Indiana Tribüne, Volume 15, Number 147, Indianapolis, Marion County, 14 February 1892 — Page 3

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Sergius Vanin. Ha man von OeorgeZ Ohyst.

fll. Fortsetzunz.) oi Frühlwg rssx rsitterzekthrt. nicht rttt Mtchitmct 'Gelundheit. rretz der ichöntn. armen Taze. Sie ar allcr KlngK nicht gerade leidend, aber eine Art kSJ. Mattizkttt hatte sich Ihrer bemäch, uzt. und et vtfgwgtn ganze Tage, ohne daß sie sich von ihrem Sofa erhs den i.-HSllt. Ihrer Mutter gegenüber rsar fte ganz wie früher sehr liebevoll. Sie. Zchken da Bedürfniß zu fühlen, die ZZrttichketl. selche sie roZhrend der ersten Zetk ihrer Ehe der Mutter entjg, tn hatte, ihr wieder zu erfetzen. Ihrem Manne machte sie über die Axi, rsi er seine Zeit verbrach::, nie ein Bemerkung, obZchon sie ihn nur selten zu sehen bekam, höchsten; rsäh ttvti deK Mittagsmahls. Allroöchent ltch fchrkeb sie an Pierre, der sich rsieder tn sein Bergwerk vergraben Hütte, und z'fsul, wenn sie einen Brief abge jjntt.Jflstb ihre Mutter si: noch nieder grlchksztnk, und bleicher als vorher. StlgkuS und Jeanne rourden immer dreist, renn sie fühlten, daß sie nicht iiikkscht aurden. daß ihre Sicher? lfit ungefährdet war. Da! HauZchen in dkrAo-nu?Maillst ar ihnen jetzt zu eng, sie fehlten sich nach freier Bewegung, nsch.dkkn Voulogner Wäldchen. Auch Kax ja die Lust im Freien so mtld und die Veilchen dufteten so fuß. S'e hatten das Bedürfniß, Arm in Arm. sorglos und jterf, zu lustwandeln. Auch hstle sich ihrer ein gervisseS Verlangen bemächtigt, der Gefahr Trotz zu bieten. Sie ollken. tag man sie verein! sehen, daß man sie für in neuvermähltes (5he paar hallen möchte: in neueZ Leben rsollten sie beginnen und ihrem Geschick. deZ sie doch selbst gewählt hatten, ,ine ne-e Richtung geben. Eines Zchsnen Nachmittag? verließen sie ihr Häuschen. Jeanne cat dicht verschleiert, aber bei dem Gedanken an die Folgen, rcelche diefe Dreishgkett habe könnte, zittert sie dennoch, empfand aber auch eine geheime Wsnne Karin, daZ Wagzis zu unternehmen. Eie suchten die einsamsten Wege, die gu heimsten Winkel auf und kehrten nach einem Spezicrzange von einer Stunde eilenden Schritte; heim. Es n?ar, eine plötzliche Furcht über sie gekommen, als .sie gegen Abend die dicht gedrängten WozenrethkN ankommen sahen. Diefe Sxaziergänge wtederholktk: sich und die Liebenden gerochnten sich an die Gefahr. Jeanne unterließ eö indeß nie sich, in der Sorge um ihr Sicherheit, dicht zu verschleiern. Ihre Promenaden erstreckten sich gewöhnlich 6:5 an den von Gebyschrn umgebenen Teich. Den. hin ter dem tichtfn'i'aab waren fl verbor' gen und eernahmen in der Ferne das Geräusch der auf den rrrain dahin rollenven Equsxsgtn; uwgebkn rem n0 genden Treiben des Pariser LebenZ, kannten sie sich hier, an diesem fchakti, gen Plätzchen allein dünken. Alß sich die Prtnzipalln stet! TaglS in Geschäften nech St. Cloud begtben roollke, fuhr sie gegen vier tlhi Nach, mittags durch das Aeulogner Wäldchen. Der Miljcher halte, um in feiner gohrt nicht eusgkhalteu zn werden, einen Um roeg Hemsrcht und sich gegen GsgakiU hingewandt. Frau DeSoarenneS, d:e sich m 'balsamischen Dust der Segeta. tion laben wollte ließ da Wegenfenster herab und strebte den Kors hinaus. Sie war in trauriges Brüten versunken und wiegte sich in den weichen Krsien threS Wagens, wahrend sie ahnungslos die dichten LeubwLnde zu bilden Seiten des Weges an sich vorübereNen ließ. Als sie' sich in der Gegend der Villa befand, die ehemals der Generalfekretär dcS Seinepräfeklen bewohnte, wurde sie durch ein Sprenzfatz aufgehalten. Ali Frau DeSvarenneS ihren Chr körver weiter hinauSbeugte, um dai Hinderniß zu sehen, welches ihren Wa,, gen aushielt, rvard sie xlStzlich wie oer steinert. Än der Wendung tr.S Fuß wcgeS hatte sie xlZtzlich SergiuS erkannt, der dort mit einer Dame om Ärme spa zieren ging. Sie stieß einen dumpfen Schrei aus. daZ Pärchen wandte sich um, und a!Z es den funkelnden ölugcn dieses bleichen Gesichts begegnete, macht ti eine plötzliche Wendung nach rückaZrtZ, um sich diesen Blicken zu entziehen. Cin einiger MomentA und Frau DeZoa renneZ car auS dem Wagen gesprungen. Die beiden Schuldbewußten flohen eilig den Fußweg entlang. Unbeküm rncrt um die Meinung der Menschen, aufgesiachelt durch einen grenzenlosen Zorn, folgte ihnen die Prinztpaltn und suchte sie einzuholen. Hauptsachlich wollte sie die sorgfältig verschleierte Dame anhalten und erkennen. Sie er rielh, daß es Jeanne fein müsse. Aber entfett wie ein flüchtige Reh eilte dlefe Frau weiter und suchte eine Seitenallee zuneiche.i. Frau DeSoarenneS verlor bei Athem und mußte stehen bleiben. Sicherte noch da5 Zuschlagen tner Thür unb ein Miethmagen, der am Ende deS Fußweges gehalten hatte, eilt: an ihr vorüber und entführte die LerZikblen nach der Nichku:,g zu, Stadt: y , j Einen Augenblick blieb die Prinzspolin zögernd siehe, dann faßte sie einen tznischluß und rief dem Kutscher zu: .Nach Hause!. ' I ' . Sie ließ St. Cloud und ihr Geschäft im 'Stich und kehrte, nur einige Sekvn den nach der Ankunsl iek Fürsten, in dic'Etraße St. Dominique zu,ück. ": Ohne in 'ihr' Comptoir einzutreten, ohne Hut und Mantel abzulegen, , stieg .sie sofort in SergiuS Wohnung hinaus .r:nd krai unverzüglich in sein Rauch ' zimmer. - ' ' ' . - :- y ! ' Panin war anwesend; augenscheinlich , hatte er sie erwartet. Als hrau DeS varenneS eintrat, erhob er sich und sagte 'r c. cm nut - vc. iTt ' rallZktNS: JJian (icyi, u iu Hause sind; Sie treten ein, chne onzus klopfend ' : : ; t 'Dte.Prinzixalln machte in Zeichen oer necuo. .Ak:::ePhr2sen: fegte sie. .drr Ztw V ,,

IBUJUl'UJL.

