Indiana Tribüne, Volume 15, Number 138, Indianapolis, Marion County, 5 February 1892 — Page 2
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DieZzklche.Tribür"ssftrt durch den Tröger ISCcntS pcr Woche, hie ConntagS-.Tribüne" b CentS per Woche. Bklde zufammen ISCentZ der L3 Crn tS per Monat. PrPostzgeZchickttuVr. auezshlunz per Jahr. . Ossice: 130 Ost Msrylend Straße. JttdianapoliS, Ind., 5. Februar 1S92. Gin astronomisches (Zrelgltitz. Wohl Mancher, der m leper Zeit zum klaren Abmdhimmel empsrschaute. hat wohl mit Staunen unweit der schmalen Mondsichel die beiden hellen Sterne gesehen, deren Glanz sie schon längst sichtbar machte, als noch die EtrahZen der untergehenden Sonne selbst den König der Firfterne, den setzt culminirenden Sirius verhüllten. Viel leicht hat der Beobachter auch bemerkt, baß diese beiden hellen Sterne sich von Abend zu Abend mehr zu nähern fchei nen. Tezn ist w der That so. und am 'Sai7.stag, dem 6. Februar, ist diese Annäherung so bedeutend geworden, daß die beiden Planeten Jupiter und Venus sich für daZ Auge des irdischen Veobzchters vollkornNcn decken. Für unsere Breiten wird dieser interessante Moment, der zu den seltenen asirono mischen Ereignissen geHort, allerdings nur für die Femröhre ter Sternwartcn sichtbar sein, da er sich am heilen Tage abspielt. Aber bereits am Freitag ist die Annzherung so bedeutend, daß beide Vlaneten den iÄndrck eines Toppel sternes machen. Natürlich ist die schein bare Nähe nur eine optische Täuschung, da Venus der Sonne viele Tausend Meilen näher steht, als Jupiter; beide stehen nur in derselben geradlinigen Sehachse in Veeyung auf uns. die Bewohner der (ii&e, und die Verbin dnngÄin-e Mischen Crd.', Venus und Jupiter bildet im Augenblick der scheinbaren Deckung der beiden kchteren Himmelskörper eine gerade Linie. Ein zweiter Urnstand, lediglich opti scher Natur ist die bedeutend größere Helligkeit b:na im Vergleich zum Jupiter. Thatsächlich ist diese? weitus h:r größte Planet, und übertrifft an Volumen oder Naulninhalt die Ve nus - um das Vicrzehnhundertsache. Allerdings liegt in der größeren Masse nicht nothwendiger Weise d.'r Begriff dos größeren Ganges, denn bei seiner ungeheuren Entfernung von der Sonne muß das Sonnenlicht so viel schwacher auf dem Jupiter leuchten und dieser dasselbe auch um soviel schwächer zu rückstrahlen. Die eigentliche Beschaffenheit dieses grüßten aller Planeten ist noch in gche'imnißö olles Dunkel gchüllt. Der ,,aerikanifche Astronom LZroctor hat ron mit Rücksicht auf den auffal lcnden Widerspruch zwischen der gewal tigen Vkaffe des Jupiter und feiner ge ringen Dichtigkeit die Vermuthung 'r' ausgesprochen, daß der eigentliche feste steril d:s Jupiter sehr winzig im Vcr f$!hiist zu feine? außerordmtlich wol kenreichen und düsteren Atmosphäre sei, - daß diese uns ide Oberfläche des Kerns verhülle, und daß der sogen. ' Aing deZ Jupiter, den man für eine besonder e Bildung an seiner Ober fläche gehalten, nichts anderes sei, als ein durch die heftige Drehung seiner Achse erzeugter permanenter Wirbel- - fturm seiner Atmosphäre. Andere Astronomen behaupten, daß der Jupiter noch selbst leuchtend, also nicht ganz abgekühlt sei. Wie dem auch sein möge, gewinnt dach durch die letzten überraschenden Entdeckung? des schwedischen Astronomen Tuner über die Drehung der Sonne, welcher der Jupi. . ter in vielen Beziehungen ähnlich ist, auch die Annahme an WahrscheinlichMs, daß die noch nicht erkaltete Oberflache d:Z Jupiter eine verschieden ge schwinde Umdrehnngszeit besi&t; am schnellsten am Aequaror. am langsamsten an den Polen. Während Jupiter als Tvvus der fonncnsernen oder äußeren Planeten gilt, ist Venus zweifellos für die inne im oder fonmnnahen Planeten, zu be nen auch unsere Erd? zählt, ein vollgiltiaer Repräsentant. Schiaparellis - Behauptung, welche durch die jüngsten m . i . .T o: j eooücyiungen an o.-r x.z lazeu icrn warte bei San Francisco bestätigt ist. daß nämlich Venus und Merkur ihre igendreliung langst im aule o;r - Aeonen eingebüßt haben und d?r Sonne " stets nur cme ette wayrend üzrcs gan im Jahrcs-Umlanfs zuwenden, statuirt zedoch einen wichtigen Unterschied M schen unserer Erde und der Venus, auf welcher die so viel möchtigere Sonnen anziehuug eine bedeutend stärkere Fluthbewegung, das der Eigendrehunz feind ; lich entgegenwirkende Momente erzeugt ' haben, und so die Achfendrehung soviel Zrüher zum Stillstand gebracht haben muß. Wieder der Judenknabe! Man sollte es nicht für möglich hak tcn, daß im aufgeklärten Teutschland heute noch der Glaube an das Opfern der Ehristenlinder Seitens der Juden nicht ausgestorb?n ist. Der preußische