Indiana Tribüne, Volume 15, Number 134, Indianapolis, Marion County, 1 February 1892 — Page 2

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rWf - & tfrfcVint iZ ü 3 1 i cl? uni S o n n t a g o i,.2ie täglich? Iviliuic": tXivi fcr.rA-' tvn. Tröflkr 2 Gnito pi-r St'odic, die E cnntZg0',Trid.üc" 5 H:m$ pcr 53 orte sBci? ,rsa:nu:rn K-lTciU oder o5 CkZtts pct2K.rn.it..' PcrPoft zugcsckickk in Vor z:- dezahlunz V per Sal.r. Ojffcc: 130 Ost NZaryland Strahc. SuiujjjoU, ?tid. I . rvrmir 1l Toö er ,He?.,sAl Ludovica in ELV.ier:i. Ter ''oeben cm5 cklofz PosienbZscn st?un'licts Tod der Herzogin iudovica in Vaicrn. der Tocbter' deZ ttöttizs Mariniilian 1. von Baiern und Wittwe re-i Hrr?i?czs Vaimilian in aimt, ist in vielsacber Beziehung merkwürdig. Minmai ruft er MC verwackelten durch sortgetztc In-uckt bervorgedrüchten V erro znÄk sa t so ereilt niffe der Oäuser ÖadZburg und Winelsbach ;e däch nifj. Her;?gin Ludovica war nämld tie Statt der jetzigen Kaiserin r?-? r-eiA, qt,bo?enen .xnoin (5-l- ab h ia I ziern -.Ludomeas ch eskei ; B:ii.ic yuvqen kcicatdeke den rzberjcat ssc e; von Oesterreich., bekannt als Paladin v?n Ungarn", und wurde sc 1e :Viifttec.: .ia''?rs sZranz Jol'ef. ; liier und Kaiier'N ai:f dem ötter:e:Äifckell Xfcron sind also Better U'id afe, Gkckwinerüildcr im ersten $ratv.: .0:iipruut fccirtljdte die T-'r dc4 ,Uai, tver, d. h. die &&:ictk des ai-ers von Cestetreii), ?r;!ierz?zin, Marie .peiinclte, den ito r.i.l veapotd II. von Belgien. Ihre 7.aiec aus die 5 (5be. Lrinesnn Ste fan:? war al'o auch wieder dte Cousine inres späteren Gatisn. deö unalücklichsn 5cronri:r:,e:l Rnöstf. Die bald nach der jveil immer stärker werdende Ädaciug zwi'cksn den beiden Gatten, die sich fckliefzlich m Waaren Haß verwandelte, erklärt vlij aus ibrn vielfachen BluZZoerwmzdt'ch.L't. die ibre Ehe bei' nahe att einen Incest , erscheinen läßt. RuuliS Vater nn)",ZrefanieS ,Mut ter waren zunächst Ge'ckwistsr. Doch messt gmvg dzmi:.' Rudolfs Äater und Mutkcr waren miede? rechte Geschwisterlindes: seme, Gr'ü:ler räterlicber und mittierttchr Slöwae r Schwer stern und die lÄrotzntutter mütterlicher Fnts seiner ' Gattin w?r zugleich seine 'AroZ7nutte? väterl'cher SeüS. Tob zurück zu der verstorbenen StmnuNUtter der nun im Mannes' stamme verdörrten lnbs burger Testeninrf ! Als Ludoizica Wilbelmin am 9. S.'Miubcr zu Tegernsee unter EnrsattnnlZ des " höchsten Glanzes und Vrunks dem 'H?ro Aanmilian Jsseyd, Herrq in Viern, und Haupt der V fa ly- i r Xdtix Ä ir knseld schen Nllenlinis des Haui-Z Ä'ttelöbach, sget?.iut wurde, durste nlch memck' liche? ':?echn::nz e ::e glückliche Eke mit Neckt erwarte: tVer.-en. Eine Reihe vsn d!ühead:Nimderg, acht an der Pcthf. hrfi vS-Skns mist fünf ?öckttt. entipronen der Verbindung Herzog Maximilian war relz und uuahzngiz, und :?nn!e so. uneiättigt durch druk lende AegierungS'0 JZ, nur dem heitern Lebensgenüsse ; und . der verständi'7 Verwaltung ieiuer ererbten Giuer leb.it. Leid,-? befolgte er nur den ersten Thel die er Marime. und da er sowohl wie ieiue Jin:1ie den: Genusse übertrieben buidigtenohne sich viel u:n Oikono.n'.e Uiid ülcanhailen in ihren Aufgaben zu kü'.nntern, so wäre es ik'N woP sÄ!:eilich wie den Grafen :m ÄcuiSus'schen ,Äarch?n. dem schließlich nnr se;ne drei schönen Zöchier von allen Reichthurnern ?üvg' blieben, er Hangen, weun nicht seine Besitzungen els AiZei cNmisse unveräußerlich gewem wären und wenn ihn niÄt schließ k-.ch auch darin ähnelt er jenen: Märchen ' grast5 seine reichen Schwiegersöhne vor Wirklichem Mangel bewahrt hatt&L Man erste! t schon aus diesen AndnktuVgm, das; die Hcrrlichkeit von Vossendo'en ntck: ! von langer Dauer sein konnte und auch wirtlich nicht war. Doch ee noch im aus und Vraus die letzten tfelciuire auZ der herzoglichen tXt:it,t dasongeslozen waren, hatte er noch glücklich seine schönen Töchter un te? tu Haube gebracht. Die älteste. Helene, heirtkiele den immens reichen Erbprinzen M lximiltQN von Tburn und Tari?. Den glänzendsten Tresfer zog dis'zBsite Tochier Elizabetd. die den Kais von Oesterreich heirathete. Auch Prinzessin Marie, die dritte Toch:er. war bestimmt, eine Königskröne zu tragen ; sie wurde die GenkJh' l'.n des damaligen Kronprinzen Fran;. V" späteren Königs beider Licilien. des berüchligZen I!s üomba. dessen Thron jedoch vsn deM Zturin der Revolution des itsllenischen Volles balb hinweg gefegt wurde. Die vierte Tochter Mathilde wurde die Gattin des Halb lruders Königs Iranz. des Prinzen und Grafen Trani. während die fünfte, welche als die siauerhasteste un) leichtsinnig sie der Schwestern geschildert wird, d?m Herzoz Ferdinand von Aleneon, Sohn des Herzogs von Ne-rnour-Z. die Hand zum