xunkt wäre schlecht gewählt. Meshatt Utfen Sie sseben. als Sie mlch erblick, len, davor:? .Sr: hben eine sonderbar ?!?!,' die eure zur Nebe zu irtNen. antwsittett r leichthln. Sie mache la :ne sörm liche Z?avalleries:täcket Die Person, mit der ich mich unterhielt, bekam Furcht und nahm Reißaus und ich folgt ist. . .Da sie Furche bekam, ihai sie also lweZ Unrechtes? Sie kennt mich alsc? .Wer kennt Sie denn nicht? Sie sind ja fast berühmt . . . '. auf dem Mark:!" Frau DeSoarenneS nahm von dteser Beleidigung keine Notiz, sondern rrar einen Schritt' näher' und sagte : , W:r Ist diese Frau?" Wünschen Sie, baß kch Sie Ihnen vorstelle?- tragke d Fürst ruhig. (H ist eine Landsmännin von mir. ne Polin Sie lügen!" schrie Frau Dekraren neS. die sich nicht länger bemustern konnte. .S'e lügen unverschämt! - Eben wollte sie auch noch hinzufügen: .Dieses We'b war Jrannek" Aber in Nest von Vorsicht hielt diesen S2Y von ihren Lippen noch zurück; sie schwieg. SergiuS war bleich geworden. Si vergessen sich. Madame, (n; höchsten Grad," sagt u mit bebender Stimme. .Seit einem Jahre vergesie ich mich, nicht aber setzt! Als ich schwach war. da vergaß ich mich", fuhr die) Prinzipalin aufgebracht fort.' 'Solange, zwischen Ihnen und mir Micheline stand, getraute ich mir weder etwas zu thun, noch zu sagen. Da Sie aber, nachdem Sie das Vermögen meiner Tochter fast ' durch ge. brächt haben, sie such noch betrugen, so hören alle Rücksichten auf. lledrigenZ brauche ich heute nur in inzigeS Wort zu sagen, um Micheline auf meine Seit zu bringen . . . . " .Nun. so sagen Sie eS doch! Sie ist hier, ich will sie rufen!" In diesem wichtigen Moment fühlt Frau DeZvarenneS Zweisel in sich auf steigen. Falls nun Micheline in ihre, Verblendung ihrer Mutter nicht glau, den und rhrem Mann noch einmal recht geben würde? Sie machte eine Bewegu.nz. um Sr gtus zurückzuhalten. ftich! einmal die Furcht, daß Si durch diese Entdeckung Ihre Frau todten könnten, hält Sie zurück!" saqte si bitter. .Was sind Sie doch sär in Mensch, der so wenig Herz und so wenig Gewissen hat?" Pankn lachte und erwiderte: Sie sehen nun, was Ihre Drohungen werth sind und was ich m!r daraus mache! Verschonen Ske mich also künftig damit. Sie fragen, waS ich für tn Mensch bin? Ich 'will e Ihnen deutlich zu machen suchen. Ich bin ein Mensch, der nur wenig Geduld hat, der S nicht gern sieht, wenn man seine Freiheit te. schränkt, der darauf hält, Herr bei sich zu sein. Merken Sie sich das und han, deln Sie danach." ' ' Frau DeSoarenneS fuhr bei diesen Worten auf. Ihre Wuth, die sie aus Furcht vor ihrer Tochter bezähmt hatte. kochte über und stteg rhr zu opf. CM rief sie. .steht e5 fs? Sie wol. len Ihr ganz Freiheit ? Ich begreife da l Sie machen ja einen so schönen Gebrauch davon l Sie gestatten also nicht, daß man Ihnen Äemerkungen macht ? Das ist srilich das bequemste l Sie verlangen, Herr bei sich zu sein? Bei sich!,... Aber sagen Sie mir doch; kVkk sind Sie dnn ekgentlich hier, im mit gegenüber so dick zu thun ? Doch kaum etwaß mehr als ein Bedienter! Ein Ehemann, den lch besold! SergiuS machte mit flammend Augen eine fürchterliche Bewegung. Er wollt sprechen, ferne bebenden Vrppen aber brachten keinen Ton hervor. Er wies der Frau TesvarenneS die Thür. Diese blickte ihn fest und entschlossen än und rief dann mit einer unerschülterlt chen Energie: haben mir Trotz ge boten! Sr sollen eZ mit mir zu thun haben! Guten 'agl" Sie entfernte sich ebenso ruhig, als si, bei ihrem Kommen zornig war, .ifi begab sich in ihr Comptoir. i ,; In MarechalS Kabinet kesand sich Cayrol und sprach mit dein Sekretär der Prinnpalin. Er weihte ihn tn die Sorgen ein, rvelche ihm HerzegS Wag halsigkett verursachten. Marechal udet, ihm nicht zu, diesem Manne sein Ver trauen zu schenken. Sein Meinung über die Moralität dieses ginonzmannes hatte sich irnmit statt eftaliet. Di lebhafte Sympathie, welche er für dk Tochter fühlie. war nicht tm Stande gewesen, den schlechten Eindruck zu ver wischen, den der Vater auf ihn ausübte. Er rtekhlZoorcl auf dringendste, segliche Jntrsikngmeinschaft mit diesem Men schen uszuhlbttt Ä der .Europäischen KreLttdank- war Earzrol übrigen? fast gar nicht meh, detheiligt. Nur befand sich das Bürrsu der Gejellschast noch drei Monate lang' m seinem GeschLstSlokal und öl Werthpapiere wurden noch in seines Staut depömrt. Aber der Finanz mann hatt die Absicht, sobald sein neues, großes Unternehmen in'S Leben getreten sein würde, in groß S Gebäude dazu mzurichten, woran fetzt schon, tn der NSHe der Oper, .geardeiltt wurde Herz 0 z I on nl 1 s l 1 0 von fi u n an 0 Q Narrhkiten auSsühren, die ihm einstelln Caorol hart nicht mhr damit zu tyun. Als Frau DeSoarenneS eintrat, er kannten die beiden Männer auf den ersten Blick die Spuren in hes kigen Aufregung in ihren Zügen. ,. S'e .standen us und warteten schmeigend Sobald die Prinzipalin Übler Laune war. duckt sich jedermann, das war inmal ? so üblich. Sie nickte Eayrol einen Gruß zu und begann, in Gkdan ken versunken, jm Kadmet auf und ct zu getrn. I (Tann hielt sie plötzlich inni und fügte: .Marechal! Machen Sie mir d Rechnung des Fürsten Panin auf. ''Als' der Sekretär verblüsit dastand und nicht recht zu begreifen schien, sügtk sie hinzu? .Nun, weshalb sehen Sie mlch so fragend en? Der Fürst hat doch Vorschüsse grnömmrnt El sollen! mir ' 'li:'r'l ,'!r: ;!' '!;!' ziK

