Indiana Tribüne, Volume 15, Number 140, Indianapolis, Marion County, 7 February 1892 — Page 6

TaS Bild des VcrrscHlo.

Vo Heinrich jnlfitr lti der Berliner Gemäldegalerie, gleich am Eingang Zu dem großen ita Uen'ischen Saal, hangt das Bilo eines jungen MädchenZ in Bruststück. 23e zeichnet ist es als aus der Werkstatt des Andrea Verrocchio, nachdem es noch bis vor wenigen Jahren als ein Werk des Francesco Granacci galt. Aufgestellt ist diese neue Annähme durch den vortreft'lichen Kenner Wilhelm Bode. Als ein Werkstattsbild und nicht als ein eigenhSndiges Werk des Meisters will er es deshalb nur gelten lassen, lyeil eine gewyfe Einfachheit in der Auffassung und Behandlung nicht ganz dem sonstigen Wesen VerrocchioS entspricht. Merkwürdig ist das Bild vor Allem durch zwei Inschriften. . . .die eine aus der Vorderseite lautet: Noli me tätigere, Rühr' mich nicht an!" und die andere auf der Rückseite, diese heigt: gs geschah, wie Gott wollte. Es wird esÄetzen wie Gott will. Aus Furcht vor Schande und einzig au dem Triebe nach EKre beweine ich. was ich einst U gehite und was ich dann besaß." In mitten dieser Schrift besindet sich ein auskratzte Wappen, seiner Forschung ist es gelungen, die schichte dieses Bildes und des Schickia!ö. von dem es Kunde gibt, zu erhal im. Wie ein Räthsel, so blickt das Älntlitz des Mädchens darein. Ein weiSÄ7.ürltib mit rothen Aermeln üMZlbt den Zarten Leib. Um den schlan ies, feinm Hals windet sich eine rothe Äorallenschnnr mit einem ebensolchen Aren?, das Brillanten und Perlen ver zieren. Auf . dem goldblonden Haar, das nach, der Art der vornehmen Flo--rentiuerim in der Mitte gescheitelt ist und in langen Locken zu beiden Seiten berabfaüt, thront ein weißes Häubchen. Wuuderlieblich aber ist das Anzesicht. Unter seinen geschwungenen Brauen blicken zw:i dunkle Augen seltsam den Beschauer an. Herb und spröde, dabei voll Vornehmheit und Adel und doch wieder mit einer Art von Kindlichkeit und Zutraulichkeit. Ein eigenes, iüßcs und doch wehmüthiges Geveimniß scheint das Antlitz.. Und da dich noch Niemand enträthselt bat, so th'.ie endlich selber deine rothen Lippen auf und gieb dem Frazer Kunde von deinem Loos, von hvixm Schick in! ! Es war an einem Frühkingsabend Jakres 1470. Gleich erntn geh denen Bll senkte sich im Westen, die Toulls zu dem Wasserspiegel des Arno kerab und warf ihre letzten Strahlen auf das weiße Häusermee? der Stadt ,F!orenz. Auch ux einen GZrten schien sie hinein. X54 war derÄarten der Mediceer. Vnr, Mim&en und Lorbeer, Eyxreffen, mit (ithz.i umkleidet, blühten im dunklen Grün. Um weißschimmernde Marmorsäulen renkte sich das hellere Weinkaub, breitkromge Eichen breiteten darüber itV reu Schttien. Versteckt zwischen dem flschnrvselizen Maulbeerbaum und dem vcn goldenen Früchten blinkendenBaum der Orange rannen murmelnde Bäche. Die kostbarsten von allen Schätzen aber traten die weißen Marmorleiber, die an denWeaen standen. Nach tausendjähtigern Schlafe in der Erde waren sie zu 1 neuem Leben erwacht. Die alten Göt-: rer waren wieder auferstanden. ,j Am Ende des Gartens leuchtete ein weiße Haus. Das war der Palast j der Mediceer. Eine Marmorkreppe führte zu ihm hinauf. Sie endete in eine offene halle, die reich mit Gemälden und mit Bildsäulen geschmückt war, und zu welcher der Dust des Gartens .in vollem Strome hereinfloß. An diesem Abend saß in der Halle eme fröhliche, beinahe ausgelassene Gefcllschaft von Männern zusavimm. ES waren die erlauchten Vertreten der auf gehenden italienischen Voesie. Eine goldene Prachtkanne stand auf 'dem Trsch, und reichlich kreiste der Becher. Einer von ihnen, ein noch jun ger Mann von feiner,;ierlicher Gewalt, mit zartem, fast frauenhaftem Antlitz Derlas aus einem Pergament mit ernst haster Stimme ein Gedicht, und mit lautem Lachen hörte ihm die Gesellschaft zu. Es war darin von einem Riesen die Rede, Namens Morgante. der mit einem Glockenschwengel bewaffnet, die wunderlichen Thaten verrichtete. ' Auch Kaiser Karl und seine Pala "dine traten auf; in seltsamem Gegensatze aber zu diesen Helden pandbdie Art, in der sie redeten, denn sie sprachen wie das niedngste Florentiner Volk nnd ergingen sich dabei über die heilig sten Dinge, über die Jungfrau und über die Dreieinigkeit, sowie über das We sen des Staates und der Familie in frechem Spott. Groß aber war die Kunst an dem Gedicht, denn sie athmete das Leben und die Freiheit und die hinreißende Kraft des. Genius. Endlich schloß der Vorleser, und lauter Beifall belehnte ihn. Veirn Apollo", rief Lorenzv ' die Medici, den wanden Prächtigen nannte, aus: was sagt Ihr. meine theuren Freunde, zu unserem Luigi? Wird die l'er Riese Morgante ihn nicht mit seinent erzenen Glockenschwengel in tausend Stücke zertrümmern? Nicht der schnöde Neid aber soll uns , darum erfassen. In Ehrfurcht beugen wir uns vor dem Genius, und hier diesen Kranz von blühenden Rosen ihm auf das lockige Haupt!" Lörenzoz ergriff den Kranz von blühenden Rosen und drückte zhn dem Dichter auf daS Haupt. Loren zo war ein junger Mann von "vikrundzwanziz Jahren. Er war von fchlanker und kraztiger Gestalt, dre em Wamms von purpurnem Sammet, mit grauem Velznzer.'e ausgefüttert, ixni schloß. Sein Angesicht, von lang herabwallend en schwarzen L ocken umgeben, war starkknochig und tiefgebraunt. Unttt der mächtigen Stirn, in tiefen Höhlen lagernd, blitzte zwei schwarze Au.aen bervor. Geist, Anmuth Und 5 Lie beustrürdigkeik, aber auch zugleich die Luft am im&eajenjter itu)j lagerten auk dlezem Antlitz. -