Ehedunde reichte. DaZ slotte Liben in Vossenhosen und Mu:rch?n brachte balv eine erschreckende Ebbe m der herzoglichen Nasse hervor. Toa) wozu batte Papa Maximilian seine reichen SchWlkgersöhne? Es wurde nachgerade zur stehenden Jnsti' tution. daß der Herzog Knall und Fall nah JH'ien reiste, um den reichen, machtiqen Sckznziegersohn anzupumpen. Und schließlich Im ti so weit, daß auch Franz Joseph, obwohl gewig tvedr knausert?, noch hartherzig, dem Herrn Scknziegerpapa jedes ..Darlehu" ver. weigert und der,, inzwischen alt ge:vordene Herzog heimlich nach Wien oder J schl kommen mute, um an die rettende , iiiebe der Tochter zu appelliren. Es war ein glänzendes Elend. Die Enb täuschungm folgten nnmer rascher. " Der älteste Sohn entsagte seinen Sut' cessionSrechlen i:n Majorat, um die Sckausviclerin Henriette Äendel, spä ter Freifrau von aZallerfee, zu eheli' chen Dieselbe starb bekanntlich am 12. November deS vergangenen Jahres, lzzchdem ihre Tochter in der Krcgvrirll

curciT-'iragoBje eine n?enig denciSenS werth: Kolle gesp'elt hatte. Die Eben der .Königin" ?Narie, wie der Herzogin Mathilde blieben linderloZ. Gräsin Trani wurde Wittwe. DaZ räthselhaft gewaltsame Ende des einzigen SohneS, des rsnprine!: Äiudoli, trübke den Geist der ältesten Todter, dcr österreichischen Kaiserin. Nur daS hebest von kwei Söbnen. deZ edlen, humznen Doktors Carl Theodor, gegenwärtig M.ZoratSherr deS berzog, lickzen Hauses, und deö jüngsten Sohne Manmilian. doun Lichtblicke. An, 15. November !88 starb Herzog Mari niilian. Jetzt ist ibm Herzogin Ludo vi'-a ini Tode gefolgt.

20 n riu nd ?Ifis$I:ti) ringen In Frankreich dauert in der Presse die Debatte nch immer fort, ob ma , den Teutschen nicht anbieten sollte. T 'nlin oder Madagaskar gegen ElsaßLothringen ein;U'ausche'k. Im llge u: einen kann man sagen, daß nach den Resultaten dieser Debatte zu urlheilen, die Mehrzadl der Franzosen gern Ton kin und Maöagaskac gegen Elsaß Lothringen hergeben würocn, wenn nur die bösen Teutschen wollten. Doch erh den siÄ auch Männer gegen ein der-rliges Tau?Ägefchä't. Da schreibt ein Einander im F'garo: El'aß . Lochrlngen hat 1.00.000 Einwohner. Tontlu besiyt deren 15 bis 25 Millionen. Tonkin allem ist so groß, wie sü'tfjehn Elsaß Lothringen, zusammen. Lat einmal sehen, was wir geben und was wir empfangen würden: Ich behaupte, Tonkin sei schon jetzt zehn Mal mehr wertd. als das Reicdsland. Aber man bedenke wohl, was das eine und das andere später sein kLird. ElsaLvthringen steht als ein fert'ges Ganze da, es ist von Eanälen und Bahnlinien nach allen Dichtungen durchzogen; es besitzt alle I köustrien und so viel Einwohn r. als es nur habea kann. Tonkin hingegen ist noch im Werden begriffen. Wenn wir ia fünf zig Jahr.n wieder auf die Erde zurück kehren könnten, so würden wir Elsa Lotdringen im gegenwärtigen Zustande, Tonkin aber verwandelt finden, durch furcht von Eisenbahnen und Landstraßen, von einem unermeßlichen Geschaflsrerkehr belebt Ich erbebe bei cem Gedanken, was Tonkm in der Hand der Deutschen werden könnte. Sie desttzen alle Eigenschasten. um dort mit Erfolg zu arbeiten. Sie sind ge duldig. arbeitsam; sie haben die Z.ihl für üch, denn die öffentlichen Gewalten wurden gewiß die Schaaren Auswanderer, die alljährlich zu Gunsten der er. Staaten verloren gehen, nach den Ufern des Rothen Fluffes lenken; sie hatten die nöthigen Kapitalien, welche durch die Aufhebung der Milnärlasten flüistz wurden. Nach Verlauf von 25 Jahren sehe ich dort 15 Millionen Teu toöen mit gewaltigem Kindersegen, welche China mit deutschen Produkten überschwimmen und sogar den englischen Handel ausstechen würden. Hamburg gnzge von 400.00V Seelen zu einer Mtllion über und die deutschen Schiffe würden ebenso zahlreich, wie die eng lijchen, durch den Suezkanal fahren." s.estchtsturncu, tut Mittel. SchönheitS, In New Fork macht jetzt eine Iran zöstn von sich reden, deren Devise lau tet: Fort mit den Schminken, Pudern und sonstigen Schäuhcitömitteln!" Sie nennt sich Madame Telsarle und hat ein ganz neues System erfunden, dem $r ficht, in erster Linie natürlich dem ihres eigenen Geschlechtes obwohl sie auch mannliche Gesichter nicht verschmäht d in'S späteste Alter hinein die Ju gcndltchwu zu erhalten. Madame Delsarte geht von der Anficht aus, daß die Erhaltung der Ju gsndltchkeit des Gesichtes von den Ge sichte musleln und der Hautpflege abhängig ist. Die ersteren, sagt sie, erfahren nicht die mindeste Pflege. .Also ruft Madame Delsarte den Tamen zu, .lernt nicht nur mit den Ärmen und Bemen, sondern auch mit dem Gesicht turnen!" Das klingt etwas unheimlich, ist aber nach Madame eine sehr einfache Sache, Sie ist geniiermaßen ein weiblicher