Indiana Tribüne, Volume 15, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1892 — Page 2
Grüne Nelken.
Das neueste Creigniß, daZ den WÜ senden Pariser Blu'mcnhandel m Stuf ngung versetzt, ist daz Austauchen grüner Netten. Als diese vor einigen Tagen zum ersten Wal in der Blununno iheilung der großen Halle erschienen, erregten sie bei Händlern und Publikum großes Staunen. Beim Publikum drückte sich dieses in starker Kauflust aus, welche den Preis der einzelnen Nette rasch auf 2 Fr. trieb, beiden Fachleuten aber in heftigem Mißtrauen. Tie Handelsgärtncr riefen das ist echt französisch! sofort die Polizei an. denn, so erklärten sie. das könne nicht ir.it natürlichen Dingen zugchen, grüne Nelken gebe es nicht, und offenbar handle es sich um irgend einen Betrug. Tie Polizei schritt thatsächlich cm, be schlagnahmte einige der merkwürdigen Blumen und übergab sie deai Chemiker dcZ städtischen Laboratoriums zur Untersuchung. Tiefer stellte, wie man der Boff. Ztg." berichtet, ohne Mühe fest, da-z die grünen Nelken wirklich künstlich gc färbt sind, aber in einer Weise, die man kaum beanstanden kann. Gewöhnliche träne Nelken werden abgeschnitten und mit den lang gelassenen Stengeln in ein Gefäß gestellt, das mit einer wüffe Tiarn AmlmLösung gefüllt ist. Tie Lösung an sich ist farblos. Durch die CapMarität steigt eine kleine Menge der Flüssigkeit die Gefüßbündel entlang iu den Stengel auf und gelangt nach eini ger Zeit in die Kronbkätter, wo sie durch die eigene chemische Zellenthätigleit der Pflanze ozydirt wird und eine prächtige smaragdgrüne Farbe annimmt, die sie euch den Kronblättern der Pflanze mit theilt. Es genügt, die abgeschnittene Pflanze 2t bis 3Ö Stunden lang in Flüssigkeit stehen zu lassen, um dieses Ergebniß zu erreichen. Doch 'kann die Nelke die grüne Farbe nur mit Hilfe des Son 'enNchtes erzeugen unddicKronblättce! die vor dem Richte geschult werden, bleiben weil;. Es scheint, das man bisher mit Hilfe verschiedener Ani!inLö Jungen ein schönes Grün, ein schwaches Rosa und ein tiefes Peilchenblau crzeugen kann, so daß es möglich ist, violette Orangenblüthen, grüne Hyazinthen und Narzissen und Rosa-Gänseblümchen Hervorzubringen. Tie Kunstgärtner versuchen jet dieses Verfahren auch be! lebenden Pflanzen. Ueber die Ergeb nisse dieses Versuches ist bisher nichts bekannt geworden. Verhängnisvolle Harten. Charles Gravier, Graf von Bergen, nes. war unter Ludwig XVI. Mini sie? des Auswärtigen. Mehr abermals durch seine Staatsactionen hat er sich in der diplomatischen Welt durch die von ihm erfundenen und nach ihm be nannten Karten einen Namen gemacht. Diese dienten, als Pässe oder Empfeh lungsbriefe von den diplomatischen Vertretern Frankreichs im Auslande den nach Frankreich reisenden Fremden mitgegeben, zu deren Uebcrwachung. Anscheinend von der größten Harml'oslgkcit enthielten sie durch ihre Form, Farbe und äußere Ausstattung daZ eingeßendste Signalement des Trägers, hne daß dieser eine Ahnung davon hatte. ' V: ; " !.ii!iiiitt"!' . . If vt Form der Karte gab zunächst Aufschluß über das Alter des Ueber, dringers; viereckig, länglich, schmal, breit, rund, dreieckig u. f. w. bezeichnete jedes einen Zeitabschnitt wie zwischen 23 und 30, zwischen 30 und 40 u. f. w. Die Farbe der Karte nannte die Natio alität des Besitzers; der Engländer er hielt sie gelb, der Spanier roth, der Portugiese weiß, der Teutsche grün, der Italiener roth und weiß, der Russe grün und weiß u. s. w. Tie Jnter Punktion diente zur Bezeichnung der Religion. Ein Punkt hinter dem Na znen ließ den Katholiken, ein Semikolon den Lutheraner, ein Komma den Cal vinistcn. ein Gedankenstrich den Juden -erkennen; fehlte das Zeichen, so wußte der Minister, er habe es mit einem Atheisten 511 thun. . Tie Gemüthsart symbolisirke eine m Rande der Karte besindliche!B?uMe; eine Rose erzählte von einem offenen, zugänglichen Wesen, eine Tulpe von Stolz, ein Veilchen von Bescheidenheit. eine Mohnblume von Verschlossenheit. Die Breite eines rings um die Karte IaufendenStrcifens verrieth ZhnZals unverheirathet, verheiratet oder Wittwer; Arabesken, die anscheinend nur zum Schmuck der Karte dienten, setzten den Minister in Wahrheit davon in Kennt niß. ob er einen Raufbold oder einen friedliebenden Mann, einm Spieler und Verschwender oder einen guten Haushalter. einen Mann von Vermö. gen und Einfluß oder einen armen Schlucker vor sich habe und belehrten ihn ferner über den Beruf des Empfohleiten, über den Zweck seiner Reise nach Frankreich und endlich darüber,, ob ei als unruhiger Kopf zu überwachen sei, oder ob man ihn unbehelligt seine Straße ziehen lassen könne. ... "ii!7 .,'",,, - ji'-i Iji. -Mlli Durch eineReminiscenz verleitet. Lehrer: Jhr solltet in den Ferien Schillers Piccolomini" le. sen. Nun wollen wir gleich cinma! zusehen, wer sich damit eingehend be. schäsUgt hat. Wie hieß der jüngere Piccolomini?" Erster Schüler: Max." Lehrer: Und wie hieß der andere?" StUerKchukeib.MM Kas er nenho fbl ü t he. Feld. mlit hu einem Untcrossicier j welcher Ersahreserviftcn. die zu ,, emeMHK wöchentlichen Uebung herangezogen sind, usbildeyi MAerosslcleKMeittWch bitte mir aus, daß Sie bei Ausbildung Ueser Leute elwaZ mehr Geist entfaltenj damit sie wenigstens einen ;j -blassen Schimmer Kon nPoeiies deSVaM lonsexercirenZHnlt 'inAhFbeklägeNSwer HcI EivttisteivTastin nehmend
Mit oder ohne Annonkk?