Iustizministcr hat sich kürzlich zu seiner , Information die Acten über einen in , kanten an einem Knaben vollführten Morde zuschicken lasten und die Kreuz zeitung" erklärt unverblümt, baß jener Knabe von den Juden zu rituellen ' Zwecken hingemordet wurde! DcrMn , ten tfall ist folgender Art: In der kleinen rheinischen Stadt kanten wurde vor einiger Zeit in einem Straßendurcbgang ein Knabe ermordet gefunden. Der verdacht der Thäter, ichaft fiel auf einen jüdischen Schläch ter. der in Untersuchung gezogen, aber, da Staalsanwalt und Strafkammer ihn nicht ausreichend belastet fanden, wieder äußer Verfolgung gesetzt wurde. Der Thätet ist bisher nicht, ermittelt, obgleich ein Berliner Eriminalbeamter, zur Mithilfe bei den Nachforschungen an Ort und Stelle entsandt war. In der antiseimtischen Presse konservativer und tlerikaler.AbarNst nun seit einiaer
'ili rall großem arm me eyauplunz colportirt worden, nicht nnr, daß der jüdische Schlächter der Mörder sei was ja möglich wäre, sondern auch, daß ein Mtualmord" vorliege, was für vernünftige Menschen ungefähr auf demselben Niveau mit der etwaigen Be-
hauptuug steht, ein ajteö Wem habe, nachdem es den Besuch des Teufels em pfangen. den Knaben zu Tode gehert.-, An die Version von dem ..Aituälmord" aber wird die schmähliche Verdächtigung gegea die preußische Rechtspflege g? inüvst. es sei auf unlautere Emflüffe zurickzuführeu. daß der Schlächter nicht vor die Geschworenen gestellt worden. Wie es mit dem rituellen Morde" in Wirklichkeit stelzt, haben christliche Kenner der jüdischen Religion dargethan. ie sagen, daß em solches Gcbot ganz undenkbar für d.s mosaische Glanbensbekeuntniß sei. Dieser An sich! sind sechzehn Professoren und Ge lehrte der christlichen Theologien, zum Theil Manner von europaiichem Ruf; das bestätigen zwei katholische Bischöfe und vier theologtichc Facultäten; so zu lesen in den Christlichen Zeugnissen gegen die Blutbeschnldigung der Ju den." Berlin, Walther und Apolant. !62. Vor Allem aber hervorheben muy man. vav ein Parlelgmokze der Krcuzzeituna", Prof. tnck. der an der Bernner Universität protestantische Theologie lehrt, erst kürzlich in einer besonderen Broschüre dieselbe Anschaunug vertreten hat; die Broschüre Der Btutaberglaube mi Christen und Juden". München. E H. Beck 1891. Champagner hüben und drüben. Das mörderische Attentat auf den weit und breit in den Ver. Staaten de kannten Weinhändler Julius Samborn, welches noch glücklich genug für den Angegriffenen ablief, während der Meuchelmörder durch Selbstmord en dete, hat die Aufmerksamkeit hes größe ren Publikums auf die von Herrn Samborn vertrttene alteFirma gelenkt. Bekannt ist. daß diese fast ausschließlich den Import französischer und deutscher Schaumweine in Händen hat. Weni' aer bekannt dürfte, sein, daß sich in den letzten Jahren in den Ver. Staaten eine nicht zu unterschätzende Concur renz einheimischer Schaumweine her ausgebildet hat, ganz ähnlich, wie in Teutschland Firmen, wie Bürger & Sohn, Förster & Co., denmoussirenden Weinen der Champagne mit dem in ländifchen aus .Naum'burger und leich ten Moselweinen hergestellten Fabrikat erfolgreich in die Schranken getreten sind, umsomebr. als Kaiser Wilhelm ausgesprochener Maßen die deutschen Schaumwein vorzieht und überall sül dieselben Propaganda macht. Natürlich ist für alle die künstlichen und wohlschmeckenden Produkte dieselbe Herstellungsweise üblich, wie die in der Champagne vielleicht schon seit 200 Iahren hergebrachte Methode, weshalb auch eine Beschreibung der letzteren für alle sonstigen, - dent Champagner ähnlichen Schaumweine gilt. In der sonnigen, kreidehaltigen Champagne sind es na mentlich die Präfecturen Chalons-fur-Marne. Epernay. Reims. Samt Me nehould und Vitry'sur-Ptarne. sämmt lich im Departement der Marne, welche die besten Weine zur Erzeugung des Mouffeux liefern, .jedoch werden in Frankreich außer in der Champagn auch noch an vielen anderen Orten Schaumweine erzeugt, die aber den Na. men Champagner" nicht führen dür fen. Der Mousseu? ist niemals das Erzeugnis einer bestimmten Lage oder Traubensorte, sondern immer ein Gemisch aus dem Moste blauer und weißer Trauben, wobei gewöhnlich vier Fünftel der ersteren und ein Fünftel der letzteren kommen. Die Gewinnung des Mostes geschieht in derselben Weise, wie bei allen Weinen, nur achtet man sehr genau darauf, daß die Trauben den richtigen Reifegrad erlangt haben, und liest die reifen und gefunden Bee ren mit peinlichster Gewissenhastigkeit aus den faulen und unreifen aus. Meist finden sechs Pressungen statt, von denen die drei ersten den Most für den besten Champagner liefern, wahrend der