Eesichtsturntehrer. Madame Delsarte tdli nch von 0 11 Uhr Vormittags var den Spiegel und lagt thre Genchls nmskeln spielen, so lange, bis sie iäm!tlich hübsch weich und geschmeidig sind uns sich mit Leichtigkeit nach allen L.rch'.ungen der Windrose drehen lassen. Das Gesicht nimmt zuletzt infolge der erdöhken Blutcirculalion eine rosige, oder rcthe Färbung an und geräth in Schweiß, und das, sagt Madame, ist e.ne unglaubliche Wohlthat zugleich sür we Ham. Ader, erzählt uns Madame Delsarte weiter, dies ist nicht deremzige Vortheil meiner Methode. Ter andere besteht darin, daß diese Gefichts-Turnübungen dem Gesicht einen schöneren und seineren Ausdruck verleihen. Wie viel schone Gesichter sehen wir, welche uns völlig kalt lassen, und zwar infolge ihrer gän lichen Ltttheit und Ausdruckslosigkeit! Und wiederum, wie viele nicht eben schöne Gesichter erregen unsere Auf merkZamkeit durch ilrrn geistigen Aus. druck, ja, sie werden berm Sprechen durch ein edles Mienenspiel geradezu ,ch'k Diese erhöhte Ausdrucksfähigkeit ifli sich durch meme Methode rezcuen. Madame hat nun vorläufig in New gork eine Gesichts-Turnschule einzerich tet, welche bereits zahlreiche Schülerin nen haben soll. Wenn immer also Je mand gelegentlich eines Besuches bei Bekannten die Frau oder Tochter vom Haufe vorm Spiegel stehen und die furchtbarsten Gesichter schneiden sieht, so ist pe nicht etwa übergeschnappt, sondern nur eine Schülerin von Ma dame Tefarte. (Freie Ztg.) Technische Nenlgkeiten. AuS dem Gebiete der Ausnutzung der Wasserkräfte wäre hauptsächlich zu tt wähnen, daß das Wasserwerk zu Rhein selben bei Basel endlich zustande kommen dürste, nachdem die allgemeine ElektricitätS'Gesellfchaft von den bethei ligten vier Regierungen die Genehmi gung erlangt hat. Tie Kraft soll in Basel und Ume-

oung zur Verwendung gegangen. Aw derieits soll 'ein Ingenier in Mülhaw sen (Elsaß) beabsichtigen, dem Rhein durch einen Stichkanal zwischen Hünin gen und Homburg 55,000 Pferdestärken abzugewinnen, die nach dem Odereliaß und Baden' übertragen werden. Es ist hohe Zett. daß die unermeßliche Kraft des Rheins zu andern, als nur zu Schifffabrts;we.ken ausgenutzt wird. W'e kommt es, daß die Gltthlamvcn ein goldgelbes, die Bogenlampen dagcacn ein in's Blaue svielendes weißes Licht ous'lraAen? Der Unterschieds bat. wie kie Zei-schrift Prometheus be n-eclr. mit der Elektricirät nichts zu ''ch issen. Er rührt allein von dec Temperakur der Kohle her, die infolge des Widerstandes, den sie dem Durchgang des Stroues entgegenstellt, eine Wärme. z?nd LichientVicklung im Gefslge hat. Bei den Glühlamven würde der sehr dünne 5eoh!enfaden einen Druck nich: auslmlten. der ibn auf eine höhere Temveralur. als die der Rothglühh ne brächte, d. h. 1t:00Grad; bei den So geulamven dagegen darf man infolge der Ticke der Kvhkenstäbe die Tempera tur auf Weißglulh steigern, d. h. ,auf nahe an 2,000 Grad. Daher der Unterschied in der Ltchtfarbe. Die bläu lichen Strahlen aber rühren von der Verbrennung des Kohlenoxyds her,

das aus den Kchlenstäden strömt. Dtö Jura.tmplon'Bakn dürfte die erste sein, welche die elektrische Veleuchtu:rg der Eisenbahnen mittels Sammler im größer Magstabe durchgeführt hat. Vermodlfeilert wird der Betrieb durch den Umstand, daß die Gesellschaft über eine Wasserkraft zur Lädung dee 5amm ker verfügt. Das ElettricikälSwerk liegt in relburg. und es findet bet den Zügen, d'.e über diee stadt verkehren. der Umtausch der entladenen Sammler gegen geladene dort statt; nach den üdrrgen Umtausch Nationen werden die Sammler aux be,on)?rett Wagen aefah ren. welche znglekcki die entladenen nach Freiburz zurückbeiördern. An einem Zänker, der dre Zahl der Brennztunden angibt, vermag das Personal sich über den zstand der vammler Gewtßhett zu verschaffen. Dr. Miethe in Potsdam soll- doS Problem der Fernphochgraohte gelöst haben. Allerdinz hat man das schon durch sehr koztstneltge Apparate voll' bracht uns schon langet aur biete Welse zutue 16. Gröye und Nebelflecke vhotographirt. Aber Dr. Miethe hat einen Aoyat constru'.rt. der weder theurer n?ch UNfangreicher. als eine gewöhn '?che Tmt Camera tst. Allerdmgs würde sie den Sternenhimmel kaum aufnehmen können; wohl aber vermag ue 2 5km entfernte Gegenstände mit voller Deutlichkeit auf die Platte zu bannen. Der neue Apparat dürfte Forfchungsreisenden. wie auch Militärs bei der Aufnahme von Geländen, feinde lichen Stellungen u. s. w. sehr gute Dienste leisten. Ter berühmte preußische Spion- braucht sich nicht mehr in die Nähe der französischen Festung l werke zu sckletchen. Er nimmt sie aus sicherer Ferne auf. Die Aluminium Industrie Gesell schaft in Nenhauscn hat vor Kurzem den Preis für