So ?. ?. VyrhSkvt. Fs klopft a:. jperejir Eine junge Dame und ein eben sol Her Herr stehen sich gegenüber. Verehrtes Fräulein" , beginnt , bei letztere, . nachdem er sich verneigt hat, mein Name ist Rudolph Bauer. Sik hatten die Güte, meine Offerte zu fcc rücksichtigen und mich einer persönliche Besprechung zu würdigen. Ich bin Ihrer Einladung um 'so lieber nach gekommen, als mich Ihr gütiges Schreiden sehr sympatisch berührte." Sie befinden sich im Irrthum, mein Herr, es ist mir absolut nichts, wcde, von eine? Offerte Ihrerseits, noch von einer Einladung meinerseits an Sie. erinnerlich. Ich habe gar nicht dik Ehre. Sie " Bravo, da ist er ja! Das heiß: Ordre Partien !" Dafür sind wir Ihnen denn auch in Gnaden gewogen." Tamit huschte plötzlich ein hübsche, Kobold zloischen die Beiden hinein, warf seinen Muff ab, drehte den Herrn Rn dolph Bauer nach allen Seiten herum und sprudelte weiter: Ja, ja, mit dem ..angenehmer. Aeußcren" hat's so ziemlich feine Rich tiqkeit bis auf die Nase etwa, die schaut ein wenig nach links; ein gehör sanier Ehemann verspricht er auch zu werden: nicht wahr, Sie verspreche das? Tenn wohlgemcrkt, dies ist di, Hauptsache, durch welche Sie sich un sere dauernde Gewogenheit sichern kön ncn. Gelt, Luise? Aber, ?lnna, besinne Tich doch!, Der Herr ist ja " Hab mich schon besonnen. Ter Herr ist unser, das heißt genau gcnom men. Dein zukünftiger Bräutigam; er gefällt mir ganz ordentlich. Was schauen's denn mich so an, mein schöner Herr? Wollen Sie etwa mick haben? Zu spät, bin schon versehen seit einem Jahr. Mein gehorsamer Ehemann heißt Matz Mathäus Kleinpaul und ist, einstweilen selbstverständlich. GroßHerzog!. Amtsrichter, und ich bin Mizzi, seine brave Frau Großherzogl. Amts richterin auch einstweilen später werden wir Gerichtsdircctor und noch etwas sjtö: r Präsident, das ist a e) schon ab gemacht. Nun, wie gefam Ihnen denn meine Luise?" Erlauben Sie, verehrte Frau Gewiß erlaube ich ; Sie " Anna, sei doch vernünftig! Ich muß mich vor diesem Herrn zu Tode schämen. Wir sind uns ja bis jetzt ganz fremd!" Ach ja, ich hatte ganz vergessen, Tich von den Bemühungen meiner müt terlichcn Fürsorge in Kenntniß zu setzen, und jetzt kam ich etwas zu spät, um Tich auf den Besuch dieses Herrn vor zubereiten, zu welchem wir ihn eingela den haben. Das hat aber nichts . . . . Wir ihn eingeladen haben! Anna, jetzt werde ich ernstlich böse." So, Tu wirst böse? Seh' mal einer diesen undankbaren Backfisch! Tie Ein jadnng habe ich allerdings allein be sorgt, aber das ist ja gerade so gut, all hätten wir es Beide gethan. Hör nur mal: TieserHerr mit seinem UnschuldI esicht hat ein Hcirathsgcfuch in dle Zettung melnes Oukels Brummbär ge chneben. Tu weißt, Brummbär lauti ort, wenn ich zu ihm auf's, Eonkoe omme. Voriae Woche wat ich nun dort, da hab' ich ihm seine Papiere durchstöbert und bin zufällig auf den Namen dieses Herrn unter deu Heirathslandidaten gttroffm. Ich zog ganz geuaue Erkundigungen nach ihm ein, und fand alles in der Ordung, und da ich als die ältere von uns Beiden ja, ja, Herr Hcirathskandidat, ' ich bin volle acht Monate älter als sie an Dir Mutterstelle vertreten mutz, schrieb ich ihm. Tu. das heißt, wir' wären nicht ganz abgeneigt, und er solle sich heute üm2 Uhr zum Examen vorfiel len. - Natürlich schrieb ich nur unter Deiner Adresse. Begreifst Du jetzt end lich und willst Tu ein vernünftiges und sölgsamcs Kind sein? Sie aber, Herr Doktor er ist nämlich ein zukünftiger Universitätsprofessor, hörst Tu, Luise? wissen jetzt, mit wem Sie es zu thun haben, wenn Sie meine Luise nicht glücklich machen? Schauen Sie mal meine Nägel an! Adieu!" Fort war der Kobold, unsere beiden ersten Be kannten in der peinlichsten Verlegenheit zurücklassend. . Verehrtes Fräulein",- begann end lich schüchtern der Doctor, darf ich Hof fen. daß Sie mir - verzeihen? Ich wollte mich Ihnen auf die Einladung hin, von der ich wie sich herausgestellt, allerdings irrthümlich anneh mm mußte, sie rühre von Ihnen her, vprftcllen, um -Ihnen Gelegenheit zu geben, mich kennen zu lernen. . Ich wollte Ihnen auch mit Ihrer gütigen Erdmbniß mein ganzes Herz ausschüt ten, Ihnen mittheilen, warum ich den Weg der Annonce gewählt und . ' Bitte, mein a Herr, Ihre Entschuldigungen sind ja jetzt ganz überflülsig, nachdem sich das unselige Mißverständ niß ausgeklärt. Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen ich bin 1 nur ernstlich böse auf meine Freundin, die Sie hat es, jedenfalls gutgemeint mit mit mir: Ich flehe Sie an, zurnen Sie ihr nicht., Ich ich bin ihr zum ewigen Dank verpflichtet, denn, 0, lassen Sie es mich gestehen, ich. wäre unendllch glücklich, wenn lyre Em Mljchung den veabstchtlgten hätte." leidigen Sie mich nicht!" I : 4C11I1 Verzeihen Sie; ich wollte Sie ich beleidigen und ich will Sie auch nicht länger mit meiner Gegenwart belästigen'; aber ich werde meine Zuflucht zu der ittebm rin nehmen und sie anflehen, ihre Äiut::tctrecttr'M ÄöchtcttSie Hoffnung lassen, daß Sie eine gehör y , M: :: w !, a f:;?i.tj!:Js:i ,0" ';mhi same Tochter lern wollen?"