Ertrag der vierten zum späteren Nach füllen'dient. Die fünfte Ausguetfchung gibt das Material für eine geringe Champagnersorte, und die sechste noch einen leichten .Tischwein. Ter Most wirdliuf Msser aesüllt, in denen er ein sehr sorgsam überwachtes Gayrungs stadium durchzumachen hat, dann wer den die Fässer geschlossen und bleiben bis zum Januar liegen, worauf erst die eigentliche Champagnerbereitung 'be ginnt. Die dafür bestimmten Kellereien ziehen sich in 'den Kreidehügeln von Chalons. Epernay, Reims u. s. w. meilenweit hin. Die Kellereien der gro r- vic ii . ... v .L r.i. yen aor.ien gryorrn zu oen eqens Würdigkeiten der genannten Städte. Namentlich Reims ist reich an großarti gen Kellereien: die der dortigen Firma Pommery & Greno bestehen aus 130 kolossalen Schachten, die mit so ausgedehnten Galerien in Verbindung siehen, daß man stundenlang gehen kann, ohne dieselbe Stelle zweimal m betre ten. Die erste Hauptarbeit in diesen Kellereien besteht in dem Verstechen oder , Verschneiden, der Vermischung verschiedener Lagen und Rebensorten, wovon die Güte und der Geist' des Champaanerö wesentlioh abhängt und worauf hauptsächlich die zarten Nüan cen der -verschiedeneu Marken beruhen. Jeder Fabrikant bewahrt, daher auch die Theorie' und PrariS dieser Mischuug streng als Geschäftsgeheimnis ES folgt das Klären mittels Hausenblase, die aber stets durch eine hinreichende Quantität Wein verdünnt wird, bevor, man sie in die Fässer schüttet. , Ist der Wein ganz klar so füllt man ihn auf frische Fässer und zieht ihn im April . oder Mai, mit einem kleinen Zuckerzusatz auf Flaschen. Da die Währung , deS Weines im Fasse noch nicht beendet war und der Hauptsache nach erst jetzt vor sich geht, so müssen die Flaschen vorher sorgfältig aus ihre Stärke geprüft werden. Trotzdem zer sprengt der gährende Wem acht bis sechszehn Prozent der horizontal gelaoerten Zlaicken. wäbrend in fckzlechtcu Kellereien sogar schon Verluste bis zu fünfzig Prozent vorgekommen sind. - Nach einer, bchimmten Mt werden
o:e Flaschen rn pultarttgen Gestellen mit dem Kopf nach', unten aufgestellt, und jeden Tag zweimal durch einen Arbeiter geschüttelt, wobei sich Hefe und alle Umeimgkeiten aus dem Pfropfen ablagern. Zehn bis zwölf Monate nach dem Keltem beginnt nun die ei gentliche Champagnerarbeit A mit dem Entkorken, wobei ein Arbeiter jede Flasche mit einer geschickten Handbewegung nach dem Pfropfen schwenkt und diesen dann rasch wcgschlägt, indem ei den Hals der Flasche, seitwärts in ein Faß hält. Dabei schleudert die ungestüm entwcichcnde 5?oh!cnsänre alle angesammelten Unreiuigkeiten mit fort. Der Arbeiter schließt die Flasche rasch mit einem ge wöhnlichen Kork und re cht sie einem zweiten, der eine kleine Quantität, W queur hinein zu füllen hat. der je nach Menge und Stärke dem Champagner seine'SüßigZeit. Schwere und Färbung giebt und den Wein jetzt erst in Cham pagner verhandelt. Die Zusammen
fetzung dieser Dosis wird ebenfalls voni zeder Firma als ein streng zu hütendes Gcheimniß betrachtet; im' Allgemeinen fall es sich dabei um eine Zuckcrauflö sung mit Zusatzon Cognac, und altem Wem handeln. Der Arbeiter .treibt hierauf mittels der . Stöpselmaschlne einen neuen dicken Kork, der vorher mit dem Brandzeichen d?r Firma versehen iit. in die Flasche, die nun noch m'.t Bindfaden und. geglühtem Eisendraht' r.chnürt wird., Zum . chluzz mird Kopf und Hals mit Lack oder Stauniol überzogen, dann etikettirt man die Flaschen und verpackt sie mit Stroh iri Kisten oder Körbe. ' SNe,sttchtex t In Prag wurden mehrere socialifti sche Arbeiterfrauen zu schweren Kerker strafen verurtheilt, weil' sie in eine, nicht angemeldeten Versammlung nach derMelodieder Volkshymne einen Chor aesang voll Majestätsbeleidigungen ge sungen hatten. Die 'Hauptsocialistin hatte außerdem einen. Vortrag über daZ Wnb und seine Bestimmung" gehäl ten. in welchem sie den Müttern em Pfahl, ihre Kinder nicht beteu; zulassen und nicht in die Kirche zu schicken. Sie wurde zu fünfzehn Monaten, 'drei an dere Revolutionärinnen zu drei Mona ten bis sechs Wochen schweren KerkerS verurtheilt. Außerdem erhielt ein 27 jähriger Fleischergehülfe, der den Vor sitz geführt hatte, acht Monatz schweren Kerkers Wir !,a'ien wiederholt darauf hinge wiesen, schreibt die Berl. Volksztg.. daß eS sich verlohnen und auch beque mer sein würde, in Deutschland selbst Colonien anzulegen, statt zu dem Zweck nach Afrika zu fahren. Ein sehr ge eignete Object zur Colonisation wäre z B. die Lüneburger Haide, wofüt, w'e w'.r au d mtzann. Kur." cr'ehen der landwirthicyastliche Verein- von Aispingen eine rege Agitation kntfaltet Gar Nicht übel ist ocr Gedanke die Zinsen' des Welfcnfouds dazu zu ver wenden. Der Verein stellte fest daß die Haideflächen zum größten Theil ganz gutes Ackerland ergeben. . (Bis her erzielte man auf Neubruchland 89 Centner Roggen pro Morgen) Man bcfchloß. in einer Petition -die Staatsregierung zu ersuchen, .diesem Projecte näher zu treten und je nach dem mit der Cplonisatiou vorzugehen,! oder aber einen Fonds zu dotirenaus den: die einzelnen Besitzer hinreichendes Capital zu Meliorationen in dem ange deuteten Sinne zu niedrigen Zinsen bekommen können. 