Indiana Tribüne, Volume 15, Number 133, Indianapolis, Marion County, 31 January 1892 — Page 6
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Der NomttluS von Tomdstone.
Tragikvnnkche Ge?cdicht: au dem awmTaniföff Siilwtsmt vsil sam S. 'II. Tombstone. zu deutsch Grabstein, in eine amerikanische Etadt, welche vieli viele Gcozravheu Europas nicht kenne, werden, troydem sie die Hauptstadt eines ConnlyS ist. grösizr als das König reiÄ Belgien; freilich vxit der Einwohnerzahl verhält es sich anders. Belgier bat jidösalls mehr Einwohner aus di, Quatratrutbe gerechnet, als Cochif Icuutn in Anzona auf der Quadrat' ineile. Di: Stadt ist kaum iiu Tuzeni Jakre all und die Statte, am der si steht, noch kein Vierleljahrbundert bekannt, aber sie besitzt die Merkwürdig' seit, dag dort schon zehn Mal niehi Men'ten ceiiorbrn sind, als geborer rsatd.'Tt ; felbstv.'rständlich starben di, MMjten in ihren Stiefeln. 2ion ihren Namen verdankt sie ei er.i solchen tragischen Ereigniß das führt mich aus die Grünsunzssaze vor To7.:bstone. I.d? alte Stadt EuroinS Siont. B -Mvnbnn. Varis, London Hat isire G.ü.ldu g;g'. wir: m sollte di jiuji;." ötZd: ximtt.tai solche ba b in i Grünöun g Tom bftone Z da tirt zurück in die siebziger Jahre, fcui für :r:st(iche Städte in Amerika ebensk viel bedeutet, wie ein Jahrtausend h Europa. Auch Tombstone hat bereits seine:; Noninlus und Nemus gehabt, lind rstv wciß, ob diese nicht in Zukunft viel belübmter wsrden, als die beiden 7rin!in;z am Tiberstrom, die man nell'rding zu den Mythen rechnet. Der Siomnius v?n Toinbitone ljieij .Missouri Jack und bat wirklich gelebt; er war seines Zeichens ein Desperado. Sein tambaum ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich war die ganze ethncscgif&e Musterkarts, wie sie sich in den bereinigten Staaten prälentirt Angelsachse, französischer Canadier, Deutscher, Indianer und Neger in seinem Wc:en vertreten. Der Held unserer Geschichte war C Fuß 2 Zoll hoch, fluchte ganz correet, sprach aber sonst ziemlich schlecht grammatikalisch; da? er mch: rrthographisch schrieb, lag einfach dara:?. weil er nicht schreiben konnte. 3 Ucbrigcn wr er ein sehr geisreicher Me.lsch, so ge streich, w-ie irgend ein Potentat, welche? die Macht hat, seine Höflinge lachen zu machen uns sie zu zwinqen, ihn zu bewundern. Mls souri Jack war kein Neunundvierzi. aer" (wie sich die Goldgräber Pioniere Califcruieus nennen) sondern ein "5Züm?undfünfziger", d. h. er kam erst 1S.V aus deu Ozarkergen, wo ihn verschiedene Sheriffs wegen Pferdedieb-siablc-zu sehen wünschten, in Sa:rs nein 9, (5al., an und begab sich sofort nach d.'m berühmten Golögräbs? ngcr Camp-Humbug. Da er. wie ein .de7übmter Mann in der Bibel, nicht a.b:-. cn wellte und nicht betteln mochte, s.' lirt er sich in di: einzige Kneipe hsi az:?. die .Heu ende Wildniß", suo er lotn .Freilunch" lebte und was sonst caö Spiel und die Gelegenheit ilim in den Weg warf. ES dauerte nicht lange, so war der riesige Miffourier der Schrecken des Lazerö und der Held der Heulenden Wildniß". Wehe dem Goldgräber, der sich weigerte, mit ihn: Poker zu spielen, und dreimal Wehe dem, welcher ihn nicht gewinnen ließ. Jack hatte infolge dessen immer Geld und ließ eS auch wieder springen. Eines Tages stand er in der Kneipe und luJ die ganze Gesellschaft ein, den konventionellen Trunk mit ihm zu neh inen. Ein unbekannter Neuling mit struppig rothem Haar, das Gesicht voller Sommersprossen, der bescheiden m der Ecke gestanden, kam auch heran und drängte sich zwischen Jack und seinen Busenfreund. .Wie heißen Sie?" donnerte der Niese ihn an. Grinsend zu ihm aufschauend, sagte der Fremde schüchtern: Mein Name ist P. Archibald Vrown." .P. Archibald Holle! Ihr Name ist einfach Ginger (Ingwer), hören Sie es Ging er." Wie ein begossener Pudel stahl sich der Mensch hinweg. Er hieß fortan Ginger. WaS das Merkwürdigste war, der Äiese konnte ihn nie leiden; traf er ihn, so ging die Hänselei los, und wenn er in seiner Schnapslaune war, schoß er so lange auf des armen Teufels Füße, bis dieser wie ein Derwisch vor ihm tanzte. Eines Tages war Ginger ar3 dem Lager verschwunden. Jack mnJte sich einen anderen Gegenstand des Hasses suchen, und