das Kilogramm reines Alummtum von 12 au, 5 M. herabge setzt. Das noch vor wenigen Jahren mit Gold aufgewogete Metall ist alsö jezt, bei gleichem Volumen, nicht viel theurer, als Kupfer. Aus Aluminium morden bereits nach einem vorliegenden Preisverzetchntg .der Geselllchast Hun derte von Gegenständen anzekertiät. da rnnter aber leidet auch solche, bei denen dte Hsupterzenichaft des Metalls, die Lctckttgke.t, mckt ;ur Geltung kommt. Der Wirkungskreis ist an sich schon gron genuz. Der Schwerpunkt der Aluminium - Erzeugung liest übrigens off nvar in der Verwendung des Me talls zu Legtrungen. Im Alpenbahnöau ist in letzter Zeit sehr viel geleistet w?rden. Die Bahnen auf das Brienzer Skothhorn und auf den Berg Na:?e bei Montreux in der Schweiz sind nahezu vollendet. Auch ist der Bau einer Bahn über den berühmten Gemmlpaß genehmigt wor den. ; ' . HaUoy Louso t.PartS k Ueber die Fernsprech " Verbindung LondonPari5 entnehmen wir einem Vortrage des Ehef-Elektrikers der eng lischen Telegraphenoerwaltung, Mr Preece. folgende Angaben: Die an daS elinzen deS Unternehmens geknüpften Erwartungen sind nicht nur" erfüllt, sondern noch übertroffen worden. D Sprache wird vollkommen klar und genau übertragen. Die Länge der ver fchiedenen Abschnitte, auS welchen dte Leitung besteht, umfasse 'zusammen 501,19 Kuometer. Als Betnebsappa. rate wurden gewählt sür ' London Gower Bell Telephon mit doppelpo ligen Empfängern) und für Paris oule Telephon. Außer mit Paris wurden versuchsweise' auch von London über Paris mit Brüssel und,' obwohl mit Schwierigkeiten, selbst über Paris mit Marseille, das ist auf eine Entfernung von 1450 Kilometer, gesprochen. Die Gedübr sür ein Gespräch von drei Minuten Dauer beträgt 10, Francs oder 8 Shilling. Trotz dieser , hohen Ge bühr ist das Verlangen nach Sprechver bindungen ein sehr reges. Durchschnitt lich werden täglich, mit Ausschluß deS Sonntag, 8U Gespräche gewechselt? die Meistphl der geführten Gespräche fc trug 108. Als Beispiel dafür, was während der Gesprächsdauer, geleistet werden kann, sei bemerkt, daß in Paris 150 Worte in der Minute diktirt und in London stenographisch niedergefchrieden wurden. ZZor Kurzem -starb f der Maharadlchah von Manipur Wie jetz,t bekannt wird, ist fein Tod die Folge seiner religiösen Vorurtheile ESI würde ihm und anderen Prinzen filtrirtes Was ser vorgefeyt. Der Maharadschah aber verschmähte eS, weil es nach seinir reli giosen Anfchauuug befleckt war. Er zog es vor, das verdorbene Wasser auS dem neben seiner Wohnung befindlichen Brunnen zu trinken. Der Maharadschzh starb naturgemäß in Folge dessen. Zwei andere Prinzen erkrankten leben gefährlich. Die anderen Prinzen halten jetzt mehr von den eurovaichen ,medizi' ni'cheu Lehren und trinken fortan siltrir; tes und abgekochtes Wasser und was noch mekr bedeutet, sie haben einen europäi scheu Arzt angenommen.' '

Vnm Anlande. Wie billig sich die Weine der Paeisic-Küste herstellen lassen, zeigt zur Genüge die ThatiaLe, daß auf ei ner neulich? Versammlung die Weinzüchter des Napa-Thales sich verpflicht

teten gut gerathene Weine von 1891 nicht unter 15 Cents die Gallone gegen Baar - zu verkau;en." Dieser Beichlutz wurde gefaßt, um gewissen Abmachungen der dorngen großen Weinhändler. welche den kleinen Weinzüchtern die Preise vorzuschretden pflegten, die Spi'e obiubrechen. Die Händlec in ca'.iforuischcn Weinen machen auf alle Fälle einen sehr anständtgen Profit. Eine barbarische Hinr ichtung wurde vor einigen Tagen in Dallas, N. C.. an der wegen KindeSmords zum Galzent.'de verurtheilten Earoline Äh:p vollzogen. Lie zeigte große Fassung und stand unoewegl:ch da, wah' rend ihr der Strick um den Hals gelegt wurde. Sie ergriff das Wort, sprach acht Minuten lang, bet h euerte ihre Nnschuld und erklärte, mcht ste, sondern ! ein Mann mit Namen Mae Farrar habe den Mord begangen. Dann fcp der Moment des Sterbens, nnd, entsetz lrch zu lagen, der Tod der grnchteten tfrau erfslgte erst nach zwauztgMmuten durch Erwürgen. Wiederum hat der Glaubenskur Schwindel in Nebraska ein Opfer gefordert. Frau Rose Skinner in Bearrice. eine schmucke junge Frau, dre Tochter reicher, angesehener Leute, yat durch lenen Sch vmdel den Berstand verloren und wird in einer Ir eenanftalt untergebracht werden müssen. 