An demselben Tisch saß noch ein Mann, in Ernst und NachdenkenZvzr' funken, der an der lauten Heiterkett Der Änderen keinen Antheil nahm. Er war von mittlerem Alter, und der? eherne Ausdruck in seinem Gesicht verrieth den Mann der That. Da siel LorenzoS Auge au? ihn, und er hob an: ..Ei, sieh da! Der Getreueste der Treuen! Tommafo Sederini! Warum so' ernst und nachdenklich? Sag' uns Deine Meinung über die Dichtung LuigiS, die Dich gewitz beschäftigt-. Mein Fürst-, entgegnen Soderini, tct bin ein, gerader Mann, und nun Du mir zu reden befiehlst, so laß auch meine Rede gerade sein. So wie Luigi in seinem Gedichte unser Christen tbum und alles Andere, was sonst dem Volke heilig war, verspottet, so spottet heute ganz Florenz, voran Dein eigener Hof undDu selbst, mein Fürst, der Heiligtkümer, die uns theuer sollten sein. Ist es nicht, als ob tnit diesen schönen weißen Marmorbildern, die nun Deine Garten und Deine Paläste schmücken, und mit dem Heidenthüm das sie verkörpern, das Heideutbum

auch selber seinen Einzug darin gehal ten hatte? Das xi der Unglaube und die Leichtfertigkeit und die Schwelzerei. Geschwunden ist die strenge Zucht der Väter, und nur mit einem halb verächtlichen. halb ' mitl-idigen Lächeln ; blickt das klug und wiFiz und scharfsinnig gewardene Florenz aus feie ialteNHTugenden hin: Asse Sitte ist dahin! Keinem Gotte dient es mehr; nur noch einer Göttin, das ist die Liebesgöttin, die Göltin Aphrodite!" Mehr verlegen als unwillig hörte Loren zo die strafende Rede des Treuen an. Als er den Namen AphroditenS ober nannte, da sprang Luigi auf und r:ef: lästere unS Aphrodite nicht! Ha, begreift Ihr nun, Freunde, warum er uns schmäüt? Ihm ist sie abhold, die himmlische Göttin! Uns aber ist sie freundlich geunut. Zum Teufel mit Deiner sauertöpfischen Tugend, fasse das Heute keck und vertrau 'gläubig' dem Morgen, Lorenzo. Du auserlesenes Götterkind. Du Liebling aller Frauen, unsere Becher der Aphrodite'" Glühend vor Lust, stieg Luigi mit dem fürAichen Freunde an, und jauchzend rief Lorenzo: .Der Aphrodite!" Cho", lachte Luigi, wie Du das jauchzest, Lorenzo! Gestehe, Dein Herz hat sich eine neue Königin erwählt." Stürmisch erhoben nun auch die An dere,n ihren Ruf. Lorenzo lächelte. Warum auch soll ich'S Euch verhehlen. Freunde?" spracy ex, za, ich habe wieder ein Liebchen gefunden!" .Erzählen, erzählen!" rief die ganze Schaar. In diesem Augenblick wurde im Garten die Gestalt eines Mannes sich! dar. Langsam kam er des Weges da ber. Er war von. mittelgroße? und sehr kräftiger, unterfeyter Gestalt, die der lange, bis zu den Knöcheln herabwallende schwärze Mantel verhüllte. Aus dem Kops trug er eine schwarze Mütze, unter der in dichten Locken das braune Har hervorquoll. Sein An gesiizt, das der Schönheit entbehrte, war ernst, rauh und gedrungen. Er mochte erst achtunddreißig Jahre alt sein, dennoch lagerten sich schon Falten auf seiner Stirn und bekundeten, oaß er ein Leben voll Arbeit und Mühe ge sührt batte. Ueht, Freunde." rief Lorenz? und winkle dem Angekommenen seinen Grug zu. eine:! seltenen Gast! Es ist Andrea.- . Andrea Verrocchia hieß dieser Mann. Einst ein Handwerker, ein Goldarbeit ter, Holzschneider und zugleich Musiker, hatte er sich alsdann in unermüdlichem Streben der Baukunst und der BildHauerei zugewandt. Ganz Florenz war begeistert von seineu Marmorwerken ' und nannte den Namen als den eines Meisters unter den Größen. Er selbst aber blieb ernst und still in seine? Werkstatt, und nur selten nahte er dem rauschenden Hose seines fürstlichen Beschützers. Gern hatte Florcnzo gesehen, daß sich der Meister, da er ja , die Zeichenkunst völlig beherrschte, sich auch der Maleirei zuwendete. Noch aber hatte Andrea kei neu Pinsel angerührt,. und vergeblich waren die Mahnungen Lorenzos an ihm ergangen. Willkommen, Andrcar, nenmnsLo rmzo entgegen. Seit ganzen drei Wochen läßt Tu uns schon nach Deinem Angesicht schmachten und bleibst einze kerkert in Deiner Werkstatt! Was giebt es Neues. dann?. Bor Allem, Andrea, wann werden wir D:in erstes Bild zu sehen bekommen?" .Sobald mem Her; mich dazu trnben wird, mein Fürst." erwiderte An drea, mcht mit der Hand schafft doch der Künstler, nem, mtt dem Herzen! Auch Du,' mein Fürst, mächst mir Lie der, wenn sie aus dem tiefsten Innern Deiner Brust strömen." Besonders wenn Du die Lttve besinist. nicht wahrf Lorenzo?" warf Luigi ein, und da wir von der Liebe wieder sprechen, nun endlich zu Deiner Erzählung!" . Lauter Zuruf drang auf Lorenzo ein. Endlich ließen sich Alle am Tische wieder nieder, auch Andrea setzte sich und Lorrnzo begann: Bevor ich Euch meine Geschichte er zähle, verlange ich von Euch das Versprechen, daß Ihr den Namen, der Dame nicht von mir fordern wollt, denn sie gehört zu den edelsten flountinifchen Geschlechtern, und Ihr werdet' meine Rücksicht . begreifen. Wollt Ihr mir j iili" m"' ''''''i' jt n ji Win! ijr.iijii ir!:M : -: it - daS verbrechen?" l - : : , Alle versprachen eS und Lorenzo fuhr fort: (rStb im letzten Monat März, und ich befand mich zu Vogaio a Casano in meinem lieben Landhause. Da streifte ich eine sonnigen Morgens am waldigen Ufer des Omdrone entlang, und vlotzlich sah mein Auge daS holbeste Wunder.,,, Dicht an dem Ufer, zwischen hohen Tannen,' Kastanien und Strauchwerk versteckt, stand eine kleine Kapelle, der Jungfrau geweiht. Drin