er fand immer was er wollte. Wie viel Menscheu Missouri Jack im Camp Humbug auZ gelegt" hat, wie viele durch ihn tn den Stiefeln gestorben sind, daS,veitz nur der ewige Richter, und wenn, dessen vrctocollirender Engel nicht genau aus gepaßt hat, dann ist es schon möglich, day ihm bei der letzten Abrechnung ein halbes Dutzend Morde zu wenig aufgeschrieben sind. Seit dem Verschwinden Gingers war Jack nicht mehr derselbe? auzenschein lich ärgerte er sich, daß er den somAkersprossizen Himmelhund" nicht langst zu feinen Vätern versammelt und ihn tzeiler Haut hatte entkommen lassen. . Ein Philosoph hat einmal behauptet, daß eS Leute gäbe, die vom Schicksal bestimmt seien, einen gewissen Menschen jro todten. Ties schien mit Jack der Zall zu snn. Archibald Brown' oder Ginqer, mt wir ihn künttig nennen wollen, war weit hinweg geeilt, um dem gefährlichen Menschen zu entgehen; er, hatte ganz 5aNfornien, Nevada und Colorado durchirrt, eine Strecke so groß ,wie Deutichland, ffrankreicd, Spanien, Jta lien und ein halbes Dutzend kleinerer Landerzwischen sich und leinen Tod semd gelegt, und Zchllenltch hatte er stch im südöstlichen Arizona unter den In dtanern nlederaelanen und nach Gold und Silber gegraben. Er fans reiche ErzAdern, und das war iem Unglück, sem Tod. Das Gerückt von Ginuers (Zrzkund verbreitete sich bald durch ganz Eallssrmen, und da Camp Humbug zu
fällig ausgebeutet war, so machten sich ein paar Dutzend Abenteurer auf, das neue Eldorado zu suchen. Gincer hatte sich eben häuslich einge. richtet." daZ heigt. er hatte sich in der benachbarten Ansiedlung ein Weib ge holt, eine stramme Jrlanderin von un bestimmtem Alter, und an Stelle seines Nomadenzeltes eine Bretterhütte gesetzt. Da täglich Goldsucher in die Gegend kamen, so eröffnete Frau Ginger eine Restauration, und ihr Gatte war sehr balo ibr bester Kunde, natürlich bei den Flüssigkeiten. Eines Tages stand er gut gelaunt vor dem Schank tisch und dachte an nichts Böses. Er fov derte eben den zwanzigsten Cocktail" von der besseren Hälfte, als die Thür aufging und eine sonore Stimme sagte: Ich nehme den meinigen unvermischt, Ginge? !" Dem armen Kerl entfiel beinahe das GlaZ und er stotterte: Wer, zum Kukuk, will Dich hier habei?' Was, mich nicht wollen? Mich, den Fiygerald von Carthago. MissouriJack Junge, weißt Du, was Du sagst ? Sieh hier Eins, Zwei, Drei! ich fülle TiH so voller Btei, daß der stärkste Erzengel seine Last haben soll, Dich in Abrahams Schooß zu tragen." Drei Schüsse krachten, die Frau hinter dem Schanktisch schrie laut auf, Ginger wars die Arme empor und brach zusammen, der Niese aber steckte feinen rauchenden Revolver ein, nahm sich aus der bereitstehenden Flasche einen Schnaps und verließ das Local. Am folgenden Tage wurde Ging feierlich eingescharrt, der Hauptleidtragende war fein Mörder. Als sich der Hügel über dem Todten gewölbt, ergriff Jack eine in der Nahe liegende Dachschinde! und befahl einem Anwesenden, welcher der Schrei bkunft mächtig war, den Namen Ginger" darauf zu malen. lies thh his tornstono!" (Sei dies sein Leichenstein) sagte er und steckte die Schindel zu Häupten des Todten. Die trauernde Wittwe aber setzt das Geschäft fort, wie es von dem Manne in der 53 äste Sahara heißt. Missouri Jack setzte sein Geschäft ebenfalls fort, d. h. er terronsirte das kleine Lager, schoß die todt, die ihm nicht gefielen, und begann gar bald, der iljütive des von ihm ermoroeten Ginger oen Hof zu machen. So etwas ist schon oft dagewesen. Man erinnere sich der schönen Scene aus Richard III. Der Ort war unterdessen zu zwanzig Hütten und Zelten angewachsen und hatte den Namen Tombstone erhalten; janz mit Recht, denn es mangelte formlich an Grabsteinen für die Leichen, die allwöchentlich meist mit Hilfe von Jacks nie fehlendem 5!cvolver dort beigesetzt wurden. Tombstone hatte einen schlechten Namen, aber man fand Gold und Sit oer in der Nähe, dies genügte, um Geschäftsrel sende zu veranlassen, den ver rufenen Are aufzusuchen. Eines Tages kam ein junger Stutzer dorthin, dessen Wiege im goldenen Mainz gestanden, und den sein Beruf als Reisender in jene Gegend verschla zen hatte. Die Postkutsche hatte ein &ad gebrochen, und unser M nnzer ver irrte sich in die Hütte der ötttwe, weil sie ihm als das einzige Hotel des Ortes dez'icht worden war. Kan ich ein Mittagessen haben?" fragte er die hiuter .dem Schenk Tche hantireuoe. trauernde Wittwe. - Diese nickre und begab sich in die Üüche; sie kehrte gar bald mit einem zroßeu Teller Bohnensuppe und einem Löffel zurück und setzte die Suppe ohne