851 besitzt drei reizende Kmoer und bildet sich ein, daß ihr eigentlicher Geist in etnem falschen Körper sitze, wahrend ,er Gelst tn lhr verlange, vag sie dte Binder tödte. Dabei erinnert sie sich rber in ihren tollsten JrrsinnsauSbrü chen, daß sie keine Medizin nehmen darf. Ein großer Wolf macht den Farmern bei TuSeola, Douglas Eountq. Zll., viel zu schazsen und hält alle Ja ger der Umgegend in Athem. Neulich vurde er von diese unter Führung von harvey und Campbell ausBourbon und kmer Anzahl Jagdhunde einen ganzen Taz lang vergeblich verfolgt. Zeitweise varen die Jäger dem Wolf auf der .Zährte und zweimal wehrte sich die Uestie die Hunde ab, wobei er verwun )et wurde, denn er hinterließ in dem liefen Schnee zine Blutspur. Bei ein brechender Dunkelheit kehrten die Ja;er. welche den ganzen Tag im Sattel zewe'en waren, unverrichteter Sache hungrig und durstig heim, beschlossen ,ber, die Jazd fortzusetzen, bis der Äolf erlegt ist. Soweit ist das noch tidit geschehen. I m Stadtchen M ercer, Pa, vrd die Rachsucht und Gemeinheit der Temverenzfanatiker so wett getrieben. )aß Frau und Kinder gegen den Gatten tnd Vater und die Schwester gegen den Bruder vor Gericht in'S Treffen gebrackt werden und bereits zwei Scheioungsklagen daraus gefolgt sind. Der Freihritsfreund- sagt dazu: ES gechieht dies AlleS im Namen des Cbri tenthumS. Solch' ein schmachvoller Mißbrauch der Lehre vom Frieden und ?er Liebe gegen alle Menschen, wie sie sas Evangelium predigt, ist niemals dagewesen, ausgenommen zur Hett, als ie Puritaner arme Frauen im Namen Jesu Christi als Hexen rerbrannten und im Jahre 1794 die fcl uum Gesetze" erließen. Wandelte 5hri5tus noch unter uns. er würde gegen diese Pharisäer schlimmer verfahren, als er es mit den Wucherern im Tempel gethan.Vor einiger Zeit wurde 7er Farmer George Coske auS der Um legend des OrteS Mace in Jndiana Wahnsinnig. Eines Abends erschien er in der bischöflichen Methodistenkirche zu Mace. während oer Pfarrer StevenS vor zahlreich versammelter Gemeinde vredigte. Mit dem Ausrufe: AuS sem WegeZ Mein Name ist Glaubeund der Herr leitet mich! Aus dem Wege, Ihr Otterngezücht!" dtang er. den anwesenden Frauen freche Blicke :uwerfend, zum Altar vor und gebot Sem Prediger daS Pult zu verlassen. Älsvann ahm er von diesem Besitz, und zeberdete sich vor dem Altar wie ein wildeS Thier. Er spuckte sich in Sie Hände, donnerte mit den Fäusten äuf daS Pult, als wollte er eS zerfchla gen, und hielt eine rohe und gemeine nede. Nach einigen Minuten erkannte ihn ein anwe'ender Nachbar, dem eS ge lang, ihn einigermaßen zu beruhigen, bis seine Wärter, denen er entsprungen war eintrafen nnd ihn hinwegnahmen. Ueber die Insassen der Ar. menhäuser in den Ver. Staaten be richtet das Censusamt Folgendes: DaS durchschnittliche Alter im Insassen der Armenhäuser in den Ver. Staaten ist 51 Jahre, was um sechs Jahre mehr ist, als daS Ergebniß im letzten CenwS. D:e Zahl männlicher Insassen unter 30 Jahren und weiblicher Insassen unter 10 Jahren ist niedriger, alS die bezäg llche Zahl im Census von 1830. Die Zahl der Kinder unter zehn Jahren, sie sich in Armenhäusern befinden, ist 1333; in 1860 war dieselbe 6002. In sen südlichen Staaten ist die Zahl der Kinder, die sich in Armenhäusern befin den, im Verhältniß zur Gesammtbevöl kerung großer, als in den nördlichen Staaten. Im fernen Westen ist die Hälfte aller Armenhäusler zwischen 60 und 80 Jähre alt. Die Zahl der tm Alter von 20 bis 50 Jahren stehenden iveiblichen Armenhäusler ist größer. alS die der männlichen.- In allen anderen Altersklassen ist die Zahl der männ lichen Armenhäusler größer, alS die der ivelbllchen, ausgenommen nach ueber schreitung , der AlterSgreuze von 100 Jahren., Eine unfreiwillige Wie verlaufe hat in diesen Tagen in Grand 'ttayidS in Mkchigan öberst M. Almy üldrich. erausgever des .Grand Ra pidS Democraf, erhalten.. Derselbe var aufgefordert worden, den Vorleser Haul Blouet, dec inder Baptistenkirche der Fautain Street einen Vortrag halren sollte,, der Versammlung , vorzustellen. Um 'achtUhr , war die Kirche gedrängt oou und Alles wartete gespannt auf das Erscheinen der beiden yerren. VlSd lich hörte man IM vorderen Theile der kdirche ein letjeS Geränsch und dann ein kn P.unpS in'S ' Wa,fer Wieder vergingen einige Minuten, eh: di? Er

warteten auf der Plalform etjch?enen. Am Oberst lief das Wasser in Uumn Bächlein herunter. Beim Verlassen der Sakristei hatte der Unglncksr abe die falsche Thür geöffn-t und war direct in das unrcr der Vlatiorin binidlichc Tauibassitt hineinspaziert. Der belzerzte Franzose fischte den puseitt'a.se anire: willigen Täuiling sofort heraus und beide erschienen ArZUjin Arm vor der Versammlung, der eine naß. der andcre trocken. Der Oberst h'.elt, troydem er naß war. wie eine gedadete Satze, eine hübsche Ansprache ui'd der Französe folg te mit seinem Vortrage, Wenn der Vorleser später von Jonathan und sei em Lande erzählen wird, so wird er Bohl das mittheilen, daß man in Ämeri ka sogor in einer Kirche, wenn auch nicht lerade ertrinken, doch ein rech: unwill.ommenes nasses Bad erhalten 'ann.