u"it te,;:;cr tdjcn' :.S ::; je t'!il:!rv:i;-;!;, NWW
Luise sank aufs Sopha; sie .wein lange vor Scham und Zorn. Plötzlich sprang sie aber auf und eilte zu Anna. Täse wollte sie mit bitterbösen Vorten ihren gerechten Zorn fühlen lassen. Sie hat schon die Hand auf die Thür? klinke, da vernimmt sie von innen die helle Stimme ihrer Freundin. Unwille kürlich hält sie iune. Nein, Herr Doctor", hört sie Anna sagen, so schnell lößt sich meine Luise nicht gewinnen, selbst, wenn sie Sie licden sollte. Ich sehe ein, daß ich in meiner Eigenmächtigkeit zu weit gegangen bin und ihr sehr wehe gethan habe. Es wird Mühe. . . . " ' Luise wollte nichts weiter hören; sie wankte zurück auf ihr Zimmer. Andern Tages kam die Amtsrichter rin. Sie fand Luise mit rothgcwein itx Augen. ' Ach liebes Kind." begann sie. vcr zeihe, daß ich Dir so töehe gethan" und wollte Luise in ihre Arme . schlic ßcn. Doch diese stieß sie zurück. Nie, nie verzeihe ich Tir das. Du Kupplerin! Tu hast mich znm öffcnt lichen Gespötte gemacht. Geh....!" Louife, ach, n mirdoch wieder gut? Herr Baner ist nicht der. . " Nenne den Namen nicht und geh', sag' ich!" Aber er liebt Dich ja doch; er hat es mir. ... Was geht das mich an. Du. Tn.." Louise vergrub sich schluchzend ins Sopha, und Anna blätterte verlegen in einem zierlichen Heft. Es war eine un heimliche Pause. Plötzlich springt Anna ans, tanzt im Zimmer herum und ' jubelt: Tu liebst ihn! Tu kennst ihn -schon lange und liebst ihn! Ei, Du Falsche! An Tir ist ja die beste Schauspielerin verloren gegangen!" Louise blickt erstaunt zu . ihr hin, sieht das Heft in ihrer Hand undspringt auf. Gieb her das Heft", herrscht sie. Sie ringen. Anna ist die Stärkere. Louise sillkt nieder. Ich gehe in's Wasser!" jammert sie. Anna aber hat "ich mit eiferner Ruhe wieder hingesetzt und blättert in dem Heft. Ihr Tagebuch von gestern", mur melte sie vor sich hin und liest: Anna hat mir sehr wehe gethan. O. wie un Mcklich bin ich..'.." ?!un, ich .vill nicht alles wiederholen, nur den Schluß, da heißt : Sie wissen ja beide nicht, daß ich ihn schon längst kenne, und daß sein Weg täglich an unserm haus vorbeiführt. Ach, ich liebe ihn ja so unsäglich und darf es ihm jetzt weniger, denn , Ze gcsteh'n". O, Du einfältiges Kind!"" eifert aufsprinzend Anna. warum denn darfst Du :s ihm nicht gestehen? Soll ich es für Tich thun?"" Anna, hab' Erbarmen! Ich sterbe vor Scham!" Ach geh! Daran stirbt man nicht. Zch werde den Herrn Doctor instruiren. Wein'. Tich jetzt nur, recht- satt, damit Tu nachher wieder lachen kannst." Ein herzlicher Kuß, und Anna war fort. Entweder war die Jnstrultionsme thode der Frau Amtsrichterin sehr praktisch, oder Herr Dr. Rudolph Bauer war ein sehr gelehriger Schüler. Vielleicht erhielt ,,n . auch Nachhilfe. Kurz: Nach wenigen Wochen sah man den Herrn Dr. Bauer mit einem aller
liebsten Frauchen am Arm ur Frau Amtsrichterin stolzircn, die feierlich zur tI..!! Vn.-t4 ' b; Ä Ujuniiltliiiumi uuuuiu uu4vi.
