtete sich. In diesem Augenblick, wo fein Schickjat sich entscheiden mußte, zögerte er, noch weiter auf dem Wege fortzuschreiten, aus wel chem er sich schon zu weit vorgewagt hatte. Er stand stumm und unentschlos sen d und wirre Gedanken durchkreuz: ten sein Hirn... Eine unerträgliche Gluth stieg in ihm empor, seine Schläfen poch ten und seine Ohren dröhnten. Aber der Gedanke, -daß er auf seine Freiheit verzichten müsse daß er abermals unter, die Bevormundung der Frau Deöoa, rennes kommen würde, traf ihn wie ein .Peitschenhieb, und er errölhete über sein Zögern, i . : Herzog blickte ihn cn und sagte mit erkünsteltem Lächeln: .Auch Sie können auf daS Geschäft verzichten. Wenn ich. Sie daran theilnehmen lasse, so geschieht S nur deshalb, weil i eng Mit mtk verbündet sind. Aber mir liegt NichtS' daran.' die Birne in zwei Theile zu. zer chneiden: ' -Glauben Sl nur ja nicht, aß ich Sie bitten werde, - sich auf da Wagnlß einzulassen. Ganz wie S Ihnen btllkdt! ' s h ' ; . - ,,' SergiuS nahm das Papier, ', unter schrieb und übelreichle eS Herzog. ' : , svmrs M .::;t7 sr-.ttW ', Gutl sagte dieser; .ich verreise heut Abend und werde nur drei Tage fort sein. , ,,,',,Versolaen Sie unterdessen, die Kursschwankungen; Sie werden die Ne sultate meiner .Berechnungen wahrneh, men. , . 6,; -. ;e; "i- ia Er brückte dm Fürsten die Hand und ging zur Kasse,, um die Aktien in Em xfang zu nehmen und dagegen, die OuiU tung zu deponiren. . !.!: 4 ,s ; s : sliiiyil, Cit x. ;'.!'!: ,,!;,f :'i'!i:85: W'-'i'''' : 'k !'i' :W ': Ach t z e h n t e i K cd p t t k t:; 1 Bei Cayrol raar eine große Abendge-. fellschast. Die SalonS strahlten Z von Lichtern, I sl r o tz ten von eine m N eich ich u nt an Blumen und einem Lurus an. Sto: fen, w orin sich die sorg! iche Ha n einer Frau verrieth, die ein HauS zu mäche weiß. Die Einladungen wäre schsn v o r-'l ä ngerer H'Z c i t fltxl assen wor de Ctnen Augenblick hatte Cayrol. daran ge Vi;,!!,!,!n ''V,.11 -1 ; '-"st'. imV''VW:' , dacht, allen Gasten sbuschreiben! aber er besürchtete, eine Beunruhigung her, vorzurufen, und gab daher, so wenig ihm darum war, seine Abendgesellschast dennsch. wie ein Schauspieler, der soeben erst seinen Vater k ver loren. heut e 1' adr spielt, um drm Theater keinen Nachtheil zuzufügen. ' 4 Er 5 zeigt d e n G asten ern lächelndes Anilitz, um seinem Geschäfte. nicht zu schadenDpMMIM Die Verhältnisse hatten sich nämlich seit drei Tagen ; gründlich verschlkrtert. Den Börsenflreich, welchen Herz og um ihn geheimnkßvoller in S Werk i& setzen, in London- ausführen wollte, roar ent deckt worden, und die Baisse auf die e?