neu am Altar kniete ein Madchen und betete leise;' so versunken war sielm ihre Andacht, daß sie mein Nahen nit gewahrte. .Verborgen hinter einem Baum.' beobachtete ich FßMEsWär das lieblichste süßeste Antlitz, das tch jemals gesehen. In ' goldenen Locken floß, ihr daS Haar auf den zarten, tütb Kett Nacken herab, und 'wie von War mor gemeißelt, fo fein waren die Fin' ger, ' die sich ' zum Gebet in,, einander verschlangen.?', .. f? ... I löndltch , erhob" sie sich, und nun wurde sie Meiner 'gewahr. Stolz und vornehm sah sie mich ; an ; : auch ;i ihre Kleider verriethen, daß sie kein Land mädchen, ' sondern von' Stande ' wär. und ihre bräunen Auge schienen zu fragen! Wer bist Du. daß Du mich anzureden wagst? Schott schickte ich mich an. ihr weinen Namen zu nennen, da siel mir im " rechten Augenblick ein, wie mißtönig dieser Name noch fo manchem Ohr von unserem Adel klingt. . Darum wählte ich einen andern. Auf daß sie ihre Verzeihung für den gehabten Schrecken nicht einem Unbekanuteu anze' deihen lassen möge, sprach ich, so msze sie mir vergönnen, mich ihr zu'neNN?lt. Ich wäre aus Bologna und aus dem Geschlechte der Fantuzzi. Nun befände ich mich in der nahen Villa des Lorenzo zu Gast. Ein Svaziergang hätte mich hierher zur Karelle geführt, in der ich zuerst voll Staunen und stummer Bewunderung einenEngel zuerblickm vermeinte: auch hatte ich mich, fügte ich artig hinzu, in dieser Vermuthung wohl mcht getäuscht, wenn ich auch sähe, daß es ein Engel ohne Flügel und einer von irdischer Abkunft sei. So sprach, ich und scherzte, und als ich ihr den klanglosen Namen der Fantuzzi nannte., schwand der Hochmuth aus ihrem Antlitz. Nur als ich meinen eigenenNamen aus sprach, ging eine Bewegung über ihr Gesicht. und ich merkte, ich hatte mich über ihre Abneigung gegen denselben nicht -ge täuscht. Bez der kleinen Artigkeit, die ich ihr sagte, lächelte sie wie ein Kind, dem man etwas Schönes sagt. Sie war die Tochter eines der Gen tili. die unterhalb der Vistojesec Berge auf den waldigen Hügeln in ihren Landhäusern wohnen. Ihr Vater, ein Anhänger und Freund der Pazzi, grollt der Herrschast unseres Dauses und 5c gräbt sich darum in seiner Einsamkeit. An sich fesselt er sein Kind, sein einjiges, und nicht mit einer Sohle läßt er es Florenz, die Stadt seines Hasses, betreten. Um dem Madchen die'Abge schiedenheit erträglich zu machen, erlaubte ihm der Vater,' da die Gegend völlig sicher ist, umherzustreichen auf Flur und Feld. Er litt an' einer Wunde, die er unter dem Banner Vis centis empsing, und wenn sie ihn gar zu' sehr quälte, so ging mein Goldchen zur Kapelle und betete Den für ihn. Äm nächsten " Tage' sahen wir uns wieder und alle Tage nun. In klöster liche Einsamkeit war ihre Juzeud verschloffen gewesen, und doch schimmerte in ihlen Auzen der! Wünsch nach Leben und Genuß. Nach Liebe dürstete ihr ganzer Sinn, und im grünen Waldes' dickicht, am rauschenden Bach, baden meine Lippen zum ersten Male auf den ihren gebrannt. Jlnx aller Stolz auf ihr Gefchlecht." sprach Polizizuo, Zank dahin vor Dei ner Liedesgluth? Lorenzo lächelte. Wozu hat uns die Natur die süße Beredsamkeit derliehen? Vergiß doch auch nicht ! Nicht als Lorenzo von Medici, der Gemahl