1 Verfchwurd.'ne . Soldaten. Seit d'm 10. Januar wiid der Grenadier Hermsdorf vom 1. GardeRegiment z. F.' in Potsdam vermißt. .Auch aus der Fürstenwald er Garnison sind seit einigen Tagen zwei Ulanen verschwurt den. Der verschwundene Grenadier soll feinen Verwandten gegenüber er klärt dabm, daß er die Behandlung beim Militär nicht ertragen könne und sich das Leben nehmen werde! In leAtcrer Zeit hat sich die Zahl Ser Selbstmorde in der deutschen Mrmee ganz erheblich vermehrt. Vor dem Polizeigericht zu Walsall in England erschienen , ani., 15.' Januar sechs Angeklagte, darunter ein Fran zose Caikcs und der Schuhmacher Bar toia alias Droganoff unter der Be schuldigung des' gesetzwidrigen, !Aesitzez von Sprengstoffen. Ter.Oberconstab lcr von Walsall beschrieb seinen Besuch im Anarchistenclub, , in welchem er Bombenmodelle vorfand, sowie in fran zZsischer Sprache angefertigteAnweisun gm zur Anfertigung von Bomben fer uer ein Manisest in der Handschrift Cailcs. welches zur Herstellung f von Bomben und Dynamit behufs Umwäl zung der Gesellschaft auffordert und Anweisungen ertheilt, um die öffent lichen Gebinde in die Luft zu sprengen. Der Staatsanwalt beantragte die Ver tagung der Angelegenheit, , um .die Po li;ei in den Stand zu setzen, über eine mit dieser Ana?leaenheit Zusammenbau g-nde. in England und dem Auslande verbreitete Verschwörung Erkundlgun g?n eiuznziehen. Eine CautiouZan nahm wurde vom Gericht verweigert. ... , 4 ,, !' :' ''! Vj ii Der ?tttwurf des preußischen VolksschulgesetzeS. (.raalfurt gfituna'.) Der neue Entwurf, bestimmt, daß die Volksschule aur konfessioneller Grund laae ruhen soll. Es soll also überall möalicbst Trennung von den Confessso nen eintreten ; , wo beispielsweise' dreißig frv..ftrij t I. flinju. .im.. tAlm1liß$ lÜHllUlUVIUt .HIUll, llllC lUlV,Ut Schule besuchen, kaun die iRegierung anordnen, dazz eiue besondere protestan tische Schule errichtet, wird; wo die Zahl der Protestanten , in einer katholischm Schule, der Katholiken in , einer . proteftäntischcn über. sechszig steigt, mu ß die Trennung und Absonderung . erfolgen. - i Das Gesetz beruft sich dafür auf du Verfassunäsbestimmllng) wonach - - bei Einrichtung cher FffentlichenMolkSschü len die köniessionellen Verhältnisse mög lichst zu berücksichtigen, sind, läßt aber vollständig au ßer Acht da ß sich eben dic'e zu berücksichtigenden Verhältnisse in den letzten fünfundzwanzig Jahren gründlich i, geändert ' bähen. .Art ;bi Stelle des confeissonellen ZwayaeK ist
seitdem gesctZich, die vollste Bekennknid freiheitgeMten. seine Ehe braucht kirchlich geschlossen zu werden . Es ist jetzt gesetzlich möglich (allerdings nicht wahrfcheinlich):. daß die Mehrzahl aller Preußen auseehakb jeder Kirche und Religionsgesellschast bleibt. Mit
dem ch r x chen Staat ist es das hat wiederholt selbst die ..Kreuzzeitunganerkennen müssen in Preußen vor bei. Die consessionelle Schule muß log', scher Weise den- Kirchen dienstbar' sein, sie kann gar keine andere Herrschast ha bcn als die der Geistlichkeit. ''Ihren Mittelpunkt wird stets der Neligions unterricht bilden, dieser Unterricht aber. dcr.lwielw!r',anc,rkennenj sich nicht in die Schranken eines Fachs einschließen läßt, sondern der gesammten Erziehung und. Bildung d!e Richtung und Gcstal tung gibt, steht nach den Gesetzen der Logik, .gleichwie "nach den Bestimmunaen der Verfassung den Kirchen .und Religionsgemeinschaften zu, ohne daß der. consessionSlose Staats etwas drein zureden hat. es sei : denn.