... ' '. - T,Wlii;s,- :.i:::,...:;..,- - '

gerechnet, war nicht tkNgktreten. Da er mit kolossalen Summen operirte, f waren die Differenzen, welche er zu zahlen hatte, ganz enorm, ebenso wie auch de? Gewinn ein enormer gewesen wäre; und nun mußt die Aktien der .Euro pZischen Kreditbank" die Kriegskosten decken. Das war ein harter Schlag. Csvrsl, der sehr unruhig geworden war, hatte seine Aktien von der Kasse deß .Universalkredits zurückverlangt, und fand an deren Stelle nur die dem Kas sirer ingehändigte Emxfangöbescheini gung. Obschon dieS Verfahren durchaus regelvidrig war, hatte der Bankier dennoch nichts dazu gesagt; aber bis in den Tod betrübt, ging r zu Frau Des varennes, uin 'ihr das soeben Erlebte mitzuthtilen. . Der Fürst lag zu Bette,, er hatte sich krank gemelder und wurde von seiner Frau gepflegt, welche, in der glück lichen Unkenntniß, in der man sie durch eine geschickte Ueberwachung erhielt, sich insgeheim über das Unwohlsein, wel chei ihr den .Gatten zurückgab, freute. Panin, der. durch die erlittene Schlappe in Angst versetzt war, wartete in sieber hzster Ungeduld auf Herzogs Rückkunft und hatte sich, um Niemand empfangen zu müssen. in'S Bett gelegt. Trotzdem war es Cavrol gelungen, in SergiuS Zimmer einzudringen, und die-' ser. vortreffliche Mann bewies nun dem Fürsten so rücksichltooll.alS möglich, daß sein Verschwinden in Verbindung mit Herzog's Abrkise für den .Universal kredit" verhangnißooll fein würde. ES d unbedingt nothwendig, daß er sich zeige. Er müsse seine Abendgesell schast besuchen und ein kaltblütiges Antlitz zur Schau tragen. Wenn man sich in so gefährliche Unternehmungen einlasse, müsse man Charakterstärke ie weisen und bis zum letzten Augenblick kämpfen. SergiuS versprach, zu kommen. und zwang Mlcheline zu dem har ten Opfer, ihn zu Jeanne zu begleiten. ES war das erste-Mal feit ihrer Rück kunft nach Paris, daß die Fürstin ihren Fuß in das Haus der Geliebten ihreS Mannes setzte.! DaS Konzert war beendet, eine Fluth von Gästen strömte auS dem Konzertsaal und vertheilte sich im kleinen Salon und im Boudoir. . .Die Oualen des Quartett? waren, Gott sei Dank, überstanden!" äußerte sich Savinien, der sehr angegriffen schien. Sie machew sich also nichts auS Musik? fragte Marechal lachend. .AuS MilitSrmusik schon," erwiderte Savinien. Aber zwei Stunden lang Schumann- und Mendelssohn unter Hochdruck anzuhören, das ist für einen einzelnen Mann zu. viel." .,Die kleine Fischen, würde Ihnen iklleicht besser gefallen haben, he?" meinte Marechal. . ' La, la, la !" trällerte Savinien. ..Sagen Sle.doch,; Marechal, was denken Sie von der Anwesenheit deZ Fräulein Herzog aus Cavrol Soiree?. Das ist doch ein, bißchen, stark! Nicht, mein Lieber?"' .i . . - .Ufo? .Donnerwetter? Der Vater ist- aus der Flucht und die Tochter geht zum Tanz. JedeS schwingt daS Vtin ne.ch ferner eigenen Weise." Gut nesagt, Herr DeoarenneS, aber ich rathe Ihnen, solche Witze sür sich zu behalten," sagte Marechal ernst; sie sind hier Nicht ach jedermanns Ge schmack."Ho, ho: Marechal, auch Ste. sind - w . ml . i ungemulytia): Äcy, ie lyun mir nun lich weh!" Der Stutzer drehte sich aus den Ab sätzen herum , und richtete seine Schritte dem Busset zu. . ' , Nun. traten Fürst und Fürstin -Panm ein. ,.'ltcyktlne tachette,, isergiu war ruhig, obschon, ein wenig blaß. Eayrot und Jeanne gingen ihnen entgegen. und alle Anwesenden nchreten ihre Blicke aus sie. . Jeanne drückte ihrer Freundin die, Hand, ohne sich die . ge ringste Verlegenheit merken zu. lassen Cayrol. verneigte . sich vor der. Fürstin sehr tief und sagte: Fürstin, erweisen Sie mir tue Ehre, meinen Arm anzu nehmen. Sie kommen zur rechten Zeik der Tanz, beginnt ebn" Leider nht sur