Jneognito. Humoreske voaPk Roderlch Lehnyarv. Das kann so nicht weiter gehen!" erklärte Frau Schulze ihrem Manne. Vom Zimmervermicthen ist zwar noch Keiner Millionär geworden, ' aber ...V Aber, Kind" suchte sie ihr Gatte iu beruhigen das hat ja auch noch Niemand behauptet!" Sei doch nicht immer gleich so aufgeregt ! Wenn auch Kie Stube ein paar Tage leer steht wir werden sie schließlich doch schon wieder vermiethen!" ;:" ' ' "' So ?" W ereiferte sich Frau Schulze immer mehr. Ein paar Tage nennst Du das ? Bald vier Wochen fehlt nun schon der Möblirte mit Pension". Tie Einnahme ist also geringer geworden, während " die Ausgaben täglich wachsen. Die Steuern sind auch kaum noch zu erschwingen!" , ' " Halt, ' Gustchcn ! nicht über die Steuern räsonniren !" warf Herr Schulze ein, das kann ich als pensionirter Beamter nicht' mit anhören ! Uebrigcns habe ich ja kürzlich deswegen reklamirt und wird wohl i; bald eine Aenderung eintreten. 'MaZ' wenn nun erst unser gutes Kind, die.Trüde,KvW hcirathet ist - dann: haben wir beiden Alten ja nur noch für uns allein zu sorgen und ,, Hunger haben wir doch schließlich nie zu leiden brauchen l; M Na, das fehlte auch noch !" brummte die theure, Gattin und . Mutter vor sich hin ; doch dann, plötzlich den Ton wechsclnd, sagte sie: Du, Alter, o ganz sicher ist das mit Trude's' Heirath noch lange,uicht.MMI"N ' Nanu ?" wunderte sich Schulze ; Arthur ist doch so ein netter Mensch und spielt vortrefflich Skat !" m ..Und1,dn:tüaii aüch," stimmte Frau Schulze bei ; aber Tu weißt doch, sein Vater giebt nur 1 die Zustimmung zu einer reichen HeiraH," '.,,i.MZ DMä,öie wird eS ja auch, Gustchcn, wenn er das nöthige Geld mitbringt !" Abeftiftnlfc södümm)ZfDVmurrM chonicb'cruurü Jch stelle, mich ja garnicht, Gust. Heu ! ,,,-UmöGllMmer!Z?!Skj ZAaDSrezweittt den wir leider noch niemals gesehen haben, will sich heimlich nach unseren Verhältnissen erkundigen und wird sich höchst wahrscheinlich unter irgend einem iLorwande incognito bei uns zu schaffen 'in i I! .: '. '!!' ClI .I'ir.ii: -l'itS'. ii -!!!!..,.!..,..!. ..!::,:'..,..:.'.,..: 7, ... 1 (
machen; vielleicht kommt er als Wph nungssttchender oder dergleichen." Laß' ihn doch. Gustchcn! Wenn dann Arthur gerade bei uns ist, kommt vielleicht noch ein vergnügter Skat zu Stande!" i,Nun höre aber bald einmal auf mit Deinem Kartenspiel!" ereiferte sich Frau Schulze. Der Schwiegervater wird also, wie ich aus ?lrthurs Reden merkte, kommen, um zu spioniren und unsere, namentlich Deine Aufgabe ist es, ihm zu imponiren! Kannst Du das?" - - - - . 0 Ach, yustckM." machtcHcrr Schulze mit, kläglicher stimme, ich habe noch nie imponirt." Das schien sein Weibchen auch einzusehen, den sie ,nahm ihm nur das Versprechen ab. gelegentlich des Schwie gcrvate? -Besuchs nicht etwa gar über ihre zerrütteten Vcrmögensvcrhältnissc zu klagen, und Schulze sagte ihr mit verschmitztem Lächeln zu, sogar, als arger Renommist aufzutreten. ' Eines Vormittags saß der gntc Schulze gemüthlich auf dem Sopha und studirte im Local-Anzciger sammt liehe in Chicago irno Umgegend pas nrten Mordthaten, als ein schriller Klingelton feine Andacht störte. Er mußte selbst öffnen, denn ein DienstMädchen war nicht vorhanden, und seine Gattin nebst Tochter hatten einen höchst wichtigen Gang zur Markthalle, unternommen. Ein ältlicher Herr, mit zcistvollen Zügen und röthlichem Vollbart trat ihm entgegen. Kann ich den Herrn vom Hause sprechen?" sagte er kurz. Meine Frau ist leider ausgcgan zen!" erwiederte der zerstreute Schulze; trotzdem geleitete er den Fremden in's Vorderzimmer. Bitte, setzen sSie sich!" sagte Schulze dort .Womit kann ich dienen?" Der Fremde nahm den noch kurz vor ser von Schulze inngehabten Platz dattsend an und legte den Lokak-Anzeigc? som Sopha au den Tisch.' Schulze sah besorgt nach seinen Mordberichtcn, Soä) dann ermannte er sich zu eine? noch naligen Frage. ..Hm" machte der Fremde verlczen mit der Zeitung spiefrnd ich 'omme nämlich eigentlich incognito! s!cicrmi:t!en ja wohl, nicht wahr?" .Aha'- jetzt ging Schulze ein Licht tils incognito! Das ist vielleicht klrthur's Vater! Sehr schlau sangt der torni aber die Sache nicht an! Na varte!" Sich vergnügt die