Tischtuch und iLerviette dem anspruchsnollen Gaste vor. Kaum hatte dieser die Suppe erblickt, als er beide Hände abwehrend ansstreckte und schrie: Nehmen Sie daö Zeug fort, ' wofür halten Sie mich, so etwas kann ich nicht essen!" Mi puri Jack saß bescheiden in der Ecke, denn er ta te kurz vor der Ankunft des Fremden abermals feine Werbung bei der Wittwe vorgebracht, und in dieser Stimmung war er traktabel. AlS er )en Stutzer so laut schreien hörte, trat ?r an den Tlsch heran, dem Mamzer zegknüber und sagte ruhig und ernst: .Fremdling, ich rathe Ihnen als guter Sreund, essen Sie die Suppe!" Wer nt überhaupt Ihr guter Zreund," wüthete der Andere, Sie in) mir nie vorgestellt worden, ich kenne Sie. nicht, bekümmern Sie sich um W Fremdling," sagte Jack ganz trok'en, .machen i: keine Faxen und essen Die die Suppe; Maggie bat sie gekocht ind so wahr ich ihren Mann todtget 's... r n . ' it... ... . . icaoijen yaoe uno ue raiqen werse, chre Kochkunst darf mir Keiner veracht Der kleine Mainzer war nie in solche Gesellschaft gekommen, er glich einem Tinde, welches zum ersten Male eine Viftschlange sieht, er hatte keine Ahnung son der ihm drohenden Gefahr und ichrie höchst aufgeregt: Was gehen ich Ihre Familiengeschichten an, ich vill nichts von Ihnen wissen!" In diesem Augenblick zog Jack seinen Neroloer und sagte ganz kühl: Klei ux Mann, machen Sie keine weiteren Umstände: ich sage Jnen, Sie essen )iese Suppe, oder ich mache mit diesem' Dmg hier em Loch m Jyren Bauch ind thue die Suppe hinein.Der Mainzer blickte den langen Zchlazetodt an, und ein Blick feines Uuges mochte ihm sagen, daß derselbe :s ernst meine. ' Er nahm den Löffel and begann mit Todesverachtung darauföSzessen; der Missourier fahkllzm uergnüztzu. : . ': :" " Plötzlich trat ein Neijegesährte des ZNainzers ein, er war aas Chicago und schien in den Komment der Gegend ziemlich eingeweiht. Können Sie mir einen Julep nacken? fragte er höflich die Wirthin. Jack wandte sich' dem Neuangekom inenen zu und' sagte; Ihr Trunk ist Schnaps und Wasser, auch ich nehme dasselbe; aber vorher nehmen Sie hier noch emen Teuer Boynenjuppe. ' '
Dem Fremden trat der Angstschweiß auf die Stirne, jedoch wagte er es nicht mehr, zu protestiren. Als er sich wieder zu dem Mainzer Eßkünstler wandte, machte dieser rade eine Kunstpause, dieselbe wurde aber durch das Knacken des Revolvers rasch unterbrochen. Der kleine Reiseonkel aß mit Todesverachtung weiter und konnte gar bald den dritten Teller in Angriff nehmen. Wer 'ihm je geZagt hätte, daß er ein solches Meer von Bohnensuppe in sich aufnehmen könnte! Der Rrese hätte es aber noch' besser mit ihm vor; sechZ Teller voll und keinen Löffel weniger, war sein Befehl. Plötz. lich bekam er jedoch einen Einsall. .Stehen Sie auf und tanzen Sie!" Jack stieß den Tisch in die Ecke und schrie; HuplaZ Jip!" Der arme Mensch wollte entfliehen.aber der furchtbare Revolver war auf ihn gerichtet. , Um Gotteswillen, tanzen Sie", rief die Wirthin, .ode? Sie sind des Todes!" Als der Mainzer noch zögerte, krachte ein Schreckschuß und der Unglücklich! begann mit einer Begeisterung zu tanzsn,deren man ihn garnicht fähig gehalten hätte. Jack hatte feine helle Freude an dem Manne und bestellte eben einen roeitereu Teller Bohnensuppe, als plötzlich dtt Thür aufgerissen wurde und drei Manner mit Wmchesterbüchfen erschienen. .Hände in die Höhe !" schrie der Borderjte den Desporado an. Dieser erkannte in seinem . Gegner den Sheriff aus Missouri, aber sei ei, dah fein Ziel unsicher war. oder daß die 'Rücksicht auf den Tanzenden ihn hinderte, er schoß fehl; im nächsten Augenblick brach er von drei Kugeln durch' bohrt zusammen, der Romulus von Tombstone war zu seinen Opfern versammelt, der Tanzer stürzte ohnmächtig nieder, und die Wittwe Ginger war um eine Hoffnung ärmer.