- daß Ttt ckraft .eines Auffichtsrechts den. Unterricht als aesetzwidrig und ' staatsgeführlich bean stände. ' - " Oom Inland e. Am 17. Januar 1891 be schenkte Frau Hauslei in Kainsicht. JlltS ihren Gatten' mit Zwillingen: am 31 -December desselbenJahresÄurde die Zrau mit Drillingen gesegneti ' ,EinMa nn in Prospec t, M e., hat elnen'Hahn, ,der so, gut wie, ein Ba rometer ist. ' Wenn ein Sturm im An zuge ist. so kräht er während der ganzen vorhergehenden Nacht. ' f Der ehemalige Generagouverneur von Canada, der MarquiS von des als seine frühere Stellung. .Zwei D ie b erweiche e in Faß Bier in Lancaster? . Pa. stahlen. wur den jeder zu vier Jahren Zuchthaus ver urtheilt, Die Frage ist nun:, Fiel die Strafe 1.0' streng aus, . weil der gestoy lene Gegenstand Äier tväroder trotz dem dies der Fall war? - '1 Der canadische Staats'. mann Wilfred Laurier wird .Canada'S Blaine" genannt. Nach , den letzten Enthüllungen über die Thätigkeit der dortigen hohen Beamten scheint es in Canada recht viele Blames zu geben. General Meias soll eine so unleserliche. Hand , geschrieben - haben! daß Gen. Sherman einst unter' von ihm eingereichte Empfehlungen die Worte setzte: Ich stimme mit Ihren Ansichten überein' ' obgleich ich' dieselben nicht zu entziffern vermag:?' " - " ' m illiam Ordway Partridae, der junge Broöklyner Bildhauer, , hat vom Union League tzlub in Brooklyn den "Auftrag bekommen, elueReiter'' ' " tu rr- i ' siarue von Mnerarranr anzuserligen! Das Standbild soU S17,000 kosten und auf dem Platze vor dem Clubhause er richtet werden. ' - ; ;; v o . Ein Philanthrop ermähnt seine VUtmenfchen, u stets gut und ,reich lich zu frühstücket." weil das aeaen die Unbilden und Sorgen des Tages wapp net. Esldürfte sich ? kaum Jemand sin' den, der sich weigert, diesenRath.zu .be. folgen wenn.er das nöthige Klein! geld dazu besitzt. . . Urgroßmutter im Alter von 47 Jahren ist Frau Updegrave von Tower City, Pa Sie heirathete' mit N Jahren, ihre älteste Tochter mit 15 und ihre Enkelin mit 16 Jahren.' Man' t w..i..r'i- i iji oaraus gespannr , vo oir urenreim mit 17 Jahren in den Ehestand treten wird.' ' " ; '- Sieben und sechzig Bete ranen aus dem Kriege von 1312 sollen in den Ver taaten noch . am Leben sein. Einer derältesten ist SilaS Ware von Waükasha. Wis.. welcher, 1793 in Enosburg. Vt., geboren ist und in Frenchs Will, N. P., .wo fein Bater eine Schankwirthfchast betrieb, itt Capt. Erwins Compagnieeintrat. D For scher i ? Pau l "du Chaillurrzählte, daß ihmeinst'an einem Tage in Afrika 815 Frauen angeboten wurverip deren Zurückweisung di? die deren Wilden sehrübel nahmens "Er tüqte, wenn .er damals fchsn' Cyuago 4 Eescheidungsmühle , gekannt i - hätte, würde lihm die Sache keine. Sorge . ge macht habend ' ' ' " " . ' :- W Hi t et aw Rei d ' ü nd CbarseS Emory Smith waren BlaineS eisriafte editorielle Unterstützer in - der politischen Campagne deS. Landes ( bevor Ijie in'S Ausland gingen,. -arm. ihrem Vater lande in den Legationen von PäriS und St. Petersburg zu dienen. . zAeide Her ren scheinenetzt der Ansicht zu ' sein, daß die 'Zeit 'gekommen ' sei wieder. nach Haufe zurückzukehren und mit der Feder Krieg zu führend ' M;-. Das er st e e is engep anz erte Kriegsschiff, welches in Maine gebaut wurde, war die von'G W. Lawrence in Portland 1864, für: die. Regierung geliejerte Wassun.?. Das Schiff war ein ' einthürmiger' , Monitor ' nach Eric fon's . Modellen.., 225 Fnö-lana ,mit einem hundertfünfzigpfündigen Parrot aefchütz' Der Rumpf war von Eichen holz gebaut, doch 'mit Eisenplatten , be schlagen.' -V V: ' : PaUi sah kürzlich die Riagarafaue in ihrer prachtvollen Win terkleidung und gerieth in große BegeZ sterung über das großartig schöne Na iurschauMe! 'Oh. waö für eine bril kante Scene das machen würde. 1 ich fühle gerade, als müßte ich laut auf schreien!" rief Patti i ganz', nnwill kürlich aus. Aber die Furcht, es könne Jemand ihre .wundervolle Stimme hören ohne dafür zu bezahlen, unter drückte schnell ihre Begeisterung und der All ", 4 i f 1 idtf ftf 1f fAIAM J J mm Z inj zuili tuuiiu uuiiu ,iuu( uu( einmal verschwunden. ii , ,1! . w i. )i ,nl w ii. lp.SH In der Himmelfahrtstirche zu Pueblo in Colorado hat kürzlich der Dechant Keifer seine Gemelnöemitglie der nicht sehr 's bauii hwohl aber in großes Erstaunen versetzt indem e? in einer i Predigt erklärte, daß Jeder, der ein Vermögen von einer Million auf ltdSust habe, ein Dted sei. Die Kirche vertozleoene Mttalieder. die noQ
Lorne. . ist ekt -Schlonbauptmann chlacytsazlN Monterey. Panzerkreuzer
Wmdsor.Valaöe. Der Posten ist .New York, Hafcn-Verthcldkgungsschiff.
nicht so wichtia. 'aber viel anaenebmer chlacyucyine Massachusetts, Jndiana.
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mehr als eine Million'besttzen und Ms als ehrbare Leute angesehen worden sind. Die Freunde und Familien derselben sind natürlich sehr aufgebracht. Keifer erklärte sich für einen Socialisten (in welchem Sinne?) und forderte die anwesenden Geistlichen auf, ihre Mei