Hände rciknd, sagte er dann laut zu seinem Ge lenübcr: Jawohl, wir vcrniiethen, iber nur zum Vergnügen, um ein wc lig Unterhaltnng zu haben. Das Geld manchen wir keineswegs; denn wir sind als Rentiers Gott fei Dank !o gestellt, daß wir bequem von unseren Zinsen, leben können!" ,.So, so? I, sehen Sie 'mal!" nachte der Freinde ein langes Gesicht wd drehte die Zeitung nervös zu einer Spirale Sie Müssen ja in beücidenZwttthen Verhältnissen leben! haben Sie denn Faihilie?" Aha!" frente ffch Schulz im Stillen jetzt lenkt cr's Gespräch chon ans meine Trude!" Lächelnd er ählte er nun von seiner braven, Wirth chaftlichcn Tochter, die im Stande vare, einen jeden Mann glücklich zu machen u. s. w. Der Fremde hörte älles ruhig mit an, steckte in der Zer örcuung den vollständig zerknitterte Lokal-Anzeiger in feine Üeberziehertasche Und, nachdein er sich daß zu vcrmicchende Zimmer flüchtig besehen, empfahl er sich mit dem Versprechen, bald von sich hören zu lassen. - In , dem angenehmen Bewußtsein, schlau gehandelt zu haben,' wollte sich Schulze mit den noch übrig gebliebenen Zeitungsblättern trösten, als es schon nieder klingelte. ." ' , Na, wer kann denn das schon wie der sein?" wunderte sich Schulze und iffnete. Ein kleiner, , korpulenter Herr krat ein. . , .. ,,. : , Guten Morgen!" sagte er den, Hut lüftend und sich den Schweiß von der Stirn wischend ich bin ganz wßcr Athem, Puh! Ach, diese drei Treppen, das greift an!" ,,, 4 Schulze nöthigte , ihn ins Zimmer. dot ihm einen Stuhl an und blickte fragend zu ihm herüber. Der Ticke schien ihn zu verstehen. Ja, was ich vlll, nicht wahr, das mochten Sie gerne vissen?" sagte , er. Ja, lieber Dann, das ist so'ne Sache, Siewerden 's lber gleich merken!" , , Schulze'n wurde ganz dumm zu Muth?. Ter Dicke sah sich prüfend im Zimmer um, . -dann sagte er plötz
Nicht allzu herrschaftlich eingerichtet, da brauchen Sie wohl nicht viel Steuern ahleN?" . . ; mm Steuer! Tas Wort ,, ging Schulze durch und durch.! Ter, Fremde hatte sich verrathen! Wegen d:r Steuer kam tr, weil Schulze reklamirt hatte ?!un hieß es aber wieder einmal schlau han sfrt 31111 "' ' : ' .v " " n "" ' ;'- - '. " i; wvtt 51' i .ü,, ii'!;''!1 ! ''jli'iillli. e m .! . :':;, .' ,i' i!'l'H.!t"w muüxit Schulze glauben Sie nur das nicht! De Steuern sind gar nicht mehr zu erschwingen; ich ' mußte - , schon deswegen eine Eingabe machen! Meine Frau, Tochter und ich leben nur dürstig von meiner kleinen Pension und Zimmer Vermiethcn; aber leider steht unser einslg' gut möblirtes Zimmer schon seit acht Wochen leer. Tie Möbel darin Und natürlich auch nur auf Abzahlung Und können ta glich wegen der unregelMäßigen Zahlungen wieder abgeholt . Z l'':i,,Ti. ..ii.':;:e:,".lv:;!;:;l!äAi:i.-ir-:! iij'yf toCrdCN.j;;;.;.:;i.jHiiij,;i:,; Hm." - brummte der Ticke, sich erhebend und 1 zum Gehen wendend . V "' !!,: 'p''- ' " li, ich.tonßcnugliiiSilb tzUndFwerden das Nöthige veranlassen?" begleitete ihn Schulze bis zur lü;j!:;!:;:::;ll;;i Und werde das Nöthige veranlassen!" wiederholte der starke Herr eigenthümlich lächelnd und stieg die Treppe hinab. F Nicht wenig erstaunt warHerrSchulze, Bis er am andern Morgen zwei Briesi
erhielt. Der eine kam von der Steuer Behörde und erhielt die Mittheilung,' daß auf Grund persönlicher Prüfung - Schulze's Eingabe nicht nur abgewiesen sondern er selbst sogar in eine höhere Sreuerstuse, versetzt seil Der andere Brief kam von Arthur's Vater, der in gefchaftlicher' Kürze )tt klarte, niemals seine Einwilligung' zu einer Verbindung seines Sohnes mit Fräulein Schulze 'geben zu wollen, nach dem er sich gestern incognito persönlich von den geradezu schrecklichen Verhält niisen dieser Familie, überzeugt abe.' Zur .Beruhigung der verehrten Lcscr bleibt nur noch übrig, mitzutheilen, daß es fch!icßlich..doch nock) den vereinig ten Bemühungen der resoluten Frau Schulze und der jungen Liebcsleute ge lang, durch ein offenes Geständnis; der fatalen Verwechslung, den strengen Schwiegerpapa in spo und die hohe, wohllöbllche, noch strengere Steucrbc hörde zu ihren Gunsten umzustimmen. Herr Schulze hat aber seit jene? Zeit eine heilige Scheu vor dem kleinen Wörtchen:' Incognito. Tingvögelchen. Von Wilhelm r-lhe.