Die Professoren der phtlosopttischen Fakulität haben oder hatten im Allgemeinen selir wenig Zutrauen zu den naturwissenschaftlichen Kenntnissen der Kandidaten der medizinischen Fa kultät, welche das Phiiosophkuni machten. Als Beweis dafür, wie weit dieses Mißtrauen ging, mag folgender Examenschsrz bei Professors der Mineralogie, Weiß, gelten, der allerdings jetzt bald sein vierzigjähriges Jubiläum feiern kann. Damals richtete Weiß an seinen Examinanden die Frage: Was für einen Stein habe ich in der Tasche? Auf die Antwort des 5kandidaten, daß er doch den Stein sehen müsse, um seinen Namen zu sagen, sagte Weiß: Ach was, wenn Sie ihn sehen, rathen Sie ja auch nur, wie er heißt. In einem solchen Philosopliicum gedachte auch einmal der Professor der Chemie. E. Mitfcherlich, an den Kandidaten eine recht leichte Frage zu stellen und fragte ihn nach der Darstellung der Schwefelsäure. Nach einigem Besinnen antwortete der Candidat: Man nimmt Schwefel und gießt Essig darüber. Mitscherlich sah ihn. wie er dem Schreiber dieser Zeilen seinerZeit erzählt hat, einen Moment ganz erstaunt über die verblüffende Einfachheit dieser Darstellungsweise an und sagte dann: Wissen Sie, junger Freund, es wäre vielleicht vortheilhaiter, wenn Sie das Studium der Medizin aufgeben und eine Fchwefelsäurefabrik nach Ihrem neuen Verfahren anlegen. Einer der liebenswürdigsten Examinatoren war der Mineralog? Gustav Rose ; ihm war es faktisch unmöglich, einem Candidaten eine schlechte Nummer zu geben, und man erzählt sich, daß er oft, wenn der Candidat trotz aller Andeutungen nicht die richtige Antwort fand, sie feldst halblaut vorgesagt habe, hieran anknüpfend mag noch eine kleine Anekdote aus einem Baumeiüer-Exa men, welches etwa vor einem Menschenalter stattfand, Platz sinden. Dem Examinanden, welcher wohl nicht zu den Erleuchteten seines Faches Mte, war als Aufgabe die Durchfuhr rung einer ziemlich schwierigen Dachronstruction gegeben worden. Mit Zittern und Zagen nahm er die Kreide und trat an die Tafel, um seinen Vortrag zu beginnen. Als er gleich bei dem Anfang einen recht groben Fehler machte, nahm ihm der Professor die Kreide aus der Hand, benchtlgte den Fehler und fuhr Mn fort, im docirenden Tone die ganze Construction durchzuführen, wobei der Candidat aufmerksam zusah und nur von Zeit zu Zeit sagte: das ist ja prachtvoll, wie klar Sie einem das machen, Herr Professor. 1T S, V. st hi sCrAMH .4 O sl T UHU VUV JKlUUUt U(.S7 ViUUUUS l -CtV4 Herr Profeizor mußte wohl semen Vor-l . .. 4. v- r& c : i. . i . krag üv oen oes uanoioaicn genauen MM, denn er gab lhm die Note .sehr zut." Märchen. 5)ie uns in trauter Dämmerstunde Erzählte emst Gronmutterlem, Wie prägten sich aus liebem Munde Dle Märchen nel.rm Herzen ein! kZas wir mit leisem Grau'n erfahren Geheim sich uns geoffenbart. Wir Haben's noch nach langen Jahren Als theuern Schatz in uns bewahrt. i3!e anders, ach, Ihr armen Kleiner. In unsrer überklugen Zeit Nag Euch hie Märchenwelt erscheinen, Bei unsres Lebenö Nüchternheit ! Die Stimme Eurer Gouvernanten Trifft kalt und herzlos Euer Ohr, be lesen Euch aus eleganten, Kostbaren Büchern Märchen vor. DieselbSMärchen'sind's doch fehlet. Was ibnen jenen Reiz verlieh: Aroßmütterlein, daS sie erzählet Des deutschen Hauses Poesie ! , Der Besitzer wechselt öas Geld und da? Geld wechselt den Besitzer. ! ,i
DaS ist die alte Geschichte.
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Herr Gott, da ist wieder der alte abgeschmackte Witz von dem dummen Esel, der sich aus eine frisch gestrichene Bank setzt!" c5rA?' l'TrV-jy TWWVi-iLrIfL- m wm. Lr.Jki lsr?- 'f I ' -L'T-l CS-fJT äüBm .Mir scheint, diesmal war ich dumme Esel!" WaS dem Pferde recht, ist den Mensche billig. 5. cr&kV&rf $&V Wie ein intelligenter Gaul auS HouyhnhmLand ein Zaumzeug für einen menschlichen Jahoo construirt hat. 9t a'i v. mv 'ßww i i i i u l i nx.jM Wd Hauslehrer (mit feiner Schülerin ein Klavierstück einübend): Diese Stelle hier. .Hast Dn mich lieb," muß ganz piano gespielt werden! Schü lerin: .Ist denn Papa in dei Nähe?" Sagte nur die Wahrheit. Mr. Shabby (empört): Sie haben mich mit dem Rock betrogen! Erst sagen Sie mir, er hält wie Eisen, und jetzt ist der Sckund schon den ganzen Rücken entlang abgeplatzt ! Mr. Abrahams: Wie haißt betro. gen? Wenn ich habe gesagt, er hält wie Eisen, habe ich da nicht gesagt die reine Wahrheit? Wird denn Eisen nicht auch brüchig und rissig. Herr Shabby? AuS der Kinderstube. Knabe: Dn, Vater, sag 'mal, was belßt , das. genzal?" Vater: .Genial heißt alles, was mchtS embnngt!" Wandelbarkeit. Wer wirklich klug sein will, der passe Ja niemals auf die große Masse! Heut' spannt sie dir die Pferde aus Und zieht dich im Triumph nach HauS, Um morgen an demselben Wagen Dir all: Fenstn einzuschlagen! i. 1 - ,m 1 - Es ist bezeichnend, daß eS Hampelmänner und keine Hampel stauen gtbt.