nungen zu äußern. Kciner derselben stimmte mit dem Dean" übercin. ' Zur Warnung vor dem Tragen rother Flanellhemden mag der Tod des 37 Jahre alten bekannten deut scheu Farmers Valentin Baicr in Canal Dover. O., dienen. Er starb kürzlich angeblich an der Grippe. Eine genaue Untersuchung der Leiche ergab' aber, daß eine Blutvergiftung die .wirkliche Todcsursachewar. Baicr ttiig rothe Flanellunterhemden und von dem Fär bestoff derselben war ein wenicj in eine Wunde eingedrungen, die sich - Baier zufällig zugezogen hatte. Die Entdeckung derPlütvergift'ung wurde leider zu spät gemacht. Baier hat .eine Wittwe mit fünf kleinen Kindern hinterlassen. Die Kriegsmarine de Peri Statten umfaßt nach einer neur erdings ivon der Nttv Vork Times" veröhentlichten Liste, U PanzerschiffeMonitors (darunter den Miantono mah" mit 2 drehbaren Thürmen), 8 Kreuzer. 4 Kanonenboot Kreuzer. 1 Dispatch Kanonenboot (Dolphin). 1 Dynamit Kreuzer (Befuvius). 2 Tor pedoboote, 5 Corvetten. 1 Zweimaster Kriegsschiff von Hojz, 3 Fregatten. I Küsten Verinesser. zusammen 6 Panzer und 32 Nichtpanzeoschiffe. Außerdem können 3 San Francisc'oer Zolldampfer in 30 Tagen kriegsdiensttüchtig gemächt werden. In Arbeit t sind folgende 12 PanzerKriegsschiffe: Puritan.Schlacht schiffz.Monitor Amphitritis. Monitor Monadnock. Monitor Terror. Schlachtsschlss Teras. Panzerichlss Main? l S.1 Oreqon: und 11 Nlchtpanzer. 1 Kreü zer 2 Kanonenboote und 1 Torpedo. Innerhalb 2 Jahren ' werden diese 23 ZnegSZchilZe fertig sem. Admiral Worden, einer der stedenunddrelszlg Eontre-Admirale der Ver.Staalcn. welche in den Nuhestand versetzt woroen sind, commandtrte wäh rend des medeUions!rlegeZ. den Moni' tor im Kampfe mit der Merrimac" in Hampton Roads. Seine Nerven haben sich seit jenem merkwürdigen Tage, an welchem im Verlaufe der Kanonade ein chuß das Thurmchen traf, in welchem er saß und von wo aus er das Comw . ent I "'.-v . 5 .V, manoo suyrle. Nie wieoer eruou. wor den wurde durch diesen Schuß bewußt los zu .Boden geschlagen, verletzt und erblindet. Der unerschrockene Seemann fragte sehr wenig nach dem Schuß, aber seine Nerven haben sich nie wieder vov dem Schlage erholt. - ..- T. Deutsche Loealnachrlchten. Elsaß-Lothringen. Ter Mörder deS' Oberstlieutenants Prägers Uebing. ist in Metz hingerichtet worden. Pfarrer Delfor in Mül baufen. der be! Besprechung von Ber liner Verhältnissen in der von ihm her ausgegebenen kZsvüs atboliausneulich erklärt hatte, die Berliner Dir r.en, und Zuhälter seien am Ende keine schlechte, sondern.nur loglscheProtestan tön, ist zu -drei Monates Gefängniß verürtheilt worden. Das erste Ba taillon' Infanterie auS Pfalzburg ist nach Zabern in Garnison gelegt wor den. Wie verlautet, wird dafür daS Ratzeburger Jägerbataillon Mo. , 17) dahin' in Garnison kommen Der. Kaiser hat für die Abgebrannten in Schlettstedt 5000 Mark gespendet. Zahlreiche Rebenbesitzer in Sennheim haben, durch aufeinander folgende Miß herbste entmuthigt, einen großen Theil ihrer Reben aushacken lassend um an deren Stelle Getreide anzupflanzen. Das neue Postgebäude in Thann wurde feierlich dem Verkehr eröffnet. 69 bisher, auf Privatgrundstücken gelegene Kriegsgräber des Schlachtfeldes von Weißenburg find nun ur zm große Massengräber auf von der Landesver waltung angekauftem Lande vereinigte Das xine derselben liegt beim Armee denkmal auf dem Gaisberge, das ändere beim . bayer. Denkmal, diesseits" der Lauter. ' ; ; .AönigreichWürttemberg. Stuttgart: Der gerichtliche Eoncur wurde eröffnet über, das Vermögen - des Kaufmanns LouiS .Rosenthal,. Inhaber der Firma Oppenheimer & Rosenthal ; deS Holz und Kohlenhändlers Leonh. Stöhr; der Modistin ' Wwe. Mina Kruttschnitt, geb. Schlechter ; des Werk meisters M. J..Kayser; des Jabrikan ten, Gustav Koch,' Inhaber der Anglo Teutschen Dachbedeckungsfabrik' Stutt gart-Feuerbach. Der Forstwart Hämmerke, seit.etwa 10 Jahren in Diensten des Barons v. Freiberg zu Allmendin? tn, würde Morgens ? ,W incr Wald zütte der freiherrlichen Waldungen rx chossen aufgefunden. Julius Bayer ln Eßlingen, der' mit seinem Bruder August unter, der, Firma Bayer Söhne ein Eond'torei und Eolonialwaarenge schäst, sowie in Verbindung damit auch ein Bankgeschäst betrieb und sich na mentlich mit der Annahme von Depots besaßte, war von hier verschwunden und über 7 die Firma alsbald der EoncurS verhängt worden! :' Jetzt ist Bayer von seiner Spritztour nach Wien freiwillig Zurückgekehrt und sitzt bereits im Unter suchungSgefängniß zu Stuttgart.Un gemeines Aufsehen in der Gegend von Gündelshcim erregte die Zahlungsein stellung des Besitzers von Schloß Hör neck. Fr. Trump. Tiefer hat das Schloß vor einigen Jahren gekauft und eine Kaltwasserheilanstalt drt errichtet, die außerordentlich stark besucht wurde. Durch die großartigen Einrichtungen, die der Besitzer traf, wurden seine Mit tel stark in Anspruch genommene und als einzelne, 'ungeduldige v Gläubiger nicht warten wollten, mußte der Con curS verhängt werden. , Das Anwesen ist auf 700.000 Mar veranschlagt und ein Vergleich in Aussicht Der Mäd chenschullehrer Jauch in Heidenhelm wurde von der Ellwanger Straskamin.er wegen ' schwerer Sittlichkeitsvergehen zu stehen Jahren Zuchthaus verürtheilt Wie verlautet, ist die DiSciplinar-Un terfchur: 'gegen l)herbürgermeiste,r He