dlese zusammenstell; da ist allesZ Ich

will Klarheit haben, will rolfsen' in wl chem' RkchnungSvkrhallniß wir uns ge! zen'eitig desind.n.''..... Als die "beiden fMänneri höktkn. wie die PNnjipslln von' ihrem Schmiezer koh sprach, alß ob von irgend einem be iedkgen undn die Nkde skr, blickt sie sich erstaunt on. Ste haben meinem Schwteaersohn Geld gebeegr. 'Ca;rol?" begann Frau DeSoarenneS auf'S Neue. ' ' - Als der Bankier tn seiner Verwirrung den. Sekretär immer noch anstarrte, fuhr sie fort: .Ist, Ihnen twa Marcha!S Anwesenheit lästig? Sprechen Sie nur immerhin in leinet Gegenwart, ich habe Ahnen doch schon hundertmal gelagt. daß , mein Ange!kgu:hkitn ebensogut kernt, wie ich slbit.' .Ich habe allkrdkngS dem Fürsten aro ßere Summen vorgestreckt," antwe,:,l Eazrol. 1, .Wieviel?" fragte Frau DSoa:innS streng. ' ' " ' ü H " .Ich wlß di Summ nicht auTwen ig. aber eS war mir ein Vergnügen. Ihren: Schwiegersohn gefällig sein zu snnen - . .DaS war nicht recht 'und Sie haken nicht guk, daran gethan, mich nicht davon n Kenntniß zu setzen. Er ward aus diese Weise durch die , Gefälligkeit der Freunde tn seinen Thorheiten bestärkt. JedensallZ bitte ich Sie 'etzt, gänzlich damit aufzuhZren." , jii'i;1,...' .: Tiu ? . ., ii'EJ hhüii.;, !''! lh! :. , , , . . Eayrol nahm eine sehr verdrießliche Miene an, steckte die Hände in die Tasche, krümmte den Rücken und sagte:? D3 ist aber eine sehr fatale Sache, die Sie da von mir verlangen. Sie werden sich mit dem Fürsten, veruneinigend .Würden Sie es vielleicht vorziehen. sich mit mir zu veruneinigen?f fragte die Prinkpalin klar und deutlich. , . . ,f .Teufe!! Nein, durchaus nicht! erwi derte der Bankier lebhaft. .Aber Sie bringen mich da in eine schone Verlegen heitk Ich habe versprochen, ihm gerade heute Abend noch eine bedeutende Summe zuzustellen , . H 9Zun, Si werden sie ihm also nicht geben." .Das ist ober em Schritt, den er mir nie verzeihen aird-, seufzte Cavrok. Frau TeSrarenueS legte ihre Hand aus deS Bankiers Schulter, blickt ihn ernst an und sagte: .Und Sie würden eS mir nie verziehen haben, wenn ich Ihnen gestattet hatte, ihm diesen Dienst zu er roeisen. - - Eine gewisse Unruhe erfüllte EayrolS 0n. vis ccun lym, als 00 en qarrr- t 1 r " len über seine Augen zöge; er wandte sich an seine Prinzipalin und fragte unruhig: .Aber weshalb denn?" ..Weil et eS Ihnen schlecht aelü??nt Laben würde." antwortete Frau Desoa: rennes. , . In dieser Antwort erblickte EaLrol nur eine Anspielung auf.das Geld. mW ches er vorgeschossen hatten Seine Bts sürchtung schwand daher; war doch die Kasse der Frau DeSoarenneS noch da: ihn würd man doch sicherlich bezahlen. .Sie haben . also die Absicht, dem Fürsten die Subsistenzmittkl zu vrwei gern? fragte, tr. . Durchaus sagte die Pr'nzlpalin. Ter au: UNoi'könat an. ,kick aar u sehr zu manktpirtn. Er thut unrecht daren. zu rrgsZen, daß ich S bin. welche dkn Geldbeutel in der Hand hält. Ich will za gern blechen, aber ich verlang für mein Geld rvinigstenS ?!ückjlchten. Adieu, Earzrcl. vergessen Sie meine I, struklion nicht.Sie schüiikke dem Bankier die Hand und ging, die beiden Männer lletn las send, tn ihr Mabinet. St b z hn t e S Kapitel. . , -, !s CanrolS Bankgeschäft hatZ keine fbrilante Außenseite. ES besteht aus einem schmalen, zweistockigen Gebäude, dessen weißgetünchte Facade vor Alter schwarz geworden Ist; Man tritt ln einen Thor rreg. unter dessen Wölbung sich rechtS der Eingang zu den Bureaur befindet. 