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Uie psyZjologi;che Studie vo N. Ortm Die kleine Elfe hatte zwar ein etwas trauriges Gesicht gemacht, als sie das künstliche Werk ihrer Hände so jämmerlich zusammenstürzen sah; aber du Wolke ist schnell vorübergezogen, und jetzt erfüllt augenscheinlich ein muthiger Entschluß ihre Seele. Sie schiebt das Tischchen bei Seite und reicht ihrem Spielkameraden die Hand. .Komm'; wir wollen auch Soldat spielen! Aber Du mußt mich nicht loS lassen und fortlausen, sonst thust Du Dir wehund Deine Mutter schilt wieder mit unS' Er geht willig an ihrer Seite dem Rasenplatz auf der anderen Seite der Straße zu; aber unterwegs kann er sich doch nicht enthalten, zu fragen : .Wüs sen sich denn die anderen Kinder auch immer anfassen, wenn sie Soldat spielen?" Und wieder muß Else ihre Zu. flucht zu einer bejahenden Nothlügi nehmen. .WaS machen denn uun aber du Soldaten?" forscht er weiter, als sik mitten auf dem Rasenplatz angelangt sind, und ElseS erfinderisches Köpfchen würde wohl in Verlegenheit gerathen, wenn ihr nicht ein Zufall zu Hile käme. Am Rande des kleinen Ententeiches nämlich, bald schon im Wasser, sieht sie einen abgechmttenen Weiö.nzweig lic gen, der em ganz prächtiges Gewehr sür den HanS geben muß. Aber st darf den armen blinden Knaben nicht bis an das gefährliche Ufer mitnehmen. Da bleibt denn nichts Anderes übrig, als ihn für eine ganz kurze Zeit allein stehen zu lassen. .Ich hole Dir einen schönen Säbel. Hans, wie ibn die Soldaten haben," sagte sie schmeichelnd, .aber Tu mußt auch nicht von hier fortgehen. Ich bin gleich wieder da!" Und eilfertig huichte sie davon, wäh rend Hans hilflos auf der Wiese stehen bleibt. - Da klingt aus einiger Ferne wieder das Trommeln und Hurcahrufen der anderen Knaben an sein Ohr, und es fährt ihm wie ein elektrischer Strom durch die Glieder. Nein, mit den Knabett muß es doch noch schöner Soldat svielen sein, als mit der Else, und ohne Besinnen eilt er, so rasch ihn nur di Füße tragen wollen, jener Richtung zu. Mit Entsetzen sieht Else die Flucht ihres Kameraden, und mit dem Aufgebot ihrer ganzen Kraft läuft sie bittend und rufend hinter ihm ber. .Hans, lieber Hans'. Ach! bleib' doch stehen! Ich habe ja etwas so Schönes für Dich! Bitte, bitte, lieber Hans!" Aber er hött nicht auf sie und verdoppelt nur seine Eilfertigkeit, als er merkt, daß sie ihm näher kommt. Von dem Birkenbäumchcn. das mitten auf der Wiese steht, hat er natürlich keine Ahnung, und bei der Schnelligkeit seines Laufes prallt er mit solcher Heftigkeit gegen den Stamm, daß er mit blutender Stirn uf den Rasen stürzt und daß ihm für einige Minuten, das Bewußtsein schwindet. Bitterlich wei nend kniet die kleine Else neben ihm und wischt tym mit ihrem bunten Cchürzchen das Blut vom Gesicht, während sie ihn mit den beweglichsten Worten bittet, er mochte ihr doch nur sagen, ob-er sich sehr weh gethan habe. Da ward sie von hinten sehr heftig am Haar gezaust und und in die Höbe gerissen. .Hast Du schon wieder Unheil angerichtet, Du unzerathenes Geschöpf?" schall! ihr eine zornige Stimme in'S Obr. während sie zugleich heftig hin un her geschüttelt wird. .Kannst Du mnuen armen Jungen denn nicht endHch einmal in Frieden lassen. Du abscheuliches, rothhaarigeS Ding ?" schweigend eltagt die Kleme die schmerzhafte Mißhandlung, die ihr nicht zum ersten Mal von der Mutter ihres Spielkameraden zu Theil wird. Kein Wort der Entschuldigung oder der Rechtfertigung kommt übe? ihre Lippen, und ihre Augen hängen nur unverwandt an dem Knaben, der sich jetzt wieder in die Höhe richtet und unter dem Bewußtsem semes Unfalls zu weinen beginnt. Als ihn die Mutter auf den Arm nimmt und in's Haus hinübertragt, geht sie leise schluchzend in einige? Ent fernung hinterher, und sie zuckt nur ängstlich zusammen, als sich die . Frau ,n der Thur noch einmal nach ihr um wendet und ihr drohend die Faust zeigt. Am Nachmittag aber, als Hans mit verbundener Stirn wnder auf dem ! FußbZnkÄen vor dem H:use sitzt, hocktl auch die kleine rolhhaariae Elfe abermalS an seiner Seite, zärtlich plaudernd und liebevoll bemüht, dem armen Klel nen die bleierne Einförmigkeit der düste' ren Nacht zu erleichtern, die ihn inmittm des lichtgejättigten Sommertages umgibt. 