Mich!" sagte Mtche? litte-trauria lächelnd, .ich bin, noch .: lei. dend; aber ich werde zushn." li Gesuhrt von Cavrol, betrat sie.den großen Sas!,! wohin SeraiuS mir Jeanne ihnen fotgte. DsS Fest, war jetzt in vollem n Glanzes - 5Dit Musik spttlke einen. Wcher und u au5- einem Wirbel von. Seive und Gaze tauchten, von, den schwarzen Herrenkleider abstechend' die weißen Schultern der. Tänzerinnen cuf. Ein heiße, von stark duftendem Wohl, gerüchen geschwängerte Atmosphäre ht nebelte die Köpfe; dievlelen Lichter blen, deterr die Augen und mit starren Blicke. fast athemlo, sich aadie Schultern ihrer Tänz er ! ' fest kl am mecnd, als ? o d sie dem Schwindel Widerstand ' leistn! wollten, zogen die Damen leicht und ' flüchtig in den wogenden Windungen deS, WalzerS vorüber. -Pi ff 1 'Su1annH.p weißem .Kleid, ohne ' irgend ' einen Schmuck, faß tUlein verbürgen, gleichsam geächtet, in der Nähe eineS Fensters. Marechal. näherte sich , ihr. DaS junge Mädchen.? m)N nz ihn lch elnd. ., ; 1 Tantzen Sie denn heute Abend nichts i' . . '!' i.CT ;:jf'!'' ii ;'( :1' ,,, . lA-.1 n r .3 n l hftinn Mi?frsrtl ,, i t 14 M fc Ifc kWUtt ,,!,.!, i , J:if tjar t tsl daß man rn l ch au fsor dert?, saze SusanRe traurig; aber,,rs gehd nur. wie der Schwester Anna, -.ch ? S r 'ii Pm ' s-a Iff" w 1 sehe ntzmand konemen. . ES sind uter nvineS VaterS VerWögensverhaltsisse vchllmme Gerüchte vcrdrkltet und dtr Ar? .aonautn sind in wilder Flucht. Man hätt bereits das galten 5ß l ie & ; f I c ci ri einfaches Woll eno lieh, und die Herren e Brede, du Tremblay and Co.. wie die Engländer sagen, haben sür mich kein ' Lach ein mehr. m 't:ttfi M Wollen Sie mir die Gunst erweisen. Mich als Ihren Kavalier zu betrachten:' fragte Marechal bescheiden; ich bin Ulv besonderer Tänzer, denn ich hatte -nie ,el Gelegenheit, mich zu üben, c !!'m:t"e!wasIuimM lFrrlletzunzlsfslgtlsIMlZ

Ein Genle-Ltreich.

2 Unter den Nachtwächtern dn Mittel stadt K. herrschte große Erregung. Nacht für Nacht hatte eS sich nämlich in! lchter Zeit ereignet, daß vön den to ßen Thonröhren, welche zwecks Anle gung einer Wasserleitung in allen Theilen der Stadt lagen, einige ttt schwanden, ohne daß eS den Hütern der nächtlichen Sicherheit gelang, des eigen thümlichcn Sammlers" habhaft zu werden. Natürlich schob die Bürger schaft die Schuld auf die SchlüsrZgkeit der Wächter, und so schärfte denn der Wachtmeister, als sich seine Schaar um 10 UhrAdends zum Antritt m Dien stes um, ihn, versammelte, allcrt nochmalS größte Auftttcrksamkeit ein, indem er die vom Bürgermeister ausgesetzte Belohnung für das Entdecken in AuZ stcht stellte. Es war noch nicht eine Stunde der gangen, als heftiges Läuten an der Wache den eben eingeschlafenen Wacht mcister ermunterte. Als er die Thüre öffnete, erblickte er in der Bcgleituncr eines WachlerS einen Mann mit einer Thonröhre auf der Schulter. Erfreut über den baldigen Erfolg, hreh er den Wächter mit dem endlich gefaßten Tied in die Wachtstubc treten und setzte such eben mit würdiger Amtsmiene zum Verhör nieder, als der Gefangene zu seinem Erstaunen höflichst um sofortige Freilassung bat, da die Thonröhre fein rechtmäßiges Eigenthum sei. Zugleich zog er eine Bescheinigung aus der Tasche, wonach er m legten Tage von einem Töpfermeister diese Aöhre gekauft und mit genau angegebenen Zeichen habe versehen lassen. Bei näherer Be sichtigung fanden sich solche auch an der Röhre, und dem Wachtmeister und se! nem Untergebenen blieb' nichts übrig, als den vermeintlichen Dieb, der sich außerdem lcgitimirte, zu'enllafscn. Langsamen Schrittes entfernte sich der betreffende Wächter, während sein 'Vorgesetzter kopfschüttelnd, das harte La. ger wieder aufsuchte,, sich den Kopf dar über zerbrechend, zu