0,ne treppe, die mit ernem stark ab genutzten Teppich bedeckt istl ! führt in den ersten Stock und mündet In einen breiten Korridor, nzelcher zu den Thüren der rerfchiedenen Comptoirs fuyrt. Äuf der GlaSthüren befinden sich die Jnschristen: EouponSkass Börslnabtheilung. Buchhatkerei. Auswärtige Korre sponden;. Die Kasse ist mit einem G itt er ,,,U tr. a?ben,F w Ich e 3 , n j Br usthohe mit zwei Schzslercssvungcn versehen ist. binter denen sich mit Kupferblech bedeckt Tischchen besindenw Eaurols Kabinel liegt rechts, am Ende deS GeschastSlo kalS und steht mit seiner Privatwohnung in .V er bind u ng. h.lJm I Ko rncebennden sich Lederbänke und kleine Tische, an denen die Bureaudiener sitzen. Alles in diesem Hause, ist einsah, ,,, solid und ath met Ehrbarkeit. Eayro! hat sich nie damit : befaßt, den,, Leuten Sand in die Augen zu streuen. Als er sein Bankge schaff erysinetez richtete er sich bescheiden ein, und a!S er sein GeschZst oergrößerte. als sich seine Verbindungen ausbreiteten, blieb er bei feiner alten Gewohnheit. ,, Er ist leicht zugSn glicht sogar für solche Leute, die nicht zu seiner beständigen Kundschaft gehören. Man braucht ihm V 3 'ii ? v nur leine narre mneinzuscuiaen uno wiro dann in daS große, mit grünen Sammt, möbeln ausgestattete Kabinel gejährt, wo er seine aroßarttgen Unkernehmunaen hißi 's fir" ;t-:f f W ! IM oraui. :(''':; l' ,l (.,, !'i ..f' I, ,,;,..N,.i, ;i: ! t, llL i j,;;! 'll" 11! JVi't'ili- fl.li -01 f ii'j. !r '-i' 'ii!!1!!' Ü( ! Hier wa, es, wo am nächsten Morgen, inmitten eines Hin, und HereilenZ von EommiS, Bediensteten und "Künden, Fürst Panin erschien, um Eayrol ;u lxre chen. Es war das erste Mal. daß sich der Fürst z u d e m : Banste rr bemühte, ; . M a n k m p st n g ihn m l t i den höchsten 1 Ehrende zeigungen , de n n Fra u D eZvarenneS' hochgeachleter iame hatte n den Äugen deß Geschastsperfonalt einen Strahlen kränz um ,hn gewoben ' "" ": Eayrrl war ein wenig verlegen, trat rhm aber dennoch zuoerfichtlkch entgegen Der Fürst war in Aufregung, sein Benehmen hatte etwaß Gereiztes, er . ' . .?IK t ai.. ' ahnte iHnzkerlgltiten. .Nun, mein Lieber," sagte, er. ohne sich nikderjusetzen, , wal treiben Sie ' vW-VtQjja 'Au : , ,,,,! z,sl!,M fe.itijAi ..j-j;-21'!! 14 : Ni,T4 hi-TiHi 7.,,,,,,,,, ,, ,

denn? Ich arte seit gestern auf bke ml, versprochene Summe. " "t; "

Eayrol kratzte sich hinterm Ohr und machte tuen krummrn Buckel. Dieser rücksichtslose Angrisf brachte ihn etw.a ,ULr Fassunz. . Sehen Sie . . . . begann er. SergiuS runzelte di Brauen: .Soll. ten Sie Ihr Versprechen vergessen ha den?" antwortete Eayrol z?gernd, aber ich traf gestern Frau Deöoaren neS." .Aul welche Weise konnte diese Be. gkgnung Ihre Entschlüsse beeinflussen? .H'et S der Teufell Si wurden total dadurch verändert, "erwiderte Eayrol leb haft. .Ihre Schwiegermutter macht JL.LIJt . "k. tii mir eine ruruzierriq eene uno verooi mir, Ihnen Grld vorzustrecken Sie be greifen, mein lieber Fürst, daß grau DeSoarenneS gegenüber meine Lage ein sehr heikle ist. Ich habe Kapitalien von ihr in den Händen, ganz beträchtliche Ka xitalien; auch' verdanke ich ihr den Auf lchmung meines Geschäft. Ich darf da her, ohne undankbar zu sein, nicht ihrem Willen entgegen handeln. Lersetzen Sie sich an menu stelle und beurtheilen St selbst die pcmfcche Laze, in der ich mich bennde, entweder muß ich .Ihnen ge genüber ungesallig. oder meiner Wohl thäterin ungehorsam sein." .Wernen vzic nur nicht, das ist ganz unnütz)" sagte SergiuS mit oerächtli chem Lächeln, .ich bemitleid ihre xein liche Lage. Sie nehmen Partei sür. di Geldsäcke. daS sir'' Ansichten. Es frag, sich nur. welchen Vortheil Sie davon ha beu." Mein Fürst, ich schwöre Ihnen, daß ich in Verzweiflunn bin,- rief Eayrol, der durch die Wendung, welche das Ge sprach nahm, sehr verdrießlich ward. Hören Sie, seien Sie vernünftig: Ich weiß nicht, was Sie Ihrer Schwieger mutter angethan haben, aber mir scheint, daß sie gegen Sie verteufelt, aufgebracht ist. An ihrer Mlle.wurde ich mich hü ten gegen Frau Desoarennes feindselig aufzutreten, ick würde ibr im Gegentheil ein, wenig entgegen kommen und m!ch mit ihr aussöhnen. Sie wissen doch, daß man mit Es'sia keine Fliegen fängt. " , r - . tt t .- tn el m ergiu? warf einen veracyrrrcyen zla auf Eayrol und sagte hann, seinen Hut aufseyend, mit größter-Unoerschämtheit: Ver:elhuna, mein Lieber, a!S, Bankier sind Sie, wenn Sie Geld haben, ein vortrefflicher Mensch, als Moralprediger aber im höchsten ;Grade lächerlich. Ohne ihn werter erneS Wortes zu war digen, drehte sich SergiuS auf den Ab sayen herum und verließ den gänzlich fassungslosen Bankier. Erging den Kor ridor entlang und hieb mit seinem Spa ziersteckchen um sich, daß eS pstsf. 