1 Und so geht eS Tag sür Tag und Woche um Woche. Die anderen Kinder wollen bn thren Spielen von der häß lichen Else so wenig etwas wissen, als von dem unbeholfenen blinden HanZ; da ist es kein Wunder, wenn sich die bei den Geächteten immer fester an einander schließen. Aber die Zuneigung des Hei nen Mädchens ist echter und opferwilliger als die des Knaben. Sie läßt sich weder durch Scheltworte noch durch Mißhandlungen verscheuchen, und oft genug nimmt sie willig die Strafen für die Verzehungen des Spielgefährten auf die eigene Schulter. Eines Tages aber kommt der kleine HanS nicht mehr zum Vorschein. Er ist in die große Stadt gebracht worden zu einem berühmten Augenarzt, denn eS soll noch Hoffnung fein, ibm die Seh' kraft zu verschaffen. Da gibt es nun eine recht traurige, einsame Zeit für die arme Elfe, und mit wehmüthigen Blik ken schleicht sie täglich an dem Fleckchen vorüber, auf welchem ihr Spielkamerad sonst zu sitzen pflegte. Mit scheuen Be weguugen geht sie noch ängstlicher als zuvor den . lärmenden Unterhaltungen der anderen Kinder aus dem Wege, und sie muß sich's gefallen lassen, daß die NeZereien. die sie QuSusteben bat. in ?riqe dessen nur immer schlirnmer wer i. 1 ' IMM'W
So ist der Winter fc&'S Land gekonp inen, und auf dem Rasenplatz, auf wel chem Elfe mit dem blinden HanS Svl dat spielen wollte, steht ein mächtiger Schneemann. Das kleine rothhaarige Mädchen hat einer schlimmen Erkältung wegen acht Tage lang daS Zimmer hü ten müssen, und als s nun heute zum ersten Mal wieder auf die Straße hm aus darf, schleicht sie wie gewöhnlich zuerst zu dem wohlbekannten Spielplatz, chen. Aber auf der schneebedeckten Wies tummelt sich eine ganze Horde wilde, Knaben, und sie sind ihrer kaum änlich, tig geworden, als auch schon ein allge meiner Angriff eröffnet wird. .Der Fuchs! der Fuchs! Schießt den Fuchs todt!" schreit einer aus dem Haufen und ein ganzer Hagel vor Schneebällen sällt über die arme Elfi der. Sie will sich hastig zum Entfliehen wenden, da bl-ibt ihr angstvoll umherschweifender Blick auf einem tleinen Knaben haften, der erner der Vordersten unter ihren Peinigern ist ; und
w em Jubelschrei rmgt stch'S aus ihrer kindlichen Brust: .HanS, lieber HanS! Bist Du wieder da?" Alle Noth und Gefahr - vergessend, stürzte sie auf ihn zu. Äber er hJtte eben zwei Hände voll grobkörnigen Schnees zusammengerafft und als sie ganz dicht bei ihm ist. wirft er ihr die ganze Ladung mit voller Kraft in's Geficht. Elfe bleibt sieben und fährt mit den Händen nach den Augen; denn sie ist für einige Sekunden vollständig tblendet. Ein allgemeines Gelächter seiner Genossen belohnt die Heldenthat des Knaben, und unter lärmendem Hurrah stürmt die ganze wilde Rette davon. Das kleine Mädchen aber steht mutterfeelenallein auf der Wiese, hat die Fäuste in die Augen gedrückt und weint weint so herzbrechend und bitterlich, daß es nicht nur der geringfügige körperliche Sckmerz sein kann, der ihr diese heißen, unaufhaltsam herverauellenden Thränen erprent. Und als am Sonntag Morgen der kleine Hans, welcher letzt nach der glücklich vollzogenen Operation mit so hellen Augen in die Welt hineinschaut, als nur irgend einer, im vollen Festtagsstaat mit einem kleinen Hand schür ten an der Thür des Hauses steht und auf einen Spielgenofsen ivartet, da kommt die Else noch einmal ganz langsam und verschüchtert zu ihm heran und sucht wie in früheren Tagen seine Hand zu erfassen. Aber er wendet sich weg und zwängt die Hände in die engen Ta schen seines Ueberröckchens. Wollen wir nun wieder zusammen spielen, Hans?" fragt sie leise. Hans aber rührt sich nicht von der Stelle und gibt ihr keine Antwort. .Darf ich mich nicht in Deinen Schlitten setzen ?" beginnt sie nach einem kleinen WeUchen von Neuem; doch stat: aller Erwiderung reißt, er so enerqisa an der Schnur, daß der Schlitten weit weg nach der anderen Seite geschleudert wird. In demielben Augenblick kom men zwei andere kleine Buben hastig na'' die Ecke gelaufen und nehmen den Hans mit seinem Schlitten in ihre Mitte. .