der ClarisZa d'Orsini, bin ich ihr genaht, sondern als der Rttter antuzjl. Der aber ist noch unvermählt und kennt kein holderes Glück, als sein Liebchen dereinst in den Palast seiner Väter auch ehelich heimzuführen!" . Alle lachien. Solderini erhob sich von seinem Sitz, und mit ernstem, belnahe strengem Tone sprach er: Wenn ich Dich recht verstehe, mein Fürst, so hast Du das Mädchen in den Glauben versetzt. Du werdest Dich ihr verniäblen?" Um Lorenzos Lippen aber zuckle der Spott bei der Antwort: .Für sein sündiges Gewissen hak Lorenzo seinen Betchtvater.Solderini erwiederte nichts. Ein sin erer Kummer aber glitt über sein Ge stcht, und eine Sttlle trat plötzlich an dem Tische ein. Es war w:e eme Versttmmnnz. d'.e )urch die Erzählung hervorgerufen var. Da erschien der Diener und mel bete, daß die Abendmahlzeit angerichtet fei. ' - Lorenzo ama voraus, me Anderen f wlateu ihm und als der Letzte Solde ?im. An der Thür aber blieb Saloerini i 1mt (a'trt Kfklirt n1i irt t sC4 hrt. 1 fititil, it " Vi"V jtand noch ein Anderer. Es war Ansrea. Sem Antlitz war bleich wie das ttnes Todren. .Meister Andrea," sprach Soldermi, waS ist Euch? Ihr seid bleich wie ein Todter, seid Jhr nlcht wohl?" m), ganz wohl," entgegnete Andrea und gab sich Mütze, zu lächeln. . Arawohnlich sah Ävldermt dzn Mer?ter an. Dann klopfte er ihm auf die Schulter und sagte: Kommt, Anorea, damit hr kem Aufsehen erregt. DaS sind Zeiten, Mei. ster, Zeiten, Zeilen, Zeiten!Solderini ergriss Andreas Arm.. Durch den Garten fluthete das letzte rslhe Gold der onne, und oelöe Män '.er schritten durch die Thür. . ' Unterhalb der Pistojeser Berge, aus jinem Hügel, am Fuße eines steilen Ab Hangs stand ein Landhaus, dem die vier Thürme fast daS Aussehen einer Burg verliehen. :J" .:. In einem reichen Gemache diefeS Hauses, am Fenst deS Erkers, saß auf hohem Stuhle ein Greis mit weißem Haar und weißem Bart. Den rechten Ärm trug er in einer schwarzen Binde. Neben ihm saß ein junges Mädchen von großer, Schönheit und mit langen Holdeneu Locken, die ihr bis auf den Weißen Nacken sielen. Sie war mit eier Zeichuung beschäftigt und emsi führte sie