'Em dumpfer Zorn, verbunden mit einer ge wissen Unruhe, hatte sich seiner bemach tigt. Ein einziges Wort von Frau DeS vürenneS halte die Quelle verstopft, aus der er seit drei Monaten seine Hauplein nahmen schöpfte. Heute Abend mußte er eme ganz bedeutende Summe im Klub bezahlen un er hatte sehr wenig Lust, sich an die Pariser Wucherer zu wenden. Mit unterdrückter Wuth schritt er die Treppe l)i:as? und zragtc sich, was er nun beginnen solle, um sich aus dieser Klemme zu befreie.. Sollte er wirklich zu Frau TeSrerenne? gehen und sich vor ihr demüthigen, wie Eayrol es ihmzera lhen hatte i " Niemals! Er bereute wohl einen ?!ugenbl:ck die Thorheiten, welche ihn in eine solche Verlegenheit versetzt hatten. Mii zwermalhunderttausend Franken Ncnke hätt r glänzend leben können. Anstatt diffen hatte er daß Geld mit rollen Händen- zum Fenstep hinaus geworfen, und nun war durch einen unbesiegbaren' Willen die unerschöpfliche Quelle, aus der er seine Schätze ge, schöpft hatte, plötzlich versiegt. Eben war er im Begriff, den Thor weg zu durchschreiten, als eine bekannte Stimme sein Öhr traft Er wandte sich um; Herzog mit feinem räthfelhasten Lächeln, stand vor ihm. SergiuS grüßte und wollte weitergehen, aber der Finanz mann legte tu Hand auf seinen Arm. ' He, mein Fürst, wohin so eilig? Man sieht Jhllen an, daß Ihr Taschen buch gut gefüllt fein muß, Sie' sürchten rvohl. man könnt Sie ausplündern?" Herzog berührte das Visitenkarten täschchen, dessen silberbeschlagene Eck aus dS Fürsten Tasch hervorguckte. Panin konnte ein Zeichen des Aergerl nicht unterdrücken, wodurch er' tn Lächeln deS Financiers hervorrief. . .Sollte Zreund Eayrol die Ungeschick lichkeil begangen' und eine Forderung von Ihnen" nicht honorirl haben?. ... . Aber so warten Sie doch! Sind Sie nicht s,t, gestern mit Frau DeSoarenneS aus dem Kriegssuffe Wer, zum Teufel, erzählte S mir doch? Ihre Schroieger. mutler spricht laut genug davon, daß sie Ihnen allen Kredit abschneiden wolle, und auS Ihrer sorgenvollen Miene r rathe ich, daß dieser Dummkopf Eayrol den erhaenerr Befehl efolgt.Sergius stampfte wüthend mit dem uge uns woure ipxecyen; herzog zu un. terbrechen roar ober nicht leicht.' Ueber dieZ hatke d,eser Mensch inen Blick.' durch den sich Panin genirt suhlte. Es schien, als ob die Augen deS Financiers deß Fürsten Taschen bli auf den Grund durchforschten, and Panin drückte un, willkürlich seinen Arm auf die Brust damit H:rzog nicht bemerken' solle, daß sein Taschenbuch leer war. Wovon reden Sie eigentlich?- konnte er endlich mir erkünsteltem lächeln her vorbringen. .Von Dingkn. welche Sie doch ganz besonders rnkeressiren müssen," fuht Herzog vertraulich fort. .Seien Si doch aufrichtig' Eayrol hat Ihnen einen Vorschuß verwelgertl Wieviel brauchen 5le denn Genügen Ihnen hunder tausend" , i-Vm ' Er zog lein Checkbüchlein hervor. kritzelte emige Worte' hinein und reichte dem Fürsten ein Blattchen Papier bin: Dann fügte r hinzu: .Ein Mann wie sie, soll wegen einer solchen Lappalie nicht in Verlegenheit kommen.-. .Aber, mein Herr, begann SergiuS betroffen, indem r Herzva Hand osn rj. r;.c ' . W l'v' - , .; - "I" ij a '; , i .; !i - '- " - " : . 3 ' . - ' .'s '!'"'-"'. '..:: i - 11 '. ;'." '"'s .. ... . ,

.Nehmen Sie doch nur! Und gla

den Sie ja nicht, daß Sie mir zu Dank verpflichte!, seien. Die Kleinigkeit ist ja nicht : vr Siede werth. - Zwifchen unk beide ist daS za nur in 3pa.. Herzog .ahm den. Fürsten unterm Arm und zog ihn Zangsam mit sich fort. .Haben Sie Ihren Wagen hier? Gut; der metntge wird uns folgen, wie wollen miteinander plaudern; die Lage. 'n der Sie nch bsindn, darf nicht langer andauern. Ich habe die Mittel, der Sache etn , Ende zu machen. Ohn PanrnS Erlaubniß abzuwarten. nahm' Herzog in dS Fürsten 1 Wagen Platz. ..- .Ich sagte Ihnen. tr:st erinnern Sie sich? ' daß ich Jhnn einS TsgeS nützlich fein würde - Sie nahmen da malS ine sehr vornehm Miene an und ich bestand weiter nicht daraus. Nun. sehen Sie. dieser Tag ist jetzt gekommen. Wollen Sie, daß ,ch frei und frank mir Ihnen red? Da ist so meine Akt und sie t)at ihr Gutes. .Reden Sie'- erwiderte SergZuS, der fkhr neugierrg geworden war , , .Mein Fürst.. Eie nhen augenblicklich in der Tinte, wk man sich im gemeinen Leben auszudrucken psieak. Ihre Be dürfntsie sind unermeßlich und Ihre Hilfsmittel sind, versiegt.' .Ab. ..." xrotestirte SergiuS. . .Gut; S'e wollen das nicht gelten lassen!" sagte, der Finanzmann lachend, aber ich bin noch nicht zu Ende-? Ani Tage nach Ihrer Hochzeit richteten Sie Ihren Hausltand auf einen großartigen Fuß in. Glänzende Gekellschasien. wunderbare Gespanne, tadellose Livreen, Stallungen mit Nennxserden; Jagd equipagen ' mit einem Worte in hochherrschastllcher Hausstand. Um sich nun beständig auf einer solchen Höh des gesellschaftlichen Lebens 'zu halten, ist ' unglücklicherweise sehr viel Geld nothwendig, und "da , Sie das Geld . . --r au,geven, oyne zu recynen, 10 yaoen Sie das Kapital mit den Zinsen ver wechselt. So kam es nun, daß Sie letzt zu drei Viertel ruinrrt sind. Ich glaube nicht daß Siedle Absicht haben, Ihre Lebensweise zu andern und, sich auf spätere Zeiten vertröstend, von jetzt an IZHre Ausgaben yacy Makgave der Ihnen übriggebliebenen Rente, zu redu ziren. Nicht wahr ?. Nun, Sie wollen also Ihre