&$us will denn der Fuchs schon wieder?" ruft der Eine, und .Fuchs! Fuchs!" stimmt der Andere höhnisch ein. Hans dreht sich noch ein oder zwei Mal nach dem kleinen Mädchen um,, und sein Gesicht zeigt einen gewissen unschlüssigen Ausdruck; aber noch ehe er mit semen Kumpanen um die Ecke verschwindet, ruft er den Spott namen ebenfalls mit, und .Fuchs! Fuchs!" widerhallt es in zahllosen Wiederholungen allmälig in der Ferne. Diesmal weint die Elfe nicht; aber sie geht seh? langsam und mit gesenktem Köpfchen davon, und sie hat von dieser Ztunde an den Hans nie wieder mit einem Angebot ihrer kindliche Freund schaft belästigt. Trotz ihres sanften Gesichts und ihrer, schüchtern bittenden Augen ist die rothhaarige Else für die anderen Mädchen und Knaben immer ein Gegenstand des Spottes und unaufhörLcher Neckereien, geblieben. Und unter ihren Verfolgern und Quälern war der wilde HanS gar bald der Schlimmsten einer. ES ist, als wäre die Erinnerung an ihr treues Zusammenhalten während seiner Blindheit vollständig aus seinem jungen Herzen 'geschwunden, oder als schäme er sich vor den Anderen, daß damals gerade das bäßlichste und verachtetite Kmd ferne Spielaefahrtln gewefen sei. Wo er ihr jetzt inmitten f . . r . . . c vr inner iLentMN oegegner, oa carj ue sicher sein, daß ihr irgend ein Schabernack angethan wird, und nur, wenn sie einmal zufällig irgendwo allein zusammentreffen. geht er stumm und il t t t f-w mru einem rroyig yerausxoroernoen nu an ihr vorüber. Sie oehen nun schon Beide seit vi Jahren in die Schule. Elfe ist sittsam, sanft und fleißig. Hans ist wild und unbändig, und über sein Betragen wie über seine Strebsamkeit wird manche Klage laut. Aber in seinem Benehmen gegen das rothhaange Madchen tritt urplötzlich eme ganz seltjame Veränderung ein. In der Religwnsstunde hat ihnen der alte Pastor eine sehr eindringliche Erläuterung des Be griffS der Dankbarkeit gegeben,, und ganz unabsichtlich hat er dabei gerade an Hans zum Schluß die Frage gerich. !et: .Was würdest Tu also sein, mein Sohn, wenn DN Denen, die Dir einst in den Stunden der Betrübniß Liebes und Gutes erwiesen, mit Härte und Kränwna veraelten wolltest?" HanS ist dabei purpurroth geworden; ' t j-v.. üi.'r llder er yat dem Papor t ins stGß gefthen, und mit beinahe überlauter Sttmme bat geantwortet. .Ein schlechter, undanZbarer Mensch, öerr Psstor!" -' Und. von dem Tag an haben seine Quälereien der armen Else aufgehört., Aber noch weniger als , zuvor sachte er ,etzt den Verkebr , mit ' ihr wieder anzu knüpfen. In weitem Bogen geht er ihr aus dem Wege, und wenn er ja kinmal i&r1 Kommen nicht rechtzeitig wairaenommen bat, schleicht er mit uic hrgcjchtagtr.cn Blicke cn ihr vnbei,
s5er er beginnt zu lauft, als tötet ihn ein Verfolger ans den Fersen. Ein einKiges Mal aber hat er davon doch eme Ausnahme gemacht und daS ist folgev dermaßen zugegangen Der Schulze Emmerich bat einen groKenHoshund.der? nur gefährlich ist, wenn er an der Kette liegt und der em Tage kernen Menschen etwas zu Leide thut. Darauf verlassen sich aber nur zu oft die bösen Rangen, die den armen Nero, wenn er gemüth lich zu einem kurzen Mittagsschläfchen in der Sonne liegt, mit Steinen werfen, mit langen Stöcken kitzeln, oder sonst auf jede erdenkliche Weise peinigen und quälen. Auch heute Nachmitta-z als die Schule aus war, ist ein ganzer Schwärm ungezogen Jungen übe? ihn hergefallen, und das unmuthige Knarren des gehänselte Nerv macht ibnen nicht die geringste Angst.lITie wissen nicht, daß auch die GedÄd eines Hundes schließlich ein Ende nehmen kann, und erst als der Nero plötzlich in die Höhe fährt und darauf sehr ernsthast nach einem der kleinen Bengel schnappt, stiebt die ganze Schaar mit lautem Angstge schrei auseinander. Ob nun dieser rasche Erfolg den Nero übermüthig gemacht hat oder ob seine schlechtes aune durchaus ein Opfer