den Stift. Die Zeichnung stellte eine Landschaft vor mit einer Baumgruppe im Vordergrunde, unter welcher , ein Liebespaar saß. Die Augen deS GreiseS hingen an seinem Kinde. , .Giovaunetta". sprach e Du bist bleich. Auch ist Dein Wesen seit einigen Wochen seltsam verändert. Was ist Dir. mein Kind?" Giovannetta beugte sich noch tiese? über das Blatt; aber em rother Purpur -ärbte ihren Nacken. . , Mchts, Pater, sagte sie leise. Doch, mein Kind7, erwiderte der Greis, Du täuschest mich nicht. Sprich, was ist es? , - So wird es der Frühling seitt, Va ter," entgegnete Giovannetta. der mit feuchten Düften aus dem Thale emporsteigt."' Der Greis schüttelte langsam das Haupt. Da klangen Schritte. Verrocchio." rief Giovannetta und fuhr von ihrem Sitze auf. Die Stille, die lastend das Gemach beherrschte, war vorüber. Es war der Meister. 3h? habt uns warten lassen, An drea." sprach der Graf. Verro:chio erwiederte, daß ihn Ge schäfte aufgehalten hätten. Gleichzeitig mit Verrocchio war ein Diener eingetreten und meldete -dem Grafen, daß im Hofe ein Pferdehändler stünde mtt zwei neapolitanischen Wallachen, die er angeölich im Auftrcge deS Grafen diesem vorzuzeigen wünschte. In der That erwartete der, Graf die beiden Thiere, er hatte den Händler bestellt. Jhr entschuldigt mich wohl. Meister Andrea." sagte Her Greis, ich will die Thiere prüfen, und wenn ich mich verspäten sollte, so nehmt nur an, daß ich trotz dieses Arms wieder einmal im Sattel sitze. Bevor Ihr aber geht, sag' ich Euch noch Lebewohl." Der Graf ging mit dem Diener hinaus. und Verrocchio und Giovannetta blieben allein im Gemache zurück. Nun, Meister," bob Giovannetta an, .wenn es Euch gefällt, so beginnen wir gleich. O, ich bin fleißig gewesen. Das Bild ist beinahe vollendet, auch die Gestalten, die bisher in dem Bilde noch fehlten. Da ist eS! Nun geht mit mir in's Gericht!" Der Meister trat an den Tisch, und Giovannetta reichte ihm das Blatt. Noch immer lag daS Frokgefühl auf seinem Angesicht, und mit beiterem Auge betrachtete er das Werk. Plötzlich stutzte er, und sein Blick heftete sich an die untere Fläche des Bildes. Dort saß das Liebespaar. daS Mädchen das And litz gesenkt sodaß es nicht sichtbar war; der Jüngling, eine schlanke kraftvolle Gestalt mit langherabwallendem gelock tem Haar. . Wieder war das Angesicht Verroc. chio's, als er aufsah, fahl wie der Tod. WaS ist. Euch?" fuhr Giovanetta erlchrockm auf. Ist Euch dieser Jüngling, dessen Kopf Ihr hier gezeichnet habt, be kannt?" fragte Verrocchio mit tonloser Stimme. Mit großen Augen blickte Giovannetta den Meister an. Plöhlich zog ein glühendes Roth über ihre Wangen, und verlegen sah sie zu Boden. Ihr kennt ihn auch?" sprach sie zitternd und leise. -Mit hochgeschwungener geballter Faust schlug Verrocchia voll Heftigkeir auf den Tisch. Mein Gott."' rief Giovannetta, was ist es mit ihm? Redet!Verrocchia aber bereute schon feine Heftigkeit. : Fraget mich nicht. Fräulein," sprach er verwirrt, nein, ich kenne ibn nicht. Nichts weiß ich von ihm. nicht das Geringste! Nur eine Aehnlichkeit mit einem Anderen! Ich versichere Euch!", , Giovannetta aber stürzte vor ihm nieder,, und umklammerte seme Kniee. Erbarmen," schrie sie, Erbarmen !

Seht Ihr denn nicht, daß Euer Schwelgen mich höhtet?" Steht auf," rief er. Nicht eber, als bis Ihr mir die Wahrheit' gesagt habt. Ja. villeicht rettet sie mich noch !" In hartem Kampfe rang Verroc--chio. Glovannetta aber flehte zu ihm mit Thränen in den Augen. Endlich sprach er:' , -,,, Nun wohl! Vielleicht habt Ihr Recht, und die Wahrheit ist auch dies, mal wieder , daS Beste! An den Tag muß sie ja doch, und daß ich Euch nocy rette, gebe GcU! Erst aberfleht auj Giovannetta erhob sich, und mhemloS hmg ste an feuum Munde. Wer dieser Jüngling ist, habt Ihr mich gefragt," sprach Verrocchio, wie nannte er sich Euch ?"' , Domemco Fantuzzr auS Bolognas versetzte Glovannetta. , , So - hat er Euch belogen! Damit Ihr wißt, und damit Ihr eS ihm. wenn er Euch, wieder naht, in'S Antliy ru;en konnt: eS i)t , der Mann, , den Euer Vater vor allen Anderen, haßt, der Mann, der mächtigste setzt in Florenz, Lorenzovo n Medlcit" Wie von dem SNch emeS DvlcheS ge? troffen, zuckte , Giovannetta zusammen, und alles Blut entwich ihren Wangen. KelnenLaut gab sie von nch. Mtt beu den Händen umklammerte sie die Lehne eines StuhlS und mit geisterhasten An gen duckte sie Berrocchio an. Ist er vermahlt?" sragte'pe nach einer Weile. Clariffa von Orsini ist seine Gattin", erwiederte Berrocchi. " 1 ! ' Ein Beden ging über ihren Leib, ihre Lippen werden weiß wie Schnee, sie wankte und kraftlos sank sie auf den Teppich. , "! Giovannetta!" rief Verrocchio laut aus und stürzte auf sie zu. Sie absr streckte ihm abwebrend die Hand entge gen, und als wollte sie ibn vor der Be rührung vor etwas Unheiligem bewah n? sprach : Ä l: AtzRührmlch nicht an! , - f"- tog