bisherige Lebensweise, fort sehen, und damit Ihnen dies materiell möglich sei, brauchen Sie jährlich ohne übermäßig viel für Weiber oder Kartenspiel zu verschwenden Ihr guleS, volles Millionchen." .Sie rechnen wie Adam Riefe," ant ortete SergiuS, gezwungen lächelnd. .DaS geHort zu meinem Geschäfts erwidert Herzog ruhig. Es giebt also sür Sie zwei Arten, diese Million zu erlangen. Die erste ist, sich mit Ihrer Schwiegermutter auf guten Fuß. zu stellen und um des lieben Geldes willen. sich unter ihre Herrschast zu beugen. Ich kenne Frau DeSoarenneS, sie wird sich dazu bereit finden lasse'!. - .Ich aber,- sagte SergiuS, .hab keine Lust, darauf einzugehen. - .In diesem Falle bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich allein aus der Affaire zu ziehen. Und wie dai? fragte der Fürst er staunt. Herzog blickte ihn schars an und sagte: .Indem Sie den Wcg einschlagen, den ich Ihnen zu erofsnen bereit bin und auf dem ich Ihr Führer sein will: Sie sollen Geschäfte machen. Der Fürst erwiderte Herzog Blick und suchte ihm seine Absichten vom Ge sicht abzulesen; S war jkdoch tn Buch mit sieben Siegeln. .Um Geschäfte zu machen, muß man Erfahrung haben, die mir abgeht." .Die meinige wird genügen, ant wertete Herzog. .Oder Geld. fuhr der Fürst fort, .und ich besitze gleichfalls keines." .Man verlangt von Ihnen kein Geld man bittet Ihnen welches an. - .Worin foll also mein Einlage, mein Kaxitalaniheil bestehen? .In Ihren Verbindungen. In dr Hochachtung, welche dem Schwiegersohn der Frau TsvarenneS gebührt, im Nimbus Ihres NsmenS. Der Fürst macht io hechmüthigz Gebärde. .Meine Verbindungen sind xers?nli cher Art und ich bezrotifle, ob sie Ihnen von Nutzen sein kennen. Mein schrei gexmutler ist mir feindlich gesinnt und wird nichkS für mich thun, und was meinen Namen anbelangt, so gehört i nicht mir . allein, sondern allen denen, die ihn mtt Ehren vor mir getragen Hz den. " .Ihre Verbindungen werden mir schon Nutzen bringen; lassen Sie daß nur meine Sorge sein, Ihr SchwlkZrmutter kann nicht verhindern, daß Sie der Mann ihrer Tochter sind, und dieser Titel genügt, um Sie mit Gold auszü wiegen. Und was Ihren Namen anbe langt, so liegt sein Werth gerade darin, daß er hrenwerih Ahnen auszuweisen hat. Bedanken Sie sich also bei diesen Ahnen und ziehen Sie au dem einzigen Erbe, das sie Ihnen hinterlassen haben. Ihren Nutzen. Betrachten wir übrigens die Dinge bet Lichte, so haben Ihre tn r . .- ioorsayren curyaus reine i4ija5c ll9 In Ihren Gräbern zu beunruhigen, denn wag thaten denn sie, zu ihrer Zeit, an dereS. als ihre Vasallen zu besteuern und du Besiegten zu brandschatz? Wir Finanzleute thun daS Nämliche. Unsere Besiegten sind die Spekulanten, unsere Vasallen die Aktionäre. Aber un. ser Verfahren ist bet Weitem vor. geschrittener, von Gewaltthat ist da keine Nede i . Wir überzeugen, wir blenden, und das Geld strömt ganz von selbst in unsere Kassen: Wa5 sag ich? Man bittet uns sogar, S anzünh. men. ' Wir herrschen ohne Widerspruch, wir sind glerchsallS Fürsten, Fürsten der F i nanzen 0 W i r haben ein c bnfs st olze, dabei aber noch mächtigere Aristokratie gegründet, als eS die ander war l Di Ftudalii!Zk des Adel eriflirl nicht mehr Platz sür die Geldarkstokratie ! . .. ,, ' S mußte lachen. Er sah fetzt itn, wo Herzog hinaus wollte. . ,, ' J"1: ' 'i:., '"':iiy' ut r : A . - ,. i i . : , ?. "4 ü, läjj! .! i:' 41$ -.:jb :tyV iVi.' ä& : 2 iyi i ;i,;;:: i ImlAß

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.WaS Ihre groß en Geldbarone anbi langt, fs ird hi und wieder ein davon abgethan. ,., , , , .Würd nicht . auch Ehalai, Einq Mars, Biron und Montmoreney obge' than? rmtdkrte Hrzog spöttisch. .Ja, aber aus dm Schafsot." 7 .Nun,,d Spekulanten Schassok lst die Treppe, die zur Börse führt! E sind aber nur die klelnen Jobber, welche unkerlteaen; di, großen Unternehmer lausen keine Gefahr. Sie ziehen so hshlxeich. und, große Jntrsien in ihre Unternehmungen hinein, daß man si Sicht, shne dak Gemeinrsohl zu erschüt lern, fauin last darf. Di Nrgik Unzen selbst sind gezwungen, ihnen ihr Hilf angkdeih zu lasskn Ich hab den, Versuch gemacht, auf her Bast dir .Europäischen Kreditbank- ein solch machtvoll! und unzerstörbares Wr5 zu rrichtkn. Skin Name .Universal krrdit? ist , alltn schon ein Programm DaZtel dieses Unternehmens. ist, über rlir Weltlheilkn gleichsam ein ungeheu fl Ny : auszuspannen, dessen Maschen all groß finanziellen Unternehmungen unigarnea sollen. Staatsanleihen, Et serdahn, Kanal. BergwerkSconcessio Nkn, industriell Anlagen alles muß urS tributpflichtig werden. Wir werden di großen Kreditsperider seln; . nirgends aus der Welt, von einem Ende bis zum andern," soll man einen Thaler bor gea können, ohne