welchem Zweck man Nachts mit einer Thonröhre herumspa zierew könne. Aber bald sollte ihm das klar- werden; - denn schon nach Ablauf einer halben! Stunde erblickte er, als er auf abermaliges Läuten heraustrat, den Gefangenen von vorhin wieder, diesmal jedoch in Begleitung eines an deren Wächters. . Aergerlich wies er den erstaunten Ve amten'ab, als dieser gerade seiner Freude über den Fang Ausdruck geben wollte. Zugleich begann er aber zn ahnen, daß er in.dieser 'Nacht nicht zur Ruhe kom men werde,- so lange der nächtliche &pa ziergang dauere. In der That erschien der'eigenartige Nachtwandler in kürze ren. oder längeren Zwischenräumen im mer von Neuem, jedesmal aber in-Be-zleitung eines anderen Wächters. Der Wachtmeister war rathlos; der Arrestant wurde mit jeder Vorführung ungedul digen und der Wachtmelster.wilßte kein Mittel, die' fortwährende Verhaftung ;u dcrhilldern. Vergeblich bat er den !Gesagenen. seine nächtlichen Wanderungen aufzu geben; der etwas korpulente Here tt klärte, daß dies seine Entfettungskur sei, der er obliegen müsse. Als.man nunum sechsten Male, den 'vermeint lichen. Dieb einlieferte, kam der Wacht meistcr- auf ein uZkunslsmtttel. zv stellte dem unermüdlichen Äöhrcnlrager ein .Zeugniß aus, daß die von ihm ge trägem Röhre nicht gestohlen, sei und begab' sich in sein Gemach zurück, um endlich der so oft unterbrochenen wohl verdienten Ruhe zu Pflegen, . aber tz sollte he noch immer nicht sttwcn. Eine Viertelstunde war veraanaen. als abermals heftig n deriKlingel deZ Wachklokals gerissen .wurde, unv als unlerr Wacktmelster cndltcv, tekt avec vvllstäAdZg wüthschnaubend am Fenster erschien, fay er rm atvoammertscyr er nen seiner Leute' welcher etwas-unter seinem linken Arme trug, während er mit der rechten Hand ein - Jndtviduunr anr. Kragen nicht jetzr zarr vs?7'Uy her zerrte. ' . . M W ' " Ä ' " ' err Wacbtmu ttQ icn mm aeuor samit:'Sabe soeben einen:Menschen.ar tetiri; erhalte eine chenbär gestohlene Thonrohre as der Schulter ekt war es mt der Seouls ves ge aualten Mannes aber: zu Ende, ohn? wr Wächten mit , seinem Arrestanten; nur in das Wachtlckal herein: zu lassen icr ex feem , U2tergcvcr.cn. in d:s Nacht hinaus: , . , .Wolle:, Sie sOMti den Wann a lassen, diÄRohre, ist in dni Tcuselsna. men nicht-gcstohlcZj sondern sei Eigen thum!. , ,Aber. serro Waaztmemer Nlaubtösich derlNachtwächter noch ein zuwenden. , - - M M Wcl'lam5er' aver.nyk; vtaz vor Wuth schrie ihm der Wachtmeister die Wiedttholung deS Befehls zu. ihm im NichtScfolaunqsfalle sofort feint: Ent . , 1 . ' . . , . - . . lanmrg wegen nZiLuorslnanon aniun diaeno. ' ' ' ' " ' 1 Schwerssieno machte sich Vxh schwere Lnd dcs Wächters- aus der Halskrause innes Opfers, los- und dieses, ein zcrUtmptcr Kerl. sntt Fecl ledig.wartete ilcht erst die Auslieserung bcn ihm aU 5i gen t ii rn" liic sp r citeii ftt) n t ö i:e id. sondern rduftete risweniger US langsam. Tempo. ' 1 -.;v' " " " 5Dfi ":4jftl yriW&s, auch :i alle, Ursache ia;$, denn diesmal hatte der NachtAÄteruTMm,,. den wirklich en Ticb K.1Löt ' Sfhabt. , was ach der ..Wacht ueistcr ' einsaß alS er. ruhiger! gc.. vordtt ,am,mächstcn ag , dcn !Betichb Zeincs. , Untergebenem sich wiederholen 'ieß. ' '"'" j-r-r. . Büchere inth ei lun g. Es iibt Bücher, die man kaust, aber nicht uest..dann solche, die ma liest, aber nchr kauft, endlich solche, die man rce kr liest noch kaust, soerminüd IMiOTÄMjswa IS:" !ls VON Ander'n hören zn münen, da, ttZp M''rt sei. '"ISSit'

Äst'iLi'i'' . . '. !,.., V . . !.:!!'. "k ii'i:!i:.,;'!lf .r.iii'::.''" K"'-.;'!!!!!:''!" P"ms'i 'i'ttihr. iÄ'i ijUi-ii,:..!, i. t i,lli;;ji2ip 'ii ,:i ..lMÄ'ÄD Mi m, i:-1:- ; !':" ,i !, i

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