Dann entsank ihr die Hand und eine Ohnmacht breitete sich über sie aus. ' ,.- Der Frühling war vergangen, unl der goldene Herbst in Land, gekehrt. Wiedee ruhte Florenz weißschimmernd im Sonnenschein., In seiner Werkstatt, abseits von den Gehilfen und durch eine Wand von ihnen getrennt, saß Andrea. Vor ihm auf einer Staffele! stand ein kleines Bild. Es war ein Mädchen köpf. Die Farben waren noch feucht. DaS Bild war in Tempera gemalt. Nur die Korallenkette, die an dem Halft des Mädchens schimmerte, sowie das Mieder um den zarten Leib, wies durch die Tiese und die Durchsichtigkeit ihrer Färbung auf die Anwendung deS neuen Verfahrens, daS' Antonelli von Mes. sina soeben auS Flandern über die Al pen gebracht hatte, die Anwendung des Oels. . In großen, goldenen Buchstaben stand eine Inschrift am Fuße des Bil des. Sie lautete: Rühr' mich nicht an!" Keine aber meldete den Namen des Mädchens. Nur ein Wappen, auf die Rückseite des Bildes gemalt, gab Kunde von ihrem bohen Geschlecht. Um dieses Wappen schlang sich eine zweite Inschrift. Etill ruhten des Meisters Augen auf dem Bilde. Wehmuth und Trauer lagen in ihnen. Dann griff er in sein Wamms. Ei zerknittertes und erlesenes Brieflein zog er hervor. Er las es. Es waren die feinen Züze einer Frauenhand. Die Worte aber lauteten: . Meister! Wenn Ihr diese Zeilen erhaltet, so haben mich die Mauern des Klosters begraben. Heiß habe ich ihn geliebt, vom ersten Male an; als ick ihn sah. Ich war ein unwissendes Kind, er aber hat mich mit einem Zauber umfangen. Es geschah, wie Gott wollte. ES wird geschehen, wie Gott will. Aus Furcht vor Schande und einzig aus dem Trieb nach Ehre beweine ich, was ich einst begehrte, und was ich dann besaß. Giovannetta." Eine Thräne glitt aus seinem Äugt auf daS Blatt. Dann barg er es wieder an seine? Brust. Leise öffnete sich die Thür. Lorenzr erschien auf der Schwelle und leise unl mit kinem Lächeln trat er näher. Plötz lich blieb er betroffen sieben. Es ist Dem erstes Bild, Andrea! Hat Dtch Dem Herr dazu getriebeil, Andrea?" Verrocchio schwieg. Ein Schmetterling flatterte durch das geöffnete Fenster un setzte sich ge rade auf das Bild. Anhreat"' sprach Lorenzo leife, ?)r hast sie geliebt!" Der Meister aber sah nicht auf, e, blieb stumn Lorenzo fuhr fort : , Du nnrsk mir niemals vergeben! Sprich ! Sur ein einziges , Wort!" - Da endlichhob der Meister feinenBlii! und mit feierlicher Stimme sprach er: Es geschad. wie Gott wollte! EZ wirv geschehen, wie Gott wlll! Ick habe Dir nichts zu vergeben . Kein Name nannte den Vater, keiner i a.Z Mädchen, öwr das Wappen gab Kund, von ihrem Geschlecht, Da nahm d'e, Meistzr ein Messer zur Hand und kratzt das Wappen aus. Nun konnte er in Friedew seine Augen schließen, denn feig Geheimniß ging mit ihm und mit Lo, renzo zur Gruft. - . Memoiren eines Genernls.

' Der franzöfische General Marbot er. zählt in seinen hinterlassenen Memoiren, deren Besprechung wir in der Frkf. Ztg."' finden, folgende, ihm von War schall LanneS selbst mitzetheilte Geschichte: Als im Jahre 1600 der Erzherzog Karl zum Heere reisen wollte, wurde er plötzlich benachrichtigt, daß ein Generalmajor, den er besonders schätzte, von dem Zranzöstfchen Gesandten, dem General Andreossi, bestochen sei und mit diesem . aeheime, nächtliche . Zusammenkünfte habe. .Der Erzherzog hielt dies trotz der genauen , Angabe des Ortes der Zusammenmnlt xn der Wiener Leopoldstabt für eine einfache Verleumdung und bekümmerte sich nicht weiter um das Gerede. Derweil hatte der französische v, , t.;: ei. ti...j. jf- i'" ' ejanoie iqon inc aijrrKiangui :t:& meldet man zum zweiten Male dem Erzherzog, day der General lange rn dem Cabinet, daß sämmtliche Kriegs plane enthielt, allem gearoettet und ,n der Nacht noch eine letzte Zusammen kunft mit Andreom haben werde. Mehr um den" widerlichen Verdacht, los zu werden, als um neu erorecyer zu er tappen,- beschloß der Erzherzog, sich selbst zu Wrzeugen Er patrouillirte ' m 'iv iiiir.' r ä . a.- 1 - : ' "1, " lll o m ocr macyr, vtos von einem xiO' jutanten begleitet und zur Unkenntlich, kett verkletdet, , vor dem bezetchneten Hause herum. Nicht lange brauchte sie zu warten."' Sie erkannten , den, Ge? neralmajor, der in das HauS emgelassen wurde.' und , ebenso den, französischen, Gesandten, der ihm bald nachfolgte. Z. , Aus eine desto längere Prsde wurde jetzt ihre Geduld ! gestellt. Mehrere Stunden dauerte die Unterhaltung 'r aU aber endlich die beiden Verschwörer daS HtS verließen, sahen sie sich Plötze lich dem Erzherzog Karl gegenüber, der ruhig und laut sagte:, "Bon soir, rnoasieur, Tambassadeür de k Frsuice!7 Zu dnn österreichischen General sprach er kein Wort; er begnügte sich damrt, ihm mit . der Laterne in's Gesicht zu leuchten. Aber der Adjutant konnte nicht an sich halten, , sondern ' rief: Elender Verräther, m,rge noch wird man Sie degradiren! ' Der Gesandte entwischte, ohne ei Wort zu sagen, der General aber ging nach Hause und schoß sich eine Kugel durch den Kopf. Er hatte 1 von Frankreich zwei Millionen Francs erhalten, ' eine Summe, der, wie es scheint, auch mancher Kavalier nicht widerstehen kann. In Oesterreich selbst hat man nie etwas von diesem Vorgang erfahren; eS wurde uitg'etheilt, daß der brave Generalmajor an emeul SchlaganMe. plotzllez stqt .MIä tSWf-SMS-i

Tr klelue Liksitsl Vs Florida.