Vom Auslande. Daß das studentische Verbindnngsleben die tollsten und schlimmsten Answüchse zeigt, beweist wiederunk ein kürzlich in Berlin vorge kommener Fall, der Selbstmord eines Studenten, welcher durch falsche An schauungen über den Ehrbegriff direkt in den Tod getrieben wurde. Wir meldeten neulich, daß ein Student sich aus dem Temmlhotec Felde bei Berlm erschoss?n babe. Jetzt werden die Mo-! tioe zu dieser beklagenswerthen That! bekannt, welche Zebr deprimirend wirlen müssen. Der reichbegabte junge Mann war der einzig? Sohn eines bekannten und beliebten Berliner Schulmannes ; die besten Aussichten für rie Zukunft boten sich ihm. Er war ein gewandter Schläger und hatte er nickt weniger als acht Memuren. zum, Theil mit schwerem Blutvcrluft. hinter sich. Da warfen ihm die Germanen", gezen die er beim letzten Male losgewesen", vor. er babe dabei ein wenig mit der rechten Wanie gezuckt. Die Ehre der Alemannen-, bei denen er die Waffen belezt" hatte, erforderte ein m ies Duell, das neunte des Studenten, welcher sich dazu nicht ohne Weiteres bereit erklärte, da ihn die ganze Sache aniu ekeln begann. Jetzt wurde er gedrängt und gehänsett.aufgestacheltund verhöhnt. Der Druck, den man auf ihn ausübte, spotter jeder Beschreibung, fast sollte man es nicht glauben, und doch erfährt es die Berliner Zeitung aus sicherer Quelle: er erhielt ein Weihnachtspacket, dessen viele Verhüllungen große ErWartungen in ihm erregten, das aber eine Pistole barg, mit der von einem schonen Gemüth zeugenden Widmung : Da hast Du die Pirtaule. Schieß Dir damit in dem Maule." Das war dem jungin Manne.dsm Stolz seiner Eltern, zu viel, seine Sinne verwirrten sich.unÄ statt den oder die Einsender mit der qebührendenVerachtung zu strafen und sich ganz von allemRenommirwesen zurückzn ziehen.nchm er die Listole.ging ams Tem pelhoserFeld hinaus und erschosz sick.Eine schöne Weihnachts-Ueberraschung für die armen Eltern, an der Diejenigen zunächst schuld sind, welche es über das Herz bringen konnten, solch ein Weihnachtsgeschenk mit solch einer Widmung abzusenden ! Aber im Grunde sind an dem deklagenswerthen Ende des Äermsten jene Anschauungen schuld, welche in den schlagenden Verbindungen Herrsch?n. uud die es gestatteten, einen Jüngling, der scbon lo oft seinen Muth benzi'esen, der Kneiferei" zn beschulsi gen, weil et die Geschichte jetzt endlich satt hatte. Wahrlich, aus diesem Fall sollte man die Mahnung hernehmen, endlich eine gründliche Reform des Verbindungswesens einzuleiten. Eine heitere Verwechsle nj wird der Wiener Fr. Presse" aus Graz berichtet: Dieser Tage starb dort die Wittwe Leiß v. Laimdurg. welche ein nicht unbedeutendes Vermögen hin terließ. Am Tage des Leichenbegängnisses erschien in der Wohnung der Ver storbenen ein elegant gekleideter Herr, welcher sich der Wirthschisterin als Gerichtskommissär vorstellte und angab, daß er die Verlassenschafts-Abbandlung einzuleiten habe. Tie Wirthschaften bemerkte, daß sie ihm keinerlei Auf. schluß geben könne, er möge nur in der Wohnung Umschau halten. Der ge nannte Herr that dies denn auch, fand die Schlüssel der einbruchsicheren Kasse, nahm dereaJnhalt an si$ und entfernte sich, nachdem er noch derWtrthschafterin mitgetheilt hatte,daß er am andernTage nochmals vorsprechen werde. Nachträglich bemächtigte sich der Wirthschaf terin der Verdacht, daß der fremde Herr ein Gauner sein könne; sie eilte zur Polizei und theilte das Vorgefallene mit. Die Sicherheitsbehörde leitete sofort die Verfolgung des unbe'annten Herrn ein. veröffentlichte in den Lokalblättern seine Personsbe schreibung u. s. w. Der Fall erregte nicht geringes Auffehen in der Stadt, die Erben sahen sich bkleits um den Nachlaß betrogen, zu welchen Werthvapiere und Sparkassebücher auf an sehnliche Beträge lautend, gehörten. Da erschien bei der Behörde der Notar eine dort sehr bekannte Persönlich seit, und theilte mit. daß er selbst im Auftrage der Verlassenschaftsbehörde in der Wohnung der Verstorbenen erschien, und daß der Verdacht der Wirthfchafterin. ; welche sich erst so entgezenkom mend gezeigt hatte, ein völlig unbezründe:er war. Wer titerarischen N u f und. feuilletonistisches Talent besint, dazu gut englisch schreibt und eine Neue nach Australien nicht scheut, kann sich alltäglich dort einmal ein hübsches Honorar im Betrage von fünfhundert Pfund Sterling echten Goldes verdienen. Dem Londoner Schriftsteller Kipling, welcher eine Erholungseeise nach jener fernen Gegend unternom' nun, wurde von der Redaction eines Journals zu Melbourne jenes Honorar für einen zwei Spalten langen Artikel über das Wettrennen um den Melbeurner Preisbecher angeboten. Alljährlich zahlte daS Blatt schon hohe Ziffern für solche Arbeit, und die Londoner Schrift steller, welche jeder den Rennen beige wohnt, erwarben sich .glänzende Bezahlung bis dreihundert Pfund. Nun aber hat Kipling das noch höhere Angebot abgelehnt, wie er , sagt, aus Unlust, gegenwärtig, wo er nach lauger Arbeit sich auf eine Erholungsreise be geben, für irgend ein noch so donnern, des Honorar auf der Welt seine Feder auf Papier zu setzen.-. - Die Redaction fandet nun nach einem anderen