verlangt, knrzum. er springt in langen Sätzen hinter den Fliehenden h:r und wirft sich mit der ganzen Wucht seines ungeschlachten Körpers auf die rothbaarige Else, die ganz still und sittsam ihres Weges gegangen ist und sich im Bewußtsein ihrer Unschuld auch an der allgemeinen Flucht nicht betheiligt hat. Mit einem wüthenden Biß hat er ihr das Kleid vsn der Schulter gerissen, und wer wnß, wie schlimm es dem webrlosen Kinde ergangen wäre,, wenn nicht plötzlich eine kräftige Faust den Nero im Genick gepackt und ein: andere mit ziemlich wuchtigem Schlaz seine Nase getroffen hätte. Der Köter heulte laut auf von Schmerz; aber er läßt doch von dem Mädchen ab und wälzt sich im nachZten Augenblick mit dem Hans, der just znr rechten Zeit dazu gekommen war. auf der Erde herum. Er hat ihn schon ein paar Mal ganz tüchtig in' den Arm und in die Hand gebissen; aber der kräftige Knabe bleibt" ihm nichts schuldig, und er setzt ihm; zornqlübcnden Gesichts so tüchiig zu. daß sich der Ner? bald durch ein klägliches Gewinsel als der Besiegte zu er kennen gibt: Jetzt richtet sich der Hans empor. Von seiner Jacke hängen die Fetzen herunter und seine rechte Hand ist ganz , von Blut gcröthet. An dem Bretterzaun, an welchem sie der Hund virlün niedergeworfen, steht Elfe mit kreideweißem Gesicht und mit zitternden Gliedern, den übel zugerichteten Kna den mit entsetztem Ausdruck betrachtend und unföbig. auch rr ein Wörtchen hervorzubringen.. Er aber streicht sich mit der lmken Hand daS zerzauste Haar aus dem Gesicht, tritt auf sie zu und sagt, während sich sein Gesicht bi? in die Haarwurzeln hinauf mit dunkler Nöthe -übergießt: .Sei mir nicht mehr böse, Else, daß ich ein schlechter,, undankbarer Mensch gewesen bin. Wenn Dir Jemand etwas thnn will, brauchst Tu mich nur zu rufen und wenn Du willst, wollen wir wieder alle Tage mit einander spier. i
1(41 i Er bat die Worte sehr rasch und hastig hervorgestoßen, und ehe noch die überraschte Else eine Silbe der Erwiderung hervorbringen kann, eilt er trotz einer Schmerzcw und trotz der El ernhause zu erwartenden Strafe mit Aächtigen Sätzen und mit lautem Hur, ah dre Straße hinunter. TaS Mutterher,. 5!aS den Alt sraj ö tischen. Es hatte ein Bursche ein Mädchen, 'ieb, das Mädchen war eitel und herz. os. Ihr träumte einst, sie bleibe fauner? fung und schön, sie werde sogar nochsiel schöner, wenn sie in ihrem Schrein lufbemahren würde das Herz jenesWeibes, welches den .Burschen, der sie.' liebt, geboren hat. Und sie sprach zum Burschen: .Geh.' hin, morde Deine Mutter, iß ihr daöherz aus dem Leibe und bring es mir."' Der Bursche sah sie entsetzt an und ?oh. Aber er kam am nächsten Tage wie-.. der und wieder sprach sie: .Geh' hi: norde Deine Mutter, reiß ihr das. herz aus denr Leide und bring es mir, damit ich Dich ewig liebe.'Und jung .und chön bleibe. m .Fordere nicht so Entsetzliches-vou ir!" rief er auö. Doch sie küLte ihn- und sprach Mzchen uß und Kuß: .Thu' ss!" Er aber nß q loS und eilte fort. Und er kam am nächsten Morgen Soch, wieder und wieder heischte daS Mädchen: .Geh' hin, morde Deine Mutter, reiß ihr das Herz aus dem Leibe, daß ich Dichz ewig liebe, daß ich ßetS jung und schön und glücklich sein verde." .Las mich.Willst Du nicht, so wird e-S ein An berer, der mich liebt, thun und künstig, ttin Liebster sein," sprach, das Mäd chen und ließ ben Burschen allein. ?. L ' . i - " .. nerzmeiieu irrie er ven. aanen aa? .. m v r . .. . L . ,. , i. ... im ver uno oi es cunut aemoroen .!i. it.i W: v ant cc tyctax uuv iic iui us Rädchen geheißen. ! Als er in der Dunkelheit damit zu mer Geliebten lief, stolperte t und siel. Wie e? sich stöhnend ausrichtete, (ragU ihn gütig daS blutende Mutter herz: $ist Tu Dir weh gethan, meiir Sind?" -l.. - Politisch.' Mann: EinenStu5enten können wir unmöglich in. der Wohnung gebrauchen, zumal : dieser, nachte mir ganz den Eindruck eines' pumpgenieZ, der nie was zurückgibt.' Zrau: So? Tann nehmen wir ihn 1 krst recht! Vielleicht nimmt er eine von.
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