Singvögelchen" wurde sie im ganzen Hause genannt, und viele Bewohner umschlon die- Micthskascrne, in der Elise Bcrger , ihr Heim besaß. Ter Beiname war der Tochter des fünfzigjährigen, schlichten Eilenarbeiters gcgc den worden, weil sie stets heiter und guter Tinge war und mit dem Zeisige, der im Käfig über der Nähmaschine hing, um die Wette zu singen schien, keine kunstreiche Melodien, keine Arien oder Solfeggicn, sondern einfache Lie der und Couplets, wie "ihre ungeübte Stimme sie bewältigen konnte. Die ungetrübte Heiterkeit' war jedoh nicht ihr größter Vorzug: die ihr näher standen. bthausteten, Aschen Berger sei das beste HansmüttcrcheN, das sich finden ließe obgleich sie noch nicht zwanzig Jahre zäblte,, und tüchtig für Geschäfte nähte. ,Sie führte thatsüchlich die ganze Wirthschast. kochte und versorgte ihre zwei jüngeren Geschwister bon'zehn und, zwölf Jähren. Dabei war Alles in ' der kleinen Wohnung blitzblank, und man konnte es kaum begreifen, tvie ein so unbedeutend aus schcnd.'Z Kind das alles zu schaffen im Stande sei. Thatsächlich sah SinAvögclchen., scLi nnbedcutcnd aus; sie besaß nicht einmal hübsche Züge; doch schauten zihrh brauen Augen so treÜhcrzi Und uWtrübl darein, daß man unwillkürlich freund' llch zu ihr war und mochte sich der Aer ger noch so' breit in der Brust gemacht haben. , Wunderbar warmes nicht, daß ihre beiden Schwestern voll Liebe an ihr hin gen. Doch, des Lebens ungetrübt Freude ward keinem Sterblichen zu Theil, und der Himmel Lischcn Bei ger's sollte nicht immer heiter glänzen. Wer in einer , großen Fabrikstadt lebt, sieht in den Straßen des ArbeiterViertels an dem letzten Wochentag: Abends Gruppen von Weibern, denen Meistens der Stempel der Noth, des in neren Zerfalles ans das Antlitz geprägt ist. Sie warten auf ihre Männer, dencn der Wochenlohn ausgezahlt wird, mW diesen geben zu lassen. Heute müssen die Schulden der Woche bezahlt werden, sonst borgen Bäcker, Fleischer, Matcrialhändler dem schlechten Kunden nicht weiter. Jetzt kommen die Männer aus dem Comptoir; aber ihre Blicke fallen auf ihre Weiber nicht liebevoll, denn sie sehen in -ihnen nur Mahner, die ihnen den letzten Groschen nehmen möchten, und doch haben sie selbst ihre Rechnungen in den Restaurants und Destillationen auszugleichen. Die Gatten entfernen sich hadernd und heftig gcstikulirend. Zu diesem Gange hatte sich Aschen noch nie zu entschließen brauchen war doch ihr Vater, ein nüchterner Mann, der die Häuslichkeit liebte und am Ende der Woche ' stets heimging, um von sei nen verdienten zwanzig Mark sechszchn deui - hausmütterlichen Töchtcrchen zu übergeben. : An einem SonnabcndAbcnd l; im November kam aber der Vater nicht nach Hause, man. mußte ohne ihn zn Abend essen. Er war auch nicht zur Stelle, als die Kinder fchla ert gingen. "Auf deren Fragen, wo jener biieb?. hatte das Singvögclchen nichts zu ettvidcrn gewußt. Es wurde zehn Uhr, Aschen vermochte an , der Nähmaschine nicht mehr zu arbeiten! War - ihm ein Unfall ' zugestoßen?" Elf schlug es. Sie griff nach dem Um schlagctuch, sie wollte, ihn in ihrer Her zensangst aufsuchen, doch wohin k sollte sie sich wenden ? ' " ; " " , , ' ::: Noch einmal öffnete v sie das Fenster, ntd hinauszufchauen) Ja das war er,' scin Schritt, dem jedoch die Festigseit fehlte. Jetzt stolperte er die Treppe empor. Elise ergriff die Lampe und leuchtete hinaus. Der Vater schwankte herein, die Augen stier, den Mund zu einem Lächeln, in die Breite gezogen. ' Vater, wie siehst Du aus ?" Arlef SingvögelchcS entsetzt. , , ' iNst, wie denn? Ich war in Gesell schaft wir haben getrunken, gespielt. Es war gottvoll!" f.:X : :-4 1 Er fiel mehr auf den Sessel,, als er sich setzte..,', Äppi SieLaWMM ist nur gut, daß Du jetzt zu Hause bist. Willst Du zu Abend essen?" , ' , Ist nicht nöthig. Den Teufel auch! Das war ein lustiger Tag. Ich geh zuBett, Am folgenden Morgen fragte sie den Vater, der heu te mißvergnügt und siir ster blickte, nach dem Wochcnlohn. Ter Alte sah sie verwundert an, dann griff er in ' die Westen zwei Markstücke auf den Tischi W:s&a$ ist heute Alles," erwiderte er. Du mußt Dich eben diese Woche einrichten." Mit zwei Mark?" wandte sie leise eih;i Nun ja, Du verdienst ja auch, muß:
Tir schon etwas gespart Haben. Könn, test mir euch die zwei Mark Mtt lassenMU - ::M'f'; Tu wnßt. daß Frauenarbeit sehr schlecht bezahlt ,.OirdMSuch kann ich nichtzsoittoährend an, der Mhinaschzne sitzen. In voriger Woche hzbc ich den Bindern Winlcrniäutel gekauft." ' Summ genug,' das'hätte auch noch Zeit gehabt. Nun, wie ist es mit den uix'i Mark? Tu willst sie nicht gebend Gut, der blaue Engel (das Wahrzeichen der Destillation) borgt mir schon." 'Vä!ör7'''UM''''lzZLttcsÄl!!cn ;; borge nicht." Dann gib mir das Geld." ... Pater, gch nicht in den blauen En zel," bat sie, während sie schüchtern das Geld hinschob. - Ich bleibe nicht lange " versehe er VI J ' , :j" : .: . . . 'u .-. . ,,, , ,,; und eilte fort. Er blieb doch länger, r als sonst, - kam. auch, müde zurückstund -sich nieder. Das war der erste traurige Sonntag, dessen sich die Kinder seit Jahren er innern konnten. Eifriger als sonst nähte Singvögelchen an der Nähma fchive, aber sie sang nicht.- Der Zeisig blickte sie ganz verwundert an, begann auch einige Vtale anzuschlagen, als er jedoch kczne Antwort erhielt, setzte er sich auf die oberste Sprosse, steckte,, den Kopf unter die Federn, zog das eine Bein hinauf und entschlief. Die Verstimmung ajng diesmal vorüber, schon nach einigen Tagen hatte der Zeisig seine Begleiterin wieder. Aschen hatte sich mit ihrem ersparten Gelde eingerichtet, daß sie nicht zu borgen brauchte. Daß ließ sie die alte Heiterkeit wieder finden, So kam wie der der Sonnabend Abend. An demselben hatte Berger wieder gewinnen wollen, was er am vorigen Sonnabend an den Verführer Galgcnberg verloren hatte. Vergebens, er- kam ohne einen Pfcnnignach Hause. Am Sonntag trat Aschen vor ihn hin. Vater, was soll daraus wer den?" sagte sie, ich habe nur meinen Verdienst von vonger Woche." Mache mir, zu meinem Unglücke nicht noch Vorwürfe!", schrie er und schlug mit der Faust auf den Tisch: Es wird schon anders werden, muß anders im--VCN;" ; - Wenn Du es forttreibst, nicht!" be merkte sie. Er sah sie drohcd an unt ging. Cingvögelchm setzte sich an die Näh. Maschine, und dieses Mal war es wirb lich mit dem Singen vorüber. Dagegen arbeitete sie von Morgen bis in du Nacht. . Der Zeisig sah sie wieder, vw wundert an und schlief dann wieder aus der obersten Sprosse.- Die Bcrgcr'schk Wohnung war nicht mehr wie sonst un! war doch -, dieselbe. Der Zeisig wa, nicht mehr wie, sonst, und Singvögclchen noch weniger. , Sie beklagte sich nicht, aber sie arbeitete still ' und traurig Dei Vater ging seiner Wege, und die jüngeren Kinder saßen flüsternd in eine, Ecke. Nur einmal war es lebhafter her gegangen, das war, als der Vaier da Jüngste hatte schlagen wollen. Da war Aschen aufgesprungen und hatte sie, ihm fortgerissen. - ; i Ist es nicht schon genug, was wir leiden." rief sie. : Er hob die Hand ge gen sie ; , aber sie blickte ihn furchtlos an. . Dann sank , seine Hand hinab, and er meinte : Für dieses Mal soll es genug sein." Hierauf ging er murrend hinaus. Wohl, sechs Wochen waren vergan zen, in denen Singvögelchen keinen Haut hatte vernehmen lassen, als einer von Bergers Kameraden mit ihm denselben Weg ging.' ' " Ich bin heute Deinem Aschen be zegnet? sagte 'Jenen ..die sollte zum Arzt gehen. , Ich glaube, die hat Eins fortbekommen." . Das Wort wirkte. Der alte Arbeiter faßte erschreckt seines Kameraden Arm. Du meinst wirklich?" rief er. Sie sollteckrank sein?? , Ich kann mich irren;,, aber sie sieht wie eine Kirchhofs-Eandidaten aus." Als der Vater nach Hause kam, war er in größer Aufregung. f: Bist Tu krank?" frug er seine älteste Tochter. , -. ,rt :- ? ' rNein, neinZ" 'persetzte, Singvöge-
O ja!" rief er ängstlich, Tu bist krünk ? Gehe zum Arzt, er kostet uns ja nichts., " ji ' Der hilft mir nichts," hauchte sie. Es ist nichts, ich bin nu?. etwas müde." ' Tu arbeitest zu viel." ' ' " '''' , '..Und ,,, wovon sollen die Kinder ' Er blickte ihr, scharf iu die Augen, dann sagte er: ' '. . " ' Meilist Tu wirklich. ' daß es besser wenn ich morgen 'nicht in den Blauen Engel" gehe?" ' T '":Was würde Galgcnberg dazu sagen?" V, : . i ""'.Ich gehe nichts m 4, , f Mit den Worten reichte er ihr, d:e Hand über, den Tisch. Sie legte die ihrige hinein. . 1 m "' SDU:; toirsifel nicht können. M Er brachte es doch über sich, und als er ihr die zwanzig Mark gab und nichts zurück haben wollte, sank sie an seine ?r fir' -r" ":! ''i'fi- -iiJI!i ".. : iiiffftisw i;m MU$04ßMMfi werde ich auch bald wieder aesu nd werist -:'' ' 1 ,i. ,-:;: - . ' :--: 1 , i.liflffiir; " li'IJifl'liil'iSill- 1 Am folgenden Sonntage es war ein schöner Wintertag ging die ganze Familie zum ersten Male wieder vor das Thor. Sie trafen dort einen anderrri 91rbctr ' V' ' ' T'-Jf :vviil;i rcn. irotutr. z-iHr DfMißhM'WW fiern'l imul5(oüefe:i Enget passirtc ?" i . ,'1''iy"4 : V '"üiii;, Ü5ii,; 'f I!, Ü 'i' W r-: l;f ' vi'W V " i fragte er. . , , IÄchlwtt müde, mich - von Galgenberg ausziehen MllaffenZMWBMWMVzWK 0 fti. ' ' , v;!il!:;' iij.i'i'i'!!!:,:! 'l.liiiJiUlf ,:.ZK,z,:,,,.g,L'?:::,,l ttf.Doa sind Andere auch müde geworden,Kmcinte der Arbeite Wund paßten ihm auf die Finger, und da lag der Hase im Pfeffer. Er spielte falsch. Da schlug man auf ihn los. er 10a daZ Messer, aber es half nichts, und endlich Z