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Der flrosite Schrnerzenstiller anfdcr Welt. Lindert u.lieilt AhcumatiömuS, Lkcnralgia, SchwcÜunsen, Zäumen, steife (Glieder oder MuSkcln, Gicht, Nlic?cn u. Gelenkschmcrzen, .reuziocli, Brand-, Schnitt . Vrühwunden, Frostbeulen, Quetschungen, Kopf,-Ohren-nnd Zahnweh, Geschwüre, ?c. Jnallen Apotheken zu haben, preis L3 Eents ver Stata. R a i HSS!Z3S Feulllctoutneu, der aber Nus haben müsse. I n Uetersen ist die Schmester des Grafen v. Moltke, die Wittwe des evangelischen Propstes Bröker, gestorben. In den Briefen an seine Braut nennt Moltke diese seine LicblingS-chlvester einfach Lene"; er gedenkt ihrer sehr häusig und in der herzlichsten Weise. Die alte Dame hatte mit ihrem Gatten in dritter Ehe die goldene Hochzeit gefeiert und war 8s Jahre alt geworden. Sie hat ihren Gatten nur ein Jahr überlebt. Bei der Bezrübnißseier standen um den Sirg. den auch ein vom Kaiser gespen derer Kranz schmückte, die Grafen Wil Helm und Helmu'h v. Moltke, Kloster propst Gras Moltke, Landrath Dr. Scheift, die lläötijchen und kirchlichen Behörden, sowie zahlreiche Einwohner aus Uetersen und deffen Nachbarschaft. Mehr als ein Viertel des deutschen Bodens ist auch beute noch bzwZlcet. Von den rund 54 Milliov.fx Hektaren Land, welche das deutsche N ich um?aßt. sind nach dem Forste und Ja gdkalener desGch. RathDr.Judeich i Millio, ea Hektare Waldbodea. Von dem deutschen Walde siad 3.7 Procent Staatssorsten 15.2 Procent Gemeindeforsten. 1.3 Vrocent Stiftunzs forsten. ,5 Procent Genossenschaftsforsten, 48,3 Procent Vrivatforsten. Die waldreich sten deut'ch.n Länder sind SchwarzburgRudolstavc, in welchem der Wald 41 Procent des Bodens bedeckt, und Sach-sen-Meiningen. Am wenigsten Wald hat Oldenburg, nämlich nur 9,2 seiner Fläche. Preußen bleibt mit 23,4 Procent etwas unter dem Durchschnitt. kürzlich feierte in L Y a (Ostpreureul, wie man von dori schreibt, das Glasermeifter Preuß'sch Ebepaar die diamantene Hochzeit. D Ehegatte, welcher im 102. Lcbensjahri steht, ist zwar hinfällig, indes geistig noch ziemlich frisch. Die lOOiähng Gattin erfreut sich noch der beste., körperlichen Rüstigkeit und Lebenslust. Sie bethätigte sich wiederholt am Hoch zeitstauz. wobei ihr 70 Jahre alter Sohn meistens der Tänzer der Mutter war. Ein zweiter, 8 'ähriger Sohn, der städtischer Nachtwächter in Königsberg in Preußen ist. war ebenfalls zur diamantenen Hochzeit erschienen. Das Jubelpaar wurde zum dritten Male kirchlich eingesegnet und empfing in sei ner Behausung die Glückwünsche Ur ganzen Stadt Lyck. $m ylstsrtlqen Verein zu Chur kam letzZhin, wie der Freie Rhätier" schreibt, beiläufig zur Sprache, daß der Kaiier 'Maximilian 1. noch jetzt in Chur eine Schneiderrechnung zu be zahlen habe. Man habe vergeblich ge hofft, daß die Erben sie einlösen wür den Ater Jahrhunderle lang sei nun schon die kaiserliche Schnelderrechnung unberichtigtl Zur L t tun ra klon oer SckuZre:blt:isse in Galizien theilt die Neue Fieie Presse" nit. daö unter der jetzigen Herrschaft des Adels und der GeistlichZeit die polnischen Lehrer buchstä blich Hungerlöhne erhalten. Im Trttnibcr vorigen Jahres sind, wie auch ,n polnischen Blättern zu lesen war, zwei PerZonen des Lehrstandes Hungers gestorben, und zwar im Ge dirgsdorfe Groukow (Bezirkshaupt Mannschaft Neumartt)am 7. December da siebzehnjährige Frl. Korczvnska, welches mit 10 Gulden monatlichem Gehalr an der dortigen öffentlichen Volksschule angellt war, und in Bubszczany bei Pomorzany am 13. December der vierundzwanzigjährige Volksschullehrer Ludwig Czomber.dessen woncU'cher Gehalt 17 Gulden betrug. In beiden Fällen wurde vo ärztlicher Eeiie der Hungertod constattrt. Der französische Dam. pfer Cachar", der dieser Tage auS Ostasien in Marseille eintraf, hat eine seltene Ladung mitgebracht. Die im Handel als Guttaperchl bekannte Kautfchukart war in den letzten Jahren immer seltener und theurer geworden. Man wußte schon seit langer Zeit, daß Guttapercha der eingedickte Milch fast eines tropischen Baumes, - der Ison k A U t tz rvlia " . in, doch war von diesem kostbaren Baume selbst wemg bekannt. Die französische Post und Telezravbenvermaltuslg senkte nun ei nen Botaniker, 'Herrn Serullaz. zum Studiu! der Jsönandra nach den Sun dainseln. Ter Forscher entdeckte, wie man der Voss. Ztg.- berichtet, ganze Wälder des Baumes auf Java, Su matra und Celebes.