unS zuvor einen An theil davon zu geben. Ein Wider stand gegen' uns ist unmöglich. Ich verkinige alle großen Bankhäuser der aanren Welt in ein eimineS Syndikate Ich gründe eine gewaltige Kreditliga, und niemand soll sich meiner Macht entziehen können. Der Gesichts krerS, den ich vor Ihnen eröffne, lft em ausgedehnter ' nicht wahr? Nun, ich trauaie von einem noch größeren: Ich habe Ideen. Sie werden sehen, wie si . :- v . - jig entmlaein, uno wenn xcit iq mer nem Stern anvertraun, so soll eS IhrSchaden nicht sein Sie sind ehrgeizig, mein Fürst.ZaS habr ich längst errathen. Ihr Ehrgeiz hat sich jedoch bis fetzt mit nur Wenigem begnügt, mit Erfolgen auf dem Gebiete dcS LuruS, Triumphen aus dem Felde der Eleganz! WaS wrll das dem gegenüber heißen, maZ ich Ihnen zu bieten vermag? Der Wir kungSkrelS, auf dem Sie Ihre Herrschaft ausüben, ist eng; ich werd ihn un endlich erweitern. Sie werden nicht nur über inen kleinen Theil der mensch l'che Gesellschaft herrschen nein, eine ganze Welt soll zu ihren Füßen liegen und Sie sollen die erste Macht, welche gegenwärtig eristirt, in Ihren Händen halten, eine Macht, der weder Menschen noch Dinge widerstehen ' können die Macht des Geldes. SergiuS, auf den Herzog? Worte einen größeren Eindruck' machten, als er merken lassen wollte, versuchte zu scher zen: .Das ist za der Prolog zum Faust, den sie mir da recrtiren! Wo ist Ihr kabalistischeS Konzept? WaS muß ich unterzeichnen?.Ganz, und gar nichts, antwortete Herzog. .Ihre Zustimmung genügt mir. Treten Sie rn das Unternehmen em, Sie können eS mit Muße studiren und die Ne sultate ermessen. Dann, wenn S Ihnen zusagt, können Sie sich ohne Hinter aedanken mir anschließen. Ich wünsche, mein Fürst, daß Sie nach Ablauf ein! ger Jahre in Vermögen besitzen, daft Ihn kühnsten Träume übertrifft. i Der Finanzier hatte geendet. Serglus sann stillschweigend nach. Herzog war entzückt; er hatte sich vor ganz Paris in Gesellschaft deS Schwiegersohnes der Frau DeSoarenneS gezeigt; einer von seinen Plänen war damit bereits erfüllt. Soeben fuhr der Wagen des Fürsten die Aoenue der EhampS-ElyfeeS ent fang; das Welker war prachtvoll. In der Ferne zeichneten sich die Denk möler deS EinlrachtSplatzeS und der Obelisk gegen - die dunkeln Laub Massen der TvileriendLume ab, die in eiaen blühenden Dunst gehüllt wareil. Gruppen von Reitern tummelten sich in den SeitenrvegeN. Lange Reihen von Equisagen fuhren heran, in denen sich die glänzenden Schleppen der hellen Damknklkider zur Schau stellten. Dann wieder erblickte man im Rahmen einer Wagmlhür ein hübsche Gesichtchen, das vorükersuhr. Fußgänger zogen Haufen eise zum Triumphbogen hin, an einer Doppelreihe von prachtvollen Palästen vorbei, deren Facaden hell von der Sonne beleuchtet wurden. Die mächtige Siodt enifaltete zu dieser Tagesstunde vci dem . Beschauer . ihren glänzendsten Linus... Der Athem dieser bewegten Vslkkkmasse vereinigte sich zn einem dumpfen Gesumme.. DaS war Paris in feinem ollsten Glänze, in (einer Macht. und feiner Heiterkeit. . Herzog streckte die Hand aus, zeigt dem Fürsten diese? Bild und sprach: .Das ist Ihr Reich!Dann blickte er ihn durchdringend an und sagte: .Abgemacht?" SergiuS zögerte noch ein wenig, dann aber neigte er den Kopf und antwort! einfach: . Abgemacht. - ' 'Nun zog Herzog die Schnur, um dem Kutscher das Haltezeichen zu geben, und sprang auS dem Wagen: Aus baldiges Wiedersehen! rief er Panin zu. Dann bestieg er seinen Wagen, welcher dem de Fürsten gefolgt war und fuhr werter. 11 Seit diesem Tage halte sogar Jeanne ein Nebenbuhlerin. Das pekula tionSsieber hatte sich des Fürsten bemach, tigt. Kaum hatte er den kleinen Fin ger in das Triebwerk gesteckt, und nun mußte Alles, der Körper. derName, der Mann folgen. Die Anziehungskraft, welche dies neue .Spiel .aus SergiuS auSubte, war unglaublich.. Das war etwü S g anz andres, al S en e dumm n Kartenparlien im Klub, mit ihrem tni gen Einerlei von banalen Redensarten, die ihn durch ihre Autagl chkelt onekel ten. An der Bors dagegen war alles neu, überraschend, unerwartet und groß artig. Die Intensität der Ausregun. aen welche man hier empfand, " wurde durch die Größe der Summen, um di I sich handelte, verhundertfacht. ' , ' "li'iij1 x .h:H!ll;is";i!K' --s Mr . L ''' HM . (Fortsetzung folgt.) A ; ,. ... eil ,.-. -i,,,,,.,!. !ft-.:Mi WP-K ',,'!!' ' iSifiSn rv-m ' ! :N;..r:.s i BjSft UM JK