5!och Zimmer stehen die Männer der Wissenschaft vor' den wunderbaren Kraftproductionen der jugendlichenMiß Annie Abbott.gcnannt der kleine Mag net von Jlöridä' wie vor einem un aüflöslichen Räthsel. ES stebt fest, daß bei ihren Produc tionen kein Humbug obwaltet, daß vielmehr jene angebliche Kraftdame, über deren Entlarvung in PanS die, Blätter soviel Aufhebens machten, eine, Betrü' gerin Namens, Abbett und überhaupt nicht mit der echten Miß Abbott identisch ist.. Die echte Kraftdame hat über Haupt London' bisher nicht verlassen. Für ein Honorar von 200 (1000) producirt sie sich allabendlich im Londo ner Aquarium vor einer Menge, die nach Tausenden zählt. Jüngstin erschien sie auf Einladung deS Prinzen von Wales vor einem Cirkel von Herren' des höchsten AdelS und siegte, wie immer, mit ihren aktiven oder passiven magneto elcktrlschen Kraftlei' stungen. Mß Abbott als ÄntauS. - Dai gebort unter Anderem, daß sie sich fest m den Boden stellt und zwei oder drei Herren sich vergeblich anstren gen sie auch nur einen Zoll vom Boden zu heben. Ste äußert, daß nur dann ihre Widerstandskraft eine geringere sei, sobald sie auf einem Teppich stehe, der ihre Fußsohlen vom Boden trenne. Umzekehr hebt sie mehrere Personen mit größter Leichtigkeit empor. Auf einen großen Stuhl fetzen sich zusammengepreßt. einander auf dem Schoß und einer sich' fest an den andern klammernd, sechs bis sieben Herren und mit ihren ausgestreckten Fingern hebt sie die neun oder zehn Zentner Gewicht einen halben Fuß hoch-, vom Boden ! Noch mehr, ohne den Stuhl überhaupt zu berühren!! Der Prinz von Wales legte, um jeden Schwindel unmöglich zu machen., eine Hand hinten auf die Rück lehne des Sessels,, nach welchem sie nur die Fingerspitzen anSstreöte, ohne den Sessel zu berühren,, und siehe da! dieser hob sich, wie beschrieben, mit der großen Last vom Boden,, ohne-daß sich dei der Krastdame auch nur die geringste An strengung in Muskeln'und Sehnen spüren ließ. Der Prinz von Wales schlug die Hände über dem Kops zusam wen mit dem Ausruf: Das begreife, wenn es möglich, istt' Miß AbbottS eisermr Griff. ; ; Eine andere allabendlich wiederholte K ü nst le istnttg tritt zu ' Tag e, indem sie ein langes Billard aueü? ) fest in der Mitte ergreift und--chr gegenüber, eine Reihe von sechs bis acht Männerhänden dnS Gleiche' thut, ohne, daß eS diesen bei : den alltäglichen Proben derselben ärtlstu nuc ein einziges Mal gelun gen wäre, i, die Dame, die zart und schwächlich gebaut ist,, auch nur vom Flecks drängen. ,,'i i , ' VergebkicheS' Bemühen! ' Mit einem Stuhl führt sie ganz ge nau dasselbe Kunststück aus. Zu dem einen Gegner, den wir auf unseren Bildern erblicken, kann man im? Geiste gut noch drei oder vier hinzudenken, da rn der That sie 1 stets andere Herren aufs forderte dem vergeblich sich Abmühen Stn doch zu helfen natürlich mit den selben negativen Erfolge. In einem Vrief an dle Londoner Times- jchildert ein hervorragender Elektriker, Jobn B.,Verity,,seie Eindrücke, die er während ' der Vorstellung empssngen,' roic f plcjllSaiiiiii ":.:;:i!i;!ll5;ir:!!& .Die interessantesten Versuch? waren für mich diejenigen, in welchen die Kraft sich nicht direct auf das Objekt äußerte. So oft eö nur anging, brachte ich meine Handfläche zwischen die Hand von Miß Abbott und den Stuhl cd Billardstock, so daß ,d:e Tame den Gc

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genstand nicht berühre konnte. Durft meine Hand sich auch nicht bewegen so bemühte ich mich doch, der Dame den äußersten Gegendruck entgegenzusetzen. Als sie die beiden Stühle mit den sechs schweren Männern in die Höbe hob. empfand ich in meiner Hand ein Zittern nicht unähnlich dem. welches ich in der Nahe einer mächtigen Dynamomaschine verspüre. Die ganze Vorstellung rief einen tiefen Eindruck bei mir hervor, und ich fragte mich auf dem Heimwege, ob Miß Abdstt etwa unbewußter Weise die Mittel gefunden habe, die inimenie Kraft dienstbar zu machen,, die nach Professor Erookes in ,jeöem Kubik;olZ des den Weltenräum erfüllenden AetherS enthalten ist." Mit Zauverschnelle erbaut. In Chicago ist kürzlich eint der neuen Riesenbauten mit einer Schnelligkeit der Vollendung ade gebrach: worden, die !h,jtS T'.f M,-tv. t.t) 4 . V.- .........