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Karlsruhes f Ter 'Stadtrath und Obcrschützenmeister Adols Römhildt und der Hofkapcllmeister Josef Ruczek. -Der v verstorbene Geheime Hofrath Dr. Ludwig Schenk hüt, neben einer ganzen Reihe anderer Legats die Summe von 50,000 Mark bestimmt zur Errichtung einer. Stiftung, deren Zinsen zur Unterstützung von Studirendm und jun gen Leuten überhaupt zu ihrer weiteren Ausbildung verwendet werden sollen. Weiter hat der Genannte zur UnterstÜt zung arbeitsunfähiger Dienstboten die Summe von 10.000 Mark gestiftet. Der früher in Sroßcm Ansehen yestan dene Hauptkafsier der Generaldirektion der badifchen Staatseisenbahnen,' We niger, welcher wegen großartiger Ver untreuungen zu einer längereu Zucht hausstrafe verürtheilt war. ist jetzt im Mnnerzuchthause zu Bruchsal gestor ben.. Der Zithcrlehrer Stocker von Karlsruhe hat. sich in e;nem Gasthause in D'onaueschingen Wahrscheinlich in Folge gänzlicher Mittellosigkeit er schössen. Jn Oos M Stadtveryrd neter und Wirth Albert Nößler .züm Holländischen Hof" vom Pferde. Bauern fanden ihn bevußtlos im Felde lie gen mit gebrochenem Nasenbein und .-i' :i- trs. ' jr.M: '::v l " ' Kinrnaoe. i?er seil einiger Jen ver mißte ' Landwirth Zimmermann ' von Thanheim wurde jetzt im 'dortiaen Ge nleindewalde an einem Baiim hangend 4 a 044t h iV m i V Königreich Sachsen. In der Oelsnitzer Gegend wurde zur Zeit der Reformation der Bergbau sehr lebhaft betrieben: man förderte Kvpser und Zinn zu Tage. Aber die alten Zechen sind schon längst nicht mehr im Betriebe. Gegenwärtig wird noch zwi schen Schönbrunn und P.lauschwitz ein schöner Flußspath gewonnen.- JetzUst zur Erhöhung der Ausbeute ein neues Bergwert für Flußspath angelegt wör den. An der neueröffneten Secun därbahn Qschatz - Strehla, besinden sich außer dem Anschlußbahnhofe Ofchatz und' dem . Endbahnhofe trehla , die Halt'estelleU - für Personen und Güter verlehr Schmvrkau und Zaußwitz,' sowie der Haltepunkt für Personenverkehr Kleinrügeln. Das Bundes Präsidium der sächsischen Militärvereine zu Sie bmlehn und Reinsd'orf bei Zwickau be schloffen, weil' dieselben die auf Gebot des Präsidiums ausestoßcnem social demolratischen Mitglieder sosort wieder aufgenommen und in den Vorstand ge, wählt hatten. TieVcreine müssen darauf hin die königlichen Fahnengeschenke zu rückjchicken, dürfen künftig überhaupt öffentlich .weder Fahne noch:. Gewehre führe.: und sind in Bezug . auf ' Ver jammlungen der Polizeiausficht, unter worfen. -r Aufsehen erregt in Ehemnitz ein Erpressungsproceß gegen' den be rüfslosen Paul Prenzel einen aus ehreuwerther Familie stammenden, aber itaiic rei.e e.nem jcgi verziorvenen zu Lebzeiten hochgeachteten Kaufmann hier l i iV .!- . !i i . , r ,; von Februar loov bis März1891 nicht weniger als 40,000 Mark . abgepreßt und das Geld in schnödester Wesse, ver geudet.. Ein jetzt ebenfalls verstorbener Lehrling des Kaufmanns hat von sei nem Herrn ebenfalls 20,000 M. er preßt. Das Gericht derurtheilte den Erpresser zu vierJahren drei Monaten Gefängniß und ,5 Jahren Ehrverlust. Folgende Erklärung läßt ein Geschäfts mann in Döbeln kos: Um allen bös willig: ausgesprengten Gerüchten zu begegnen, habe ich meinen Geburts schein, welcher rden Nachweis liefert, daß ich evangelisch-lutherischer Eonfes siön bin ' in meinem Geschäftslokalt zur" gest. KeÄntnißnahme Ausgehängt? ! . P r o v i n z B r a rl d e n h ü r ' Der Handelsmann Friedrich .Glasemanu von Liindsberg a. W.-, ist wegen vielfacher Wechselfälschung zu 5 Jahren Zuchthaus verurtheilt -worden: Lie benwalde hat 2631 Einwohner. Ter Handelsmann Gottschick äus Berlin und sein zehnjähriger Sohn, welche sich in Neudorf bei Teupitz zum Besuch aus hielten. , sind s bei seiner Kahnfahrt auf dem Seddinsee ertrunken. f In Peitz der Tuchfabritant Traugott. : Der ehemalige Rittmeister und hlsherlge Postdirector ! Karl Lehmann in' Pri wälk. Vater von , 5 Kindern Besitzer des eisernen Kreuzes !!.' Klasse und an. derer Orden, hatte sich zahlreiche Unter schlagungcn zu Schulden kommen las sen und - wurde ' ihm setzt dafür eine 2jjährige Gefängnißstrafe aufcrleat. " ; Meerschaumpfeiscn, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenfpitzen i etc. bei Wm. Mucho, Ro. 199 Ost Wa h ngton Str.