lag er da und rührte kein Glied. Tie Polizei kam hinzu , und nahm mit sich, was sie fassen konnte. Uebrigcns ist Galgenbcrg nicht todt z aber ein Vierleljahr ivird er wohl im Lazarcth zu bringen. Der Blaue Engel" ist ge sühllos. Er habe sich gar zu sehr über die Unverschämtheit des alteiU Hinze', ihm für sein schönes Pferd nur 500 Mark- zu bieten, geärgert, behauptete ir, und jetzt sollte derselbe den Schim-' mel erst recht nicht haben. vit Na," meinte Ockermann schließlid). 'Jann M es nicht anders, dann muk ich selbst in den sauren Apsel beißen! Wirst Tu mir denn wenigstens, wenn ich Dir den Schimmel abkause-. die zehn Thaler herunterlassen? Du weiß! doch, daß ich zu allen Zeiten Dein getrenkr Kachbar gewesen bin!" Ja, mein alter Junge," war dies mal die im fttundlichsten Tone gege bene Antwort des im innersten Herzen ja durchaus nicht bösartigen Kunze, . das ist ja ganz was Änderes! Tir lasse ich selbstverständlich den Schimmel ttwas billiger, das ist ja ganz klar! Aber sage mir aufrichtig, nicht wahr. Tu willst ihn dann dem Hinze wieder verkaufen? Ist es nicht so?" Jawohl, so ist es!" entgegnen Ockermann offen und ehrlich, aber ich
, verspreche Tir gleichzeitig, daß, ich den i :t r . . . . . ' r ' " yinze veranianen rveroe, zu cimm schändlich iiiedrigen Gebot von ?M Watt noch eine Kleinigkeit zuzulegen, sonst bekommt er., das Thier auf keinen Fall!" Ist das Deine aufrichtige Absicht?" schrie der alte Zlunze im höchsten Grade freudig erregt, 1 dann hast Du meine Hand, mein lieber Freund, der Schim :nel ist Dein für ,140 Thaler ! So war dieser Handel also glücklich abgeschlossen. Ockermann legte seine UO Thaler (alias 420 Mary in hartm Thalerstücken auf den Tisch des Hauses nieder und die Beiden schieden von ein Ander mit demjenigen' Gefühl alter zrößter gegenseitiger Hochachtung, wie man dies, Äach!k einem glatten Gescheit kben stets auf beiden Seiten zu empfin, ,Cfi,i1t Ä. !lj i ll-'jlsii den pflegt. m Wzi liiTcm;! warmherzigen, aufopfernden Ockermann aber erübrigte ja nun noch die schwierige Aufgabe, wenn er sein einmal, angefangenes gutes Werk vell- , ii Vl r 'LPtiti ?i:'J'.V i' f1"' ,11: t " ständig Machen wollte, seinem herzluben Nachbar Hinze den für ihn allein er standenen Schimmel sdenn er selbst konnte denselben absolut nichts gebrauchen) nun auch thatsächlich anzuhängen! Zu meiner großen inneren Besriedi gung und sicher auch zur Freude aller meiner verehrteil Leser muß ich.berich ten, daß ihm dies vortrefflich gelang. Hinze, sah es nach einigen überzeugenden Worten, die ihm Ockermann in seine ja ebenfalls nicht ganz verstockte Seele hincinpfropfte, gar bald ein, da er n:i! etwas zu großer Hartnäckigkeit aus sei ncm Gebot von netto' 500 Mark be- .. 4 'L, . 'i'ff m il f -v ,Ä "'J standen habe, und da zctzt Ockermann und nicht mehr Kunze der eigentliche Besitzer des Schimmels war, so leglc er willig und' gerne auf bic fünf blauen Hundertmarkscheine noch ein blitzendes goldenes 20 Markstück drauf, denn er brauchte sich ja nun nicht, mehr , unter seinem eigenen Misthaufen beerdigen zu lassen, eine Art von Hünengrab, daz iln' doch am Ende nicht recht gepaßt haben möchte. , So schied man denn auch hier mit der vorerwähnten Hochachtung, wie sie jede! glatte, Geschäft mit sich bringl; Ocken mann hatte freilich nutzer- der Hoch tung auch noch 100 Mark basr derdient! . r Wie gesagt, im Pfcrdchandck und in der Liebe koinmt es unendlich häusij? auf einen gntcn Mittelsmann an. Gedankenkleln. Es wäre besser, wenn die Menschen sich einander weniger hoch als lange lc den ließen. ' G ,, , if. -0 Dichter sind die literarischen Schnei, der, sie kleiden die Gedanken in Worte eiN . i i i: , .. M lil ,1s.:, I f," v. .j fA;: l Ueber den politischen Tagcsfragctz llegt ot die schwärzeste Nacht. M H. W '
-iMIS'.
' Auf der Jagd nach dem Glück trifft man die meiZten Sonntagsjäger. ff "M 3bnvlef,ljyj,i !: . Wie mächtig muß der Liebe Sprache ? sein. Da sie so viel vermag Mtiia!5!:UnS : Einen schlechten Witz unterdrücke::. ist oft schwieriger, als einen machen.
Hüpllchlcit ist die Anstandödame dc: exW - t-S&i
tUCJUiU. :i p Scherzfrage. l Wann fetzt ttch ein Historiker zur Vns.i'? iwel mm mmmmBm m n'-'i - , y l; i':KJt;:i!ii.:!ii!iirj-w!:iV -'ü feWi, ,Bä.p sh a fnmerr;-: Sie, an dieser Stelle wurde MeinciweH! On" MlDüellnuRelöchtenl Duellanten ist mein jetziger Mann!" :ltif 11. 4U. iiWAi' :;fr.-i t-'ir'.i"-'i:l!:Ä?,!!E uiiu muiii ium yet jjytuunif iciuc : bSseUFolgenP gWeDas5Gege nl he N5ÄCrskcr ,S; Biüoirif !EUiw5ör4tt6kn hat man ; mich aus dem Pscrdcbahnwägcn gewicsen!" Zweiter Student: Sah man Dich nicht für voll an?" Erster SW dent:i'Jm GegenthnlWGiM SöMl?hniÄMWWr: Bildet einmal ahnliche Sätze, wie z. B'dasHäschenißtMohlMJrihHm:' Das,Kasch $ ant: Nur immer koüragirt Jungens ! Ich bin auch nicht an einem Tage 'n l Genie geworden !"HHZZ,
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