jiit, luitvit luuuyiiiuc u.iti(u lUijCH, an her ffffi für ssfftrt- trai ?m!Yntfu mmw -w"- 9 W V VV f straße, schräg gegenüber dem Rathhause. Noch vor zwei Monaten war hier nichts weiter zu sehen, a!) eine wüste, leere Baustelle. Ende November begann man mit Mm cizmUichen Bau. Taz und Nacht wurde von' verschiedenen Ab t Heilunzen Maurern, Handlangern, Steinmetzen und ihren Gehilfen, die sich gegenseitig ablösten; ohne Rast und Ruhe qearbeuet. Mit Zauderschnelle, fast wie Aladdins- Palast in Tausend und eine Nacht" flieg daS Gebäude empor, wuchs es gewissermaßen unter den Augen der erstaunten Vaffanten, die zu Tausenden täglich in eiliger Hast diksebelebte Gegend'kreuje Ter Afhkand.Bksck'M W;embÄ- . Bis zum 3. Dezember war man l'e reits. wie obigesBild zeigt, zum siebente Etoch gediehen. Tas Eisengerive deS Gebäudes ragte-gespenstisch über die bereits im Reybau vollendeten und mir Steinen. Mönel, Cement und Cenntte? masse bekleideten Theile tmpor; undrastlos, immer weiter wuchs daö Ge bilde suS Mcnichenhand empor. Gc waltige Eisenkrahnenkdoben die schwer sten Blöcke mit spielender Leichtigkeir empor. Die - Arbeiter wurden durch große Zeltschirme vor dkr Wuth der Winterstürme geschützt, wahrend überhundert kleine Oefen m den ArbeitS räumen eine behagliche Wärme verbreit teken. So war es möglich, in der kurzen Spanne Zeit vom. ö. bis zum 13. De;ember weitere .vier Stockwerke zw vollenden und so das Gebäude? diö, zumll. Stock emporzusuhren, 'ii., - ' ;,;;!! T ' A-te7Mcki--?l& 1 IMMMUMM FrfS feä MÄWe -&drmfl " ' mmm- - AMnd.B:ockanv,13s Dezebrr,!?!.,,, Das zweite Bild zeigt.den Fortschritt in Yirr rnhe tflrf öftren Itafl einer Photographie, wie auch die erste Abbildung von einer solchen copirt kft . ..''' HL - . JTt i. ijt. A)ie W?unozlall)e cc Veoauors, wie natürlich - auch die sämmtlicher : ' 11 "'f-'ii; i-,v's' '''"(i'iWhr""'! toawerle. inibi- ou ver iiu ug im ftixntrfc Wie bereits erwähnt. aebört gucy oer.unzeyemn'.ir onnii oer ÄrbeltiU strengsten WintMz merkenSwerthestenTriumpd Bau? ?üWWrä!che!netÄ j, , ' -i, , . . j - f,. Ij. . il; "! -.fiiik ',,; ,.? i,:;- ;- f; ; i ! il -1 i , :, - , .,.,!. ,ii,5 ' 5 1( ; ?k,.,,, '.)$,-... D i e S ch l e s. Z e i t u n feierte am 3. Januar , die Feier ihres lLosährigen Vesteheus. Die erste Num mer dieses angesehenen Blattes erschien '' f , '"' ' '-" "; "'' :" :'-'""" "': 'm ,!'. . ' . . ,1. sald.nach der - Eroderung Schle stenS öurch Friedrich d. Gr. am 3. Januar 1.742. , Am 18. März 183 erschien in 6m firTtfim siifrrT $fn tun iVit " VW HjHf IV4 Volk"., Eine besondere Festschrift .150 Jahre SchlesischeZeiung (Verlaz von Äilh. Gottl. Zldorn in Breölau) wurde der Bedeutung deS Tages in würdigster, Weis gerecht. 't- - . . Z 53 e stehen thut er. Nur wenn der Keller ieden Abend vollstän rsig besetzt ist, kann der Wirth hier ehrnch bestehen. DaS wlrd aver selten er Fallsein, waS macht der Wirth ,ber danÄ? Tann besteht er eben un. :hrlich. ' ; r-4it ,L:! '-Ein langes Stelldichein. Vardon. Madame. Sie warten wohl hierauf Ihren Gatten., , Ja, mein Herr, seit zehn Jahren, aver er w:ll mcht kmmen! . ' - - r -'

i tjyG wiJCr .il I I m'. J Ä? . rY ßWi MMDRMTKÄA : WM-tBh-m-r Jtrxri P tfni txjEZZjlr i jJ3Lf1T&r 11 -l TflffliU MÄWKDW Mi lri ! i WtivZU Cs xJ-ZMr' L V i rrljMF"3 " xjifi'"'-?-" ---i M?VM?WM?tzM : . - . .Ars- r IpiS I $ M ' ."MHfB&rk $&&tf1ffirw , f-ä!Ifw , njl. ;'i M,

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