- Er unterwies die Malaien in einer Art der Ausbeutung, welche den Baum nicht tadlet, wie es bei dem früher geübten rohen Verlag ren der Fall war, sicherte durch Ve? trag der franzsstschen Negicrunz die Hälfte der Guttapercha - Ernte der env deckten Wälder und hob mehrere Huw dertehn- bis fünfzehnjährige Jfonanörabäume aus, die- mit auhrord?nt' sicher Behulfamkeit an Bord 13 (fa char" geschafft, während der ;u5irra:ut sorgsam gepflegt wurden und ze.: u,'ch Algerien und tbeilweife nach Layeunk gebracht werben sollen, wo man perfu chen wird, sie auszuziehen und zu ver vielfältigen. Gel'n;l der Versuch, so wird ec eine w.'seatliche Bereicherung der fkanzo)schen Colonien zu bedeuten bab.. - ,, '". " - ' ": - 0 1 -;' . Mccrsch au inp fei scn, lange deutsche Pfeifen, Eigarrenfptien etc. bei Wm Mucho, No. m Ost Washington Str

Eisenbahn Tabelle

Ankttnst und Abgang der verschlcicncn Eisen bahnziige im Wmm Teot, Iu'i'Zaupo!is. Vaudalia. Abgang-Postzuz Erpreß Erpreb Akkomodation. . Erpreh Expreß Ankunft Er.prcjz . Expreß Accoinodattsn . . Erpreß.. ...... SchneUjug . . . . , Accomadation . , . ?30 . 11 . l m . 4 00 . 7 00 .11 (XI . 8) . 4 15 . 10 0 . 2Ui) . r2U . 7 45 tm l:v. ?iri! hhi Mai m Vm m Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis und Cleveland Divis itf. Abgang Expreß...... ö Expreß 9 Expreß ....11 ' Limited Expreß 3 . Expreß 6 Ankunft Expreß 7 Crpr? 21 Limited Expreß 11 Erpreß 5 Erpreß 10 St. Louis Division. 30 Vm 25 Vm 45 Lm 20 Nm 45 Nm 00 V?n 10Äm 55 Vm 00 Nm 50 3hn Abgana-Erpreß 30 Vm 03 20 Nm 55 9ha 20 Vn, 25 Vm 55 Vm 20 Vm Limited Expreß 12 Expreß 5 Expreß, täglich 10 Ankunft Expreß täglich 3 Expreß 9 Limited Expreß 2 Expreß Chicago und CmcmnatiDivision östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Arcomodation täglich 7 05 Brn Accoinodation 10 r Vm Postzug 3 00 51m Accomsd. (nur Sonntags). 5 00 Acconkodatlon 45 Taxt Ankunft-Nushville Accomodation.w 35 Vm Voftzug 11 MVm Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Aecomodation 5 00 Nm Arcomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Aecomodation 7 10 Vm Schnell.Post 12 01 Nm LafayetteAccomadation 5 15 Äm Schnellzug 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 L0 Vm Lafayette Aecomodation ... 10 45 Vm Schnellpoft 2 50 ?!m Aecomodation ti 15 Ätm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 03' Km Danville Aecomodation 5 05 Nm Expreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Aecomodation 10 40 Wm Erpreß 2 40 Nm Expreß :n Nm . Pesria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Aecomodation 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm AnkunftExpreß ll 45 Vm Aecomodation 9 00Vm Expreß 10 50 Swr Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 15 Wm Erpreß 1 20 Nm Expreß 7O0Nm SchneU.Erpreß 11 10 Nm Ankunft-Scknell-Erpreß 3 20 Pn: Expreß 10 30 Vm Expreß 2 50 Nm Expreß.... 20 Nm Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Mgang Expreß 4 Columbus Aecomodation.. . 9 Expreß 3 Nichmond Aecomodation. . . 4 Expreß 5 Ankunft Nichmond Aecomodation 9 Schnellzug 11 Expreß 12 Aecomodation 3 Erpreß li Expreß 45 Vm 00 Vm 00 Nm 00 Nm 30 Nm 00 Pm 40 Vm 50 Nm 45 Nm 50 Nm 00 Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Erpreß Expreß Ankunft Expreß Exprep 11 05 Vm IIAZNm 3 30 Vm 3 45 Nm Louisville Division. Abgang Expreß 3 40 Vm Louiövllls Aecomodation. . . 8 Vm Schnellzug 3 55 Nm Aecomodation 4 3) Nm Ankunft Aecomodation 10 25 Vm Schnellzug ....llwVm Aecomodation 6 09 Nm Sxezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Jndianapolis. Abgang Expreß 3 55 Vm Emctnnatl Accomodotisn . . w 45 m 00 Nm 30 Nm 30 Nm 15 Vm 15 Vm 45 Nm Erpreß 3 3 9 ll 7 Erpreß Erpreß Ankunft Aecomodation.. Expreß Expreß Expreß .10 55 Nm Erpreß 12 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Expreß 7 30 Vm Vincennes Aecomodation... 4 10 Nm Ankunft Vincennes Accomodationll 00 Am Expreß 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß Expreß Expreß Ankunft Expreß Erpreß , SO Vm 11 45 Vm G45 Nm 11 10 Vm 5 00NM Expreß lOSONrn Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Erpreß SMVm Accomodatlon 4 20Nm SchttellsErpreß UwNm Ankunft Schnell Expreß 3 öo Vm Aecomodation 10 10 Vm Expreß..... 4 45V Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Erpreß 12 40 Vm Expreß ..1135Vm Monon Aecomodation 5 20 Nm Ankunft Expreß 3 25 Vm . . Nonon Aecomodation ..... 1 40 Vm Expreß .. Z20Nm Äi Iiiii- t.lr-unhr1-ma.n ' ti , ut Am IVf, I II, I ,Ilt. 1U, iwlcd.l. 'I -IjiU. t'lhn rrUoiDu bf ur .suirnni iter t iii Hitu. .:;! vau 1 iKt atk ad , JF fnr. r: r.y tan.in from i te lli.A t . Wt tuw yvtk bttw fl t.ui, t bcrrtrr VOM M.'tvM . nn vi.it. x tu rh Itk nm r U k ttiu. KI m.b.t tor mork.- " KVf ! wni-A.l. Ijtlrttlra fia. hllmuki. tniini ttnu L.UalUtt tCo.,Ux mil r tta4,lll

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