als Thunichtgut bekannten Wfährigen Burschen. Er hätte auf . nicht aufae
EiZciwähn-Tabelle V "" l:'1 !i 5,
Ankunft und Abgang der verschievenen Eisen bahnzüze im Union Depot, Jndianaprtis. Vandalia. Abgang PoslzuF .. 7 30 ..IlMVm .. HXjni .. 4 00rn .. 7 (10 Tan ..II W Äm .. I A) .. 4 l5Än ..löwVm .. 2si0m .. 5 20 55m ..' 7 4.N,n rpreg. . . Ezpreß ... Accomodation Expreß Expreß Ankunft Erpreß . . . Erpreß Accolnodaiion Expreß . . .... Cchnellzua . . Accomadatisn Cledeland, Eincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Eleveland Division. Abgang Expreß.. L0Vm Erpreß.... 9 35 Vu, Expreß ...11 Vm Limited Expreß...' 3 LZ Nm Erpreß 6 45 31m Ankunft Exzreß 7 00 Tm Expreg II t0 Vm Limited Expreß. U Ü5 Vm Expreß 5 U Nm Expreß .I0LNm ' St. Louis Division. Abaanq Erpreb ... 7 30 $m Limited Erpreß -. lfc 03 3irn Erpreß 5 20 3hn Expreß, täalich 10 52 Nm Ankunft Erpreß täglich 3 20Vm Erpreß . . 9 25'Srn Limited Expreß. . L ü.Vm Expreß.... 6 20 Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täalicb 7 05Vm Accomodation . ... 10 55 Vm Postzug 3 00 31m Accomvd. (mit SonntaasV.- 5 00 S!m AccomodaUon ... ........ 6 45 3to Ankunft- Skushoille Accomodation.10 35 Vm Postzug ....II 50 Vm Jnd'pls Act. nur ornrt.)J2 35 Nm Accomodation 5 00 Nm Accomodation. .-. . 10 45 Nm , Schnellzug.. 12 15 Nm Chicago und Mncinnati Division westlich. Abgang Accomodation ... 710 Vm - sednellPosr. vt m von Lafavette Accomadation. ... 5 15 Nm Schnellzug....... 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 20Vm , Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost.. 2 50 NM Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45Vm Expreß . ..12 03Nm ' ' Danville Accomodation 5 05 Nm Expreß... 1052 Nrn Ankunft Expreß 3 1 Pm Danville Accomodation. . . . 10 40 Vm - Expreß.................. 240NM Expreß S :i5 Nm Peoria Division östlich. . Abgang Expreß 3 35 Vm Aceomodation.. 5 30Vni Expreß.. 3 05 Nnt Ankunft Expreß ... Ii 45 Vm " Accomodation ... 9 OO'Vm Expreß 10 30 Am Lake Erie und Western. Abgang Expreß Erpreß... Expreß.. Schnell'Erpreß Ankunft Schnell. Expreß . . 7 15 Vm ..... 120Nm 7 00 Nm 11 10 Nm 3 20 Vm Expre ...... . Expreß Expreß .10 30m 2 50 Nm 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chieago und St. Louis. . ; Indianapolis Division. AbgangExpreß 4 45 9?m ColumöuS Aecomodatiom.. S OO Vm Expreß 3 00 Nm Richmond Accomodation... 4 00Nm - , Expreß......... 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation S O Vm - Schnellzug ...j.1140Vrn Expreß.. 12 50 in Accomodation 3 45 Nm Expreß.... 6 50 Nm Expreß ? 00 Nm Chicago Division via Kokomo. " Abgang-Expreß ...llO'.Vm ...1130NM ... 3 30 Vm ... 3 45Nm Expreß.. Ankunft Expreß . Expreß LouiSville Division. Abgang Erpreß , Louisoille Accomodation.. . . Schnellzug. Accomodation Ankunft Acconlodstion. 340 Vm 8 00 Vm 3 55 Nm 4 31Nm 1025Vm IIOOVm . Schnellzug Accomodation . . , Spezial taglich.. . 6 00 Nm .10 50Nm Cincinnati, Hamitton und Jndiana polls. ' Abgang Expreß 't.i 3 55 Vm ' Cincinnati Accomodotisn . . 10 45 Vm Expreß 3 00 Nm Expreß... .... 330Nm Expreß v 30 Nm Ankunft Accomodation 15 Vm Expreß. tt 15 Vm Expreß 7 45 Nm Expreß 10 55Nm Expreß 12 35 Vm Indianapolis und Bincennes. Abgang Erpreß 7 30 Vm VincenneS Accomodation.. . 4 10 Nm Ankunft Vincennes Accomodation 11 00 Nm : Expreß. ..... .... . ': . ': .... 5 05 Nm Cincinnati, Wab'ashund Michigan. Abgang Erpreß 30Vm , Expreß........ ...1145m : Expreß '. ; 6 45 Nm Ankunft Expreß 11 10 Vm Expreß..... 5 00Nm Expreß... ....10 50Nm Indianapolis, Decatur und Western. ' : . Abgang Expreß 8 30 93m ;h ': Accomodation 4 20 Nm . Schnell. Expreß....... .7.Z100NM Ankunft Schnell. Expreß 3 30 Vm - Accomodation 10 10 Vm , !,;,,, Expreß ;-:...fi... ,,".. 4 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß .". 12 40 Vm 'Erpreß ..... ....... llMPm : MonlZN Accomodation , . . . 5 20 Nm AnkunftExpreß : :: 3 25 Vm ! Mono Accomodation 10 40 ?m i j ;- Expreß .... . ,i. .... ,.. 3 20 Nm kllrl C ,.1i.m lMi (n.)l. m 1' " .- f. ' ' I - -rk I. u., I. Aui IV(f., Aumi iiruv i. Jn. nm, lorra. in. i-irr rm.Oll.rit r.rr d.iiag . w.ll. M tif j"-- 'srn.ii. mm vr vmw.w oulh, !)44i:it tlo tk Work nd 1. I luttiw 't. h.-.,.. m. ' i t." mmm K. (Lan.r. .rr ntitjr mtuf timt f & M .f.n.Atil(t. r wtnmm )W ww n) turl yM. I werk in nit lin r il th. tlu. Iilss luour; ht w arkr. l-IUtr wntLiM amoaf thro. m -i . - - r. im mnofnui. rimca'tn O.UUUSi C.,U01rfX44UJüt
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ist baS einzige Blatt in Ändiana, tveU cheS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokrutie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht eine? Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für FreiHeitn.Recht auf allen Gebieten deS LebenS. Die Arbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur Niederdruckenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Pflicht empsinden Leser der Indiana Tribüne zu sein. - DaS reichhaltige Sonntags - Vlatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lesestoffes. Der Zlbonncmcnts Pre!s der täglichen Tribüne ist 12c, des Sonntagsblatts Je, beider zusammen 13 CtS., per Woche e " ' oder 65 Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet' da) Tageblatt HI, das SonntagSblatt S2 per Jahr, beide zusammen -Hg in Vorausbezahlung.. aller Art werden rasch und. billig auf- .,,..'. - -! "ii" geführt. Eintrittskarten, Quittungen. Konstitutionen, ' i:: Nechnungen, Geschäfts karten! Briefköpfe, Zirkulare, Programme u. f. n? für Gefchästöleute und Vereine werden M . ' ."' . '-... " '-4V's'i;"(!iiS!W gejchmackvoll ausgeführt. .--'ü WD SU 5 .f f. Ii-1 1 ;',!'!" - iHp.iiitK (:. 11
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