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Ser Dichter sür alle Fälle tV ruenschttchen Lebenö. Unter den kaklrelckcn seltsamen ftrli lienicn, welche Berlin beberberat. Zst iÄ Mann, den rrir dieser Tage kenneu lernten, schreibt das Berliner TaKl., nicht die uninteressanteste Erscheinung.' Volköanwalt und Dichier für alle Mll? deS menschlichen Lebens" stand in schSner Fralturschrttt an der Thur, die m das schlichte Heim deS Gottbegnadet führte. Was steht zu Ihren Diensten? fragte e? höflich. . Kommen Sie in uristischen oder in pottischen Angelegen heiten?- In poetischen Seh? wohl,". sagte der Dichter lebhaft, da bin ick JörMann.' Vielleicht ein Sock zeitscarmen gefällig? Oder" hierbei . v n i. r;jr. .'. im!.... r ,e vcrouiicii io) icinc ajticnc, ein 15100 gesang, cm Nachruf?" Darüber bin ick noch nickt sSlüssia.... Winea Sie, ich möchte das Gedicht drucken las. sen," gab rch zur Antwort. Der Dichtn lächelte verständnißinnia. als rooäe er sagen: Aha, der lechzt nach Ruhm und Lorbeerkränzm. Nun, ihm kan geholfen werden." Sehr viel mochte ich allerdings nicht anlegen.' sagte ich vorsichtiq. Vielleicht haben Sie et was Billiges auf Lag?" Gewiß, alte, dererts gebrauchte Gedrchte kann ich selbst in guter Qualität recht billig ab neben. Bitte, wollen .Sie sick dedie. nen Vielleicht etwas aus dieser hei leren Abtheilung gefällig k Ich empfehle Ihnen dieses Jübeüied, Es hat dei einem Wurstabendbrod in Nummelsbura kolossalen Beifall gefunden. Höre Sie nur: Mag der Schmetterling die Vlume Zie den. Uns behagt doch mehr, die Leberwurst. Darum Brüder, folgt den edlen Trie ben, Eßt und stillet fröhlich Euren Turst." Sehr schön," sagte ick, aber elaenklich ziehe ich das ernste Genre vor." O, bet ml? sind viele Branchen ver tretend erwiderte der Dichter. Hören S:e dlezen Nachruf, der durch enngs kleine Aenderungen leicht in eittAbschiedS lied zu verwandeln ist: ' - Wilder Jammer, der im Herzen tobet. WehmuthZschmcrz und tausendsachk Pein! Meine Tante, ach, sie ist geschieden! Mußt eö frag ich, mußt cS denn i jem?" .New." saate ick. es munke mckZ sein, und deshalb wirkt daS Gedicht d erschütternde Haben Sie so etwas, daS von einem sanften Idealismus durck weht ist?" freilich, srcilich," rief der PocK . Hier haben Sie etwa? Jartcs: Im Lenze, als Gott Amor kam. Das Haupt mit Blumen umkrüuself. Da ist in meines Herzens Schrein Die Lieb' hinein gesäuselt. Die Lieb' nüt ihrem Weh' und Ach Und ihren schonen Tneocn Schon gut", sagte ich, das nchmen wir." ttcht wahr, cS ist zart empfunden?" meinte der Dichter ge lcymeicyclt. az yavs es für nett sehr gebildeten jungen Mann auS der Kolonialwaarcnbranche angefertigt, der eS einer jungen Dame zusandte. Er hatte einen riesigen Erfolg damit, und so darf ich wohl sagen, daß ich drt Schöpfer seines GlückcS bm. Wie geht es im Allgemeinen mit dem Gc schasti" fragte ich; werden Sie viel in Anspruch aenomnen?" Ach, cl geht! Das Bot! hat viel Sinn für Poesie, aber es entlohnt seine Dichter Nicht vefonders nobel. Nun, darüberhaben schon Leute wie Schiller. Bürger und Wieland zu klagen gehabt, es ge ziemt sich allo Nicht für emen rhrer be scheidenen Nachfolger, darüber zu murren. Am besten werden Hochzeitscarmen bezahlt auch Nachrufe, wenn sie von den Erben bestellt werden, und der Verstorbene ein ansehnliches Vermögen hinterlassen hat" .Bedient sich auch! die Geschäftswelt zuweilen Ihrer der?" O gewiß, sie weih sich die Poesie sehr wohl dienstbar zu machen. Diese St'efcl zum Beispiel," er deutettz auf seine Fußbekleidung, sind, das Honorar Zur die poetische Empfehlung eines Schuhwaarenladcns. jo du vom Aug' des Huhns bedrückte Mensch heit, hör' auf des Dichters Wort!" so begann ich schwungvoll und der Meister war entzückt. Und. doch," er seufzte tief auf, Schätze sind dem Dichter nicht bcschcert!" . Beim Abschied drückte er mir kräftig, die Hand. Bttte, empfehlen Sie rni'4 Ihren Bekannten," sagte er. Wie Sie gesehen haben, steht mein Herz allen Gefühlen offen; es findet Tön für Leid und Freud', Scherz und Sckmer. ?!ck dealeite die Menscktzeit durch alle Lagen des Lebens, von der: Wiege bis zum Grabe. Und billig mein Herr fchr billig ? Die vndere Fragen Der Jnfluenza-Baclllus gefunden ? Herr Toctor, das ist ganz famos. Wnrt VnHr lifnä Pin 5 nrA an rTn. den?: Wie wird man ihn nur.Äidcr los ? Im h i I o r i s ch e n B er e Z n zu Chur' kam jüngst, wie "btt JyxtU Rhäticr" schreibt, beiläufig zuspräche, dab der Kaifn Maximilian K noch Zcht in Chureir SchnÄderrechnluLg zu bezahlen habe. ' Man' habe vergeblich ge hosst, daßdit Erben sie vinlösen wurden. Vier Jahchun'dcrte lag harre nun schon h!e faiserliche Schneiderrcchnüng derÄÄichZkguttg. . . n -i Auche Ine II nterhattung. !un. wie hast du dich beim Kotilm lrtanze. amüsirt? . , Schlecht, der inge Mann der mich cngagirt halte. iprach tcin xxoxL Und was thatet du? Ich H5rtc ihm ruhig zu. , 'WZ c v icleBcamte l.roedie ft) n.Fn Urt rrtv tTrtr ifm llv.Vi.iiii wv.il wwa v was aus Sizilien bsrate. :

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